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Aṅguttara Nikāya 11.13 Nummerierte Lehrreden 11.13

2. Anussativagga 2. Das Kapitel über Besinnung

Nandiyasutta Mit Nandiya

Ekaṁ samayaṁ bhagavā sakkesu viharati kapilavatthusmiṁ nigrodhārāme. Einmal hielt sich der Buddha im Land der Sakyer bei Kapilavatthu auf, im Banyanbaum-Kloster.

Tena kho pana samayena bhagavā sāvatthiyaṁ vassāvāsaṁ upagantukāmo hoti. Zu dieser Zeit nun wollte der Buddha in Sāvatthī den Regenzeitaufenthalt antreten.

Assosi kho nandiyo sakko: Der Sakyer Nandiya hörte davon

“bhagavā kira sāvatthiyaṁ vassāvāsaṁ upagantukāmo”ti.

Atha kho nandiyassa sakkassa etadahosi: und dachte:

“yannūnāhampi sāvatthiyaṁ vassāvāsaṁ upagaccheyyaṁ. „Warum trete ich nicht auch den Regenzeitaufenthalt in Sāvatthī an?

Tattha kammantañceva adhiṭṭhahissāmi, bhagavantañca lacchāmi kālena kālaṁ dassanāyā”ti. Dort kann ich mich meiner Arbeit widmen und bekomme von Zeit zu Zeit den Buddha zu sehen.“

Atha kho bhagavā sāvatthiyaṁ vassāvāsaṁ upagacchi. Da trat der Buddha in Sāvatthī den Regenzeitaufenthalt an,

Nandiyopi kho sakko sāvatthiyaṁ vassāvāsaṁ upagacchi. und Nandiya tat desgleichen.

Tattha kammantañceva adhiṭṭhāsi, bhagavantañca labhi kālena kālaṁ dassanāya. Dort widmete er sich seiner Arbeit und bekam von Zeit zu Zeit den Buddha zu sehen.

Tena kho pana samayena sambahulā bhikkhū bhagavato cīvarakammaṁ karonti: Zu dieser Zeit waren mehrere Mönche und Nonnen dabei, eine Robe für den Buddha zu fertigen:

“niṭṭhitacīvaro bhagavā temāsaccayena cārikaṁ pakkamissatī”ti. „Wenn seine Robe fertig ist und die drei Monate des Regenzeitaufenthalts um sein werden, wird der Buddha auf Wanderschaft gehen.“

Assosi kho nandiyo sakko: Der Sakyer Nandiya hörte davon.

“sambahulā kira bhikkhū bhagavato cīvarakammaṁ karonti:

‘niṭṭhitacīvaro bhagavā temāsaccayena cārikaṁ pakkamissatī’”ti.

Atha kho nandiyo sakko yena bhagavā tenupasaṅkami; upasaṅkamitvā bhagavantaṁ abhivādetvā ekamantaṁ nisīdi. Ekamantaṁ nisinno kho nandiyo sakko bhagavantaṁ etadavoca: Er ging zum Buddha, verbeugte sich, setzte sich zur Seite hin und sagte zu ihm:

“sutaṁ metaṁ, bhante: „Herr, ich habe gehört,

‘sambahulā kira bhikkhū bhagavato cīvarakammaṁ karonti—mehrere Mönche und Nonnen seien dabei, eine Robe für den Buddha zu fertigen:

niṭṭhitacīvaro bhagavā temāsaccayena cārikaṁ pakkamissatī’ti. ‚Wenn seine Robe fertig ist und die drei Monate des Regenzeitaufenthalts um sein werden, wird der Buddha auf Wanderschaft gehen.‘

Tesaṁ no, bhante, nānāvihārehi viharataṁ kenassa vihārena vihātabban”ti? Wir verbringen nun unser Leben auf unterschiedliche Arten. Welche davon sollen wir üben?“

“Sādhu sādhu, nandiya. „Gut, gut, Nandiya!

Etaṁ kho, nandiya, tumhākaṁ patirūpaṁ kulaputtānaṁ, yaṁ tumhe tathāgataṁ upasaṅkamitvā puccheyyātha: Es ist angebracht, dass ehrbare Menschen wie du zu mir kommen und fragen:

‘tesaṁ no, bhante, nānāvihārehi viharataṁ kenassa vihārena vihātabban’ti? ‚Wir verbringen nun unser Leben auf unterschiedliche Arten. Welche davon sollen wir üben?‘

Saddho kho, nandiya, ārādhako hoti, no assaddho; Der Vertrauensvolle hat Erfolg, nicht der ohne Vertrauen.

sīlavā ārādhako hoti, no dussīlo; Der Sittliche hat Erfolg, nicht der Unmoralische.

āraddhavīriyo ārādhako hoti, no kusīto; Der Energische hat Erfolg, nicht der Träge.

upaṭṭhitassati ārādhako hoti, no muṭṭhassati; Der Achtsame hat Erfolg, nicht der Unachtsame.

samāhito ārādhako hoti, no asamāhito; Der mit Versenkung hat Erfolg, nicht der ohne Versenkung.

paññavā ārādhako hoti, no duppañño. Der Weise hat Erfolg, nicht der Geistlose.

Imesu kho te, nandiya, chasu dhammesu patiṭṭhāya pañcasu dhammesu ajjhattaṁ sati upaṭṭhāpetabbā. Wenn du in diesen sechs Dingen verankert bist, dann verankere innerlich Achtsamkeit auf fünf weitere Dinge.

Idha tvaṁ, nandiya, tathāgataṁ anussareyyāsi: Zunächst besinne dich auf den Klargewordenen:

‘itipi so bhagavā arahaṁ sammāsambuddho vijjācaraṇasampanno sugato lokavidū anuttaro purisadammasārathi, satthā devamanussānaṁ buddho bhagavā’ti. ‚Dieser Gesegnete ist vollendet, ein vollkommen erwachter Buddha, von vollendetem Wissen und Verhalten, heilig, Kenner der Welt, unübertrefflicher Anleiter für alle, die üben wollen, Lehrer von Göttern und Menschen, erwacht, gesegnet.‘

Iti kho te, nandiya, tathāgataṁ ārabbha ajjhattaṁ sati upaṭṭhāpetabbā. Auf diese Art verankere innerlich Achtsamkeit, die sich auf den Klargewordenen stützt.

Puna caparaṁ tvaṁ, nandiya, dhammaṁ anussareyyāsi: Weiter besinne dich auf die Lehre:

‘svākkhāto bhagavatā dhammo sandiṭṭhiko akāliko ehipassiko opaneyyiko paccattaṁ veditabbo viññūhī’ti. ‚Die Lehre ist vom Buddha gut erklärt – im jetzigen Leben ersichtlich, unmittelbar wirksam, sie lädt zum Überprüfen ein, ist zielführend, sodass vernünftige Menschen sie selbst erkennen können.‘

Iti kho te, nandiya, dhammaṁ ārabbha ajjhattaṁ sati upaṭṭhāpetabbā. Auf diese Art verankere innerlich Achtsamkeit, die sich auf die Lehre stützt.

Puna caparaṁ tvaṁ, nandiya, kalyāṇamitte anussareyyāsi: Weiter besinne dich auf deine guten Freunde:

‘lābhā vata me, suladdhaṁ vata me, ‚Ich habe Glück, so großes Glück!

yassa me kalyāṇamittā anukampakā atthakāmā ovādakā anusāsakā’ti. Ich habe gute Freunde, die mich aus Güte und Anteilnahme unterweisen und anleiten.‘

Iti kho te, nandiya, kalyāṇamitte ārabbha ajjhattaṁ sati upaṭṭhāpetabbā. Auf diese Art verankere innerlich Achtsamkeit, die sich auf gute Freunde stützt.

Puna caparaṁ tvaṁ, nandiya, attano cāgaṁ anussareyyāsi: Weiter besinne dich auf deine eigene Großzügigkeit:

‘lābhā vata me, suladdhaṁ vata me, ‚Ich habe Glück, so großes Glück!

yohaṁ maccheramalapariyuṭṭhitāya pajāya vigatamalamaccherena cetasā agāraṁ ajjhāvasāmi muttacāgo payatapāṇi vossaggarato yācayogo dānasaṁvibhāgarato’ti. Unter denen, die vom Fleck des Geizes befleckt sind, lebe ich im Haus, habe den Fleck des Geizes entfernt, gebe großzügig her, habe eine offene Hand, freue mich am Loslassen, bin der Wohltätigkeit verpflichtet und liebe es, zu geben und zu teilen.‘

Iti kho te, nandiya, cāgaṁ ārabbha ajjhattaṁ sati upaṭṭhāpetabbā. Auf diese Art verankere innerlich Achtsamkeit, die sich auf die Großzügigkeit stützt.

Puna caparaṁ tvaṁ, nandiya, devatā anussareyyāsi: Weiter besinne dich auf die Gottheiten:

‘yā devatā atikkammeva kabaḷīkārāhārabhakkhānaṁ devatānaṁ sahabyataṁ aññataraṁ manomayaṁ kāyaṁ upapannā, tā karaṇīyaṁ attano na samanupassanti katassa vā paticayaṁ’. ‚Es gibt Gottheiten, die die Götter, die feste Nahrung verzehren, übertreffen und in einer Schar geistgeschaffener Gottheiten wiedergeboren werden. Sie sehen in sich selbst nichts mehr, das noch zu tun oder zu verbessern wäre.‘

Seyyathāpi, nandiya, bhikkhu asamayavimutto karaṇīyaṁ attano na samanupassati katassa vā paticayaṁ; Ein Mönch, der unumkehrbar befreit ist, sieht in sich selbst nichts mehr, das noch zu tun oder zu verbessern wäre.

evamevaṁ kho, nandiya, yā tā devatā atikkammeva kabaḷīkārāhārabhakkhānaṁ devatānaṁ sahabyataṁ aññataraṁ manomayaṁ kāyaṁ upapannā, tā karaṇīyaṁ attano na samanupassanti katassa vā paticayaṁ. Ebenso, Nandiya, gibt es Gottheiten, die die Götter, die feste Nahrung verzehren, übertreffen und in einer Schar geistgeschaffener Gottheiten wiedergeboren werden. Sie sehen in sich selbst nichts mehr, das noch zu tun oder zu verbessern wäre.

Iti kho te, nandiya, devatā ārabbha ajjhattaṁ sati upaṭṭhāpetabbā. Auf diese Art verankere innerlich Achtsamkeit, die sich auf die Gottheiten stützt.

Imehi kho, nandiya, ekādasahi dhammehi samannāgato ariyasāvako pajahateva pāpake akusale dhamme, na upādiyati. Ein edler Schüler, der diese elf Eigenschaften besitzt, gibt schlechte, untaugliche Eigenschaften auf und haftet nicht an ihnen.

Seyyathāpi, nandiya, kumbho nikkujjo vamateva udakaṁ, no vantaṁ paccāvamati; Wie wenn ein Krug mit Wasser umgedreht wird: Das Wasser fließt heraus und kehrt nicht mehr zurück.

seyyathāpi vā pana, nandiya, sukkhe tiṇadāye aggi mutto ḍahaññeva gacchati, no daḍḍhaṁ paccudāvattati; Wie ein unkontrolliertes Feuer: Es schreitet voran und brennt ein trockenes Waldstück nieder und kehrt nicht mehr zu dem Verbrannten zurück.

evamevaṁ kho, nandiya, imehi ekādasahi dhammehi samannāgato ariyasāvako pajahateva pāpake akusale dhamme, na upādiyatī”ti. Ebenso gibt ein edler Schüler, der diese elf Eigenschaften besitzt, schlechte, untaugliche Eigenschaften auf und haftet nicht an ihnen.“

Tatiyaṁ.
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