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Aṅguttara Nikāya 7.69 Nummerierte Lehrreden 7.69

7. Mahāvagga 7. Das große Kapitel

Pāricchattakasutta Der Sonnenschirm-Orchideenbaum

“Yasmiṁ, bhikkhave, samaye devānaṁ tāvatiṁsānaṁ pāricchattako koviḷāro paṇḍupalāso hoti, attamanā, bhikkhave, devā tāvatiṁsā tasmiṁ samaye honti: „Mönche und Nonnen, wenn am Sonnenschirm-Orchideenbaum der Götter der Dreiunddreißig die Blätter braun werden, sind die Götter freudig bewegt:

‘paṇḍupalāso dāni pāricchattako koviḷāro nacirasseva dāni pannapalāso bhavissatī’ti. ‚Am Sonnenschirm-Orchideenbaum sind die Blätter jetzt braun geworden! Nicht mehr lange, und sie werden fallen.‘

Yasmiṁ, bhikkhave, samaye devānaṁ tāvatiṁsānaṁ pāricchattako koviḷāro pannapalāso hoti, attamanā, bhikkhave, devā tāvatiṁsā tasmiṁ samaye honti: Wenn die Blätter gefallen sind, sind die Götter freudig bewegt:

‘pannapalāso dāni pāricchattako koviḷāro nacirasseva dāni jālakajāto bhavissatī’ti. ‚Am Sonnenschirm-Orchideenbaum sind die Blätter jetzt gefallen! Nicht mehr lange, und er wird neu auszutreiben beginnen.‘

Yasmiṁ, bhikkhave, samaye devānaṁ tāvatiṁsānaṁ pāricchattako koviḷāro jālakajāto hoti, attamanā, bhikkhave, devā tāvatiṁsā tasmiṁ samaye honti: Wenn der Baum begonnen hat, neu auszutreiben, sind die Götter freudig bewegt:

‘jālakajāto dāni pāricchattako koviḷāro nacirasseva dāni khārakajāto bhavissatī’ti. ‚Der Sonnenschirm-Orchideenbaum hat begonnen, neu auszutreiben! Nicht mehr lange, und die Knospenansätze werden sich bilden.‘

Yasmiṁ, bhikkhave, samaye devānaṁ tāvatiṁsānaṁ pāricchattako koviḷāro khārakajāto hoti, attamanā, bhikkhave, devā tāvatiṁsā tasmiṁ samaye honti: Wenn sich die Knospenansätze gebildet haben, sind die Götter freudig bewegt:

‘khārakajāto dāni pāricchattako koviḷāro nacirasseva dāni kuṭumalakajāto bhavissatī’ti. ‚Am Sonnenschirm-Orchideenbaum haben sich jetzt die Knospenansätze gebildet! Nicht mehr lange, und die Knospen werden sich entwickeln.‘

Yasmiṁ, bhikkhave, samaye devānaṁ tāvatiṁsānaṁ pāricchattako koviḷāro kuṭumalakajāto hoti, attamanā, bhikkhave, devā tāvatiṁsā tasmiṁ samaye honti: Wenn die Knospen sich entwickeln, sind die Götter freudig bewegt:

‘kuṭumalakajāto dāni pāricchattako koviḷāro nacirasseva dāni korakajāto bhavissatī’ti. ‚Am Sonnenschirm-Orchideenbaum haben sich jetzt die Knospen entwickelt! Nicht mehr lange, und sie werden aufbrechen.‘

Yasmiṁ, bhikkhave, samaye devānaṁ tāvatiṁsānaṁ pāricchattako koviḷāro korakajāto hoti, attamanā, bhikkhave, devā tāvatiṁsā tasmiṁ samaye honti: Wenn die Knospen aufgebrochen sind, sind die Götter freudig bewegt:

‘korakajāto dāni pāricchattako koviḷāro nacirasseva dāni sabbaphāliphullo bhavissatī’ti. ‚Am Sonnenschirm-Orchideenbaum sind jetzt die Knospen aufgebrochen! Nicht mehr lange, und er wird in voller Blüte stehen.‘

Yasmiṁ, bhikkhave, samaye devānaṁ tāvatiṁsānaṁ pāricchattako koviḷāro sabbaphāliphullo hoti, attamanā, bhikkhave, devā tāvatiṁsā pāricchattakassa koviḷārassa mūle dibbe cattāro māse pañcahi kāmaguṇehi samappitā samaṅgībhūtā paricārenti. Sabbaphāliphullassa kho pana, bhikkhave, pāricchattakassa koviḷārassa samantā paññāsayojanāni ābhāya phuṭaṁ hoti, anuvātaṁ yojanasataṁ gandho gacchati, Wenn der Sonnenschirm-Orchideenbaum der Götter der Dreiunddreißig in voller Blüte steht, sind die Götter freudig bewegt. Vier himmlische Monate lang vergnügen sie sich nun mit den fünf Arten sinnlicher Erregung, mit denen sie versorgt und ausgestattet sind. Wenn der Sonnenschirm-Orchideenbaum in voller Blüte steht, verbreitet sich sein Glanz fünfzig Meilen weit und sein Duft weht hundert Meilen weit.

ayamānubhāvo pāricchattakassa koviḷārassa. So groß ist die Herrlichkeit des Sonnenschirm-Orchideenbaums.

Evamevaṁ kho, bhikkhave, yasmiṁ samaye ariyasāvako agārasmā anagāriyaṁ pabbajjāya ceteti, paṇḍupalāso, bhikkhave, ariyasāvako tasmiṁ samaye hoti devānaṁva tāvatiṁsānaṁ pāricchattako koviḷāro. Ebenso ist ein edler Schüler, wenn er vorhat, aus dem Haus fortzuziehen ins hauslose Leben, wie der Sonnenschirm-Orchideenbaum, wenn seine Blätter braun werden.

Yasmiṁ, bhikkhave, samaye ariyasāvako kesamassuṁ ohāretvā kāsāyāni vatthāni acchādetvā agārasmā anagāriyaṁ pabbajito hoti, pannapalāso, bhikkhave, ariyasāvako tasmiṁ samaye hoti devānaṁva tāvatiṁsānaṁ pāricchattako koviḷāro. Wenn ein edler Schüler sich Haar und Bart rasiert, ockerfarbene Roben anlegt und aus dem Haus fortzieht ins hauslose Leben, ist er wie der Sonnenschirm-Orchideenbaum, wenn seine Blätter fallen.

Yasmiṁ, bhikkhave, samaye ariyasāvako vivicceva kāmehi …pe… paṭhamaṁ jhānaṁ upasampajja viharati, Wenn ein edler Schüler, ganz abgeschieden von den Sinnenfreuden, abgeschieden von untauglichen Eigenschaften, in die erste Vertiefung eintritt und darin verweilt – wo es aus Abgeschiedenheit geborene Ekstase und Seligkeit gibt, während man den Geist ausrichtet und hält –,

jālakajāto, bhikkhave, ariyasāvako tasmiṁ samaye hoti devānaṁva tāvatiṁsānaṁ pāricchattako koviḷāro. dann ist er wie der Sonnenschirm-Orchideenbaum, wenn er neu auszutreiben beginnt.

Yasmiṁ, bhikkhave, samaye ariyasāvako vitakkavicārānaṁ vūpasamā …pe… dutiyaṁ jhānaṁ upasampajja viharati, Wenn ein edler Schüler, wenn das Ausrichten und Halten des Geistes sich beruhigt, in die zweite Vertiefung eintritt und darin verweilt – wo es aus Versenkung geborene Ekstase und Seligkeit gibt, mit innerer Klarheit und geeintem Geist, ohne Ausrichten und Halten –,

khārakajāto, bhikkhave, ariyasāvako tasmiṁ samaye hoti devānaṁva tāvatiṁsānaṁ pāricchattako koviḷāro. dann ist er wie der Sonnenschirm-Orchideenbaum, wenn sich die Knospenansätze bilden.

Yasmiṁ, bhikkhave, samaye ariyasāvako pītiyā ca virāgā …pe… tatiyaṁ jhānaṁ upasampajja viharati, Wenn ein edler Schüler mit dem Schwinden der Ekstase in die dritte Vertiefung eintritt und darin verweilt – wo man mit Gleichmut meditiert, achtsam und bewusst, und persönlich die Seligkeit erfährt, von der die Edlen erklären: ‚Gleichmütig und achtsam meditiert man in Seligkeit‘ –,

kuṭumalakajāto, bhikkhave, ariyasāvako tasmiṁ samaye hoti devānaṁva tāvatiṁsānaṁ pāricchattako koviḷāro. dann ist er wie der Sonnenschirm-Orchideenbaum, wenn die Knospen sich entwickeln.

Yasmiṁ, bhikkhave, samaye ariyasāvako sukhassa ca pahānā dukkhassa ca pahānā …pe… catutthaṁ jhānaṁ upasampajja viharati, Wenn ein edler Schüler Glück und Schmerz aufgibt und mit dem Enden früherer Fröhlichkeit und Traurigkeit in die vierte Vertiefung eintritt und darin verweilt – ohne Glück oder Schmerz, mit reinem Gleichmut und reiner Achtsamkeit –,

korakajāto, bhikkhave, ariyasāvako tasmiṁ samaye hoti devānaṁva tāvatiṁsānaṁ pāricchattako koviḷāro. dann ist er wie der Sonnenschirm-Orchideenbaum, wenn die Knospen aufbrechen.

Yasmiṁ, bhikkhave, samaye ariyasāvako āsavānaṁ khayā …pe… sacchikatvā upasampajja viharati, Wenn ein edler Schüler mit der Auflösung der Befleckungen in eben diesem Leben die fleckenlose Freiheit des Herzens erlangt, die fleckenlose Freiheit durch Weisheit, sie durch eigene Einsicht erkennt und darin lebt,

sabbaphāliphullo, bhikkhave, ariyasāvako tasmiṁ samaye hoti devānaṁva tāvatiṁsānaṁ pāricchattako koviḷāro. dann ist er wie der Sonnenschirm-Orchideenbaum, wenn er in voller Blüte steht.

Tasmiṁ, bhikkhave, samaye bhummā devā saddamanussāventi: Zu dieser Zeit erheben die Erdgötter den Ruf:

‘eso itthannāmo āyasmā itthannāmassa āyasmato saddhivihāriko amukamhā gāmā vā nigamā vā agārasmā anagāriyaṁ pabbajito āsavānaṁ khayā anāsavaṁ cetovimuttiṁ paññāvimuttiṁ diṭṭheva dhamme sayaṁ abhiññā sacchikatvā upasampajja viharatī’ti. ‚Dieser Ehrwürdige mit Namen Soundso vom Dorf oder Marktflecken Soundso, der Schützling des Ehrwürdigen mit Namen Soundso, ist aus dem Haus fortgezogen ins hauslose Leben. Er hat mit der Auflösung der Befleckungen in eben diesem Leben die fleckenlose Freiheit des Herzens erlangt, die fleckenlose Freiheit durch Weisheit, hat sie durch eigene Einsicht erkannt und lebt darin.‘

Bhummānaṁ devānaṁ saddaṁ sutvā cātumahārājikā devā …pe… Wenn sie den Ruf der Erdgötter hören, erheben die Götter der vier großen Könige …

tāvatiṁsā devā … die Götter der Dreiunddreißig …

yāmā devā … die Yama-Götter …

tusitā devā … die freudvollen Götter …

nimmānaratī devā … die Götter, die das Ersinnen lieben …

paranimmitavasavattī devā … die Götter, die über das herrschen, was andere ersinnen …

brahmakāyikā devā saddamanussāventi: es erheben die Götter aus Brahmās Gefolge den Ruf:

‘eso itthannāmo āyasmā itthannāmassa āyasmato saddhivihāriko amukamhā gāmā vā nigamā vā agārasmā anagāriyaṁ pabbajito āsavānaṁ khayā anāsavaṁ cetovimuttiṁ paññāvimuttiṁ diṭṭheva dhamme sayaṁ abhiññā sacchikatvā upasampajja viharatī’ti. ‚Dieser Ehrwürdige mit Namen Soundso vom Dorf oder Marktflecken Soundso, der Schützling des Ehrwürdigen mit Namen Soundso, ist aus dem Haus fortgezogen ins hauslose Leben. Er hat mit der Auflösung der Befleckungen in eben diesem Leben die fleckenlose Freiheit des Herzens erlangt, die fleckenlose Freiheit durch Weisheit, hat sie durch eigene Einsicht erkannt und lebt darin.‘

Itiha tena khaṇena tena muhuttena yāva brahmalokā saddo abbhuggacchati, Und da, in diesem Moment, dieser Stunde, dringt der Ruf bis in die Brahmāwelt.

ayamānubhāvo khīṇāsavassa bhikkhuno”ti. So groß ist die Herrlichkeit eines Mönchs, der die Befleckungen aufgelöst hat.“

Pañcamaṁ.
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