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Aṅguttara Nikāya 5.179 Nummerierte Lehrreden 5.179

18. Upāsakavagga 18. Das Kapitel über einen Laienschüler

Gihisutta Ein Laie

Atha kho anāthapiṇḍiko gahapati pañcamattehi upāsakasatehi parivuto yena bhagavā tenupasaṅkami; upasaṅkamitvā bhagavantaṁ abhivādetvā ekamantaṁ nisīdi. Da ging der Hausbesitzer Anāthapiṇḍika in Begleitung von etwa fünfhundert Laienschülern zum Buddha, verbeugte sich und setzte sich zur Seite hin.

Atha kho bhagavā āyasmantaṁ sāriputtaṁ āmantesi: Da sagte der Buddha zum Ehrwürdigen Sāriputta:

“yaṁ kañci, sāriputta, jāneyyātha gihiṁ odātavasanaṁ pañcasu sikkhāpadesu saṁvutakammantaṁ catunnaṁ ābhicetasikānaṁ diṭṭhadhammasukhavihārānaṁ nikāmalābhiṁ akicchalābhiṁ akasiralābhiṁ, so ākaṅkhamāno attanāva attānaṁ byākareyya: „Sāriputta, da sind diese weiß gekleideten Laien, die ihr Verhalten mit den fünf Ethikregeln zügeln und die, wann immer sie wollen, ohne Mühe und Not, die vier Zustände seliger Meditation in diesem Leben erlangen, die zum höheren Geist gehören. Über sie sollst du wissen, dass sie, wenn sie das wünschen, von sich selbst erklären können:

‘khīṇanirayomhi khīṇatiracchānayoni khīṇapettivisayo khīṇāpāyaduggativinipāto, sotāpannohamasmi avinipātadhammo niyato sambodhiparāyaṇo’ti. ‚Ich habe mit der Wiedergeburt in der Hölle, dem Tierreich und dem Gespensterreich abgeschlossen. Mit allen verlorenen Orten habe ich abgeschlossen, mit allen schlechten Orten, mit der Unterwelt. Ich bin in den Strom eingetreten! Ich muss nicht mehr in der Unterwelt wiedergeboren werden und bin für das Erwachen bestimmt.‘

Katamesu pañcasu sikkhāpadesu saṁvutakammanto hoti? Und was sind die fünf Ethikregeln, mit denen sie ihr Verhalten zügeln?

Idha, sāriputta, ariyasāvako pāṇātipātā paṭivirato hoti, adinnādānā paṭivirato hoti, kāmesumicchācārā paṭivirato hoti, musāvādā paṭivirato hoti, surāmerayamajjapamādaṭṭhānā paṭivirato hoti. Da tötet ein edler Schüler keine lebenden Geschöpfe, stiehlt nicht, begeht keine sexuellen Verfehlungen, lügt nicht und trinkt keine Rauschmittel wie Bier, Wein und Branntwein.

Imesu pañcasu sikkhāpadesu saṁvutakammanto hoti. Das sind die fünf Ethikregeln, mit denen sie ihr Verhalten zügeln.

Katamesaṁ catunnaṁ ābhicetasikānaṁ diṭṭhadhammasukhavihārānaṁ nikāmalābhī hoti akicchalābhī akasiralābhī? Und was sind die vier Zustände seliger Meditation in diesem Leben, die zum höheren Geist gehören, die sie erlangen, wann immer sie wollen, ohne Mühe und Not?

Idha, sāriputta, ariyasāvako buddhe aveccappasādena samannāgato hoti: Da hat ein edler Schüler auf Erfahrung gegründete Zuversicht zum Buddha:

‘itipi so bhagavā arahaṁ sammāsambuddho vijjācaraṇasampanno sugato lokavidū anuttaro purisadammasārathi, satthā devamanussānaṁ buddho bhagavā’ti. ‚Dieser Gesegnete ist vollendet, ein vollkommen erwachter Buddha, von vollendetem Wissen und Verhalten, heilig, Kenner der Welt, unübertrefflicher Anleiter für alle, die üben wollen, Lehrer von Göttern und Menschen, erwacht, gesegnet.‘

Ayamassa paṭhamo ābhicetasiko diṭṭhadhammasukhavihāro adhigato hoti avisuddhassa cittassa visuddhiyā apariyodātassa cittassa pariyodapanāya. Das ist der erste Zustand seliger Meditation in diesem Leben, der zum höheren Geist gehört, den sie erreichen, um den unlauteren Geist zu läutern und den unreinen Geist rein zu machen.

Puna caparaṁ, sāriputta, ariyasāvako dhamme aveccappasādena samannāgato hoti: Dann hat da ein edler Schüler auf Erfahrung gegründete Zuversicht zur Lehre:

‘svākkhāto bhagavatā dhammo sandiṭṭhiko akāliko ehipassiko opaneyyiko paccattaṁ veditabbo viññūhī’ti. ‚Die Lehre ist vom Buddha gut erklärt – im jetzigen Leben ersichtlich, unmittelbar wirksam, sie lädt zum Überprüfen ein, ist zielführend, sodass vernünftige Menschen sie selbst erkennen können.‘

Ayamassa dutiyo ābhicetasiko diṭṭhadhammasukhavihāro adhigato hoti avisuddhassa cittassa visuddhiyā apariyodātassa cittassa pariyodapanāya. Das ist der zweite Zustand seliger Meditation …

Puna caparaṁ, sāriputta, ariyasāvako saṅghe aveccappasādena samannāgato hoti: Dann hat da ein edler Schüler auf Erfahrung gegründete Zuversicht zum Saṅgha:

‘suppaṭipanno bhagavato sāvakasaṅgho ujuppaṭipanno bhagavato sāvakasaṅgho ñāyappaṭipanno bhagavato sāvakasaṅgho sāmīcippaṭipanno bhagavato sāvakasaṅgho, yadidaṁ cattāri purisayugāni aṭṭha purisapuggalā esa bhagavato sāvakasaṅgho āhuneyyo pāhuneyyo dakkhiṇeyyo añjalikaraṇīyo anuttaraṁ puññakkhettaṁ lokassā’ti. ‚Der Saṅgha der Schüler des Buddha übt nach dem guten Weg, dem aufrichtigen Weg, dem systematischen Weg, dem Weg des richtigen Vorgehens. Er besteht aus den vier Paaren, den acht Personen. Das ist der Saṅgha der Schüler des Buddha, und er ist einer den Göttern gewidmeten Gabe würdig, der Gastfreundschaft würdig, einer religiösen Gabe würdig, des Grußes mit zusammengelegten Händen würdig und ist das unübertreffliche Feld für Verdienst für die Welt.‘

Ayamassa tatiyo ābhicetasiko diṭṭhadhammasukhavihāro adhigato hoti avisuddhassa cittassa visuddhiyā apariyodātassa cittassa pariyodapanāya. Das ist der dritte Zustand seliger Meditation …

Puna caparaṁ, sāriputta, ariyasāvako ariyakantehi sīlehi samannāgato hoti akhaṇḍehi acchiddehi asabalehi akammāsehi bhujissehi viññuppasatthehi aparāmaṭṭhehi samādhisaṁvattanikehi. Dann wird da das sittliche Verhalten eines edlen Schülers von den Edlen geliebt, ist ungebrochen, makellos, ohne Flecken und unbeschädigt. Es ist befreiend und wird von vernünftigen Menschen gepriesen, ist richtig verstanden und führt in die Versenkung.

Ayamassa catuttho ābhicetasiko diṭṭhadhammasukhavihāro adhigato hoti avisuddhassa cittassa visuddhiyā apariyodātassa cittassa pariyodapanāya. Das ist der vierte Zustand seliger Meditation in diesem Leben, der zum höheren Geist gehört, den sie erreichen, um den unlauteren Geist zu läutern und den unreinen Geist rein zu machen.

Imesaṁ catunnaṁ ābhicetasikānaṁ diṭṭhadhammasukhavihārānaṁ nikāmalābhī hoti akicchalābhī akasiralābhī. Das sind die vier Zustände seliger Meditation in diesem Leben, die zum höheren Geist gehören, die sie erlangen, wann immer sie wollen, ohne Mühe und Not.

Yaṁ kañci, sāriputta, jāneyyātha gihiṁ odātavasanaṁ—imesu pañcasu sikkhāpadesu saṁvutakammantaṁ, imesañca catunnaṁ ābhicetasikānaṁ diṭṭhadhammasukhavihārānaṁ nikāmalābhiṁ akicchalābhiṁ akasiralābhiṁ, so ākaṅkhamāno attanāva attānaṁ byākareyya: Sāriputta, das sind diese weiß gekleideten Laien, die ihr Verhalten mit den fünf Ethikregeln zügeln und die, wann immer sie wollen, ohne Mühe und Not, die vier Zustände seliger Meditation in diesem Leben erlangen, die zum höheren Geist gehören. Über sie sollst du wissen, dass sie, wenn sie das wünschen, von sich selbst erklären können:

‘khīṇanirayomhi khīṇatiracchānayoni khīṇapettivisayo khīṇāpāyaduggativinipāto, sotāpannohamasmi avinipātadhammo niyato sambodhiparāyaṇo’ti. ‚Ich habe mit der Wiedergeburt in der Hölle, dem Tierreich und dem Gespensterreich abgeschlossen. Mit allen verlorenen Orten habe ich abgeschlossen, mit allen schlechten Orten, mit der Unterwelt. Ich bin in den Strom eingetreten! Ich muss nicht mehr in der Unterwelt wiedergeboren werden und bin für das Erwachen bestimmt.‘

Nirayesu bhayaṁ disvā, Wenn man die Gefahr der Höllen erkennt,

pāpāni parivajjaye; soll man schlechte Taten meiden.

Ariyadhammaṁ samādāya, Wenn er die Lehre der Edlen annimmt,

paṇḍito parivajjaye. soll ein kluger Mensch sie meiden.

Na hiṁse pāṇabhūtāni, Lebende Wesen soll man nicht verletzen,

vijjamāne parakkame; soweit es in der eigenen Macht liegt,

Musā ca na bhaṇe jānaṁ, noch soll man wissentlich die Unwahrheit sprechen

adinnaṁ na parāmase. oder nehmen, was nicht gegeben wurde.

Sehi dārehi santuṭṭho, Mit seinen Partnerinnen sei man zufrieden

paradārañca ārame; und bleibe den Partnern anderer fern.

Merayaṁ vāruṇiṁ jantu, Keinen Wein oder Palmwein soll man trinken,

na pive cittamohaniṁ. da sie den Geist verwirren.

Anussareyya sambuddhaṁ, Man soll sich auf den Buddha besinnen

dhammañcānuvitakkaye; und über die Lehre nachdenken.

Abyāpajjaṁ hitaṁ cittaṁ, Einen wohlwollenden Geist, auf Nutzen ausgerichtet, soll man entwickeln,

devalokāya bhāvaye. der ins Reich der Götter führt.

Upaṭṭhite deyyadhamme, Wenn bei jemandem, der Verdienst sucht und braucht,

puññatthassa jigīsato; eine Gabe vorhanden ist, die er geben kann,

Santesu paṭhamaṁ dinnā, ist eine religiöse Gabe, den Friedvollen zuerst gegeben,

vipulā hoti dakkhiṇā. überaus fruchtbar.

Santo have pavakkhāmi, Von den Friedvollen will ich sprechen,

sāriputta suṇohi me; Sāriputta, hör mir zu.

Iti kaṇhāsu setāsu, Ob Rinder schwarz oder weiß sind,

rohiṇīsu harīsu vā. rot oder lohfarben,

Kammāsāsu sarūpāsu, gefleckt, einfarbig

gosu pārevatāsu vā; oder taubengrau:

Yāsu kāsuci etāsu, Wenn einer unter ihnen geboren ist,

danto jāyati puṅgavo. ein Stier, der gezähmt ist,

Dhorayho balasampanno, ein Koloss, stark,

kalyāṇajavanikkamo; der mit guter Geschwindigkeit zieht –

Tameva bhāre yuñjanti, ihn wird man vor die Last spannen,

nāssa vaṇṇaṁ parikkhare. ungeachtet seiner Farbe.

Evamevaṁ manussesu, Ebenso ist es bei den Menschen:

yasmiṁ kismiñci jātiye; Wo auch immer sie geboren sind,

Khattiye brāhmaṇe vesse, ob unter Adligen, Brahmanen, Landarbeitern,

sudde caṇḍālapukkuse. Hilfsarbeitern oder Leichenbeseitigern und Lumpensammlern:

Yāsu kāsuci etāsu, Wenn da einer geboren ist,

danto jāyati subbato; der gezähmt ist und seinen Gelübden treu,

Dhammaṭṭho sīlasampanno, standhaft in Grundsätzen, die Sittlichkeit vollendet,

saccavādī hirīmano. der wahrhaftig ist, ein Gewissen hat,

Pahīnajātimaraṇo, der Geburt und Tod hinter sich gelassen hat,

brahmacariyassa kevalī; der das geistliche Leben zur Ganzheit gebracht hat,

Pannabhāro visaṁyutto, die Last abgelegt, abgelöst,

katakicco anāsavo. der die Aufgabe erfüllt hat und frei von Befleckungen ist,

Pāragū sabbadhammānaṁ, der über alles hinausgegangen ist,

anupādāya nibbuto; verloschen, indem er nicht ergreift –

Tasmiñca viraje khette, auf dieses makellose Feld gesät,

vipulā hoti dakkhiṇā. trägt eine religiöse Gabe überreiche Frucht.

Bālā ca avijānantā, Unverständige Toren,

dummedhā assutāvino; dumm und ungebildet,

Bahiddhā dadanti dānāni, geben Außenstehenden ihre Gaben

na hi sante upāsare. und wenden sich nicht den Friedvollen zu.

Ye ca sante upāsanti, Doch die, die sich den Friedvollen zuwenden –

sappaññe dhīrasammate; geistvoll sind sie, geschätzt als bedächtig –

Saddhā ca nesaṁ sugate, und deren Vertrauen in den Heiligen

mūlajātā patiṭṭhitā. tief reichende Wurzeln hat,

Devalokañca te yanti, sie gehen ins Reich der Götter

kule vā idha jāyare; oder werden hier in einer guten Familie geboren.

Anupubbena nibbānaṁ, Allmählich erlangen diese klugen Menschen

adhigacchanti paṇḍitā”ti. das Erlöschen.“

Navamaṁ.
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