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Aṅguttara Nikāya 2 Nummerierte Lehrreden 2.32–41

4. Samacittavagga 4. Das Kapitel über den friedvollen Geist

32

“Asappurisabhūmiñca vo, bhikkhave, desessāmi sappurisabhūmiñca. „Mönche und Nonnen, ich will euch die Stufe des unwahren Menschen und die Stufe des wahren Menschen lehren.

Taṁ suṇātha, sādhukaṁ manasi karotha. bhāsissāmī”ti. Hört zu und gebraucht den Geist gut, ich werde sprechen.“

“Evaṁ, bhante”ti kho te bhikkhū bhagavato paccassosuṁ. „Ja, Herr“, antworteten sie.

Bhagavā etadavoca: Der Buddha sagte:

“Katamā ca, bhikkhave, asappurisabhūmi? „Was ist die Stufe des unwahren Menschen?

Asappuriso, bhikkhave, akataññū hoti akatavedī. Der unwahre Mensch ist undankbar und nicht erkenntlich,

Asabbhi hetaṁ, bhikkhave, upaññātaṁ yadidaṁ akataññutā akataveditā. denn schlechte Menschen wissen nur, wie man undankbar und nicht erkenntlich ist.

Kevalā esā, bhikkhave, asappurisabhūmi yadidaṁ akataññutā akataveditā. (…) Es entspricht vollkommen der Stufe eines unwahren Menschen, undankbar und nicht erkenntlich zu sein.

Sappuriso ca kho, bhikkhave, kataññū hoti katavedī. Der wahre Mensch ist dankbar und erkenntlich,

Sabbhi hetaṁ, bhikkhave, upaññātaṁ yadidaṁ kataññutā kataveditā. denn rechtschaffene Menschen wissen nur, wie man dankbar und erkenntlich ist.

Kevalā esā, bhikkhave, sappurisabhūmi yadidaṁ kataññutā kataveditā”ti. Es entspricht vollkommen der Stufe eines wahren Menschen, dankbar und erkenntlich zu sein.“

33

“Dvinnāhaṁ, bhikkhave, na suppatikāraṁ vadāmi. „Mönche und Nonnen, ich sage, zwei Menschen ist nicht leicht zu vergelten.

Katamesaṁ dvinnaṁ? Welchen zwei?

Mātu ca pitu ca. Mutter und Vater.

Ekena, bhikkhave, aṁsena mātaraṁ parihareyya, ekena aṁsena pitaraṁ parihareyya vassasatāyuko vassasatajīvī so ca nesaṁ ucchādanaparimaddananhāpanasambāhanena. Selbst wenn man seine Mutter auf einer Schulter und seinen Vater auf der anderen Schulter umhertragen würde und so hundert Jahre leben würde, und wenn man sie salben, massieren, baden und abreiben würde – man hätte nicht genug getan, um ihnen zu vergelten;

Te ca tattheva muttakarīsaṁ cajeyyuṁ, na tveva, bhikkhave, mātāpitūnaṁ kataṁ vā hoti paṭikataṁ vā. und das, selbst wenn sie eben da Urin und Kot unter sich lassen würden.

Imissā ca, bhikkhave, mahāpathaviyā pahūtarattaratanāya mātāpitaro issarādhipacce rajje patiṭṭhāpeyya, na tveva, bhikkhave, mātāpitūnaṁ kataṁ vā hoti paṭikataṁ vā. Selbst wenn man Mutter und Vater zu den höchsten Herrschern dieser großen Erde machen würde, die die sieben Schätze in Fülle besitzen, man hätte immer noch nicht genug getan, um ihnen zu vergelten.

Taṁ kissa hetu? Warum ist das so?

Bahukārā, bhikkhave, mātāpitaro puttānaṁ āpādakā posakā imassa lokassa dassetāro. Eltern sind ihren Kindern eine große Hilfe: Sie ziehen sie auf, ernähren sie und zeigen ihnen die Welt.

Yo ca kho, bhikkhave, mātāpitaro assaddhe saddhāsampadāya samādapeti niveseti patiṭṭhāpeti, dussīle sīlasampadāya samādapeti niveseti patiṭṭhāpeti, maccharī cāgasampadāya samādapeti niveseti patiṭṭhāpeti, duppaññe paññāsampadāya samādapeti niveseti patiṭṭhāpeti, ettāvatā kho, bhikkhave, mātāpitūnaṁ katañca hoti paṭikatañcā”ti. Wenn man aber Eltern, die kein Vertrauen haben, zu Vertrauen ermuntert, unmoralische Eltern zu moralischem Verhalten, geizige Eltern zu Großzügigkeit oder unwissende Eltern zu Weisheit ermuntert, wenn man sie dahin bringt und dort verankert, so hat man mehr als genug getan, um ihnen zu vergelten.“

34

Atha kho aññataro brāhmaṇo yena bhagavā tenupasaṅkami; upasaṅkamitvā bhagavatā saddhiṁ sammodi. Sammodanīyaṁ kathaṁ …pe… ekamantaṁ nisinno kho so brāhmaṇo bhagavantaṁ etadavoca: Da ging ein gewisser Brahmane zum Buddha und tauschte Willkommensgrüße mit ihm aus. Nach der Begrüßung und dem Austausch von Höflichkeiten setzte er sich zur Seite hin und sagte zum Buddha:

“kiṁvādī bhavaṁ gotamo kimakkhāyī”ti? „Was lehrt Herr Gotama? Was erklärt er?“

“Kiriyavādī cāhaṁ, brāhmaṇa, akiriyavādī cā”ti. „Brahmane, ich lehre das Tun und das Nicht-Tun.“

“Yathākathaṁ pana bhavaṁ gotamo kiriyavādī ca akiriyavādī cā”ti? „Aber auf welche Weise lehrt Herr Gotama das Tun und das Nicht-Tun?“

“Akiriyaṁ kho ahaṁ, brāhmaṇa, vadāmi kāyaduccaritassa vacīduccaritassa manoduccaritassa, anekavihitānaṁ pāpakānaṁ akusalānaṁ dhammānaṁ akiriyaṁ vadāmi. „Im Hinblick auf schlechtes Verhalten mit dem Körper, der Sprache und dem Geist sowie auf die vielerlei untauglichen Dinge lehre ich das Nicht-Tun.

Kiriyañca kho ahaṁ, brāhmaṇa, vadāmi kāyasucaritassa vacīsucaritassa manosucaritassa, anekavihitānaṁ kusalānaṁ dhammānaṁ kiriyaṁ vadāmi. Im Hinblick auf gutes Verhalten mit dem Körper, der Sprache und dem Geist sowie die vielerlei tauglichen Dinge lehre ich das Tun.

Evaṁ kho ahaṁ, brāhmaṇa, kiriyavādī ca akiriyavādī cā”ti. Das ist die Art von Tun und Nicht-Tun, die ich lehre.“

“Abhikkantaṁ, bho gotama …pe… upāsakaṁ maṁ bhavaṁ gotamo dhāretu ajjatagge pāṇupetaṁ saraṇaṁ gatan”ti. „Vortrefflich, Herr Gotama! … Von diesem Tag an soll Herr Gotama mich als Laienschüler in Erinnerung behalten, der für sein ganzes Leben Zuflucht genommen hat.“

35

Atha kho anāthapiṇḍiko gahapati yena bhagavā tenupasaṅkami; upasaṅkamitvā bhagavantaṁ abhivādetvā ekamantaṁ nisīdi. Ekamantaṁ nisinno kho anāthapiṇḍiko gahapati bhagavantaṁ etadavoca: Da ging der Hausbesitzer Anāthapiṇḍika zum Buddha, verbeugte sich, setzte sich zur Seite hin und sagte zu ihm:

“kati nu kho, bhante, loke dakkhiṇeyyā, kattha ca dānaṁ dātabban”ti? „Wie viele in der Welt sind einer religiösen Gabe würdig? Und wo sollte eine Gabe gegeben werden?“

“Dve kho, gahapati, loke dakkhiṇeyyā—„Hausbesitzer, es gibt zwei in der Welt, die einer religiösen Gabe würdig sind:

sekho ca asekho ca. der in Schulung Befindliche und der der Schulung Entwachsene.

Ime kho, gahapati, dve loke dakkhiṇeyyā, ettha ca dānaṁ dātabban”ti. Das sind die beiden in der Welt, die einer religiösen Gabe würdig sind, und dort sollte eine Gabe gegeben werden.“

Idamavoca bhagavā. Das sagte der Buddha.

Idaṁ vatvāna sugato athāparaṁ etadavoca satthā: Und der Heilige, der Lehrer, fuhr fort:

“Sekho asekho ca imasmiṁ loke, „In dieser Welt sind der der Schulung Entwachsene und der in Schulung Befindliche

Āhuneyyā yajamānānaṁ honti; einer den Göttern gewidmeten Gabe würdig.

Te ujjubhūtā kāyena, Sie sind aufrichtig

Vācāya uda cetasā; mit Körper, Sprache und Geist.

Khettaṁ taṁ yajamānānaṁ, Das ist das Feld für Opferspender –

Ettha dinnaṁ mahapphalan”ti. was hier gespendet wird, ist äußerst fruchtbar.“

36

Evaṁ me sutaṁ—So habe ich es gehört:

ekaṁ samayaṁ bhagavā sāvatthiyaṁ viharati jetavane anāthapiṇḍikassa ārāme. Einmal hielt sich der Buddha bei Sāvatthī in Jetas Wäldchen auf, dem Kloster des Anāthapiṇḍika.

Tena kho pana samayena āyasmā sāriputto sāvatthiyaṁ viharati pubbārāme migāramātupāsāde. Nun hielt sich zur gleichen Zeit der Ehrwürdige Sāriputta bei Sāvatthī im Ostkloster auf, im Pfahl-Langhaus der Mutter Migāras.

Tatra kho āyasmā sāriputto bhikkhū āmantesi: Da wandte sich Sāriputta an die Mönche und Nonnen:

“āvuso bhikkhave”ti. „Geehrte, Mönche und Nonnen!“

“Āvuso”ti kho te bhikkhū āyasmato sāriputtassa paccassosuṁ. „Geehrter“, antworteten sie.

Āyasmā sāriputto etadavoca: Sāriputta sagte:

“ajjhattasaṁyojanañca, āvuso, puggalaṁ desessāmi bahiddhāsaṁyojanañca. „Ich will euch über einen Menschen unterweisen, der innerlich gefesselt ist, und einen, der äußerlich gefesselt ist.

Taṁ suṇātha, sādhukaṁ manasi karotha, bhāsissāmī”ti. Hört zu und gebraucht den Geist gut, ich werde sprechen.“

“Evamāvuso”ti kho te bhikkhū āyasmato sāriputtassa paccassosuṁ. „Ja, Geehrter“, antworteten sie.

Āyasmā sāriputto etadavoca: Sāriputta sagte:

“Katamo cāvuso, ajjhattasaṁyojano puggalo? „Wer ist der Mensch, der innerlich gefesselt ist?

Idhāvuso, bhikkhu sīlavā hoti, pātimokkhasaṁvarasaṁvuto viharati ācāragocarasampanno, aṇumattesu vajjesu bhayadassāvī, samādāya sikkhati sikkhāpadesu. Es ist ein Mönch, der sittlich ist, gezügelt in der Ordenssatzung, der sich angemessen verhält und an angemessenen Orten um Almosen nachsucht. Er sieht die Gefahr im kleinsten Fehler und hält die Regeln ein, die er aufgenommen hat.

So kāyassa bhedā paraṁ maraṇā aññataraṁ devanikāyaṁ upapajjati. Wenn sein Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, wird er in einer gewissen Klasse von Göttern wiedergeboren.

So tato cuto āgāmī hoti, āgantā itthattaṁ. Wenn er dort verscheidet, ist er ein Wiederkehrer, der zu diesem Ort zurückkommt.

Ayaṁ vuccati, āvuso, ajjhattasaṁyojano puggalo āgāmī hoti, āgantā itthattaṁ. Diesen nennt man einen Menschen, der innerlich gefesselt ist, ein Wiederkehrer, der zu diesem Ort zurückkommt.

Katamo cāvuso, bahiddhāsaṁyojano puggalo? Wer ist der Mensch, der äußerlich gefesselt ist?

Idhāvuso, bhikkhu sīlavā hoti, pātimokkhasaṁvarasaṁvuto viharati ācāragocarasampanno, aṇumattesu vajjesu bhayadassāvī, samādāya sikkhati sikkhāpadesu. Da ist ein Mönch sittlich, gezügelt in der Ordenssatzung, er verhält sich angemessen und sucht an angemessenen Orten um Almosen nach. Er sieht die Gefahr im kleinsten Fehler und hält die Regeln ein, die er aufgenommen hat.

So aññataraṁ santaṁ cetovimuttiṁ upasampajja viharati. Er tritt in eine gewisse friedvolle Erlösung des Herzens ein und verweilt darin.

So kāyassa bhedā paraṁ maraṇā aññataraṁ devanikāyaṁ upapajjati. Wenn sein Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, wird er in einer gewissen Klasse von Göttern wiedergeboren.

So tato cuto anāgāmī hoti, anāgantā itthattaṁ. Wenn er dort verscheidet, ist er ein Nichtwiederkehrer, der nicht zu diesem Ort zurückkommt.

Ayaṁ vuccatāvuso, bahiddhāsaṁyojano puggalo anāgāmī hoti, anāgantā itthattaṁ. Ihn nennt man einen Menschen, der äußerlich gefesselt ist, ein Nichtwiederkehrer, der nicht zu diesem Ort zurückkommt.

Puna caparaṁ, āvuso, bhikkhu sīlavā hoti …pe… samādāya sikkhati sikkhāpadesu. Weiterhin ist da ein Mönch sittlich … und hält die Regeln ein, die er aufgenommen hat.

So kāmānaṁyeva nibbidāya virāgāya nirodhāya paṭipanno hoti. Er übt nur für das Ziel der Ernüchterung, des Schwindens der Leidenschaft und des Aufhörens in Bezug auf Sinnenfreuden.

So bhavānaṁyeva nibbidāya virāgāya nirodhāya paṭipanno hoti. Er übt nur für das Ziel der Ernüchterung, des Schwindens der Leidenschaft und des Aufhörens in Bezug auf künftige Leben.

So taṇhākkhayāya paṭipanno hoti. Er übt für die Auflösung des Verlangens.

So lobhakkhayāya paṭipanno hoti. Er übt für die Auflösung der Gier.

So kāyassa bhedā paraṁ maraṇā aññataraṁ devanikāyaṁ upapajjati. Wenn sein Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, wird er in einer gewissen Klasse von Göttern wiedergeboren.

So tato cuto anāgāmī hoti, anāgantā itthattaṁ. Wenn er dort verscheidet, ist er ein Nichtwiederkehrer, der nicht zu diesem Ort zurückkommt.

Ayaṁ vuccatāvuso, bahiddhāsaṁyojano puggalo anāgāmī hoti, anāgantā itthattan”ti. Ihn nennt man einen Menschen, der äußerlich gefesselt ist, ein Nichtwiederkehrer, der nicht zu diesem Ort zurückkommt.“

Atha kho sambahulā samacittā devatā yena bhagavā tenupasaṅkamiṁsu; upasaṅkamitvā bhagavantaṁ abhivādetvā ekamantaṁ aṭṭhaṁsu. Ekamantaṁ ṭhitā kho tā devatā bhagavantaṁ etadavocuṁ: Da gingen einige friedvoll gesinnte Gottheiten zum Buddha, verbeugten sich, stellten sich zur Seite hin und sagten zu ihm:

“eso, bhante, āyasmā sāriputto pubbārāme migāramātupāsāde bhikkhūnaṁ ajjhattasaṁyojanañca puggalaṁ deseti bahiddhāsaṁyojanañca. „Herr, der ehrwürdige Sāriputta ist im Ostkloster, im Pfahl-Langhaus der Mutter Migāras, und unterweist dort die Mönche und Nonnen über einen Menschen, der innerlich gefesselt ist, und einen, der äußerlich gefesselt ist.

Haṭṭhā, bhante, parisā. Die Versammlung ist überglücklich!

Sādhu, bhante, bhagavā yenāyasmā sāriputto tenupasaṅkamatu anukampaṁ upādāyā”ti. Herr, bitte geh zum Ehrwürdigen Sāriputta aus Anteilnahme.“

Adhivāsesi bhagavā tuṇhībhāvena. Der Buddha schwieg zum Zeichen der Zustimmung.

Atha kho bhagavā—seyyathāpi nāma balavā puriso samiñjitaṁ vā bāhaṁ pasāreyya, pasāritaṁ vā bāhaṁ samiñjeyya; evamevaṁ—jetavane antarahito pubbārāme migāramātupāsāde āyasmato sāriputtassa sammukhe pāturahosi. Da verschwand der Buddha, so leicht, wie ein starker Mensch den Arm strecken oder beugen würde, aus Jetas Wäldchen und erschien wieder im Ostkloster, im Pfahl-Langhaus der Mutter Migāras, vor Sāriputta.

Nisīdi bhagavā paññatte āsane. Er setzte sich auf den ausgebreiteten Sitz.

Āyasmāpi kho sāriputto bhagavantaṁ abhivādetvā ekamantaṁ nisīdi. Sāriputta verbeugte sich vor dem Buddha und setzte sich zur Seite hin.

Ekamantaṁ nisinnaṁ kho āyasmantaṁ sāriputtaṁ bhagavā etadavoca: Der Buddha sagte zu ihm:

“Idha, sāriputta, sambahulā samacittā devatā yenāhaṁ tenupasaṅkamiṁsu; upasaṅkamitvā maṁ abhivādetvā ekamantaṁ aṭṭhaṁsu. Ekamantaṁ ṭhitā kho, sāriputta, tā devatā maṁ etadavocuṁ: „Gerade eben, Sāriputta, kamen einige friedvoll gesinnte Gottheiten zu mir, verbeugten sich, stellten sich zur Seite hin und sagten zu mir:

‘eso, bhante, āyasmā sāriputto pubbārāme migāramātupāsāde bhikkhūnaṁ ajjhattasaṁyojanañca puggalaṁ deseti bahiddhāsaṁyojanañca. ‚Herr, der Ehrwürdige Sāriputta ist im Ostkloster, im Pfahl-Langhaus der Mutter Migāras, und unterweist dort die Mönche und Nonnen über einen Menschen, der innerlich gefesselt ist, und einen, der äußerlich gefesselt ist.

Haṭṭhā, bhante, parisā. Die Versammlung ist überglücklich!

Sādhu, bhante, bhagavā yena āyasmā sāriputto tenupasaṅkamatu anukampaṁ upādāyā’ti. Herr, bitte geh zum Ehrwürdigen Sāriputta aus Anteilnahme.‘

Tā kho pana, sāriputta, devatā dasapi hutvā vīsampi hutvā tiṁsampi hutvā cattālīsampi hutvā paññāsampi hutvā saṭṭhipi hutvā āraggakoṭinitudanamattepi tiṭṭhanti, na ca aññamaññaṁ byābādhenti. Obwohl diese Gottheiten zehn, zwanzig, dreißig, vierzig, fünfzig oder sechzig zählen, können sie auf einer Nadelspitze stehen, ohne aneinander zu stoßen.

Siyā kho pana, sāriputta, evamassa: Sāriputta, du denkst vielleicht:

‘tattha nūna tāsaṁ devatānaṁ tathā cittaṁ bhāvitaṁ yena tā devatā dasapi hutvā vīsampi hutvā tiṁsampi hutvā cattālīsampi hutvā paññāsampi hutvā saṭṭhipi hutvā āraggakoṭinitudanamattepi tiṭṭhanti na ca aññamaññaṁ byābādhentī’ti. ‚Sicherlich haben diese Gottheiten, von denen so viele auf einer Nadelspitze stehen können, ohne aneinander zu stoßen, ihren Geist dort entwickelt.‘

Na kho panetaṁ, sāriputta, evaṁ daṭṭhabbaṁ. Aber so solltest du es nicht sehen.

Idheva kho, sāriputta, tāsaṁ devatānaṁ tathā cittaṁ bhāvitaṁ, yena tā devatā dasapi hutvā …pe… na ca aññamaññaṁ byābādhenti. Diese Gottheiten haben hier ihren Geist entwickelt.

Tasmātiha, sāriputta, evaṁ sikkhitabbaṁ: Daher, Sāriputta, sollt ihr euch so schulen:

‘santindriyā bhavissāma santamānasā’ti. ‚Unsere Sinne und unser Geist sollen friedvoll sein.‘

Evañhi vo, sāriputta, sikkhitabbaṁ. So sollt ihr euch schulen.

‘Santindriyānañhi vo, sāriputta, santamānasānaṁ santaṁyeva kāyakammaṁ bhavissati santaṁ vacīkammaṁ santaṁ manokammaṁ. Wenn eure Sinne und euer Geist friedvoll sind, werden eure Handlungen mit dem Körper, der Sprache und dem Geist friedvoll sein beim Gedanken:

Santaṁyeva upahāraṁ upaharissāma sabrahmacārīsū’ti. ‚Wir wollen unseren geistlichen Gefährten das Geschenk des Friedens machen.‘

‘Evañhi vo, sāriputta, sikkhitabbaṁ. So sollt ihr euch schulen.

Anassuṁ kho, sāriputta, aññatitthiyā paribbājakā ye imaṁ dhammapariyāyaṁ nāssosun’”ti. Sāriputta, die Wanderer anderer Konfessionen, die diese Lehrdarlegung nicht gehört haben, sind verloren.“

37

Evaṁ me sutaṁ—So habe ich es gehört:

ekaṁ samayaṁ āyasmā mahākaccāno varaṇāyaṁ viharati bhaddasāritīre. Einmal hielt sich der Ehrwürdige Mahākaccāna bei Varaṇā auf, am Ufer des Sees Kaddama.

Atha kho ārāmadaṇḍo brāhmaṇo yenāyasmā mahākaccāno tenupasaṅkami; upasaṅkamitvā āyasmatā mahākaccānena saddhiṁ sammodi. Da ging der Brahmane Ārāmadaṇḍa zu Mahākaccāna und tauschte Willkommensgrüße mit ihm aus.

Sammodanīyaṁ kathaṁ sāraṇīyaṁ vītisāretvā ekamantaṁ nisīdi. Ekamantaṁ nisinno kho ārāmadaṇḍo brāhmaṇo āyasmantaṁ mahākaccānaṁ etadavoca: Nach der Begrüßung und dem Austausch von Höflichkeiten setzte er sich zur Seite hin und sagte zu Mahākaccāna:

“ko nu kho, bho kaccāna, hetu ko paccayo yena khattiyāpi khattiyehi vivadanti, brāhmaṇāpi brāhmaṇehi vivadanti, gahapatikāpi gahapatikehi vivadantī”ti? „Was ist der Grund, Herr Kaccāna, was ist die Ursache, dass Adlige mit Adligen streiten, dass Brahmanen mit Brahmanen und Hausbesitzer mit Hausbesitzern streiten?“

“Kāmarāgābhinivesavinibandhapaligedhapariyuṭṭhānajjhosānahetu kho, brāhmaṇa, khattiyāpi khattiyehi vivadanti, brāhmaṇāpi brāhmaṇehi vivadanti, gahapatikāpi gahapatikehi vivadantī”ti. „Weil sie auf ihrer sinnlichen Begierde bestehen, weil sie gekettet, geizig und anhänglich sind, deshalb streiten Adlige mit Adligen, Brahmanen mit Brahmanen, und Hausbesitzer streiten mit Hausbesitzern.“

“Ko pana, bho kaccāna, hetu ko paccayo yena samaṇāpi samaṇehi vivadantī”ti? „Was ist der Grund, Herr Kaccāna, was ist die Ursache, dass Asketen mit Asketen streiten?“

“Diṭṭhirāgābhinivesavinibandhapaligedhapariyuṭṭhānajjhosānahetu kho, brāhmaṇa, samaṇāpi samaṇehi vivadantī”ti. „Weil sie auf ihren Ansichten bestehen, weil sie gekettet, geizig und anhänglich sind, deshalb streiten Asketen mit Asketen.“

“Atthi pana, bho kaccāna, koci lokasmiṁ yo imañceva kāmarāgābhinivesavinibandhapaligedhapariyuṭṭhānajjhosānaṁ samatikkanto, imañca diṭṭhirāgābhinivesavinibandhapaligedhapariyuṭṭhānajjhosānaṁ samatikkanto”ti? „Herr Kaccāna, gibt es in der Welt jemanden, der über das Bestehen auf sinnlicher Begierde und das Bestehen auf Ansichten hinausgegangen ist?“

“Atthi, brāhmaṇa, lokasmiṁ yo imañceva kāmarāgābhinivesavinibandhapaligedhapariyuṭṭhānajjhosānaṁ samatikkanto, imañca diṭṭhirāgābhinivesavinibandhapaligedhapariyuṭṭhānajjhosānaṁ samatikkanto”ti. „Den gibt es, Brahmane.“

“Ko pana so, bho kaccāna, lokasmiṁ yo imañceva kāmarāgābhinivesavinibandhapaligedhapariyuṭṭhānajjhosānaṁ samatikkanto, imañca diṭṭhirāgābhinivesavinibandhapaligedhapariyuṭṭhānajjhosānaṁ samatikkanto”ti? „Wer in der Welt ist über das Bestehen auf sinnlicher Begierde und das Bestehen auf Ansichten hinausgegangen?“

“Atthi, brāhmaṇa, puratthimesu janapadesu sāvatthī nāma nagaraṁ. „In den Ländern im Osten gibt es eine Stadt namens Sāvatthī.

Tattha so bhagavā etarahi viharati arahaṁ sammāsambuddho. Dort hält sich jetzt der Gesegnete auf, der Vollendete, der vollkommen erwachte Buddha.

So hi, brāhmaṇa, bhagavā imañceva kāmarāgābhinivesavinibandhapaligedhapariyuṭṭhānajjhosānaṁ samatikkanto, imañca diṭṭhirāgābhinivesavinibandhapaligedhapariyuṭṭhānajjhosānaṁ samatikkanto”ti. Er, Brahmane, ist über das Bestehen auf sinnlicher Begierde und das Bestehen auf Ansichten hinausgegangen.“

Evaṁ vutte, ārāmadaṇḍo brāhmaṇo uṭṭhāyāsanā ekaṁsaṁ uttarāsaṅgaṁ karitvā dakkhiṇaṁ jāṇumaṇḍalaṁ pathaviyaṁ nihantvā yena bhagavā tenañjaliṁ paṇāmetvā tikkhattuṁ udānaṁ udānesi: Auf diese Worte erhob sich der Brahmane Ārāmadaṇḍa von seinem Sitz, ordnete seine Robe über einer Schulter, ließ sich auf das rechte Knie nieder, erhob seine zusammengelegten Hände in Richtung des Buddha und drückte dreimal dieses innige Gefühl aus:

“Namo tassa bhagavato arahato sammāsambuddhassa. „Ehre diesem Gesegneten, dem Vollendeten, dem vollkommen erwachten Buddha!

Namo tassa bhagavato arahato sammāsambuddhassa. Ehre diesem Gesegneten, dem Vollendeten, dem vollkommen erwachten Buddha!

Namo tassa bhagavato arahato sammāsambuddhassa. Ehre diesem Gesegneten, dem Vollendeten, dem vollkommen erwachten Buddha!

Yo hi so bhagavā imañceva kāmarāgābhinivesavinibandhapaligedhapariyuṭṭhānajjhosānaṁ samatikkanto, imañca diṭṭhirāgābhinivesavinibandhapaligedhapariyuṭṭhānajjhosānaṁ samatikkanto”ti. Ihm, der über das Bestehen auf sinnlicher Begierde und das Bestehen auf Ansichten hinausgegangen ist.

“Abhikkantaṁ, bho kaccāna, abhikkantaṁ, bho kaccāna. Vortrefflich, Herr Kaccāna! Vortrefflich!

Seyyathāpi, bho kaccāna, nikkujjitaṁ vā ukkujjeyya, paṭicchannaṁ vā vivareyya, mūḷhassa vā maggaṁ ācikkheyya; andhakāre vā telapajjotaṁ dhāreyya: ‘cakkhumanto rūpāni dakkhantī’ti; evamevaṁ bhotā kaccānena anekapariyāyena dhammo pakāsito. Als würde er das Umgestürzte aufrichten oder das Verborgene enthüllen oder den Verirrten den Weg weisen oder im Dunkeln ein Licht anzünden, sodass Menschen mit klaren Augen sehen könnten, was da ist, so hat Herr Kaccāna die Lehre auf vielerlei Weise klargemacht.

Esāhaṁ, bho kaccāna, taṁ bhavantaṁ gotamaṁ saraṇaṁ gacchāmi dhammañca bhikkhusaṅghañca. Ich nehme Zuflucht zu Herrn Gotama, zur Lehre und zum Saṅgha der Mönche und Nonnen.

Upāsakaṁ maṁ bhavaṁ kaccāno dhāretu ajjatagge pāṇupetaṁ saraṇaṁ gatan”ti. Von diesem Tag an soll Herr Kaccāna mich als Laienschüler in Erinnerung behalten, der für sein ganzes Leben Zuflucht genommen hat.“

38

Ekaṁ samayaṁ āyasmā mahākaccāno madhurāyaṁ viharati gundāvane. Einmal hielt sich der Ehrwürdige Mahākaccāna bei Madhurā auf, in Gundas Wäldchen.

Atha kho kandarāyano brāhmaṇo yenāyasmā mahākaccāno tenupasaṅkami; upasaṅkamitvā āyasmatā mahākaccānena saddhiṁ …pe… ekamantaṁ nisinno kho kandarāyano brāhmaṇo āyasmantaṁ mahākaccānaṁ etadavoca: Da ging der Brahmane Kandarāyana zu Mahākaccāna und tauschte Willkommensgrüße mit ihm aus. … Er setzte sich zur Seite hin und sagte zu Mahākaccāna:

“sutaṁ metaṁ, bho kaccāna, ‘na samaṇo kaccāno brāhmaṇe jiṇṇe vuddhe mahallake addhagate vayoanuppatte abhivādeti vā paccuṭṭheti vā āsanena vā nimantetī’ti. „Ich habe gehört, Herr Kaccāna, dass der Asket Kaccāna sich nicht vor alten Brahmanen verbeugt, den bejahrten und hochbetagten, die in vorgerücktem Alter sind und im letzten Lebensabschnitt angekommen; und dass er in ihrer Gegenwart auch nicht aufsteht oder ihnen einen Sitz anbietet.

Tayidaṁ, bho kaccāna, tatheva? Und so ist es tatsächlich,

Na hi bhavaṁ kaccāno brāhmaṇe jiṇṇe vuddhe mahallake addhagate vayoanuppatte abhivādeti vā paccuṭṭheti vā āsanena vā nimanteti. denn der Asket Kaccāna verbeugt sich nicht vor alten Brahmanen, den bejahrten und hochbetagten, die in vorgerücktem Alter sind und im letzten Lebensabschnitt angekommen; und er steht in ihrer Gegenwart auch nicht auf oder bietet ihnen einen Sitz an.

Tayidaṁ, bho kaccāna, na sampannamevā”ti. Das ist nicht richtig, Herr Kaccāna.“

“Atthi, brāhmaṇa, tena bhagavatā jānatā passatā arahatā sammāsambuddhena vuddhabhūmi ca akkhātā daharabhūmi ca. „Es gibt die Stufe eines Ältesten und die Stufe der Jugend, wie sie vom Gesegneten erklärt wurden, der erkennt und sieht, dem Vollendeten, dem vollkommen erwachten Buddha.

Vuddho cepi, brāhmaṇa, hoti āsītiko vā nāvutiko vā vassasatiko vā jātiyā, so ca kāme paribhuñjati kāmamajjhāvasati kāmapariḷāhena pariḍayhati kāmavitakkehi khajjati kāmapariyesanāya ussuko. Wenn ein älterer Mensch, selbst achtzig, neunzig oder hundert Jahre alt, sich noch inmitten von Sinnenfreuden aufhält, sie genießt, von Gedanken an sie verzehrt wird, wenn er fiebrig darauf brennt und begierig mehr davon sucht,

Atha kho so bālo na therotveva saṅkhyaṁ gacchati. dann wird er als ein Kind gerechnet, nicht als ein Altehrwürdiger.

Daharo cepi, brāhmaṇa, hoti yuvā susukāḷakeso bhadrena yobbanena samannāgato paṭhamena vayasā. Wenn ein junger Mensch, jung, mit makellos schwarzem Haar, von Jugend gesegnet, in der Blüte des Lebens

So ca na kāme paribhuñjati na kāmamajjhāvasati, na kāmapariḷāhena pariḍayhati, na kāmavitakkehi khajjati, na kāmapariyesanāya ussuko. sich nicht inmitten von Sinnenfreuden aufhält, sie genießt, von Gedanken an sie verzehrt wird, wenn er nicht fiebrig darauf brennt und begierig mehr davon sucht,

Atha kho so paṇḍito therotveva saṅkhyaṁ gacchatī”ti. dann wird er als klug gerechnet, als ein Altehrwürdiger.“

Evaṁ vutte, kandarāyano brāhmaṇo uṭṭhāyāsanā ekaṁsaṁ uttarāsaṅgaṁ karitvā daharānaṁ sataṁ bhikkhūnaṁ pāde sirasā vandati: Auf diese Worte erhob sich der Brahmane Kandarāyana von seinem Sitz, ordnete seine Robe über einer Schulter, beugte seinen Kopf zu den Füßen der jungen Mönche und Nonnen und sagte:

“vuddhā bhavanto, vuddhabhūmiyaṁ ṭhitā. „Die guten Herren sind Älteste, auf der Stufe der Ältesten;

Daharā mayaṁ, daharabhūmiyaṁ ṭhitā”ti. wir sind jung, auf der Stufe der Jugend.

“Abhikkantaṁ, bho kaccāna …pe… upāsakaṁ maṁ bhavaṁ kaccāno dhāretu ajjatagge pāṇupetaṁ saraṇaṁ gatan”ti. Vortrefflich, Herr Kaccāna! … Von diesem Tag an soll Herr Kaccāna mich als Laienschüler in Erinnerung behalten, der für sein ganzes Leben Zuflucht genommen hat.“

39

“Yasmiṁ, bhikkhave, samaye corā balavanto honti, rājāno tasmiṁ samaye dubbalā honti. „Zu einer Zeit, zu der Räuber stark sind, sind Könige schwach.

Tasmiṁ, bhikkhave, samaye rañño na phāsu hoti atiyātuṁ vā niyyātuṁ vā paccantime vā janapade anusaññātuṁ. Dann ist der König angespannt, wenn er ausgeht, zurückkommt oder durch die Provinzen reist.

Brāhmaṇagahapatikānampi tasmiṁ samaye na phāsu hoti atiyātuṁ vā niyyātuṁ vā bāhirāni vā kammantāni paṭivekkhituṁ. Die Brahmanen und Hausbesitzer sind ebenfalls angespannt, wenn sie ausgehen, zurückkommen oder ihren Geschäften nachgehen.

Evamevaṁ kho, bhikkhave, yasmiṁ samaye pāpabhikkhū balavanto honti, pesalā bhikkhū tasmiṁ samaye dubbalā honti. Ebenso sind zu einer Zeit, zu der schlechte Mönche und Nonnen stark sind, gutherzige Mönche und Nonnen schwach.

Tasmiṁ, bhikkhave, samaye pesalā bhikkhū tuṇhībhūtā tuṇhībhūtāva saṅghamajjhe saṅkasāyanti paccantime vā janapade acchanti. Dann verharren die gutherzigen Mönche und Nonnen inmitten des Saṅgha fortwährend in Schweigen, oder sie bleiben in den Grenzgebieten.

Tayidaṁ, bhikkhave, hoti bahujanāhitāya bahujanāsukhāya, bahuno janassa anatthāya ahitāya dukkhāya devamanussānaṁ. Das ist zum Schaden und Unglück vieler Menschen, gegen das Volk, zum Unheil, Schaden und Leiden von Göttern und Menschen.

Yasmiṁ, bhikkhave, samaye rājāno balavanto honti, corā tasmiṁ samaye dubbalā honti. Zu einer Zeit, zu der Könige stark sind, sind Räuber schwach.

Tasmiṁ, bhikkhave, samaye rañño phāsu hoti atiyātuṁ vā niyyātuṁ vā paccantime vā janapade anusaññātuṁ. Dann ist der König entspannt, wenn er ausgeht, zurückkommt oder durch die Provinzen reist.

Brāhmaṇagahapatikānampi tasmiṁ samaye phāsu hoti atiyātuṁ vā niyyātuṁ vā bāhirāni vā kammantāni paṭivekkhituṁ. Die Brahmanen und Hausbesitzer sind ebenfalls entspannt, wenn sie ausgehen, zurückkommen oder ihren Geschäften nachgehen.

Evamevaṁ kho, bhikkhave, yasmiṁ samaye pesalā bhikkhū balavanto honti, pāpabhikkhū tasmiṁ samaye dubbalā honti. Ebenso sind zu einer Zeit, zu der gutherzige Mönche und Nonnen stark sind, schlechte Mönche und Nonnen schwach.

Tasmiṁ, bhikkhave, samaye pāpabhikkhū tuṇhībhūtā tuṇhībhūtāva saṅghamajjhe saṅkasāyanti, yena vā pana tena pakkamanti. Dann verharren die schlechten Mönche und Nonnen inmitten des Saṅgha fortwährend in Schweigen, oder sie ziehen in die eine oder andere Richtung fort.

Tayidaṁ, bhikkhave, hoti bahujanahitāya bahujanasukhāya, bahuno janassa atthāya hitāya sukhāya devamanussānan”ti. Das ist zum Nutzen und Glück vieler Menschen, für das Volk, zum Segen, Nutzen und Glück von Göttern und Menschen.“

40

“Dvinnāhaṁ, bhikkhave, micchāpaṭipattiṁ na vaṇṇemi, gihissa vā pabbajitassa vā. „Mönche und Nonnen, für diese beiden, Laien und Hauslose, preise ich falsche Übung nicht.

Gihī vā, bhikkhave, pabbajito vā micchāpaṭipanno micchāpaṭipattādhikaraṇahetu na ārādhako hoti ñāyaṁ dhammaṁ kusalaṁ. Weil sie falsch üben, können weder Laien noch Hauslose in dem System der tauglichen Lehre Erfolg haben.

Dvinnāhaṁ, bhikkhave, sammāpaṭipattiṁ vaṇṇemi, gihissa vā pabbajitassa vā. Ich preise richtige Übung für diese beiden, Laien und Hauslose.

Gihī vā, bhikkhave, pabbajito vā sammāpaṭipanno sammāpaṭipattādhikaraṇahetu ārādhako hoti ñāyaṁ dhammaṁ kusalan”ti. Weil sie richtig üben, können sowohl Laien als auch Hauslose in dem System der tauglichen Lehre Erfolg haben.“

41

“Ye te, bhikkhave, bhikkhū duggahitehi suttantehi byañjanappatirūpakehi atthañca dhammañca paṭibāhanti te, bhikkhave, bhikkhū bahujanāhitāya paṭipannā bahujanāsukhāya, bahuno janassa anatthāya ahitāya dukkhāya devamanussānaṁ. „Mönche und Nonnen, indem sie die Lehrreden schlecht auswendig lernen und nur einen ähnlichen Ausdruck nehmen, schließen manche Mönche und Nonnen die Bedeutung und die Lehre aus. Sie handeln zum Schaden und Unglück vieler Menschen, gegen das Volk, zum Unheil, Schaden und Leiden von Göttern und Menschen.

Bahuñca te, bhikkhave, bhikkhū apuññaṁ pasavanti, te cimaṁ saddhammaṁ antaradhāpenti. Sie schaffen viel Schlechtigkeit und bringen die wahre Lehre zum Verschwinden.

Ye te, bhikkhave, bhikkhū suggahitehi suttantehi byañjanappatirūpakehi atthañca dhammañca anulomenti te, bhikkhave, bhikkhū bahujanahitāya paṭipannā bahujanasukhāya, bahuno janassa atthāya hitāya sukhāya devamanussānaṁ. Aber indem sie die Lehrreden gut auswendig lernen und nicht nur einen ähnlichen Ausdruck nehmen, stellen manche Mönche und Nonnen die Bedeutung und die Lehre richtig. Sie handeln zum Nutzen und Glück vieler Menschen, für das Volk, zum Segen, Nutzen und Glück von Göttern und Menschen.

Bahuñca te, bhikkhave, bhikkhū puññaṁ pasavanti, te cimaṁ saddhammaṁ ṭhapentī”ti. Sie schaffen viel Verdienst und erhalten den Fortbestand der wahren Lehre.“

Samacittavaggo catuttho.
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