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Aṅguttara Nikāya 5.192 Nummerierte Lehrreden 5.192
20. Brāhmaṇavagga 20. Das Kapitel über Brahmanen
Doṇabrāhmaṇasutta Mit dem Brahmanen Doṇa
Atha kho doṇo brāhmaṇo yena bhagavā tenupasaṅkami; upasaṅkamitvā bhagavatā saddhiṁ sammodi. Da ging der Brahmane Doṇa zum Buddha und tauschte Willkommensgrüße mit ihm aus.
Sammodanīyaṁ kathaṁ sāraṇīyaṁ vītisāretvā ekamantaṁ nisīdi. Ekamantaṁ nisinno kho doṇo brāhmaṇo bhagavantaṁ etadavoca: Nach der Begrüßung und dem Austausch von Höflichkeiten setzte Doṇa sich zur Seite hin und sagte zum Buddha:
“Sutaṁ metaṁ, bho gotama: „Werter Gotama, ich habe gehört,
‘na samaṇo gotamo brāhmaṇe jiṇṇe vuḍḍhe mahallake addhagate vayoanuppatte abhivādeti vā paccuṭṭheti vā āsanena vā nimantetī’ti. dass der Asket Gotama sich nicht vor alten Brahmanen verbeugt, den bejahrten und hochbetagten, die in vorgerücktem Alter sind und im letzten Lebensabschnitt angekommen; und er steht in ihrer Gegenwart auch nicht auf oder bietet ihnen einen Sitz an.
Tayidaṁ, bho gotama, tatheva. Und so ist es tatsächlich,
Na hi bhavaṁ gotamo brāhmaṇe jiṇṇe vuḍḍhe mahallake addhagate vayoanuppatte abhivādeti vā paccuṭṭheti vā āsanena vā nimanteti. denn der werte Gotama verbeugt sich nicht vor alten Brahmanen, den bejahrten und hochbetagten, die in vorgerücktem Alter sind und im letzten Lebensabschnitt angekommen; und er steht in ihrer Gegenwart auch nicht auf oder bietet ihnen einen Sitz an.
Tayidaṁ, bho gotama, na sampannamevā”ti. Das ist nicht richtig, werter Gotama.“
“Tvampi no, doṇa, brāhmaṇo paṭijānāsī”ti? „Doṇa, behauptest du, ein Brahmane zu sein?“
“Yañhi taṁ, bho gotama, sammā vadamāno vadeyya: „Werter Gotama, wenn irgendjemand zu Recht ein Brahmane genannt wird,
‘brāhmaṇo ubhato sujāto—so bin ich es.
mātito ca pitito ca, saṁsuddhagahaṇiko, yāva sattamā pitāmahayugā akkhitto anupakkuṭṭho jātivādena, ajjhāyako mantadharo, tiṇṇaṁ vedānaṁ pāragū sanighaṇḍukeṭubhānaṁ sākkharappabhedānaṁ itihāsapañcamānaṁ, padako veyyākaraṇo lokāyatamahāpurisalakkhaṇesu anavayo’ti, mameva taṁ, bho gotama, sammā vadamāno vadeyya.
Ahañhi, bho gotama, brāhmaṇo ubhato sujāto—
mātito ca pitito ca, saṁsuddhagahaṇiko, yāva sattamā pitāmahayugā akkhitto anupakkuṭṭho jātivādena, ajjhāyako mantadharo, tiṇṇaṁ vedānaṁ pāragū sanighaṇḍukeṭubhānaṁ sākkharappabhedānaṁ itihāsapañcamānaṁ, padako veyyākaraṇo lokāyatamahāpurisalakkhaṇesu anavayo”ti. Denn ich bin von guter Geburt auf mütterlicher und väterlicher Seite, von reiner Abkunft, mit unwiderlegbarem und einwandfreiem Stammbaum bis zur siebten väterlichen Generation zurück. Ich sage die Hymnen auf und habe sie im Gedächtnis und habe die drei Veden gemeistert zusammen mit ihrem Wortschatz und der Liturgie, der Lautlehre und der Worterklärung sowie dem Testament als fünftem. Ich kenne den Wortlaut und die Grammatik und bin mit der Kosmologie und mit den Kennzeichen eines großen Mannes vertraut.“
“Ye kho te, doṇa, brāhmaṇānaṁ pubbakā isayo mantānaṁ kattāro mantānaṁ pavattāro, yesamidaṁ etarahi brāhmaṇā porāṇaṁ mantapadaṁ gītaṁ pavuttaṁ samihitaṁ tadanugāyanti tadanubhāsanti bhāsitamanubhāsanti sajjhāyitamanusajjhāyanti vācitamanuvācenti, seyyathidaṁ—aṭṭhako, vāmako, vāmadevo, vessāmitto, yamadaggi, aṅgīraso, bhāradvājo, vāseṭṭho, kassapo, bhagu; „Doṇa, die alten brahmanischen Seher waren Aṭṭhaka, Vāmaka, Vāmadeva, Vessāmitta, Yamadaggi, Aṅgīrasa, Bhāradvāja, Vāseṭṭha, Kassapa und Bhagu. Sie schufen und verbreiteten die Hymnen, deren Gesänge in alten Zeiten gesungen, verbreitet und zusammengestellt wurden. Bis heute werden sie von den Brahmanen gesungen und vorgetragen. Die Brahmanen tragen weiterhin vor, was vorgetragen wurde, sagen auf, was aufgesagt wurde, und lehren, was gelehrt wurde.
tyāssume pañca brāhmaṇe paññāpenti—Diese Seher haben fünf Arten von Brahmanen beschrieben:
brahmasamaṁ, devasamaṁ, mariyādaṁ, sambhinnamariyādaṁ, brāhmaṇacaṇḍālaṁyeva pañcamaṁ. einen Brahmanen, der Brahmā gleicht, einen, der einem Gott gleicht, einen, der bis an die Grenze geht, einen, der die Grenze überschreitet, und der Fünfte ist ein brahmanischer Leichenbeseitiger.
Tesaṁ tvaṁ doṇa, katamo”ti? Welcher von diesen bist du, Doṇa?“
“Na kho mayaṁ, bho gotama, pañca brāhmaṇe jānāma, atha kho mayaṁ brāhmaṇātveva jānāma. „Werter Gotama, wir kennen diese fünf Arten von Brahmanen nicht. Wir kennen nur das Wort ‚Brahmane‘.
Sādhu me bhavaṁ gotamo tathā dhammaṁ desetu yathā ahaṁ ime pañca brāhmaṇe jāneyyan”ti. Werter Gotama, bitte unterweise mich in dieser Sache, damit ich diese fünf Brahmanen kennenlerne.“
“Tena hi, brāhmaṇa, suṇohi, sādhukaṁ manasi karohi; bhāsissāmī”ti. „Nun, Brahmane, hör zu und gebrauche den Geist gut, ich werde sprechen.“
“Evaṁ, bho”ti kho doṇo brāhmaṇo bhagavato paccassosi. „Ja, werter Herr“, erwiderte Doṇa.
Bhagavā etadavoca: Der Buddha sagte:
“Kathañca, doṇa, brāhmaṇo brahmasamo hoti? „Doṇa, wie gleicht ein Brahmane Brahmā?
Idha, doṇa, brāhmaṇo ubhato sujāto hoti—Da ist ein Brahmane von guter Geburt auf mütterlicher und väterlicher Seite, er kommt aus einem reinen Schoß bis zur siebten väterlichen Generation zurück, mit unwiderlegbarem und einwandfreiem Stammbaum.
mātito ca pitito ca, saṁsuddhagahaṇiko, yāva sattamā pitāmahayugā akkhitto anupakkuṭṭho jātivādena.
So aṭṭhacattālīsavassāni komārabrahmacariyaṁ carati mante adhīyamāno. Achtundvierzig Jahre lang führt er das geistliche Leben eines Jungen und lernt die Hymnen.
Aṭṭhacattālīsavassāni komārabrahmacariyaṁ caritvā mante adhīyitvā ācariyassa ācariyadhanaṁ pariyesati dhammeneva, no adhammena. Dann sucht er ein Entgelt für seinen Lehrmeister, doch nur auf rechtmäßige Weise, nicht auf unrechtmäßige.
Tattha ca, doṇa, ko dhammo? Was, Doṇa, bedeutet rechtmäßig in diesem Zusammenhang?
Neva kasiyā na vaṇijjāya na gorakkhena na issatthena na rājaporisena na sippaññatarena, kevalaṁ bhikkhācariyāya kapālaṁ anatimaññamāno. Nicht durch Ackerbau, Handel, Viehzucht, Bogenschießen, ein Regierungsamt oder ein Handwerk, sondern einzig, indem er von Almosen lebt und die Almosenschale nicht verachtet.
So ācariyassa ācariyadhanaṁ niyyādetvā kesamassuṁ ohāretvā kāsāyāni vatthāni acchādetvā agārasmā anagāriyaṁ pabbajati. Wenn er seinem Lehrmeister sein Entgelt gegeben hat, rasiert er sich Haar und Bart, legt ockerfarbene Roben an und zieht aus dem Haus fort ins hauslose Leben.
So evaṁ pabbajito samāno mettāsahagatena cetasā ekaṁ disaṁ pharitvā viharati, tathā dutiyaṁ tathā tatiyaṁ tathā catutthaṁ, iti uddhamadho tiriyaṁ sabbadhi sabbattatāya sabbāvantaṁ lokaṁ mettāsahagatena cetasā vipulena mahaggatena appamāṇena averena abyāpajjena pharitvā viharati. Da meditiert er, indem er eine Himmelsrichtung mit einem Herzen voller Liebe durchdringt, und die zweite und die dritte und die vierte. Ebenso nach oben, nach unten, dazwischen, überall und ringsumher; die ganze Welt durchdringt er mit einem Herzen voller Liebe – weit, ausgedehnt, grenzenlos, frei von Feindschaft und bösem Willen.
Karuṇā …pe… Er meditiert, indem er eine Himmelsrichtung mit einem Herzen voller Mitgefühl durchdringt …
muditā … mit einem Herzen voller freudiger Anteilnahme …
upekkhāsahagatena cetasā ekaṁ disaṁ pharitvā viharati, tathā dutiyaṁ tathā tatiyaṁ tathā catutthaṁ, iti uddhamadho tiriyaṁ sabbadhi sabbattatāya sabbāvantaṁ lokaṁ upekkhāsahagatena cetasā vipulena mahaggatena appamāṇena averena abyāpajjena pharitvā viharati. mit einem Herzen voller Gleichmut, und die zweite und die dritte und die vierte. Ebenso nach oben, nach unten, dazwischen, überall und ringsumher; die ganze Welt durchdringt er mit einem Herzen voller Gleichmut – weit, ausgedehnt, grenzenlos, frei von Feindschaft und bösem Willen.
So ime cattāro brahmavihāre bhāvetvā kāyassa bhedā paraṁ maraṇā sugatiṁ brahmalokaṁ upapajjati. Wenn er diese vier göttlichen Meditationen entwickelt hat, wird er, wenn der Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, an einem guten Ort wiedergeboren werden, in einer Brahmāwelt.
Evaṁ kho, doṇa, brāhmaṇo brahmasamo hoti. So gleicht ein Brahmane Brahmā.
Kathañca, doṇa, brāhmaṇo devasamo hoti? Und wie gleicht ein Brahmane einem Gott?
Idha, doṇa, brāhmaṇo ubhato sujāto hoti—Da ist ein Brahmane von guter Geburt auf mütterlicher und väterlicher Seite …
mātito ca pitito ca, saṁsuddhagahaṇiko, yāva sattamā pitāmahayugā akkhitto anupakkuṭṭho jātivādena.
So aṭṭhacattālīsavassāni komārabrahmacariyaṁ carati mante adhīyamāno. Achtundvierzig Jahre lang führt er das jungfräuliche geistliche Leben …
Aṭṭhacattālīsavassāni komārabrahmacariyaṁ caritvā mante adhīyitvā ācariyassa ācariyadhanaṁ pariyesati dhammeneva, no adhammena. Dann sucht er ein Entgelt für seinen Lehrmeister, doch nur auf rechtmäßige Weise, nicht auf unrechtmäßige.
Tattha ca, doṇa, ko dhammo?
Neva kasiyā na vaṇijjāya na gorakkhena na issatthena na rājaporisena na sippaññatarena, kevalaṁ bhikkhācariyāya kapālaṁ anatimaññamāno.
So ācariyassa ācariyadhanaṁ niyyādetvā dāraṁ pariyesati dhammeneva, no adhammena. Wenn er seinem Lehrmeister sein Entgelt gegeben hat, sucht er sich eine Frau, doch nur auf rechtmäßige Weise, nicht auf unrechtmäßige.
Tattha ca, doṇa, ko dhammo? Was, Doṇa, bedeutet rechtmäßig in diesem Zusammenhang?
Neva kayena na vikkayena, brāhmaṇiṁyeva udakūpassaṭṭhaṁ. Nicht durch Kauf oder Verkauf; er nimmt nur eine Brahmanin durch die Zeremonie des Wassergießens.
So brāhmaṇiṁyeva gacchati, na khattiyiṁ na vessiṁ na suddiṁ na caṇḍāliṁ na nesādiṁ na veniṁ na rathakāriṁ na pukkusiṁ gacchati, na gabbhiniṁ gacchati, na pāyamānaṁ gacchati, na anutuniṁ gacchati. Er hat nur mit einer Brahmanin Geschlechtsverkehr, nicht mit einer Frau aus einer Adels-, Landarbeiter- oder Hilfsarbeiterfamilie, von Leichenbeseitigern, Jägern, Bambusarbeitern, Wagenbauern oder Lumpensammlern. Auch hat er keinen Geschlechtsverkehr mit einer Schwangeren oder einer Stillenden oder mit einer Frau außerhalb der fruchtbaren Phase des Zyklus.
Kasmā ca, doṇa, brāhmaṇo na gabbhiniṁ gacchati? Und warum hat der Brahmane keinen Geschlechtsverkehr mit einer Schwangeren?
Sace, doṇa, brāhmaṇo gabbhiniṁ gacchati, atimīḷhajo nāma so hoti māṇavako vā māṇavikā vā. Wenn ein Brahmane mit einer Schwangeren Geschlechtsverkehr hätte, würde der Junge oder das Mädchen in zu viel Schmutz geboren.
Tasmā, doṇa, brāhmaṇo na gabbhiniṁ gacchati. Darum hat der Brahmane keinen Geschlechtsverkehr mit einer Schwangeren.
Kasmā ca, doṇa, brāhmaṇo na pāyamānaṁ gacchati? Und warum hat der Brahmane keinen Geschlechtsverkehr mit einer Stillenden?
Sace, doṇa, brāhmaṇo pāyamānaṁ gacchati, asucipaṭipīḷito nāma so hoti māṇavako vā māṇavikā vā. Wenn ein Brahmane mit einer Stillenden Geschlechtsverkehr hätte, würde der Junge oder das Mädchen den Samen trinken.
Tasmā, doṇa, brāhmaṇo na pāyamānaṁ gacchati. Darum hat der Brahmane keinen Geschlechtsverkehr mit einer Stillenden.
Tassa sā hoti brāhmaṇī neva kāmatthā na davatthā na ratatthā, pajatthāva brāhmaṇassa brāhmaṇī hoti. Und warum hat der Brahmane keinen Geschlechtsverkehr außerhalb der fruchtbaren Phase des Zyklus? Weil seine Brahmanin nicht zum sinnlichen Vergnügen da ist, nicht zum Spaß oder Genießen, sondern nur zur Fortpflanzung.
So methunaṁ uppādetvā kesamassuṁ ohāretvā kāsāyāni vatthāni acchādetvā agārasmā anagāriyaṁ pabbajati. Wenn er mit dem Geschlechtsverkehr seine Nachkommenschaft sichergestellt hat, rasiert er sich Haar und Bart, legt ockerfarbene Roben an und zieht aus dem Haus fort ins hauslose Leben.
So evaṁ pabbajito samāno vivicceva kāmehi …pe… catutthaṁ jhānaṁ upasampajja viharati. Wenn er fortgezogen ist, tritt er, ganz abgeschieden von den Sinnenfreuden, abgeschieden von untauglichen Eigenschaften, in die erste Vertiefung ein und verweilt darin … in die zweite Vertiefung … in die dritte Vertiefung … in die vierte Vertiefung.
So ime cattāro jhāne bhāvetvā kāyassa bhedā paraṁ maraṇā sugatiṁ saggaṁ lokaṁ upapajjati. Wenn er diese vier Vertiefungen entwickelt hat, wird er, wenn der Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, an einem guten Ort wiedergeboren werden, in einer himmlischen Welt.
Evaṁ kho, doṇa, brāhmaṇo devasamo hoti. So gleicht ein Brahmane einem Gott.
Kathañca, doṇa, brāhmaṇo mariyādo hoti? Und wie geht ein Brahmane bis an die Grenze?
Idha, doṇa, brāhmaṇo ubhato sujāto hoti—Da ist ein Brahmane von guter Geburt auf mütterlicher und väterlicher Seite …
mātito ca pitito ca, saṁsuddhagahaṇiko, yāva sattamā pitāmahayugā akkhitto anupakkuṭṭho jātivādena.
So aṭṭhacattālīsavassāni komārabrahmacariyaṁ carati mante adhīyamāno. Achtundvierzig Jahre lang führt er das jungfräuliche geistliche Leben …
Aṭṭhacattālīsavassāni komārabrahmacariyaṁ caritvā mante adhīyitvā ācariyassa ācariyadhanaṁ pariyesati dhammeneva, no adhammena. Dann sucht er ein Entgelt für seinen Lehrmeister, doch nur auf rechtmäßige Weise, nicht auf unrechtmäßige.
Tattha ca, doṇa, ko dhammo?
Neva kasiyā na vaṇijjāya na gorakkhena na issatthena na rājaporisena na sippaññatarena, kevalaṁ bhikkhācariyāya kapālaṁ anatimaññamāno.
So ācariyassa ācariyadhanaṁ niyyādetvā dāraṁ pariyesati dhammeneva, no adhammena. Wenn er seinem Lehrmeister sein Entgelt gegeben hat, sucht er sich eine Frau, doch nur auf rechtmäßige Weise, nicht auf unrechtmäßige.
Tattha ca, doṇa, ko dhammo?
Neva kayena na vikkayena, brāhmaṇiṁyeva udakūpassaṭṭhaṁ.
So brāhmaṇiṁyeva gacchati, na khattiyiṁ na vessiṁ na suddiṁ na caṇḍāliṁ na nesādiṁ na veniṁ na rathakāriṁ na pukkusiṁ gacchati, na gabbhiniṁ gacchati, na pāyamānaṁ gacchati, na anutuniṁ gacchati. Er hat nur mit einer Brahmanin Geschlechtsverkehr …
Kasmā ca, doṇa, brāhmaṇo na gabbhiniṁ gacchati?
Sace, doṇa, brāhmaṇo gabbhiniṁ gacchati, atimīḷhajo nāma so hoti māṇavako vā māṇavikā vā.
Tasmā, doṇa, brāhmaṇo na gabbhiniṁ gacchati.
Kasmā ca, doṇa, brāhmaṇo na pāyamānaṁ gacchati?
Sace, doṇa, brāhmaṇo pāyamānaṁ gacchati, asucipaṭipīḷito nāma so hoti māṇavako vā māṇavikā vā.
Tasmā, doṇa, brāhmaṇo na pāyamānaṁ gacchati.
Tassa sā hoti brāhmaṇī neva kāmatthā na davatthā na ratatthā, pajatthāva brāhmaṇassa brāhmaṇī hoti.
So methunaṁ uppādetvā tameva puttassādaṁ nikāmayamāno kuṭumbaṁ ajjhāvasati, na agārasmā anagāriyaṁ pabbajati. Wenn er mit dem Geschlechtsverkehr seine Nachkommenschaft sichergestellt hat, macht sein Kind ihn glücklich. Weil er anhänglich ist, bleibt er auf seinem Familienbesitz und zieht nicht aus dem Haus fort ins hauslose Leben.
Yāva porāṇānaṁ brāhmaṇānaṁ mariyādo tattha tiṭṭhati, taṁ na vītikkamati. Soweit der Rahmen der alten Brahmanen reicht, überschreitet er nicht die Grenze.
‘Yāva porāṇānaṁ brāhmaṇānaṁ mariyādo tattha brāhmaṇo ṭhito taṁ na vītikkamatī’ti, kho, doṇa, tasmā brāhmaṇo mariyādoti vuccati. Darum nennt man ihn einen Brahmanen, der bis an die Grenze geht.
Evaṁ kho, doṇa, brāhmaṇo mariyādo hoti. So geht ein Brahmane bis an die Grenze.
Kathañca, doṇa, brāhmaṇo sambhinnamariyādo hoti? Und wie überschreitet ein Brahmane die Grenze?
Idha, doṇa, brāhmaṇo ubhato sujāto hoti—Da ist ein Brahmane von guter Geburt auf mütterlicher und väterlicher Seite …
mātito ca pitito ca, saṁsuddhagahaṇiko, yāva sattamā pitāmahayugā akkhitto anupakkuṭṭho jātivādena.
So aṭṭhacattālīsavassāni komārabrahmacariyaṁ carati mante adhīyamāno. Achtundvierzig Jahre lang führt er das jungfräuliche geistliche Leben …
Aṭṭhacattālīsavassāni komārabrahmacariyaṁ caritvā mante adhīyitvā ācariyassa ācariyadhanaṁ pariyesati dhammeneva, no adhammena. Dann sucht er ein Entgelt für seinen Lehrmeister, doch nur auf rechtmäßige Weise, nicht auf unrechtmäßige.
Tattha ca, doṇa, ko dhammo?
Neva kasiyā na vaṇijjāya na gorakkhena na issatthena na rājaporisena na sippaññatarena, kevalaṁ bhikkhācariyāya kapālaṁ anatimaññamāno.
So ācariyassa ācariyadhanaṁ niyyādetvā dāraṁ pariyesati dhammenapi adhammenapi kayenapi vikkayenapi brāhmaṇimpi udakūpassaṭṭhaṁ. Wenn er seinem Lehrmeister sein Entgelt gegeben hat, sucht er sich eine Frau sowohl auf rechtmäßige als auch auf unrechtmäßige Weise. Das heißt, durch Kauf oder Verkauf, oder er nimmt eine Brahmanin durch die Zeremonie des Wassergießens.
So brāhmaṇimpi gacchati khattiyimpi gacchati vessimpi gacchati suddimpi gacchati caṇḍālimpi gacchati nesādimpi gacchati venimpi gacchati rathakārimpi gacchati pukkusimpi gacchati gabbhinimpi gacchati pāyamānampi gacchati utunimpi gacchati anutunimpi gacchati. Er hat sowohl mit einer Brahmanin Geschlechtsverkehr als auch mit einer Frau aus einer Adels-, Landarbeiter- oder Hilfsarbeiterfamilie, von Leichenbeseitigern, Jägern, Bambusarbeitern, Wagenbauern oder Lumpensammlern. Auch hat er Geschlechtsverkehr mit einer Schwangeren oder einer Stillenden oder mit einer Frau außerhalb der fruchtbaren Phase des Zyklus.
Tassa sā hoti brāhmaṇī kāmatthāpi davatthāpi ratatthāpi pajatthāpi brāhmaṇassa brāhmaṇī hoti. Seine Brahmanin ist zum sinnlichen Vergnügen da, zum Spaß und Genießen, und auch zur Fortpflanzung.
Yāva porāṇānaṁ brāhmaṇānaṁ mariyādo tattha na tiṭṭhati, taṁ vītikkamati. Soweit der Rahmen der alten Brahmanen reicht, überschreitet er die Grenze.
‘Yāva porāṇānaṁ brāhmaṇānaṁ mariyādo tattha brāhmaṇo na ṭhito taṁ vītikkamatī’ti kho, doṇa, tasmā brāhmaṇo sambhinnamariyādoti vuccati. Darum nennt man ihn einen Brahmanen, der die Grenze überschreitet.
Evaṁ kho, doṇa, brāhmaṇo sambhinnamariyādo hoti. So überschreitet ein Brahmane die Grenze.
Kathañca, doṇa, brāhmaṇo brāhmaṇacaṇḍālo hoti? Und wie ist ein Brahmane ein brahmanischer Leichenbeseitiger?
Idha, doṇa, brāhmaṇo ubhato sujāto hoti—Da ist ein Brahmane von guter Geburt auf mütterlicher und väterlicher Seite, er kommt aus einem reinen Schoß bis zur siebten väterlichen Generation zurück, mit unwiderlegbarem und einwandfreiem Stammbaum.
mātito ca pitito ca, saṁsuddhagahaṇiko, yāva sattamā pitāmahayugā akkhitto anupakkuṭṭho jātivādena.
So aṭṭhacattālīsavassāni komārabrahmacariyaṁ carati mante adhīyamāno. Achtundvierzig Jahre lang führt er das jungfräuliche geistliche Leben und lernt die Hymnen.
Aṭṭhacattālīsavassāni komārabrahmacariyaṁ caritvā mante adhīyitvā ācariyassa ācariyadhanaṁ pariyesati dhammenapi adhammenapi Dann sucht er ein Entgelt für seinen Lehrmeister sowohl auf rechtmäßige als auch auf unrechtmäßige Weise.
kasiyāpi vaṇijjāyapi gorakkhenapi issatthenapi rājaporisenapi sippaññatarenapi, kevalampi bhikkhācariyāya, kapālaṁ anatimaññamāno. Durch Ackerbau, Handel, Viehzucht, Bogenschießen, ein Regierungsamt oder ein Handwerk, nicht einzig, indem er von Almosen lebt und die Almosenschale nicht verachtet.
So ācariyassa ācariyadhanaṁ niyyādetvā dāraṁ pariyesati dhammenapi adhammenapi kayenapi vikkayenapi brāhmaṇimpi udakūpassaṭṭhaṁ. Wenn er seinem Lehrmeister sein Entgelt gegeben hat, sucht er sich eine Frau sowohl auf rechtmäßige als auch auf unrechtmäßige Weise. Das heißt, durch Kauf oder Verkauf, oder er nimmt eine Brahmanin durch die Zeremonie des Wassergießens.
So brāhmaṇimpi gacchati khattiyimpi gacchati vessimpi gacchati suddimpi gacchati caṇḍālimpi gacchati nesādimpi gacchati venimpi gacchati rathakārimpi gacchati pukkusimpi gacchati gabbhinimpi gacchati pāyamānampi gacchati utunimpi gacchati anutunimpi gacchati. Er hat sowohl mit einer Brahmanin Geschlechtsverkehr als auch mit einer Frau aus einer Adels-, Landarbeiter- oder Hilfsarbeiterfamilie, von Leichenbeseitigern, Jägern, Bambusarbeitern, Wagenbauern oder Lumpensammlern. Auch hat er Geschlechtsverkehr mit einer Schwangeren oder einer Stillenden oder mit einer Frau außerhalb der fruchtbaren Phase des Zyklus.
Tassa sā hoti brāhmaṇī kāmatthāpi davatthāpi ratatthāpi pajatthāpi brāhmaṇassa brāhmaṇī hoti. Seine Brahmanin ist zum sinnlichen Vergnügen da, zum Spaß und Genießen, und auch zur Fortpflanzung.
So sabbakammehi jīvikaṁ kappeti. Mit einer beliebigen Arbeit verdient er seinen Unterhalt.
Tamenaṁ brāhmaṇā evamāhaṁsu: Die Brahmanen sagen zu ihm:
‘kasmā bhavaṁ brāhmaṇo paṭijānamāno sabbakammehi jīvikaṁ kappetī’ti? ‚Werter Herr, warum behauptest du, ein Brahmane zu sein, aber verdienst deinen Unterhalt mit einer beliebigen Arbeit?‘
So evamāha: Er sagt:
‘seyyathāpi, bho, aggi sucimpi ḍahati asucimpi ḍahati, na ca tena aggi upalippati; ‚Wie ein Feuer, das reine und unreine Dinge gleichermaßen verbrennt, ohne dass es davon verunreinigt wird:
evamevaṁ kho, bho, sabbakammehi cepi brāhmaṇo jīvikaṁ kappeti, na ca tena brāhmaṇo upalippati. Ebenso, werter Herr, wird ein Brahmane nicht verunreinigt, wenn er mit einer beliebigen Arbeit seinen Unterhalt verdient.‘
Sabbakammehi jīvikaṁ kappetī’ti kho, doṇa, tasmā brāhmaṇo brāhmaṇacaṇḍāloti vuccati. Ein Brahmane wird ein brahmanischer Leichenbeseitiger genannt, weil er mit einer beliebigen Arbeit seinen Unterhalt verdient.
Evaṁ kho, doṇa, brāhmaṇo brāhmaṇacaṇḍālo hoti. So ist ein Brahmane ein brahmanischer Leichenbeseitiger.
Ye kho te, doṇa, brāhmaṇānaṁ pubbakā isayo mantānaṁ kattāro mantānaṁ pavattāro yesamidaṁ etarahi brāhmaṇā porāṇaṁ mantapadaṁ gītaṁ pavuttaṁ samīhitaṁ tadanugāyanti tadanubhāsanti bhāsitamanubhāsanti sajjhāyitamanusajjhāyanti vācitamanuvācenti, seyyathidaṁ—aṭṭhako, vāmako, vāmadevo, vessāmitto, yamadaggi, aṅgīraso, bhāradvājo, vāseṭṭho, kassapo, bhagu; Doṇa, die alten brahmanischen Seher waren Aṭṭhaka, Vāmaka, Vāmadeva, Vessāmitta, Yamadaggi, Aṅgīrasa, Bhāradvāja, Vāseṭṭha, Kassapa und Bhagu. Sie schufen und verbreiteten die Hymnen, deren Gesänge in alten Zeiten gesungen, verbreitet und zusammengestellt wurden. Bis heute werden sie von den Brahmanen gesungen und vorgetragen. Die Brahmanen tragen weiterhin vor, was vorgetragen wurde, sagen auf, was aufgesagt wurde, und lehren, was gelehrt wurde.
tyassume pañca brāhmaṇe paññāpenti—Diese Seher haben fünf Arten von Brahmanen beschrieben:
brahmasamaṁ, devasamaṁ, mariyādaṁ, sambhinnamariyādaṁ, brāhmaṇacaṇḍālaṁyeva pañcamaṁ. einen Brahmanen, der Brahmā gleicht, einen, der einem Gott gleicht, einen, der bis an die Grenze geht, einen, der die Grenze überschreitet, und der Fünfte ist ein brahmanischer Leichenbeseitiger.
Tesaṁ tvaṁ, doṇa, katamoti? Welcher von diesen bist du, Doṇa?“
Evaṁ sante mayaṁ, bho gotama, brāhmaṇacaṇḍālampi na pūrema. „Wenn das so ist, werter Gotama, dann kann ich nicht einmal als ein brahmanischer Leichenbeseitiger gelten.
Abhikkantaṁ, bho gotama …pe… upāsakaṁ maṁ bhavaṁ gotamo dhāretu ajjatagge pāṇupetaṁ saraṇaṁ gatan”ti. Vortrefflich, werter Gotama! … Von diesem Tag an soll der werte Gotama mich als Laienschüler in Erinnerung behalten, der für sein ganzes Leben Zuflucht genommen hat.“
Dutiyaṁ.