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Aṅguttara Nikāya 5.194 Nummerierte Lehrreden 5.194

20. Brāhmaṇavagga 20. Das Kapitel über Brahmanen

Kāraṇapālīsutta Mit Kāraṇapālī

Ekaṁ samayaṁ bhagavā vesāliyaṁ viharati mahāvane kūṭāgārasālāyaṁ. Einmal hielt sich der Buddha bei Vesālī am Großen Wald auf, in der Halle mit dem Giebeldach.

Tena kho pana samayena kāraṇapālī brāhmaṇo licchavīnaṁ kammantaṁ kāreti. Damals arbeitete der Brahmane Kāraṇapālī für die Licchaver.

Addasā kho kāraṇapālī brāhmaṇo piṅgiyāniṁ brāhmaṇaṁ dūratova āgacchantaṁ; Er sah den Brahmanen Piṅgiyānī von Weitem kommen

disvā piṅgiyāniṁ brāhmaṇaṁ etadavoca: und sagte zu ihm:

“Handa kuto nu bhavaṁ piṅgiyānī āgacchati divā divassā”ti? „Nun, Piṅgiyānī, woher kommst du mitten am Tag?“

“Itohaṁ, bho, āgacchāmi samaṇassa gotamassa santikā”ti. „Werter Herr, ich komme vom Asketen Gotama.“

“Taṁ kiṁ maññati bhavaṁ piṅgiyānī samaṇassa gotamassa paññāveyyattiyaṁ? Paṇḍito maññe”ti? „Was denkst du, wie klar die Weisheit des Asketen Gotama ist? Denkst du, er ist klug?“

“Ko cāhaṁ, bho, ko ca samaṇassa gotamassa paññāveyyattiyaṁ jānissāmi. „Werter Herr, wer bin ich, dass ich beurteilen könnte, wie klar die Weisheit des Asketen Gotama ist?

Sopi nūnassa tādisova yo samaṇassa gotamassa paññāveyyattiyaṁ jāneyyā”ti. Man müsste wirklich mit ihm auf einer Stufe stehen, um zu beurteilen, wie klar seine Weisheit ist.“

“Uḷārāya khalu bhavaṁ piṅgiyānī samaṇaṁ gotamaṁ pasaṁsāya pasaṁsatī”ti. „Da lobt Herr Piṅgiyānī den Asketen Gotama aber mit einem großen Lob.“

“Ko cāhaṁ, bho, ko ca samaṇaṁ gotamaṁ pasaṁsissāmi. „Wer bin ich, dass ich den Asketen Gotama loben könnte?

Pasatthappasatthova so bhavaṁ gotamo seṭṭho devamanussānan”ti. Er wird von denen gelobt, die als die Ersten unter den Göttern und Menschen gelobt werden.“

“Kiṁ pana bhavaṁ piṅgiyānī atthavasaṁ sampassamāno samaṇe gotame evaṁ abhippasanno”ti? „Aber aus welchem Grund bist du dem Asketen Gotama so ergeben?“

“Seyyathāpi, bho, puriso aggarasaparititto na aññesaṁ hīnānaṁ rasānaṁ piheti; „Wie wenn ein Mensch mit der schmackhaftesten Speise völlig zufrieden wäre: Er würde nicht zu etwas hingezogen werden, das schlechter schmeckt.

evamevaṁ kho, bho, yato yato tassa bhoto gotamassa dhammaṁ suṇāti—Ebenso ist es, wenn man Herrn Gotama lehren hört –

yadi suttaso, yadi geyyaso, yadi veyyākaraṇaso, yadi abbhutadhammaso—was es auch sei, ob Aussagen, Mischungen aus Prosa und Dichtung, Gespräche oder erstaunliche Geschichten –

tato tato na aññesaṁ puthusamaṇabrāhmaṇappavādānaṁ piheti. man wird nicht zu den Doktrinen der verschiedenen Asketen und Brahmanen hingezogen.

Seyyathāpi, bho, puriso jighacchādubbalyapareto madhupiṇḍikaṁ adhigaccheyya. Wie wenn ein Mensch, der schwach vor Hunger wäre, einen Honigkuchen bekäme:

So yato yato sāyetha, labhateva sādurasaṁ asecanakaṁ; Wo er ihn auch probieren würde, er würde einen süßen, köstlichen Geschmack genießen.

evamevaṁ kho, bho, yato yato tassa bhoto gotamassa dhammaṁ suṇāti—Ebenso ist es, wenn man Herrn Gotama lehren hört –

yadi suttaso, yadi geyyaso, yadi veyyākaraṇaso, yadi abbhutadhammaso—was es auch sei, ob Aussagen, Mischungen aus Prosa und Dichtung, Gespräche oder erstaunliche Geschichten –

tato tato labhateva attamanataṁ, labhati cetaso pasādaṁ. man fühlt sich erhoben und das Herz wird zuversichtlich.

Seyyathāpi, bho, puriso candanaghaṭikaṁ adhigaccheyya—Wie wenn ein Mensch ein Stück Sandelholz erhielte,

haricandanassa vā lohitacandanassa vā. gelb oder rot:

So yato yato ghāyetha—Wo er auch daran riechen würde,

yadi mūlato, yadi majjhato, yadi aggato—an der Wurzel, in der Mitte oder am oberen Ende,

adhigacchateva surabhigandhaṁ asecanakaṁ; er würde einen köstlichen Duft genießen.

evamevaṁ kho, bho, yato yato tassa bhoto gotamassa dhammaṁ suṇāti—Ebenso ist es, wenn man Herrn Gotama lehren hört –

yadi suttaso, yadi geyyaso, yadi veyyākaraṇaso, yadi abbhutadhammaso—was es auch sei, ob Aussagen, Mischungen aus Prosa und Dichtung, Gespräche oder erstaunliche Geschichten –

tato tato adhigacchati pāmojjaṁ adhigacchati somanassaṁ. man ist voller Freude und Glück.

Seyyathāpi, bho, puriso ābādhiko dukkhito bāḷhagilāno. Wie wenn ein Mensch mitgenommen, leidend, schwer krank wäre,

Tassa kusalo bhisakko ṭhānaso ābādhaṁ nīhareyya; und ein guter Arzt würde ihn auf der Stelle heilen.

evamevaṁ kho, bho, yato yato tassa bhoto gotamassa dhammaṁ suṇāti—Ebenso ist es, wenn man Herrn Gotama lehren hört –

yadi suttaso, yadi geyyaso, yadi veyyākaraṇaso, yadi abbhutadhammaso—was es auch sei, ob Aussagen, Mischungen aus Prosa und Dichtung, Gespräche oder erstaunliche Geschichten –

tato tato sokaparidevadukkhadomanassupāyāsā abbhatthaṁ gacchanti. man macht Kummer, Klage, Schmerz, Traurigkeit und Bedrängnis ein Ende.

Seyyathāpi, bho, pokkharaṇī acchodakā sātodakā sītodakā setakā supatitthā ramaṇīyā. Wie wenn da ein Lotusteich mit klarem, süßem, kühlem Wasser wäre, sauber, mit sanft abfallenden Ufern, entzückend.

Atha puriso āgaccheyya ghammābhitatto ghammapareto kilanto tasito pipāsito. Dann käme da ein Mensch, der sich unter der brütenden Hitze abmühte, der erschöpft, durstig und ausgedörrt wäre.

So taṁ pokkharaṇiṁ ogāhetvā nhātvā ca pivitvā ca sabbadarathakilamathapariḷāhaṁ paṭippassambheyya. Er würde in den Lotusteich eintauchen, baden und trinken. Schließlich würden seine Abgeschlagenheit, Erschöpfung und Entkräftung abklingen.

Evamevaṁ kho, bho, yato yato tassa bhoto gotamassa dhammaṁ suṇāti—Ebenso ist es, wenn man Herrn Gotama lehren hört –

yadi suttaso, yadi geyyaso, yadi veyyākaraṇaso, yadi abbhutadhammaso—was es auch sei, ob Aussagen, Mischungen aus Prosa und Dichtung, Gespräche oder erstaunliche Geschichten –

tato tato sabbadarathakilamathapariḷāhā paṭippassambhantī”ti. dann klingen alle Abgeschlagenheit, Erschöpfung und Entkräftung ab.“

Evaṁ vutte, kāraṇapālī brāhmaṇo uṭṭhāyāsanā ekaṁsaṁ uttarāsaṅgaṁ karitvā dakkhiṇaṁ jāṇumaṇḍalaṁ pathaviyaṁ nihantvā yena bhagavā tenañjaliṁ paṇāmetvā tikkhattuṁ udānaṁ udānesi: Auf diese Worte erhob sich der Brahmane Kāraṇapālī von seinem Sitz, ordnete seine Robe über einer Schulter, ließ sich auf das rechte Knie nieder, erhob seine zusammengelegten Hände in Richtung des Buddha und drückte dreimal dieses innige Gefühl aus:

“Namo tassa bhagavato arahato sammāsambuddhassa. „Ehre diesem Gesegneten, dem Vollendeten, dem vollkommen erwachten Buddha!

Namo tassa bhagavato arahato sammāsambuddhassa. Ehre diesem Gesegneten, dem Vollendeten, dem vollkommen erwachten Buddha!

Namo tassa bhagavato arahato sammāsambuddhassāti. Ehre diesem Gesegneten, dem Vollendeten, dem vollkommen erwachten Buddha!

Abhikkantaṁ, bho piṅgiyāni, abhikkantaṁ, bho piṅgiyāni. Vortrefflich, Herr Piṅgiyānī! Vortrefflich!

Seyyathāpi, bho piṅgiyāni, nikkujjitaṁ vā ukkujjeyya paṭicchannaṁ vā vivareyya, mūḷhassa vā maggaṁ ācikkheyya andhakāre vā telapajjotaṁ dhāreyya: ‘cakkhumanto rūpāni dakkhantī’ti; evamevaṁ bhotā piṅgiyāninā anekapariyāyena dhammo pakāsito. Als würde er das Umgestürzte aufrichten oder das Verborgene enthüllen oder den Verirrten den Weg weisen oder im Dunkeln ein Licht anzünden, sodass Menschen mit klaren Augen sehen könnten, was da ist, so hat Herr Piṅgiyānī die Lehre auf vielerlei Weise klargemacht.

Esāhaṁ, bho piṅgiyāni, taṁ bhavantaṁ gotamaṁ saraṇaṁ gacchāmi dhammañca bhikkhusaṅghañca. Ich nehme Zuflucht zu Herrn Gotama, zur Lehre und zum Saṅgha der Mönche und Nonnen.

Upāsakaṁ maṁ bhavaṁ piṅgiyānī dhāretu, ajjatagge pāṇupetaṁ saraṇaṁ gatan”ti. Von diesem Tag an soll Herr Piṅgiyānī mich als Laienschüler in Erinnerung behalten, der für sein ganzes Leben Zuflucht genommen hat.“

Catutthaṁ.
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