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Aṅguttara Nikāya 9.20 Nummerierte Lehrreden 9.20
2. Sīhanādavagga 2. Das Kapitel über das Löwengebrüll
Velāmasutta Über Velāma
Ekaṁ samayaṁ bhagavā sāvatthiyaṁ viharati jetavane anāthapiṇḍikassa ārāme. Einmal hielt sich der Buddha bei Sāvatthī in Jetas Wäldchen auf, dem Kloster des Anāthapiṇḍika.
Atha kho anāthapiṇḍiko gahapati yena bhagavā tenupasaṅkami; upasaṅkamitvā bhagavantaṁ abhivādetvā ekamantaṁ nisīdi. Ekamantaṁ nisinnaṁ kho anāthapiṇḍikaṁ gahapatiṁ bhagavā etadavoca: Da ging der Hausbesitzer Anāthapiṇḍika zum Buddha, verbeugte sich und setzte sich zur Seite hin. Der Buddha sagte zu ihm:
“Api nu te, gahapati, kule dānaṁ dīyatī”ti? „Hausbesitzer, gibt deine Familie eigentlich Spenden?“
“Dīyati me, bhante, kule dānaṁ; „Das tut sie, Herr.
tañca kho lūkhaṁ kaṇājakaṁ biḷaṅgadutiyan”ti. Aber nur groben Getreideschleim mit Pökel.“
“Lūkhañcepi, gahapati, dānaṁ deti paṇītaṁ vā; „Hausbesitzer, jemand mag eine grobe oder eine erlesene Spende geben;
tañca asakkaccaṁ deti, acittīkatvā deti, asahatthā deti, apaviddhaṁ deti, anāgamanadiṭṭhiko deti. aber er gibt sie ohne Sorgfalt, gedankenlos, nicht mit eigener Hand, er gibt die Reste, er gibt, ohne die Folgen zu bedenken –
Yattha yattha tassa tassa dānassa vipāko nibbattati, na uḷārāya bhattabhogāya cittaṁ namati, na uḷārāya vatthabhogāya cittaṁ namati, na uḷārāya yānabhogāya cittaṁ namati, na uḷāresu pañcasu kāmaguṇesu bhogāya cittaṁ namati. ganz gleich, wo sich das Ergebnis dieser Gabe zeigt, wird sein Geist nicht dazu neigen, gutes Essen, Kleidung, Fahrzeuge oder die feineren der fünf Arten sinnlicher Erregung zu genießen.
Yepissa te honti puttāti vā dārāti vā dāsāti vā pessāti vā kammakarāti vā, tepi na sussūsanti na sotaṁ odahanti na aññā cittaṁ upaṭṭhapenti. Und seine Kinder, Frauen, abhängigen Diener, Dienstboten und Arbeiter wollen ihm nicht zuhören. Sie spitzen nicht die Ohren und versuchen nicht, zu verstehen.
Taṁ kissa hetu? Warum ist das so?
Evañhetaṁ, gahapati, hoti asakkaccaṁ katānaṁ kammānaṁ vipāko. Weil das das Ergebnis von Taten ist, die ohne Sorgfalt ausgeführt wurden.
Lūkhañcepi, gahapati, dānaṁ deti paṇītaṁ vā; Jemand mag eine grobe oder eine erlesene Spende geben;
tañca sakkaccaṁ deti, cittīkatvā deti, sahatthā deti, anapaviddhaṁ deti, āgamanadiṭṭhiko deti. und er gibt sie sorgfältig, wohlbedacht, mit eigener Hand, er gibt keine Reste, er gibt und bedenkt die Folgen –
Yattha yattha tassa tassa dānassa vipāko nibbattati, uḷārāya bhattabhogāya cittaṁ namati, uḷārāya vatthabhogāya cittaṁ namati, uḷārāya yānabhogāya cittaṁ namati, uḷāresu pañcasu kāmaguṇesu bhogāya cittaṁ namati. ganz gleich, wo sich das Ergebnis dieser Gabe zeigt, wird sein Geist dazu neigen, gutes Essen, Kleidung, Fahrzeuge oder die feineren der fünf Arten sinnlicher Erregung zu genießen.
Yepissa te honti puttāti vā dārāti vā dāsāti vā pessāti vā kammakarāti vā, tepi sussūsanti sotaṁ odahanti aññā cittaṁ upaṭṭhapenti. Und seine Kinder, Frauen, abhängigen Diener, Dienstboten und Arbeiter wollen ihm zuhören. Sie spitzen die Ohren und versuchen, zu verstehen.
Taṁ kissa hetu? Warum ist das so?
Evañhetaṁ, gahapati, hoti sakkaccaṁ katānaṁ kammānaṁ vipāko. Weil das das Ergebnis von Taten ist, die sorgfältig ausgeführt wurden.
Bhūtapubbaṁ, gahapati, velāmo nāma brāhmaṇo ahosi. Es war einmal, Hausbesitzer, ein Brahmane mit Namen Velāma.
So evarūpaṁ dānaṁ adāsi mahādānaṁ. Der gab diese Gabe, ein großes Opfer:
Caturāsīti suvaṇṇapātisahassāni adāsi rūpiyapūrāni, caturāsīti rūpiyapātisahassāni adāsi suvaṇṇapūrāni, caturāsīti kaṁsapātisahassāni adāsi hiraññapūrāni, caturāsīti hatthisahassāni adāsi sovaṇṇālaṅkārāni sovaṇṇadhajāni hemajālappaṭicchannāni, caturāsīti rathasahassāni adāsi sīhacammaparivārāni byagghacammaparivārāni dīpicammaparivārāni paṇḍukambalaparivārāni sovaṇṇālaṅkārāni sovaṇṇadhajāni hemajālappaṭicchannāni, caturāsīti dhenusahassāni adāsi dukūlasandhanāni kaṁsūpadhāraṇāni, caturāsīti kaññāsahassāni adāsi āmuttamaṇikuṇḍalāyo, caturāsīti pallaṅkasahassāni adāsi gonakatthatāni paṭikatthatāni paṭalikatthatāni kadalimigapavarapaccattharaṇāni sauttaracchadāni ubhatolohitakūpadhānāni, caturāsīti vatthakoṭisahassāni adāsi khomasukhumānaṁ koseyyasukhumānaṁ kambalasukhumānaṁ kappāsikasukhumānaṁ, ko pana vādo annassa pānassa khajjassa bhojjassa leyyassa peyyassa, najjo maññe vissandanti. 84.000 goldene Kelche, die mit Silber gefüllt waren; 84.000 silberne Kelche, die mit Gold gefüllt waren; 84.000 bronzene Kelche, die mit Goldmünzen gefüllt waren; 84.000 Elefanten mit goldenen Wimpeln und Fahnen, die von einem Netzwerk aus Schneegold bedeckt waren; 84.000 Wagen, die mit Löwen-, Tiger- und Leopardenfellen oder cremefarbenem Tuch gepolstert waren, mit goldenen Wimpeln und Fahnen, von einem Netzwerk aus Schneegold bedeckt; 84.000 Milchkühe mit seidenen Halftern und bronzenen Eimern; 84.000 Mädchen, mit juwelenbesetzten Ohrringen geschmückt; 84.000 Liegen, die mit flauschigen, rein weißen oder mit Blumen bestickten wollenen Decken gepolstert und mit Decken aus feinem Hirschleder überzogen sind, mit Baldachinen und roten Kissen auf beiden Seiten; 8.400.000.000 erlesene Kleider aus Leinen, Baumwolle, Seide oder Wolle; und wer kann sagen, wie viel Essen, Trinken, Imbisse, Mahlzeiten, Erfrischungen und Getränke? Es erschien wie ein überfließender Strom.
Siyā kho pana te, gahapati, evamassa: Hausbesitzer, du denkst vielleicht:
‘añño nūna tena samayena velāmo brāhmaṇo ahosi, so taṁ dānaṁ adāsi mahādānan’ti. ‚Der Brahmane Velāma wird damals sicher jemand anders gewesen sein?‘
Na kho panetaṁ, gahapati, evaṁ daṭṭhabbaṁ. Aber so sollst du es nicht sehen.
Ahaṁ tena samayena velāmo brāhmaṇo ahosiṁ. Ich selbst war damals der Brahmane Velāma.
Ahaṁ taṁ dānaṁ adāsiṁ mahādānaṁ. Ich gab diese Gabe, das große Opfer.
Tasmiṁ kho pana, gahapati, dāne na koci dakkhiṇeyyo ahosi, na taṁ koci dakkhiṇaṁ visodheti. Aber bei dieser Gelegenheit gab es niemanden, der einer religiösen Gabe würdig gewesen wäre, niemanden, der eine religiöse Gabe hätte läutern können.
Yaṁ, gahapati, velāmo brāhmaṇo dānaṁ adāsi mahādānaṁ, yo cekaṁ diṭṭhisampannaṁ bhojeyya, idaṁ tato mahapphalataraṁ. Fruchtbarer als dieses große Opfer Velāmas wäre es gewesen, einem Menschen, der die Ansicht vervollkommnet hat, zu essen zu geben.
(…) Yo ca sataṁ diṭṭhisampannānaṁ bhojeyya, yo cekaṁ sakadāgāmiṁ bhojeyya, idaṁ tato mahapphalataraṁ. Fruchtbarer als hundert Menschen, die die Ansicht vervollkommnet haben, zu essen zu geben, wäre es gewesen, einem Einmalwiederkehrer zu essen zu geben.
(…) Yo ca sataṁ sakadāgāmīnaṁ bhojeyya, yo cekaṁ anāgāmiṁ bhojeyya …pe… Fruchtbarer als hundert Einmalwiederkehrern zu essen zu geben, wäre es gewesen, einem Nichtwiederkehrer zu essen zu geben.
yo ca sataṁ anāgāmīnaṁ bhojeyya, yo cekaṁ arahantaṁ bhojeyya …pe… Fruchtbarer als hundert Nichtwiederkehrern zu essen zu geben, wäre es gewesen, einem Vollendeten zu essen zu geben.
yo ca sataṁ arahantānaṁ bhojeyya, yo cekaṁ paccekabuddhaṁ bhojeyya …pe… Fruchtbarer als hundert Vollendeten zu essen zu geben, wäre es gewesen, einem unabhängigen Buddha zu essen zu geben.
yo ca sataṁ paccekabuddhānaṁ bhojeyya, yo ca tathāgataṁ arahantaṁ sammāsambuddhaṁ bhojeyya …pe… Fruchtbarer als hundert unabhängigen Buddhas zu essen zu geben, wäre es gewesen, einem Klargewordenen, Vollendeten, vollkommen erwachten Buddha zu essen zu geben.
yo ca buddhappamukhaṁ bhikkhusaṅghaṁ bhojeyya …pe… Fruchtbarer als einem Klargewordenen, Vollendeten, vollkommen erwachten Buddha zu essen zu geben, wäre es gewesen, dem Saṅgha der Mönche und Nonnen mit dem Buddha an der Spitze zu essen zu geben.
yo ca cātuddisaṁ saṅghaṁ uddissa vihāraṁ kārāpeyya …pe… Fruchtbarer als dem Saṅgha der Mönche und Nonnen mit dem Buddha an der Spitze zu essen zu geben, wäre es gewesen, eigens für den Saṅgha der vier Himmelsrichtungen eine Unterkunft zu bauen.
yo ca pasannacitto buddhañca dhammañca saṅghañca saraṇaṁ gaccheyya …pe… Fruchtbarer als eigens für den Saṅgha der vier Himmelsrichtungen eine Unterkunft zu bauen, wäre es gewesen, mit zuversichtlichem Herzen zum Buddha, zur Lehre und zum Saṅgha Zuflucht zu nehmen.
yo ca pasannacitto sikkhāpadāni samādiyeyya—Fruchtbarer als mit zuversichtlichem Herzen zum Buddha, zur Lehre und zum Saṅgha Zuflucht zu nehmen, wäre es gewesen, mit zuversichtlichem Herzen die Schulungsregeln aufzunehmen: keine lebenden Geschöpfe zu töten, nicht zu stehlen, keine sexuellen Verfehlungen zu begehen, nicht zu lügen und keine Rauschmittel wie Bier, Wein und Branntwein zu trinken.
pāṇātipātā veramaṇiṁ, adinnādānā veramaṇiṁ, kāmesumicchācārā veramaṇiṁ, musāvādā veramaṇiṁ, surāmerayamajjapamādaṭṭhānā veramaṇiṁ, yo ca antamaso gandhohanamattampi mettacittaṁ bhāveyya, (…) idaṁ tato mahapphalataraṁ. Fruchtbarer als mit zuversichtlichem Herzen die Schulungsregeln aufzunehmen, wäre es gewesen, ein liebevolles Herz zu entwickeln, und sei es nur so lange, wie es dauert, am Euter einer Kuh zu ziehen.
Yañca, gahapati, velāmo brāhmaṇo dānaṁ adāsi mahādānaṁ, yo cekaṁ diṭṭhisampannaṁ bhojeyya … Fruchtbarer als alles Genannte
yo ca sataṁ diṭṭhisampannānaṁ bhojeyya, yo cekaṁ sakadāgāmiṁ bhojeyya …
yo ca sataṁ sakadāgāmīnaṁ bhojeyya, yo cekaṁ anāgāmiṁ bhojeyya …
yo ca sataṁ anāgāmīnaṁ bhojeyya, yo cekaṁ arahantaṁ bhojeyya …
yo ca sataṁ arahantānaṁ bhojeyya, yo cekaṁ paccekabuddhaṁ bhojeyya …
yo ca sataṁ paccekabuddhānaṁ bhojeyya, yo ca tathāgataṁ arahantaṁ sammāsambuddhaṁ bhojeyya …
yo ca buddhappamukhaṁ bhikkhusaṅghaṁ bhojeyya, yo ca cātuddisaṁ saṅghaṁ uddissa vihāraṁ kārāpeyya …
yo ca pasannacitto buddhañca dhammañca saṅghañca saraṇaṁ gaccheyya, yo ca pasannacitto sikkhāpadāni samādiyeyya—
pāṇātipātā veramaṇiṁ …pe… surāmerayamajjapamādaṭṭhānā veramaṇiṁ, yo ca antamaso gandhohanamattampi mettacittaṁ bhāveyya, yo ca accharāsaṅghātamattampi aniccasaññaṁ bhāveyya, idaṁ tato mahapphalataran”ti. wäre es gewesen, die Wahrnehmung der Unbeständigkeit zu entwickeln, und sei es nur für die Dauer eines Fingerschnippens.“
Dasamaṁ.
Sīhanādavaggo dutiyo.
Tassuddānaṁ
Nādo saupādiseso ca,
koṭṭhikena samiddhinā;
Gaṇḍasaññā kulaṁ mettā,
devatā velāmena cāti.