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Dīgha Nikāya 29 Lange Lehrreden 29

Pāsādikasutta Eine beeindruckende Lehrrede

Evaṁ me sutaṁ—So habe ich es gehört:

ekaṁ samayaṁ bhagavā sakkesu viharati vedhaññā nāma sakyā, tesaṁ ambavane pāsāde. Einmal hielt sich der Buddha im Land der Sakyer in einem Pfahl-Langhaus in einem Mangowäldchen auf, das diesen Sakyern mit Namen Vedhañña gehörte.

Tena kho pana samayena nigaṇṭho nāṭaputto pāvāyaṁ adhunākālaṅkato hoti. Nun war da gerade kürzlich der Jaina-Asket aus dem Stamm Ñātika in Pāvā verstorben.

Tassa kālaṅkiriyāya bhinnā nigaṇṭhā dvedhikajātā bhaṇḍanajātā kalahajātā vivādāpannā aññamaññaṁ mukhasattīhi vitudantā viharanti: Nach seinem Tod gab es eine Spaltung unter den Jaina-Asketen, es bildeten sich zwei Splittergruppen, die zankten, stritten und aneinander gerieten und einander fortwährend mit scharfen Worten verletzten:

“na tvaṁ imaṁ dhammavinayaṁ ājānāsi, ahaṁ imaṁ dhammavinayaṁ ājānāmi, kiṁ tvaṁ imaṁ dhammavinayaṁ ājānissasi? Micchāpaṭipanno tvamasi, ahamasmi sammāpaṭipanno. Sahitaṁ me, asahitaṁ te. Purevacanīyaṁ pacchā avaca, pacchāvacanīyaṁ pure avaca. Adhiciṇṇaṁ te viparāvattaṁ, āropito te vādo, niggahito tvamasi, cara vādappamokkhāya, nibbeṭhehi vā sace pahosī”ti. „Du verstehst diese Lehre und Schulung nicht. Ich verstehe diese Lehre und Schulung. Was, du verstehst diese Lehre und Schulung? Du übst falsch. Ich übe richtig. Ich bleibe beim Thema, du nicht. Was zuerst gesagt werden soll, hast du zuletzt gesagt. Was zuletzt gesagt werden soll, hast du zuerst gesagt. Was du dir so gut ausgedacht hast, ist entkräftet. Deine Doktrin ist widerlegt. Auf, rette deine Doktrin! Du steckst in der Falle; befreie dich daraus – wenn du kannst!“

Vadhoyeva kho maññe nigaṇṭhesu nāṭaputtiyesu vattati. Man konnte glauben, unter den Jaina-Asketen gebe es nur Gemetzel.

Yepi nigaṇṭhassa nāṭaputtassa sāvakā gihī odātavasanā, tepi nigaṇṭhesu nāṭaputtiyesu nibbinnarūpā virattarūpā paṭivānarūpā, yathā taṁ durakkhāte dhammavinaye duppavedite aniyyānike anupasamasaṁvattanike asammāsambuddhappavedite bhinnathūpe appaṭisaraṇe. Und die weiß gekleideten Laienschüler des Jainas Ñātika waren ernüchtert, schockiert und enttäuscht von den Jaina-Asketen. Und ebenso waren sie von einer Lehre und Schulung enttäuscht, die so schlecht erklärt und vorgelegt war, die nicht mündig machte, nicht zum Frieden führte, nicht von einem vollkommen erwachten Buddha verkündet war; ihr Denkmal war zerbrochen, und sie hatten keine Zuflucht.

Atha kho cundo samaṇuddeso pāvāyaṁ vassaṁvuṭṭho yena sāmagāmo, yenāyasmā ānando tenupasaṅkami; upasaṅkamitvā āyasmantaṁ ānandaṁ abhivādetvā ekamantaṁ nisīdi. Ekamantaṁ nisinno kho cundo samaṇuddeso āyasmantaṁ ānandaṁ etadavoca: Und der Novize Cunda ging, nachdem er seinen Regenzeitaufenthalt in der Nähe von Pāvā abgeschlossen hatte, zum Ehrwürdigen Ānanda beim Dorf Sāma. Er verbeugte sich, setzte sich zur Seite hin und berichtete von den Vorfällen.

“nigaṇṭho, bhante, nāṭaputto pāvāyaṁ adhunākālaṅkato.

Tassa kālaṅkiriyāya bhinnā nigaṇṭhā dvedhikajātā …pe… bhinnathūpe appaṭisaraṇe”ti.

Evaṁ vutte, āyasmā ānando cundaṁ samaṇuddesaṁ etadavoca: Ānanda antwortete ihm:

“atthi kho idaṁ, āvuso cunda, kathāpābhataṁ bhagavantaṁ dassanāya. „Geehrter Cunda, wir sollten zum Buddha gehen und ihn über diese Sache unterrichten.

Āyāmāvuso cunda, yena bhagavā tenupasaṅkamissāma; upasaṅkamitvā etamatthaṁ bhagavato ārocessāmā”ti. Komm, lass uns zum Buddha gehen und ihm darüber berichten.“

“Evaṁ, bhante”ti kho cundo samaṇuddeso āyasmato ānandassa paccassosi. „Ja, Herr“, antwortete Cunda.

Atha kho āyasmā ca ānando cundo ca samaṇuddeso yena bhagavā tenupasaṅkamiṁsu; upasaṅkamitvā bhagavantaṁ abhivādetvā ekamantaṁ nisīdiṁsu. Ekamantaṁ nisinno kho āyasmā ānando bhagavantaṁ etadavoca: Darauf gingen Ānanda und Cunda zum Buddha, verbeugten sich, setzten sich zur Seite hin und berichteten ihm von den Vorfällen.

“ayaṁ, bhante, cundo samaṇuddeso evamāha, ‘nigaṇṭho, bhante, nāṭaputto pāvāyaṁ adhunākālaṅkato,

tassa kālaṅkiriyāya bhinnā nigaṇṭhā …pe… bhinnathūpe appaṭisaraṇe’”ti.

1. Asammāsambuddhappaveditadhammavinaya 1. Die Lehre und Schulung der Nicht-Erwachten

“Evaṁ hetaṁ, cunda, hoti durakkhāte dhammavinaye duppavedite aniyyānike anupasamasaṁvattanike asammāsambuddhappavedite. „Das geschieht, Cunda, wenn eine Lehre und Schulung schlecht erklärt und vorgelegt ist, wenn sie nicht mündig macht, nicht zum Frieden führt, nicht von einem vollkommen erwachten Buddha verkündet ist.

Idha, cunda, satthā ca hoti asammāsambuddho, dhammo ca durakkhāto duppavedito aniyyāniko anupasamasaṁvattaniko asammāsambuddhappavedito, Da ist ein Lehrer nicht erwacht, und die Lehre ist schlecht erklärt und vorgelegt, sie macht nicht mündig, führt nicht zum Frieden, ist nicht von einem vollkommen erwachten Buddha verkündet.

sāvako ca tasmiṁ dhamme na dhammānudhammappaṭipanno viharati na sāmīcippaṭipanno na anudhammacārī, vokkamma ca tamhā dhammā vattati. Ein Schüler in dieser Lehre übt nicht im Einklang mit den Lehren, übt nicht, indem er diesem Vorgehen richtig folgt, lebt nicht im Einklang mit der Lehre. Er fährt fort, indem er sich von der Anleitung des Lehrers abwendet.

So evamassa vacanīyo: Ihm sollt ihr sagen:

‘tassa te, āvuso, lābhā, tassa te suladdhaṁ, ‚Du hast Glück, Geehrter, so großes Glück!

satthā ca te asammāsambuddho, dhammo ca durakkhāto duppavedito aniyyāniko anupasamasaṁvattaniko asammāsambuddhappavedito. Denn dein Lehrer ist nicht erwacht, und seine Lehre ist schlecht erklärt und vorgelegt, sie macht nicht mündig, führt nicht zum Frieden, ist nicht von einem vollkommen erwachten Buddha verkündet.

Tvañca tasmiṁ dhamme na dhammānudhammappaṭipanno viharasi, na sāmīcippaṭipanno, na anudhammacārī, vokkamma ca tamhā dhammā vattasī’ti. Aber du übst nicht im Einklang mit dieser Lehre, übst nicht, indem du diesem Vorgehen richtig folgst, lebst nicht im Einklang mit der Lehre. Du fährst fort, indem du dich von der Anleitung des Lehrers abwendest.‘

Iti kho, cunda, satthāpi tattha gārayho, dhammopi tattha gārayho, sāvako ca tattha evaṁ pāsaṁso. In einem solchen Fall sind der Lehrer und die Lehre zu tadeln, aber der Schüler verdient Lob.

Yo kho, cunda, evarūpaṁ sāvakaṁ evaṁ vadeyya: Angenommen, jemand sagte zu einem solchen Schüler:

‘etāyasmā tathā paṭipajjatu, yathā te satthārā dhammo desito paññatto’ti. ‚Komm, Ehrwürdiger, übe, wie es von deinem Lehrer gelehrt und gezeigt wurde.‘

Yo ca samādapeti, yañca samādapeti, yo ca samādapito tathattāya paṭipajjati. Sabbe te bahuṁ apuññaṁ pasavanti. Derjenige, der jemandem dazu rät, derjenige, dem dazu geraten wird, und derjenige, der danach übt, sie alle schaffen viel Schlechtigkeit.

Taṁ kissa hetu? Warum ist das so?

Evaṁ hetaṁ, cunda, hoti durakkhāte dhammavinaye duppavedite aniyyānike anupasamasaṁvattanike asammāsambuddhappavedite. Weil diese Lehre und Schulung schlecht erklärt und vorgelegt ist, weil sie nicht mündig macht, nicht zum Frieden führt, nicht von einem vollkommen erwachten Buddha verkündet ist.

Idha pana, cunda, satthā ca hoti asammāsambuddho, dhammo ca durakkhāto duppavedito aniyyāniko anupasamasaṁvattaniko asammāsambuddhappavedito, Dann ist da ein Lehrer nicht erwacht, und die Lehre ist schlecht erklärt und vorgelegt, sie macht nicht mündig, führt nicht zum Frieden, ist nicht von einem vollkommen erwachten Buddha verkündet.

sāvako ca tasmiṁ dhamme dhammānudhammappaṭipanno viharati sāmīcippaṭipanno anudhammacārī, samādāya taṁ dhammaṁ vattati. Ein Schüler in dieser Lehre übt im Einklang mit den Lehren, übt, indem er diesem Vorgehen richtig folgt, lebt im Einklang mit der Lehre. Er fährt fort, indem er diese Lehre aufnimmt.

So evamassa vacanīyo: Ihm sollt ihr sagen:

‘tassa te, āvuso, alābhā, tassa te dulladdhaṁ, satthā ca te asammāsambuddho, dhammo ca durakkhāto duppavedito aniyyāniko anupasamasaṁvattaniko asammāsambuddhappavedito. ‚Es ist dein Pech, Geehrter, dein Missgeschick! Denn dein Lehrer ist nicht erwacht, und seine Lehre ist schlecht erklärt und vorgelegt, sie macht nicht mündig, führt nicht zum Frieden, ist nicht von einem vollkommen erwachten Buddha verkündet.

Tvañca tasmiṁ dhamme dhammānudhammappaṭipanno viharasi sāmīcippaṭipanno anudhammacārī, samādāya taṁ dhammaṁ vattasī’ti. Und du übst im Einklang mit dieser Lehre, du übst, indem du diesem Vorgehen richtig folgst, du lebst im Einklang mit der Lehre. Du fährst fort, indem du diese Lehre aufnimmst.‘

Iti kho, cunda, satthāpi tattha gārayho, dhammopi tattha gārayho, sāvakopi tattha evaṁ gārayho. In einem solchen Fall sind der Lehrer, die Lehre und der Schüler zu tadeln.

Yo kho, cunda, evarūpaṁ sāvakaṁ evaṁ vadeyya: Angenommen, jemand sagte zu einem solchen Schüler:

‘addhāyasmā ñāyappaṭipanno ñāyamārādhessatī’ti. ‚Der Ehrwürdige übt offensichtlich nach dem systematischen Weg und wird in diesem System Erfolg haben.‘

Yo ca pasaṁsati, yañca pasaṁsati, yo ca pasaṁsito bhiyyoso mattāya vīriyaṁ ārabhati. Sabbe te bahuṁ apuññaṁ pasavanti. Derjenige, der jemanden dafür lobt, derjenige, der dafür gelobt wird, und derjenige, der durch das Lob noch mehr Energie aufrüttelt, sie alle schaffen viel Schlechtigkeit.

Taṁ kissa hetu? Warum ist das so?

Evañhetaṁ, cunda, hoti durakkhāte dhammavinaye duppavedite aniyyānike anupasamasaṁvattanike asammāsambuddhappavedite. Weil diese Lehre und Schulung schlecht erklärt und vorgelegt ist, weil sie nicht mündig macht, nicht zum Frieden führt, nicht von einem vollkommen erwachten Buddha verkündet ist.

2. Sammāsambuddhappaveditadhammavinaya 2. Die Lehre und Schulung der Erwachten

Idha pana, cunda, satthā ca hoti sammāsambuddho, dhammo ca svākkhāto suppavedito niyyāniko upasamasaṁvattaniko sammāsambuddhappavedito, Dann ist da ein Lehrer erwacht, und die Lehre ist gut erklärt und vorgelegt, sie macht mündig, führt zum Frieden, ist von einem vollkommen erwachten Buddha verkündet.

sāvako ca tasmiṁ dhamme na dhammānudhammappaṭipanno viharati, na sāmīcippaṭipanno, na anudhammacārī, vokkamma ca tamhā dhammā vattati. Ein Schüler in dieser Lehre übt nicht im Einklang mit den Lehren, übt nicht, indem er diesem Vorgehen richtig folgt, lebt nicht im Einklang mit der Lehre. Er fährt fort, indem er sich von der Anleitung des Lehrers abwendet.

So evamassa vacanīyo: Ihm sollt ihr sagen:

‘tassa te, āvuso, alābhā, tassa te dulladdhaṁ, satthā ca te sammāsambuddho, dhammo ca svākkhāto suppavedito niyyāniko upasamasaṁvattaniko sammāsambuddhappavedito. ‚Es ist dein Pech, Geehrter, dein Missgeschick! Denn dein Lehrer ist erwacht, und seine Lehre ist gut erklärt und vorgelegt, sie macht mündig, führt zum Frieden, ist von einem vollkommen erwachten Buddha verkündet.

Tvañca tasmiṁ dhamme na dhammānudhammappaṭipanno viharasi, na sāmīcippaṭipanno, na anudhammacārī, vokkamma ca tamhā dhammā vattasī’ti. Aber du übst nicht im Einklang mit dieser Lehre, übst nicht, indem du diesem Vorgehen richtig folgst, lebst nicht im Einklang mit der Lehre. Du fährst fort, indem du dich von der Anleitung des Lehrers abwendest.‘

Iti kho, cunda, satthāpi tattha pāsaṁso, dhammopi tattha pāsaṁso, sāvako ca tattha evaṁ gārayho. In einem solchen Fall sind der Lehrer und die Lehre zu loben, aber der Schüler verdient Tadel.

Yo kho, cunda, evarūpaṁ sāvakaṁ evaṁ vadeyya: Angenommen, jemand sagte zu einem solchen Schüler:

‘etāyasmā tathā paṭipajjatu yathā te satthārā dhammo desito paññatto’ti. ‚Komm, Ehrwürdiger, übe, wie es von deinem Lehrer gelehrt und gezeigt wurde.‘

Yo ca samādapeti, yañca samādapeti, yo ca samādapito tathattāya paṭipajjati. Sabbe te bahuṁ puññaṁ pasavanti. Derjenige, der jemandem dazu rät, derjenige, dem dazu geraten wird, und derjenige, der danach übt, sie alle schaffen viel Verdienst.

Taṁ kissa hetu? Warum ist das so?

Evañhetaṁ, cunda, hoti svākkhāte dhammavinaye suppavedite niyyānike upasamasaṁvattanike sammāsambuddhappavedite. Weil diese Lehre und Schulung gut erklärt und vorgelegt ist, weil sie mündig macht, zum Frieden führt, von einem vollkommen erwachten Buddha verkündet ist.

Idha pana, cunda, satthā ca hoti sammāsambuddho, dhammo ca svākkhāto suppavedito niyyāniko upasamasaṁvattaniko sammāsambuddhappavedito, Dann ist da ein Lehrer erwacht, und die Lehre ist gut erklärt und vorgelegt, sie macht mündig, führt zum Frieden, ist von einem vollkommen erwachten Buddha verkündet.

sāvako ca tasmiṁ dhamme dhammānudhammappaṭipanno viharati sāmīcippaṭipanno anudhammacārī, samādāya taṁ dhammaṁ vattati. Ein Schüler in dieser Lehre übt im Einklang mit den Lehren, übt, indem er diesem Vorgehen richtig folgt, lebt im Einklang mit der Lehre. Er fährt fort, indem er diese Lehre aufnimmt.

So evamassa vacanīyo: Ihm sollt ihr sagen:

‘tassa te, āvuso, lābhā, tassa te suladdhaṁ, ‚Du hast Glück, Geehrter, so großes Glück!

satthā ca te sammāsambuddho, dhammo ca svākkhāto suppavedito niyyāniko upasamasaṁvattaniko sammāsambuddhappavedito. Denn dein Lehrer ist erwacht, und seine Lehre ist gut erklärt und vorgelegt, sie macht mündig, führt zum Frieden, ist von einem vollkommen erwachten Buddha verkündet.

Tvañca tasmiṁ dhamme dhammānudhammappaṭipanno viharasi sāmīcippaṭipanno anudhammacārī, samādāya taṁ dhammaṁ vattasī’ti. Und du übst im Einklang mit dieser Lehre, du übst, indem du diesem Vorgehen richtig folgst, du lebst im Einklang mit der Lehre. Du fährst fort, indem du diese Lehre aufnimmst.‘

Iti kho, cunda, satthāpi tattha pāsaṁso, dhammopi tattha pāsaṁso, sāvakopi tattha evaṁ pāsaṁso. In einem solchen Fall sind der Lehrer, die Lehre und der Schüler zu loben.

Yo kho, cunda, evarūpaṁ sāvakaṁ evaṁ vadeyya: Angenommen, jemand sagte zu einem solchen Schüler:

‘addhāyasmā ñāyappaṭipanno ñāyamārādhessatī’ti. ‚Der Ehrwürdige übt offensichtlich nach dem systematischen Weg und wird in diesem System Erfolg haben.‘

Yo ca pasaṁsati, yañca pasaṁsati, yo ca pasaṁsito bhiyyoso mattāya vīriyaṁ ārabhati. Sabbe te bahuṁ puññaṁ pasavanti. Derjenige, der jemanden dafür lobt, derjenige, der dafür gelobt wird, und derjenige, der durch das Lob noch mehr Energie aufrüttelt, sie alle schaffen viel Verdienst.

Taṁ kissa hetu? Warum ist das so?

Evañhetaṁ, cunda, hoti svākkhāte dhammavinaye suppavedite niyyānike upasamasaṁvattanike sammāsambuddhappavedite. Weil diese Lehre und Schulung gut erklärt und vorgelegt ist, weil sie mündig macht, zum Frieden führt, von einem vollkommen erwachten Buddha verkündet ist.

3. Sāvakānutappasatthu 3. Wenn Schüler von Gewissensnot gequält werden

Idha pana, cunda, satthā ca loke udapādi arahaṁ sammāsambuddho, dhammo ca svākkhāto suppavedito niyyāniko upasamasaṁvattaniko sammāsambuddhappavedito, Da erscheint ein Lehrer in der Welt, vollendet, ein vollkommen erwachter Buddha. Die Lehre ist gut erklärt und vorgelegt, sie macht mündig, führt zum Frieden, ist von einem vollkommen erwachten Buddha verkündet.

aviññāpitatthā cassa honti sāvakā saddhamme, na ca tesaṁ kevalaṁ paripūraṁ brahmacariyaṁ āvikataṁ hoti uttānīkataṁ sabbasaṅgāhapadakataṁ sappāṭihīrakataṁ yāva devamanussehi suppakāsitaṁ. Doch die Schüler wurden nicht in der Bedeutung dieser guten Lehre ausgebildet. Und das geistliche Leben, das ganz vollständig und rein ist, wurde ihnen nicht enthüllt und offengelegt; es wurden nicht alle Sprüche dieser Lehre gesammelt; und sie wurde mit ihrer beweisbaren Grundlage nicht gut verkündet, wo immer es Götter und Menschen gibt.

Atha nesaṁ satthuno antaradhānaṁ hoti. Und dann stirbt ihr Lehrer.

Evarūpo kho, cunda, satthā sāvakānaṁ kālaṅkato anutappo hoti. Nach dem Tod eines solchen Lehrers werden die Schüler von Gewissensnot gequält.

Taṁ kissa hetu? Warum ist das so?

‘Satthā ca no loke udapādi arahaṁ sammāsambuddho, dhammo ca svākkhāto suppavedito niyyāniko upasamasaṁvattaniko sammāsambuddhappavedito, aviññāpitatthā camha saddhamme, na ca no kevalaṁ paripūraṁ brahmacariyaṁ āvikataṁ hoti uttānīkataṁ sabbasaṅgāhapadakataṁ sappāṭihīrakataṁ yāva devamanussehi suppakāsitaṁ. Weil sie denken: ‚Unser Lehrer war vollendet, ein vollkommen erwachter Buddha. Seine Lehre war gut erklärt, aber wir wurden nicht in ihrer Bedeutung ausgebildet. Und das geistliche Leben wurde uns nicht vollständig enthüllt; es wurden nicht alle Sprüche dieser Lehre gesammelt; und sie wurde mit ihrer beweisbaren Grundlage nicht gut verkündet, wo immer es Götter und Menschen gibt.

Atha no satthuno antaradhānaṁ hotī’ti. Und dann ist unser Lehrer gestorben.‘

Evarūpo kho, cunda, satthā sāvakānaṁ kālaṅkato anutappo hoti. Nach dem Tod eines solchen Lehrers werden die Schüler von Gewissensnot gequält.

4. Sāvakānanutappasatthu 4. Wenn Schüler keine Gewissensnot haben

Idha pana, cunda, satthā ca loke udapādi arahaṁ sammāsambuddho. Dhammo ca svākkhāto suppavedito niyyāniko upasamasaṁvattaniko sammāsambuddhappavedito. Dann erscheint da ein Lehrer in der Welt, vollendet, ein vollkommen erwachter Buddha. Die Lehre ist gut erklärt und vorgelegt, sie macht mündig, führt zum Frieden, ist von einem vollkommen erwachten Buddha verkündet.

Viññāpitatthā cassa honti sāvakā saddhamme, kevalañca tesaṁ paripūraṁ brahmacariyaṁ āvikataṁ hoti uttānīkataṁ sabbasaṅgāhapadakataṁ sappāṭihīrakataṁ yāva devamanussehi suppakāsitaṁ. Die Schüler wurden in der Bedeutung dieser guten Lehre ausgebildet. Und das geistlich Leben, das ganz vollständig und rein ist, wurde ihnen enthüllt und offengelegt; es wurden alle Sprüche dieser Lehre gesammelt; und sie wurde mit ihrer beweisbaren Grundlage gut verkündet, wo immer es Götter und Menschen gibt.

Atha nesaṁ satthuno antaradhānaṁ hoti. Und dann stirbt ihr Lehrer.

Evarūpo kho, cunda, satthā sāvakānaṁ kālaṅkato ananutappo hoti. Nach dem Tod eines solchen Lehrers sind die Schüler frei von Gewissensnot.

Taṁ kissa hetu? Warum ist das so?

‘Satthā ca no loke udapādi arahaṁ sammāsambuddho. Weil sie denken: ‚Unser Lehrer war vollendet, ein vollkommen erwachter Buddha.

Dhammo ca svākkhāto suppavedito niyyāniko upasamasaṁvattaniko sammāsambuddhappavedito. Seine Lehre war gut erklärt,

Viññāpitatthā camha saddhamme, kevalañca no paripūraṁ brahmacariyaṁ āvikataṁ hoti uttānīkataṁ sabbasaṅgāhapadakataṁ sappāṭihīrakataṁ yāva devamanussehi suppakāsitaṁ. wir wurden in ihrer Bedeutung ausgebildet und das geistlich Leben, das ganz vollständig und rein ist, wurde uns enthüllt und offengelegt.

Atha no satthuno antaradhānaṁ hotī’ti. Und dann ist unser Lehrer gestorben.‘

Evarūpo kho, cunda, satthā sāvakānaṁ kālaṅkato ananutappo hoti. Nach dem Tod eines solchen Lehrers sind die Schüler frei von Gewissensnot.

5. Brahmacariyaaparipūrādikathā 5. Über den unvollständigen geistlichen Pfad usw.

Etehi cepi, cunda, aṅgehi samannāgataṁ brahmacariyaṁ hoti, no ca kho satthā hoti thero rattaññū cirapabbajito addhagato vayoanuppatto. Nun angenommen, Cunda, ein geistlicher Pfad besitzt diese Faktoren. Doch der Lehrer ist kein langjähriger Ordensältester, der schon lange fortgezogen ist, in vorgerücktem Alter und im letzten Lebensabschnitt angekommen.

Evaṁ taṁ brahmacariyaṁ aparipūraṁ hoti tenaṅgena. Dann ist dieser geistliche Pfad in dieser Hinsicht unvollständig.

Yato ca kho, cunda, etehi ceva aṅgehi samannāgataṁ brahmacariyaṁ hoti, satthā ca hoti thero rattaññū cirapabbajito addhagato vayoanuppatto. Aber wenn ein geistlicher Pfad diese Faktoren besitzt und der Lehrer ist ein Ordensältester,

Evaṁ taṁ brahmacariyaṁ paripūraṁ hoti tenaṅgena. dann ist dieser geistliche Pfad in dieser Hinsicht vollständig.

Etehi cepi, cunda, aṅgehi samannāgataṁ brahmacariyaṁ hoti, satthā ca hoti thero rattaññū cirapabbajito addhagato vayoanuppatto, no ca khvassa therā bhikkhū sāvakā honti viyattā vinītā visāradā pattayogakkhemā. Nun angenommen, Cunda, ein geistlicher Pfad besitzt diese Faktoren und der Lehrer ist ein Ordensältester. Doch es gibt keine älteren Mönchsschüler, die fähig, ausgebildet und selbstbewusst sind und das Refugium vor dem Joch erreicht haben,

Alaṁ samakkhātuṁ saddhammassa, alaṁ uppannaṁ parappavādaṁ sahadhammehi suniggahitaṁ niggahetvā sappāṭihāriyaṁ dhammaṁ desetuṁ. die die wahre Lehre richtig erklären können und die die Doktrinen anderer, die aufkommen, rechtmäßig und vollständig widerlegen und auf einer beweisbaren Grundlage lehren können.

Evaṁ taṁ brahmacariyaṁ aparipūraṁ hoti tenaṅgena. Dann ist dieser geistliche Pfad in dieser Hinsicht unvollständig.

Yato ca kho, cunda, etehi ceva aṅgehi samannāgataṁ brahmacariyaṁ hoti, satthā ca hoti thero rattaññū cirapabbajito addhagato vayoanuppatto, therā cassa bhikkhū sāvakā honti viyattā vinītā visāradā pattayogakkhemā. Aber wenn ein geistlicher Pfad diese Faktoren besitzt und der Lehrer ist ein Ordensältester und es gibt fähige ältere Mönche,

Alaṁ samakkhātuṁ saddhammassa, alaṁ uppannaṁ parappavādaṁ sahadhammehi suniggahitaṁ niggahetvā sappāṭihāriyaṁ dhammaṁ desetuṁ.

Evaṁ taṁ brahmacariyaṁ paripūraṁ hoti tenaṅgena. dann ist dieser geistliche Pfad in dieser Hinsicht vollständig.

Etehi cepi, cunda, aṅgehi samannāgataṁ brahmacariyaṁ hoti, satthā ca hoti thero rattaññū cirapabbajito addhagato vayoanuppatto, therā cassa bhikkhū sāvakā honti viyattā vinītā visāradā pattayogakkhemā. Nun angenommen, ein geistlicher Pfad besitzt diese Faktoren, der Lehrer ist ein Ordensältester und es gibt fähige ältere Mönche.

Alaṁ samakkhātuṁ saddhammassa, alaṁ uppannaṁ parappavādaṁ sahadhammehi suniggahitaṁ niggahetvā sappāṭihāriyaṁ dhammaṁ desetuṁ.

No ca khvassa majjhimā bhikkhū sāvakā honti …pe… Doch es gibt keine fähigen mittleren Mönche,

majjhimā cassa bhikkhū sāvakā honti, no ca khvassa navā bhikkhū sāvakā honti …pe… jüngeren Mönche,

navā cassa bhikkhū sāvakā honti, no ca khvassa therā bhikkhuniyo sāvikā honti …pe… älteren Nonnen,

therā cassa bhikkhuniyo sāvikā honti, no ca khvassa majjhimā bhikkhuniyo sāvikā honti …pe… mittleren Nonnen,

majjhimā cassa bhikkhuniyo sāvikā honti, no ca khvassa navā bhikkhuniyo sāvikā honti …pe… jüngeren Nonnen,

navā cassa bhikkhuniyo sāvikā honti, no ca khvassa upāsakā sāvakā honti gihī odātavasanā brahmacārino …pe… keuschen weiß gekleideten Laienmänner,

upāsakā cassa sāvakā honti gihī odātavasanā brahmacārino, no ca khvassa upāsakā sāvakā honti gihī odātavasanā kāmabhogino …pe… weiß gekleideten Laienmänner, die Sinnenfreuden genießen,

upāsakā cassa sāvakā honti gihī odātavasanā kāmabhogino, no ca khvassa upāsikā sāvikā honti gihiniyo odātavasanā brahmacāriniyo …pe… keuschen weiß gekleideten Laienfrauen

upāsikā cassa sāvikā honti gihiniyo odātavasanā brahmacāriniyo, no ca khvassa upāsikā sāvikā honti gihiniyo odātavasanā kāmabhoginiyo …pe… oder weiß gekleideten Laienfrauen, die Sinnenfreuden genießen. …

upāsikā cassa sāvikā honti gihiniyo odātavasanā kāmabhoginiyo, no ca khvassa brahmacariyaṁ hoti iddhañceva phītañca vitthārikaṁ bāhujaññaṁ puthubhūtaṁ yāva devamanussehi suppakāsitaṁ …pe… Oder es gibt all das bis zu den weiß gekleideten Laienfrauen, die Sinnenfreuden genießen, doch der geistliche Pfad ist nicht erfolgreich und blühend, umfassend, beliebt, weit verbreitet und gut verkündet, wo immer es Götter und Menschen gibt …

brahmacariyañcassa hoti iddhañceva phītañca vitthārikaṁ bāhujaññaṁ puthubhūtaṁ yāva devamanussehi suppakāsitaṁ, no ca kho lābhaggayasaggappattaṁ. Der geistliche Pfad ist erfolgreich und blühend, umfassend, beliebt, weit verbreitet und gut verkündet, wo immer es Götter und Menschen gibt, doch er hat nicht den Gipfel an materiellem Besitz und Ruhm erlangt.

Evaṁ taṁ brahmacariyaṁ aparipūraṁ hoti tenaṅgena. Dann ist dieser geistliche Pfad in dieser Hinsicht unvollständig.

Yato ca kho, cunda, etehi ceva aṅgehi samannāgataṁ brahmacariyaṁ hoti, satthā ca hoti thero rattaññū cirapabbajito addhagato vayoanuppatto, therā cassa bhikkhū sāvakā honti viyattā vinītā visāradā pattayogakkhemā. Aber wenn ein geistlicher Pfad diese Faktoren besitzt und der Lehrer ist ein Ordensältester und es gibt fähige ältere Mönche,

Alaṁ samakkhātuṁ saddhammassa, alaṁ uppannaṁ parappavādaṁ sahadhammehi suniggahitaṁ niggahetvā sappāṭihāriyaṁ dhammaṁ desetuṁ.

Majjhimā cassa bhikkhū sāvakā honti … mittlere Mönche,

navā cassa bhikkhū sāvakā honti … jüngere Mönche,

therā cassa bhikkhuniyo sāvikā honti … ältere Nonnen,

majjhimā cassa bhikkhuniyo sāvikā honti … mittlere Nonnen,

navā cassa bhikkhuniyo sāvikā honti … jüngere Nonnen,

upāsakā cassa sāvakā honti … gihī odātavasanā brahmacārino. keusche Laienmänner,

Upāsakā cassa sāvakā honti gihī odātavasanā kāmabhogino … Laienmänner, die Sinnenfreuden genießen,

upāsikā cassa sāvikā honti gihiniyo odātavasanā brahmacāriniyo … keusche Laienfrauen,

upāsikā cassa sāvikā honti gihiniyo odātavasanā kāmabhoginiyo … Laienfrauen, die Sinnenfreuden genießen,

brahmacariyañcassa hoti iddhañceva phītañca vitthārikaṁ bāhujaññaṁ puthubhūtaṁ yāva devamanussehi suppakāsitaṁ, lābhaggappattañca yasaggappattañca. und der geistliche Pfad ist erfolgreich und blühend, umfassend, beliebt, weit verbreitet und gut verkündet, wo immer es Götter und Menschen gibt, und er hat den Gipfel an materiellem Besitz und Ruhm erlangt,

Evaṁ taṁ brahmacariyaṁ paripūraṁ hoti tenaṅgena. dann ist dieser geistliche Pfad in dieser Hinsicht vollständig.

Ahaṁ kho pana, cunda, etarahi satthā loke uppanno arahaṁ sammāsambuddho. Ich, Cunda, bin ein Lehrer, der heute in der Welt erschienen ist, vollendet, ein vollkommen erwachter Buddha.

Dhammo ca svākkhāto suppavedito niyyāniko upasamasaṁvattaniko sammāsambuddhappavedito. Die Lehre ist gut erklärt und vorgelegt, sie macht mündig, führt zum Frieden, ist von einem vollkommen erwachten Buddha verkündet.

Viññāpitatthā ca me sāvakā saddhamme, kevalañca tesaṁ paripūraṁ brahmacariyaṁ āvikataṁ uttānīkataṁ sabbasaṅgāhapadakataṁ sappāṭihīrakataṁ yāva devamanussehi suppakāsitaṁ. Meine Schüler wurden in der Bedeutung dieser guten Lehre ausgebildet. Und das geistliche Leben, das ganz vollständig und rein ist, wurde ihnen enthüllt und offengelegt, mit all seinen gesammelten Sprüchen, mit seiner beweisbaren Grundlage, gut verkündet, wo immer es Götter und Menschen gibt.

Ahaṁ kho pana, cunda, etarahi satthā thero rattaññū cirapabbajito addhagato vayoanuppatto. Ich bin heute ein Lehrer, der ein langjähriger Ordensältester ist, schon lange fortgezogen, in vorgerücktem Alter und im letzten Lebensabschnitt angekommen.

Santi kho pana me, cunda, etarahi therā bhikkhū sāvakā honti viyattā vinītā visāradā pattayogakkhemā. Ich habe heute Schüler, die fähige ältere Mönche sind,

Alaṁ samakkhātuṁ saddhammassa, alaṁ uppannaṁ parappavādaṁ sahadhammehi suniggahitaṁ niggahetvā sappāṭihāriyaṁ dhammaṁ desetuṁ.

Santi kho pana me, cunda, etarahi majjhimā bhikkhū sāvakā … mittlere Mönche,

santi kho pana me, cunda, etarahi navā bhikkhū sāvakā … jüngere Mönche,

santi kho pana me, cunda, etarahi therā bhikkhuniyo sāvikā … ältere Nonnen,

santi kho pana me, cunda, etarahi majjhimā bhikkhuniyo sāvikā … mittlere Nonnen,

santi kho pana me, cunda, etarahi navā bhikkhuniyo sāvikā … jüngere Nonnen,

santi kho pana me, cunda, etarahi upāsakā sāvakā gihī odātavasanā brahmacārino … keusche Laienmänner,

santi kho pana me, cunda, etarahi upāsakā sāvakā gihī odātavasanā kāmabhogino … Laienmänner, die Sinnenfreuden genießen,

santi kho pana me, cunda, etarahi upāsikā sāvikā gihiniyo odātavasanā brahmacāriniyo … keusche Laienfrauen

santi kho pana me, cunda, etarahi upāsikā sāvikā gihiniyo odātavasanā kāmabhoginiyo … oder Laienfrauen, die Sinnenfreuden genießen.

etarahi kho pana me, cunda, brahmacariyaṁ iddhañceva phītañca vitthārikaṁ bāhujaññaṁ puthubhūtaṁ yāva devamanussehi suppakāsitaṁ. Mein geistlicher Pfad ist heute erfolgreich und blühend, umfassend, beliebt, weit verbreitet und gut verkündet, wo immer es Götter und Menschen gibt.

Yāvatā kho, cunda, etarahi satthāro loke uppannā, nāhaṁ, cunda, aññaṁ ekasatthārampi samanupassāmi evaṁlābhaggayasaggappattaṁ yatharivāhaṁ. Unter allen Lehrern, die es heute in der Welt gibt, Cunda, sehe ich keinen einzigen, der so wie ich den Gipfel an materiellem Besitz und Ruhm erlangt hätte.

Yāvatā kho pana, cunda, etarahi saṅgho vā gaṇo vā loke uppanno; Unter allen geistlichen Gemeinschaften und Gruppen, die es heute in der Welt gibt, sehe ich keine einzige, die so wie der Saṅgha der Mönche und Nonnen den Gipfel an materiellem Besitz und Ruhm erlangt hätte.

nāhaṁ, cunda, aññaṁ ekasaṅghampi samanupassāmi evaṁlābhaggayasaggappattaṁ yatharivāyaṁ, cunda, bhikkhusaṅgho.

Yaṁ kho taṁ, cunda, sammā vadamāno vadeyya: Und wenn es einen geistlichen Pfad gibt, von dem man zu Recht sagen würde,

‘sabbākārasampannaṁ sabbākāraparipūraṁ anūnamanadhikaṁ svākkhātaṁ kevalaṁ paripūraṁ brahmacariyaṁ suppakāsitan’ti. dass er mit allen guten Eigenschaften versehen ist, in allen guten Eigenschaften vollständig, nicht zu viel und nicht zu wenig, gut erklärt, ganz, vollständig und gut vorgelegt,

Idameva taṁ sammā vadamāno vadeyya: dann soll man das von diesem geistlichen Pfad sagen.

‘sabbākārasampannaṁ …pe… suppakāsitan’ti.

Udako sudaṁ, cunda, rāmaputto evaṁ vācaṁ bhāsati: Uddaka der Sohn Rāmas pflegte zu sagen:

‘passaṁ na passatī’ti. ‚Während man sieht, sieht man nicht.‘

Kiñca passaṁ na passatīti? Aber während man was sieht, sieht man nicht?

Khurassa sādhunisitassa talamassa passati, dhārañca khvassa na passati. Man kann die Klinge eines gut geschärften Rasiermessers sehen, aber die Schneide sieht man nicht.

Idaṁ vuccati: Daher heißt es:

‘passaṁ na passatī’ti. ‚Während man sieht, sieht man nicht.‘

Yaṁ kho panetaṁ, cunda, udakena rāmaputtena bhāsitaṁ hīnaṁ gammaṁ pothujjanikaṁ anariyaṁ anatthasaṁhitaṁ khurameva sandhāya. Doch dieser Spruch Uddakas ist nieder, derb, gewöhnlich, unedel und nutzlos, da er nur über ein Rasiermesser ist.

Yañca taṁ, cunda, sammā vadamāno vadeyya: Wenn es etwas gibt, von dem man zu Recht sagen kann:

‘passaṁ na passatī’ti, idameva taṁ sammā vadamāno vadeyya: ‚Während man sieht, sieht man nicht‘, soll es von Folgendem gesagt werden:

‘passaṁ na passatī’ti.

Kiñca passaṁ na passatīti? Während man was sieht, sieht man nicht?

Evaṁ sabbākārasampannaṁ sabbākāraparipūraṁ anūnamanadhikaṁ svākkhātaṁ kevalaṁ paripūraṁ brahmacariyaṁ suppakāsitanti, iti hetaṁ passati. Man sieht: einen geistlichen Pfad, der mit allen guten Eigenschaften versehen ist, in allen guten Eigenschaften vollständig, nicht zu viel und nicht zu wenig, gut erklärt, ganz, vollständig und gut vorgelegt.

Idamettha apakaḍḍheyya, evaṁ taṁ parisuddhataraṁ assāti, iti hetaṁ na passati. Man sieht nicht: etwas, das ihn noch reiner machen könnte, wenn man es wegnähme.

Idamettha upakaḍḍheyya, evaṁ taṁ paripūraṁ assāti, iti hetaṁ na passati. Man sieht nicht: etwas, das ihn noch vollständiger machen könnte, wenn man es hinzufügte.

Idaṁ vuccati, cunda: Daher heißt es zu Recht:

‘passaṁ na passatī’ti. ‚Während man sieht, sieht man nicht.‘

Yaṁ kho taṁ, cunda, sammā vadamāno vadeyya:

‘sabbākārasampannaṁ …pe…

brahmacariyaṁ suppakāsitan’ti.

Idameva taṁ sammā vadamāno vadeyya:

‘sabbākārasampannaṁ sabbākāraparipūraṁ anūnamanadhikaṁ svākkhātaṁ kevalaṁ paripūraṁ brahmacariyaṁ suppakāsitan’ti.

6. Saṅgāyitabbadhamma 6. Die Lehren sollen im Chor aufgesagt werden

Tasmātiha, cunda, ye vo mayā dhammā abhiññā desitā, tattha sabbeheva saṅgamma samāgamma atthena atthaṁ byañjanena byañjanaṁ saṅgāyitabbaṁ na vivaditabbaṁ, yathayidaṁ brahmacariyaṁ addhaniyaṁ assa ciraṭṭhitikaṁ, tadassa bahujanahitāya bahujanasukhāya lokānukampāya atthāya hitāya sukhāya devamanussānaṁ. Daher, Cunda, sollt ihr alle zusammenkommen und die Dinge, die ich euch aus meiner unmittelbaren Einsicht heraus gelehrt habe, im Chor aufsagen, ohne zu streiten, Bedeutung mit Bedeutung und Ausdruck mit Ausdruck vergleichen, sodass dieser geistliche Pfad lange Zeit bestehen bleibt – zum Nutzen und Glück vieler Menschen, aus Anteilnahme für die Welt, zum Segen, Nutzen und Glück von Göttern und Menschen.

Katame ca te, cunda, dhammā mayā abhiññā desitā, yattha sabbeheva saṅgamma samāgamma atthena atthaṁ byañjanena byañjanaṁ saṅgāyitabbaṁ na vivaditabbaṁ, yathayidaṁ brahmacariyaṁ addhaniyaṁ assa ciraṭṭhitikaṁ, tadassa bahujanahitāya bahujanasukhāya lokānukampāya atthāya hitāya sukhāya devamanussānaṁ? Und was sind die Dinge, die ich aus meiner unmittelbaren Einsicht heraus gelehrt habe?

Seyyathidaṁ—cattāro satipaṭṭhānā, cattāro sammappadhānā, cattāro iddhipādā, pañcindriyāni, pañca balāni, satta bojjhaṅgā, ariyo aṭṭhaṅgiko maggo. Es sind die vier Arten der Achtsamkeitsmeditation, die vier Arten rechten Bemühens, die vier Grundlagen übersinnlicher Kraft, die fünf Fähigkeiten, die fünf Kräfte, die sieben Faktoren des Erwachens und der edle achtfache Pfad.

Ime kho te, cunda, dhammā mayā abhiññā desitā. Das sind die Dinge, die ich aus meiner unmittelbaren Einsicht heraus gelehrt habe.

Yattha sabbeheva saṅgamma samāgamma atthena atthaṁ byañjanena byañjanaṁ saṅgāyitabbaṁ na vivaditabbaṁ, yathayidaṁ brahmacariyaṁ addhaniyaṁ assa ciraṭṭhitikaṁ, tadassa bahujanahitāya bahujanasukhāya lokānukampāya atthāya hitāya sukhāya devamanussānaṁ.

7. Saññāpetabbavidhi 7. Übereinstimmung erreichen

Tesañca vo, cunda, samaggānaṁ sammodamānānaṁ avivadamānānaṁ sikkhataṁ aññataro sabrahmacārī saṅghe dhammaṁ bhāseyya. Angenommen, einer dieser geistlichen Gefährten, die in Eintracht und gegenseitiger Wertschätzung üben, ohne Streit, würde im Saṅgha die Lehre aufsagen.

Tatra ce tumhākaṁ evamassa: Nun könntest du denken:

‘ayaṁ kho āyasmā atthañceva micchā gaṇhāti, byañjanāni ca micchā ropetī’ti. ‚Dieser Ehrwürdige legt die Bedeutung falsch aus und verwechselt die Ausdrücke.‘

Tassa neva abhinanditabbaṁ na paṭikkositabbaṁ, anabhinanditvā appaṭikkositvā so evamassa vacanīyo: Du sollst seine Aussage weder begrüßen noch ablehnen, sondern sagen:

‘imassa nu kho, āvuso, atthassa imāni vā byañjanāni etāni vā byañjanāni katamāni opāyikatarāni, imesañca byañjanānaṁ ayaṁ vā attho eso vā attho katamo opāyikataro’ti? ‚Geehrter, wenn das die Bedeutung ist, könnte der Ausdruck entweder dieses oder jenes sein: Welches passt besser? Und wenn das der Ausdruck ist, könnte die Bedeutung entweder dieses oder jenes sein: Welches passt besser?‘

So ce evaṁ vadeyya: Angenommen, er würde antworten:

‘imassa kho, āvuso, atthassa imāneva byañjanāni opāyikatarāni, yā ceva etāni; imesañca byañjanānaṁ ayameva attho opāyikataro, yā ceva eso’ti. ‚Dieser Ausdruck passt besser zu der Bedeutung als jener. Und diese Bedeutung passt besser zu dem Ausdruck als jene.‘

So neva ussādetabbo na apasādetabbo, anussādetvā anapasādetvā sveva sādhukaṁ saññāpetabbo tassa ca atthassa tesañca byañjanānaṁ nisantiyā. Ohne ihm zu schmeicheln oder ihn zurechtzuweisen, sollst du ihn überzeugen, indem du diese Bedeutung und diesen Ausdruck sorgfältig untersuchst.

Aparopi ce, cunda, sabrahmacārī saṅghe dhammaṁ bhāseyya. Angenommen, ein anderer geistlicher Gefährte würde im Saṅgha die Lehre aufsagen.

Tatra ce tumhākaṁ evamassa: Nun könntest du denken:

‘ayaṁ kho āyasmā atthañhi kho micchā gaṇhāti byañjanāni sammā ropetī’ti. ‚Dieser Ehrwürdige legt die Bedeutung falsch aus, aber fasst die Ausdrücke richtig auf.‘

Tassa neva abhinanditabbaṁ na paṭikkositabbaṁ, anabhinanditvā appaṭikkositvā so evamassa vacanīyo: Du sollst seine Aussage weder begrüßen noch ablehnen, sondern sagen:

‘imesaṁ nu kho, āvuso, byañjanānaṁ ayaṁ vā attho eso vā attho katamo opāyikataro’ti? ‚Geehrter, wenn das der Ausdruck ist, könnte die Bedeutung entweder dieses oder jenes sein: Welches passt besser?‘

So ce evaṁ vadeyya: Angenommen, er würde antworten:

‘imesaṁ kho, āvuso, byañjanānaṁ ayameva attho opāyikataro, yā ceva eso’ti. ‚Diese Bedeutung passt besser zu dem Ausdruck als jene.‘

So neva ussādetabbo na apasādetabbo, anussādetvā anapasādetvā sveva sādhukaṁ saññāpetabbo tasseva atthassa nisantiyā. Ohne ihm zu schmeicheln oder ihn zurechtzuweisen, sollst du ihn überzeugen, indem du diese Bedeutung sorgfältig untersuchst.

Aparopi ce, cunda, sabrahmacārī saṅghe dhammaṁ bhāseyya. Angenommen, ein anderer geistlicher Gefährte würde im Saṅgha die Lehre aufsagen.

Tatra ce tumhākaṁ evamassa: Nun könntest du denken:

‘ayaṁ kho āyasmā atthañhi kho sammā gaṇhāti byañjanāni micchā ropetī’ti. ‚Dieser Ehrwürdige legt die Bedeutung richtig aus, aber verwechselt die Ausdrücke.‘

Tassa neva abhinanditabbaṁ na paṭikkositabbaṁ; anabhinanditvā appaṭikkositvā so evamassa vacanīyo: Du sollst seine Aussage weder begrüßen noch ablehnen, sondern sagen:

‘imassa nu kho, āvuso, atthassa imāni vā byañjanāni etāni vā byañjanāni katamāni opāyikatarānī’ti? ‚Geehrter, wenn das die Bedeutung ist, könnte der Ausdruck entweder dieses oder jenes sein: Welches passt besser?‘

So ce evaṁ vadeyya: Angenommen, er würde antworten:

‘imassa kho, āvuso, atthassa imāneva byañjanāni opayikatarāni, yā ceva etānī’ti. ‚Dieser Ausdruck passt besser zu der Bedeutung als jener.‘

So neva ussādetabbo na apasādetabbo; anussādetvā anapasādetvā sveva sādhukaṁ saññāpetabbo tesaññeva byañjanānaṁ nisantiyā. Ohne ihm zu schmeicheln oder ihn zurechtzuweisen, sollst du ihn überzeugen, indem du diesen Ausdruck sorgfältig untersuchst.

Aparopi ce, cunda, sabrahmacārī saṅghe dhammaṁ bhāseyya. Angenommen, ein anderer geistlicher Gefährte würde im Saṅgha die Lehre aufsagen.

Tatra ce tumhākaṁ evamassa: Nun könntest du denken:

‘ayaṁ kho āyasmā atthañceva sammā gaṇhāti byañjanāni ca sammā ropetī’ti. ‚Dieser Ehrwürdige legt die Bedeutung richtig aus und fasst die Ausdrücke richtig auf.‘

Tassa ‘sādhū’ti bhāsitaṁ abhinanditabbaṁ anumoditabbaṁ; Mit den Worten: ‚Gut!‘ sollst du die Aussage dieses Mönchs begrüßen und ihr zustimmen

tassa ‘sādhū’ti bhāsitaṁ abhinanditvā anumoditvā so evamassa vacanīyo: und dann zu ihm sagen:

‘lābhā no, āvuso, suladdhaṁ no, āvuso, ‚Wir haben Glück, Geehrter, so großes Glück,

ye mayaṁ āyasmantaṁ tādisaṁ sabrahmacāriṁ passāma evaṁ atthupetaṁ byañjanupetan’ti. einen Ehrwürdigen wie dich, der so gut mit der Bedeutung und der Ausdrucksweise vertraut ist, als einen unserer geistlichen Gefährten zu sehen!‘

8. Paccayānuññātakāraṇa 8. Warum Bedarfsgegenstände erlaubt sind

Na vo ahaṁ, cunda, diṭṭhadhammikānaṁyeva āsavānaṁ saṁvarāya dhammaṁ desemi. Cunda, ich lehre euch nicht allein, um Befleckungen zu zügeln, die dieses Leben betreffen.

Na panāhaṁ, cunda, samparāyikānaṁyeva āsavānaṁ paṭighātāya dhammaṁ desemi. Und ich lehre auch nicht allein, um Befleckungen abzuwehren, die künftige Leben betreffen.

Diṭṭhadhammikānaṁ cevāhaṁ, cunda, āsavānaṁ saṁvarāya dhammaṁ desemi; Ich lehre sowohl, um Befleckungen zu zügeln, die dieses Leben betreffen,

samparāyikānañca āsavānaṁ paṭighātāya. als auch, um Befleckungen abzuwehren, die künftige Leben betreffen.

Tasmātiha, cunda, yaṁ vo mayā cīvaraṁ anuññātaṁ, alaṁ vo taṁ Und deshalb habe ich Roben erlaubt, die nur dazu genügen,

yāvadeva sītassa paṭighātāya, uṇhassa paṭighātāya, ḍaṁsamakasavātātapasarīsapasamphassānaṁ paṭighātāya, yāvadeva hirikopīnapaṭicchādanatthaṁ. Kälte und Hitze abzuwehren, die Berührung von Fliegen, Stechmücken, Wind, Sonne und Kriechtieren abzuwehren und die Schamteile zu bedecken.

Yo vo mayā piṇḍapāto anuññāto, alaṁ vo so Ich habe Almosen erlaubt, das nur dazu genügt,

yāvadeva imassa kāyassa ṭhitiyā yāpanāya vihiṁsūparatiyā brahmacariyānuggahāya, iti purāṇañca vedanaṁ paṭihaṅkhāmi, navañca vedanaṁ na uppādessāmi, yātrā ca me bhavissati anavajjatā ca phāsuvihāro ca. diesen Körper zu erhalten, Schaden abzuwenden und das geistliche Leben zu fördern; damit man altes Unbehagen beendet und neues nicht entstehen lässt und ohne Tadel und unbeschwert lebt.

Yaṁ vo mayā senāsanaṁ anuññātaṁ, alaṁ vo taṁ Ich habe Unterkünfte erlaubt, die nur dazu genügen,

yāvadeva sītassa paṭighātāya, uṇhassa paṭighātāya, ḍaṁsamakasavātātapasarīsapasamphassānaṁ paṭighātāya, yāvadeva utuparissayavinodanapaṭisallānārāmatthaṁ. Kälte und Hitze abzuwehren, die Berührung von Fliegen, Stechmücken, Wind, Sonne und Kriechtieren abzuwehren, vor schlechtem Wetter zu schützen und sich an der Klausur zu erfreuen.

Yo vo mayā gilānapaccayabhesajjaparikkhāro anuññāto, alaṁ vo so Ich habe Arznei und Krankenversorgung erlaubt, die nur dazu genügen,

yāvadeva uppannānaṁ veyyābādhikānaṁ vedanānaṁ paṭighātāya abyāpajjaparamatāya. die Beschwerden der Krankheit abzuwehren und die Gesundheit zu fördern.

9. Sukhallikānuyoga 9. In Glück schwelgen

Ṭhānaṁ kho panetaṁ, cunda, vijjati yaṁ aññatitthiyā paribbājakā evaṁ vadeyyuṁ: Es ist möglich, dass Wanderer anderer Konfessionen sagen:

‘sukhallikānuyogamanuyuttā samaṇā sakyaputtiyā viharantī’ti. ‚Diese Asketen, die dem Sakyer folgen, leben, indem sie in Glück schwelgen.‘

Evaṁvādino, cunda, aññatitthiyā paribbājakā evamassu vacanīyā: Dann sollt ihr ihnen entgegnen:

‘katamo so, āvuso, sukhallikānuyogo? ‚Was ist das für ein Schwelgen in Glück?

Sukhallikānuyogā hi bahū anekavihitā nānappakārakā’ti. Denn es gibt viele verschiedene Arten, wie man in Glück schwelgen kann.‘

Cattārome, cunda, sukhallikānuyogā hīnā gammā pothujjanikā anariyā anatthasaṁhitā na nibbidāya na virāgāya na nirodhāya na upasamāya na abhiññāya na sambodhāya na nibbānāya saṁvattanti. Vier Arten des Schwelgens in Glück, Cunda, sind nieder, derb, gewöhnlich, unedel und nutzlos. Sie führen nicht zu Ernüchterung, Schwinden der Leidenschaft, Aufhören, Frieden, Einsicht, Erwachen und Erlöschen.

Katame cattāro? Welche vier?

Idha, cunda, ekacco bālo pāṇe vadhitvā vadhitvā attānaṁ sukheti pīṇeti. Da macht sich ein Tor durch das Töten lebender Geschöpfe selbst glücklich und froh.

Ayaṁ paṭhamo sukhallikānuyogo. Das ist die erste Art des Schwelgens in Glück.

Puna caparaṁ, cunda, idhekacco adinnaṁ ādiyitvā ādiyitvā attānaṁ sukheti pīṇeti. Dann macht sich da jemand durch Diebstahl selbst glücklich und froh.

Ayaṁ dutiyo sukhallikānuyogo. Das ist die zweite Art des Schwelgens in Glück.

Puna caparaṁ, cunda, idhekacco musā bhaṇitvā bhaṇitvā attānaṁ sukheti pīṇeti. Dann macht sich da jemand durch Lügen selbst glücklich und froh.

Ayaṁ tatiyo sukhallikānuyogo. Das ist die dritte Art des Schwelgens in Glück.

Puna caparaṁ, cunda, idhekacco pañcahi kāmaguṇehi samappito samaṅgībhūto paricāreti. Dann ist da jemand mit den fünf Arten sinnlicher Erregung versorgt und ausgestattet und vergnügt sich damit.

Ayaṁ catuttho sukhallikānuyogo. Das ist die vierte Art des Schwelgens in Glück.

Ime kho, cunda, cattāro sukhallikānuyogā hīnā gammā pothujjanikā anariyā anatthasaṁhitā na nibbidāya na virāgāya na nirodhāya na upasamāya na abhiññāya na sambodhāya na nibbānāya saṁvattanti. Diese vier Arten des Schwelgens in Glück sind nieder, derb, gewöhnlich, unedel und nutzlos. Sie führen nicht zu Ernüchterung, Schwinden der Leidenschaft, Aufhören, Frieden, Einsicht, Erwachen und Erlöschen.

Ṭhānaṁ kho panetaṁ, cunda, vijjati yaṁ aññatitthiyā paribbājakā evaṁ vadeyyuṁ: Es ist möglich, dass Wanderer anderer Konfessionen sagen:

‘ime cattāro sukhallikānuyoge anuyuttā samaṇā sakyaputtiyā viharantī’ti. ‚Die Asketen, die dem Sakyer folgen, leben, indem sie auf diese vier Arten in Glück schwelgen.‘

Te vo ‘mā hevaṁ’ tissu vacanīyā. Ihnen sollt ihr sagen: ‚So nicht!‘

Na te vo sammā vadamānā vadeyyuṁ, abbhācikkheyyuṁ asatā abhūtena. Es ist nicht richtig, das über euch zu sagen; es stellt euch mit einer Unwahrheit falsch dar.

Cattārome, cunda, sukhallikānuyogā ekantanibbidāya virāgāya nirodhāya upasamāya abhiññāya sambodhāya nibbānāya saṁvattanti. Cunda, vier Arten des Schwelgens in Glück führen einzig zu Ernüchterung, Schwinden der Leidenschaft, Aufhören, Frieden, Einsicht, Erwachen und Erlöschen.

Katame cattāro? Welche vier?

Idha, cunda, bhikkhu vivicceva kāmehi vivicca akusalehi dhammehi savitakkaṁ savicāraṁ vivekajaṁ pītisukhaṁ paṭhamaṁ jhānaṁ upasampajja viharati. Da tritt ein Mönch, ganz abgeschieden von den Sinnenfreuden, abgeschieden von untauglichen Eigenschaften, in die erste Vertiefung ein und verweilt darin; da gibt es aus Abgeschiedenheit geborene Ekstase und Seligkeit, während er den Geist ausrichtet und hält.

Ayaṁ paṭhamo sukhallikānuyogo. Das ist die erste Art des Schwelgens in Glück.

Puna caparaṁ, cunda, bhikkhu vitakkavicārānaṁ vūpasamā …pe… dutiyaṁ jhānaṁ upasampajja viharati. Wenn dann das Ausrichten und Halten des Geistes sich beruhigt, tritt ein Mönch in die zweite Vertiefung ein und verweilt darin; da gibt es aus Versenkung geborene Ekstase und Seligkeit, mit innerer Klarheit und geeintem Geist, ohne Ausrichten und Halten.

Ayaṁ dutiyo sukhallikānuyogo. Das ist die zweite Art des Schwelgens in Glück.

Puna caparaṁ, cunda, bhikkhu pītiyā ca virāgā …pe… tatiyaṁ jhānaṁ upasampajja viharati. Mit dem Schwinden der Ekstase tritt ein Mönch dann in die dritte Vertiefung ein und verweilt darin; da meditiert er mit Gleichmut, achtsam und bewusst, und erfährt persönlich die Seligkeit, von der die Edlen erklären: ‚Gleichmütig und achtsam meditiert man in Seligkeit.‘

Ayaṁ tatiyo sukhallikānuyogo. Das ist die dritte Art des Schwelgens in Glück.

Puna caparaṁ, cunda, bhikkhu sukhassa ca pahānā dukkhassa ca pahānā …pe… catutthaṁ jhānaṁ upasampajja viharati. Indem er Glück und Schmerz aufgibt, und mit dem Enden früherer Fröhlichkeit und Traurigkeit, tritt ein Mönch dann in die vierte Vertiefung ein und verweilt darin, ohne Glück oder Schmerz, mit reinem Gleichmut und reiner Achtsamkeit.

Ayaṁ catuttho sukhallikānuyogo. Das ist die vierte Art des Schwelgens in Glück.

Ime kho, cunda, cattāro sukhallikānuyogā ekantanibbidāya virāgāya nirodhāya upasamāya abhiññāya sambodhāya nibbānāya saṁvattanti. Diese vier Arten des Schwelgens in Glück führen einzig zu Ernüchterung, Schwinden der Leidenschaft, Aufhören, Frieden, Einsicht, Erwachen und Erlöschen.

Ṭhānaṁ kho panetaṁ, cunda, vijjati yaṁ aññatitthiyā paribbājakā evaṁ vadeyyuṁ: Es ist möglich, dass Wanderer anderer Konfessionen sagen:

‘ime cattāro sukhallikānuyoge anuyuttā samaṇā sakyaputtiyā viharantī’ti. ‚Die Asketen, die dem Sakyer folgen, leben, indem sie auf diese vier Arten in Glück schwelgen.‘

Te vo ‘evaṁ’ tissu vacanīyā. Ihnen sollt ihr sagen: ‚Genau so!‘

Sammā te vo vadamānā vadeyyuṁ, na te vo abbhācikkheyyuṁ asatā abhūtena. Es ist richtig, das über euch zu sagen; es stellt euch nicht mit einer Unwahrheit falsch dar.

10. Sukhallikānuyogānisaṁsa 10. Die Vorteile des Schwelgens in Glück

Ṭhānaṁ kho panetaṁ, cunda, vijjati, yaṁ aññatitthiyā paribbājakā evaṁ vadeyyuṁ: Es ist möglich, dass Wanderer anderer Konfessionen sagen:

‘ime panāvuso, cattāro sukhallikānuyoge anuyuttānaṁ viharataṁ kati phalāni katānisaṁsā pāṭikaṅkhā’ti? ‚Wie viele Früchte und Vorteile kann man für die erwarten, die leben, indem sie auf diese vier Arten in Glück schwelgen?‘

Evaṁvādino, cunda, aññatitthiyā paribbājakā evamassu vacanīyā: Dann sollt ihr ihnen entgegnen:

‘ime kho, āvuso, cattāro sukhallikānuyoge anuyuttānaṁ viharataṁ cattāri phalāni cattāro ānisaṁsā pāṭikaṅkhā. ‚Für die, die leben, indem sie auf diese vier Arten in Glück schwelgen, kann man vier Früchte und Vorteile erwarten.

Katame cattāro? Welche vier?

Idhāvuso, bhikkhu tiṇṇaṁ saṁyojanānaṁ parikkhayā sotāpanno hoti avinipātadhammo niyato sambodhiparāyaṇo. Zunächst tritt da ein Mönch mit dem Auflösen von drei Fesseln in den Strom ein, muss nicht mehr in der Unterwelt wiedergeboren werden und ist für das Erwachen bestimmt.

Idaṁ paṭhamaṁ phalaṁ, paṭhamo ānisaṁso. Das ist die erste Frucht und der erste Vorteil.

Puna caparaṁ, āvuso, bhikkhu tiṇṇaṁ saṁyojanānaṁ parikkhayā rāgadosamohānaṁ tanuttā sakadāgāmī hoti, sakideva imaṁ lokaṁ āgantvā dukkhassantaṁ karoti. Dann wird da ein Mönch mit dem Auflösen von drei Fesseln und dem Abschwächen von Gier, Hass und Täuschung ein Einmalwiederkehrer. Nur einmal kehrt er in diese Welt zurück, um dann dem Leiden ein Ende zu machen.

Idaṁ dutiyaṁ phalaṁ, dutiyo ānisaṁso. Das ist die zweite Frucht und der zweite Vorteil.

Puna caparaṁ, āvuso, bhikkhu pañcannaṁ orambhāgiyānaṁ saṁyojanānaṁ parikkhayā opapātiko hoti, tattha parinibbāyī anāvattidhammo tasmā lokā. Dann wird da ein Mönch mit dem Auflösen der fünf niederen Fesseln durch unmittelbares Erscheinen wiedergeboren. Er erlischt dort und muss von jener Welt nicht zurückkehren.

Idaṁ tatiyaṁ phalaṁ, tatiyo ānisaṁso. Das ist die dritte Frucht und der dritte Vorteil.

Puna caparaṁ, āvuso, bhikkhu āsavānaṁ khayā anāsavaṁ cetovimuttiṁ paññāvimuttiṁ diṭṭheva dhamme sayaṁ abhiññā sacchikatvā upasampajja viharati. Dann erlangt da ein Mönch mit der Auflösung der Befleckungen in eben diesem Leben die fleckenlose Freiheit des Herzens, die fleckenlose Freiheit durch Weisheit, erkennt sie durch eigene Einsicht und lebt darin.

Idaṁ catutthaṁ phalaṁ catuttho ānisaṁso. Das ist die vierte Frucht und der vierte Vorteil.

Ime kho, āvuso, cattāro sukhallikānuyoge anuyuttānaṁ viharataṁ imāni cattāri phalāni, cattāro ānisaṁsā pāṭikaṅkhā’ti. Diese vier Früchte und Vorteile kann man für die erwarten, die leben, indem sie auf diese vier Arten in Glück schwelgen.‘

11. Khīṇāsavaabhabbaṭhāna 11. Was für Vollendete unmöglich ist

Ṭhānaṁ kho panetaṁ, cunda, vijjati yaṁ aññatitthiyā paribbājakā evaṁ vadeyyuṁ: Es ist möglich, dass Wanderer anderer Konfessionen sagen:

‘aṭṭhitadhammā samaṇā sakyaputtiyā viharantī’ti. ‚Diese Asketen, die dem Sakyer folgen, sind launisch.‘

Evaṁvādino, cunda, aññatitthiyā paribbājakā evamassu vacanīyā: Dann sollt ihr ihnen entgegnen:

‘atthi kho, āvuso, tena bhagavatā jānatā passatā arahatā sammāsambuddhena sāvakānaṁ dhammā desitā paññattā yāvajīvaṁ anatikkamanīyā. ‚Geehrte, vom Gesegneten, der erkennt und sieht, dem Vollendeten, dem vollkommen erwachten Buddha, wurden diese Dinge für seine Schüler gelehrt und gezeigt, die zeitlebens nicht übertreten werden sollen.

Seyyathāpi, āvuso, indakhīlo vā ayokhīlo vā gambhīranemo sunikhāto acalo asampavedhī; Wie ein Grenzpfosten oder ein eiserner Pfosten: Er ist tief eingebettet und fest verankert, unerschütterlich und unverrückbar.

evameva kho, āvuso, tena bhagavatā jānatā passatā arahatā sammāsambuddhena sāvakānaṁ dhammā desitā paññattā yāvajīvaṁ anatikkamanīyā. Ebenso wurden vom Gesegneten, der erkennt und sieht, dem Vollendeten, dem vollkommen erwachten Buddha, diese Dinge für seine Schüler gelehrt und gezeigt, die zeitlebens nicht übertreten werden sollen.

Yo so, āvuso, bhikkhu arahaṁ khīṇāsavo vusitavā katakaraṇīyo ohitabhāro anuppattasadattho parikkhīṇabhavasaṁyojano sammadaññāvimutto, abhabbo so nava ṭhānāni ajjhācarituṁ. Ein Mönch, der vollendet ist – dessen Befleckungen aufgelöst sind, der das geistliche Leben erfüllt hat, der getan hat, was zu tun war, die Last abgelegt, sein eigenes wahres Ziel erreicht, der die Fessel des fortgesetzten Daseins endgültig gelöst hat und durch Erleuchtung richtig befreit ist – ein solcher Mönch kann in neunfacher Hinsicht keinen Verstoß begehen.

Abhabbo, āvuso, khīṇāsavo bhikkhu sañcicca pāṇaṁ jīvitā voropetuṁ; abhabbo khīṇāsavo bhikkhu adinnaṁ theyyasaṅkhātaṁ ādiyituṁ; abhabbo khīṇāsavo bhikkhu methunaṁ dhammaṁ paṭisevituṁ; abhabbo khīṇāsavo bhikkhu sampajānamusā bhāsituṁ; abhabbo khīṇāsavo bhikkhu sannidhikārakaṁ kāme paribhuñjituṁ, seyyathāpi pubbe āgārikabhūto; abhabbo khīṇāsavo bhikkhu chandāgatiṁ gantuṁ; abhabbo khīṇāsavo bhikkhu dosāgatiṁ gantuṁ; abhabbo khīṇāsavo bhikkhu mohāgatiṁ gantuṁ; abhabbo khīṇāsavo bhikkhu bhayāgatiṁ gantuṁ. Ein Mönch, dessen Befleckungen aufgelöst sind, kann nicht absichtlich einem lebenden Geschöpf das Leben nehmen, etwas wegnehmen in der Absicht, zu stehlen, Geschlechtsverkehr haben, eine bewusste Lüge sprechen oder zum eigenen Vergnügen Vorräte anlegen, wie er es früher als Laie tat. Und er kann in seinem Handeln nicht voreingenommen sein durch Begünstigung, Feindseligkeit, Dummheit oder Feigheit.

Yo so, āvuso, bhikkhu arahaṁ khīṇāsavo vusitavā katakaraṇīyo ohitabhāro anuppattasadattho parikkhīṇabhavasaṁyojano sammadaññāvimutto, abhabbo so imāni nava ṭhānāni ajjhācaritun’ti. Ein Mönch, der vollendet ist, kann in dieser neunfachen Hinsicht keinen Verstoß begehen.‘

12. Pañhābyākaraṇa 12. Fragen und Antworten

Ṭhānaṁ kho panetaṁ, cunda, vijjati, yaṁ aññatitthiyā paribbājakā evaṁ vadeyyuṁ: Es ist möglich, dass Wanderer anderer Konfessionen sagen:

‘atītaṁ kho addhānaṁ ārabbha samaṇo gotamo atīrakaṁ ñāṇadassanaṁ paññapeti, no ca kho anāgataṁ addhānaṁ ārabbha atīrakaṁ ñāṇadassanaṁ paññapeti, tayidaṁ kiṁsu tayidaṁ kathaṁsū’ti? ‚Der Asket Gotama erklärt grenzenloses Erkennen und Sehen in Bezug auf die Vergangenheit, aber nicht auf die Zukunft. Was hat es damit auf sich?‘

Te ca aññatitthiyā paribbājakā aññavihitakena ñāṇadassanena aññavihitakaṁ ñāṇadassanaṁ paññapetabbaṁ maññanti yathariva bālā abyattā. Diese Wanderer scheinen wie unfähige Toren zu denken, eine Art von Erkennen und Sehen könne durch eine andere Art von Erkennen und Sehen erklärt werden.

Atītaṁ kho, cunda, addhānaṁ ārabbha tathāgatassa satānusāriñāṇaṁ hoti; Was die Vergangenheit betrifft, so stammt die Erkenntnis des Klargewordenen aus der Erinnerung.

so yāvatakaṁ ākaṅkhati tāvatakaṁ anussarati. Er erinnert sich zurück, soweit er will.

Anāgatañca kho addhānaṁ ārabbha tathāgatassa bodhijaṁ ñāṇaṁ uppajjati: Was die Zukunft betrifft, so stammt die Erkenntnis des Klargewordenen vom Erwachen:

‘ayamantimā jāti, natthi dāni punabbhavo’ti. ‚Dies ist meine letzte Wiedergeburt. Künftige Leben wird es jetzt nicht mehr geben.‘

Atītañcepi, cunda, hoti abhūtaṁ atacchaṁ anatthasaṁhitaṁ, na taṁ tathāgato byākaroti. Wenn eine Frage über die Vergangenheit unwahr, falsch und nutzlos ist, antwortet der Klargewordene nicht.

Atītañcepi, cunda, hoti bhūtaṁ tacchaṁ anatthasaṁhitaṁ, tampi tathāgato na byākaroti. Wenn eine Frage über die Vergangenheit wahr und richtig, aber nutzlos ist, antwortet er nicht.

Atītañcepi, cunda, hoti bhūtaṁ tacchaṁ atthasaṁhitaṁ, tatra kālaññū tathāgato hoti tassa pañhassa veyyākaraṇāya. Wenn eine Frage über die Vergangenheit wahr, richtig und nützlich ist, kennt er die rechte Zeit, um zu antworten.

Anāgatañcepi, cunda, hoti abhūtaṁ atacchaṁ anatthasaṁhitaṁ, na taṁ tathāgato byākaroti …pe… tassa pañhassa veyyākaraṇāya. Und bei Fragen über die Zukunft oder die Gegenwart verfährt der Klargewordene auf die gleiche Weise.

Paccuppannañcepi, cunda, hoti abhūtaṁ atacchaṁ anatthasaṁhitaṁ, na taṁ tathāgato byākaroti.

Paccuppannañcepi, cunda, hoti bhūtaṁ tacchaṁ anatthasaṁhitaṁ, tampi tathāgato na byākaroti.

Paccuppannañcepi, cunda, hoti bhūtaṁ tacchaṁ atthasaṁhitaṁ, tatra kālaññū tathāgato hoti tassa pañhassa veyyākaraṇāya.

Iti kho, cunda, atītānāgatapaccuppannesu dhammesu tathāgato kālavādī bhūtavādī atthavādī dhammavādī vinayavādī, tasmā ‘tathāgato’ti vuccati. Und so kommt die Rede des Klargewordenen zur rechten Zeit, ist wahr, bedeutsam, im Einklang mit der Lehre und Schulung. Deshalb nennt man ihn den ‚Klargewordenen‘.

Yañca kho, cunda, sadevakassa lokassa samārakassa sabrahmakassa sassamaṇabrāhmaṇiyā pajāya sadevamanussāya diṭṭhaṁ sutaṁ mutaṁ viññātaṁ pattaṁ pariyesitaṁ anuvicaritaṁ manasā, sabbaṁ tathāgatena abhisambuddhaṁ, Alles, was man in dieser Welt mit ihren Göttern, Māras und Brahmās, unter dieser Bevölkerung mit ihren Asketen und Brahmanen, Göttern und Menschen – alles, was man darin sehen, hören, denken, erkennen, erreichen, suchen oder mit dem Geist erkunden kann, all das wurde vom Klargewordenen verstanden.

tasmā ‘tathāgato’ti vuccati. Deshalb nennt man ihn den ‚Klargewordenen‘.

Yañca, cunda, rattiṁ tathāgato anuttaraṁ sammāsambodhiṁ abhisambujjhati, yañca rattiṁ anupādisesāya nibbānadhātuyā parinibbāyati, yaṁ etasmiṁ antare bhāsati lapati niddisati. Sabbaṁ taṁ tatheva hoti no aññathā, Von der Nacht an, in der der Klargewordene das unübertreffliche vollkommene Erwachen versteht bis zu der Nacht, in der er durch das Element des Erlöschens ohne Rest vollkommen erlischt – während dieser Zeit ist alles, was er sagt, redet und ausdrückt, tatsächlich so und nicht anders.

tasmā ‘tathāgato’ti vuccati. Deshalb nennt man ihn den ‚Klargewordenen‘.

Yathāvādī, cunda, tathāgato tathākārī, yathākārī tathāvādī. Ein Klargewordener handelt wie er spricht und spricht wie er handelt.

Iti yathāvādī tathākārī, yathākārī tathāvādī, tasmā ‘tathāgato’ti vuccati. Weil das so ist, nennt man ihn den ‚Klargewordenen‘.

Sadevake loke, cunda, samārake sabrahmake sassamaṇabrāhmaṇiyā pajāya sadevamanussāya tathāgato abhibhū anabhibhūto aññadatthudaso vasavattī, tasmā ‘tathāgato’ti vuccati. In dieser Welt mit ihren Göttern, Māras und Brahmās, unter dieser Bevölkerung mit ihren Asketen und Brahmanen, Göttern und Menschen ist der Klargewordene der Bezwinger, der Unbezwungene, der allumfassende Seher, der, der die Macht hat.

13. Abyākataṭṭhāna 13. Was nicht erklärt wurde

Ṭhānaṁ kho panetaṁ, cunda, vijjati yaṁ aññatitthiyā paribbājakā evaṁ vadeyyuṁ: Es ist möglich, dass Wanderer anderer Konfessionen sagen:

‘kiṁ nu kho, āvuso, hoti tathāgato paraṁ maraṇā, idameva saccaṁ moghamaññan’ti? ‚Ist das eure Ansicht: „Ein Klargewordener besteht nach dem Tod fort. Das allein ist die Wahrheit, alles andere ist unnütz“?‘

Evaṁvādino, cunda, aññatitthiyā paribbājakā evamassu vacanīyā: Dann sollt ihr ihnen entgegnen:

‘abyākataṁ kho etaṁ, āvuso, bhagavatā: ‚Geehrter, das wurde vom Buddha nicht erklärt.‘

“hoti tathāgato paraṁ maraṇā, idameva saccaṁ moghamaññan”’ti.

Ṭhānaṁ kho panetaṁ, cunda, vijjati, yaṁ aññatitthiyā paribbājakā evaṁ vadeyyuṁ: Die Wanderer könnten sagen:

‘kiṁ panāvuso, na hoti tathāgato paraṁ maraṇā, idameva saccaṁ moghamaññan’ti? ‚Dann ist das eure Ansicht: „Ein Klargewordener besteht nach dem Tod nicht fort. Das allein ist die Wahrheit, alles andere ist unnütz“?‘

Evaṁvādino, cunda, aññatitthiyā paribbājakā evamassu vacanīyā: Dann sollt ihr ihnen entgegnen:

‘etampi kho, āvuso, bhagavatā abyākataṁ: ‚Auch das wurde vom Buddha nicht erklärt.‘

“na hoti tathāgato paraṁ maraṇā, idameva saccaṁ moghamaññan”’ti.

Ṭhānaṁ kho panetaṁ, cunda, vijjati, yaṁ aññatitthiyā paribbājakā evaṁ vadeyyuṁ: Die Wanderer könnten sagen:

‘kiṁ panāvuso, hoti ca na ca hoti tathāgato paraṁ maraṇā, idameva saccaṁ moghamaññan’ti? ‚Dann ist das eure Ansicht: „Ein Klargewordener besteht nach dem Tod fort und besteht auch nicht fort. Das allein ist die Wahrheit, alles andere ist unnütz“?‘

Evaṁvādino, cunda, aññatitthiyā paribbājakā evamassu vacanīyā: Dann sollt ihr ihnen entgegnen:

‘abyākataṁ kho etaṁ, āvuso, bhagavatā: ‚Auch das wurde vom Buddha nicht erklärt.‘

“hoti ca na ca hoti tathāgato paraṁ maraṇā, idameva saccaṁ moghamaññan”’ti.

Ṭhānaṁ kho panetaṁ, cunda, vijjati, yaṁ aññatitthiyā paribbājakā evaṁ vadeyyuṁ: Die Wanderer könnten sagen:

‘kiṁ panāvuso, neva hoti na na hoti tathāgato paraṁ maraṇā, idameva saccaṁ moghamaññan’ti? ‚Dann ist das eure Ansicht: „Ein Klargewordener besteht nach dem Tod weder fort, noch besteht er nicht fort. Das allein ist die Wahrheit, alles andere ist unnütz“?‘

Evaṁvādino, cunda, aññatitthiyā paribbājakā evamassu vacanīyā: Dann sollt ihr ihnen entgegnen:

‘etampi kho, āvuso, bhagavatā abyākataṁ: ‚Auch das wurde vom Buddha nicht erklärt.‘

“neva hoti na na hoti tathāgato paraṁ maraṇā, idameva saccaṁ moghamaññan”’ti.

Ṭhānaṁ kho panetaṁ, cunda, vijjati, yaṁ aññatitthiyā paribbājakā evaṁ vadeyyuṁ: Die Wanderer könnten sagen:

‘kasmā panetaṁ, āvuso, samaṇena gotamena abyākatan’ti? ‚Aber warum wurden diese Dinge vom Asketen Gotama nicht erklärt?‘

Evaṁvādino, cunda, aññatitthiyā paribbājakā evamassu vacanīyā: Dann sollt ihr ihnen entgegnen:

‘na hetaṁ, āvuso, atthasaṁhitaṁ na dhammasaṁhitaṁ na ādibrahmacariyakaṁ na nibbidāya na virāgāya na nirodhāya na upasamāya na abhiññāya na sambodhāya na nibbānāya saṁvattati, tasmā taṁ bhagavatā abyākatan’ti. ‚Weil sie für die Grundlagen des geistlichen Lebens nutzlos und ohne Bedeutung sind. Sie führen nicht zu Ernüchterung, Schwinden der Leidenschaft, Aufhören, Frieden, Einsicht, Erwachen und Erlöschen. Darum wurden sie vom Buddha nicht erklärt.‘

14. Byākataṭṭhāna 14. Was erklärt wurde

Ṭhānaṁ kho panetaṁ, cunda, vijjati, yaṁ aññatitthiyā paribbājakā evaṁ vadeyyuṁ: Es ist möglich, dass Wanderer anderer Konfessionen sagen:

‘kiṁ panāvuso, samaṇena gotamena byākatan’ti? ‚Aber was wurde vom Asketen Gotama erklärt?‘

Evaṁvādino, cunda, aññatitthiyā paribbājakā evamassu vacanīyā: Dann sollt ihr ihnen entgegnen:

‘idaṁ dukkhanti kho, āvuso, bhagavatā byākataṁ, ayaṁ dukkhasamudayoti kho, āvuso, bhagavatā byākataṁ, ayaṁ dukkhanirodhoti kho, āvuso, bhagavatā byākataṁ, ayaṁ dukkhanirodhagāminī paṭipadāti kho, āvuso, bhagavatā byākatan’ti. Das Folgende wurde vom Buddha erklärt: „Das ist das Leiden.“ … „Das ist der Ursprung des Leidens.“ … „Das ist das Aufhören des Leidens.“ … „Das ist die Übung, die zum Aufhören des Leidens führt.“

Ṭhānaṁ kho panetaṁ, cunda, vijjati, yaṁ aññatitthiyā paribbājakā evaṁ vadeyyuṁ: Die Wanderer könnten sagen:

‘kasmā panetaṁ, āvuso, samaṇena gotamena byākatan’ti? ‚Aber warum wurden diese Dinge vom Asketen Gotama erklärt?‘

Evaṁvādino, cunda, aññatitthiyā paribbājakā evamassu vacanīyā: Dann sollt ihr ihnen entgegnen:

‘etañhi, āvuso, atthasaṁhitaṁ, etaṁ dhammasaṁhitaṁ, etaṁ ādibrahmacariyakaṁ ekantanibbidāya virāgāya nirodhāya upasamāya abhiññāya sambodhāya nibbānāya saṁvattati. Tasmā taṁ bhagavatā byākatan’ti. ‚Weil sie für die Grundlagen des geistlichen Lebens nützlich und von Bedeutung sind sind. Sie führen zu Ernüchterung, Schwinden der Leidenschaft, Aufhören, Frieden, Einsicht, Erwachen und Erlöschen. Darum wurden sie vom Buddha erklärt.‘

15. Pubbantasahagatadiṭṭhinissaya 15. Ansichten über die Vergangenheit

Yepi te, cunda, pubbantasahagatā diṭṭhinissayā, tepi vo mayā byākatā, yathā te byākātabbā. Cunda, ich habe euch die Ansichten über die Vergangenheit erklärt, auf die sich manche stützen, so, wie sie erklärt werden sollen.

Yathā ca te na byākātabbā, kiṁ vo ahaṁ te tathā byākarissāmi? Soll ich sie dir auf falsche Art erklären?

Yepi te, cunda, aparantasahagatā diṭṭhinissayā, tepi vo mayā byākatā, yathā te byākātabbā. Ich habe euch die Ansichten über die Zukunft erklärt, auf die sich manche stützen, so, wie sie erklärt werden sollen.

Yathā ca te na byākātabbā, kiṁ vo ahaṁ te tathā byākarissāmi? Soll ich sie dir auf falsche Art erklären?

Katame ca te, cunda, pubbantasahagatā diṭṭhinissayā, ye vo mayā byākatā, yathā te byākātabbā. Welches sind die Ansichten über die Vergangenheit, auf die sich manche stützen?

Yathā ca te na byākātabbā, kiṁ vo ahaṁ te tathā byākarissāmi?

Santi kho, cunda, eke samaṇabrāhmaṇā evaṁvādino evaṁdiṭṭhino: Es gibt manche Asketen und Brahmanen, die diese Doktrin, diese Ansicht haben:

‘sassato attā ca loko ca, idameva saccaṁ moghamaññan’ti. ‚Das Selbst und das Weltall sind ewig. Das allein ist die Wahrheit, alles andere ist unnütz.‘

Santi pana, cunda, eke samaṇabrāhmaṇā evaṁvādino evaṁdiṭṭhino: Es gibt manche Asketen und Brahmanen, die diese Doktrin, diese Ansicht haben:

‘asassato attā ca loko ca …pe… ‚Das Selbst und das Weltall sind zeitlich;

sassato ca asassato ca attā ca loko ca … oder sie sind sowohl ewig als auch zeitlich;

neva sassato nāsassato attā ca loko ca … oder sie sind weder ewig noch zeitlich.

sayaṅkato attā ca loko ca … Das Selbst und das Weltall wurden von einem selbst geschaffen;

paraṅkato attā ca loko ca … sie wurden von jemand anderem geschaffen;

sayaṅkato ca paraṅkato ca attā ca loko ca … sie wurden sowohl von einem selbst als auch von jemand anderem geschaffen;

asayaṅkāro aparaṅkāro adhiccasamuppanno attā ca loko ca, idameva saccaṁ moghamaññan’ti. oder sie sind durch Zufall entstanden und wurden weder von einem selbst noch von jemand anderem geschaffen.

‘Sassataṁ sukhadukkhaṁ … Glück und Schmerz sind ewig;

asassataṁ sukhadukkhaṁ … oder sie sind zeitlich;

sassatañca asassatañca sukhadukkhaṁ … oder sie sind sowohl ewig als auch zeitlich;

nevasassataṁ nāsassataṁ sukhadukkhaṁ … oder sie sind weder ewig noch zeitlich.

sayaṅkataṁ sukhadukkhaṁ … Glück und Schmerz wurden von einem selbst geschaffen;

paraṅkataṁ sukhadukkhaṁ … oder sie wurden von jemand anderem geschaffen;

sayaṅkatañca paraṅkatañca sukhadukkhaṁ … oder sie wurden sowohl von einem selbst als auch von jemand anderem geschaffen;

asayaṅkāraṁ aparaṅkāraṁ adhiccasamuppannaṁ sukhadukkhaṁ, idameva saccaṁ moghamaññan’ti. oder sie sind durch Zufall entstanden und wurden weder von einem selbst noch von jemand anderem geschaffen. Das allein ist die Wahrheit, alles andere ist unnütz.‘

Tatra, cunda, ye te samaṇabrāhmaṇā evaṁvādino evaṁdiṭṭhino: Im Hinblick darauf gehe ich zu den Asketen und Brahmanen, deren Ansicht es ist,

‘sassato attā ca loko ca, idameva saccaṁ moghamaññan’ti. dass das Selbst und das Weltall ewig sind,

Tyāhaṁ upasaṅkamitvā evaṁ vadāmi: und sage:

‘atthi nu kho idaṁ, āvuso, vuccati: ‚Geehrte, ist es das, was ihr sagt:

“sassato attā ca loko cā”’ti? „Das Selbst und das Weltall sind ewig“?‘

Yañca kho te evamāhaṁsu: Und wenn sie sagen: ‚Ja!

‘idameva saccaṁ moghamaññan’ti. Das allein ist die Wahrheit, alles andere ist unnütz‘,

Taṁ tesaṁ nānujānāmi. dann erkenne ich das nicht an.

Taṁ kissa hetu? Warum ist das so?

Aññathāsaññinopi hettha, cunda, santeke sattā. Weil es Wesen gibt, die über diesen Punkt verschiedene Meinungen haben.

Imāyapi kho ahaṁ, cunda, paññattiyā neva attanā samasamaṁ samanupassāmi kuto bhiyyo. Ich sehe keine solche Darlegung, die meiner eigenen gleichkäme, und erst recht keine, die höher stünde.

Atha kho ahameva tattha bhiyyo yadidaṁ adhipaññatti. Vielmehr bin ich der Höherstehende, wenn es um die hohe Art der Darlegung geht.

Tatra, cunda, ye te samaṇabrāhmaṇā evaṁvādino evaṁdiṭṭhino: Im Hinblick darauf gehe ich zu den Asketen und Brahmanen, die all die anderen genannten Ansichten vertreten.

‘asassato attā ca loko ca …

sassato ca asassato ca attā ca loko ca …

nevasassato nāsassato attā ca loko ca …

sayaṅkato attā ca loko ca …

paraṅkato attā ca loko ca …

sayaṅkato ca paraṅkato ca attā ca loko ca …

asayaṅkāro aparaṅkāro adhiccasamuppanno attā ca loko ca …

sassataṁ sukhadukkhaṁ …

asassataṁ sukhadukkhaṁ …

sassatañca asassatañca sukhadukkhaṁ …

nevasassataṁ nāsassataṁ sukhadukkhaṁ …

sayaṅkataṁ sukhadukkhaṁ …

paraṅkataṁ sukhadukkhaṁ …

sayaṅkatañca paraṅkatañca sukhadukkhaṁ …

asayaṅkāraṁ aparaṅkāraṁ adhiccasamuppannaṁ sukhadukkhaṁ, idameva saccaṁ moghamaññan’ti.

Tyāhaṁ upasaṅkamitvā evaṁ vadāmi:

‘atthi nu kho idaṁ, āvuso, vuccati:

“asayaṅkāraṁ aparaṅkāraṁ adhiccasamuppannaṁ sukhadukkhan”’ti?

Yañca kho te evamāhaṁsu:

‘idameva saccaṁ moghamaññan’ti.

Taṁ tesaṁ nānujānāmi. Und in jedem Fall erkenne ich es nicht an.

Taṁ kissa hetu? Warum ist das so?

Aññathāsaññinopi hettha, cunda, santeke sattā. Weil es Wesen gibt, die über diesen Punkt verschiedene Meinungen haben.

Imāyapi kho ahaṁ, cunda, paññattiyā neva attanā samasamaṁ samanupassāmi kuto bhiyyo. Ich sehe keine solche Darlegung, die meiner eigenen gleichkäme, und erst recht keine, die höher stünde.

Atha kho ahameva tattha bhiyyo yadidaṁ adhipaññatti. Vielmehr bin ich der Höherstehende, wenn es um die hohe Art der Darlegung geht.

Ime kho te, cunda, pubbantasahagatā diṭṭhinissayā, ye vo mayā byākatā, yathā te byākātabbā. Das sind die Ansichten über die Vergangenheit, auf die sich manche stützen.

Yathā ca te na byākātabbā, kiṁ vo ahaṁ te tathā byākarissāmi?

16. Aparantasahagatadiṭṭhinissaya 16. Ansichten über die Zukunft

Katame ca te, cunda, aparantasahagatā diṭṭhinissayā, ye vo mayā byākatā, yathā te byākātabbā. Welches sind die Ansichten über die Zukunft, auf die sich manche stützen?

Yathā ca te na byākātabbā, kiṁ vo ahaṁ te tathā byākarissāmi?

Santi, cunda, eke samaṇabrāhmaṇā evaṁvādino evaṁdiṭṭhino: Es gibt manche Asketen und Brahmanen, die diese Doktrin, diese Ansicht haben:

‘rūpī attā hoti arogo paraṁ maraṇā, idameva saccaṁ moghamaññan’ti. ‚Das Selbst ist nach dem Tod geformt und frei von Krankheit;

Santi pana, cunda, eke samaṇabrāhmaṇā evaṁvādino evaṁdiṭṭhino:

‘arūpī attā hoti … oder es ist formlos;

rūpī ca arūpī ca attā hoti … oder es ist geformt und auch formlos;

nevarūpī nārūpī attā hoti … oder es ist weder geformt noch formlos;

saññī attā hoti … es besitzt Wahrnehmung;

asaññī attā hoti … oder ist ohne Wahrnehmung;

nevasaññīnāsaññī attā hoti … oder es besitzt weder Wahrnehmung noch ist es ohne Wahrnehmung;

attā ucchijjati vinassati na hoti paraṁ maraṇā, idameva saccaṁ moghamaññan’ti. oder das Selbst wird vernichtet und zerstört, wenn der Körper auseinanderbricht, und besteht nach dem Tod nicht fort. Das allein ist die Wahrheit, alles andere ist unnütz.‘

Tatra, cunda, ye te samaṇabrāhmaṇā evaṁvādino evaṁdiṭṭhino: Im Hinblick darauf gehe ich zu den Asketen und Brahmanen, deren Ansicht es ist,

‘rūpī attā hoti arogo paraṁ maraṇā, idameva saccaṁ moghamaññan’ti. dass das Selbst nach dem Tod geformt und frei von Krankheit ist,

Tyāhaṁ upasaṅkamitvā evaṁ vadāmi: und sage:

‘atthi nu kho idaṁ, āvuso, vuccati: ‚Geehrter, ist es das, was ihr sagt:

“rūpī attā hoti arogo paraṁ maraṇā”’ti? „Das Selbst ist nach dem Tod geformt und frei von Krankheit“?‘

Yañca kho te evamāhaṁsu: Und wenn sie sagen: ‚Ja!

‘idameva saccaṁ moghamaññan’ti. Das allein ist die Wahrheit, alles andere ist unnütz‘,

Taṁ tesaṁ nānujānāmi. dann erkenne ich das nicht an.

Taṁ kissa hetu? Warum ist das so?

Aññathāsaññinopi hettha, cunda, santeke sattā. Weil es Wesen gibt, die über diesen Punkt verschiedene Meinungen haben.

Imāyapi kho ahaṁ, cunda, paññattiyā neva attanā samasamaṁ samanupassāmi kuto bhiyyo. Ich sehe keine solche Darlegung, die meiner eigenen gleichkäme, und erst recht keine, die höher stünde.

Atha kho ahameva tattha bhiyyo yadidaṁ adhipaññatti. Vielmehr bin ich der Höherstehende, wenn es um die hohe Art der Darlegung geht.

Tatra, cunda, ye te samaṇabrāhmaṇā evaṁvādino evaṁdiṭṭhino: Im Hinblick darauf gehe ich zu den Asketen und Brahmanen, die all die anderen genannten Ansichten vertreten.

‘arūpī attā hoti …

rūpī ca arūpī ca attā hoti …

nevarūpīnārūpī attā hoti …

saññī attā hoti …

asaññī attā hoti …

nevasaññīnāsaññī attā hoti …

attā ucchijjati vinassati na hoti paraṁ maraṇā, idameva saccaṁ moghamaññan’ti.

Tyāhaṁ upasaṅkamitvā evaṁ vadāmi:

‘atthi nu kho idaṁ, āvuso, vuccati:

“attā ucchijjati vinassati na hoti paraṁ maraṇā”’ti?

Yañca kho te, cunda, evamāhaṁsu:

‘idameva saccaṁ moghamaññan’ti.

Taṁ tesaṁ nānujānāmi. Und in jedem Fall erkenne ich es nicht an.

Taṁ kissa hetu? Warum ist das so?

Aññathāsaññinopi hettha, cunda, santeke sattā. Weil es Wesen gibt, die über diesen Punkt verschiedene Meinungen haben.

Imāyapi kho ahaṁ, cunda, paññattiyā neva attanā samasamaṁ samanupassāmi, kuto bhiyyo. Ich sehe keine solche Darlegung, die meiner eigenen gleichkäme, und erst recht keine, die höher stünde.

Atha kho ahameva tattha bhiyyo yadidaṁ adhipaññatti. Vielmehr bin ich der Höherstehende, wenn es um die hohe Art der Darlegung geht.

Ime kho te, cunda, aparantasahagatā diṭṭhinissayā, ye vo mayā byākatā, yathā te byākātabbā. Das sind die Ansichten über die Zukunft, auf die sich manche stützen, die ich so erklärt habe, wie sie erklärt werden sollen.

Yathā ca te na byākātabbā, kiṁ vo ahaṁ te tathā byākarissāmi? Soll ich sie dir auf falsche Art erklären?

Imesañca, cunda, pubbantasahagatānaṁ diṭṭhinissayānaṁ imesañca aparantasahagatānaṁ diṭṭhinissayānaṁ pahānāya samatikkamāya evaṁ mayā cattāro satipaṭṭhānā desitā paññattā. Ich habe die vier Arten der Achtsamkeitsmeditation gelehrt und gezeigt, um all diese Ansichten über die Vergangenheit und die Zukunft aufzugeben und darüber hinauszugehen.

Katame cattāro? Welche vier?

Idha, cunda, bhikkhu kāye kāyānupassī viharati ātāpī sampajāno satimā vineyya loke abhijjhādomanassaṁ. Da meditiert ein Mönch, indem er einen Aspekt des Körpers beobachtet – eifrig, bewusst und achtsam, frei von Begehrlichkeit und Verdrießlichkeit gegenüber der Welt.

Vedanāsu vedanānupassī …pe… Er meditiert, indem er einen Aspekt der Gefühle beobachtet …

citte cittānupassī …pe… indem er einen Aspekt des Geistes beobachtet …

dhammesu dhammānupassī viharati ātāpī sampajāno satimā, vineyya loke abhijjhādomanassaṁ. indem er einen Aspekt der natürlichen Gesetzmäßigkeiten beobachtet – eifrig, bewusst und achtsam, frei von Begehrlichkeit und Verdrießlichkeit gegenüber der Welt.

Imesañca, cunda, pubbantasahagatānaṁ diṭṭhinissayānaṁ imesañca aparantasahagatānaṁ diṭṭhinissayānaṁ pahānāya samatikkamāya. Evaṁ mayā ime cattāro satipaṭṭhānā desitā paññattā”ti. Das sind die vier Arten der Achtsamkeitsmeditation, die ich gelehrt und gezeigt habe, um all diese Ansichten über die Vergangenheit und die Zukunft aufzugeben und darüber hinauszugehen.“

Tena kho pana samayena āyasmā upavāṇo bhagavato piṭṭhito ṭhito hoti bhagavantaṁ bījayamāno. Nun stand da gerade der Ehrwürdige Upavāna hinter dem Buddha und fächelte ihm Luft zu.

Atha kho āyasmā upavāṇo bhagavantaṁ etadavoca: Er sagte zum Buddha:

“acchariyaṁ, bhante, abbhutaṁ, bhante. „Es ist unglaublich, Herr, es ist erstaunlich!

Pāsādiko vatāyaṁ, bhante, dhammapariyāyo; Diese Lehrdarlegung ist beeindruckend, Herr,

supāsādiko vatāyaṁ, bhante, dhammapariyāyo, ko nāmāyaṁ, bhante, dhammapariyāyo”ti? sie ist sehr beeindruckend. Herr, wie ist der Name dieser Lehrdarlegung?“

“Tasmātiha tvaṁ, upavāṇa, imaṁ dhammapariyāyaṁ ‘pāsādiko’ tveva naṁ dhārehī”ti. „Nun, Upavāna, du sollst diese Lehrdarlegung als ‚die beeindruckende Lehrrede‘ in Erinnerung behalten.“

Idamavoca bhagavā. Das sagte der Buddha.

Attamano āyasmā upavāṇo bhagavato bhāsitaṁ abhinandīti. Zufrieden begrüßte der Ehrwürdige Upavāna die Worte des Buddha.

Pāsādikasuttaṁ niṭṭhitaṁ chaṭṭhaṁ.
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