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Aṅguttara Nikāya 10.211 Nummerierte Lehrreden 10.211
21. Karajakāyavagga 21. Das Kapitel über den aus Taten geborenen Körper
Paṭhamanirayasaggasutta Himmel und Hölle (1)
“Dasahi, bhikkhave, dhammehi samannāgato yathābhataṁ nikkhitto evaṁ niraye. „Mönche und Nonnen, jemand, der zehn Eigenschaften besitzt, wird in die Hölle gestoßen.
Katamehi dasahi? Welche zehn?
Idha, bhikkhave, ekacco pāṇātipātī hoti, luddo lohitapāṇi hatapahate niviṭṭho adayāpanno sabbapāṇabhūtesu. Da tötet jemand lebende Geschöpfe. Er ist unbarmherzig, mit Blut an den Händen, ein abgebrühter Mörder, mitleidlos gegenüber allen Lebewesen.
Adinnādāyī hoti, yaṁ taṁ parassa paravittūpakaraṇaṁ gāmagataṁ vā araññagataṁ vā, taṁ adinnaṁ theyyasaṅkhātaṁ ādātā hoti. Er stiehlt. In diebischer Absicht nimmt er Vermögen und Besitz anderer aus einem Dorf oder aus der Wildnis.
Kāmesu micchācārī hoti, yā tā māturakkhitā piturakkhitā mātāpiturakkhitā bhāturakkhitā bhaginirakkhitā ñātirakkhitā gottarakkhitā dhammarakkhitā sasāmikā saparidaṇḍā antamaso mālāguḷaparikkhittāpi, tathārūpāsu cārittaṁ āpajjitā hoti. Er begeht sexuelle Verfehlungen. Er hat Geschlechtsverkehr mit Frauen, die unter dem Schutz der Mutter, des Vaters, von Mutter und Vater, des Bruders, der Schwester, von Verwandten oder des Stammes stehen. Er hat Geschlechtsverkehr mit einer Frau, die unter dem Schutz des rechten Grundsatzes steht, die einen Ehemann hat oder bei der ein Übergriff gesetzlich strafbar ist, bis hin zu einer, die als Zeichen der Verlobung bekränzt wurde.
Musāvādī hoti, sabhaggato vā parisaggato vā ñātimajjhagato vā pūgamajjhagato vā rājakulamajjhagato vā abhinīto sakkhipuṭṭho: ‘ehambho purisa, yaṁ jānāsi taṁ vadehī’ti, so ajānaṁ vā āha: ‘jānāmī’ti, jānaṁ vā āha: ‘na jānāmī’ti, apassaṁ vā āha: ‘passāmī’ti, passaṁ vā āha: ‘na passāmī’ti. Iti attahetu vā parahetu vā āmisakiñcikkhahetu vā sampajānamusā bhāsitā hoti. Er lügt. Er wird vor eine Ratsversammlung geladen, vor eine Versammlung, einen Familienrat, eine Gilde oder an den königlichen Hof, und wird als Zeuge befragt: ‚Bitte, werter Mann, sag, was du weißt.‘ Ohne zu wissen, sagt er: ‚Ich weiß‘. Obwohl er weiß, sagt er: ‚Ich weiß nicht‘. Ohne zu sehen, sagt er: ‚Ich sehe‘. Obwohl er sieht, sagt er: ‚Ich sehe nicht‘. So lügt er wissentlich im eigenen Interesse, im Interesse anderer oder im Interesse einer banalen weltlichen Vergünstigung.
Pisuṇavāco hoti, ito sutvā amutra akkhātā imesaṁ bhedāya, amutra vā sutvā imesaṁ akkhātā amūsaṁ bhedāya. Iti samaggānaṁ vā bhettā bhinnānaṁ vā anuppadātā vaggārāmo vaggarato vagganandī, vaggakaraṇiṁ vācaṁ bhāsitā hoti. Er redet so, dass er andere entzweit. Was er hier gehört hat, sagt er dort, und was er dort gehört hat, sagt er hier, um Menschen zu entzweien. So entzweit er die Einträchtigen, fördert Spaltung, freut sich an Spaltung, liebt die Spaltung und spricht Worte, die Spaltung fördern.
Pharusavāco hoti, yā sā vācā aṇḍakā kakkasā parakaṭukā parābhisajjanī kodhasāmantā asamādhisaṁvattanikā, tathārūpiṁ vācaṁ bhāsitā hoti. Er redet hart. Er spricht Worte von der Art, die beißend, gehässig, verletzend, beleidigend ist, die an Zorn grenzt und nicht in die Versenkung führt.
Samphappalāpī hoti, akālavādī abhūtavādī anatthavādī adhammavādī avinayavādī, anidhānavatiṁ vācaṁ bhāsitā hoti akālena anapadesaṁ apariyantavatiṁ anatthasaṁhitaṁ. Er redet Unsinn. Seine Worte kommen zur falschen Zeit, sind unwahr, bedeutungslos, nicht im Einklang mit der Lehre und Schulung. Sie sind ohne Wert, kommen zur falschen Zeit, sind unbegründet, weitschweifig und nutzlos.
Abhijjhālu hoti, yaṁ taṁ parassa paravittūpakaraṇaṁ taṁ abhijjhātā hoti: ‘aho vata yaṁ parassa taṁ mama assā’ti. Er ist begehrlich. Er begehrt Vermögen und Besitz anderer: ‚Ach, wenn doch nur ihr Besitz mir gehörte!‘
Byāpannacitto hoti, paduṭṭhamanasaṅkappo: ‘ime sattā haññantu vā bajjhantu vā ucchijjantu vā vinassantu vā mā vā ahesun’ti. Er hegt bösen Willen und gehässige Absicht: ‚Dass doch diese Lebewesen getötet, abgeschlachtet, geschlagen, zerstört oder vernichtet würden!‘
Micchādiṭṭhiko hoti, viparītadassano: Er hat falsche Ansicht, sein Blickwinkel ist verzerrt:
‘natthi dinnaṁ, natthi yiṭṭhaṁ, natthi hutaṁ, natthi sukatadukkaṭānaṁ kammānaṁ phalaṁ vipāko, natthi ayaṁ loko, natthi paro loko, natthi mātā, natthi pitā, natthi sattā opapātikā, natthi loke samaṇabrāhmaṇā sammaggatā sammāpaṭipannā ye imañca lokaṁ parañca lokaṁ sayaṁ abhiññā sacchikatvā pavedentī’ti. ‚Geben, Opfer oder Spenden haben keinen Sinn. Es gibt keine Frucht und kein Ergebnis von guten und schlechten Taten. Es gibt kein Leben nach dem Tod. So etwas wie Mutter und Vater oder Wesen, die durch unmittelbares Erscheinen wiedergeboren werden, gibt es nicht. Und es gibt keinen Asketen oder Brahmanen, der sich richtig benimmt, richtig übt, und der das Leben nach dem Tod erklärt, nachdem er es durch eigene Einsicht erkannt hat.‘
Imehi kho, bhikkhave, dasahi dhammehi samannāgato yathābhataṁ nikkhitto evaṁ niraye. Jemand, der diese zehn Eigenschaften besitzt, wird in die Hölle gestoßen.
Dasahi, bhikkhave, dhammehi samannāgato yathābhataṁ nikkhitto evaṁ sagge. Jemand, der zehn Eigenschaften besitzt, wird in den Himmel erhoben.
Katamehi dasahi? Welche zehn?
Idha, bhikkhave, ekacco pāṇātipātaṁ pahāya pāṇātipātā paṭivirato hoti nihitadaṇḍo nihitasattho lajjī dayāpanno, sabbapāṇabhūtahitānukampī viharati. Da gibt jemand das Töten lebender Geschöpfe auf und tötet nicht mehr. Er verzichtet auf Stock und Schwert. Er ist einfühlsam und gütig und lebt voller Anteilnahme für alle Lebewesen.
Adinnādānaṁ pahāya adinnādānā paṭivirato hoti. Yaṁ taṁ parassa paravittūpakaraṇaṁ gāmagataṁ vā araññagataṁ vā, na taṁ adinnaṁ theyyasaṅkhātaṁ ādātā hoti. Er gibt das Stehlen auf und stiehlt nicht mehr. Er nimmt nicht in diebischer Absicht Vermögen oder Besitz anderer aus einem Dorf oder aus der Wildnis.
Kāmesumicchācāraṁ pahāya kāmesumicchācārā paṭivirato hoti. Yā tā māturakkhitā …pe… antamaso mālāguḷaparikkhittāpi, tathārūpāsu na cārittaṁ āpajjitā hoti. Er gibt das Begehen sexueller Verfehlungen auf und begeht keine sexuellen Verfehlungen mehr. Er hat keinen Geschlechtsverkehr mit Frauen, die unter dem Schutz der Mutter, des Vaters, von Mutter und Vater, des Bruders, der Schwester, von Verwandten oder des Stammes stehen. Er hat keinen Geschlechtsverkehr mit einer Frau, die unter dem Schutz des rechten Grundsatzes steht, die einen Ehemann hat oder bei der ein Übergriff gesetzlich strafbar ist, bis hin zu einer, die als Zeichen der Verlobung bekränzt wurde.
Musāvādaṁ pahāya musāvādā paṭivirato hoti. Sabhaggato vā parisaggato vā ñātimajjhagato vā pūgamajjhagato vā rājakulamajjhagato vā abhinīto sakkhipuṭṭho: ‘ehambho purisa, yaṁ jānāsi taṁ vadehī’ti, so ajānaṁ vā āha: ‘na jānāmī’ti, jānaṁ vā āha: ‘jānāmī’ti, apassaṁ vā āha: ‘na passāmī’ti, passaṁ vā āha: ‘passāmī’ti. Iti attahetu vā parahetu vā āmisakiñcikkhahetu vā na sampajānamusā bhāsitā hoti. Er gibt das Lügen auf und lügt nicht mehr. Er wird vor eine Ratsversammlung geladen, vor eine Versammlung, einen Familienrat, eine Gilde oder an den königlichen Hof, und wird als Zeuge befragt: ‚Bitte, werter Mann, sag, was du weißt.‘ Wenn er nicht weiß, sagt er: ‚Ich weiß nicht‘. Wenn er weiß, sagt er: ‚Ich weiß‘. Wenn er nicht sieht, sagt er: ‚Ich sehe nicht‘. Und wenn er sieht, sagt er: ‚Ich sehe‘. So lügt er nicht wissentlich, weder im eigenen Interesse noch im Interesse anderer noch im Interesse einer banalen weltlichen Vergünstigung.
Pisuṇavācaṁ pahāya pisuṇāya vācāya paṭivirato hoti—na ito sutvā amutra akkhātā imesaṁ bhedāya, amutra vā sutvā imesaṁ akkhātā amūsaṁ bhedāya. Iti bhinnānaṁ vā sandhātā sahitānaṁ vā anuppadātā samaggārāmo samaggarato samagganandī, samaggakaraṇiṁ vācaṁ bhāsitā hoti. Er gibt entzweiende Rede auf und entzweit niemanden mehr. Was er hier gehört hat, sagt er nicht dort, und was er dort gehört hat, nicht hier, um Menschen zu entzweien. Stattdessen versöhnt er die Uneinigen, fördert Einigkeit, freut sich an Eintracht, liebt die Eintracht und spricht Worte, die Eintracht fördern.
Pharusavācaṁ pahāya pharusāya vācāya paṭivirato hoti. Yā sā vācā nelā kaṇṇasukhā pemanīyā hadayaṅgamā porī bahujanakantā bahujanamanāpā, tathārūpiṁ vācaṁ bhāsitā hoti. Er gibt harte Rede auf und redet nicht mehr hart. Seine Worte sind mild, dem Ohr gefällig, lieblich, zu Herzen gehend, höflich, vielen Menschen willkommen und angenehm.
Samphappalāpaṁ pahāya samphappalāpā paṭivirato hoti kālavādī bhūtavādī, atthavādī dhammavādī vinayavādī, nidhānavatiṁ vācaṁ bhāsitā hoti kālena sāpadesaṁ pariyantavatiṁ atthasaṁhitaṁ. Er gibt das Unsinnreden auf und redet keinen Unsinn mehr. Seine Worte kommen zur rechten Zeit, sind wahr, bedeutsam, im Einklang mit der Lehre und Schulung. Sie sind wertvoll, kommen zur rechten Zeit, sind begründet, treffend und nützlich.
Anabhijjhālu hoti. Yaṁ taṁ parassa paravittūpakaraṇaṁ taṁ anabhijjhātā hoti: ‘aho vata yaṁ parassa taṁ mama assā’ti. Er ist zufrieden. Er begehrt nicht Vermögen oder Besitz anderer: ‚Ach, wenn doch nur ihr Besitz mir gehörte!‘
Abyāpannacitto hoti appaduṭṭhamanasaṅkappo: ‘ime sattā averā hontu abyāpajjā anīghā, sukhī attānaṁ pariharantū’ti. Er hat ein gütiges Herz und liebevolle Absicht: ‚Dass doch diese Lebewesen frei von Feindschaft und bösem Willen lebten, unbeschwert und glücklich!‘
Sammādiṭṭhiko hoti aviparītadassano: Er hat rechte Ansicht, sein Blickwinkel ist unverfälscht:
‘atthi dinnaṁ, atthi yiṭṭhaṁ, atthi hutaṁ, atthi sukaṭadukkaṭānaṁ kammānaṁ phalaṁ vipāko, atthi ayaṁ loko, atthi paro loko, atthi mātā, atthi pitā, atthi sattā opapātikā, atthi loke samaṇabrāhmaṇā sammaggatā sammāpaṭipannā ye imañca lokaṁ parañca lokaṁ sayaṁ abhiññā sacchikatvā pavedentī’ti. ‚Geben, Opfer und Spenden sind sinnvoll. Es gibt eine Frucht und ein Ergebnis von guten und schlechten Taten. Es gibt ein Leben nach dem Tod. Es gibt so etwas wie Mutter und Vater oder Wesen, die durch unmittelbares Erscheinen wiedergeboren werden. Und es gibt Asketen und Brahmanen, die sich richtig benehmen, richtig üben, die das Leben nach dem Tod erklären, nachdem sie es durch eigene Einsicht erkannt haben.‘
Imehi kho, bhikkhave, dasahi dhammehi samannāgato yathābhataṁ nikkhitto evaṁ sagge”ti. Jemand, der diese zehn Eigenschaften besitzt, wird in den Himmel erhoben.“
Paṭhamaṁ.