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Aṅguttara Nikāya 10.53 Nummerierte Lehrreden 10.53

6. Sacittavagga 6. Das Kapitel über den eigenen Geist

Ṭhitisutta Stillstand

“Ṭhitimpāhaṁ, bhikkhave, na vaṇṇayāmi kusalesu dhammesu, pageva parihāniṁ. „Mönche und Nonnen, ich preise Stillstand bei tauglichen Eigenschaften nicht, und Niedergang erst recht nicht.

Vuḍḍhiñca kho ahaṁ, bhikkhave, vaṇṇayāmi kusalesu dhammesu, no ṭhitiṁ no hāniṁ. Ich preise Wachstum bei tauglichen Eigenschaften, nicht Stillstand oder Niedergang.

Kathañca, bhikkhave, hāni hoti kusalesu dhammesu, no ṭhiti no vuḍḍhi? Und wie gibt es Niedergang bei tauglichen Eigenschaften, nicht Stillstand oder Wachstum?

Idha, bhikkhave, bhikkhu yattako hoti saddhāya sīlena sutena cāgena paññāya paṭibhānena, tassa te dhammā neva tiṭṭhanti no vaḍḍhanti. Da hat ein Mönch ein gewisses Maß an Vertrauen, sittlichem Verhalten, Großzügigkeit, Weisheit und Wortgewandtheit. Diese Eigenschaften stehen in ihm weder still noch wachsen sie an.

Hānimetaṁ, bhikkhave, vadāmi kusalesu dhammesu, no ṭhitiṁ no vuḍḍhiṁ. Das nenne ich Niedergang bei tauglichen Eigenschaften, nicht Stillstand oder Wachstum.

Evaṁ kho, bhikkhave, hāni hoti kusalesu dhammesu, no ṭhiti no vuḍḍhi. So gibt es Niedergang bei tauglichen Eigenschaften, nicht Stillstand oder Wachstum.

Kathañca, bhikkhave ṭhiti hoti kusalesu dhammesu, no hāni no vuḍḍhi? Und wie gibt es Stillstand bei tauglichen Eigenschaften, nicht Niedergang oder Wachstum?

Idha, bhikkhave, bhikkhu yattako hoti saddhāya sīlena sutena cāgena paññāya paṭibhānena, tassa te dhammā neva hāyanti no vaḍḍhanti. Da hat ein Mönch ein gewisses Maß an Vertrauen, sittlichem Verhalten, Großzügigkeit, Weisheit und Wortgewandtheit. Diese Eigenschaften wachsen in ihm weder an noch verkümmern sie.

Ṭhitimetaṁ, bhikkhave, vadāmi kusalesu dhammesu, no hāniṁ no vuḍḍhiṁ. Das nenne ich Stillstand bei tauglichen Eigenschaften, nicht Niedergang oder Wachstum.

Evaṁ kho, bhikkhave, ṭhiti hoti kusalesu dhammesu, no vuḍḍhi no hāni. So gibt es Stillstand bei tauglichen Eigenschaften, nicht Niedergang oder Wachstum.

Kathañca, bhikkhave, vuḍḍhi hoti kusalesu dhammesu, no ṭhiti no hāni? Und wie gibt es Wachstum bei tauglichen Eigenschaften, nicht Stillstand oder Niedergang?

Idha, bhikkhave, bhikkhu yattako hoti saddhāya sīlena sutena cāgena paññāya paṭibhānena, tassa te dhammā neva tiṭṭhanti no hāyanti. Da hat ein Mönch ein gewisses Maß an Vertrauen, sittlichem Verhalten, Großzügigkeit, Weisheit und Wortgewandtheit. Diese Eigenschaften stehen in ihm weder still noch verkümmern sie.

Vuḍḍhimetaṁ, bhikkhave, vadāmi kusalesu dhammesu, no ṭhitiṁ no hāniṁ. Das nenne ich Wachstum bei tauglichen Eigenschaften, nicht Stillstand oder Niedergang.

Evaṁ kho, bhikkhave, vuḍḍhi hoti kusalesu dhammesu, no ṭhiti no hāni. So gibt es Wachstum bei tauglichen Eigenschaften, nicht Stillstand oder Niedergang.

No ce, bhikkhave, bhikkhu paracittapariyāyakusalo hoti, atha ‘sacittapariyāyakusalo bhavissāmī’ti—Wenn ein Mönch nicht in den Wegen des Geistes anderer bewandert ist, soll er sich schulen: ‚Ich will in den Wegen meines eigenen Geistes bewandert sein.‘

evañhi vo, bhikkhave, sikkhitabbaṁ. So soll er sich schulen.

Kathañca, bhikkhave, bhikkhu sacittapariyāyakusalo hoti? Und wie ist ein Mönch in den Wegen seines eigenen Geistes bewandert?

Seyyathāpi, bhikkhave, itthī vā puriso vā daharo yuvā maṇḍanakajātiko ādāse vā parisuddhe pariyodāte acche vā udapatte sakaṁ mukhanimittaṁ paccavekkhamāno sace tattha passati rajaṁ vā aṅgaṇaṁ vā, tasseva rajassa vā aṅgaṇassa vā pahānāya vāyamati. Wie eine Frau oder ein Mann, jung, jugendlich, in Schmuck vernarrt. Dieser Mensch würde in einem reinen, blanken Spiegel oder einer Schale klaren Wassers sein Spiegelbild betrachten. Wenn er dort eine Unreinheit oder einen Makel sähe, würde er versuchen, das zu entfernen.

No ce tattha passati rajaṁ vā aṅgaṇaṁ vā, tenevattamano hoti paripuṇṇasaṅkappo: Aber wenn er keine Unreinheit und keinen Makel sähe, wäre er damit zufrieden, da er alles hätte, was er sich wünschte:

‘lābhā vata me, parisuddhaṁ vata me’ti. ‚Was für ein Glück, ich bin rein!‘

Evamevaṁ kho, bhikkhave, bhikkhuno paccavekkhaṇā bahukārā hoti kusalesu dhammesu: Ebenso ist es für die tauglichen Eigenschaften eines Mönchs eine große Hilfe, wenn er prüft:

‘abhijjhālu nu kho bahulaṁ viharāmi, anabhijjhālu nu kho bahulaṁ viharāmi, byāpannacitto nu kho bahulaṁ viharāmi, abyāpannacitto nu kho bahulaṁ viharāmi, thinamiddhapariyuṭṭhito nu kho bahulaṁ viharāmi, vigatathinamiddho nu kho bahulaṁ viharāmi, uddhato nu kho bahulaṁ viharāmi, anuddhato nu kho bahulaṁ viharāmi, vicikiccho nu kho bahulaṁ viharāmi, tiṇṇavicikiccho nu kho bahulaṁ viharāmi, kodhano nu kho bahulaṁ viharāmi, akkodhano nu kho bahulaṁ viharāmi, saṅkiliṭṭhacitto nu kho bahulaṁ viharāmi, asaṅkiliṭṭhacitto nu kho bahulaṁ viharāmi, sāraddhakāyo nu kho bahulaṁ viharāmi, asāraddhakāyo nu kho bahulaṁ viharāmi, kusīto nu kho bahulaṁ viharāmi, āraddhavīriyo nu kho bahulaṁ viharāmi, samāhito nu kho bahulaṁ viharāmi, asamāhito nu kho bahulaṁ viharāmī’ti. ‚Bin ich häufig begehrlich oder nicht? Bin ich häufig böswillig oder nicht? Bin ich häufig von Dumpfheit und Benommenheit überwältigt oder nicht? Bin ich häufig rastlos oder nicht? Habe ich häufig Zweifel oder nicht? Bin ich häufig reizbar oder nicht? Ist mein Geist häufig verunreinigt oder nicht? Ist mein Körper häufig aufgewühlt oder nicht? Bin ich häufig energisch oder nicht? Bin ich häufig im Samādhi versunken oder nicht?‘

Sace, bhikkhave, bhikkhu paccavekkhamāno evaṁ jānāti: Wenn er beim Prüfen erkennt:

‘abhijjhālu bahulaṁ viharāmi, byāpannacitto bahulaṁ viharāmi, thinamiddhapariyuṭṭhito bahulaṁ viharāmi, uddhato bahulaṁ viharāmi, vicikiccho bahulaṁ viharāmi, kodhano bahulaṁ viharāmi, saṅkiliṭṭhacitto bahulaṁ viharāmi, sāraddhakāyo bahulaṁ viharāmi, kusīto bahulaṁ viharāmi, asamāhito bahulaṁ viharāmī’ti, tena, bhikkhave, bhikkhunā tesaṁyeva pāpakānaṁ akusalānaṁ dhammānaṁ pahānāya adhimatto chando ca vāyāmo ca ussāho ca ussoḷhī ca appaṭivānī ca sati ca sampajaññañca karaṇīyaṁ. ‚Ich bin häufig begehrlich, böswillig, von Dumpfheit und Benommenheit überwältigt, rastlos, habe häufig Zweifel, bin häufig reizbar, mein Geist ist häufig verunreinigt, mein Körper ist häufig aufgewühlt, ich bin häufig träge und nicht häufig im Samādhi versunken‘, dann soll dieser Mönch, um diese schlechten, untauglichen Eigenschaften aufzugeben, überragenden Enthusiasmus aufbieten, überragende Mühe, überragenden Eifer, überragende Tatkraft, überragende Beharrlichkeit, überragende Achtsamkeit und überragendes Situationsbewusstsein.

Seyyathāpi, bhikkhave, ādittacelo vā ādittasīso vā. Wie wenn eure Kleider oder euer Kopf in Flammen stünden: Um sie zu löschen, würdet ihr überragenden Enthusiasmus aufbieten, überragende Mühe, überragenden Eifer, überragende Tatkraft, überragende Beharrlichkeit, überragende Achtsamkeit und überragendes Situationsbewusstsein.

Tasseva celassa vā sīsassa vā nibbāpanāya adhimattaṁ chandañca vāyāmañca ussāhañca ussoḷhiñca appaṭivāniñca satiñca sampajaññañca kareyya;

evamevaṁ kho, bhikkhave, tena bhikkhunā tesaṁyeva pāpakānaṁ akusalānaṁ dhammānaṁ pahānāya adhimatto chando ca vāyāmo ca ussāho ca ussoḷhī ca appaṭivānī ca sati ca sampajaññañca karaṇīyaṁ. Ebenso soll dieser Mönch überragenden Enthusiasmus und überragende Mühe aufbieten, um die schlechten, untauglichen Eigenschaften aufzugeben …

Sace pana, bhikkhave, bhikkhu paccavekkhamāno evaṁ jānāti: Doch wenn er beim Prüfen erkennt:

‘anabhijjhālu bahulaṁ viharāmi, abyāpannacitto bahulaṁ viharāmi, vigatathinamiddho bahulaṁ viharāmi, anuddhato bahulaṁ viharāmi, tiṇṇavicikiccho bahulaṁ viharāmi, akkodhano bahulaṁ viharāmi, asaṅkiliṭṭhacitto bahulaṁ viharāmi, asāraddhakāyo bahulaṁ viharāmi, āraddhavīriyo bahulaṁ viharāmi, samāhito bahulaṁ viharāmī’ti, tena, bhikkhave, bhikkhunā tesuyeva kusalesu dhammesu patiṭṭhāya uttari āsavānaṁ khayāya yogo karaṇīyo”ti. ‚Ich bin häufig zufrieden, gütig, nicht von Dumpfheit und Benommenheit überwältigt, nicht rastlos, bin zuversichtlich, langmütig, mein Geist ist häufig rein, mein Körper ist häufig nicht aufgewühlt, ich bin häufig energisch und häufig im Samādhi versunken‘, dann soll er sich auf diese tauglichen Eigenschaften stützen und weiterhin Meditation üben, um die Befleckungen aufzulösen.“

Tatiyaṁ.
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