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Dīgha Nikāya 26 Lange Lehrreden 26
Cakkavattisutta Der Rad-drehende Herrscher
1. Attadīpasaraṇatā 1. Seine eigene Zuflucht sein
Evaṁ me sutaṁ—So habe ich es gehört:
ekaṁ samayaṁ bhagavā magadhesu viharati mātulāyaṁ. Einmal hielt sich der Buddha im Land der Magadher in Mātulā auf.
Tatra kho bhagavā bhikkhū āmantesi: Da wandte sich der Buddha an die Mönche und Nonnen:
“bhikkhavo”ti. „Mönche und Nonnen!“
“Bhaddante”ti te bhikkhū bhagavato paccassosuṁ. „Ehrwürdiger Herr“, antworteten sie.
Bhagavā etadavoca: Der Buddha sagte:
“Attadīpā, bhikkhave, viharatha attasaraṇā anaññasaraṇā, dhammadīpā dhammasaraṇā anaññasaraṇā. „Mönche und Nonnen, lebt als eure eigene Insel, eure eigene Zuflucht, sucht keine andere Zuflucht. Macht die Lehre zu eurer Insel und eurer Zuflucht, sucht keine andere Zuflucht.
Kathañca pana, bhikkhave, bhikkhu attadīpo viharati attasaraṇo anaññasaraṇo, dhammadīpo dhammasaraṇo anaññasaraṇo? Und wie lebt ein Mönch als seine eigene Insel, seine eigene Zuflucht, und sucht keine andere Zuflucht? Wie macht er die Lehre zu seiner Insel und seiner Zuflucht und sucht keine andere Zuflucht?
Idha, bhikkhave, bhikkhu kāye kāyānupassī viharati ātāpī sampajāno satimā vineyya loke abhijjhādomanassaṁ. Da meditiert er, indem er einen Aspekt des Körpers beobachtet – eifrig, bewusst und achtsam, frei von Begehrlichkeit und Verdrießlichkeit gegenüber der Welt.
Vedanāsu vedanānupassī …pe… Er meditiert, indem er einen Aspekt der Gefühle beobachtet …
citte cittānupassī …pe… indem er einen Aspekt des Geistes beobachtet …
dhammesu dhammānupassī viharati ātāpī sampajāno satimā vineyya loke abhijjhādomanassaṁ. indem er einen Aspekt der natürlichen Gesetzmäßigkeiten beobachtet – eifrig, bewusst und achtsam, frei von Begehrlichkeit und Verdrießlichkeit gegenüber der Welt.
Evaṁ kho, bhikkhave, bhikkhu attadīpo viharati attasaraṇo anaññasaraṇo, dhammadīpo dhammasaraṇo anaññasaraṇo. So lebt ein Mönch als seine eigene Insel, seine eigene Zuflucht und sucht keine andere Zuflucht. So macht er die Lehre zu seiner Insel und seiner Zuflucht und sucht keine andere Zuflucht.
Gocare, bhikkhave, caratha sake pettike visaye. Ihr sollt euer eigenes Revier durchstreifen, das Hoheitsgebiet eurer Väter.
Gocare, bhikkhave, carataṁ sake pettike visaye na lacchati māro otāraṁ, na lacchati māro ārammaṇaṁ. Wenn ihr euer eigenes Revier durchstreift, das Hoheitsgebiet eurer Väter, wird Māra keinen Angriffspunkt finden und euch nicht zu fassen bekommen.
Kusalānaṁ, bhikkhave, dhammānaṁ samādānahetu evamidaṁ puññaṁ pavaḍḍhati. Indem man taugliche Eigenschaften aufnimmt, wächst Verdienst an.
2. Daḷhanemicakkavattirājā 2. König Daḷhanemi
Bhūtapubbaṁ, bhikkhave, rājā daḷhanemi nāma ahosi cakkavattī dhammiko dhammarājā cāturanto vijitāvī janapadatthāvariyappatto sattaratanasamannāgato. Es war einmal, Mönche und Nonnen, ein König mit Namen Daḷhanemi, ein Rad-drehender Herrscher, ein gerechter und prinzipientreuer König. Seine Oberherrschaft erstreckte sich nach allen vier Seiten, er hatte für das Land Sicherheit gewonnen und besaß die sieben Juwelen.
Tassimāni satta ratanāni ahesuṁ seyyathidaṁ—Das waren seine sieben Juwelen:
cakkaratanaṁ hatthiratanaṁ assaratanaṁ maṇiratanaṁ itthiratanaṁ gahapatiratanaṁ pariṇāyakaratanameva sattamaṁ. das Rad, der Elefant, das Pferd, der Edelstein, die Frau, der Hausbesitzer und der Befehlshaber als siebtes Juwel.
Parosahassaṁ kho panassa puttā ahesuṁ sūrā vīraṅgarūpā parasenappamaddanā. Er hatte über tausend Söhne, wacker und heldenhaft, die die Heere seiner Feinde zermalmten.
So imaṁ pathaviṁ sāgarapariyantaṁ adaṇḍena asatthena dhammena abhivijiya ajjhāvasi. Nachdem er dieses vom Meer umspülte Land erobert hatte, herrschte er nach Prinzip, ohne Stock oder Schwert.
Atha kho, bhikkhave, rājā daḷhanemi bahunnaṁ vassānaṁ bahunnaṁ vassasatānaṁ bahunnaṁ vassasahassānaṁ accayena aññataraṁ purisaṁ āmantesi: Nachdem dann viele Jahre, viele hundert Jahre, viele tausend Jahre vergangen waren, wandte sich König Daḷhanemi an einen seiner Männer:
‘yadā tvaṁ, ambho purisa, passeyyāsi dibbaṁ cakkaratanaṁ osakkitaṁ ṭhānā cutaṁ, atha me āroceyyāsī’ti. ‚Werter Mann, wenn du siehst, dass das himmlische Rad-Juwel von seinem Platz zurückgewichen ist, sag es mir bitte.‘
‘Evaṁ, devā’ti kho, bhikkhave, so puriso rañño daḷhanemissa paccassosi. ‚Ja, Majestät‘, antwortete der Mann.
Addasā kho, bhikkhave, so puriso bahunnaṁ vassānaṁ bahunnaṁ vassasatānaṁ bahunnaṁ vassasahassānaṁ accayena dibbaṁ cakkaratanaṁ osakkitaṁ ṭhānā cutaṁ, disvāna yena rājā daḷhanemi tenupasaṅkami; upasaṅkamitvā rājānaṁ daḷhanemiṁ etadavoca: Nachdem viele Jahre, viele hundert Jahre, viele tausend Jahre vergangen waren, sah dieser Mann, dass das himmlische Rad-Juwel von seinem Platz zurückgewichen war. Da ging er zum König Daḷhanemi und meldete:
‘yagghe, deva, jāneyyāsi, dibbaṁ te cakkaratanaṁ osakkitaṁ ṭhānā cutan’ti. ‚Bitte, Majestät, du sollst wissen, dass das himmlische Rad-Juwel von seinem Platz zurückgewichen ist.‘
Atha kho, bhikkhave, rājā daḷhanemi jeṭṭhaputtaṁ kumāraṁ āmantāpetvā etadavoca: Da ließ der König den Kronprinzen rufen und sagte:
‘dibbaṁ kira me, tāta kumāra, cakkaratanaṁ osakkitaṁ ṭhānā cutaṁ. ‚Lieber Prinz, mein himmlisches Rad-Juwel ist von seinem Platz zurückgewichen.
Sutaṁ kho pana metaṁ—Ich habe gehört,
yassa rañño cakkavattissa dibbaṁ cakkaratanaṁ osakkati ṭhānā cavati, na dāni tena raññā ciraṁ jīvitabbaṁ hotīti. dass ein Rad-drehender Herrscher, wenn das geschieht, nicht mehr lange zu leben hat.
Bhuttā kho pana me mānusakā kāmā, samayo dāni me dibbe kāme pariyesituṁ. Ich habe menschliche Freuden genossen. Nun ist es an der Zeit, dass ich mich um himmlische Freuden bemühe.
Ehi tvaṁ, tāta kumāra, imaṁ samuddapariyantaṁ pathaviṁ paṭipajja. Komm, lieber Prinz, herrsche über dieses vom Meer umgebene Land!
Ahaṁ pana kesamassuṁ ohāretvā kāsāyāni vatthāni acchādetvā agārasmā anagāriyaṁ pabbajissāmī’ti. Ich werde mir Haar und Bart rasieren, ockerfarbene Roben anlegen und aus dem Haus fortziehen ins hauslose Leben.‘
Atha kho, bhikkhave, rājā daḷhanemi jeṭṭhaputtaṁ kumāraṁ sādhukaṁ rajje samanusāsitvā kesamassuṁ ohāretvā kāsāyāni vatthāni acchādetvā agārasmā anagāriyaṁ pabbaji. Und nachdem er den Kronprinzen sorgfältig ins Königtum eingewiesen hatte, rasierte sich König Daḷhanemi Haar und Bart, legte ockerfarbene Roben an und zog aus dem Haus fort ins hauslose Leben.
Sattāhapabbajite kho pana, bhikkhave, rājisimhi dibbaṁ cakkaratanaṁ antaradhāyi. Sieben Tage danach verschwand das himmlische Rad-Juwel.
Atha kho, bhikkhave, aññataro puriso yena rājā khattiyo muddhābhisitto tenupasaṅkami; upasaṅkamitvā rājānaṁ khattiyaṁ muddhābhisittaṁ etadavoca: Da begab sich ein gewisser Mann zu dem frisch gesalbten König und meldete:
‘yagghe, deva, jāneyyāsi, dibbaṁ cakkaratanaṁ antarahitan’ti. ‚Bitte, Majestät, du sollst wissen, dass das himmlische Rad-Juwel verschwunden ist.‘
Atha kho, bhikkhave, rājā khattiyo muddhābhisitto dibbe cakkaratane antarahite anattamano ahosi, anattamanatañca paṭisaṁvedesi. Darüber war der König bedrückt und bekümmert.
So yena rājisi tenupasaṅkami; upasaṅkamitvā rājisiṁ etadavoca: Er ging zum königlichen Weisen und sagte:
‘yagghe, deva, jāneyyāsi, dibbaṁ cakkaratanaṁ antarahitan’ti. ‚Bitte, Majestät, du sollst wissen, dass das himmlische Rad-Juwel verschwunden ist.‘
Evaṁ vutte, bhikkhave, rājisi rājānaṁ khattiyaṁ muddhābhisittaṁ etadavoca: Darauf sagte der königliche Weise zu ihm:
‘mā kho tvaṁ, tāta, dibbe cakkaratane antarahite anattamano ahosi, mā anattamanatañca paṭisaṁvedesi, na hi te, tāta, dibbaṁ cakkaratanaṁ pettikaṁ dāyajjaṁ. ‚Sei nicht bedrückt über das Verschwinden des Rad-Juwels. Mein lieber, das Rad-Juwel erbt man nicht von seinem Vater.
Iṅgha tvaṁ, tāta, ariye cakkavattivatte vattāhi. Komm jetzt, mein Lieber, verfahre nach der edlen Pflicht eines Rad-drehenden Herrschers.
Ṭhānaṁ kho panetaṁ vijjati, yaṁ te ariye cakkavattivatte vattamānassa tadahuposathe pannarase sīsaṁnhātassa uposathikassa uparipāsādavaragatassa dibbaṁ cakkaratanaṁ pātubhavissati sahassāraṁ sanemikaṁ sanābhikaṁ sabbākāraparipūran’ti. Wenn du das tust, kann es sein, dass dir an einem Besinnungstag am fünfzehnten Tag, nachdem du dein Haupt gebadet hast und auf den Söller des königlichen Pfahl-Langhauses gestiegen bist, um den Besinnungstag einzuhalten, das himmlische Rad-Juwel erscheint, mit tausend Speichen, mit Felge und Nabe, in allen Einzelheiten vollständig.‘
2.1. Cakkavattiariyavatta 2.1. Die edle Pflicht eines Rad-drehenden Herrschers
‘Katamaṁ pana taṁ, deva, ariyaṁ cakkavattivattan’ti? ‚Aber Majestät, was ist die edle Pflicht eines Rad-drehenden Herrschers?‘
‘Tena hi tvaṁ, tāta, dhammaṁyeva nissāya dhammaṁ sakkaronto dhammaṁ garuṁ karonto dhammaṁ mānento dhammaṁ pūjento dhammaṁ apacāyamāno dhammaddhajo dhammaketu dhammādhipateyyo dhammikaṁ rakkhāvaraṇaguttiṁ saṁvidahassu antojanasmiṁ balakāyasmiṁ khattiyesu anuyantesu brāhmaṇagahapatikesu negamajānapadesu samaṇabrāhmaṇesu migapakkhīsu. ‚Nun, mein Lieber, stelle deinem Hof, deinen Truppen, deinen Adligen, Lehnsleuten, Brahmanen und Hausbesitzern sowie Tieren und Vögeln gerechten Schutz und Sicherheit bereit, indem du dich nur auf das Prinzip stützt; das Prinzip sollst du anerkennen, ehren und achten und hochhalten, das Prinzip soll deine Fahne sein, dein Banner und deine Autorität.
Mā ca te, tāta, vijite adhammakāro pavattittha. Lass Ungerechtigkeit im Reich nicht die Oberhand gewinnen.
Ye ca te, tāta, vijite adhanā assu, tesañca dhanamanuppadeyyāsi. Stelle den Mittellosen im Reich Geld zur Verfügung.
Ye ca te, tāta, vijite samaṇabrāhmaṇā madappamādā paṭiviratā khantisoracce niviṭṭhā ekamattānaṁ damenti, ekamattānaṁ samenti, ekamattānaṁ parinibbāpenti, te kālena kālaṁ upasaṅkamitvā paripuccheyyāsi pariggaṇheyyāsi: Und es gibt im Reich Asketen und Brahmanen, die Rausch und Nachlässigkeit unterlassen, die in Geduld und Sanftmut verankert sind und sich selbst bändigen, beruhigen und zum Erlöschen bringen. Zu ihnen sollst du von Zeit zu Zeit hingehen, sie fragen und lernen:
“kiṁ, bhante, kusalaṁ, kiṁ akusalaṁ, kiṁ sāvajjaṁ, kiṁ anavajjaṁ, kiṁ sevitabbaṁ, kiṁ na sevitabbaṁ, kiṁ me karīyamānaṁ dīgharattaṁ ahitāya dukkhāya assa, kiṁ vā pana me karīyamānaṁ dīgharattaṁ hitāya sukhāya assā”ti? „Ihr Herren, was ist tauglich? Was ist untauglich? Was ist tadelnswert? Was ist ohne Tadel? Was sollte gepflegt werden? Was sollte nicht gepflegt werden? Welches Verhalten führt zu meinem langanhaltenden Schaden und Leiden? Welches Verhalten führt zu meinem langanhaltenden Nutzen und Glück?“
Tesaṁ sutvā yaṁ akusalaṁ taṁ abhinivajjeyyāsi, yaṁ kusalaṁ taṁ samādāya vatteyyāsi. Wenn du sie gehört hast, sollst du ablehnen, was untauglich ist, und aufnehmen und befolgen, was tauglich ist.
Idaṁ kho, tāta, taṁ ariyaṁ cakkavattivattan’ti. Das ist die edle Pflicht eines Rad-drehenden Herrschers.‘
2.2. Cakkaratanapātubhāva 2.2. Das Rad-Juwel erscheint
‘Evaṁ, devā’ti kho, bhikkhave, rājā khattiyo muddhābhisitto rājisissa paṭissutvā ariye cakkavattivatte vatti. ‚Ja, Majestät‘, antwortete der neue König dem königlichen Weisen. Und er verfuhr nach der edlen Pflicht eines Rad-drehenden Herrschers.
Tassa ariye cakkavattivatte vattamānassa tadahuposathe pannarase sīsaṁnhātassa uposathikassa uparipāsādavaragatassa Und während er nach dieser Pflicht verfuhr, hatte er an einem Besinnungstag am fünfzehnten Tag sein Haupt gebadet und war auf den Söller des königlichen Langhauses gestiegen, um den Besinnungstag einzuhalten.
dibbaṁ cakkaratanaṁ pāturahosi sahassāraṁ sanemikaṁ sanābhikaṁ sabbākāraparipūraṁ. Da erschien ihm das himmlische Rad-Juwel mit tausend Speichen, mit Felge und Nabe, in allen Einzelheiten vollständig.
Disvāna rañño khattiyassa muddhābhisittassa etadahosi: Als er das sah, dachte er:
‘sutaṁ kho pana metaṁ—yassa rañño khattiyassa muddhābhisittassa tadahuposathe pannarase sīsaṁnhātassa uposathikassa uparipāsādavaragatassa dibbaṁ cakkaratanaṁ pātubhavati sahassāraṁ sanemikaṁ sanābhikaṁ sabbākāraparipūraṁ, so hoti rājā cakkavattīti. ‚Ich habe gehört, dass ein König, dem das himmlische Rad-Juwel in dieser Art erscheint, ein Rad-drehender Herrscher wird.
Assaṁ nu kho ahaṁ rājā cakkavattī’ti. Bin ich denn nun ein Rad-drehender Herrscher?‘
Atha kho, bhikkhave, rājā khattiyo muddhābhisitto uṭṭhāyāsanā ekaṁsaṁ uttarāsaṅgaṁ karitvā vāmena hatthena bhiṅkāraṁ gahetvā dakkhiṇena hatthena cakkaratanaṁ abbhukkiri: Da erhob sich der gesalbte adlige König von seinem Sitz, ordnete seine Robe über einer Schulter, nahm ein Weihegefäß in die linke Hand und besprengte das Rad-Juwel mit seiner Rechten. Er sagte:
‘pavattatu bhavaṁ cakkaratanaṁ, abhivijinātu bhavaṁ cakkaratanan’ti. ‚Rolle vorwärts, o Rad-Juwel! Triumphiere, o Rad-Juwel!‘
Atha kho taṁ, bhikkhave, cakkaratanaṁ puratthimaṁ disaṁ pavatti, anvadeva rājā cakkavattī saddhiṁ caturaṅginiyā senāya. Yasmiṁ kho pana, bhikkhave, padese cakkaratanaṁ patiṭṭhāsi, tattha rājā cakkavattī vāsaṁ upagacchi saddhiṁ caturaṅginiyā senāya. Da rollte das Rad-Juwel nach Osten, und der König folgte ihm mit seinem Heer aus vier Abteilungen. Und wenn das Rad-Juwel an einem Ort stehenblieb, blieb der König mit seinem Heer da.
Ye kho pana, bhikkhave, puratthimāya disāya paṭirājāno, te rājānaṁ cakkavattiṁ upasaṅkamitvā evamāhaṁsu: Und alle gegnerischen Herrscher im Osten kamen zu dem Rad-drehenden Herrscher und sagten:
‘ehi kho, mahārāja, svāgataṁ te mahārāja, sakaṁ te, mahārāja, anusāsa, mahārājā’ti. ‚Komm, großer König! Willkommen, großer König! Wir sind dein, großer König, weise uns an.‘
Rājā cakkavattī evamāha: Der Rad-drehende Herrscher sagte:
‘pāṇo na hantabbo, adinnaṁ nādātabbaṁ, kāmesumicchā na caritabbā, musā na bhāsitabbā, majjaṁ na pātabbaṁ, yathābhuttañca bhuñjathā’ti. ‚Tötet keine lebenden Geschöpfe. Stehlt nicht. Begeht keine sexuellen Verfehlungen. Lügt nicht. Trinkt keinen Branntwein. Ändert nicht die Höhe der Steuern.‘
Ye kho pana, bhikkhave, puratthimāya disāya paṭirājāno, te rañño cakkavattissa anuyantā ahesuṁ. Und so wurden die gegnerischen Herrscher im Osten seine Lehnsleute.
Atha kho taṁ, bhikkhave, cakkaratanaṁ puratthimaṁ samuddaṁ ajjhogāhetvā paccuttaritvā dakkhiṇaṁ disaṁ pavatti …pe… Dann tauchte das Rad-Juwel ins östliche Meer ein und tauchte wieder auf und rollte dann nach Süden …
dakkhiṇaṁ samuddaṁ ajjhogāhetvā paccuttaritvā pacchimaṁ disaṁ pavatti, anvadeva rājā cakkavattī saddhiṁ caturaṅginiyā senāya. Es tauchte ins südliche Meer ein und tauchte wieder auf und rollte dann nach Westen …
Yasmiṁ kho pana, bhikkhave, padese cakkaratanaṁ patiṭṭhāsi, tattha rājā cakkavattī vāsaṁ upagacchi saddhiṁ caturaṅginiyā senāya.
Ye kho pana, bhikkhave, pacchimāya disāya paṭirājāno, te rājānaṁ cakkavattiṁ upasaṅkamitvā evamāhaṁsu:
‘ehi kho, mahārāja, svāgataṁ te, mahārāja, sakaṁ te, mahārāja, anusāsa, mahārājā’ti.
Rājā cakkavattī evamāha:
‘pāṇo na hantabbo, adinnaṁ nādātabbaṁ, kāmesumicchā na caritabbā, musā na bhāsitabbā, majjaṁ na pātabbaṁ, yathābhuttañca bhuñjathā’ti.
Ye kho pana, bhikkhave, pacchimāya disāya paṭirājāno, te rañño cakkavattissa anuyantā ahesuṁ.
Atha kho taṁ, bhikkhave, cakkaratanaṁ pacchimaṁ samuddaṁ ajjhogāhetvā paccuttaritvā uttaraṁ disaṁ pavatti, anvadeva rājā cakkavattī saddhiṁ caturaṅginiyā senāya. Es tauchte ins westliche Meer ein und tauchte wieder auf und rollte dann nach Norden, und der König folgte ihm mit seinem Heer aus vier Abteilungen.
Yasmiṁ kho pana, bhikkhave, padese cakkaratanaṁ patiṭṭhāsi, tattha rājā cakkavattī vāsaṁ upagacchi saddhiṁ caturaṅginiyā senāya. Und wenn das Rad-Juwel an einem Ort stehenblieb, blieb der König mit seinem Heer da.
Ye kho pana, bhikkhave, uttarāya disāya paṭirājāno, te rājānaṁ cakkavattiṁ upasaṅkamitvā evamāhaṁsu: Und alle gegnerischen Herrscher im Norden kamen zu dem Rad-drehenden Herrscher und sagten:
‘ehi kho, mahārāja, svāgataṁ te, mahārāja, sakaṁ te, mahārāja, anusāsa, mahārājā’ti. ‚Komm, großer König! Willkommen, großer König! Wir sind dein, großer König, weise uns an.‘
Rājā cakkavattī evamāha: Der Rad-drehende Herrscher sagte:
‘pāṇo na hantabbo, adinnaṁ nādātabbaṁ, kāmesumicchā na caritabbā, musā na bhāsitabbā, majjaṁ na pātabbaṁ, yathābhuttañca bhuñjathā’ti. ‚Tötet keine lebenden Geschöpfe. Stehlt nicht. Begeht keine sexuellen Verfehlungen. Lügt nicht. Trinkt keinen Branntwein. Ändert nicht die Höhe der Steuern.‘
Ye kho pana, bhikkhave, uttarāya disāya paṭirājāno, te rañño cakkavattissa anuyantā ahesuṁ. Und so wurden die gegnerischen Herrscher im Norden seine Lehnsleute.
Atha kho taṁ, bhikkhave, cakkaratanaṁ samuddapariyantaṁ pathaviṁ abhivijinitvā tameva rājadhāniṁ paccāgantvā rañño cakkavattissa antepuradvāre atthakaraṇapamukhe akkhāhataṁ maññe aṭṭhāsi rañño cakkavattissa antepuraṁ upasobhayamānaṁ. Und nachdem das Rad-Juwel über dieses vom Meer umgebene Land triumphiert hatte, kehrte es in die Königsstadt zurück. Da stand es am Tor zum königlichen Hof beim obersten Gericht still, als sei es an einer Achse befestigt, und erleuchtete den königlichen Hof.
3. Dutiyādicakkavattikathā 3. Die folgenden Rad-drehenden Herrscher
Dutiyopi kho, bhikkhave, rājā cakkavattī …pe… Und ein zweites,
tatiyopi kho, bhikkhave, rājā cakkavattī … ein drittes,
catutthopi kho, bhikkhave, rājā cakkavattī … ein viertes,
pañcamopi kho, bhikkhave, rājā cakkavattī … ein fünftes,
chaṭṭhopi kho, bhikkhave, rājā cakkavattī … ein sechstes
sattamopi kho, bhikkhave, rājā cakkavattī bahunnaṁ vassānaṁ bahunnaṁ vassasatānaṁ bahunnaṁ vassasahassānaṁ accayena aññataraṁ purisaṁ āmantesi: und ein siebtes Mal wurde ein Rad-drehender Herrscher auf genau die gleiche Art eingesetzt. Und nachdem viele Jahre vergangen waren, zog der siebte Rad-drehende Herrscher fort und übergab das Reich dem Kronprinzen.
‘yadā tvaṁ, ambho purisa, passeyyāsi dibbaṁ cakkaratanaṁ osakkitaṁ ṭhānā cutaṁ, atha me āroceyyāsī’ti.
‘Evaṁ, devā’ti kho, bhikkhave, so puriso rañño cakkavattissa paccassosi.
Addasā kho, bhikkhave, so puriso bahunnaṁ vassānaṁ bahunnaṁ vassasatānaṁ bahunnaṁ vassasahassānaṁ accayena dibbaṁ cakkaratanaṁ osakkitaṁ ṭhānā cutaṁ.
Disvāna yena rājā cakkavattī tenupasaṅkami; upasaṅkamitvā rājānaṁ cakkavattiṁ etadavoca:
‘yagghe, deva, jāneyyāsi, dibbaṁ te cakkaratanaṁ osakkitaṁ ṭhānā cutan’ti?
Atha kho, bhikkhave, rājā cakkavattī jeṭṭhaputtaṁ kumāraṁ āmantāpetvā etadavoca:
‘dibbaṁ kira me, tāta kumāra, cakkaratanaṁ osakkitaṁ, ṭhānā cutaṁ, sutaṁ kho pana metaṁ—
yassa rañño cakkavattissa dibbaṁ cakkaratanaṁ osakkati, ṭhānā cavati, na dāni tena raññā ciraṁ jīvitabbaṁ hotīti.
Bhuttā kho pana me mānusakā kāmā, samayo dāni me dibbe kāme pariyesituṁ, ehi tvaṁ, tāta kumāra, imaṁ samuddapariyantaṁ pathaviṁ paṭipajja.
Ahaṁ pana kesamassuṁ ohāretvā kāsāyāni vatthāni acchādetvā agārasmā anagāriyaṁ pabbajissāmī’ti.
Atha kho, bhikkhave, rājā cakkavattī jeṭṭhaputtaṁ kumāraṁ sādhukaṁ rajje samanusāsitvā kesamassuṁ ohāretvā kāsāyāni vatthāni acchādetvā agārasmā anagāriyaṁ pabbaji.
Sattāhapabbajite kho pana, bhikkhave, rājisimhi dibbaṁ cakkaratanaṁ antaradhāyi. Sieben Tage danach verschwand das himmlische Rad-Juwel.
Atha kho, bhikkhave, aññataro puriso yena rājā khattiyo muddhābhisitto tenupasaṅkami; upasaṅkamitvā rājānaṁ khattiyaṁ muddhābhisittaṁ etadavoca: Da begab sich ein gewisser Mann zu dem frisch gesalbten König und meldete:
‘yagghe, deva, jāneyyāsi, dibbaṁ cakkaratanaṁ antarahitan’ti? ‚Bitte, Majestät, du sollst wissen, dass das himmlische Rad-Juwel verschwunden ist.‘
Atha kho, bhikkhave, rājā khattiyo muddhābhisitto dibbe cakkaratane antarahite anattamano ahosi. Anattamanatañca paṭisaṁvedesi; Darüber war der König bedrückt und bekümmert.
no ca kho rājisiṁ upasaṅkamitvā ariyaṁ cakkavattivattaṁ pucchi. Aber er ging nicht zum königlichen Weisen und fragte nicht nach der edlen Pflicht eines Rad-drehenden Herrschers.
So samateneva sudaṁ janapadaṁ pasāsati. Er regierte das Land nach seinem Gutdünken.
Tassa samatena janapadaṁ pasāsato pubbenāparaṁ janapadā na pabbanti, yathā taṁ pubbakānaṁ rājūnaṁ ariye cakkavattivatte vattamānānaṁ. Als sie so regiert wurden, gediehen die Menschen im Land nicht wie früher, als frühere Könige nach der edlen Pflicht eines Rad-drehenden Herrschers verfuhren.
Atha kho, bhikkhave, amaccā pārisajjā gaṇakamahāmattā anīkaṭṭhā dovārikā mantassājīvino sannipatitvā rājānaṁ khattiyaṁ muddhābhisittaṁ etadavocuṁ: Da kamen die Minister, Räte und Schatzmeister, die Offiziere, Wachleute und berufsmäßigen Berater zusammen und sagten zum König:
‘na kho te, deva, samatena sudaṁ janapadaṁ pasāsato pubbenāparaṁ janapadā pabbanti, yathā taṁ pubbakānaṁ rājūnaṁ ariye cakkavattivatte vattamānānaṁ. ‚Majestät, wenn sie nach Gutdünken regiert werden, gedeihen die Menschen im Land nicht wie früher, als frühere Könige nach der edlen Pflicht eines Rad-drehenden Herrschers verfuhren.
Saṁvijjanti kho te, deva, vijite amaccā pārisajjā gaṇakamahāmattā anīkaṭṭhā dovārikā mantassājīvino mayañceva aññe ca ye mayaṁ ariyaṁ cakkavattivattaṁ dhārema. In deinem Reich gibt es Minister, Räte und Schatzmeister, Offiziere, Wachleute und berufsmäßige Berater, sowohl uns als auch andere, die die edle Pflicht eines Rad-drehenden Herrschers im Gedächtnis haben.
Iṅgha tvaṁ, deva, amhe ariyaṁ cakkavattivattaṁ puccha. Bitte, Majestät, frage uns nach der edlen Pflicht eines Rad-drehenden Herrschers.
Tassa te mayaṁ ariyaṁ cakkavattivattaṁ puṭṭhā byākarissāmā’ti. Wir werden dir antworten.‘
4. Āyuvaṇṇādiparihānikathā 4. Über die Zeit des Niedergangs
Atha kho, bhikkhave, rājā khattiyo muddhābhisitto amacce pārisajje gaṇakamahāmatte anīkaṭṭhe dovārike mantassājīvino sannipātetvā ariyaṁ cakkavattivattaṁ pucchi. Da fragte der gesalbte adlige König die versammelten Minister, Räte und Schatzmeister, die Offiziere, Wachleute und berufsmäßigen Berater nach der edlen Pflicht eines Rad-drehenden Herrschers,
Tassa te ariyaṁ cakkavattivattaṁ puṭṭhā byākariṁsu. und sie antworteten ihm.
Tesaṁ sutvā dhammikañhi kho rakkhāvaraṇaguttiṁ saṁvidahi, no ca kho adhanānaṁ dhanamanuppadāsi. Als er sie gehört hatte, stellte er zwar gerechten Schutz und Sicherheit bereit, aber er stellte den Mittellosen im Reich kein Geld zur Verfügung.
Adhanānaṁ dhane ananuppadiyamāne dāliddiyaṁ vepullamagamāsi. Und so breitete sich Armut aus.
Dāliddiye vepullaṁ gate aññataro puriso paresaṁ adinnaṁ theyyasaṅkhātaṁ ādiyi. Als Armut sich ausbreitete, stahl ein gewisser Mensch von anderen in diebischer Absicht.
Tamenaṁ aggahesuṁ. Er wurde festgenommen
Gahetvā rañño khattiyassa muddhābhisittassa dassesuṁ: und dem König vorgeführt:
‘ayaṁ, deva, puriso paresaṁ adinnaṁ theyyasaṅkhātaṁ ādiyī’ti. ‚Majestät, dieser Mensch hat von anderen in diebischer Absicht gestohlen.‘
Evaṁ vutte, bhikkhave, rājā khattiyo muddhābhisitto taṁ purisaṁ etadavoca: Der König sagte zu ihm:
‘saccaṁ kira tvaṁ, ambho purisa, paresaṁ adinnaṁ theyyasaṅkhātaṁ ādiyī’ti? ‚Ist es wirklich wahr, werter Mann, dass du von anderen in diebischer Absicht gestohlen hast?‘
‘Saccaṁ, devā’ti. ‚Es ist wahr, Majestät.‘
‘Kiṁ kāraṇā’ti? ‚Was war der Grund?‘
‘Na hi, deva, jīvāmī’ti. ‚Majestät, ich habe nichts zum Leben.‘
Atha kho, bhikkhave, rājā khattiyo muddhābhisitto tassa purisassa dhanamanuppadāsi: Da stellte der König diesem Menschen etwas Geld zur Verfügung und sagte:
‘iminā tvaṁ, ambho purisa, dhanena attanā ca jīvāhi, mātāpitaro ca posehi, puttadārañca posehi, kammante ca payojehi, samaṇabrāhmaṇesu uddhaggikaṁ dakkhiṇaṁ patiṭṭhāpehi sovaggikaṁ sukhavipākaṁ saggasaṁvattanikan’ti. ‚Mit diesem Geld bestreite dein Leben, sorge für deine Mutter und deinen Vater, deine Frauen und Kinder. Arbeite für deinen Lebensunterhalt und richte eine feierliche religiöse Gabe für Asketen und Brahmanen aus, die in den Himmel führt, die zu Glück heranreift und den Weg zum Himmel bereitet.‘
‘Evaṁ, devā’ti kho, bhikkhave, so puriso rañño khattiyassa muddhābhisittassa paccassosi. ‚Ja, Majestät‘, antwortete der Mann.
Aññataropi kho, bhikkhave, puriso paresaṁ adinnaṁ theyyasaṅkhātaṁ ādiyi. Aber dann stahl ein anderer Mensch von anderen in diebischer Absicht.
Tamenaṁ aggahesuṁ. Er wurde festgenommen
Gahetvā rañño khattiyassa muddhābhisittassa dassesuṁ: und dem König vorgeführt:
‘ayaṁ, deva, puriso paresaṁ adinnaṁ theyyasaṅkhātaṁ ādiyī’ti. ‚Majestät, dieser Mensch hat von anderen in diebischer Absicht gestohlen.‘
Evaṁ vutte, bhikkhave, rājā khattiyo muddhābhisitto taṁ purisaṁ etadavoca: Der König sagte zu ihm:
‘saccaṁ kira tvaṁ, ambho purisa, paresaṁ adinnaṁ theyyasaṅkhātaṁ ādiyī’ti? ‚Ist es wirklich wahr, werter Mann, dass du von anderen in diebischer Absicht gestohlen hast?‘
‘Saccaṁ, devā’ti. ‚Es ist wahr, Majestät.‘
‘Kiṁ kāraṇā’ti? ‚Was war der Grund?‘
‘Na hi, deva, jīvāmī’ti. ‚Majestät, ich habe nichts zum Leben.‘
Atha kho, bhikkhave, rājā khattiyo muddhābhisitto tassa purisassa dhanamanuppadāsi: Da stellte der König diesem Menschen etwas Geld zur Verfügung und sagte:
‘iminā tvaṁ, ambho purisa, dhanena attanā ca jīvāhi, mātāpitaro ca posehi, puttadārañca posehi, kammante ca payojehi, samaṇabrāhmaṇesu uddhaggikaṁ dakkhiṇaṁ patiṭṭhāpehi sovaggikaṁ sukhavipākaṁ saggasaṁvattanikan’ti. ‚Mit diesem Geld bestreite dein Leben, sorge für deine Mutter und deinen Vater, deine Frauen und Kinder. Arbeite für deinen Lebensunterhalt und richte eine feierliche religiöse Gabe für Asketen und Brahmanen aus, die in den Himmel führt, die zu Glück heranreift und den Weg zum Himmel bereitet.‘
‘Evaṁ, devā’ti kho, bhikkhave, so puriso rañño khattiyassa muddhābhisittassa paccassosi. ‚Ja, Majestät‘, antwortete der Mann.
Assosuṁ kho, bhikkhave, manussā: Die Leute hörten:
‘ye kira, bho, paresaṁ adinnaṁ theyyasaṅkhātaṁ ādiyanti, tesaṁ rājā dhanamanuppadetī’ti. ‚Es scheint, der König stellt jedem, der von anderen in diebischer Absicht stiehlt, Geld zur Verfügung.‘
Sutvāna tesaṁ etadahosi: Sie dachten:
‘yannūna mayampi paresaṁ adinnaṁ theyyasaṅkhātaṁ ādiyeyyāmā’ti. ‚Warum stehle ich nicht von anderen in diebischer Absicht?‘
Atha kho, bhikkhave, aññataro puriso paresaṁ adinnaṁ theyyasaṅkhātaṁ ādiyi. Da stahl wieder ein anderer Mensch von anderen in diebischer Absicht.
Tamenaṁ aggahesuṁ. Er wurde festgenommen
Gahetvā rañño khattiyassa muddhābhisittassa dassesuṁ: und dem König vorgeführt:
‘ayaṁ, deva, puriso paresaṁ adinnaṁ theyyasaṅkhātaṁ ādiyī’ti. ‚Majestät, dieser Mensch hat von anderen in diebischer Absicht gestohlen.‘
Evaṁ vutte, bhikkhave, rājā khattiyo muddhābhisitto taṁ purisaṁ etadavoca: Der König sagte zu ihm:
‘saccaṁ kira tvaṁ, ambho purisa, paresaṁ adinnaṁ theyyasaṅkhātaṁ ādiyī’ti? ‚Ist es wirklich wahr, werter Mann, dass du von anderen in diebischer Absicht gestohlen hast?‘
‘Saccaṁ, devā’ti. ‚Es ist wahr, Majestät.‘
‘Kiṁ kāraṇā’ti? ‚Was war der Grund?‘
‘Na hi, deva, jīvāmī’ti. ‚Majestät, ich habe nichts zum Leben.‘
Atha kho, bhikkhave, rañño khattiyassa muddhābhisittassa etadahosi: Da dachte der König:
‘sace kho ahaṁ yo yo paresaṁ adinnaṁ theyyasaṅkhātaṁ ādiyissati, tassa tassa dhanamanuppadassāmi, evamidaṁ adinnādānaṁ pavaḍḍhissati. ‚Wenn ich jedem, der von anderen in diebischer Absicht stiehlt, Geld zur Verfügung stelle, wird davon nur das Stehlen zunehmen.
Yannūnāhaṁ imaṁ purisaṁ sunisedhaṁ nisedheyyaṁ, mūlaghaccaṁ kareyyaṁ, sīsamassa chindeyyan’ti. Ich bringe es besser mit diesem Menschen zu Ende, mache ihn fertig und schlage ihm den Kopf ab.‘
Atha kho, bhikkhave, rājā khattiyo muddhābhisitto purise āṇāpesi: Und er befahl seinen Männern:
‘tena hi, bhaṇe, imaṁ purisaṁ daḷhāya rajjuyā pacchābāhaṁ gāḷhabandhanaṁ bandhitvā khuramuṇḍaṁ karitvā kharassarena paṇavena rathikāya rathikaṁ siṅghāṭakena siṅghāṭakaṁ parinetvā dakkhiṇena dvārena nikkhamitvā dakkhiṇato nagarassa sunisedhaṁ nisedhetha, mūlaghaccaṁ karotha, sīsamassa chindathā’ti. ‚Nun, Männer, bindet die Arme dieses Mannes fest hinter seinem Rücken mit einem festen Strick. Rasiert seinen Kopf und führt ihn zu einem harten Trommelschlag von Straße zu Straße und von Platz zu Platz. Dann führt ihn zum Südtor hinaus und bringt es mit ihm zu Ende, macht ihn fertig, schlagt ihm den Kopf ab.‘
‘Evaṁ, devā’ti kho, bhikkhave, te purisā rañño khattiyassa muddhābhisittassa paṭissutvā taṁ purisaṁ daḷhāya rajjuyā pacchābāhaṁ gāḷhabandhanaṁ bandhitvā khuramuṇḍaṁ karitvā kharassarena paṇavena rathikāya rathikaṁ siṅghāṭakena siṅghāṭakaṁ parinetvā dakkhiṇena dvārena nikkhamitvā dakkhiṇato nagarassa sunisedhaṁ nisedhesuṁ, mūlaghaccaṁ akaṁsu, sīsamassa chindiṁsu. ‚Ja, Majestät‘, antworteten sie und führten seinen Befehl aus.
Assosuṁ kho, bhikkhave, manussā: Die Leute hörten:
‘ye kira, bho, paresaṁ adinnaṁ theyyasaṅkhātaṁ ādiyanti, te rājā sunisedhaṁ nisedheti, mūlaghaccaṁ karoti, sīsāni tesaṁ chindatī’ti. ‚Es scheint, der König schlägt jedem den Kopf ab, der von anderen in diebischer Absicht stiehlt.‘
Sutvāna tesaṁ etadahosi: Sie dachten:
‘yannūna mayampi tiṇhāni satthāni kārāpessāma, tiṇhāni satthāni kārāpetvā yesaṁ adinnaṁ theyyasaṅkhātaṁ ādiyissāma, te sunisedhaṁ nisedhessāma, mūlaghaccaṁ karissāma, sīsāni tesaṁ chindissāmā’ti. ‚Wir lassen besser scharfe Schwerter machen. Wenn wir dann von anderen stehlen, bringen wir es mit ihnen zu Ende, machen sie fertig und schlagen ihnen den Kopf ab.‘
Te tiṇhāni satthāni kārāpesuṁ, tiṇhāni satthāni kārāpetvā gāmaghātampi upakkamiṁsu kātuṁ, nigamaghātampi upakkamiṁsu kātuṁ, nagaraghātampi upakkamiṁsu kātuṁ, panthaduhanampi upakkamiṁsu kātuṁ. Sie ließen scharfe Schwerter machen. Dann begannen sie, Dörfer, Marktflecken und Städte zu überfallen und Landstraßen zu belagern.
Yesaṁ te adinnaṁ theyyasaṅkhātaṁ ādiyanti, te sunisedhaṁ nisedhenti, mūlaghaccaṁ karonti, sīsāni tesaṁ chindanti. Und jedem, von dem sie stahlen, schlugen sie den Kopf ab.
Iti kho, bhikkhave, adhanānaṁ dhane ananuppadiyamāne dāliddiyaṁ vepullamagamāsi, dāliddiye vepullaṁ gate adinnādānaṁ vepullamagamāsi, adinnādāne vepullaṁ gate satthaṁ vepullamagamāsi, satthe vepullaṁ gate pāṇātipāto vepullamagamāsi, pāṇātipāte vepullaṁ gate tesaṁ sattānaṁ āyupi parihāyi, vaṇṇopi parihāyi. Und so, Mönche und Nonnen, breitete sich, als den Mittellosen im Reich kein Geld zur Verfügung gestellt wurde, Armut aus. Als Armut verbreitet war, breitete sich Diebstahl aus. Als Diebstahl verbreitet war, breiteten sich Schwerter aus. Als Schwerter verbreitet waren, breitete sich das Töten lebender Geschöpfe aus. Und bei den Lebewesen, bei denen das Töten verbreitet war, gingen Lebensdauer und Schönheit zurück.
Tesaṁ āyunāpi parihāyamānānaṁ vaṇṇenapi parihāyamānānaṁ asītivassasahassāyukānaṁ manussānaṁ cattārīsavassasahassāyukā puttā ahesuṁ. Jene Menschen, die 80.000 Jahre lebten, hatten Kinder, die 40.000 Jahre lebten.
Cattārīsavassasahassāyukesu, bhikkhave, manussesu aññataro puriso paresaṁ adinnaṁ theyyasaṅkhātaṁ ādiyi. Unter den Menschen, die 40.000 Jahre lebten, stahl ein gewisser Mensch von anderen in diebischer Absicht.
Tamenaṁ aggahesuṁ. Er wurde festgenommen
Gahetvā rañño khattiyassa muddhābhisittassa dassesuṁ: und dem König vorgeführt:
‘ayaṁ, deva, puriso paresaṁ adinnaṁ theyyasaṅkhātaṁ ādiyī’ti. ‚Majestät, dieser Mensch hat von anderen in diebischer Absicht gestohlen.‘
Evaṁ vutte, bhikkhave, rājā khattiyo muddhābhisitto taṁ purisaṁ etadavoca: Der König sagte zu ihm:
‘saccaṁ kira tvaṁ, ambho purisa, paresaṁ adinnaṁ theyyasaṅkhātaṁ ādiyī’ti? ‚Ist es wirklich wahr, werter Mann, dass du von anderen in diebischer Absicht gestohlen hast?‘
‘Na hi, devā’ti sampajānamusā abhāsi. ‚Nein, Majestät‘, sagte er, indem er eine bewusste Lüge sprach.
Iti kho, bhikkhave, adhanānaṁ dhane ananuppadiyamāne dāliddiyaṁ vepullamagamāsi. Dāliddiye vepullaṁ gate adinnādānaṁ vepullamagamāsi, adinnādāne vepullaṁ gate satthaṁ vepullamagamāsi. Satthe vepullaṁ gate pāṇātipāto vepullamagamāsi, pāṇātipāte vepullaṁ gate musāvādo vepullamagamāsi, musāvāde vepullaṁ gate tesaṁ sattānaṁ āyupi parihāyi, vaṇṇopi parihāyi. Und so, Mönche und Nonnen, breiteten sich, als den Mittellosen im Reich kein Geld zur Verfügung gestellt wurde, Armut, Diebstahl, Schwerter und Töten aus. Als das Töten verbreitet war, breitete sich das Lügen aus. Und bei den Lebewesen, bei denen das Lügen verbreitet war, gingen Lebensdauer und Schönheit zurück.
Tesaṁ āyunāpi parihāyamānānaṁ vaṇṇenapi parihāyamānānaṁ cattārīsavassasahassāyukānaṁ manussānaṁ vīsativassasahassāyukā puttā ahesuṁ. Jene Menschen, die 40.000 Jahre lebten, hatten Kinder, die 20.000 Jahre lebten.
Vīsativassasahassāyukesu, bhikkhave, manussesu aññataro puriso paresaṁ adinnaṁ theyyasaṅkhātaṁ ādiyi. Unter den Menschen, die 20.000 Jahre lebten, stahl ein gewisser Mensch von anderen in diebischer Absicht.
Tamenaṁ aññataro puriso rañño khattiyassa muddhābhisittassa ārocesi: Jemand anders berichtete dem König:
‘itthannāmo, deva, puriso paresaṁ adinnaṁ theyyasaṅkhātaṁ ādiyī’ti pesuññamakāsi. ‚Majestät, der und der Mensch hat von anderen in diebischer Absicht gestohlen‘, und sprach so hinter dessen Rücken.
Iti kho, bhikkhave, adhanānaṁ dhane ananuppadiyamāne dāliddiyaṁ vepullamagamāsi. Dāliddiye vepullaṁ gate adinnādānaṁ vepullamagamāsi, adinnādāne vepullaṁ gate satthaṁ vepullamagamāsi, satthe vepullaṁ gate pāṇātipāto vepullamagamāsi, pāṇātipāte vepullaṁ gate musāvādo vepullamagamāsi, musāvāde vepullaṁ gate pisuṇā vācā vepullamagamāsi, pisuṇāya vācāya vepullaṁ gatāya tesaṁ sattānaṁ āyupi parihāyi, vaṇṇopi parihāyi. Und so, Mönche und Nonnen, breiteten sich, als den Mittellosen im Reich kein Geld zur Verfügung gestellt wurde, Armut, Diebstahl, Schwerter, Töten und Lügen aus. Als das Lügen verbreitet war, breitete sich das Verleumden aus. Und bei den Lebewesen, bei denen das Verleumden verbreitet war, gingen Lebensdauer und Schönheit zurück.
Tesaṁ āyunāpi parihāyamānānaṁ vaṇṇenapi parihāyamānānaṁ vīsativassasahassāyukānaṁ manussānaṁ dasavassasahassāyukā puttā ahesuṁ. Jene Menschen, die 20.000 Jahre lebten, hatten Kinder, die 10.000 Jahre lebten.
Dasavassasahassāyukesu, bhikkhave, manussesu ekidaṁ sattā vaṇṇavanto honti, ekidaṁ sattā dubbaṇṇā. Unter den Menschen, die 10.000 Jahre lebten, waren manche schön, manche waren hässlich.
Tattha ye te sattā dubbaṇṇā, te vaṇṇavante satte abhijjhāyantā paresaṁ dāresu cārittaṁ āpajjiṁsu. Und die hässlichen Wesen, die die schönen begehrten, begingen Ehebruch mit den Frauen anderer.
Iti kho, bhikkhave, adhanānaṁ dhane ananuppadiyamāne dāliddiyaṁ vepullamagamāsi. Dāliddiye vepullaṁ gate …pe… kāmesumicchācāro vepullamagamāsi, kāmesumicchācāre vepullaṁ gate tesaṁ sattānaṁ āyupi parihāyi, vaṇṇopi parihāyi. Und so, Mönche und Nonnen, breiteten sich, als den Mittellosen im Reich kein Geld zur Verfügung gestellt wurde, Armut, Diebstahl, Schwerter, Töten, Lügen und Verleumden aus. Als das Verleumden verbreitet war, breitete sich sexuelles Fehlverhalten aus. Und bei den Lebewesen, bei denen sexuelles Fehlverhalten verbreitet war, gingen Lebensdauer und Schönheit zurück.
Tesaṁ āyunāpi parihāyamānānaṁ vaṇṇenapi parihāyamānānaṁ dasavassasahassāyukānaṁ manussānaṁ pañcavassasahassāyukā puttā ahesuṁ. Jene Menschen, die 10.000 Jahre lebten, hatten Kinder, die 5000 Jahre lebten.
Pañcavassasahassāyukesu, bhikkhave, manussesu dve dhammā vepullamagamaṁsu—Unter den Menschen, die 5000 Jahre lebten, breiteten sich zwei Dinge aus:
pharusāvācā samphappalāpo ca. harte Rede und unsinnige Rede.
Dvīsu dhammesu vepullaṁ gatesu tesaṁ sattānaṁ āyupi parihāyi, vaṇṇopi parihāyi. Und bei den Lebewesen, bei denen diese beiden Dinge verbreitet waren, gingen Lebensdauer und Schönheit zurück.
Tesaṁ āyunāpi parihāyamānānaṁ vaṇṇenapi parihāyamānānaṁ pañcavassasahassāyukānaṁ manussānaṁ appekacce aḍḍhateyyavassasahassāyukā, appekacce dvevassasahassāyukā puttā ahesuṁ. Jene Menschen, die 5000 Jahre lebten, hatten Kinder, die 2500 Jahre lebten, und andere, die 2000 Jahre lebten.
Aḍḍhateyyavassasahassāyukesu, bhikkhave, manussesu abhijjhābyāpādā vepullamagamaṁsu. Unter den Menschen, die 2500 Jahre lebten, breiteten sich Begehrlichkeit und böser Wille aus.
Abhijjhābyāpādesu vepullaṁ gatesu tesaṁ sattānaṁ āyupi parihāyi, vaṇṇopi parihāyi. Und bei den Lebewesen, bei denen Begehrlichkeit und böser Wille verbreitet waren, gingen Lebensdauer und Schönheit zurück.
Tesaṁ āyunāpi parihāyamānānaṁ vaṇṇenapi parihāyamānānaṁ aḍḍhateyyavassasahassāyukānaṁ manussānaṁ vassasahassāyukā puttā ahesuṁ. Jene Menschen, die 2500 Jahre lebten, hatten Kinder, die tausend Jahre lebten.
Vassasahassāyukesu, bhikkhave, manussesu micchādiṭṭhi vepullamagamāsi. Unter den Menschen, die tausend Jahre lebten, breitete sich falsche Ansicht aus.
Micchādiṭṭhiyā vepullaṁ gatāya tesaṁ sattānaṁ āyupi parihāyi, vaṇṇopi parihāyi. Und bei den Lebewesen, bei denen falsche Ansicht verbreitet war, gingen Lebensdauer und Schönheit zurück.
Tesaṁ āyunāpi parihāyamānānaṁ vaṇṇenapi parihāyamānānaṁ vassasahassāyukānaṁ manussānaṁ pañcavassasatāyukā puttā ahesuṁ. Jene Menschen, die tausend Jahre lebten, hatten Kinder, die fünfhundert Jahre lebten.
Pañcavassasatāyukesu, bhikkhave, manussesu tayo dhammā vepullamagamaṁsu—Unter den Menschen, die fünfhundert Jahre lebten, breiteten sich drei Dinge aus:
adhammarāgo visamalobho micchādhammo. rechtswidrige Begierde, unmoralische Gier und falsche Gepflogenheiten.
Tīsu dhammesu vepullaṁ gatesu tesaṁ sattānaṁ āyupi parihāyi, vaṇṇopi parihāyi. Und bei den Lebewesen, bei denen diese drei Dinge verbreitet waren, gingen Lebensdauer und Schönheit zurück.
Tesaṁ āyunāpi parihāyamānānaṁ vaṇṇenapi parihāyamānānaṁ pañcavassasatāyukānaṁ manussānaṁ appekacce aḍḍhateyyavassasatāyukā, appekacce dvevassasatāyukā puttā ahesuṁ. Jene Menschen, die fünfhundert Jahre lebten, hatten Kinder, die 250 Jahre lebten, und andere, die zweihundert Jahre lebten.
Aḍḍhateyyavassasatāyukesu, bhikkhave, manussesu ime dhammā vepullamagamaṁsu. Unter den Menschen, die 250 Jahre lebten, breiteten sich folgende Dinge aus:
Amatteyyatā apetteyyatā asāmaññatā abrahmaññatā na kule jeṭṭhāpacāyitā. das Verweigern der gebührenden Achtung gegenüber Mutter und Vater und gegenüber Asketen und Brahmanen und die Weigerung, die Ältesten in der Familie zu ehren.
Iti kho, bhikkhave, adhanānaṁ dhane ananuppadiyamāne dāliddiyaṁ vepullamagamāsi. Und so, Mönche und Nonnen, breitete sich, als den Mittellosen im Reich kein Geld zur Verfügung gestellt wurde, Armut aus,
Dāliddiye vepullaṁ gate adinnādānaṁ vepullamagamāsi. und weiter Diebstahl,
Adinnādāne vepullaṁ gate satthaṁ vepullamagamāsi. Schwerter,
Satthe vepullaṁ gate pāṇātipāto vepullamagamāsi. Töten,
Pāṇātipāte vepullaṁ gate musāvādo vepullamagamāsi. Lügen,
Musāvāde vepullaṁ gate pisuṇā vācā vepullamagamāsi. Verleumden,
Pisuṇāya vācāya vepullaṁ gatāya kāmesumicchācāro vepullamagamāsi. sexuelles Fehlverhalten,
Kāmesumicchācāre vepullaṁ gate dve dhammā vepullamagamaṁsu, pharusā vācā samphappalāpo ca. harte Rede und unsinnige Rede,
Dvīsu dhammesu vepullaṁ gatesu abhijjhābyāpādā vepullamagamaṁsu. Begehrlichkeit und böser Wille,
Abhijjhābyāpādesu vepullaṁ gatesu micchādiṭṭhi vepullamagamāsi. falsche Ansicht,
Micchādiṭṭhiyā vepullaṁ gatāya tayo dhammā vepullamagamaṁsu, adhammarāgo visamalobho micchādhammo. rechtswidrige Begierde, unmoralische Gier und falsche Gepflogenheiten
Tīsu dhammesu vepullaṁ gatesu ime dhammā vepullamagamaṁsu, amatteyyatā apetteyyatā asāmaññatā abrahmaññatā na kule jeṭṭhāpacāyitā. sowie das Verweigern der gebührenden Achtung gegenüber Mutter und Vater und gegenüber Asketen und Brahmanen und die Weigerung, die Ältesten in der Familie zu ehren.
Imesu dhammesu vepullaṁ gatesu tesaṁ sattānaṁ āyupi parihāyi, vaṇṇopi parihāyi. Und bei den Lebewesen, bei denen diese Dinge verbreitet waren, gingen Lebensdauer und Schönheit zurück.
Tesaṁ āyunāpi parihāyamānānaṁ vaṇṇenapi parihāyamānānaṁ aḍḍhateyyavassasatāyukānaṁ manussānaṁ vassasatāyukā puttā ahesuṁ. Jene Menschen, die zweihundert Jahre lebten, hatten Kinder, die hundert Jahre lebten.
5. Dasavassāyukasamaya 5. Wenn die Menschen zehn Jahre leben
Bhavissati, bhikkhave, so samayo, yaṁ imesaṁ manussānaṁ dasavassāyukā puttā bhavissanti. Es kommt eine Zeit, Mönche und Nonnen, da diese Menschen Kinder haben werden, die zehn Jahre leben.
Dasavassāyukesu, bhikkhave, manussesu pañcavassikā kumārikā alaṁpateyyā bhavissanti. Unter den Menschen, die zehn Jahre leben, werden Mädchen mit fünf Jahren ins heiratsfähige Alter kommen.
Dasavassāyukesu, bhikkhave, manussesu imāni rasāni antaradhāyissanti, seyyathidaṁ—Diese Geschmäcke werden verschwinden:
sappi navanītaṁ telaṁ madhu phāṇitaṁ loṇaṁ. Ghee, Butter, Öl, Honig, Melasse und Salz.
Dasavassāyukesu, bhikkhave, manussesu kudrūsako aggaṁ bhojanānaṁ bhavissati. Das beste Essen wird Fingerhirse sein,
Seyyathāpi, bhikkhave, etarahi sālimaṁsodano aggaṁ bhojanānaṁ; geradeso, wie feiner Reis mit Fleisch heute das beste Essen ist.
evameva kho, bhikkhave, dasavassāyukesu manussesu kudrūsako aggaṁ bhojanānaṁ bhavissati.
Dasavassāyukesu, bhikkhave, manussesu dasa kusalakammapathā sabbena sabbaṁ antaradhāyissanti, dasa akusalakammapathā atibyādippissanti. Die zehn Wege zum Begehen tauglicher Taten werden ganz verschwinden, und die zehn Wege zum Begehen untauglicher Taten werden an Beliebtheit explosionsartig zunehmen.
Dasavassāyukesu, bhikkhave, manussesu kusalantipi na bhavissati, kuto pana kusalassa kārako. Diese Menschen werden nicht einmal das Wort ‚tauglich‘ haben, noch viel weniger jemanden, der tut, was tauglich ist.
Dasavassāyukesu, bhikkhave, manussesu ye te bhavissanti amatteyyā apetteyyā asāmaññā abrahmaññā na kule jeṭṭhāpacāyino, te pujjā ca bhavissanti pāsaṁsā ca. Und jeder, der Mutter und Vater sowie Asketen und Brahmanen die gebührende Achtung verweigert und sich weigert, die Ältesten in der Familie zu ehren, wird verehrt und gepriesen werden,
Seyyathāpi, bhikkhave, etarahi matteyyā petteyyā sāmaññā brahmaññā kule jeṭṭhāpacāyino pujjā ca pāsaṁsā ca; geradeso, wie man für das Umgekehrte heute verehrt und gepriesen wird.
evameva kho, bhikkhave, dasavassāyukesu manussesu ye te bhavissanti amatteyyā apetteyyā asāmaññā abrahmaññā na kule jeṭṭhāpacāyino, te pujjā ca bhavissanti pāsaṁsā ca.
Dasavassāyukesu, bhikkhave, manussesu na bhavissati mātāti vā mātucchāti vā mātulānīti vā ācariyabhariyāti vā garūnaṁ dārāti vā. Die Stellung einer Mutter, einer Tante oder angeheirateten Tante, der Frau eines Lehrmeisters oder einer Respektsperson wird nicht anerkannt werden.
Sambhedaṁ loko gamissati yathā ajeḷakā kukkuṭasūkarā soṇasiṅgālā. Die Welt wird haltlos werden wie Ziegen und Schafe, Hühner und Schweine, Hunde und Schakale.
Dasavassāyukesu, bhikkhave, manussesu tesaṁ sattānaṁ aññamaññamhi tibbo āghāto paccupaṭṭhito bhavissati tibbo byāpādo tibbo manopadoso tibbaṁ vadhakacittaṁ. Sie werden voller Feindseligkeit gegeneinander sein, mit heftigem bösem Willen, äußerster Gehässigkeit und ausgeprägten Mordgedanken.
Mātupi puttamhi puttassapi mātari; So wird die Mutter für das Kind empfinden und das Kind für die Mutter,
pitupi puttamhi puttassapi pitari; der Vater für das Kind und das Kind für den Vater,
bhātupi bhaginiyā bhaginiyāpi bhātari tibbo āghāto paccupaṭṭhito bhavissati tibbo byāpādo tibbo manopadoso tibbaṁ vadhakacittaṁ. der Bruder für die Schwester und die Schwester für den Bruder.
Seyyathāpi, bhikkhave, māgavikassa migaṁ disvā tibbo āghāto paccupaṭṭhito hoti tibbo byāpādo tibbo manopadoso tibbaṁ vadhakacittaṁ; Sie werden sein wie ein Rotwildjäger, wenn er Rotwild sieht – voller Feindseligkeit, mit heftigem bösem Willen, äußerster Gehässigkeit und ausgeprägten Mordgedanken.
evameva kho, bhikkhave, dasavassāyukesu manussesu tesaṁ sattānaṁ aññamaññamhi tibbo āghāto paccupaṭṭhito bhavissati tibbo byāpādo tibbo manopadoso tibbaṁ vadhakacittaṁ.
Mātupi puttamhi puttassapi mātari;
pitupi puttamhi puttassapi pitari;
bhātupi bhaginiyā bhaginiyāpi bhātari tibbo āghāto paccupaṭṭhito bhavissati tibbo byāpādo tibbo manopadoso tibbaṁ vadhakacittaṁ.
Dasavassāyukesu, bhikkhave, manussesu sattāhaṁ satthantarakappo bhavissati. Unter den Menschen, die zehn Jahre leben, wird es eine Zeit von sieben Tagen geben, in der nur die Schwerter herrschen.
Te aññamaññamhi migasaññaṁ paṭilabhissanti. Während dieser Zeit werden sie einander als Bestien sehen.
Tesaṁ tiṇhāni satthāni hatthesu pātubhavissanti. Scharfe Schwerter werden in ihren Händen erscheinen,
Te tiṇhena satthena ‘esa migo esa migo’ti aññamaññaṁ jīvitā voropessanti. mit denen sie sich gegenseitig unter Schreien: ‚Es ist eine Bestie! Es ist eine Bestie!‘ das Leben nehmen.
Atha kho tesaṁ, bhikkhave, sattānaṁ ekaccānaṁ evaṁ bhavissati: Aber dann werden einige dieser Wesen denken:
‘mā ca mayaṁ kañci, mā ca amhe koci, yannūna mayaṁ tiṇagahanaṁ vā vanagahanaṁ vā rukkhagahanaṁ vā nadīviduggaṁ vā pabbatavisamaṁ vā pavisitvā vanamūlaphalāhārā yāpeyyāmā’ti. ‚Wir wollen weder töten noch getötet werden! Warum verstecken wir uns nicht in dichtem Gras, dichtem Dschungel, dichten Bäumen, unzugänglichen Flussauen oder schroffen Berglandschaften, um mit den Wurzeln und Früchten des Waldes zu überleben?‘
Te tiṇagahanaṁ vā vanagahanaṁ vā rukkhagahanaṁ vā nadīviduggaṁ vā pabbatavisamaṁ vā pavisitvā sattāhaṁ vanamūlaphalāhārā yāpessanti. Und so werden sie es tun.
Te tassa sattāhassa accayena tiṇagahanā vanagahanā rukkhagahanā nadīviduggā pabbatavisamā nikkhamitvā aññamaññaṁ āliṅgitvā sabhāgāyissanti samassāsissanti: Wenn diese sieben Tage vorüber sind, werden sie aus ihren Verstecken kommen, einander umarmen und alle zusammen mit einer Stimme rufen:
‘diṭṭhā, bho, sattā jīvasi, diṭṭhā, bho, sattā jīvasī’ti. ‚Wunderbar, lieber Feind, du lebst! Wunderbar, lieber Feind, du lebst!‘
6. Āyuvaṇṇādivaḍḍhanakathā 6. Über die Zeit des Wachstums
Atha kho tesaṁ, bhikkhave, sattānaṁ evaṁ bhavissati: Dann werden diese Wesen denken:
‘mayaṁ kho akusalānaṁ dhammānaṁ samādānahetu evarūpaṁ āyataṁ ñātikkhayaṁ pattā. ‚Weil wir untaugliche Grundsätze aufgenommen haben, darum haben wir einen so umfassenden Verlust unter unseren Verwandten erlitten.
Yannūna mayaṁ kusalaṁ kareyyāma. Wir tun besser, was tauglich ist.
Kiṁ kusalaṁ kareyyāma? Welches taugliche Ding sollten wir tun?
Yannūna mayaṁ pāṇātipātā virameyyāma, idaṁ kusalaṁ dhammaṁ samādāya vatteyyāmā’ti. Warum unterlassen wir nicht das Töten lebender Geschöpfe? Wenn wir diesen tauglichen Grundsatz aufgenommen haben, werden wir danach leben.‘
Te pāṇātipātā viramissanti, idaṁ kusalaṁ dhammaṁ samādāya vattissanti. Und so werden sie es tun.
Te kusalānaṁ dhammānaṁ samādānahetu āyunāpi vaḍḍhissanti, vaṇṇenapi vaḍḍhissanti. Weil sie diesen tauglichen Grundsatz aufnehmen, werden ihre Lebensdauer und Schönheit wachsen.
Tesaṁ āyunāpi vaḍḍhamānānaṁ vaṇṇenapi vaḍḍhamānānaṁ dasavassāyukānaṁ manussānaṁ vīsativassāyukā puttā bhavissanti. Jene Menschen, die zehn Jahre leben, werden Kinder haben, die zwanzig Jahre leben.
Atha kho tesaṁ, bhikkhave, sattānaṁ evaṁ bhavissati: Dann werden diese Wesen denken:
‘mayaṁ kho kusalānaṁ dhammānaṁ samādānahetu āyunāpi vaḍḍhāma, vaṇṇenapi vaḍḍhāma. ‚Weil wir diesen tauglichen Grundsatz aufgenommen haben, wachsen unsere Lebensdauer und Schönheit.
Yannūna mayaṁ bhiyyoso mattāya kusalaṁ kareyyāma. Warum tun wir nicht noch mehr taugliche Dinge?
Kiṁ kusalaṁ kareyyāma? Welches taugliche Ding sollten wir tun?
Yannūna mayaṁ adinnādānā virameyyāma … Warum unterlassen wir nicht das Stehlen …
kāmesumicchācārā virameyyāma … das sexuelle Fehlverhalten …
musāvādā virameyyāma … das Lügen …
pisuṇāya vācāya virameyyāma … das Verleumden …
pharusāya vācāya virameyyāma … harte Rede …
samphappalāpā virameyyāma … und unsinnige Rede?
abhijjhaṁ pajaheyyāma … Warum geben wir nicht Begehrlichkeit …
byāpādaṁ pajaheyyāma … bösen Willen …
micchādiṭṭhiṁ pajaheyyāma … und falsche Ansicht auf? …
tayo dhamme pajaheyyāma—Warum geben wir nicht drei Dinge auf:
adhammarāgaṁ visamalobhaṁ micchādhammaṁ … rechtswidrige Begierde, unmoralische Gier und falsche Gepflogenheiten?
yannūna mayaṁ matteyyā assāma petteyyā sāmaññā brahmaññā kule jeṭṭhāpacāyino, idaṁ kusalaṁ dhammaṁ samādāya vatteyyāmā’ti. Warum erweisen wir nicht Mutter und Vater sowie Asketen und Brahmanen die gebührende Achtung und ehren die Ältesten in der Familie? Wenn wir diesen tauglichen Grundsatz aufgenommen haben, werden wir danach leben.‘
Te matteyyā bhavissanti petteyyā sāmaññā brahmaññā kule jeṭṭhāpacāyino, idaṁ kusalaṁ dhammaṁ samādāya vattissanti. Und so werden sie es tun.
Te kusalānaṁ dhammānaṁ samādānahetu āyunāpi vaḍḍhissanti, vaṇṇenapi vaḍḍhissanti. Weil sie diesen tauglichen Grundsatz aufnehmen, werden ihre Lebensdauer und Schönheit wachsen.
Tesaṁ āyunāpi vaḍḍhamānānaṁ vaṇṇenapi vaḍḍhamānānaṁ vīsativassāyukānaṁ manussānaṁ cattārīsavassāyukā puttā bhavissanti … Jene Menschen, die zwanzig Jahre leben, werden Kinder haben, die vierzig Jahre leben.
cattārīsavassāyukānaṁ manussānaṁ asītivassāyukā puttā bhavissanti … Jene Menschen, die vierzig Jahre leben, werden Kinder haben, die achtzig Jahre leben,
asītivassāyukānaṁ manussānaṁ saṭṭhivassasatāyukā puttā bhavissanti … dann 160 Jahre,
saṭṭhivassasatāyukānaṁ manussānaṁ vīsatitivassasatāyukā puttā bhavissanti … 320 Jahre,
vīsatitivassasatāyukānaṁ manussānaṁ cattārīsachabbassasatāyukā puttā bhavissanti. 640 Jahre,
Cattārīsachabbassasatāyukānaṁ manussānaṁ dvevassasahassāyukā puttā bhavissanti … 2000 Jahre,
dvevassasahassāyukānaṁ manussānaṁ cattārivassasahassāyukā puttā bhavissanti … 4000 Jahre,
cattārivassasahassāyukānaṁ manussānaṁ aṭṭhavassasahassāyukā puttā bhavissanti … 8000 Jahre,
aṭṭhavassasahassāyukānaṁ manussānaṁ vīsativassasahassāyukā puttā bhavissanti … 20.000 Jahre,
vīsativassasahassāyukānaṁ manussānaṁ cattārīsavassasahassāyukā puttā bhavissanti … 40.000 Jahre
cattārīsavassasahassāyukānaṁ manussānaṁ asītivassasahassāyukā puttā bhavissanti … und schließlich 80.000 Jahre.
asītivassasahassāyukesu, bhikkhave, manussesu pañcavassasatikā kumārikā alaṁpateyyā bhavissanti. Unter den Menschen, die 80.000 Jahre leben, werden Mädchen mit 500 Jahren ins heiratsfähige Alter kommen.
7. Saṅkharājauppatti 7. Die Zeit des Königs Saṅkha
Asītivassasahassāyukesu, bhikkhave, manussesu tayo ābādhā bhavissanti, icchā, anasanaṁ, jarā. Unter den Menschen, die 80.000 Jahre leben, wird es nur drei Beschwerden geben: Wünsche, Hunger und Alter.
Asītivassasahassāyukesu, bhikkhave, manussesu ayaṁ jambudīpo iddho ceva bhavissati phīto ca, kukkuṭasampātikā gāmanigamarājadhāniyo. Das Land des Rosenapfelbaums wird erfolgreich und blühend sein. Die Dörfer, Marktflecken und Königsstädte werden nicht weiter auseinanderliegen, als ein Hahn fliegen kann.
Asītivassasahassāyukesu, bhikkhave, manussesu ayaṁ jambudīpo avīci maññe phuṭo bhavissati manussehi, seyyathāpi naḷavanaṁ vā saravanaṁ vā. Und das Land wird mit Menschen gedrängt voll sein, als seien sie zusammengepfercht, wie ein Binsen- oder Schilfdickicht.
Asītivassasahassāyukesu, bhikkhave, manussesu ayaṁ bārāṇasī ketumatī nāma rājadhānī bhavissati iddhā ceva phītā ca bahujanā ca ākiṇṇamanussā ca subhikkhā ca. Die Königsstadt wird Varanasi sein und wird Ketumatī heißen. Und sie wird erfolgreich, blühend, dicht bevölkert und voller Menschen sein, mit reichlich Lebensmitteln.
Asītivassasahassāyukesu, bhikkhave, manussesu imasmiṁ jambudīpe caturāsītinagarasahassāni bhavissanti ketumatīrājadhānīpamukhāni. Es wird im Land des Rosenapfelbaums 84.000 Städte geben mit der Königsstadt Ketumatī als der vordersten.
Asītivassasahassāyukesu, bhikkhave, manussesu ketumatiyā rājadhāniyā saṅkho nāma rājā uppajjissati cakkavattī dhammiko dhammarājā cāturanto vijitāvī janapadatthāvariyappatto sattaratanasamannāgato. Und in der Königsstadt Ketumatī wird ein König namens Saṅkha erscheinen, ein Rad-drehender Herrscher, ein gerechter und prinzipientreuer König. Seine Oberherrschaft wird sich nach allen vier Seiten erstrecken, er wird für das Land Sicherheit gewinnen und die sieben Juwelen besitzen.
Tassimāni satta ratanāni bhavissanti, seyyathidaṁ—Das werden seine sieben Juwelen sein:
cakkaratanaṁ hatthiratanaṁ assaratanaṁ maṇiratanaṁ itthiratanaṁ gahapatiratanaṁ pariṇāyakaratanameva sattamaṁ. das Rad, der Elefant, das Pferd, der Edelstein, die Frau, der Hausbesitzer und der Befehlshaber als siebtes Juwel.
Parosahassaṁ kho panassa puttā bhavissanti sūrā vīraṅgarūpā parasenappamaddanā. Er wird über tausend Söhne haben, wacker und heldenhaft, die die Heere seiner Feinde zermalmen.
So imaṁ pathaviṁ sāgarapariyantaṁ adaṇḍena asatthena dhammena abhivijiya ajjhāvasissati. Wenn er dieses vom Meer umspülte Land erobert hat, wird er nach Prinzip herrschen, ohne Stock oder Schwert.
8. Metteyyabuddhuppāda 8. Das Erscheinen des Buddha Metteyya
Asītivassasahassāyukesu, bhikkhave, manussesu metteyyo nāma bhagavā loke uppajjissati arahaṁ sammāsambuddho vijjācaraṇasampanno sugato lokavidū anuttaro purisadammasārathi satthā devamanussānaṁ buddho bhagavā. Und der Gesegnete mit Namen Metteyya wird in der Welt erscheinen, der Vollendete, der vollkommen erwachte Buddha, von vollendetem Wissen und Verhalten, heilig, Kenner der Welt, unübertrefflicher Anleiter für alle, die üben wollen, Lehrer von Göttern und Menschen, erwacht, gesegnet –
Seyyathāpāhametarahi loke uppanno arahaṁ sammāsambuddho vijjācaraṇasampanno sugato lokavidū anuttaro purisadammasārathi satthā devamanussānaṁ buddho bhagavā. geradeso, wie ich heute erschienen bin.
So imaṁ lokaṁ sadevakaṁ samārakaṁ sabrahmakaṁ sassamaṇabrāhmaṇiṁ pajaṁ sadevamanussaṁ sayaṁ abhiññā sacchikatvā pavedessati, seyyathāpāhametarahi imaṁ lokaṁ sadevakaṁ samārakaṁ sabrahmakaṁ sassamaṇabrāhmaṇiṁ pajaṁ sadevamanussaṁ sayaṁ abhiññā sacchikatvā pavedemi. Er wird diese Welt – mit ihren Göttern, Māras und Brahmās, mit dieser Bevölkerung mit ihren Asketen und Brahmanen, Göttern und Menschen – durch eigene Einsicht erkennen und anderen erklären, geradeso, wie ich es heute tue.
So dhammaṁ desessati ādikalyāṇaṁ majjhekalyāṇaṁ pariyosānakalyāṇaṁ sātthaṁ sabyañjanaṁ kevalaparipuṇṇaṁ parisuddhaṁ brahmacariyaṁ pakāsessati; Er wird den Dhamma lehren, der am Anfang gut, in der Mitte gut und am Ende gut ist, bedeutsam und gut ausgedrückt. Und er wird ein geistliches Leben darlegen, das ganz vollständig und rein ist –
seyyathāpāhametarahi dhammaṁ desemi ādikalyāṇaṁ majjhekalyāṇaṁ pariyosānakalyāṇaṁ sātthaṁ sabyañjanaṁ kevalaparipuṇṇaṁ parisuddhaṁ brahmacariyaṁ pakāsemi. geradeso, wie ich es heute tue.
So anekasahassaṁ bhikkhusaṅghaṁ pariharissati, seyyathāpāhametarahi anekasataṁ bhikkhusaṅghaṁ pariharāmi. Er wird einen Saṅgha von vielen tausend Mönchen und Nonnen anführen, geradeso, wie ich heute einen Saṅgha von vielen hundert anführe.
Atha kho, bhikkhave, saṅkho nāma rājā yo so yūpo raññā mahāpanādena kārāpito. Dann wird der König Saṅkha den einst vom König Mahāpanāda erbauten Opferpfahl aufrichten lassen.
Taṁ yūpaṁ ussāpetvā ajjhāvasitvā taṁ datvā vissajjitvā samaṇabrāhmaṇakapaṇaddhikavaṇibbakayācakānaṁ dānaṁ datvā metteyyassa bhagavato arahato sammāsambuddhassa santike kesamassuṁ ohāretvā kāsāyāni vatthāni acchādetvā agārasmā anagāriyaṁ pabbajissati. Nachdem er regiert hat, wird er abdanken und Asketen und Brahmanen, Bedürftigen, Landstreichern, Bittstellern und Bettlern wohltätige Gaben geben. Dann wird er sich Haar und Bart rasieren, ockerfarbene Roben anlegen und vor dem Buddha Metteyya aus dem Haus fortziehen ins hauslose Leben.
So evaṁ pabbajito samāno eko vūpakaṭṭho appamatto ātāpī pahitatto viharanto nacirasseva—yassatthāya kulaputtā sammadeva agārasmā anagāriyaṁ pabbajanti, tadanuttaraṁ—brahmacariyapariyosānaṁ diṭṭheva dhamme sayaṁ abhiññā sacchikatvā upasampajja viharissati. Bald nachdem er fortgezogen ist, wird er, während er zurückgezogen lebt, beflissen, eifrig und entschlossen, in eben diesem Leben zum äußersten Höhepunkt des geistlichen Lebens gelangen. Er wird an dem Ziel leben, das er durch eigene Einsicht erkennt, für welches ehrbare Menschen zu Recht aus dem Haus fortziehen ins hauslose Leben.
Attadīpā, bhikkhave, viharatha attasaraṇā anaññasaraṇā, dhammadīpā dhammasaraṇā anaññasaraṇā. Mönche und Nonnen, lebt als eure eigene Insel, eure eigene Zuflucht, sucht keine andere Zuflucht. Macht die Lehre zu eurer Insel und eurer Zuflucht, sucht keine andere Zuflucht.
Kathañca, bhikkhave, bhikkhu attadīpo viharati attasaraṇo anaññasaraṇo dhammadīpo dhammasaraṇo anaññasaraṇo? Und wie lebt ein Mönch als seine eigene Insel, seine eigene Zuflucht, und sucht keine andere Zuflucht? Wie macht er die Lehre zu seiner Insel und seiner Zuflucht und sucht keine andere Zuflucht?
Idha, bhikkhave, bhikkhu kāye kāyānupassī viharati ātāpī sampajāno satimā vineyya loke abhijjhādomanassaṁ. Da meditiert ein Mönch, indem er einen Aspekt des Körpers beobachtet – eifrig, bewusst und achtsam, frei von Begehrlichkeit und Verdrießlichkeit gegenüber der Welt.
Vedanāsu vedanānupassī …pe… Er meditiert, indem er einen Aspekt der Gefühle beobachtet …
citte cittānupassī …pe… indem er einen Aspekt des Geistes beobachtet …
dhammesu dhammānupassī viharati ātāpī sampajāno satimā vineyya loke abhijjhādomanassaṁ. indem er einen Aspekt der natürlichen Gesetzmäßigkeiten beobachtet – eifrig, bewusst und achtsam, frei von Begehrlichkeit und Verdrießlichkeit gegenüber der Welt.
Evaṁ kho, bhikkhave, bhikkhu attadīpo viharati attasaraṇo anaññasaraṇo dhammadīpo dhammasaraṇo anaññasaraṇo. So lebt ein Mönch als seine eigene Insel, seine eigene Zuflucht und sucht keine andere Zuflucht. So macht er die Lehre zu seiner Insel und seiner Zuflucht und sucht keine andere Zuflucht.
9. Bhikkhunoāyuvaṇṇādivaḍḍhanakathā 9. Über langes Leben und Schönheit für Mönche und Nonnen
Gocare, bhikkhave, caratha sake pettike visaye. Mönche und Nonnen, ihr sollt euer eigenes Revier durchstreifen, das Hoheitsgebiet eurer Väter.
Gocare, bhikkhave, carantā sake pettike visaye āyunāpi vaḍḍhissatha, vaṇṇenapi vaḍḍhissatha, sukhenapi vaḍḍhissatha, bhogenapi vaḍḍhissatha, balenapi vaḍḍhissatha. Wenn ihr das tut, werden eure Lebensdauer, eure Schönheit, euer Glück, euer Reichtum und eure Stärke zunehmen.
Kiñca, bhikkhave, bhikkhuno āyusmiṁ? Und was ist langes Leben für einen Mönch?
Idha, bhikkhave, bhikkhu chandasamādhipadhānasaṅkhārasamannāgataṁ iddhipādaṁ bhāveti, Da entwickelt ein Mönch die Grundlage übersinnlicher Kraft, die mit Versenkung durch Enthusiasmus und mit aktivem Bemühen einhergeht.
vīriyasamādhipadhānasaṅkhārasamannāgataṁ iddhipādaṁ bhāveti, Er entwickelt die Grundlage übersinnlicher Kraft, die mit Versenkung durch Energie und mit aktivem Bemühen einhergeht.
cittasamādhipadhānasaṅkhārasamannāgataṁ iddhipādaṁ bhāveti, Er entwickelt die Grundlage übersinnlicher Kraft, die mit Versenkung durch Entwicklung des Geistes und mit aktivem Bemühen einhergeht.
vīmaṁsāsamādhipadhānasaṅkhārasamannāgataṁ iddhipādaṁ bhāveti. Er entwickelt die Grundlage übersinnlicher Kraft, die mit Versenkung durch Untersuchung und mit aktivem Bemühen einhergeht.
So imesaṁ catunnaṁ iddhipādānaṁ bhāvitattā bahulīkatattā ākaṅkhamāno kappaṁ vā tiṭṭheyya kappāvasesaṁ vā. Wenn er diese vier Grundlagen übersinnlicher Kraft entwickelt und gemehrt hat, kann er, wenn er will, für die volle Lebensdauer weiterleben, oder was davon übrig ist.
Idaṁ kho, bhikkhave, bhikkhuno āyusmiṁ. Das ist langes Leben für einen Mönch.
Kiñca, bhikkhave, bhikkhuno vaṇṇasmiṁ? Und was ist Schönheit für einen Mönch?
Idha, bhikkhave, bhikkhu sīlavā hoti, pātimokkhasaṁvarasaṁvuto viharati ācāragocarasampanno, aṇumattesu vajjesu bhayadassāvī, samādāya sikkhati sikkhāpadesu. Da ist ein Mönch sittlich, gezügelt in der Ordenssatzung, verhält sich angemessen und sucht an angemessenen Orten um Almosen nach. Er sieht die Gefahr im kleinsten Fehler und hält die Regeln ein, die er aufgenommen hat.
Idaṁ kho, bhikkhave, bhikkhuno vaṇṇasmiṁ. Das ist Schönheit für einen Mönch.
Kiñca, bhikkhave, bhikkhuno sukhasmiṁ? Und was ist Glück für einen Mönch?
Idha, bhikkhave, bhikkhu vivicceva kāmehi vivicca akusalehi dhammehi savitakkaṁ savicāraṁ vivekajaṁ pītisukhaṁ paṭhamaṁ jhānaṁ upasampajja viharati. Da tritt ein Mönch, ganz abgeschieden von den Sinnenfreuden, abgeschieden von untauglichen Eigenschaften, in die erste Vertiefung ein und verweilt darin; da gibt es aus Abgeschiedenheit geborene Ekstase und Seligkeit, während er den Geist ausrichtet und hält.
Vitakkavicārānaṁ vūpasamā …pe… dutiyaṁ jhānaṁ … Wenn das Ausrichten und Halten des Geistes sich beruhigt, tritt er in die zweite Vertiefung ein und verweilt darin …
tatiyaṁ jhānaṁ … in die dritte Vertiefung …
catutthaṁ jhānaṁ upasampajja viharati. in die vierte Vertiefung.
Idaṁ kho, bhikkhave, bhikkhuno, sukhasmiṁ. Das ist Glück für einen Mönch.
Kiñca, bhikkhave, bhikkhuno bhogasmiṁ? Und was ist Reichtum für einen Mönch?
Idha, bhikkhave, bhikkhu mettāsahagatena cetasā ekaṁ disaṁ pharitvā viharati tathā dutiyaṁ. Tathā tatiyaṁ. Tathā catutthaṁ. Iti uddhamadho tiriyaṁ sabbadhi sabbattatāya sabbāvantaṁ lokaṁ mettāsahagatena cetasā vipulena mahaggatena appamāṇena averena abyāpajjena pharitvā viharati. Da meditiert ein Mönch, indem er eine Himmelsrichtung mit einem Herzen voller Liebe durchdringt, und die zweite und die dritte und die vierte. Ebenso nach oben, nach unten, dazwischen, überall und ringsumher; die ganze Welt durchdringt er mit einem Herzen voller Liebe – weit, ausgedehnt, grenzenlos, frei von Feindschaft und bösem Willen.
Karuṇāsahagatena cetasā …pe… Er meditiert, indem er eine Himmelsrichtung mit einem Herzen voller Mitgefühl durchdringt …
muditāsahagatena cetasā …pe… mit einem Herzen voller freudiger Anteilnahme …
upekkhāsahagatena cetasā ekaṁ disaṁ pharitvā viharati. Tathā dutiyaṁ. Tathā tatiyaṁ. Tathā catutthaṁ. Iti uddhamadho tiriyaṁ sabbadhi sabbattatāya sabbāvantaṁ lokaṁ upekkhāsahagatena cetasā vipulena mahaggatena appamāṇena averena abyāpajjena pharitvā viharati. mit einem Herzen voller Gleichmut, und die zweite und die dritte und die vierte. Ebenso nach oben, nach unten, dazwischen, überall und ringsumher; die ganze Welt durchdringt er mit einem Herzen voller Gleichmut – weit, ausgedehnt, grenzenlos, frei von Feindschaft und bösem Willen.
Idaṁ kho, bhikkhave, bhikkhuno bhogasmiṁ. Das ist Reichtum für einen Mönch.
Kiñca, bhikkhave, bhikkhuno balasmiṁ? Und was ist Stärke für einen Mönch?
Idha, bhikkhave, bhikkhu āsavānaṁ khayā anāsavaṁ cetovimuttiṁ paññāvimuttiṁ diṭṭheva dhamme sayaṁ abhiññā sacchikatvā upasampajja viharati. Da erlangt ein Mönch mit der Auflösung der Befleckungen in eben diesem Leben die fleckenlose Freiheit des Herzens, die fleckenlose Freiheit durch Weisheit, erkennt sie durch eigene Einsicht und lebt darin.
Idaṁ kho, bhikkhave, bhikkhuno balasmiṁ. Das ist Stärke für einen Mönch.
Nāhaṁ, bhikkhave, aññaṁ ekabalampi samanupassāmi yaṁ evaṁ duppasahaṁ, yathayidaṁ, bhikkhave, mārabalaṁ. Mönche und Nonnen, ich sehe kein einziges Ding, das so schwer zu besiegen ist wie Māras Stärke.
Kusalānaṁ, bhikkhave, dhammānaṁ samādānahetu evamidaṁ puññaṁ pavaḍḍhatī”ti. Indem man taugliche Eigenschaften aufnimmt, wächst Verdienst an.“
Idamavoca bhagavā. Das sagte der Buddha.
Attamanā te bhikkhū bhagavato bhāsitaṁ abhinandunti. Zufrieden begrüßten die Mönche und Nonnen die Worte des Buddha.
Cakkavattisuttaṁ niṭṭhitaṁ tatiyaṁ.