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Dīgha Nikāya 2 Lange Lehrreden 2
Sāmaññaphalasutta Die Früchte des Asketenlebens
1. Rājāmaccakathā 1. Gespräch mit den Ministern des Königs
Evaṁ me sutaṁ—So habe ich es gehört:
ekaṁ samayaṁ bhagavā rājagahe viharati jīvakassa komārabhaccassa ambavane mahatā bhikkhusaṅghena saddhiṁ aḍḍhateḷasehi bhikkhusatehi. Einmal hielt sich der Buddha bei Rājagaha im Mangowäldchen Jīvakas des Prinzenzöglings auf, zusammen mit einem großen Saṅgha von 1250 Mönchen und Nonnen.
Tena kho pana samayena rājā māgadho ajātasattu vedehiputto tadahuposathe pannarase komudiyā cātumāsiniyā puṇṇāya puṇṇamāya rattiyā rājāmaccaparivuto uparipāsādavaragato nisinno hoti. Zu der Zeit, es war der Besinnungstag, der Komudī-Vollmond am fünfzehnten Tag, saß König Ajātasattu von Magadha, Sohn der Prinzessin von Videha, auf dem Söller des königlichen Pfahl-Langhauses, umrundet von seinen Ministern.
Atha kho rājā māgadho ajātasattu vedehiputto tadahuposathe udānaṁ udānesi: Da drückte Ajātasattu von Magadha, Sohn der Prinzessin von Videha, dieses innige Gefühl aus:
“ramaṇīyā vata bho dosinā ratti, abhirūpā vata bho dosinā ratti, dassanīyā vata bho dosinā ratti, pāsādikā vata bho dosinā ratti, lakkhaññā vata bho dosinā ratti. „Oh ihr Herren, diese Mondnacht ist so überaus entzückend, so schön, so strahlend, so reizend, so bemerkenswert!
Kaṁ nu khvajja samaṇaṁ vā brāhmaṇaṁ vā payirupāseyyāma, yaṁ no payirupāsato cittaṁ pasīdeyyā”ti? Welchem Asketen oder Brahmanen könnte ich heute meine Aufwartung machen, bei wem könnte mein Geist Frieden finden, wenn ich ihm meine Aufwartung machte?“
Evaṁ vutte, aññataro rājāmacco rājānaṁ māgadhaṁ ajātasattuṁ vedehiputtaṁ etadavoca: Daraufhin sagte einer der königlichen Minister zu ihm:
“ayaṁ, deva, pūraṇo kassapo saṅghī ceva gaṇī ca gaṇācariyo ca ñāto yasassī titthakaro sādhusammato bahujanassa rattaññū cirapabbajito addhagato vayoanuppatto. „Majestät, Pūraṇa Kassapa leitet einen Orden und eine Gemeinschaft und unterweist eine Gemeinschaft. Er ist ein namhafter und berühmter Religionsstifter, der von vielen als heilig erachtet wird. Er ist ein langjähriger Asket, schon lange fortgezogen; er ist in vorgerücktem Alter und im letzten Lebensabschnitt angekommen.
Taṁ devo pūraṇaṁ kassapaṁ payirupāsatu. Seine Majestät sollte ihm seine Aufwartung machen.
Appeva nāma devassa pūraṇaṁ kassapaṁ payirupāsato cittaṁ pasīdeyyā”ti. Wenn du das tust, wird dein Geist hoffentlich Frieden finden.“
Evaṁ vutte, rājā māgadho ajātasattu vedehiputto tuṇhī ahosi. Aber auf diese Worte schwieg der König.
Aññataropi kho rājāmacco rājānaṁ māgadhaṁ ajātasattuṁ vedehiputtaṁ etadavoca: Ein anderer königlicher Minister sagte zu ihm:
“ayaṁ, deva, makkhali gosālo saṅghī ceva gaṇī ca gaṇācariyo ca ñāto yasassī titthakaro sādhusammato bahujanassa rattaññū cirapabbajito addhagato vayoanuppatto. „Majestät, der Bambusstab-Asket Gosāla leitet einen Orden und eine Gemeinschaft und unterweist eine Gemeinschaft. Er ist ein namhafter und berühmter Religionsstifter, der von vielen als heilig erachtet wird. Er ist ein langjähriger Asket, schon lange fortgezogen; er ist in vorgerücktem Alter und im letzten Lebensabschnitt angekommen.
Taṁ devo makkhaliṁ gosālaṁ payirupāsatu. Seine Majestät sollte ihm seine Aufwartung machen.
Appeva nāma devassa makkhaliṁ gosālaṁ payirupāsato cittaṁ pasīdeyyā”ti. Wenn du das tust, wird dein Geist hoffentlich Frieden finden.“
Evaṁ vutte, rājā māgadho ajātasattu vedehiputto tuṇhī ahosi. Aber auf diese Worte schwieg der König.
Aññataropi kho rājāmacco rājānaṁ māgadhaṁ ajātasattuṁ vedehiputtaṁ etadavoca: Ein anderer königlicher Minister sagte zu ihm:
“ayaṁ, deva, ajito kesakambalo saṅghī ceva gaṇī ca gaṇācariyo ca ñāto yasassī titthakaro sādhusammato bahujanassa rattaññū cirapabbajito addhagato vayoanuppatto. „Majestät, Ajita mit der Haardecke leitet einen Orden und eine Gemeinschaft und unterweist eine Gemeinschaft. Er ist ein namhafter und berühmter Religionsstifter, der von vielen als heilig erachtet wird. Er ist ein langjähriger Asket, schon lange fortgezogen; er ist in vorgerücktem Alter und im letzten Lebensabschnitt angekommen.
Taṁ devo ajitaṁ kesakambalaṁ payirupāsatu. Seine Majestät sollte ihm seine Aufwartung machen.
Appeva nāma devassa ajitaṁ kesakambalaṁ payirupāsato cittaṁ pasīdeyyā”ti. Wenn du das tust, wird dein Geist hoffentlich Frieden finden.“
Evaṁ vutte, rājā māgadho ajātasattu vedehiputto tuṇhī ahosi. Aber auf diese Worte schwieg der König.
Aññataropi kho rājāmacco rājānaṁ māgadhaṁ ajātasattuṁ vedehiputtaṁ etadavoca: Ein anderer königlicher Minister sagte zu ihm:
“ayaṁ, deva, pakudho kaccāyano saṅghī ceva gaṇī ca gaṇācariyo ca ñāto yasassī titthakaro sādhusammato bahujanassa rattaññū cirapabbajito addhagato vayoanuppatto. „Majestät, Pakudha Kaccāyana leitet einen Orden und eine Gemeinschaft und unterweist eine Gemeinschaft. Er ist ein namhafter und berühmter Religionsstifter, der von vielen als heilig erachtet wird. Er ist ein langjähriger Asket, schon lange fortgezogen; er ist in vorgerücktem Alter und im letzten Lebensabschnitt angekommen.
Taṁ devo pakudhaṁ kaccāyanaṁ payirupāsatu. Seine Majestät sollte ihm seine Aufwartung machen.
Appeva nāma devassa pakudhaṁ kaccāyanaṁ payirupāsato cittaṁ pasīdeyyā”ti. Wenn du das tust, wird dein Geist hoffentlich Frieden finden.“
Evaṁ vutte, rājā māgadho ajātasattu vedehiputto tuṇhī ahosi. Aber auf diese Worte schwieg der König.
Aññataropi kho rājāmacco rājānaṁ māgadhaṁ ajātasattuṁ vedehiputtaṁ etadavoca: Ein anderer königlicher Minister sagte zu ihm:
“ayaṁ, deva, sañcayo belaṭṭhaputto saṅghī ceva gaṇī ca gaṇācariyo ca ñāto yasassī titthakaro sādhusammato bahujanassa rattaññū cirapabbajito addhagato vayoanuppatto. „Majestät, Sañjaya Belaṭṭhiputta leitet einen Orden und eine Gemeinschaft und unterweist eine Gemeinschaft. Er ist ein namhafter und berühmter Religionsstifter, der von vielen als heilig erachtet wird. Er ist ein langjähriger Asket, schon lange fortgezogen; er ist in vorgerücktem Alter und im letzten Lebensabschnitt angekommen.
Taṁ devo sañcayaṁ belaṭṭhaputtaṁ payirupāsatu. Seine Majestät sollte ihm seine Aufwartung machen.
Appeva nāma devassa sañcayaṁ belaṭṭhaputtaṁ payirupāsato cittaṁ pasīdeyyā”ti. Wenn du das tust, wird dein Geist hoffentlich Frieden finden.“
Evaṁ vutte, rājā māgadho ajātasattu vedehiputto tuṇhī ahosi. Aber auf diese Worte schwieg der König.
Aññataropi kho rājāmacco rājānaṁ māgadhaṁ ajātasattuṁ vedehiputtaṁ etadavoca: Ein anderer königlicher Minister sagte zu ihm:
“ayaṁ, deva, nigaṇṭho nāṭaputto saṅghī ceva gaṇī ca gaṇācariyo ca ñāto yasassī titthakaro sādhusammato bahujanassa rattaññū cirapabbajito addhagato vayoanuppatto. „Majestät, der Jaina-Asket aus dem Stamm Ñātika leitet einen Orden und eine Gemeinschaft und unterweist eine Gemeinschaft. Er ist ein namhafter und berühmter Religionsstifter, der von vielen als heilig erachtet wird. Er ist ein langjähriger Asket, schon lange fortgezogen; er ist in vorgerücktem Alter und im letzten Lebensabschnitt angekommen.
Taṁ devo nigaṇṭhaṁ nāṭaputtaṁ payirupāsatu. Seine Majestät sollte ihm seine Aufwartung machen.
Appeva nāma devassa nigaṇṭhaṁ nāṭaputtaṁ payirupāsato cittaṁ pasīdeyyā”ti. Wenn du das tust, wird dein Geist hoffentlich Frieden finden.“
Evaṁ vutte, rājā māgadho ajātasattu vedehiputto tuṇhī ahosi. Aber auf diese Worte schwieg der König.
2. Komārabhaccajīvakakathā 2. Eine Unterhaltung mit Jīvaka dem Prinzenzögling
Tena kho pana samayena jīvako komārabhacco rañño māgadhassa ajātasattussa vedehiputtassa avidūre tuṇhībhūto nisinno hoti. Nun saß zu dieser Zeit Jīvaka der Prinzenzögling schweigend nicht weit vom König.
Atha kho rājā māgadho ajātasattu vedehiputto jīvakaṁ komārabhaccaṁ etadavoca: Da sagte der König zu ihm:
“tvaṁ pana, samma jīvaka, kiṁ tuṇhī”ti? „Aber mein lieber Jīvaka, warum schweigst du?“
“Ayaṁ, deva, bhagavā arahaṁ sammāsambuddho amhākaṁ ambavane viharati mahatā bhikkhusaṅghena saddhiṁ aḍḍhateḷasehi bhikkhusatehi. „Majestät, der Gesegnete, der Vollendete, der vollkommen erwachte Buddha hält sich in meinem Mangowäldchen auf, zusammen mit einem großen Saṅgha von 1250 Mönchen und Nonnen.
Taṁ kho pana bhagavantaṁ evaṁ kalyāṇo kittisaddo abbhuggato: Er hat diesen guten Ruf:
‘itipi so bhagavā arahaṁ sammāsambuddho vijjācaraṇasampanno sugato lokavidū anuttaro purisadammasārathi satthā devamanussānaṁ buddho bhagavā’ti. ‚Dieser Gesegnete ist vollendet, ein vollkommen erwachter Buddha, von vollendetem Wissen und Verhalten, heilig, Kenner der Welt, unübertrefflicher Anleiter für alle, die üben wollen, Lehrer von Göttern und Menschen, erwacht, gesegnet.‘
Taṁ devo bhagavantaṁ payirupāsatu. Seine Majestät sollte ihm seine Aufwartung machen.
Appeva nāma devassa bhagavantaṁ payirupāsato cittaṁ pasīdeyyā”ti. Wenn du das tust, wird dein Geist hoffentlich Frieden finden.“
“Tena hi, samma jīvaka, hatthiyānāni kappāpehī”ti. „Nun, mein lieber Jīvaka, lass die Elefanten bereitmachen.“
“Evaṁ, devā”ti kho jīvako komārabhacco rañño māgadhassa ajātasattussa vedehiputtassa paṭissuṇitvā pañcamattāni hatthinikāsatāni kappāpetvā rañño ca ārohaṇīyaṁ nāgaṁ, rañño māgadhassa ajātasattussa vedehiputtassa paṭivedesi: „Ja, Majestät“, antwortete Jīvaka. Er ließ etwa fünfhundert Elefantenkühe bereitmachen und dazu den Elefantenbullen des Königs zum Reiten. Dann meldete er dem König:
“kappitāni kho te, deva, hatthiyānāni, „Die Elefanten sind bereit, Majestät.
yassadāni kālaṁ maññasī”ti. Bitte geh nach deinem Belieben.“
Atha kho rājā māgadho ajātasattu vedehiputto pañcasu hatthinikāsatesu paccekā itthiyo āropetvā ārohaṇīyaṁ nāgaṁ abhiruhitvā ukkāsu dhāriyamānāsu rājagahamhā niyyāsi mahaccarājānubhāvena, yena jīvakassa komārabhaccassa ambavanaṁ tena pāyāsi. Da ließ der König Ajātasattu auf jede der fünfhundert Elefantenkühe eine Frau steigen, während er seinen Elefantenbullen bestieg. Mit Dienern, die Fackeln trugen, brach er in vollem königlichem Prunk von Rājagaha zu Jīvakas Mangowäldchen auf.
Atha kho rañño māgadhassa ajātasattussa vedehiputtassa avidūre ambavanassa ahudeva bhayaṁ, ahu chambhitattaṁ, ahu lomahaṁso. Doch als er sich dem Mangowäldchen näherte, wurde der König von Furcht und Entsetzen gepackt und seine Haare sträubten sich.
Atha kho rājā māgadho ajātasattu vedehiputto bhīto saṁviggo lomahaṭṭhajāto jīvakaṁ komārabhaccaṁ etadavoca: Er sagte zu Jīvaka:
“kacci maṁ, samma jīvaka, na vañcesi? „Mein lieber Jīvaka, ich hoffe, du täuschst mich nicht!
Kacci maṁ, samma jīvaka, na palambhesi? Ich hoffe, du betrügst mich nicht!
Kacci maṁ, samma jīvaka, na paccatthikānaṁ desi? Ich hoffe, du lieferst mich nicht meinen Feinden aus!
Kathañhi nāma tāva mahato bhikkhusaṅghassa aḍḍhateḷasānaṁ bhikkhusatānaṁ neva khipitasaddo bhavissati, na ukkāsitasaddo na nigghoso”ti. Denn wie in aller Welt ist es möglich, dass es in einem so großen Saṅgha von 1250 Mönchen und Nonnen kein Husten oder Räuspern oder sonst ein Geräusch gibt?“
“Mā bhāyi, mahārāja, mā bhāyi, mahārāja. „Hab keine Furcht, großer König, hab keine Furcht!
Na taṁ, deva, vañcemi; Ich täusche dich nicht,
na taṁ, deva, palambhāmi; noch betrüge ich dich
na taṁ, deva, paccatthikānaṁ demi. oder liefere dich deinen Feinden aus.
Abhikkama, mahārāja, abhikkama, mahārāja, ete maṇḍalamāḷe dīpā jhāyantī”ti. Geh vorwärts, großer König, geh vorwärts! Da sind Lampen, die im Pavillon scheinen.“
3. Sāmaññaphalapucchā 3. Die Frage nach den Früchten des Asketenlebens
Atha kho rājā māgadho ajātasattu vedehiputto yāvatikā nāgassa bhūmi nāgena gantvā, nāgā paccorohitvā, pattikova yena maṇḍalamāḷassa dvāraṁ tenupasaṅkami; upasaṅkamitvā jīvakaṁ komārabhaccaṁ etadavoca: Da ritt der König Ajātasattu auf dem Elefanten, soweit es das Gelände erlaubte, dann stieg er ab und begab sich zu Fuß zur Tür des Pavillons. Dort fragte er Jīvaka:
“kahaṁ pana, samma jīvaka, bhagavā”ti? „Aber mein lieber Jīvaka, wo ist der Buddha?“
“Eso, mahārāja, bhagavā; „Das ist der Buddha, großer König, das ist der Buddha!
eso, mahārāja, bhagavā majjhimaṁ thambhaṁ nissāya puratthābhimukho nisinno purakkhato bhikkhusaṅghassā”ti. Er sitzt gegen den Mittelpfeiler mit Blick nach Osten, vor dem Saṅgha der Mönche und Nonnen.“
Atha kho rājā māgadho ajātasattu vedehiputto yena bhagavā tenupasaṅkami; upasaṅkamitvā ekamantaṁ aṭṭhāsi. Da ging der König zum Buddha und stellte sich zur Seite hin.
Ekamantaṁ ṭhito kho rājā māgadho ajātasattu vedehiputto tuṇhībhūtaṁ tuṇhībhūtaṁ bhikkhusaṅghaṁ anuviloketvā rahadamiva vippasannaṁ udānaṁ udānesi: Er blickte über den Saṅgha der Mönche und Nonnen, die so völlig still waren wie ein stiller, klarer See, und drückte dieses innige Gefühl aus:
“iminā me upasamena udayabhaddo kumāro samannāgato hotu, yenetarahi upasamena bhikkhusaṅgho samannāgato”ti. „Dass doch mein Sohn, der Prinz Udāyibhadda, mit solchem Frieden gesegnet sein soll, wie ihn der Saṅgha der Mönche und Nonnen gerade genießt!“
“Agamā kho tvaṁ, mahārāja, yathāpeman”ti. „Ist dein Geist zu jemandem gegangen, den du liebst, großer König?“
“Piyo me, bhante, udayabhaddo kumāro. „Ich liebe meinen Sohn, Herr, den Prinzen Udāyibhadda.
Iminā me, bhante, upasamena udayabhaddo kumāro samannāgato hotu yenetarahi upasamena bhikkhusaṅgho samannāgato”ti. Dass er doch mit solchem Frieden gesegnet sein soll, wie ihn der Saṅgha der Mönche und Nonnen gerade genießt!“
Atha kho rājā māgadho ajātasattu vedehiputto bhagavantaṁ abhivādetvā, bhikkhusaṅghassa añjaliṁ paṇāmetvā, ekamantaṁ nisīdi. Dann verbeugte sich der König vor dem Buddha, erhob seine zusammengelegten Hände zum Saṅgha und setzte sich zur Seite hin.
Ekamantaṁ nisinno kho rājā māgadho ajātasattu vedehiputto bhagavantaṁ etadavoca: Er sagte zum Buddha:
“puccheyyāmahaṁ, bhante, bhagavantaṁ kañcideva desaṁ; „Herr, ich würde dich gerne über einen bestimmten Punkt befragen, wenn du die Zeit nehmen wolltest, zu antworten.“
sace me bhagavā okāsaṁ karoti pañhassa veyyākaraṇāyā”ti.
“Puccha, mahārāja, yadākaṅkhasī”ti. „Frage, was du möchtest, großer König.“
“Yathā nu kho imāni, bhante, puthusippāyatanāni, „Herr, es gibt viele verschiedene berufliche Tätigkeitsfelder.
seyyathidaṁ—hatthārohā assārohā rathikā dhanuggahā celakā calakā piṇḍadāyakā uggā rājaputtā pakkhandino mahānāgā sūrā cammayodhino dāsikaputtā Dazu zählen Elefantentruppen, Reitertruppen, Streitwagentruppen, Bogenschützen, Fahnenträger, Schlachtordner, Proviantversorger, Kriegerfürsten, Prinzen, Sturmtruppen, große Krieger, Helden, in Leder gekleidete Soldaten und Söhne von abhängigen Dienern.
āḷārikā kappakā nhāpakā sūdā mālakārā rajakā pesakārā naḷakārā kumbhakārā gaṇakā muddikā, yāni vā panaññānipi evaṅgatāni puthusippāyatanāni, te diṭṭheva dhamme sandiṭṭhikaṁ sippaphalaṁ upajīvanti; Es zählen dazu auch Bankiers, Barbiere, Bader, Köche, Kranzbinder, Färber, Weber, Korbflechter, Töpfer, Buchhalter, Fingerzähler oder die, die ähnlichen Berufen nachgehen. Sie alle leben von den Früchten ihres Berufs, die in eben diesem jetzigen Leben ersichtlich sind.
te tena attānaṁ sukhenti pīṇenti, mātāpitaro sukhenti pīṇenti, puttadāraṁ sukhenti pīṇenti, mittāmacce sukhenti pīṇenti, samaṇabrāhmaṇesu uddhaggikaṁ dakkhiṇaṁ patiṭṭhapenti sovaggikaṁ sukhavipākaṁ saggasaṁvattanikaṁ. Sie machen damit sich selbst glücklich und froh, machen Mutter und Vater, Frauen und Kinder sowie Freunde und Kollegen glücklich und froh. Und sie richten eine feierliche religiöse Gabe für Asketen und Brahmanen aus, die in den Himmel führt, die zu Glück heranreift und den Weg zum Himmel bereitet.
Sakkā nu kho, bhante, evameva diṭṭheva dhamme sandiṭṭhikaṁ sāmaññaphalaṁ paññapetun”ti? Herr, kannst du eine Frucht des Asketenlebens aufzeigen, die ebenso in eben diesem jetzigen Leben ersichtlich ist?“
“Abhijānāsi no tvaṁ, mahārāja, imaṁ pañhaṁ aññe samaṇabrāhmaṇe pucchitā”ti? „Großer König, erinnerst du dich, dass du diese Frage anderen Asketen und Brahmanen gestellt hast?“
“Abhijānāmahaṁ, bhante, imaṁ pañhaṁ aññe samaṇabrāhmaṇe pucchitā”ti. „Das tue ich, Herr.“
“Yathā kathaṁ pana te, mahārāja, byākariṁsu, sace te agaru bhāsassū”ti. „Wenn es dir nichts ausmacht, großer König, sag mir, was sie geantwortet haben.“
“Na kho me, bhante, garu, yatthassa bhagavā nisinno, bhagavantarūpo vā”ti. „Wenn jemand wie der Gesegnete da sitzt, macht es keine Mühe.“
“Tena hi, mahārāja, bhāsassū”ti. „Gut, dann sprich, großer König.“
3.1. Pūraṇakassapavāda 3.1. Die Doktrin Pūraṇa Kassapas
“Ekamidāhaṁ, bhante, samayaṁ yena pūraṇo kassapo tenupasaṅkamiṁ; upasaṅkamitvā pūraṇena kassapena saddhiṁ sammodiṁ. „Dieses eine Mal, Herr, begab ich mich zu Pūraṇa Kassapa und tauschte Willkommensgrüße mit ihm aus.
Sammodanīyaṁ kathaṁ sāraṇīyaṁ vītisāretvā ekamantaṁ nisīdiṁ. Ekamantaṁ nisinno kho ahaṁ, bhante, pūraṇaṁ kassapaṁ etadavocaṁ: Nach der Begrüßung und dem Austausch von Höflichkeiten setzte ich mich zur Seite hin und stellte ihm diese Frage.
‘yathā nu kho imāni, bho kassapa, puthusippāyatanāni,
seyyathidaṁ—hatthārohā assārohā rathikā dhanuggahā celakā calakā piṇḍadāyakā uggā rājaputtā pakkhandino mahānāgā sūrā cammayodhino dāsikaputtā āḷārikā kappakā nhāpakā sūdā mālakārā rajakā pesakārā naḷakārā kumbhakārā gaṇakā muddikā, yāni vā panaññānipi evaṅgatāni puthusippāyatanāni, te diṭṭheva dhamme sandiṭṭhikaṁ sippaphalaṁ upajīvanti;
te tena attānaṁ sukhenti pīṇenti, mātāpitaro sukhenti pīṇenti, puttadāraṁ sukhenti pīṇenti, mittāmacce sukhenti pīṇenti, samaṇabrāhmaṇesu uddhaggikaṁ dakkhiṇaṁ patiṭṭhapenti sovaggikaṁ sukhavipākaṁ saggasaṁvattanikaṁ.
Sakkā nu kho, bho kassapa, evameva diṭṭheva dhamme sandiṭṭhikaṁ sāmaññaphalaṁ paññapetun’ti?
Evaṁ vutte, bhante, pūraṇo kassapo maṁ etadavoca: Er sagte zu mir:
‘karoto kho, mahārāja, kārayato, chindato chedāpayato, pacato pācāpayato socayato, socāpayato, kilamato kilamāpayato, phandato phandāpayato, pāṇamatipātāpayato, adinnaṁ ādiyato, sandhiṁ chindato, nillopaṁ harato, ekāgārikaṁ karoto, paripanthe tiṭṭhato, paradāraṁ gacchato, musā bhaṇato, karoto na karīyati pāpaṁ. Khurapariyantena cepi cakkena yo imissā pathaviyā pāṇe ekaṁ maṁsakhalaṁ ekaṁ maṁsapuñjaṁ kareyya, natthi tatonidānaṁ pāpaṁ, natthi pāpassa āgamo. ‚Großer König, der Täter tut nichts Schlechtes, wenn er bestraft, verstümmelt, foltert, kränkt, unterdrückt oder einschüchtert oder wenn er andere anstiftet, das Gleiche zu tun. Er tut nichts Schlechtes, wenn er tötet, stiehlt, in Häuser einbricht, Vermögen plündert, aus abgelegenen Gebäuden raubt, Landstraßen blockiert, Ehebruch begeht und lügt. Wenn man alle lebenden Geschöpfe auf dieser Erde mit einem rasiermesserscharfen Chakram in einen einzigen Fleischhaufen, eine einzige Fleischmasse verwandeln würde, würde daraus nichts Böses entstehen und auch keine Auswirkung von Bösem.
Dakkhiṇañcepi gaṅgāya tīraṁ gaccheyya hananto ghātento chindanto chedāpento pacanto pācāpento, natthi tatonidānaṁ pāpaṁ, natthi pāpassa āgamo. Wenn man am südlichen Ufer des Ganges entlangginge und töten, verstümmeln und foltern würde und andere anstiften würde, das Gleiche zu tun, würde daraus nichts Böses entstehen und auch keine Auswirkung von Bösem.
Uttarañcepi gaṅgāya tīraṁ gaccheyya dadanto dāpento yajanto yajāpento, natthi tatonidānaṁ puññaṁ, natthi puññassa āgamo. Wenn man am nördlichen Ufer des Ganges entlangginge und spenden und opfern würde und andere ermuntern würde, das Gleiche zu tun, würde daraus kein Verdienst entstehen und auch keine Auswirkung von Verdienst.
Dānena damena saṁyamena saccavajjena natthi puññaṁ, natthi puññassa āgamo’ti. In Geben, Selbstbeherrschung, Zügelung und Wahrhaftigkeit liegt kein Verdienst und auch keine Auswirkung von Verdienst.‘
Itthaṁ kho me, bhante, pūraṇo kassapo sandiṭṭhikaṁ sāmaññaphalaṁ puṭṭho samāno akiriyaṁ byākāsi. Und als ich so Pūraṇa Kassapa nach den Früchten des Asketenlebens fragte, die im jetzigen Leben ersichtlich sind, antwortete er mit der Doktrin des Nicht-Tuns.
Seyyathāpi, bhante, ambaṁ vā puṭṭho labujaṁ byākareyya, labujaṁ vā puṭṭho ambaṁ byākareyya; Es war, als ob jemand, der über eine Mango gefragt würde, mit einer Brotfrucht antwortete, oder jemand, der über eine Brotfrucht gefragt würde, mit einer Mango antwortete.
evameva kho me, bhante, pūraṇo kassapo sandiṭṭhikaṁ sāmaññaphalaṁ puṭṭho samāno akiriyaṁ byākāsi.
Tassa mayhaṁ, bhante, etadahosi: Ich dachte:
‘kathañhi nāma mādiso samaṇaṁ vā brāhmaṇaṁ vā vijite vasantaṁ apasādetabbaṁ maññeyyā’ti. ‚Wie könnte jemand wie ich sich erlauben, einen Asketen oder Brahmanen, der in meinem Reich lebt, zu tadeln?‘
So kho ahaṁ, bhante, pūraṇassa kassapassa bhāsitaṁ neva abhinandiṁ nappaṭikkosiṁ. Daher begrüßte ich diese Aussage Pūraṇa Kassapas weder, noch lehnte ich sie ab.
Anabhinanditvā appaṭikkositvā anattamano, anattamanavācaṁ anicchāretvā, tameva vācaṁ anuggaṇhanto anikkujjanto uṭṭhāyāsanā pakkamiṁ. Ich war verstimmt, aber zeigte meine Verstimmung nicht. Weder stimmte ich seinen Worten zu, noch widersprach ich ihnen, sondern erhob mich von meinem Sitz und ging.
3.2. Makkhaligosālavāda 3.2. Die Doktrin des Bambusstab-Asketen Gosāla
Ekamidāhaṁ, bhante, samayaṁ yena makkhali gosālo tenupasaṅkamiṁ; upasaṅkamitvā makkhalinā gosālena saddhiṁ sammodiṁ. Dieses eine Mal, Herr, begab ich mich zu dem Bambusstab-Asketen Gosāla und tauschte Willkommensgrüße mit ihm aus.
Sammodanīyaṁ kathaṁ sāraṇīyaṁ vītisāretvā ekamantaṁ nisīdiṁ. Ekamantaṁ nisinno kho ahaṁ, bhante, makkhaliṁ gosālaṁ etadavocaṁ: Nach der Begrüßung und dem Austausch von Höflichkeiten setzte ich mich zur Seite hin und stellte ihm die gleiche Frage.
‘yathā nu kho imāni, bho gosāla, puthusippāyatanāni …pe…
sakkā nu kho, bho gosāla, evameva diṭṭheva dhamme sandiṭṭhikaṁ sāmaññaphalaṁ paññapetun’ti?
Evaṁ vutte, bhante, makkhali gosālo maṁ etadavoca: Er sagte zu mir:
‘natthi, mahārāja, hetu natthi paccayo sattānaṁ saṅkilesāya, ahetū apaccayā sattā saṅkilissanti. ‚Großer König, es gibt keinen Grund und keine Ursache für die Verunreinigung der Lebewesen. Lebewesen werden ohne Grund oder Ursache verunreinigt.
Natthi hetu, natthi paccayo sattānaṁ visuddhiyā, Es gibt keinen Grund und keine Ursache für die Läuterung der Lebewesen.
ahetū apaccayā sattā visujjhanti. Lebewesen werden ohne Grund oder Ursache geläutert.
Natthi attakāre, natthi parakāre, natthi purisakāre, natthi balaṁ, natthi vīriyaṁ, natthi purisathāmo, natthi purisaparakkamo. Man handelt nicht aus eigenem Willen, noch handelt man aus dem Willen eines anderen oder aus dem Willen eines Menschen. Es gibt keine Kraft, keine Energie, keine menschliche Stärke oder Tatkraft.
Sabbe sattā sabbe pāṇā sabbe bhūtā sabbe jīvā avasā abalā avīriyā niyatisaṅgatibhāvapariṇatā chasvevābhijātīsu sukhadukkhaṁ paṭisaṁvedenti. Alle Lebewesen, alle lebenden Geschöpfe, alle Wesen, alle Seelen sind ohne Kontrolle, Kraft oder Energie. Vom Schicksal, den Umständen und der Natur getrieben, erfahren sie in den sechs Wiedergeburtsklassen Glück und Schmerz.
Cuddasa kho panimāni yonipamukhasatasahassāni saṭṭhi ca satāni cha ca satāni pañca ca kammuno satāni pañca ca kammāni tīṇi ca kammāni kamme ca aḍḍhakamme ca dvaṭṭhipaṭipadā dvaṭṭhantarakappā chaḷābhijātiyo aṭṭha purisabhūmiyo ekūnapaññāsa ājīvakasate ekūnapaññāsa paribbājakasate ekūnapaññāsa nāgāvāsasate vīse indriyasate tiṁse nirayasate chattiṁsa rajodhātuyo satta saññīgabbhā satta asaññīgabbhā satta nigaṇṭhigabbhā satta devā satta mānusā satta pisācā satta sarā satta pavuṭā satta pavuṭasatāni satta papātā satta papātasatāni satta supinā satta supinasatāni cullāsīti mahākappino satasahassāni, yāni bāle ca paṇḍite ca sandhāvitvā saṁsaritvā dukkhassantaṁ karissanti. Es gibt 1,4 Millionen Haupt-Mutterleibe und 6000 und 600. Es gibt 500 Taten und fünf und drei. Es gibt ganze Taten und halbe Taten. Es gibt 62 Pfade, 62 Unterzeiträume eines Äons, sechs Wiedergeburtsklassen und acht Stufen im Leben eines Menschen. Es gibt 4900 Ājīvaka-Asketen, 4900 Wanderer und 4900 nackte Asketen. Es gibt 2000 Fähigkeiten, 3000 Höllen und 36 Staubbereiche. Es gibt sieben Embryonen mit Wahrnehmung, sieben Embryonen ohne Wahrnehmung und sieben knotenlose Embryonen. Es gibt sieben Götter, sieben Menschen und sieben Kobolde. Es gibt sieben Seen, sieben Flüsse und 700 Flüsse, sieben Klippen und 700 Klippen. Es gibt sieben Träume und 700 Träume. Es gibt 8,4 Millionen große Äonen, durch die Törichte und Kluge umherwandern, bevor sie dem Leiden ein Ende machen.
Tattha natthi “imināhaṁ sīlena vā vatena vā tapena vā brahmacariyena vā aparipakkaṁ vā kammaṁ paripācessāmi, paripakkaṁ vā kammaṁ phussa phussa byantiṁ karissāmī”ti hevaṁ natthi. Und ein solches Ding gibt es hier nicht: „Durch diese Regel, dieses Gelübde, diese inbrünstige Bußübung oder dieses geistliche Leben werde ich unreife Taten zwingen, ihre Frucht hervorzubringen, oder alte Taten tilgen, indem ich nach und nach ihr Ergebnis erfahre“ – denn das kann nicht sein.
Doṇamite sukhadukkhe pariyantakate saṁsāre, natthi hāyanavaḍḍhane, natthi ukkaṁsāvakaṁse. Glück und Schmerz sind zugeteilt. Das Umherwandern dauert nur eine begrenzte Zeit, daher gibt es keine Zunahme und keine Abnahme, kein Besserwerden und kein Schlechterwerden.
Seyyathāpi nāma suttaguḷe khitte nibbeṭhiyamānameva paleti; Wie wenn man ein Garnknäuel anstößt: Es rollt fort und wickelt sich ab.
evameva bāle ca paṇḍite ca sandhāvitvā saṁsaritvā dukkhassantaṁ karissantī’ti. Ebenso wandern Törichte und Kluge umher, bevor sie dem Leiden ein Ende machen werden.‘
Itthaṁ kho me, bhante, makkhali gosālo sandiṭṭhikaṁ sāmaññaphalaṁ puṭṭho samāno saṁsārasuddhiṁ byākāsi. Und als ich so den Bambusstab-Asketen Gosāla nach den Früchten des Asketenlebens fragte, die im jetzigen Leben ersichtlich sind, antwortete er mit der Doktrin der Läuterung durch Umherwandern.
Seyyathāpi, bhante, ambaṁ vā puṭṭho labujaṁ byākareyya, labujaṁ vā puṭṭho ambaṁ byākareyya; Es war, als ob jemand, der über eine Mango gefragt würde, mit einer Brotfrucht antwortete, oder jemand, der über eine Brotfrucht gefragt würde, mit einer Mango antwortete.
evameva kho me, bhante, makkhali gosālo sandiṭṭhikaṁ sāmaññaphalaṁ puṭṭho samāno saṁsārasuddhiṁ byākāsi.
Tassa mayhaṁ, bhante, etadahosi: Ich dachte:
‘kathañhi nāma mādiso samaṇaṁ vā brāhmaṇaṁ vā vijite vasantaṁ apasādetabbaṁ maññeyyā’ti. ‚Wie könnte jemand wie ich sich erlauben, einen Asketen oder Brahmanen, der in meinem Reich lebt, zu tadeln?‘
So kho ahaṁ, bhante, makkhalissa gosālassa bhāsitaṁ neva abhinandiṁ nappaṭikkosiṁ. Daher begrüßte ich diese Aussage des Bambusstab-Asketen Gosāla weder, noch lehnte ich sie ab.
Anabhinanditvā appaṭikkositvā anattamano, anattamanavācaṁ anicchāretvā, tameva vācaṁ anuggaṇhanto anikkujjanto uṭṭhāyāsanā pakkamiṁ. Ich war verstimmt, aber zeigte meine Verstimmung nicht. Weder stimmte ich seinen Worten zu, noch widersprach ich ihnen, sondern erhob mich von meinem Sitz und ging.
3.3. Ajitakesakambalavāda 3.3. Die Doktrin Ajitas mit der Haardecke
Ekamidāhaṁ, bhante, samayaṁ yena ajito kesakambalo tenupasaṅkamiṁ; upasaṅkamitvā ajitena kesakambalena saddhiṁ sammodiṁ. Dieses eine Mal, Herr, begab ich mich zu Ajita mit der Haardecke und tauschte Willkommensgrüße mit ihm aus.
Sammodanīyaṁ kathaṁ sāraṇīyaṁ vītisāretvā ekamantaṁ nisīdiṁ. Ekamantaṁ nisinno kho ahaṁ, bhante, ajitaṁ kesakambalaṁ etadavocaṁ: Nach der Begrüßung und dem Austausch von Höflichkeiten setzte ich mich zur Seite hin und stellte ihm die gleiche Frage.
‘yathā nu kho imāni, bho ajita, puthusippāyatanāni …pe…
sakkā nu kho, bho ajita, evameva diṭṭheva dhamme sandiṭṭhikaṁ sāmaññaphalaṁ paññapetun’ti?
Evaṁ vutte, bhante, ajito kesakambalo maṁ etadavoca: Er sagte zu mir:
‘natthi, mahārāja, dinnaṁ, natthi yiṭṭhaṁ, natthi hutaṁ, natthi sukatadukkaṭānaṁ kammānaṁ phalaṁ vipāko, natthi ayaṁ loko, natthi paro loko, natthi mātā, natthi pitā, natthi sattā opapātikā, natthi loke samaṇabrāhmaṇā sammaggatā sammāpaṭipannā, ye imañca lokaṁ parañca lokaṁ sayaṁ abhiññā sacchikatvā pavedenti. ‚Großer König, geben, Opfer oder Spenden haben keinen Sinn. Es gibt keine Frucht und kein Ergebnis von guten und schlechten Taten. Es gibt kein Leben nach dem Tod. So etwas wie Mutter und Vater oder Wesen, die durch unmittelbares Erscheinen wiedergeboren werden, gibt es nicht. Und es gibt keinen Asketen oder Brahmanen, der sich richtig benimmt, richtig übt, und der das Leben nach dem Tod erklärt, nachdem er es durch eigene Einsicht erkannt hat.
Cātumahābhūtiko ayaṁ puriso, yadā kālaṁ karoti, pathavī pathavikāyaṁ anupeti anupagacchati, āpo āpokāyaṁ anupeti anupagacchati, tejo tejokāyaṁ anupeti anupagacchati, vāyo vāyokāyaṁ anupeti anupagacchati, ākāsaṁ indriyāni saṅkamanti. Dieser Mensch besteht aus den vier Grundzuständen. Wenn er stirbt, mischt und verbindet sich die Erde in seinem Körper mit der Substanz der Erde, das Wasser in seinem Körper mischt und verbindet sich mit der Substanz des Wassers, das Feuer in seinem Körper mischt und verbindet sich mit der Substanz des Feuers und der Wind in seinem Körper mischt und verbindet sich mit der Substanz des Windes. Die Sinne gehen in den Raum über.
Āsandipañcamā purisā mataṁ ādāya gacchanti. Vier Männer mit einer Bahre tragen die Leiche weg.
Yāvāḷāhanā padāni paññāyanti. Ihre Fußspuren zeigen den Weg zum Friedhof.
Kāpotakāni aṭṭhīni bhavanti, bhassantā āhutiyo. Die Knochen bleichen aus. Den Göttern gewidmete Gaben enden als Asche.
Dattupaññattaṁ yadidaṁ dānaṁ. Geben ist eine Doktrin von Schwachsinnigen.
Tesaṁ tucchaṁ musā vilāpo ye keci atthikavādaṁ vadanti. Wenn jemand eine Lehre von etwas Bestehendem bejaht, ist das bloß unbegründeter, falscher Unsinn.
Bāle ca paṇḍite ca kāyassa bhedā ucchijjanti vinassanti, na honti paraṁ maraṇā’ti. Törichte wie Kluge werden vernichtet und zerstört, wenn ihr Körper auseinanderbricht, und bestehen nach dem Tod nicht fort.‘
Itthaṁ kho me, bhante, ajito kesakambalo sandiṭṭhikaṁ sāmaññaphalaṁ puṭṭho samāno ucchedaṁ byākāsi. Und als ich so Ajita mit der Haardecke nach den Früchten des Asketenlebens fragte, die im jetzigen Leben ersichtlich sind, antwortete er mit der Doktrin der Vernichtung.
Seyyathāpi, bhante, ambaṁ vā puṭṭho labujaṁ byākareyya, labujaṁ vā puṭṭho ambaṁ byākareyya; Es war, als ob jemand, der über eine Mango gefragt würde, mit einer Brotfrucht antwortete, oder jemand, der über eine Brotfrucht gefragt würde, mit einer Mango antwortete.
evameva kho me, bhante, ajito kesakambalo sandiṭṭhikaṁ sāmaññaphalaṁ puṭṭho samāno ucchedaṁ byākāsi.
Tassa mayhaṁ, bhante, etadahosi: Ich dachte:
‘kathañhi nāma mādiso samaṇaṁ vā brāhmaṇaṁ vā vijite vasantaṁ apasādetabbaṁ maññeyyā’ti. ‚Wie könnte jemand wie ich sich erlauben, einen Asketen oder Brahmanen, der in meinem Reich lebt, zu tadeln?‘
So kho ahaṁ, bhante, ajitassa kesakambalassa bhāsitaṁ neva abhinandiṁ nappaṭikkosiṁ. Daher begrüßte ich diese Aussage Ajitas mit der Haardecke weder, noch lehnte ich sie ab.
Anabhinanditvā appaṭikkositvā anattamano anattamanavācaṁ anicchāretvā tameva vācaṁ anuggaṇhanto anikkujjanto uṭṭhāyāsanā pakkamiṁ. Ich war verstimmt, aber zeigte meine Verstimmung nicht. Weder stimmte ich seinen Worten zu, noch widersprach ich ihnen, sondern erhob mich von meinem Sitz und ging.
3.4. Pakudhakaccāyanavāda 3.4. Die Doktrin Pakudha Kaccāyanas
Ekamidāhaṁ, bhante, samayaṁ yena pakudho kaccāyano tenupasaṅkamiṁ; upasaṅkamitvā pakudhena kaccāyanena saddhiṁ sammodiṁ. Dieses eine Mal, Herr, begab ich mich zu Pakudha Kaccāyana und tauschte Willkommensgrüße mit ihm aus.
Sammodanīyaṁ kathaṁ sāraṇīyaṁ vītisāretvā ekamantaṁ nisīdiṁ. Ekamantaṁ nisinno kho ahaṁ, bhante, pakudhaṁ kaccāyanaṁ etadavocaṁ: Nach der Begrüßung und dem Austausch von Höflichkeiten setzte ich mich zur Seite hin und stellte ihm die gleiche Frage.
‘yathā nu kho imāni, bho kaccāyana, puthusippāyatanāni …pe…
sakkā nu kho, bho kaccāyana, evameva diṭṭheva dhamme sandiṭṭhikaṁ sāmaññaphalaṁ paññapetun’ti?
Evaṁ vutte, bhante, pakudho kaccāyano maṁ etadavoca: Er sagte zu mir:
‘sattime, mahārāja, kāyā akaṭā akaṭavidhā animmitā animmātā vañjhā kūṭaṭṭhā esikaṭṭhāyiṭṭhitā. ‚Großer König, es gibt diese sieben Substanzen, die nicht gemacht sind, nicht abgeleitet, nicht geschaffen, ohne Schöpfer, unfruchtbar, beständig wie ein Berggipfel, feststehend wie eine Säule.
Te na iñjanti, na vipariṇamanti, na aññamaññaṁ byābādhenti, nālaṁ aññamaññassa sukhāya vā dukkhāya vā sukhadukkhāya vā. Sie bewegen sich nicht, verfallen nicht und behindern einander nicht. Sie sind unfähig, einander Glück, Schmerz oder sowohl Glück als auch Schmerz zuzufügen.
Katame satta? Welche sieben?
Pathavikāyo, āpokāyo, tejokāyo, vāyokāyo, sukhe, dukkhe, jīve sattame—Die Substanzen Erde, Wasser, Feuer und Wind; Schmerz, Glück und die Seele als siebte.
ime satta kāyā akaṭā akaṭavidhā animmitā animmātā vañjhā kūṭaṭṭhā esikaṭṭhāyiṭṭhitā. Diese sieben Substanzen sind nicht gemacht, nicht abgeleitet, nicht geschaffen, ohne Schöpfer, unfruchtbar, beständig wie ein Berggipfel, feststehend wie eine Säule.
Te na iñjanti, na vipariṇamanti, na aññamaññaṁ byābādhenti, nālaṁ aññamaññassa sukhāya vā dukkhāya vā sukhadukkhāya vā. Sie bewegen sich nicht, verfallen nicht und behindern einander nicht. Sie sind unfähig, einander Glück, Schmerz oder sowohl Glück als auch Schmerz zuzufügen.
Tattha natthi hantā vā ghātetā vā, sotā vā sāvetā vā, viññātā vā viññāpetā vā. Und hier gibt es niemanden, der tötet oder andere zum Töten anstiftet; niemanden, der lernt oder andere unterrichtet; niemanden, der versteht oder anderen hilft, zu verstehen.
Yopi tiṇhena satthena sīsaṁ chindati, na koci kiñci jīvitā voropeti; Wenn man jemandem mit einem scharfen Schwert den Kopf abschlägt, nimmt man niemandem das Leben.
sattannaṁ tveva kāyānamantarena satthaṁ vivaramanupatatī’ti. Das Schwert gleitet einfach durch die Lücken zwischen den sieben Substanzen.‘
Itthaṁ kho me, bhante, pakudho kaccāyano sandiṭṭhikaṁ sāmaññaphalaṁ puṭṭho samāno aññena aññaṁ byākāsi. Und als ich so Pakudha Kaccāyana nach den Früchten des Asketenlebens fragte, die im jetzigen Leben ersichtlich sind, antwortete er mit etwas ganz anderem.
Seyyathāpi, bhante, ambaṁ vā puṭṭho labujaṁ byākareyya, labujaṁ vā puṭṭho ambaṁ byākareyya; Es war, als ob jemand, der über eine Mango gefragt würde, mit einer Brotfrucht antwortete, oder jemand, der über eine Brotfrucht gefragt würde, mit einer Mango antwortete.
evameva kho me, bhante, pakudho kaccāyano sandiṭṭhikaṁ sāmaññaphalaṁ puṭṭho samāno aññena aññaṁ byākāsi.
Tassa mayhaṁ, bhante, etadahosi: Ich dachte:
‘kathañhi nāma mādiso samaṇaṁ vā brāhmaṇaṁ vā vijite vasantaṁ apasādetabbaṁ maññeyyā’ti. ‚Wie könnte jemand wie ich sich erlauben, einen Asketen oder Brahmanen, der in meinem Reich lebt, zu tadeln?‘
So kho ahaṁ, bhante, pakudhassa kaccāyanassa bhāsitaṁ neva abhinandiṁ nappaṭikkosiṁ, Daher begrüßte ich diese Aussage Pakudha Kaccāyanas weder, noch lehnte ich sie ab.
anabhinanditvā appaṭikkositvā anattamano, anattamanavācaṁ anicchāretvā tameva vācaṁ anuggaṇhanto anikkujjanto uṭṭhāyāsanā pakkamiṁ. Ich war verstimmt, aber zeigte meine Verstimmung nicht. Weder stimmte ich seinen Worten zu, noch widersprach ich ihnen, sondern erhob mich von meinem Sitz und ging.
3.5. Nigaṇṭhanāṭaputtavāda 3.5. Die Doktrin des Jaina-Asketen aus dem Stamm Ñātika
Ekamidāhaṁ, bhante, samayaṁ yena nigaṇṭho nāṭaputto tenupasaṅkamiṁ; upasaṅkamitvā nigaṇṭhena nāṭaputtena saddhiṁ sammodiṁ. Dieses eine Mal, Herr, begab ich mich zu dem Jaina Ñātika und tauschte Willkommensgrüße mit ihm aus.
Sammodanīyaṁ kathaṁ sāraṇīyaṁ vītisāretvā ekamantaṁ nisīdiṁ. Ekamantaṁ nisinno kho ahaṁ, bhante, nigaṇṭhaṁ nāṭaputtaṁ etadavocaṁ: Nach der Begrüßung und dem Austausch von Höflichkeiten setzte ich mich zur Seite hin und stellte ihm die gleiche Frage.
‘yathā nu kho imāni, bho aggivessana, puthusippāyatanāni …pe…
sakkā nu kho, bho aggivessana, evameva diṭṭheva dhamme sandiṭṭhikaṁ sāmaññaphalaṁ paññapetun’ti?
Evaṁ vutte, bhante, nigaṇṭho nāṭaputto maṁ etadavoca: Er sagte zu mir:
‘idha, mahārāja, nigaṇṭho cātuyāmasaṁvarasaṁvuto hoti. ‚Großer König, da ist ein Jaina-Asket mit der vierfachen Beschränkung gezügelt.
Kathañca, mahārāja, nigaṇṭho cātuyāmasaṁvarasaṁvuto hoti? Und wie ist ein Jaina-Asket mit der vierfachen Beschränkung gezügelt?
Idha, mahārāja, nigaṇṭho sabbavārivārito ca hoti, sabbavāriyutto ca, sabbavāridhuto ca, sabbavāriphuṭo ca. Da ist ein Jaina-Asket in allem, was zu zügeln ist, gezügelt, in allem, was zu zügeln ist, im Zaum gehalten, hat in allem, was zu zügeln ist, das Böse abgeschüttelt und und hat sich in allem, was zu zügeln ist, Einhalt geboten.
Evaṁ kho, mahārāja, nigaṇṭho cātuyāmasaṁvarasaṁvuto hoti. So ist ein Jaina-Asket mit der vierfachen Beschränkung gezügelt.
Yato kho, mahārāja, nigaṇṭho evaṁ cātuyāmasaṁvarasaṁvuto hoti; Wenn ein Jaina-Asket mit der vierfachen Beschränkung gezügelt ist,
ayaṁ vuccati, mahārāja, nigaṇṭho gatatto ca yatatto ca ṭhitatto cā’ti. nennt man ihn einen Knotenlosen, der selbst-verwirklicht, selbst-beherrscht und standhaft ist.‘
Itthaṁ kho me, bhante, nigaṇṭho nāṭaputto sandiṭṭhikaṁ sāmaññaphalaṁ puṭṭho samāno cātuyāmasaṁvaraṁ byākāsi. Und als ich so den Jaina Ñātika nach den Früchten des Asketenlebens fragte, die im jetzigen Leben ersichtlich sind, antwortete er mit der vierfachen Beschränkung.
Seyyathāpi, bhante, ambaṁ vā puṭṭho labujaṁ byākareyya, labujaṁ vā puṭṭho ambaṁ byākareyya; Es war, als ob jemand, der über eine Mango gefragt würde, mit einer Brotfrucht antwortete, oder jemand, der über eine Brotfrucht gefragt würde, mit einer Mango antwortete.
evameva kho me, bhante, nigaṇṭho nāṭaputto sandiṭṭhikaṁ sāmaññaphalaṁ puṭṭho samāno cātuyāmasaṁvaraṁ byākāsi.
Tassa mayhaṁ, bhante, etadahosi: Ich dachte:
‘kathañhi nāma mādiso samaṇaṁ vā brāhmaṇaṁ vā vijite vasantaṁ apasādetabbaṁ maññeyyā’ti. ‚Wie könnte jemand wie ich sich erlauben, einen Asketen oder Brahmanen, der in meinem Reich lebt, zu tadeln?‘
So kho ahaṁ, bhante, nigaṇṭhassa nāṭaputtassa bhāsitaṁ neva abhinandiṁ nappaṭikkosiṁ. Daher begrüßte ich diese Aussage des Jaina Ñātika weder, noch lehnte ich sie ab.
Anabhinanditvā appaṭikkositvā anattamano anattamanavācaṁ anicchāretvā tameva vācaṁ anuggaṇhanto anikkujjanto uṭṭhāyāsanā pakkamiṁ. Ich war verstimmt, aber zeigte meine Verstimmung nicht. Weder stimmte ich seinen Worten zu, noch widersprach ich ihnen, sondern erhob mich von meinem Sitz und ging.
3.6. Sañcayabelaṭṭhaputtavāda 3.6. Die Doktrin Sañjaya Belaṭṭhiputtas
Ekamidāhaṁ, bhante, samayaṁ yena sañcayo belaṭṭhaputto tenupasaṅkamiṁ; upasaṅkamitvā sañcayena belaṭṭhaputtena saddhiṁ sammodiṁ. Dieses eine Mal, Herr, begab ich mich zu Sañjaya Belaṭṭhiputta und tauschte Willkommensgrüße mit ihm aus.
Sammodanīyaṁ kathaṁ sāraṇīyaṁ vītisāretvā ekamantaṁ nisīdiṁ. Ekamantaṁ nisinno kho ahaṁ, bhante, sañcayaṁ belaṭṭhaputtaṁ etadavocaṁ: Nach der Begrüßung und dem Austausch von Höflichkeiten setzte ich mich zur Seite hin und stellte ihm die gleiche Frage.
‘yathā nu kho imāni, bho sañcaya, puthusippāyatanāni …pe…
sakkā nu kho, bho sañcaya, evameva diṭṭheva dhamme sandiṭṭhikaṁ sāmaññaphalaṁ paññapetun’ti?
Evaṁ vutte, bhante, sañcayo belaṭṭhaputto maṁ etadavoca: Er sagte zu mir:
‘atthi paro lokoti iti ce maṁ pucchasi, atthi paro lokoti iti ce me assa, atthi paro lokoti iti te naṁ byākareyyaṁ. ‚Angenommen, du würdest mich fragen, ob es jene Welt gibt. Wenn ich glauben würde, würde, dass das der Fall wäre, ich es sagen.
Evantipi me no, tathātipi me no, aññathātipi me no, notipi me no, no notipi me no. Aber ich sage nicht, dass es dieses ist. Ich sage nicht, dass es jenes ist. Ich sage nicht, dass es anders ist. Ich sage nicht, dass es nicht so ist. Noch leugne ich, dass es nicht so ist.
Natthi paro loko …pe… Angenommen, du würdest mich fragen, ob es jene Welt nicht gibt …
atthi ca natthi ca paro loko …pe… ob es jene Welt sowohl gibt als auch nicht gibt …
nevatthi na natthi paro loko …pe… ob es jene Welt weder gibt noch nicht gibt …
atthi sattā opapātikā …pe… ob es Wesen gibt, die durch unmittelbares Erscheinen wiedergeboren werden …
natthi sattā opapātikā …pe… ob es keine Wesen gibt, die durch unmittelbares Erscheinen wiedergeboren werden …
atthi ca natthi ca sattā opapātikā …pe… ob es sowohl Wesen gibt, die durch unmittelbares Erscheinen wiedergeboren werden, als auch nicht …
nevatthi na natthi sattā opapātikā …pe… ob es weder Wesen gibt, die durch unmittelbares Erscheinen wiedergeboren werden, noch dies nicht der Fall ist …
atthi sukatadukkaṭānaṁ kammānaṁ phalaṁ vipāko …pe… ob es eine Frucht und ein Ergebnis von guten und schlechten Taten gibt …
natthi sukatadukkaṭānaṁ kammānaṁ phalaṁ vipāko …pe… ob es keine Frucht und kein Ergebnis von guten und schlechten Taten gibt …
atthi ca natthi ca sukatadukkaṭānaṁ kammānaṁ phalaṁ vipāko …pe… ob es sowohl eine Frucht und ein Ergebnis von guten und schlechten Taten gibt als auch nicht …
nevatthi na natthi sukatadukkaṭānaṁ kammānaṁ phalaṁ vipāko …pe… ob es weder eine Frucht und ein Ergebnis von guten und schlechten Taten gibt noch dies nicht der Fall ist …
hoti tathāgato paraṁ maraṇā …pe… ob ein Klargewordener nach dem Tod fortbesteht …
na hoti tathāgato paraṁ maraṇā …pe… ob ein Klargewordener nach dem Tod nicht fortbesteht …
hoti ca na ca hoti tathāgato paraṁ maraṇā …pe… ob ein Klargewordener nach dem Tod fortbesteht und auch nicht fortbesteht …
neva hoti na na hoti tathāgato paraṁ maraṇāti iti ce maṁ pucchasi, neva hoti na na hoti tathāgato paraṁ maraṇāti iti ce me assa, neva hoti na na hoti tathāgato paraṁ maraṇāti iti te naṁ byākareyyaṁ. ob ein Klargewordener nach dem Tod weder fortbesteht noch nicht fortbesteht. Wenn ich glauben würde, würde, dass das der Fall wäre, würde ich es sagen.
Evantipi me no, tathātipi me no, aññathātipi me no, notipi me no, no notipi me no’ti. Aber ich sage nicht, dass es dieses ist. Ich sage nicht, dass es jenes ist. Ich sage nicht, dass es anders ist. Ich sage nicht, dass es nicht so ist. Noch leugne ich, dass es nicht so ist.‘
Itthaṁ kho me, bhante, sañcayo belaṭṭhaputto sandiṭṭhikaṁ sāmaññaphalaṁ puṭṭho samāno vikkhepaṁ byākāsi. Und als ich so Sañjaya Belaṭṭhiputta nach den Früchten des Asketenlebens fragte, die im jetzigen Leben ersichtlich sind, antwortete er mit Kehrtwenden.
Seyyathāpi, bhante, ambaṁ vā puṭṭho labujaṁ byākareyya, labujaṁ vā puṭṭho ambaṁ byākareyya; Es war, als ob jemand, der über eine Mango gefragt würde, mit einer Brotfrucht antwortete, oder jemand, der über eine Brotfrucht gefragt würde, mit einer Mango antwortete.
evameva kho me, bhante, sañcayo belaṭṭhaputto sandiṭṭhikaṁ sāmaññaphalaṁ puṭṭho samāno vikkhepaṁ byākāsi.
Tassa mayhaṁ, bhante, etadahosi: Da dachte ich:
‘ayañca imesaṁ samaṇabrāhmaṇānaṁ sabbabālo sabbamūḷho. ‚Das ist der törichteste und dümmste aller dieser Asketen und Brahmanen!
Kathañhi nāma sandiṭṭhikaṁ sāmaññaphalaṁ puṭṭho samāno vikkhepaṁ byākarissatī’ti. Wie kann er mit Kehrtwenden antworten, wenn er nach den Früchten des Asketenlebens gefragt wird, die im jetzigen Leben ersichtlich sind?‘
Tassa mayhaṁ, bhante, etadahosi: Ich dachte:
‘kathañhi nāma mādiso samaṇaṁ vā brāhmaṇaṁ vā vijite vasantaṁ apasādetabbaṁ maññeyyā’ti. ‚Wie könnte jemand wie ich sich erlauben, einen Asketen oder Brahmanen, der in meinem Reich lebt, zu tadeln?‘
So kho ahaṁ, bhante, sañcayassa belaṭṭhaputtassa bhāsitaṁ neva abhinandiṁ nappaṭikkosiṁ. Daher begrüßte ich diese Aussage Sañjaya Belaṭṭhiputtas weder, noch lehnte ich sie ab.
Anabhinanditvā appaṭikkositvā anattamano anattamanavācaṁ anicchāretvā tameva vācaṁ anuggaṇhanto anikkujjanto uṭṭhāyāsanā pakkamiṁ. Ich war verstimmt, aber zeigte meine Verstimmung nicht. Weder stimmte ich seinen Worten zu, noch widersprach ich ihnen, sondern erhob mich von meinem Sitz und ging.
4. Sāmaññaphala 4. Die Früchte des Asketenlebens
4.1. Paṭhamasandiṭṭhikasāmaññaphala 4.1. Die erste Frucht des Asketenlebens, die im jetzigen Leben ersichtlich ist
Sohaṁ, bhante, bhagavantampi pucchāmi: Daher frage ich den Buddha:
‘yathā nu kho imāni, bhante, puthusippāyatanāni Herr, es gibt viele verschiedene berufliche Tätigkeitsfelder.
seyyathidaṁ—hatthārohā assārohā rathikā dhanuggahā celakā calakā piṇḍadāyakā uggā rājaputtā pakkhandino mahānāgā sūrā cammayodhino dāsikaputtā Dazu zählen Elefantentruppen, Reitertruppen, Streitwagentruppen, Bogenschützen, Fahnenträger, Schlachtordner, Proviantversorger, Kriegerfürsten, Prinzen, Sturmtruppen, große Krieger, Helden, in Leder gekleidete Soldaten und Söhne von abhängigen Dienern.
āḷārikā kappakā nhāpakā sūdā mālakārā rajakā pesakārā naḷakārā kumbhakārā gaṇakā muddikā, yāni vā panaññānipi evaṅgatāni puthusippāyatanāni, te diṭṭheva dhamme sandiṭṭhikaṁ sippaphalaṁ upajīvanti, Es zählen dazu auch Bankiers, Barbiere, Bader, Köche, Kranzbinder, Färber, Weber, Korbflechter, Töpfer, Buchhalter, Fingerzähler oder die, die ähnlichen Berufen nachgehen. Sie alle leben von den Früchten ihres Berufs, die in eben diesem jetzigen Leben ersichtlich sind.
te tena attānaṁ sukhenti pīṇenti, mātāpitaro sukhenti pīṇenti, puttadāraṁ sukhenti pīṇenti, mittāmacce sukhenti pīṇenti, samaṇabrāhmaṇesu uddhaggikaṁ dakkhiṇaṁ patiṭṭhapenti sovaggikaṁ sukhavipākaṁ saggasaṁvattanikaṁ. Sie machen damit sich selbst glücklich und froh, machen Mutter und Vater, Frauen und Kinder sowie Freunde und Kollegen glücklich und froh. Und sie richten eine feierliche religiöse Gabe für Asketen und Brahmanen aus, die in den Himmel führt, die zu Glück heranreift und den Weg zum Himmel bereitet.
Sakkā nu kho, bhante, evameva diṭṭheva dhamme sandiṭṭhikaṁ sāmaññaphalaṁ paññapetun’”ti? Herr, kannst du eine Frucht des Asketenlebens aufzeigen, die ebenso in eben diesem jetzigen Leben ersichtlich ist?“
“Sakkā, mahārāja. „Das kann ich, großer König.
Tena hi, mahārāja, taññevettha paṭipucchissāmi. Yathā te khameyya, tathā naṁ byākareyyāsi. Nun, ich werde dir dazu Gegenfragen stellen, und du kannst antworten, wie du möchtest.
Taṁ kiṁ maññasi, mahārāja, Was denkst du, großer König?
idha te assa puriso dāso kammakāro pubbuṭṭhāyī pacchānipātī kiṅkārapaṭissāvī manāpacārī piyavādī mukhullokako. Angenommen, du hättest einen Menschen, der ein abhängiger Diener wäre, ein Arbeiter. Er stünde vor dir auf und ginge nach dir zu Bett. Er wäre zuvorkommend, zeigte sich liebenswert, redete höflich und blickte zu deinem Gesicht auf.
Tassa evamassa: Dieser dächte:
‘acchariyaṁ, vata bho, abbhutaṁ, vata bho, puññānaṁ gati, puññānaṁ vipāko. ‚Die Auswirkung und das Ergebnis guter Taten sind wirklich so unglaublich, so erstaunlich!
Ayañhi rājā māgadho ajātasattu vedehiputto manusso; ahampi manusso. Denn dieser König Ajātasattu ist ein Mensch, genauso wie ich.
Ayañhi rājā māgadho ajātasattu vedehiputto pañcahi kāmaguṇehi samappito samaṅgībhūto paricāreti, devo maññe. Doch er vergnügt sich mit den fünf Arten sinnlicher Erregung, mit denen er versorgt und ausgestattet ist, als wäre er ein Gott,
Ahaṁ panamhissa dāso kammakāro pubbuṭṭhāyī pacchānipātī kiṅkārapaṭissāvī manāpacārī piyavādī mukhullokako. während ich sein abhängiger Diener bin, sein Arbeiter, der vor ihm aufsteht und nach ihm zu Bett geht. Ich bin zuvorkommend, zeige mich liebenswert, rede höflich und blicke zu seinem Gesicht auf.
So vatassāhaṁ puññāni kareyyaṁ. Ich sollte wirklich Gutes tun.
Yannūnāhaṁ kesamassuṁ ohāretvā kāsāyāni vatthāni acchādetvā agārasmā anagāriyaṁ pabbajeyyan’ti. Warum rasiere ich mir nicht Haar und Bart, lege ockerfarbene Roben an und ziehe aus dem Haus fort ins hauslose Leben?‘
So aparena samayena kesamassuṁ ohāretvā kāsāyāni vatthāni acchādetvā agārasmā anagāriyaṁ pabbajeyya. Nach einiger Zeit rasierte er sich Haar und Bart, legte ockerfarbene Roben an und zöge aus dem Haus fort ins hauslose Leben.
So evaṁ pabbajito samāno kāyena saṁvuto vihareyya, vācāya saṁvuto vihareyya, manasā saṁvuto vihareyya, ghāsacchādanaparamatāya santuṭṭho, abhirato paviveke. Wenn er fortgezogen wäre, lebte er gezügelt mit dem Körper, der Sprache und dem Geist, und er lebte zufrieden mit nichts als Nahrung und Kleidung und erfreute sich an Abgeschiedenheit.
Tañce te purisā evamāroceyyuṁ: Und angenommen, deine Männer würden dir all das berichten.
‘yagghe, deva, jāneyyāsi, yo te so puriso dāso kammakāro pubbuṭṭhāyī pacchānipātī kiṅkārapaṭissāvī manāpacārī piyavādī mukhullokako;
so, deva, kesamassuṁ ohāretvā kāsāyāni vatthāni acchādetvā agārasmā anagāriyaṁ pabbajito.
So evaṁ pabbajito samāno kāyena saṁvuto viharati, vācāya saṁvuto viharati, manasā saṁvuto viharati, ghāsacchādanaparamatāya santuṭṭho, abhirato paviveke’ti.
Api nu tvaṁ evaṁ vadeyyāsi: Würdest du zu ihnen sagen:
‘etu me, bho, so puriso, punadeva hotu dāso kammakāro pubbuṭṭhāyī pacchānipātī kiṅkārapaṭissāvī manāpacārī piyavādī mukhullokako’”ti? ‚Bringt diesen Menschen zu mir! Er soll wieder mein abhängiger Diener sein, mein Arbeiter!‘?“
“No hetaṁ, bhante. „Nein, Herr.
Atha kho naṁ mayameva abhivādeyyāmapi, paccuṭṭheyyāmapi, āsanenapi nimanteyyāma, abhinimanteyyāmapi naṁ cīvarapiṇḍapātasenāsanagilānappaccayabhesajjaparikkhārehi, dhammikampissa rakkhāvaraṇaguttiṁ saṁvidaheyyāmā”ti. Vielmehr würde ich mich vor ihm verbeugen, für ihn aufstehen und ihm einen Sitz anbieten. Ich würde ihn einladen, Roben, Almosen, Unterkunft sowie Arznei und Krankenversorgung anzunehmen. Und ich würde für ihn für gesetzlichen Schutz und Sicherheit sorgen.“
“Taṁ kiṁ maññasi, mahārāja, „Was denkst du, großer König?
yadi evaṁ sante hoti vā sandiṭṭhikaṁ sāmaññaphalaṁ no vā”ti? Wenn das so ist, gibt es dann eine Frucht des Asketenlebens, die im jetzigen Leben ersichtlich ist, oder nicht?“
“Addhā kho, bhante, evaṁ sante hoti sandiṭṭhikaṁ sāmaññaphalan”ti. „Sicherlich gibt es die, Herr.“
“Idaṁ kho te, mahārāja, mayā paṭhamaṁ diṭṭheva dhamme sandiṭṭhikaṁ sāmaññaphalaṁ paññattan”ti. „Das ist die erste Frucht des Asketenlebens, die in eben diesem jetzigen Leben ersichtlich ist, die ich dir aufzeige.“
4.2. Dutiyasandiṭṭhikasāmaññaphala 4.2. Die zweite Frucht des Asketenlebens, die im jetzigen Leben ersichtlich ist
“Sakkā pana, bhante, aññampi evameva diṭṭheva dhamme sandiṭṭhikaṁ sāmaññaphalaṁ paññapetun”ti? „Aber Herr, kannst du eine andere Frucht des Asketenlebens aufzeigen, die ebenso in eben diesem jetzigen Leben ersichtlich ist?“
“Sakkā, mahārāja. „Das kann ich, großer König.
Tena hi, mahārāja, taññevettha paṭipucchissāmi. Yathā te khameyya, tathā naṁ byākareyyāsi. Nun, ich werde dir dazu Gegenfragen stellen, und du kannst antworten, wie du möchtest.
Taṁ kiṁ maññasi, mahārāja, Was denkst du, großer König?
idha te assa puriso kassako gahapatiko karakārako rāsivaḍḍhako. Angenommen, du hättest einen Menschen, der ein Bauer wäre, ein Hausbesitzer, der hart arbeitet und sein Vermögen aufbaut.
Tassa evamassa: Er dächte:
‘acchariyaṁ vata bho, abbhutaṁ vata bho, puññānaṁ gati, puññānaṁ vipāko. ‚Die Auswirkung und das Ergebnis guter Taten sind wirklich so unglaublich, so erstaunlich!
Ayañhi rājā māgadho ajātasattu vedehiputto manusso, ahampi manusso. Denn dieser König Ajātasattu ist ein Mensch, genauso wie ich.
Ayañhi rājā māgadho ajātasattu vedehiputto pañcahi kāmaguṇehi samappito samaṅgībhūto paricāreti, devo maññe. Doch er vergnügt sich mit den fünf Arten sinnlicher Erregung, mit denen er versorgt und ausgestattet ist, als wäre er ein Gott,
Ahaṁ panamhissa kassako gahapatiko karakārako rāsivaḍḍhako. während ich ein Bauer bin, ein Hausbesitzer, der hart arbeitet und sein Vermögen aufbaut.
So vatassāhaṁ puññāni kareyyaṁ. Ich sollte wirklich Gutes tun.
Yannūnāhaṁ kesamassuṁ ohāretvā kāsāyāni vatthāni acchādetvā agārasmā anagāriyaṁ pabbajeyyan’ti. Warum rasiere ich mir nicht Haar und Bart, lege ockerfarbene Roben an und ziehe aus dem Haus fort ins hauslose Leben?‘
So aparena samayena appaṁ vā bhogakkhandhaṁ pahāya mahantaṁ vā bhogakkhandhaṁ pahāya, appaṁ vā ñātiparivaṭṭaṁ pahāya mahantaṁ vā ñātiparivaṭṭaṁ pahāya kesamassuṁ ohāretvā kāsāyāni vatthāni acchādetvā agārasmā anagāriyaṁ pabbajeyya. Nach einiger Zeit gäbe er ein großes oder kleines Vermögen auf, verließe einen großen oder kleinen Familienkreis. Er rasierte sich Haar und Bart, legte ockerfarbene Roben an und zöge aus dem Haus fort ins hauslose Leben.
So evaṁ pabbajito samāno kāyena saṁvuto vihareyya, vācāya saṁvuto vihareyya, manasā saṁvuto vihareyya, ghāsacchādanaparamatāya santuṭṭho, abhirato paviveke. Wenn er fortgezogen wäre, lebte er gezügelt mit dem Körper, der Sprache und dem Geist, und er lebte zufrieden mit nichts als Nahrung und Kleidung und erfreute sich an Abgeschiedenheit.
Tañce te purisā evamāroceyyuṁ: Und angenommen, deine Männer würden dir all das berichten.
‘yagghe, deva, jāneyyāsi, yo te so puriso kassako gahapatiko karakārako rāsivaḍḍhako;
so deva kesamassuṁ ohāretvā kāsāyāni vatthāni acchādetvā agārasmā anagāriyaṁ pabbajito.
So evaṁ pabbajito samāno kāyena saṁvuto viharati, vācāya saṁvuto viharati, manasā saṁvuto viharati, ghāsacchādanaparamatāya santuṭṭho, abhirato paviveke’ti.
Api nu tvaṁ evaṁ vadeyyāsi: Würdest du zu ihnen sagen:
‘etu me, bho, so puriso, punadeva hotu kassako gahapatiko karakārako rāsivaḍḍhako’”ti? ‚Bringt diesen Menschen zu mir! Er soll wieder ein Bauer sein, ein Hausbesitzer, der hart arbeitet und sein Vermögen aufbaut!‘?“
“No hetaṁ, bhante. „Nein, Herr.
Atha kho naṁ mayameva abhivādeyyāmapi, paccuṭṭheyyāmapi, āsanenapi nimanteyyāma, abhinimanteyyāmapi naṁ cīvarapiṇḍapātasenāsanagilānappaccayabhesajjaparikkhārehi, dhammikampissa rakkhāvaraṇaguttiṁ saṁvidaheyyāmā”ti. Vielmehr würde ich mich vor ihm verbeugen, für ihn aufstehen und ihm einen Sitz anbieten. Ich würde ihn einladen, Roben, Almosen, Unterkunft sowie Arznei und Krankenversorgung anzunehmen. Und ich würde für ihn für gesetzlichen Schutz und Sicherheit sorgen.“
“Taṁ kiṁ maññasi, mahārāja? „Was denkst du, großer König?
Yadi evaṁ sante hoti vā sandiṭṭhikaṁ sāmaññaphalaṁ no vā”ti? Wenn das so ist, gibt es dann eine Frucht des Asketenlebens, die im jetzigen Leben ersichtlich ist, oder nicht?“
“Addhā kho, bhante, evaṁ sante hoti sandiṭṭhikaṁ sāmaññaphalan”ti. „Sicherlich gibt es die, Herr.“
“Idaṁ kho te, mahārāja, mayā dutiyaṁ diṭṭheva dhamme sandiṭṭhikaṁ sāmaññaphalaṁ paññattan”ti. „Das ist die zweite Frucht des Asketenlebens, die in eben diesem jetzigen Leben ersichtlich ist, die ich dir aufzeige.“
4.3. Paṇītatarasāmaññaphala 4.3. Die erleseneren Früchte des Asketenlebens
“Sakkā pana, bhante, aññampi diṭṭheva dhamme sandiṭṭhikaṁ sāmaññaphalaṁ paññapetuṁ imehi sandiṭṭhikehi sāmaññaphalehi abhikkantatarañca paṇītatarañcā”ti? „Aber Herr, kannst du eine Frucht des Asketenlebens aufzeigen, die in eben diesem jetzigen Leben ersichtlich ist, die besser und erlesener ist als diese?“
“Sakkā, mahārāja. „Das kann ich, großer König.
Tena hi, mahārāja, suṇohi, sādhukaṁ manasi karohi, bhāsissāmī”ti. Nun, hör zu und gebrauche den Geist gut, ich werde sprechen.“
“Evaṁ, bhante”ti kho rājā māgadho ajātasattu vedehiputto bhagavato paccassosi. „Ja, Herr“, antwortete der König.
Bhagavā etadavoca: Der Buddha sagte:
“idha, mahārāja, tathāgato loke uppajjati arahaṁ sammāsambuddho vijjācaraṇasampanno sugato lokavidū anuttaro purisadammasārathi satthā devamanussānaṁ buddho bhagavā. „Da erscheint, großer König, ein Klargewordener in der Welt, ein Vollendeter, ein vollkommen erwachter Buddha, von vollendetem Wissen und Verhalten, heilig, Kenner der Welt, unübertrefflicher Anleiter für alle, die üben wollen, Lehrer von Göttern und Menschen, erwacht, gesegnet.
So imaṁ lokaṁ sadevakaṁ samārakaṁ sabrahmakaṁ sassamaṇabrāhmaṇiṁ pajaṁ sadevamanussaṁ sayaṁ abhiññā sacchikatvā pavedeti. Er hat diese Welt – mit ihren Göttern, Māras und Brahmās, mit dieser Bevölkerung mit ihren Asketen und Brahmanen, Göttern und Menschen – durch eigene Einsicht erkannt und erklärt sie anderen.
So dhammaṁ deseti ādikalyāṇaṁ majjhekalyāṇaṁ pariyosānakalyāṇaṁ sātthaṁ sabyañjanaṁ, kevalaparipuṇṇaṁ parisuddhaṁ brahmacariyaṁ pakāseti. Er verkündet eine Lehre, die am Anfang gut, in der Mitte gut und am Ende gut ist, bedeutsam und gut ausgedrückt. Und er legt eine geistliche Übung dar, die ganz vollständig und rein ist.
Taṁ dhammaṁ suṇāti gahapati vā gahapatiputto vā aññatarasmiṁ vā kule paccājāto. Ein Hausbesitzer hört diese Lehre, oder das Kind eines Hausbesitzers oder jemand, der in einer guten Familie wiedergeboren ist.
So taṁ dhammaṁ sutvā tathāgate saddhaṁ paṭilabhati. Er fasst Vertrauen zum Klargewordenen
So tena saddhāpaṭilābhena samannāgato iti paṭisañcikkhati: und überlegt:
‘sambādho gharāvāso rajopatho, abbhokāso pabbajjā. ‚Das Hausleben ist eng und schmutzig, aber wenn man fortgezogen ist, ist das Leben weit offen.
Nayidaṁ sukaraṁ agāraṁ ajjhāvasatā ekantaparipuṇṇaṁ ekantaparisuddhaṁ saṅkhalikhitaṁ brahmacariyaṁ carituṁ. Es ist nicht einfach, wenn man im Haus lebt, das geistliche Leben ganz vollständig und rein zu führen wie eine blank gescheuerte Muschel.
Yannūnāhaṁ kesamassuṁ ohāretvā kāsāyāni vatthāni acchādetvā agārasmā anagāriyaṁ pabbajeyyan’ti. Warum rasiere ich mir nicht Haar und Bart, lege ockerfarbene Roben an und ziehe aus dem Haus fort ins hauslose Leben?‘
So aparena samayena appaṁ vā bhogakkhandhaṁ pahāya mahantaṁ vā bhogakkhandhaṁ pahāya appaṁ vā ñātiparivaṭṭaṁ pahāya mahantaṁ vā ñātiparivaṭṭaṁ pahāya kesamassuṁ ohāretvā kāsāyāni vatthāni acchādetvā agārasmā anagāriyaṁ pabbajati. Nach einiger Zeit gibt er ein großes oder kleines Vermögen auf, verlässt einen großen oder kleinen Familienkreis. Er rasiert sich Haar und Bart, legt ockerfarbene Roben an und zieht aus dem Haus fort ins hauslose Leben.
So evaṁ pabbajito samāno pātimokkhasaṁvarasaṁvuto viharati ācāragocarasampanno, aṇumattesu vajjesu bhayadassāvī, samādāya sikkhati sikkhāpadesu, kāyakammavacīkammena samannāgato kusalena, parisuddhājīvo sīlasampanno, indriyesu guttadvāro, satisampajaññena samannāgato, santuṭṭho. Nachdem er fortgezogen ist, lebt er gezügelt in der Ordenssatzung, verhält sich angemessen und sucht an angemessenen Orten um Almosen nach. Er sieht die Gefahr im kleinsten Fehler und hält die Regeln ein, die er aufgenommen hat. Er tut Taugliches mit dem Körper und der Sprache. Sein Lebenserwerb ist rein und er hat das sittliche Verhalten vervollkommnet. Er bewacht die Tore der Sinne, besitzt Achtsamkeit und Situationsbewusstsein und ist zufrieden.
4.3.1. Sīla 4.3.1. Sittlichkeit
4.3.1.1. Cūḷasīla 4.3.1.1. Der kürzere Abschnitt über Sittlichkeit
Kathañca, mahārāja, bhikkhu sīlasampanno hoti? Und wie, großer König, hat ein Mönch das sittliche Verhalten vervollkommnet?
Idha, mahārāja, bhikkhu pāṇātipātaṁ pahāya pāṇātipātā paṭivirato hoti. Nihitadaṇḍo nihitasattho lajjī dayāpanno sabbapāṇabhūtahitānukampī viharati. Da gibt ein Mönch das Töten lebender Geschöpfe auf und tötet nicht mehr. Er verzichtet auf Stock und Schwert. Er ist einfühlsam und gütig und lebt voller Anteilnahme für alle Lebewesen.
Idampissa hoti sīlasmiṁ. Das ist Teil seiner Sittlichkeit.
Adinnādānaṁ pahāya adinnādānā paṭivirato hoti dinnādāyī dinnapāṭikaṅkhī, athenena sucibhūtena attanā viharati. Er gibt das Stehlen auf und stiehlt nicht mehr. Er nimmt nur, was gegeben wird, erwartet nur, was gegeben wird. Er hält sich selbst rein, indem er nicht stiehlt.
Idampissa hoti sīlasmiṁ. Das ist Teil seiner Sittlichkeit.
Abrahmacariyaṁ pahāya brahmacārī hoti ārācārī virato methunā gāmadhammā. Er gibt unkeusches Verhalten auf und ist keusch. Er lebt abgesondert und vermeidet den vulgären Akt des Geschlechtsverkehrs.
Idampissa hoti sīlasmiṁ. Das ist Teil seiner Sittlichkeit.
Musāvādaṁ pahāya musāvādā paṭivirato hoti saccavādī saccasandho theto paccayiko avisaṁvādako lokassa. Er gibt das Lügen auf und lügt nicht mehr. Er sagt die Wahrheit und hält sich an die Wahrheit. Er ist ehrlich und verlässlich und legt die Welt nicht mit seinen Worten herein.
Idampissa hoti sīlasmiṁ. Das ist Teil seiner Sittlichkeit.
Pisuṇaṁ vācaṁ pahāya pisuṇāya vācāya paṭivirato hoti; ito sutvā na amutra akkhātā imesaṁ bhedāya; amutra vā sutvā na imesaṁ akkhātā, amūsaṁ bhedāya. Iti bhinnānaṁ vā sandhātā, sahitānaṁ vā anuppadātā, samaggārāmo samaggarato samagganandī samaggakaraṇiṁ vācaṁ bhāsitā hoti. Er gibt entzweiende Rede auf und entzweit niemanden mehr. Was er hier gehört hat, sagt er nicht dort, und was er dort gehört hat, nicht hier, um Menschen zu entzweien. Stattdessen versöhnt er die Uneinigen, fördert Einigkeit, freut sich an Eintracht, liebt die Eintracht und spricht Worte, die Eintracht fördern.
Idampissa hoti sīlasmiṁ. Das ist Teil seiner Sittlichkeit.
Pharusaṁ vācaṁ pahāya pharusāya vācāya paṭivirato hoti; yā sā vācā nelā kaṇṇasukhā pemanīyā hadayaṅgamā porī bahujanakantā bahujanamanāpā tathārūpiṁ vācaṁ bhāsitā hoti. Er gibt harte Rede auf und redet nicht mehr hart. Seine Worte sind mild, dem Ohr gefällig, lieblich, zu Herzen gehend, höflich, vielen Menschen willkommen und angenehm.
Idampissa hoti sīlasmiṁ. Das ist Teil seiner Sittlichkeit.
Samphappalāpaṁ pahāya samphappalāpā paṭivirato hoti kālavādī bhūtavādī atthavādī dhammavādī vinayavādī, nidhānavatiṁ vācaṁ bhāsitā hoti kālena sāpadesaṁ pariyantavatiṁ atthasaṁhitaṁ. Er gibt das Unsinnreden auf und redet keinen Unsinn mehr. Seine Worte kommen zur rechten Zeit, sind wahr, bedeutsam, im Einklang mit der Lehre und Schulung. Sie sind wertvoll, kommen zur rechten Zeit, sind begründet, treffend und nützlich.
Idampissa hoti sīlasmiṁ. Das ist Teil seiner Sittlichkeit.
Bījagāmabhūtagāmasamārambhā paṭivirato hoti …pe… Er unterlässt es, Pflanzen und Samen zu beschädigen.
ekabhattiko hoti rattūparato virato vikālabhojanā. Er isst zu einer Tageszeit und verzichtet auf das Essen bei Nacht und zur falschen Zeit.
Naccagītavāditavisūkadassanā paṭivirato hoti. Er unterlässt den Besuch von Tanz-, Gesangs- und Musikvorführungen.
Mālāgandhavilepanadhāraṇamaṇḍanavibhūsanaṭṭhānā paṭivirato hoti. Er unterlässt es, sich mit Kränzen, Düften und Make-up zu verschönern und zu schmücken.
Uccāsayanamahāsayanā paṭivirato hoti. Er unterlässt die Benutzung hoher und üppiger Schlafstellen.
Jātarūparajatapaṭiggahaṇā paṭivirato hoti. Er unterlässt es, Gold und Zahlungsmittel anzunehmen.
Āmakadhaññapaṭiggahaṇā paṭivirato hoti. Er unterlässt es, rohes Getreide anzunehmen,
Āmakamaṁsapaṭiggahaṇā paṭivirato hoti. rohes Fleisch,
Itthikumārikapaṭiggahaṇā paṭivirato hoti. Frauen und Mädchen,
Dāsidāsapaṭiggahaṇā paṭivirato hoti. abhängige Diener und Dienerinnen,
Ajeḷakapaṭiggahaṇā paṭivirato hoti. Ziegen und Schafe,
Kukkuṭasūkarapaṭiggahaṇā paṭivirato hoti. Hühner und Schweine,
Hatthigavassavaḷavapaṭiggahaṇā paṭivirato hoti. Elefanten, Rinder, Pferde und Stuten
Khettavatthupaṭiggahaṇā paṭivirato hoti. sowie Felder und Grundstücke.
Dūteyyapahiṇagamanānuyogā paṭivirato hoti. Er unterlässt es, Botengänge zu machen und Botschaften zu übermitteln,
Kayavikkayā paṭivirato hoti. zu kaufen und zu verkaufen,
Tulākūṭakaṁsakūṭamānakūṭā paṭivirato hoti. Maße, Metalle oder Gewichte zu fälschen,
Ukkoṭanavañcananikatisāciyogā paṭivirato hoti. zu bestechen, zu betrügen, zu täuschen und ein doppeltes Spiel zu spielen,
Chedanavadhabandhanaviparāmosaālopasahasākārā paṭivirato hoti. zu verstümmeln, zu morden, zu entführen, zu rauben, zu plündern und Gewalt anzuwenden.
Idampissa hoti sīlasmiṁ. Das ist Teil seiner Sittlichkeit.
Cūḷasīlaṁ niṭṭhitaṁ. Der kürzere Abschnitt über Sittlichkeit ist zu Ende.
4.3.1.2. Majjhimasīla 4.3.1.2. Der mittlere Abschnitt über Sittlichkeit
Yathā vā paneke bhonto samaṇabrāhmaṇā saddhādeyyāni bhojanāni bhuñjitvā te evarūpaṁ bījagāmabhūtagāmasamārambhaṁ anuyuttā viharanti. Es gibt manche Asketen und Brahmanen, die Speisen genießen, die aus Vertrauen gespendet wurden, und gleichzeitig noch das Beschädigen von Pflanzen und Samen betreiben:
Seyyathidaṁ—mūlabījaṁ khandhabījaṁ phaḷubījaṁ aggabījaṁ bījabījameva pañcamaṁ, iti evarūpā bījagāmabhūtagāmasamārambhā paṭivirato hoti. nämlich Pflanzen, die sich aus Wurzeln, Stängeln, Ablegern oder Knoten vermehren, oder aus eigentlichen Samen als Fünftem. Er unterlässt solches Beschädigen von Pflanzen und Samen.
Idampissa hoti sīlasmiṁ. Das ist Teil seiner Sittlichkeit.
Yathā vā paneke bhonto samaṇabrāhmaṇā saddhādeyyāni bhojanāni bhuñjitvā te evarūpaṁ sannidhikāraparibhogaṁ anuyuttā viharanti. Es gibt manche Asketen und Brahmanen, die Speisen genießen, die aus Vertrauen gespendet wurden, und gleichzeitig noch das Anlegen von Vorräten zum eigenen Gebrauch betreiben:
Seyyathidaṁ—annasannidhiṁ pānasannidhiṁ vatthasannidhiṁ yānasannidhiṁ sayanasannidhiṁ gandhasannidhiṁ āmisasannidhiṁ, nämlich Essen, Trinken, Kleidung und Transportmittel, Schlafstellen, Düfte und fleischliche Dinge.
iti vā iti evarūpā sannidhikāraparibhogā paṭivirato hoti. Er unterlässt das Anlegen solcher Vorräte.
Idampissa hoti sīlasmiṁ. Das ist Teil seiner Sittlichkeit.
Yathā vā paneke bhonto samaṇabrāhmaṇā saddhādeyyāni bhojanāni bhuñjitvā te evarūpaṁ visūkadassanaṁ anuyuttā viharanti. Es gibt manche Asketen und Brahmanen, die Speisen genießen, die aus Vertrauen gespendet wurden, und gleichzeitig noch den Besuch von Vorführungen betreiben:
Seyyathidaṁ—naccaṁ gītaṁ vāditaṁ pekkhaṁ akkhānaṁ pāṇissaraṁ vetāḷaṁ kumbhathūṇaṁ sobhanakaṁ caṇḍālaṁ vaṁsaṁ dhovanaṁ hatthiyuddhaṁ assayuddhaṁ mahiṁsayuddhaṁ usabhayuddhaṁ ajayuddhaṁ meṇḍayuddhaṁ kukkuṭayuddhaṁ vaṭṭakayuddhaṁ daṇḍayuddhaṁ muṭṭhiyuddhaṁ nibbuddhaṁ uyyodhikaṁ balaggaṁ senābyūhaṁ anīkadassanaṁ nämlich Dinge wie Tanz, Gesang, Musik, Vorführungen und Geschichtenerzählen, Klatschen, Becken- und Paukenschlag, Schönheits-Festumzüge, Stangenakrobatik und Knochenwasch-Zeremonien der Leichenbeseitiger, Kämpfe von Elefanten, Pferden, Büffeln, Stieren, Ziegen, Widdern, Hühnern und Wachteln, Stockkampf, Boxen und Ringen, Gefechte, Appelle der Streitkräfte, Schlachtordnungen und Manöverkritik.
iti vā iti evarūpā visūkadassanā paṭivirato hoti. Er unterlässt den Besuch solcher Vorführungen.
Idampissa hoti sīlasmiṁ. Das ist Teil seiner Sittlichkeit.
Yathā vā paneke bhonto samaṇabrāhmaṇā saddhādeyyāni bhojanāni bhuñjitvā te evarūpaṁ jūtappamādaṭṭhānānuyogaṁ anuyuttā viharanti. Es gibt manche Asketen und Brahmanen, die Speisen genießen, die aus Vertrauen gespendet wurden, und gleichzeitig noch Glücksspiel betreiben, das nachlässig macht:
Seyyathidaṁ—aṭṭhapadaṁ dasapadaṁ ākāsaṁ parihārapathaṁ santikaṁ khalikaṁ ghaṭikaṁ salākahatthaṁ akkhaṁ paṅgacīraṁ vaṅkakaṁ mokkhacikaṁ ciṅgulikaṁ pattāḷhakaṁ rathakaṁ dhanukaṁ akkharikaṁ manesikaṁ yathāvajjaṁ nämlich Dinge wie Dame mit acht oder mit zehn Reihen, Dame in der Luft, Himmel und Hölle, Mikado, Brettspiele, Stockschlagen, Strohhalmziehen, Würfelspiel, Blattflöten, Spielzeugpflüge, Purzelbäume, Windrädchen, Spielzeug-Messbecher, Spielzeug-Wagen, Spielzeug-Bogen, Wörter aus Silben erraten, Gedankenraten und Nachahmen von Musikinstrumenten.
iti vā iti evarūpā jūtappamādaṭṭhānānuyogā paṭivirato hoti. Er unterlässt solches Glücksspiel.
Idampissa hoti sīlasmiṁ. Das ist Teil seiner Sittlichkeit.
Yathā vā paneke bhonto samaṇabrāhmaṇā saddhādeyyāni bhojanāni bhuñjitvā te evarūpaṁ uccāsayanamahāsayanaṁ anuyuttā viharanti. Es gibt manche Asketen und Brahmanen, die Speisen genießen, die aus Vertrauen gespendet wurden, und gleichzeitig noch hohe und üppige Schlafstellen benutzen:
Seyyathidaṁ—āsandiṁ pallaṅkaṁ gonakaṁ cittakaṁ paṭikaṁ paṭalikaṁ tūlikaṁ vikatikaṁ uddalomiṁ ekantalomiṁ kaṭṭissaṁ koseyyaṁ kuttakaṁ hatthattharaṁ assattharaṁ rathattharaṁ ajinappaveṇiṁ kadalimigapavarapaccattharaṇaṁ sauttaracchadaṁ ubhatolohitakūpadhānaṁ nämlich Dinge wie ein Chaiselongue oder ein Sofa mit flauschigen, bunten, weißen, blumenbestickten, wattierten, mit Tieren bestickten, mit doppelten oder einfachen Fransen versehenen Wolldecken, mit perlenbestickten Seidendecken und seidenen Laken, Webteppichen, Elefanten-, Pferde- oder Wagendecken, Teppichen aus Antilopenhaut und Decken aus feinem Hirschleder, mit einem Baldachin und roten Kissen auf beiden Seiten.
iti vā iti evarūpā uccāsayanamahāsayanā paṭivirato hoti. Er unterlässt das Benutzen solcher Schlafstellen.
Idampissa hoti sīlasmiṁ. Das ist Teil seiner Sittlichkeit.
Yathā vā paneke bhonto samaṇabrāhmaṇā saddhādeyyāni bhojanāni bhuñjitvā te evarūpaṁ maṇḍanavibhūsanaṭṭhānānuyogaṁ anuyuttā viharanti. Es gibt manche Asketen und Brahmanen, die Speisen genießen, die aus Vertrauen gespendet wurden, und sich gleichzeitig noch mit Kränzen, Düften und Make-up verschönern und schmücken:
Seyyathidaṁ—ucchādanaṁ parimaddanaṁ nhāpanaṁ sambāhanaṁ ādāsaṁ añjanaṁ mālāgandhavilepanaṁ mukhacuṇṇaṁ mukhalepanaṁ hatthabandhaṁ sikhābandhaṁ daṇḍaṁ nāḷikaṁ asiṁ chattaṁ citrupāhanaṁ uṇhīsaṁ maṇiṁ vālabījaniṁ odātāni vatthāni dīghadasāni nämlich mit Dingen wie Schönheitsprodukten zum Einsalben, Massieren, Baden und Reiben, mit Spiegeln, Salben, Kränzen, Düften und Make-up, mit Gesichtspuder, Grundierung, Armbändern, Kopfbändern, ausgefallenen Spazierstöcken oder Dosen, Degen, Sonnenschirmen, ausgefallenen Sandalen, Turbanen, Juwelen, Fächern und weißen Roben mit langen Fransen.
iti vā iti evarūpā maṇḍanavibhūsanaṭṭhānānuyogā paṭivirato hoti. Er unterlässt solches Verschönern und Schmücken.
Idampissa hoti sīlasmiṁ. Das ist Teil seiner Sittlichkeit.
Yathā vā paneke bhonto samaṇabrāhmaṇā saddhādeyyāni bhojanāni bhuñjitvā te evarūpaṁ tiracchānakathaṁ anuyuttā viharanti. Es gibt manche Asketen und Brahmanen, die Speisen genießen, die aus Vertrauen gespendet wurden, und gleichzeitig noch unwürdige Gespräche betreiben
Seyyathidaṁ—rājakathaṁ corakathaṁ mahāmattakathaṁ senākathaṁ bhayakathaṁ yuddhakathaṁ annakathaṁ pānakathaṁ vatthakathaṁ sayanakathaṁ mālākathaṁ gandhakathaṁ ñātikathaṁ yānakathaṁ gāmakathaṁ nigamakathaṁ nagarakathaṁ janapadakathaṁ itthikathaṁ sūrakathaṁ visikhākathaṁ kumbhaṭṭhānakathaṁ pubbapetakathaṁ nānattakathaṁ lokakkhāyikaṁ samuddakkhāyikaṁ itibhavābhavakathaṁ wie Gespräche über Könige, Räuber und Oberminister, über Heere, Bedrohungen und Kriege, über Essen, Trinken, Kleider und Schlafstellen, über Kränze und Düfte, über die Familie, Fahrzeuge, Dörfer, Marktflecken, Städte und Länder, über Frauen und Helden, Straßen- und Brunnengespräch, Gespräch über Verstorbene, über allerlei Dinge, Geschichten vom Land und vom Meer und Gespräche über Wiedergeburt in diesem oder jenem Daseinszustand.
iti vā iti evarūpāya tiracchānakathāya paṭivirato hoti. Er unterlässt solche unwürdigen Gespräche.
Idampissa hoti sīlasmiṁ. Das ist Teil seiner Sittlichkeit.
Yathā vā paneke bhonto samaṇabrāhmaṇā saddhādeyyāni bhojanāni bhuñjitvā te evarūpaṁ viggāhikakathaṁ anuyuttā viharanti. Es gibt manche Asketen und Brahmanen, die Speisen genießen, die aus Vertrauen gespendet wurden, und sich gleichzeitig noch auf Streit einlassen:
Seyyathidaṁ—na tvaṁ imaṁ dhammavinayaṁ ājānāsi, ahaṁ imaṁ dhammavinayaṁ ājānāmi, kiṁ tvaṁ imaṁ dhammavinayaṁ ājānissasi, micchā paṭipanno tvamasi, ahamasmi sammā paṭipanno, sahitaṁ me, asahitaṁ te, pure vacanīyaṁ pacchā avaca, pacchā vacanīyaṁ pure avaca, adhiciṇṇaṁ te viparāvattaṁ, āropito te vādo, niggahito tvamasi, cara vādappamokkhāya, nibbeṭhehi vā sace pahosīti nämlich, indem sie Dinge sagen wie: ‚Du verstehst diese Lehre und Schulung nicht. Ich verstehe diese Lehre und Schulung. Was, du verstehst diese Lehre und Schulung? Du übst falsch. Ich übe richtig. Ich bleibe beim Thema, du nicht. Was zuerst gesagt werden sollte, hast du zuletzt gesagt. Was zuletzt gesagt werden sollte, hast du zuerst gesagt. Was du dir so gut ausgedacht hast, ist entkräftet. Deine Doktrin ist widerlegt. Auf, rette deine Doktrin! Du steckst in der Falle; befreie dich daraus – wenn du kannst!‘
iti vā iti evarūpāya viggāhikakathāya paṭivirato hoti. Er unterlässt solchen Streit.
Idampissa hoti sīlasmiṁ. Das ist Teil seiner Sittlichkeit.
Yathā vā paneke bhonto samaṇabrāhmaṇā saddhādeyyāni bhojanāni bhuñjitvā te evarūpaṁ dūteyyapahiṇagamanānuyogaṁ anuyuttā viharanti. Es gibt manche Asketen und Brahmanen, die Speisen genießen, die aus Vertrauen gespendet wurden, und gleichzeitig noch Botengänge machen und Botschaften übermitteln:
Seyyathidaṁ—raññaṁ, rājamahāmattānaṁ, khattiyānaṁ, brāhmaṇānaṁ, gahapatikānaṁ, kumārānaṁ—idha gaccha, amutrāgaccha, idaṁ hara, amutra idaṁ āharā’ti nämlich Botengänge für Herrscher, königliche Oberminister, Adlige, Brahmanen, Hausbesitzer oder Prinzen, die sagen: ‚Geh hierhin, geh dahin. Nimm dieses mit, bring jenes von dort.‘
iti vā iti evarūpā dūteyyapahiṇagamanānuyogā paṭivirato hoti. Er unterlässt solche Botengänge.
Idampissa hoti sīlasmiṁ. Das ist Teil seiner Sittlichkeit.
Yathā vā paneke bhonto samaṇabrāhmaṇā saddhādeyyāni bhojanāni bhuñjitvā te kuhakā ca honti lapakā ca nemittikā ca nippesikā ca lābhena lābhaṁ nijigīsitāro ca. Iti evarūpā kuhanalapanā paṭivirato hoti. Es gibt manche Asketen und Brahmanen, die Speisen genießen, die aus Vertrauen gespendet wurden, und gleichzeitig noch Heuchelei und Schmeichelei betreiben, Andeutungen machen, andere abwerten und materiellen Besitz benutzen, um mehr materiellem Besitz nachzujagen. Er unterlässt solche Heuchelei und Schmeichelei.
Idampissa hoti sīlasmiṁ. Das ist Teil seiner Sittlichkeit.
Majjhimasīlaṁ niṭṭhitaṁ. Der mittlere Abschnitt über Sittlichkeit ist zu Ende.
4.3.1.3. Mahāsīla 4.3.1.3. Der lange Abschnitt über Sittlichkeit
Yathā vā paneke bhonto samaṇabrāhmaṇā saddhādeyyāni bhojanāni bhuñjitvā te evarūpāya tiracchānavijjāya micchājīvena jīvitaṁ kappenti. Es gibt manche Asketen und Brahmanen, die Speisen genießen, die aus Vertrauen gespendet wurden, und gleichzeitig noch ihren Unterhalt mit einer unwürdigen Kunst, einem falschen Lebenserwerb verdienen:
Seyyathidaṁ—aṅgaṁ nimittaṁ uppātaṁ supinaṁ lakkhaṇaṁ mūsikacchinnaṁ aggihomaṁ dabbihomaṁ thusahomaṁ kaṇahomaṁ taṇḍulahomaṁ sappihomaṁ telahomaṁ mukhahomaṁ lohitahomaṁ aṅgavijjā vatthuvijjā khattavijjā sivavijjā bhūtavijjā bhūrivijjā ahivijjā visavijjā vicchikavijjā mūsikavijjā sakuṇavijjā vāyasavijjā pakkajjhānaṁ saraparittāṇaṁ migacakkaṁ nämlich Deuten der Gliederform, Deuten von Vorzeichen, Aufspüren himmlischer Omen, Traumdeutung, Aufspüren körperlicher Kennzeichen, Aufspüren von Löchern, die Mäuse in Stoff geknabbert haben, Feueropfer, Opfer mit der Schöpfkelle, Opfer von Spelzen, Reishäutchen, Reis, Ghee oder Öl, Opfer aus dem Mund, Blutopfer, Handlesen, Geomantik für Bauplätze, Felder und Friedhöfe, Teufelsaustreibungen, Erdmagie, Schlangenbeschwörung, Gift, die Wissenschaft vom Skorpion, von der Ratte, vom Vogel und von der Krähe, Vorhersage der Lebensdauer, Aufsagen von Schutzversen und Aufspüren von Vorzeichen von wilden Tieren.
iti vā iti evarūpāya tiracchānavijjāya micchājīvā paṭivirato hoti. Er unterlässt solch unwürdige Kunst, solch falschen Lebenserwerb.
Idampissa hoti sīlasmiṁ. Das ist Teil seiner Sittlichkeit.
Yathā vā paneke bhonto samaṇabrāhmaṇā saddhādeyyāni bhojanāni bhuñjitvā te evarūpāya tiracchānavijjāya micchājīvena jīvitaṁ kappenti. Es gibt manche Asketen und Brahmanen, die Speisen genießen, die aus Vertrauen gespendet wurden, und gleichzeitig noch ihren Unterhalt mit einer unwürdigen Kunst, einem falschen Lebenserwerb verdienen:
Seyyathidaṁ—maṇilakkhaṇaṁ vatthalakkhaṇaṁ daṇḍalakkhaṇaṁ satthalakkhaṇaṁ asilakkhaṇaṁ usulakkhaṇaṁ dhanulakkhaṇaṁ āvudhalakkhaṇaṁ itthilakkhaṇaṁ purisalakkhaṇaṁ kumāralakkhaṇaṁ kumārilakkhaṇaṁ dāsalakkhaṇaṁ dāsilakkhaṇaṁ hatthilakkhaṇaṁ assalakkhaṇaṁ mahiṁsalakkhaṇaṁ usabhalakkhaṇaṁ golakkhaṇaṁ ajalakkhaṇaṁ meṇḍalakkhaṇaṁ kukkuṭalakkhaṇaṁ vaṭṭakalakkhaṇaṁ godhālakkhaṇaṁ kaṇṇikalakkhaṇaṁ kacchapalakkhaṇaṁ migalakkhaṇaṁ nämlich dem Deuten der Kennzeichen von Juwelen, Stoffen, Knüppeln, Schwertern, Speeren, Pfeilen, Bogen, Waffen, Frauen, Männern, Jungen, Mädchen, abhängigen Dienern und Dienerinnen, Elefanten, Pferden, Büffeln, Stieren, Kühen, Ziegen, Widdern, Hühnern, Wachteln, Waranen, Kaninchen, Schildkröten oder Rotwild.
iti vā iti evarūpāya tiracchānavijjāya micchājīvā paṭivirato hoti. Er unterlässt solch unwürdige Kunst, solch falschen Lebenserwerb.
Idampissa hoti sīlasmiṁ. Das ist Teil seiner Sittlichkeit.
Yathā vā paneke bhonto samaṇabrāhmaṇā saddhādeyyāni bhojanāni bhuñjitvā te evarūpāya tiracchānavijjāya micchājīvena jīvitaṁ kappenti. Es gibt manche Asketen und Brahmanen, die Speisen genießen, die aus Vertrauen gespendet wurden, und gleichzeitig noch ihren Unterhalt mit einer unwürdigen Kunst, einem falschen Lebenserwerb verdienen:
Seyyathidaṁ—raññaṁ niyyānaṁ bhavissati, raññaṁ aniyyānaṁ bhavissati, abbhantarānaṁ raññaṁ upayānaṁ bhavissati, bāhirānaṁ raññaṁ apayānaṁ bhavissati, bāhirānaṁ raññaṁ upayānaṁ bhavissati, abbhantarānaṁ raññaṁ apayānaṁ bhavissati, abbhantarānaṁ raññaṁ jayo bhavissati, bāhirānaṁ raññaṁ parājayo bhavissati, bāhirānaṁ raññaṁ jayo bhavissati, abbhantarānaṁ raññaṁ parājayo bhavissati, iti imassa jayo bhavissati, imassa parājayo bhavissati nämlich Vorhersagen machen, dass der König vorwärts oder zurück marschieren wird; dass unser König angreifen und der feindliche König sich zurückziehen wird; dass der feindliche König angreifen und unser König sich zurückziehen wird; dass unser König siegen und der feindliche König unterliegen wird; oder dass der feindliche König siegen und unser König unterliegen wird; und so wird es Sieg für eine Seite und Niederlage für die andere geben.
iti vā iti evarūpāya tiracchānavijjāya micchājīvā paṭivirato hoti. Er unterlässt solch unwürdige Kunst, solch falschen Lebenserwerb.
Idampissa hoti sīlasmiṁ. Das ist Teil seiner Sittlichkeit.
Yathā vā paneke bhonto samaṇabrāhmaṇā saddhādeyyāni bhojanāni bhuñjitvā te evarūpāya tiracchānavijjāya micchājīvena jīvitaṁ kappenti. Es gibt manche Asketen und Brahmanen, die Speisen genießen, die aus Vertrauen gespendet wurden, und gleichzeitig noch ihren Unterhalt mit einer unwürdigen Kunst, einem falschen Lebenserwerb verdienen:
Seyyathidaṁ—candaggāho bhavissati, sūriyaggāho bhavissati, nakkhattaggāho bhavissati, candimasūriyānaṁ pathagamanaṁ bhavissati, candimasūriyānaṁ uppathagamanaṁ bhavissati, nakkhattānaṁ pathagamanaṁ bhavissati, nakkhattānaṁ uppathagamanaṁ bhavissati, ukkāpāto bhavissati, disāḍāho bhavissati, bhūmicālo bhavissati, devadudrabhi bhavissati, candimasūriyanakkhattānaṁ uggamanaṁ ogamanaṁ saṅkilesaṁ vodānaṁ bhavissati, evaṁvipāko candaggāho bhavissati, evaṁvipāko sūriyaggāho bhavissati, evaṁvipāko nakkhattaggāho bhavissati, evaṁvipākaṁ candimasūriyānaṁ pathagamanaṁ bhavissati, evaṁvipākaṁ candimasūriyānaṁ uppathagamanaṁ bhavissati, evaṁvipākaṁ nakkhattānaṁ pathagamanaṁ bhavissati, evaṁvipākaṁ nakkhattānaṁ uppathagamanaṁ bhavissati, evaṁvipāko ukkāpāto bhavissati, evaṁvipāko disāḍāho bhavissati, evaṁvipāko bhūmicālo bhavissati, evaṁvipāko devadudrabhi bhavissati, evaṁvipākaṁ candimasūriyanakkhattānaṁ uggamanaṁ ogamanaṁ saṅkilesaṁ vodānaṁ bhavissati nämlich Vorhersagen machen, dass es eine Mondfinsternis, eine Sonnenfinsternis oder eine Sternenfinsternis geben wird, dass Sonne, Mond oder Sterne in Konjunktion oder in Opposition stehen werden, dass es einen Meteorschauer, einen feurigen Himmel, ein Erdbeben oder Donner in den Himmeln geben wird, dass Mond, Sonne oder Sterne auf- oder untergehen, dunkler oder heller werden, ebenso wie Vorhersagen über die Ergebnisse solcher Erscheinungen.
iti vā iti evarūpāya tiracchānavijjāya micchājīvā paṭivirato hoti. Er unterlässt solch unwürdige Kunst, solch falschen Lebenserwerb.
Idampissa hoti sīlasmiṁ. Das ist Teil seiner Sittlichkeit.
Yathā vā paneke bhonto samaṇabrāhmaṇā saddhādeyyāni bhojanāni bhuñjitvā te evarūpāya tiracchānavijjāya micchājīvena jīvitaṁ kappenti. Es gibt manche Asketen und Brahmanen, die Speisen genießen, die aus Vertrauen gespendet wurden, und gleichzeitig noch ihren Unterhalt mit einer unwürdigen Kunst, einem falschen Lebenserwerb verdienen:
Seyyathidaṁ—suvuṭṭhikā bhavissati, dubbuṭṭhikā bhavissati, subhikkhaṁ bhavissati, dubbhikkhaṁ bhavissati, khemaṁ bhavissati, bhayaṁ bhavissati, rogo bhavissati, ārogyaṁ bhavissati, muddā, gaṇanā, saṅkhānaṁ, kāveyyaṁ, lokāyataṁ nämlich Vorhersagen über reichlich Regen oder Dürre, über reichlich Essen oder Hungersnot, über eine üppige oder eine schlechte Ernte, über Sicherheit oder Gefahr, über Krankheit oder Gesundheit; weiterhin Beschäftigungen wie Arithmetik, Buchhaltung, Rechnen, Dichtkunst und Kosmologie.
iti vā iti evarūpāya tiracchānavijjāya micchājīvā paṭivirato hoti. Er unterlässt solch unwürdige Kunst, solch falschen Lebenserwerb.
Idampissa hoti sīlasmiṁ. Das ist Teil seiner Sittlichkeit.
Yathā vā paneke bhonto samaṇabrāhmaṇā saddhādeyyāni bhojanāni bhuñjitvā te evarūpāya tiracchānavijjāya micchājīvena jīvitaṁ kappenti. Es gibt manche Asketen und Brahmanen, die Speisen genießen, die aus Vertrauen gespendet wurden, und gleichzeitig noch ihren Unterhalt mit einer unwürdigen Kunst, einem falschen Lebenserwerb verdienen:
Seyyathidaṁ—āvāhanaṁ vivāhanaṁ saṁvaraṇaṁ vivaraṇaṁ saṅkiraṇaṁ vikiraṇaṁ subhagakaraṇaṁ dubbhagakaraṇaṁ viruddhagabbhakaraṇaṁ jivhānibandhanaṁ hanusaṁhananaṁ hatthābhijappanaṁ hanujappanaṁ kaṇṇajappanaṁ ādāsapañhaṁ kumārikapañhaṁ devapañhaṁ ādiccupaṭṭhānaṁ mahatupaṭṭhānaṁ abbhujjalanaṁ sirivhāyanaṁ nämlich Verabredungen treffen zum Geben oder Nehmen einer Braut für die Hochzeit, für eine Verlobung oder eine Scheidung, für das Streuen von Reis drinnen oder draußen bei einer Hochzeitszeremonie; weiterhin Zaubersprüche für Glück oder Unglück, für die Behandlung steckengebliebener Feten, für das Binden der Zunge oder Sperren des Kiefers, Zaubersprüche für Hände und Ohren, Befragen eines Spiegels, eines Mädchens oder eines Gottes als Orakel, Anbeten der Sonne, Anbeten des Großen, Feuer spucken oder die Glücksgöttin Siri anrufen.
iti vā iti evarūpāya tiracchānavijjāya micchājīvā paṭivirato hoti. Er unterlässt solch unwürdige Kunst, solch falschen Lebenserwerb.
Idampissa hoti sīlasmiṁ. Das ist Teil seiner Sittlichkeit.
Yathā vā paneke bhonto samaṇabrāhmaṇā saddhādeyyāni bhojanāni bhuñjitvā te evarūpāya tiracchānavijjāya micchājīvena jīvitaṁ kappenti. Es gibt manche Asketen und Brahmanen, die Speisen genießen, die aus Vertrauen gespendet wurden, und gleichzeitig noch ihren Unterhalt mit einer unwürdigen Kunst, einem falschen Lebenserwerb verdienen:
Seyyathidaṁ—santikammaṁ paṇidhikammaṁ bhūtakammaṁ bhūrikammaṁ vassakammaṁ vossakammaṁ vatthukammaṁ vatthuparikammaṁ ācamanaṁ nhāpanaṁ juhanaṁ vamanaṁ virecanaṁ uddhaṁvirecanaṁ adhovirecanaṁ sīsavirecanaṁ kaṇṇatelaṁ nettatappanaṁ natthukammaṁ añjanaṁ paccañjanaṁ sālākiyaṁ sallakattiyaṁ dārakatikicchā, mūlabhesajjānaṁ anuppadānaṁ, osadhīnaṁ paṭimokkho nämlich Riten zur Besänftigung, um Wünsche zu erfüllen, für Gespenster, für die Erde, für Regen, zur Befriedung eines Grundstücks und für das Vorbereiten und Weihen von Bauplätzen für Häuser, Riten, die mit Abspülen und Baden einhergehen, und Opferriten; weiterhin die Anwendung von Brechmitteln, Abführmitteln, Mitteln zum Lösen und Auswerfen von Schleim, die Anwendung von Ohröl, Stärkungsmitteln für die Augen, Arznei für die Nase, Salben und Gegensalben, Starstechen und Behandlung durch Wundärzte, Behandlung von Kindern, Verschreibung arzneilicher Wurzeln und Herstellen von Kräuterbündeln.
iti vā iti evarūpāya tiracchānavijjāya micchājīvā paṭivirato hoti. Er unterlässt solch unwürdige Kunst, solch falschen Lebenserwerb.
Idampissa hoti sīlasmiṁ. Das ist Teil seiner Sittlichkeit.
Sa kho so, mahārāja, bhikkhu evaṁ sīlasampanno na kutoci bhayaṁ samanupassati, yadidaṁ sīlasaṁvarato. Ein Mönch, der so das sittliche Verhalten vervollkommnet hat, hat in Bezug auf seine sittliche Zügelung von keiner Seite etwas zu befürchten.
Seyyathāpi, mahārāja, rājā khattiyo muddhābhisitto nihatapaccāmitto na kutoci bhayaṁ samanupassati, yadidaṁ paccatthikato; Wie ein König, der seine Feinde besiegt hat: Er hat von seinen Feinden von keiner Seite etwas zu befürchten.
evameva kho, mahārāja, bhikkhu evaṁ sīlasampanno na kutoci bhayaṁ samanupassati, yadidaṁ sīlasaṁvarato. Ebenso hat ein Mönch, der so das sittliche Verhalten vervollkommnet hat, in Bezug auf seine sittliche Zügelung von keiner Seite etwas zu befürchten.
So iminā ariyena sīlakkhandhena samannāgato ajjhattaṁ anavajjasukhaṁ paṭisaṁvedeti. Wenn er diesen Umfang der edlen Sittlichkeit besitzt, erfährt er im Innern ein Glück, das ohne Tadel ist.
Evaṁ kho, mahārāja, bhikkhu sīlasampanno hoti. So hat ein Mönch das sittliche Verhalten vervollkommnet.
Mahāsīlaṁ niṭṭhitaṁ. Der lange Abschnitt über Sittlichkeit ist zu Ende.
4.3.2. Samādhi 4.3.2. Versenkung
4.3.2.1. Indriyasaṁvara 4.3.2.1. Zügelung der Sinne
Kathañca, mahārāja, bhikkhu indriyesu guttadvāro hoti? Und wie bewacht ein Mönch die Tore der Sinne?
Idha, mahārāja, bhikkhu cakkhunā rūpaṁ disvā na nimittaggāhī hoti nānubyañjanaggāhī. Wenn ein Mönch mit dem Auge ein Bild sieht, bleibt er nicht an den Merkmalen und Einzelheiten hängen.
Yatvādhikaraṇamenaṁ cakkhundriyaṁ asaṁvutaṁ viharantaṁ abhijjhā domanassā pāpakā akusalā dhammā anvāssaveyyuṁ, tassa saṁvarāya paṭipajjati, rakkhati cakkhundriyaṁ, cakkhundriye saṁvaraṁ āpajjati. Wenn das Sehvermögen nicht gezügelt wäre, würden schlechte, untaugliche Eigenschaften von Begehrlichkeit und Verdrießlichkeit überhandnehmen. Aus diesem Grund übt er Zügelung, bewacht das Sehvermögen und hält es im Zaum.
Sotena saddaṁ sutvā …pe… Wenn er mit dem Ohr einen Ton hört …
ghānena gandhaṁ ghāyitvā …pe… Wenn er mit der Nase einen Geruch riecht …
jivhāya rasaṁ sāyitvā …pe… Wenn er mit der Zunge einen Geschmack schmeckt …
kāyena phoṭṭhabbaṁ phusitvā …pe… Wenn er mit dem Körper eine Berührung empfindet …
manasā dhammaṁ viññāya na nimittaggāhī hoti nānubyañjanaggāhī. Wenn er mit dem Geist eine Vorstellung erkennt, bleibt er nicht an den Merkmalen und Einzelheiten hängen.
Yatvādhikaraṇamenaṁ manindriyaṁ asaṁvutaṁ viharantaṁ abhijjhā domanassā pāpakā akusalā dhammā anvāssaveyyuṁ, tassa saṁvarāya paṭipajjati, rakkhati manindriyaṁ, manindriye saṁvaraṁ āpajjati. Wenn das Vorstellungsvermögen nicht gezügelt wäre, würden schlechte, untaugliche Eigenschaften von Begehrlichkeit und Verdrießlichkeit überhandnehmen. Aus diesem Grund übt er Zügelung, bewacht das Vorstellungsvermögen und hält es im Zaum.
So iminā ariyena indriyasaṁvarena samannāgato ajjhattaṁ abyāsekasukhaṁ paṭisaṁvedeti. Wenn er diese edle Zügelung der Sinne besitzt, erfährt er im Innern eine fleckenlose Seligkeit.
Evaṁ kho, mahārāja, bhikkhu indriyesu guttadvāro hoti. So bewacht ein Mönch die Tore der Sinne.
4.3.2.2. Satisampajañña 4.3.2.2. Achtsamkeit und Situationsbewusstsein
Kathañca, mahārāja, bhikkhu satisampajaññena samannāgato hoti? Und wie ist ein Mönch achtsam und der Situation bewusst?
Idha, mahārāja, bhikkhu abhikkante paṭikkante sampajānakārī hoti, ālokite vilokite sampajānakārī hoti, samiñjite pasārite sampajānakārī hoti, saṅghāṭipattacīvaradhāraṇe sampajānakārī hoti, asite pīte khāyite sāyite sampajānakārī hoti, uccārapassāvakamme sampajānakārī hoti, gate ṭhite nisinne sutte jāgarite bhāsite tuṇhībhāve sampajānakārī hoti. Da handelt ein Mönch mit Situationsbewusstsein beim Ausgehen und Zurückkommen, beim Hin- und Wegschauen, beim Beugen und Strecken der Glieder, beim Tragen von äußerer Robe, Schale und Roben, beim Essen, Trinken, Kauen, Schmecken, beim Ausscheiden von Urin und Kot, beim Gehen, Stehen, Sitzen, Schlafen und Wachen, Reden und Schweigen.
Evaṁ kho, mahārāja, bhikkhu satisampajaññena samannāgato hoti. So ist ein Mönch achtsam und der Situation bewusst.
4.3.2.3. Santosa 4.3.2.3. Zufriedenheit
Kathañca, mahārāja, bhikkhu santuṭṭho hoti? Und wie ist ein Mönch zufrieden?
Idha, mahārāja, bhikkhu santuṭṭho hoti kāyaparihārikena cīvarena, kucchiparihārikena piṇḍapātena. So yena yeneva pakkamati, samādāyeva pakkamati. Da ist ein Mönch zufrieden mit Roben, die den Körper einhüllen, und Almosen, das den Bauch füllt. Wohin er auch geht, da nimmt er nur diese Dinge mit.
Seyyathāpi, mahārāja, pakkhī sakuṇo yena yeneva ḍeti, sapattabhārova ḍeti; Wie ein Vogel: Wohin er auch fliegt, die Flügel sind seine einzige Last.
evameva kho, mahārāja, bhikkhu santuṭṭho hoti kāyaparihārikena cīvarena kucchiparihārikena piṇḍapātena. So yena yeneva pakkamati, samādāyeva pakkamati. Ebenso ist ein Mönch zufrieden mit Roben, die den Körper einhüllen, und Almosen, das den Bauch füllt. Wohin er auch geht, da nimmt er nur diese Dinge mit.
Evaṁ kho, mahārāja, bhikkhu santuṭṭho hoti. So ist ein Mönch zufrieden.
4.3.2.4. Nīvaraṇappahāna 4.3.2.4. Die Hindernisse aufgeben
So iminā ca ariyena sīlakkhandhena samannāgato, iminā ca ariyena indriyasaṁvarena samannāgato, iminā ca ariyena satisampajaññena samannāgato, imāya ca ariyāya santuṭṭhiyā samannāgato, Wenn er diesen Umfang der edlen Sittlichkeit, diese edle Zügelung der Sinne, diese edle Achtsamkeit und das edle Situationsbewusstsein und diese edle Zufriedenheit besitzt,
vivittaṁ senāsanaṁ bhajati araññaṁ rukkhamūlaṁ pabbataṁ kandaraṁ giriguhaṁ susānaṁ vanapatthaṁ abbhokāsaṁ palālapuñjaṁ. sucht er einen abgelegenen Platz auf: eine Wildnis, den Fuß eines Baumes, einen Hügel, eine Schlucht, eine Berghöhle, ein Leichenfeld, einen Wald, den freien Himmel, einen Strohhaufen.
So pacchābhattaṁ piṇḍapātapaṭikkanto nisīdati pallaṅkaṁ ābhujitvā ujuṁ kāyaṁ paṇidhāya parimukhaṁ satiṁ upaṭṭhapetvā. Nach dem Essen, wenn er vom Almosengang zurückkommt, setzt er sich mit gekreuzten Beinen hin, richtet den Körper gerade auf und verankert die Achtsamkeit bei sich.
So abhijjhaṁ loke pahāya vigatābhijjhena cetasā viharati, abhijjhāya cittaṁ parisodheti. Er gibt das Begehren nach der Welt auf, meditiert mit einem Herzen, das frei von Begehren ist, und läutert den Geist von Begehren.
Byāpādapadosaṁ pahāya abyāpannacitto viharati sabbapāṇabhūtahitānukampī, byāpādapadosā cittaṁ parisodheti. Er gibt bösen Willen und Gehässigkeit auf, meditiert mit einem Herzen, das frei von bösem Willen ist, voller Anteilnahme für alle Lebewesen, und läutert den Geist von bösem Willen.
Thinamiddhaṁ pahāya vigatathinamiddho viharati ālokasaññī, sato sampajāno, thinamiddhā cittaṁ parisodheti. Er gibt Dumpfheit und Benommenheit auf, meditiert mit einem Herzen, das frei von Dumpfheit und Benommenheit ist, er nimmt Licht wahr, ist achtsam und der Situation bewusst und läutert den Geist von Dumpfheit und Benommenheit.
Uddhaccakukkuccaṁ pahāya anuddhato viharati, ajjhattaṁ vūpasantacitto, uddhaccakukkuccā cittaṁ parisodheti. Er gibt Rastlosigkeit und Reue auf, meditiert ohne Rastlosigkeit, mit innerlich friedvollem Geist, und läutert den Geist von Rastlosigkeit und Reue.
Vicikicchaṁ pahāya tiṇṇavicikiccho viharati, akathaṅkathī kusalesu dhammesu, vicikicchāya cittaṁ parisodheti. Er gibt den Zweifel auf, meditiert, indem er über den Zweifel hinausgegangen ist, nicht im Unklaren über taugliche Eigenschaften, und läutert den Geist von Zweifel.
Seyyathāpi, mahārāja, puriso iṇaṁ ādāya kammante payojeyya. Wie ein Mann, der in Schulden geraten wäre und sich der Arbeit widmete
Tassa te kammantā samijjheyyuṁ. und dessen Mühe erfolgreich wäre.
So yāni ca porāṇāni iṇamūlāni, tāni ca byantiṁ kareyya, siyā cassa uttariṁ avasiṭṭhaṁ dārabharaṇāya. Er würde die ursprüngliche Anleihe zurückzahlen und hätte genug übrig, um seine Partnerin zu unterhalten.
Tassa evamassa: Wenn er daran dächte,
‘ahaṁ kho pubbe iṇaṁ ādāya kammante payojesiṁ.
Tassa me te kammantā samijjhiṁsu.
Sohaṁ yāni ca porāṇāni iṇamūlāni, tāni ca byantiṁ akāsiṁ, atthi ca me uttariṁ avasiṭṭhaṁ dārabharaṇāyā’ti.
So tatonidānaṁ labhetha pāmojjaṁ, adhigaccheyya somanassaṁ. wäre er voller Freude und Glück.
Seyyathāpi, mahārāja, puriso ābādhiko assa dukkhito bāḷhagilāno; bhattañcassa nacchādeyya, na cassa kāye balamattā. Wie ein Mensch, der mitgenommen, leidend, schwer krank wäre. Er verlöre den Appetit und käme von Kräften.
So aparena samayena tamhā ābādhā mucceyya; bhattaṁ cassa chādeyya, siyā cassa kāye balamattā. Doch nach einiger Zeit erholte er sich von dieser Krankheit, bekäme wieder Appetit und käme zu Kräften.
Tassa evamassa: Wenn er daran dächte,
‘ahaṁ kho pubbe ābādhiko ahosiṁ dukkhito bāḷhagilāno;
bhattañca me nacchādesi, na ca me āsi kāye balamattā.
Somhi etarahi tamhā ābādhā mutto;
bhattañca me chādeti, atthi ca me kāye balamattā’ti.
So tatonidānaṁ labhetha pāmojjaṁ, adhigaccheyya somanassaṁ. wäre er voller Freude und Glück.
Seyyathāpi, mahārāja, puriso bandhanāgāre baddho assa. Wie ein Mensch, der in einem Gefängnis eingesperrt wäre.
So aparena samayena tamhā bandhanāgārā mucceyya sotthinā abbhayena, na cassa kiñci bhogānaṁ vayo. Doch nach einiger Zeit würde er aus dem Gefängnis entlassen, wäre heil und gesund und hätte nichts von seinem Vermögen verloren.
Tassa evamassa: Wenn er daran dächte,
‘ahaṁ kho pubbe bandhanāgāre baddho ahosiṁ, somhi etarahi tamhā bandhanāgārā mutto sotthinā abbhayena.
Natthi ca me kiñci bhogānaṁ vayo’ti.
So tatonidānaṁ labhetha pāmojjaṁ, adhigaccheyya somanassaṁ. wäre er voller Freude und Glück.
Seyyathāpi, mahārāja, puriso dāso assa anattādhīno parādhīno na yenakāmaṅgamo. Wie ein Mensch, der ein abhängiger Diener wäre. Er wäre nicht sein eigener Herr, sondern einem anderen arbeitsverpflichtet und könnte nicht gehen, wohin er wollte.
So aparena samayena tamhā dāsabyā mucceyya attādhīno aparādhīno bhujisso yenakāmaṅgamo. Doch nach einiger Zeit würde er aus der Knechtschaft befreit und würde sein eigener Herr, keinem anderen arbeitsverpflichtet, ein mündiger Mensch, der gehen könnte, wohin er wollte.
Tassa evamassa: Wenn er daran dächte,
‘ahaṁ kho pubbe dāso ahosiṁ anattādhīno parādhīno na yenakāmaṅgamo.
Somhi etarahi tamhā dāsabyā mutto attādhīno aparādhīno bhujisso yenakāmaṅgamo’ti.
So tatonidānaṁ labhetha pāmojjaṁ, adhigaccheyya somanassaṁ. wäre er voller Freude und Glück.
Seyyathāpi, mahārāja, puriso sadhano sabhogo kantāraddhānamaggaṁ paṭipajjeyya dubbhikkhaṁ sappaṭibhayaṁ. Wie ein Mensch, der mit seinem Besitz und Vermögen eine Straße durch die Wüste entlangwanderte, die gefährlich wäre und wo es nichts zu essen gäbe.
So aparena samayena taṁ kantāraṁ nitthareyya sotthinā, gāmantaṁ anupāpuṇeyya khemaṁ appaṭibhayaṁ. Doch nach einiger Zeit hätte er die Wüste sicher durchquert und käme in einem Dorf an, in einem Refugium frei von Gefahr.
Tassa evamassa: Wenn er daran dächte,
‘ahaṁ kho pubbe sadhano sabhogo kantāraddhānamaggaṁ paṭipajjiṁ dubbhikkhaṁ sappaṭibhayaṁ.
Somhi etarahi taṁ kantāraṁ nitthiṇṇo sotthinā, gāmantaṁ anuppatto khemaṁ appaṭibhayan’ti.
So tatonidānaṁ labhetha pāmojjaṁ, adhigaccheyya somanassaṁ. wäre er voller Freude und Glück.
Evameva kho, mahārāja, bhikkhu yathā iṇaṁ yathā rogaṁ yathā bandhanāgāraṁ yathā dāsabyaṁ yathā kantāraddhānamaggaṁ, evaṁ ime pañca nīvaraṇe appahīne attani samanupassati. Ebenso betrachtet da ein Mönch, der diese fünf Hindernisse im Innern noch nicht aufgegeben hat, diese als eine Schuld, eine Krankheit, ein Gefängnis, als Sklaverei und als eine Wüstendurchquerung.
Seyyathāpi, mahārāja, yathā āṇaṇyaṁ yathā ārogyaṁ yathā bandhanāmokkhaṁ yathā bhujissaṁ yathā khemantabhūmiṁ; Aber wenn er diese fünf Hindernisse im Innern aufgegeben hat, betrachtet er dies als Freiheit von Schulden, als Genesung, als Freilassung aus dem Gefängnis, als Mündigkeit und schließlich als Refugium.
evameva kho, mahārāja, bhikkhu ime pañca nīvaraṇe pahīne attani samanupassati.
Tassime pañca nīvaraṇe pahīne attani samanupassato pāmojjaṁ jāyati, pamuditassa pīti jāyati, pītimanassa kāyo passambhati, passaddhakāyo sukhaṁ vedeti, sukhino cittaṁ samādhiyati. Wenn er sieht, dass die Hindernisse in ihm aufgegeben sind, lodert Freude auf. Wenn er voller Freude ist, lodert Ekstase auf. Wenn der Geist in Ekstase ist, wird der Körper still. Wenn der Körper still ist, empfindet er Seligkeit. Und wenn er voller Seligkeit ist, versenkt sich der Geist im Samādhi.
4.3.2.5. Paṭhamajhāna 4.3.2.5. Die erste Vertiefung
So vivicceva kāmehi, vivicca akusalehi dhammehi savitakkaṁ savicāraṁ vivekajaṁ pītisukhaṁ paṭhamaṁ jhānaṁ upasampajja viharati. Ganz abgeschieden von den Sinnenfreuden, abgeschieden von untauglichen Eigenschaften, tritt er in die erste Vertiefung ein und verweilt darin; da gibt es aus Abgeschiedenheit geborene Ekstase und Seligkeit, während man den Geist ausrichtet und hält.
So imameva kāyaṁ vivekajena pītisukhena abhisandeti parisandeti paripūreti parippharati, nāssa kiñci sabbāvato kāyassa vivekajena pītisukhena apphuṭaṁ hoti. Er tränkt, durchdringt, füllt und durchströmt seinen Körper mit aus Abgeschiedenheit geborener Ekstase und Seligkeit. Es gibt keinen Teil des Körpers, der nicht von aus Abgeschiedenheit geborener Ekstase und Seligkeit durchströmt wäre.
Seyyathāpi, mahārāja, dakkho nhāpako vā nhāpakantevāsī vā kaṁsathāle nhānīyacuṇṇāni ākiritvā udakena paripphosakaṁ paripphosakaṁ sanneyya, sāyaṁ nhānīyapiṇḍi snehānugatā snehaparetā santarabāhirā phuṭā snehena, na ca paggharaṇī; Wie ein geschickter Bader oder Baderlehrling, der Seifenpulver in eine Bronzeschüssel gibt und es nach und nach mit Wasser benetzt. Er knetet es, bis die Kugel aus Seifenpulver mit Feuchtigkeit vollgesogen und gesättigt ist, innen und außen durchtränkt, und doch keine Feuchtigkeit herausquillt.
evameva kho, mahārāja, bhikkhu imameva kāyaṁ vivekajena pītisukhena abhisandeti parisandeti paripūreti parippharati, nāssa kiñci sabbāvato kāyassa vivekajena pītisukhena apphuṭaṁ hoti. Ebenso tränkt, durchdringt, füllt und durchströmt ein Mönch seinen Körper mit aus Abgeschiedenheit geborener Ekstase und Seligkeit. Es gibt keinen Teil des Körpers, der nicht von aus Abgeschiedenheit geborener Ekstase und Seligkeit durchströmt wäre.
Idampi kho, mahārāja, sandiṭṭhikaṁ sāmaññaphalaṁ purimehi sandiṭṭhikehi sāmaññaphalehi abhikkantatarañca paṇītatarañca. Das, großer König, ist eine Frucht des Asketenlebens, die im jetzigen Leben ersichtlich ist, die besser und erlesener ist als die vorigen.
4.3.2.6. Dutiyajhāna 4.3.2.6. Die zweite Vertiefung
Puna caparaṁ, mahārāja, bhikkhu vitakkavicārānaṁ vūpasamā ajjhattaṁ sampasādanaṁ cetaso ekodibhāvaṁ avitakkaṁ avicāraṁ samādhijaṁ pītisukhaṁ dutiyaṁ jhānaṁ upasampajja viharati. Wenn dann das Ausrichten und Halten des Geistes sich beruhigt, tritt ein Mönch in die zweite Vertiefung ein und verweilt darin; da gibt es aus Versenkung geborene Ekstase und Seligkeit, mit innerer Klarheit und geeintem Geist, ohne Ausrichten und Halten.
So imameva kāyaṁ samādhijena pītisukhena abhisandeti parisandeti paripūreti parippharati, nāssa kiñci sabbāvato kāyassa samādhijena pītisukhena apphuṭaṁ hoti. Er tränkt, durchdringt, füllt und durchströmt seinen Körper mit aus Versenkung geborener Ekstase und Seligkeit. Es gibt keinen Teil des Körpers, der nicht von aus Versenkung geborener Ekstase und Seligkeit durchströmt wäre.
Seyyathāpi, mahārāja, udakarahado gambhīro ubbhidodako tassa nevassa puratthimāya disāya udakassa āyamukhaṁ, na dakkhiṇāya disāya udakassa āyamukhaṁ, na pacchimāya disāya udakassa āyamukhaṁ, na uttarāya disāya udakassa āyamukhaṁ, devo ca na kālena kālaṁ sammādhāraṁ anuppaveccheyya. Wie ein tiefer See, der von Quellwasser gespeist wird; er hat weder von Osten noch von Westen, weder von Norden noch von Süden einen Zufluss, und auch die Himmel bescheren nicht von Zeit zu Zeit angemessene Schauer.
Atha kho tamhāva udakarahadā sītā vāridhārā ubbhijjitvā tameva udakarahadaṁ sītena vārinā abhisandeyya parisandeyya paripūreyya paripphareyya, nāssa kiñci sabbāvato udakarahadassa sītena vārinā apphuṭaṁ assa. Doch der Strom kühlen Wassers, der im See aufwallt, tränkt, durchdringt, füllt und durchströmt den ganzen See. Es gibt keinen Teil des Sees, der nicht von kühlem Wasser durchströmt wäre.
Evameva kho, mahārāja, bhikkhu imameva kāyaṁ samādhijena pītisukhena abhisandeti parisandeti paripūreti parippharati, nāssa kiñci sabbāvato kāyassa samādhijena pītisukhena apphuṭaṁ hoti. Ebenso tränkt, durchdringt, füllt und durchströmt ein Mönch seinen Körper mit aus Versenkung geborener Ekstase und Seligkeit. Es gibt keinen Teil des Körpers, der nicht von aus Versenkung geborener Ekstase und Seligkeit durchströmt wäre.
Idampi kho, mahārāja, sandiṭṭhikaṁ sāmaññaphalaṁ purimehi sandiṭṭhikehi sāmaññaphalehi abhikkantatarañca paṇītatarañca. Auch das, großer König, ist eine Frucht des Asketenlebens, die im jetzigen Leben ersichtlich ist, die besser und erlesener ist als die vorigen.
4.3.2.7. Tatiyajhāna 4.3.2.7. Die dritte Vertiefung
Puna caparaṁ, mahārāja, bhikkhu pītiyā ca virāgā upekkhako ca viharati sato sampajāno, sukhañca kāyena paṭisaṁvedeti, yaṁ taṁ ariyā ācikkhanti: ‘upekkhako satimā sukhavihārī’ti, tatiyaṁ jhānaṁ upasampajja viharati. Mit dem Schwinden der Ekstase tritt ein Mönch dann in die dritte Vertiefung ein und verweilt darin; da meditiert er mit Gleichmut, achtsam und bewusst, und erfährt persönlich die Seligkeit, von der die Edlen erklären: ‚Gleichmütig und achtsam meditiert man in Seligkeit.‘
So imameva kāyaṁ nippītikena sukhena abhisandeti parisandeti paripūreti parippharati, nāssa kiñci sabbāvato kāyassa nippītikena sukhena apphuṭaṁ hoti. Er tränkt, durchdringt, füllt und durchströmt seinen Körper mit Seligkeit, die frei von Ekstase ist. Es gibt keinen Teil des Körpers, der nicht von der Seligkeit, die frei von Ekstase ist, durchströmt wäre.
Seyyathāpi, mahārāja, uppaliniyaṁ vā paduminiyaṁ vā puṇḍarīkiniyaṁ vā appekaccāni uppalāni vā padumāni vā puṇḍarīkāni vā udake jātāni udake saṁvaḍḍhāni udakānuggatāni antonimuggaposīni, tāni yāva caggā yāva ca mūlā sītena vārinā abhisannāni parisannāni paripūrāni paripphuṭāni, nāssa kiñci sabbāvataṁ uppalānaṁ vā padumānaṁ vā puṇḍarīkānaṁ vā sītena vārinā apphuṭaṁ assa; Wie ein Teich mit blauen Seerosen oder rosa oder weißen Lotusblumen. Manche von ihnen sprießen und wachsen im Wasser, ohne sich darüber zu erheben, und gedeihen unter Wasser. Von der Spitze bis zur Wurzel sind sie getränkt, durchdrungen, angefüllt und durchströmt von kühlem Wasser. Es gibt keinen Teil von ihnen, der nicht von kühlem Wasser durchströmt wäre.
evameva kho, mahārāja, bhikkhu imameva kāyaṁ nippītikena sukhena abhisandeti parisandeti paripūreti parippharati, nāssa kiñci sabbāvato kāyassa nippītikena sukhena apphuṭaṁ hoti. Ebenso tränkt, durchdringt, füllt und durchströmt ein Mönch seinen Körper mit Seligkeit, die frei von Ekstase ist. Es gibt keinen Teil des Körpers, der nicht von der Seligkeit, die frei von Ekstase ist, durchströmt wäre.
Idampi kho, mahārāja, sandiṭṭhikaṁ sāmaññaphalaṁ purimehi sandiṭṭhikehi sāmaññaphalehi abhikkantatarañca paṇītatarañca. Auch das, großer König, ist eine Frucht des Asketenlebens, die im jetzigen Leben ersichtlich ist, die besser und erlesener ist als die vorigen.
4.3.2.8. Catutthajhāna 4.3.2.8. Die vierte Vertiefung
Puna caparaṁ, mahārāja, bhikkhu sukhassa ca pahānā dukkhassa ca pahānā, pubbeva somanassadomanassānaṁ atthaṅgamā adukkhamasukhaṁ upekkhāsatipārisuddhiṁ catutthaṁ jhānaṁ upasampajja viharati. Indem er Glück und Schmerz aufgibt und frühere Fröhlichkeit und Traurigkeit beendet, tritt ein Mönch dann in die vierte Vertiefung ein und verweilt darin, ohne Glück oder Schmerz, mit reinem Gleichmut und reiner Achtsamkeit.
So imameva kāyaṁ parisuddhena cetasā pariyodātena pharitvā nisinno hoti, nāssa kiñci sabbāvato kāyassa parisuddhena cetasā pariyodātena apphuṭaṁ hoti. Er sitzt da und durchströmt seinen Körper mit reinem, hellem Geist. Es gibt keinen Teil des Körpers, der nicht von reinem, hellem Geist durchströmt wäre.
Seyyathāpi, mahārāja, puriso odātena vatthena sasīsaṁ pārupitvā nisinno assa, nāssa kiñci sabbāvato kāyassa odātena vatthena apphuṭaṁ assa; Wie wenn jemand dasitzt, der von Kopf bis Fuß in ein weißes Tuch gehüllt ist. Es gibt keinen Teil des Körpers, der nicht von dem weißen Tuch bedeckt wäre.
evameva kho, mahārāja, bhikkhu imameva kāyaṁ parisuddhena cetasā pariyodātena pharitvā nisinno hoti, nāssa kiñci sabbāvato kāyassa parisuddhena cetasā pariyodātena apphuṭaṁ hoti. Ebenso sitzt ein Mönch da und durchströmt seinen Körper mit reinem, hellem Geist. Es gibt keinen Teil des Körpers, der nicht von reinem, hellem Geist durchströmt wäre.
Idampi kho, mahārāja, sandiṭṭhikaṁ sāmaññaphalaṁ purimehi sandiṭṭhikehi sāmaññaphalehi abhikkantatarañca paṇītatarañca. Auch das, großer König, ist eine Frucht des Asketenlebens, die im jetzigen Leben ersichtlich ist, die besser und erlesener ist als die vorigen.
4.3.3. Aṭṭhañāṇa 4.3.3. Die acht Erkenntnisse
4.3.3.1. Vipassanāñāṇa 4.3.3.1. Erkennen und Sehen
So evaṁ samāhite citte parisuddhe pariyodāte anaṅgaṇe vigatūpakkilese mudubhūte kammaniye ṭhite āneñjappatte ñāṇadassanāya cittaṁ abhinīharati abhininnāmeti. Wenn sein Geist so im Samādhi versunken ist – geläutert, hell, makellos, fleckenlos, geschmeidig, formbar, stetig und unbewegt –, dann streckt er ihn aus und projiziert ihn auf das Erkennen und Sehen.
So evaṁ pajānāti: Er versteht:
‘ayaṁ kho me kāyo rūpī cātumahābhūtiko mātāpettikasambhavo odanakummāsūpacayo aniccucchādanaparimaddanabhedanaviddhaṁsanadhammo; ‚Dieser mein Körper ist geformt. Er besteht aus den vier Grundzuständen, wurde von Mutter und Vater gezeugt, mit Reis und Brei aufgebaut und muss vergehen, sich abnutzen und dahinschwinden, muss aufgelöst und zerstört werden.
idañca pana me viññāṇaṁ ettha sitaṁ ettha paṭibaddhan’ti. Und dieses mein Bewusstsein hängt ihm an, ist an ihn geknüpft.‘
Seyyathāpi, mahārāja, maṇi veḷuriyo subho jātimā aṭṭhaṁso suparikammakato accho vippasanno anāvilo sabbākārasampanno. Wie ein Schmuckstück aus Beryll von natürlicher Schönheit, mit acht Facetten, gut gearbeitet, durchsichtig, klar und ungetrübt, mit allen guten Eigenschaften versehen,
Tatrāssa suttaṁ āvutaṁ nīlaṁ vā pītaṁ vā lohitaṁ vā odātaṁ vā paṇḍusuttaṁ vā. das auf einen blauen, gelben, roten, weißen oder goldbraunen Faden aufgefädelt wäre.
Tamenaṁ cakkhumā puriso hatthe karitvā paccavekkheyya: Ein Mensch mit klaren Augen würde es in die Hand nehmen und untersuchen:
‘ayaṁ kho maṇi veḷuriyo subho jātimā aṭṭhaṁso suparikammakato accho vippasanno anāvilo sabbākārasampanno; ‚Dieses Schmuckstück aus Beryll ist von natürlicher Schönheit, mit acht Facetten, gut gearbeitet, durchsichtig, klar und ungetrübt, mit allen guten Eigenschaften versehen.
tatridaṁ suttaṁ āvutaṁ nīlaṁ vā pītaṁ vā lohitaṁ vā odātaṁ vā paṇḍusuttaṁ vā’ti. Und es ist auf einen blauen, gelben, roten, weißen oder goldbraunen Faden aufgefädelt.‘
Evameva kho, mahārāja, bhikkhu evaṁ samāhite citte parisuddhe pariyodāte anaṅgaṇe vigatūpakkilese mudubhūte kammaniye ṭhite āneñjappatte ñāṇadassanāya cittaṁ abhinīharati abhininnāmeti. Ebenso streckt ein Mönch, wenn sein Geist so im Samādhi versunken ist – geläutert, hell, makellos, fleckenlos, geschmeidig, formbar, stetig und unbewegt –, ihn aus und projiziert ihn auf das Erkennen und Sehen.
So evaṁ pajānāti:
‘ayaṁ kho me kāyo rūpī cātumahābhūtiko mātāpettikasambhavo odanakummāsūpacayo aniccucchādanaparimaddanabhedanaviddhaṁsanadhammo;
idañca pana me viññāṇaṁ ettha sitaṁ ettha paṭibaddhan’ti.
Idampi kho, mahārāja, sandiṭṭhikaṁ sāmaññaphalaṁ purimehi sandiṭṭhikehi sāmaññaphalehi abhikkantatarañca paṇītatarañca. Auch das, großer König, ist eine Frucht des Asketenlebens, die im jetzigen Leben ersichtlich ist, die besser und erlesener ist als die vorigen.
4.3.3.2. Manomayiddhiñāṇa 4.3.3.2. Der geistgeschaffene Körper
So evaṁ samāhite citte parisuddhe pariyodāte anaṅgaṇe vigatūpakkilese mudubhūte kammaniye ṭhite āneñjappatte manomayaṁ kāyaṁ abhinimmānāya cittaṁ abhinīharati abhininnāmeti. Wenn sein Geist so im Samādhi versunken ist – geläutert, hell, makellos, fleckenlos, geschmeidig, formbar, stetig und unbewegt –, dann streckt er ihn aus und projiziert ihn auf das Hervorbringen eines geistgeschaffenen Körpers.
So imamhā kāyā aññaṁ kāyaṁ abhinimmināti rūpiṁ manomayaṁ sabbaṅgapaccaṅgiṁ ahīnindriyaṁ. Aus diesem Körper bringt er einen anderen Körper hervor, geformt, geistgeschaffen, in allen Haupt- und Nebengliedern unversehrt, ohne dass eine Fähigkeit fehlte.
Seyyathāpi, mahārāja, puriso muñjamhā īsikaṁ pavāheyya. Wie wenn ein Mensch einen Schilfhalm aus seiner Scheide zöge
Tassa evamassa: und dächte:
‘ayaṁ muñjo, ayaṁ īsikā, añño muñjo, aññā īsikā, muñjamhā tveva īsikā pavāḷhā’ti. ,Das ist der Schilfhalm, das ist die Scheide. Der Halm und die Scheide sind verschiedene Dinge. Der Schilfhalm wurde aus der Scheide herausgezogen.‘
Seyyathā vā pana, mahārāja, puriso asiṁ kosiyā pavāheyya. Oder wie wenn ein Mensch ein Schwert aus der Scheide zöge
Tassa evamassa: und dächte:
‘ayaṁ asi, ayaṁ kosi, añño asi, aññā kosi, kosiyā tveva asi pavāḷho’ti. ,Das ist das Schwert, das ist die Scheide. Das Schwert und die Scheide sind verschiedene Dinge. Das Schwert wurde aus der Scheide herausgezogen.‘
Seyyathā vā pana, mahārāja, puriso ahiṁ karaṇḍā uddhareyya. Oder wie wenn ein Mensch eine Schlange aus ihrer abgestreiften Haut zöge
Tassa evamassa: und dächte:
‘ayaṁ ahi, ayaṁ karaṇḍo. Añño ahi, añño karaṇḍo, karaṇḍā tveva ahi ubbhato’ti. ,Das ist die Schlange, das ist die Haut. Die Schlange und die Haut sind verschiedene Dinge. Die Schlange wurde aus der Haut herausgezogen.‘
Evameva kho, mahārāja, bhikkhu evaṁ samāhite citte parisuddhe pariyodāte anaṅgaṇe vigatūpakkilese mudubhūte kammaniye ṭhite āneñjappatte manomayaṁ kāyaṁ abhinimmānāya cittaṁ abhinīharati abhininnāmeti. Ebenso streckt ein Mönch, wenn sein Geist so im Samādhi versunken ist – geläutert, hell, makellos, fleckenlos, geschmeidig, formbar, stetig und unbewegt –, ihn aus und projiziert ihn auf das Hervorbringen eines geistgeschaffenen Körpers.
So imamhā kāyā aññaṁ kāyaṁ abhinimmināti rūpiṁ manomayaṁ sabbaṅgapaccaṅgiṁ ahīnindriyaṁ. Aus diesem Körper bringt er einen anderen Körper hervor, geformt, geistgeschaffen, in allen Haupt- und Nebengliedern unversehrt, ohne dass eine Fähigkeit fehlte.
Idampi kho, mahārāja, sandiṭṭhikaṁ sāmaññaphalaṁ purimehi sandiṭṭhikehi sāmaññaphalehi abhikkantatarañca paṇītatarañca. Auch das, großer König, ist eine Frucht des Asketenlebens, die im jetzigen Leben ersichtlich ist, die besser und erlesener ist als die vorigen.
4.3.3.3. Iddhividhañāṇa 4.3.3.3. Übersinnliche Kräfte
So evaṁ samāhite citte parisuddhe pariyodāte anaṅgaṇe vigatūpakkilese mudubhūte kammaniye ṭhite āneñjappatte iddhividhāya cittaṁ abhinīharati abhininnāmeti. Wenn sein Geist so im Samādhi versunken ist – geläutert, hell, makellos, fleckenlos, geschmeidig, formbar, stetig und unbewegt –, dann streckt er ihn aus und projiziert ihn auf die übersinnliche Kraft.
So anekavihitaṁ iddhividhaṁ paccanubhoti—ekopi hutvā bahudhā hoti, bahudhāpi hutvā eko hoti; āvibhāvaṁ tirobhāvaṁ tirokuṭṭaṁ tiropākāraṁ tiropabbataṁ asajjamāno gacchati seyyathāpi ākāse; pathaviyāpi ummujjanimujjaṁ karoti seyyathāpi udake; udakepi abhijjamāne gacchati seyyathāpi pathaviyā; ākāsepi pallaṅkena kamati seyyathāpi pakkhī sakuṇo; imepi candimasūriye evaṁmahiddhike evaṁmahānubhāve pāṇinā parāmasati parimajjati; yāva brahmalokāpi kāyena vasaṁ vatteti. Er übt die vielen Arten von Wunderkräften aus: sich vervielfältigen und wieder eins werden; erscheinen und verschwinden; ungehindert durch eine Mauer, einen Erdwall oder einen Berg gehen wie durch leeren Raum; in die Erde eintauchen und wieder auftauchen, als wäre sie Wasser; über das Wasser gehen, als wäre es Land; mit gekreuzten Beinen durch die Luft fliegen wie ein Vogel; Sonne und Mond, so mächtig und gewaltig, mit der Hand berühren und streicheln; den Körper beherrschen bis hin zur Brahmāwelt.
Seyyathāpi, mahārāja, dakkho kumbhakāro vā kumbhakārantevāsī vā suparikammakatāya mattikāya yaṁ yadeva bhājanavikatiṁ ākaṅkheyya, taṁ tadeva kareyya abhinipphādeyya. Wie ein fachkundiger Töpfer oder Töpferlehrling, der gut vorbereiteten Ton hätte: Er könnte daraus jedes Gefäß herstellen, das er wollte.
Seyyathā vā pana, mahārāja, dakkho dantakāro vā dantakārantevāsī vā suparikammakatasmiṁ dantasmiṁ yaṁ yadeva dantavikatiṁ ākaṅkheyya, taṁ tadeva kareyya abhinipphādeyya. Oder wie ein fachkundiger Elfenbeinschnitzer oder Elfenbeinschnitzer-Lehrling, der gut vorbereitetes Elfenbein hätte: Er könnte daraus jeden Elfenbein-Gegenstand herstellen, den er wollte.
Seyyathā vā pana, mahārāja, dakkho suvaṇṇakāro vā suvaṇṇakārantevāsī vā suparikammakatasmiṁ suvaṇṇasmiṁ yaṁ yadeva suvaṇṇavikatiṁ ākaṅkheyya, taṁ tadeva kareyya abhinipphādeyya. Oder wie ein fachkundiger Goldschmied oder Goldschmiedelehrling, der gut vorbereitetes Gold hätte: Er könnte daraus jeden goldenen Gegenstand herstellen, den er wollte.
Evameva kho, mahārāja, bhikkhu evaṁ samāhite citte parisuddhe pariyodāte anaṅgaṇe vigatūpakkilese mudubhūte kammaniye ṭhite āneñjappatte iddhividhāya cittaṁ abhinīharati abhininnāmeti. Ebenso streckt ein Mönch, wenn sein Geist so im Samādhi versunken ist – geläutert, hell, makellos, fleckenlos, geschmeidig, formbar, stetig und unbewegt –, ihn aus und projiziert ihn auf die übersinnliche Kraft.
So anekavihitaṁ iddhividhaṁ paccanubhoti—ekopi hutvā bahudhā hoti, bahudhāpi hutvā eko hoti; āvibhāvaṁ tirobhāvaṁ tirokuṭṭaṁ tiropākāraṁ tiropabbataṁ asajjamāno gacchati seyyathāpi ākāse; pathaviyāpi ummujjanimujjaṁ karoti seyyathāpi udake; udakepi abhijjamāne gacchati seyyathāpi pathaviyā; ākāsepi pallaṅkena kamati seyyathāpi pakkhī sakuṇo; imepi candimasūriye evaṁmahiddhike evaṁmahānubhāve pāṇinā parāmasati parimajjati; yāva brahmalokāpi kāyena vasaṁ vatteti. Er übt die vielen Arten von Wunderkräften aus.
Idampi kho, mahārāja, sandiṭṭhikaṁ sāmaññaphalaṁ purimehi sandiṭṭhikehi sāmaññaphalehi abhikkantatarañca paṇītatarañca. Auch das, großer König, ist eine Frucht des Asketenlebens, die im jetzigen Leben ersichtlich ist, die besser und erlesener ist als die vorigen.
4.3.3.4. Dibbasotañāṇa 4.3.3.4. Hellhörigkeit
So evaṁ samāhite citte parisuddhe pariyodāte anaṅgaṇe vigatūpakkilese mudubhūte kammaniye ṭhite āneñjappatte dibbāya sotadhātuyā cittaṁ abhinīharati abhininnāmeti. Wenn sein Geist so im Samādhi versunken ist – geläutert, hell, makellos, fleckenlos, geschmeidig, formbar, stetig und unbewegt –, dann streckt er ihn aus und projiziert ihn auf die Hellhörigkeit.
So dibbāya sotadhātuyā visuddhāya atikkantamānusikāya ubho sadde suṇāti dibbe ca mānuse ca ye dūre santike ca. Mit geläuterter und übermenschlicher Hellhörigkeit kann er beide Arten von Tönen hören, himmlische und menschliche, ob nah oder fern.
Seyyathāpi, mahārāja, puriso addhānamaggappaṭipanno. So suṇeyya bherisaddampi mudiṅgasaddampi saṅkhapaṇavadindimasaddampi. Tassa evamassa: ‘bherisaddo’ itipi, ‘mudiṅgasaddo’ itipi, ‘saṅkhapaṇavadindimasaddo’ itipi. Wie wenn ein Mensch eine Straße entlangwanderte, und er hörte den Klang von Tontrommeln, Schlaginstrumenten, Schneckenhörnern, Pauken und Tomtoms. Er dächte: ‚Das ist der Klang von Trommeln‘, ‚Das ist der Klang von Schlaginstrumenten‘ und ‚Das ist der Klang von Schneckenhörnern, Pauken und Tomtoms‘.
Evameva kho, mahārāja, bhikkhu evaṁ samāhite citte parisuddhe pariyodāte anaṅgaṇe vigatūpakkilese mudubhūte kammaniye ṭhite āneñjappatte dibbāya sotadhātuyā cittaṁ abhinīharati abhininnāmeti. Ebenso streckt ein Mönch, wenn sein Geist so im Samādhi versunken ist – geläutert, hell, makellos, fleckenlos, geschmeidig, formbar, stetig und unbewegt –, ihn aus und projiziert ihn auf die Hellhörigkeit.
So dibbāya sotadhātuyā visuddhāya atikkantamānusikāya ubho sadde suṇāti dibbe ca mānuse ca ye dūre santike ca. Mit geläuterter und übermenschlicher Hellhörigkeit kann er beide Arten von Tönen hören, himmlische und menschliche, ob nah oder fern.
Idampi kho, mahārāja, sandiṭṭhikaṁ sāmaññaphalaṁ purimehi sandiṭṭhikehi sāmaññaphalehi abhikkantatarañca paṇītatarañca. Auch das, großer König, ist eine Frucht des Asketenlebens, die im jetzigen Leben ersichtlich ist, die besser und erlesener ist als die vorigen.
4.3.3.5. Cetopariyañāṇa 4.3.3.5. Den Geist anderer erfassen
So evaṁ samāhite citte parisuddhe pariyodāte anaṅgaṇe vigatūpakkilese mudubhūte kammaniye ṭhite āneñjappatte cetopariyañāṇāya cittaṁ abhinīharati abhininnāmeti. Wenn sein Geist so im Samādhi versunken ist – geläutert, hell, makellos, fleckenlos, geschmeidig, formbar, stetig und unbewegt –, dann streckt er ihn aus und projiziert ihn auf das Erfassen des Geistes anderer.
So parasattānaṁ parapuggalānaṁ cetasā ceto paricca pajānāti—Er erkennt den Geist anderer Wesen und Menschen, indem er ihn mit seinem Geist erfasst:
sarāgaṁ vā cittaṁ ‘sarāgaṁ cittan’ti pajānāti, Er erkennt einen gierigen Geist als ‚gierigen Geist‘
vītarāgaṁ vā cittaṁ ‘vītarāgaṁ cittan’ti pajānāti, und einen von Gier freien Geist als ‚von Gier freien Geist‘.
sadosaṁ vā cittaṁ ‘sadosaṁ cittan’ti pajānāti, Er erkennt einen hasserfüllten Geist als ‚hasserfüllten Geist‘
vītadosaṁ vā cittaṁ ‘vītadosaṁ cittan’ti pajānāti, und einen von Hass freien Geist als ‚von Hass freien Geist‘.
samohaṁ vā cittaṁ ‘samohaṁ cittan’ti pajānāti, Er erkennt einen Geist, der sich täuscht, als ‚Geist, der sich täuscht,‘
vītamohaṁ vā cittaṁ ‘vītamohaṁ cittan’ti pajānāti, und einen von Täuschung freien Geist als ‚von Täuschung freien Geist‘.
saṅkhittaṁ vā cittaṁ ‘saṅkhittaṁ cittan’ti pajānāti, Er erkennt einen eingeengten Geist als ‚eingeengten Geist‘
vikkhittaṁ vā cittaṁ ‘vikkhittaṁ cittan’ti pajānāti, und einen zerstreuten Geist als ‚zerstreuten Geist‘.
mahaggataṁ vā cittaṁ ‘mahaggataṁ cittan’ti pajānāti, Er erkennt einen ausgedehnten Geist als ‚ausgedehnten Geist‘
amahaggataṁ vā cittaṁ ‘amahaggataṁ cittan’ti pajānāti, und einen nicht ausgedehnten Geist als ‚nicht ausgedehnten Geist‘.
sauttaraṁ vā cittaṁ ‘sauttaraṁ cittan’ti pajānāti, Er erkennt einen Geist, der nicht unübertrefflich ist, als ‚Geist, der nicht unübertrefflich ist,‘
anuttaraṁ vā cittaṁ ‘anuttaraṁ cittan’ti pajānāti, und einen unübertrefflichen Geist als ‚unübertrefflichen Geist‘.
samāhitaṁ vā cittaṁ ‘samāhitaṁ cittan’ti pajānāti, Er erkennt einen im Samādhi versunkenen Geist als ‚im Samādhi versunkenen Geist‘
asamāhitaṁ vā cittaṁ ‘asamāhitaṁ cittan’ti pajānāti, und einen nicht im Samādhi versunkenen Geist als ‚nicht im Samādhi versunkenen Geist‘.
vimuttaṁ vā cittaṁ ‘vimuttaṁ cittan’ti pajānāti, Er erkennt einen befreiten Geist als ‚befreiten Geist‘
avimuttaṁ vā cittaṁ ‘avimuttaṁ cittan’ti pajānāti. und einen nicht befreiten Geist als ‚nicht befreiten Geist‘.
Seyyathāpi, mahārāja, itthī vā puriso vā daharo yuvā maṇḍanajātiko ādāse vā parisuddhe pariyodāte acche vā udakapatte sakaṁ mukhanimittaṁ paccavekkhamāno sakaṇikaṁ vā ‘sakaṇikan’ti jāneyya, akaṇikaṁ vā ‘akaṇikan’ti jāneyya; Wie eine Frau oder ein Mann, jung, jugendlich, in Schmuck vernarrt. Dieser Mensch würde in einem reinen, blanken Spiegel oder einer Schale klaren Wassers sein Spiegelbild betrachten. Wenn er einen Fleck hätte, wüsste er: ‚Ich habe einen Fleck‘, und wenn er keinen Fleck hätte, wüsste er: ‚Ich habe keinen Fleck.‘
evameva kho, mahārāja, bhikkhu evaṁ samāhite citte parisuddhe pariyodāte anaṅgaṇe vigatūpakkilese mudubhūte kammaniye ṭhite āneñjappatte cetopariyañāṇāya cittaṁ abhinīharati abhininnāmeti. Ebenso streckt ein Mönch, wenn sein Geist so im Samādhi versunken ist – geläutert, hell, makellos, fleckenlos, geschmeidig, formbar, stetig und unbewegt –, ihn aus und projiziert ihn auf das Erfassen des Geistes anderer.
So parasattānaṁ parapuggalānaṁ cetasā ceto paricca pajānāti—Er erkennt den Geist anderer Wesen und Menschen, indem er ihn mit seinem Geist erfasst.
sarāgaṁ vā cittaṁ ‘sarāgaṁ cittan’ti pajānāti,
vītarāgaṁ vā cittaṁ ‘vītarāgaṁ cittan’ti pajānāti,
sadosaṁ vā cittaṁ ‘sadosaṁ cittan’ti pajānāti,
vītadosaṁ vā cittaṁ ‘vītadosaṁ cittan’ti pajānāti,
samohaṁ vā cittaṁ ‘samohaṁ cittan’ti pajānāti,
vītamohaṁ vā cittaṁ ‘vītamohaṁ cittan’ti pajānāti,
saṅkhittaṁ vā cittaṁ ‘saṅkhittaṁ cittan’ti pajānāti,
vikkhittaṁ vā cittaṁ ‘vikkhittaṁ cittan’ti pajānāti,
mahaggataṁ vā cittaṁ ‘mahaggataṁ cittan’ti pajānāti,
amahaggataṁ vā cittaṁ ‘amahaggataṁ cittan’ti pajānāti,
sauttaraṁ vā cittaṁ ‘sauttaraṁ cittan’ti pajānāti,
anuttaraṁ vā cittaṁ ‘anuttaraṁ cittan’ti pajānāti,
samāhitaṁ vā cittaṁ ‘samāhitaṁ cittan’ti pajānāti,
asamāhitaṁ vā cittaṁ ‘asamāhitaṁ cittan’ti pajānāti,
vimuttaṁ vā cittaṁ ‘vimuttaṁ cittan’ti pajānāti,
avimuttaṁ vā cittaṁ ‘avimuttaṁ cittan’ti pajānāti.
Idampi kho, mahārāja, sandiṭṭhikaṁ sāmaññaphalaṁ purimehi sandiṭṭhikehi sāmaññaphalehi abhikkantatarañca paṇītatarañca. Auch das, großer König, ist eine Frucht des Asketenlebens, die im jetzigen Leben ersichtlich ist, die besser und erlesener ist als die vorigen.
4.3.3.6. Pubbenivāsānussatiñāṇa 4.3.3.6. Erinnerung an frühere Leben
So evaṁ samāhite citte parisuddhe pariyodāte anaṅgaṇe vigatūpakkilese mudubhūte kammaniye ṭhite āneñjappatte pubbenivāsānussatiñāṇāya cittaṁ abhinīharati abhininnāmeti. Wenn sein Geist so im Samādhi versunken ist – geläutert, hell, makellos, fleckenlos, geschmeidig, formbar, stetig und unbewegt –, dann streckt er ihn aus und projiziert ihn auf die Erinnerung an frühere Leben.
So anekavihitaṁ pubbenivāsaṁ anussarati, seyyathidaṁ—ekampi jātiṁ dvepi jātiyo tissopi jātiyo catassopi jātiyo pañcapi jātiyo dasapi jātiyo vīsampi jātiyo tiṁsampi jātiyo cattālīsampi jātiyo paññāsampi jātiyo jātisatampi jātisahassampi jātisatasahassampi anekepi saṁvaṭṭakappe anekepi vivaṭṭakappe anekepi saṁvaṭṭavivaṭṭakappe, ‘amutrāsiṁ evaṁnāmo evaṅgotto evaṁvaṇṇo evamāhāro evaṁsukhadukkhappaṭisaṁvedī evamāyupariyanto, so tato cuto amutra udapādiṁ; tatrāpāsiṁ evaṁnāmo evaṅgotto evaṁvaṇṇo evamāhāro evaṁsukhadukkhappaṭisaṁvedī evamāyupariyanto, so tato cuto idhūpapanno’ti. Iti sākāraṁ sauddesaṁ anekavihitaṁ pubbenivāsaṁ anussarati. Er erinnert sich an viele Arten früherer Leben, das heißt: eine Wiedergeburt, zwei Wiedergeburten, drei, vier, fünf, zehn, zwanzig, dreißig, vierzig, fünfzig, hundert, tausend, hunderttausend Wiedergeburten; viele Äonen des Zusammenziehens der Welt, viele Äonen des Ausdehnens der Welt, viele Äonen des Zusammenziehens und Ausdehnens der Welt. ‚Dort hatte ich diesen Namen, gehörte zu jenem Stamm, sah so aus, und das war meine Speise. So erlebte ich Glück und Schmerz, und so ging mein Leben zu Ende. Als ich von jenem Ort verschied, wurde ich woanders wiedergeboren. Und dort hatte ich diesen Namen, gehörte zu jenem Stamm, sah so aus, und das war meine Speise. So erlebte ich Glück und Schmerz, und so ging mein Leben zu Ende. Als ich von jenem Ort verschied, wurde ich hier wiedergeboren.‘ Und so erinnert er sich an viele Arten früherer Leben mit den Merkmalen und Einzelheiten.
Seyyathāpi, mahārāja, puriso sakamhā gāmā aññaṁ gāmaṁ gaccheyya, tamhāpi gāmā aññaṁ gāmaṁ gaccheyya. So tamhā gāmā sakaṁyeva gāmaṁ paccāgaccheyya. Tassa evamassa: ‘ahaṁ kho sakamhā gāmā amuṁ gāmaṁ agacchiṁ, tatra evaṁ aṭṭhāsiṁ, evaṁ nisīdiṁ, evaṁ abhāsiṁ, evaṁ tuṇhī ahosiṁ, tamhāpi gāmā amuṁ gāmaṁ agacchiṁ, tatrāpi evaṁ aṭṭhāsiṁ, evaṁ nisīdiṁ, evaṁ abhāsiṁ, evaṁ tuṇhī ahosiṁ, somhi tamhā gāmā sakaṁyeva gāmaṁ paccāgato’ti. Wie wenn ein Mensch sein Heimatdorf verließe und zu einem anderen Dorf ginge. Von diesem Dorf ginge er zu noch einem anderen Dorf. Und von jenem Dorf käme er zurück zu seinem Heimatdorf. Er dächte: ‚Ich ging von meinem Heimatdorf zu einem anderen Dorf. Dort stand ich so, saß so, redete so oder schwieg so. Von diesem Dorf ging ich zu noch einem anderen Dorf. Dort stand ich dann so, saß so, redete so oder schwieg so. Und von jenem Dorf kam ich zurück zu meinem Heimatdorf.‘
Evameva kho, mahārāja, bhikkhu evaṁ samāhite citte parisuddhe pariyodāte anaṅgaṇe vigatūpakkilese mudubhūte kammaniye ṭhite āneñjappatte pubbenivāsānussatiñāṇāya cittaṁ abhinīharati abhininnāmeti. Ebenso streckt ein Mönch, wenn sein Geist so im Samādhi versunken ist – geläutert, hell, makellos, fleckenlos, geschmeidig, formbar, stetig und unbewegt –, ihn aus und projiziert ihn auf die Erinnerung an frühere Leben.
So anekavihitaṁ pubbenivāsaṁ anussarati, seyyathidaṁ—ekampi jātiṁ dvepi jātiyo tissopi jātiyo catassopi jātiyo pañcapi jātiyo dasapi jātiyo vīsampi jātiyo tiṁsampi jātiyo cattālīsampi jātiyo paññāsampi jātiyo jātisatampi jātisahassampi jātisatasahassampi anekepi saṁvaṭṭakappe anekepi vivaṭṭakappe anekepi saṁvaṭṭavivaṭṭakappe, ‘amutrāsiṁ evaṁnāmo evaṅgotto evaṁvaṇṇo evamāhāro evaṁsukhadukkhappaṭisaṁvedī evamāyupariyanto, so tato cuto amutra udapādiṁ; tatrāpāsiṁ evaṁnāmo evaṅgotto evaṁvaṇṇo evamāhāro evaṁsukhadukkhappaṭisaṁvedī evamāyupariyanto, so tato cuto idhūpapanno’ti. Iti sākāraṁ sauddesaṁ anekavihitaṁ pubbenivāsaṁ anussarati. Er erinnert sich an viele Arten früherer Leben mit den Merkmalen und Einzelheiten.
Idampi kho, mahārāja, sandiṭṭhikaṁ sāmaññaphalaṁ purimehi sandiṭṭhikehi sāmaññaphalehi abhikkantatarañca paṇītatarañca. Auch das, großer König, ist eine Frucht des Asketenlebens, die im jetzigen Leben ersichtlich ist, die besser und erlesener ist als die vorigen.
4.3.3.7. Dibbacakkhuñāṇa 4.3.3.7. Hellsichtigkeit
So evaṁ samāhite citte parisuddhe pariyodāte anaṅgaṇe vigatūpakkilese mudubhūte kammaniye ṭhite āneñjappatte sattānaṁ cutūpapātañāṇāya cittaṁ abhinīharati abhininnāmeti. Wenn sein Geist so im Samādhi versunken ist – geläutert, hell, makellos, fleckenlos, geschmeidig, formbar, stetig und unbewegt –, dann streckt er ihn aus und projiziert ihn auf die Erkenntnis von Tod und Wiedergeburt der Lebewesen.
So dibbena cakkhunā visuddhena atikkantamānusakena satte passati cavamāne upapajjamāne hīne paṇīte suvaṇṇe dubbaṇṇe sugate duggate, yathākammūpage satte pajānāti: ‘ime vata bhonto sattā kāyaduccaritena samannāgatā vacīduccaritena samannāgatā manoduccaritena samannāgatā ariyānaṁ upavādakā micchādiṭṭhikā micchādiṭṭhikammasamādānā. Te kāyassa bhedā paraṁ maraṇā apāyaṁ duggatiṁ vinipātaṁ nirayaṁ upapannā. Ime vā pana bhonto sattā kāyasucaritena samannāgatā vacīsucaritena samannāgatā manosucaritena samannāgatā ariyānaṁ anupavādakā sammādiṭṭhikā sammādiṭṭhikammasamādānā, te kāyassa bhedā paraṁ maraṇā sugatiṁ saggaṁ lokaṁ upapannā’ti. Iti dibbena cakkhunā visuddhena atikkantamānusakena satte passati cavamāne upapajjamāne hīne paṇīte suvaṇṇe dubbaṇṇe sugate duggate, yathākammūpage satte pajānāti. Mit geläuterter und übermenschlicher Hellsichtigkeit sieht er Lebewesen, wie sie hinscheiden und wieder geboren werden – gering oder hochstehend, schön oder hässlich, an einem guten oder einem schlechten Ort. Er versteht, wie Lebewesen entsprechend ihrer Taten wiedergeboren werden: ‚Diese lieben Wesen taten Schlechtes mit dem Körper, der Sprache und dem Geist. Sie brachten die Edlen in Verruf, hatten falsche Ansicht und unternahmen Handlungen aus dieser falschen Ansicht heraus. Wenn ihr Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, werden sie an einem verlorenen Ort wiedergeboren, einem schlechten Ort, in der Unterwelt, der Hölle. Diese lieben Wesen hingegen taten Gutes mit dem Körper, der Sprache und dem Geist. Sie brachten nie die Edlen in Verruf, hatten rechte Ansicht und unternahmen Handlungen aus dieser rechten Ansicht heraus. Wenn ihr Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, werden sie an einem guten Ort wiedergeboren, in einer himmlischen Welt.‘ Und so sieht er mit geläuterter und übermenschlicher Hellsichtigkeit Lebewesen, wie sie hinscheiden und wieder geboren werden – gering oder hochstehend, schön oder hässlich, an einem guten oder einem schlechten Ort. Er versteht, wie Lebewesen entsprechend ihrer Taten wiedergeboren werden.
Seyyathāpi, mahārāja, majjhe siṅghāṭake pāsādo. Tattha cakkhumā puriso ṭhito passeyya manusse gehaṁ pavisantepi nikkhamantepi rathikāyapi vīthiṁ sañcarante majjhe siṅghāṭake nisinnepi. Tassa evamassa: ‘ete manussā gehaṁ pavisanti, ete nikkhamanti, ete rathikāya vīthiṁ sañcaranti, ete majjhe siṅghāṭake nisinnā’ti. Wie wenn ein Pfahl-Langhaus an dem Platz im Zentrum stünde. Ein Mensch mit klaren Augen, der darauf stünde, könnte sehen, wie Menschen ein Haus betreten oder verlassen, wie sie über die Straßen und Wege gehen und an dem Platz im Zentrum sitzen. Er dächte: ‚Diese Menschen betreten ein Haus oder verlassen es, gehen über die Straßen und Wege und sitzen an dem Platz im Zentrum.‘
Evameva kho, mahārāja, bhikkhu evaṁ samāhite citte parisuddhe pariyodāte anaṅgaṇe vigatūpakkilese mudubhūte kammaniye ṭhite āneñjappatte sattānaṁ cutūpapātañāṇāya cittaṁ abhinīharati abhininnāmeti. Ebenso streckt ein Mönch, wenn sein Geist so im Samādhi versunken ist – geläutert, hell, makellos, fleckenlos, geschmeidig, formbar, stetig und unbewegt –, ihn aus und projiziert ihn auf die Erkenntnis von Tod und Wiedergeburt der Lebewesen.
So dibbena cakkhunā visuddhena atikkantamānusakena satte passati cavamāne upapajjamāne hīne paṇīte suvaṇṇe dubbaṇṇe sugate duggate, yathākammūpage satte pajānāti: ‘ime vata bhonto sattā kāyaduccaritena samannāgatā vacīduccaritena samannāgatā manoduccaritena samannāgatā ariyānaṁ upavādakā micchādiṭṭhikā micchādiṭṭhikammasamādānā, te kāyassa bhedā paraṁ maraṇā apāyaṁ duggatiṁ vinipātaṁ nirayaṁ upapannā. Ime vā pana bhonto sattā kāyasucaritena samannāgatā vacīsucaritena samannāgatā manosucaritena samannāgatā ariyānaṁ anupavādakā sammādiṭṭhikā sammādiṭṭhikammasamādānā. Te kāyassa bhedā paraṁ maraṇā sugatiṁ saggaṁ lokaṁ upapannā’ti. Iti dibbena cakkhunā visuddhena atikkantamānusakena satte passati cavamāne upapajjamāne hīne paṇīte suvaṇṇe dubbaṇṇe sugate duggate; yathākammūpage satte pajānāti. Mit geläuterter und übermenschlicher Hellsichtigkeit sieht er Lebewesen, wie sie hinscheiden und wieder geboren werden, und versteht, wie Lebewesen entsprechend ihrer Taten wiedergeboren werden.
Idampi kho, mahārāja, sandiṭṭhikaṁ sāmaññaphalaṁ purimehi sandiṭṭhikehi sāmaññaphalehi abhikkantatarañca paṇītatarañca. Auch das, großer König, ist eine Frucht des Asketenlebens, die im jetzigen Leben ersichtlich ist, die besser und erlesener ist als die vorigen.
4.3.3.8. Āsavakkhayañāṇa 4.3.3.8. Die Auflösung der Befleckungen
So evaṁ samāhite citte parisuddhe pariyodāte anaṅgaṇe vigatūpakkilese mudubhūte kammaniye ṭhite āneñjappatte āsavānaṁ khayañāṇāya cittaṁ abhinīharati abhininnāmeti. Wenn sein Geist so im Samādhi versunken ist – geläutert, hell, makellos, fleckenlos, geschmeidig, formbar, stetig und unbewegt –, dann streckt er ihn aus und projiziert ihn auf die Erkenntnis, dass die Befleckungen aufgelöst sind.
So idaṁ dukkhanti yathābhūtaṁ pajānāti, ayaṁ dukkhasamudayoti yathābhūtaṁ pajānāti, ayaṁ dukkhanirodhoti yathābhūtaṁ pajānāti, ayaṁ dukkhanirodhagāminī paṭipadāti yathābhūtaṁ pajānāti. Er versteht wahrhaftig: ‚Das ist das Leiden‘, … ‚das ist der Ursprung des Leidens‘, … ‚das ist das Aufhören des Leidens‘, … ‚das ist die Übung, die zum Aufhören des Leidens führt‘.
Ime āsavāti yathābhūtaṁ pajānāti, ayaṁ āsavasamudayoti yathābhūtaṁ pajānāti, ayaṁ āsavanirodhoti yathābhūtaṁ pajānāti, ayaṁ āsavanirodhagāminī paṭipadāti yathābhūtaṁ pajānāti. Er versteht wahrhaftig: ‚Das sind die Befleckungen‘, … ‚das ist der Ursprung der Befleckungen‘, … ‚das ist das Aufhören der Befleckungen‘, … ‚das ist die Übung, die zum Aufhören der Befleckungen führt‘.
Tassa evaṁ jānato evaṁ passato kāmāsavāpi cittaṁ vimuccati, bhavāsavāpi cittaṁ vimuccati, avijjāsavāpi cittaṁ vimuccati, Wenn er das erkennt und sieht, ist sein Geist befreit von den Befleckungen der Sinnlichkeit, des Wunsches nach Wiedergeburt und der Unwissenheit.
vimuttasmiṁ ‘vimuttam’iti ñāṇaṁ hoti, Wenn er befreit ist, weiß er, er ist befreit.
‘khīṇā jāti, vusitaṁ brahmacariyaṁ, kataṁ karaṇīyaṁ, nāparaṁ itthattāyā’ti pajānāti. Er versteht: ‚Wiedergeburt ist beendet; das geistliche Leben ist erfüllt; was zu tun war, ist getan; es gibt nichts weiter für diesen Ort.‘
Seyyathāpi, mahārāja, pabbatasaṅkhepe udakarahado accho vippasanno anāvilo. Tattha cakkhumā puriso tīre ṭhito passeyya sippisambukampi sakkharakathalampi macchagumbampi carantampi tiṭṭhantampi. Tassa evamassa: ‘ayaṁ kho udakarahado accho vippasanno anāvilo. Tatrime sippisambukāpi sakkharakathalāpi macchagumbāpi carantipi tiṭṭhantipī’ti. Wie ein See in einer Bergschlucht, der durchsichtig, klar und ungetrübt wäre. Ein Mensch mit klaren Augen, der am Ufer stünde, würde die Schnecken und Muscheln, Steine und Kiesel sehen und auch die Fischschwärme, die herumschwämmen oder stillstünden. Er dächte: ‚Dieser See ist durchsichtig, klar und ungetrübt. Hier sind die Schnecken und Muscheln, Steine und Kiesel und die Fischschwärme, die herumschwimmen oder stillstehen.‘
Evameva kho, mahārāja, bhikkhu evaṁ samāhite citte parisuddhe pariyodāte anaṅgaṇe vigatūpakkilese mudubhūte kammaniye ṭhite āneñjappatte āsavānaṁ khayañāṇāya cittaṁ abhinīharati abhininnāmeti. Ebenso streckt ein Mönch, wenn sein Geist so im Samādhi versunken ist – geläutert, hell, makellos, fleckenlos, geschmeidig, formbar, stetig und unbewegt –, ihn aus und projiziert ihn auf die Erkenntnis, dass die Befleckungen aufgelöst sind.
‘So idaṁ dukkhan’ti yathābhūtaṁ pajānāti, ‘ayaṁ dukkhasamudayo’ti yathābhūtaṁ pajānāti, ‘ayaṁ dukkhanirodho’ti yathābhūtaṁ pajānāti, ‘ayaṁ dukkhanirodhagāminī paṭipadā’ti yathābhūtaṁ pajānāti. Er versteht wahrhaftig: ‚Das ist das Leiden‘, … ‚das ist der Ursprung des Leidens‘, … ‚das ist das Aufhören des Leidens‘, … ‚das ist die Übung, die zum Aufhören des Leidens führt‘.
‘Ime āsavā’ti yathābhūtaṁ pajānāti, ‘ayaṁ āsavasamudayo’ti yathābhūtaṁ pajānāti, ‘ayaṁ āsavanirodho’ti yathābhūtaṁ pajānāti, ‘ayaṁ āsavanirodhagāminī paṭipadā’ti yathābhūtaṁ pajānāti. Er versteht wahrhaftig: ‚Das sind die Befleckungen‘, … ‚das ist der Ursprung der Befleckungen‘, … ‚das ist das Aufhören der Befleckungen‘, … ‚das ist die Übung, die zum Aufhören der Befleckungen führt‘.
Tassa evaṁ jānato evaṁ passato kāmāsavāpi cittaṁ vimuccati, bhavāsavāpi cittaṁ vimuccati, avijjāsavāpi cittaṁ vimuccati, Wenn er das erkennt und sieht, ist sein Geist befreit von den Befleckungen der Sinnlichkeit, des Wunsches nach Wiedergeburt und der Unwissenheit.
vimuttasmiṁ ‘vimuttam’iti ñāṇaṁ hoti, Wenn er befreit ist, weiß er, er ist befreit.
‘khīṇā jāti, vusitaṁ brahmacariyaṁ, kataṁ karaṇīyaṁ, nāparaṁ itthattāyā’ti pajānāti. Er versteht: ‚Wiedergeburt ist beendet; das geistliche Leben ist erfüllt; was zu tun war, ist getan; es gibt nichts weiter für diesen Ort.‘
Idaṁ kho, mahārāja, sandiṭṭhikaṁ sāmaññaphalaṁ purimehi sandiṭṭhikehi sāmaññaphalehi abhikkantatarañca paṇītatarañca. Auch das, großer König, ist eine Frucht des Asketenlebens, die im jetzigen Leben ersichtlich ist, die besser und erlesener ist als die vorigen.
Imasmā ca pana, mahārāja, sandiṭṭhikā sāmaññaphalā aññaṁ sandiṭṭhikaṁ sāmaññaphalaṁ uttaritaraṁ vā paṇītataraṁ vā natthī”ti. Und, großer König, es gibt keine andere Frucht des Asketenlebens, die im jetzigen Leben ersichtlich ist, die besser und erlesener wäre als diese.“
5. Ajātasattuupāsakattapaṭivedanā 5. Ajātasattu erklärt sich zu einem Laienschüler
Evaṁ vutte, rājā māgadho ajātasattu vedehiputto bhagavantaṁ etadavoca: Als der Buddha geendet hatte, sagte Ajātasattu zu ihm:
“abhikkantaṁ, bhante, abhikkantaṁ, bhante. „Vortrefflich, Herr! Vortrefflich!
Seyyathāpi, bhante, nikkujjitaṁ vā ukkujjeyya, paṭicchannaṁ vā vivareyya, mūḷhassa vā maggaṁ ācikkheyya, andhakāre vā telapajjotaṁ dhāreyya: ‘cakkhumanto rūpāni dakkhantī’ti; evamevaṁ, bhante, bhagavatā anekapariyāyena dhammo pakāsito. Als würde er das Umgestürzte aufrichten oder das Verborgene enthüllen oder den Verirrten den Weg weisen oder im Dunkeln ein Licht anzünden, sodass Menschen mit klaren Augen sehen könnten, was da ist, so hat der Buddha die Lehre auf vielerlei Weise klargemacht.
Esāhaṁ, bhante, bhagavantaṁ saraṇaṁ gacchāmi dhammañca bhikkhusaṅghañca. Ich nehme Zuflucht zum Buddha, zur Lehre und zum Saṅgha der Mönche und Nonnen.
Upāsakaṁ maṁ bhagavā dhāretu ajjatagge pāṇupetaṁ saraṇaṁ gataṁ. Von diesem Tag an soll der Buddha mich als Laienschüler in Erinnerung behalten, der für sein ganzes Leben Zuflucht genommen hat.
Accayo maṁ, bhante, accagamā yathābālaṁ yathāmūḷhaṁ yathāakusalaṁ, yohaṁ pitaraṁ dhammikaṁ dhammarājānaṁ issariyakāraṇā jīvitā voropesiṁ. Ich habe einen Fehler gemacht, Herr. Es war töricht, dumm und untauglich von mir, meinem Vater, einem gerechten und prinzipientreuen König, um der Herrschaft willen das Leben zu nehmen.
Tassa me, bhante bhagavā, accayaṁ accayato paṭiggaṇhātu āyatiṁ saṁvarāyā”ti. Bitte, Herr, nimm meinen Fehler als Fehler an, und ich will mich in Zukunft zügeln.“
“Taggha tvaṁ, mahārāja, accayo accagamā yathābālaṁ yathāmūḷhaṁ yathāakusalaṁ, yaṁ tvaṁ pitaraṁ dhammikaṁ dhammarājānaṁ jīvitā voropesi. „Jawohl, großer König, du hast einen Fehler gemacht. Es war töricht, dumm und untauglich von dir, deinem Vater, einem gerechten und prinzipientreuen König, um der Herrschaft willen das Leben zu nehmen.
Yato ca kho tvaṁ, mahārāja, accayaṁ accayato disvā yathādhammaṁ paṭikarosi, taṁ te mayaṁ paṭiggaṇhāma. Aber da du deinen Fehler als Fehler erkannt hast und richtig mit ihm verfahren bist, nehme ich ihn an.
Vuddhihesā, mahārāja, ariyassa vinaye, yo accayaṁ accayato disvā yathādhammaṁ paṭikaroti, āyatiṁ saṁvaraṁ āpajjatī”ti. Denn es gilt als Fortschritt in der Schulung des Edlen, einen Fehler als Fehler zu erkennen, richtig mit ihm zu verfahren und sich zu verpflichten, sich in der Zukunft zu zügeln.“
Evaṁ vutte, rājā māgadho ajātasattu vedehiputto bhagavantaṁ etadavoca: Daraufhin sagte Ajātasattu zum Buddha:
“handa ca dāni mayaṁ, bhante, gacchāma bahukiccā mayaṁ bahukaraṇīyā”ti. „Nun, Herr, jetzt muss ich gehen. Ich habe viele Pflichten und Verantwortlichkeiten.“
“Yassadāni tvaṁ, mahārāja, kālaṁ maññasī”ti. „Bitte, großer König, geh nach deinem Belieben.“
Atha kho rājā māgadho ajātasattu vedehiputto bhagavato bhāsitaṁ abhinanditvā anumoditvā uṭṭhāyāsanā bhagavantaṁ abhivādetvā padakkhiṇaṁ katvā pakkāmi. Da begrüßte der König die Worte des Buddha und stimmte ihm zu. Er erhob sich von seinem Sitz, verbeugte sich und umrundete den Buddha respektvoll, die rechte Seite ihm zugewandt, und ging.
Atha kho bhagavā acirapakkantassa rañño māgadhassa ajātasattussa vedehiputtassa bhikkhū āmantesi: Kurz nachdem der König gegangen war, wandte sich der Buddha an die Mönche und Nonnen:
“khatāyaṁ, bhikkhave, rājā. „Dieser König ist zerbrochen, Mönche und Nonnen,
Upahatāyaṁ, bhikkhave, rājā. er ist vernichtet.
Sacāyaṁ, bhikkhave, rājā pitaraṁ dhammikaṁ dhammarājānaṁ jīvitā na voropessatha, imasmiññeva āsane virajaṁ vītamalaṁ dhammacakkhuṁ uppajjissathā”ti. Wenn er nicht seinem Vater, einem gerechten und prinzipientreuen König, das Leben genommen hätte, wäre ihm da, wo er gerade saß, das unbefleckte, makellose Auge des Dhamma aufgegangen.“
Idamavoca bhagavā. Das sagte der Buddha.
Attamanā te bhikkhū bhagavato bhāsitaṁ abhinandunti. Zufrieden begrüßten die Mönche und Nonnen die Worte des Buddha.
Sāmaññaphalasuttaṁ niṭṭhitaṁ dutiyaṁ.