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Aṅguttara Nikāya 3.123 Nummerierte Lehrreden 3.123

13. Kusināravagga 13. Das Kapitel in Kusinārā

Kusinārasutta In Kusinārā

Ekaṁ samayaṁ bhagavā kusinārāyaṁ viharati baliharaṇe vanasaṇḍe. Einmal hielt sich der Buddha bei Kusinārā auf, im Opferwald.

Tatra kho bhagavā bhikkhū āmantesi: Da wandte sich der Buddha an die Mönche und Nonnen:

“bhikkhavo”ti. „Mönche und Nonnen!“

“Bhadante”ti te bhikkhū bhagavato paccassosuṁ. „Ehrwürdiger Herr“, antworteten sie.

Bhagavā etadavoca: Der Buddha sagte:

“Idha, bhikkhave, bhikkhu aññataraṁ gāmaṁ vā nigamaṁ vā upanissāya viharati. „Mönche und Nonnen, nehmen wir einen Mönch, der von einem Dorf oder einer Stadt unterhalten wird.

Tamenaṁ gahapati vā gahapatiputto vā upasaṅkamitvā svātanāya bhattena nimanteti. Ein Hausbesitzer oder das Kind eines Hausbesitzers begibt sich zu ihm und lädt ihn für den nächsten Tag zum Essen ein.

Ākaṅkhamāno, bhikkhave, bhikkhu adhivāseti. Wenn er will, nimmt der Mönch das an.

So tassā rattiyā accayena pubbaṇhasamayaṁ nivāsetvā pattacīvaramādāya yena tassa gahapatissa vā gahapatiputtassa vā nivesanaṁ tenupasaṅkamati; upasaṅkamitvā paññatte āsane nisīdati. Wenn die Nacht vorüber ist, kleidet er sich am Morgen an, nimmt Schale und Robe, begibt sich zum Haus dieses Hausbesitzers und setzt sich auf den ausgebreiteten Sitz.

Tamenaṁ so gahapati vā gahapatiputto vā paṇītena khādanīyena bhojanīyena sahatthā santappeti sampavāreti. Der Hausbesitzer oder sein Kind bewirten und bedienen ihn eigenhändig mit köstlichen frischen und gekochten Speisen.

Tassa evaṁ hoti: Es kommt ihm in den Sinn:

‘sādhu vata myāyaṁ gahapati vā gahapatiputto vā paṇītena khādanīyena bhojanīyena sahatthā santappeti sampavāretī’ti. ‚Es ist so gut, dass dieser Hausbesitzer mich mit köstlichen frischen und gekochten Speisen bewirtet.‘

Evampissa hoti: Dann denkt er:

‘aho vata māyaṁ gahapati vā gahapatiputto vā āyatimpi evarūpena paṇītena khādanīyena bhojanīyena sahatthā santappeyya sampavāreyyā’ti. ‚Ich hoffe wirklich, dieser Hausbesitzer wird mich auch in Zukunft mit köstlichen frischen und gekochten Speisen bewirten.‘

So taṁ piṇḍapātaṁ gathito mucchito ajjhosanno anādīnavadassāvī anissaraṇapañño paribhuñjati. Er genießt diese Speise gebunden, betört, anhänglich, blind für die Nachteile und ohne das Entrinnen zu verstehen.

So tattha kāmavitakkampi vitakketi, byāpādavitakkampi vitakketi, vihiṁsāvitakkampi vitakketi. Er denkt daran mit sinnlichen, böswilligen oder grausamen Gedanken.

Evarūpassāhaṁ, bhikkhave, bhikkhuno dinnaṁ na mahapphalanti vadāmi. Eine Gabe an einen solchen Mönch ist nicht sehr fruchtbar, sage ich.

Taṁ kissa hetu? Warum ist das so?

Pamatto hi, bhikkhave, bhikkhu viharati. Weil dieser Mönch nachlässig ist.

Idha pana, bhikkhave, bhikkhu aññataraṁ gāmaṁ vā nigamaṁ vā upanissāya viharati. Nehmen wir einen anderen Mönch, der von einem Dorf oder einer Stadt unterhalten wird.

Tamenaṁ gahapati vā gahapatiputto vā upasaṅkamitvā svātanāya bhattena nimanteti. Ein Hausbesitzer oder das Kind eines Hausbesitzers begibt sich zu ihm und lädt ihn für den nächsten Tag zum Essen ein.

Ākaṅkhamāno, bhikkhave, bhikkhu adhivāseti. Wenn er will, nimmt der Mönch das an.

So tassā rattiyā accayena pubbaṇhasamayaṁ nivāsetvā pattacīvaramādāya yena tassa gahapatissa vā gahapatiputtassa vā nivesanaṁ tenupasaṅkamati; upasaṅkamitvā paññatte āsane nisīdati. Wenn die Nacht vorüber ist, kleidet er sich am Morgen an, nimmt Schale und Robe, begibt sich zum Haus dieses Hausbesitzers und setzt sich auf den ausgebreiteten Sitz.

Tamenaṁ so gahapati vā gahapatiputto vā paṇītena khādanīyena bhojanīyena sahatthā santappeti sampavāreti. Der Hausbesitzer oder sein Kind bewirten und bedienen ihn eigenhändig mit köstlichen frischen und gekochten Speisen.

Tassa na evaṁ hoti: Es kommt ihm nicht in den Sinn:

‘sādhu vata myāyaṁ gahapati vā gahapatiputto vā paṇītena khādanīyena bhojanīyena sahatthā santappeti sampavāretī’ti. ‚Es ist so gut, dass dieser Hausbesitzer mich mit köstlichen frischen und gekochten Speisen bewirtet.‘

Evampissa na hoti: Und er denkt nicht:

‘aho vata māyaṁ gahapati vā gahapatiputto vā āyatimpi evarūpena paṇītena khādanīyena bhojanīyena sahatthā santappeyya sampavāreyyā’ti. ‚Ich hoffe wirklich, dieser Hausbesitzer wird mich auch in Zukunft mit köstlichen frischen und gekochten Speisen bewirten.‘

So taṁ piṇḍapātaṁ agathito amucchito anajjhosanno ādīnavadassāvī nissaraṇapañño paribhuñjati. Er genießt diese Speise ungebunden, nicht betört, nicht anhänglich, er sieht die Nachteile und versteht das Entrinnen.

So tattha nekkhammavitakkampi vitakketi, abyāpādavitakkampi vitakketi, avihiṁsāvitakkampi vitakketi. Er denkt daran mit entsagenden, wohlwollenden und mildherzigen Gedanken.

Evarūpassāhaṁ, bhikkhave, bhikkhuno dinnaṁ mahapphalanti vadāmi. Eine Gabe an einen solchen Mönch ist sehr fruchtbar, sage ich.

Taṁ kissa hetu? Warum ist das so?

Appamatto hi, bhikkhave, bhikkhu viharatī”ti. Weil dieser Mönch beflissen ist.“

Paṭhamaṁ.
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