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Dīgha Nikāya 22 Lange Lehrreden 22
Mahāsatipaṭṭhānasutta Die längere Lehrrede über Achtsamkeitsmeditation
Evaṁ me sutaṁ—So habe ich es gehört:
ekaṁ samayaṁ bhagavā kurūsu viharati kammāsadhammaṁ nāma kurūnaṁ nigamo. Einmal hielt sich der Buddha im Land der Kurus auf, bei dem Marktflecken der Kurus mit Namen Kammāsadamma.
Tatra kho bhagavā bhikkhū āmantesi: Da wandte sich der Buddha an die Mönche und Nonnen:
“bhikkhavo”ti. „Mönche und Nonnen!“
“Bhaddante”ti te bhikkhū bhagavato paccassosuṁ. „Ehrwürdiger Herr“, antworteten sie.
Bhagavā etadavoca: Der Buddha sagte:
“Ekāyano ayaṁ, bhikkhave, maggo sattānaṁ visuddhiyā, sokaparidevānaṁ samatikkamāya dukkhadomanassānaṁ atthaṅgamāya ñāyassa adhigamāya nibbānassa sacchikiriyāya, yadidaṁ cattāro satipaṭṭhānā. „Das ist der Pfad zur Vereinigung, Mönche und Nonnen, um die Wesen zu läutern, Kummer und Weinen zu überwinden, Schmerz und Traurigkeit ein Ende zu machen, das System zu entdecken und das Erlöschen zu verwirklichen: nämlich die vier Arten der Achtsamkeitsmeditation.
Katame cattāro? Welche vier?
Idha, bhikkhave, bhikkhu kāye kāyānupassī viharati ātāpī sampajāno satimā vineyya loke abhijjhādomanassaṁ, Da meditiert ein Mönch, indem er einen Aspekt des Körpers beobachtet – eifrig, bewusst und achtsam, frei von Begehrlichkeit und Verdrießlichkeit gegenüber der Welt.
vedanāsu vedanānupassī viharati ātāpī sampajāno satimā vineyya loke abhijjhādomanassaṁ, Er meditiert, indem er einen Aspekt der Gefühle beobachtet – eifrig, bewusst und achtsam, frei von Begehrlichkeit und Verdrießlichkeit gegenüber der Welt.
citte cittānupassī viharati ātāpī sampajāno satimā vineyya loke abhijjhādomanassaṁ, Er meditiert, indem er einen Aspekt des Geistes beobachtet – eifrig, bewusst und achtsam, frei von Begehrlichkeit und Verdrießlichkeit gegenüber der Welt.
dhammesu dhammānupassī viharati ātāpī sampajāno satimā vineyya loke abhijjhādomanassaṁ. Er meditiert, indem er einen Aspekt der natürlichen Gesetzmäßigkeiten beobachtet – eifrig, bewusst und achtsam, frei von Begehrlichkeit und Verdrießlichkeit gegenüber der Welt.
Uddeso niṭṭhito.
1. Kāyānupassanā 1. Beobachtung des Körpers
1.1. Kāyānupassanāānāpānapabba 1.1. Achtsamkeit auf den Atem
Kathañca pana, bhikkhave, bhikkhu kāye kāyānupassī viharati? Und wie meditiert ein Mönch, indem er einen Aspekt des Körpers beobachtet?
Idha, bhikkhave, bhikkhu araññagato vā rukkhamūlagato vā suññāgāragato vā nisīdati pallaṅkaṁ ābhujitvā ujuṁ kāyaṁ paṇidhāya parimukhaṁ satiṁ upaṭṭhapetvā. Da geht ein Mönch in die Wildnis, zum Fuß eines Baumes oder in eine leere Hütte, setzt sich dort mit gekreuzten Beinen hin, richtet den Körper gerade auf und verankert die Achtsamkeit bei sich.
So satova assasati, satova passasati. Ganz achtsam atmet er ein. Achtsam atmet er aus.
Dīghaṁ vā assasanto ‘dīghaṁ assasāmī’ti pajānāti, dīghaṁ vā passasanto ‘dīghaṁ passasāmī’ti pajānāti. Wenn er schwer einatmet, weiß er: ‚Ich atme schwer ein.‘ Wenn er schwer ausatmet, weiß er: ‚Ich atme schwer aus.‘
Rassaṁ vā assasanto ‘rassaṁ assasāmī’ti pajānāti, rassaṁ vā passasanto ‘rassaṁ passasāmī’ti pajānāti. Wenn er leicht einatmet, weiß er: ‚Ich atme leicht ein.‘ Wenn er leicht ausatmet, weiß er: ‚Ich atme leicht aus.‘
‘Sabbakāyapaṭisaṁvedī assasissāmī’ti sikkhati, ‘sabbakāyapaṭisaṁvedī passasissāmī’ti sikkhati. Er schult sich: ‚Ich werde beim Einatmen den ganzen Körper spüren.‘ Er schult sich: ‚Ich werde beim Ausatmen den ganzen Körper spüren.‘
‘Passambhayaṁ kāyasaṅkhāraṁ assasissāmī’ti sikkhati, ‘passambhayaṁ kāyasaṅkhāraṁ passasissāmī’ti sikkhati. Er schult sich: ‚Ich werde beim Einatmen den körperlichen Vorgang stillen.‘ Er schult sich: ‚Ich werde beim Ausatmen den körperlichen Vorgang stillen.‘
Seyyathāpi, bhikkhave, dakkho bhamakāro vā bhamakārantevāsī vā dīghaṁ vā añchanto ‘dīghaṁ añchāmī’ti pajānāti, rassaṁ vā añchanto ‘rassaṁ añchāmī’ti pajānāti; Wie ein geschickter Drechsler oder Drechslerlehrling: Wenn er einen tiefen Schnitt macht, weiß er: ‚Ich mache einen tiefen Schnitt‘, und wenn er einen flachen Schnitt macht, weiß er: ‚Ich mache einen flachen Schnitt.‘
evameva kho, bhikkhave, bhikkhu dīghaṁ vā assasanto ‘dīghaṁ assasāmī’ti pajānāti, dīghaṁ vā passasanto ‘dīghaṁ passasāmī’ti pajānāti, rassaṁ vā assasanto ‘rassaṁ assasāmī’ti pajānāti, rassaṁ vā passasanto ‘rassaṁ passasāmī’ti pajānāti. Ebenso weiß ein Mönch, wenn er schwer einatmet: ‚Ich atme schwer ein.‘ Wenn er schwer ausatmet, weiß er: ‚Ich atme schwer aus.‘ Wenn er leicht einatmet, weiß er: ‚Ich atme leicht ein.‘ Wenn er leicht ausatmet, weiß er: ‚Ich atme leicht aus.‘
‘Sabbakāyapaṭisaṁvedī assasissāmī’ti sikkhati, ‘sabbakāyapaṭisaṁvedī passasissāmī’ti sikkhati, ‘passambhayaṁ kāyasaṅkhāraṁ assasissāmī’ti sikkhati, ‘passambhayaṁ kāyasaṅkhāraṁ passasissāmī’ti sikkhati. Er schult sich: ‚Ich werde beim Einatmen den ganzen Körper spüren.‘ Er schult sich: ‚Ich werde beim Ausatmen den ganzen Körper spüren.‘ Er schult sich: ‚Ich werde beim Einatmen den körperlichen Vorgang stillen.‘ Er schult sich: ‚Ich werde beim Ausatmen den körperlichen Vorgang stillen.‘
Iti ajjhattaṁ vā kāye kāyānupassī viharati, bahiddhā vā kāye kāyānupassī viharati, ajjhattabahiddhā vā kāye kāyānupassī viharati. Und so meditiert er, indem er einen Aspekt des Körpers innerlich beobachtet, indem er ihn äußerlich beobachtet, indem er ihn sowohl innerlich als auch äußerlich beobachtet.
Samudayadhammānupassī vā kāyasmiṁ viharati, vayadhammānupassī vā kāyasmiṁ viharati, samudayavayadhammānupassī vā kāyasmiṁ viharati. Er meditiert, indem er den Körper beobachtet, wie er entstehen muss, wie er verschwinden muss, wie er sowohl entstehen als auch verschwinden muss.
‘Atthi kāyo’ti vā panassa sati paccupaṭṭhitā hoti yāvadeva ñāṇamattāya paṭissatimattāya anissito ca viharati, na ca kiñci loke upādiyati. Oder die Achtsamkeit, dass der Körper da ist, ist verankert, soweit das für das Wissen und die Achtsamkeit nötig ist. Er meditiert unabhängig und ergreift nichts in der Welt.
Evampi kho, bhikkhave, bhikkhu kāye kāyānupassī viharati. So meditiert ein Mönch, indem er einen Aspekt des Körpers beobachtet.
Ānāpānapabbaṁ niṭṭhitaṁ.
1.2. Kāyānupassanāiriyāpathapabba 1.2. Die Stellungen
Puna caparaṁ, bhikkhave, bhikkhu gacchanto vā ‘gacchāmī’ti pajānāti, ṭhito vā ‘ṭhitomhī’ti pajānāti, nisinno vā ‘nisinnomhī’ti pajānāti, sayāno vā ‘sayānomhī’ti pajānāti, Dann weiß da ein Mönch, wenn er geht: ‚Ich gehe.‘ Wenn er steht, weiß er: ‚Ich stehe.‘ Wenn er sitzt, weiß er: ‚Ich sitze.‘ Und wenn er liegt, weiß er: ‚Ich liege.‘
yathā yathā vā panassa kāyo paṇihito hoti tathā tathā naṁ pajānāti. Ganz gleich, in welcher Stellung sich sein Körper befindet, er weiß es.
Iti ajjhattaṁ vā kāye kāyānupassī viharati, bahiddhā vā kāye kāyānupassī viharati, ajjhattabahiddhā vā kāye kāyānupassī viharati. Und so meditiert er, indem er einen Aspekt des Körpers innerlich beobachtet, indem er ihn äußerlich beobachtet, indem er ihn sowohl innerlich als auch äußerlich beobachtet.
Samudayadhammānupassī vā kāyasmiṁ viharati, vayadhammānupassī vā kāyasmiṁ viharati, samudayavayadhammānupassī vā kāyasmiṁ viharati. Er meditiert, indem er den Körper beobachtet, wie er entstehen muss, wie er verschwinden muss, wie er sowohl entstehen als auch verschwinden muss.
‘Atthi kāyo’ti vā panassa sati paccupaṭṭhitā hoti yāvadeva ñāṇamattāya paṭissatimattāya anissito ca viharati, na ca kiñci loke upādiyati. Oder die Achtsamkeit, dass der Körper da ist, ist verankert, soweit das für das Wissen und die Achtsamkeit nötig ist. Er meditiert unabhängig und ergreift nichts in der Welt.
Evampi kho, bhikkhave, bhikkhu kāye kāyānupassī viharati. Auch so meditiert ein Mönch, indem er einen Aspekt des Körpers beobachtet.
Iriyāpathapabbaṁ niṭṭhitaṁ.
1.3. Kāyānupassanāsampajānapabba 1.3. Situationsbewusstsein
Puna caparaṁ, bhikkhave, bhikkhu abhikkante paṭikkante sampajānakārī hoti, ālokite vilokite sampajānakārī hoti, samiñjite pasārite sampajānakārī hoti, saṅghāṭipattacīvaradhāraṇe sampajānakārī hoti, asite pīte khāyite sāyite sampajānakārī hoti, uccārapassāvakamme sampajānakārī hoti, gate ṭhite nisinne sutte jāgarite bhāsite tuṇhībhāve sampajānakārī hoti. Dann handelt da ein Mönch mit Situationsbewusstsein beim Ausgehen und Zurückkommen, beim Hin- und Wegschauen, beim Beugen und Strecken der Glieder, beim Tragen von äußerer Robe, Schale und Roben, beim Essen, Trinken, Kauen, Schmecken, beim Ausscheiden von Urin und Kot, beim Gehen, Stehen, Sitzen, Schlafen und Wachen, Reden und Schweigen.
Iti ajjhattaṁ vā …pe… Und so meditiert er, indem er einen Aspekt des Körpers innerlich beobachtet …
Evampi kho, bhikkhave, bhikkhu kāye kāyānupassī viharati. Auch so meditiert ein Mönch, indem er einen Aspekt des Körpers beobachtet.
Sampajānapabbaṁ niṭṭhitaṁ.
1.4. Kāyānupassanāpaṭikūlamanasikārapabba 1.4. Den Geist auf das Widerwärtige richten
Puna caparaṁ, bhikkhave, bhikkhu imameva kāyaṁ uddhaṁ pādatalā adho kesamatthakā tacapariyantaṁ pūraṁ nānappakārassa asucino paccavekkhati: Dann betrachtet da ein Mönch seinen eigenen Körper, von den Fußsohlen aufwärts und von den Haarspitzen abwärts, der von Haut umhüllt und mit zahlreichen widerlichen Dingen angefüllt ist.
‘atthi imasmiṁ kāye kesā lomā nakhā dantā taco, maṁsaṁ nhāru aṭṭhi aṭṭhimiñjaṁ vakkaṁ, hadayaṁ yakanaṁ kilomakaṁ pihakaṁ papphāsaṁ, antaṁ antaguṇaṁ udariyaṁ karīsaṁ, pittaṁ semhaṁ pubbo lohitaṁ sedo medo, assu vasā kheḷo siṅghāṇikā lasikā muttan’ti. ‚In diesem Körper gibt es Kopfhaare, Körperhaare, Nägel, Zähne, Haut, Fleisch, Sehnen, Knochen, Knochenmark, Nieren, Herz, Leber, Zwerchfell, Milz, Lungen, Därme, Gekröse, Speisebrei, Kot, Galle, Schleim, Eiter, Blut, Schweiß, Fett, Tränen, Talg, Speichel, Nasenschleim, Gelenkschmiere, Urin.‘
Seyyathāpi, bhikkhave, ubhatomukhā putoḷi pūrā nānāvihitassa dhaññassa, seyyathidaṁ—sālīnaṁ vīhīnaṁ muggānaṁ māsānaṁ tilānaṁ taṇḍulānaṁ. Tamenaṁ cakkhumā puriso muñcitvā paccavekkheyya: ‘ime sālī, ime vīhī ime muggā ime māsā ime tilā ime taṇḍulā’ti. Wie ein Sack mit Öffnungen an beiden Seiten, der mit vielerlei Körnern gefüllt ist, wie feinem Reis, Weizen, Mungobohnen, Erbsen, Sesam und gewöhnlichem Reis. Und ein Mensch mit klaren Augen würde ihn öffnen und seinen Inhalt untersuchen: ‚Diese Körner sind feiner Reis, diese sind Weizen, diese sind Mungobohnen, diese sind Erbsen, diese sind Sesam und diese sind gewöhnlicher Reis.‘
Evameva kho, bhikkhave, bhikkhu imameva kāyaṁ uddhaṁ pādatalā adho kesamatthakā tacapariyantaṁ pūraṁ nānappakārassa asucino paccavekkhati:
‘atthi imasmiṁ kāye kesā lomā …pe… muttan’ti.
Iti ajjhattaṁ vā …pe… Und so meditiert er, indem er einen Aspekt des Körpers innerlich beobachtet …
Evampi kho, bhikkhave, bhikkhu kāye kāyānupassī viharati. Auch so meditiert ein Mönch, indem er einen Aspekt des Körpers beobachtet.
Paṭikūlamanasikārapabbaṁ niṭṭhitaṁ.
1.5. Kāyānupassanādhātumanasikārapabba 1.5. Den Geist auf die Elemente richten
Puna caparaṁ, bhikkhave, bhikkhu imameva kāyaṁ yathāṭhitaṁ yathāpaṇihitaṁ dhātuso paccavekkhati: Dann betrachtet da ein Mönch seinen eigenen Körper, ganz gleich, wo und in welcher Stellung er sich befindet, entsprechend der Elemente:
‘atthi imasmiṁ kāye pathavīdhātu āpodhātu tejodhātu vāyodhātū’ti. ‚In diesem Körper gibt es das Erdelement, das Wasserelement, das Feuerelement und das Windelement.‘
Seyyathāpi, bhikkhave, dakkho goghātako vā goghātakantevāsī vā gāviṁ vadhitvā catumahāpathe bilaso vibhajitvā nisinno assa; Wie wenn da ein geschickter Metzger oder Metzgerlehrling eine Kuh schlachten würde und sich mit dem in Portionen geschnittenen Fleisch an eine Straßenkreuzung setzte.
evameva kho, bhikkhave, bhikkhu imameva kāyaṁ yathāṭhitaṁ yathāpaṇihitaṁ dhātuso paccavekkhati:
‘atthi imasmiṁ kāye pathavīdhātu āpodhātu tejodhātu vāyodhātū’ti.
Iti ajjhattaṁ vā kāye kāyānupassī viharati …pe… Und so meditiert er, indem er einen Aspekt des Körpers innerlich beobachtet …
Evampi kho, bhikkhave, bhikkhu kāye kāyānupassī viharati. Auch so meditiert ein Mönch, indem er einen Aspekt des Körpers beobachtet.
Dhātumanasikārapabbaṁ niṭṭhitaṁ.
1.6. Kāyānupassanānavasivathikapabba 1.6. Die Leichenfeldbetrachtungen
Puna caparaṁ, bhikkhave, bhikkhu seyyathāpi passeyya sarīraṁ sivathikāya chaḍḍitaṁ ekāhamataṁ vā dvīhamataṁ vā tīhamataṁ vā uddhumātakaṁ vinīlakaṁ vipubbakajātaṁ. Nehmen wir dann an, ein Mönch sähe eine Leiche, weggeworfen auf ein Leichenfeld, einen, zwei oder drei Tage tot, aufgedunsen, blau verfärbt und verwesend.
So imameva kāyaṁ upasaṁharati: Er würde sie mit seinem eigenen Körper vergleichen:
‘ayampi kho kāyo evaṁdhammo evaṁbhāvī evaṁanatīto’ti. ‚Dieser Körper hat dieselbe Natur, ist von derselben Art und kann nicht darüber hinausgehen.‘
Iti ajjhattaṁ vā …pe… Und so meditiert er, indem er einen Aspekt des Körpers innerlich beobachtet …
Evampi kho, bhikkhave, bhikkhu kāye kāyānupassī viharati. Auch so meditiert ein Mönch, indem er einen Aspekt des Körpers beobachtet.
Puna caparaṁ, bhikkhave, bhikkhu seyyathāpi passeyya sarīraṁ sivathikāya chaḍḍitaṁ kākehi vā khajjamānaṁ kulalehi vā khajjamānaṁ gijjhehi vā khajjamānaṁ kaṅkehi vā khajjamānaṁ sunakhehi vā khajjamānaṁ byagghehi vā khajjamānaṁ dīpīhi vā khajjamānaṁ siṅgālehi vā khajjamānaṁ vividhehi vā pāṇakajātehi khajjamānaṁ. Nehmen wir dann an, er sähe eine Leiche, weggeworfen auf ein Leichenfeld, die von Krähen, Habichten, Geiern, Reihern, Hunden, Tigern, Leoparden, Schakalen und vielen Arten von Kleintieren gefressen würde.
So imameva kāyaṁ upasaṁharati: Er würde sie mit seinem eigenen Körper vergleichen:
‘ayampi kho kāyo evaṁdhammo evaṁbhāvī evaṁanatīto’ti. ‚Dieser Körper hat dieselbe Natur, ist von derselben Art und kann nicht darüber hinausgehen.‘
Iti ajjhattaṁ vā …pe… Und so meditiert er, indem er einen Aspekt des Körpers innerlich beobachtet …
Evampi kho, bhikkhave, bhikkhu kāye kāyānupassī viharati. Auch so meditiert ein Mönch, indem er einen Aspekt des Körpers beobachtet.
Puna caparaṁ, bhikkhave, bhikkhu seyyathāpi passeyya sarīraṁ sivathikāya chaḍḍitaṁ aṭṭhikasaṅkhalikaṁ samaṁsalohitaṁ nhārusambandhaṁ …pe… Nehmen wir dann an, er sähe eine Leiche, weggeworfen auf ein Leichenfeld, ein Skelett mit Fleisch- und Blutresten, das von Sehnen zusammengehalten wird …
Aṭṭhikasaṅkhalikaṁ nimaṁsalohitamakkhitaṁ nhārusambandhaṁ …pe… ein Skelett ohne Fleisch, doch blutverschmiert und von Sehnen zusammengehalten …
Aṭṭhikasaṅkhalikaṁ apagatamaṁsalohitaṁ nhārusambandhaṁ …pe… ein Skelett ohne Fleisch und Blut, von Sehnen zusammengehalten …
Aṭṭhikāni apagatasambandhāni disā vidisā vikkhittāni, aññena hatthaṭṭhikaṁ aññena pādaṭṭhikaṁ aññena gopphakaṭṭhikaṁ aññena jaṅghaṭṭhikaṁ aññena ūruṭṭhikaṁ aññena kaṭiṭṭhikaṁ aññena phāsukaṭṭhikaṁ aññena piṭṭhiṭṭhikaṁ aññena khandhaṭṭhikaṁ aññena gīvaṭṭhikaṁ aññena hanukaṭṭhikaṁ aññena dantaṭṭhikaṁ aññena sīsakaṭāhaṁ. Knochen ohne Sehnen, in alle Himmelsrichtungen verstreut: hier ein Handknochen, da ein Fußknochen, hier ein Knöchel, da ein Schienbein, hier ein Oberschenkel, da ein Hüftknochen, hier eine Rippe, da ein Wirbelknochen, hier ein Armknochen, da ein Halswirbel, hier ein Kieferknochen, da ein Zahn, hier der Schädel. …
So imameva kāyaṁ upasaṁharati:
‘ayampi kho kāyo evaṁdhammo evaṁbhāvī evaṁanatīto’ti.
Iti ajjhattaṁ vā …pe…
viharati.
Puna caparaṁ, bhikkhave, bhikkhu seyyathāpi passeyya sarīraṁ sivathikāya chaḍḍitaṁ aṭṭhikāni setāni saṅkhavaṇṇapaṭibhāgāni …pe… weiße Knochen, muschelfarben …
Aṭṭhikāni puñjakitāni terovassikāni …pe… zerfallende Knochen, auf einen Haufen getürmt, drei oder vier Jahre alt …
Aṭṭhikāni pūtīni cuṇṇakajātāni. vermoderte Knochen, zu Staub zerfallen.
So imameva kāyaṁ upasaṁharati: Er würde das mit seinem eigenen Körper vergleichen:
‘ayampi kho kāyo evaṁdhammo evaṁbhāvī evaṁanatīto’ti. ‚Dieser Körper hat dieselbe Natur, ist von derselben Art und kann nicht darüber hinausgehen.‘
Iti ajjhattaṁ vā kāye kāyānupassī viharati, bahiddhā vā kāye kāyānupassī viharati, ajjhattabahiddhā vā kāye kāyānupassī viharati. Und so meditiert er, indem er einen Aspekt des Körpers innerlich beobachtet, indem er ihn äußerlich beobachtet, indem er ihn sowohl innerlich als auch äußerlich beobachtet.
Samudayadhammānupassī vā kāyasmiṁ viharati, vayadhammānupassī vā kāyasmiṁ viharati, samudayavayadhammānupassī vā kāyasmiṁ viharati. Er meditiert, indem er den Körper beobachtet, wie er entstehen muss, wie er verschwinden muss, wie er sowohl entstehen als auch verschwinden muss.
‘Atthi kāyo’ti vā panassa sati paccupaṭṭhitā hoti yāvadeva ñāṇamattāya paṭissatimattāya anissito ca viharati, na ca kiñci loke upādiyati. Oder die Achtsamkeit, dass der Körper da ist, ist verankert, soweit das für das Wissen und die Achtsamkeit nötig ist. Er meditiert unabhängig und ergreift nichts in der Welt.
Evampi kho, bhikkhave, bhikkhu kāye kāyānupassī viharati. Auch so meditiert ein Mönch, indem er einen Aspekt des Körpers beobachtet.
Navasivathikapabbaṁ niṭṭhitaṁ.
Cuddasa kāyānupassanā niṭṭhitā.
2. Vedanānupassanā 2. Beobachtung der Gefühle
Kathañca pana, bhikkhave, bhikkhu vedanāsu vedanānupassī viharati? Und wie meditiert ein Mönch, indem er einen Aspekt der Gefühle beobachtet?
Idha, bhikkhave, bhikkhu sukhaṁ vā vedanaṁ vedayamāno ‘sukhaṁ vedanaṁ vedayāmī’ti pajānāti. Da weiß ein Mönch, wenn er ein angenehmes Gefühl fühlt: ‚Ich fühle ein angenehmes Gefühl.‘
Dukkhaṁ vā vedanaṁ vedayamāno ‘dukkhaṁ vedanaṁ vedayāmī’ti pajānāti. Wenn er ein schmerzhaftes Gefühl fühlt, weiß er: ‚Ich fühle ein schmerzhaftes Gefühl.‘
Adukkhamasukhaṁ vā vedanaṁ vedayamāno ‘adukkhamasukhaṁ vedanaṁ vedayāmī’ti pajānāti. Wenn er ein neutrales Gefühl fühlt, weiß er: ‚Ich fühle ein neutrales Gefühl.‘
Sāmisaṁ vā sukhaṁ vedanaṁ vedayamāno ‘sāmisaṁ sukhaṁ vedanaṁ vedayāmī’ti pajānāti. Wenn er ein fleischliches angenehmes Gefühl fühlt, weiß er: ‚Ich fühle ein fleischliches angenehmes Gefühl.‘
Nirāmisaṁ vā sukhaṁ vedanaṁ vedayamāno ‘nirāmisaṁ sukhaṁ vedanaṁ vedayāmī’ti pajānāti. Wenn er ein nicht-fleischliches angenehmes Gefühl fühlt, weiß er: ‚Ich fühle ein nicht-fleischliches angenehmes Gefühl.‘
Sāmisaṁ vā dukkhaṁ vedanaṁ vedayamāno ‘sāmisaṁ dukkhaṁ vedanaṁ vedayāmī’ti pajānāti. Wenn er ein fleischliches schmerzhaftes Gefühl fühlt, weiß er: ‚Ich fühle ein fleischliches schmerzhaftes Gefühl.‘
Nirāmisaṁ vā dukkhaṁ vedanaṁ vedayamāno ‘nirāmisaṁ dukkhaṁ vedanaṁ vedayāmī’ti pajānāti. Wenn er ein nicht-fleischliches schmerzhaftes Gefühl fühlt, weiß er: ‚Ich fühle ein nicht-fleischliches schmerzhaftes Gefühl.‘
Sāmisaṁ vā adukkhamasukhaṁ vedanaṁ vedayamāno ‘sāmisaṁ adukkhamasukhaṁ vedanaṁ vedayāmī’ti pajānāti. Wenn er ein fleischliches neutrales Gefühl fühlt, weiß er: ‚Ich fühle ein fleischliches neutrales Gefühl.‘
Nirāmisaṁ vā adukkhamasukhaṁ vedanaṁ vedayamāno ‘nirāmisaṁ adukkhamasukhaṁ vedanaṁ vedayāmī’ti pajānāti. Wenn er ein nicht-fleischliches neutrales Gefühl fühlt, weiß er: ‚Ich fühle ein nicht-fleischliches neutrales Gefühl.‘
Iti ajjhattaṁ vā vedanāsu vedanānupassī viharati, bahiddhā vā vedanāsu vedanānupassī viharati, ajjhattabahiddhā vā vedanāsu vedanānupassī viharati. Und so meditiert er, indem er einen Aspekt der Gefühle innerlich beobachtet, indem er ihn äußerlich beobachtet, indem er ihn sowohl innerlich als auch äußerlich beobachtet.
Samudayadhammānupassī vā vedanāsu viharati, vayadhammānupassī vā vedanāsu viharati, samudayavayadhammānupassī vā vedanāsu viharati. Er meditiert, indem er die Gefühle beobachtet, wie sie entstehen müssen, wie sie verschwinden müssen, wie sie sowohl entstehen als auch verschwinden müssen.
‘Atthi vedanā’ti vā panassa sati paccupaṭṭhitā hoti yāvadeva ñāṇamattāya paṭissatimattāya anissito ca viharati, na ca kiñci loke upādiyati. Oder die Achtsamkeit, dass die Gefühle da sind, ist verankert, soweit das für das Wissen und die Achtsamkeit nötig ist. Er meditiert unabhängig und ergreift nichts in der Welt.
Evampi kho, bhikkhave, bhikkhu vedanāsu vedanānupassī viharati. So meditiert ein Mönch, indem er einen Aspekt der Gefühle beobachtet.
Vedanānupassanā niṭṭhitā.
3. Cittānupassanā 3. Beobachtung des Geistes
Kathañca pana, bhikkhave, bhikkhu citte cittānupassī viharati? Und wie meditiert ein Mönch, indem er einen Aspekt des Geistes beobachtet?
Idha, bhikkhave, bhikkhu sarāgaṁ vā cittaṁ ‘sarāgaṁ cittan’ti pajānāti. Da erkennt ein Mönch einen gierigen Geist als ‚gierigen Geist‘
Vītarāgaṁ vā cittaṁ ‘vītarāgaṁ cittan’ti pajānāti. und einen von Gier freien Geist als ‚von Gier freien Geist‘.
Sadosaṁ vā cittaṁ ‘sadosaṁ cittan’ti pajānāti. Er erkennt einen hasserfüllten Geist als ‚hasserfüllten Geist‘
Vītadosaṁ vā cittaṁ ‘vītadosaṁ cittan’ti pajānāti. und einen von Hass freien Geist als ‚von Hass freien Geist‘.
Samohaṁ vā cittaṁ ‘samohaṁ cittan’ti pajānāti. Er erkennt einen Geist, der sich täuscht, als ‚Geist, der sich täuscht,‘
Vītamohaṁ vā cittaṁ ‘vītamohaṁ cittan’ti pajānāti. und einen von Täuschung freien Geist als ‚von Täuschung freien Geist‘.
Saṅkhittaṁ vā cittaṁ ‘saṅkhittaṁ cittan’ti pajānāti. Er erkennt einen eingeengten Geist als ‚eingeengten Geist‘
Vikkhittaṁ vā cittaṁ ‘vikkhittaṁ cittan’ti pajānāti. und einen zerstreuten Geist als ‚zerstreuten Geist‘.
Mahaggataṁ vā cittaṁ ‘mahaggataṁ cittan’ti pajānāti. Er erkennt einen ausgedehnten Geist als ‚ausgedehnten Geist‘
Amahaggataṁ vā cittaṁ ‘amahaggataṁ cittan’ti pajānāti. und einen nicht ausgedehnten Geist als ‚nicht ausgedehnten Geist‘.
Sauttaraṁ vā cittaṁ ‘sauttaraṁ cittan’ti pajānāti. Er erkennt einen Geist, der nicht unübertrefflich ist, als ‚Geist, der nicht unübertrefflich ist,‘
Anuttaraṁ vā cittaṁ ‘anuttaraṁ cittan’ti pajānāti. und einen unübertrefflichen Geist als ‚unübertrefflichen Geist‘.
Samāhitaṁ vā cittaṁ ‘samāhitaṁ cittan’ti pajānāti. Er erkennt einen im Samādhi versunkenen Geist als ‚im Samādhi versunkenen Geist‘
Asamāhitaṁ vā cittaṁ ‘asamāhitaṁ cittan’ti pajānāti. und einen nicht im Samādhi versunkenen Geist als ‚nicht im Samādhi versunkenen Geist‘.
Vimuttaṁ vā cittaṁ ‘vimuttaṁ cittan’ti pajānāti. Er erkennt einen befreiten Geist als ‚befreiten Geist‘
Avimuttaṁ vā cittaṁ ‘avimuttaṁ cittan’ti pajānāti. und einen nicht befreiten Geist als ‚nicht befreiten Geist‘.
Iti ajjhattaṁ vā citte cittānupassī viharati, bahiddhā vā citte cittānupassī viharati, ajjhattabahiddhā vā citte cittānupassī viharati. Und so meditiert er, indem er einen Aspekt des Geistes innerlich beobachtet, indem er ihn äußerlich beobachtet, indem er ihn sowohl innerlich als auch äußerlich beobachtet.
Samudayadhammānupassī vā cittasmiṁ viharati, vayadhammānupassī vā cittasmiṁ viharati, samudayavayadhammānupassī vā cittasmiṁ viharati. Er meditiert, indem er den Geist beobachtet, wie er entstehen muss, wie er verschwinden muss, wie er sowohl entstehen als auch verschwinden muss.
‘Atthi cittan’ti vā panassa sati paccupaṭṭhitā hoti yāvadeva ñāṇamattāya paṭissatimattāya anissito ca viharati, na ca kiñci loke upādiyati. Oder die Achtsamkeit, dass der Geist da ist, ist verankert, soweit das für das Wissen und die Achtsamkeit nötig ist. Er meditiert unabhängig und ergreift nichts in der Welt.
Evampi kho, bhikkhave, bhikkhu citte cittānupassī viharati. So meditiert ein Mönch, indem er einen Aspekt des Geistes beobachtet.
Cittānupassanā niṭṭhitā.
4. Dhammānupassanā 4. Beobachtung von natürlichen Gesetzmäßigkeiten
4.1. Dhammānupassanānīvaraṇapabba 4.1. Die Hindernisse
Kathañca pana, bhikkhave, bhikkhu dhammesu dhammānupassī viharati? Und wie meditiert ein Mönch, indem er einen Aspekt der natürlichen Gesetzmäßigkeiten beobachtet?
Idha, bhikkhave, bhikkhu dhammesu dhammānupassī viharati pañcasu nīvaraṇesu. Da meditiert ein Mönch, indem er einen Aspekt der natürlichen Gesetzmäßigkeiten in Bezug auf die fünf Hindernisse beobachtet.
Kathañca pana, bhikkhave, bhikkhu dhammesu dhammānupassī viharati pañcasu nīvaraṇesu? Und wie meditiert ein Mönch, indem er einen Aspekt der natürlichen Gesetzmäßigkeiten in Bezug auf die fünf Hindernisse beobachtet?
Idha, bhikkhave, bhikkhu santaṁ vā ajjhattaṁ kāmacchandaṁ ‘atthi me ajjhattaṁ kāmacchando’ti pajānāti, asantaṁ vā ajjhattaṁ kāmacchandaṁ ‘natthi me ajjhattaṁ kāmacchando’ti pajānāti, yathā ca anuppannassa kāmacchandassa uppādo hoti tañca pajānāti, yathā ca uppannassa kāmacchandassa pahānaṁ hoti tañca pajānāti, yathā ca pahīnassa kāmacchandassa āyatiṁ anuppādo hoti tañca pajānāti. Da versteht ein Mönch, wenn sinnliches Begehren in ihm ist: ‚In mir ist sinnliches Begehren‘. Wenn kein sinnliches Begehren in ihm ist, versteht er: ‚In mir ist kein sinnliches Begehren‘. Er versteht, wie sinnliches Begehren aufkommt; wie es, wenn es aufgekommen ist, aufgegeben wird; und wie es, wenn es aufgegeben wurde, in Zukunft nicht mehr aufkommt.
Santaṁ vā ajjhattaṁ byāpādaṁ ‘atthi me ajjhattaṁ byāpādo’ti pajānāti, asantaṁ vā ajjhattaṁ byāpādaṁ ‘natthi me ajjhattaṁ byāpādo’ti pajānāti, yathā ca anuppannassa byāpādassa uppādo hoti tañca pajānāti, yathā ca uppannassa byāpādassa pahānaṁ hoti tañca pajānāti, yathā ca pahīnassa byāpādassa āyatiṁ anuppādo hoti tañca pajānāti. Wenn böser Wille in ihm ist, versteht er: ‚In mir ist böser Wille‘. Wenn kein böser Wille in ihm ist, versteht er: ‚In mir ist kein böser Wille‘. Er versteht, wie böser Wille aufkommt; wie er, wenn er aufgekommen ist, aufgegeben wird; und wie er, wenn er aufgegeben wurde, in Zukunft nicht mehr aufkommt.
Santaṁ vā ajjhattaṁ thinamiddhaṁ ‘atthi me ajjhattaṁ thinamiddhan’ti pajānāti, asantaṁ vā ajjhattaṁ thinamiddhaṁ ‘natthi me ajjhattaṁ thinamiddhan’ti pajānāti, yathā ca anuppannassa thinamiddhassa uppādo hoti tañca pajānāti, yathā ca uppannassa thinamiddhassa pahānaṁ hoti tañca pajānāti, yathā ca pahīnassa thinamiddhassa āyatiṁ anuppādo hoti tañca pajānāti. Wenn Dumpfheit und Benommenheit in ihm sind, versteht er: ‚In mir sind Dumpfheit und Benommenheit‘. Wenn keine Dumpfheit und keine Benommenheit in ihm ist, versteht er: ‚In mir ist keine Dumpfheit und keine Benommenheit‘. Er versteht, wie Dumpfheit und Benommenheit aufkommen; wie sie, wenn sie aufgekommen sind, aufgegeben werden; und wie sie, wenn sie aufgegeben wurden, in Zukunft nicht mehr aufkommen.
Santaṁ vā ajjhattaṁ uddhaccakukkuccaṁ ‘atthi me ajjhattaṁ uddhaccakukkuccan’ti pajānāti, asantaṁ vā ajjhattaṁ uddhaccakukkuccaṁ ‘natthi me ajjhattaṁ uddhaccakukkuccan’ti pajānāti, yathā ca anuppannassa uddhaccakukkuccassa uppādo hoti tañca pajānāti, yathā ca uppannassa uddhaccakukkuccassa pahānaṁ hoti tañca pajānāti, yathā ca pahīnassa uddhaccakukkuccassa āyatiṁ anuppādo hoti tañca pajānāti. Wenn Rastlosigkeit und Reue in ihm sind, versteht er: ‚In mir sind Rastlosigkeit und Reue‘. Wenn keine Rastlosigkeit und keine Reue in ihm ist, versteht er: ‚In mir ist keine Rastlosigkeit und keine Reue‘. Er versteht, wie Rastlosigkeit und Reue aufkommen; wie sie, wenn sie aufgekommen sind, aufgegeben werden; und wie sie, wenn sie aufgegeben wurden, in Zukunft nicht mehr aufkommen.
Santaṁ vā ajjhattaṁ vicikicchaṁ ‘atthi me ajjhattaṁ vicikicchā’ti pajānāti, asantaṁ vā ajjhattaṁ vicikicchaṁ ‘natthi me ajjhattaṁ vicikicchā’ti pajānāti, yathā ca anuppannāya vicikicchāya uppādo hoti tañca pajānāti, yathā ca uppannāya vicikicchāya pahānaṁ hoti tañca pajānāti, yathā ca pahīnāya vicikicchāya āyatiṁ anuppādo hoti tañca pajānāti. Wenn Zweifel in ihm ist, versteht er: ‚In mir ist Zweifel‘. Wenn kein Zweifel in ihm ist, versteht er: ‚In mir ist kein Zweifel‘. Er versteht, wie Zweifel aufkommt; wie er, wenn er aufgekommen ist, aufgegeben wird; und wie er, wenn er aufgegeben wurde, in Zukunft nicht mehr aufkommt.
Iti ajjhattaṁ vā dhammesu dhammānupassī viharati, bahiddhā vā dhammesu dhammānupassī viharati, ajjhattabahiddhā vā dhammesu dhammānupassī viharati. Und so meditiert er, indem er einen Aspekt der natürlichen Gesetzmäßigkeiten innerlich beobachtet, indem er ihn äußerlich beobachtet, indem er ihn sowohl innerlich als auch äußerlich beobachtet.
Samudayadhammānupassī vā dhammesu viharati, vayadhammānupassī vā dhammesu viharati, samudayavayadhammānupassī vā dhammesu viharati. Er meditiert, indem er die natürlichen Gesetzmäßigkeiten beobachtet, wie sie entstehen müssen, wie sie verschwinden müssen, wie sie sowohl entstehen als auch verschwinden müssen.
‘Atthi dhammā’ti vā panassa sati paccupaṭṭhitā hoti yāvadeva ñāṇamattāya paṭissatimattāya, anissito ca viharati, na ca kiñci loke upādiyati. Oder die Achtsamkeit, dass die natürlichen Gesetzmäßigkeiten da sind, ist verankert, soweit das für das Wissen und die Achtsamkeit nötig ist. Er meditiert unabhängig und ergreift nichts in der Welt.
Evampi kho, bhikkhave, bhikkhu dhammesu dhammānupassī viharati pañcasu nīvaraṇesu. So meditiert ein Mönch, indem er einen Aspekt der natürlichen Gesetzmäßigkeiten in Bezug auf die fünf Hindernisse beobachtet.
Nīvaraṇapabbaṁ niṭṭhitaṁ.
4.2. Dhammānupassanākhandhapabba 4.2. Die Aggregate
Puna caparaṁ, bhikkhave, bhikkhu dhammesu dhammānupassī viharati pañcasu upādānakkhandhesu. Dann meditiert da ein Mönch, indem er einen Aspekt der natürlichen Gesetzmäßigkeiten in Bezug auf die fünf mit Ergreifen verbundenen Aggregate beobachtet.
Kathañca pana, bhikkhave, bhikkhu dhammesu dhammānupassī viharati pañcasu upādānakkhandhesu? Und wie meditiert ein Mönch, indem er einen Aspekt der natürlichen Gesetzmäßigkeiten in Bezug auf die fünf mit Ergreifen verbundenen Aggregate beobachtet?
Idha, bhikkhave, bhikkhu: Da stellt ein Mönch die Betrachtung an:
‘iti rūpaṁ, iti rūpassa samudayo, iti rūpassa atthaṅgamo; ‚So ist Form, so ist ihr Ursprung, so ihr Enden.
iti vedanā, iti vedanāya samudayo, iti vedanāya atthaṅgamo; So ist Gefühl, so ist sein Ursprung, so sein Enden.
iti saññā, iti saññāya samudayo, iti saññāya atthaṅgamo; So ist Wahrnehmung, so ist ihr Ursprung, so ihr Enden.
iti saṅkhārā, iti saṅkhārānaṁ samudayo, iti saṅkhārānaṁ atthaṅgamo, So sind Willensbildungsprozesse, so ist ihr Ursprung, so ihr Enden.
iti viññāṇaṁ, iti viññāṇassa samudayo, iti viññāṇassa atthaṅgamo’ti, So ist Bewusstsein, so ist sein Ursprung, so sein Enden.‘
iti ajjhattaṁ vā dhammesu dhammānupassī viharati, bahiddhā vā dhammesu dhammānupassī viharati, ajjhattabahiddhā vā dhammesu dhammānupassī viharati. Und so meditiert er, indem er einen Aspekt der natürlichen Gesetzmäßigkeiten innerlich beobachtet …
Samudayadhammānupassī vā dhammesu viharati, vayadhammānupassī vā dhammesu viharati, samudayavayadhammānupassī vā dhammesu viharati.
‘Atthi dhammā’ti vā panassa sati paccupaṭṭhitā hoti yāvadeva ñāṇamattāya paṭissatimattāya, anissito ca viharati, na ca kiñci loke upādiyati.
Evampi kho, bhikkhave, bhikkhu dhammesu dhammānupassī viharati pañcasu upādānakkhandhesu. So meditiert ein Mönch, indem er einen Aspekt der natürlichen Gesetzmäßigkeiten in Bezug auf die fünf mit Ergreifen verbundenen Aggregate beobachtet.
Khandhapabbaṁ niṭṭhitaṁ.
4.3. Dhammānupassanāāyatanapabba 4.3. Die Sinnesfelder
Puna caparaṁ, bhikkhave, bhikkhu dhammesu dhammānupassī viharati chasu ajjhattikabāhiresu āyatanesu. Dann meditiert da ein Mönch, indem er einen Aspekt der natürlichen Gesetzmäßigkeiten in Bezug auf die sechs inneren und äußeren Sinnesfelder beobachtet.
Kathañca pana, bhikkhave, bhikkhu dhammesu dhammānupassī viharati chasu ajjhattikabāhiresu āyatanesu? Und wie meditiert ein Mönch, indem er einen Aspekt der natürlichen Gesetzmäßigkeiten in Bezug auf die sechs inneren und äußeren Sinnesfelder beobachtet?
Idha, bhikkhave, bhikkhu cakkhuñca pajānāti, rūpe ca pajānāti, yañca tadubhayaṁ paṭicca uppajjati saṁyojanaṁ tañca pajānāti, yathā ca anuppannassa saṁyojanassa uppādo hoti tañca pajānāti, yathā ca uppannassa saṁyojanassa pahānaṁ hoti tañca pajānāti, yathā ca pahīnassa saṁyojanassa āyatiṁ anuppādo hoti tañca pajānāti. Da versteht ein Mönch das Auge, die Bilder und die Fessel, die in Abhängigkeit von beiden entsteht. Er versteht, wie die Fessel, wenn sie noch nicht entstanden ist, entsteht; wie die Fessel, wenn sie entstanden ist, aufgegeben wird; und wie die Fessel, wenn sie aufgegeben wurde, in Zukunft nicht mehr entsteht.
Sotañca pajānāti, sadde ca pajānāti, yañca tadubhayaṁ paṭicca uppajjati saṁyojanaṁ tañca pajānāti, yathā ca anuppannassa saṁyojanassa uppādo hoti tañca pajānāti, yathā ca uppannassa saṁyojanassa pahānaṁ hoti tañca pajānāti, yathā ca pahīnassa saṁyojanassa āyatiṁ anuppādo hoti tañca pajānāti. Er versteht das Ohr, die Töne und die Fessel, die in Abhängigkeit von beiden entsteht …
Ghānañca pajānāti, gandhe ca pajānāti, yañca tadubhayaṁ paṭicca uppajjati saṁyojanaṁ tañca pajānāti, yathā ca anuppannassa saṁyojanassa uppādo hoti tañca pajānāti, yathā ca uppannassa saṁyojanassa pahānaṁ hoti tañca pajānāti, yathā ca pahīnassa saṁyojanassa āyatiṁ anuppādo hoti tañca pajānāti. Er versteht die Nase, die Gerüche und die Fessel, die in Abhängigkeit von beiden entsteht …
Jivhañca pajānāti, rase ca pajānāti, yañca tadubhayaṁ paṭicca uppajjati saṁyojanaṁ tañca pajānāti, yathā ca anuppannassa saṁyojanassa uppādo hoti tañca pajānāti, yathā ca uppannassa saṁyojanassa pahānaṁ hoti tañca pajānāti, yathā ca pahīnassa saṁyojanassa āyatiṁ anuppādo hoti tañca pajānāti. Er versteht die Zunge, die Geschmäcke und die Fessel, die in Abhängigkeit von beiden entsteht …
Kāyañca pajānāti, phoṭṭhabbe ca pajānāti, yañca tadubhayaṁ paṭicca uppajjati saṁyojanaṁ tañca pajānāti, yathā ca anuppannassa saṁyojanassa uppādo hoti tañca pajānāti, yathā ca uppannassa saṁyojanassa pahānaṁ hoti tañca pajānāti, yathā ca pahīnassa saṁyojanassa āyatiṁ anuppādo hoti tañca pajānāti. Er versteht den Körper, die Berührungen und die Fessel, die in Abhängigkeit von beiden entsteht …
Manañca pajānāti, dhamme ca pajānāti, yañca tadubhayaṁ paṭicca uppajjati saṁyojanaṁ tañca pajānāti, yathā ca anuppannassa saṁyojanassa uppādo hoti tañca pajānāti, yathā ca uppannassa saṁyojanassa pahānaṁ hoti tañca pajānāti, yathā ca pahīnassa saṁyojanassa āyatiṁ anuppādo hoti tañca pajānāti. Er versteht den Geist, die Vorstellungen und die Fessel, die in Abhängigkeit von beiden entsteht. Er versteht, wie die Fessel, wenn sie noch nicht entstanden ist, entsteht; wie die Fessel, wenn sie entstanden ist, aufgegeben wird; und wie die Fessel, wenn sie aufgegeben wurde, in Zukunft nicht mehr entsteht.
Iti ajjhattaṁ vā dhammesu dhammānupassī viharati, bahiddhā vā dhammesu dhammānupassī viharati, ajjhattabahiddhā vā dhammesu dhammānupassī viharati. Und so meditiert er, indem er einen Aspekt der natürlichen Gesetzmäßigkeiten innerlich beobachtet …
Samudayadhammānupassī vā dhammesu viharati, vayadhammānupassī vā dhammesu viharati, samudayavayadhammānupassī vā dhammesu viharati.
‘Atthi dhammā’ti vā panassa sati paccupaṭṭhitā hoti yāvadeva ñāṇamattāya paṭissatimattāya, anissito ca viharati, na ca kiñci loke upādiyati.
Evampi kho, bhikkhave, bhikkhu dhammesu dhammānupassī viharati chasu ajjhattikabāhiresu āyatanesu. So meditiert ein Mönch, indem er einen Aspekt der natürlichen Gesetzmäßigkeiten in Bezug auf die sechs inneren und äußeren Sinnesfelder beobachtet.
Āyatanapabbaṁ niṭṭhitaṁ.
4.4. Dhammānupassanābojjhaṅgapabba 4.4. Die Faktoren des Erwachens
Puna caparaṁ, bhikkhave, bhikkhu dhammesu dhammānupassī viharati sattasu bojjhaṅgesu. Dann meditiert da ein Mönch, indem er einen Aspekt der natürlichen Gesetzmäßigkeiten in Bezug auf die sieben Faktoren des Erwachens beobachtet.
Kathañca pana, bhikkhave, bhikkhu dhammesu dhammānupassī viharati sattasu bojjhaṅgesu? Und wie meditiert ein Mönch, indem er einen Aspekt der natürlichen Gesetzmäßigkeiten in Bezug auf die sieben Faktoren des Erwachens beobachtet?
Idha, bhikkhave, bhikkhu santaṁ vā ajjhattaṁ satisambojjhaṅgaṁ ‘atthi me ajjhattaṁ satisambojjhaṅgo’ti pajānāti, asantaṁ vā ajjhattaṁ satisambojjhaṅgaṁ ‘natthi me ajjhattaṁ satisambojjhaṅgo’ti pajānāti, yathā ca anuppannassa satisambojjhaṅgassa uppādo hoti tañca pajānāti, yathā ca uppannassa satisambojjhaṅgassa bhāvanāya pāripūrī hoti tañca pajānāti. Da versteht ein Mönch, wenn der Faktor des Erwachens Achtsamkeit in ihm ist: ‚In mir ist der Faktor des Erwachens Achtsamkeit.‘ Wenn der Faktor des Erwachens Achtsamkeit nicht in ihm ist, versteht er: ‚In mir ist nicht der Faktor des Erwachens Achtsamkeit.‘ Er versteht, wie der Faktor des Erwachens Achtsamkeit, wenn er nicht entstanden ist, entsteht; und wie der Faktor des Erwachens Achtsamkeit, wenn er entstanden ist, vollständig entwickelt wird.
Santaṁ vā ajjhattaṁ dhammavicayasambojjhaṅgaṁ ‘atthi me ajjhattaṁ dhammavicayasambojjhaṅgo’ti pajānāti, asantaṁ vā ajjhattaṁ dhammavicayasambojjhaṅgaṁ ‘natthi me ajjhattaṁ dhammavicayasambojjhaṅgo’ti pajānāti, yathā ca anuppannassa dhammavicayasambojjhaṅgassa uppādo hoti tañca pajānāti, yathā ca uppannassa dhammavicayasambojjhaṅgassa bhāvanāya pāripūrī hoti tañca pajānāti. Wenn der Faktor des Erwachens Erforschung der Gesetzmäßigkeiten in ihm ist …
Santaṁ vā ajjhattaṁ vīriyasambojjhaṅgaṁ ‘atthi me ajjhattaṁ vīriyasambojjhaṅgo’ti pajānāti, asantaṁ vā ajjhattaṁ vīriyasambojjhaṅgaṁ ‘natthi me ajjhattaṁ vīriyasambojjhaṅgo’ti pajānāti, yathā ca anuppannassa vīriyasambojjhaṅgassa uppādo hoti tañca pajānāti, yathā ca uppannassa vīriyasambojjhaṅgassa bhāvanāya pāripūrī hoti tañca pajānāti. Wenn der Faktor des Erwachens Energie in ihm ist …
Santaṁ vā ajjhattaṁ pītisambojjhaṅgaṁ ‘atthi me ajjhattaṁ pītisambojjhaṅgo’ti pajānāti, asantaṁ vā ajjhattaṁ pītisambojjhaṅgaṁ ‘natthi me ajjhattaṁ pītisambojjhaṅgo’ti pajānāti, yathā ca anuppannassa pītisambojjhaṅgassa uppādo hoti tañca pajānāti, yathā ca uppannassa pītisambojjhaṅgassa bhāvanāya pāripūrī hoti tañca pajānāti. Wenn der Faktor des Erwachens Ekstase in ihm ist …
Santaṁ vā ajjhattaṁ passaddhisambojjhaṅgaṁ ‘atthi me ajjhattaṁ passaddhisambojjhaṅgo’ti pajānāti, asantaṁ vā ajjhattaṁ passaddhisambojjhaṅgaṁ ‘natthi me ajjhattaṁ passaddhisambojjhaṅgo’ti pajānāti, yathā ca anuppannassa passaddhisambojjhaṅgassa uppādo hoti tañca pajānāti, yathā ca uppannassa passaddhisambojjhaṅgassa bhāvanāya pāripūrī hoti tañca pajānāti. Wenn der Faktor des Erwachens Stille in ihm ist …
Santaṁ vā ajjhattaṁ samādhisambojjhaṅgaṁ ‘atthi me ajjhattaṁ samādhisambojjhaṅgo’ti pajānāti, asantaṁ vā ajjhattaṁ samādhisambojjhaṅgaṁ ‘natthi me ajjhattaṁ samādhisambojjhaṅgo’ti pajānāti, yathā ca anuppannassa samādhisambojjhaṅgassa uppādo hoti tañca pajānāti, yathā ca uppannassa samādhisambojjhaṅgassa bhāvanāya pāripūrī hoti tañca pajānāti. Wenn der Faktor des Erwachens Versenkung in ihm ist …
Santaṁ vā ajjhattaṁ upekkhāsambojjhaṅgaṁ ‘atthi me ajjhattaṁ upekkhāsambojjhaṅgo’ti pajānāti, asantaṁ vā ajjhattaṁ upekkhāsambojjhaṅgaṁ ‘natthi me ajjhattaṁ upekkhāsambojjhaṅgo’ti pajānāti, yathā ca anuppannassa upekkhāsambojjhaṅgassa uppādo hoti tañca pajānāti, yathā ca uppannassa upekkhāsambojjhaṅgassa bhāvanāya pāripūrī hoti tañca pajānāti. Wenn der Faktor des Erwachens Gleichmut in ihm ist, versteht er: ‚In mir ist der Faktor des Erwachens Gleichmut.‘ Wenn der Faktor des Erwachens Gleichmut nicht in ihm ist, versteht er: ‚In mir ist nicht der Faktor des Erwachens Gleichmut.‘ Er versteht, wie der Faktor des Erwachens Gleichmut, wenn er nicht entstanden ist, entsteht; und wie der Faktor des Erwachens Gleichmut, wenn er entstanden ist, vollständig entwickelt wird.
Iti ajjhattaṁ vā dhammesu dhammānupassī viharati, bahiddhā vā dhammesu dhammānupassī viharati, ajjhattabahiddhā vā dhammesu dhammānupassī viharati. Und so meditiert er, indem er einen Aspekt der natürlichen Gesetzmäßigkeiten innerlich beobachtet, indem er ihn äußerlich beobachtet, indem er ihn sowohl innerlich als auch äußerlich beobachtet.
Samudayadhammānupassī vā dhammesu viharati, vayadhammānupassī vā dhammesu viharati, samudayavayadhammānupassī vā dhammesu viharati. Er meditiert, indem er die natürlichen Gesetzmäßigkeiten beobachtet, wie sie entstehen müssen, wie sie verschwinden müssen, wie sie sowohl entstehen als auch verschwinden müssen.
‘Atthi dhammā’ti vā panassa sati paccupaṭṭhitā hoti yāvadeva ñāṇamattāya paṭissatimattāya, anissito ca viharati, na ca kiñci loke upādiyati. Oder die Achtsamkeit, dass die natürlichen Gesetzmäßigkeiten da sind, ist verankert, soweit das für das Wissen und die Achtsamkeit nötig ist. Er meditiert unabhängig und ergreift nichts in der Welt.
Evampi kho, bhikkhave, bhikkhu dhammesu dhammānupassī viharati sattasu bojjhaṅgesu. So meditiert ein Mönch, indem er einen Aspekt der natürlichen Gesetzmäßigkeiten in Bezug auf die sieben Faktoren des Erwachens beobachtet.
Bojjhaṅgapabbaṁ niṭṭhitaṁ.
4.5. Dhammānupassanāsaccapabba 4.5. Die Wahrheiten
Puna caparaṁ, bhikkhave, bhikkhu dhammesu dhammānupassī viharati catūsu ariyasaccesu. Dann meditiert da ein Mönch, indem er einen Aspekt der natürlichen Gesetzmäßigkeiten in Bezug auf die vier edlen Wahrheiten beobachtet.
Kathañca pana, bhikkhave, bhikkhu dhammesu dhammānupassī viharati catūsu ariyasaccesu? Und wie meditiert ein Mönch, indem er einen Aspekt der natürlichen Gesetzmäßigkeiten in Bezug auf die vier edlen Wahrheiten beobachtet?
Idha, bhikkhave, bhikkhu ‘idaṁ dukkhan’ti yathābhūtaṁ pajānāti, ‘ayaṁ dukkhasamudayo’ti yathābhūtaṁ pajānāti, ‘ayaṁ dukkhanirodho’ti yathābhūtaṁ pajānāti, ‘ayaṁ dukkhanirodhagāminī paṭipadā’ti yathābhūtaṁ pajānāti. Da versteht ein Mönch wahrhaftig: ‚Das ist das Leiden‘, … ‚das ist der Ursprung des Leidens‘, … ‚das ist das Aufhören des Leidens‘, … ‚das ist die Übung, die zum Aufhören des Leidens führt‘.
Paṭhamabhāṇavāro niṭṭhito. Der erste Abschnitt zum Aufsagen ist zu Ende.
4.5.1. Dukkhasaccaniddesa 4.5.1. Die Wahrheit vom Leiden
Katamañca, bhikkhave, dukkhaṁ ariyasaccaṁ? Und was ist die edle Wahrheit vom Leiden?
Jātipi dukkhā, jarāpi dukkhā, maraṇampi dukkhaṁ, sokaparidevadukkhadomanassupāyāsāpi dukkhā, appiyehi sampayogopi dukkho, piyehi vippayogopi dukkho, yampicchaṁ na labhati tampi dukkhaṁ, saṅkhittena pañcupādānakkhandhā dukkhā. Wiedergeburt ist Leiden; Alter ist Leiden; Tod ist Leiden; Kummer, Klage, Schmerz, Traurigkeit und Bedrängnis sind Leiden; mit Ungeliebtem vereint sein ist Leiden; von Geliebtem getrennt sein ist Leiden; nicht bekommen, was man wünscht, ist Leiden. Kurz, die fünf mit Ergreifen verbundenen Aggregate sind Leiden.
Katamā ca, bhikkhave, jāti? Und was ist Wiedergeburt?
Yā tesaṁ tesaṁ sattānaṁ tamhi tamhi sattanikāye jāti sañjāti okkanti abhinibbatti khandhānaṁ pātubhāvo āyatanānaṁ paṭilābho, Die Wiedergeburt, der Anfang, die Empfängnis, die Reinkarnation, die Manifestation der Aggregate und der Erwerb der Sinnesfelder bei den verschiedenen Wesen der verschiedenen Gattungen von Wesen;
ayaṁ vuccati, bhikkhave, jāti. das nennt man Wiedergeburt.
Katamā ca, bhikkhave, jarā? Und was ist Alter?
Yā tesaṁ tesaṁ sattānaṁ tamhi tamhi sattanikāye jarā jīraṇatā khaṇḍiccaṁ pāliccaṁ valittacatā āyuno saṁhāni indriyānaṁ paripāko, Das Alter, das Herunterkommen, bröckelige Zähne, graue Haare, runzelige Haut, abnehmende Lebensenergie und versagende Sinneskräfte bei den verschiedenen Wesen der verschiedenen Gattungen von Wesen –
ayaṁ vuccati, bhikkhave, jarā. das nennt man Alter.
Katamañca, bhikkhave, maraṇaṁ? Und was ist Tod?
Yaṁ tesaṁ tesaṁ sattānaṁ tamhā tamhā sattanikāyā cuti cavanatā bhedo antaradhānaṁ maccu maraṇaṁ kālakiriyā khandhānaṁ bhedo kaḷevarassa nikkhepo jīvitindriyassupacchedo, Das Hinscheiden, Dahingehen, Auseinanderbrechen, Ableben, die Sterblichkeit, der Tod, der Hingang, das Auseinanderbrechen der Aggregate, das Ablegen der Leiche und das Abschneiden der Lebenskraft bei den verschiedenen Wesen der verschiedenen Gattungen von Wesen –
idaṁ vuccati, bhikkhave, maraṇaṁ. das nennt man Tod.
Katamo ca, bhikkhave, soko? Und was ist Kummer?
Yo kho, bhikkhave, aññataraññatarena byasanena samannāgatassa aññataraññatarena dukkhadhammena phuṭṭhassa soko socanā socitattaṁ antosoko antoparisoko, Der Kummer, das Bekümmertsein, der kummervolle Zustand, der innere Kummer, der innerliche tiefe Kummer bei jemandem, der Unglück erlebt und Leiden erfahren hat –
ayaṁ vuccati, bhikkhave, soko. Das nennt man Kummer.
Katamo ca, bhikkhave, paridevo? Und was ist Klage?
Yo kho, bhikkhave, aññataraññatarena byasanena samannāgatassa aññataraññatarena dukkhadhammena phuṭṭhassa ādevo paridevo ādevanā paridevanā ādevitattaṁ paridevitattaṁ, Die Klage, Wehklage, das Klagen und Wehklagen, der Zustand des Klagens und Wehklagens bei jemandem, der Unglück erlebt und Leiden erfahren hat –
ayaṁ vuccati, bhikkhave, paridevo. das nennt man Klage.
Katamañca, bhikkhave, dukkhaṁ? Und was ist Schmerz?
Yaṁ kho, bhikkhave, kāyikaṁ dukkhaṁ kāyikaṁ asātaṁ kāyasamphassajaṁ dukkhaṁ asātaṁ vedayitaṁ, Körperlicher Schmerz, körperliches Unwohlsein, das schmerzhafte, unerfreuliche Gefühl, das aus körperlichem Kontakt entspringt –
idaṁ vuccati, bhikkhave, dukkhaṁ. das nennt man Schmerz.
Katamañca, bhikkhave, domanassaṁ? Und was ist Traurigkeit?
Yaṁ kho, bhikkhave, cetasikaṁ dukkhaṁ cetasikaṁ asātaṁ manosamphassajaṁ dukkhaṁ asātaṁ vedayitaṁ, Seelischer Schmerz, seelisches Unwohlsein, das schmerzhafte, unerfreuliche Gefühl, das aus Kontakt mit dem Geist entspringt –
idaṁ vuccati, bhikkhave, domanassaṁ. das nennt man Traurigkeit.
Katamo ca, bhikkhave, upāyāso? Und was ist Bedrängnis?
Yo kho, bhikkhave, aññataraññatarena byasanena samannāgatassa aññataraññatarena dukkhadhammena phuṭṭhassa āyāso upāyāso āyāsitattaṁ upāyāsitattaṁ, Das Bedrängtsein, die Bedrängnis, der Zustand von Bedrängtsein und Bedrängnis bei jemandem, der Unglück erlebt und Leiden erfahren hat –
ayaṁ vuccati, bhikkhave, upāyāso. das nennt man Bedrängnis.
Katamo ca, bhikkhave, appiyehi sampayogo dukkho? Und was bedeutet: ‚Mit Ungeliebtem vereint sein ist Leiden‘?
Idha yassa te honti aniṭṭhā akantā amanāpā rūpā saddā gandhā rasā phoṭṭhabbā dhammā, ye vā panassa te honti anatthakāmā ahitakāmā aphāsukakāmā ayogakkhemakāmā, yā tehi saddhiṁ saṅgati samāgamo samodhānaṁ missībhāvo, Es gibt Bilder, Töne, Gerüche, Geschmäcke, Berührungen und Vorstellungen, die unerwünscht, unwillkommen und unangenehm sind. Und es gibt die, die einem schaden, einen verletzen, beunruhigen und einem drohen wollen. Das Zusammenkommen mit diesen, das Zusammentreffen, das Bilden einer Gemeinschaft, das Mischen mit ihnen –
ayaṁ vuccati, bhikkhave, appiyehi sampayogo dukkho. das bedeutet: ‚Mit Ungeliebtem vereint sein ist Leiden‘.
Katamo ca, bhikkhave, piyehi vippayogo dukkho? Und was bedeutet: ‚Von Geliebtem getrennt sein ist Leiden‘?
Idha yassa te honti iṭṭhā kantā manāpā rūpā saddā gandhā rasā phoṭṭhabbā dhammā, ye vā panassa te honti atthakāmā hitakāmā phāsukakāmā yogakkhemakāmā mātā vā pitā vā bhātā vā bhaginī vā mittā vā amaccā vā ñātisālohitā vā, yā tehi saddhiṁ asaṅgati asamāgamo asamodhānaṁ amissībhāvo, Es gibt Bilder, Töne, Gerüche, Geschmäcke, Berührungen und Vorstellungen, die erwünscht, willkommen und angenehm sind. Und es gibt die, die einem nützen, helfen, einen beruhigen und beschützen wollen: Mutter und Vater, Bruder und Schwester, Freunde und Kollegen, Verwandte und Sippenangehörige. Die Absonderung von diesen, das Getrenntsein, die Trennung, das Scheiden von ihnen –
ayaṁ vuccati, bhikkhave, piyehi vippayogo dukkho. das bedeutet: ‚Von Geliebtem getrennt sein ist Leiden‘.
Katamañca, bhikkhave, yampicchaṁ na labhati tampi dukkhaṁ? Und was bedeutet: ‚Nicht bekommen, was man wünscht, ist Leiden‘?
Jātidhammānaṁ, bhikkhave, sattānaṁ evaṁ icchā uppajjati: Bei Lebewesen, die wiedergeboren werden müssen, kommt ein Wunsch auf:
‘aho vata mayaṁ na jātidhammā assāma, na ca vata no jāti āgaccheyyā’ti. ‚Ach, dass wir doch nicht wiedergeboren werden müssten! Dass doch die Wiedergeburt nicht zu uns käme!‘
Na kho panetaṁ icchāya pattabbaṁ, Aber das ist durch Wünschen nicht zu erlangen.
idampi yampicchaṁ na labhati tampi dukkhaṁ. Das bedeutet: ‚Nicht bekommen, was man wünscht, ist Leiden‘.
Jarādhammānaṁ, bhikkhave, sattānaṁ evaṁ icchā uppajjati: Bei Lebewesen, die alt werden müssen, …
‘aho vata mayaṁ na jarādhammā assāma, na ca vata no jarā āgaccheyyā’ti.
Na kho panetaṁ icchāya pattabbaṁ, idampi yampicchaṁ na labhati tampi dukkhaṁ.
Byādhidhammānaṁ, bhikkhave, sattānaṁ evaṁ icchā uppajjati ‘aho vata mayaṁ na byādhidhammā assāma, na ca vata no byādhi āgaccheyyā’ti. die krank werden müssen …
Na kho panetaṁ icchāya pattabbaṁ, idampi yampicchaṁ na labhati tampi dukkhaṁ.
Maraṇadhammānaṁ, bhikkhave, sattānaṁ evaṁ icchā uppajjati ‘aho vata mayaṁ na maraṇadhammā assāma, na ca vata no maraṇaṁ āgaccheyyā’ti. die sterben müssen …
Na kho panetaṁ icchāya pattabbaṁ, idampi yampicchaṁ na labhati tampi dukkhaṁ.
Sokaparidevadukkhadomanassupāyāsadhammānaṁ, bhikkhave, sattānaṁ evaṁ icchā uppajjati ‘aho vata mayaṁ na sokaparidevadukkhadomanassupāyāsadhammā assāma, na ca vata no sokaparidevadukkhadomanassupāyāsaā āgaccheyyun’ti. die Kummer, Klage, Schmerz, Traurigkeit und Bedrängnis erfahren müssen, kommt ein Wunsch auf: ‚Ach, dass wir doch nicht Kummer, Klage, Schmerz, Traurigkeit und Bedrängnis erfahren müssten! Dass doch Kummer, Klage, Schmerz, Traurigkeit und Bedrängnis nicht zu uns kämen!‘
Na kho panetaṁ icchāya pattabbaṁ, Aber das ist durch Wünschen nicht zu erlangen.
idampi yampicchaṁ na labhati tampi dukkhaṁ. Das bedeutet: ‚Nicht bekommen, was man wünscht, ist Leiden‘.
Katame ca, bhikkhave, saṅkhittena pañcupādānakkhandhā dukkhā? Und was bedeutet: ‚Kurz, die fünf mit Ergreifen verbundenen Aggregate sind Leiden‘?
Seyyathidaṁ—rūpupādānakkhandho, vedanupādānakkhandho, saññupādānakkhandho, saṅkhārupādānakkhandho, viññāṇupādānakkhandho. Es sind die mit Ergreifen verbundenen Aggregate, die aus Form, Gefühl, Wahrnehmung, Willensbildungsprozessen und Bewusstsein bestehen.
Ime vuccanti, bhikkhave, saṅkhittena pañcupādānakkhandhā dukkhā. Das bedeutet: ‚Kurz, die fünf mit Ergreifen verbundenen Aggregate sind Leiden‘.
Idaṁ vuccati, bhikkhave, dukkhaṁ ariyasaccaṁ. Das nennt man die edle Wahrheit vom Leiden.
4.5.2. Samudayasaccaniddesa 4.5.2. Die Wahrheit vom Ursprung
Katamañca, bhikkhave, dukkhasamudayaṁ ariyasaccaṁ? Und was ist die edle Wahrheit vom Ursprung des Leidens?
Yāyaṁ taṇhā ponobbhavikā nandīrāgasahagatā tatratatrābhinandinī, seyyathidaṁ—Es ist das Verlangen, das zu künftigen Leben führt. Es ist mit Genießen und Gier vermischt und vergnügt sich überall, wo es ankommt: nämlich
kāmataṇhā bhavataṇhā vibhavataṇhā. Verlangen nach Sinnenfreuden, Verlangen danach, das Dasein fortzusetzen, und Verlangen danach, das Dasein zu beenden.
Sā kho panesā, bhikkhave, taṇhā kattha uppajjamānā uppajjati, kattha nivisamānā nivisati? Aber wo entsteht dieses Verlangen und setzt sich fest?
Yaṁ loke piyarūpaṁ sātarūpaṁ, etthesā taṇhā uppajjamānā uppajjati, ettha nivisamānā nivisati. Bei allem, was in der Welt hübsch und angenehm erscheint, da entsteht dieses Verlangen und setzt sich fest.
Kiñca loke piyarūpaṁ sātarūpaṁ? Und was erscheint in der Welt hübsch und angenehm?
Cakkhu loke piyarūpaṁ sātarūpaṁ, etthesā taṇhā uppajjamānā uppajjati, ettha nivisamānā nivisati. Das Auge erscheint in der Welt hübsch und angenehm, und da entsteht dieses Verlangen und setzt sich fest.
Sotaṁ loke …pe… Das Ohr …
ghānaṁ loke … Die Nase …
jivhā loke … Die Zunge …
kāyo loke … Der Körper …
mano loke piyarūpaṁ sātarūpaṁ, etthesā taṇhā uppajjamānā uppajjati, ettha nivisamānā nivisati. Der Geist erscheint in der Welt hübsch und angenehm, und da entsteht dieses Verlangen und setzt sich fest.
Rūpā loke … Bilder …
saddā loke … Töne …
gandhā loke … Gerüche …
rasā loke … Geschmäcke …
phoṭṭhabbā loke … Berührungen …
dhammā loke piyarūpaṁ sātarūpaṁ, etthesā taṇhā uppajjamānā uppajjati, ettha nivisamānā nivisati. Vorstellungen erscheinen in der Welt hübsch und angenehm, und da entsteht dieses Verlangen und setzt sich fest.
Cakkhuviññāṇaṁ loke … Augenbewusstsein …
sotaviññāṇaṁ loke … Ohrbewusstsein …
ghānaviññāṇaṁ loke … Nasenbewusstsein …
jivhāviññāṇaṁ loke … Zungenbewusstsein …
kāyaviññāṇaṁ loke … Körperbewusstsein …
manoviññāṇaṁ loke piyarūpaṁ sātarūpaṁ, etthesā taṇhā uppajjamānā uppajjati, ettha nivisamānā nivisati. Geistbewusstsein erscheint in der Welt hübsch und angenehm, und da entsteht dieses Verlangen und setzt sich fest.
Cakkhusamphasso loke … Augenkontakt …
sotasamphasso loke … Ohrkontakt …
ghānasamphasso loke … Nasenkontakt …
jivhāsamphasso loke … Zungenkontakt …
kāyasamphasso loke … Körperkontakt …
manosamphasso loke piyarūpaṁ sātarūpaṁ, etthesā taṇhā uppajjamānā uppajjati, ettha nivisamānā nivisati. Geistkontakt erscheint in der Welt hübsch und angenehm, und da entsteht dieses Verlangen und setzt sich fest.
Cakkhusamphassajā vedanā loke … Aus Augenkontakt entsprungenes Gefühl …
sotasamphassajā vedanā loke … aus Ohrkontakt entsprungenes Gefühl …
ghānasamphassajā vedanā loke … aus Nasenkontakt entsprungenes Gefühl …
jivhāsamphassajā vedanā loke … aus Zungenkontakt entsprungenes Gefühl …
kāyasamphassajā vedanā loke … aus Körperkontakt entsprungenes Gefühl …
manosamphassajā vedanā loke piyarūpaṁ sātarūpaṁ, etthesā taṇhā uppajjamānā uppajjati, ettha nivisamānā nivisati. aus Geistkontakt entsprungenes Gefühl erscheint in der Welt hübsch und angenehm, und da entsteht dieses Verlangen und setzt sich fest.
Rūpasaññā loke … Wahrnehmung von Bildern …
saddasaññā loke … Wahrnehmung von Tönen …
gandhasaññā loke … Wahrnehmung von Gerüchen …
rasasaññā loke … Wahrnehmung von Geschmäcken …
phoṭṭhabbasaññā loke … Wahrnehmung von Berührungen …
dhammasaññā loke piyarūpaṁ sātarūpaṁ, etthesā taṇhā uppajjamānā uppajjati, ettha nivisamānā nivisati. Wahrnehmung von Vorstellungen erscheint in der Welt hübsch und angenehm, und da entsteht dieses Verlangen und setzt sich fest.
Rūpasañcetanā loke … Absicht in Bezug auf Bilder …
saddasañcetanā loke … Absicht in Bezug auf Töne …
gandhasañcetanā loke … Absicht in Bezug auf Gerüche …
rasasañcetanā loke … Absicht in Bezug auf Geschmäcke …
phoṭṭhabbasañcetanā loke … Absicht in Bezug auf Berührungen …
dhammasañcetanā loke piyarūpaṁ sātarūpaṁ, etthesā taṇhā uppajjamānā uppajjati, ettha nivisamānā nivisati. Absicht in Bezug auf Vorstellungen erscheint in der Welt hübsch und angenehm, und da entsteht dieses Verlangen und setzt sich fest.
Rūpataṇhā loke … Verlangen nach Bildern …
saddataṇhā loke … Verlangen nach Tönen …
gandhataṇhā loke … Verlangen nach Gerüchen …
rasataṇhā loke … Verlangen nach Geschmäcken …
phoṭṭhabbataṇhā loke … Verlangen nach Berührungen …
dhammataṇhā loke piyarūpaṁ sātarūpaṁ, etthesā taṇhā uppajjamānā uppajjati, ettha nivisamānā nivisati. Verlangen nach Vorstellungen erscheint in der Welt hübsch und angenehm, und da entsteht dieses Verlangen und setzt sich fest.
Rūpavitakko loke … Gedanken über Bilder …
saddavitakko loke … Gedanken über Töne …
gandhavitakko loke … Gedanken über Gerüche …
rasavitakko loke … Gedanken über Geschmäcke …
phoṭṭhabbavitakko loke … Gedanken über Berührungen …
dhammavitakko loke piyarūpaṁ sātarūpaṁ, etthesā taṇhā uppajjamānā uppajjati, ettha nivisamānā nivisati. Gedanken über Vorstellungen erscheinen in der Welt hübsch und angenehm, und da entsteht dieses Verlangen und setzt sich fest.
Rūpavicāro loke … Erwägungen über Bilder …
saddavicāro loke … Erwägungen über Töne …
gandhavicāro loke … Erwägungen über Gerüche …
rasavicāro loke … Erwägungen über Geschmäcke …
phoṭṭhabbavicāro loke … Erwägungen über Berührungen …
dhammavicāro loke piyarūpaṁ sātarūpaṁ, etthesā taṇhā uppajjamānā uppajjati, ettha nivisamānā nivisati. Erwägungen über Vorstellungen erscheinen in der Welt hübsch und angenehm, und da entsteht dieses Verlangen und setzt sich fest.
Idaṁ vuccati, bhikkhave, dukkhasamudayaṁ ariyasaccaṁ. Das nennt man die edle Wahrheit vom Ursprung des Leidens.
4.5.3. Nirodhasaccaniddesa 4.5.3. Die Wahrheit vom Aufhören
Katamañca, bhikkhave, dukkhanirodhaṁ ariyasaccaṁ? Und was ist die edle Wahrheit vom Aufhören des Leidens?
Yo tassāyeva taṇhāya asesavirāganirodho cāgo paṭinissaggo mutti anālayo. Es ist das restlose Schwinden und Aufhören eben dieses Verlangens, es herzugeben, loszulassen, freizusetzen und nicht daran festzuhalten.
Sā kho panesā, bhikkhave, taṇhā kattha pahīyamānā pahīyati, kattha nirujjhamānā nirujjhati? Aber wo wird dieses Verlangen aufgegeben und hört auf?
Yaṁ loke piyarūpaṁ sātarūpaṁ, etthesā taṇhā pahīyamānā pahīyati, ettha nirujjhamānā nirujjhati. Bei allem, was in der Welt hübsch und angenehm erscheint, da wird dieses Verlangen aufgegeben und hört auf.
Kiñca loke piyarūpaṁ sātarūpaṁ? Und was erscheint in der Welt hübsch und angenehm?
Cakkhu loke piyarūpaṁ sātarūpaṁ, etthesā taṇhā pahīyamānā pahīyati, ettha nirujjhamānā nirujjhati. Das Auge erscheint in der Welt hübsch und angenehm, und da wird dieses Verlangen aufgegeben und hört auf. …
Sotaṁ loke …pe…
ghānaṁ loke …
jivhā loke …
kāyo loke …
mano loke piyarūpaṁ sātarūpaṁ, etthesā taṇhā pahīyamānā pahīyati, ettha nirujjhamānā nirujjhati.
Rūpā loke …
saddā loke …
gandhā loke …
rasā loke …
phoṭṭhabbā loke …
dhammā loke piyarūpaṁ sātarūpaṁ, etthesā taṇhā pahīyamānā pahīyati, ettha nirujjhamānā nirujjhati.
Cakkhuviññāṇaṁ loke …
sotaviññāṇaṁ loke …
ghānaviññāṇaṁ loke …
jivhāviññāṇaṁ loke …
kāyaviññāṇaṁ loke …
manoviññāṇaṁ loke piyarūpaṁ sātarūpaṁ, etthesā taṇhā pahīyamānā pahīyati, ettha nirujjhamānā nirujjhati.
Cakkhusamphasso loke …
sotasamphasso loke …
ghānasamphasso loke …
jivhāsamphasso loke …
kāyasamphasso loke …
manosamphasso loke piyarūpaṁ sātarūpaṁ, etthesā taṇhā pahīyamānā pahīyati, ettha nirujjhamānā nirujjhati.
Cakkhusamphassajā vedanā loke …
sotasamphassajā vedanā loke …
ghānasamphassajā vedanā loke …
jivhāsamphassajā vedanā loke …
kāyasamphassajā vedanā loke …
manosamphassajā vedanā loke piyarūpaṁ sātarūpaṁ, etthesā taṇhā pahīyamānā pahīyati, ettha nirujjhamānā nirujjhati.
Rūpasaññā loke …
saddasaññā loke …
gandhasaññā loke …
rasasaññā loke …
phoṭṭhabbasaññā loke …
dhammasaññā loke piyarūpaṁ sātarūpaṁ, etthesā taṇhā pahīyamānā pahīyati, ettha nirujjhamānā nirujjhati.
Rūpasañcetanā loke …
saddasañcetanā loke …
gandhasañcetanā loke …
rasasañcetanā loke …
phoṭṭhabbasañcetanā loke …
dhammasañcetanā loke piyarūpaṁ sātarūpaṁ, etthesā taṇhā pahīyamānā pahīyati, ettha nirujjhamānā nirujjhati.
Rūpataṇhā loke …
saddataṇhā loke …
gandhataṇhā loke …
rasataṇhā loke …
phoṭṭhabbataṇhā loke …
dhammataṇhā loke piyarūpaṁ sātarūpaṁ, etthesā taṇhā pahīyamānā pahīyati, ettha nirujjhamānā nirujjhati.
Rūpavitakko loke …
saddavitakko loke …
gandhavitakko loke …
rasavitakko loke …
phoṭṭhabbavitakko loke …
dhammavitakko loke piyarūpaṁ sātarūpaṁ, etthesā taṇhā pahīyamānā pahīyati, ettha nirujjhamānā nirujjhati.
Rūpavicāro loke …
saddavicāro loke …
gandhavicāro loke …
rasavicāro loke …
phoṭṭhabbavicāro loke …
dhammavicāro loke piyarūpaṁ sātarūpaṁ, etthesā taṇhā pahīyamānā pahīyati, ettha nirujjhamānā nirujjhati. Erwägungen über Vorstellungen erscheinen in der Welt hübsch und angenehm, und da wird dieses Verlangen aufgegeben und hört auf.
Idaṁ vuccati, bhikkhave, dukkhanirodhaṁ ariyasaccaṁ. Das nennt man die edle Wahrheit vom Aufhören des Leidens.
4.5.4. Maggasaccaniddesa 4.5.4. Die Wahrheit vom Pfad
Katamañca, bhikkhave, dukkhanirodhagāminī paṭipadā ariyasaccaṁ? Und was ist die edle Wahrheit von der Übung, die zum Aufhören des Leidens führt?
Ayameva ariyo aṭṭhaṅgiko maggo seyyathidaṁ—Es ist einfach dieser edle achtfache Pfad: nämlich
sammādiṭṭhi sammāsaṅkappo sammāvācā sammākammanto sammāājīvo sammāvāyāmo sammāsati sammāsamādhi. rechte Ansicht, rechtes Denken, rechte Rede, rechtes Handeln, rechter Lebenserwerb, rechter Einsatz, rechte Achtsamkeit und rechte Versenkung.
Katamā ca, bhikkhave, sammādiṭṭhi? Und was ist rechte Ansicht?
Yaṁ kho, bhikkhave, dukkhe ñāṇaṁ, dukkhasamudaye ñāṇaṁ, dukkhanirodhe ñāṇaṁ, dukkhanirodhagāminiyā paṭipadāya ñāṇaṁ. Man kennt das Leiden, den Ursprung des Leidens, das Aufhören des Leidens und die Übung, die zum Aufhören des Leidens führt.
Ayaṁ vuccati, bhikkhave, sammādiṭṭhi. Das nennt man rechte Ansicht.
Katamo ca, bhikkhave, sammāsaṅkappo? Und was ist rechtes Denken?
Nekkhammasaṅkappo abyāpādasaṅkappo avihiṁsāsaṅkappo. Es sind entsagende, wohlwollende und mildherzige Gedanken.
Ayaṁ vuccati, bhikkhave, sammāsaṅkappo. Das nennt man rechtes Denken.
Katamā ca, bhikkhave, sammāvācā? Und was ist rechte Rede?
Musāvādā veramaṇī pisuṇāya vācāya veramaṇī pharusāya vācāya veramaṇī samphappalāpā veramaṇī. Man unterlässt den Gebrauch falscher, entzweiender, harter oder unsinniger Rede.
Ayaṁ vuccati, bhikkhave, sammāvācā. Das nennt man rechte Rede.
Katamo ca, bhikkhave, sammākammanto? Und was ist rechtes Handeln?
Pāṇātipātā veramaṇī adinnādānā veramaṇī kāmesumicchācārā veramaṇī. Man unterlässt es, lebende Geschöpfe zu töten, zu stehlen und sexuelle Verfehlungen zu begehen.
Ayaṁ vuccati, bhikkhave, sammākammanto. Das nennt man rechtes Handeln.
Katamo ca, bhikkhave, sammāājīvo? Und was ist rechter Lebenserwerb?
Idha, bhikkhave, ariyasāvako micchāājīvaṁ pahāya sammāājīvena jīvitaṁ kappeti. Es ist, wenn ein edler Schüler falschen Lebenserwerb aufgibt und seinen Unterhalt mit rechtem Lebenserwerb verdient.
Ayaṁ vuccati, bhikkhave, sammāājīvo. Das nennt man rechten Lebenserwerb.
Katamo ca, bhikkhave, sammāvāyāmo? Und was ist rechter Einsatz?
Idha, bhikkhave, bhikkhu anuppannānaṁ pāpakānaṁ akusalānaṁ dhammānaṁ anuppādāya chandaṁ janeti vāyamati vīriyaṁ ārabhati cittaṁ paggaṇhāti padahati; Da entwickelt ein Mönch Enthusiasmus, setzt sich ein, rüttelt seine Energie auf, gebraucht seinen Geist und bemüht sich, damit schlechte, untaugliche Eigenschaften nicht aufkommen.
uppannānaṁ pāpakānaṁ akusalānaṁ dhammānaṁ pahānāya chandaṁ janeti vāyamati vīriyaṁ ārabhati cittaṁ paggaṇhāti padahati; Er entwickelt Enthusiasmus, setzt sich ein, rüttelt seine Energie auf, gebraucht seinen Geist und bemüht sich, damit schlechte, untaugliche Eigenschaften, die aufgekommen sind, aufgegeben werden.
anuppannānaṁ kusalānaṁ dhammānaṁ uppādāya chandaṁ janeti vāyamati vīriyaṁ ārabhati cittaṁ paggaṇhāti padahati; Er entwickelt Enthusiasmus, setzt sich ein, rüttelt seine Energie auf, gebraucht seinen Geist und bemüht sich, damit taugliche Eigenschaften aufkommen.
uppannānaṁ kusalānaṁ dhammānaṁ ṭhitiyā asammosāya bhiyyobhāvāya vepullāya bhāvanāya pāripūriyā chandaṁ janeti vāyamati vīriyaṁ ārabhati cittaṁ paggaṇhāti padahati. Er entwickelt Enthusiasmus, setzt sich ein, rüttelt seine Energie auf, gebraucht seinen Geist und bemüht sich, damit taugliche Eigenschaften, die aufgekommen sind, bleiben, nicht verloren gehen, sondern anwachsen, reifen und sich vollständig entwickeln.
Ayaṁ vuccati, bhikkhave, sammāvāyāmo. Das nennt man rechten Einsatz.
Katamā ca, bhikkhave, sammāsati? Und was ist rechte Achtsamkeit?
Idha, bhikkhave, bhikkhu kāye kāyānupassī viharati ātāpī sampajāno satimā vineyya loke abhijjhādomanassaṁ; Da meditiert ein Mönch, indem er einen Aspekt des Körpers beobachtet – eifrig, bewusst und achtsam, frei von Begehrlichkeit und Verdrießlichkeit gegenüber der Welt.
vedanāsu vedanānupassī viharati ātāpī sampajāno satimā vineyya loke abhijjhādomanassaṁ; Er meditiert, indem er einen Aspekt der Gefühle beobachtet – eifrig, bewusst und achtsam, frei von Begehrlichkeit und Verdrießlichkeit gegenüber der Welt.
citte cittānupassī viharati ātāpī sampajāno satimā vineyya loke abhijjhādomanassaṁ; Er meditiert, indem er einen Aspekt des Geistes beobachtet – eifrig, bewusst und achtsam, frei von Begehrlichkeit und Verdrießlichkeit gegenüber der Welt.
dhammesu dhammānupassī viharati ātāpī sampajāno satimā vineyya loke abhijjhādomanassaṁ. Er meditiert, indem er einen Aspekt der natürlichen Gesetzmäßigkeiten beobachtet – eifrig, bewusst und achtsam, frei von Begehrlichkeit und Verdrießlichkeit gegenüber der Welt.
Ayaṁ vuccati, bhikkhave, sammāsati. Das nennt man rechte Achtsamkeit.
Katamo ca, bhikkhave, sammāsamādhi? Und was ist rechte Versenkung?
Idha, bhikkhave, bhikkhu vivicceva kāmehi vivicca akusalehi dhammehi savitakkaṁ savicāraṁ vivekajaṁ pītisukhaṁ paṭhamaṁ jhānaṁ upasampajja viharati. Da tritt ein Mönch, ganz abgeschieden von den Sinnenfreuden, abgeschieden von untauglichen Eigenschaften, in die erste Vertiefung ein und verweilt darin; da gibt es aus Abgeschiedenheit geborene Ekstase und Seligkeit, während man den Geist ausrichtet und hält.
Vitakkavicārānaṁ vūpasamā ajjhattaṁ sampasādanaṁ cetaso ekodibhāvaṁ avitakkaṁ avicāraṁ samādhijaṁ pītisukhaṁ dutiyaṁ jhānaṁ upasampajja viharati. Wenn das Ausrichten und Halten des Geistes sich beruhigt, tritt er in die zweite Vertiefung ein und verweilt darin; da gibt es aus Versenkung geborene Ekstase und Seligkeit, mit innerer Klarheit und geeintem Geist, ohne Ausrichten und Halten.
Pītiyā ca virāgā upekkhako ca viharati, sato ca sampajāno, sukhañca kāyena paṭisaṁvedeti, yaṁ taṁ ariyā ācikkhanti ‘upekkhako satimā sukhavihārī’ti tatiyaṁ jhānaṁ upasampajja viharati. Und mit dem Schwinden der Ekstase tritt er in die dritte Vertiefung ein und verweilt darin; da meditiert er mit Gleichmut, achtsam und bewusst, und erfährt persönlich die Seligkeit, von der die Edlen erklären: ‚Gleichmütig und achtsam meditiert man in Seligkeit.‘
Sukhassa ca pahānā dukkhassa ca pahānā pubbeva somanassadomanassānaṁ atthaṅgamā adukkhamasukhaṁ upekkhāsatipārisuddhiṁ catutthaṁ jhānaṁ upasampajja viharati. Indem er Glück und Schmerz aufgibt, und mit dem Enden früherer Fröhlichkeit und Traurigkeit, tritt er in die vierte Vertiefung ein und verweilt darin, ohne Glück oder Schmerz, mit reinem Gleichmut und reiner Achtsamkeit.
Ayaṁ vuccati, bhikkhave, sammāsamādhi. Das nennt man rechte Versenkung.
Idaṁ vuccati, bhikkhave, dukkhanirodhagāminī paṭipadā ariyasaccaṁ. Das nennt man die edle Wahrheit von der Übung, die zum Aufhören des Leidens führt.
Iti ajjhattaṁ vā dhammesu dhammānupassī viharati, bahiddhā vā dhammesu dhammānupassī viharati, ajjhattabahiddhā vā dhammesu dhammānupassī viharati. Und so meditiert er, indem er einen Aspekt der natürlichen Gesetzmäßigkeiten innerlich beobachtet, indem er ihn äußerlich beobachtet, indem er ihn sowohl innerlich als auch äußerlich beobachtet.
Samudayadhammānupassī vā dhammesu viharati, vayadhammānupassī vā dhammesu viharati, samudayavayadhammānupassī vā dhammesu viharati. Er meditiert, indem er die natürlichen Gesetzmäßigkeiten beobachtet, wie sie entstehen müssen, wie sie verschwinden müssen, wie sie sowohl entstehen als auch verschwinden müssen.
‘Atthi dhammā’ti vā panassa sati paccupaṭṭhitā hoti yāvadeva ñāṇamattāya paṭissatimattāya anissito ca viharati, na ca kiñci loke upādiyati. Oder die Achtsamkeit, dass die natürlichen Gesetzmäßigkeiten da sind, ist verankert, soweit das für das Wissen und die Achtsamkeit nötig ist. Er meditiert unabhängig und ergreift nichts in der Welt.
Evampi kho, bhikkhave, bhikkhu dhammesu dhammānupassī viharati catūsu ariyasaccesu. So meditiert ein Mönch, indem er einen Aspekt der natürlichen Gesetzmäßigkeiten in Bezug auf die vier edlen Wahrheiten beobachtet.
Saccapabbaṁ niṭṭhitaṁ.
Dhammānupassanā niṭṭhitā.
Yo hi koci, bhikkhave, ime cattāro satipaṭṭhāne evaṁ bhāveyya sattavassāni, tassa dvinnaṁ phalānaṁ aññataraṁ phalaṁ pāṭikaṅkhaṁ Jeder, der diese vier Arten der Achtsamkeitsmeditation auf diese Art sieben Tage lang entwickelt, kann eins von zwei Ergebnissen erwarten:
diṭṭheva dhamme aññā; sati vā upādisese anāgāmitā. Erleuchtung in eben diesem Leben oder, wenn ein Rest da ist, Nichtwiederkehr.
Tiṭṭhantu, bhikkhave, sattavassāni. Lasst es gut sein mit den sieben Jahren;
Yo hi koci, bhikkhave, ime cattāro satipaṭṭhāne evaṁ bhāveyya cha vassāni …pe… jeder, der diese vier Arten der Achtsamkeitsmeditation auf diese Art sechs Jahre lang entwickelt …
pañca vassāni … fünf Jahre …
cattāri vassāni … vier Jahre …
tīṇi vassāni … drei Jahre …
dve vassāni … zwei Jahre …
ekaṁ vassaṁ … ein Jahr lang …
tiṭṭhatu, bhikkhave, ekaṁ vassaṁ. Lasst es gut sein mit dem einen Jahr;
Yo hi koci, bhikkhave, ime cattāro satipaṭṭhāne evaṁ bhāveyya sattamāsāni, tassa dvinnaṁ phalānaṁ aññataraṁ phalaṁ pāṭikaṅkhaṁ jeder, der diese vier Arten der Achtsamkeitsmeditation auf diese Art sieben Monate lang entwickelt …
diṭṭheva dhamme aññā; sati vā upādisese anāgāmitā.
Tiṭṭhantu, bhikkhave, satta māsāni.
Yo hi koci, bhikkhave, ime cattāro satipaṭṭhāne evaṁ bhāveyya cha māsāni …pe… sechs Monate …
pañca māsāni … fünf Monate …
cattāri māsāni … vier Monate …
tīṇi māsāni … drei Monate …
dve māsāni … zwei Monate …
ekaṁ māsaṁ … einen Monat …
aḍḍhamāsaṁ … einen halben Monat …
tiṭṭhatu, bhikkhave, aḍḍhamāso. Lasst es gut sein mit dem halben Monat;
Yo hi koci, bhikkhave, ime cattāro satipaṭṭhāne evaṁ bhāveyya sattāhaṁ, tassa dvinnaṁ phalānaṁ aññataraṁ phalaṁ pāṭikaṅkhaṁ jeder, der diese vier Arten der Achtsamkeitsmeditation auf diese Art sieben Tage lang entwickelt, kann eins von zwei Ergebnissen erwarten:
diṭṭheva dhamme aññā; sati vā upādisese anāgāmitāti. Erleuchtung in eben diesem Leben oder, wenn ein Rest da ist, Nichtwiederkehr.
Ekāyano ayaṁ, bhikkhave, maggo sattānaṁ visuddhiyā sokaparidevānaṁ samatikkamāya dukkhadomanassānaṁ atthaṅgamāya ñāyassa adhigamāya nibbānassa sacchikiriyāya yadidaṁ cattāro satipaṭṭhānāti. ‚Das ist der Pfad zur Vereinigung, um die Wesen zu läutern, Kummer und Weinen zu überwinden, Schmerz und Traurigkeit ein Ende zu machen, das System zu entdecken und das Erlöschen zu verwirklichen: nämlich die vier Arten der Achtsamkeitsmeditation.‘
Iti yaṁ taṁ vuttaṁ, idametaṁ paṭicca vuttan”ti. Das habe ich gesagt, und deshalb habe ich es gesagt.“
Idamavoca bhagavā. Das sagte der Buddha.
Attamanā te bhikkhū bhagavato bhāsitaṁ abhinandunti. Zufrieden begrüßten die Mönche und Nonnen die Worte des Buddha.
Mahāsatipaṭṭhānasuttaṁ niṭṭhitaṁ navamaṁ.