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Dīgha Nikāya 31 Lange Lehrreden 31

Siṅgālasutta Die Unterweisung Sigālakas

Evaṁ me sutaṁ—So habe ich es gehört:

ekaṁ samayaṁ bhagavā rājagahe viharati veḷuvane kalandakanivāpe. Einmal hielt sich der Buddha bei Rājagaha auf, im Bambuswäldchen, am Futterplatz der Eichhörnchen.

Tena kho pana samayena siṅgālako gahapatiputto kālasseva uṭṭhāya rājagahā nikkhamitvā allavattho allakeso pañjaliko puthudisā namassati—Nun stand da der Hausbesitzersohn Sigālaka früh am Morgen auf und ging aus Rājagaha hinaus. Mit nassen Kleidern und nassen Haaren erhob er seine zusammengelegten Hände, um die verschiedenen Himmelsrichtungen zu verehren –

puratthimaṁ disaṁ dakkhiṇaṁ disaṁ pacchimaṁ disaṁ uttaraṁ disaṁ heṭṭhimaṁ disaṁ uparimaṁ disaṁ. den Osten, den Süden, den Westen, den Norden, den Fußpunkt und den Scheitelpunkt.

Atha kho bhagavā pubbaṇhasamayaṁ nivāsetvā pattacīvaramādāya rājagahaṁ piṇḍāya pāvisi. Da kleidete der Buddha sich am Morgen an, nahm Schale und Robe und betrat Rājagaha zum Almosengang.

Addasā kho bhagavā siṅgālakaṁ gahapatiputtaṁ kālasseva vuṭṭhāya rājagahā nikkhamitvā allavatthaṁ allakesaṁ pañjalikaṁ puthudisā namassantaṁ—Er sah Sigālaka, wie er die Himmelsrichtungen verehrte,

puratthimaṁ disaṁ dakkhiṇaṁ disaṁ pacchimaṁ disaṁ uttaraṁ disaṁ heṭṭhimaṁ disaṁ uparimaṁ disaṁ.

Disvā siṅgālakaṁ gahapatiputtaṁ etadavoca: und sagte zu ihm:

“kiṁ nu kho tvaṁ, gahapatiputta, kālasseva vuṭṭhāya rājagahā nikkhamitvā allavattho allakeso pañjaliko puthudisā namassasi—„Hausbesitzersohn, warum verehrst du auf diese Art die Himmelsrichtungen?“

puratthimaṁ disaṁ dakkhiṇaṁ disaṁ pacchimaṁ disaṁ uttaraṁ disaṁ heṭṭhimaṁ disaṁ uparimaṁ disan”ti?

“Pitā maṁ, bhante, kālaṁ karonto evaṁ avaca: „Herr, mein Vater hat auf seinem Sterbebett zu mir gesagt:

‘disā, tāta, namasseyyāsī’ti. ‚Mein Lieber, bitte verehre die Himmelsrichtungen.‘

So kho ahaṁ, bhante, pituvacanaṁ sakkaronto garuṁ karonto mānento pūjento kālasseva uṭṭhāya rājagahā nikkhamitvā allavattho allakeso pañjaliko puthudisā namassāmi—Das Wort meines Vaters ehre, achte und verehre ich, daher bin ich früh am Morgen aufgestanden und aus Rājagaha hinausgegangen; mit nassen Kleidern und nassen Haaren habe ich meine zusammengelegten Hände erhoben, um die verschiedenen Himmelsrichtungen zu verehren –

puratthimaṁ disaṁ dakkhiṇaṁ disaṁ pacchimaṁ disaṁ uttaraṁ disaṁ heṭṭhimaṁ disaṁ uparimaṁ disan”ti. den Osten, den Süden, den Westen, den Norden, den Fußpunkt und den Scheitelpunkt.“

1. Cha disā 1. Die sechs Richtungen

“Na kho, gahapatiputta, ariyassa vinaye evaṁ cha disā namassitabbā”ti. „Hausbesitzersohn, so sollten die sechs Richtungen in der Schulung des Edlen nicht verehrt werden.“

“Yathā kathaṁ pana, bhante, ariyassa vinaye cha disā namassitabbā? „Aber Herr, wie sollten die sechs Richtungen in der Schulung des Edlen verehrt werden?

Sādhu me, bhante, bhagavā tathā dhammaṁ desetu, yathā ariyassa vinaye cha disā namassitabbā”ti. Herr, bitte unterweise mich darin.“

“Tena hi, gahapatiputta, suṇohi sādhukaṁ manasikarohi bhāsissāmī”ti. „Nun, Hausbesitzersohn, hör zu und gebrauche den Geist gut, ich werde sprechen.“

“Evaṁ, bhante”ti kho siṅgālako gahapatiputto bhagavato paccassosi. „Ja, Herr“, antwortete Sigālaka.

Bhagavā etadavoca: Der Buddha sagte:

“Yato kho, gahapatiputta, ariyasāvakassa cattāro kammakilesā pahīnā honti, catūhi ca ṭhānehi pāpakammaṁ na karoti, cha ca bhogānaṁ apāyamukhāni na sevati, so evaṁ cuddasa pāpakāpagato chaddisāpaṭicchādī „Hausbesitzersohn, ein edler Schüler gibt vier befleckte Taten auf, verübt aus vier Gründen keine schlechten Taten und vermeidet sechs Abflüsse für sein Vermögen. Wenn er diese vierzehn schlechten Dinge hinter sich gelassen hat, hat er die sechs Richtungen abgesichert.

ubholokavijayāya paṭipanno hoti. Tassa ayañceva loko āraddho hoti paro ca loko. Er übt für den Gewinn in beiden Welten und hat in dieser und jener Welt Erfolg.

So kāyassa bhedā paraṁ maraṇā sugatiṁ saggaṁ lokaṁ upapajjati. Wenn sein Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, wird er an einem guten Ort wiedergeboren, in einer himmlischen Welt.

2. Cattāro kammakilesā 2. Vier befleckte Taten

Katamassa cattāro kammakilesā pahīnā honti? Welche vier befleckten Taten hat er aufgegeben?

Pāṇātipāto kho, gahapatiputta, kammakileso, adinnādānaṁ kammakileso, kāmesumicchācāro kammakileso, musāvādo kammakileso. Das Töten lebender Geschöpfe, das Stehlen, das Begehen sexueller Verfehlungen und das Lügen: Das sind die befleckten Taten.

Imassa cattāro kammakilesā pahīnā hontī”ti. Diese vier befleckten Taten hat er aufgegeben.“

Idamavoca bhagavā. Das sagte der Buddha.

Idaṁ vatvāna sugato athāparaṁ etadavoca satthā: Und der Heilige, der Lehrer, fuhr fort:

“Pāṇātipāto adinnādānaṁ, „Töten, stehlen,

Musāvādo ca vuccati; Lügen sprechen

Paradāragamanañceva, sowie Ehebruch begehen:

Nappasaṁsanti paṇḍitā”ti. Kluge Menschen preisen diese Dinge nicht.“

3. Catuṭhānaṁ 3. Vier Gründe

“Katamehi catūhi ṭhānehi pāpakammaṁ na karoti? „Aus welchen vier Gründen verübt er keine schlechten Taten?

Chandāgatiṁ gacchanto pāpakammaṁ karoti, dosāgatiṁ gacchanto pāpakammaṁ karoti, mohāgatiṁ gacchanto pāpakammaṁ karoti, bhayāgatiṁ gacchanto pāpakammaṁ karoti. Schlechte Taten verübt man, wenn man in seinem Handeln voreingenommen ist durch Begünstigung, Feindseligkeit, Dummheit oder Feigheit.

Yato kho, gahapatiputta, ariyasāvako neva chandāgatiṁ gacchati, na dosāgatiṁ gacchati, na mohāgatiṁ gacchati, na bhayāgatiṁ gacchati; Wenn ein edler Schüler in seinem Handeln nicht voreingenommen ist durch Begünstigung, Feindseligkeit, Dummheit oder Feigheit,

imehi catūhi ṭhānehi pāpakammaṁ na karotī”ti. verübt er aus diesen vier Gründen keine schlechten Taten.“

Idamavoca bhagavā. Das sagte der Buddha.

Idaṁ vatvāna sugato athāparaṁ etadavoca satthā: Und der Heilige, der Lehrer, fuhr fort:

“Chandā dosā bhayā mohā, „Wenn das Handeln sich gegen die Lehre wendet

yo dhammaṁ ativattati; durch Begünstigung, Feindseligkeit, Feigheit oder Dummheit,

Nihīyati yaso tassa, schwindet der Ruhm

kāḷapakkheva candimā. wie der Mond in der dunklen Monatshälfte.

Chandā dosā bhayā mohā, Wenn das Handeln sich nicht gegen die Lehre wendet

yo dhammaṁ nātivattati; durch Begünstigung, Feindseligkeit, Feigheit oder Dummheit,

Āpūrati yaso tassa, wächst der Ruhm an

sukkapakkheva candimā”ti. wie der Mond in der hellen Monatshälfte.“

4. Cha apāyamukhāni 4. Sechs Abflüsse für das Vermögen

“Katamāni cha bhogānaṁ apāyamukhāni na sevati? „Welche sechs Abflüsse für sein Vermögen vermeidet er?

Surāmerayamajjappamādaṭṭhānānuyogo kho, gahapatiputta, bhogānaṁ apāyamukhaṁ, vikālavisikhācariyānuyogo bhogānaṁ apāyamukhaṁ, samajjābhicaraṇaṁ bhogānaṁ apāyamukhaṁ, jūtappamādaṭṭhānānuyogo bhogānaṁ apāyamukhaṁ, pāpamittānuyogo bhogānaṁ apāyamukhaṁ, ālasyānuyogo bhogānaṁ apāyamukhaṁ. Wenn man sich gewohnheitsmäßig dem Trinken von Rauschmitteln wie Bier, Wein und Branntwein hingibt, führt das zu einem Abfluss des Vermögens; wenn man sich gewohnheitsmäßig nachts in den Straßen herumtreibt, Feste besucht, Glücksspiel betreibt, schlechte Freunde hat oder träge ist, führt das zu einem Abfluss des Vermögens.

5. Surāmerayassa cha ādīnavā 5. Sechs Nachteile des Trinkens

Cha khome, gahapatiputta, ādīnavā surāmerayamajjappamādaṭṭhānānuyoge. Es gibt diese sechs Nachteile des gewohnheitsmäßigen Trinkens von Rauschmitteln wie Bier, Wein und Branntwein:

Sandiṭṭhikā dhanajāni, kalahappavaḍḍhanī, rogānaṁ āyatanaṁ, akittisañjananī, kopīnanidaṁsanī, paññāya dubbalikaraṇītveva chaṭṭhaṁ padaṁ bhavati. Man verliert hier und jetzt Vermögen; man provoziert Zänkereien; man ist anfällig für Krankheiten; man hat einen schlechten Ruf; man zeigt sich in unanständiger Weise; und als sechstes wird die Weisheit geschwächt.

Ime kho, gahapatiputta, cha ādīnavā surāmerayamajjappamādaṭṭhānānuyoge. Das sind die sechs Nachteile des gewohnheitsmäßigen Trinkens von Rauschmitteln wie Bier, Wein und Branntwein.

6. Vikālacariyāya cha ādīnavā 6. Sechs Nachteile des nächtlichen Sichherumtreibens in den Straßen

Cha khome, gahapatiputta, ādīnavā vikālavisikhācariyānuyoge. Es gibt diese sechs Nachteile des nächtlichen Sichherumtreibens in den Straßen:

Attāpissa agutto arakkhito hoti, puttadāropissa agutto arakkhito hoti, sāpateyyampissa aguttaṁ arakkhitaṁ hoti, saṅkiyo ca hoti pāpakesu ṭhānesu, abhūtavacanañca tasmiṁ rūhati, bahūnañca dukkhadhammānaṁ purakkhato hoti. Man selbst, die Partnerinnen und Kinder und der Besitz sind nicht bewacht; man wird schlechter Taten verdächtigt; falsche Gerüchte verbreiten sich über einen; und man steht in vorderster Reihe bei vielen Dingen, die zu Leiden führen.

Ime kho, gahapatiputta, cha ādīnavā vikālavisikhācariyānuyoge. Das sind die sechs Nachteile des nächtlichen Sichherumtreibens in den Straßen.

7. Samajjābhicaraṇassa cha ādīnavā 7. Sechs Nachteile von Festen

Cha khome, gahapatiputta, ādīnavā samajjābhicaraṇe. Es gibt diese sechs Nachteile des Besuchs von Festen:

Kva naccaṁ, kva gītaṁ, kva vāditaṁ, kva akkhānaṁ, kva pāṇissaraṁ, kva kumbhathunanti. Man denkt ständig: ‚Wo gibt es Tanz? Wo wird gesungen? Wo gibt es Musik? Wo gibt es Geschichten? Wo gibt es Applaus? Wo werden die Pauken geschlagen?‘

Ime kho, gahapatiputta, cha ādīnavā samajjābhicaraṇe. Das sind die sechs Nachteile des Besuchs von Festen.

8. Jūtappamādassa cha ādīnavā 8. Sechs Nachteile des Glücksspiels

Cha khome, gahapatiputta, ādīnavā jūtappamādaṭṭhānānuyoge. Es gibt diese sechs Nachteile des gewohnheitsmäßigen Glücksspiels:

Jayaṁ veraṁ pasavati, jino vittamanusocati, sandiṭṭhikā dhanajāni, sabhāgatassa vacanaṁ na rūhati, mittāmaccānaṁ paribhūto hoti, āvāhavivāhakānaṁ apatthito hoti: Sieg erzeugt Feindschaft; der Verlierer trauert um sein Geld; man verliert hier und jetzt Vermögen; das Wort eines Spielers hat in der öffentlichen Versammlung kein Gewicht; Freunde und Kollegen behandeln einen mit Verachtung; und niemand will einen Spieler heiraten, weil man denkt:

‘akkhadhutto ayaṁ purisapuggalo nālaṁ dārabharaṇāyā’ti. ‚Diese Person ist ein Spieler – sie ist nicht in der Lage, eine Partnerin zu versorgen.‘

Ime kho, gahapatiputta, cha ādīnavā jūtappamādaṭṭhānānuyoge. Das sind die sechs Nachteile des gewohnheitsmäßigen Glücksspiels.

9. Pāpamittatāya cha ādīnavā 9. Sechs Nachteile von schlechten Freunden

Cha khome, gahapatiputta, ādīnavā pāpamittānuyoge. Es gibt diese sechs Nachteile von schlechten Freunden:

Ye dhuttā, ye soṇḍā, ye pipāsā, ye nekatikā, ye vañcanikā, ye sāhasikā. Tyāssa mittā honti te sahāyā. Man freundet sich mit Süchtigen, Zechern, Trunkenbolden, Betrügern, Schwindlern und Schlägern an und wird ihr Gefährte.

Ime kho, gahapatiputta, cha ādīnavā pāpamittānuyoge. Das sind die sechs Nachteile von schlechten Freunden.

10. Ālasyassa cha ādīnavā 10. Sechs Nachteile der Bequemlichkeit

Cha khome, gahapatiputta, ādīnavā ālasyānuyoge. Es gibt diese sechs Nachteile gewohnheitsmäßiger Bequemlichkeit:

Atisītanti kammaṁ na karoti, atiuṇhanti kammaṁ na karoti, atisāyanti kammaṁ na karoti, atipātoti kammaṁ na karoti, atichātosmīti kammaṁ na karoti, atidhātosmīti kammaṁ na karoti. Man bekommt seine Arbeit nicht fertig, weil man denkt: ‚Es ist zu kalt! Es ist zu warm! Es ist zu spät! Es ist zu früh! Ich bin zu hungrig! Ich bin zu satt!‘

Tassa evaṁ kiccāpadesabahulassa viharato anuppannā ceva bhogā nuppajjanti, uppannā ca bhogā parikkhayaṁ gacchanti. Indem man sich in vielen Ausreden ergeht, verdient man kein Geld mehr und das vorhandene Geld geht aus.

Ime kho, gahapatiputta, cha ādīnavā ālasyānuyoge”ti. Das sind die sechs Nachteile gewohnheitsmäßiger Bequemlichkeit.“

Idamavoca bhagavā. Das sagte der Buddha.

Idaṁ vatvāna sugato athāparaṁ etadavoca satthā: Und der Heilige, der Lehrer, fuhr fort:

“Hoti pānasakhā nāma, „Manche sind nur Saufkumpane,

hoti sammiyasammiyo; manche nennen dich lieber, lieber Freund,

Yo ca atthesu jātesu, aber ein wahrer Freund ist jemand,

sahāyo hoti so sakhā. der in der Not zu dir steht.

Ussūraseyyā paradārasevanā, Lange schlafen, Ehebruch,

Verappasavo ca anatthatā ca; sich Feinde schaffen, Schaden stiften,

Pāpā ca mittā sukadariyatā ca, schlechte Freunde und auch Geiz:

Ete cha ṭhānā purisaṁ dhaṁsayanti. Diese sechs Grundlagen verderben einen Menschen.

Pāpamitto pāpasakho, Mit schlechten Freunden, schlechten Gefährten,

pāpaācāragocaro; schlechtem Verhalten und schlechten Almosenorten

Asmā lokā paramhā ca, wird ein Mensch aus dieser

ubhayā dhaṁsate naro. und jener Welt abstürzen.

Akkhitthiyo vāruṇī naccagītaṁ, Würfel, Frauen, Palmwein, Gesang und Tanz,

Divā soppaṁ pāricariyā akāle; am Tag schlafen, sich nachts herumtreiben,

Pāpā ca mittā sukadariyatā ca, schlechte Freunde und auch Geiz:

Ete cha ṭhānā purisaṁ dhaṁsayanti. Diese sechs Grundlagen verderben einen Menschen.

Akkhehi dibbanti suraṁ pivanti, Sie spielen Würfel, trinken Bier,

Yantitthiyo pāṇasamā paresaṁ; verkehren mit Frauen, die von andern geliebt;

Nihīnasevī na ca vuddhasevī, mit den Schlechteren verbinden sie sich, nicht den Besseren:

Nihīyate kāḷapakkheva cando. Sie schwinden dahin wie der abnehmende Mond.

Yo vāruṇī addhano akiñcano, Einer, durch Palmwein mittellos, abgebrannt,

Pipāso pivaṁ papāgato; durstig, der in der Schenke trinkt

Udakamiva iṇaṁ vigāhati, und in Schulden ertrinkt,

Akulaṁ kāhiti khippamattano. wird schnell vom Weg abkommen.

Na divā soppasīlena, Wenn man gewohnt ist, lange zu schlafen,

rattimuṭṭhānadessinā; die Nacht als die Zeit zum Aufstehen ansieht

Niccaṁ mattena soṇḍena, und sich stets betrinkt,

sakkā āvasituṁ gharaṁ. hält man das Hausleben nicht durch.

Atisītaṁ atiuṇhaṁ, ‚Zu kalt, zu warm,

atisāyamidaṁ ahu; zu spät‘, sagt man.

Iti vissaṭṭhakammante, Wenn junge Menschen so ihre Arbeit vernachlässigen,

atthā accenti māṇave. entgehen ihnen Reichtümer.

Yodha sītañca uṇhañca, Aber wer Hitze und Kälte

tiṇā bhiyyo na maññati; nur betrachtet wie Grashalme,

Karaṁ purisakiccāni, tut seine Pflicht als Mann,

so sukhaṁ na vihāyatī”ti. und das Glück lässt ihn nicht im Stich.“

11. Mittapatirūpaka 11. Falsche Freunde

“Cattārome, gahapatiputta, amittā mittapatirūpakā veditabbā. „Hausbesitzersohn, diese vier Feinde, die als Freunde daherkommen, solltest du erkennen:

Aññadatthuharo amitto mittapatirūpako veditabbo, vacīparamo amitto mittapatirūpako veditabbo, anuppiyabhāṇī amitto mittapatirūpako veditabbo, apāyasahāyo amitto mittapatirūpako veditabbo. den, der nimmt, den, der redet, den, der schmeichelt und den, der Geld springen lässt.

Catūhi kho, gahapatiputta, ṭhānehi aññadatthuharo amitto mittapatirūpako veditabbo. Einen falschen Freund, der stets nimmt, kann man auf vierfacher Basis erkennen:

Aññadatthuharo hoti, Dein Besitz landet bei ihm;

appena bahumicchati; er gibt wenig und erwartet viel;

Bhayassa kiccaṁ karoti, er tut seine Pflicht aus Furcht;

sevati atthakāraṇā. und er schließt sich zu seinem eigenen Vorteil an.

Imehi kho, gahapatiputta, catūhi ṭhānehi aññadatthuharo amitto mittapatirūpako veditabbo. Einen falschen Freund, der stets nimmt, kann man auf dieser vierfachen Basis erkennen.

Catūhi kho, gahapatiputta, ṭhānehi vacīparamo amitto mittapatirūpako veditabbo. Einen falschen Freund, der nur redet, kann man auf vierfacher Basis erkennen:

Atītena paṭisantharati, anāgatena paṭisantharati, niratthakena saṅgaṇhāti, paccuppannesu kiccesu byasanaṁ dasseti. Er ist in der Vergangenheit gastfreundlich; er ist in der Zukunft gastfreundlich; er ist voller belangloser Höflichkeiten; und wenn etwas in der Gegenwart getan werden muss, weist er auf sein eigenes Unglück hin.

Imehi kho, gahapatiputta, catūhi ṭhānehi vacīparamo amitto mittapatirūpako veditabbo. Einen falschen Freund, der nur redet, kann man auf dieser vierfachen Basis erkennen.

Catūhi kho, gahapatiputta, ṭhānehi anuppiyabhāṇī amitto mittapatirūpako veditabbo. Einen falschen Freund, der einem schmeichelt, kann man auf vierfacher Basis erkennen:

Pāpakampissa anujānāti, kalyāṇampissa anujānāti, sammukhāssa vaṇṇaṁ bhāsati, parammukhāssa avaṇṇaṁ bhāsati. Er unterstützt dich gleichermaßen, ob du Schlechtes oder Gutes tust; er sagt dir Lob ins Gesicht, aber hinter deinem Rücken macht er dich schlecht.

Imehi kho, gahapatiputta, catūhi ṭhānehi anuppiyabhāṇī amitto mittapatirūpako veditabbo. Einen falschen Freund, der einem schmeichelt, kann man auf dieser vierfachen Basis erkennen.

Catūhi kho, gahapatiputta, ṭhānehi apāyasahāyo amitto mittapatirūpako veditabbo. Einen falschen Freund, der Geld springen lässt, kann man auf vierfacher Basis erkennen:

Surāmerayamajjappamādaṭṭhānānuyoge sahāyo hoti, vikālavisikhācariyānuyoge sahāyo hoti, samajjābhicaraṇe sahāyo hoti, jūtappamādaṭṭhānānuyoge sahāyo hoti. Er begleitet dich beim Trinken, beim nächtlichen Herumtreiben in den Straßen, beim Besuch von Festen und beim Glücksspiel.

Imehi kho, gahapatiputta, catūhi ṭhānehi apāyasahāyo amitto mittapatirūpako veditabbo”ti. Einen falschen Freund, der Geld springen lässt, kann man auf dieser vierfachen Basis erkennen.“

Idamavoca bhagavā. Das sagte der Buddha.

Idaṁ vatvāna sugato athāparaṁ etadavoca satthā: Und der Heilige, der Lehrer, fuhr fort:

“Aññadatthuharo mitto, „Der eine Freund nimmt stets,

yo ca mitto vacīparo; der andere redet nur,

Anuppiyañca yo āha, einer ist ein Schmeichler

apāyesu ca yo sakhā. und einer lebt auf großem Fuß.

Ete amitte cattāro, Ein kluger Mensch versteht,

iti viññāya paṇḍito; was diese vier Feinde wirklich sind,

Ārakā parivajjeyya, und hält sie auf Abstand,

maggaṁ paṭibhayaṁ yathā”ti. wie er eine gefährliche Straße meiden würde.“

12. Suhadamitta 12. Gutherzige Freunde

“Cattārome, gahapatiputta, mittā suhadā veditabbā. „Hausbesitzersohn, diese vier gutherzigen Freunde sollst du erkennen:

Upakāro mitto suhado veditabbo, samānasukhadukkho mitto suhado veditabbo, atthakkhāyī mitto suhado veditabbo, anukampako mitto suhado veditabbo. den Hilfsbereiten, den Freund in guten und schlechten Tagen, den Ratgeber und den Anteilnehmenden.

Catūhi kho, gahapatiputta, ṭhānehi upakāro mitto suhado veditabbo. Einen gutherzigen Freund, der hilfsbereit ist, kann man auf vierfacher Basis erkennen:

Pamattaṁ rakkhati, pamattassa sāpateyyaṁ rakkhati, bhītassa saraṇaṁ hoti, uppannesu kiccakaraṇīyesu taddiguṇaṁ bhogaṁ anuppadeti. Er passt auf dich auf, wenn du leichtsinnig bist; er passt auf deinen Besitz auf, wenn du leichtsinnig bist; er beschützt dich in Zeiten der Gefahr; und wenn etwas getan werden muss, stellt er dir zweimal so viel Geld zur Verfügung wie du brauchst.

Imehi kho, gahapatiputta, catūhi ṭhānehi upakāro mitto suhado veditabbo. Einen gutherzigen Freund, der hilfsbereit ist, kann man auf dieser vierfachen Basis erkennen.

Catūhi kho, gahapatiputta, ṭhānehi samānasukhadukkho mitto suhado veditabbo. Einen gutherzigen Freund, der in guten und schlechten Tagen gleich ist, kann man auf vierfacher Basis erkennen:

Guyhamassa ācikkhati, guyhamassa parigūhati, āpadāsu na vijahati, jīvitaṁpissa atthāya pariccattaṁ hoti. Er vertraut dir seine Geheimnisse an; er bewahrt deine Geheimnisse; in Zeiten der Not lässt er dich nicht fallen; und er würde für dein Wohl sogar sein Leben geben.

Imehi kho, gahapatiputta, catūhi ṭhānehi samānasukhadukkho mitto suhado veditabbo. Einen gutherzigen Freund, der in guten und schlechten Tagen gleich ist, kann man auf dieser vierfachen Basis erkennen.

Catūhi kho, gahapatiputta, ṭhānehi atthakkhāyī mitto suhado veditabbo. Einen gutherzigen Freund, der gut berät, kann man auf vierfacher Basis erkennen.

Pāpā nivāreti, kalyāṇe niveseti, assutaṁ sāveti, saggassa maggaṁ ācikkhati. Er hält dich zurück, wenn du Schlechtes tust; er unterstützt dich, wenn du Gutes tust; er lehrt dich, was du noch nicht gehört hast; und er erklärt dir den Weg in den Himmel.

Imehi kho, gahapatiputta, catūhi ṭhānehi atthakkhāyī mitto suhado veditabbo. Einen gutherzigen Freund, der gut berät, kann man auf dieser vierfachen Basis erkennen.

Catūhi kho, gahapatiputta, ṭhānehi anukampako mitto suhado veditabbo. Einen gutherzigen Freund, der Anteil nimmt, kann man auf vierfacher Basis erkennen.

Abhavenassa na nandati, bhavenassa nandati, avaṇṇaṁ bhaṇamānaṁ nivāreti, vaṇṇaṁ bhaṇamānaṁ pasaṁsati. Er freut sich nicht an deinem Unglück; er freut sich an deinem Glück; er hält andere davon ab, dich zu tadeln; und er ermuntert dazu, dich zu loben.

Imehi kho, gahapatiputta, catūhi ṭhānehi anukampako mitto suhado veditabbo”ti. Einen gutherzigen Freund, der Anteil nimmt, kann man auf dieser vierfachen Basis erkennen.

Idamavoca bhagavā. Das sagte der Buddha.

Idaṁ vatvāna sugato athāparaṁ etadavoca satthā: Und der Heilige, der Lehrer, fuhr fort:

“Upakāro ca yo mitto, „Ein Freund, der behilflich ist,

sukhe dukkhe ca yo sakhā; der in Freud und Leid der Gleiche ist,

Atthakkhāyī ca yo mitto, ein Freund, der guten Rat gibt,

yo ca mittānukampako. und einer, der Anteil nimmt –

Etepi mitte cattāro, ein kluger Mensch versteht,

iti viññāya paṇḍito; was diese vier Freunde wirklich sind,

Sakkaccaṁ payirupāseyya, und kümmert sich sorgfältig um sie

mātā puttaṁva orasaṁ; so wie eine Mutter ihr Kind an der Brust hält.

Paṇḍito sīlasampanno, Der Kluge und Tugendhafte

jalaṁ aggīva bhāsati. leuchtet wie eine brennende Flamme.

Bhoge saṁharamānassa, Er sammelt Reichtümer wie Bienen,

bhamarasseva irīyato; die umherfliegen und Blütenstaub sammeln.

Bhogā sannicayaṁ yanti, Seine Reichtümer wachsen weiter an

vammikovupacīyati. wie ein sich auftürmender Termitenhügel.

Evaṁ bhoge samāhatvā, Indem er so Vermögen ansammelt,

alamatto kule gihī; tut ein Hausbesitzer genug für die Familie,

Catudhā vibhaje bhoge, und indem er es in vier Teile teilt,

sa ve mittāni ganthati. hält er die Freunde zusammen.

Ekena bhoge bhuñjeyya, Ein Teil ist zum Genießen,

dvīhi kammaṁ payojaye; zwei Teile werden in die Arbeit gesteckt,

Catutthañca nidhāpeyya, und der vierte Teil

āpadāsu bhavissatī”ti. soll für Notzeiten bewahrt werden.“

13. Chaddisāpaṭicchādanakaṇḍa 13. Die sechs Richtungen absichern

“Kathañca, gahapatiputta, ariyasāvako chaddisāpaṭicchādī hoti? „Und wie, Hausbesitzersohn, sichert ein edler Schüler die sechs Richtungen ab?

Cha imā, gahapatiputta, disā veditabbā. Diese sechs Richtungen gilt es zu verstehen:

Puratthimā disā mātāpitaro veditabbā, dakkhiṇā disā ācariyā veditabbā, pacchimā disā puttadārā veditabbā, uttarā disā mittāmaccā veditabbā, heṭṭhimā disā dāsakammakarā veditabbā, uparimā disā samaṇabrāhmaṇā veditabbā. die Eltern als den Osten, die Lehrmeister als den Süden, Frauen und Kinder als den Westen, Freunde und Kollegen als den Norden, abhängige Diener und Arbeiter als den Fußpunkt und Asketen und Brahmanen als den Scheitelpunkt.

Pañcahi kho, gahapatiputta, ṭhānehi puttena puratthimā disā mātāpitaro paccupaṭṭhātabbā—Ein Kind sollte seinen Eltern als dem Osten auf fünf Arten dienen:

bhato ne bharissāmi, kiccaṁ nesaṁ karissāmi, kulavaṁsaṁ ṭhapessāmi, dāyajjaṁ paṭipajjāmi, atha vā pana petānaṁ kālaṅkatānaṁ dakkhiṇaṁ anuppadassāmīti. ‚Ich werde für die sorgen, die für mich gesorgt haben; ich werde für sie meine Pflicht tun; ich werde die Familienlinie weiterführen; ich werde für das Erbe Sorge tragen; wenn sie gestorben sind, werde ich in ihrem Namen eine Spende machen.‘

Imehi kho, gahapatiputta, pañcahi ṭhānehi puttena puratthimā disā mātāpitaro paccupaṭṭhitā pañcahi ṭhānehi puttaṁ anukampanti. Eltern, deren Kinder ihnen auf diese fünf Arten dienen, zeigen ihnen ihre Anteilnahme auf fünf Arten:

Pāpā nivārenti, kalyāṇe nivesenti, sippaṁ sikkhāpenti, patirūpena dārena saṁyojenti, samaye dāyajjaṁ niyyādenti. Sie halten sie von schlechten Taten fern; sie unterstützen sie bei guten Taten; sie bilden sie in einem Handwerk aus; sie bringen sie mit einem passenden Partner zusammen; sie übergeben ihnen zu gegebener Zeit das Erbe.

Imehi kho, gahapatiputta, pañcahi ṭhānehi puttena puratthimā disā mātāpitaro paccupaṭṭhitā imehi pañcahi ṭhānehi puttaṁ anukampanti. Eltern, deren Kinder ihnen auf die genannten fünf Arten dienen, zeigen ihnen ihre Anteilnahme auf diese fünf Arten.

Evamassa esā puratthimā disā paṭicchannā hoti khemā appaṭibhayā. So ist der Osten abgedeckt, geschützt und frei von Gefahr.

Pañcahi kho, gahapatiputta, ṭhānehi antevāsinā dakkhiṇā disā ācariyā paccupaṭṭhātabbā—Ein Zögling soll seinem Lehrmeister als dem Süden auf fünf Arten dienen:

uṭṭhānena upaṭṭhānena sussusāya pāricariyāya sakkaccaṁ sippapaṭiggahaṇena. Er steht für ihn auf, bedient ihn, hört gut zu, sorgt für ihn und lernt das Handwerk sorgfältig.

Imehi kho, gahapatiputta, pañcahi ṭhānehi antevāsinā dakkhiṇā disā ācariyā paccupaṭṭhitā pañcahi ṭhānehi antevāsiṁ anukampanti—Lehrmeister, deren Zöglinge ihnen auf diese fünf Arten dienen, zeigen ihnen ihre Anteilnahme auf fünf Arten:

suvinītaṁ vinenti, suggahitaṁ gāhāpenti, sabbasippassutaṁ samakkhāyino bhavanti, mittāmaccesu paṭiyādenti, disāsu parittāṇaṁ karonti. Sie sorgen dafür, dass sie gut geschult werden und sich alles gut einprägen; alles, was zum Handwerk gehört, erklären sie verständlich; sie führen sie bei ihren Freunden und Kollegen ein; sie sorgen für Schutz in allen Richtungen.

Imehi kho, gahapatiputta, pañcahi ṭhānehi antevāsinā dakkhiṇā disā ācariyā paccupaṭṭhitā imehi pañcahi ṭhānehi antevāsiṁ anukampanti. Lehrmeister, deren Zöglinge ihnen auf die genannten fünf Arten dienen, zeigen ihnen ihre Anteilnahme auf diese fünf Arten.

Evamassa esā dakkhiṇā disā paṭicchannā hoti khemā appaṭibhayā. So ist der Süden abgedeckt, geschützt und frei von Gefahr.

Pañcahi kho, gahapatiputta, ṭhānehi sāmikena pacchimā disā bhariyā paccupaṭṭhātabbā—Ein Ehemann sollte seiner Frau als dem Westen auf fünf Arten dienen:

sammānanāya anavamānanāya anaticariyāya issariyavossaggena alaṅkārānuppadānena. Er behandelt sie mit Ehrerbietung; er schaut nicht auf sie herab; er ist ihr treu; er räumt ihr Befugnisse ein; und er schenkt ihr Schmuck.

Imehi kho, gahapatiputta, pañcahi ṭhānehi sāmikena pacchimā disā bhariyā paccupaṭṭhitā pañcahi ṭhānehi sāmikaṁ anukampati—Eine Ehefrau, deren Mann ihr auf diese fünf Arten dient, zeigt ihm ihre Anteilnahme auf fünf Arten:

susaṁvihitakammantā ca hoti, saṅgahitaparijanā ca, anaticārinī ca, sambhatañca anurakkhati, dakkhā ca hoti analasā sabbakiccesu. Sie organisiert ihre Arbeit gut; sie verwaltet die Haushaltshilfen; sie ist ihrem Mann treu; sie verwahrt seine Einkünfte; sie ist geschickt und unermüdlich bei all ihren Pflichten.

Imehi kho, gahapatiputta, pañcahi ṭhānehi sāmikena pacchimā disā bhariyā paccupaṭṭhitā imehi pañcahi ṭhānehi sāmikaṁ anukampati. Eine Ehefrau, deren Mann ihr auf die genannten fünf Arten dient, zeigt ihm ihre Anteilnahme auf diese fünf Arten.

Evamassa esā pacchimā disā paṭicchannā hoti khemā appaṭibhayā. So ist der Westen abgedeckt, geschützt und frei von Gefahr.

Pañcahi kho, gahapatiputta, ṭhānehi kulaputtena uttarā disā mittāmaccā paccupaṭṭhātabbā—Ein ehrbarer Mensch sollte seinen Freunden und Kollegen als dem Norden auf fünf Arten dienen:

dānena peyyavajjena atthacariyāya samānattatāya avisaṁvādanatāya. mit Geben, freundlichen Worten, Fürsorglichkeit, Gleichbehandlung und indem er nicht verschlagen redet.

Imehi kho, gahapatiputta, pañcahi ṭhānehi kulaputtena uttarā disā mittāmaccā paccupaṭṭhitā pañcahi ṭhānehi kulaputtaṁ anukampanti—Freunde und Kollegen, denen ein ehrbarer Mensch auf diese fünf Arten dient, zeigen ihm ihre Anteilnahme auf fünf Arten:

pamattaṁ rakkhanti, pamattassa sāpateyyaṁ rakkhanti, bhītassa saraṇaṁ honti, āpadāsu na vijahanti, aparapajā cassa paṭipūjenti. Sie passen auf ihn auf, wenn er leichtsinnig ist; sie passen auf seinen Besitz auf, wenn er leichtsinnig ist; sie beschützen ihn in Zeiten der Gefahr; in Zeiten der Not lassen sie ihn nicht fallen; sie ehren seine Nachkommen.

Imehi kho, gahapatiputta, pañcahi ṭhānehi kulaputtena uttarā disā mittāmaccā paccupaṭṭhitā imehi pañcahi ṭhānehi kulaputtaṁ anukampanti. Freunde und Kollegen, denen ein ehrbarer Mensch auf die genannten fünf Arten dient, zeigen ihm ihre Anteilnahme auf diese fünf Arten.

Evamassa esā uttarā disā paṭicchannā hoti khemā appaṭibhayā. So ist der Norden abgedeckt, geschützt und frei von Gefahr.

Pañcahi kho, gahapatiputta, ṭhānehi ayyirakena heṭṭhimā disā dāsakammakarā paccupaṭṭhātabbā—Ein Herr sollte seinen abhängigen Dienern und Arbeitern als dem Fußpunkt auf fünf Arten dienen:

yathābalaṁ kammantasaṁvidhānena bhattavetanānuppadānena gilānupaṭṭhānena acchariyānaṁ rasānaṁ saṁvibhāgena samaye vossaggena. Er teilt ihre Arbeit nach ihren Fähigkeiten ein; er zahlt ihnen Unterhalt und Lohn; er pflegt sie, wenn sie krank sind; er teilt besondere Leckereien mit ihnen; und er gibt ihnen gelegentlich Urlaub.

Imehi kho, gahapatiputta, pañcahi ṭhānehi ayyirakena heṭṭhimā disā dāsakammakarā paccupaṭṭhitā pañcahi ṭhānehi ayyirakaṁ anukampanti—Abhängige Diener und Arbeiter, deren Herr ihnen auf diese fünf Arten dient, zeigen ihm ihre Anteilnahme auf fünf Arten:

pubbuṭṭhāyino ca honti, pacchā nipātino ca, dinnādāyino ca, sukatakammakarā ca, kittivaṇṇaharā ca. Sie stehen vor ihm auf und gehen nach ihm zu Bett; sie stehlen nichts; sie verrichten ihre Arbeit gut; und sie verbreiten einen guten Ruf.

Imehi kho, gahapatiputta, pañcahi ṭhānehi ayyirakena heṭṭhimā disā dāsakammakarā paccupaṭṭhitā imehi pañcahi ṭhānehi ayyirakaṁ anukampanti. Abhängige Diener und Arbeiter, deren Herr ihnen auf die genannten fünf Arten dient, zeigen ihm ihre Anteilnahme auf diese fünf Arten.

Evamassa esā heṭṭhimā disā paṭicchannā hoti khemā appaṭibhayā. So ist der Fußpunkt abgedeckt, geschützt und frei von Gefahr.

Pañcahi kho, gahapatiputta, ṭhānehi kulaputtena uparimā disā samaṇabrāhmaṇā paccupaṭṭhātabbā—Ein ehrbarer Mensch sollte Asketen und Brahmanen als dem Scheitelpunkt auf fünf Arten dienen:

mettena kāyakammena mettena vacīkammena mettena manokammena anāvaṭadvāratāya āmisānuppadānena. Er handelt liebevoll mit dem Körper, der Sprache und dem Geist; er schickt sie nicht am Tor weg; und er versorgt sie mit dem Lebensnotwendigen.

Imehi kho, gahapatiputta, pañcahi ṭhānehi kulaputtena uparimā disā samaṇabrāhmaṇā paccupaṭṭhitā chahi ṭhānehi kulaputtaṁ anukampanti—Asketen und Brahmanen, denen ein ehrbarer Mensch auf diese fünf Arten dient, zeigen ihm ihre Anteilnahme auf sechs Arten:

pāpā nivārenti, kalyāṇe nivesenti, kalyāṇena manasā anukampanti, assutaṁ sāventi, sutaṁ pariyodāpenti, saggassa maggaṁ ācikkhanti. Sie halten ihn von schlechten Taten fern; sie unterstützen ihn bei guten Taten; sie denken mit Anteilnahme an ihn; sie lehren ihn, was er noch nicht gehört hat, und stellen klar, was er schon gehört hat; sie erklären den Weg in den Himmel.

Imehi kho, gahapatiputta, pañcahi ṭhānehi kulaputtena uparimā disā samaṇabrāhmaṇā paccupaṭṭhitā imehi chahi ṭhānehi kulaputtaṁ anukampanti. Asketen und Brahmanen, denen ein ehrbarer Mensch auf die genannten fünf Arten dient, zeigen ihm ihre Anteilnahme auf diese sechs Arten.

Evamassa esā uparimā disā paṭicchannā hoti khemā appaṭibhayā”ti. So ist der Scheitelpunkt abgedeckt, geschützt und frei von Gefahr.“

Idamavoca bhagavā. Das sagte der Buddha.

Idaṁ vatvāna sugato athāparaṁ etadavoca satthā: Und der Heilige, der Lehrer, fuhr fort:

“Mātāpitā disā pubbā, „Die Eltern sind der Osten,

ācariyā dakkhiṇā disā; die Lehrmeister der Süden,

Puttadārā disā pacchā, Frauen und Kinder der Westen,

mittāmaccā ca uttarā. Freunde und Kollegen der Norden,

Dāsakammakarā heṭṭhā, abhängige Diener und Arbeiter der Fußpunkt

uddhaṁ samaṇabrāhmaṇā; und Asketen und Brahmanen der Scheitelpunkt.

Etā disā namasseyya, Indem er diese Himmelsrichtungen verehrt,

alamatto kule gihī. tut ein Hausbesitzer genug für die Familie.

Paṇḍito sīlasampanno, Wer klug und tugendhaft ist,

saṇho ca paṭibhānavā; sanft und wortgewandt,

Nivātavutti atthaddho, bescheiden und gütig:

tādiso labhate yasaṁ. diese Art gewinnt Ruhm.

Uṭṭhānako analaso, Wer beflissen ist, nicht träge,

āpadāsu na vedhati; sich nicht an Mühe stört,

Acchinnavutti medhāvī, im Verhalten widerspruchsfrei, die Verständigen:

tādiso labhate yasaṁ. diese Art gewinnt Ruhm.

Saṅgāhako mittakaro, Die Gemeinschaftsbilder, die Freundschaften stiften,

vadaññū vītamaccharo; die freigiebig sind und ohne Geiz,

Netā vinetā anunetā, die anführen, schulen und überzeugen:

tādiso labhate yasaṁ. diese Art gewinnt Ruhm.

Dānañca peyyavajjañca, Geben und freundliche Worte,

atthacariyā ca yā idha; Fürsorglichkeit hier

Samānattatā ca dhammesu, und Gleichbehandlung bei weltlichen Dingen

tattha tattha yathārahaṁ; von Fall zu Fall, wie es angemessen ist;

Ete kho saṅgahā loke, diese Arten der Gemeinschaftsbildung in der Welt

rathassāṇīva yāyato. sind, wie wenn man bei einem Karren den Achsnagel einsetzt.

Ete ca saṅgahā nāssu, Gäbe es diese Arten der Gemeinschaftsbildung nicht,

na mātā puttakāraṇā; würden weder Mutter noch Vater

Labhetha mānaṁ pūjaṁ vā, geachtet und geehrt

pitā vā puttakāraṇā. für das, was sie für ihre Kinder getan haben.

Yasmā ca saṅgahā ete, Doch da es diese Arten der Gemeinschaftsbildung gibt,

sammapekkhanti paṇḍitā; werden sie von den Klugen geschätzt.

Tasmā mahattaṁ papponti, So erlangen sie Erhabenheit

pāsaṁsā ca bhavanti te”ti. und werden gepriesen.“

Evaṁ vutte, siṅgālako gahapatiputto bhagavantaṁ etadavoca: Daraufhin sagte der Hausbesitzersohn Sigālaka zum Buddha:

“abhikkantaṁ, bhante, abhikkantaṁ, bhante. „Vortrefflich, Herr! Vortrefflich!

Seyyathāpi, bhante, nikkujjitaṁ vā ukkujjeyya, paṭicchannaṁ vā vivareyya, mūḷhassa vā maggaṁ ācikkheyya, andhakāre vā telapajjotaṁ dhāreyya ‘cakkhumanto rūpāni dakkhantī’ti; evamevaṁ bhagavatā anekapariyāyena dhammo pakāsito. Als würde er das Umgestürzte aufrichten oder das Verborgene enthüllen oder den Verirrten den Weg weisen oder im Dunkeln ein Licht anzünden, sodass Menschen mit klaren Augen sehen könnten, was da ist, so hat der Buddha die Lehre auf vielerlei Weise klargemacht.

Esāhaṁ, bhante, bhagavantaṁ saraṇaṁ gacchāmi dhammañca bhikkhusaṅghañca. Ich nehme Zuflucht zum Buddha, zur Lehre und zum Saṅgha der Mönche und Nonnen.

Upāsakaṁ maṁ bhagavā dhāretu, ajjatagge pāṇupetaṁ saraṇaṁ gatan”ti. Von diesem Tag an soll der Buddha mich als Laienschüler in Erinnerung behalten, der für sein ganzes Leben Zuflucht genommen hat.“

Siṅgālasuttaṁ niṭṭhitaṁ aṭṭhamaṁ.
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