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Aṅguttara Nikāya 3.61 Nummerierte Lehrreden 3.61

7. Mahāvagga 7. Das große Kapitel

Titthāyatanasutta Glaubenssätze von Sekten

“Tīṇimāni, bhikkhave, titthāyatanāni yāni paṇḍitehi samanuyuñjiyamānāni samanugāhiyamānāni samanubhāsiyamānāni parampi gantvā akiriyāya saṇṭhahanti. „Mönche und Nonnen, drei Glaubenssätze von Sekten laufen, wenn man sie bis zum Ende durchdenkt, auf Nicht-Tun hinaus, wenn ein kluger Mensch auf sie eindringt, ihnen nachgeht und sie ins Kreuzverhör nimmt.

Katamāni tīṇi? Welche drei?

Santi, bhikkhave, eke samaṇabrāhmaṇā evaṁvādino evaṁdiṭṭhino: Es gibt manche Asketen und Brahmanen, die diese Doktrin, diese Ansicht haben:

‘yaṁ kiñcāyaṁ purisapuggalo paṭisaṁvedeti sukhaṁ vā dukkhaṁ vā adukkhamasukhaṁ vā sabbaṁ taṁ pubbekatahetū’ti. ‚Alles, was diese Person erfährt – angenehm, schmerzhaft oder neutral –, all das liegt an ihren früheren Taten.‘

Santi, bhikkhave, eke samaṇabrāhmaṇā evaṁvādino evaṁdiṭṭhino: Es gibt manche Asketen und Brahmanen, die diese Doktrin, diese Ansicht haben:

‘yaṁ kiñcāyaṁ purisapuggalo paṭisaṁvedeti sukhaṁ vā dukkhaṁ vā adukkhamasukhaṁ vā sabbaṁ taṁ issaranimmānahetū’ti. ‚Alles, was diese Person erfährt – angenehm, schmerzhaft oder neutral –, all das liegt an der Schöpfung Gottes des Allmächtigen.‘

Santi, bhikkhave, eke samaṇabrāhmaṇā evaṁvādino evaṁdiṭṭhino: Es gibt manche Asketen und Brahmanen, die diese Doktrin, diese Ansicht haben:

‘yaṁ kiñcāyaṁ purisapuggalo paṭisaṁvedeti sukhaṁ vā dukkhaṁ vā adukkhamasukhaṁ vā sabbaṁ taṁ ahetuappaccayā’ti. ‚Alles, was diese Person erfährt – angenehm, schmerzhaft oder neutral –, all das hat keinen Grund und keine Ursache.‘

Tatra, bhikkhave, ye te samaṇabrāhmaṇā evaṁvādino evaṁdiṭṭhino: In dieser Sache bin ich zu den Asketen und Brahmanen gegangen, die glauben,

‘yaṁ kiñcāyaṁ purisapuggalo paṭisaṁvedeti sukhaṁ vā dukkhaṁ vā adukkhamasukhaṁ vā sabbaṁ taṁ pubbekatahetū’ti, tyāhaṁ upasaṅkamitvā evaṁ vadāmi: dass alles, was diese Person erfährt, an ihren früheren Taten liegt, und sagte zu ihnen:

‘saccaṁ kira tumhe āyasmanto evaṁvādino evaṁdiṭṭhino: ‚Ist es wirklich wahr, ist das die Lehre und Ansicht der Ehrwürdigen?‘

“yaṁ kiñcāyaṁ purisapuggalo paṭisaṁvedeti sukhaṁ vā dukkhaṁ vā adukkhamasukhaṁ vā sabbaṁ taṁ pubbekatahetū”’ti?

Te ca me evaṁ puṭṭhā ‘āmā’ti paṭijānanti. Und sie antworteten: ‚Ja.‘

Tyāhaṁ evaṁ vadāmi: Ich sagte zu ihnen:

‘tenahāyasmanto pāṇātipātino bhavissanti pubbekatahetu, adinnādāyino bhavissanti pubbekatahetu, abrahmacārino bhavissanti pubbekatahetu, musāvādino bhavissanti pubbekatahetu, pisuṇavācā bhavissanti pubbekatahetu, pharusavācā bhavissanti pubbekatahetu, samphappalāpino bhavissanti pubbekatahetu, abhijjhāluno bhavissanti pubbekatahetu, byāpannacittā bhavissanti pubbekatahetu, micchādiṭṭhikā bhavissanti pubbekatahetu’. ‚In diesem Fall könnte man lebende Geschöpfe töten, stehlen oder unkeusch leben, falsche, entzweiende, harte oder unsinnige Rede gebrauchen, begehrlich und böswillig sein und falsche Ansicht haben – alles wegen früherer Taten.‘

Pubbekataṁ kho pana, bhikkhave, sārato paccāgacchataṁ na hoti chando vā vāyāmo vā idaṁ vā karaṇīyaṁ idaṁ vā akaraṇīyanti. Wer glaubt, frühere Taten seien das Wichtigste, zeigt keinen Enthusiasmus und keinen Einsatz, hat nicht die Vorstellung, dass es Dinge gibt, die man tun und die man nicht tun soll.

Iti karaṇīyākaraṇīye kho pana saccato thetato anupalabbhiyamāne muṭṭhassatīnaṁ anārakkhānaṁ viharataṁ na hoti paccattaṁ sahadhammiko samaṇavādo. Da sie nicht tatsächlich erkennen, dass es Dinge gibt, die man tun und die man nicht tun soll, sind sie unachtsam und leichtsinnig und können nicht zu Recht Asketen genannt werden.

Ayaṁ kho me, bhikkhave, tesu samaṇabrāhmaṇesu evaṁvādīsu evaṁdiṭṭhīsu paṭhamo sahadhammiko niggaho hoti. Das ist die erste rechtmäßige Art, wie ich die Asketen und Brahmanen widerlege, die diese Doktrin, diese Ansicht haben.

Tatra, bhikkhave, ye te samaṇabrāhmaṇā evaṁvādino evaṁdiṭṭhino: In dieser Sache bin ich zu den Asketen und Brahmanen gegangen, die glauben,

‘yaṁ kiñcāyaṁ purisapuggalo paṭisaṁvedeti sukhaṁ vā dukkhaṁ vā adukkhamasukhaṁ vā sabbaṁ taṁ issaranimmānahetū’ti, tyāhaṁ upasaṅkamitvā evaṁ vadāmi: dass alles, was diese Person erfährt, an der Schöpfung Gottes des Allmächtigen liegt, und sagte zu ihnen:

‘saccaṁ kira tumhe āyasmanto evaṁvādino evaṁdiṭṭhino—‚Ist es wirklich wahr, ist das die Lehre und Ansicht der Ehrwürdigen?‘

yaṁ kiñcāyaṁ purisapuggalo paṭisaṁvedeti sukhaṁ vā dukkhaṁ vā adukkhamasukhaṁ vā sabbaṁ taṁ issaranimmānahetū’ti?

Te ca me evaṁ puṭṭhā ‘āmā’ti paṭijānanti. Und sie antworteten: ‚Ja.‘

Tyāhaṁ evaṁ vadāmi: Ich sagte zu ihnen:

‘tenahāyasmanto pāṇātipātino bhavissanti issaranimmānahetu, adinnādāyino bhavissanti issaranimmānahetu, abrahmacārino bhavissanti issaranimmānahetu, musāvādino bhavissanti issaranimmānahetu, pisuṇavācā bhavissanti issaranimmānahetu, pharusavācā bhavissanti issaranimmānahetu, samphappalāpino bhavissanti issaranimmānahetu, abhijjhāluno bhavissanti issaranimmānahetu, byāpannacittā bhavissanti issaranimmānahetu, micchādiṭṭhikā bhavissanti issaranimmānahetu’. ‚In diesem Fall könnte man lebende Geschöpfe töten, stehlen oder unkeusch leben, falsche, entzweiende, harte oder unsinnige Rede gebrauchen, begehrlich und böswillig sein und falsche Ansicht haben – alles, weil Gott der Allmächtige es so geschaffen hat.‘

Issaranimmānaṁ kho pana, bhikkhave, sārato paccāgacchataṁ na hoti chando vā vāyāmo vā idaṁ vā karaṇīyaṁ idaṁ vā akaraṇīyanti. Wer glaubt, die Schöpferkraft Gottes des Allmächtigen sei das Wichtigste, zeigt keinen Enthusiasmus und keinen Einsatz, hat nicht die Vorstellung, dass es Dinge gibt, die man tun und die man nicht tun soll.

Iti karaṇīyākaraṇīye kho pana saccato thetato anupalabbhiyamāne muṭṭhassatīnaṁ anārakkhānaṁ viharataṁ na hoti paccattaṁ sahadhammiko samaṇavādo. Da sie nicht tatsächlich erkennen, dass es Dinge gibt, die man tun und die man nicht tun soll, sind sie unachtsam und leichtsinnig und können nicht zu Recht Asketen genannt werden.

Ayaṁ kho me, bhikkhave, tesu samaṇabrāhmaṇesu evaṁvādīsu evaṁdiṭṭhīsu dutiyo sahadhammiko niggaho hoti. Das ist die zweite rechtmäßige Art, wie ich die Asketen und Brahmanen widerlege, die diese Doktrin, diese Ansicht haben.

Tatra, bhikkhave, ye te samaṇabrāhmaṇā evaṁvādino evaṁdiṭṭhino: In dieser Sache bin ich zu den Asketen und Brahmanen gegangen, die glauben,

‘yaṁ kiñcāyaṁ purisapuggalo paṭisaṁvedeti sukhaṁ vā dukkhaṁ vā adukkhamasukhaṁ vā sabbaṁ taṁ ahetuappaccayā’ti, tyāhaṁ upasaṅkamitvā evaṁ vadāmi: dass alles, was diese Person erfährt, keinen Grund und keine Ursache hat, und sagte zu ihnen:

‘saccaṁ kira tumhe āyasmanto evaṁvādino evaṁdiṭṭhino—‚Ist es wirklich wahr, ist das die Lehre und Ansicht der Ehrwürdigen?‘

yaṁ kiñcāyaṁ purisapuggalo paṭisaṁvedeti sukhaṁ vā dukkhaṁ vā adukkhamasukhaṁ vā sabbaṁ taṁ ahetuappaccayā’ti?

Te ca me evaṁ puṭṭhā ‘āmā’ti paṭijānanti. Und sie antworteten: ‚Ja.‘

Tyāhaṁ evaṁ vadāmi: Ich sagte zu ihnen:

‘tenahāyasmanto pāṇātipātino bhavissanti ahetuappaccayā …pe… micchādiṭṭhikā bhavissanti ahetuappaccayā’”. ‚In diesem Fall könnte man lebende Geschöpfe töten, stehlen oder unkeusch leben, falsche, entzweiende, harte oder unsinnige Rede gebrauchen, begehrlich und böswillig sein und falsche Ansicht haben – alles ohne Grund oder Ursache.‘

Ahetuappaccayaṁ kho pana, bhikkhave, sārato paccāgacchataṁ na hoti chando vā vāyāmo vā idaṁ vā karaṇīyaṁ idaṁ vā akaraṇīyanti. Wer glaubt, das Fehlen eines Grundes oder einer Ursache sei das Wichtigste, zeigt keinen Enthusiasmus und keinen Einsatz, hat nicht die Vorstellung, dass es Dinge gibt, die man tun und die man nicht tun soll.

Iti karaṇīyākaraṇīye kho pana saccato thetato anupalabbhiyamāne muṭṭhassatīnaṁ anārakkhānaṁ viharataṁ na hoti paccattaṁ sahadhammiko samaṇavādo. Da sie nicht tatsächlich erkennen, dass es Dinge gibt, die man tun und die man nicht tun soll, sind sie unachtsam und leichtsinnig und können nicht zu Recht Asketen genannt werden.

Ayaṁ kho me, bhikkhave, tesu samaṇabrāhmaṇesu evaṁvādīsu evaṁdiṭṭhīsu tatiyo sahadhammiko niggaho hoti. Das ist die dritte rechtmäßige Art, wie ich die Asketen und Brahmanen widerlege, die diese Doktrin, diese Ansicht haben.

Imāni kho, bhikkhave, tīṇi titthāyatanāni yāni paṇḍitehi samanuyuñjiyamānāni samanugāhiyamānāni samanubhāsiyamānāni parampi gantvā akiriyāya saṇṭhahanti. Das sind die drei Glaubenssätze von Sekten, die, wenn man sie bis zum Ende durchdenkt, auf Nicht-Tun hinauslaufen, wenn ein kluger Mensch auf sie eindringt, ihnen nachgeht und sie ins Kreuzverhör nimmt.

Ayaṁ kho pana, bhikkhave, mayā dhammo desito aniggahito asaṅkiliṭṭho anupavajjo appaṭikuṭṭho samaṇehi brāhmaṇehi viññūhi. Aber der Dhamma, den ich gelehrt habe, kann nicht widerlegt werden, ist unbefleckt, über jede Kritik erhaben und wird von vernünftigen Asketen und Brahmanen nicht verachtet.

Katamo ca, bhikkhave, mayā dhammo desito aniggahito asaṅkiliṭṭho anupavajjo appaṭikuṭṭho samaṇehi brāhmaṇehi viññūhi? Was ist der Dhamma, den ich gelehrt habe?

Imā cha dhātuyoti, bhikkhave, mayā dhammo desito aniggahito asaṅkiliṭṭho anupavajjo appaṭikuṭṭho samaṇehi brāhmaṇehi viññūhi. ‚Das sind die sechs Elemente‘: Das ist der Dhamma, den ich gelehrt habe …

Imāni cha phassāyatanānīti, bhikkhave, mayā dhammo desito aniggahito asaṅkiliṭṭho anupavajjo appaṭikuṭṭho samaṇehi brāhmaṇehi viññūhi. ‚Das sind die sechs Kontaktfelder‘: Das ist der Dhamma, den ich gelehrt habe …

Ime aṭṭhārasa manopavicārāti, bhikkhave, mayā dhammo desito aniggahito asaṅkiliṭṭho anupavajjo appaṭikuṭṭho samaṇehi brāhmaṇehi viññūhi. ‚Das sind die achtzehn Arten des Gedankenkreisens‘: Das ist der Dhamma, den ich gelehrt habe …

Imāni cattāri ariyasaccānīti, bhikkhave, mayā dhammo desito aniggahito asaṅkiliṭṭho anupavajjo appaṭikuṭṭho samaṇehi brāhmaṇehi viññūhi. ‚Das sind die vier edlen Wahrheiten‘: Das ist der Dhamma, den ich gelehrt habe. Er kann nicht widerlegt werden, ist unbefleckt, über jede Kritik erhaben und wird von vernünftigen Asketen und Brahmanen nicht verachtet.

Imā cha dhātuyoti, bhikkhave, mayā dhammo desito aniggahito asaṅkiliṭṭho anupavajjo appaṭikuṭṭho samaṇehi brāhmaṇehi viññūhīti. ‚„Das sind die sechs Elemente“: Das ist der Dhamma, den ich gelehrt habe …‘

Iti kho panetaṁ vuttaṁ. Das habe ich gesagt,

Kiñcetaṁ paṭicca vuttaṁ? aber inwiefern habe ich es gesagt?

Chayimā, bhikkhave, dhātuyo—Es gibt diese sechs Elemente:

pathavīdhātu, āpodhātu, tejodhātu, vāyodhātu, ākāsadhātu, viññāṇadhātu. das Erdelement, das Wasserelement, das Feuerelement, das Windelement, das Raumelement und das Bewusstseinselement.

Imā cha dhātuyoti, bhikkhave, mayā dhammo desito aniggahito asaṅkiliṭṭho anupavajjo appaṭikuṭṭho samaṇehi brāhmaṇehi viññūhīti. ‚„Das sind die sechs Elemente“: Das ist der Dhamma, den ich gelehrt habe …‘

Iti yaṁ taṁ vuttaṁ, idametaṁ paṭicca vuttaṁ. Das habe ich gesagt, und insofern habe ich es gesagt.

Imāni cha phassāyatanānīti, bhikkhave, mayā dhammo desito aniggahito asaṅkiliṭṭho anupavajjo appaṭikuṭṭho samaṇehi brāhmaṇehi viññūhīti. ‚„Das sind die sechs Kontaktfelder“: Das ist der Dhamma, den ich gelehrt habe …‘

Iti kho panetaṁ vuttaṁ. Das habe ich gesagt,

Kiñcetaṁ paṭicca vuttaṁ? aber inwiefern habe ich es gesagt?

Chayimāni, bhikkhave, phassāyatanāni—Es gibt diese sechs Kontaktfelder:

cakkhu phassāyatanaṁ, sotaṁ phassāyatanaṁ, ghānaṁ phassāyatanaṁ, jivhā phassāyatanaṁ, kāyo phassāyatanaṁ, mano phassāyatanaṁ. das Augen-Kontaktfeld, das Ohr-Kontaktfeld, das Nasen-Kontaktfeld, das Zungen-Kontaktfeld, das Körper-Kontaktfeld und das Geist-Kontaktfeld.

Imāni cha phassāyatanānīti, bhikkhave, mayā dhammo desito aniggahito asaṅkiliṭṭho anupavajjo appaṭikuṭṭho samaṇehi brāhmaṇehi viññūhīti. ‚„Das sind die sechs Kontaktfelder“: Das ist der Dhamma, den ich gelehrt habe …‘

Iti yaṁ taṁ vuttaṁ, idametaṁ paṭicca vuttaṁ. Das habe ich gesagt, und insofern habe ich es gesagt.

Ime aṭṭhārasa manopavicārāti, bhikkhave, mayā dhammo desito aniggahito asaṅkiliṭṭho anupavajjo appaṭikuṭṭho samaṇehi brāhmaṇehi viññūhīti. ‚„Das sind die achtzehn Arten des Gedankenkreisens“: Das ist der Dhamma, den ich gelehrt habe …‘

Iti kho panetaṁ vuttaṁ. Das habe ich gesagt,

Kiñcetaṁ paṭicca vuttaṁ? aber inwiefern habe ich es gesagt?

Cakkhunā rūpaṁ disvā somanassaṭṭhāniyaṁ rūpaṁ upavicarati domanassaṭṭhāniyaṁ rūpaṁ upavicarati upekkhāṭṭhāniyaṁ rūpaṁ upavicarati, Wenn man mit dem Auge ein Bild sieht, kreisen die Gedanken um ein Bild, das eine Grundlage für Fröhlichkeit oder Traurigkeit oder Gleichmut darstellt.

sotena saddaṁ sutvā … Wenn man mit dem Ohr einen Ton hört …

ghānena gandhaṁ ghāyitvā … Wenn man mit der Nase einen Geruch riecht …

jivhāya rasaṁ sāyitvā … Wenn man mit der Zunge einen Geschmack schmeckt …

kāyena phoṭṭhabbaṁ phusitvā … Wenn man mit dem Körper eine Berührung empfindet …

manasā dhammaṁ viññāya somanassaṭṭhāniyaṁ dhammaṁ upavicarati domanassaṭṭhāniyaṁ dhammaṁ upavicarati upekkhāṭṭhāniyaṁ dhammaṁ upavicarati. Wenn man mit dem Geist eine Vorstellung erkennt, kreisen die Gedanken um eine Vorstellung, die eine Grundlage für Fröhlichkeit oder Traurigkeit oder Gleichmut darstellt.

Ime aṭṭhārasa manopavicārāti, bhikkhave, mayā dhammo desito aniggahito asaṅkiliṭṭho anupavajjo appaṭikuṭṭho samaṇehi brāhmaṇehi viññūhīti. ‚„Das sind die achtzehn Arten des Gedankenkreisens“: Das ist der Dhamma, den ich gelehrt habe …‘

Iti yaṁ taṁ vuttaṁ, idametaṁ paṭicca vuttaṁ. Das habe ich gesagt, und insofern habe ich es gesagt.

Imāni cattāri ariyasaccānīti, bhikkhave, mayā dhammo desito aniggahito asaṅkiliṭṭho anupavajjo appaṭikuṭṭho samaṇehi brāhmaṇehi viññūhīti. ‚„Das sind die vier edlen Wahrheiten“: Das ist der Dhamma, den ich gelehrt habe …‘

Iti kho panetaṁ vuttaṁ. Das habe ich gesagt,

Kiñcetaṁ paṭicca vuttaṁ? aber inwiefern habe ich es gesagt?

Channaṁ, bhikkhave, dhātūnaṁ upādāya gabbhassāvakkanti hoti; Mithilfe der sechs Elemente wird ein Embryo empfangen.

okkantiyā sati nāmarūpaṁ, nāmarūpapaccayā saḷāyatanaṁ, saḷāyatanapaccayā phasso, phassapaccayā vedanā. Wenn er empfangen ist, gibt es Namen und Form. Name und Form sind eine Bedingung für die sechs Sinnesfelder. Die sechs Sinnesfelder sind eine Bedingung für Kontakt. Kontakt ist eine Bedingung für Gefühl.

Vediyamānassa kho panāhaṁ, bhikkhave, idaṁ dukkhanti paññapemi, ayaṁ dukkhasamudayoti paññapemi, ayaṁ dukkhanirodhoti paññapemi, ayaṁ dukkhanirodhagāminī paṭipadāti paññapemi. Und für jemanden, der fühlt, erkläre ich: ‚Das ist das Leiden‘, … ‚das ist der Ursprung des Leidens‘, … ‚das ist das Aufhören des Leidens‘, … ‚das ist die Übung, die zum Aufhören des Leidens führt‘.

Katamañca, bhikkhave, dukkhaṁ ariyasaccaṁ? Und was ist die edle Wahrheit vom Leiden?

Jātipi dukkhā, jarāpi dukkhā, (…) maraṇampi dukkhaṁ, sokaparidevadukkhadomanassupāyāsāpi dukkhā, appiyehi sampayogo dukkho, piyehi vippayogo dukkho, yampicchaṁ na labhati tampi dukkhaṁ. Saṅkhittena pañcupādānakkhandhā dukkhā. Wiedergeburt ist Leiden; Alter ist Leiden; Tod ist Leiden; Kummer, Klage, Schmerz, Traurigkeit und Bedrängnis sind Leiden; mit Ungeliebtem vereint sein ist Leiden; von Geliebtem getrennt sein ist Leiden; nicht bekommen, was man wünscht, ist Leiden. Kurz, die fünf mit Ergreifen verbundenen Aggregate sind Leiden.

Idaṁ vuccati, bhikkhave, dukkhaṁ ariyasaccaṁ. Das nennt man die edle Wahrheit vom Leiden.

Katamañca, bhikkhave, dukkhasamudayaṁ ariyasaccaṁ? Und was ist die edle Wahrheit vom Ursprung des Leidens?

Avijjāpaccayā saṅkhārā, Unwissenheit ist eine Bedingung für Willensbildungsprozesse.

saṅkhārapaccayā viññāṇaṁ, Willensbildungsprozesse sind eine Bedingung für Bewusstsein.

viññāṇapaccayā nāmarūpaṁ, Bewusstsein ist eine Bedingung für Name und Form.

nāmarūpapaccayā saḷāyatanaṁ, Name und Form sind eine Bedingung für die sechs Sinnesfelder.

saḷāyatanapaccayā phasso, Die sechs Sinnesfelder sind eine Bedingung für Kontakt.

phassapaccayā vedanā, Kontakt ist eine Bedingung für Gefühl.

vedanāpaccayā taṇhā, Gefühl ist eine Bedingung für Verlangen.

taṇhāpaccayā upādānaṁ, Verlangen ist eine Bedingung für Ergreifen.

upādānapaccayā bhavo, Ergreifen ist eine Bedingung für fortgesetztes Dasein.

bhavapaccayā jāti, Fortgesetztes Dasein ist eine Bedingung für Wiedergeburt.

jātipaccayā jarāmaraṇaṁ sokaparidevadukkhadomanassupāyāsā sambhavanti. Wiedergeburt ist eine Bedingung für das Zustandekommen von Alter und Tod, Kummer, Klage, Schmerz, Traurigkeit und Bedrängnis.

Evametassa kevalassa dukkhakkhandhassa samudayo hoti. So kommt diese ganze Masse des Leidens zustande.

Idaṁ vuccati, bhikkhave, dukkhasamudayaṁ ariyasaccaṁ. Das nennt man die edle Wahrheit vom Ursprung des Leidens.

Katamañca, bhikkhave, dukkhanirodhaṁ ariyasaccaṁ? Und was ist die edle Wahrheit vom Aufhören des Leidens?

Avijjāya tveva asesavirāganirodhā saṅkhāranirodho, Wenn Unwissenheit schwindet und restlos aufhört, hören Willensbildungsprozesse auf.

saṅkhāranirodhā viññāṇanirodho, Wenn Willensbildungsprozesse aufhören, hört Bewusstsein auf.

viññāṇanirodhā nāmarūpanirodho, Wenn Bewusstsein aufhört, hören Name und Form auf.

nāmarūpanirodhā saḷāyatananirodho, Wenn Name und Form aufhören, hören die sechs Sinnesfelder auf.

saḷāyatananirodhā phassanirodho, Wenn die sechs Sinnesfelder aufhören, hört Kontakt auf.

phassanirodhā vedanānirodho, Wenn Kontakt aufhört, hört Gefühl auf.

vedanānirodhā taṇhānirodho, Wenn Gefühl aufhört, hört Verlangen auf.

taṇhānirodhā upādānanirodho, Wenn Verlangen aufhört, hört Ergreifen auf.

upādānanirodhā bhavanirodho, Wenn Ergreifen aufhört, hört fortgesetztes Dasein auf.

bhavanirodhā jātinirodho, Wenn fortgesetztes Dasein aufhört, hört Wiedergeburt auf.

jātinirodhā jarāmaraṇaṁ sokaparidevadukkhadomanassupāyāsā nirujjhanti. Wenn Wiedergeburt aufhört, hören Alter und Tod, Kummer, Klage, Schmerz, Traurigkeit und Bedrängnis auf.

Evametassa kevalassa dukkhakkhandhassa nirodho hoti. So hört diese ganze Masse des Leidens auf.

Idaṁ vuccati, bhikkhave, dukkhanirodhaṁ ariyasaccaṁ. Das nennt man die edle Wahrheit vom Aufhören des Leidens.

Katamañca, bhikkhave, dukkhanirodhagāminī paṭipadā ariyasaccaṁ? Und was ist die edle Wahrheit von der Übung, die zum Aufhören des Leidens führt?

Ayameva ariyo aṭṭhaṅgiko maggo, seyyathidaṁ—Es ist einfach dieser edle achtfache Pfad: nämlich

sammādiṭṭhi, sammāsaṅkappo, sammāvācā, sammākammanto, sammāājīvo, sammāvāyāmo, sammāsati, sammāsamādhi. rechte Ansicht, rechtes Denken, rechte Rede, rechtes Handeln, rechter Lebenserwerb, rechter Einsatz, rechte Achtsamkeit und rechte Versenkung.

Idaṁ vuccati, bhikkhave, dukkhanirodhagāminī paṭipadā ariyasaccaṁ. Das nennt man die edle Wahrheit von der Übung, die zum Aufhören des Leidens führt.

‘Imāni cattāri ariyasaccānī’ti, bhikkhave, mayā dhammo desito aniggahito asaṅkiliṭṭho anupavajjo appaṭikuṭṭho samaṇehi brāhmaṇehi viññūhīti. ‚„Das sind die vier edlen Wahrheiten“: Das ist der Dhamma, den ich gelehrt habe. Er kann nicht widerlegt werden, ist unbefleckt, über jede Kritik erhaben und wird von vernünftigen Asketen und Brahmanen nicht verachtet.‘

Iti yaṁ taṁ vuttaṁ idametaṁ paṭicca vuttan”ti. Das habe ich gesagt, und insofern habe ich es gesagt.“

Paṭhamaṁ.
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