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Aṅguttara Nikāya 4.5 Nummerierte Lehrreden 4.5
1. Bhaṇḍagāmavagga 1. Das Kapitel bei Warendorf
Anusotasutta Mit dem Strom
“Cattārome, bhikkhave, puggalā santo saṁvijjamānā lokasmiṁ. „Diese vier Menschen findet man in der Welt.
Katame cattāro? Welche vier?
Anusotagāmī puggalo, paṭisotagāmī puggalo, ṭhitatto puggalo, tiṇṇo pāraṅgato thale tiṭṭhati brāhmaṇo. Einen Menschen, der mit dem Strom schwimmt; einen Menschen, der gegen den Strom schwimmt; einen standhaften Menschen; und einen Brahmanen, der hinübergelangt und darüber hinausgegangen ist und auf festem Boden steht.
Katamo ca, bhikkhave, anusotagāmī puggalo? Und wer ist der Mensch, der mit dem Strom schwimmt?
Idha, bhikkhave, ekacco puggalo kāme ca paṭisevati, pāpañca kammaṁ karoti. Da lässt sich ein gewisser Mensch auf Sinnenfreuden ein und tut Schlechtes.
Ayaṁ vuccati, bhikkhave, anusotagāmī puggalo. Das nennt man einen Menschen, der mit dem Strom schwimmt.
Katamo ca, bhikkhave, paṭisotagāmī puggalo? Und wer ist der Mensch, der gegen den Strom schwimmt?
Idha, bhikkhave, ekacco puggalo kāme ca nappaṭisevati, pāpañca kammaṁ na karoti, sahāpi dukkhena sahāpi domanassena assumukhopi rudamāno paripuṇṇaṁ parisuddhaṁ brahmacariyaṁ carati. Da lässt sich ein gewisser Mensch nicht auf Sinnenfreuden ein oder tut Schlechtes. Er führt das vollkommene und reine geistliche Leben mit Schmerz und Traurigkeit, weinend, mit tränenüberströmtem Gesicht.
Ayaṁ vuccati, bhikkhave, paṭisotagāmī puggalo. Das nennt man einen Menschen, der gegen den Strom schwimmt.
Katamo ca, bhikkhave, ṭhitatto puggalo? Und wer ist der standhafte Mensch?
Idha, bhikkhave, ekacco puggalo pañcannaṁ orambhāgiyānaṁ saṁyojanānaṁ parikkhayā opapātiko hoti, tattha parinibbāyī, anāvattidhammo tasmā lokā. Da wird ein gewisser Mensch mit dem Auflösen der fünf niederen Fesseln durch unmittelbares Erscheinen wiedergeboren. Er erlischt dort und muss von jener Welt nicht zurückkehren.
Ayaṁ vuccati, bhikkhave, ṭhitatto puggalo. Das nennt man einen standhaften Menschen.
Katamo ca, bhikkhave, puggalo tiṇṇo pāraṅgato thale tiṭṭhati brāhmaṇo? Und wer ist der Brahmane, der hinübergelangt und darüber hinausgegangen ist und auf festem Boden steht?
Idha, bhikkhave, ekacco puggalo āsavānaṁ khayā anāsavaṁ cetovimuttiṁ paññāvimuttiṁ diṭṭheva dhamme sayaṁ abhiññā sacchikatvā upasampajja viharati. Da erlangt ein gewisser Mensch mit der Auflösung der Befleckungen in eben diesem Leben die fleckenlose Freiheit des Herzens, die fleckenlose Freiheit durch Weisheit, erkennt sie durch eigene Einsicht und lebt darin.
Ayaṁ vuccati, bhikkhave, puggalo tiṇṇo pāraṅgato thale tiṭṭhati brāhmaṇo. Das nennt man einen Brahmanen, der hinübergelangt und darüber hinausgegangen ist und auf festem Boden steht.
Ime kho, bhikkhave, cattāro puggalā santo saṁvijjamānā lokasminti. Das sind die vier Menschen, die man in der Welt findet.
Ye keci kāmesu asaññatā janā, All die Menschen mit ungezügelten Sinnen,
Avītarāgā idha kāmabhogino; nicht frei von Wollust, die in diesem Leben Sinnenfreuden genießen:
Punappunaṁ jātijarūpagāmi te, wieder und wieder kommen sie zurück zu Geburt und Alter;
Taṇhādhipannā anusotagāmino. die mit dem Strom schwimmen sind in Verlangen versunken.
Tasmā hi dhīro idhupaṭṭhitassatī, Daher lässt sich der Bedächtige, fest in der Achtsamkeit, in diesem Leben
Kāme ca pāpe ca asevamāno; nicht auf Sinnenfreuden und schlechte Taten ein.
Sahāpi dukkhena jaheyya kāme, Unter Schmerzen gibt er Sinnenfreuden auf:
Paṭisotagāmīti tamāhu puggalaṁ. Diesen Menschen nennt man ‚einen, der gegen den Strom schwimmt‘.
Yo ve kilesāni pahāya pañca, Wer fünf Verunreinigungen aufgegeben hat,
Paripuṇṇasekho aparihānadhammo; vollkommen in der Schulung, der nicht verkümmern muss,
Cetovasippatto samāhitindriyo, den Geist gemeistert, die Sinne im Samādhi versunken,
Sa ve ṭhitattoti naro pavuccati. das nennt man ‚einen standhaften Menschen‘.
Paroparā yassa samecca dhammā, Der Abgeklärte, der alle Dinge in ihren Höhen und Tiefen erfasst hat,
Vidhūpitā atthagatā na santi; der sie beseitigt und beendet hat, sodass sie nicht mehr sind;
Sa ve muni vusitabrahmacariyo, das geistliche Leben hat er erfüllt,
Lokantagū pāragatoti vuccatī”ti. zum Ende der Welt ist er gelangt: Man nennt ihn ‚einen, der darüber hinausgegangen ist‘.“
Pañcamaṁ.