Other Translations: English
From:
Aṅguttara Nikāya 10.55 Nummerierte Lehrreden 10.55
6. Sacittavagga 6. Das Kapitel über den eigenen Geist
Parihānasutta Niedergang
Tatra kho āyasmā sāriputto bhikkhū āmantesi: Da wandte sich Sāriputta an die Mönche und Nonnen:
“āvuso bhikkhave”ti. „Geehrte, Mönche und Nonnen!“
“Āvuso”ti kho te bhikkhū āyasmato sāriputtassa paccassosuṁ. „Geehrter“, antworteten sie.
Āyasmā sāriputto etadavoca: Sāriputta sagte:
“‘Parihānadhammo puggalo, parihānadhammo puggalo’ti, āvuso, vuccati. „Geehrte, man spricht von einem Menschen, der verkümmern muss,
‘Aparihānadhammo puggalo, aparihānadhammo puggalo’ti, āvuso, vuccati. und von einem, der nicht verkümmern muss.
Kittāvatā nu kho, āvuso, parihānadhammo puggalo vutto bhagavatā, kittāvatā ca pana aparihānadhammo puggalo vutto bhagavatā”ti? Aber inwiefern muss nach den Worten des Buddha ein Mensch verkümmern und inwiefern muss er nicht verkümmern?“
“Dūratopi kho mayaṁ, āvuso, āgacchāma āyasmato sāriputtassa santike etassa bhāsitassa atthamaññātuṁ. „Geehrter, wir würden von weit her kommen, um die Bedeutung dieser Aussage vor dem Ehrwürdigen Sāriputta zu lernen.
Sādhu vatāyasmantaṁyeva sāriputtaṁ paṭibhātu etassa bhāsitassa attho. Es wäre gut, wenn der Ehrwürdige Sāriputta selbst erklären würde, was das bedeutet.
Āyasmato sāriputtassa sutvā bhikkhū dhāressantī”ti. Die Mönche und Nonnen werden zuhören und es behalten.“
“Tenahāvuso, suṇātha, sādhukaṁ manasi karotha, bhāsissāmī”ti. „Dann hört zu und gebraucht den Geist gut, ich werde sprechen.“
“Evamāvuso”ti kho te bhikkhū āyasmato sāriputtassa paccassosuṁ. „Ja, Geehrter“, antworteten sie.
Āyasmā sāriputto etadavoca: Sāriputta sagte:
“Kittāvatā nu kho, āvuso, parihānadhammo puggalo vutto bhagavatā? „Aber inwiefern muss nach den Worten des Buddha ein Mensch verkümmern?
Idhāvuso, bhikkhu assutañceva dhammaṁ na suṇāti, sutā cassa dhammā sammosaṁ gacchanti, ye cassa dhammā pubbe cetaso asamphuṭṭhapubbā te cassa na samudācaranti, aviññātañceva na vijānāti. Da bekommt ein Mönch keine Lehre zu hören, die er noch nicht gehört hat. Er vergisst die Lehren, die er gehört hat. Er übt nicht fortlaufend die Lehren, die er schon kennt. Und er versteht nicht, was er noch nicht verstanden hat.
Ettāvatā kho, āvuso, parihānadhammo puggalo vutto bhagavatā. Insofern muss nach den Worten des Buddha ein Mensch verkümmern.
Kittāvatā ca panāvuso, aparihānadhammo puggalo vutto bhagavatā? Und inwiefern muss nach den Worten des Buddha ein Mensch nicht verkümmern?
Idhāvuso, bhikkhu assutañceva dhammaṁ suṇāti, sutā cassa dhammā na sammosaṁ gacchanti, ye cassa dhammā pubbe cetaso asamphuṭṭhapubbā te cassa samudācaranti, aviññātañceva vijānāti. Da bekommt ein Mönch eine Lehre zu hören, die er noch nicht gehört hat. Er vergisst nicht die Lehren, die er gehört hat. Er übt fortlaufend die Lehren, die er schon kennt. Und er versteht, was er noch nicht verstanden hat.
Ettāvatā kho, āvuso, aparihānadhammo puggalo vutto bhagavatā. Insofern muss nach den Worten des Buddha ein Mensch nicht verkümmern.
No ce, āvuso, bhikkhu paracittapariyāyakusalo hoti, atha ‘sacittapariyāyakusalo bhavissāmī’ti—Wenn ein Mönch nicht in den Wegen des Geistes anderer bewandert ist, soll er sich schulen: ‚Ich will in den Wegen meines eigenen Geistes bewandert sein.‘
evañhi vo, āvuso, sikkhitabbaṁ. So soll er sich schulen.
Kathañcāvuso, bhikkhu sacittapariyāyakusalo hoti? Und wie ist ein Mönch in den Wegen seines eigenen Geistes bewandert?
Seyyathāpi, āvuso, itthī vā puriso vā daharo yuvā maṇḍanakajātiko ādāse vā parisuddhe pariyodāte acche vā udapatte sakaṁ mukhanimittaṁ paccavekkhamāno sace tattha passati rajaṁ vā aṅgaṇaṁ vā, tasseva rajassa vā aṅgaṇassa vā pahānāya vāyamati. Wie eine Frau oder ein Mann, jung, jugendlich, in Schmuck vernarrt. Dieser Mensch würde in einem reinen, blanken Spiegel oder einer Schale klaren Wassers sein Spiegelbild betrachten. Wenn er dort eine Unreinheit oder einen Makel sähe, würde er versuchen, das zu entfernen.
No ce tattha passati rajaṁ vā aṅgaṇaṁ vā, tenevattamano hoti paripuṇṇasaṅkappo: Aber wenn er keine Unreinheit und keinen Makel sähe, wäre er damit zufrieden, da er alles hätte, was er sich wünschte:
‘lābhā vata me, parisuddhaṁ vata me’ti. ‚Was für ein Glück, ich bin rein!‘
Evameva kho, āvuso, bhikkhuno paccavekkhaṇā bahukārā hoti kusalesu dhammesu: Ebenso ist es für die tauglichen Eigenschaften eines Mönchs eine große Hilfe, wenn er prüft:
‘anabhijjhālu nu kho bahulaṁ viharāmi, saṁvijjati nu kho me eso dhammo udāhu no, abyāpannacitto nu kho bahulaṁ viharāmi, saṁvijjati nu kho me eso dhammo udāhu no, vigatathinamiddho nu kho bahulaṁ viharāmi, saṁvijjati nu kho me eso dhammo udāhu no, anuddhato nu kho bahulaṁ viharāmi, saṁvijjati nu kho me eso dhammo udāhu no, tiṇṇavicikiccho nu kho bahulaṁ viharāmi, saṁvijjati nu kho me eso dhammo udāhu no, akkodhano nu kho bahulaṁ viharāmi, saṁvijjati nu kho me eso dhammo udāhu no, asaṅkiliṭṭhacitto nu kho bahulaṁ viharāmi, saṁvijjati nu kho me eso dhammo udāhu no, lābhī nu khomhi ajjhattaṁ dhammapāmojjassa, saṁvijjati nu kho me eso dhammo udāhu no, lābhī nu khomhi ajjhattaṁ cetosamathassa, saṁvijjati nu kho me eso dhammo udāhu no, lābhī nu khomhi adhipaññādhammavipassanāya, saṁvijjati nu kho me eso dhammo udāhu no’ti. ‚Ist Zufriedenheit häufig in mir zu finden oder nicht? Ist Wohlwollen häufig in mir zu finden oder nicht? Ist Freiheit von Dumpfheit und Benommenheit häufig in mir zu finden oder nicht? Ist Gelassenheit häufig in mir zu finden oder nicht? Ist Freiheit von Zweifel häufig in mir zu finden oder nicht? Ist Gutwilligkeit häufig in mir zu finden oder nicht? Ist ein reiner Geist häufig in mir zu finden oder nicht? Ist innere Freude über die Lehre häufig in mir zu finden oder nicht? Ist innere Sammlung des Herzens häufig in mir zu finden oder nicht? Ist die höhere Weisheit, die die Gesetzmäßigkeiten klar sieht, häufig in mir zu finden oder nicht?‘
Sace pana, āvuso, bhikkhu paccavekkhamāno sabbepime kusale dhamme attani na samanupassati, tenāvuso, bhikkhunā sabbesaṁyeva imesaṁ kusalānaṁ dhammānaṁ paṭilābhāya adhimatto chando ca vāyāmo ca ussāho ca ussoḷhī ca appaṭivānī ca sati ca sampajaññañca karaṇīyaṁ. Wenn ein Mönch beim Prüfen keine dieser tauglichen Eigenschaften bei sich sieht, dann soll er, um sie zu gewinnen, überragenden Enthusiasmus aufbieten, überragende Mühe, überragenden Eifer, überragende Tatkraft, überragende Beharrlichkeit, überragende Achtsamkeit und überragendes Situationsbewusstsein.
Seyyathāpi, āvuso, ādittacelo vā ādittasīso vā. Wie wenn eure Kleider oder euer Kopf in Flammen stünden: Um sie zu löschen, würdet ihr überragenden Enthusiasmus aufbieten, überragende Mühe, überragenden Eifer, überragende Tatkraft, überragende Beharrlichkeit, überragende Achtsamkeit und überragendes Situationsbewusstsein.
Tasseva celassa vā sīsassa vā nibbāpanāya adhimattaṁ chandañca vāyāmañca ussāhañca ussoḷhiñca appaṭivāniñca satiñca sampajaññañca kareyya.
Evamevaṁ kho, āvuso, tena bhikkhunā sabbesaṁyeva kusalānaṁ dhammānaṁ paṭilābhāya adhimatto chando ca vāyāmo ca ussāho ca ussoḷhī ca appaṭivānī ca sati ca sampajaññañca karaṇīyaṁ. Ebenso soll dieser Mönch, um diese tauglichen Eigenschaften zu gewinnen, überragende, Enthusiasmus und überragende Mühe aufbieten …
Sace panāvuso, bhikkhu paccavekkhamāno ekacce kusale dhamme attani samanupassati, ekacce kusale dhamme attani na samanupassati, tenāvuso, bhikkhunā ye kusale dhamme attani samanupassati tesu kusalesu dhammesu patiṭṭhāya, ye kusale dhamme attani na samanupassati tesaṁ kusalānaṁ dhammānaṁ paṭilābhāya adhimatto chando ca vāyāmo ca ussāho ca ussoḷhī ca appaṭivānī ca sati ca sampajaññañca karaṇīyaṁ. Wenn ein Mönch beim Prüfen einige dieser tauglichen Eigenschaften bei sich sieht, aber andere nicht, dann soll er sich auf die tauglichen Eigenschaften stützen, die er sieht, und soll überragenden Enthusiasmus aufbieten, überragende Mühe, überragenden Eifer, überragende Tatkraft, überragende Beharrlichkeit, überragende Achtsamkeit und überragendes Situationsbewusstsein, um die tauglichen Eigenschaften zu gewinnen, die er nicht sieht.
Seyyathāpi, āvuso, ādittacelo vā ādittasīso vā. Wie wenn eure Kleider oder euer Kopf in Flammen stünden: Um sie zu löschen, würdet ihr überragenden Enthusiasmus aufbieten, überragende Mühe, überragenden Eifer, überragende Tatkraft, überragende Beharrlichkeit, überragende Achtsamkeit und überragendes Situationsbewusstsein.
Tasseva celassa vā sīsassa vā nibbāpanāya adhimattaṁ chandañca vāyāmañca ussāhañca ussoḷhiñca appaṭivāniñca satiñca sampajaññañca kareyya.
Evamevaṁ kho, āvuso, tena bhikkhunā ye kusale dhamme attani samanupassati tesu kusalesu dhammesu patiṭṭhāya, ye kusale dhamme attani na samanupassati tesaṁ kusalānaṁ dhammānaṁ paṭilābhāya adhimatto chando ca vāyāmo ca ussāho ca ussoḷhī ca appaṭivānī ca sati ca sampajaññañca karaṇīyaṁ. Ebenso soll dieser Mönch sich auf die tauglichen Eigenschaften stützen, die er sieht, und soll überragenden Enthusiasmus und überragende Mühe aufbieten, um die tauglichen Eigenschaften zu gewinnen, die er nicht sieht.
Sace panāvuso, bhikkhu paccavekkhamāno sabbepime kusale dhamme attani samanupassati, tenāvuso, bhikkhunā sabbesveva imesu kusalesu dhammesu patiṭṭhāya uttari āsavānaṁ khayāya yogo karaṇīyo”ti. Aber wenn ein Mönch beim Prüfen alle diese tauglichen Eigenschaften bei sich sieht, dann soll er sich auf all diese tauglichen Eigenschaften stützen und weiterhin Meditation üben, um die Befleckungen aufzulösen.“
Pañcamaṁ.