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Aṅguttara Nikāya 3.74 Nummerierte Lehrreden 3.74
8. Ānandavagga 8. Das Kapitel mit Ānanda
Nigaṇṭhasutta Jainas
Ekaṁ samayaṁ āyasmā ānando vesāliyaṁ viharati mahāvane kūṭāgārasālāyaṁ. Einmal hielt sich der Ehrwürdige Ānanda bei Vesālī am Großen Wald auf, in der Halle mit dem Giebeldach.
Atha kho abhayo ca licchavi paṇḍitakumārako ca licchavi yenāyasmā ānando tenupasaṅkamiṁsu; upasaṅkamitvā āyasmantaṁ ānandaṁ abhivādetvā ekamantaṁ nisīdiṁsu. Ekamantaṁ nisinno kho abhayo licchavi āyasmantaṁ ānandaṁ etadavoca: Da gingen die Licchaver Abhaya und Paṇḍitakumāra zum Ehrwürdigen Ānanda, verbeugten sich, setzten sich zur Seite hin und sagten zu ihm:
“nigaṇṭho, bhante, nāṭaputto sabbaññū sabbadassāvī aparisesaṁ ñāṇadassanaṁ paṭijānāti: „Herr, der Jaina-Asket aus dem Stamm Ñātika behauptet, allwissend und all-sehend zu sein und alles ohne Ausnahme zu erkennen und zu sehen, und zwar so:
‘carato ca me tiṭṭhato ca suttassa ca jāgarassa ca satataṁ samitaṁ ñāṇadassanaṁ paccupaṭṭhitan’ti. ‚Erkennen und Sehen sind mir ständig und fortwährend gegenwärtig, ob ich gehe, stehe, schlafe oder wache.‘
So purāṇānaṁ kammānaṁ tapasā byantībhāvaṁ paññāpeti navānaṁ kammānaṁ akaraṇā setughātaṁ. Er verficht das Vernichten alter Taten mittels inbrünstiger Bußübung und das Abbrechen der Brücke, indem man keine neuen Taten tut.
Iti kammakkhayā dukkhakkhayo, dukkhakkhayā vedanākkhayo, vedanākkhayā sabbaṁ dukkhaṁ nijjiṇṇaṁ bhavissati—So wird mit dem Auflösen der Taten das Leiden aufgelöst; mit dem Auflösen des Leidens wird Gefühl aufgelöst; und mit dem Auflösen des Gefühls wird alles Leiden abgetragen sein.
evametissā sandiṭṭhikāya nijjarāya visuddhiyā samatikkamo hoti. So geht man im jetzigen Leben durch die Läuterung mittels Abtragen über das Leiden hinaus.
Idha, bhante, bhagavā kimāhā”ti? Was, Herr, sagt der Buddha dazu?“
“Tisso kho imā, abhaya, nijjarā visuddhiyo tena bhagavatā jānatā passatā arahatā sammāsambuddhena sammadakkhātā sattānaṁ visuddhiyā sokaparidevānaṁ samatikkamāya dukkhadomanassānaṁ atthaṅgamāya ñāyassa adhigamāya nibbānassa sacchikiriyāya. „Abhaya, vom Gesegneten, der erkennt und sieht, dem Vollendeten, dem vollkommen erwachten Buddha wurden diese drei Arten der Läuterung durch Abtragen richtig erklärt: um die Wesen zu läutern, Kummer und Weinen zu überwinden, Schmerz und Traurigkeit ein Ende zu machen, das System zu entdecken und das Erlöschen zu verwirklichen.
Katamā tisso? Welche drei?
Idha, abhaya, bhikkhu sīlavā hoti …pe… samādāya sikkhati sikkhāpadesu. Da ist, Abhaya, ein Mönch sittlich, gezügelt in der Ordenssatzung, verhält sich angemessen und sucht an angemessenen Orten um Almosen nach. Er sieht die Gefahr im kleinsten Fehler und hält die Regeln ein, die er aufgenommen hat.
So navañca kammaṁ na karoti, purāṇañca kammaṁ phussa phussa byantīkaroti. Er verübt keine neuen Taten und tilgt alte Taten, indem er nach und nach ihr Ergebnis erfährt.
Sandiṭṭhikā nijjarā akālikā ehipassikā opaneyyikā paccattaṁ veditabbā viññūhīti. Dieses Abtragen ist im jetzigen Leben ersichtlich, unmittelbar wirksam, lädt zum Überprüfen ein, ist zielführend, sodass vernünftige Menschen es selbst erkennen können.
Sa kho so, abhaya, bhikkhu evaṁ sīlasampanno vivicceva kāmehi …pe… catutthaṁ jhānaṁ upasampajja viharati. Dann tritt da ein Mönch, der das sittliche Verhalten vervollkommnet hat, ganz abgeschieden von den Sinnenfreuden, abgeschieden von untauglichen Eigenschaften, in die erste Vertiefung ein und verweilt darin … in die zweite Vertiefung … in die dritte Vertiefung … in die vierte Vertiefung.
So navañca kammaṁ na karoti, purāṇañca kammaṁ phussa phussa byantīkaroti. Er verübt keine neuen Taten und tilgt alte Taten, indem er nach und nach ihr Ergebnis erfährt.
Sandiṭṭhikā nijjarā akālikā ehipassikā opaneyyikā paccattaṁ veditabbā viññūhīti. Dieses Abtragen ist im jetzigen Leben ersichtlich, unmittelbar wirksam, lädt zum Überprüfen ein, ist zielführend, sodass vernünftige Menschen es selbst erkennen können.
Sa kho so, abhaya, bhikkhu evaṁ samādhisampanno āsavānaṁ khayā anāsavaṁ cetovimuttiṁ paññāvimuttiṁ diṭṭheva dhamme sayaṁ abhiññā sacchikatvā upasampajja viharati. Dann erlangt da ein Mönch, der die Versenkung vervollkommnet hat, mit der Auflösung der Befleckungen in eben diesem Leben die fleckenlose Freiheit des Herzens, die fleckenlose Freiheit durch Weisheit, erkennt sie durch eigene Einsicht und lebt darin.
So navañca kammaṁ na karoti, purāṇañca kammaṁ phussa phussa byantīkaroti. Er verübt keine neuen Taten und tilgt alte Taten, indem er nach und nach ihr Ergebnis erfährt.
Sandiṭṭhikā nijjarā akālikā ehipassikā opaneyyikā paccattaṁ veditabbā viññūhīti. Dieses Abtragen ist im jetzigen Leben ersichtlich, unmittelbar wirksam, lädt zum Überprüfen ein, ist zielführend, sodass vernünftige Menschen es selbst erkennen können.
Imā kho, abhaya, tisso nijjarā visuddhiyo tena bhagavatā jānatā passatā arahatā sammāsambuddhena sammadakkhātā sattānaṁ visuddhiyā sokaparidevānaṁ samatikkamāya dukkhadomanassānaṁ atthaṅgamāya ñāyassa adhigamāya nibbānassa sacchikiriyāyā”ti. Das sind die drei Arten der Läuterung durch Abtragen, die vom Buddha richtig erklärt wurden: um die Wesen zu läutern, Kummer und Weinen zu überwinden, Schmerz und Traurigkeit ein Ende zu machen, das System zu entdecken und das Erlöschen zu verwirklichen.“
Evaṁ vutte, paṇḍitakumārako licchavi abhayaṁ licchaviṁ etadavoca: Darauf sagte Paṇḍitakumāra zu Abhaya:
“kiṁ pana tvaṁ, samma abhaya, āyasmato ānandassa subhāsitaṁ subhāsitato nābbhanumodasī”ti? „Lieber Abhaya, gibt es in dem, was Ānanda so gut gesagt hat, irgendetwas, dem du nicht zustimmen würdest?“
“Kyāhaṁ, samma paṇḍitakumāraka, āyasmato ānandassa subhāsitaṁ subhāsitato nābbhanumodissāmi. „Wie könnte ich dem, was Ānanda so gut gesagt hat, nicht zustimmen?
Muddhāpi tassa vipateyya yo āyasmato ānandassa subhāsitaṁ subhāsitato nābbhanumodeyyā”ti. Jedem, der dem nicht zustimmen würde, müsste der Kopf zerspringen!“
Catutthaṁ.