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Aṅguttara Nikāya 10.52 Nummerierte Lehrreden 10.52

6. Sacittavagga 6. Das Kapitel über den eigenen Geist

Sāriputtasutta Mit Sāriputta

Tatra kho āyasmā sāriputto bhikkhū āmantesi: Da wandte sich Sāriputta an die Mönche und Nonnen:

“āvuso bhikkhave”ti. „Geehrte, Mönche und Nonnen!“

“Āvuso”ti kho te bhikkhū āyasmato sāriputtassa paccassosuṁ. „Geehrter“, antworteten sie.

Āyasmā sāriputto etadavoca: Sāriputta sagte:

“No ce, āvuso, bhikkhu paracittapariyāyakusalo hoti, atha ‘sacittapariyāyakusalo bhavissāmī’ti—„Geehrte, wenn ein Mönch nicht in den Wegen des Geistes anderer bewandert ist, sollte er sich schulen: ‚Ich will in den Wegen meines eigenen Geistes bewandert sein.‘

evañhi vo, āvuso, sikkhitabbaṁ. So soll er sich schulen.

Kathañcāvuso, bhikkhu sacittapariyāyakusalo hoti? Und wie ist ein Mönch in den Wegen seines eigenen Geistes bewandert?

Seyyathāpi, āvuso, itthī vā puriso vā daharo yuvā maṇḍanakajātiko ādāse vā parisuddhe pariyodāte acche vā udapatte sakaṁ mukhanimittaṁ paccavekkhamāno sace tattha passati rajaṁ vā aṅgaṇaṁ vā, tasseva rajassa vā aṅgaṇassa vā pahānāya vāyamati. Wie eine Frau oder ein Mann, jung, jugendlich, in Schmuck vernarrt. Dieser Mensch würde in einem reinen, blanken Spiegel oder einer Schale klaren Wassers sein Spiegelbild betrachten. Wenn er dort eine Unreinheit oder einen Makel sähe, würde er versuchen, das zu entfernen.

No ce tattha passati rajaṁ vā aṅgaṇaṁ vā, tenevattamano hoti paripuṇṇasaṅkappo: Aber wenn er keine Unreinheit und keinen Makel sähe, wäre er damit zufrieden, da er alles hätte, was er sich wünschte:

‘lābhā vata me, parisuddhaṁ vata me’ti. ‚Was für ein Glück, ich bin rein!‘

Evamevaṁ kho, āvuso, bhikkhuno paccavekkhaṇā bahukārā hoti kusalesu dhammesu: Ebenso ist es für die tauglichen Eigenschaften eines Mönchs eine große Hilfe, wenn er prüft:

‘abhijjhālu nu kho bahulaṁ viharāmi, anabhijjhālu nu kho bahulaṁ viharāmi, byāpannacitto nu kho bahulaṁ viharāmi, abyāpannacitto nu kho bahulaṁ viharāmi, thinamiddhapariyuṭṭhito nu kho bahulaṁ viharāmi, vigatathinamiddho nu kho bahulaṁ viharāmi, uddhato nu kho bahulaṁ viharāmi, anuddhato nu kho bahulaṁ viharāmi, vicikiccho nu kho bahulaṁ viharāmi, tiṇṇavicikiccho nu kho bahulaṁ viharāmi, kodhano nu kho bahulaṁ viharāmi, akkodhano nu kho bahulaṁ viharāmi, saṅkiliṭṭhacitto nu kho bahulaṁ viharāmi, asaṅkiliṭṭhacitto nu kho bahulaṁ viharāmi, sāraddhakāyo nu kho bahulaṁ viharāmi, asāraddhakāyo nu kho bahulaṁ viharāmi, kusīto nu kho bahulaṁ viharāmi, āraddhavīriyo nu kho bahulaṁ viharāmi, samāhito nu kho bahulaṁ viharāmi, asamāhito nu kho bahulaṁ viharāmī’ti. ‚Bin ich häufig begehrlich oder nicht? Bin ich häufig böswillig oder nicht? Bin ich häufig von Dumpfheit und Benommenheit überwältigt oder nicht? Bin ich häufig rastlos oder nicht? Habe ich häufig Zweifel oder nicht? Bin ich häufig reizbar oder nicht? Ist mein Geist häufig verunreinigt oder nicht? Ist mein Körper häufig aufgewühlt oder nicht? Bin ich häufig energisch oder nicht? Bin ich häufig im Samādhi versunken oder nicht?‘

Sace, āvuso, bhikkhu paccavekkhamāno evaṁ jānāti: Wenn er beim Prüfen erkennt:

‘abhijjhālu bahulaṁ viharāmi …pe… asamāhito bahulaṁ viharāmī’ti, tenāvuso, bhikkhunā tesaṁyeva pāpakānaṁ akusalānaṁ dhammānaṁ pahānāya adhimatto chando ca vāyāmo ca ussāho ca ussoḷhī ca appaṭivānī ca sati ca sampajaññañca karaṇīyaṁ. ‚Ich bin häufig begehrlich, böswillig, von Dumpfheit und Benommenheit überwältigt, rastlos, habe häufig Zweifel, bin häufig reizbar, mein Geist ist häufig verunreinigt, mein Körper ist häufig aufgewühlt, ich bin häufig träge und nicht häufig im Samādhi versunken‘, dann soll dieser Mönch, um diese schlechten, untauglichen Eigenschaften aufzugeben, überragenden Enthusiasmus aufbieten, überragende Mühe, überragenden Eifer, überragende Tatkraft, überragende Beharrlichkeit, überragende Achtsamkeit und überragendes Situationsbewusstsein.

Seyyathāpi, āvuso, ādittacelo vā ādittasīso vā. Tasseva celassa vā sīsassa vā nibbāpanāya adhimattaṁ chandañca vāyāmañca ussāhañca ussoḷhiñca appaṭivāniñca satiñca sampajaññañca kareyya. Wie wenn eure Kleider oder euer Kopf in Flammen stünden: Um sie zu löschen, würdet ihr überragenden Enthusiasmus aufbieten, überragende Mühe, überragenden Eifer, überragende Tatkraft, überragende Beharrlichkeit, überragende Achtsamkeit und überragendes Situationsbewusstsein.

Evamevaṁ kho, āvuso, tena bhikkhunā tesaṁyeva pāpakānaṁ akusalānaṁ dhammānaṁ pahānāya adhimatto chando ca vāyāmo ca ussāho ca ussoḷhī ca appaṭivānī ca sati ca sampajaññañca karaṇīyaṁ. Ebenso soll dieser Mönch überragenden Enthusiasmus und überragende Mühe aufbieten, um diese schlechten, untauglichen Eigenschaften aufzugeben …

Sace panāvuso, bhikkhu paccavekkhamāno evaṁ jānāti: Wenn er beim Prüfen erkennt:

‘anabhijjhālu bahulaṁ viharāmi …pe… samāhito bahulaṁ viharāmī’ti, tenāvuso, bhikkhunā tesuyeva kusalesu dhammesu patiṭṭhāya uttari āsavānaṁ khayāya yogo karaṇīyo”ti. ‚Ich bin häufig zufrieden, gütig, nicht von Dumpfheit und Benommenheit überwältigt, nicht rastlos, bin zuversichtlich, langmütig, mein Geist ist häufig rein, mein Körper ist häufig nicht aufgewühlt, ich bin häufig energisch und häufig im Samādhi versunken‘, dann soll er sich auf diese tauglichen Eigenschaften stützen und weiterhin Meditation üben, um die Befleckungen aufzulösen.“

Dutiyaṁ.
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