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Dīgha Nikāya 21 Lange Lehrreden 21
Sakkapañhasutta Sakkas Fragen
Evaṁ me sutaṁ—So habe ich es gehört:
ekaṁ samayaṁ bhagavā magadhesu viharati, pācīnato rājagahassa ambasaṇḍā nāma brāhmaṇagāmo, tassuttarato vediyake pabbate indasālaguhāyaṁ. Einmal hielt sich der Buddha im Land der Magadher auf, in Indras Berghöhle am Berg Vediyaka im Norden eines Brahmanendorfes mit Namen Ambasaṇḍā, das östlich von Rājagaha liegt.
Tena kho pana samayena sakkassa devānamindassa ussukkaṁ udapādi bhagavantaṁ dassanāya. Zu dieser Zeit bekam Sakka der Götterfürst große Lust, den Buddha zu sehen.
Atha kho sakkassa devānamindassa etadahosi: Er dachte:
“kahaṁ nu kho bhagavā etarahi viharati arahaṁ sammāsambuddho”ti? „Wo ist der Gesegnete jetzt, der Vollendete, der vollkommen erwachte Buddha?“
Addasā kho sakko devānamindo bhagavantaṁ magadhesu viharantaṁ pācīnato rājagahassa ambasaṇḍā nāma brāhmaṇagāmo, tassuttarato vediyake pabbate indasālaguhāyaṁ. Er sah, dass der Buddha in Indras Berghöhle am Berg Vediyaka war,
Disvāna deve tāvatiṁse āmantesi: und wandte sich an die Götter der Dreiunddreißig:
“ayaṁ, mārisā, bhagavā magadhesu viharati, pācīnato rājagahassa ambasaṇḍā nāma brāhmaṇagāmo, tassuttarato vediyake pabbate indasālaguhāyaṁ. „Kameraden, der Buddha hält sich im Land der Magadher auf, in Indras Berghöhle am Berg Vediyaka.
Yadi pana, mārisā, mayaṁ taṁ bhagavantaṁ dassanāya upasaṅkameyyāma arahantaṁ sammāsambuddhan”ti? Wie wäre es, wenn wir diesen Gesegneten besuchen würden, den Vollendeten, den vollkommen erwachten Buddha?“
“Evaṁ, bhaddantavā”ti kho devā tāvatiṁsā sakkassa devānamindassa paccassosuṁ. „Ja, Herr“, erwiderten die Götter.
Atha kho sakko devānamindo pañcasikhaṁ gandhabbadevaputtaṁ āmantesi: Da wandte sich Sakka an den Zentauren Pañcasikha:
“ayaṁ, tāta pañcasikha, bhagavā magadhesu viharati pācīnato rājagahassa ambasaṇḍā nāma brāhmaṇagāmo, tassuttarato vediyake pabbate indasālaguhāyaṁ. „Lieber Pañcasikha, der Buddha hält sich im Land der Magadher auf, in Indras Berghöhle am Berg Vediyaka.
Yadi pana, tāta pañcasikha, mayaṁ taṁ bhagavantaṁ dassanāya upasaṅkameyyāma arahantaṁ sammāsambuddhan”ti? Wie wäre es, wenn wir diesen Gesegneten besuchen würden, den Vollendeten, den vollkommen erwachten Buddha?“
“Evaṁ, bhaddantavā”ti kho pañcasikho gandhabbadevaputto sakkassa devānamindassa paṭissutvā beluvapaṇḍuvīṇaṁ ādāya sakkassa devānamindassa anucariyaṁ upāgami. „Ja, Herr“, antwortete der Zentaur Pañcasikha. Er nahm seine Bogenharfe aus hellem Belbaumholz und ging als Sakkas Begleiter mit.
Atha kho sakko devānamindo devehi tāvatiṁsehi parivuto pañcasikhena gandhabbadevaputtena purakkhato—Dann ging Sakka an der Spitze einer Gefolgschaft aus den Göttern der Dreiunddreißig und dem Zentauren Pañcasikha.
seyyathāpi nāma balavā puriso samiñjitaṁ vā bāhaṁ pasāreyya pasāritaṁ vā bāhaṁ samiñjeyya; evameva—devesu tāvatiṁsesu antarahito magadhesu pācīnato rājagahassa ambasaṇḍā nāma brāhmaṇagāmo, tassuttarato vediyake pabbate paccuṭṭhāsi. So leicht, wie ein starker Mensch den Arm strecken oder beugen würde, verschwand er vom Himmel der Götter der Dreiunddreißig und landete auf dem Berg Vediyaka nördlich von Ambasaṇḍā.
Tena kho pana samayena vediyako pabbato atiriva obhāsajāto hoti ambasaṇḍā ca brāhmaṇagāmo yathā taṁ devānaṁ devānubhāvena. Da erschien über dem Berg Vediyaka und über Ambasaṇḍā ein gleißendes Licht, wie es durch die Strahlkraft der Götter geschieht.
Apissudaṁ parito gāmesu manussā evamāhaṁsu: Die Leute in den umliegenden Dörfern sagten:
“ādittassu nāmajja vediyako pabbato jhāyatisu nāmajja vediyako pabbato jalatisu. Nāmajja vediyako pabbato. „Der Berg Vediyaka scheint heute in Flammen zu stehen, zu lodern und zu brennen!
Kiṁsu nāmajja vediyako pabbato atiriva obhāsajāto ambasaṇḍā ca brāhmaṇagāmo”ti; Ach! Warum erscheint dieses gleißende Licht über dem Berg Vediyaka und über Ambasaṇḍā?“
saṁviggā lomahaṭṭhajātā ahesuṁ. Sie waren erschüttert und ihre Haare sträubten sich.
Atha kho sakko devānamindo pañcasikhaṁ gandhabbadevaputtaṁ āmantesi: Da wandte sich Sakka an den Zentauren Pañcasikha:
“durupasaṅkamā kho, tāta pañcasikha, tathāgatā mādisena, jhāyī jhānaratā, tadantaraṁ paṭisallīnā. „Mein lieber Pañcasikha, für jemanden wie mich ist es schwierig, in die Nähe von Klargewordenen zu gelangen, während sie sich in Klausur befinden und Vertiefung üben, Vertiefung genießen.
Yadi pana tvaṁ, tāta pañcasikha, bhagavantaṁ paṭhamaṁ pasādeyyāsi, tayā, tāta, paṭhamaṁ pasāditaṁ pacchā mayaṁ taṁ bhagavantaṁ dassanāya upasaṅkameyyāma arahantaṁ sammāsambuddhan”ti. Aber wenn du zuerst den Buddha bezaubern würdest, könnte ich anschließend zu ihm gehen.“
“Evaṁ, bhaddantavā”ti kho pañcasikho gandhabbadevaputto sakkassa devānamindassa paṭissutvā beluvapaṇḍuvīṇaṁ ādāya yena indasālaguhā tenupasaṅkami; upasaṅkamitvā: „Ja, Herr“, antwortete der Zentaur Pañcasikha. Er nahm seine Bogenharfe aus hellem Belbaumholz und ging zu Indras Berghöhle. Als er nahe herangekommen war, stellte er sich zur Seite hin und dachte:
“ettāvatā me bhagavā neva atidūre bhavissati nāccāsanne, saddañca me sossatī”ti—„Das ist nicht zu weit und nicht zu nah, und er wird meine Stimme hören.“
ekamantaṁ aṭṭhāsi.
1. Pañcasikhagītagāthā 1. Pañcasikhas Lied
Ekamantaṁ ṭhito kho pañcasikho gandhabbadevaputto beluvapaṇḍuvīṇaṁ assāvesi, imā ca gāthā abhāsi buddhūpasañhitā dhammūpasañhitā saṅghūpasañhitā arahantūpasañhitā kāmūpasañhitā: Pañcasikha stand an der Seite, schlug seine Bogenharfe und sang diese Strophen über den Buddha, die Lehre, den Saṅgha, die Vollendeten und die sinnliche Liebe:
“Vande te pitaraṁ bhadde, „Oh Bhaddā Sonnenschein, mein Herz,
timbaruṁ sūriyavacchase; ehrerbietig grüße ich deinen Vater Timbaru,
Yena jātāsi kalyāṇī, durch den solch eine treffliche Dame geboren wurde,
ānandajananī mama. um mein Herz mit nie gekannter Freude zu erfüllen.
Vātova sedataṁ kanto, Lieblich wie ein Luftzug für den in Schweiß Gebadeten
pānīyaṁva pipāsato; oder für den Durstigen ein kühles Wasser,
Aṅgīrasi piyāmesi, so lieb bist du mir, Aṅgīrasi,
dhammo arahatāmiva. geradeso lieb wie den Heiligen die Lehre!
Āturasseva bhesajjaṁ, Wie Arznei, wenn man krank darniederliegt,
bhojanaṁva jighacchato; oder Speise, wenn der Hunger quält,
Parinibbāpaya maṁ bhadde, Komm, Bhaddā, mach mein Feuer aus,
jalantamiva vārinā. so, wie Wasser die Flamme löscht.
Sītodakaṁ pokkharaṇiṁ, Wie Elefanten in der Sommerhitze
yuttaṁ kiñjakkhareṇunā; eintauchen in den Lotusteich, den kühlen, nassen,
Nāgo ghammābhitattova, bedeckt mit Blütenblättern und mit Blütenstaub –
ogāhe te thanūdaraṁ. so möcht' ich mich in deinen Busen sinken lassen.
Accaṅkusova nāgova, Wie Elefanten zur Brunftzeit alle Fesseln sprengen,
jitaṁ me tuttatomaraṁ; überwinden den Stich von Stachel und Speer –
Kāraṇaṁ nappajānāmi, ich verstehe nicht, was wohl der Grund ist,
sammatto lakkhaṇūruyā. dass ich deine wohlgeformten Schenkel so begehr'!
Tayi gedhitacittosmi, Mein Herz ist voller Leidenschaft nach dir,
cittaṁ vipariṇāmitaṁ; mein Geist ist im Zerfall begriffen;
Paṭigantuṁ na sakkomi, es gibt kein Zurück, das kann nicht möglich sein,
vaṅkaghastova ambujo. ich zappele am Angelhaken wie ein Fisch.
Vāmūru saja maṁ bhadde, Komm, Bhaddā, halt mich fest, du Schenkelschöne!
saja maṁ mandalocane; Umarme mich, Mädchen mit betörendem Blick!
Palissaja maṁ kalyāṇi, In deinen Armen, Schöne, mich verwöhne,
etaṁ me abhipatthitaṁ. mehr könnt ich niemals wollen oder wünschen.
Appako vata me santo, Ach, da war mein Begehren noch so klein,
kāmo vellitakesiyā; du Süße mit dem wellig wehenden Haar;
Anekabhāvo samuppādi, jetzt ist es ins Unermessliche gewachsen,
arahanteva dakkhiṇā. wie die Gabe, die man Heiligen bringt dar.
Yaṁ me atthi kataṁ puññaṁ, Wie viel durch Gaben an solch vollkommene Wesen
arahantesu tādisu; ich an Verdienst geschaffen mit der Zeit –
Taṁ me sabbaṅgakalyāṇi, dass das, du meine rundum Herrliche,
tayā saddhiṁ vipaccataṁ. reife für uns in Zweisamkeit!
Yaṁ me atthi kataṁ puññaṁ, Wie viel in diesem ausgedehnten Land
asmiṁ pathavimaṇḍale; ich an Verdienst geschaffen mit der Zeit –
Taṁ me sabbaṅgakalyāṇi, dass das, du meine rundum Herrliche,
tayā saddhiṁ vipaccataṁ. reife für uns in Zweisamkeit!
Sakyaputtova jhānena, Wie der Sakyer in Vertiefung meditierte,
ekodi nipako sato; einig, wach und auch achtsam hier,
Amataṁ muni jigīsāno, wie der Abgeklärte nach Unsterblichkeit trachtete,
tamahaṁ sūriyavacchase. so trachte ich, mein Sonnenschein, nach dir!
Yathāpi muni nandeyya, Und wie der Abgeklärte sich erfreute,
patvā sambodhimuttamaṁ; als er zur Wahrheit voll erwachte,
Evaṁ nandeyyaṁ kalyāṇi, so wäre es mir, liebste Dame, eine Freude,
missībhāvaṁ gato tayā. sollte ich eins werden mit dir.
Sakko ce me varaṁ dajjā, Wenn Sakka als der Herr der Dreiunddreißig
tāvatiṁsānamissaro; nur einen Wunsch gewährte mir,
Tāhaṁ bhadde vareyyāhe, meine Bhaddā, nichts als Dich könnt' ich wünschen,
evaṁ kāmo daḷho mama. so stark ist meine Liebe zu dir.
Sālaṁva na ciraṁ phullaṁ, Wie ein frisch erblühter Salbaum,
pitaraṁ te sumedhase; so ist dein Vater, meine verständige Freundin.
Vandamāno namassāmi, Ich verehre ihn, verneige mich demütig
yassāsetādisī pajā”ti. vor ihm, dessen Tochter so geartet ist.“
Evaṁ vutte, bhagavā pañcasikhaṁ gandhabbadevaputtaṁ etadavoca: Als Pañcasikha geendet hatte, sagte der Buddha zu ihm:
“saṁsandati kho te, pañcasikha, tantissaro gītassarena, gītassaro ca tantissarena; „Pañcasikha, der Klang der Saiten und der Klang deines Gesangs sind gut aufeinander abgestimmt,
na ca pana te, pañcasikha, tantissaro gītassaraṁ ativattati, gītassaro ca tantissaraṁ. sodass keins das andere übertönt.
Kadā saṁyūḷhā pana te, pañcasikha, imā gāthā buddhūpasañhitā dhammūpasañhitā saṅghūpasañhitā arahantūpasañhitā kāmūpasañhitā”ti? Aber wann hast du diese Strophen über den Buddha, die Lehre, den Saṅgha, die Vollendeten und die sinnliche Liebe gedichtet?“
“Ekamidaṁ, bhante, samayaṁ bhagavā uruvelāyaṁ viharati najjā nerañjarāya tīre ajapālanigrodhe paṭhamābhisambuddho. „Dieses eine Mal, Herr, als du eben erwacht warst, hieltest du dich in Uruvelā beim Banyanbaum des Ziegenhirten auf, am Ufer des Flusses Nerañjarā.
Tena kho panāhaṁ, bhante, samayena bhaddā nāma sūriyavacchasā timbaruno gandhabbarañño dhītā, tamabhikaṅkhāmi. Und da war ich gerade in die Dame Bhaddā Suriyavaccasā verliebt, ‚Herz Sonnenschein‘, die Tochter des Zentaurenkönigs Timbaru.
Sā kho pana, bhante, bhaginī parakāminī hoti; Doch die Schwester begehrte einen anderen –
sikhaṇḍī nāma mātalissa saṅgāhakassa putto, tamabhikaṅkhati. es war der mit Namen Sikhaṇḍī, der Sohn des Wagenlenkers Mātali, den sie liebte.
Yato kho ahaṁ, bhante, taṁ bhaginiṁ nālatthaṁ kenaci pariyāyena. Da ich diese Schwester mit keinem Mittel gewinnen konnte,
Athāhaṁ beluvapaṇḍuvīṇaṁ ādāya yena timbaruno gandhabbarañño nivesanaṁ tenupasaṅkamiṁ; upasaṅkamitvā beluvapaṇḍuvīṇaṁ assāvesiṁ, imā ca gāthā abhāsiṁ buddhūpasañhitā dhammūpasañhitā saṅghūpasañhitā arahantūpasañhitā kāmūpasañhitā—nahm ich meine Bogenharfe mit zu Timbarus Haus, wo ich diese Strophen spielte.
Vande te pitaraṁ bhadde,
timbaruṁ sūriyavacchase;
Yena jātāsi kalyāṇī,
ānandajananī mama.
…pe…
Sālaṁva na ciraṁ phullaṁ,
pitaraṁ te sumedhase;
Vandamāno namassāmi,
yassāsetādisī pajāti.
Evaṁ vutte, bhante, bhaddā sūriyavacchasā maṁ etadavoca: Als ich geendet hatte, sagte Suriyavaccasā zu mir:
‘na kho me, mārisa, so bhagavā sammukhā diṭṭho, api ca sutoyeva me so bhagavā devānaṁ tāvatiṁsānaṁ sudhammāyaṁ sabhāyaṁ upanaccantiyā. ‚Kamerad, ich habe den Buddha nie von Angesicht zu Angesicht gesehen. Aber ich habe von ihm gehört, als ich in der Halle der Gerechtigkeit für die Götter der Dreiunddreißig tanzte.
Yato kho tvaṁ, mārisa, taṁ bhagavantaṁ kittesi, hotu no ajja samāgamo’ti. Da du den Buddha rühmst, wollen wir uns heute treffen.‘
Soyeva no, bhante, tassā bhaginiyā saddhiṁ samāgamo ahosi. So kam es, dass ich mich mit dieser Schwester getroffen habe.
Na ca dāni tato pacchā”ti. Aber seitdem haben wir uns nicht wieder gesehen.“
2. Sakkūpasaṅkama 2. Sakkas Annäherung
Atha kho sakkassa devānamindassa etadahosi: Da dachte Sakka der Götterfürst:
“paṭisammodati pañcasikho gandhabbadevaputto bhagavatā, bhagavā ca pañcasikhenā”ti. „Pañcasikha tauscht mit dem Buddha Höflichkeiten aus.“
Atha kho sakko devānamindo pañcasikhaṁ gandhabbadevaputtaṁ āmantesi: Und er wandte sich an Pañcasikha:
“abhivādehi me tvaṁ, tāta pañcasikha, bhagavantaṁ: „Mein lieber Pañcasikha, bitte verbeuge dich für mich vor dem Buddha und sage:
‘sakko, bhante, devānamindo sāmacco saparijano bhagavato pāde sirasā vandatī’”ti. ‚Herr, Sakka der Götterfürst mit seinen Dienern und seinem Gefolge beugt seinen Kopf zu deinen Füßen.‘“
“Evaṁ, bhaddantavā”ti kho pañcasikho gandhabbadevaputto sakkassa devānamindassa paṭissutvā bhagavantaṁ abhivādeti: „Ja, Herr“, antwortete Pañcasikha. Er verbeugte sich vor dem Buddha und sagte:
“sakko, bhante, devānamindo sāmacco saparijano bhagavato pāde sirasā vandatī”ti. “Herr, Sakka der Götterfürst mit seinen Dienern und seinem Gefolge beugt seinen Kopf zu deinen Füßen.“
“Evaṁ sukhī hotu, pañcasikha, sakko devānamindo sāmacco saparijano; „Dass Sakka mit seinen Dienern und seinem Gefolge glücklich sei, Pañcasikha“, sagte der Buddha,
sukhakāmā hi devā manussā asurā nāgā gandhabbā ye caññe santi puthukāyā”ti. „denn alle wollen glücklich sein – ob Götter, Menschen, Titanen, Drachen, Zentauren oder was immer es sonst an vielfältigen Lebewesen gibt.“
Evañca pana tathāgatā evarūpe mahesakkhe yakkhe abhivadanti. Denn so begrüßen Klargewordene solche hochrangigen Geister.
Abhivadito sakko devānamindo bhagavato indasālaguhaṁ pavisitvā bhagavantaṁ abhivādetvā ekamantaṁ aṭṭhāsi. Und als er vom Buddha begrüßt wurde, betrat Sakka Indras Berghöhle, verbeugte sich vor dem Buddha und stellte sich zur Seite hin.
Devāpi tāvatiṁsā indasālaguhaṁ pavisitvā bhagavantaṁ abhivādetvā ekamantaṁ aṭṭhaṁsu. Die Götter der Dreiunddreißig
Pañcasikhopi gandhabbadevaputto indasālaguhaṁ pavisitvā bhagavantaṁ abhivādetvā ekamantaṁ aṭṭhāsi. und auch Pañcasikha taten desgleichen.
Tena kho pana samayena indasālaguhā visamā santī samā samapādi, sambādhā santī urundā samapādi, andhakāro guhāyaṁ antaradhāyi, āloko udapādi yathā taṁ devānaṁ devānubhāvena. Und da wurden die unebenen Stellen in der Höhle eben, die engen Stellen öffneten sich, und die Dunkelheit verschwand und Licht erschien, wie es durch die Strahlkraft der Götter geschieht.
Atha kho bhagavā sakkaṁ devānamindaṁ etadavoca: Da sagte der Buddha zu Sakka:
“acchariyamidaṁ āyasmato kosiyassa, abbhutamidaṁ āyasmato kosiyassa tāva bahukiccassa bahukaraṇīyassa yadidaṁ idhāgamanan”ti. „Es ist unglaublich, es ist erstaunlich, dass du, der Ehrwürdige Kosiya, der so viele Pflichten und Verantwortlichkeiten hat, hierher kommst.“
“Cirapaṭikāhaṁ, bhante, bhagavantaṁ dassanāya upasaṅkamitukāmo; api ca devānaṁ tāvatiṁsānaṁ kehici kehici kiccakaraṇīyehi byāvaṭo; evāhaṁ nāsakkhiṁ bhagavantaṁ dassanāya upasaṅkamituṁ. „Seit langem schon wollte ich kommen, um den Buddha zu sehen, aber es war mir nicht möglich, da ich durch die vielen Pflichten und Verantwortlichkeiten für die Götter der Dreiunddreißig davon abgehalten wurde.
Ekamidaṁ, bhante, samayaṁ bhagavā sāvatthiyaṁ viharati salaḷāgārake. Dieses eine Mal, Herr, hielt sich der Buddha bei Sāvatthī in der Weihrauchbaum-Hütte auf.
Atha khvāhaṁ, bhante, sāvatthiṁ agamāsiṁ bhagavantaṁ dassanāya. Da ging ich nach Sāvatthī, um den Buddha zu sehen.
Tena kho pana, bhante, samayena bhagavā aññatarena samādhinā nisinno hoti, bhūjati ca nāma vessavaṇassa mahārājassa paricārikā bhagavantaṁ paccupaṭṭhitā hoti, pañjalikā namassamānā tiṭṭhati. Doch zu der Zeit saß der Buddha in eine Meditation versunken da. Und die himmlische Magd des Großen Königs Vessavaṇa mit Namen Bhūjati wartete dem Buddha auf; sie stand in Verehrung mit zusammengelegten Händen da.
Atha khvāhaṁ, bhante, bhūjatiṁ etadavocaṁ: Ich sagte zu ihr:
‘abhivādehi me tvaṁ, bhagini, bhagavantaṁ: ‚Schwester, bitte verbeuge dich für mich vor dem Buddha und sage:
“sakko, bhante, devānamindo sāmacco saparijano bhagavato pāde sirasā vandatī”’ti. „Herr, Sakka der Götterfürst mit seinen Dienern und seinem Gefolge beugt seinen Kopf zu deinen Füßen.“‘
Evaṁ vutte, bhante, sā bhūjati maṁ etadavoca: Darauf sagte sie zu mir:
‘akālo kho, mārisa, bhagavantaṁ dassanāya; ‚Es ist die falsche Zeit, um den Buddha zu sehen,
paṭisallīno bhagavā’ti. er ist in Klausur.‘
‘Tena hi, bhagini, yadā bhagavā tamhā samādhimhā vuṭṭhito hoti, atha mama vacanena bhagavantaṁ abhivādehi: ‚Nun, Schwester, dann überbringe bitte meine Botschaft, wenn der Buddha aus dieser Versenkung heraustritt.‘
“sakko, bhante, devānamindo sāmacco saparijano bhagavato pāde sirasā vandatī”’ti.
Kacci me sā, bhante, bhaginī bhagavantaṁ abhivādesi? Ich hoffe, diese Schwester hat sich vor dir verbeugt?
Sarati bhagavā tassā bhaginiyā vacanan”ti? Erinnerst du dich, was sie sagte?“
“Abhivādesi maṁ sā, devānaminda, bhaginī, sarāmahaṁ tassā bhaginiyā vacanaṁ. „Sie verbeugte sich, Götterfürst; und ich erinnere mich, was sie sagte.
Api cāhaṁ āyasmato nemisaddena tamhā samādhimhā vuṭṭhito”ti. Ich erinnere mich auch, dass es das Geräusch deiner Wagenräder war, das mich aus dieser Versenkung herausholte.“
“Ye te, bhante, devā amhehi paṭhamataraṁ tāvatiṁsakāyaṁ upapannā, tesaṁ me sammukhā sutaṁ sammukhā paṭiggahitaṁ: „Herr, ich habe im Angesicht der Götter, die vor mir in der Schar der Dreiunddreißig wiedergeboren waren, gehört und gelernt:
‘yadā tathāgatā loke uppajjanti arahanto sammāsambuddhā, dibbā kāyā paripūrenti, hāyanti asurakāyā’ti. ‚Wenn ein Klargewordener, ein Vollendeter, ein vollkommen erwachter Buddha in der Welt erscheint, schwellen die himmlischen Heere an und die Heere der Titanen schrumpfen.‘
Taṁ me idaṁ, bhante, sakkhidiṭṭhaṁ yato tathāgato loke uppanno arahaṁ sammāsambuddho, dibbā kāyā paripūrenti, hāyanti asurakāyāti. Und ich habe das mit eigenen Augen gesehen.
2.1. Gopakavatthu 2.1. Gopikās Geschichte
Idheva, bhante, kapilavatthusmiṁ gopikā nāma sakyadhītā ahosi buddhe pasannā dhamme pasannā saṅghe pasannā sīlesu paripūrakārinī. Gerade hier in Kapilavatthu lebte eine Sakyer-Dame mit Namen Gopikā, die Zuversicht zum Buddha, zur Lehre und zum Saṅgha hatte und die ihr sittliches Verhalten erfüllt hatte.
Sā itthittaṁ virājetvā purisattaṁ bhāvetvā kāyassa bhedā paraṁ maraṇā sugatiṁ saggaṁ lokaṁ upapannā. Sie verlor die Bindung an ihre Weiblichkeit und entwickelte Männlichkeit. Als ihr Körper auseinanderbrach, nach dem Tod, wurde sie an einem guten Ort wiedergeboren, in einer himmlischen Welt.
Devānaṁ tāvatiṁsānaṁ sahabyataṁ amhākaṁ puttattaṁ ajjhupagatā. Unter den Göttern der Dreiunddreißig wurde sie einer meiner Söhne.
Tatrapi naṁ evaṁ jānanti: Dort kannte man ihn
‘gopako devaputto, gopako devaputto’ti. als den Gott Gopaka.
Aññepi, bhante, tayo bhikkhū bhagavati brahmacariyaṁ caritvā hīnaṁ gandhabbakāyaṁ upapannā. Drei andere, drei Mönche, die unter dem Buddha das geistliche Leben geführt hatten, wurden derweil in einem niedrigeren Zentaurenreich wiedergeboren.
Te pañcahi kāmaguṇehi samappitā samaṅgībhūtā paricārayamānā amhākaṁ upaṭṭhānaṁ āgacchanti amhākaṁ pāricariyaṁ. Dort waren sie mit den fünf Arten sinnlicher Erregung versorgt und ausgestattet und vergnügten sich damit, und sie wurden meine Diener und Aufwärter.
Te amhākaṁ upaṭṭhānaṁ āgate amhākaṁ pāricariyaṁ gopako devaputto paṭicodesi: Dafür schalt Gopaka sie:
‘kutomukhā nāma tumhe, mārisā, tassa bhagavato dhammaṁ assuttha—‚Kameraden, wo in aller Welt seid ihr gewesen, als ihr die Lehre des Buddha gehört habt!
ahañhi nāma itthikā samānā buddhe pasannā dhamme pasannā saṅghe pasannā sīlesu paripūrakārinī itthittaṁ virājetvā purisattaṁ bhāvetvā kāyassa bhedā paraṁ maraṇā sugatiṁ saggaṁ lokaṁ upapannā, devānaṁ tāvatiṁsānaṁ sahabyataṁ sakkassa devānamindassa puttattaṁ ajjhupagatā. Als ich noch eine Frau war, hatte ich Zuversicht zum Buddha, zur Lehre und zum Saṅgha und hatte mein sittliches Verhalten erfüllt. Ich verlor die Bindung an meine Weiblichkeit und entwickelte Männlichkeit. Als mein Körper auseinanderbrach, nach dem Tod, wurde ich an einem guten Ort wiedergeboren, in einer himmlischen Welt. Unter den Göttern der Dreiunddreißig wurde ich einer von Sakkas Söhnen.
Idhāpi maṁ evaṁ jānanti: Hier kennt man mich als
“gopako devaputto gopako devaputto”ti. den Gott Gopaka.
Tumhe pana, mārisā, bhagavati brahmacariyaṁ caritvā hīnaṁ gandhabbakāyaṁ upapannā. Aber ihr, die ihr unter dem Buddha das geistliche Leben geführt habt, wurdet in dem niedrigeren Zentaurenreich wiedergeboren.
Duddiṭṭharūpaṁ vata bho addasāma, ye mayaṁ addasāma sahadhammike hīnaṁ gandhabbakāyaṁ upapanne’ti. Es ist wahrhaftig ein trauriger Anblick, dass Gefährten in der Lehre in einem niedrigeren Zentaurenreich wiedergeboren sind.‘
Tesaṁ, bhante, gopakena devaputtena paṭicoditānaṁ dve devā diṭṭheva dhamme satiṁ paṭilabhiṁsu kāyaṁ brahmapurohitaṁ, eko pana devo kāme ajjhāvasi. Als sie so von Gopaka gescholten wurden, fanden zwei dieser Götter auf der Stelle ihre Erinnerung wieder. Sie gelangten zur Schar der Priester Brahmās. Doch ein Gott blieb der Sinnlichkeit verhaftet.
‘Upāsikā cakkhumato ahosiṁ, ‚„Ich war eine Laienschülerin des Klaräugigen
Nāmampi mayhaṁ ahu “gopikā”ti; und mein Name war Gopikā.
Buddhe ca dhamme ca abhippasannā, Dem Buddha und der Lehre war ich ergeben
Saṅghañcupaṭṭhāsiṁ pasannacittā. und diente mit Ergebenheit dem Saṅgha.
Tasseva buddhassa sudhammatāya, Weil die Lehre des Buddha so exzellent ist,
Sakkassa puttomhi mahānubhāvo; bin ich jetzt ein mächtiger, majestätischer Sohn Sakkas,
Mahājutīko tidivūpapanno, unter den Dreiunddreißig wiedergeboren;
Jānanti maṁ idhāpi “gopako”ti. und hier kennt man mich als Gopaka.
Athaddasaṁ bhikkhavo diṭṭhapubbe, Dann sah ich Mönche, die ich vorher gesehen hatte,
Gandhabbakāyūpagate vasīne; die jetzt in den Reihen der Zentauren lebten.
Imehi te gotamasāvakāse, Als ich ein Mensch war,
Ye ca mayaṁ pubbe manussabhūtā. waren sie Schüler Gotamas.
Annena pānena upaṭṭhahimhā, Ich bediente sie mit Speise und Trank
Pādūpasaṅgayha sake nivesane; und umschlang ihre Füße in meinem Heim.
Kutomukhā nāma ime bhavanto, Wo in aller Welt sind diese guten Herren gewesen,
Buddhassa dhammāni paṭiggahesuṁ. als sie die Lehre des Buddha lernten?
Paccattaṁ veditabbo hi dhammo, Denn jeder muss selbst die Lehre erkennen,
Sudesito cakkhumatānubuddho; die so gut dargelegt ist, vom Klaräugigen verwirklicht.
Ahañhi tumheva upāsamāno, Ich war eine, die euch gefolgt ist,
Sutvāna ariyāna subhāsitāni. nachdem ich die erlesenen Worte der Edlen gehört hatte.
Sakkassa puttomhi mahānubhāvo, Jetzt bin ich ein mächtiger, majestätischer Sohn Sakkas,
Mahājutīko tidivūpapanno; unter den Dreiunddreißig wiedergeboren.
Tumhe pana seṭṭhamupāsamānā, Doch ihr seid dem Besten der Menschen gefolgt
Anuttaraṁ brahmacariyaṁ caritvā. und habt das unübertreffliche geistliche Leben geführt,
Hīnaṁ kāyaṁ upapannā bhavanto, und doch seid ihr in einem niedrigeren Bereich wiedergeboren,
Anānulomā bhavatūpapatti; eine Wiedergeburt, die euch nicht ansteht.
Duddiṭṭharūpaṁ vata addasāma, Einen traurigen Anblick sehe ich da, gute Herren,
Sahadhammike hīnakāyūpapanne. Gefährten in der Lehre in einem niedrigeren Bereich.
Gandhabbakāyūpagatā bhavanto, Unter Zentauren wiedergeboren,
Devānamāgacchatha pāricariyaṁ; nur um den Göttern aufzuwarten.
Agāre vasato mayhaṁ, Unterdessen habe ich im Haus gelebt –
Imaṁ passa visesataṁ. doch seht, wie erhaben ich jetzt bin!
Itthī hutvā svajja pumomhi devo, Ich war eine Frau und bin jetzt ein männlicher Gott,
Dibbehi kāmehi samaṅgibhūto’; mit himmlischen Sinnenfreuden gesegnet.“
Te coditā gotamasāvakena, Als sie so von einem Schüler Gotamas gescholten wurden
Saṁvegamāpādu samecca gopakaṁ. und als sie Gopaka verstanden, wurden sie von Dringlichkeit ergriffen.
‘Handa viyāyāma byāyāma, „Wir wollen uns bemühen und anstrengen –
Mā no mayaṁ parapessā ahumhā’; wir werden nicht mehr anderen dienen!“
Tesaṁ duve vīriyamārabhiṁsu, Zwei von ihnen rüttelten ihre Energie auf
Anussaraṁ gotamasāsanāni. und erinnerten sich an die Anleitung des Buddha.
Idheva cittāni virājayitvā, Auf der Stelle schwand ihre Leidenschaft,
Kāmesu ādīnavamaddasaṁsu; da sie die Nachteile der Sinnenfreuden sahen.
Te kāmasaṁyojanabandhanāni, Die Fesseln und Ketten der Sinnenfreuden –
Pāpimayogāni duraccayāni. Ketten Māras, des Bösen, so schwer zu zerreißen –
Nāgova sannāni guṇāni chetvā, sie haben sie gesprengt wie ein Elefantenbulle seine Stricke
Deve tāvatiṁse atikkamiṁsu; und sind an den Dreiunddreißig vorbeigezogen.
Saindā devā sapajāpatikā, Die Götter mit Indra und dem Urvater
Sabbe sudhammāya sabhāyupaviṭṭhā. waren alle in der Halle der Gerechtigkeit versammelt.
Tesaṁ nisinnānaṁ abhikkamiṁsu, Als sie da saßen, zogen die beiden an ihnen vorbei,
Vīrā virāgā virajaṁ karontā; die wunschlosen Helden, die Reinheit übten.
Te disvā saṁvegamakāsi vāsavo, Als er sie sah, wurde Vāsava von Dringlichkeit ergriffen;
Devābhibhū devagaṇassa majjhe. der Herr der Götter sagte inmitten der Gruppe:
‘Imehi te hīnakāyūpapannā, „Diese waren in dem niedrigeren Zentaurenreich geboren,
Deve tāvatiṁse abhikkamanti’; doch jetzt ziehen sie an uns vorbei!“
Saṁvegajātassa vaco nisamma, Gopaka beherzigte die Rede des so Bewegten
So gopako vāsavamajjhabhāsi. und wandte sich an Vāsava:
‘Buddho janindatthi manussaloke, „Da ist ein Buddha in der Welt, ein Herr der Menschen.
Kāmābhibhū sakyamunīti ñāyati; Man kennt ihn als den Abgeklärten aus dem Sakyerstamm, er hat die Sinne gemeistert.
Tasseva te puttā satiyā vihīnā, Diese seine Söhne hatten ihre Erinnerung verloren
Coditā mayā te satimajjhalatthuṁ’. und gewannen sie zurück, als sie von mir gescholten wurden.
Tiṇṇaṁ tesaṁ āvasinettha eko, Von Dreien lebt einer
Gandhabbakāyūpagato vasīno; weiterhin in den Reihen der Zentauren.
Dve ca sambodhipathānusārino, Doch zwei besannen sich auf den Weg zum Erwachen
Devepi hīḷenti samāhitattā. und, gesammelt, schlagen sie selbst das Götterdasein aus.
Etādisī dhammappakāsanettha, So wird die Lehre hier erhellt:
Na tattha kiṅkaṅkhati koci sāvako; Kein einziger Schüler bezweifelt das.
Nitiṇṇaoghaṁ vicikicchachinnaṁ, Wir verehren den Buddha, den Sieger, den Herrn der Menschen,
Buddhaṁ namassāma jinaṁ janindaṁ. der die Flut überquert und den Zweifel abgeschnitten hat.
Yaṁ te dhammaṁ idhaññāya, Sie erlangten Erhabenheit entsprechend dem Ausmaß,
visesaṁ ajjhagaṁsu te; zu dem sie die Lehre hier verstanden;
Kāyaṁ brahmapurohitaṁ, zwei von ihnen ragten
duve tesaṁ visesagū. in der Schar von Brahmās Priestern heraus.“‘
Tassa dhammassa pattiyā, Um diese Lehre zu erfassen,
āgatamhāsi mārisa; sind wir hierhergekommen, Kamerad.
Katāvakāsā bhagavatā, Wenn der Buddha mir die Gelegenheit gibt,
pañhaṁ pucchemu mārisā”ti. möchte ich eine Frage stellen, Kamerad.“
Atha kho bhagavato etadahosi: Da dachte der Buddha:
“dīgharattaṁ visuddho kho ayaṁ yakkho, yaṁ kiñci maṁ pañhaṁ pucchissati, sabbaṁ taṁ atthasañhitaṁyeva pucchissati, no anatthasañhitaṁ. „Seit langem schon führt dieser Geist jetzt ein reines Leben. Jede Frage, die er mir stellt, wird von Nutzen sein, nicht nutzlos.
Yañcassāhaṁ puṭṭho byākarissāmi, taṁ khippameva ājānissatī”ti. Und er wird jede Antwort, die ich auf seine Frage gebe, schnell verstehen.“
Atha kho bhagavā sakkaṁ devānamindaṁ gāthāya ajjhabhāsi: Da redete der Buddha Sakka mit einer Strophe an:
“Puccha vāsava maṁ pañhaṁ, „Stell deine Frage, Vāsava,
yaṁ kiñci manasicchasi; frag, was du möchtest.
Tassa tasseva pañhassa, Jede einzelne Frage, die du hast,
ahaṁ antaṁ karomi te”ti. werde ich lösen.“
Paṭhamabhāṇavāro niṭṭhito. Der erste Abschnitt zum Aufsagen ist zu Ende.
Katāvakāso sakko devānamindo bhagavatā imaṁ bhagavantaṁ paṭhamaṁ pañhaṁ apucchi: Als er diese Gelegenheit vom Buddha erhalten hatte, stellte Sakka die erste Frage:
“Kiṁsaṁyojanā nu kho, mārisa, devā manussā asurā nāgā gandhabbā ye caññe santi puthukāyā, te: „Kamerad, welche Fesseln binden Götter, Menschen, Titanen, Drachen, Zentauren oder was immer es sonst an vielfältigen Lebewesen gibt,
‘averā adaṇḍā asapattā abyāpajjā viharemu averino’ti iti ca nesaṁ hoti, atha ca pana saverā sadaṇḍā sasapattā sabyāpajjā viharanti saverino”ti? sodass sie, obwohl sie von Feindschaft, Gewalt, Feindseligkeit und Hass frei sein wollen, dennoch weiterhin mit Feindschaft, Gewalt, Feindseligkeit und Hass leben?“
Itthaṁ sakko devānamindo bhagavantaṁ pañhaṁ apucchi. So war Sakkas Frage an den Buddha.
Tassa bhagavā pañhaṁ puṭṭho byākāsi: Und der Buddha antwortete ihm:
“Issāmacchariyasaṁyojanā kho, devānaminda, devā manussā asurā nāgā gandhabbā ye caññe santi puthukāyā, te: „Götterfürst, die Fesseln der Eifersucht und des Geizes binden Götter, Menschen, Titanen, Drachen, Zentauren oder was immer es sonst an vielfältigen Lebewesen gibt,
‘averā adaṇḍā asapattā abyāpajjā viharemu averino’ti iti ca nesaṁ hoti, atha ca pana saverā sadaṇḍā sasapattā sabyāpajjā viharanti saverino”ti. sodass sie, obwohl sie von Feindschaft, Gewalt, Feindseligkeit und Hass frei sein wollen, dennoch weiterhin mit Feindschaft, Gewalt, Feindseligkeit und Hass leben.“
Itthaṁ bhagavā sakkassa devānamindassa pañhaṁ puṭṭho byākāsi. So war die Antwort des Buddha an Sakka.
Attamano sakko devānamindo bhagavato bhāsitaṁ abhinandi anumodi: Erfreut begrüßte Sakka die Worte des Buddha und stimmte ihm zu:
“evametaṁ, bhagavā, evametaṁ, sugata. „Das ist wirklich wahr, Gesegneter! Das ist wirklich wahr, Heiliger!
Tiṇṇā mettha kaṅkhā vigatā kathaṅkathā bhagavato pañhaveyyākaraṇaṁ sutvā”ti. Als ich die Antwort des Buddha gehört habe, bin ich über den Zweifel hinausgegangen und habe mich von Unschlüssigkeit frei gemacht.“
Itiha sakko devānamindo bhagavato bhāsitaṁ abhinanditvā anumoditvā bhagavantaṁ uttari pañhaṁ apucchi: Und dann stellte Sakka eine weitere Frage:
“Issāmacchariyaṁ pana, mārisa, kiṁnidānaṁ kiṁsamudayaṁ kiṁjātikaṁ kiṁpabhavaṁ; „Aber Kamerad, was ist die Quelle, der Ursprung, die Wiege und die Herkunft von Eifersucht und Geiz?
kismiṁ sati issāmacchariyaṁ hoti; Wenn was besteht, gibt es Eifersucht und Geiz?
kismiṁ asati issāmacchariyaṁ na hotī”ti? Wenn was nicht besteht, gibt es keine Eifersucht und keinen Geiz?“
“Issāmacchariyaṁ kho, devānaminda, piyāppiyanidānaṁ piyāppiyasamudayaṁ piyāppiyajātikaṁ piyāppiyapabhavaṁ; „Geliebtes und Ungeliebtes, Götterfürst, sind die Quelle von Eifersucht und Geiz.
piyāppiye sati issāmacchariyaṁ hoti, Wenn Geliebtes und Ungeliebtes bestehen, gibt es Eifersucht und Geiz.
piyāppiye asati issāmacchariyaṁ na hotī”ti. Wenn Geliebtes und Ungeliebtes nicht bestehen, gibt es keine Eifersucht und keinen Geiz.“
“Piyāppiyaṁ pana, mārisa, kiṁnidānaṁ kiṁsamudayaṁ kiṁjātikaṁ kiṁpabhavaṁ; „Aber Kamerad, was ist die Quelle des Geliebten und des Ungeliebten?“
kismiṁ sati piyāppiyaṁ hoti;
kismiṁ asati piyāppiyaṁ na hotī”ti?
“Piyāppiyaṁ kho, devānaminda, chandanidānaṁ chandasamudayaṁ chandajātikaṁ chandapabhavaṁ; „Sehnen ist die Quelle des Geliebten und des Ungeliebten.“
chande sati piyāppiyaṁ hoti;
chande asati piyāppiyaṁ na hotī”ti.
“Chando pana, mārisa, kiṁnidāno kiṁsamudayo kiṁjātiko kiṁpabhavo; „Aber was ist die Quelle des Sehnens?“
kismiṁ sati chando hoti;
kismiṁ asati chando na hotī”ti?
“Chando kho, devānaminda, vitakkanidāno vitakkasamudayo vitakkajātiko vitakkapabhavo; „Gedanken sind die Quelle des Sehnens.“
vitakke sati chando hoti;
vitakke asati chando na hotī”ti.
“Vitakko pana, mārisa, kiṁnidāno kiṁsamudayo kiṁjātiko kiṁpabhavo; „Aber was ist die Quelle der Gedanken?“
kismiṁ sati vitakko hoti;
kismiṁ asati vitakko na hotī”ti?
“Vitakko kho, devānaminda, papañcasaññāsaṅkhānidāno papañcasaññāsaṅkhāsamudayo papañcasaññāsaṅkhājātiko papañcasaññāsaṅkhāpabhavo; „Urteile, die durch das Wuchern von Wahrnehmungen angetrieben sind, sind die Quelle der Gedanken.“
papañcasaññāsaṅkhāya sati vitakko hoti;
papañcasaññāsaṅkhāya asati vitakko na hotī”ti.
“Kathaṁ paṭipanno pana, mārisa, bhikkhu papañcasaññāsaṅkhānirodhasāruppagāminiṁ paṭipadaṁ paṭipanno hotī”ti? „Aber wie übt ein Mönch angemessen für das Ziel des Aufhörens von Urteilen, die durch das Wuchern von Wahrnehmungen angetrieben sind?“
2.2. Vedanākammaṭṭhāna 2.2. Meditation über die Gefühle
“Somanassampāhaṁ, devānaminda, duvidhena vadāmi—„Götterfürst, es gibt zwei Arten von Glück, sage ich:
sevitabbampi, asevitabbampi. das, das gepflegt werden soll, und das, das nicht gepflegt werden soll.
Domanassampāhaṁ, devānaminda, duvidhena vadāmi—Es gibt zwei Arten von Traurigkeit, sage ich:
sevitabbampi, asevitabbampi. die, die gepflegt werden soll, und die, die nicht gepflegt werden soll.
Upekkhampāhaṁ, devānaminda, duvidhena vadāmi—Es gibt zwei Arten von Gleichmut, sage ich:
sevitabbampi, asevitabbampi. der, der gepflegt werden soll, und der, der nicht gepflegt werden soll.
Somanassampāhaṁ, devānaminda, duvidhena vadāmi sevitabbampi, asevitabbampīti iti kho panetaṁ vuttaṁ, kiñcetaṁ paṭicca vuttaṁ? Es gibt zwei Arten von Glück. Das habe ich gesagt, aber inwiefern habe ich es gesagt?
Tattha yaṁ jaññā somanassaṁ Nun, wenn du von einem Glück erkennst:
‘imaṁ kho me somanassaṁ sevato akusalā dhammā abhivaḍḍhanti, kusalā dhammā parihāyantī’ti, evarūpaṁ somanassaṁ na sevitabbaṁ. ‚Wenn ich diese Art von Glück pflege, wachsen untaugliche Eigenschaften an und taugliche Eigenschaften verkümmern‘, dann sollst du diese Art von Glück nicht pflegen.
Tattha yaṁ jaññā somanassaṁ Wenn du aber von einem Glück erkennst:
‘imaṁ kho me somanassaṁ sevato akusalā dhammā parihāyanti, kusalā dhammā abhivaḍḍhantī’ti, evarūpaṁ somanassaṁ sevitabbaṁ. ‚Wenn ich diese Art von Glück pflege, verkümmern untaugliche Eigenschaften und taugliche Eigenschaften wachsen an‘, dann sollst du diese Art von Glück pflegen.
Tattha yañce savitakkaṁ savicāraṁ, yañce avitakkaṁ avicāraṁ, ye avitakke avicāre, te paṇītatare. Und das, bei dem du den Geist nicht ausrichtest und hältst, ist besser als das, bei dem du den Geist noch ausrichtest und hältst.
Somanassampāhaṁ, devānaminda, duvidhena vadāmi sevitabbampi, asevitabbampīti. Es gibt zwei Arten von Glück.
Iti yaṁ taṁ vuttaṁ, idametaṁ paṭicca vuttaṁ. Das habe ich gesagt, und insofern habe ich es gesagt.
Domanassampāhaṁ, devānaminda, duvidhena vadāmi sevitabbampi, asevitabbampīti iti kho panetaṁ vuttaṁ, kiñcetaṁ paṭicca vuttaṁ? Es gibt zwei Arten von Traurigkeit. Das habe ich gesagt, aber inwiefern habe ich es gesagt?
Tattha yaṁ jaññā domanassaṁ Nun, wenn du von einer Traurigkeit erkennst:
‘imaṁ kho me domanassaṁ sevato akusalā dhammā abhivaḍḍhanti, kusalā dhammā parihāyantī’ti, evarūpaṁ domanassaṁ na sevitabbaṁ. ‚Wenn ich diese Art von Traurigkeit pflege, wachsen untaugliche Eigenschaften an und taugliche Eigenschaften verkümmern‘, dann sollst du diese Art von Traurigkeit nicht pflegen.
Tattha yaṁ jaññā domanassaṁ Wenn du aber von einer Traurigkeit erkennst:
‘imaṁ kho me domanassaṁ sevato akusalā dhammā parihāyanti, kusalā dhammā abhivaḍḍhantī’ti, evarūpaṁ domanassaṁ sevitabbaṁ. ‚Wenn ich diese Art von Traurigkeit pflege, verkümmern untaugliche Eigenschaften und taugliche Eigenschaften wachsen an‘, dann sollst du diese Art von Traurigkeit pflegen.
Tattha yañce savitakkaṁ savicāraṁ, yañce avitakkaṁ avicāraṁ, ye avitakke avicāre, te paṇītatare. Und das, bei dem du den Geist nicht ausrichtest und hältst, ist besser als das, bei dem du den Geist noch ausrichtest und hältst.
Domanassampāhaṁ, devānaminda, duvidhena vadāmi sevitabbampi, asevitabbampīti Es gibt zwei Arten von Traurigkeit.
iti yaṁ taṁ vuttaṁ, idametaṁ paṭicca vuttaṁ. Das habe ich gesagt, und insofern habe ich es gesagt.
Upekkhampāhaṁ, devānaminda, duvidhena vadāmi sevitabbampi, asevitabbampīti iti kho panetaṁ vuttaṁ, kiñcetaṁ paṭicca vuttaṁ? Es gibt zwei Arten von Gleichmut. Das habe ich gesagt, aber inwiefern habe ich es gesagt?
Tattha yaṁ jaññā upekkhaṁ Nun, wenn du von einem Gleichmut erkennst:
‘imaṁ kho me upekkhaṁ sevato akusalā dhammā abhivaḍḍhanti, kusalā dhammā parihāyantī’ti, evarūpā upekkhā na sevitabbā. ‚Wenn ich diese Art von Gleichmut pflege, wachsen untaugliche Eigenschaften an und taugliche Eigenschaften verkümmern‘, dann sollst du diese Art von Gleichmut nicht pflegen.
Tattha yaṁ jaññā upekkhaṁ Wenn du aber von einem Gleichmut erkennst:
‘imaṁ kho me upekkhaṁ sevato akusalā dhammā parihāyanti, kusalā dhammā abhivaḍḍhantī’ti, evarūpā upekkhā sevitabbā. ‚Wenn ich diese Art von Gleichmut pflege, verkümmern untaugliche Eigenschaften und taugliche Eigenschaften wachsen an‘, dann sollst du diese Art von Gleichmut pflegen.
Tattha yañce savitakkaṁ savicāraṁ, yañce avitakkaṁ avicāraṁ, ye avitakke avicāre, te paṇītatare. Und das, bei dem du den Geist nicht ausrichtest und hältst, ist besser als das, bei dem du den Geist noch ausrichtest und hältst.
Upekkhampāhaṁ, devānaminda, duvidhena vadāmi sevitabbampi, asevitabbampīti Es gibt zwei Arten von Gleichmut.
iti yaṁ taṁ vuttaṁ, idametaṁ paṭicca vuttaṁ. Das habe ich gesagt, und insofern habe ich es gesagt.
Evaṁ paṭipanno kho, devānaminda, bhikkhu papañcasaññāsaṅkhānirodhasāruppagāminiṁ paṭipadaṁ paṭipanno hotī”ti. So übt ein Mönch angemessen für das Ziel des Aufhörens von Urteilen, die durch das Wuchern von Wahrnehmungen angetrieben sind.“
Itthaṁ bhagavā sakkassa devānamindassa pañhaṁ puṭṭho byākāsi. So war die Antwort des Buddha an Sakka.
Attamano sakko devānamindo bhagavato bhāsitaṁ abhinandi anumodi: Erfreut begrüßte Sakka die Worte des Buddha und stimmte ihm zu:
“evametaṁ, bhagavā, evametaṁ, sugata. „Das ist wirklich wahr, Gesegneter! Das ist wirklich wahr, Heiliger!
Tiṇṇā mettha kaṅkhā vigatā kathaṅkathā bhagavato pañhaveyyākaraṇaṁ sutvā”ti. Als ich die Antwort des Buddha gehört habe, bin ich über den Zweifel hinausgegangen und habe mich von Unschlüssigkeit frei gemacht.“
2.3. Pātimokkhasaṁvara 2.3. Zügelung in der Ordenssatzung
Itiha sakko devānamindo bhagavato bhāsitaṁ abhinanditvā anumoditvā bhagavantaṁ uttari pañhaṁ apucchi: Und dann stellte Sakka eine weitere Frage:
“Kathaṁ paṭipanno pana, mārisa, bhikkhu pātimokkhasaṁvarāya paṭipanno hotī”ti? „Aber, Kamerad, wie übt ein Mönch für das Ziel der Zügelung in der Ordenssatzung?“
“Kāyasamācārampāhaṁ, devānaminda, duvidhena vadāmi—„Götterfürst, ich sage, es gibt zwei Arten von körperlichem Verhalten:
sevitabbampi, asevitabbampi. das, das gepflegt werden soll, und das, das nicht gepflegt werden soll.
Vacīsamācārampāhaṁ, devānaminda, duvidhena vadāmi—Ich sage, es gibt zwei Arten von sprachlichem Verhalten:
sevitabbampi, asevitabbampi. das, das gepflegt werden soll, und das, das nicht gepflegt werden soll.
Pariyesanaṁpāhaṁ, devānaminda, duvidhena vadāmi—Ich sage, es gibt zwei Arten der Suche:
sevitabbampi, asevitabbampi. die, die gepflegt werden soll, und die, die nicht gepflegt werden soll.
Kāyasamācārampāhaṁ, devānaminda, duvidhena vadāmi sevitabbampi asevitabbampīti iti kho panetaṁ vuttaṁ, kiñcetaṁ paṭicca vuttaṁ? Es gibt zwei Arten von körperlichem Verhalten. Das habe ich gesagt, aber inwiefern habe ich es gesagt?
Tattha yaṁ jaññā kāyasamācāraṁ Nun, wenn du von einem körperlichen Verhalten erkennst:
‘imaṁ kho me kāyasamācāraṁ sevato akusalā dhammā abhivaḍḍhanti, kusalā dhammā parihāyantī’ti, evarūpo kāyasamācāro na sevitabbo. ‚Wenn ich diese Art des körperlichen Verhaltens pflege, wachsen untaugliche Eigenschaften an und taugliche Eigenschaften verkümmern‘, dann sollst du diese Art des körperlichen Verhaltens nicht pflegen.
Tattha yaṁ jaññā kāyasamācāraṁ Wenn du aber von einem körperlichen Verhalten erkennst:
‘imaṁ kho me kāyasamācāraṁ sevato akusalā dhammā parihāyanti, kusalā dhammā abhivaḍḍhantī’ti, evarūpo kāyasamācāro sevitabbo. ‚Wenn ich diese Art des körperlichen Verhaltens pflege, verkümmern untaugliche Eigenschaften und taugliche Eigenschaften wachsen an‘, dann sollst du diese Art des körperlichen Verhaltens pflegen.
Kāyasamācārampāhaṁ, devānaminda, duvidhena vadāmi—Es gibt zwei Arten von körperlichem Verhalten:
sevitabbampi, asevitabbampīti das, das gepflegt werden soll, und das, das nicht gepflegt werden soll.
iti yaṁ taṁ vuttaṁ, idametaṁ paṭicca vuttaṁ. Das habe ich gesagt, und insofern habe ich es gesagt.
Vacīsamācārampāhaṁ, devānaminda, duvidhena vadāmi—Es gibt zwei Arten von sprachlichem Verhalten.
sevitabbampi, asevitabbampīti iti kho panetaṁ vuttaṁ, kiñcetaṁ paṭicca vuttaṁ? Das habe ich gesagt, aber inwiefern habe ich es gesagt?
Tattha yaṁ jaññā vacīsamācāraṁ ‘imaṁ kho me vacīsamācāraṁ sevato akusalā dhammā abhivaḍḍhanti, kusalā dhammā parihāyantī’ti, evarūpo vacīsamācāro na sevitabbo. Nun, wenn du von einem sprachlichen Verhalten erkennst: ‚Wenn ich diese Art des sprachlichen Verhaltens pflege, wachsen untaugliche Eigenschaften an und taugliche Eigenschaften verkümmern‘, dann sollst du diese Art des sprachlichen Verhaltens nicht pflegen.
Tattha yaṁ jaññā vacīsamācāraṁ ‘imaṁ kho me vacīsamācāraṁ sevato akusalā dhammā parihāyanti, kusalā dhammā abhivaḍḍhantī’ti, evarūpo vacīsamācāro sevitabbo. Wenn du aber von einem sprachlichen Verhalten erkennst: ‚Wenn ich diese Art des sprachlichen Verhaltens pflege, verkümmern untaugliche Eigenschaften und taugliche Eigenschaften wachsen an‘, dann sollst du diese Art des sprachlichen Verhaltens pflegen.
Vacīsamācārampāhaṁ, devānaminda, duvidhena vadāmi—Es gibt zwei Arten von sprachlichem Verhalten:
sevitabbampi, asevitabbampīti das, das gepflegt werden soll, und das, das nicht gepflegt werden soll.
iti yaṁ taṁ vuttaṁ, idametaṁ paṭicca vuttaṁ. Das habe ich gesagt, und insofern habe ich es gesagt.
Pariyesanaṁpāhaṁ, devānaminda, duvidhena vadāmi—Es gibt zwei Arten der Suche.
sevitabbampi, asevitabbampīti iti kho panetaṁ vuttaṁ, kiñcetaṁ paṭicca vuttaṁ? Das habe ich gesagt, aber inwiefern habe ich es gesagt?
Tattha yaṁ jaññā pariyesanaṁ ‘imaṁ kho me pariyesanaṁ sevato akusalā dhammā abhivaḍḍhanti, kusalā dhammā parihāyantī’ti, evarūpā pariyesanā na sevitabbā. Nun, wenn du von einer Art der Suche erkennst: ‚Wenn ich diese Suche pflege, wachsen untaugliche Eigenschaften an und taugliche Eigenschaften verkümmern‘, dann sollst du diese Art der Suche nicht pflegen.
Tattha yaṁ jaññā pariyesanaṁ ‘imaṁ kho me pariyesanaṁ sevato akusalā dhammā parihāyanti, kusalā dhammā abhivaḍḍhantī’ti, evarūpā pariyesanā sevitabbā. Wenn du aber von einer Art der Suche erkennst: ‚Wenn ich diese Suche pflege, verkümmern untaugliche Eigenschaften und taugliche Eigenschaften wachsen an‘, dann sollst du diese Art der Suche pflegen.
Pariyesanaṁpāhaṁ, devānaminda, duvidhena vadāmi—Es gibt zwei Arten der Suche:
sevitabbampi, asevitabbampīti die, die gepflegt werden soll, und die, die nicht gepflegt werden soll.
iti yaṁ taṁ vuttaṁ, idametaṁ paṭicca vuttaṁ. Das habe ich gesagt, und insofern habe ich es gesagt.
Evaṁ paṭipanno kho, devānaminda, bhikkhu pātimokkhasaṁvarāya paṭipanno hotī”ti. So übt ein Mönch für das Ziel der Zügelung in der Ordenssatzung.“
Itthaṁ bhagavā sakkassa devānamindassa pañhaṁ puṭṭho byākāsi. So war die Antwort des Buddha an Sakka.
Attamano sakko devānamindo bhagavato bhāsitaṁ abhinandi anumodi: Erfreut begrüßte Sakka die Worte des Buddha und stimmte ihm zu:
“evametaṁ, bhagavā, evametaṁ, sugata. „Das ist wirklich wahr, Gesegneter! Das ist wirklich wahr, Heiliger!
Tiṇṇā mettha kaṅkhā vigatā kathaṅkathā bhagavato pañhaveyyākaraṇaṁ sutvā”ti. Als ich die Antwort des Buddha gehört habe, bin ich über den Zweifel hinausgegangen und habe mich von Unschlüssigkeit frei gemacht.“
2.4. Indriyasaṁvara 2.4. Zügelung der Sinne
Itiha sakko devānamindo bhagavato bhāsitaṁ abhinanditvā anumoditvā bhagavantaṁ uttari pañhaṁ apucchi: Und dann stellte Sakka eine weitere Frage:
“Kathaṁ paṭipanno pana, mārisa, bhikkhu indriyasaṁvarāya paṭipanno hotī”ti? „Aber, Kamerad, wie übt ein Mönch für das Ziel der Zügelung der Sinne?“
“Cakkhuviññeyyaṁ rūpampāhaṁ, devānaminda, duvidhena vadāmi—„Götterfürst, ich sage, es gibt zwei Arten von Bildern, die das Auge erkennt:
sevitabbampi, asevitabbampi. die, die gepflegt werden sollen, und die, die nicht gepflegt werden sollen.
Sotaviññeyyaṁ saddampāhaṁ, devānaminda, duvidhena vadāmi—Es gibt zwei Arten von Tönen, die das Ohr erkennt …
sevitabbampi, asevitabbampi.
Ghānaviññeyyaṁ gandhampāhaṁ, devānaminda, duvidhena vadāmi—von Gerüchen, die die Nase erkennt …
sevitabbampi, asevitabbampi.
Jivhāviññeyyaṁ rasampāhaṁ, devānaminda, duvidhena vadāmi—von Geschmäcken, die die Zunge erkennt …
sevitabbampi, asevitabbampi.
Kāyaviññeyyaṁ phoṭṭhabbampāhaṁ, devānaminda, duvidhena vadāmi—von Berührungen, die der Körper erkennt …
sevitabbampi, asevitabbampi.
Manoviññeyyaṁ dhammampāhaṁ, devānaminda, duvidhena vadāmi—und von Vorstellungen, die der Geist erkennt:
sevitabbampi, asevitabbampī”ti. die, die gepflegt werden sollen, und die, die nicht gepflegt werden sollen.“
Evaṁ vutte, sakko devānamindo bhagavantaṁ etadavoca: Daraufhin sagte Sakka zum Buddha:
“Imassa kho ahaṁ, bhante, bhagavatā saṅkhittena bhāsitassa evaṁ vitthārena atthaṁ ājānāmi. „Herr, so verstehe ich die ausführliche Bedeutung dieser kurzen Aussage des Buddha:
Yathārūpaṁ, bhante, cakkhuviññeyyaṁ rūpaṁ sevato akusalā dhammā abhivaḍḍhanti, kusalā dhammā parihāyanti, evarūpaṁ cakkhuviññeyyaṁ rūpaṁ na sevitabbaṁ. Die Art von Bildern, die das Auge erkennt, die dazu führt, dass untaugliche Eigenschaften anwachsen und taugliche Eigenschaften verkümmern, die soll man nicht pflegen.
Yathārūpañca kho, bhante, cakkhuviññeyyaṁ rūpaṁ sevato akusalā dhammā parihāyanti, kusalā dhammā abhivaḍḍhanti, evarūpaṁ cakkhuviññeyyaṁ rūpaṁ sevitabbaṁ. Und die Art von Bildern, die das Auge erkennt, die dazu führt, dass untaugliche Eigenschaften verkümmern und taugliche Eigenschaften anwachsen, die soll man pflegen.
Yathārūpañca kho, bhante, sotaviññeyyaṁ saddaṁ sevato …pe… Die Art von Tönen, die das Ohr erkennt …
ghānaviññeyyaṁ gandhaṁ sevato … von Gerüchen, die die Nase erkennt …
jivhāviññeyyaṁ rasaṁ sevato … von Geschmäcken, die die Zunge erkennt …
kāyaviññeyyaṁ phoṭṭhabbaṁ sevato … von Berührungen, die der Körper erkennt …
manoviññeyyaṁ dhammaṁ sevato akusalā dhammā abhivaḍḍhanti, kusalā dhammā parihāyanti, evarūpo manoviññeyyo dhammo na sevitabbo. oder von Vorstellungen, die der Geist erkennt, die dazu führt, dass untaugliche Eigenschaften anwachsen und taugliche Eigenschaften verkümmern, die soll man nicht pflegen.
Yathārūpañca kho, bhante, manoviññeyyaṁ dhammaṁ sevato akusalā dhammā parihāyanti, kusalā dhammā abhivaḍḍhanti, evarūpo manoviññeyyo dhammo sevitabbo. Und die Art von Vorstellungen, die der Geist erkennt, die dazu führt, dass untaugliche Eigenschaften verkümmern und taugliche Eigenschaften anwachsen, die soll man pflegen.
Imassa kho me, bhante, bhagavatā saṅkhittena bhāsitassa evaṁ vitthārena atthaṁ ājānato Herr, so verstehe ich die ausführliche Bedeutung dieser kurzen Aussage des Buddha.
tiṇṇā mettha kaṅkhā vigatā kathaṅkathā bhagavato pañhaveyyākaraṇaṁ sutvā”ti. Als ich die Antwort des Buddha gehört habe, bin ich über den Zweifel hinausgegangen und habe mich von Unschlüssigkeit frei gemacht.“
Itiha sakko devānamindo bhagavato bhāsitaṁ abhinanditvā anumoditvā bhagavantaṁ uttari pañhaṁ apucchi: Und dann stellte Sakka eine weitere Frage:
“Sabbeva nu kho, mārisa, samaṇabrāhmaṇā ekantavādā ekantasīlā ekantachandā ekantaajjhosānā”ti? „Kamerad, haben alle Asketen und Brahmanen eine einzige Doktrin, ein einziges sittliches Verhalten, ein einziges Sehnen und eine einzige Anhänglichkeit?“
“Na kho, devānaminda, sabbe samaṇabrāhmaṇā ekantavādā ekantasīlā ekantachandā ekantaajjhosānā”ti. „Nein, Götterfürst, das ist nicht so.“
“Kasmā pana, mārisa, na sabbe samaṇabrāhmaṇā ekantavādā ekantasīlā ekantachandā ekantaajjhosānā”ti? „Warum nicht?“
“Anekadhātu nānādhātu kho, devānaminda, loko. „Die Welt hat viele und vielfältige Elemente.
Tasmiṁ anekadhātunānādhātusmiṁ loke yaṁ yadeva sattā dhātuṁ abhinivisanti, taṁ tadeva thāmasā parāmāsā abhinivissa voharanti: An jedem Element, auf dem Lebewesen in dieser Welt der vielen und vielfältigen Elemente beharren, halten sie eigensinnig fest und bestehen darauf:
‘idameva saccaṁ moghamaññan’ti. ‚Das allein ist die Wahrheit, alles andere ist unnütz.‘
Tasmā na sabbe samaṇabrāhmaṇā ekantavādā ekantasīlā ekantachandā ekantaajjhosānā”ti. Aus diesem Grund haben nicht alle Asketen und Brahmanen eine einzige Doktrin, ein einziges sittliches Verhalten, ein einziges Sehnen und eine einzige Anhänglichkeit.“
“Sabbeva nu kho, mārisa, samaṇabrāhmaṇā accantaniṭṭhā accantayogakkhemī accantabrahmacārī accantapariyosānā”ti? „Kamerad, haben alle Asketen und Brahmanen den äußersten Schlusspunkt erreicht, das äußerste Refugium vor dem Joch, das äußerste geistliche Leben, das äußerste Ziel?“
“Na kho, devānaminda, sabbe samaṇabrāhmaṇā accantaniṭṭhā accantayogakkhemī accantabrahmacārī accantapariyosānā”ti. „Nein, Götterfürst, das ist nicht so.“
“Kasmā pana, mārisa, na sabbe samaṇabrāhmaṇā accantaniṭṭhā accantayogakkhemī accantabrahmacārī accantapariyosānā”ti? „Warum nicht?“
“Ye kho, devānaminda, bhikkhū taṇhāsaṅkhayavimuttā te accantaniṭṭhā accantayogakkhemī accantabrahmacārī accantapariyosānā. „Die Mönche und Nonnen, die durch die Auflösung des Verlangens befreit sind, haben den äußersten Schlusspunkt erreicht, das äußerste Refugium vor dem Joch, das äußerste geistliche Leben, das äußerste Ziel.
Tasmā na sabbe samaṇabrāhmaṇā accantaniṭṭhā accantayogakkhemī accantabrahmacārī accantapariyosānā”ti. Aus diesem Grund haben nicht alle Asketen und Brahmanen den äußersten Schlusspunkt erreicht, das äußerste Refugium vor dem Joch, das äußerste geistliche Leben, das äußerste Ziel.“
Itthaṁ bhagavā sakkassa devānamindassa pañhaṁ puṭṭho byākāsi. So war die Antwort des Buddha an Sakka.
Attamano sakko devānamindo bhagavato bhāsitaṁ abhinandi anumodi: Erfreut begrüßte Sakka die Worte des Buddha und stimmte ihm zu:
“evametaṁ, bhagavā, evametaṁ, sugata. „Das ist wirklich wahr, Gesegneter! Das ist wirklich wahr, Heiliger!
Tiṇṇā mettha kaṅkhā vigatā kathaṅkathā bhagavato pañhaveyyākaraṇaṁ sutvā”ti. Als ich die Antwort des Buddha gehört habe, bin ich über den Zweifel hinausgegangen und habe mich von Unschlüssigkeit frei gemacht.“
Itiha sakko devānamindo bhagavato bhāsitaṁ abhinanditvā anumoditvā bhagavantaṁ etadavoca: Und nachdem er die Worte des Buddha begrüßt und ihm zugestimmt hatte, sagte Sakka zum Buddha:
“Ejā, bhante, rogo, ejā gaṇḍo, ejā sallaṁ, ejā imaṁ purisaṁ parikaḍḍhati tassa tasseva bhavassa abhinibbattiyā. „Erregung, Herr, ist eine Krankheit, ein Eiterherd, ein Pfeil. Erregung zieht einen Menschen zur Wiedergeburt von einem Leben zum anderen.
Tasmā ayaṁ puriso uccāvacamāpajjati. Darum findet sich ein Mensch in hohen und niederen Zuständen wieder.
Yesāhaṁ, bhante, pañhānaṁ ito bahiddhā aññesu samaṇabrāhmaṇesu okāsakammampi nālatthaṁ, te me bhagavatā byākatā. Anderswo, bei anderen Asketen und Brahmanen, wurde mir nicht einmal die Gelegenheit gegeben, diese Fragen zu stellen, die der Buddha beantwortet hat.
Dīgharattānusayitañca pana me vicikicchākathaṅkathāsallaṁ, tañca bhagavatā abbuḷhan”ti. Der Pfeil des Zweifels und der Unschlüssigkeit hat lange in mir verborgen gelegen, aber der Buddha hat ihn herausgezogen.“
“Abhijānāsi no tvaṁ, devānaminda, ime pañhe aññe samaṇabrāhmaṇe pucchitā”ti? „Götterfürst, erinnerst du dich, dass du diese Frage anderen Asketen und Brahmanen gestellt hast?“
“Abhijānāmahaṁ, bhante, ime pañhe aññe samaṇabrāhmaṇe pucchitā”ti. „Das tue ich, Herr.“
“Yathā kathaṁ pana te, devānaminda, byākaṁsu? Sace te agaru bhāsassū”ti. „Wenn es dir nichts ausmacht, Götterfürst, sag mir, was sie geantwortet haben.“
“Na kho me, bhante, garu yatthassa bhagavā nisinno bhagavantarūpo vā”ti. „Wenn jemand wie der Gesegnete da sitzt, macht es keine Mühe.“
“Tena hi, devānaminda, bhāsassū”ti. „Gut, dann sprich, Götterfürst.“
“Yesvāhaṁ, bhante, maññāmi samaṇabrāhmaṇā āraññikā pantasenāsanāti, tyāhaṁ upasaṅkamitvā ime pañhe pucchāmi, te mayā puṭṭhā na sampāyanti, asampāyantā mamaṁyeva paṭipucchanti: „Herr, ich begab mich zu denen, von denen ich dachte, sie seien Asketen und Brahmanen, die in der Wildnis in einer abgelegenen Unterkunft leben. Doch sie waren von meiner Frage überfragt und stellten mir sogar ihrerseits Fragen:
‘ko nāmo āyasmā’ti? ‚Wie ist der Name des Ehrwürdigen?‘
Tesāhaṁ puṭṭho byākaromi: Und ich antwortete ihnen:
‘ahaṁ kho, mārisa, sakko devānamindo’ti. ‚Kamerad, ich bin Sakka der Götterfürst.‘
Te mamaṁyeva uttari paṭipucchanti: Da stellten sie mir eine weitere Frage:
‘kiṁ panāyasmā, devānaminda, kammaṁ katvā imaṁ ṭhānaṁ patto’ti? ‚Aber Götterfürst, welche Tat hat dich in diese Stellung gebracht?‘
Tesāhaṁ yathāsutaṁ yathāpariyattaṁ dhammaṁ desemi. Und ich lehrte sie den Dhamma, wie ich ihn gehört und mir eingeprägt hatte.
Te tāvatakeneva attamanā honti: Und sie gaben sich erfreut damit zufrieden:
‘sakko ca no devānamindo diṭṭho, yañca no apucchimhā, tañca no byākāsī’ti. ‚Wir haben Sakka den Götterfürsten gesehen! Und er hat unsere Fragen beantwortet!‘
Te aññadatthu mamaṁyeva sāvakā sampajjanti, na cāhaṁ tesaṁ. Sie werden ausnahmslos meine Schüler und ich werde nicht ihrer.
Ahaṁ kho pana, bhante, bhagavato sāvako sotāpanno avinipātadhammo niyato sambodhiparāyaṇo”ti. Aber, Herr, ich bin der Schüler des Buddha, bin in den Strom eingetreten, muss nicht mehr in der Unterwelt wiedergeboren werden und bin für das Erwachen bestimmt.“
2.5. Somanassapaṭilābhakathā 2.5. Über ein Glücksgefühl
“Abhijānāsi no tvaṁ, devānaminda, ito pubbe evarūpaṁ vedapaṭilābhaṁ somanassapaṭilābhan”ti? „Götterfürst, erinnerst du dich, dass du früher schon einmal solche Freude und solches Glück empfunden hast?“
“Abhijānāmahaṁ, bhante, ito pubbe evarūpaṁ vedapaṭilābhaṁ somanassapaṭilābhan”ti. „Das tue ich, Herr.“
“Yathā kathaṁ pana tvaṁ, devānaminda, abhijānāsi ito pubbe evarūpaṁ vedapaṭilābhaṁ somanassapaṭilābhan”ti? „Aber wie ging das zu?“
“Bhūtapubbaṁ, bhante, devāsurasaṅgāmo samupabyūḷho ahosi. „Es war einmal eine Schlacht, Herr, die wurde zwischen den Göttern und den Titanen ausgefochten.
Tasmiṁ kho pana, bhante, saṅgāme devā jiniṁsu, asurā parājayiṁsu. In dieser Schlacht siegten die Götter, und die Titanen unterlagen.
Tassa mayhaṁ, bhante, taṁ saṅgāmaṁ abhivijinitvā vijitasaṅgāmassa etadahosi: Da kam mir als Sieger in den Sinn:
‘yā ceva dāni dibbā ojā yā ca asurā ojā, ubhayametaṁ devā paribhuñjissantī’ti. ‚Nun werden die Götter sowohl den Nektar der Götter als auch den Nektar der Titanen genießen.‘
So kho pana me, bhante, vedapaṭilābho somanassapaṭilābho sadaṇḍāvacaro sasatthāvacaro na nibbidāya na virāgāya na nirodhāya na upasamāya na abhiññāya na sambodhāya na nibbānāya saṁvattati. Aber Herr, diese Freude und dieses Glück gehören in den Bereich von Stock und Schwert. Sie führen nicht zu Ernüchterung, Schwinden der Leidenschaft, Aufhören, Frieden, Einsicht, Erwachen und Erlöschen.
Yo kho pana me ayaṁ, bhante, bhagavato dhammaṁ sutvā vedapaṭilābho somanassapaṭilābho, so adaṇḍāvacaro asatthāvacaro ekantanibbidāya virāgāya nirodhāya upasamāya abhiññāya sambodhāya nibbānāya saṁvattatī”ti. Doch die Freude und das Glück, die ich empfinde, wenn ich der Lehre des Buddha zuhöre, die gehören nicht in den Bereich von Stock und Schwert. Sie führen zu Ernüchterung, Schwinden der Leidenschaft, Aufhören, Frieden, Einsicht, Erwachen und Erlöschen.“
“Kiṁ pana tvaṁ, devānaminda, atthavasaṁ sampassamāno evarūpaṁ vedapaṭilābhaṁ somanassapaṭilābhaṁ pavedesī”ti? „Aber Götterfürst, welchen Grund siehst du, dass du von solcher Freude und solchem Glück sprichst?“
“Cha kho ahaṁ, bhante, atthavase sampassamāno evarūpaṁ vedapaṭilābhaṁ somanassapaṭilābhaṁ pavedemi. „Ich sehe sechs Gründe, um von solcher Freude und solchem Glück zu sprechen, Herr.
Idheva tiṭṭhamānassa, Solange ich hierbleibe,
devabhūtassa me sato; die Götterform behalte,
Punarāyu ca me laddho, habe ich ein verlängertes Leben gewonnen:
evaṁ jānāhi mārisa. Das sollst du wissen, Kamerad.
Imaṁ kho ahaṁ, bhante, paṭhamaṁ atthavasaṁ sampassamāno evarūpaṁ vedapaṭilābhaṁ somanassapaṭilābhaṁ pavedemi. Das ist der erste Grund.
Cutāhaṁ diviyā kāyā, Wenn ich aus der himmlischen Schar herabfalle
āyuṁ hitvā amānusaṁ; und das nicht-menschliche Leben hinter mir lasse,
Amūḷho gabbhamessāmi, werde ich bewusst zu einem neuen Mutterleib gehen,
yattha me ramatī mano. wo es meinem Geist gefällt.
Imaṁ kho ahaṁ, bhante, dutiyaṁ atthavasaṁ sampassamāno evarūpaṁ vedapaṭilābhaṁ somanassapaṭilābhaṁ pavedemi. Das ist der zweite Grund.
Svāhaṁ amūḷhapaññassa, Freudig werde ich unter der Führung dessen leben,
viharaṁ sāsane rato; dessen Weisheit unumwölkt ist;
Ñāyena viharissāmi, ich werde systematisch üben,
sampajāno paṭissato. der Situation bewusst und achtsam.
Imaṁ kho ahaṁ, bhante, tatiyaṁ atthavasaṁ sampassamāno evarūpaṁ vedapaṭilābhaṁ somanassapaṭilābhaṁ pavedemi. Das ist der dritte Grund.
Ñāyena me carato ca, Und sollte mir das Erwachen aufgehen,
sambodhi ce bhavissati; wenn ich so systematisch übe,
Aññātā viharissāmi, werde ich leben als einer, der versteht,
sveva anto bhavissati. und eben da wird mein Ende kommen.
Imaṁ kho ahaṁ, bhante, catutthaṁ atthavasaṁ sampassamāno evarūpaṁ vedapaṭilābhaṁ somanassapaṭilābhaṁ pavedemi. Das ist der vierte Grund.
Cutāhaṁ mānusā kāyā, Wenn ich aus der Menschenwelt herabfalle
āyuṁ hitvāna mānusaṁ; und das menschliche Leben hinter mir lasse,
Puna devo bhavissāmi, werde ich wieder ein Gott werden,
devalokamhi uttamo. der Höchste im Himmelreich.
Imaṁ kho ahaṁ, bhante, pañcamaṁ atthavasaṁ sampassamāno evarūpaṁ vedapaṭilābhaṁ somanassapaṭilābhaṁ pavedemi. Das ist der fünfte Grund.
Te paṇītatarā devā, Sie sind die erlesensten Götter,
akaniṭṭhā yasassino; die ruhmreichen Akaniṭṭhas.
Antime vattamānamhi, Solange mein letztes Leben währt,
so nivāso bhavissati. wird dort mein Zuhause sein.
Imaṁ kho ahaṁ, bhante, chaṭṭhaṁ atthavasaṁ sampassamāno evarūpaṁ vedapaṭilābhaṁ somanassapaṭilābhaṁ pavedemi. Das ist der sechste Grund.
Ime kho ahaṁ, bhante, cha atthavase sampassamāno evarūpaṁ vedapaṭilābhaṁ somanassapaṭilābhaṁ pavedemi. Da ich diese sechs Gründe sehe, spreche ich von solcher Freude und solchem Glück.
Apariyositasaṅkappo, Mit unerfüllten Wünschen,
vicikiccho kathaṅkathī; zweifelnd und unschlüssig,
Vicariṁ dīghamaddhānaṁ, wanderte ich so lange Zeit
anvesanto tathāgataṁ. auf der Suche nach dem Klargewordenen.
Yassu maññāmi samaṇe, Ich dachte,
pavivittavihārino; abgeschieden lebende Asketen
Sambuddhā iti maññāno, seien sicherlich erwacht,
gacchāmi te upāsituṁ. daher ging ich und setzte mich zu ihnen.
‘Kathaṁ ārādhanā hoti, ‚Wie hat man Erfolg
kathaṁ hoti virādhanā’; und wie hat man Misserfolg?‘
Iti puṭṭhā na sampāyanti, Doch von solchen Fragen über den Weg und die Übung
magge paṭipadāsu ca. waren sie überfragt.
Tyassu yadā maṁ jānanti, Und als sie erfuhren,
sakko devānamāgato; dass ich Sakka bin, der von den Göttern kommt,
Tyassu mameva pucchanti, fragten sie stattdessen mich
‘kiṁ katvā pāpuṇī idaṁ’. nach der Tat, die mich dorthin gebracht hat.
Tesaṁ yathāsutaṁ dhammaṁ, Ich lehrte sie den Dhamma,
desayāmi jane sutaṁ; wie ich ihn von Menschen gehört hatte.
Tena attamanā honti, Sie waren darüber erfreut und sagten:
‘diṭṭho no vāsavoti ca’. ‚Wir haben Vāsava gesehen!‘
Yadā ca buddhamaddakkhiṁ, Nun, da ich den Buddha gesehen habe,
vicikicchāvitāraṇaṁ; der hilft, den Zweifel zu überwinden,
Somhi vītabhayo ajja, heute, frei von Furcht,
sambuddhaṁ payirupāsiya. mache ich dem Erwachten meine Aufwartung.
Taṇhāsallassa hantāraṁ, Den Pfeil des Verlangens hat er vernichtet:
buddhaṁ appaṭipuggalaṁ; Der Buddha ist unerreicht.
Ahaṁ vande mahāvīraṁ, Ich verneige mich vor dem großen Helden,
buddhamādiccabandhunaṁ. dem Buddha, der mit der Sonne verwandt ist.
Yaṁ karomasi brahmuno, Geradeso wie Brahmā
samaṁ devehi mārisa; von uns Göttern verehrt werden soll, Kamerad,
Tadajja tuyhaṁ kassāma, werden wir heute dich verehren –
handa sāmaṁ karoma te. komm, wir wollen dich selbst verehren!
Tvameva asi sambuddho, Du allein bist der Erwachte!
tuvaṁ satthā anuttaro; Du bist der unübertreffliche Lehrer!
Sadevakasmiṁ lokasmiṁ, In der Welt mit ihren Göttern
natthi te paṭipuggalo”ti. kann es niemand mit dir aufnehmen.“
Atha kho sakko devānamindo pañcasikhaṁ gandhabbaputtaṁ āmantesi: Dann wandte sich Sakka an den Zentauren Pañcasikha:
“bahūpakāro kho mesi tvaṁ, tāta pañcasikha, yaṁ tvaṁ bhagavantaṁ paṭhamaṁ pasādesi. „Lieber Pañcasikha, du warst mir eine große Hilfe, indem du zuerst den Buddha bezaubert hast,
Tayā, tāta, paṭhamaṁ pasāditaṁ pacchā mayaṁ taṁ bhagavantaṁ dassanāya upasaṅkamimhā arahantaṁ sammāsambuddhaṁ. sodass ich anschließend zu ihm gehen konnte.
Pettike vā ṭhāne ṭhapayissāmi, gandhabbarājā bhavissasi, bhaddañca te sūriyavacchasaṁ dammi, sā hi te abhipatthitā”ti. Ich werde dich auf die Stellung deines Vaters berufen – du sollst der König der Zentauren sein. Und ich gebe dir Bhaddā Suriyavaccasā, denn sie liebt dich sehr.“
Atha kho sakko devānamindo pāṇinā pathaviṁ parāmasitvā tikkhattuṁ udānaṁ udānesi: Dann berührte Sakka mit seiner Hand die Erde und drückte dreimal dieses innige Gefühl aus:
“Namo tassa bhagavato arahato sammāsambuddhassa. „Ehre diesem Gesegneten, dem Vollendeten, dem vollkommen erwachten Buddha!
Namo tassa bhagavato arahato sammāsambuddhassa. Ehre diesem Gesegneten, dem Vollendeten, dem vollkommen erwachten Buddha!
Namo tassa bhagavato arahato sammāsambuddhassā”ti. Ehre diesem Gesegneten, dem Vollendeten, dem vollkommen erwachten Buddha!“
Imasmiñca pana veyyākaraṇasmiṁ bhaññamāne sakkassa devānamindassa virajaṁ vītamalaṁ dhammacakkhuṁ udapādi: Und während diese Lehrrede gesprochen wurde, ging Sakka dem Götterfürsten das unbefleckte, makellose Auge des Dhamma auf:
“yaṁ kiñci samudayadhammaṁ sabbaṁ taṁ nirodhadhamman”ti. „Alles, was einen Anfang hat, hat auch ein Ende.“
Aññesañca asītiyā devatāsahassānaṁ; Und 80.000 anderen Gottheiten erging es ebenso.
iti ye sakkena devānamindena ajjhiṭṭhapañhā puṭṭhā, te bhagavatā byākatā. So waren die Fragen, die Sakka stellte, und die der Buddha beantwortete.
Tasmā imassa veyyākaraṇassa sakkapañhātveva adhivacananti. Und darum ist der Name dieser Lehrrede „Sakkas Fragen“.
Sakkapañhasuttaṁ niṭṭhitaṁ aṭṭhamaṁ.