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Aṅguttara Nikāya 2 Nummerierte Lehrreden 2.42–51
5. Parisavagga 5. Das Kapitel über Versammlungen
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“Dvemā, bhikkhave, parisā. „Mönche und Nonnen, es gibt zwei Versammlungen.
Katamā dve? Welche zwei?
Uttānā ca parisā gambhīrā ca parisā. Eine seichte Versammlung und eine tiefgründige Versammlung.
Katamā ca, bhikkhave, uttānā parisā? Und was ist eine seichte Versammlung?
Idha, bhikkhave, yassaṁ parisāyaṁ bhikkhū uddhatā honti unnaḷā capalā mukharā vikiṇṇavācā muṭṭhassatī asampajānā asamāhitā vibbhantacittā pākatindriyā. Eine Versammlung, in der die Mönche und Nonnen rastlos, unverschämt, launisch und unflätig sind, mit loser Zunge, unachtsam, ohne Situationsbewusstsein, ohne Versenkung, mit schweifendem Geist und unbeherrschten Sinnen.
Ayaṁ vuccati, bhikkhave, uttānā parisā. Das nennt man eine seichte Versammlung.
Katamā ca, bhikkhave, gambhīrā parisā? Und was ist eine tiefgründige Versammlung?
Idha, bhikkhave, yassaṁ parisāyaṁ bhikkhū anuddhatā honti anunnaḷā acapalā amukharā avikiṇṇavācā upaṭṭhitassatī sampajānā samāhitā ekaggacittā saṁvutindriyā. Eine Versammlung, in der die Mönche und Nonnen nicht rastlos, unverschämt, launisch und unflätig sind, keine lose Zunge haben, sondern achtsam sind, mit Situationsbewusstsein und Versenkung, mit geeintem Geist und beherrschten Sinnen.
Ayaṁ vuccati, bhikkhave, gambhīrā parisā. Das nennt man eine tiefgründige Versammlung.
Imā kho, bhikkhave, dve parisā. Das sind die beiden Versammlungen.
Etadaggaṁ, bhikkhave, imāsaṁ dvinnaṁ parisānaṁ yadidaṁ gambhīrā parisā”ti. Die bessere dieser beiden ist die tiefgründige Versammlung.“
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“Dvemā, bhikkhave, parisā. „Mönche und Nonnen, es gibt zwei Versammlungen.
Katamā dve? Welche zwei?
Vaggā ca parisā samaggā ca parisā. Eine gespaltene Versammlung und eine einträchtige Versammlung.
Katamā ca, bhikkhave, vaggā parisā? Und was ist eine gespaltene Versammlung?
Idha, bhikkhave, yassaṁ parisāyaṁ bhikkhū bhaṇḍanajātā kalahajātā vivādāpannā aññamaññaṁ mukhasattīhi vitudantā viharanti. Eine Versammlung, in der die Mönche und Nonnen sich entzweien, zanken und streiten, einander fortwährend mit scharfen Worten verletzen.
Ayaṁ vuccati, bhikkhave, vaggā parisā. Das nennt man eine gespaltene Versammlung.
Katamā ca, bhikkhave, samaggā parisā? Und was ist eine einträchtige Versammlung?
Idha, bhikkhave, yassaṁ parisāyaṁ bhikkhū samaggā sammodamānā avivadamānā khīrodakībhūtā aññamaññaṁ piyacakkhūhi sampassantā viharanti. Eine Versammlung, in der die Mönche und Nonnen in Eintracht leben, sich gegenseitig wertschätzen, ohne Streit, sich wie Milch und Wasser mischen und einander mit freundlichen Augen betrachten.
Ayaṁ vuccati, bhikkhave, samaggā parisā. Das nennt man eine einträchtige Versammlung.
Imā kho, bhikkhave, dve parisā. Das sind die beiden Versammlungen.
Etadaggaṁ, bhikkhave, imāsaṁ dvinnaṁ parisānaṁ yadidaṁ samaggā parisā”ti. Die bessere dieser beiden ist die einträchtige Versammlung.“
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“Dvemā, bhikkhave, parisā. „Mönche und Nonnen, es gibt zwei Versammlungen.
Katamā dve? Welche zwei?
Anaggavatī ca parisā aggavatī ca parisā. Eine Versammlung der Schlimmsten und eine Versammlung der Besten.
Katamā ca, bhikkhave, anaggavatī parisā? Und was ist eine Versammlung der Schlimmsten?
Idha, bhikkhave, yassaṁ parisāyaṁ therā bhikkhū bāhulikā honti sāthalikā, okkamane pubbaṅgamā, paviveke nikkhittadhurā, na vīriyaṁ ārabhanti appattassa pattiyā anadhigatassa adhigamāya asacchikatassa sacchikiriyāya. Eine Versammlung, in der die altehrwürdigen Mönche und Nonnen genießerisch und lasch sind, die Ersten bei Rückfällen; sie vernachlässigen die Abgeschiedenheit und rütteln ihre Energie nicht auf, um zu erreichen, was noch nicht erreicht ist, zu erringen, was noch nicht errungen ist, und zu erkennen, was noch nicht erkannt ist.
Tesaṁ pacchimā janatā diṭṭhānugatiṁ āpajjati. Und die, die nach ihnen kommen, folgen ihrem Beispiel.
Sāpi hoti bāhulikā sāthalikā, okkamane pubbaṅgamā, paviveke nikkhittadhurā, na vīriyaṁ ārabhati appattassa pattiyā anadhigatassa adhigamāya asacchikatassa sacchikiriyāya. Auch sie werden genießerisch und lasch, die Ersten bei Rückfällen; sie vernachlässigen die Abgeschiedenheit und rütteln ihre Energie nicht auf, um zu erreichen, was noch nicht erreicht ist, zu erringen, was noch nicht errungen ist, und zu erkennen, was noch nicht erkannt ist.
Ayaṁ vuccati, bhikkhave, anaggavatī parisā. Das nennt man eine Versammlung der Schlimmsten.
Katamā ca, bhikkhave, aggavatī parisā? Und was ist eine Versammlung der Besten?
Idha, bhikkhave, yassaṁ parisāyaṁ therā bhikkhū na bāhulikā honti na sāthalikā, okkamane nikkhittadhurā, paviveke pubbaṅgamā, vīriyaṁ ārabhanti appattassa pattiyā anadhigatassa adhigamāya asacchikatassa sacchikiriyāya. Eine Versammlung, in der die altehrwürdigen Mönche und Nonnen nicht genießerisch und lasch sind und nicht zurückfallen; stattdessen übernehmen sie die Führung bei der Abgeschiedenheit und rütteln ihre Energie auf, um zu erreichen, was noch nicht erreicht ist, zu erringen, was noch nicht errungen ist, und zu erkennen, was noch nicht erkannt ist.
Tesaṁ pacchimā janatā diṭṭhānugatiṁ āpajjati. Und die, die nach ihnen kommen, folgen ihrem Beispiel.
Sāpi hoti na bāhulikā na sāthalikā, okkamane nikkhittadhurā, paviveke pubbaṅgamā, vīriyaṁ ārabhati appattassa pattiyā anadhigatassa adhigamāya asacchikatassa sacchikiriyāya. Auch sie sind nicht genießerisch und lasch und fallen nicht zurück; stattdessen übernehmen sie die Führung bei der Abgeschiedenheit und rütteln ihre Energie auf, um zu erreichen, was noch nicht erreicht ist, zu erringen, was noch nicht errungen ist, und zu erkennen, was noch nicht erkannt ist.
Ayaṁ vuccati, bhikkhave, aggavatī parisā. Das nennt man eine Versammlung der Besten.
Imā kho, bhikkhave, dve parisā. Das sind die beiden Versammlungen.
Etadaggaṁ, bhikkhave, imāsaṁ dvinnaṁ parisānaṁ yadidaṁ aggavatī parisā”ti. Die bessere dieser beiden ist die Versammlung der Besten.“
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“Dvemā, bhikkhave, parisā. „Mönche und Nonnen, es gibt zwei Versammlungen.
Katamā dve? Welche zwei?
Anariyā ca parisā ariyā ca parisā. Eine unedle Versammlung und eine edle Versammlung.
Katamā ca, bhikkhave, anariyā parisā? Und was ist eine unedle Versammlung?
Idha, bhikkhave, yassaṁ parisāyaṁ bhikkhū ‘idaṁ dukkhan’ti yathābhūtaṁ nappajānanti, ‘ayaṁ dukkhasamudayo’ti yathābhūtaṁ nappajānanti, ‘ayaṁ dukkhanirodho’ti yathābhūtaṁ nappajānanti, ‘ayaṁ dukkhanirodhagāminī paṭipadā’ti yathābhūtaṁ nappajānanti. Eine Versammlung, in der die Mönche und Nonnen nicht wahrhaftig verstehen: ‚Das ist das Leiden‘, … ‚das ist der Ursprung des Leidens‘, … ‚das ist das Aufhören des Leidens‘, … ‚das ist die Übung, die zum Aufhören des Leidens führt‘.
Ayaṁ vuccati, bhikkhave, anariyā parisā. Das nennt man eine unedle Versammlung.
Katamā ca, bhikkhave, ariyā parisā? Und was ist eine edle Versammlung?
Idha, bhikkhave, yassaṁ parisāyaṁ bhikkhū ‘idaṁ dukkhan’ti yathābhūtaṁ pajānanti, ‘ayaṁ dukkhasamudayo’ti yathābhūtaṁ pajānanti, ‘ayaṁ dukkhanirodho’ti yathābhūtaṁ pajānanti, ‘ayaṁ dukkhanirodhagāminī paṭipadā’ti yathābhūtaṁ pajānanti. Eine Versammlung, in der die Mönche und Nonnen wahrhaftig verstehen: ‚Das ist das Leiden‘, … ‚das ist der Ursprung des Leidens‘, … ‚das ist das Aufhören des Leidens‘, … ‚das ist die Übung, die zum Aufhören des Leidens führt‘.
Ayaṁ vuccati, bhikkhave, ariyā parisā. Das nennt man eine edle Versammlung.
Imā kho, bhikkhave, dve parisā. Das sind die beiden Versammlungen.
Etadaggaṁ, bhikkhave, imāsaṁ dvinnaṁ parisānaṁ yadidaṁ ariyā parisā”ti. Die bessere dieser beiden ist die edle Versammlung.“
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“Dvemā, bhikkhave, parisā. „Mönche und Nonnen, es gibt zwei Versammlungen.
Katamā dve? Welche zwei?
Parisākasaṭo ca parisāmaṇḍo ca. Eine Versammlung des Bodensatzes und eine Versammlung der Crème.
Katamo ca, bhikkhave, parisākasaṭo? Und was ist eine Versammlung des Bodensatzes?
Idha, bhikkhave, yassaṁ parisāyaṁ bhikkhū chandāgatiṁ gacchanti, dosāgatiṁ gacchanti, mohāgatiṁ gacchanti, bhayāgatiṁ gacchanti. Eine Versammlung, in der die Mönche und Nonnen in ihrem Handeln voreingenommen sind durch Begünstigung, Feindseligkeit, Dummheit und Feigheit.
Ayaṁ vuccati, bhikkhave, parisākasaṭo. Das nennt man eine Versammlung des Bodensatzes.
Katamo ca, bhikkhave, parisāmaṇḍo? Und was ist eine Versammlung der Crème?
Idha, bhikkhave, yassaṁ parisāyaṁ bhikkhū na chandāgatiṁ gacchanti, na dosāgatiṁ gacchanti, na mohāgatiṁ gacchanti, na bhayāgatiṁ gacchanti. Eine Versammlung, in der die Mönche und Nonnen in ihrem Handeln nicht voreingenommen sind durch Begünstigung, Feindseligkeit, Dummheit und Feigheit.
Ayaṁ vuccati, bhikkhave, parisāmaṇḍo. Das nennt man eine Versammlung der Crème.
Imā kho, bhikkhave, dve parisā. Das sind die beiden Versammlungen.
Etadaggaṁ, bhikkhave, imāsaṁ dvinnaṁ parisānaṁ yadidaṁ parisāmaṇḍo”ti. Die bessere dieser beiden ist die Versammlung der Crème.“
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“Dvemā, bhikkhave, parisā. „Mönche und Nonnen, es gibt zwei Versammlungen.
Katamā dve? Welche zwei?
Okkācitavinītā parisā nopaṭipucchāvinītā, paṭipucchāvinītā parisā nookkācitavinītā. Eine Versammlung, die in schönen Reden bewandert ist, nicht im Hinterfragen, und eine Versammlung, die im Hinterfragen bewandert ist, nicht in schönen Reden.
Katamā ca, bhikkhave, okkācitavinītā parisā nopaṭipucchāvinītā? Und was ist eine Versammlung, die in schönen Reden bewandert ist, nicht im Hinterfragen?
Idha, bhikkhave, yassaṁ parisāyaṁ bhikkhū ye te suttantā tathāgatabhāsitā gambhīrā gambhīratthā lokuttarā suññatāpaṭisaṁyuttā tesu bhaññamānesu na sussūsanti na sotaṁ odahanti na aññā cittaṁ upaṭṭhapenti na ca te dhamme uggahetabbaṁ pariyāpuṇitabbaṁ maññanti. Eine Versammlung, in der die Mönche und Nonnen nicht zuhören wollen, wenn Lehrreden vorgetragen werden, die der Klargewordene gesprochen hat – tiefe, tiefgründige, überweltliche, von der Leerheit handelnde Lehren. Sie spitzen nicht die Ohren und versuchen nicht, zu verstehen, und halten es auch nicht für wert, diese Lehren zu lernen und sich einzuprägen.
Ye pana te suttantā kavitā kāveyyā cittakkharā cittabyañjanā bāhirakā sāvakabhāsitā tesu bhaññamānesu sussūsanti sotaṁ odahanti aññā cittaṁ upaṭṭhapenti, te dhamme uggahetabbaṁ pariyāpuṇitabbaṁ maññanti, te ca taṁ dhammaṁ pariyāpuṇitvā na ceva aññamaññaṁ paṭipucchanti na ca paṭivicaranti: Doch wenn Lehrreden vorgetragen werden, die von Dichtern geschaffen wurden – Poesie, mit schönen Worten und Ausdrücken, von Außenstehenden verfasst oder von Schülern gesprochen – dann wollen die Mönche und Nonnen zuhören. Sie spitzen die Ohren und versuchen, zu verstehen, und halten es auch für wert, diese Lehren zu lernen und sich einzuprägen. Aber wenn sie sich diese Lehren eingeprägt haben, fragen und prüfen sie einander nicht:
‘idaṁ kathaṁ, imassa ko attho’ti? ‚Warum heißt es so? Was bedeutet das?‘
Te avivaṭañceva na vivaranti, anuttānīkatañca na uttānīkaronti, anekavihitesu ca kaṅkhāṭhāniyesu dhammesu kaṅkhaṁ na paṭivinodenti. So klären sie nicht, was unklar ist, decken nicht auf, was verborgen ist und zerstreuen nicht den Zweifel bezüglich vieler zweifelhafter Fragen.
Ayaṁ vuccati, bhikkhave, okkācitavinītā parisā no paṭipucchāvinītā. Das nennt man eine Versammlung, die in schönen Reden bewandert ist, nicht im Hinterfragen.
Katamā ca, bhikkhave, paṭipucchāvinītā parisā nookkācitavinītā? Und was ist eine Versammlung, die im Hinterfragen bewandert ist, nicht in schönen Reden?
Idha, bhikkhave, yassaṁ parisāyaṁ bhikkhū ye te suttantā kavitā kāveyyā cittakkharā cittabyañjanā bāhirakā sāvakabhāsitā tesu bhaññamānesu na sussūsanti na sotaṁ odahanti na aññā cittaṁ upaṭṭhapenti, na ca te dhamme uggahetabbaṁ pariyāpuṇitabbaṁ maññanti. Eine Versammlung, in der die Mönche und Nonnen nicht zuhören wollen, wenn Lehrreden vorgetragen werden, die von Dichtern geschaffen wurden – Poesie, mit schönen Worten und Ausdrücken, von Außenstehenden verfasst oder von Schülern gesprochen. Sie spitzen nicht die Ohren und versuchen nicht, zu verstehen, und halten es auch nicht für wert, sie zu lernen und sich einzuprägen.
Ye pana te suttantā tathāgatabhāsitā gambhīrā gambhīratthā lokuttarā suññatāpaṭisaṁyuttā tesu bhaññamānesu sussūsanti sotaṁ odahanti aññā cittaṁ upaṭṭhapenti, te ca dhamme uggahetabbaṁ pariyāpuṇitabbaṁ maññanti. Doch wenn Lehrreden vorgetragen werden, die der Klargewordene gesprochen hat – tiefe, tiefgründige, überweltliche, von der Leerheit handelnde Lehren – dann wollen die Mönche und Nonnen zuhören. Sie spitzen die Ohren und versuchen, zu verstehen, und halten es auch für wert, sie zu lernen und sich einzuprägen.
Te taṁ dhammaṁ pariyāpuṇitvā aññamaññaṁ paṭipucchanti paṭivicaranti: Und wenn sie sich diese Lehren eingeprägt haben, fragen und prüfen sie einander:
‘idaṁ kathaṁ, imassa ko attho’ti? ‚Warum heißt es so? Was bedeutet das?‘
Te avivaṭañceva vivaranti, anuttānīkatañca uttānīkaronti, anekavihitesu ca kaṅkhāṭhāniyesu dhammesu kaṅkhaṁ paṭivinodenti. So klären sie, was unklar ist, decken auf, was verborgen ist und zerstreuen den Zweifel bezüglich vieler zweifelhafter Fragen.
Ayaṁ vuccati, bhikkhave, paṭipucchāvinītā parisā nookkācitavinītā. Das nennt man eine Versammlung, die im Hinterfragen bewandert ist, nicht in schönen Reden.
Imā kho, bhikkhave, dve parisā. Das sind die beiden Versammlungen.
Etadaggaṁ, bhikkhave, imāsaṁ dvinnaṁ parisānaṁ yadidaṁ paṭipucchāvinītā parisā nookkācitavinītā”ti. Die bessere dieser beiden ist die Versammlung, die im Hinterfragen bewandert ist, nicht in schönen Reden.“
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“Dvemā, bhikkhave, parisā. „Mönche und Nonnen, es gibt zwei Versammlungen.
Katamā dve? Welche zwei?
Āmisagaru parisā no saddhammagaru, saddhammagaru parisā no āmisagaru. Eine Versammlung, die fleischliche Dinge schätzt, nicht die wahre Lehre, und eine Versammlung, die die wahre Lehre schätzt, nicht fleischliche Dinge.
Katamā ca, bhikkhave, āmisagaru parisā no saddhammagaru? Und was ist eine Versammlung, die fleischliche Dinge schätzt, nicht die wahre Lehre?
Idha, bhikkhave, yassaṁ parisāyaṁ bhikkhū gihīnaṁ odātavasanānaṁ sammukhā aññamaññassa vaṇṇaṁ bhāsanti: Eine Versammlung, in der die Mönche und Nonnen einander im Angesicht der weiß gekleideten Laien preisen:
‘asuko bhikkhu ubhatobhāgavimutto, asuko paññāvimutto, asuko kāyasakkhī, asuko diṭṭhippatto, asuko saddhāvimutto, asuko dhammānusārī, asuko saddhānusārī, asuko sīlavā kalyāṇadhammo, asuko dussīlo pāpadhammo’ti. ‚Der Mönch Soundso ist auf beide Arten befreit; Soundso ist durch Weisheit befreit; Soundso ist ein unmittelbarer Zeuge; Soundso ist zur Ansicht gelangt; Soundso ist durch Vertrauen befreit; Soundso ist ein Nachfolger der Lehren; Soundso ist ein Nachfolger durch Vertrauen; Soundso ist ein sittlicher Mensch, von gutem Charakter; Soundso ist unmoralisch, von schlechtem Charakter.‘
Te tena lābhaṁ labhanti. Auf diese Art erhalten sie materiellen Besitz.
Te taṁ lābhaṁ labhitvā gathitā mucchitā ajjhopannā anādīnavadassāvino anissaraṇapaññā paribhuñjanti. Und wenn sie diesen Besitz haben, gebrauchen sie ihn gebunden, betört, anhänglich, blind für die Nachteile und ohne das Entrinnen zu verstehen.
Ayaṁ vuccati, bhikkhave, āmisagaru parisā no saddhammagaru. Das nennt man eine Versammlung, die fleischliche Dinge schätzt, nicht die wahre Lehre.
Katamā ca, bhikkhave, saddhammagaru parisā noāmisagaru? Und was ist eine Versammlung, die die wahre Lehre schätzt, nicht fleischliche Dinge?
Idha, bhikkhave, yassaṁ parisāyaṁ bhikkhū gihīnaṁ odātavasanānaṁ sammukhā aññamaññassa vaṇṇaṁ na bhāsanti: Eine Versammlung, in der die Mönche und Nonnen einander nicht im Angesicht der weiß gekleideten Laien preisen:
‘asuko bhikkhu ubhatobhāgavimutto, asuko paññāvimutto, asuko kāyasakkhī, asuko diṭṭhippatto, asuko saddhāvimutto, asuko dhammānusārī, asuko saddhānusārī, asuko sīlavā kalyāṇadhammo, asuko dussīlo pāpadhammo’ti. ‚Der Mönch Soundso ist auf beide Arten befreit; Soundso ist durch Weisheit befreit; Soundso ist ein unmittelbarer Zeuge; Soundso ist zur Ansicht gelangt; Soundso ist durch Vertrauen befreit; Soundso ist ein Nachfolger der Lehren; Soundso ist ein Nachfolger durch Vertrauen; Soundso ist ein sittlicher Mensch, von gutem Charakter; Soundso ist unmoralisch, von schlechtem Charakter.‘
Te tena lābhaṁ labhanti. Auf diese Art erhalten sie materiellen Besitz.
Te taṁ lābhaṁ labhitvā agathitā amucchitā anajjhosannā ādīnavadassāvino nissaraṇapaññā paribhuñjanti. Und wenn sie diesen Besitz haben, gebrauchen sie ihn ungebunden, nicht betört, nicht anhänglich, sie sehen die Nachteile und verstehen das Entrinnen.
Ayaṁ vuccati, bhikkhave, saddhammagaru parisā noāmisagaru. Das nennt man eine Versammlung, die die wahre Lehre schätzt, nicht fleischliche Dinge.
Imā kho, bhikkhave, dve parisā. Das sind die beiden Versammlungen.
Etadaggaṁ, bhikkhave, imāsaṁ dvinnaṁ parisānaṁ yadidaṁ saddhammagaru parisā noāmisagarū”ti. Die bessere dieser beiden ist die Versammlung, die die wahre Lehre schätzt, nicht fleischliche Dinge.“
49
“Dvemā, bhikkhave, parisā. „Mönche und Nonnen, es gibt zwei Versammlungen.
Katamā dve? Welche zwei?
Visamā ca parisā samā ca parisā. Eine unrechtmäßige Versammlung und eine rechtmäßige Versammlung.
Katamā ca, bhikkhave, visamā parisā? Und was ist eine unrechtmäßige Versammlung?
Idha, bhikkhave, yassaṁ parisāyaṁ adhammakammāni pavattanti dhammakammāni nappavattanti, avinayakammāni pavattanti vinayakammāni nappavattanti, adhammakammāni dippanti dhammakammāni na dippanti, avinayakammāni dippanti vinayakammāni na dippanti. Eine Versammlung, in der Rechtsverfahren entgegen der Lehre durchgeführt werden, Rechtsverfahren im Sinne der Lehre hingegen nicht. Rechtsverfahren entgegen der Schulung werden durchgeführt, Rechtsverfahren im Sinne der Schulung hingegen nicht. Rechtsverfahren entgegen der Lehre werden erläutert, Rechtsverfahren im Sinne der Lehre hingegen nicht. Rechtsverfahren entgegen der Schulung werden erläutert, Rechtsverfahren im Sinne der Schulung hingegen nicht.
Ayaṁ vuccati, bhikkhave, visamā parisā. (…) Das nennt man eine unrechtmäßige Versammlung.
Katamā ca, bhikkhave, samā parisā? Und was ist eine rechtmäßige Versammlung?
Idha, bhikkhave, yassaṁ parisāyaṁ dhammakammāni pavattanti adhammakammāni nappavattanti, vinayakammāni pavattanti avinayakammāni nappavattanti, dhammakammāni dippanti adhammakammāni na dippanti, vinayakammāni dippanti avinayakammāni na dippanti. Eine Versammlung, in der Rechtsverfahren im Sinne der Lehre durchgeführt werden, Rechtsverfahren entgegen der Lehre hingegen nicht. Rechtsverfahren im Sinne der Schulung werden durchgeführt, Rechtsverfahren entgegen der Schulung hingegen nicht. Rechtsverfahren im Sinne der Lehre werden erläutert, Rechtsverfahren entgegen der Lehre hingegen nicht. Rechtsverfahren im Sinne der Schulung werden erläutert, Rechtsverfahren entgegen der Schulung hingegen nicht.
Ayaṁ vuccati, bhikkhave, samā parisā. (…) Das nennt man eine rechtmäßige Versammlung.
Imā kho, bhikkhave, dve parisā. Das sind die beiden Versammlungen.
Etadaggaṁ, bhikkhave, imāsaṁ dvinnaṁ parisānaṁ yadidaṁ samā parisā”ti. Die bessere dieser beiden ist die rechtmäßige Versammlung.“
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“Dvemā, bhikkhave, parisā. „Mönche und Nonnen, es gibt zwei Versammlungen.
Katamā dve? Welche zwei?
Adhammikā ca parisā dhammikā ca parisā …pe… imā kho, bhikkhave, dve parisā. Eine prinzipienlose Versammlung und eine prinzipientreue Versammlung. …
Etadaggaṁ, bhikkhave, imāsaṁ dvinnaṁ parisānaṁ yadidaṁ dhammikā parisā”ti. Die bessere dieser beiden ist die prinzipientreue Versammlung.“
51
“Dvemā, bhikkhave, parisā. „Mönche und Nonnen, es gibt zwei Versammlungen.
Katamā dve? Welche zwei?
Adhammavādinī ca parisā dhammavādinī ca parisā. Eine Versammlung mit prinzipienloser Rede und eine Versammlung mit prinzipientreuer Rede.
Katamā ca, bhikkhave, adhammavādinī parisā? Und was ist eine Versammlung mit prinzipienloser Rede?
Idha, bhikkhave, yassaṁ parisāyaṁ bhikkhū adhikaraṇaṁ ādiyanti dhammikaṁ vā adhammikaṁ vā. Eine Versammlung, in der die Mönche und Nonnen disziplinarische Angelegenheiten behandeln, ob sie rechtens sind oder nicht.
Te taṁ adhikaraṇaṁ ādiyitvā na ceva aññamaññaṁ saññāpenti na ca saññattiṁ upagacchanti, na ca nijjhāpenti na ca nijjhattiṁ upagacchanti. Aber sie überzeugen einander nicht und lassen sich nicht überzeugen, noch bewegen sie einander zu etwas oder lassen sich zu etwas bewegen.
Te asaññattibalā anijjhattibalā appaṭinissaggamantino tameva adhikaraṇaṁ thāmasā parāmāsā abhinivissa voharanti: Unfähig, einander zu überzeugen oder zu etwas zu bewegen, können sie nicht von ihren Meinungen ablassen. Eigensinnig halten sie an dieser disziplinarischen Angelegenheit fest und bestehen darauf:
‘idameva saccaṁ moghamaññan’ti. ‚Das allein ist die Wahrheit, alles andere ist unnütz.‘
Ayaṁ vuccati, bhikkhave, adhammavādinī parisā. Das nennt man eine Versammlung mit prinzipienloser Rede.
Katamā ca, bhikkhave, dhammavādinī parisā? Und was ist eine Versammlung mit prinzipientreuer Rede?
Idha, bhikkhave, yassaṁ parisāyaṁ bhikkhū adhikaraṇaṁ ādiyanti dhammikaṁ vā adhammikaṁ vā. Eine Versammlung, in der die Mönche und Nonnen disziplinarische Angelegenheiten behandeln, ob sie rechtens sind oder nicht.
Te taṁ adhikaraṇaṁ ādiyitvā aññamaññaṁ saññāpenti ceva saññattiñca upagacchanti, nijjhāpenti ceva nijjhattiñca upagacchanti. Dann überzeugen sie einander oder lassen sich überzeugen, und sie bewegen einander zu etwas oder lassen sich zu etwas bewegen.
Te saññattibalā nijjhattibalā paṭinissaggamantino, na tameva adhikaraṇaṁ thāmasā parāmāsā abhinivissa voharanti: Da sie in der Lage sind, einander zu überzeugen oder zu etwas zu bewegen, lassen sie von ihren Meinungen ab. Sie halten nicht eigensinnig an dieser disziplinarischen Angelegenheit fest oder bestehen darauf:
‘idameva saccaṁ moghamaññan’ti. ‚Das allein ist die Wahrheit, alles andere ist unnütz.‘
Ayaṁ vuccati, bhikkhave, dhammavādinī parisā. Das nennt man eine Versammlung mit prinzipientreuer Rede.
Imā kho, bhikkhave, dve parisā. Das sind die beiden Versammlungen.
Etadaggaṁ, bhikkhave, imāsaṁ dvinnaṁ parisānaṁ yadidaṁ dhammavādinī parisā”ti. Die bessere dieser beiden ist die Versammlung mit prinzipientreuer Rede.“
Parisavaggo pañcamo.
Tassuddānaṁ
Uttānā vaggā aggavatī,
Ariyā kasaṭo ca pañcamo;
Okkācitaāmisañceva,
Visamā adhammādhammiyena cāti.
Paṭhamo paṇṇāsako samatto.