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Aṅguttara Nikāya 5.50 Nummerierte Lehrreden 5.50
5. Muṇḍarājavagga 5. Das Kapitel mit König Muṇḍa
Nāradasutta Mit Nārada
Ekaṁ samayaṁ āyasmā nārado pāṭaliputte viharati kukkuṭārāme. Einmal hielt sich der Ehrwürdige Nārada bei Pāṭaliputta im Hühnerkloster auf.
Tena kho pana samayena muṇḍassa rañño bhaddā devī kālaṅkatā hoti piyā manāpā. Nun war da gerade Bhaddā, die geliebte und teure Königin des Königs Muṇḍa, gestorben.
So bhaddāya deviyā kālaṅkatāya piyāya manāpāya neva nhāyati na vilimpati na bhattaṁ bhuñjati na kammantaṁ payojeti—Und seitdem badete und salbte der König sich nicht mehr, aß nicht mehr und widmete sich nicht mehr seiner Arbeit.
rattindivaṁ bhaddāya deviyā sarīre ajjhomucchito. Tag und Nacht brütete er über dem Leichnam der Königin Bhaddā.
Atha kho muṇḍo rājā piyakaṁ kosārakkhaṁ āmantesi: Da wandte sich König Muṇḍa an seinen Vermögensverwalter Piyaka:
“tena hi, samma piyaka, bhaddāya deviyā sarīraṁ āyasāya teladoṇiyā pakkhipitvā aññissā āyasāya doṇiyā paṭikujjatha, yathā mayaṁ bhaddāya deviyā sarīraṁ cirataraṁ passeyyāmā”ti. „Nun, mein lieber Piyaka, lege bitte den Leichnam der Königin Bhaddā in eine eiserne Kiste, die du mit Öl füllst. Dann verschließe sie mit einer zweiten Kiste, sodass wir den Körper der Königin Bhaddā noch länger sehen können.“
“Evaṁ, devā”ti kho piyako kosārakkho muṇḍassa rañño paṭissutvā bhaddāya deviyā sarīraṁ āyasāya teladoṇiyā pakkhipitvā aññissā āyasāya doṇiyā paṭikujji. „Ja, Majestät“, antwortete Piyaka, der Vermögensverwalter, und tat wie geheißen.
Atha kho piyakassa kosārakkhassa etadahosi: Da dachte Piyaka:
“imassa kho muṇḍassa rañño bhaddā devī kālaṅkatā piyā manāpā. „Bhaddā, die geliebte und teure Königin des Königs Muṇḍa, ist gestorben.
So bhaddāya deviyā kālaṅkatāya piyāya manāpāya neva nhāyati na vilimpati na bhattaṁ bhuñjati na kammantaṁ payojeti—Seitdem badet und salbt der König sich nicht mehr, isst nicht mehr und widmet sich nicht mehr seiner Arbeit.
rattindivaṁ bhaddāya deviyā sarīre ajjhomucchito. Tag und Nacht brütet er über dem Leichnam der Königin Bhaddā.
Kaṁ nu kho muṇḍo rājā samaṇaṁ vā brāhmaṇaṁ vā payirupāseyya, yassa dhammaṁ sutvā sokasallaṁ pajaheyyā”ti. Welchem Asketen oder Brahmanen könnte nun der König seine Aufwartung machen, wessen Lehre könnte dem König helfen, den Pfeil des Kummers aufzugeben?“
Atha kho piyakassa kosārakkhassa etadahosi: Da kam ihm in den Sinn:
“ayaṁ kho āyasmā nārado pāṭaliputte viharati kukkuṭārāme. „Dieser Ehrwürdige Nārada hält sich im Hühnerkloster in Pāṭaliputta auf.
Taṁ kho panāyasmantaṁ nāradaṁ evaṁ kalyāṇo kittisaddo abbhuggato: Er hat diesen guten Ruf:
‘paṇḍito viyatto medhāvī bahussuto cittakathī kalyāṇapaṭibhāno vuddho ceva arahā ca’. ‚Er ist klug, fähig, verständig, gelehrt, ein geistvoller Redner, wortgewandt, zur Reife gelangt, ein Vollendeter.‘
Yannūna muṇḍo rājā āyasmantaṁ nāradaṁ payirupāseyya, appeva nāma muṇḍo rājā āyasmato nāradassa dhammaṁ sutvā sokasallaṁ pajaheyyā”ti. Wie, wenn der König Muṇḍa dem Ehrwürdigen Nārada seine Aufwartung machen würde? Wenn er Nāradas Lehre hört, wird der König hoffentlich den Pfeil des Kummers aufgeben können.“
Atha kho piyako kosārakkho yena muṇḍo rājā tenupasaṅkami; upasaṅkamitvā muṇḍaṁ rājānaṁ etadavoca: Da ging Piyaka zum König und sagte zu ihm:
“ayaṁ kho, deva, āyasmā nārado pāṭaliputte viharati kukkuṭārāme. „Majestät, dieser Ehrwürdige Nārada hält sich im Hühnerkloster in Pāṭaliputta auf.
Taṁ kho panāyasmantaṁ nāradaṁ evaṁ kalyāṇo kittisaddo abbhuggato: Er hat diesen guten Ruf:
‘paṇḍito viyatto medhāvī bahussuto cittakathī kalyāṇapaṭibhāno vuddho ceva arahā ca’. ‚Er ist klug, fähig, verständig, gelehrt, ein geistvoller Redner, wortgewandt, zur Reife gelangt, ein Vollendeter.‘
Yadi pana devo āyasmantaṁ nāradaṁ payirupāseyya, appeva nāma devo āyasmato nāradassa dhammaṁ sutvā sokasallaṁ pajaheyyā”ti. Wie, wenn Majestät dem Ehrwürdigen Nārada seine Aufwartung machen würde? Wenn du Nāradas Lehre hörst, wirst du hoffentlich den Pfeil des Kummers aufgeben können.“
“Tena hi, samma piyaka, āyasmantaṁ nāradaṁ paṭivedehi. „Nun denn, mein lieber Piyaka, melde es Nārada.
Kathañhi nāma mādiso samaṇaṁ vā brāhmaṇaṁ vā vijite vasantaṁ pubbe appaṭisaṁvidito upasaṅkamitabbaṁ maññeyyā”ti. Denn wie könnte jemand wie ich sich erlauben, einen Asketen oder Brahmanen in meinem Reich zu besuchen, ohne es ihm vorher zu melden?“
“Evaṁ, devā”ti kho piyako kosārakkho muṇḍassa rañño paṭissutvā yenāyasmā nārado tenupasaṅkami; upasaṅkamitvā āyasmantaṁ nāradaṁ abhivādetvā ekamantaṁ nisīdi. Ekamantaṁ nisinno kho piyako kosārakkho āyasmantaṁ nāradaṁ etadavoca: „Ja, Majestät“, antwortete Piyaka, der Vermögensverwalter. Er ging zu Nārada, verbeugte sich, setzte sich zur Seite hin und sagte zu ihm:
“Imassa, bhante, muṇḍassa rañño bhaddā devī kālaṅkatā piyā manāpā. „Herr, Bhaddā, die geliebte und teure Königin des Königs Muṇḍa, ist gestorben.
So bhaddāya deviyā kālaṅkatāya piyāya manāpāya neva nhāyati na vilimpati na bhattaṁ bhuñjati na kammantaṁ payojeti—Und seit ihrem Tod hat der König sich nicht mehr gebadet und geölt, nicht mehr gegessen und sich nicht mehr seiner Arbeit gewidmet.
rattindivaṁ bhaddāya deviyā sarīre ajjhomucchito. Tag und Nacht brütet er über dem Leichnam der Königin Bhaddā.
Sādhu, bhante, āyasmā nārado muṇḍassa rañño tathā dhammaṁ desetu yathā muṇḍo rājā āyasmato nāradassa dhammaṁ sutvā sokasallaṁ pajaheyyā”ti. Herr, bitte unterweise den König, sodass er, wenn er deine Lehre hört, den Pfeil des Kummers aufgeben kann.“
“Yassadāni, piyaka, muṇḍo rājā kālaṁ maññatī”ti. „Bitte, Piyaka, lass den König kommen nach seinem Belieben.“
Atha kho piyako kosārakkho uṭṭhāyāsanā āyasmantaṁ nāradaṁ abhivādetvā padakkhiṇaṁ katvā yena muṇḍo rājā tenupasaṅkami; upasaṅkamitvā muṇḍaṁ rājānaṁ etadavoca: Da erhob sich Piyaka von seinem Sitz, verbeugte sich, umrundete den Ehrwürdigen Nārada respektvoll, die rechte Seite ihm zugewandt, und ging zum König. Er sagte zu ihm:
“katāvakāso kho, deva, āyasmatā nāradena. „Majestät, der Bitte um eine Audienz beim Ehrwürdigen Nārada wurde stattgegeben.
Yassadāni devo kālaṁ maññatī”ti. Bitte, Majestät, geh nach deinem Belieben.“
“Tena hi, samma piyaka, bhadrāni bhadrāni yānāni yojāpehī”ti. „Nun denn, mein lieber Piyaka, spanne die erlesensten Kutschen an.“
“Evaṁ, devā”ti kho piyako kosārakkho muṇḍassa rañño paṭissutvā bhadrāni bhadrāni yānāni yojāpetvā muṇḍaṁ rājānaṁ etadavoca: „Ja, Majestät“, antwortete Piyaka, der Vermögensverwalter. Er tat wie geheißen und meldete dann dem König:
“yuttāni kho te, deva, bhadrāni bhadrāni yānāni. „Majestät, die erlesensten Kutschen sind angespannt.
Yassadāni devo kālaṁ maññatī”ti. Bitte, Majestät, geh nach deinem Belieben.“
Atha kho muṇḍo rājā bhadraṁ yānaṁ abhiruhitvā bhadrehi bhadrehi yānehi yena kukkuṭārāmo tena pāyāsi mahaccā rājānubhāvena āyasmantaṁ nāradaṁ dassanāya. Da bestieg der König Muṇḍa eine erlesene Kutsche und machte sich zusammen mit anderen erlesenen Kutschen in vollem königlichem Prunk auf, um den Ehrwürdigen Nārada im Hühnerkloster zu besuchen.
Yāvatikā yānassa bhūmi yānena gantvā, yānā paccorohitvā pattikova ārāmaṁ pāvisi. Er fuhr mit der Kutsche, soweit es das Gelände erlaubte, stieg dann ab und betrat zu Fuß das Kloster.
Atha kho muṇḍo rājā yena āyasmā nārado tenupasaṅkami; upasaṅkamitvā āyasmantaṁ nāradaṁ abhivādetvā ekamantaṁ nisīdi. Ekamantaṁ nisinnaṁ kho muṇḍaṁ rājānaṁ āyasmā nārado etadavoca: Da ging der König zu Nārada, verbeugte sich und setzte sich zur Seite hin. Da sagte Nārada zu ihm:
“Pañcimāni, mahārāja, alabbhanīyāni ṭhānāni samaṇena vā brāhmaṇena vā devena vā mārena vā brahmunā vā kenaci vā lokasmiṁ. „Großer König, es gibt fünf Dinge, die kein Asket oder Brahmane oder Gott oder Māra oder Brahmā oder irgendjemand in der Welt bekommen kann.
Katamāni pañca? Welche fünf?
‘Jarādhammaṁ mā jīrī’ti alabbhanīyaṁ ṭhānaṁ samaṇena vā brāhmaṇena vā devena vā mārena vā brahmunā vā kenaci vā lokasmiṁ. Dass jemand, der alt werden muss, nicht alt würde.
‘Byādhidhammaṁ mā byādhīyī’ti …pe… ‘maraṇadhammaṁ mā mīyī’ti … ‘khayadhammaṁ mā khīyī’ti … ‘nassanadhammaṁ mā nassī’ti alabbhanīyaṁ ṭhānaṁ samaṇena vā brāhmaṇena vā devena vā mārena vā brahmunā vā kenaci vā lokasmiṁ. Dass jemand, der krank werden muss, nicht krank würde. … Dass jemand, der sterben muss, nicht sterben würde. … Dass jemand, der sich auflösen muss, sich nicht auflösen würde. … Dass jemand, der zugrunde gehen muss, nicht zugrunde ginge. …
Assutavato, mahārāja, puthujjanassa jarādhammaṁ jīrati. Ein ungebildeter gewöhnlicher Mensch hat jemanden, der alt werden muss und der alt wird.
So jarādhamme jiṇṇe na iti paṭisañcikkhati: Und er denkt nicht über die Natur des Altwerdens nach:
‘na kho mayhevekassa jarādhammaṁ jīrati, atha kho yāvatā sattānaṁ āgati gati cuti upapatti sabbesaṁ sattānaṁ jarādhammaṁ jīrati. ‚Ich bin nicht der Einzige, der jemanden hat, der alt werden muss und der alt wird. Denn alle Lebewesen haben jemanden, der alt werden muss und der alt wird, solange sie kommen und gehen, sterben und wiedergeboren werden.
Ahañceva kho pana jarādhamme jiṇṇe soceyyaṁ kilameyyaṁ parideveyyaṁ, urattāḷiṁ kandeyyaṁ, sammohaṁ āpajjeyyaṁ, bhattampi me nacchādeyya, kāyepi dubbaṇṇiyaṁ okkameyya, kammantāpi nappavatteyyuṁ, amittāpi attamanā assu, mittāpi dummanā assū’ti. Wenn ich bekümmert wäre und jammern und klagen würde, mir an die Brust schlagen und in Verwirrung stürzen würde, nur weil jemand, der alt werden muss, alt wird, würde ich den Appetit verlieren und mein Äußeres würde verkommen. Meine Arbeit würde nicht erledigt, meine Feinde würden sich freuen und meine Freunde wären niedergeschlagen.‘
So jarādhamme jiṇṇe socati kilamati paridevati, urattāḷiṁ kandati, sammohaṁ āpajjati. Da ist er bekümmert und jammert und klagt, schlägt sich an die Brust und stürzt in Verwirrung, wenn jemand, der alt werden muss, alt wird.
Ayaṁ vuccati, mahārāja: Das nennt man
‘assutavā puthujjano viddho savisena sokasallena attānaṁyeva paritāpeti’. einen ungebildeten gewöhnlichen Menschen, der vom giftigen Pfeil des Kummers getroffen ist und sich nur selbst quält.
Puna caparaṁ, mahārāja, assutavato puthujjanassa byādhidhammaṁ byādhīyati …pe… maraṇadhammaṁ mīyati … khayadhammaṁ khīyati … nassanadhammaṁ nassati. Weiterhin hat ein ungebildeter gewöhnlicher Mensch jemanden, der krank werden muss und der krank wird … der sterben muss und der stirbt … der sich auflösen muss und der sich auflöst … der zugrunde gehen muss und der zugrunde geht.
So nassanadhamme naṭṭhe na iti paṭisañcikkhati: Und er denkt nicht über die Natur des Zugrundegehens nach:
‘na kho mayhevekassa nassanadhammaṁ nassati, atha kho yāvatā sattānaṁ āgati gati cuti upapatti sabbesaṁ sattānaṁ nassanadhammaṁ nassati. ‚Ich bin nicht der Einzige, der jemanden hat, der zugrunde gehen muss und der zugrunde geht. Denn alle Lebewesen haben jemanden, der zugrunde gehen muss und der zugrunde geht, solange sie kommen und gehen, sterben und wiedergeboren werden.
Ahañceva kho pana nassanadhamme naṭṭhe soceyyaṁ kilameyyaṁ parideveyyaṁ, urattāḷiṁ kandeyyaṁ, sammohaṁ āpajjeyyaṁ, bhattampi me nacchādeyya, kāyepi dubbaṇṇiyaṁ okkameyya, kammantāpi nappavatteyyuṁ, amittāpi attamanā assu, mittāpi dummanā assū’ti. Wenn ich bekümmert wäre und jammern und klagen würde, mir an die Brust schlagen und in Verwirrung stürzen würde, nur weil jemand, der zugrunde gehen muss, zugrunde geht, würde ich den Appetit verlieren und mein Äußeres würde verkommen. Meine Arbeit würde nicht erledigt, meine Feinde würden sich freuen und meine Freunde wären niedergeschlagen.‘
So nassanadhamme naṭṭhe socati kilamati paridevati, urattāḷiṁ kandati, sammohaṁ āpajjati. Da ist er bekümmert und jammert und klagt, schlägt sich an die Brust und stürzt in Verwirrung, wenn jemand, der zugrunde gehen muss, zugrunde geht.
Ayaṁ vuccati, mahārāja: Das nennt man
‘assutavā puthujjano viddho savisena sokasallena attānaṁyeva paritāpeti’. einen ungebildeten gewöhnlichen Menschen, der vom giftigen Pfeil des Kummers getroffen ist und sich nur selbst quält.
Sutavato ca kho, mahārāja, ariyasāvakassa jarādhammaṁ jīrati. Ein gebildeter edler Schüler hat jemanden, der alt werden muss und der alt wird.
So jarādhamme jiṇṇe iti paṭisañcikkhati: Und er denkt über die Natur des Altwerdens nach:
‘na kho mayhevekassa jarādhammaṁ jīrati, atha kho yāvatā sattānaṁ āgati gati cuti upapatti sabbesaṁ sattānaṁ jarādhammaṁ jīrati. ‚Ich bin nicht der Einzige, der jemanden hat, der alt werden muss und der alt wird. Denn alle Lebewesen haben jemanden, der alt werden muss und der alt wird, solange sie kommen und gehen, sterben und wiedergeboren werden.
Ahañceva kho pana jarādhamme jiṇṇe soceyyaṁ kilameyyaṁ parideveyyaṁ, urattāḷiṁ kandeyyaṁ, sammohaṁ āpajjeyyaṁ, bhattampi me nacchādeyya, kāyepi dubbaṇṇiyaṁ okkameyya, kammantāpi nappavatteyyuṁ, amittāpi attamanā assu, mittāpi dummanā assū’ti. Wenn ich bekümmert wäre und jammern und klagen würde, mir an die Brust schlagen und in Verwirrung stürzen würde, nur weil jemand, der alt werden muss, alt wird, würde ich den Appetit verlieren und mein Äußeres würde verkommen. Meine Arbeit würde nicht erledigt, meine Feinde würden sich freuen und meine Freunde wären niedergeschlagen.‘
So jarādhamme jiṇṇe na socati na kilamati na paridevati, na urattāḷiṁ kandati, na sammohaṁ āpajjati. Da ist er nicht bekümmert und jammert und klagt nicht, schlägt sich nicht an die Brust und stürzt nicht in Verwirrung, wenn jemand, der alt werden muss, alt wird.
Ayaṁ vuccati, mahārāja: Das nennt man
‘sutavā ariyasāvako abbuhi savisaṁ sokasallaṁ, yena viddho assutavā puthujjano attānaṁyeva paritāpeti. einen gebildeten edlen Schüler, der den giftigen Pfeil des Kummers herausgezogen hat, dessentwegen ungebildete gewöhnliche Menschen, wenn sie von ihm getroffen sind, sich nur selbst quälen.
Asoko visallo ariyasāvako attānaṁyeva parinibbāpeti’. Ohne Kummer, von Dornen frei, erlischt dieser edle Schüler einfach.
Puna caparaṁ, mahārāja, sutavato ariyasāvakassa byādhidhammaṁ byādhīyati …pe… maraṇadhammaṁ mīyati … khayadhammaṁ khīyati … nassanadhammaṁ nassati. Weiterhin hat ein gebildeter edler Schüler jemanden, der krank werden muss und der krank wird … der sterben muss und der stirbt … der sich auflösen muss und der sich auflöst … der zugrunde gehen muss und der zugrunde geht.
So nassanadhamme naṭṭhe iti paṭisañcikkhati: Und er denkt über die Natur des Zugrundegehens nach:
‘na kho mayhevekassa nassanadhammaṁ nassati, atha kho yāvatā sattānaṁ āgati gati cuti upapatti sabbesaṁ sattānaṁ nassanadhammaṁ nassati. ‚Ich bin nicht der Einzige, der jemanden hat, der zugrunde gehen muss und der zugrunde geht. Denn alle Lebewesen haben jemanden, der zugrunde gehen muss und der zugrunde geht, solange sie kommen und gehen, sterben und wiedergeboren werden.
Ahañceva kho pana nassanadhamme naṭṭhe soceyyaṁ kilameyyaṁ parideveyyaṁ, urattāḷiṁ kandeyyaṁ, sammohaṁ āpajjeyyaṁ, bhattampi me nacchādeyya, kāyepi dubbaṇṇiyaṁ okkameyya, kammantāpi nappavatteyyuṁ, amittāpi attamanā assu, mittāpi dummanā assū’ti. Wenn ich bekümmert wäre und jammern und klagen würde, mir an die Brust schlagen und in Verwirrung stürzen würde, nur weil jemand, der zugrunde gehen muss, zugrunde geht, würde ich den Appetit verlieren und mein Äußeres würde verkommen. Meine Arbeit würde nicht erledigt, meine Feinde würden sich freuen und meine Freunde wären niedergeschlagen.‘
So nassanadhamme naṭṭhe na socati na kilamati na paridevati, na urattāḷiṁ kandati, na sammohaṁ āpajjati. Da ist er nicht bekümmert und jammert und klagt nicht, schlägt sich nicht an die Brust und stürzt nicht in Verwirrung, wenn jemand, der zugrunde gehen muss, zugrunde geht.
Ayaṁ vuccati, mahārāja: Das nennt man
‘sutavā ariyasāvako abbuhi savisaṁ sokasallaṁ, yena viddho assutavā puthujjano attānaṁyeva paritāpeti. einen gebildeten edlen Schüler, der den giftigen Pfeil des Kummers herausgezogen hat, dessentwegen ungebildete gewöhnliche Menschen, wenn sie von ihm getroffen sind, sich nur selbst quälen.
Asoko visallo ariyasāvako attānaṁyeva parinibbāpeti’. Ohne Kummer, von Dornen frei, erlischt dieser edle Schüler einfach.
Imāni kho, mahārāja, pañca alabbhanīyāni ṭhānāni samaṇena vā brāhmaṇena vā devena vā mārena vā brahmunā vā kenaci vā lokasminti. Das sind die fünf Dinge, die kein Asket oder Brahmane oder Gott oder Māra oder Brahmā oder irgendjemand in der Welt bekommen kann.
Na socanāya paridevanāya, Bekümmert sein und klagen
Atthodha labbhā api appakopi; tut auch nicht ein kleines bisschen gut.
Socantamenaṁ dukhitaṁ viditvā, Wenn sie wissen, dass du traurig bist,
Paccatthikā attamanā bhavanti. freuen sich deine Feinde.
Yato ca kho paṇḍito āpadāsu, Wenn ein kluger Mensch bei Widrigkeiten nicht wankt,
Na vedhatī atthavinicchayaññū; da er in der Lage ist, zu bewerten, was segensreich ist,
Paccatthikāssa dukhitā bhavanti, leiden seine Feinde,
Disvā mukhaṁ avikāraṁ purāṇaṁ. wenn sie sehen, dass sein Ausdruck sich nicht verändert.
Jappena mantena subhāsitena, Singen, Aufsagen, erlesene Sprüche,
Anuppadānena paveṇiyā vā; Wohltätigkeit oder Bräuche:
Yathā yathā yattha labhetha atthaṁ, Wenn etwas davon dir Segen bringt,
Tathā tathā tattha parakkameyya. so fahre damit auf jeden Fall fort.
Sace pajāneyya alabbhaneyyo, Doch wenn du verstehst: ‚Dieses gute Ding
Mayāva aññena vā esa attho; kann weder ich noch irgendjemand sonst bekommen‘,
Asocamāno adhivāsayeyya, sollst du diese Tatsache annehmen, ohne dich zu betrüben, und denken:
Kammaṁ daḷhaṁ kinti karomi dānī”ti. ‚Die Tat ist machtvoll. Was kann ich jetzt tun?‘“
Evaṁ vutte, muṇḍo rājā āyasmantaṁ nāradaṁ etadavoca: Daraufhin sagte der König Muṇḍa zum Ehrwürdigen Nārada:
“ko nāmo ayaṁ, bhante, dhammapariyāyo”ti? „Herr, wie ist der Name dieser Lehrdarlegung?“
“Sokasallaharaṇo nāma ayaṁ, mahārāja, dhammapariyāyo”ti. „Großer König, diese Lehrdarlegung wird ‚Den Pfeil des Kummers herausziehen‘ genannt.“
“Taggha, bhante, sokasallaharaṇo. „Jawohl, Herr, damit wird der Pfeil des Kummers herausgezogen!
Imañhi me, bhante, dhammapariyāyaṁ sutvā sokasallaṁ pahīnan”ti. Da ich diese Lehrdarlegung gehört habe, habe ich den Pfeil des Kummers aufgegeben.“
Atha kho muṇḍo rājā piyakaṁ kosārakkhaṁ āmantesi: Da wandte sich der König Muṇḍa an seinen Vermögensverwalter Piyaka:
“tena hi, samma piyaka, bhaddāya deviyā sarīraṁ jhāpetha; thūpañcassā karotha. „Nun, mein lieber Piyaka, verbrenne bitte den Leichnam der Königin Bhaddā und errichte ein Denkmal.
Ajjatagge dāni mayaṁ nhāyissāma ceva vilimpissāma bhattañca bhuñjissāma kammante ca payojessāmā”ti. Von diesem Tag an will ich mich baden und salben, will essen und mich meiner Arbeit widmen.“
Dasamaṁ.
Muṇḍarājavaggo pañcamo.
Tassuddānaṁ
Ādiyo sappuriso iṭṭhā,
manāpadāyībhisandaṁ;
Sampadā ca dhanaṁ ṭhānaṁ,
kosalo nāradena cāti.
Paṭhamo paṇṇāsako samatto.