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Aṅguttara Nikāya 6.58 Nummerierte Lehrreden 6.58

6. Mahāvagga 6. Das große Kapitel

Āsavasutta Befleckungen

“Chahi, bhikkhave, dhammehi samannāgato bhikkhu āhuneyyo hoti pāhuneyyo dakkhiṇeyyo añjalikaraṇīyo anuttaraṁ puññakkhettaṁ lokassa. „Mönche und Nonnen, ein Mönch, der sechs Eigenschaften besitzt, ist einer den Göttern gewidmeten Gabe würdig, der Gastfreundschaft würdig, einer religiösen Gabe würdig, des Grußes mit zusammengelegten Händen würdig und ist das unübertreffliche Feld für Verdienst für die Welt.

Katamehi chahi? Welche sechs?

Idha, bhikkhave, bhikkhuno ye āsavā saṁvarā pahātabbā te saṁvarena pahīnā honti, Da hat ein Mönch die Befleckungen, die durch Zügelung aufgegeben werden müssen, durch Zügelung aufgegeben.

ye āsavā paṭisevanā pahātabbā te paṭisevanāya pahīnā honti, Die Befleckungen, die durch die Art des Gebrauchs aufgegeben werden müssen, hat er durch die Art des Gebrauchs aufgegeben.

ye āsavā adhivāsanā pahātabbā te adhivāsanāya pahīnā honti, Die Befleckungen, die durch Ertragen aufgegeben werden müssen, hat er durch Ertragen aufgegeben.

ye āsavā parivajjanā pahātabbā te parivajjanāya pahīnā honti, Die Befleckungen, die durch Meiden aufgegeben werden müssen, hat er durch Meiden aufgegeben.

ye āsavā vinodanā pahātabbā te vinodanāya pahīnā honti, Die Befleckungen, die durch Beseitigen aufgegeben werden müssen, hat er durch Beseitigen aufgegeben.

ye āsavā bhāvanā pahātabbā te bhāvanāya pahīnā honti. Die Befleckungen, die durch Entwickeln aufgegeben werden müssen, hat er durch Entwickeln aufgegeben.

Katame ca, bhikkhave, āsavā saṁvarā pahātabbā ye saṁvarena pahīnā honti? Und was sind die Befleckungen, die durch Zügelung aufgegeben werden müssen?

Idha, bhikkhave, bhikkhu paṭisaṅkhā yoniso cakkhundriyasaṁvarasaṁvuto viharati. Da denkt ein Mönch gründlich nach und lebt mit gezügeltem Sehvermögen.

Yaṁ hissa, bhikkhave, cakkhundriyasaṁvaraṁ asaṁvutassa viharato uppajjeyyuṁ āsavā vighātapariḷāhā, cakkhundriyasaṁvaraṁ saṁvutassa viharato evaṁsa te āsavā vighātapariḷāhā na honti. Denn die bedrängenden, fiebrigen Befleckungen, die entstehen können, wenn man das Sehvermögen nicht zügelt, entstehen nicht, wenn man es zügelt.

Paṭisaṅkhā yoniso sotindriya …pe… Er denkt gründlich nach und lebt mit gezügeltem Hörvermögen …

ghānindriya … mit gezügeltem Riechvermögen …

jivhindriya … mit gezügeltem Schmeckvermögen …

kāyindriya … mit gezügeltem Körperempfindungsvermögen …

manindriyasaṁvarasaṁvuto viharati. und mit gezügeltem Vorstellungsvermögen.

Yaṁ hissa, bhikkhave, manindriyasaṁvaraṁ asaṁvutassa viharato uppajjeyyuṁ āsavā vighātapariḷāhā, manindriyasaṁvaraṁ saṁvutassa viharato evaṁsa te āsavā vighātapariḷāhā na honti. Denn die bedrängenden, fiebrigen Befleckungen, die entstehen können, wenn man das Vorstellungsvermögen nicht zügelt, entstehen nicht, wenn man es zügelt.

Ime vuccanti, bhikkhave, āsavā saṁvarā pahātabbā ye saṁvarena pahīnā honti. Das nennt man die Befleckungen, die durch Zügelung aufgegeben werden müssen.

Katame ca, bhikkhave, āsavā paṭisevanā pahātabbā ye paṭisevanāya pahīnā honti? Und was sind die Befleckungen, die durch die Art des Gebrauchs aufgegeben werden müssen?

Idha, bhikkhave, bhikkhu paṭisaṅkhā yoniso cīvaraṁ paṭisevati: Da denkt ein Mönch gründlich nach, wenn er seine Robe benutzt:

‘yāvadeva sītassa paṭighātāya, uṇhassa paṭighātāya, ḍaṁsamakasavātātapasarīsapasamphassānaṁ paṭighātāya, yāvadeva hirikopīnapaṭicchādanatthaṁ’. ‚Nur, um Kälte und Hitze abzuwehren, um die Berührung von Fliegen, Stechmücken, Wind, Sonne und Kriechtieren abzuwehren und um die Schamteile zu bedecken.‘

Paṭisaṅkhā yoniso piṇḍapātaṁ paṭisevati: Er denkt gründlich nach, wenn er sein Almosen verzehrt:

‘neva davāya na madāya na maṇḍanāya na vibhūsanāya, yāvadeva imassa kāyassa ṭhitiyā yāpanāya, vihiṁsūparatiyā brahmacariyānuggahāya, iti purāṇañca vedanaṁ paṭihaṅkhāmi, navañca vedanaṁ na uppādessāmi, yātrā ca me bhavissati anavajjatā ca phāsuvihāro ca’. ‚Nicht zum Spaß, zum Schwelgen, zur Zier und zum Schmuck, sondern nur, um diesen Körper zu erhalten, um Schaden abzuwenden und das geistliche Leben zu fördern; so werde ich altes Unbehagen beenden und neues nicht entstehen lassen, und ich werde durchhalten und ohne Tadel und unbeschwert leben können.‘

Paṭisaṅkhā yoniso senāsanaṁ paṭisevati: Er denkt gründlich nach, wenn er eine Unterkunft benutzt:

‘yāvadeva sītassa paṭighātāya, uṇhassa paṭighātāya, ḍaṁsamakasavātātapasarīsapasamphassānaṁ paṭighātāya, yāvadeva utuparissayavinodanapaṭisallānārāmatthaṁ’. ‚Nur, um Kälte und Hitze abzuwehren, um die Berührung von Fliegen, Stechmücken, Wind, Sonne und Kriechtieren abzuwehren, um vor schlechtem Wetter zu schützen und um mich an der Klausur zu erfreuen.‘

Paṭisaṅkhā yoniso gilānapaccayabhesajjaparikkhāraṁ paṭisevati: Er denkt gründlich nach, wenn er Arznei und Krankenversorgung benutzt:

‘yāvadeva uppannānaṁ veyyābādhikānaṁ vedanānaṁ paṭighātāya, abyābajjhaparamatāyā’ti. ‚Nur, um die Beschwerden der Krankheit abzuwehren und die Gesundheit zu fördern.‘

Yaṁ hissa, bhikkhave, appaṭisevato uppajjeyyuṁ āsavā vighātapariḷāhā, paṭisevato evaṁsa te āsavā vighātapariḷāhā na honti. Denn die bedrängenden, fiebrigen Befleckungen, die entstehen können, wenn man diese Dinge nicht so gebraucht, entstehen nicht, wenn man sie so gebraucht.

Ime vuccanti, bhikkhave, āsavā paṭisevanā pahātabbā ye paṭisevanāya pahīnā honti. Das nennt man die Befleckungen, die durch die Art des Gebrauchs aufgegeben werden müssen.

Katame ca, bhikkhave, āsavā adhivāsanā pahātabbā ye adhivāsanāya pahīnā honti? Und was sind die Befleckungen, die durch Ertragen aufgegeben werden müssen?

Idha, bhikkhave, bhikkhu paṭisaṅkhā yoniso khamo hoti sītassa uṇhassa, jighacchāya, pipāsāya, ḍaṁsamakasavātātapasarīsapasamphassānaṁ, duruttānaṁ durāgatānaṁ vacanapathānaṁ, uppannānaṁ sārīrikānaṁ vedanānaṁ dukkhānaṁ tibbānaṁ kharānaṁ kaṭukānaṁ asātānaṁ amanāpānaṁ pāṇaharānaṁ adhivāsakajātiko hoti. Da denkt ein Mönch gründlich nach und erträgt Kälte, Hitze, Hunger und Durst; er erträgt die Berührung von Fliegen, Stechmücken, Wind, Sonne und Kriechtieren; er erträgt rauen und unlieben Tadel und nimmt körperliche Schmerzen hin – scharfe, heftige, brennende, lästige, unangenehme, lebensbedrohende.

Yaṁ hissa, bhikkhave, anadhivāsato uppajjeyyuṁ āsavā vighātapariḷāhā, adhivāsato evaṁsa te āsavā vighātapariḷāhā na honti. Denn die bedrängenden, fiebrigen Befleckungen, die entstehen können, wenn man diese Dinge nicht erträgt, entstehen nicht, wenn man sie erträgt.

Ime vuccanti, bhikkhave, āsavā adhivāsanā pahātabbā ye adhivāsanāya pahīnā honti. Das nennt man die Befleckungen, die durch Ertragen aufgegeben werden müssen.

Katame ca, bhikkhave, āsavā parivajjanā pahātabbā ye parivajjanāya pahīnā honti? Und was sind die Befleckungen, die durch Meiden aufgegeben werden müssen?

Idha, bhikkhave, bhikkhu paṭisaṅkhā yoniso caṇḍaṁ hatthiṁ parivajjeti, caṇḍaṁ assaṁ parivajjeti, caṇḍaṁ goṇaṁ parivajjeti, caṇḍaṁ kukkuraṁ parivajjeti, ahiṁ khāṇuṁ kaṇṭakaṭṭhānaṁ sobbhaṁ papātaṁ candanikaṁ oḷigallaṁ, yathārūpe anāsane nisinnaṁ, yathārūpe agocare carantaṁ, yathārūpe pāpake mitte bhajantaṁ viññū sabrahmacārī pāpakesu ṭhānesu okappeyyuṁ, so tañca anāsanaṁ tañca agocaraṁ te ca pāpake mitte paṭisaṅkhā yoniso parivajjeti. Da denkt ein Mönch gründlich nach und meidet einen wilden Elefanten, ein wildes Pferd, einen wilden Ochsen oder einen wilden Hund. Er meidet eine Schlange, einen Baumstrunk, dorniges Gelände, eine Grube, eine Klippe, einen Sumpf oder eine Jauchegrube. Er denkt gründlich nach und vermeidet, sich auf einen unpassenden Sitz zu setzen, durch ein unpassendes Viertel zu gehen, mit schlechten Freunden zusammen zu sein – er meidet alles, was vernünftige geistliche Gefährten für eine schlechte Umgebung halten würden.

Yaṁ hissa, bhikkhave, aparivajjayato uppajjeyyuṁ āsavā vighātapariḷāhā, parivajjayato evaṁsa te āsavā vighātapariḷāhā na honti. Denn die bedrängenden, fiebrigen Befleckungen, die entstehen können, wenn man diese Dinge nicht meidet, entstehen nicht, wenn man sie meidet.

Ime vuccanti, bhikkhave, āsavā parivajjanā pahātabbā ye parivajjanāya pahīnā honti. Das nennt man die Befleckungen, die durch Meiden aufgegeben werden müssen.

Katame ca, bhikkhave, āsavā vinodanā pahātabbā ye vinodanāya pahīnā honti? Und was sind die Befleckungen, die durch Beseitigen aufgegeben werden müssen?

Idha, bhikkhave, bhikkhu paṭisaṅkhā yoniso uppannaṁ kāmavitakkaṁ nādhivāseti pajahati vinodeti byantīkaroti anabhāvaṁ gameti, Da denkt ein Mönch gründlich nach und duldet einen sinnlichen,

paṭisaṅkhā yoniso uppannaṁ byāpādavitakkaṁ … böswilligen

uppannaṁ vihiṁsāvitakkaṁ … oder grausamen Gedanken, der aufgekommen ist, nicht.

uppannuppanne pāpake akusale dhamme nādhivāseti pajahati vinodeti byantīkaroti anabhāvaṁ gameti. Er duldet keine schlechten, untauglichen Eigenschaften, die aufgekommen sind. Er gibt sie auf, macht sich von ihnen los, beseitigt sie und merzt sie aus.

Yaṁ hissa, bhikkhave, avinodayato uppajjeyyuṁ āsavā vighātapariḷāhā, vinodayato evaṁsa te āsavā vighātapariḷāhā na honti. Denn die bedrängenden, fiebrigen Befleckungen, die entstehen können, wenn man diese Dinge nicht beseitigt, entstehen nicht, wenn man sie beseitigt.

Ime vuccanti, bhikkhave, āsavā vinodanā pahātabbā ye vinodanāya pahīnā honti. Das nennt man die Befleckungen, die durch Beseitigen aufgegeben werden müssen.

Katame ca, bhikkhave, āsavā bhāvanā pahātabbā ye bhāvanāya pahīnā honti? Und was sind die Befleckungen, die durch Entwickeln aufgegeben werden müssen?

Idha, bhikkhave, bhikkhu paṭisaṅkhā yoniso satisambojjhaṅgaṁ bhāveti vivekanissitaṁ virāganissitaṁ nirodhanissitaṁ vosaggapariṇāmiṁ, Da denkt ein Mönch gründlich nach und entwickelt die Faktoren des Erwachens Achtsamkeit,

paṭisaṅkhā yoniso dhammavicayasambojjhaṅgaṁ bhāveti … Erforschung der Gesetzmäßigkeiten,

vīriyasambojjhaṅgaṁ bhāveti … Energie,

pītisambojjhaṅgaṁ bhāveti … Ekstase,

passaddhisambojjhaṅgaṁ bhāveti … Stille,

samādhisambojjhaṅgaṁ bhāveti … Versenkung

upekkhāsambojjhaṅgaṁ bhāveti vivekanissitaṁ virāganissitaṁ nirodhanissitaṁ vosaggapariṇāmiṁ. und Gleichmut, die sich auf Abgeschiedenheit, Schwinden und Aufhören stützen und zum Loslassen heranreifen.

Yaṁ hissa, bhikkhave, abhāvayato uppajjeyyuṁ āsavā vighātapariḷāhā, bhāvayato evaṁsa te āsavā vighātapariḷāhā na honti. Denn die bedrängenden, fiebrigen Befleckungen, die entstehen können, wenn man diese Dinge nicht entwickelt, entstehen nicht, wenn man sie entwickelt.

Ime vuccanti, bhikkhave, āsavā bhāvanā pahātabbā ye bhāvanāya pahīnā honti. Das nennt man die Befleckungen, die durch Entwickeln aufgegeben werden müssen.

Imehi kho, bhikkhave, chahi dhammehi samannāgato bhikkhu āhuneyyo hoti pāhuneyyo dakkhiṇeyyo añjalikaraṇīyo anuttaraṁ puññakkhettaṁ lokassā”ti. Ein Mönch, der diese sechs Eigenschaften besitzt, ist einer den Göttern gewidmeten Gabe würdig, der Gastfreundschaft würdig, einer religiösen Gabe würdig, des Grußes mit zusammengelegten Händen würdig und ist das unübertreffliche Feld für Verdienst für die Welt.“

Catutthaṁ.
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