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Aṅguttara Nikāya 3.71 Nummerierte Lehrreden 3.71

8. Ānandavagga 8. Das Kapitel mit Ānanda

Channasutta Mit Channa

Ekaṁ samayaṁ bhagavā sāvatthiyaṁ viharati jetavane anāthapiṇḍikassa ārāme. Einmal hielt sich der Buddha bei Sāvatthī in Jetas Wäldchen auf, dem Kloster des Anāthapiṇḍika.

Atha kho channo paribbājako yenāyasmā ānando tenupasaṅkami; upasaṅkamitvā āyasmatā ānandena saddhiṁ sammodi. Da ging der Wanderer Channa zum Ehrwürdigen Ānanda und tauschte Willkommensgrüße mit ihm aus.

Sammodanīyaṁ kathaṁ sāraṇīyaṁ vītisāretvā ekamantaṁ nisīdi. Ekamantaṁ nisinno kho channo paribbājako āyasmantaṁ ānandaṁ etadavoca: Nach der Begrüßung und dem Austausch von Höflichkeiten setzte er sich zur Seite hin und sagte zu Ānanda:

“tumhepi, āvuso ānanda, rāgassa pahānaṁ paññāpetha, dosassa pahānaṁ paññāpetha, mohassa pahānaṁ paññāpethā”ti. „Geehrter Ānanda, verfechtet ihr das Aufgeben von Gier, Hass und Täuschung?“

“Mayaṁ kho, āvuso, rāgassa pahānaṁ paññāpema, dosassa pahānaṁ paññāpema, mohassa pahānaṁ paññapemā”ti. „Das tun wir, Geehrter.“

“Kiṁ pana tumhe, āvuso, rāge ādīnavaṁ disvā rāgassa pahānaṁ paññāpetha, kiṁ dose ādīnavaṁ disvā dosassa pahānaṁ paññāpetha, kiṁ mohe ādīnavaṁ disvā mohassa pahānaṁ paññāpethā”ti? „Aber welchen Nachteil habt ihr gesehen, geehrter Ānanda, dass ihr das Aufgeben von Gier, Hass und Täuschung verfechtet?“

“Ratto kho, āvuso, rāgena abhibhūto pariyādinnacitto attabyābādhāyapi ceteti, parabyābādhāyapi ceteti, ubhayabyābādhāyapi ceteti, cetasikampi dukkhaṁ domanassaṁ paṭisaṁvedeti; „Ein gieriger Mensch, von Gier bezwungen und überwältigt, denkt daran, sich selbst zu verletzen, jemand anderen zu verletzen, beide zu verletzen. Er empfindet seelischen Schmerz und Traurigkeit.

rāge pahīne nevattabyābādhāyapi ceteti, na parabyābādhāyapi ceteti, na ubhayabyābādhāyapi ceteti, na cetasikaṁ dukkhaṁ domanassaṁ paṭisaṁvedeti. Wenn er die Gier aufgegeben hat, denkt er nicht daran, sich selbst zu verletzen, jemand anderen zu verletzen, beide zu verletzen. Er empfindet keinen seelischen Schmerz und keine Traurigkeit.

Ratto kho, āvuso, rāgena abhibhūto pariyādinnacitto kāyena duccaritaṁ carati, vācāya duccaritaṁ carati, manasā duccaritaṁ carati; Ein gieriger Mensch tut Schlechtes mit dem Körper, der Sprache und dem Geist.

rāge pahīne neva kāyena duccaritaṁ carati, na vācāya duccaritaṁ carati, na manasā duccaritaṁ carati. Wenn er die Gier aufgegeben hat, tut er nichts Schlechtes mit dem Körper, der Sprache und dem Geist.

Ratto kho, āvuso, rāgena abhibhūto pariyādinnacitto attatthampi yathābhūtaṁ nappajānāti, paratthampi yathābhūtaṁ nappajānāti, ubhayatthampi yathābhūtaṁ nappajānāti; Ein gieriger Mensch versteht nicht wahrhaftig, was gut für ihn selbst, gut für jemand anderen oder gut für beide ist.

rāge pahīne attatthampi yathābhūtaṁ pajānāti, paratthampi yathābhūtaṁ pajānāti, ubhayatthampi yathābhūtaṁ pajānāti. Wenn er die Gier aufgegeben hat, versteht er wahrhaftig, was gut für ihn selbst, gut für jemand anderen oder gut für beide ist.

Rāgo kho, āvuso, andhakaraṇo acakkhukaraṇo aññāṇakaraṇo paññānirodhiko vighātapakkhiko anibbānasaṁvattaniko. Gier macht blind und zerstört das Sehen und Erkennen. Sie blockiert die Weisheit, ist mit Qual verbunden und führt nicht zum Erlöschen.

Duṭṭho kho, āvuso, dosena …pe… Ein hasserfüllter Mensch, von Hass bezwungen und überwältigt, denkt daran, sich selbst zu verletzen, jemand anderen zu verletzen, beide zu verletzen. …

mūḷho kho, āvuso, mohena abhibhūto pariyādinnacitto attabyābādhāyapi ceteti, parabyābādhāyapi ceteti, ubhayabyābādhāyapi ceteti, cetasikampi dukkhaṁ domanassaṁ paṭisaṁvedeti; Ein Mensch, der sich täuscht, von Täuschung bezwungen und überwältigt, denkt daran, sich selbst zu verletzen, jemand anderen zu verletzen, beide zu verletzen. Er empfindet seelischen Schmerz und Traurigkeit.

mohe pahīne nevattabyābādhāyapi ceteti, na parabyābādhāyapi ceteti, na ubhayabyābādhāyapi ceteti, na cetasikaṁ dukkhaṁ domanassaṁ paṭisaṁvedeti. Wenn er die Täuschung aufgegeben hat, denkt er nicht daran, sich selbst zu verletzen, jemand anderen zu verletzen, beide zu verletzen. Er empfindet keinen seelischen Schmerz und keine Traurigkeit.

Mūḷho kho, āvuso, mohena abhibhūto pariyādinnacitto kāyena duccaritaṁ carati, vācāya duccaritaṁ carati, manasā duccaritaṁ carati; Ein Mensch, der sich täuscht, tut Schlechtes mit dem Körper, der Sprache und dem Geist.

mohe pahīne neva kāyena duccaritaṁ carati, na vācāya duccaritaṁ carati, na manasā duccaritaṁ carati. Wenn er die Täuschung aufgegeben hat, tut er nichts Schlechtes mit dem Körper, der Sprache und dem Geist.

Mūḷho kho, āvuso, mohena abhibhūto pariyādinnacitto attatthampi yathābhūtaṁ nappajānāti, paratthampi yathābhūtaṁ nappajānāti, ubhayatthampi yathābhūtaṁ nappajānāti; Ein Mensch, der sich täuscht, versteht nicht wahrhaftig, was gut für ihn selbst, gut für jemand anderen oder gut für beide ist.

mohe pahīne attatthampi yathābhūtaṁ pajānāti, paratthampi yathābhūtaṁ pajānāti, ubhayatthampi yathābhūtaṁ pajānāti. Wenn er die Täuschung aufgegeben hat, versteht er wahrhaftig, was gut für ihn selbst, gut für jemand anderen oder gut für beide ist.

Moho kho, āvuso, andhakaraṇo acakkhukaraṇo aññāṇakaraṇo paññānirodhiko vighātapakkhiko anibbānasaṁvattaniko. Täuschung macht blind und zerstört das Sehen und Erkennen. Sie blockiert die Weisheit, ist mit Qual verbunden und führt nicht zum Erlöschen.

Idaṁ kho mayaṁ, āvuso, rāge ādīnavaṁ disvā rāgassa pahānaṁ paññāpema. Das ist der Nachteil, den wir bei Gier, Hass und Täuschung gesehen haben, und deshalb verfechten wir ihr Aufgeben.“

Idaṁ dose ādīnavaṁ disvā dosassa pahānaṁ paññāpema.

Idaṁ mohe ādīnavaṁ disvā mohassa pahānaṁ paññāpemā”ti.

“Atthi panāvuso, maggo atthi paṭipadā etassa rāgassa dosassa mohassa pahānāyā”ti? „Aber, Geehrter, gibt es einen Pfad und eine Übung, um diese Gier, diesen Hass und diese Täuschung aufzugeben?“

“Atthāvuso, maggo atthi paṭipadā etassa rāgassa dosassa mohassa pahānāyā”ti. „Ja, Geehrter, es gibt einen Pfad und eine Übung, um diese Gier, diesen Hass und diese Täuschung aufzugeben.“

“Katamo panāvuso, maggo katamā paṭipadā etassa rāgassa dosassa mohassa pahānāyā”ti? „Nun, was ist es?“

“Ayameva ariyo aṭṭhaṅgiko maggo, seyyathidaṁ—„Es ist einfach dieser edle achtfache Pfad: nämlich

sammādiṭṭhi …pe… sammāsamādhi. rechte Ansicht, rechtes Denken, rechte Rede, rechtes Handeln, rechter Lebenserwerb, rechter Einsatz, rechte Achtsamkeit und rechte Versenkung.

Ayaṁ kho, āvuso, maggo ayaṁ paṭipadā etassa rāgassa dosassa mohassa pahānāyā”ti. Das ist der Pfad, das ist die Übung, um diese Gier, diesen Hass und diese Täuschung aufzugeben.“

“Bhaddako kho, āvuso, maggo bhaddikā paṭipadā etassa rāgassa dosassa mohassa pahānāya. „Das ist ein erlesener Pfad, das ist eine erlesene Übung, um diese Gier, diesen Hass und diese Täuschung aufzugeben.

Alañca panāvuso ānanda, appamādāyā”ti. Eben das reicht völlig aus, um beflissen zu sein.“

Paṭhamaṁ.
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