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Aṅguttara Nikāya 5.23 Nummerierte Lehrreden 5.23
3. Pañcaṅgikavagga 3. Das Kapitel über fünf Faktoren
Upakkilesasutta Verunreinigungen
“Pañcime, bhikkhave, jātarūpassa upakkilesā, yehi upakkilesehi upakkiliṭṭhaṁ jātarūpaṁ na ceva mudu hoti na ca kammaniyaṁ na ca pabhassaraṁ pabhaṅgu ca na ca sammā upeti kammāya. „Mönche und Nonnen, beim Rohgold gibt es fünf Verunreinigungen. Wenn Rohgold davon verunreinigt ist, ist es nicht geschmeidig, brauchbar und strahlend, sondern brüchig und nicht richtig bereit zur Verarbeitung.
Katame pañca? Welche fünf Verunreinigungen?
Ayo, lohaṁ, tipu, sīsaṁ, sajjhaṁ—Eisen, Kupfer, Zinn, Blei und Silber.
ime kho, bhikkhave, pañca jātarūpassa upakkilesā, yehi upakkilesehi upakkiliṭṭhaṁ jātarūpaṁ na ceva mudu hoti na ca kammaniyaṁ na ca pabhassaraṁ pabhaṅgu ca na ca sammā upeti kammāya. Wenn Rohgold davon verunreinigt ist, ist es nicht geschmeidig, brauchbar und strahlend, sondern brüchig und nicht richtig bereit zur Verarbeitung.
Yato ca kho, bhikkhave, jātarūpaṁ imehi pañcahi upakkilesehi vimuttaṁ hoti, taṁ hoti jātarūpaṁ mudu ca kammaniyañca pabhassarañca na ca pabhaṅgu sammā upeti kammāya. Doch wenn Rohgold frei von diesen fünf Verunreinigungen ist, wird es geschmeidig, brauchbar und strahlend, ist nicht brüchig und ist bereit zur Verarbeitung.
Yassā yassā ca piḷandhanavikatiyā ākaṅkhati—yadi muddikāya yadi kuṇḍalāya yadi gīveyyakāya yadi suvaṇṇamālāya—tañcassa atthaṁ anubhoti. Dann gelingt es dem Goldschmied, jedes beliebige Schmuckstück daraus herzustellen, sei es ein Armband, einen Ohrring, ein Halsband oder einen goldenen Kranz.
Evamevaṁ kho, bhikkhave, pañcime cittassa upakkilesā, yehi upakkilesehi upakkiliṭṭhaṁ cittaṁ na ceva mudu hoti na ca kammaniyaṁ na ca pabhassaraṁ pabhaṅgu ca na ca sammā samādhiyati āsavānaṁ khayāya. Ebenso gibt es fünf Verunreinigungen des Geistes. Wenn der Geist davon verunreinigt ist, ist er nicht geschmeidig, brauchbar und strahlend. Er ist brüchig und nicht richtig im Samādhi versunken, in dem die Befleckungen aufgelöst werden.
Katame pañca? Welche fünf?
Kāmacchando, byāpādo, thinamiddhaṁ, uddhaccakukkuccaṁ, vicikicchā—Sinnliches Begehren, böser Wille, Dumpfheit und Benommenheit, Rastlosigkeit und Reue sowie Zweifel.
ime kho, bhikkhave, pañca cittassa upakkilesā yehi upakkilesehi upakkiliṭṭhaṁ cittaṁ na ceva mudu hoti na ca kammaniyaṁ na ca pabhassaraṁ pabhaṅgu ca na ca sammā samādhiyati āsavānaṁ khayāya. Das sind die fünf Verunreinigungen des Geistes. Wenn der Geist davon verunreinigt ist, ist er nicht geschmeidig, brauchbar und strahlend. Er ist brüchig und nicht richtig im Samādhi versunken, in dem die Befleckungen aufgelöst werden.
Yato ca kho, bhikkhave, cittaṁ imehi pañcahi upakkilesehi vimuttaṁ hoti, taṁ hoti cittaṁ mudu ca kammaniyañca pabhassarañca na ca pabhaṅgu sammā samādhiyati āsavānaṁ khayāya. Doch wenn der Geist frei von diesen fünf Verunreinigungen ist, ist er geschmeidig, brauchbar und strahlend. Er ist nicht brüchig und ist richtig im Samādhi versunken, in dem die Befleckungen aufgelöst werden.
Yassa yassa ca abhiññāsacchikaraṇīyassa dhammassa cittaṁ abhininnāmeti abhiññāsacchikiriyāya tatra tatreva sakkhibhabbataṁ pāpuṇāti sati sati āyatane. Man streckt den Geist aus, um jedes einzelne Ding durch Einsicht zu verwirklichen, das durch Einsicht verwirklicht werden kann; und man ist in der Lage, all diese Dinge zu verwirklichen, da jedes einzelne innerhalb der Reichweite ist.
So sace ākaṅkhati: ‘anekavihitaṁ iddhividhaṁ paccanubhaveyyaṁ—ekopi hutvā bahudhā assaṁ, bahudhāpi hutvā eko assaṁ; āvibhāvaṁ, tirobhāvaṁ; tirokuṭṭaṁ tiropākāraṁ tiropabbataṁ asajjamāno gaccheyyaṁ, seyyathāpi ākāse; pathaviyāpi ummujjanimujjaṁ kareyyaṁ, seyyathāpi udake; udakepi abhijjamāno gaccheyyaṁ, seyyathāpi pathaviyaṁ; ākāsepi pallaṅkena kameyyaṁ, seyyathāpi pakkhī sakuṇo; imepi candimasūriye evaṁmahiddhike evaṁmahānubhāve pāṇinā parimaseyyaṁ parimajjeyyaṁ yāva brahmalokāpi kāyena vasaṁ vatteyyan’ti, Wenn man wünscht: ‚Dass ich doch die vielen Arten übersinnlicher Kraft ausüben könnte: mich vervielfältigen und wieder eins werden; erscheinen und verschwinden; ungehindert durch eine Mauer, einen Erdwall oder einen Berg gehen wie durch leeren Raum; in die Erde eintauchen und wieder auftauchen, als wäre sie Wasser; über das Wasser gehen, als wäre es Land; mit gekreuzten Beinen durch die Luft fliegen wie ein Vogel; Sonne und Mond, so mächtig und gewaltig, mit der Hand berühren und streicheln; meinen Körper beherrschen bis hin zur Brahmāwelt‘ –
tatra tatreva sakkhibhabbataṁ pāpuṇāti sati sati āyatane. wenn man das wünscht, so ist man in der Lage, diese Dinge zu verwirklichen, da jedes einzelne innerhalb der Reichweite ist.
So sace ākaṅkhati: ‘dibbāya sotadhātuyā visuddhāya atikkantamānusikāya ubho sadde suṇeyyaṁ—dibbe ca mānuse ca ye dūre santike cā’ti, Wenn man wünscht: ‚Dass ich doch mit geläuterter und übermenschlicher Hellhörigkeit beide Arten von Tönen hören könnte, himmlische und menschliche, ob nah oder fern‘ –
tatra tatreva sakkhibhabbataṁ pāpuṇāti sati sati āyatane. wenn man das wünscht, so ist man in der Lage, diese Dinge zu verwirklichen, da jedes einzelne innerhalb der Reichweite ist.
So sace ākaṅkhati: ‘parasattānaṁ parapuggalānaṁ cetasā ceto paricca pajāneyyaṁ—Wenn man wünscht: ‚Dass ich doch den Geist anderer Wesen und Menschen verstehen könnte, indem ich ihn mit meinem Geist erfasse:
sarāgaṁ vā cittaṁ sarāgaṁ cittanti pajāneyyaṁ, Dass ich einen gierigen Geist als „gierigen Geist“ erkennen könnte,
vītarāgaṁ vā cittaṁ vītarāgaṁ cittanti pajāneyyaṁ, einen von Gier freien Geist als „von Gier freien Geist“,
sadosaṁ vā cittaṁ sadosaṁ cittanti pajāneyyaṁ, einen hasserfüllten Geist als „hasserfüllten Geist“,
vītadosaṁ vā cittaṁ vītadosaṁ cittanti pajāneyyaṁ, einen von Hass freien Geist als „von Hass freien Geist“,
samohaṁ vā cittaṁ samohaṁ cittanti pajāneyyaṁ, einen Geist, der sich täuscht, als „Geist, der sich täuscht“,
vītamohaṁ vā cittaṁ vītamohaṁ cittanti pajāneyyaṁ, einen von Täuschung freien Geist als „von Täuschung freien Geist“,
saṅkhittaṁ vā cittaṁ saṅkhittaṁ cittanti pajāneyyaṁ, einen eingeengten Geist als „eingeengten Geist“,
vikkhittaṁ vā cittaṁ vikkhittaṁ cittanti pajāneyyaṁ, einen zerstreuten Geist als „zerstreuten Geist“,
mahaggataṁ vā cittaṁ mahaggataṁ cittanti pajāneyyaṁ, einen ausgedehnten Geist als „ausgedehnten Geist“,
amahaggataṁ vā cittaṁ amahaggataṁ cittanti pajāneyyaṁ, einen nicht ausgedehnten Geist als „nicht ausgedehnten Geist“,
sauttaraṁ vā cittaṁ sauttaraṁ cittanti pajāneyyaṁ, einen Geist, der nicht unübertrefflich ist, als „Geist, der nicht unübertrefflich ist“,
anuttaraṁ vā cittaṁ anuttaraṁ cittanti pajāneyyaṁ, einen unübertrefflichen Geist als „unübertrefflichen Geist“,
samāhitaṁ vā cittaṁ samāhitaṁ cittanti pajāneyyaṁ, einen im Samādhi versunkenen Geist als „im Samādhi versunkenen Geist“,
asamāhitaṁ vā cittaṁ asamāhitaṁ cittanti pajāneyyaṁ, einen nicht im Samādhi versunkenen Geist als „nicht im Samādhi versunkenen Geist“,
vimuttaṁ vā cittaṁ vimuttaṁ cittanti pajāneyyaṁ, einen befreiten Geist als „befreiten Geist“
avimuttaṁ vā cittaṁ avimuttaṁ cittanti pajāneyyan’ti, und einen nicht befreiten Geist als „nicht befreiten Geist“‘ –
tatra tatreva sakkhibhabbataṁ pāpuṇāti sati sati āyatane. wenn man das wünscht, so ist man in der Lage, diese Dinge zu verwirklichen, da jedes einzelne innerhalb der Reichweite ist.
So sace ākaṅkhati: ‘anekavihitaṁ pubbenivāsaṁ anussareyyaṁ, seyyathidaṁ—ekampi jātiṁ dvepi jātiyo tissopi jātiyo catassopi jātiyo pañcapi jātiyo dasapi jātiyo vīsampi jātiyo tiṁsampi jātiyo cattārīsampi jātiyo paññāsampi jātiyo jātisatampi jātisahassampi jātisatasahassampi anekepi saṁvaṭṭakappe anekepi vivaṭṭakappe anekepi saṁvaṭṭavivaṭṭakappe—amutrāsiṁ evaṁnāmo evaṅgotto evaṁvaṇṇo evamāhāro evaṁsukhadukkhappaṭisaṁvedī evamāyupariyanto, so tato cuto amutra udapādiṁ; tatrāpāsiṁ evaṁnāmo evaṅgotto evaṁvaṇṇo evamāhāro evaṁsukhadukkhappaṭisaṁvedī evamāyupariyanto, so tato cuto idhūpapannoti, iti sākāraṁ sauddesaṁ anekavihitaṁ pubbenivāsaṁ anussareyyan’ti, Wenn man wünscht: ‚Dass ich mich doch an viele Arten früherer Leben erinnern könnte, das heißt: eine Wiedergeburt, zwei Wiedergeburten, drei, vier, fünf, zehn, zwanzig, dreißig, vierzig, fünfzig, hundert, tausend, hunderttausend Wiedergeburten; viele Äonen des Zusammenziehens der Welt, viele Äonen des Ausdehnens der Welt, viele Äonen des Zusammenziehens und Ausdehnens der Welt; „Dort hatte ich diesen Namen, gehörte zu jenem Stamm, sah so aus, und das war meine Speise. So erlebte ich Glück und Schmerz, und so ging mein Leben zu Ende. Als ich von jenem Ort verschied, wurde ich woanders wiedergeboren. Und dort hatte ich diesen Namen, gehörte zu jenem Stamm, sah so aus, und das war meine Speise. So erlebte ich Glück und Schmerz, und so ging mein Leben zu Ende. Als ich von jenem Ort verschied, wurde ich hier wiedergeboren“; dass ich mich so an viele Arten früherer Leben mit den Merkmalen und Einzelheiten erinnern könnte‘ –
tatra tatreva sakkhibhabbataṁ pāpuṇāti sati sati āyatane. wenn man das wünscht, so ist man in der Lage, diese Dinge zu verwirklichen, da jedes einzelne innerhalb der Reichweite ist.
So sace ākaṅkhati: ‘dibbena cakkhunā visuddhena atikkantamānusakena satte passeyyaṁ cavamāne upapajjamāne hīne paṇīte suvaṇṇe dubbaṇṇe, sugate duggate yathākammūpage satte pajāneyyaṁ—ime vata bhonto sattā kāyaduccaritena samannāgatā vacīduccaritena samannāgatā manoduccaritena samannāgatā ariyānaṁ upavādakā micchādiṭṭhikā micchādiṭṭhikammasamādānā, te kāyassa bhedā paraṁ maraṇā apāyaṁ duggatiṁ vinipātaṁ nirayaṁ upapannā; ime vā pana bhonto sattā kāyasucaritena samannāgatā vacīsucaritena samannāgatā manosucaritena samannāgatā ariyānaṁ anupavādakā sammādiṭṭhikā sammādiṭṭhikammasamādānā, te kāyassa bhedā paraṁ maraṇā sugatiṁ saggaṁ lokaṁ upapannāti, iti dibbena cakkhunā visuddhena atikkantamānusakena satte passeyyaṁ cavamāne upapajjamāne hīne paṇīte suvaṇṇe dubbaṇṇe, sugate duggate yathākammūpage satte pajāneyyan’ti, Wenn man wünscht: ‚Dass ich doch mit geläuterter und übermenschlicher Hellsichtigkeit Lebewesen sehen könnte, wie sie hinscheiden und wieder geboren werden – gering oder hochstehend, schön oder hässlich, an einem guten oder einem schlechten Ort; dass ich verstünde, wie Lebewesen entsprechend ihrer Taten wiedergeboren werden: ‚Diese lieben Wesen taten Schlechtes mit dem Körper, der Sprache und dem Geist. Sie brachten die Edlen in Verruf, hatten falsche Ansicht und unternahmen Handlungen aus dieser falschen Ansicht heraus. Wenn ihr Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, werden sie an einem verlorenen Ort wiedergeboren, einem schlechten Ort, in der Unterwelt, der Hölle. Diese lieben Wesen hingegen taten Gutes mit dem Körper, der Sprache und dem Geist. Sie brachten nie die Edlen in Verruf, hatten rechte Ansicht und unternahmen Handlungen aus dieser rechten Ansicht heraus. Wenn ihr Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, werden sie an einem guten Ort wiedergeboren, in einer himmlischen Welt.‘ – dass ich so mit geläuterter und übermenschlicher Hellsichtigkeit Lebewesen sehen könnte, wie sie hinscheiden und wieder geboren werden – gering oder hochstehend, schön oder hässlich, an einem guten oder einem schlechten Ort; dass ich verstünde, wie Lebewesen entsprechend ihrer Taten wiedergeboren werden‘ –
tatra tatreva sakkhibhabbataṁ pāpuṇāti sati sati āyatane. wenn man das wünscht, so ist man in der Lage, diese Dinge zu verwirklichen, da jedes einzelne innerhalb der Reichweite ist.
So sace ākaṅkhati: ‘āsavānaṁ khayā anāsavaṁ cetovimuttiṁ paññāvimuttiṁ diṭṭheva dhamme sayaṁ abhiññā sacchikatvā upasampajja vihareyyan’ti, Wenn man wünscht: ‚Dass ich doch mit der Auflösung der Befleckungen in eben diesem Leben die fleckenlose Freiheit des Herzens erlangen könnte, die fleckenlose Freiheit durch Weisheit, sie durch eigene Einsicht erkennen und darin leben könnte‘ –
tatra tatreva sakkhibhabbataṁ pāpuṇāti sati sati āyatane”ti. wenn man das wünscht, so ist man in der Lage, diese Dinge zu verwirklichen, da jedes einzelne innerhalb der Reichweite ist.“
Tatiyaṁ.