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Aṅguttara Nikāya 3.70 Nummerierte Lehrreden 3.70

7. Mahāvagga 7. Das große Kapitel

Uposathasutta Besinnungstag

Evaṁ me sutaṁ—So habe ich es gehört:

ekaṁ samayaṁ bhagavā sāvatthiyaṁ viharati pubbārāme migāramātupāsāde. Einmal hielt sich der Buddha bei Sāvatthī im Ostkloster auf, im Pfahl-Langhaus der Mutter Migāras.

Atha kho visākhā migāramātā tadahuposathe yena bhagavā tenupasaṅkami; upasaṅkamitvā bhagavantaṁ abhivādetvā ekamantaṁ nisīdi. Ekamantaṁ nisinnaṁ kho visākhaṁ migāramātaraṁ bhagavā etadavoca: Da ging Visākhā, die Mutter Migāras, zum Buddha, verbeugte sich und setzte sich zur Seite hin. Der Buddha sagte zu ihr:

“handa kuto nu tvaṁ, visākhe, āgacchasi divā divassā”ti? „Nun, Visākhā, woher kommst du mitten am Tag?“

“Uposathāhaṁ, bhante, ajja upavasāmī”ti. „Heute, Herr, halte ich den Besinnungstag ein.“

“Tayo khome, visākhe, uposathā. „Visākhā, es gibt drei Besinnungstage.

Katame tayo? Welche drei?

Gopālakuposatho, nigaṇṭhuposatho, ariyuposatho. Den Besinnungstag der Kuhhirten, den Besinnungstag der Jainas und den Besinnungstag der Edlen.

Kathañca, visākhe, gopālakuposatho hoti? Und was ist der Besinnungstag der Kuhhirten?

Seyyathāpi, visākhe, gopālako sāyanhasamaye sāmikānaṁ gāvo niyyātetvā iti paṭisañcikkhati: Da bringt ein Kuhhirte am späten Nachmittag seine Kühe zu ihren Besitzern zurück. Er überlegt:

‘ajja kho gāvo amukasmiñca amukasmiñca padese cariṁsu, amukasmiñca amukasmiñca padese pānīyāni piviṁsu; ‚Heute haben die Kühe da und dort gegrast und da und dort getrunken.

sve dāni gāvo amukasmiñca amukasmiñca padese carissanti, amukasmiñca amukasmiñca padese pānīyāni pivissantī’ti; Morgen werden sie da und dort grasen und da und dort trinken.‘

evamevaṁ kho, visākhe, idhekacco uposathiko iti paṭisañcikkhati: Ebenso überlegt jemand, der den Besinnungstag einhält:

‘ahaṁ khvajja idañcidañca khādanīyaṁ khādiṁ, idañcidañca bhojanīyaṁ bhuñjiṁ; ‚Heute habe ich dieses und jenes gegessen und hatte dieses und jenes Mahl.

sve dānāhaṁ idañcidañca khādanīyaṁ khādissāmi, idañcidañca bhojanīyaṁ bhuñjissāmī’ti. Morgen werde ich dieses und jenes essen und dieses und jenes Mahl haben.‘

So tena abhijjhāsahagatena cetasā divasaṁ atināmeti. Und so verbringt er den Tag mit einem Geist voller Begehrlichkeit.

Evaṁ kho, visākhe, gopālakuposatho hoti. Das ist der Besinnungstag der Kuhhirten.

Evaṁ upavuttho kho, visākhe, gopālakuposatho na mahapphalo hoti na mahānisaṁso na mahājutiko na mahāvipphāro. Wenn so der Besinnungstag der Kuhhirten eingehalten wird, bringt er keine reiche Frucht oder großen Vorteil, reichen Glanz oder reichen Lohn.

Kathañca, visākhe, nigaṇṭhuposatho hoti? Und was ist der Besinnungstag der Jainas?

Atthi, visākhe, nigaṇṭhā nāma samaṇajātikā. Es gibt eine Gruppe von Asketen, die sich die Jainas nennen.

Te sāvakaṁ evaṁ samādapenti: Sie ermuntern einen Anhänger:

‘ehi tvaṁ, ambho purisa, ye puratthimāya disāya pāṇā paraṁ yojanasataṁ tesu daṇḍaṁ nikkhipāhi; ‚Bitte, werter Mann, verletze keine lebenden Geschöpfe jenseits einer Entfernung von hundert Meilen nach Osten, …

ye pacchimāya disāya pāṇā paraṁ yojanasataṁ tesu daṇḍaṁ nikkhipāhi; nach Westen, …

ye uttarāya disāya pāṇā paraṁ yojanasataṁ tesu daṇḍaṁ nikkhipāhi; nach Norden …

ye dakkhiṇāya disāya pāṇā paraṁ yojanasataṁ tesu daṇḍaṁ nikkhipāhī’ti. oder nach Süden.‘

Iti ekaccānaṁ pāṇānaṁ anuddayāya anukampāya samādapenti, ekaccānaṁ pāṇānaṁ nānuddayāya nānukampāya samādapenti. So ermuntern ihn zu Güte und Anteilnahme für manche Wesen, und für andere nicht.

Te tadahuposathe sāvakaṁ evaṁ samādapenti: Am Besinnungstag ermuntern sie einen Anhänger:

‘ehi tvaṁ, ambho purisa, sabbacelāni nikkhipitvā evaṁ vadehi—‚Bitte, werter Mann, lege alle deine Kleider ab und sage:

nāhaṁ kvacani kassaci kiñcanatasmiṁ, na ca mama kvacani katthaci kiñcanatatthī’ti. „Ich gehöre niemandem nirgendwo! Und nichts gehört mir irgendwo!“‘

Jānanti kho panassa mātāpitaro: Aber seine Eltern wissen doch:

‘ayaṁ amhākaṁ putto’ti; ‚Das ist unser Kind.‘

sopi jānāti: Und er weiß:

‘ime mayhaṁ mātāpitaro’ti. ‚Das sind meine Eltern.‘

Jānāti kho panassa puttadāro: Frau und Kind wissen doch:

‘ayaṁ mayhaṁ bhattā’ti; ‚Das ist unser Ernährer.‘

sopi jānāti: Und er weiß:

‘ayaṁ mayhaṁ puttadāro’ti. ‚Das ist meine Frau und mein Kind.‘

Jānanti kho panassa dāsakammakaraporisā: Abhängige Diener, Arbeiter und Gesinde wissen doch:

‘ayaṁ amhākaṁ ayyo’ti; ‚Das ist unser Herr.‘

sopi jānāti: Und er weiß:

‘ime mayhaṁ dāsakammakaraporisā’ti. ‚Das sind meine abhängigen Diener, meine Arbeiter und mein Gesinde.‘

Iti yasmiṁ samaye sacce samādapetabbā musāvāde tasmiṁ samaye samādapenti. So ermuntern die Jainas ihn zum Lügen zu einer Zeit, da er dazu ermuntert werden sollte, die Wahrheit zu sagen.

Idaṁ tassa musāvādasmiṁ vadāmi. Denn das, sage ich, ist Lügen.

So tassā rattiyā accayena bhoge adinnaṁyeva paribhuñjati. Wenn die Nacht vorüber ist, gebraucht er seine Besitztümer wieder, ohne dass jemand sie ihm zurückgegeben hätte.

Idaṁ tassa adinnādānasmiṁ vadāmi. Das, sage ich, ist Stehlen.

Evaṁ kho, visākhe, nigaṇṭhuposatho hoti. Das ist der Besinnungstag der Jainas.

Evaṁ upavuttho kho, visākhe, nigaṇṭhuposatho na mahapphalo hoti na mahānisaṁso na mahājutiko na mahāvipphāro. Wenn so der Besinnungstag der Jainas eingehalten wird, bringt er keine reiche Frucht oder großen Vorteil, reichen Glanz oder reichen Lohn.

Kathañca, visākhe, ariyuposatho hoti? Und was ist der Besinnungstag der Edlen?

Upakkiliṭṭhassa, visākhe, cittassa upakkamena pariyodapanā hoti. Ein verunreinigter Geist wird geläutert, indem man Mühe aufwendet.

Kathañca, visākhe, upakkiliṭṭhassa cittassa upakkamena pariyodapanā hoti? Und wie läutert man einen verunreinigten Geist, indem man Mühe aufwendet?

Idha, visākhe, ariyasāvako tathāgataṁ anussarati: Da besinnt sich ein edler Schüler auf den Klargewordenen:

‘itipi so bhagavā arahaṁ sammāsambuddho vijjācaraṇasampanno sugato lokavidū anuttaro purisadammasārathi satthā devamanussānaṁ buddho bhagavā’ti. ‚Dieser Gesegnete ist vollendet, ein vollkommen erwachter Buddha, von vollendetem Wissen und Verhalten, heilig, Kenner der Welt, unübertrefflicher Anleiter für alle, die üben wollen, Lehrer von Göttern und Menschen, erwacht, gesegnet.‘

Tassa tathāgataṁ anussarato cittaṁ pasīdati, pāmojjaṁ uppajjati, ye cittassa upakkilesā te pahīyanti, seyyathāpi, visākhe, upakkiliṭṭhassa sīsassa upakkamena pariyodapanā hoti. Während er sich auf den Klargewordenen besinnt, wird sein Geist klar, Freude kommt auf und die Verunreinigungen des Geistes lösen sich auf. Es ist, wie wenn man einen schmutzigen Kopf wäscht, indem man Mühe aufwendet.

Kathañca, visākhe, upakkiliṭṭhassa sīsassa upakkamena pariyodapanā hoti? Und wie wäscht man einen schmutzigen Kopf, indem man Mühe aufwendet?

Kakkañca paṭicca mattikañca paṭicca udakañca paṭicca purisassa ca tajjaṁ vāyāmaṁ paṭicca, evaṁ kho, visākhe, upakkiliṭṭhassa sīsassa upakkamena pariyodapanā hoti. Mit Waschpaste, Ton und Wasser und indem man die entsprechende Mühe aufwendet.

Evamevaṁ kho, visākhe, upakkiliṭṭhassa cittassa upakkamena pariyodapanā hoti. Ebenso wird ein verunreinigter Geist geläutert, indem man Mühe aufwendet.

Kathañca, visākhe, upakkiliṭṭhassa cittassa upakkamena pariyodapanā hoti? Und wie läutert man einen verunreinigten Geist, indem man Mühe aufwendet?

Idha, visākhe, ariyasāvako tathāgataṁ anussarati: Da besinnt sich ein edler Schüler auf den Klargewordenen:

‘itipi so bhagavā arahaṁ sammāsambuddho vijjācaraṇasampanno sugato lokavidū anuttaro purisadammasārathi satthā devamanussānaṁ buddho bhagavā’ti. ‚Dieser Gesegnete ist vollendet, ein vollkommen erwachter Buddha, von vollendetem Wissen und Verhalten, heilig, Kenner der Welt, unübertrefflicher Anleiter für alle, die üben wollen, Lehrer von Göttern und Menschen, erwacht, gesegnet.‘

Tassa tathāgataṁ anussarato cittaṁ pasīdati, pāmojjaṁ uppajjati, ye cittassa upakkilesā te pahīyanti. Während er sich auf den Klargewordenen besinnt, wird sein Geist klar, Freude kommt auf und die Verunreinigungen des Geistes lösen sich auf.

Ayaṁ vuccati, visākhe: Das nennt man

‘ariyasāvako brahmuposathaṁ upavasati, brahmunā saddhiṁ saṁvasati, brahmañcassa ārabbha cittaṁ pasīdati, pāmojjaṁ uppajjati, ye cittassa upakkilesā te pahīyanti’. einen edlen Schüler, der den Besinnungstag Brahmās einhält, der mit Brahmā lebt, der an Brahmā denkt, dessen Geist dadurch klar wird, bei dem Freude aufkommt und die Verunreinigungen des Geistes sich auflösen.

Evaṁ kho, visākhe, upakkiliṭṭhassa cittassa upakkamena pariyodapanā hoti. .1 So läutert man einen verunreinigten Geist, indem man Mühe aufwendet.

Upakkiliṭṭhassa, visākhe, cittassa upakkamena pariyodapanā hoti. Ein verunreinigter Geist wird geläutert, indem man Mühe aufwendet.

Kathañca, visākhe, upakkiliṭṭhassa cittassa upakkamena pariyodapanā hoti? Und wie läutert man einen verunreinigten Geist, indem man Mühe aufwendet?

Idha, visākhe, ariyasāvako dhammaṁ anussarati: Da besinnt sich ein edler Schüler auf die Lehre:

‘svākkhāto bhagavatā dhammo sandiṭṭhiko akāliko ehipassiko opaneyyiko paccattaṁ veditabbo viññūhī’ti. ‚Die Lehre ist vom Buddha gut erklärt – im jetzigen Leben ersichtlich, unmittelbar wirksam, sie lädt zum Überprüfen ein, ist zielführend, sodass vernünftige Menschen sie selbst erkennen können.‘

Tassa dhammaṁ anussarato cittaṁ pasīdati, pāmojjaṁ uppajjati, ye cittassa upakkilesā te pahīyanti, seyyathāpi, visākhe, upakkiliṭṭhassa kāyassa upakkamena pariyodapanā hoti. Während er sich auf die Lehre besinnt, wird sein Geist klar, Freude kommt auf und die Verunreinigungen des Geistes lösen sich auf. Es ist, wie wenn man einen schmutzigen Körper wäscht, indem man Mühe aufwendet.

Kathañca, visākhe, upakkiliṭṭhassa kāyassa upakkamena pariyodapanā hoti? Und wie wäscht man einen schmutzigen Körper, indem man Mühe aufwendet?

Sottiñca paṭicca, cuṇṇañca paṭicca, udakañca paṭicca, purisassa ca tajjaṁ vāyāmaṁ paṭicca. Mit Badepaste und Pulver, Wasser und indem man die entsprechende Mühe aufwendet.

Evaṁ kho, visākhe, upakkiliṭṭhassa kāyassa upakkamena pariyodapanā hoti. So wäscht man einen schmutzigen Körper, indem man Mühe aufwendet.

Evamevaṁ kho, visākhe, upakkiliṭṭhassa cittassa upakkamena pariyodapanā hoti. Ebenso wird ein verunreinigter Geist geläutert, indem man Mühe aufwendet.

Kathañca, visākhe, upakkiliṭṭhassa cittassa upakkamena pariyodapanā hoti? Und wie läutert man einen verunreinigten Geist, indem man Mühe aufwendet?

Idha, visākhe, ariyasāvako dhammaṁ anussarati: Da besinnt sich ein edler Schüler auf die Lehre:

‘svākkhāto bhagavatā dhammo sandiṭṭhiko akāliko ehipassiko opaneyyiko paccattaṁ veditabbo viññūhī’ti. ‚Die Lehre ist vom Buddha gut erklärt – im jetzigen Leben ersichtlich, unmittelbar wirksam, sie lädt zum Überprüfen ein, ist zielführend, sodass vernünftige Menschen sie selbst erkennen können.‘

Tassa dhammaṁ anussarato cittaṁ pasīdati, pāmojjaṁ uppajjati, ye cittassa upakkilesā te pahīyanti. Während er sich auf die Lehre besinnt, wird sein Geist klar, Freude kommt auf und die Verunreinigungen des Geistes lösen sich auf.

Ayaṁ vuccati, visākhe, ‘ariyasāvako dhammuposathaṁ upavasati, dhammena saddhiṁ saṁvasati, dhammañcassa ārabbha cittaṁ pasīdati, pāmojjaṁ uppajjati, ye cittassa upakkilesā te pahīyanti’. Das nennt man einen edlen Schüler, der den Besinnungstag des Dhamma einhält, der mit dem Dhamma lebt, der an den Dhamma denkt, dessen Geist dadurch klar wird, bei dem Freude aufkommt und die Verunreinigungen des Geistes sich auflösen.

Evaṁ kho, visākhe, upakkiliṭṭhassa cittassa upakkamena pariyodapanā hoti. .2 So läutert man einen verunreinigten Geist, indem man Mühe aufwendet.

Upakkiliṭṭhassa, visākhe, cittassa upakkamena pariyodapanā hoti. Ein verunreinigter Geist wird geläutert, indem man Mühe aufwendet.

Kathañca, visākhe, upakkiliṭṭhassa cittassa upakkamena pariyodapanā hoti? Und wie läutert man einen verunreinigten Geist, indem man Mühe aufwendet?

Idha, visākhe, ariyasāvako saṅghaṁ anussarati: Da besinnt sich ein edler Schüler auf den Saṅgha:

‘suppaṭipanno bhagavato sāvakasaṅgho, ujuppaṭipanno bhagavato sāvakasaṅgho, ñāyappaṭipanno bhagavato sāvakasaṅgho, sāmīcippaṭipanno bhagavato sāvakasaṅgho, yadidaṁ cattāri purisayugāni aṭṭha purisapuggalā esa bhagavato sāvakasaṅgho āhuneyyo pāhuneyyo dakkhiṇeyyo añjalikaraṇīyo anuttaraṁ puññakkhettaṁ lokassā’ti. ‚Der Saṅgha der Schüler des Buddha übt nach dem guten Weg, dem aufrichtigen Weg, dem systematischen Weg, dem Weg des richtigen Vorgehens. Er besteht aus den vier Paaren, den acht Personen. Das ist der Saṅgha der Schüler des Buddha, und er ist einer den Göttern gewidmeten Gabe würdig, der Gastfreundschaft würdig, einer religiösen Gabe würdig, des Grußes mit zusammengelegten Händen würdig und ist das unübertreffliche Feld für Verdienst für die Welt.‘

Tassa saṅghaṁ anussarato cittaṁ pasīdati, pāmojjaṁ uppajjati, ye cittassa upakkilesā te pahīyanti, seyyathāpi, visākhe, upakkiliṭṭhassa vatthassa upakkamena pariyodapanā hoti. Während er sich auf den Saṅgha besinnt, wird sein Geist klar, Freude kommt auf und die Verunreinigungen des Geistes lösen sich auf. Es ist, wie wenn man ein schmutziges Kleid wäscht, indem man Mühe aufwendet.

Kathañca, visākhe, upakkiliṭṭhassa vatthassa upakkamena pariyodapanā hoti? Und wie wäscht man ein schmutziges Kleid, indem man Mühe aufwendet?

Usmañca paṭicca, khārañca paṭicca, gomayañca paṭicca, udakañca paṭicca, purisassa ca tajjaṁ vāyāmaṁ paṭicca. Mit Salz, Lauge, Kuhmist und Wasser und indem man die entsprechende Mühe aufwendet.

Evaṁ kho, visākhe, upakkiliṭṭhassa vatthassa upakkamena pariyodapanā hoti. So wäscht man ein schmutziges Kleid, indem man Mühe aufwendet.

Evamevaṁ kho, visākhe, upakkiliṭṭhassa cittassa upakkamena pariyodapanā hoti. Ebenso wird ein verunreinigter Geist geläutert, indem man Mühe aufwendet.

Kathañca, visākhe, upakkiliṭṭhassa cittassa upakkamena pariyodapanā hoti? Und wie läutert man einen verunreinigten Geist, indem man Mühe aufwendet?

Idha, visākhe, ariyasāvako saṅghaṁ anussarati: Da besinnt sich ein edler Schüler auf den Saṅgha:

‘suppaṭipanno bhagavato sāvakasaṅgho …pe… anuttaraṁ puññakkhettaṁ lokassā’ti. ‚Der Saṅgha der Schüler des Buddha übt nach dem guten Weg, dem geraden Weg, dem systematischen Weg, dem Weg des richtigen Vorgehens. Er besteht aus den vier Paaren, den acht Personen. Das ist der Saṅgha der Schüler des Buddha, und er ist einer den Göttern gewidmeten Gabe würdig, der Gastfreundschaft würdig, einer religiösen Gabe würdig, des Grußes mit zusammengelegten Händen würdig und ist das unübertreffliche Feld für Verdienst für die Welt.‘

Tassa saṅghaṁ anussarato cittaṁ pasīdati, pāmojjaṁ uppajjati, ye cittassa upakkilesā te pahīyanti. Während er sich auf den Saṅgha besinnt, wird sein Geist klar, Freude kommt auf und die Verunreinigungen des Geistes lösen sich auf.

Ayaṁ vuccati, visākhe, ‘ariyasāvako saṅghuposathaṁ upavasati, saṅghena saddhiṁ saṁvasati, saṅghañcassa ārabbha cittaṁ pasīdati, pāmojjaṁ uppajjati, ye cittassa upakkilesā te pahīyanti’. Das nennt man einen edlen Schüler, der den Besinnungstag des Saṅgha einhält, der mit dem Saṅgha lebt, der an den Saṅgha denkt, dessen Geist dadurch klar wird, bei dem Freude aufkommt und die Verunreinigungen des Geistes sich auflösen.

Evaṁ kho, visākhe, upakkiliṭṭhassa cittassa upakkamena pariyodapanā hoti. .3 So läutert man einen verunreinigten Geist, indem man Mühe aufwendet.

Upakkiliṭṭhassa, visākhe, cittassa upakkamena pariyodapanā hoti. Ein verunreinigter Geist wird geläutert, indem man Mühe aufwendet.

Kathañca, visākhe, upakkiliṭṭhassa cittassa upakkamena pariyodapanā hoti? Und wie läutert man einen verunreinigten Geist, indem man Mühe aufwendet?

Idha, visākhe, ariyasāvako attano sīlāni anussarati akhaṇḍāni acchiddāni asabalāni akammāsāni bhujissāni viññuppasatthāni aparāmaṭṭhāni samādhisaṁvattanikāni. Da besinnt sich ein edler Schüler auf sein eigenes sittliches Verhalten, das unversehrt ist, tadellos, makellos und unbeschädigt; es ist befreiend, wird von vernünftigen Menschen gepriesen, ist richtig aufgefasst und führt in die Versenkung.

Tassa sīlaṁ anussarato cittaṁ pasīdati, pāmojjaṁ uppajjati, ye cittassa upakkilesā te pahīyanti, seyyathāpi, visākhe, upakkiliṭṭhassa ādāsassa upakkamena pariyodapanā hoti. Während er sich auf sein sittliches Verhalten besinnt, wird sein Geist klar, Freude kommt auf und die Verunreinigungen des Geistes lösen sich auf. Es ist, wie wenn man einen schmutzigen Spiegel putzt, indem man Mühe aufwendet.

Kathañca, visākhe, upakkiliṭṭhassa ādāsassa upakkamena pariyodapanā hoti? Und wie putzt man einen schmutzigen Spiegel, indem man Mühe aufwendet?

Telañca paṭicca, chārikañca paṭicca, vālaṇḍupakañca paṭicca, purisassa ca tajjaṁ vāyāmaṁ paṭicca. Mit Öl, Asche, einem zusammengerollten Tuch und indem man die entsprechende Mühe aufwendet.

Evaṁ kho, visākhe, upakkiliṭṭhassa ādāsassa upakkamena pariyodapanā hoti. So putzt man einen schmutzigen Spiegel, indem man Mühe aufwendet.

Evamevaṁ kho, visākhe, upakkiliṭṭhassa cittassa upakkamena pariyodapanā hoti. Ebenso wird ein verunreinigter Geist geläutert, indem man Mühe aufwendet.

Kathañca, visākhe, upakkiliṭṭhassa cittassa upakkamena pariyodapanā hoti? Und wie läutert man einen verunreinigten Geist, indem man Mühe aufwendet?

Idha, visākhe, ariyasāvako attano sīlāni anussarati akhaṇḍāni …pe… samādhisaṁvattanikāni. Da besinnt sich ein edler Schüler auf sein eigenes sittliches Verhalten, das unversehrt ist, tadellos, makellos und unbeschädigt; es ist befreiend, wird von vernünftigen Menschen gepriesen, ist richtig aufgefasst und führt in die Versenkung.

Tassa sīlaṁ anussarato cittaṁ pasīdati, pāmojjaṁ uppajjati, ye cittassa upakkilesā te pahīyanti. Während er sich auf sein sittliches Verhalten besinnt, wird sein Geist klar, Freude kommt auf und die Verunreinigungen des Geistes lösen sich auf.

Ayaṁ vuccati, visākhe, ‘ariyasāvako sīluposathaṁ upavasati, sīlena saddhiṁ saṁvasati, sīlañcassa ārabbha cittaṁ pasīdati, pāmojjaṁ uppajjati, ye cittassa upakkilesā te pahīyanti’. Das nennt man einen edlen Schüler, der den Besinnungstag des sittliches Verhaltens einhält, der mit sittlichem Verhalten lebt, der an sittliches Verhalten denkt, dessen Geist dadurch klar wird, bei dem Freude aufkommt und die Verunreinigungen des Geistes sich auflösen.

Evaṁ kho, visākhe, upakkiliṭṭhassa cittassa upakkamena pariyodapanā hoti. .4 So läutert man einen verunreinigten Geist, indem man Mühe aufwendet.

Upakkiliṭṭhassa, visākhe, cittassa upakkamena pariyodapanā hoti. Ein verunreinigter Geist wird geläutert, indem man Mühe aufwendet.

Kathañca, visākhe, upakkiliṭṭhassa cittassa upakkamena pariyodapanā hoti? Und wie läutert man einen verunreinigten Geist, indem man Mühe aufwendet?

Idha, visākhe, ariyasāvako devatā anussarati: Da besinnt sich ein edler Schüler auf die Gottheiten:

‘santi devā cātumahārājikā, santi devā tāvatiṁsā, santi devā yāmā, santi devā tusitā, santi devā nimmānaratino, santi devā paranimmitavasavattino, santi devā brahmakāyikā, santi devā tatuttari. ‚Es gibt die Götter der vier großen Könige, die Götter der Dreiunddreißig, die Yama-Götter, die freudvollen Götter, die Götter, die das Ersinnen lieben, die Götter, die über das herrschen, was andere ersinnen, die Götter aus Brahmās Gefolge und Götter, die noch darüber stehen.

Yathārūpāya saddhāya samannāgatā tā devatā ito cutā tatthupapannā, mayhampi tathārūpā saddhā saṁvijjati. Nachdem diese Gottheiten von hier verschieden sind, wurden sie aufgrund ihres Vertrauens, ihres sittlichen Verhaltens, ihrer Gelehrsamkeit, ihrer Großzügigkeit und ihrer Weisheit dort wiedergeboren. Auch ich besitze die gleiche Art von Vertrauen, sittlichem Verhalten, Gelehrsamkeit, Großzügigkeit und Weisheit.‘

Yathārūpena sīlena samannāgatā tā devatā ito cutā tatthupapannā, mayhampi tathārūpaṁ sīlaṁ saṁvijjati.

Yathārūpena sutena samannāgatā tā devatā ito cutā tatthupapannā, mayhampi tathārūpaṁ sutaṁ saṁvijjati.

Yathārūpena cāgena samannāgatā tā devatā ito cutā tatthupapannā, mayhampi tathārūpo cāgo saṁvijjati.

Yathārūpāya paññāya samannāgatā tā devatā ito cutā tatthupapannā, mayhampi tathārūpā paññā saṁvijjatī’ti.

Tassa attano ca tāsañca devatānaṁ saddhañca sīlañca sutañca cāgañca paññañca anussarato cittaṁ pasīdati, pāmojjaṁ uppajjati, ye cittassa upakkilesā te pahīyanti, seyyathāpi, visākhe, upakkiliṭṭhassa jātarūpassa upakkamena pariyodapanā hoti. Während er sich auf Vertrauen, sittliches Verhalten, Gelehrsamkeit, Großzügigkeit und Weisheit der Gottheiten und auf die gleichen Eigenschaften bei sich selbst besinnt, wird sein Geist klar, Freude kommt auf und die Verunreinigungen des Geistes lösen sich auf. Es ist, wie wenn man verunreinigtes Rohgold läutert, indem man Mühe aufwendet.

Kathañca, visākhe, upakkiliṭṭhassa jātarūpassa upakkamena pariyodapanā hoti? Und wie läutert man verunreinigtes Rohgold, indem man Mühe aufwendet?

Ukkañca paṭicca, loṇañca paṭicca, gerukañca paṭicca, nāḷikasaṇḍāsañca paṭicca, purisassa ca tajjaṁ vāyāmaṁ paṭicca. Mit einem Schmelzofen, Fließmittel, einem Blasebalg und einer Zange und indem man die entsprechende Mühe aufwendet.

Evaṁ kho, visākhe, upakkiliṭṭhassa jātarūpassa upakkamena pariyodapanā hoti. So läutert man verunreinigtes Rohgold, indem man Mühe aufwendet.

Evamevaṁ kho, visākhe, upakkiliṭṭhassa cittassa upakkamena pariyodapanā hoti. Ebenso wird ein verunreinigter Geist geläutert, indem man Mühe aufwendet.

Kathañca, visākhe, upakkiliṭṭhassa cittassa upakkamena pariyodapanā hoti? Und wie läutert man einen verunreinigten Geist, indem man Mühe aufwendet?

Idha, visākhe, ariyasāvako devatā anussarati: Da besinnt sich ein edler Schüler auf die Gottheiten:

‘santi devā cātumahārājikā, santi devā tāvatiṁsā …pe… santi devā tatuttari. ‚Es gibt die Götter der vier großen Könige, die Götter der Dreiunddreißig, die Yama-Götter, die freudvollen Götter, die Götter, das Ersinnen lieben, die Götter, die über das herrschen, was andere ersinnen, die Götter aus Brahmās Gefolge und Götter, die noch darüber stehen.

Yathārūpāya saddhāya samannāgatā tā devatā ito cutā tatthupapannā, mayhampi tathārūpā saddhā saṁvijjati. Nachdem diese Gottheiten von hier verschieden sind, wurden sie aufgrund ihres Vertrauens, ihres sittlichen Verhaltens, ihrer Gelehrsamkeit, ihrer Großzügigkeit und ihrer Weisheit dort wiedergeboren. Auch ich besitze die gleiche Art von Vertrauen, sittlichem Verhalten, Gelehrsamkeit, Großzügigkeit und Weisheit.‘

Yathārūpena sīlena …

sutena …

cāgena …

paññāya samannāgatā tā devatā ito cutā tatthupapannā, mayhampi tathārūpā paññā saṁvijjatī’ti.

Tassa attano ca tāsañca devatānaṁ saddhañca sīlañca sutañca cāgañca paññañca anussarato cittaṁ pasīdati, pāmojjaṁ uppajjati, ye cittassa upakkilesā te pahīyanti. Während er sich auf Vertrauen, sittliches Verhalten, Gelehrsamkeit, Großzügigkeit und Weisheit der Gottheiten und auf die gleichen Eigenschaften bei sich selbst besinnt, wird sein Geist klar, Freude kommt auf und die Verunreinigungen des Geistes lösen sich auf.

Ayaṁ vuccati, visākhe, ‘ariyasāvako devatuposathaṁ upavasati, devatāhi saddhiṁ saṁvasati, devatā ārabbha cittaṁ pasīdati, pāmojjaṁ uppajjati, ye cittassa upakkilesā te pahīyanti’. Das nennt man einen edlen Schüler, der den Besinnungstag der Gottheiten einhält, der mit den Gottheiten lebt, der an die Gottheiten denkt, dessen Geist dadurch klar wird, bei dem Freude aufkommt und die Verunreinigungen des Geistes sich auflösen.

Evaṁ kho, visākhe, upakkiliṭṭhassa cittassa upakkamena pariyodapanā hoti. .5 So läutert man einen verunreinigten Geist, indem man Mühe aufwendet.

Sa kho so, visākhe, ariyasāvako iti paṭisañcikkhati: Dann überlegt dieser edle Schüler:

‘yāvajīvaṁ arahanto pāṇātipātaṁ pahāya pāṇātipātā paṭiviratā nihitadaṇḍā nihitasatthā lajjī dayāpannā sabbapāṇabhūtahitānukampī viharanti; ‚Solange sie leben, geben die Vollendeten das Töten lebender Geschöpfe auf und töten nicht mehr. Sie verzichten auf Stock und Schwert. Sie sind einfühlsam und gütig und leben voller Anteilnahme für alle Lebewesen.

ahampajja imañca rattiṁ imañca divasaṁ pāṇātipātaṁ pahāya pāṇātipātā paṭivirato nihitadaṇḍo nihitasattho lajjī dayāpanno sabbapāṇabhūtahitānukampī viharāmi. Auch ich will für diesen Tag und diese Nacht das Töten lebender Geschöpfe aufgeben und nicht töten. Ich will auf Stock und Schwert verzichten. Ich will einfühlsam und gütig sein und voller Anteilnahme für alle Lebewesen leben.

Imināpi aṅgena arahataṁ anukaromi, uposatho ca me upavuttho bhavissati. Indem ich es in dieser Hinsicht den Vollendeten gleichtue, will ich den Besinnungstag einhalten.

Yāvajīvaṁ arahanto adinnādānaṁ pahāya adinnādānā paṭiviratā dinnādāyī dinnapāṭikaṅkhī, athenena sucibhūtena attanā viharanti; Solange sie leben, geben die Vollendeten das Stehlen auf und stehlen nicht mehr. Sie nehmen nur, was gegeben wird, erwarten nur, was gegeben wird. Sie halten sich selbst rein, indem sie nicht stehlen.

ahampajja imañca rattiṁ imañca divasaṁ adinnādānaṁ pahāya adinnādānā paṭivirato dinnādāyī dinnapāṭikaṅkhī, athenena sucibhūtena attanā viharāmi. Auch ich will für diesen Tag und diese Nacht das Stehlen aufgeben und nicht stehlen. Ich will nur nehmen, was gegeben wird, nur erwarten, was gegeben wird. Ich will mich selbst rein halten, indem ich nicht stehle.

Imināpi aṅgena arahataṁ anukaromi, uposatho ca me upavuttho bhavissati. Indem ich es in dieser Hinsicht den Vollendeten gleichtue, will ich den Besinnungstag einhalten.

Yāvajīvaṁ arahanto abrahmacariyaṁ pahāya brahmacārī ārācārī viratā methunā gāmadhammā; Solange sie leben, geben die Vollendeten unkeusches Verhalten auf und sind keusch. Sie leben abgesondert und vermeiden den vulgären Akt des Geschlechtsverkehrs.

ahampajja imañca rattiṁ imañca divasaṁ abrahmacariyaṁ pahāya brahmacārī ārācārī virato methunā gāmadhammā. Auch ich will für diesen Tag und diese Nacht unkeusches Verhalten aufgeben und keusch sein. Ich will abgesondert leben und den vulgären Akt des Geschlechtsverkehrs vermeiden.

Imināpi aṅgena arahataṁ anukaromi, uposatho ca me upavuttho bhavissati. Indem ich es in dieser Hinsicht den Vollendeten gleichtue, will ich den Besinnungstag einhalten.

Yāvajīvaṁ arahanto musāvādaṁ pahāya musāvādā paṭiviratā saccavādī saccasandhā thetā paccayikā avisaṁvādakā lokassa; Solange sie leben, geben die Vollendeten das Lügen auf und lügen nicht mehr. Sie sagen die Wahrheit und halten sich an die Wahrheit. Sie sind ehrlich und verlässlich und legen die Welt nicht mit ihren Worten herein.

ahampajja imañca rattiṁ imañca divasaṁ musāvādaṁ pahāya musāvādā paṭivirato saccavādī saccasandho theto paccayiko avisaṁvādako lokassa. Auch ich will für diesen Tag und diese Nacht das Lügen aufgeben und nicht lügen. Ich will die Wahrheit sagen und mich an die Wahrheit halten. Ich will ehrlich und verlässlich sein und will die Welt nicht mit meinen Worten hereinlegen.

Imināpi aṅgena arahataṁ anukaromi, uposatho ca me upavuttho bhavissati. Indem ich es in dieser Hinsicht den Vollendeten gleichtue, will ich den Besinnungstag einhalten.

Yāvajīvaṁ arahanto surāmerayamajjapamādaṭṭhānaṁ pahāya surāmerayamajjapamādaṭṭhānā paṭiviratā; Solange sie leben, geben die Vollendeten das Trinken von Rauschmitteln wie Bier, Wein und Branntwein auf und trinken keine Rauschmittel mehr.

ahampajja imañca rattiṁ imañca divasaṁ surāmerayamajjapamādaṭṭhānaṁ pahāya surāmerayamajjapamādaṭṭhānā paṭivirato. Auch ich will für diesen Tag und diese Nacht das Trinken von Rauschmitteln wie Bier, Wein und Branntwein aufgeben und keine Rauschmittel trinken.

Imināpi aṅgena arahataṁ anukaromi, uposatho ca me upavuttho bhavissati. Indem ich es in dieser Hinsicht den Vollendeten gleichtue, will ich den Besinnungstag einhalten.

Yāvajīvaṁ arahanto ekabhattikā rattūparatā viratā vikālabhojanā; Solange sie leben, essen die Vollendeten zu einer Tageszeit und verzichten auf das Essen bei Nacht und zur falschen Zeit.

ahampajja imañca rattiṁ imañca divasaṁ ekabhattiko rattūparato virato vikālabhojanā. Auch ich will für diesen Tag und diese Nacht zu einer Tageszeit essen und auf das Essen bei Nacht und zur falschen Zeit verzichten.

Imināpi aṅgena arahataṁ anukaromi, uposatho ca me upavuttho bhavissati. Indem ich es in dieser Hinsicht den Vollendeten gleichtue, will ich den Besinnungstag einhalten.

Yāvajīvaṁ arahanto naccagītavāditavisūkadassanamālāgandhavilepanadhāraṇamaṇḍanavibhūsanaṭṭhānā paṭiviratā; Solange sie leben, unterlassen die Vollendeten den Besuch von Tanz-, Gesangs- und Musikvorführungen; sie unterlassen es, sich mit Kränzen, Düften und Make-up zu verschönern und zu schmücken.

ahampajja imañca rattiṁ imañca divasaṁ naccagītavāditavisūkadassanamālāgandhavilepanadhāraṇamaṇḍanavibhūsanaṭṭhānā paṭivirato. Auch ich will für diesen Tag und diese Nacht den Besuch von Tanz-, Gesangs- und Musikvorführungen unterlassen; ich will es unterlassen, mich mit Kränzen, Düften und Make-up zu verschönern und zu schmücken.

Imināpi aṅgena arahataṁ anukaromi, uposatho ca me upavuttho bhavissati. Indem ich es in dieser Hinsicht den Vollendeten gleichtue, will ich den Besinnungstag einhalten.

Yāvajīvaṁ arahanto uccāsayanamahāsayanaṁ pahāya uccāsayanamahāsayanā paṭiviratā nīcaseyyaṁ kappenti mañcake vā tiṇasanthārake vā; ‚Solange sie leben, geben die Vollendeten die Benutzung hoher und üppiger Schlafstellen auf und benutzen keine hohen Schlafstellen mehr. Sie schlafen an einem niedrigen Platz, entweder auf einer Liege oder einer Strohmatte.

ahampajja imañca rattiṁ imañca divasaṁ uccāsayanamahāsayanaṁ pahāya uccāsayanamahāsayanā paṭivirato nīcaseyyaṁ kappemi mañcake vā tiṇasanthārake vā. Auch ich will für diesen Tag und diese Nacht die Benutzung hoher und üppiger Schlafstellen aufgeben und keine hohen Schlafstellen benutzen. Ich will an einem niedrigen Platz schlafen, entweder auf einer Liege oder einer Strohmatte.

Imināpi aṅgena arahataṁ anukaromi, uposatho ca me upavuttho bhavissatī’ti. Indem ich es in dieser Hinsicht den Vollendeten gleichtue, will ich den Besinnungstag einhalten.‘

Evaṁ kho, visākhe, ariyuposatho hoti. Das ist der Besinnungstag der Edlen.

Evaṁ upavuttho kho, visākhe, ariyuposatho mahapphalo hoti mahānisaṁso mahājutiko mahāvipphāro. Wenn so der Besinnungstag der Edlen eingehalten wird, bringt er reiche Frucht und großen Vorteil, reichen Glanz und reichen Lohn.

Kīvamahapphalo hoti kīvamahānisaṁso kīvamahājutiko kīvamahāvipphāro? Wie reich?

Seyyathāpi, visākhe, yo imesaṁ soḷasannaṁ mahājanapadānaṁ pahūtarattaratanānaṁ issariyādhipaccaṁ rajjaṁ kāreyya, seyyathidaṁ—Angenommen, Visākhā, du würdest als oberste Gebieterin über die sechzehn großen Länder herrschen – Aṅga, Magadha, Kāsi, Kosala, Vajji, Malla, Cetī, Vaccha, Kuru, Pañcāla, Maccha, Sūrusena, Assaka, Avanti, Gandhāra und Kamboja – angefüllt mit den sieben Schätzen.

aṅgānaṁ, magadhānaṁ, kāsīnaṁ, kosalānaṁ, vajjīnaṁ, mallānaṁ, cetīnaṁ, vaṅgānaṁ, kurūnaṁ, pañcālānaṁ, macchānaṁ, sūrasenānaṁ, assakānaṁ, avantīnaṁ, gandhārānaṁ, kambojānaṁ, aṭṭhaṅgasamannāgatassa uposathassa etaṁ kalaṁ nāgghati soḷasiṁ. Das würde nicht den sechzehnten Teil des Besinnungstages mit acht Faktoren wiegen.

Taṁ kissa hetu? Warum ist das so?

Kapaṇaṁ, visākhe, mānusakaṁ rajjaṁ dibbaṁ sukhaṁ upanidhāya. Weil menschliches Königtum im Vergleich zum Glück der Götter dürftig ist.

Yāni, visākhe, mānusakāni paññāsa vassāni, cātumahārājikānaṁ devānaṁ eso eko rattindivo. Fünfzig Jahre in der Menschenwelt entsprechen einem Tag und einer Nacht bei den Göttern der vier großen Könige.

Tāya rattiyā tiṁsarattiyo māso. Dreißig solcher Tage machen einen Monat aus.

Tena māsena dvādasamāsiyo saṁvaccharo. Zwölf solcher Monate machen ein Jahr aus.

Tena saṁvaccharena dibbāni pañca vassasatāni cātumahārājikānaṁ devānaṁ āyuppamāṇaṁ. Die Lebensdauer der Götter der vier großen Könige beträgt fünfhundert dieser himmlischen Jahre.

Ṭhānaṁ kho panetaṁ, visākhe, vijjati yaṁ idhekacco itthī vā puriso vā aṭṭhaṅgasamannāgataṁ uposathaṁ upavasitvā kāyassa bhedā paraṁ maraṇā cātumahārājikānaṁ devānaṁ sahabyataṁ upapajjeyya. Es ist möglich, dass eine Frau oder ein Mann, die den Besinnungstag mit acht Faktoren eingehalten haben, wenn ihr Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, unter den Göttern der vier großen Könige wiedergeboren werden.

Idaṁ kho panetaṁ, visākhe, sandhāya bhāsitaṁ: Das habe ich gemeint, als ich sagte:

‘kapaṇaṁ mānusakaṁ rajjaṁ dibbaṁ sukhaṁ upanidhāya’. ‚Menschliches Königtum ist im Vergleich zum Glück der Götter dürftig.‘

Yaṁ, visākhe, mānusakaṁ vassasataṁ, tāvatiṁsānaṁ devānaṁ eso eko rattindivo. Hundert Jahre in der Menschenwelt entsprechen einem Tag und einer Nacht bei den Göttern der Dreiunddreißig.

Tāya rattiyā tiṁsarattiyo māso. Dreißig solcher Tage machen einen Monat aus.

Tena māsena dvādasamāsiyo saṁvaccharo. Zwölf solcher Monate machen ein Jahr aus.

Tena saṁvaccharena dibbaṁ vassasahassaṁ tāvatiṁsānaṁ devānaṁ āyuppamāṇaṁ. Die Lebensdauer der Götter der Dreiunddreißig beträgt tausend dieser himmlischen Jahre.

Ṭhānaṁ kho panetaṁ, visākhe, vijjati yaṁ idhekacco itthī vā puriso vā aṭṭhaṅgasamannāgataṁ uposathaṁ upavasitvā kāyassa bhedā paraṁ maraṇā tāvatiṁsānaṁ devānaṁ sahabyataṁ upapajjeyya. Es ist möglich, dass eine Frau oder ein Mann, die den Besinnungstag mit acht Faktoren eingehalten haben, wenn ihr Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, unter den Göttern der Dreiunddreißig wiedergeboren werden.

Idaṁ kho panetaṁ, visākhe, sandhāya bhāsitaṁ: Das habe ich gemeint, als ich sagte:

‘kapaṇaṁ mānusakaṁ rajjaṁ dibbaṁ sukhaṁ upanidhāya’. ‚Menschliches Königtum ist im Vergleich zum Glück der Götter dürftig.‘

Yāni, visākhe, mānusakāni dve vassasatāni, yāmānaṁ devānaṁ eso eko rattindivo. Zweihundert Jahre in der Menschenwelt entsprechen einem Tag und einer Nacht bei den Yama-Göttern.

Tāya rattiyā tiṁsarattiyo māso. Dreißig solcher Tage machen einen Monat aus.

Tena māsena dvādasamāsiyo saṁvaccharo. Zwölf solcher Monate machen ein Jahr aus.

Tena saṁvaccharena dibbāni dve vassasahassāni yāmānaṁ devānaṁ āyuppamāṇaṁ. Die Lebensdauer der Yama-Götter beträgt zweitausend dieser himmlischen Jahre.

Ṭhānaṁ kho panetaṁ, visākhe, vijjati yaṁ idhekacco itthī vā puriso vā aṭṭhaṅgasamannāgataṁ uposathaṁ upavasitvā kāyassa bhedā paraṁ maraṇā yāmānaṁ devānaṁ sahabyataṁ upapajjeyya. Es ist möglich, dass eine Frau oder ein Mann, die den Besinnungstag mit acht Faktoren eingehalten haben, wenn ihr Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, unter den Yama-Göttern wiedergeboren werden.

Idaṁ kho panetaṁ, visākhe, sandhāya bhāsitaṁ: Das habe ich gemeint, als ich sagte:

‘kapaṇaṁ mānusakaṁ rajjaṁ dibbaṁ sukhaṁ upanidhāya’. ‚Menschliches Königtum ist im Vergleich zum Glück der Götter dürftig.‘

Yāni, visākhe, mānusakāni cattāri vassasatāni, tusitānaṁ devānaṁ eso eko rattindivo. Vierhundert Jahre in der Menschenwelt entsprechen einem Tag und einer Nacht bei den freudvollen Göttern.

Tāya rattiyā tiṁsarattiyo māso. Dreißig solcher Tage machen einen Monat aus.

Tena māsena dvādasamāsiyo saṁvaccharo. Zwölf solcher Monate machen ein Jahr aus.

Tena saṁvaccharena dibbāni cattāri vassasahassāni tusitānaṁ devānaṁ āyuppamāṇaṁ. Die Lebensdauer der freudvollen Götter beträgt viertausend dieser himmlischen Jahre.

Ṭhānaṁ kho panetaṁ, visākhe, vijjati yaṁ idhekacco itthī vā puriso vā aṭṭhaṅgasamannāgataṁ uposathaṁ upavasitvā kāyassa bhedā paraṁ maraṇā tusitānaṁ devānaṁ sahabyataṁ upapajjeyya. Es ist möglich, dass eine Frau oder ein Mann, die den Besinnungstag mit acht Faktoren eingehalten haben, wenn ihr Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, unter den freudvollen Göttern wiedergeboren werden.

Idaṁ kho panetaṁ, visākhe, sandhāya bhāsitaṁ: Das habe ich gemeint, als ich sagte:

‘kapaṇaṁ mānusakaṁ rajjaṁ dibbaṁ sukhaṁ upanidhāya’. ‚Menschliches Königtum ist im Vergleich zum Glück der Götter dürftig.‘

Yāni, visākhe, mānusakāni aṭṭha vassasatāni, nimmānaratīnaṁ devānaṁ eso eko rattindivo. Achthundert Jahre in der Menschenwelt entsprechen einem Tag und einer Nacht bei den Göttern, das Ersinnen lieben.

Tāya rattiyā tiṁsarattiyo māso. Dreißig solcher Tage machen einen Monat aus.

Tena māsena dvādasamāsiyo saṁvaccharo. Zwölf solcher Monate machen ein Jahr aus.

Tena saṁvaccharena dibbāni aṭṭha vassasahassāni nimmānaratīnaṁ devānaṁ āyuppamāṇaṁ. Die Lebensdauer der Götter, das Ersinnen lieben, beträgt achttausend dieser himmlischen Jahre.

Ṭhānaṁ kho panetaṁ, visākhe, vijjati yaṁ idhekacco itthī vā puriso vā aṭṭhaṅgasamannāgataṁ uposathaṁ upavasitvā kāyassa bhedā paraṁ maraṇā nimmānaratīnaṁ devānaṁ sahabyataṁ upapajjeyya. Es ist möglich, dass eine Frau oder ein Mann, die den Besinnungstag mit acht Faktoren eingehalten haben, wenn ihr Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, unter den Göttern, das Ersinnen lieben, wiedergeboren werden.

Idaṁ kho panetaṁ, visākhe, sandhāya bhāsitaṁ: Das habe ich gemeint, als ich sagte:

‘kapaṇaṁ mānusakaṁ rajjaṁ dibbaṁ sukhaṁ upanidhāya’. ‚Menschliches Königtum ist im Vergleich zum Glück der Götter dürftig.‘

Yāni, visākhe, mānusakāni soḷasa vassasatāni, paranimmitavasavattīnaṁ devānaṁ eso eko rattindivo. 1600 Jahre in der Menschenwelt entsprechen einem Tag und einer Nacht bei den Göttern, die über das herrschen, was andere ersinnen.

Tāya rattiyā tiṁsarattiyo māso. Dreißig solcher Tage machen einen Monat aus.

Tena māsena dvādasamāsiyo saṁvaccharo. Zwölf solcher Monate machen ein Jahr aus.

Tena saṁvaccharena dibbāni soḷasa vassasahassāni paranimmitavasavattīnaṁ devānaṁ āyuppamāṇaṁ. Die Lebensdauer der Götter, die über das herrschen, was andere ersinnen, beträgt 16.000 dieser himmlischen Jahre.

Ṭhānaṁ kho panetaṁ, visākhe, vijjati yaṁ idhekacco itthī vā puriso vā aṭṭhaṅgasamannāgataṁ uposathaṁ upavasitvā kāyassa bhedā paraṁ maraṇā paranimmitavasavattīnaṁ devānaṁ sahabyataṁ upapajjeyya. Es ist möglich, dass eine Frau oder ein Mann, die den Besinnungstag mit acht Faktoren eingehalten haben, wenn ihr Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, unter den Göttern, die über das herrschen, was andere ersinnen, wiedergeboren werden.

Idaṁ kho panetaṁ, visākhe, sandhāya bhāsitaṁ: Das habe ich gemeint, als ich sagte:

‘kapaṇaṁ mānusakaṁ rajjaṁ dibbaṁ sukhaṁ upanidhāyā’ti. ‚Menschliches Königtum ist im Vergleich zum Glück der Götter dürftig.‘

Pāṇaṁ na haññe na cadinnamādiye, Du solltest keine lebenden Geschöpfe töten oder stehlen,

Musā na bhāse na ca majjapo siyā; lügen oder Branntwein trinken.

Abrahmacariyā virameyya methunā, Sei keusch, halte dich von Geschlechtsverkehr fern,

Rattiṁ na bhuñjeyya vikālabhojanaṁ. iss nicht nachts und zur falschen Zeit.

Mālaṁ na dhāre na ca gandhamācare, Trag keine Kränze, keinen Duft,

Mañce chamāyaṁ va sayetha santhate; auf niedrigem Bett sollst du schlafen oder auf einer Matte am Boden.

Etañhi aṭṭhaṅgikamāhuposathaṁ, Das, so heißt es, ist der Besinnungstag der acht Faktoren,

Buddhena dukkhantagunā pakāsitaṁ. vom Buddha erklärt, der ans Ende des Leidens gelangt ist.

Cando ca suriyo ca ubho sudassanā, Mond und Sonne sind schön anzusehen,

Obhāsayaṁ anupariyanti yāvatā; sie strahlen, soweit sie ihre Bahn ziehen.

Tamonudā te pana antalikkhagā, Diese Zerstreuer der Dunkelheit, Wanderer mitten in der Luft,

Nabhe pabhāsanti disāvirocanā. sie leuchten am Himmelszelt, erhellen die Himmelsrichtungen.

Etasmiṁ yaṁ vijjati antare dhanaṁ, Alle Schätze in diesem Bereich –

Muttā maṇi veḷuriyañca bhaddakaṁ; Perlen, Edelsteine, auch feiner Beryll,

Siṅgī suvaṇṇaṁ atha vāpi kañcanaṁ, Berggold, strahlendes Gold,

Yaṁ jātarūpaṁ haṭakanti vuccati. Rohgold, das man ‚funkelnd‘ nennt –

Aṭṭhaṅgupetassa uposathassa, all das wiegt nicht den sechzehnten Teil

Kalampi te nānubhavanti soḷasiṁ; des Besinnungstages der acht Faktoren,

Candappabhā tāragaṇā ca sabbe. so wie das Licht aller Sterne es mit dem Mond nicht aufnehmen kann.

Tasmā hi nārī ca naro ca sīlavā, Ein sittlicher Mensch, Frau oder Mann,

Aṭṭhaṅgupetaṁ upavassuposathaṁ; der den Besinnungstag der acht Faktoren eingehalten hat,

Puññāni katvāna sukhudrayāni, er wird, wenn er Verdienst mit glücklichem Ausgang geschaffen hat,

Aninditā saggamupenti ṭhānan”ti. frei von Tadel, zu einem himmlischen Ort gehen.“

Dasamaṁ.

Mahāvaggo sattamo.

Tassuddānaṁ

Titthabhayañca venāgo,

sarabho kesamuttiyā;

Sāḷho cāpi kathāvatthu,

titthiyamūluposathoti.
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