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Aṅguttara Nikāya 8.54 Nummerierte Lehrreden 8.54
6. Gotamīvagga 6. Das Kapitel mit Gotamī
Dīghajāṇusutta Mit Dīghajāṇu
Ekaṁ samayaṁ bhagavā koliyesu viharati kakkarapattaṁ nāma koliyānaṁ nigamo. Einmal hielt sich der Buddha im Land der Koliyer auf, bei einem Marktflecken der Koliyer mit Namen Kakkarapatta.
Atha kho dīghajāṇu koliyaputto yena bhagavā tenupasaṅkami; upasaṅkamitvā bhagavantaṁ abhivādetvā ekamantaṁ nisīdi. Ekamantaṁ nisinno kho dīghajāṇu koliyaputto bhagavantaṁ etadavoca: Da ging der Koliyer Dīghajāṇu zum Buddha, verbeugte sich, setzte sich zur Seite hin und sagte zu ihm:
“mayaṁ, bhante, gihī kāmabhogino puttasambādhasayanaṁ ajjhāvasāma, kāsikacandanaṁ paccanubhoma, mālāgandhavilepanaṁ dhārayāma, jātarūparajataṁ sādayāma. „Herr, wir sind Laien, die Sinnenfreuden genießen und in unserem Haus voller Kinder leben. Wir benutzen Sandelholz aus Kāsi, tragen Kränze, Düfte und Make-up und nehmen Gold und Zahlungsmittel an.
Tesaṁ no, bhante, bhagavā amhākaṁ tathā dhammaṁ desetu ye amhākaṁ assu dhammā diṭṭhadhammahitāya diṭṭhadhammasukhāya, samparāyahitāya samparāyasukhāyā”ti. Dass der Buddha uns bitte den Dhamma auf eine Art lehre, die zu unserem Nutzen und Glück in diesem und in künftigen Leben ist.“
“Cattārome, byagghapajja, dhammā kulaputtassa diṭṭhadhammahitāya saṁvattanti diṭṭhadhammasukhāya. „Byagghapajja, vier Dinge führen für einen ehrbaren Menschen zu Nutzen und Glück in diesem Leben.
Katame cattāro? Welche vier?
Uṭṭhānasampadā, ārakkhasampadā, kalyāṇamittatā, samajīvitā. Vervollkommnung des Unternehmungsgeistes, des Bewachens, der guten Freundschaft und der maßvollen Lebensführung.
Katamā ca, byagghapajja, uṭṭhānasampadā? Und was ist die Vervollkommnung des Unternehmungsgeistes?
Idha, byagghapajja, kulaputto yena kammaṭṭhānena jīvikaṁ kappeti—Da verdient ein ehrbarer Mensch seinen Lebenserwerb mit Mitteln wie
yadi kasiyā, yadi vaṇijjāya, yadi gorakkhena, yadi issattena, yadi rājaporisena, yadi sippaññatarena—Ackerbau, Handel, Viehzucht, Bogenschießen, einem Regierungsamt oder einem Handwerk.
tattha dakkho hoti analaso, tatrupāyāya vīmaṁsāya samannāgato, alaṁ kātuṁ alaṁ saṁvidhātuṁ. Er versteht, wie die Dinge anzupacken sind, um die Arbeit zu erledigen oder zu veranlassen.
Ayaṁ vuccati, byagghapajja, uṭṭhānasampadā. Das nennt man die Vervollkommnung des Unternehmungsgeistes.
Katamā ca, byagghapajja, ārakkhasampadā? Und was ist die Vervollkommnung des Bewachens?
Idha, byagghapajja, kulaputtassa bhogā honti uṭṭhānavīriyādhigatā bāhābalaparicitā, sedāvakkhittā, dhammikā dhammaladdhā. Da besitzt ein ehrbarer Mensch rechtmäßig erworbenes Vermögen, das er mit seiner Anstrengung und seinem Unternehmungsgeist erarbeitet, mit seinen Händen aufgebaut und im Schweiß seines Angesichts zusammengetragen hat.
Te ārakkhena guttiyā sampādeti: Er stellt sicher, dass es bewacht und gehütet wird:
‘kinti me ime bhoge neva rājāno hareyyuṁ, na corā hareyyuṁ, na aggi ḍaheyya, na udakaṁ vaheyya, na appiyā dāyādā hareyyun’ti. ‚Wie kann ich verhindern, dass mein Vermögen von Herrschern oder Räubern weggenommen, von Feuer verzehrt, von einer Flut fortgerissen oder von ungeliebten Erben genommen wird?‘
Ayaṁ vuccati, byagghapajja, ārakkhasampadā. Das nennt man die Vervollkommnung des Bewachens.
Katamā ca, byagghapajja, kalyāṇamittatā? Und was ist die Vervollkommnung der guten Freundschaft?
Idha, byagghapajja, kulaputto yasmiṁ gāme vā nigame vā paṭivasati, tattha ye te honti—gahapatī vā gahapatiputtā vā daharā vā vuddhasīlino, vuddhā vā vuddhasīlino, saddhāsampannā, sīlasampannā, cāgasampannā, paññāsampannā—tehi saddhiṁ santiṭṭhati sallapati sākacchaṁ samāpajjati; yathārūpānaṁ saddhāsampannānaṁ saddhāsampadaṁ anusikkhati, yathārūpānaṁ sīlasampannānaṁ sīlasampadaṁ anusikkhati, yathārūpānaṁ cāgasampannānaṁ cāgasampadaṁ anusikkhati, yathārūpānaṁ paññāsampannānaṁ paññāsampadaṁ anusikkhati. Da befindet sich ein ehrbarer Mensch in einem Dorf oder einer Stadt. Und an diesem Ort gibt es Hausbesitzer oder deren Kinder, die jung oder alt sind, aber reif im Verhalten, die Vertrauen, sittliches Verhalten, Großzügigkeit und Weisheit vervollkommnet haben. Mit ihnen ist er zusammen, unterhält sich und lässt sich auf Diskussionen ein. Und er eifert ihnen in der Vervollkommnung des Vertrauens, des sittlichen Verhaltens, der Großzügigkeit und der Weisheit nach.
Ayaṁ vuccati, byagghapajja, kalyāṇamittatā. Das nennt man die Vervollkommnung der guten Freundschaft.
Katamā ca, byagghapajja, samajīvitā? Und was ist die Vervollkommnung der maßvollen Lebensführung?
Idha, byagghapajja, kulaputto āyañca bhogānaṁ viditvā, vayañca bhogānaṁ viditvā, samaṁ jīvikaṁ kappeti nāccogāḷhaṁ nātihīnaṁ: ‘evaṁ me āyo vayaṁ pariyādāya ṭhassati, na ca me vayo āyaṁ pariyādāya ṭhassatī’ti. Da kennt ein ehrbarer Mensch seine Einnahmen und Ausgaben und führt sein Leben maßvoll, weder zu verschwenderisch noch zu sparsam. Er denkt: ‚So werden meine Einnahmen die Ausgaben übersteigen, nicht umgekehrt.‘
Seyyathāpi, byagghapajja, tulādhāro vā tulādhārantevāsī vā tulaṁ paggahetvā jānāti: ‘ettakena vā onataṁ, ettakena vā unnatan’ti; Wie ein Gutachter oder Gutachterlehrling, der die Waage hält: Er weiß: ‚So viel hat sie sich gesenkt, so viel hat sie sich gehoben.‘
evamevaṁ kho, byagghapajja, kulaputto āyañca bhogānaṁ viditvā, vayañca bhogānaṁ viditvā, samaṁ jīvikaṁ kappeti nāccogāḷhaṁ nātihīnaṁ: ‘evaṁ me āyo vayaṁ pariyādāya ṭhassati, na ca me vayo āyaṁ pariyādāya ṭhassatī’ti. Ebenso kennt da ein ehrbarer Mensch seine Einnahmen und Ausgaben und führt sein Leben maßvoll, weder zu verschwenderisch noch zu sparsam. Er denkt: ‚So werden meine Einnahmen die Ausgaben übersteigen, nicht umgekehrt.‘
Sacāyaṁ, byagghapajja, kulaputto appāyo samāno uḷāraṁ jīvikaṁ kappeti, tassa bhavanti vattāro: ‘udumbarakhādīvāyaṁ kulaputto bhoge khādatī’ti. Wenn ein ehrbarer Mensch geringe Einnahmen hat, aber ein üppiges Leben führt, werden die Leute sagen: ‚Dieser ehrbare Mensch verzehrt sein Vermögen wie ein Feigenesser!‘
Sace panāyaṁ, byagghapajja, kulaputto mahāyo samāno kasiraṁ jīvikaṁ kappeti, tassa bhavanti vattāro: ‘ajeṭṭhamaraṇaṁvāyaṁ kulaputto marissatī’ti. Wenn ein ehrbarer Mensch hohe Einnahmen hat, aber ein spartanisches Leben führt, werden die Leute sagen: ‚Dieser ehrbare Mensch lässt sich selbst verhungern!‘
Yato ca khoyaṁ, byagghapajja, kulaputto āyañca bhogānaṁ viditvā, vayañca bhogānaṁ viditvā, samaṁ jīvikaṁ kappeti nāccogāḷhaṁ nātihīnaṁ: ‘evaṁ me āyo vayaṁ pariyādāya ṭhassati, na ca me vayo āyaṁ pariyādāya ṭhassatī’ti. Aber ein ehrbarer Mensch, der seine Einnahmen und Ausgaben kennt, führt sein Leben maßvoll, weder zu verschwenderisch noch zu sparsam. Er denkt: ‚So werden meine Einnahmen die Ausgaben übersteigen, nicht umgekehrt.‘
Ayaṁ vuccati, byagghapajja, samajīvitā. Das nennt man die Vervollkommnung der maßvollen Lebensführung.
Evaṁ samuppannānaṁ, byagghapajja, bhogānaṁ cattāri apāyamukhāni honti—Für Vermögen, das auf diese Art angesammelt wurde, gibt es vier Abflüsse:
itthidhutto, surādhutto, akkhadhutto, pāpamitto pāpasahāyo pāpasampavaṅko. Frauengeschichten, Trinken, Spielen und schlechte Freunde, Genossen und Gefährten.
Seyyathāpi, byagghapajja, mahato taḷākassa cattāri ceva āyamukhāni, cattāri ca apāyamukhāni. Wie wenn da ein großer Wasserspeicher wäre mit vier Zuflüssen und vier Abflüssen,
Tassa puriso yāni ceva āyamukhāni tāni pidaheyya, yāni ca apāyamukhāni tāni vivareyya; und jemand würde die Zuflüsse verschließen und die Abflüsse öffnen,
devo ca na sammā dhāraṁ anuppaveccheyya. und der Himmel würde nicht genug Regen fallen lassen:
Evañhi tassa, byagghapajja, mahato taḷākassa parihāniyeva pāṭikaṅkhā, no vuddhi; Man würde erwarten, dass der Wasserspeicher schrumpft, nicht, dass er sich ausdehnt.
evamevaṁ, byagghapajja, evaṁ samuppannānaṁ bhogānaṁ cattāri apāyamukhāni honti—Ebenso gibt es für Vermögen, das auf diese Art angesammelt wurde, vier Abflüsse:
itthidhutto, surādhutto, akkhadhutto, pāpamitto pāpasahāyo pāpasampavaṅko. Frauengeschichten, Trinken, Spielen und schlechte Freunde, Genossen und Gefährten.
Evaṁ samuppannānaṁ, byagghapajja, bhogānaṁ cattāri āyamukhāni honti—Für Vermögen, das auf diese Art angesammelt wurde, gibt es vier Zuflüsse:
na itthidhutto, na surādhutto, na akkhadhutto, kalyāṇamitto kalyāṇasahāyo kalyāṇasampavaṅko. Keine Frauengeschichten, nicht Trinken, nicht Spielen und gute Freunde, Genossen und Gefährten.
Seyyathāpi, byagghapajja, mahato taḷākassa cattāri ceva āyamukhāni, cattāri ca apāyamukhāni. Wie wenn da ein großer Wasserspeicher wäre mit vier Zuflüssen und vier Abflüssen,
Tassa puriso yāni ceva āyamukhāni tāni vivareyya, yāni ca apāyamukhāni tāni pidaheyya; und jemand würde die Zuflüsse öffnen und die Abflüsse verschließen,
devo ca sammā dhāraṁ anuppaveccheyya. und der Himmel würde reichlich Regen fallen lassen:
Evañhi tassa, byagghapajja, mahato taḷākassa vuddhiyeva pāṭikaṅkhā, no parihāni; Man würde erwarten, dass der Wasserspeicher sich ausdehnt, nicht, dass er schrumpft.
evamevaṁ kho, byagghapajja, evaṁ samuppannānaṁ bhogānaṁ cattāri āyamukhāni honti—Ebenso gibt es für Vermögen, das auf diese Art angesammelt wurde, vier Zuflüsse:
na itthidhutto, na surādhutto, na akkhadhutto, kalyāṇamitto kalyāṇasahāyo kalyāṇasampavaṅko. Keine Frauengeschichten, nicht Trinken, nicht Spielen und gute Freunde, Genossen und Gefährten.
Ime kho, byagghapajja, cattāro dhammā kulaputtassa diṭṭhadhammahitāya saṁvattanti diṭṭhadhammasukhāya. Diese vier Dinge führen für einen ehrbaren Menschen zu Nutzen und Glück in diesem Leben.
Cattārome, byagghapajja, dhammā kulaputtassa samparāyahitāya saṁvattanti samparāyasukhāya. Vier Dinge führen für einen ehrbaren Menschen zu Nutzen und Glück in künftigen Leben.
Katame cattāro? Welche vier?
Saddhāsampadā, sīlasampadā, cāgasampadā, paññāsampadā. Die Vervollkommnung des Vertrauens, des sittlichen Verhaltens, der Großzügigkeit und der Weisheit.
Katamā ca, byagghapajja, saddhāsampadā? Und was ist die Vervollkommnung des Vertrauens?
Idha, byagghapajja, kulaputto saddho hoti, saddahati tathāgatassa bodhiṁ: Da hat ein ehrbarer Mensch Vertrauen zum Erwachen des Klargewordenen:
‘itipi so bhagavā …pe… satthā devamanussānaṁ buddho bhagavā’ti. ‚Dieser Gesegnete ist vollendet, ein vollkommen erwachter Buddha, von vollendetem Wissen und Verhalten, heilig, Kenner der Welt, unübertrefflicher Anleiter für alle, die üben wollen, Lehrer von Göttern und Menschen, erwacht, gesegnet.‘
Ayaṁ vuccati, byagghapajja, saddhāsampadā. Das nennt man die Vervollkommnung des Vertrauens.
Katamā ca, byagghapajja, sīlasampadā? Und was ist die Vervollkommnung des sittlichen Verhaltens?
Idha, byagghapajja, kulaputto pāṇātipātā paṭivirato hoti …pe… surāmerayamajjapamādaṭṭhānā paṭivirato hoti. Da tötet ein ehrbarer Mensch keine lebenden Geschöpfe, stiehlt nicht, begeht keine sexuellen Verfehlungen, lügt nicht und trinkt keine Rauschmittel wie Bier, Wein und Branntwein.
Ayaṁ vuccati, byagghapajja, sīlasampadā. Das nennt man die Vervollkommnung des sittlichen Verhaltens.
Katamā ca, byagghapajja, cāgasampadā? Und was ist die Vervollkommnung der Großzügigkeit?
Idha, byagghapajja, kulaputto vigatamalamaccherena cetasā agāraṁ ajjhāvasati muttacāgo payatapāṇi vossaggarato yācayogo dānasaṁvibhāgarato. Da lebt ein ehrbarer Mensch im Haus, hat den Fleck des Geizes entfernt, gibt großzügig her, hat eine offene Hand, freut sich am Loslassen, ist der Wohltätigkeit verpflichtet und liebt es, zu geben und zu teilen.
Ayaṁ vuccati, byagghapajja, cāgasampadā. Das nennt man die Vervollkommnung der Großzügigkeit.
Katamā ca, byagghapajja, paññāsampadā? Und was ist die Vervollkommnung der Weisheit?
Idha, byagghapajja, kulaputto paññavā hoti, udayatthagāminiyā paññāya samannāgato ariyāya nibbedhikāya sammā dukkhakkhayagāminiyā. Da ist ein ehrbarer Mensch weise. Er besitzt die Weisheit des Entstehens und Vergehens, die edel und durchdringend ist und zur völligen Auflösung des Leidens führt.
Ayaṁ vuccati, byagghapajja, paññāsampadā. Das nennt man die Vervollkommnung der Weisheit.
Ime kho, byagghapajja, cattāro dhammā kulaputtassa samparāyahitāya saṁvattanti samparāyasukhāyāti. Diese vier Dinge führen für einen ehrbaren Menschen zu Nutzen und Glück in künftigen Leben.
Uṭṭhātā kammadheyyesu, Unternehmerisch am Arbeitsplatz,
appamatto vidhānavā; beflissen beim Einteilen der Arbeit,
Samaṁ kappeti jīvikaṁ, führt man sein Leben maßvoll
sambhataṁ anurakkhati. und bewahrt sein Vermögen.
Saddho sīlena sampanno, Voll Vertrauen, die Sittlichkeit vollendet,
vadaññū vītamaccharo; freigiebig, ohne Geiz,
Niccaṁ maggaṁ visodheti, läutert man stets den Pfad,
sotthānaṁ samparāyikaṁ. der zum Wohl in künftigen Leben führt.
Iccete aṭṭha dhammā ca, Und von diesen acht Eigenschaften
saddhassa gharamesino; eines vertrauensvollen Hausbesitzers
Akkhātā saccanāmena, sagt der, der den wahren Namen trägt,
ubhayattha sukhāvahā. dass sie zu Glück in beiden Fällen führen:
Diṭṭhadhammahitatthāya, Nutzen und Segen in diesem Leben
samparāyasukhāya ca; und Glück im nächsten.
Evametaṁ gahaṭṭhānaṁ, So wächst für einen Hausbesitzer
cāgo puññaṁ pavaḍḍhatī”ti. Verdienst durch Großzügigkeit.“
Catutthaṁ.