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Aṅguttara Nikāya 10.99 Nummerierte Lehrreden 10.99
10. Upālivagga 10. Das Kapitel mit Upāli
Upālisutta Mit Upāli
Atha kho āyasmā upāli yena bhagavā tenupasaṅkami; upasaṅkamitvā bhagavantaṁ abhivādetvā ekamantaṁ nisīdi. Ekamantaṁ nisinno kho āyasmā upāli bhagavantaṁ etadavoca: Da ging der Ehrwürdige Upāli zum Buddha, verbeugte sich, setzte sich zur Seite hin und sagte zu ihm:
“icchāmahaṁ, bhante, araññavanapatthāni pantāni senāsanāni paṭisevitun”ti. „Herr, ich möchte abgelegene Unterkünfte in der Wildnis und im Wald aufsuchen.“
“Durabhisambhavāni hi kho, upāli, araññavanapatthāni pantāni senāsanāni. „Upāli, abgelegene Unterkünfte in der Wildnis und im Wald sind eine große Herausforderung.
Dukkaraṁ pavivekaṁ durabhiramaṁ. Es ist schwer, abgeschieden zu leben, und es ist schwer, darin Freude zu finden.
Ekatte haranti maññe mano vanāni samādhiṁ alabhamānassa bhikkhuno. Wenn man allein lebt, scheinen die Wälder einem Mönch, der nicht im Samādhi versunken ist, den Verstand zu rauben.
Yo kho, upāli, evaṁ vadeyya: Wenn jemand sagen sollte:
‘ahaṁ samādhiṁ alabhamāno araññavanapatthāni pantāni senāsanāni paṭisevissāmī’ti, tassetaṁ pāṭikaṅkhaṁ: ‚Obwohl ich keine Versenkung besitze, will ich abgelegene Unterkünfte in der Wildnis und im Wald aufsuchen‘, so kann man erwarten,
‘saṁsīdissati vā uplavissati vā’ti. dass er untergeht oder wegtreibt.
Seyyathāpi, upāli, mahāudakarahado. Wie wenn da ein großer See wäre,
Atha āgaccheyya hatthināgo sattaratano vā aḍḍhaṭṭharatano vā. und es käme ein Elefantenbulle von sieben oder acht Ellen Höhe.
Tassa evamassa: Er dächte:
‘yannūnāhaṁ imaṁ udakarahadaṁ ogāhetvā kaṇṇasandhovikampi khiḍḍaṁ kīḷeyyaṁ piṭṭhisandhovikampi khiḍḍaṁ kīḷeyyaṁ. ‚Warum tauche ich nicht in diesen See ein und spiele herum, während ich meine Ohren und meinen Rücken wasche?
Kaṇṇasandhovikampi khiḍḍaṁ kīḷitvā piṭṭhisandhovikampi khiḍḍaṁ kīḷitvā nhatvā ca pivitvā ca paccuttaritvā yena kāmaṁ pakkameyyan’ti. Wenn ich gebadet und getrunken habe, will ich aus dem Wasser steigen und gehen, wohin ich will.‘
So taṁ udakarahadaṁ ogāhetvā kaṇṇasandhovikampi khiḍḍaṁ kīḷeyya piṭṭhisandhovikampi khiḍḍaṁ kīḷeyya; Und so täte er es.
kaṇṇasandhovikampi khiḍḍaṁ kīḷitvā piṭṭhisandhovikampi khiḍḍaṁ kīḷitvā nhatvā ca pivitvā ca paccuttaritvā yena kāmaṁ pakkameyya.
Taṁ kissa hetu? Warum ist das so?
Mahā, upāli, attabhāvo gambhīre gādhaṁ vindati. Weil seine große Lebensform in der Tiefe Halt findet.
Atha āgaccheyya saso vā biḷāro vā. Dann käme ein Kaninchen oder eine Katze.
Tassa evamassa: Das Tier dächte:
‘ko cāhaṁ, ko ca hatthināgo. ‚Welcher Unterschied besteht zwischen mir und einem Elefantenbullen?
Yannūnāhaṁ imaṁ udakarahadaṁ ogāhetvā kaṇṇasandhovikampi khiḍḍaṁ kīḷeyyaṁ piṭṭhisandhovikampi khiḍḍaṁ kīḷeyyaṁ; Warum tauche ich nicht in diesen See ein und spiele herum, während ich meine Ohren und meinen Rücken wasche?
kaṇṇasandhovikampi khiḍḍaṁ kīḷitvā piṭṭhisandhovikampi khiḍḍaṁ kīḷitvā nhatvā ca pivitvā ca paccuttaritvā yena kāmaṁ pakkameyyan’ti. Wenn ich gebadet und getrunken habe, will ich aus dem Wasser steigen und gehen, wohin ich will.‘
So taṁ udakarahadaṁ sahasā appaṭisaṅkhā pakkhandeyya. Und es spränge hastig in den See, ohne nachzudenken.
Tassetaṁ pāṭikaṅkhaṁ: Man kann erwarten,
‘saṁsīdissati vā uplavissati vā’ti. dass es untergeht oder wegtreibt.
Taṁ kissa hetu? Warum ist das so?
Paritto, upāli, attabhāvo gambhīre gādhaṁ na vindati. Weil seine kleine Lebensform in der Tiefe keinen Halt findet.
Evamevaṁ kho, upāli, yo evaṁ vadeyya: Wenn jemand sagen sollte:
‘ahaṁ samādhiṁ alabhamāno araññavanapatthāni pantāni senāsanāni paṭisevissāmī’ti, tassetaṁ pāṭikaṅkhaṁ: ‚Obwohl ich keine Versenkung besitze, will ich abgelegene Unterkünfte in der Wildnis und im Wald aufsuchen‘, so kann man erwarten,
‘saṁsīdissati vā uplavissati vā’ti. dass er untergeht oder wegtreibt.
Seyyathāpi, upāli, daharo kumāro mando uttānaseyyako sakena muttakarīsena kīḷati. Wie wenn da ein kleiner stumpfer, hilfloser Säugling in seinem eigenen Urin und Kot spielen würde.
Taṁ kiṁ maññasi, upāli, Was denkst du, Upāli?
nanvāyaṁ kevalā paripūrā bālakhiḍḍā”ti? Ist das nicht ein ganz törichtes Spiel?“
“Evaṁ, bhante”. „Ja, Herr.“
“Sa kho so, upāli, kumāro aparena samayena vuddhimanvāya indriyānaṁ paripākamanvāya „Nach einiger Zeit wächst dieser Junge heran und seine Fähigkeiten reifen heran.
yāni kānici kumārakānaṁ kīḷāpanakāni bhavanti, seyyathidaṁ—vaṅkakaṁ ghaṭikaṁ mokkhacikaṁ ciṅgulakaṁ pattāḷhakaṁ rathakaṁ dhanukaṁ, tehi kīḷati. Er spielt dann Kinderspiele wie Spielzeugpflüge, Stockschlagen, Purzelbäume, Windrädchen, Spielzeug-Messbecher, Spielzeug-Kutschen und Spielzeug-Bogen.
Taṁ kiṁ maññasi, upāli, Was denkst du, Upāli?
nanvāyaṁ khiḍḍā purimāya khiḍḍāya abhikkantatarā ca paṇītatarā cā”ti? Sind solche Spiele nicht vortrefflicher und erlesener als das, was er vorher getan hat?“
“Evaṁ, bhante”. „Ja, Herr.“
“Sa kho so, upāli, kumāro aparena samayena vuddhimanvāya indriyānaṁ paripākamanvāya „Nach einiger Zeit wächst dieser Junge heran und seine Fähigkeiten reifen weiter heran.
pañcahi kāmaguṇehi samappito samaṅgibhūto paricāreti Entsprechend vergnügt er sich mit den fünf Arten sinnlicher Erregung, mit denen er versorgt und ausgestattet ist:
cakkhuviññeyyehi rūpehi iṭṭhehi kantehi manāpehi piyarūpehi kāmūpasaṁhitehi rajanīyehi, Bilder, die das Auge erkennt, erwünscht, willkommen, angenehm, erfreulich, sinnlich und erregend;
sotaviññeyyehi saddehi … Töne, die das Ohr erkennt …
ghānaviññeyyehi gandhehi … Gerüche, die die Nase erkennt …
jivhāviññeyyehi rasehi … Geschmäcke, die die Zunge erkennt …
kāyaviññeyyehi phoṭṭhabbehi iṭṭhehi kantehi manāpehi piyarūpehi kāmūpasaṁhitehi rajanīyehi. Berührungen, die der Körper erkennt, erwünscht, willkommen, angenehm, erfreulich, sinnlich und erregend.
Taṁ kiṁ maññasi, upāli, Was denkst du, Upāli?
nanvāyaṁ khiḍḍā purimāhi khiḍḍāhi abhikkantatarā ca paṇītatarā cā”ti? Sind solche Spiele nicht vortrefflicher und erlesener als das, was er vorher getan hat?“
“Evaṁ, bhante”. „Ja, Herr.“
“Idha kho pana vo, upāli, tathāgato loke uppajjati arahaṁ sammāsambuddho vijjācaraṇasampanno sugato lokavidū anuttaro purisadammasārathi satthā devamanussānaṁ buddho bhagavā. „Doch dann erscheint ein Klargewordener in der Welt, ein Vollendeter, ein vollkommen erwachter Buddha, von vollendetem Wissen und Verhalten, heilig, Kenner der Welt, unübertrefflicher Anleiter für alle, die üben wollen, Lehrer von Göttern und Menschen, erwacht, gesegnet.
So imaṁ lokaṁ sadevakaṁ samārakaṁ sabrahmakaṁ sassamaṇabrāhmaṇiṁ pajaṁ sadevamanussaṁ sayaṁ abhiññā sacchikatvā pavedeti. Er hat diese Welt – mit ihren Göttern, Māras und Brahmās, mit dieser Bevölkerung mit ihren Asketen und Brahmanen, Göttern und Menschen – durch eigene Einsicht erkannt und erklärt sie anderen.
So dhammaṁ deseti ādikalyāṇaṁ majjhekalyāṇaṁ pariyosānakalyāṇaṁ sātthaṁ sabyañjanaṁ, kevalaparipuṇṇaṁ parisuddhaṁ brahmacariyaṁ pakāseti. Er verkündet eine Lehre, die am Anfang gut, in der Mitte gut und am Ende gut ist, bedeutsam und gut ausgedrückt. Und er legt ein geistliches Leben dar, das ganz vollständig und rein ist.
Taṁ dhammaṁ suṇāti gahapati vā gahapatiputto vā aññatarasmiṁ vā kule paccājāto. Ein Hausbesitzer hört diese Lehre, oder das Kind eines Hausbesitzers oder jemand, der in einer guten Familie wiedergeboren ist.
So taṁ dhammaṁ sutvā tathāgate saddhaṁ paṭilabhati. Er fasst Vertrauen zum Klargewordenen
So tena saddhāpaṭilābhena samannāgato iti paṭisañcikkhati: und überlegt:
‘sambādho gharāvāso rajāpatho, abbhokāso pabbajjā. ‚Das Leben in einem Haus ist eng und schmutzig, aber das Leben von jemand, der fortgezogen ist, ist weit offen.
Nayidaṁ sukaraṁ agāraṁ ajjhāvasatā ekantaparipuṇṇaṁ ekantaparisuddhaṁ saṅkhalikhitaṁ brahmacariyaṁ carituṁ. Es ist nicht einfach, wenn man im Haus lebt, das geistliche Leben ganz vollständig und rein zu führen wie eine blank gescheuerte Muschel.
Yannūnāhaṁ kesamassuṁ ohāretvā kāsāyāni vatthāni acchādetvā agārasmā anagāriyaṁ pabbajeyyan’ti. Warum rasiere ich mir nicht Haar und Bart, lege ockerfarbene Roben an und ziehe aus dem Haus fort ins hauslose Leben?‘
So aparena samayena appaṁ vā bhogakkhandhaṁ pahāya mahantaṁ vā bhogakkhandhaṁ pahāya appaṁ vā ñātiparivaṭṭaṁ pahāya mahantaṁ vā ñātiparivaṭṭaṁ pahāya kesamassuṁ ohāretvā kāsāyāni vatthāni acchādetvā agārasmā anagāriyaṁ pabbajati. Nach einiger Zeit gibt er ein großes oder kleines Vermögen auf, verlässt einen großen oder kleinen Familienkreis. Er rasiert sich Haar und Bart, legt ockerfarbene Roben an und zieht aus dem Haus fort ins hauslose Leben.
So evaṁ pabbajito samāno bhikkhūnaṁ sikkhāsājīvasamāpanno pāṇātipātaṁ pahāya pāṇātipātā paṭivirato hoti nihitadaṇḍo nihitasattho lajjī dayāpanno sabbapāṇabhūtahitānukampī viharati. Wenn er fortgezogen ist, nimmt er die Schulung und die Lebensweise der Mönche und Nonnen auf. Er gibt das Töten lebender Geschöpfe auf und tötet nicht mehr. Er verzichtet auf Stock und Schwert. Er ist einfühlsam und gütig und lebt voller Anteilnahme für alle Lebewesen.
Adinnādānaṁ pahāya adinnādānā paṭivirato hoti dinnādāyī dinnapāṭikaṅkhī; athenena sucibhūtena attanā viharati. Er gibt das Stehlen auf und stiehlt nicht mehr. Er nimmt nur, was gegeben wird, erwartet nur, was gegeben wird. Er hält sich selbst rein, indem er nicht stiehlt.
Abrahmacariyaṁ pahāya brahmacārī hoti ārācārī virato methunā gāmadhammā. Er gibt unkeusches Verhalten auf und ist keusch. Er lebt abgesondert und vermeidet den vulgären Akt des Geschlechtsverkehrs.
Musāvādaṁ pahāya musāvādā paṭivirato hoti saccavādī saccasandho theto paccayiko avisaṁvādako lokassa. Er gibt das Lügen auf und lügt nicht mehr. Er sagt die Wahrheit und hält sich an die Wahrheit. Er ist ehrlich und verlässlich und legt die Welt nicht mit seinen Worten herein.
Pisuṇaṁ vācaṁ pahāya pisuṇāya vācāya paṭivirato hoti, ito sutvā na amutra akkhātā imesaṁ bhedāya, amutra vā sutvā na imesaṁ akkhātā amūsaṁ bhedāya. Iti bhinnānaṁ vā sandhātā sahitānaṁ vā anuppadātā, samaggārāmo samaggarato samagganandī; samaggakaraṇiṁ vācaṁ bhāsitā hoti. Er gibt entzweiende Rede auf und entzweit niemanden mehr. Was er hier gehört hat, sagt er nicht dort, und was er dort gehört hat, nicht hier, um Menschen zu entzweien. Stattdessen versöhnt er die Uneinigen, fördert Einigkeit, freut sich an Eintracht, liebt die Eintracht und spricht Worte, die Eintracht fördern.
Pharusaṁ vācaṁ pahāya pharusāya vācāya paṭivirato hoti. Yā sā vācā nelā kaṇṇasukhā pemanīyā hadayaṅgamā porī bahujanakantā bahujanamanāpā, tathārūpiṁ vācaṁ bhāsitā hoti. Er gibt harte Rede auf und redet nicht mehr hart. Seine Worte sind mild, dem Ohr gefällig, lieblich, zu Herzen gehend, höflich, vielen Menschen willkommen und angenehm.
Samphappalāpaṁ pahāya samphappalāpā paṭivirato hoti kālavādī bhūtavādī atthavādī dhammavādī vinayavādī, nidhānavatiṁ vācaṁ bhāsitā hoti kālena sāpadesaṁ pariyantavatiṁ atthasaṁhitaṁ. Er gibt das Unsinnreden auf und redet keinen Unsinn mehr. Seine Worte kommen zur rechten Zeit, sind wahr, bedeutsam, im Einklang mit der Lehre und Schulung. Sie sind wertvoll, kommen zur rechten Zeit, sind begründet, treffend und nützlich.
So bījagāmabhūtagāmasamārambhā paṭivirato hoti. Er unterlässt es, Pflanzen und Samen zu beschädigen.
Ekabhattiko hoti rattūparato, virato vikālabhojanā. Er isst zu einer Tageszeit und verzichtet auf das Essen bei Nacht und zur falschen Zeit.
Naccagītavāditavisūkadassanā paṭivirato hoti, Er unterlässt den Besuch von Tanz-, Gesangs- und Musikvorführungen.
mālāgandhavilepanadhāraṇamaṇḍanavibhūsanaṭṭhānā paṭivirato hoti, Er unterlässt es, sich mit Kränzen, Düften und Make-up zu verschönern und zu schmücken.
uccāsayanamahāsayanā paṭivirato hoti, Er unterlässt die Benutzung hoher und üppiger Schlafstellen.
jātarūparajatapaṭiggahaṇā paṭivirato hoti, Er unterlässt es, Gold und Zahlungsmittel anzunehmen.
āmakadhaññapaṭiggahaṇā paṭivirato hoti, Er unterlässt es, rohes Getreide anzunehmen,
āmakamaṁsapaṭiggahaṇā paṭivirato hoti, rohes Fleisch,
itthikumārikapaṭiggahaṇā paṭivirato hoti, Frauen und Mädchen,
dāsidāsapaṭiggahaṇā paṭivirato hoti, abhängige Diener und Dienerinnen,
ajeḷakapaṭiggahaṇā paṭivirato hoti, Ziegen und Schafe,
kukkuṭasūkarapaṭiggahaṇā paṭivirato hoti, Hühner und Schweine,
hatthigavassavaḷavapaṭiggahaṇā paṭivirato hoti, Elefanten, Rinder, Pferde und Stuten
khettavatthupaṭiggahaṇā paṭivirato hoti, sowie Felder und Grundstücke.
dūteyyapahiṇagamanānuyogā paṭivirato hoti, Er unterlässt es, Botengänge zu machen und Botschaften zu übermitteln,
kayavikkayā paṭivirato hoti, zu kaufen und zu verkaufen.
tulākūṭakaṁsakūṭamānakūṭā paṭivirato hoti, Er unterlässt es, Maße, Metalle oder Gewichte zu fälschen,
ukkoṭanavañcananikatisāciyogā paṭivirato hoti, zu bestechen, zu betrügen, zu täuschen und ein doppeltes Spiel zu spielen,
chedanavadhabandhanaviparāmosaālopasahasākārā paṭivirato hoti. zu verstümmeln, zu morden, zu entführen, zu rauben, zu plündern und Gewalt anzuwenden.
So santuṭṭho hoti kāyaparihārikena cīvarena kucchiparihārikena piṇḍapātena. Er ist zufrieden mit Roben, die den Körper einhüllen, und Almosen, das den Bauch füllt.
Yena yeneva pakkamati samādāyeva pakkamati, Wohin er auch geht, da nimmt er nur diese Dinge mit.
seyyathāpi nāma pakkhī sakuṇo yena yeneva ḍeti sapattabhārova ḍeti. Wie ein Vogel: Wohin er auch fliegt, die Flügel sind seine einzige Last.
Evamevaṁ bhikkhu santuṭṭho hoti kāyaparihārikena cīvarena kucchiparihārikena piṇḍapātena. Yena yeneva pakkamati samādāyeva pakkamati. Ebenso ist ein Mönch zufrieden mit Roben, die den Körper einhüllen, und Almosen, das den Bauch füllt. Wohin er auch geht, da nimmt er nur diese Dinge mit.
So iminā ariyena sīlakkhandhena samannāgato ajjhattaṁ anavajjasukhaṁ paṭisaṁvedeti. Wenn er diesen Umfang der edlen Sittlichkeit besitzt, erfährt er im Innern ein Glück, das ohne Tadel ist.
So cakkhunā rūpaṁ disvā na nimittaggāhī hoti nānubyañjanaggāhī. Wenn er mit dem Auge ein Bild sieht, bleibt er nicht an den Merkmalen und Einzelheiten hängen.
Yatvādhikaraṇamenaṁ cakkhundriyaṁ asaṁvutaṁ viharantaṁ abhijjhādomanassā pāpakā akusalā dhammā anvāssaveyyuṁ, tassa saṁvarāya paṭipajjati; rakkhati cakkhundriyaṁ, cakkhundriye saṁvaraṁ āpajjati. Wenn das Sehvermögen nicht gezügelt wäre, würden schlechte, untaugliche Eigenschaften von Begehrlichkeit und Verdrießlichkeit überhandnehmen. Aus diesem Grund übt er Zügelung, bewacht das Sehvermögen und hält es im Zaum.
Sotena saddaṁ sutvā … Wenn er mit dem Ohr einen Ton hört …
ghānena gandhaṁ ghāyitvā … Wenn er mit der Nase einen Geruch riecht …
jivhāya rasaṁ sāyitvā … Wenn er mit der Zunge einen Geschmack schmeckt …
kāyena phoṭṭhabbaṁ phusitvā … Wenn er mit dem Körper eine Berührung empfindet …
manasā dhammaṁ viññāya na nimittaggāhī hoti nānubyañjanaggāhī. Wenn er mit dem Geist eine Vorstellung erkennt, bleibt er nicht an den Merkmalen und Einzelheiten hängen.
Yatvādhikaraṇamenaṁ manindriyaṁ asaṁvutaṁ viharantaṁ abhijjhādomanassā pāpakā akusalā dhammā anvāssaveyyuṁ, tassa saṁvarāya paṭipajjati; rakkhati manindriyaṁ, manindriye saṁvaraṁ āpajjati. Wenn das Vorstellungsvermögen nicht gezügelt wäre, würden schlechte, untaugliche Eigenschaften von Begehrlichkeit und Verdrießlichkeit überhandnehmen. Aus diesem Grund übt er Zügelung, bewacht das Vorstellungsvermögen und hält es im Zaum.
So iminā ariyena indriyasaṁvarena samannāgato ajjhattaṁ abyāsekasukhaṁ paṭisaṁvedeti. Wenn er diese edle Zügelung der Sinne besitzt, erfährt er im Innern eine fleckenlose Seligkeit.
So abhikkante paṭikkante sampajānakārī hoti, ālokite vilokite sampajānakārī hoti, samiñjite pasārite sampajānakārī hoti, saṅghāṭipattacīvaradhāraṇe sampajānakārī hoti, asite pīte khāyite sāyite sampajānakārī hoti, uccārapassāvakamme sampajānakārī hoti, gate ṭhite nisinne sutte jāgarite bhāsite tuṇhībhāve sampajānakārī hoti. Er handelt mit Situationsbewusstsein beim Ausgehen und Zurückkommen, beim Hin- und Wegschauen, beim Beugen und Strecken der Glieder, beim Tragen von äußerer Robe, Schale und Roben, beim Essen, Trinken, Kauen, Schmecken, beim Ausscheiden von Urin und Kot, beim Gehen, Stehen, Sitzen, Schlafen und Wachen, Reden und Schweigen.
So iminā ca ariyena sīlakkhandhena samannāgato, iminā ca ariyena indriyasaṁvarena samannāgato, iminā ca ariyena satisampajaññena samannāgato Wenn er diesen Umfang der edlen Sittlichkeit und diese edle Zügelung der Sinne sowie diese edle Achtsamkeit und das edle Situationsbewusstsein besitzt,
vivittaṁ senāsanaṁ bhajati araññaṁ rukkhamūlaṁ pabbataṁ kandaraṁ giriguhaṁ susānaṁ vanapatthaṁ abbhokāsaṁ palālapuñjaṁ. sucht er einen abgelegenen Platz auf: eine Wildnis, den Fuß eines Baumes, einen Hügel, eine Schlucht, eine Berghöhle, ein Leichenfeld, einen Wald, den freien Himmel, einen Strohhaufen.
So araññagato vā rukkhamūlagato vā suññāgāragato vā nisīdati pallaṅkaṁ ābhujitvā ujuṁ kāyaṁ paṇidhāya parimukhaṁ satiṁ upaṭṭhapetvā. Wenn er in eine Wildnis oder zum Fuß eines Baumes oder zu einer leeren Hütte gegangen ist, setzt er sich dort mit gekreuzten Beinen hin, richtet den Körper gerade auf und verankert die Achtsamkeit bei sich.
So abhijjhaṁ loke pahāya vigatābhijjhena cetasā viharati, abhijjhāya cittaṁ parisodheti. Er gibt das Begehren nach der Welt auf, meditiert mit einem Herzen, das frei von Begehren ist, und läutert den Geist von Begehren.
Byāpādapadosaṁ pahāya abyāpannacitto viharati sabbapāṇabhūtahitānukampī, byāpādapadosā cittaṁ parisodheti. Er gibt bösen Willen und Gehässigkeit auf, meditiert mit einem Herzen, das frei von bösem Willen ist, voller Anteilnahme für alle Lebewesen, und läutert den Geist von bösem Willen.
Thinamiddhaṁ pahāya vigatathinamiddho viharati ālokasaññī sato sampajāno, thinamiddhā cittaṁ parisodheti. Er gibt Dumpfheit und Benommenheit auf, meditiert mit einem Herzen, das frei von Dumpfheit und Benommenheit ist, er nimmt Licht wahr, ist achtsam und der Situation bewusst und läutert den Geist von Dumpfheit und Benommenheit.
Uddhaccakukkuccaṁ pahāya anuddhato viharati ajjhattaṁ vūpasantacitto, uddhaccakukkuccā cittaṁ parisodheti. Er gibt Rastlosigkeit und Reue auf, meditiert ohne Rastlosigkeit, mit innerlich friedvollem Geist, und läutert den Geist von Rastlosigkeit und Reue.
Vicikicchaṁ pahāya tiṇṇavicikiccho viharati akathaṅkathī kusalesu dhammesu, vicikicchāya cittaṁ parisodheti. Er gibt den Zweifel auf, meditiert, indem er über den Zweifel hinausgegangen ist, nicht im Unklaren über taugliche Eigenschaften, und läutert den Geist von Zweifel.
So ime pañca nīvaraṇe pahāya cetaso upakkilese paññāya dubbalīkaraṇe, Er gibt diese fünf Hindernisse auf, die Verunreinigungen des Herzens, die die Weisheit schwächen.
vivicceva kāmehi vivicca akusalehi dhammehi savitakkaṁ savicāraṁ vivekajaṁ pītisukhaṁ paṭhamaṁ jhānaṁ upasampajja viharati. Dann tritt er, ganz abgeschieden von den Sinnenfreuden, abgeschieden von untauglichen Eigenschaften, in die erste Vertiefung ein und verweilt darin; da gibt es aus Abgeschiedenheit geborene Ekstase und Seligkeit, während man den Geist ausrichtet und hält.
Taṁ kiṁ maññasi, upāli, Was denkst du, Upāli?
‘nanvāyaṁ vihāro purimehi vihārehi abhikkantataro ca paṇītataro cā’”ti? Ist dieser Zustand nicht vortrefflicher und erlesener als das, was er vorher hatte?“
“Evaṁ, bhante”. „Ja, Herr.“
“Imampi kho, upāli, mama sāvakā attani dhammaṁ sampassamānā araññavanapatthāni pantāni senāsanāni paṭisevanti, no ca kho tāva anuppattasadatthā viharanti. „Wenn meine Schüler diese Eigenschaft in sich sehen, suchen sie abgelegene Unterkünfte in der Wildnis und im Wald auf. Aber ihr eigenes Ziel haben sie noch nicht erreicht.
Puna caparaṁ, upāli, bhikkhu vitakkavicārānaṁ vūpasamā …pe… dutiyaṁ jhānaṁ upasampajja viharati. Dann tritt da ein Mönch, wenn das Ausrichten und Halten des Geistes sich beruhigt, in die zweite Vertiefung ein und verweilt darin; da gibt es aus Versenkung geborene Ekstase und Seligkeit, mit innerer Klarheit und geeintem Geist, ohne Ausrichten und Halten.
Taṁ kiṁ maññasi, upāli, Was denkst du, Upāli?
‘nanvāyaṁ vihāro purimehi vihārehi abhikkantataro ca paṇītataro cā’”ti? Ist dieser Zustand nicht vortrefflicher und erlesener als das, was er vorher hatte?“
“Evaṁ, bhante”. „Ja, Herr.“
“Imampi kho, upāli, mama sāvakā attani dhammaṁ sampassamānā araññavanapatthāni pantāni senāsanāni paṭisevanti, no ca kho tāva anuppattasadatthā viharanti. „Wenn meine Schüler diese Eigenschaft in sich sehen, suchen sie abgelegene Unterkünfte in der Wildnis und im Wald auf. Aber ihr eigenes Ziel haben sie noch nicht erreicht.
Puna caparaṁ, upāli, bhikkhu pītiyā ca virāgā …pe… tatiyaṁ jhānaṁ upasampajja viharati. Dann tritt da ein Mönch mit dem Schwinden der Ekstase in die dritte Vertiefung ein und verweilt darin; da meditiert er mit Gleichmut, achtsam und bewusst, und erfährt persönlich die Seligkeit, von der die Edlen erklären: ‚Gleichmütig und achtsam meditiert man in Seligkeit.‘
Taṁ kiṁ maññasi, upāli, Was denkst du, Upāli?
‘nanvāyaṁ vihāro purimehi vihārehi abhikkantataro ca paṇītataro cā’”ti? Ist dieser Zustand nicht vortrefflicher und erlesener als das, was er vorher hatte?“
“Evaṁ, bhante”. „Ja, Herr.“
“Imampi kho, upāli, mama sāvakā attani dhammaṁ sampassamānā araññavanapatthāni pantāni senāsanāni paṭisevanti, no ca kho tāva anuppattasadatthā viharanti. „Wenn meine Schüler diese Eigenschaft in sich sehen, suchen sie abgelegene Unterkünfte in der Wildnis und im Wald auf. Aber ihr eigenes Ziel haben sie noch nicht erreicht.
Puna caparaṁ, upāli, bhikkhu sukhassa ca pahānā …pe… catutthaṁ jhānaṁ …pe…. Dann tritt da ein Mönch, indem er Glück und Schmerz aufgibt, und mit dem Enden früherer Fröhlichkeit und Traurigkeit, in die vierte Vertiefung ein und verweilt darin, ohne Glück oder Schmerz, mit reinem Gleichmut und reiner Achtsamkeit. …“ …
Puna caparaṁ, upāli, bhikkhu sabbaso rūpasaññānaṁ samatikkamā paṭighasaññānaṁ atthaṅgamā nānattasaññānaṁ amanasikārā ‘ananto ākāso’ti ākāsānañcāyatanaṁ upasampajja viharati. „Dann übersteigt da ein Mönch jegliche Formwahrnehmung, beendet die Wahrnehmung von Eindrücken, richtet den Geist nicht auf die Wahrnehmung von Vielfalt, tritt im Wissen: ‚Raum ist unendlich‘ in die Dimension des unendlichen Raumes ein und verweilt darin.
Taṁ kiṁ maññasi, upāli, Was denkst du, Upāli?
‘nanvāyaṁ vihāro purimehi vihārehi abhikkantataro ca paṇītataro cā’”ti? Ist dieser Zustand nicht vortrefflicher und erlesener als das, was er vorher hatte?“
“Evaṁ, bhante”. „Ja, Herr.“
“Imampi kho, upāli, mama sāvakā attani dhammaṁ sampassamānā araññavanapatthāni pantāni senāsanāni paṭisevanti, no ca kho tāva anuppattasadatthā viharanti. „Wenn meine Schüler diese Eigenschaft in sich sehen, suchen sie abgelegene Unterkünfte in der Wildnis und im Wald auf. Aber ihr eigenes Ziel haben sie noch nicht erreicht.
Puna caparaṁ, upāli, bhikkhu sabbaso ākāsānañcāyatanaṁ samatikkamma ‘anantaṁ viññāṇan’ti viññāṇañcāyatanaṁ upasampajja viharati …pe…. Dann übersteigt da ein Mönch vollständig die Dimension des unendlichen Raumes, tritt im Wissen: ‚Bewusstsein ist unendlich‘ in die Dimension des unendlichen Bewusstseins ein und verweilt darin. …“ …
Sabbaso viññāṇañcāyatanaṁ samatikkamma ‘natthi kiñcī’ti ākiñcaññāyatanaṁ upasampajja viharati …pe…. „Er übersteigt vollständig die Dimension des unendlichen Bewusstseins, tritt im Wissen: ‚Da ist überhaupt nichts‘ in die Dimension des Nichts ein und verweilt darin. …“ …
Sabbaso ākiñcaññāyatanaṁ samatikkamma ‘santametaṁ paṇītametan’ti nevasaññānāsaññāyatanaṁ upasampajja viharati. „Er übersteigt vollständig die Dimension des Nichts, tritt im Wissen: ‚das ist friedvoll, das ist erlesen‘, in die Dimension ein, die weder Wahrnehmung noch keine Wahrnehmung hat, und verweilt darin.
Taṁ kiṁ maññasi, upāli, Was denkst du, Upāli?
‘nanvāyaṁ vihāro purimehi vihārehi abhikkantataro ca paṇītataro cā’”ti? Ist dieser Zustand nicht vortrefflicher und erlesener als das, was er vorher hatte?“
“Evaṁ, bhante”. „Ja, Herr.“
“Imampi kho, upāli, mama sāvakā attani dhammaṁ sampassamānā araññavanapatthāni pantāni senāsanāni paṭisevanti, no ca kho tāva anuppattasadatthā viharanti. „Wenn meine Schüler diese Eigenschaft in sich sehen, suchen sie abgelegene Unterkünfte in der Wildnis und im Wald auf. Aber ihr eigenes Ziel haben sie noch nicht erreicht.
Puna caparaṁ, upāli, bhikkhu sabbaso nevasaññānāsaññāyatanaṁ samatikkamma saññāvedayitanirodhaṁ upasampajja viharati; paññāya cassa disvā āsavā parikkhīṇā honti. Dann übersteigt da ein Mönch vollständig die Dimension, die weder Wahrnehmung noch keine Wahrnehmung hat, tritt in das Aufhören von Wahrnehmung und Gefühl ein und verweilt darin. Und wenn er mit Weisheit gesehen hat, lösen sich seine Befleckungen auf.
Taṁ kiṁ maññasi, upāli, Was denkst du, Upāli?
‘nanvāyaṁ vihāro purimehi vihārehi abhikkantataro ca paṇītataro cā’”ti? Ist dieser Zustand nicht vortrefflicher und erlesener als das, was er vorher hatte?“
“Evaṁ, bhante”. „Ja, Herr.“
“Imampi kho, upāli, mama sāvakā attani dhammaṁ sampassamānā araññavanapatthāni pantāni senāsanāni paṭisevanti, anuppattasadatthā ca viharanti. „Wenn meine Schüler diese Eigenschaft in sich sehen, suchen sie abgelegene Unterkünfte in der Wildnis und im Wald auf. Und sie haben ihr eigenes Ziel erreicht.
Iṅgha tvaṁ, upāli, saṅghe viharāhi. Komm, Upāli, bleibe beim Saṅgha.
Saṅghe te viharato phāsu bhavissatī”ti. Wenn du beim Saṅgha bleibst, wirst du unbeschwert sein.“
Navamaṁ.