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Aṅguttara Nikāya 11.17 Nummerierte Lehrreden 11.17
2. Anussativagga 2. Das Kapitel über Besinnung
Gopālasutta Der Kuhhirte
“Ekādasahi, bhikkhave, aṅgehi samannāgato gopālako abhabbo gogaṇaṁ pariharituṁ phātiṁ kātuṁ. „Mönche und Nonnen, ein Kuhhirte, der elf Faktoren besitzt, kann keine Kuhherde erhalten und vergrößern.
Katamehi ekādasahi? Welche elf?
Idha, bhikkhave, gopālako na rūpaññū hoti, na lakkhaṇakusalo hoti, na āsāṭikaṁ hāretā hoti, na vaṇaṁ paṭicchādetā hoti, na dhūmaṁ kattā hoti, na titthaṁ jānāti, na pītaṁ jānāti, na vīthiṁ jānāti, na gocarakusalo hoti, anavasesadohī ca hoti, ye te usabhā gopitaro gopariṇāyakā te na atirekapūjāya pūjetā hoti. Da weiß ein Kuhhirte nicht, was Form ist, kennt sich mit den Kennzeichen nicht aus, liest Fliegeneier nicht aus, verbindet Wunden nicht, räuchert nicht aus, kennt die Furt nicht, kennt Befriedigung nicht, kennt den Weg nicht, kennt sich mit den Weiden nicht aus, melkt trocken und lässt den Bullen, den Vätern und Anführern der Herde, keine besondere Achtung angedeihen.
Imehi kho, bhikkhave, ekādasahi aṅgehi samannāgato gopālako abhabbo gogaṇaṁ pariharituṁ phātiṁ kātuṁ. Ein Kuhhirte, der diese elf Faktoren besitzt, kann keine Kuhherde erhalten und vergrößern.
Evamevaṁ kho, bhikkhave, ekādasahi dhammehi samannāgato bhikkhu abhabbo imasmiṁ dhammavinaye vuddhiṁ virūḷhiṁ vepullaṁ āpajjituṁ. Ebenso kann ein Mönch mit elf Eigenschaften kein Wachstum, keine Zunahme oder Reife in dieser Lehre und Schulung erlangen.
Katamehi ekādasahi? Mit welchen elf?
Idha, bhikkhave, bhikkhu na rūpaññū hoti, na lakkhaṇakusalo hoti, na āsāṭikaṁ hāretā hoti, na vaṇaṁ paṭicchādetā hoti, na dhūmaṁ kattā hoti, na titthaṁ jānāti, na pītaṁ jānāti, na vīthiṁ jānāti, na gocarakusalo hoti, anavasesadohī ca hoti, ye te bhikkhū therā rattaññū cirapabbajitā saṅghapitaro saṅghapariṇāyakā te na atirekapūjāya pūjetā hoti. Da weiß ein Mönch nicht, was Form ist, kennt sich mit den Kennzeichen nicht aus, liest Fliegeneier nicht aus, verbindet Wunden nicht, räuchert nicht aus, kennt die Furt nicht, kennt Befriedigung nicht, kennt den Weg nicht, kennt sich mit den Weiden nicht aus, melkt trocken und lässt langjährigen Ordensältesten, die schon lange fortgezogen sind, den Vätern und Anführern des Saṅgha, keine besondere Achtung angedeihen.
Kathañca, bhikkhave, bhikkhu na rūpaññū hoti? Und wie weiß ein Mönch nicht, was Form ist?
Idha, bhikkhave, bhikkhu yaṁ kiñci rūpaṁ (…) ‘cattāri mahābhūtāni, catunnañca mahābhūtānaṁ upādāyarūpan’ti yathābhūtaṁ nappajānāti. Da versteht ein Mönch nicht wahrhaftig, dass alle Form in den vier Grundzuständen besteht oder von den vier Grundzuständen abgeleitet ist.
Evaṁ kho, bhikkhave, bhikkhu na rūpaññū hoti. So weiß ein Mönch nicht, was Form ist.
Kathañca, bhikkhave, bhikkhu na lakkhaṇakusalo hoti? Und wie kennt sich ein Mönch mit den Kennzeichen nicht aus?
Idha, bhikkhave, bhikkhu ‘kammalakkhaṇo bālo, kammalakkhaṇo paṇḍito’ti yathābhūtaṁ nappajānāti. Da versteht ein Mönch nicht, dass ein Tor durch seine Taten gekennzeichnet ist und dass ein kluger Mensch durch seine Taten gekennzeichnet ist.
Evaṁ kho, bhikkhave, bhikkhu na lakkhaṇakusalo hoti. So kennt sich ein Mönch mit den Kennzeichen nicht aus.
Kathañca, bhikkhave, bhikkhu na āsāṭikaṁ hāretā hoti? Und wie liest ein Mönch Fliegeneier nicht aus?
Idha, bhikkhave, bhikkhu uppannaṁ kāmavitakkaṁ adhivāseti nappajahati na vinodeti na byantīkaroti na anabhāvaṁ gameti, uppannaṁ byāpādavitakkaṁ … uppannaṁ vihiṁsāvitakkaṁ … Da duldet ein Mönch einen sinnlichen, böswilligen oder grausamen Gedanken, der aufgekommen ist.
uppannuppanne pāpake akusale dhamme adhivāseti nappajahati na vinodeti na byantīkaroti na anabhāvaṁ gameti. Er duldet alle schlechten, untauglichen Eigenschaften, die aufgekommen sind. Er gibt sie nicht auf, macht sich nicht von ihnen los, beseitigt sie nicht und merzt sie nicht aus.
Evaṁ kho, bhikkhave, bhikkhu na āsāṭikaṁ hāretā hoti. So liest ein Mönch Fliegeneier nicht aus.
Kathañca, bhikkhave, bhikkhu na vaṇaṁ paṭicchādetā hoti? Und wie verbindet ein Mönch Wunden nicht?
Idha, bhikkhave, bhikkhu cakkhunā rūpaṁ disvā nimittaggāhī hoti anubyañjanaggāhī; Wenn ein Mönch mit dem Auge ein Bild sieht, bleibt er an den Merkmalen und Einzelheiten hängen.
yatvādhikaraṇamenaṁ cakkhundriyaṁ asaṁvutaṁ viharantaṁ abhijjhādomanassā pāpakā akusalā dhammā anvāssaveyyuṁ, tassa saṁvarāya na paṭipajjati; na rakkhati cakkhundriyaṁ, cakkhundriye saṁvaraṁ nāpajjati. Da das Sehvermögen nicht gezügelt ist, nehmen schlechte, untaugliche Eigenschaften von Begehrlichkeit und Verdrießlichkeit überhand. Er übt keine Zügelung, bewacht das Sehvermögen nicht und hält es nicht im Zaum.
Sotena saddaṁ sutvā … Wenn er mit dem Ohr einen Ton hört …
ghānena gandhaṁ ghāyitvā … Wenn er mit der Nase einen Geruch riecht …
jivhāya rasaṁ sāyitvā … Wenn er mit der Zunge einen Geschmack schmeckt …
kāyena phoṭṭhabbaṁ phusitvā … Wenn er mit dem Körper eine Berührung empfindet …
manasā dhammaṁ viññāya nimittaggāhī hoti anubyañjanaggāhī; Wenn er mit dem Geist eine Vorstellung erkennt, bleibt er an den Merkmalen und Einzelheiten hängen.
yatvādhikaraṇamenaṁ manindriyaṁ asaṁvutaṁ viharantaṁ abhijjhādomanassā pāpakā akusalā dhammā anvāssaveyyuṁ, tassa saṁvarāya na paṭipajjati; na rakkhati manindriyaṁ, manindriye saṁvaraṁ nāpajjati. Da das Vorstellungsvermögen nicht gezügelt ist, nehmen schlechte, untaugliche Eigenschaften von Begehrlichkeit und Verdrießlichkeit überhand. Er übt keine Zügelung, bewacht das Vorstellungsvermögen nicht und hält es nicht im Zaum.
Evaṁ kho, bhikkhave, bhikkhu na vaṇaṁ paṭicchādetā hoti. So verbindet ein Mönch Wunden nicht.
Kathañca, bhikkhave, bhikkhu na dhūmaṁ kattā hoti? Und wie räuchert ein Mönch nicht aus?
Idha, bhikkhave, bhikkhu na yathāsutaṁ yathāpariyattaṁ dhammaṁ vitthārena paresaṁ desetā hoti. Da unterweist ein Mönch andere nicht ausführlich im Dhamma, wie er ihn gehört und sich eingeprägt hat.
Evaṁ kho, bhikkhave, bhikkhu na dhūmaṁ kattā hoti. So räuchert ein Mönch nicht aus.
Kathañca, bhikkhave, bhikkhu na titthaṁ jānāti? Und wie kennt ein Mönch die Furt nicht?
Idha, bhikkhave, bhikkhu ye te bhikkhū bahussutā āgatāgamā dhammadharā vinayadharā mātikādharā, te kālena kālaṁ upasaṅkamitvā na paripucchati na paripañhati: Da sucht ein Mönch nicht von Zeit zu Zeit Mönche auf, die sehr gelehrt sind, Erben des Erbes, die die Lehre, das Ordensrecht und die Gliederungen im Gedächtnis haben, und stellt ihnen Fragen:
‘idaṁ, bhante, kathaṁ, imassa ko attho’ti? ‚Warum, Herr, heißt es so? Was bedeutet das?‘
Tassa te āyasmanto avivaṭañceva na vivaranti, anuttānīkatañca na uttānīkaronti, anekavihitesu ca kaṅkhāṭhāniyesu dhammesu kaṅkhaṁ na paṭivinodenti. Diese Ehrwürdigen klären nicht, was unklar ist, decken nicht auf, was verborgen ist, und zerstreuen nicht den Zweifel bezüglich vieler zweifelhafter Fragen.
Evaṁ kho, bhikkhave, bhikkhu na titthaṁ jānāti. So kennt ein Mönch die Furt nicht.
Kathañca, bhikkhave, bhikkhu na pītaṁ jānāti? Und wie kennt ein Mönch Befriedigung nicht?
Idha, bhikkhave, bhikkhu tathāgatappavedite dhammavinaye desiyamāne na labhati atthavedaṁ, na labhati dhammavedaṁ, na labhati dhammūpasaṁhitaṁ pāmojjaṁ. Da ist ein Mönch, wenn die vom Klargewordenen verkündete Lehre und Schulung vorgetragen wird, nicht ergriffen von der Bedeutung und der Lehre und findet keine Freude im Zusammenhang mit der Lehre.
Evaṁ kho, bhikkhave, bhikkhu na pītaṁ jānāti. So kennt ein Mönch Befriedigung nicht.
Kathañca, bhikkhave, bhikkhu na vīthiṁ jānāti? Und wie kennt ein Mönch den Weg nicht?
Idha, bhikkhave, bhikkhu ariyaṁ aṭṭhaṅgikaṁ maggaṁ yathābhūtaṁ nappajānāti. Da versteht ein Mönch nicht wahrhaftig den edlen achtfachen Pfad.
Evaṁ kho, bhikkhave, bhikkhu na vīthiṁ jānāti. So kennt ein Mönch den Weg nicht.
Kathañca, bhikkhave, bhikkhu na gocarakusalo hoti? Und wie kennt sich ein Mönch mit den Weiden nicht aus?
Idha, bhikkhave, bhikkhu cattāro satipaṭṭhāne yathābhūtaṁ nappajānāti. Da versteht ein Mönch nicht wahrhaftig die vier Arten der Achtsamkeitsmeditation.
Evaṁ kho, bhikkhave, bhikkhu na gocarakusalo hoti. So kennt sich ein Mönch mit den Weiden nicht aus.
Kathañca, bhikkhave, bhikkhu anavasesadohī hoti? Und wie melkt ein Mönch trocken?
Idha, bhikkhave, bhikkhuṁ saddhā gahapatikā abhihaṭṭhuṁ pavārenti cīvarapiṇḍapātasenāsanagilānapaccayabhesajjaparikkhārehi. Tatra bhikkhu mattaṁ na jānāti paṭiggahaṇāya. Da wird ein Mönch von einem Hausbesitzer eingeladen, Roben, Almosen, Unterkunft sowie Arznei und Krankenversorgung anzunehmen, und er kennt kein Maß beim Nehmen.
Evaṁ kho, bhikkhave, bhikkhu anavasesadohī hoti. So melkt ein Mönch trocken.
Kathañca, bhikkhave, bhikkhu ye te bhikkhū therā rattaññū cirapabbajitā saṅghapitaro saṅghapariṇāyakā, te na atirekapūjāya pūjetā hoti? Und wie lässt ein Mönch langjährigen Ordensältesten, die schon lange fortgezogen sind, den Vätern und Anführern des Saṅgha, keine besondere Achtung angedeihen?
Idha, bhikkhave, bhikkhu ye te bhikkhū therā rattaññū cirapabbajitā saṅghapitaro saṅghapariṇāyakā, tesu na mettaṁ kāyakammaṁ paccupaṭṭhāpeti āvi ceva raho ca, na mettaṁ vacīkammaṁ … na mettaṁ manokammaṁ paccupaṭṭhāpeti āvi ceva raho ca. Da behandelt ein Mönch langjährige Ordensälteste, die schon lange fortgezogen sind, die Väter und Anführer des Saṅgha, mit dem Körper, der Sprache und dem Geist nicht stets liebevoll, sowohl öffentlich als insgeheim.
Evaṁ kho, bhikkhave, bhikkhu ye te bhikkhū therā rattaññū cirapabbajitā saṅghapitaro saṅghapariṇāyakā, na te atirekapūjāya pūjetā hoti. So lässt ein Mönch langjährigen Ordensältesten, die schon lange fortgezogen sind, den Vätern und Anführern des Saṅgha, keine besondere Achtung angedeihen.
Imehi kho, bhikkhave, ekādasahi dhammehi samannāgato bhikkhu abhabbo imasmiṁ dhammavinaye vuddhiṁ virūḷhiṁ vepullaṁ āpajjituṁ. Ein Mönch mit diesen elf Eigenschaften kann kein Wachstum, keine Zunahme oder Reife in dieser Lehre und Schulung erlangen.
Ekādasahi, bhikkhave, aṅgehi samannāgato gopālako bhabbo gogaṇaṁ pariharituṁ phātiṁ kātuṁ. Ein Kuhhirte, der elf Faktoren besitzt, kann eine Kuhherde erhalten und vergrößern.
Katamehi ekādasahi? Welche elf?
Idha, bhikkhave, gopālako rūpaññū hoti, lakkhaṇakusalo hoti, āsāṭikaṁ hāretā hoti, vaṇaṁ paṭicchādetā hoti, dhūmaṁ kattā hoti, titthaṁ jānāti, pītaṁ jānāti, vīthiṁ jānāti, gocarakusalo hoti, sāvasesadohī ca hoti, ye te usabhā gopitaro gopariṇāyakā te atirekapūjāya pūjetā hoti—Da weiß ein Kuhhirte, was Form ist, kennt sich mit den Kennzeichen aus, liest Fliegeneier aus, verbindet Wunden, räuchert aus, kennt die Furt, kennt Befriedigung, kennt den Weg, kennt sich mit den Weiden aus, melkt nicht trocken und lässt den Bullen, den Vätern und Anführern der Herde, besondere Achtung angedeihen.
imehi kho, bhikkhave, ekādasahi aṅgehi samannāgato gopālako bhabbo gogaṇaṁ pariharituṁ phātiṁ kātuṁ. Ein Kuhhirte, der diese elf Faktoren besitzt, kann eine Kuhherde erhalten und vergrößern.
Evamevaṁ kho, bhikkhave, ekādasahi dhammehi samannāgato bhikkhu bhabbo imasmiṁ dhammavinaye vuddhiṁ virūḷhiṁ vepullaṁ āpajjituṁ. Ebenso kann ein Mönch mit elf Eigenschaften Wachstum, Zunahme und Reife in dieser Lehre und Schulung erlangen.
Katamehi ekādasahi? Mit welchen elf?
Idha, bhikkhave, bhikkhu rūpaññū hoti, lakkhaṇakusalo hoti, āsāṭikaṁ hāretā hoti, vaṇaṁ paṭicchādetā hoti, dhūmaṁ kattā hoti, titthaṁ jānāti, pītaṁ jānāti, vīthiṁ jānāti, gocarakusalo hoti, sāvasesadohī ca hoti, ye te bhikkhū therā rattaññū cirapabbajitā saṅghapitaro saṅghapariṇāyakā te atirekapūjāya pūjetā hoti. Da weiß ein Mönch, was Form ist, kennt sich mit den Kennzeichen aus, liest Fliegeneier aus, verbindet Wunden, räuchert aus, kennt die Furt, kennt Befriedigung, kennt den Weg, kennt sich mit den Weiden aus, melkt nicht trocken und lässt ehrwürdigen Ordensältesten, die schon lange fortgezogen sind, den Vätern und Anführern des Saṅgha, besondere Achtung angedeihen.
Kathañca, bhikkhave, bhikkhu rūpaññū hoti? Und wie weiß ein Mönch, was Form ist?
Idha, bhikkhave, bhikkhu yaṁ kiñci rūpaṁ ‘cattāri mahābhūtāni, catunnañca mahābhūtānaṁ upādāyarūpan’ti yathābhūtaṁ pajānāti. Da versteht ein Mönch wahrhaftig, dass alle Form in den vier Grundzuständen besteht oder von den vier Grundzuständen abgeleitet ist.
Evaṁ kho, bhikkhave, bhikkhu rūpaññū hoti. So weiß ein Mönch, was Form ist.
Kathañca, bhikkhave, bhikkhu lakkhaṇakusalo hoti? Und wie kennt sich ein Mönch mit den Kennzeichen aus?
Idha, bhikkhave, bhikkhu ‘kammalakkhaṇo bālo, kammalakkhaṇo paṇḍito’ti yathābhūtaṁ pajānāti. Da versteht ein Mönch, dass ein Tor durch seine Taten gekennzeichnet ist und dass ein kluger Mensch durch seine Taten gekennzeichnet ist.
Evaṁ kho, bhikkhave, bhikkhu lakkhaṇakusalo hoti. So kennt sich ein Mönch mit den Kennzeichen aus.
Kathañca, bhikkhave, bhikkhu āsāṭikaṁ hāretā hoti? Und wie liest ein Mönch Fliegeneier aus?
Idha, bhikkhave, bhikkhu uppannaṁ kāmavitakkaṁ nādhivāseti pajahati vinodeti byantīkaroti anabhāvaṁ gameti, uppannaṁ byāpādavitakkaṁ … uppannaṁ vihiṁsāvitakkaṁ … uppannuppanne pāpake akusale dhamme nādhivāseti pajahati vinodeti byantīkaroti anabhāvaṁ gameti. Da duldet ein Mönch einen sinnlichen, böswilligen oder grausamen Gedanken, der aufgekommen ist, nicht. Er duldet keine schlechten, untauglichen Eigenschaften, die aufgekommen sind. Er gibt sie auf, macht sich von ihnen los, beseitigt sie und merzt sie aus.
Evaṁ kho, bhikkhave, bhikkhu āsāṭikaṁ hāretā hoti. So liest ein Mönch Fliegeneier aus.
Kathañca, bhikkhave, bhikkhu vaṇaṁ paṭicchādetā hoti? Und wie verbindet ein Mönch Wunden?
Idha, bhikkhave, bhikkhu cakkhunā rūpaṁ disvā na nimittaggāhī hoti nānubyañjanaggāhī; Wenn ein Mönch mit dem Auge ein Bild sieht, bleibt er nicht an den Merkmalen und Einzelheiten hängen.
yatvādhikaraṇamenaṁ cakkhundriyaṁ asaṁvutaṁ viharantaṁ abhijjhādomanassā pāpakā akusalā dhammā anvāssaveyyuṁ, tassa saṁvarāya paṭipajjati; rakkhati cakkhundriyaṁ, cakkhundriye saṁvaraṁ āpajjati. Wenn das Sehvermögen nicht gezügelt wäre, würden schlechte, untaugliche Eigenschaften von Begehrlichkeit und Verdrießlichkeit überhandnehmen. Aus diesem Grund übt er Zügelung, bewacht das Sehvermögen und hält es im Zaum.
Sotena saddaṁ sutvā … Wenn er mit dem Ohr einen Ton hört …
ghānena gandhaṁ ghāyitvā … Wenn er mit der Nase einen Geruch riecht …
jivhāya rasaṁ sāyitvā … Wenn er mit der Zunge einen Geschmack schmeckt …
kāyena phoṭṭhabbaṁ phusitvā … Wenn er mit dem Körper eine Berührung empfindet …
manasā dhammaṁ viññāya na nimittaggāhī hoti nānubyañjanaggāhī; Wenn er mit dem Geist eine Vorstellung erkennt, bleibt er nicht an den Merkmalen und Einzelheiten hängen.
yatvādhikaraṇamenaṁ manindriyaṁ asaṁvutaṁ viharantaṁ abhijjhādomanassā pāpakā akusalā dhammā anvāssaveyyuṁ, tassa saṁvarāya paṭipajjati; rakkhati manindriyaṁ, manindriye saṁvaraṁ āpajjati. Wenn das Vorstellungsvermögen nicht gezügelt wäre, würden schlechte, untaugliche Eigenschaften von Begehrlichkeit und Verdrießlichkeit überhandnehmen. Aus diesem Grund übt er Zügelung, bewacht das Vorstellungsvermögen und hält es im Zaum.
Evaṁ kho, bhikkhave, bhikkhu vaṇaṁ paṭicchādetā hoti. So verbindet ein Mönch Wunden.
Kathañca, bhikkhave, bhikkhu dhūmaṁ kattā hoti? Und wie räuchert ein Mönch aus?
Idha, bhikkhave, bhikkhu yathāsutaṁ yathāpariyattaṁ dhammaṁ vitthārena paresaṁ desetā hoti. Da unterweist ein Mönch andere ausführlich im Dhamma, wie er ihn gehört und sich eingeprägt hat.
Evaṁ kho, bhikkhave, bhikkhu dhūmaṁ kattā hoti. So räuchert ein Mönch aus.
Kathañca, bhikkhave, bhikkhu titthaṁ jānāti? Und wie kennt ein Mönch die Furt?
Idha, bhikkhave, bhikkhu ye te bhikkhū bahussutā āgatāgamā dhammadharā vinayadharā mātikādharā, te kālena kālaṁ upasaṅkamitvā paripucchati paripañhati: Da sucht ein Mönch von Zeit zu Zeit Mönche auf, die sehr gelehrt sind, Erben des Erbes, die die Lehre, das Ordensrecht und die Gliederungen im Gedächtnis haben, und stellt ihnen Fragen:
‘idaṁ, bhante, kathaṁ, imassa ko attho’ti? ‚Warum, Herr, heißt es so? Was bedeutet das?‘
Tassa te āyasmanto avivaṭañceva vivaranti, anuttānīkatañca uttānīkaronti, anekavihitesu ca kaṅkhāṭhāniyesu dhammesu kaṅkhaṁ paṭivinodenti. Diese Ehrwürdigen klären, was unklar ist, decken auf, was verborgen ist, und zerstreuen den Zweifel bezüglich vieler zweifelhafter Fragen.
Evaṁ kho, bhikkhave, bhikkhu titthaṁ jānāti. So kennt ein Mönch die Furt.
Kathañca, bhikkhave, bhikkhu pītaṁ jānāti? Und wie kennt ein Mönch Befriedigung?
Idha, bhikkhave, bhikkhu tathāgatappavedite dhammavinaye desiyamāne labhati atthavedaṁ, labhati dhammavedaṁ, labhati dhammūpasaṁhitaṁ pāmojjaṁ. Da ist ein Mönch, wenn die vom Klargewordenen verkündete Lehre und Schulung vorgetragen wird, ergriffen von der Bedeutung und der Lehre und findet Freude im Zusammenhang mit der Lehre.
Evaṁ kho, bhikkhave, bhikkhu pītaṁ jānāti. So kennt ein Mönch Befriedigung.
Kathañca, bhikkhave, bhikkhu vīthiṁ jānāti? Und wie kennt ein Mönch den Weg?
Idha, bhikkhave, bhikkhu ariyaṁ aṭṭhaṅgikaṁ maggaṁ yathābhūtaṁ pajānāti. Da versteht ein Mönch wahrhaftig den edlen achtfachen Pfad.
Evaṁ kho, bhikkhave, bhikkhu vīthiṁ jānāti. So kennt ein Mönch den Weg.
Kathañca, bhikkhave, bhikkhu gocarakusalo hoti? Und wie kennt sich ein Mönch mit den Weiden aus?
Idha, bhikkhave, bhikkhu cattāro satipaṭṭhāne yathābhūtaṁ pajānāti. Da versteht ein Mönch wahrhaftig die vier Arten der Achtsamkeitsmeditation.
Evaṁ kho, bhikkhave, bhikkhu gocarakusalo hoti. So kennt sich ein Mönch mit den Weiden aus.
Kathañca, bhikkhave, bhikkhu sāvasesadohī hoti? Und wie melkt ein Mönch nicht trocken?
Idha, bhikkhave, bhikkhu saddhā gahapatikā abhihaṭṭhuṁ pavārenti cīvarapiṇḍapātasenāsanagilānapaccayabhesajjaparikkhārehi. Da wird ein Mönch von einem Hausbesitzer eingeladen, Roben, Almosen, Unterkunft sowie Arznei und Krankenversorgung anzunehmen,
Tatra bhikkhu mattaṁ jānāti paṭiggahaṇāya. und er kennt das rechte Maß beim Nehmen.
Evaṁ kho, bhikkhave, bhikkhu sāvasesadohī hoti. So melkt ein Mönch nicht trocken.
Kathañca, bhikkhave, bhikkhu ye te bhikkhū therā rattaññū cirapabbajitā saṅghapitaro saṅghapariṇāyakā, te atirekapūjāya pūjetā hoti? Und wie lässt ein Mönch langjährigen Ordensältesten, die schon lange fortgezogen sind, den Vätern und Anführern des Saṅgha, besondere Achtung angedeihen?
Idha, bhikkhave, bhikkhu ye te therā rattaññū cirapabbajitā saṅghapitaro saṅghapariṇāyakā, tesu mettaṁ kāyakammaṁ paccupaṭṭhāpeti āvi ceva raho ca, mettaṁ vacīkammaṁ … mettaṁ manokammaṁ paccupaṭṭhāpeti āvi ceva raho ca. Da behandelt ein Mönch langjährige Ordensälteste, die schon lange fortgezogen sind, die Väter und Anführer des Saṅgha, mit dem Körper, der Sprache und dem Geist stets liebevoll, sowohl öffentlich als insgeheim.
Evaṁ kho, bhikkhave, bhikkhu ye te bhikkhū therā rattaññū cirapabbajitā saṅghapitaro saṅghapariṇāyakā, te atirekapūjāya pūjetā hoti. So lässt ein Mönch langjährigen Ordensältesten, die schon lange fortgezogen sind, den Vätern und Anführern des Saṅgha, besondere Achtung angedeihen.
Imehi kho, bhikkhave, ekādasahi dhammehi samannāgato bhikkhu bhabbo imasmiṁ dhammavinaye vuddhiṁ virūḷhiṁ vepullaṁ āpajjitun”ti. Ein Mönch mit diesen elf Eigenschaften kann Wachstum, Zunahme und Reife in dieser Lehre und Schulung erlangen.“
Sattamaṁ.