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Aṅguttara Nikāya 7.53 Nummerierte Lehrreden 7.53

5. Mahāyaññavagga 5. Das Kapitel über ein großes Opfer

Nandamātāsutta Nandas Mutter

Evaṁ me sutaṁ—So habe ich es gehört:

ekaṁ samayaṁ āyasmā ca sāriputto āyasmā ca mahāmoggallāno dakkhiṇāgirismiṁ cārikaṁ caranti mahatā bhikkhusaṅghena saddhiṁ. Einmal wanderten der Ehrwürdige Sāriputta und der Ehrwürdige Mahāmoggallāna mit einem großen Saṅgha von Mönchen und Nonnen durch die Südlichen Hügel.

Tena kho pana samayena veḷukaṇḍakī nandamātā upāsikā rattiyā paccūsasamayaṁ paccuṭṭhāya pārāyanaṁ sarena bhāsati. Nun stand da die Laienfrau Veḷukaṇṭakī, Nandas Mutter, beim ersten Morgengrauen auf und sagte die Strophen des ‚Weges zum anderen Ufer‘ auf.

Tena kho pana samayena vessavaṇo mahārājā uttarāya disāya dakkhiṇaṁ disaṁ gacchati kenacideva karaṇīyena. Zu der Zeit war der Große König Vessavaṇa gerade in einer Sache auf dem Weg von Norden nach Süden.

Assosi kho vessavaṇo mahārājā nandamātāya upāsikāya pārāyanaṁ sarena bhāsantiyā, sutvā kathāpariyosānaṁ āgamayamāno aṭṭhāsi. Er hörte Nandas Mutter den Text aufsagen, stand da und wartete, bis sie fertig war.

Atha kho nandamātā upāsikā pārāyanaṁ sarena bhāsitvā tuṇhī ahosi. Als sie mit Aufsagen zu Ende war, schwieg Nandas Mutter.

Atha kho vessavaṇo mahārājā nandamātāya upāsikāya kathāpariyosānaṁ viditvā abbhānumodi: Als er erkannte, dass sie zu Ende war, spendete Vessavaṇa ihr Beifall:

“sādhu, bhagini, sādhu, bhaginī”ti. „Gut, Schwester! Gut, Schwester!“

“Ko paneso, bhadramukhā”ti? „Aber wer kannst du wohl sein, Liebster?“

“Ahaṁ te, bhagini, bhātā vessavaṇo, mahārājā”ti. „Schwester, ich bin dein Bruder, der Große König Vessavaṇa.“

“Sādhu, bhadramukha, tena hi yo me ayaṁ dhammapariyāyo bhaṇito idaṁ te hotu ātitheyyan”ti. „Gut, Liebster! Dann mag mein Aufsagen der Lehre mein Gastgeschenk an dich sein.“

“Sādhu, bhagini, etañceva me hotu ātitheyyaṁ. „Gut, Schwester! Und lass auch das dein Gastgeschenk an mich sein:

Sveva sāriputtamoggallānappamukho bhikkhusaṅgho akatapātarāso veḷukaṇḍakaṁ āgamissati, tañca bhikkhusaṅghaṁ parivisitvā mama dakkhiṇaṁ ādiseyyāsi. Morgen wird der Saṅgha der Mönche und Nonnen, angeführt von Sāriputta und Moggallāna, vor dem Frühstück in Veḷukaṇṭa ankommen. Und wenn du den Saṅgha bedient hast, dann widme mir bitte diese religiöse Gabe.

Etañceva me bhavissati ātitheyyan”ti. Dann wird auch das dein Gastgeschenk an mich sein.“

Atha kho nandamātā upāsikā tassā rattiyā accayena sake nivesane paṇītaṁ khādanīyaṁ bhojanīyaṁ paṭiyādāpesi. Als dann die Nacht vorüber war, ließ Nandas Mutter, die Laienfrau, in ihrer eigenen Wohnung köstliche frische und gekochte Speisen zubereiten.

Atha kho sāriputtamoggallānappamukho bhikkhusaṅgho akatapātarāso yena veḷukaṇḍako tadavasari. Dann traf der Saṅgha der Mönche und Nonnen, angeführt von Sāriputta und Moggallāna, in Veḷukaṇṭa ein.

Atha kho nandamātā upāsikā aññataraṁ purisaṁ āmantesi: Da wandte sich Nandas Mutter an einen Mann:

“ehi tvaṁ, ambho purisa, ārāmaṁ gantvā bhikkhusaṅghassa kālaṁ ārocehi: „Bitte, werter Mann, geh zum Kloster und kündige dem Saṅgha an:

‘kālo, bhante, ayyāya nandamātuyā nivesane niṭṭhitaṁ bhattan’”ti. ‚Es ist Zeit, ihr Herren, das Essen steht im Haus der Dame Nandas Mutter bereit.‘“

“Evaṁ, ayye”ti kho so puriso nandamātāya upāsikāya paṭissutvā ārāmaṁ gantvā bhikkhusaṅghassa kālaṁ ārocesi: „Ja, meine Dame“, antwortete der Mann und tat wie geheißen.

“kālo, bhante, ayyāya nandamātuyā nivesane niṭṭhitaṁ bhattan”ti.

Atha kho sāriputtamoggallānappamukho bhikkhusaṅgho pubbaṇhasamayaṁ nivāsetvā pattacīvaramādāya yena nandamātāya upāsikāya nivesanaṁ tenupasaṅkami; upasaṅkamitvā paññatte āsane nisīdi. Da kleidete sich der Saṅgha der Mönche und Nonnen, angeführt von Sāriputta und Moggallāna, am Morgen an, nahm Schalen und Roben, ging zur Wohnung von Nandas Mutter und setzte sich dort auf die ausgebreiteten Sitze.

Atha kho nandamātā upāsikā sāriputtamoggallānappamukhaṁ bhikkhusaṅghaṁ paṇītena khādanīyena bhojanīyena sahatthā santappesi sampavāresi. Und Nandas Mutter bewirtete und bediente sie eigenhändig mit köstlichen frischen und gekochten Speisen.

Atha kho nandamātā upāsikā āyasmantaṁ sāriputtaṁ bhuttāviṁ onītapattapāṇiṁ ekamantaṁ nisīdi. Als Sāriputta gegessen und Hand und Schale gewaschen hatte, setzte sie sich zur Seite hin.

Ekamantaṁ nisinnaṁ kho nandamātaraṁ upāsikaṁ āyasmā sāriputto etadavoca: Sāriputta sagte zu ihr:

“ko pana te, nandamāte, bhikkhusaṅghassa abbhāgamanaṁ ārocesī”ti? „Nandas Mutter, wer hat dir gesagt, dass der Saṅgha der Mönche und Nonnen ankommen würde?“

“Idhāhaṁ, bhante, rattiyā paccūsasamayaṁ paccuṭṭhāya pārāyanaṁ sarena bhāsitvā tuṇhī ahosiṁ. „Herr, letzte Nacht bin ich beim ersten Morgengrauen aufgestanden, habe die Strophen des ‚Weges zum anderen Ufer‘ aufgesagt und dann geschwiegen.

Atha kho, bhante, vessavaṇo mahārājā mama kathāpariyosānaṁ viditvā abbhānumodi: Als er erkannte, dass ich zu Ende war, spendete mir der Große König Vessavaṇa Beifall:

‘sādhu, bhagini, sādhu, bhaginī’ti. ‚Gut, Schwester! Gut, Schwester!‘

‘Ko paneso, bhadramukhā’ti? Ich fragte: ‚Aber wer kannst du wohl sein, Liebster?‘

‘Ahaṁ te, bhagini, bhātā vessavaṇo, mahārājā’ti. ‚Schwester, ich bin dein Bruder, der Große König Vessavaṇa.‘

‘Sādhu, bhadramukha, tena hi yo me ayaṁ dhammapariyāyo bhaṇito idaṁ te hotu ātitheyyan’ti. ‚Gut, Liebster! Dann mag mein Aufsagen der Lehre mein Gastgeschenk an dich sein.‘

‘Sādhu, bhagini, etañceva me hotu ātitheyyaṁ. ‚Gut, Schwester! Und lass auch das dein Gastgeschenk an mich sein:

Sveva sāriputtamoggallānappamukho bhikkhusaṅgho akatapātarāso veḷukaṇḍakaṁ āgamissati, tañca bhikkhusaṅghaṁ parivisitvā mama dakkhiṇaṁ ādiseyyāsi. Morgen wird der Saṅgha der Mönche und Nonnen, angeführt von Sāriputta und Moggallāna, vor dem Frühstück in Veḷukaṇṭa ankommen. Und wenn du den Saṅgha bedient hast, dann widme mir bitte diese religiöse Gabe.

Etañceva me bhavissati ātitheyyan’ti. Dann wird auch das dein Gastgeschenk an mich sein.‘

Yadidaṁ, bhante, dāne puññañca puññamahī ca taṁ vessavaṇassa mahārājassa sukhāya hotū”ti. Daher, Herr, sei das Verdienst und das Blühen des Verdienstes aus dieser Gabe für das Glück des Großen Königs Vessavaṇa.“

“Acchariyaṁ, nandamāte, abbhutaṁ, nandamāte. „Es ist unglaublich, Nandas Mutter, es ist erstaunlich,

Yatra hi nāma vessavaṇena mahārājena evaṁmahiddhikena evaṁmahesakkhena devaputtena sammukhā sallapissasī”ti. dass du dich mit einem so gewaltigen und einflussreichen Gott wie Vessavaṇa von Angesicht zu Angesicht unterhältst!“

“Na kho me, bhante, eseva acchariyo abbhuto dhammo. „Herr, das ist nicht meine einzige unglaubliche und erstaunliche Eigenschaft;

Atthi me aññopi acchariyo abbhuto dhammo. ich besitze noch eine weitere.

Idha me, bhante, nando nāma ekaputtako piyo manāpo. Ich hatte einen einzigen Sohn mit Namen Nanda, der mir lieb und teuer war.

Taṁ rājāno kismiñcideva pakaraṇe okassa pasayha jīvitā voropesuṁ. Die Herrscher entführten ihn gewaltsam unter einem Vorwand und ließen ihn hinrichten.

Tasmiṁ kho panāhaṁ, bhante, dārake gahite vā gayhamāne vā vadhe vā vajjhamāne vā hate vā haññamāne vā nābhijānāmi cittassa aññathattan”ti. Aber ich kann mich nicht erinnern, dass ich mich aufgeregt hätte, als mein Sohn in Haft war oder verhaftet wurde, als er gefangen war oder gefangen genommen wurde, als er umgebracht war oder umgebracht wurde.“

“Acchariyaṁ, nandamāte, abbhutaṁ nandamāte. „Es ist unglaublich, Nandas Mutter, es ist erstaunlich,

Yatra hi nāma cittuppādampi parisodhessasī”ti. dass du selbst das Aufkommen eines Gedankens läuterst.“

“Na kho me, bhante, eseva acchariyo abbhuto dhammo. „Herr, das ist nicht meine einzige unglaubliche und erstaunliche Eigenschaft;

Atthi me aññopi acchariyo abbhuto dhammo. ich besitze noch eine weitere.

Idha me, bhante, sāmiko kālaṅkato aññataraṁ yakkhayoniṁ upapanno. Als mein Mann starb, wurde er in einem der Geisterreiche wiedergeboren.

So me teneva purimena attabhāvena uddassesi. Er zeigte mir seine frühere Verkörperung.

Na kho panāhaṁ, bhante, abhijānāmi tatonidānaṁ cittassa aññathattan”ti. Aber ich kann mich nicht erinnern, dass ich mich darüber aufgeregt hätte.“

“Acchariyaṁ, nandamāte, abbhutaṁ, nandamāte. „Es ist unglaublich, Nandas Mutter, es ist erstaunlich,

Yatra hi nāma cittuppādampi parisodhessasī”ti. dass du selbst das Aufkommen eines Gedankens läuterst.“

“Na kho me, bhante, eseva acchariyo abbhuto dhammo. „Herr, das ist nicht meine einzige unglaubliche und erstaunliche Eigenschaft;

Atthi me aññopi acchariyo abbhuto dhammo. ich besitze noch eine weitere.

Yatohaṁ, bhante, sāmikassa daharasseva daharā ānītā nābhijānāmi sāmikaṁ manasāpi aticaritā, kuto pana kāyenā”ti. Seit der Zeit, als wir beide jung waren und ich meinem Mann bei der Hochzeit zugeführt wurde, kann ich mich nicht erinnern, dass ich ihn auch nur in Gedanken betrogen hätte, erst recht nicht in Taten.“

“Acchariyaṁ, nandamāte, abbhutaṁ, nandamāte. „Es ist unglaublich, Nandas Mutter, es ist erstaunlich,

Yatra hi nāma cittuppādampi parisodhessasī”ti. dass du selbst das Aufkommen eines Gedankens läuterst.“

“Na kho me, bhante, eseva acchariyo abbhuto dhammo. „Herr, das ist nicht meine einzige unglaubliche und erstaunliche Eigenschaft;

Atthi me aññopi acchariyo abbhuto dhammo. ich besitze noch eine weitere.

Yadāhaṁ, bhante, upāsikā paṭidesitā nābhijānāmi kiñci sikkhāpadaṁ sañcicca vītikkamitā”ti. Seit der Zeit, da ich mich selbst zur Laienschülerin erklärt habe, kann ich mich nicht erinnern, je absichtlich eine Schulungsregel verletzt zu haben.“

“Acchariyaṁ, nandamāte, abbhutaṁ, nandamāte”ti. „Es ist unglaublich, Nandas Mutter, es ist erstaunlich!“

“Na kho me, bhante, eseva acchariyo abbhuto dhammo. „Herr, das ist nicht meine einzige unglaubliche und erstaunliche Eigenschaft;

Atthi me aññopi acchariyo abbhuto dhammo. ich besitze noch eine weitere.

Idhāhaṁ, bhante, yāvade ākaṅkhāmi vivicceva kāmehi vivicca akusalehi dhammehi savitakkaṁ savicāraṁ vivekajaṁ pītisukhaṁ paṭhamaṁ jhānaṁ upasampajja viharāmi. Ganz abgeschieden von den Sinnenfreuden, abgeschieden von untauglichen Eigenschaften, trete ich, wann immer ich will, in die erste Vertiefung ein und verweile darin; da gibt es aus Abgeschiedenheit geborene Ekstase und Seligkeit, während man den Geist ausrichtet und hält.

Vitakkavicārānaṁ vūpasamā ajjhattaṁ sampasādanaṁ cetaso ekodibhāvaṁ avitakkaṁ avicāraṁ vivekajaṁ pītisukhaṁ dutiyaṁ jhānaṁ upasampajja viharāmi. Wenn das Ausrichten und Halten des Geistes sich beruhigt, trete ich in die zweite Vertiefung ein und verweile darin; da gibt es aus Versenkung geborene Ekstase und Seligkeit, mit innerer Klarheit und geeintem Geist, ohne Ausrichten und Halten.

Pītiyā ca virāgā upekkhikā ca viharāmi satā ca sampajānā sukhañca kāyena paṭisaṁvedemi, yaṁ taṁ ariyā ācikkhanti: ‘upekkhako satimā sukhavihārī’ti tatiyaṁ jhānaṁ upasampajja viharāmi. Und mit dem Schwinden der Ekstase trete ich in die dritte Vertiefung ein und verweile darin; da meditiere ich mit Gleichmut, achtsam und bewusst, und erfahre persönlich die Seligkeit, von der die Edlen erklären: ‚Gleichmütig und achtsam meditiert man in Seligkeit.‘

Sukhassa ca pahānā dukkhassa ca pahānā pubbeva somanassadomanassānaṁ atthaṅgamā adukkhamasukhaṁ upekkhāsatipārisuddhiṁ catutthaṁ jhānaṁ upasampajja viharāmī”ti. Indem ich Glück und Schmerz aufgebe, und mit dem Enden früherer Fröhlichkeit und Traurigkeit, trete ich in die vierte Vertiefung ein und verweile darin, ohne Glück oder Schmerz, mit reinem Gleichmut und reiner Achtsamkeit.“

“Acchariyaṁ, nandamāte, abbhutaṁ, nandamāte”ti. „Es ist unglaublich, Nandas Mutter, es ist erstaunlich!“

“Na kho me, bhante, eseva acchariyo abbhuto dhammo. „Herr, das ist nicht meine einzige unglaubliche und erstaunliche Eigenschaft;

Atthi me aññopi acchariyo abbhuto dhammo. ich besitze noch eine weitere.

Yānimāni, bhante, bhagavatā desitāni pañcorambhāgiyāni saṁyojanāni nāhaṁ tesaṁ kiñci attani appahīnaṁ samanupassāmī”ti. Von den fünf niederen Fesseln, die vom Buddha gelehrt wurden, sehe ich keine, die ich nicht aufgegeben hätte.“

“Acchariyaṁ, nandamāte, abbhutaṁ, nandamāte”ti. „Es ist unglaublich, Nandas Mutter, es ist erstaunlich!“

Atha kho āyasmā sāriputto nandamātaraṁ upāsikaṁ dhammiyā kathāya sandassetvā samādapetvā samuttejetvā sampahaṁsetvā uṭṭhāyāsanā pakkāmīti. Dann leitete der Ehrwürdige Sāriputta Nandas Mutter mit einem Dhammavortrag an, ermunterte sie, begeisterte sie und regte sie an. Darauf erhob er sich von seinem Sitz und ging.

Dasamaṁ.

Mahāyaññavaggo pañcamo.

Tassuddānaṁ

Ṭhiti ca parikkhāraṁ dve,

aggī saññā ca dve parā;

Methunā saṁyogo dānaṁ,

nandamātena te dasāti.

Paṇṇāsako samatto.
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