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Aṅguttara Nikāya 4.45 Nummerierte Lehrreden 4.45
5. Rohitassavagga 5. Das Kapitel mit Rohitassa
Rohitassasutta Mit Rohitassa
Ekaṁ samayaṁ bhagavā sāvatthiyaṁ viharati jetavane anāthapiṇḍikassa ārāme. Einmal hielt sich der Buddha bei Sāvatthī in Jetas Wäldchen auf, dem Kloster des Anāthapiṇḍika.
Atha kho rohitasso devaputto abhikkantāya rattiyā abhikkantavaṇṇo kevalakappaṁ jetavanaṁ obhāsetvā yena bhagavā tenupasaṅkami; upasaṅkamitvā bhagavantaṁ abhivādetvā ekamantaṁ aṭṭhāsi. Ekamantaṁ ṭhito kho rohitasso devaputto bhagavantaṁ etadavoca: Da kam spät in der Nacht der Gott Rohitassa, der mit seiner wunderbaren Schönheit Jetas Wäldchen weithin erhellte, zum Buddha, verbeugte sich, stellte sich zur Seite hin und sagte zu ihm:
“Yattha nu kho, bhante, na jāyati na jīyati na mīyati na cavati na upapajjati, sakkā nu kho so, bhante, gamanena lokassa anto ñātuṁ vā daṭṭhuṁ vā pāpuṇituṁ vā”ti? „Herr, ist es möglich, das Ende der Welt zu erkennen oder zu sehen oder zu erreichen, indem man zu einem Ort geht, an dem es kein Geborenwerden, kein Altern, kein Sterben, kein Verscheiden und kein Wiedergeborenwerden gibt?“
“Yattha kho, āvuso, na jāyati na jīyati na mīyati na cavati na upapajjati, nāhaṁ taṁ gamanena lokassa antaṁ ñāteyyaṁ daṭṭheyyaṁ patteyyanti vadāmī”ti. „Geehrter, ich sage, es ist nicht möglich, das Ende der Welt zu erkennen oder zu sehen oder zu erreichen, indem man zu einem Ort geht, an dem es kein Geborenwerden, kein Altern, kein Sterben, kein Verscheiden und kein Wiedergeborenwerden gibt.“
“Acchariyaṁ, bhante, abbhutaṁ, bhante. „Es ist unglaublich, Herr, es ist erstaunlich,
Yāva subhāsitamidaṁ, bhante, bhagavatā: wie treffend der Buddha das gesagt hat.
‘yattha kho, āvuso, na jāyati na jīyati na mīyati na cavati na upapajjati, nāhaṁ taṁ gamanena lokassa antaṁ ñāteyyaṁ daṭṭheyyaṁ patteyyanti vadāmī’”ti.
“Bhūtapubbāhaṁ, bhante, rohitasso nāma isi ahosiṁ bhojaputto iddhimā vehāsaṅgamo. Es war einmal eine Zeit, da war ich ein Seher mit Namen Rohitassa aus dem Bhoja-Volk. Ich war ein Himmelswanderer, der übersinnliche Kraft besaß.
Tassa mayhaṁ, bhante, evarūpo javo ahosi, seyyathāpi nāma daḷhadhammā dhanuggaho sikkhito katahattho katūpāsano lahukena asanena appakasirena tiriyaṁ tālacchāyaṁ atipāteyya. Ich war so schnell wie ein leichter Pfeil, der von einem wohlgeübten erfahrenen Bogenschützen mit einem kräftigen Bogen mühelos durch den Schatten einer Palme geschossen wird.
Tassa mayhaṁ, bhante, evarūpo padavītihāro ahosi, seyyathāpi nāma puratthimā samuddā pacchimo samuddo. Mein Schritt reichte vom östlichen bis zum westlichen Meer.
Tassa mayhaṁ, bhante, evarūpena javena samannāgatassa evarūpena ca padavītihārena evarūpaṁ icchāgataṁ uppajji: Da ich solche Geschwindigkeit und einen solchen Schritt besaß, kam mir der Wunsch:
‘ahaṁ gamanena lokassa antaṁ pāpuṇissāmī’ti. ‚Ich will durch Gehen das Ende der Welt erreichen.‘
So kho ahaṁ, bhante, aññatreva asitapītakhāyitasāyitā aññatra uccārapassāvakammā aññatra niddākilamathapaṭivinodanā vassasatāyuko vassasatajīvī vassasataṁ gantvā appatvāva lokassa antaṁ antarāyeva kālaṅkato. Ich ging mein ganzes Leben lang – hundert Jahre – und hielt nur an, um zu essen, zu trinken, Stuhl und Urin zu entleeren und genug zu schlafen, um die Müdigkeit zu vertreiben. Und ich starb doch auf dem Weg, ohne je ans Ende der Welt zu kommen.
Acchariyaṁ, bhante, abbhutaṁ, bhante. Es ist unglaublich, Herr, es ist erstaunlich,
Yāva subhāsitamidaṁ, bhante, bhagavatā: wie treffend der Buddha das gesagt hat.“
‘yattha kho, āvuso, na jāyati na jīyati na mīyati na cavati na upapajjati, nāhaṁ taṁ gamanena lokassa antaṁ ñāteyyaṁ daṭṭheyyaṁ patteyyanti vadāmī’”ti.
“‘Yattha kho, āvuso, na jāyati na jīyati na mīyati na cavati na upapajjati, nāhaṁ taṁ gamanena lokassa antaṁ ñāteyyaṁ daṭṭheyyaṁ patteyyan’ti vadāmi. „Geehrter, ich sage, es ist nicht möglich, das Ende der Welt zu erkennen oder zu sehen oder zu erreichen, indem man zu einem Ort geht, an dem es kein Geborenwerden, kein Altern, kein Sterben, kein Verscheiden und kein Wiedergeborenwerden gibt.
Na cāhaṁ, āvuso, appatvāva lokassa antaṁ dukkhassa antakiriyaṁ vadāmi. Doch ich sage auch, dass es nicht möglich ist, dem Leiden ein Ende zu machen, ohne ans Ende der Welt zu gelangen.
Api cāhaṁ, āvuso, imasmiṁyeva byāmamatte kaḷevare sasaññimhi samanake lokañca paññāpemi lokasamudayañca lokanirodhañca lokanirodhagāminiñca paṭipadanti. Denn in diesem klaftergroßen Kadaver mit Wahrnehmung und Bewusstsein beschreibe ich die Welt, den Ursprung der Welt, das Aufhören der Welt und den Weg, der zum Aufhören der Welt führt.
Gamanena na pattabbo, Durch Gehen kann man niemals
lokassanto kudācanaṁ; ans Ende der Welt gelangen.
Na ca appatvā lokantaṁ, Doch ohne ans Ende der Welt zu gelangen,
dukkhā atthi pamocanaṁ. gibt es keine Befreiung vom Leiden.
Tasmā have lokavidū sumedho, Daher hat ein verständiger Mensch, der die Welt kennt,
Lokantagū vusitabrahmacariyo; das geistliche Leben erfüllt, ist ans Ende der Welt gelangt.
Lokassa antaṁ samitāvi ñatvā, Ein Beruhigter, der das Ende der Welt kennt,
Nāsīsatī lokamimaṁ parañcā”ti. hofft weder auf diese noch auf jene Welt.“
Pañcamaṁ.