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Aṅguttara Nikāya 5.58 Nummerierte Lehrreden 5.58
6. Nīvaraṇavagga 6. Das Kapitel über Hindernisse
Licchavikumārakasutta Die jungen Licchaver
Ekaṁ samayaṁ bhagavā vesāliyaṁ viharati mahāvane kūṭāgārasālāyaṁ. Einmal hielt sich der Buddha bei Vesālī am Großen Wald auf, in der Halle mit dem Giebeldach.
Atha kho bhagavā pubbaṇhasamayaṁ nivāsetvā pattacīvaramādāya vesāliṁ piṇḍāya pāvisi. Da kleidete der Buddha sich am Morgen an, nahm Schale und Robe und betrat Vesālī zum Almosengang.
Vesāliyaṁ piṇḍāya caritvā pacchābhattaṁ piṇḍapātapaṭikkanto mahāvanaṁ ajjhogāhetvā aññatarasmiṁ rukkhamūle divāvihāraṁ nisīdi. Nach dem Essen, als er vom Almosengang zurückkam, tauchte er tief in den Großen Wald ein und setzte sich für die Meditation des Tages an den Fuß eines Baumes.
Tena kho pana samayena sambahulā licchavikumārakā sajjāni dhanūni ādāya kukkurasaṅghaparivutā mahāvane anucaṅkamamānā anuvicaramānā addasu bhagavantaṁ aññatarasmiṁ rukkhamūle nisinnaṁ; Nun nahmen zu der Zeit einige junge Licchaver gespannte Bogen und wanderten zusammen mit einem Rudel Jagdhunden in den Großen Wald. Da sahen sie den Buddha am Fuß eines Baumes sitzen.
disvāna sajjāni dhanūni nikkhipitvā kukkurasaṅghaṁ ekamantaṁ uyyojetvā yena bhagavā tenupasaṅkamiṁsu; upasaṅkamitvā bhagavantaṁ abhivādetvā tuṇhībhūtā tuṇhībhūtā pañjalikā bhagavantaṁ payirupāsanti. Als sie ihn sahen, legten sie ihre gespannten Bogen nieder, banden die Jagdhunde auf einer Seite an und gingen zu ihm. Sie verbeugten sich und erwiesen dem Buddha schweigend mit zusammengelegten Händen ihre Ehrerbietung.
Tena kho pana samayena mahānāmo licchavi mahāvane jaṅghāvihāraṁ anucaṅkamamāno addasa te licchavikumārake tuṇhībhūte tuṇhībhūte pañjalike bhagavantaṁ payirupāsante; Da ging nun gerade der Licchaver Mahānāma im Großen Wald spazieren und sah, wie die jungen Licchaver dem Buddha schweigend mit zusammengelegten Händen ihre Ehrerbietung erwiesen.
disvā yena bhagavā tenupasaṅkami; upasaṅkamitvā bhagavantaṁ abhivādetvā ekamantaṁ nisīdi. Als er das sah, ging er zum Buddha, verbeugte sich, setzte sich zur Seite hin
Ekamantaṁ nisinno kho mahānāmo licchavi udānaṁ udānesi: und drückte dieses innige Gefühl aus:
“bhavissanti vajjī, bhavissanti vajjī”ti. „Sie werden Vajjier werden! Sie werden Vajjier werden!“
“Kiṁ pana tvaṁ, mahānāma, evaṁ vadesi: „Aber Mahānāma, warum sagst du:
‘bhavissanti vajjī, bhavissanti vajjī’”ti? ‚Sie werden Vajjier werden‘?“
“Ime, bhante, licchavikumārakā caṇḍā pharusā apānubhā. „Herr, diese Jugendlichen sind grimmig, hart und anmaßend.
Yānipi tāni kulesu paheṇakāni pahīyanti, ucchūti vā badarāti vā pūvāti vā modakāti vā saṅkulikāti vā, tāni vilumpitvā vilumpitvā khādanti; Sooft für Familien Süßigkeiten wie Zuckerrohr, Brustbeeren, Pfannkuchen, Kuchen oder Krapfen liegen gelassen werden, stibitzen sie sie und essen sie auf.
kulitthīnampi kulakumārīnampi pacchāliyaṁ khipanti. Und sie schlagen ehrbaren Frauen und Mädchen hinten drauf.
Te dānime tuṇhībhūtā tuṇhībhūtā pañjalikā bhagavantaṁ payirupāsantī”ti. Aber jetzt erweisen sie dem Buddha schweigend mit zusammengelegten Händen ihre Ehrerbietung.“
“Yassa kassaci, mahānāma, kulaputtassa pañca dhammā saṁvijjanti—„Mahānāma, wenn man bei einem ehrbaren Menschen fünf Eigenschaften findet,
yadi vā rañño khattiyassa muddhāvasittassa, yadi vā raṭṭhikassa pettanikassa, yadi vā senāya senāpatikassa, yadi vā gāmagāmaṇikassa, yadi vā pūgagāmaṇikassa, ye vā pana kulesu paccekādhipaccaṁ kārenti, vuddhiyeva pāṭikaṅkhā, no parihāni. kann man nur Wachstum erwarten, keinen Niedergang – ob es ein gesalbter adliger König ist, ein ernannter oder durch Erbfolge zum Amt gekommener Beamter, ein General, ein Ortsvorsteher, ein Gildemeister oder ein Fürst seines eigenen Stammes.
Katame pañca? Welche fünf Eigenschaften?
Idha, mahānāma, kulaputto uṭṭhānavīriyādhigatehi bhogehi bāhābalaparicitehi sedāvakkhittehi dhammikehi dhammaladdhehi mātāpitaro sakkaroti garuṁ karoti māneti pūjeti. Zunächst verwendet da ein ehrbarer Mensch sein rechtmäßig erworbenes Vermögen, das er mit seiner Anstrengung und seinem Unternehmungsgeist erarbeitet, mit seinen Händen aufgebaut und im Schweiß seines Angesichts zusammengetragen hat, um seine Mutter und seinen Vater zu ehren, zu achten, zu würdigen und zu verehren.
Tamenaṁ mātāpitaro sakkatā garukatā mānitā pūjitā kalyāṇena manasā anukampanti: Wenn sie so geehrt werden, lieben seine Eltern ihn mit einem guten Herzen und wünschen:
‘ciraṁ jīva, dīghamāyuṁ pālehī’ti. ‚Dass du doch lange lebst! Dass du lange Zeit am Leben bleibst!‘
Mātāpitānukampitassa, mahānāma, kulaputtassa vuddhiyeva pāṭikaṅkhā, no parihāni. Wenn ein ehrbarer Mensch von seinen Eltern geliebt wird, kann man nur Wachstum erwarten, keinen Niedergang.
Puna caparaṁ, mahānāma, kulaputto uṭṭhānavīriyādhigatehi bhogehi bāhābalaparicitehi sedāvakkhittehi dhammikehi dhammaladdhehi puttadāradāsakammakaraporise sakkaroti garuṁ karoti māneti pūjeti. Dann verwendet da ein ehrbarer Mensch sein rechtmäßig erworbenes Vermögen, um seine Frauen und Kinder, seine abhängigen Diener, seine Arbeiter und sein Gesinde zu ehren, zu achten, zu würdigen und zu verehren.
Tamenaṁ puttadāradāsakammakaraporisā sakkatā garukatā mānitā pūjitā kalyāṇena manasā anukampanti: Wenn sie so geehrt werden, lieben seine Frauen und Kinder, seine abhängigen Diener, seine Arbeiter und sein Gesinde ihn mit einem guten Herzen und wünschen:
‘ciraṁ jīva, dīghamāyuṁ pālehī’ti. ‚Dass du doch lange lebst! Dass du lange Zeit am Leben bleibst!‘
Puttadāradāsakammakaraporisānukampitassa, mahānāma, kulaputtassa vuddhiyeva pāṭikaṅkhā, no parihāni. Wenn ein ehrbarer Mensch von seinen Frauen und Kindern, seinen abhängigen Dienern, seinen Arbeitern und seinem Gesinde geliebt wird, kann man nur Wachstum erwarten, keinen Niedergang.
Puna caparaṁ, mahānāma, kulaputto uṭṭhānavīriyādhigatehi bhogehi bāhābalaparicitehi sedāvakkhittehi dhammikehi dhammaladdhehi khettakammantasāmantasabyohāre sakkaroti garuṁ karoti māneti pūjeti. Dann verwendet da ein ehrbarer Mensch sein rechtmäßig erworbenes Vermögen, um die zu ehren, zu achten, zu würdigen und zu verehren, die die angrenzenden Felder bearbeiten, sowie seine Geschäftspartner.
Tamenaṁ khettakammantasāmantasabyohārā sakkatā garukatā mānitā pūjitā kalyāṇena manasā anukampanti: Wenn sie so geehrt werden, lieben die, die die angrenzenden Felder bearbeiten, und seine Geschäftspartner ihn mit einem guten Herzen und wünschen:
‘ciraṁ jīva, dīghamāyuṁ pālehī’ti. ‚Dass du doch lange lebst! Dass du lange Zeit am Leben bleibst!‘
Khettakammantasāmantasabyohārānukampitassa, mahānāma, kulaputtassa vuddhiyeva pāṭikaṅkhā, no parihāni. Wenn ein ehrbarer Mensch von denen, die die angrenzenden Felder bearbeiten, und von seinen Geschäftspartnern geliebt wird, kann man nur Wachstum erwarten, keinen Niedergang.
Puna caparaṁ, mahānāma, kulaputto uṭṭhānavīriyādhigatehi bhogehi bāhābalaparicitehi sedāvakkhittehi dhammikehi dhammaladdhehi yāvatā balipaṭiggāhikā devatā sakkaroti garuṁ karoti māneti pūjeti. Dann verwendet da ein ehrbarer Mensch sein rechtmäßig erworbenes Vermögen, um die Gottheiten zu ehren, zu achten, zu würdigen und zu verehren, die Opfer für Geister erhalten.
Tamenaṁ balipaṭiggāhikā devatā sakkatā garukatā mānitā pūjitā kalyāṇena manasā anukampanti: Wenn sie so geehrt werden, lieben die Gottheiten, die Opfer für Geister erhalten, ihn mit einem guten Herzen und wünschen:
‘ciraṁ jīva, dīghamāyuṁ pālehī’ti. ‚Dass du doch lange lebst! Dass du lange Zeit am Leben bleibst!‘
devatānukampitassa, mahānāma, kulaputtassa vuddhiyeva pāṭikaṅkhā, no parihāni. Wenn ein ehrbarer Mensch von den Gottheiten, die Opfer für Geister erhalten, geliebt wird, kann man nur Wachstum erwarten, keinen Niedergang.
Puna caparaṁ, mahānāma, kulaputto uṭṭhānavīriyādhigatehi bhogehi bāhābalaparicitehi sedāvakkhittehi dhammikehi dhammaladdhehi samaṇabrāhmaṇe sakkaroti garuṁ karoti māneti pūjeti. Dann verwendet da ein ehrbarer Mensch sein rechtmäßig erworbenes Vermögen, um Asketen und Brahmanen zu ehren, zu achten, zu würdigen und zu verehren.
Tamenaṁ samaṇabrāhmaṇā sakkatā garukatā mānitā pūjitā kalyāṇena manasā anukampanti: Wenn sie so geehrt werden, lieben die Asketen und Brahmanen ihn mit einem guten Herzen und wünschen:
‘ciraṁ jīva, dīghamāyuṁ pālehī’ti. ‚Dass du doch lange lebst! Dass du lange Zeit am Leben bleibst!‘
Samaṇabrāhmaṇānukampitassa, mahānāma, kulaputtassa vuddhiyeva pāṭikaṅkhā, no parihāni. Wenn ein ehrbarer Mensch von Asketen und Brahmanen geliebt wird, kann man nur Wachstum erwarten, keinen Niedergang.
Yassa kassaci, mahānāma, kulaputtassa ime pañca dhammā saṁvijjanti—Wenn man bei einem ehrbaren Menschen diese fünf Eigenschaften findet, kann man nur Wachstum erwarten, keinen Niedergang –
yadi vā rañño khattiyassa muddhābhisittassa, yadi vā raṭṭhikassa pettanikassa, yadi vā senāya senāpatikassa, yadi vā gāmagāmaṇikassa, yadi vā pūgagāmaṇikassa, ye vā pana kulesu paccekādhipaccaṁ kārenti, vuddhiyeva pāṭikaṅkhā, no parihānīti. ob es ein gesalbter adliger König ist, ein ernannter oder durch Erbfolge zum Amt gekommener Beamter, ein General, ein Ortsvorsteher, ein Gildemeister oder ein Fürst seines eigenen Stammes.
Mātāpitukiccakaro, Für Mutter und Vater tut er stets seine Pflicht,
puttadārahito sadā; sowie für das Wohl seiner Frauen und Kinder.
Antojanassa atthāya, Er sorgt für alle in seinem Haushalt
ye cassa anujīvino. und für die, die von ihm leben.
Ubhinnañceva atthāya, Er ist gütig und sittlich
Vadaññū hoti sīlavā; und sorgt für das Wohl der Verwandten,
Ñātīnaṁ pubbapetānaṁ, ob sie bereits verstorben sind
Diṭṭhe dhamme ca jīvataṁ. oder jetzt leben.
Samaṇānaṁ brāhmaṇānaṁ, Er lebt er im Haus als kluger Mensch
devatānañca paṇḍito; und bereitet Asketen, Brahmanen
Vittisañjanano hoti, und auch den Göttern
dhammena gharamāvasaṁ. mit rechten Mitteln Freude.
So karitvāna kalyāṇaṁ, Für das Gute, das er getan hat,
pujjo hoti pasaṁsiyo; verdient er Ehre und Lob.
Idheva naṁ pasaṁsanti, Er wird in diesem Leben gepriesen
pecca sagge pamodatī”ti. und erfreut sich danach im Himmel.“
Aṭṭhamaṁ.