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Dīgha Nikāya 33 Lange Lehrreden 33

Saṅgītisutta Im Chor aufsagen

Evaṁ me sutaṁ—So habe ich es gehört:

ekaṁ samayaṁ bhagavā mallesu cārikaṁ caramāno mahatā bhikkhusaṅghena saddhiṁ pañcamattehi bhikkhusatehi yena pāvā nāma mallānaṁ nagaraṁ tadavasari. Einmal wanderte der Buddha im Land der Maller mit einem großen Saṅgha von fünfhundert Mönchen und Nonnen. Da kam er zu einer mallischen Stadt namens Pāvā.

Tatra sudaṁ bhagavā pāvāyaṁ viharati cundassa kammāraputtassa ambavane. Dort hielt er sich im Mangowäldchen Cundas des Schmieds auf.

Tena kho pana samayena pāveyyakānaṁ mallānaṁ ubbhatakaṁ nāma navaṁ sandhāgāraṁ acirakāritaṁ hoti anajjhāvuṭṭhaṁ samaṇena vā brāhmaṇena vā kenaci vā manussabhūtena. Nun war da gerade kürzlich für die Maller von Pāvā eine neue Ratshalle mit Namen Ubbhaṭaka erbaut worden. Bisher war sie noch von keinem Asketen oder Brahmanen oder von irgendeinem menschlichen Wesen benutzt worden.

Assosuṁ kho pāveyyakā mallā: “bhagavā kira mallesu cārikaṁ caramāno mahatā bhikkhusaṅghena saddhiṁ pañcamattehi bhikkhusatehi pāvaṁ anuppatto pāvāyaṁ viharati cundassa kammāraputtassa ambavane”ti. Die Maller von Pāvā hörten nun, dass der Buddha angekommen war und sich in Cundas Mangowäldchen aufhielt.

Atha kho pāveyyakā mallā yena bhagavā tenupasaṅkamiṁsu; upasaṅkamitvā bhagavantaṁ abhivādetvā ekamantaṁ nisīdiṁsu. Ekamantaṁ nisinnā kho pāveyyakā mallā bhagavantaṁ etadavocuṁ: Da gingen sie zum Buddha, verbeugten sich, setzten sich zur Seite hin und sagten zu ihm:

“idha, bhante, pāveyyakānaṁ mallānaṁ ubbhatakaṁ nāma navaṁ sandhāgāraṁ acirakāritaṁ hoti anajjhāvuṭṭhaṁ samaṇena vā brāhmaṇena vā kenaci vā manussabhūtena. „Herr, kürzlich wurde für die Maller von Pāvā eine neue Ratshalle mit Namen Ubbhaṭaka erbaut. Sie ist noch von keinem Asketen oder Brahmanen oder von irgendeinem menschlichen Wesen benutzt worden.

Tañca kho, bhante, bhagavā paṭhamaṁ paribhuñjatu, bhagavatā paṭhamaṁ paribhuttaṁ pacchā pāveyyakā mallā paribhuñjissanti. Der Buddha möchte der Erste sein, der sie benutzt, und erst danach wollen die Maller von Pāvā sie benutzen.

Tadassa pāveyyakānaṁ mallānaṁ dīgharattaṁ hitāya sukhāyā”ti. Das wäre zum langanhaltenden Nutzen und Glück der Maller von Pāvā.“

Adhivāsesi kho bhagavā tuṇhībhāvena. Der Buddha schwieg zum Zeichen der Zustimmung.

Atha kho pāveyyakā mallā bhagavato adhivāsanaṁ viditvā uṭṭhāyāsanā bhagavantaṁ abhivādetvā padakkhiṇaṁ katvā yena sandhāgāraṁ tenupasaṅkamiṁsu; upasaṅkamitvā sabbasanthariṁ sandhāgāraṁ santharitvā bhagavato āsanāni paññāpetvā udakamaṇikaṁ patiṭṭhapetvā telapadīpaṁ āropetvā yena bhagavā tenupasaṅkamiṁsu; Da erhoben sich, als sie die Zustimmung des Buddha erkannt hatten, die Maller von ihren Sitzen, verbeugten sich und umrundeten den Buddha respektvoll, die rechte Seite ihm zugewandt. Dann gingen sie zu ihrer neuen Ratshalle, breiteten überall Teppiche aus, richteten Sitze her, brachten einen Krug mit Wasser und stellten eine Öllampe auf. Dann gingen sie zum Buddha zurück,

upasaṅkamitvā bhagavantaṁ abhivādetvā ekamantaṁ aṭṭhaṁsu. verbeugten sich, stellten sich zur Seite hin,

Ekamantaṁ ṭhitā kho te pāveyyakā mallā bhagavantaṁ etadavocuṁ: berichteten über ihre Vorbereitungen

“sabbasantharisanthataṁ, bhante, sandhāgāraṁ, bhagavato āsanāni paññattāni, udakamaṇiko patiṭṭhāpito, telapadīpo āropito. und sagten:

Yassadāni, bhante, bhagavā kālaṁ maññatī”ti. „Bitte, Herr, komm nach deinem Belieben.“

Atha kho bhagavā nivāsetvā pattacīvaramādāya saddhiṁ bhikkhusaṅghena yena sandhāgāraṁ tenupasaṅkami; upasaṅkamitvā pāde pakkhāletvā sandhāgāraṁ pavisitvā majjhimaṁ thambhaṁ nissāya puratthābhimukho nisīdi. Da kleidete der Buddha sich an, nahm Schale und Robe und ging zusammen mit dem Saṅgha der Mönche und Nonnen zu der neuen Ratshalle. Er wusch seine Füße, betrat die Ratshalle und setzte sich gegen den Mittelpfeiler mit Blick nach Osten.

Bhikkhusaṅghopi kho pāde pakkhāletvā sandhāgāraṁ pavisitvā pacchimaṁ bhittiṁ nissāya puratthābhimukho nisīdi bhagavantaṁyeva purakkhatvā. Auch der Saṅgha der Mönche und Nonnen wusch seine Füße, betrat die Ratshalle und setzte sich gegen die westliche Wand mit Blick nach Osten, sodass der Buddha vor ihnen saß.

Pāveyyakāpi kho mallā pāde pakkhāletvā sandhāgāraṁ pavisitvā puratthimaṁ bhittiṁ nissāya pacchimābhimukhā nisīdiṁsu bhagavantaṁyeva purakkhatvā. Auch die Maller von Pāvā wuschen ihre Füße, betraten die Ratshalle und setzten sich gegen die östliche Wand mit Blick nach Westen, sodass der Buddha vor ihnen saß.

Atha kho bhagavā pāveyyake malle bahudeva rattiṁ dhammiyā kathāya sandassetvā samādapetvā samuttejetvā sampahaṁsetvā uyyojesi: Einen großen Teil der Nacht verbrachte der Buddha damit, die Maller mit einem Dhammavortrag anzuleiten, zu ermuntern, zu begeistern und anzuregen. Dann entließ er sie mit den Worten:

“abhikkantā kho, vāseṭṭhā, ratti. „Die Nacht ist fortgeschritten, Vāseṭṭher.

Yassadāni tumhe kālaṁ maññathā”ti. Bitte geht nach eurem Belieben.“

“Evaṁ, bhante”ti kho pāveyyakā mallā bhagavato paṭissutvā uṭṭhāyāsanā bhagavantaṁ abhivādetvā padakkhiṇaṁ katvā pakkamiṁsu. „Ja, Herr“, antworteten die Maller. Sie erhoben sich von ihren Sitzen, verbeugten sich, umrundeten den Buddha respektvoll, die rechte Seite ihm zugewandt, und gingen.

Atha kho bhagavā acirapakkantesu pāveyyakesu mallesu tuṇhībhūtaṁ tuṇhībhūtaṁ bhikkhusaṅghaṁ anuviloketvā āyasmantaṁ sāriputtaṁ āmantesi: Als sie gegangen waren, blickte der Buddha über den völlig stillen Saṅgha der Mönche und Nonnen und wandte sich an den Ehrwürdigen Sāriputta:

“vigatathinamiddho kho, sāriputta, bhikkhusaṅgho. „Sāriputta, da ist keine Dumpfheit oder Benommenheit im Saṅgha der Mönche und Nonnen.

Paṭibhātu taṁ, sāriputta, bhikkhūnaṁ dhammīkathā. Halte einen Dhammavortrag für sie, wie es dir einfällt.

Piṭṭhi me āgilāyati. Mein Rücken schmerzt,

Tamahaṁ āyamissāmī”ti. ich will ihn ausstrecken.“

“Evaṁ, bhante”ti kho āyasmā sāriputto bhagavato paccassosi. „Ja, Herr“, entgegnete Sāriputta.

Atha kho bhagavā catugguṇaṁ saṅghāṭiṁ paññāpetvā dakkhiṇena passena sīhaseyyaṁ kappesi pāde pādaṁ accādhāya, sato sampajāno uṭṭhānasaññaṁ manasi karitvā. Da faltete der Buddha seine äußere Robe vierfach, breitete sie aus und legte sich in der Haltung des Löwen nieder – auf die rechte Seite, einen Fuß auf den anderen gelegt – achtsam und der Situation bewusst, den Geist auf die Zeit des Aufstehens gerichtet.

Tena kho pana samayena nigaṇṭho nāṭaputto pāvāyaṁ adhunākālaṅkato hoti. Nun war da gerade kürzlich der Jaina-Asket aus dem Stamm Ñātika in Pāvā verstorben.

Tassa kālaṅkiriyāya bhinnā nigaṇṭhā dvedhikajātā bhaṇḍanajātā kalahajātā vivādāpannā aññamaññaṁ mukhasattīhi vitudantā viharanti: Nach seinem Tod gab es eine Spaltung unter den Jaina-Asketen, es bildeten sich zwei Splittergruppen, die zankten, stritten und aneinander gerieten und einander fortwährend mit scharfen Worten verletzten:

“na tvaṁ imaṁ dhammavinayaṁ ājānāsi, ahaṁ imaṁ dhammavinayaṁ ājānāmi, kiṁ tvaṁ imaṁ dhammavinayaṁ ājānissasi. Micchāpaṭipanno tvamasi, ahamasmi sammāpaṭipanno. Sahitaṁ me, asahitaṁ te. Purevacanīyaṁ pacchā avaca, pacchāvacanīyaṁ pure avaca. Adhiciṇṇaṁ te viparāvattaṁ, āropito te vādo, niggahito tvamasi, cara vādappamokkhāya, nibbeṭhehi vā sace pahosī”ti. „Du verstehst diese Lehre und Schulung nicht. Ich verstehe diese Lehre und Schulung. Was, du verstehst diese Lehre und Schulung? Du übst falsch. Ich übe richtig. Ich bleibe beim Thema, du nicht. Was zuerst gesagt werden soll, hast du zuletzt gesagt. Was zuletzt gesagt werden soll, hast du zuerst gesagt. Was du dir so gut ausgedacht hast, ist entkräftet. Deine Doktrin ist widerlegt. Auf, rette deine Doktrin! Du steckst in der Falle; befreie dich daraus – wenn du kannst!“

Vadhoyeva kho maññe nigaṇṭhesu nāṭaputtiyesu vattati. Man konnte glauben, unter den Jaina-Asketen gebe es nur Gemetzel.

Yepi nigaṇṭhassa nāṭaputtassa sāvakā gihī odātavasanā, tepi nigaṇṭhesu nāṭaputtiyesu nibbinnarūpā virattarūpā paṭivānarūpā, yathā taṁ durakkhāte dhammavinaye duppavedite aniyyānike anupasamasaṁvattanike asammāsambuddhappavedite bhinnathūpe appaṭisaraṇe. Und die weiß gekleideten Laienschüler des Jainas Ñātika waren ernüchtert, schockiert und enttäuscht von den Jaina-Asketen. Und ebenso waren sie von einer Lehre und Schulung enttäuscht, die so schlecht erklärt und vorgelegt war, die nicht mündig machte, nicht zum Frieden führte, nicht von einem vollkommen erwachten Buddha verkündet war; ihr Denkmal war zerbrochen, und sie hatten keine Zuflucht.

Atha kho āyasmā sāriputto bhikkhū āmantesi: Da berichtete Sāriputta den Mönchen und Nonnen über diese Vorgänge. Und er fuhr fort:

“nigaṇṭho, āvuso, nāṭaputto pāvāyaṁ adhunākālaṅkato,

tassa kālaṅkiriyāya bhinnā nigaṇṭhā dvedhikajātā …pe… bhinnathūpe appaṭisaraṇe.

Evañhetaṁ, āvuso, hoti durakkhāte dhammavinaye duppavedite aniyyānike anupasamasaṁvattanike asammāsambuddhappavedite. „Das, Geehrte, geschieht, wenn eine Lehre und Schulung schlecht erklärt und vorgelegt ist, wenn sie nicht mündig macht, nicht zum Frieden führt, nicht von einem vollkommen erwachten Buddha verkündet ist.

Ayaṁ kho panāvuso, amhākaṁ bhagavatā dhammo svākkhāto suppavedito niyyāniko upasamasaṁvattaniko sammāsambuddhappavedito. Aber diese Lehre ist uns vom Gesegneten gut erklärt und vorgelegt worden, sie macht mündig, führt zum Frieden, ist von einem vollkommen erwachten Buddha verkündet.

Tattha sabbeheva saṅgāyitabbaṁ, na vivaditabbaṁ, yathayidaṁ brahmacariyaṁ addhaniyaṁ assa ciraṭṭhitikaṁ, tadassa bahujanahitāya bahujanasukhāya lokānukampāya atthāya hitāya sukhāya devamanussānaṁ. Ihr sollt sie alle im Chor aufsagen, ohne zu streiten, sodass dieser geistliche Pfad lange Zeit bestehen bleibt – zum Nutzen und Glück vieler Menschen, aus Anteilnahme für die Welt, zum Segen, Nutzen und Glück von Göttern und Menschen.

Katamo cāvuso, amhākaṁ bhagavatā dhammo svākkhāto suppavedito niyyāniko upasamasaṁvattaniko sammāsambuddhappavedito; Und was ist diese Lehre?

yattha sabbeheva saṅgāyitabbaṁ, na vivaditabbaṁ, yathayidaṁ brahmacariyaṁ addhaniyaṁ assa ciraṭṭhitikaṁ, tadassa bahujanahitāya bahujanasukhāya lokānukampāya atthāya hitāya sukhāya devamanussānaṁ?

1. Ekaka 1. Einer

Atthi kho, āvuso, tena bhagavatā jānatā passatā arahatā sammāsambuddhena eko dhammo sammadakkhāto. Da sind einzeln angeordnete Lehren, die vom Gesegneten richtig erklärt wurden, ihm, der erkennt und sieht, dem Vollendeten, dem vollkommen erwachten Buddha.

Tattha sabbeheva saṅgāyitabbaṁ, na vivaditabbaṁ, yathayidaṁ brahmacariyaṁ addhaniyaṁ assa ciraṭṭhitikaṁ, tadassa bahujanahitāya bahujanasukhāya lokānukampāya atthāya hitāya sukhāya devamanussānaṁ. Ihr sollt sie alle im Chor aufsagen, ohne zu streiten, sodass dieser geistliche Pfad lange Zeit bestehen bleibt – zum Nutzen und Glück vieler Menschen, aus Anteilnahme für die Welt, zum Segen, Nutzen und Glück von Göttern und Menschen.

Katamo eko dhammo? Welches sind die einzeln angeordneten Lehren?

Sabbe sattā āhāraṭṭhitikā. Alle Lebewesen werden durch Nahrung erhalten.

Sabbe sattā saṅkhāraṭṭhitikā. Alle Lebewesen werden durch Bedingungen erhalten.

Ayaṁ kho, āvuso, tena bhagavatā jānatā passatā arahatā sammāsambuddhena eko dhammo sammadakkhāto. Das sind die einzeln angeordneten Lehren, die vom Gesegneten richtig erklärt wurden, ihm, der erkennt und sieht, dem Vollendeten, dem vollkommen erwachten Buddha.

Tattha sabbeheva saṅgāyitabbaṁ, na vivaditabbaṁ, yathayidaṁ brahmacariyaṁ addhaniyaṁ assa ciraṭṭhitikaṁ, tadassa bahujanahitāya bahujanasukhāya lokānukampāya atthāya hitāya sukhāya devamanussānaṁ. Ihr sollt sie alle im Chor aufsagen, ohne zu streiten, sodass dieser geistliche Pfad lange Zeit bestehen bleibt – zum Nutzen und Glück vieler Menschen, aus Anteilnahme für die Welt, zum Segen, Nutzen und Glück von Göttern und Menschen.

2. Duka 2. Zweier

Atthi kho, āvuso, tena bhagavatā jānatā passatā arahatā sammāsambuddhena dve dhammā sammadakkhātā. Da sind zu Zweiergruppen zusammengestellte Lehren, die vom Buddha richtig erklärt wurden.

Tattha sabbeheva saṅgāyitabbaṁ, na vivaditabbaṁ, yathayidaṁ brahmacariyaṁ addhaniyaṁ assa ciraṭṭhitikaṁ, tadassa bahujanahitāya bahujanasukhāya lokānukampāya atthāya hitāya sukhāya devamanussānaṁ. Ihr sollt sie alle im Chor aufsagen.

Katame dve? Welches sind die Lehren, die zu Zweiergruppen zusammengestellt sind?

Nāmañca rūpañca. Name und Form.

Avijjā ca bhavataṇhā ca. Unwissenheit und Verlangen nach fortgesetztem Dasein.

Bhavadiṭṭhi ca vibhavadiṭṭhi ca. Ansichten, die die Fortsetzung des Daseins begünstigen, und Ansichten, die das Beenden des Daseins begünstigen.

Ahirikañca anottappañca. Gewissenlosigkeit und Unbesonnenheit.

Hirī ca ottappañca. Gewissen und Besonnenheit.

Dovacassatā ca pāpamittatā ca. Man ist schwer zu ermahnen und man hat schlechte Freunde.

Sovacassatā ca kalyāṇamittatā ca. Man ist leicht zu ermahnen und man hat gute Freunde.

Āpattikusalatā ca āpattivuṭṭhānakusalatā ca. Man ist bewandert in den Verstößen und im Beilegen von Verstößen.

Samāpattikusalatā ca samāpattivuṭṭhānakusalatā ca. Fertigkeit im Erreichen erhabener Meditationszustände und Fertigkeit im Heraustreten aus diesen Zuständen.

Dhātukusalatā ca manasikārakusalatā ca. Man ist bewandert in den Elementen und bewandert im Gebrauch des Geistes.

Āyatanakusalatā ca paṭiccasamuppādakusalatā ca. Man ist bewandert in den Sinnesfeldern und bewandert im abhängigen Entstehen.

Ṭhānakusalatā ca aṭṭhānakusalatā ca. Man ist bewandert darin, was möglich und was unmöglich ist.

Ajjavañca lajjavañca. Aufrichtigkeit und Pflichtbewusstsein.

Khanti ca soraccañca. Geduld und Sanftmut.

Sākhalyañca paṭisanthāro ca. Freundlichkeit und Gastfreundschaft.

Avihiṁsā ca soceyyañca. Mildherzigkeit und Reinheit.

Muṭṭhassaccañca asampajaññañca. Mangel an Achtsamkeit und Situationsbewusstsein.

Sati ca sampajaññañca. Achtsamkeit und Situationsbewusstsein.

Indriyesu aguttadvāratā ca bhojane amattaññutā ca. Die Tore der Sinne nicht bewachen und ohne Maß essen.

Indriyesu guttadvāratā ca bhojane mattaññutā ca. Die Tore der Sinne bewachen und Maßhalten beim Essen.

Paṭisaṅkhānabalañca bhāvanābalañca. Die Kraft des Nachdenkens und die Kraft des Entwickelns.

Satibalañca samādhibalañca. Die Kraft der Achtsamkeit und die Kraft der Versenkung.

Samatho ca vipassanā ca. Sammlung und Klarsicht.

Samathanimittañca paggahanimittañca. Die Basis der Sammlung und die Basis der Anstrengung.

Paggaho ca avikkhepo ca. Sich anstrengen und nicht zerstreut sein.

Sīlavipatti ca diṭṭhivipatti ca. Fehltritte im sittlichen Verhalten und Fehltritte in der Ansicht.

Sīlasampadā ca diṭṭhisampadā ca. Vervollkommnung des sittlichen Verhaltens und Vervollkommnung der Ansicht.

Sīlavisuddhi ca diṭṭhivisuddhi ca. Läuterung des sittlichen Verhaltens und Läuterung der Ansicht.

Diṭṭhivisuddhi kho pana yathā diṭṭhissa ca padhānaṁ. Läuterung der Ansicht und Bemühen im Einklang mit dieser Ansicht.

Saṁvego ca saṁvejanīyesu ṭhānesu saṁviggassa ca yoniso padhānaṁ. Von ergreifenden Orten ergriffen sein und sich gründlich bemühen, wenn man ergriffen ist.

Asantuṭṭhitā ca kusalesu dhammesu appaṭivānitā ca padhānasmiṁ. Sich niemals mit den tauglichen Eigenschaften zufriedengeben und niemals aufgeben.

Vijjā ca vimutti ca. Wissen und Freiheit.

Khayeñāṇaṁ anuppādeñāṇaṁ. Erkennen der Auflösung und Erkennen des Nicht-Entstehens.

Ime kho, āvuso, tena bhagavatā jānatā passatā arahatā sammāsambuddhena dve dhammā sammadakkhātā. Das sind die Lehren, die zu Zweiergruppen zusammengestellt sind, die vom Buddha richtig erklärt wurden.

Tattha sabbeheva saṅgāyitabbaṁ, na vivaditabbaṁ, yathayidaṁ brahmacariyaṁ addhaniyaṁ assa ciraṭṭhitikaṁ, tadassa bahujanahitāya bahujanasukhāya lokānukampāya atthāya hitāya sukhāya devamanussānaṁ. Ihr sollt sie alle im Chor aufsagen.

3. Tika 3. Dreier

Atthi kho, āvuso, tena bhagavatā jānatā passatā arahatā sammāsambuddhena tayo dhammā sammadakkhātā. Da sind zu Dreiergruppen zusammengestellte Lehren, die vom Buddha richtig erklärt wurden.

Tattha sabbeheva saṅgāyitabbaṁ …pe… atthāya hitāya sukhāya devamanussānaṁ. Ihr sollt sie alle im Chor aufsagen.

Katame tayo? Welches sind die Lehren, die zu Dreiergruppen zusammengestellt sind?

Tīṇi akusalamūlāni—Drei Wurzeln des Untauglichen:

lobho akusalamūlaṁ, doso akusalamūlaṁ, moho akusalamūlaṁ. Gier, Hass und Täuschung.

Tīṇi kusalamūlāni—Drei Wurzeln des Tauglichen:

alobho kusalamūlaṁ, adoso kusalamūlaṁ, amoho kusalamūlaṁ. Zufriedenheit, Liebe und richtiges Verstehen.

Tīṇi duccaritāni—Drei Arten von schlechtem Verhalten:

kāyaduccaritaṁ, vacīduccaritaṁ, manoduccaritaṁ. mit dem Körper, der Sprache und dem Geist.

Tīṇi sucaritāni—Drei Arten von gutem Verhalten:

kāyasucaritaṁ, vacīsucaritaṁ, manosucaritaṁ. mit dem Körper, der Sprache und dem Geist.

Tayo akusalavitakkā—Drei untaugliche Gedanken:

kāmavitakko, byāpādavitakko, vihiṁsāvitakko. sinnliche, böswillige und grausame Gedanken.

Tayo kusalavitakkā—Drei taugliche Gedanken:

nekkhammavitakko, abyāpādavitakko, avihiṁsāvitakko. entsagende, wohlwollende und mildherzige Gedanken.

Tayo akusalasaṅkappā—Drei untaugliche Absichten:

kāmasaṅkappo, byāpādasaṅkappo, vihiṁsāsaṅkappo. sinnliche, böswillige und grausame Absichten.

Tayo kusalasaṅkappā—Drei taugliche Absichten:

nekkhammasaṅkappo, abyāpādasaṅkappo, avihiṁsāsaṅkappo. entsagende, wohlwollende und mildherzige Absichten.

Tisso akusalasaññā—Drei untaugliche Wahrnehmungen:

kāmasaññā, byāpādasaññā, vihiṁsāsaññā. sinnliche, böswillige und grausame Wahrnehmungen.

Tisso kusalasaññā—Drei taugliche Wahrnehmungen:

nekkhammasaññā, abyāpādasaññā, avihiṁsāsaññā. entsagende, wohlwollende und mildherzige Wahrnehmungen.

Tisso akusaladhātuyo—Drei untaugliche Elemente:

kāmadhātu, byāpādadhātu, vihiṁsādhātu. das Element der Sinnlichkeit, das Element des bösen Willens und das Element der Grausamkeit.

Tisso kusaladhātuyo—Drei taugliche Elemente:

nekkhammadhātu, abyāpādadhātu, avihiṁsādhātu. das Element der Entsagung, das Element des Wohlwollens und das Element der Mildherzigkeit.

Aparāpi tisso dhātuyo—Weitere drei Elemente:

kāmadhātu, rūpadhātu, arūpadhātu. das Element der Sinnlichkeit, das Element der Form und das Element der Formlosigkeit.

Aparāpi tisso dhātuyo—Weitere drei Elemente:

rūpadhātu, arūpadhātu, nirodhadhātu. das Element der Form, das Element der Formlosigkeit und das Element des Aufhörens.

Aparāpi tisso dhātuyo—Weitere drei Elemente:

hīnadhātu, majjhimadhātu, paṇītadhātu. das geringe, das mittlere und das hochstehende Element.

Tisso taṇhā—Drei Arten des Verlangens:

kāmataṇhā, bhavataṇhā, vibhavataṇhā. nach Sinnenfreuden, danach, das Dasein fortzusetzen, und danach, das Dasein zu beenden.

Aparāpi tisso taṇhā—Weitere drei Arten des Verlangens:

kāmataṇhā, rūpataṇhā, arūpataṇhā. nach Sinnlichkeit, Form und Formlosigkeit.

Aparāpi tisso taṇhā—Weitere drei Arten des Verlangens:

rūpataṇhā, arūpataṇhā, nirodhataṇhā. nach Form, Formlosigkeit und Aufhören.

Tīṇi saṁyojanāni—Drei Fesseln:

sakkāyadiṭṭhi, vicikicchā, sīlabbataparāmāso. Substanzialistische Ansicht, Zweifel und falsches Verständnis von Regeln und Gelübden.

Tayo āsavā—Drei Befleckungen:

kāmāsavo, bhavāsavo, avijjāsavo. Sinnlichkeit, Wunsch nach fortgesetztem Dasein und Unwissenheit.

Tayo bhavā—Drei Bereiche des Daseins:

kāmabhavo, rūpabhavo, arūpabhavo. der Bereich der Sinne, der Bereich der leuchtenden Form und der formlose Bereich.

Tisso esanā—Drei Arten der Suche:

kāmesanā, bhavesanā, brahmacariyesanā. Suche nach Sinnenfreuden, nach fortgesetztem Dasein und nach einem geistlichen Pfad.

Tisso vidhā—Drei Arten der Unterscheidung:

seyyohamasmīti vidhā, sadisohamasmīti vidhā, hīnohamasmīti vidhā. ‚Ich bin besser‘, ‚ich bin gleich‘ und ‚ich bin schlechter‘.

Tayo addhā—Drei Zeiträume:

atīto addhā, anāgato addhā, paccuppanno addhā. Vergangenheit, Zukunft und Gegenwart.

Tayo antā—Drei Extreme:

sakkāyo anto, sakkāyasamudayo anto, sakkāyanirodho anto. Substanzielle Wirklichkeit, der Ursprung substanzieller Wirklichkeit und das Aufhören substanzieller Wirklichkeit.

Tisso vedanā—Drei Gefühle:

sukhā vedanā, dukkhā vedanā, adukkhamasukhā vedanā. Glück, Schmerz, weder Schmerz noch Glück.

Tisso dukkhatā—Drei Arten des Leidens:

dukkhadukkhatā, saṅkhāradukkhatā, vipariṇāmadukkhatā. das Leiden, das im Schmerz liegt, das Leiden, das im Bedingtsein liegt, und das Leiden, das im Zugrundegehen liegt.

Tayo rāsī—Drei Haufen:

micchattaniyato rāsi, sammattaniyato rāsi, aniyato rāsi. der Haufen, der auf den falschen Weg festgelegt ist, der Haufen, der auf den richtigen Weg festgelegt ist, und der Haufen, der nicht festgelegt ist.

Tayo tamā—Drei Dunkelheiten:

atītaṁ vā addhānaṁ ārabbha kaṅkhati vicikicchati nādhimuccati na sampasīdati, anāgataṁ vā addhānaṁ ārabbha kaṅkhati vicikicchati nādhimuccati na sampasīdati, etarahi vā paccuppannaṁ addhānaṁ ārabbha kaṅkhati vicikicchati nādhimuccati na sampasīdati. Man hat Zweifel, ist unsicher, unentschlossen und mutlos bezüglich Vergangenheit, Zukunft und Gegenwart.

Tīṇi tathāgatassa arakkheyyāni—Drei Bereiche, in denen ein Klargewordener nichts zu verbergen hat:

parisuddhakāyasamācāro āvuso tathāgato, natthi tathāgatassa kāyaduccaritaṁ, yaṁ tathāgato rakkheyya: Das Verhalten des Klargewordenen mit dem Körper, der Sprache und dem Geist ist rein. Es gibt kein Fehlverhalten mit dem Körper, der Sprache oder dem Geist, das er zu verbergen hätte in dem Gedanken:

‘mā me idaṁ paro aññāsī’ti. ‚Dass andere das nicht über mich herausfinden!‘

Parisuddhavacīsamācāro āvuso, tathāgato, natthi tathāgatassa vacīduccaritaṁ, yaṁ tathāgato rakkheyya:

‘mā me idaṁ paro aññāsī’ti.

Parisuddhamanosamācāro, āvuso, tathāgato, natthi tathāgatassa manoduccaritaṁ yaṁ tathāgato rakkheyya:

‘mā me idaṁ paro aññāsī’ti.

Tayo kiñcanā—Drei Besitztümer:

rāgo kiñcanaṁ, doso kiñcanaṁ, moho kiñcanaṁ. Gier, Hass und Täuschung.

Tayo aggī—Drei Feuer:

rāgaggi, dosaggi, mohaggi. Das Feuer der Gier, des Hasses und der Täuschung.

Aparepi tayo aggī—Weitere drei Feuer:

āhuneyyaggi, gahapataggi, dakkhiṇeyyaggi. Ein Feuer für die, die einer den Göttern gewidmeten Gabe würdig sind, ein Feuer für Hausbesitzer und ein Feuer für die, die einer religiösen Gabe würdig sind.

Tividhena rūpasaṅgaho—Eine dreifache Einteilung der Materie:

sanidassanasappaṭighaṁ rūpaṁ, anidassanasappaṭighaṁ rūpaṁ, anidassanaappaṭighaṁ rūpaṁ. sichtbar und Widerstand bietend, unsichtbar und Widerstand bietend und unsichtbar und keinen Widerstand bietend.

Tayo saṅkhārā—Drei Willensbildungsprozesse:

puññābhisaṅkhāro, apuññābhisaṅkhāro, āneñjābhisaṅkhāro. gute Willensbildung, schlechte Willensbildung und unbewegte Willensbildung.

Tayo puggalā—Drei Menschen:

sekkho puggalo, asekkho puggalo, nevasekkho nāsekkho puggalo. ein in Schulung Befindlicher, ein der Schulung Entwachsener und jemand, der weder in Schulung noch der Schulung entwachsen ist.

Tayo therā—Drei Älteste:

jātithero, dhammathero, sammutithero. die Älteste nach der Geburt, die Älteste nach der Lehre und die Älteste nach Sitte und Gebrauch.

Tīṇi puññakiriyavatthūni—Drei Grundlagen für das Schaffen von Verdienst:

dānamayaṁ puññakiriyavatthu, sīlamayaṁ puññakiriyavatthu, bhāvanāmayaṁ puññakiriyavatthu. Geben, sittliches Verhalten und Meditation sind Grundlagen für das Schaffen von Verdienst.

Tīṇi codanāvatthūni—Drei Grundlagen für Anklagen:

diṭṭhena, sutena, parisaṅkāya. was man gesehen, gehört und vermutet hat.

Tisso kāmūpapattiyo—Drei sinnliche Wiedergeburten:

santāvuso sattā paccupaṭṭhitakāmā, te paccupaṭṭhitesu kāmesu vasaṁ vattenti, seyyathāpi manussā ekacce ca devā ekacce ca vinipātikā. Es gibt Lebewesen, die begehren, was da ist. Sie geraten in den Bann von gegenwärtig erschienenen Sinnenfreuden. Das sind Menschen, manche Götter und manche Wesen in der Unterwelt.

Ayaṁ paṭhamā kāmūpapatti. Das ist die erste sinnliche Wiedergeburt.

Santāvuso, sattā nimmitakāmā, te nimminitvā nimminitvā kāmesu vasaṁ vattenti, seyyathāpi devā nimmānaratī. Es gibt Lebewesen, die begehren, etwas zu ersinnen. Nachdem sie viel ersonnen haben, geraten sie in den Bann von Sinnenfreuden. Das sind die Götter, die das Ersinnen lieben.

Ayaṁ dutiyā kāmūpapatti. Das ist die zweite sinnliche Wiedergeburt.

Santāvuso sattā paranimmitakāmā, te paranimmitesu kāmesu vasaṁ vattenti, seyyathāpi devā paranimmitavasavattī. Es gibt Lebewesen, die begehren, was andere ersinnen. Sie geraten in den Bann von Sinnenfreuden, die von anderen ersonnen werden. Das sind die Götter, die über das herrschen, was andere ersinnen.

Ayaṁ tatiyā kāmūpapatti. Das ist die dritte sinnliche Wiedergeburt.

Tisso sukhūpapattiyo—Drei glückliche Wiedergeburten:

santāvuso sattā uppādetvā uppādetvā sukhaṁ viharanti, seyyathāpi devā brahmakāyikā. Es gibt Lebewesen, die im Glück leben, nachdem sie wieder und wieder die Voraussetzungen dafür geschaffen haben. Das sind die Götter aus Brahmās Gefolge.

Ayaṁ paṭhamā sukhūpapatti. Das ist die erste glückliche Wiedergeburt.

Santāvuso, sattā sukhena abhisannā parisannā paripūrā paripphuṭā. Es gibt Lebewesen, die sind getränkt, durchdrungen, angefüllt und vollgesogen mit Glück.

Te kadāci karahaci udānaṁ udānenti: Dann und wann rufen sie innig aus:

‘aho sukhaṁ, aho sukhan’ti, seyyathāpi devā ābhassarā. ‚Oh welche Seligkeit! Oh welche Seligkeit!‘ Das sind die Götter von strahlendem Glanz.

Ayaṁ dutiyā sukhūpapatti. Das ist die zweite glückliche Wiedergeburt.

Santāvuso, sattā sukhena abhisannā parisannā paripūrā paripphuṭā. Es gibt Lebewesen, die sind getränkt, durchdrungen, angefüllt und vollgesogen mit Glück.

Te santaṁyeva tusitā sukhaṁ paṭisaṁvedenti, seyyathāpi devā subhakiṇhā. Da sie wahrhaft zufrieden sind, erfahren sie Glück. Das sind die Götter von allumfassender Schönheit.

Ayaṁ tatiyā sukhūpapatti. Das ist die dritte glückliche Wiedergeburt.

Tisso paññā—Drei Arten von Weisheit:

sekkhā paññā, asekkhā paññā, nevasekkhānāsekkhā paññā. die Weisheit eines in Schulung Befindlichen, die Weisheit eines der Schulung Entwachsenen und die Weisheit von jemandem, der weder in Schulung noch der Schulung entwachsen ist.

Aparāpi tisso paññā—Weitere drei Arten von Weisheit:

cintāmayā paññā, sutamayā paññā, bhāvanāmayā paññā. Weisheit, die durch Denken, durch Lernen oder durch Meditation hervorgebracht wurde.

Tīṇāvudhāni—Drei Waffen:

sutāvudhaṁ, pavivekāvudhaṁ, paññāvudhaṁ. Lernen, Abgeschiedenheit und Weisheit.

Tīṇindriyāni—Drei Fähigkeiten:

anaññātaññassāmītindriyaṁ, aññindriyaṁ, aññātāvindriyaṁ. die Fähigkeit, zu erkennen, dass die eigene Erleuchtung bevorsteht, die Fähigkeit der Erleuchtung und die Fähigkeit eines erleuchteten Menschen.

Tīṇi cakkhūni—Drei Augen:

maṁsacakkhu, dibbacakkhu, paññācakkhu. das fleischliche Auge, das hellsichtige Auge und das Auge der Weisheit.

Tisso sikkhā—Drei Schulungen:

adhisīlasikkhā, adhicittasikkhā, adhipaññāsikkhā. in höherer Sittlichkeit,höherem Geist und höherer Weisheit.

Tisso bhāvanā—Drei Arten von Entwicklung:

kāyabhāvanā, cittabhāvanā, paññābhāvanā. Entwicklung von körperlichem Durchhaltevermögen, Entwicklung des Geistes und Entwicklung von Weisheit.

Tīṇi anuttariyāni—Drei unübertreffliche Dinge:

dassanānuttariyaṁ, paṭipadānuttariyaṁ, vimuttānuttariyaṁ. unübertreffliches Sehen, unübertreffliches Üben und unübertreffliche Freiheit.

Tayo samādhī—Drei Arten der Versenkung:

savitakkasavicāro samādhi, avitakkavicāramatto samādhi, avitakkaavicāro samādhi. Versenkung, in der man den Geist ausrichtet und hält; Versenkung, in der man den Geist nicht ausrichtet, sondern nur hält; Versenkung, ohne dass man den Geist ausrichtet oder hält.

Aparepi tayo samādhī—Weitere drei Arten der Versenkung:

suññato samādhi, animitto samādhi, appaṇihito samādhi. Versenkung in Leerheit, merkmalslose Versenkung und ungerichtete Versenkung.

Tīṇi soceyyāni—Drei Arten von Reinheit:

kāyasoceyyaṁ, vacīsoceyyaṁ, manosoceyyaṁ. Reinheit des Körpers, der Sprache und des Geistes.

Tīṇi moneyyāni—Drei Arten von Abgeklärtheit:

kāyamoneyyaṁ, vacīmoneyyaṁ, manomoneyyaṁ. Abgeklärtheit in Bezug auf den Körper, die Sprache und den Geist.

Tīṇi kosallāni—In drei Dingen bewandert sein:

āyakosallaṁ, apāyakosallaṁ, upāyakosallaṁ. Im Fortschritt, im Rückschritt und in den richtigen Mitteln.

Tayo madā—Drei Eitelkeiten:

ārogyamado, yobbanamado, jīvitamado. die Eitelkeit der Jugend, die Eitelkeit der Gesundheit und die Eitelkeit des Lebens.

Tīṇi ādhipateyyāni—Drei Dinge, denen gegenüber man sich in die Pflicht nehmen soll:

attādhipateyyaṁ, lokādhipateyyaṁ, dhammādhipateyyaṁ. Sich selbst, der Welt oder der Lehre gegenüber nimmt man sich in die Pflicht.

Tīṇi kathāvatthūni—Drei Diskussionsthemen:

atītaṁ vā addhānaṁ ārabbha kathaṁ katheyya: Man spricht über die Vergangenheit:

‘evaṁ ahosi atītamaddhānan’ti; ‚So war es in der Vergangenheit.‘

anāgataṁ vā addhānaṁ ārabbha kathaṁ katheyya: Man spricht über die Zukunft:

‘evaṁ bhavissati anāgatamaddhānan’ti; ‚So wird es in der Zukunft sein.‘

etarahi vā paccuppannaṁ addhānaṁ ārabbha kathaṁ katheyya: Oder man spricht über die Gegenwart:

‘evaṁ hoti etarahi paccuppannaṁ addhānan’ti. ‚So ist es jetzt in der Gegenwart.‘

Tisso vijjā—Dreifaches Wissen:

pubbenivāsānussatiñāṇaṁ vijjā, sattānaṁ cutūpapāteñāṇaṁ vijjā, āsavānaṁ khayeñāṇaṁ vijjā. Erinnerung an frühere Leben, Erkenntnis von Tod und Wiedergeburt der Lebewesen und die Erkenntnis, dass die Befleckungen aufgelöst sind.

Tayo vihārā—Drei Arten der Meditation:

dibbo vihāro, brahmā vihāro, ariyo vihāro. die himmlische Meditation, die göttliche Meditation und die edle Meditation.

Tīṇi pāṭihāriyāni—Drei Demonstrationen:

iddhipāṭihāriyaṁ, ādesanāpāṭihāriyaṁ, anusāsanīpāṭihāriyaṁ. die Demonstration übersinnlicher Kraft, die Demonstration einer Enthüllung und die Lehrdemonstration.

Ime kho, āvuso, tena bhagavatā jānatā passatā arahatā sammāsambuddhena tayo dhammā sammadakkhātā. Das sind die Lehren, die zu Dreiergruppen zusammengestellt sind, die vom Buddha richtig erklärt wurden.

Tattha sabbeheva saṅgāyitabbaṁ …pe… atthāya hitāya sukhāya devamanussānaṁ. Ihr sollt sie alle im Chor aufsagen.

4. Catukka 4. Vierer

Atthi kho, āvuso, tena bhagavatā jānatā passatā arahatā sammāsambuddhena cattāro dhammā sammadakkhātā. Da sind zu Vierergruppen zusammengestellte Lehren, die vom Buddha richtig erklärt wurden.

Tattha sabbeheva saṅgāyitabbaṁ, na vivaditabbaṁ …pe… atthāya hitāya sukhāya devamanussānaṁ. Ihr sollt sie alle im Chor aufsagen.

Katame cattāro? Welches sind die Lehren, die zu Vierergruppen zusammengestellt sind?

Cattāro satipaṭṭhānā. Vier Arten der Achtsamkeitsmeditation:

Idhāvuso, bhikkhu kāye kāyānupassī viharati ātāpī sampajāno satimā, vineyya loke abhijjhādomanassaṁ. Da meditiert ein Mönch, indem er einen Aspekt des Körpers beobachtet – eifrig, bewusst und achtsam, frei von Begehrlichkeit und Verdrießlichkeit gegenüber der Welt.

Vedanāsu vedanānupassī …pe… Er meditiert, indem er einen Aspekt der Gefühle beobachtet …

citte cittānupassī …pe… indem er einen Aspekt des Geistes beobachtet …

dhammesu dhammānupassī viharati ātāpī sampajāno satimā vineyya loke abhijjhādomanassaṁ. indem er einen Aspekt der natürlichen Gesetzmäßigkeiten beobachtet – eifrig, bewusst und achtsam, frei von Begehrlichkeit und Verdrießlichkeit gegenüber der Welt.

Cattāro sammappadhānā. Vier Arten rechten Bemühens:

Idhāvuso, bhikkhu anuppannānaṁ pāpakānaṁ akusalānaṁ dhammānaṁ anuppādāya chandaṁ janeti vāyamati vīriyaṁ ārabhati cittaṁ paggaṇhāti padahati. Da entwickelt ein Mönch Enthusiasmus, setzt sich ein, rüttelt seine Energie auf, gebraucht seinen Geist und bemüht sich, damit schlechte, untaugliche Eigenschaften nicht aufkommen.

Uppannānaṁ pāpakānaṁ akusalānaṁ dhammānaṁ pahānāya chandaṁ janeti vāyamati vīriyaṁ ārabhati cittaṁ paggaṇhāti padahati. Er entwickelt Enthusiasmus, setzt sich ein, rüttelt seine Energie auf, gebraucht seinen Geist und bemüht sich, damit schlechte, untaugliche Eigenschaften, die aufgekommen sind, aufgegeben werden.

Anuppannānaṁ kusalānaṁ dhammānaṁ uppādāya chandaṁ janeti vāyamati vīriyaṁ ārabhati cittaṁ paggaṇhāti padahati. Er entwickelt Enthusiasmus, setzt sich ein, rüttelt seine Energie auf, gebraucht seinen Geist und bemüht sich, damit taugliche Eigenschaften aufkommen.

Uppannānaṁ kusalānaṁ dhammānaṁ ṭhitiyā asammosāya bhiyyobhāvāya vepullāya bhāvanāya pāripūriyā chandaṁ janeti vāyamati vīriyaṁ ārabhati cittaṁ paggaṇhāti padahati. Er entwickelt Enthusiasmus, setzt sich ein, rüttelt seine Energie auf, gebraucht seinen Geist und bemüht sich, damit taugliche Eigenschaften, die aufgekommen sind, bleiben, nicht verloren gehen, sondern anwachsen, reifen und sich vollständig entwickeln.

Cattāro iddhipādā. Vier Grundlagen übersinnlicher Kraft:

Idhāvuso, bhikkhu chandasamādhipadhānasaṅkhārasamannāgataṁ iddhipādaṁ bhāveti. Da entwickelt ein Mönch die Grundlage übersinnlicher Kraft, die mit Versenkung durch Enthusiasmus und mit aktivem Bemühen einhergeht.

Cittasamādhipadhānasaṅkhārasamannāgataṁ iddhipādaṁ bhāveti. Er entwickelt die Grundlage übersinnlicher Kraft, die mit Versenkung durch Entwicklung des Geistes und mit aktivem Bemühen einhergeht.

Vīriyasamādhipadhānasaṅkhārasamannāgataṁ iddhipādaṁ bhāveti. Er entwickelt die Grundlage übersinnlicher Kraft, die mit Versenkung durch Energie und mit aktivem Bemühen einhergeht.

Vīmaṁsāsamādhipadhānasaṅkhārasamannāgataṁ iddhipādaṁ bhāveti. Er entwickelt die Grundlage übersinnlicher Kraft, die mit Versenkung durch Untersuchung und mit aktivem Bemühen einhergeht.

Cattāri jhānāni. Vier Vertiefungen:

Idhāvuso, bhikkhu vivicceva kāmehi vivicca akusalehi dhammehi savitakkaṁ savicāraṁ vivekajaṁ pītisukhaṁ paṭhamaṁ jhānaṁ upasampajja viharati. Da tritt ein Mönch, ganz abgeschieden von den Sinnenfreuden, abgeschieden von untauglichen Eigenschaften, in die erste Vertiefung ein und verweilt darin; da gibt es aus Abgeschiedenheit geborene Ekstase und Seligkeit, während er den Geist ausrichtet und hält.

Vitakkavicārānaṁ vūpasamā ajjhattaṁ sampasādanaṁ cetaso ekodibhāvaṁ avitakkaṁ avicāraṁ samādhijaṁ pītisukhaṁ dutiyaṁ jhānaṁ upasampajja viharati. Wenn das Ausrichten und Halten des Geistes sich beruhigt, tritt er in die zweite Vertiefung ein und verweilt darin; da gibt es aus Versenkung geborene Ekstase und Seligkeit, mit innerer Klarheit und geeintem Geist, ohne Ausrichten und Halten.

Pītiyā ca virāgā upekkhako ca viharati sato ca sampajāno, sukhañca kāyena paṭisaṁvedeti, yaṁ taṁ ariyā ācikkhanti: ‘upekkhako satimā sukhavihārī’ti tatiyaṁ jhānaṁ upasampajja viharati. Und mit dem Schwinden der Ekstase tritt er in die dritte Vertiefung ein und verweilt darin; da meditiert er mit Gleichmut, achtsam und bewusst, und erfährt persönlich die Seligkeit, von der die Edlen erklären: ‚Gleichmütig und achtsam meditiert man in Seligkeit.‘

Sukhassa ca pahānā dukkhassa ca pahānā, pubbeva somanassadomanassānaṁ atthaṅgamā, adukkhamasukhaṁ upekkhāsatipārisuddhiṁ catutthaṁ jhānaṁ upasampajja viharati. Indem er Glück und Schmerz aufgibt, und mit dem Enden früherer Fröhlichkeit und Traurigkeit, tritt er in die vierte Vertiefung ein und verweilt darin, ohne Glück oder Schmerz, mit reinem Gleichmut und reiner Achtsamkeit.

Catasso samādhibhāvanā. Vier Arten, Versenkung zu entwickeln:

Atthāvuso, samādhibhāvanā bhāvitā bahulīkatā diṭṭhadhammasukhavihārāya saṁvattati. Es gibt eine Art, Versenkung zu entwickeln und zu mehren, die zu seliger Meditation in diesem Leben führt.

Atthāvuso, samādhibhāvanā bhāvitā bahulīkatā ñāṇadassanapaṭilābhāya saṁvattati. Es gibt eine Art, Versenkung zu entwickeln und zu mehren, die zum Erlangen des Erkennens und Sehens führt.

Atthāvuso samādhibhāvanā bhāvitā bahulīkatā satisampajaññāya saṁvattati. Es gibt eine Art, Versenkung zu entwickeln und zu mehren, die zu Achtsamkeit und Situationsbewusstsein führt.

Atthāvuso samādhibhāvanā bhāvitā bahulīkatā āsavānaṁ khayāya saṁvattati. Es gibt eine Art, Versenkung zu entwickeln und zu mehren, die zum Auflösen der Befleckungen führt.

Katamā cāvuso, samādhibhāvanā bhāvitā bahulīkatā diṭṭhadhammasukhavihārāya saṁvattati? Und wie entwickelt und mehrt man Versenkung, sodass sie zu seliger Meditation in diesem Leben führt?

Idhāvuso, bhikkhu vivicceva kāmehi vivicca akusalehi dhammehi savitakkaṁ … Da tritt ein Mönch, ganz abgeschieden von den Sinnenfreuden, abgeschieden von untauglichen Eigenschaften, in die erste Vertiefung ein und verweilt darin …

pe… Er tritt in die zweite Vertiefung ein …

catutthaṁ jhānaṁ upasampajja viharati. in die dritte Vertiefung … in die vierte Vertiefung.

Ayaṁ, āvuso, samādhibhāvanā bhāvitā bahulīkatā diṭṭhadhammasukhavihārāya saṁvattati. So entwickelt und mehrt man Versenkung, sodass sie zu seliger Meditation in diesem Leben führt.

Katamā cāvuso, samādhibhāvanā bhāvitā bahulīkatā ñāṇadassanapaṭilābhāya saṁvattati? Und wie entwickelt und mehrt man Versenkung, sodass sie zum Erlangen des Erkennens und Sehens führt?

Idhāvuso, bhikkhu ālokasaññaṁ manasi karoti, divāsaññaṁ adhiṭṭhāti yathā divā tathā rattiṁ, yathā rattiṁ tathā divā. Da richtet ein Mönch den Geist auf die Wahrnehmung von Licht, konzentriert sich auf die Wahrnehmung des Tages, ob bei Tag oder bei Nacht.

Iti vivaṭena cetasā apariyonaddhena sappabhāsaṁ cittaṁ bhāveti. Und so entwickelt er mit offenem und unverhülltem Herzen einen Geist voller Glanz.

Ayaṁ, āvuso, samādhibhāvanā bhāvitā bahulīkatā ñāṇadassanapaṭilābhāya saṁvattati. So entwickelt und mehrt man Versenkung, sodass sie zum Erlangen des Erkennens und Sehens führt.

Katamā cāvuso, samādhibhāvanā bhāvitā bahulīkatā satisampajaññāya saṁvattati? Und wie entwickelt und mehrt man Versenkung, sodass sie zu Achtsamkeit und Situationsbewusstsein führt?

Idhāvuso, bhikkhuno viditā vedanā uppajjanti, viditā upaṭṭhahanti, viditā abbhatthaṁ gacchanti. Da kennt ein Mönch seine Gefühle während sie aufkommen, während sie bestehen und während sie weggehen.

Viditā saññā uppajjanti, viditā upaṭṭhahanti, viditā abbhatthaṁ gacchanti. Er kennt Wahrnehmungen während sie aufkommen, während sie bestehen und während sie weggehen.

Viditā vitakkā uppajjanti, viditā upaṭṭhahanti, viditā abbhatthaṁ gacchanti. Er kennt seine Gedanken während sie aufkommen, während sie bestehen und während sie weggehen.

Ayaṁ, āvuso, samādhibhāvanā bhāvitā bahulīkatā satisampajaññāya saṁvattati. So entwickelt und mehrt man Versenkung, sodass sie zu Achtsamkeit und Situationsbewusstsein führt.

Katamā cāvuso, samādhibhāvanā bhāvitā bahulīkatā āsavānaṁ khayāya saṁvattati? Und wie entwickelt und mehrt man Versenkung, sodass sie zum Auflösen der Befleckungen führt?

Idhāvuso, bhikkhu pañcasu upādānakkhandhesu udayabbayānupassī viharati. Da meditiert ein Mönch, indem er das Entstehen und Vergehen bei den fünf mit Ergreifen verbundenen Aggregaten beobachtet:

Iti rūpaṁ, iti rūpassa samudayo, iti rūpassa atthaṅgamo. ‚So ist Form, so ist ihr Ursprung, so ihr Enden.

Iti vedanā …pe… So ist Gefühl …

iti saññā … So ist Wahrnehmung …

iti saṅkhārā … So sind Willensbildungsprozesse …

iti viññāṇaṁ, iti viññāṇassa samudayo, iti viññāṇassa atthaṅgamo. So ist Bewusstsein, so ist sein Ursprung, so sein Enden.‘

Ayaṁ, āvuso, samādhibhāvanā bhāvitā bahulīkatā āsavānaṁ khayāya saṁvattati. So entwickelt und mehrt man Versenkung, sodass sie zum Auflösen der Befleckungen führt.

Catasso appamaññā. Vier grenzenlose Zustände:

Idhāvuso, bhikkhu mettāsahagatena cetasā ekaṁ disaṁ pharitvā viharati. Tathā dutiyaṁ. Tathā tatiyaṁ. Tathā catutthaṁ. Iti uddhamadho tiriyaṁ sabbadhi sabbattatāya sabbāvantaṁ lokaṁ mettāsahagatena cetasā vipulena mahaggatena appamāṇena averena abyāpajjena pharitvā viharati. Da meditiert ein Mönch, indem er eine Himmelsrichtung mit einem Herzen voller Liebe durchdringt, und die zweite und die dritte und die vierte. Ebenso nach oben, nach unten, dazwischen, überall und ringsumher; die ganze Welt durchdringt er mit einem Herzen voller Liebe – weit, ausgedehnt, grenzenlos, frei von Feindschaft und bösem Willen.

Karuṇāsahagatena cetasā …pe… Er meditiert, indem er eine Himmelsrichtung mit einem Herzen voller Mitgefühl durchdringt …

muditāsahagatena cetasā …pe… indem er eine Himmelsrichtung mit einem Herzen voller freudiger Anteilnahme durchdringt …

upekkhāsahagatena cetasā ekaṁ disaṁ pharitvā viharati. Tathā dutiyaṁ. Tathā tatiyaṁ. Tathā catutthaṁ. Iti uddhamadho tiriyaṁ sabbadhi sabbattatāya sabbāvantaṁ lokaṁ upekkhāsahagatena cetasā vipulena mahaggatena appamāṇena averena abyāpajjena pharitvā viharati. indem er eine Himmelsrichtung mit einem Herzen voller Gleichmut durchdringt, und die zweite und die dritte und die vierte. Ebenso nach oben, nach unten, dazwischen, überall und ringsumher; die ganze Welt durchdringt er mit einem Herzen voller Gleichmut – weit, ausgedehnt, grenzenlos, frei von Feindschaft und bösem Willen.

Cattāro āruppā. Vier formlose Zustände:

Idhāvuso, bhikkhu sabbaso rūpasaññānaṁ samatikkamā paṭighasaññānaṁ atthaṅgamā nānattasaññānaṁ amanasikārā ‘ananto ākāso’ti ākāsānañcāyatanaṁ upasampajja viharati. Da übersteigt ein Mönch jegliche Formwahrnehmung, beendet die Wahrnehmung von Eindrücken, richtet den Geist nicht auf die Wahrnehmung von Vielfalt, tritt im Wissen: ‚Raum ist unendlich‘ in die Dimension des unendlichen Raumes ein und verweilt darin.

Sabbaso ākāsānañcāyatanaṁ samatikkamma ‘anantaṁ viññāṇan’ti viññāṇañcāyatanaṁ upasampajja viharati. Er übersteigt vollständig die Dimension des unendlichen Raumes, tritt im Wissen: ‚Bewusstsein ist unendlich‘ in die Dimension des unendlichen Bewusstseins ein und verweilt darin.

Sabbaso viññāṇañcāyatanaṁ samatikkamma ‘natthi kiñcī’ti ākiñcaññāyatanaṁ upasampajja viharati. Er übersteigt vollständig die Dimension des unendlichen Bewusstseins, tritt im Wissen: ‚Da ist überhaupt nichts‘ in die Dimension des Nichts ein und verweilt darin.

Sabbaso ākiñcaññāyatanaṁ samatikkamma nevasaññānāsaññāyatanaṁ upasampajja viharati. Er übersteigt vollständig die Dimension des Nichts, tritt in die Dimension ein, die weder Wahrnehmung noch keine Wahrnehmung hat, und verweilt darin.

Cattāri apassenāni. Vier Arten von Rückhalt:

Idhāvuso, bhikkhu saṅkhāyekaṁ paṭisevati, saṅkhāyekaṁ adhivāseti, saṅkhāyekaṁ parivajjeti, saṅkhāyekaṁ vinodeti. Nach Abschätzung gebraucht ein Mönch manche Dinge, nach Abschätzung erträgt er manche Dinge, nach Abschätzung geht er manchen Dingen aus dem Weg und manche Dinge beseitigt er nach Abschätzung.

Cattāro ariyavaṁsā. Vier edle Bräuche:

Idhāvuso, bhikkhu santuṭṭho hoti itarītarena cīvarena, itarītaracīvarasantuṭṭhiyā ca vaṇṇavādī, na ca cīvarahetu anesanaṁ appatirūpaṁ āpajjati; aladdhā ca cīvaraṁ na paritassati, laddhā ca cīvaraṁ agadhito amucchito anajjhāpanno ādīnavadassāvī nissaraṇapañño paribhuñjati; tāya ca pana itarītaracīvarasantuṭṭhiyā nevattānukkaṁseti na paraṁ vambheti. Da ist ein Mönch mit jeder Robe zufrieden und preist diese Zufriedenheit. Er versucht nicht, auf unschickliche Art an eine Robe zu kommen. Er ist nicht aufgebracht, wenn er keine Robe bekommt. Und wenn er eine Robe bekommt, gebraucht er sie ungebunden, nicht betört, nicht anhänglich, er sieht die Nachteile und versteht das Entrinnen. Doch er verherrlicht sich deshalb nicht selbst, noch setzt er andere herab.

Yo hi tattha dakkho analaso sampajāno paṭissato, ayaṁ vuccatāvuso: ‘bhikkhu porāṇe aggaññe ariyavaṁse ṭhito’. Von einem Mönch, der darin geschickt, unermüdlich, der Situation bewusst und achtsam ist, heißt es, er hält den alten, ursprünglichen edlen Brauch aufrecht.

Puna caparaṁ, āvuso, bhikkhu santuṭṭho hoti itarītarena piṇḍapātena, itarītarapiṇḍapātasantuṭṭhiyā ca vaṇṇavādī, na ca piṇḍapātahetu anesanaṁ appatirūpaṁ āpajjati; aladdhā ca piṇḍapātaṁ na paritassati, laddhā ca piṇḍapātaṁ agadhito amucchito anajjhāpanno ādīnavadassāvī nissaraṇapañño paribhuñjati; tāya ca pana itarītarapiṇḍapātasantuṭṭhiyā nevattānukkaṁseti na paraṁ vambheti. Weiterhin ist ein Mönch mit jedem Almosen zufrieden …

Yo hi tattha dakkho analaso sampajāno paṭissato, ayaṁ vuccatāvuso: ‘bhikkhu porāṇe aggaññe ariyavaṁse ṭhito’.

Puna caparaṁ, āvuso, bhikkhu santuṭṭho hoti itarītarena senāsanena, itarītarasenāsanasantuṭṭhiyā ca vaṇṇavādī, na ca senāsanahetu anesanaṁ appatirūpaṁ āpajjati; aladdhā ca senāsanaṁ na paritassati, laddhā ca senāsanaṁ agadhito amucchito anajjhāpanno ādīnavadassāvī nissaraṇapañño paribhuñjati; tāya ca pana itarītarasenāsanasantuṭṭhiyā nevattānukkaṁseti na paraṁ vambheti. Weiterhin ist ein Mönch mit jeder Unterkunft zufrieden …

Yo hi tattha dakkho analaso sampajāno paṭissato, ayaṁ vuccatāvuso: ‘bhikkhu porāṇe aggaññe ariyavaṁse ṭhito’.

Puna caparaṁ, āvuso, bhikkhu pahānārāmo hoti pahānarato, bhāvanārāmo hoti bhāvanārato; tāya ca pana pahānārāmatāya pahānaratiyā bhāvanārāmatāya bhāvanāratiyā nevattānukkaṁseti na paraṁ vambheti. Weiterhin gibt ein Mönch gerne auf und liebt das Aufgeben. Er meditiert gerne und liebt das Meditieren. Doch er verherrlicht sich deshalb nicht selbst, noch setzt er andere herab.

Yo hi tattha dakkho analaso sampajāno paṭissato ayaṁ vuccatāvuso: ‘bhikkhu porāṇe aggaññe ariyavaṁse ṭhito’. Von einem Mönch, der darin geschickt, unermüdlich, der Situation bewusst und achtsam ist, heißt es, er hält den alten, ursprünglichen edlen Brauch aufrecht.

Cattāri padhānāni. Vier Arten des Bemühens:

Saṁvarapadhānaṁ pahānapadhānaṁ bhāvanāpadhānaṁ anurakkhaṇāpadhānaṁ. Das Bemühen, zu zügeln, das Bemühen, aufzugeben, das Bemühen, zu entwickeln und das Bemühen, zu bewahren.

Katamañcāvuso, saṁvarapadhānaṁ? Und was ist das Bemühen, zu zügeln?

Idhāvuso, bhikkhu cakkhunā rūpaṁ disvā na nimittaggāhī hoti nānubyañjanaggāhī. Wenn ein Mönch mit dem Auge ein Bild sieht, bleibt er nicht an den Merkmalen und Einzelheiten hängen.

Yatvādhikaraṇamenaṁ cakkhundriyaṁ asaṁvutaṁ viharantaṁ abhijjhādomanassā pāpakā akusalā dhammā anvāssaveyyuṁ, tassa saṁvarāya paṭipajjati, rakkhati cakkhundriyaṁ, cakkhundriye saṁvaraṁ āpajjati. Wenn das Sehvermögen nicht gezügelt wäre, würden schlechte, untaugliche Eigenschaften von Begehrlichkeit und Verdrießlichkeit überhandnehmen. Aus diesem Grund übt er Zügelung, bewacht das Sehvermögen und hält es im Zaum.

Sotena saddaṁ sutvā … Wenn er mit dem Ohr einen Ton hört …

ghānena gandhaṁ ghāyitvā … Wenn er mit der Nase einen Geruch riecht …

jivhāya rasaṁ sāyitvā … Wenn er mit der Zunge einen Geschmack schmeckt …

kāyena phoṭṭhabbaṁ phusitvā … Wenn er mit dem Körper eine Berührung empfindet …

manasā dhammaṁ viññāya na nimittaggāhī hoti nānubyañjanaggāhī. Wenn er mit dem Geist eine Vorstellung erkennt, bleibt er nicht an den Merkmalen und Einzelheiten hängen.

Yatvādhikaraṇamenaṁ manindriyaṁ asaṁvutaṁ viharantaṁ abhijjhādomanassā pāpakā akusalā dhammā anvāssaveyyuṁ, tassa saṁvarāya paṭipajjati, rakkhati manindriyaṁ, manindriye saṁvaraṁ āpajjati. Wenn das Vorstellungsvermögen nicht gezügelt wäre, würden schlechte, untaugliche Eigenschaften von Begehrlichkeit und Verdrießlichkeit überhandnehmen. Aus diesem Grund übt er Zügelung, bewacht das Vorstellungsvermögen und hält es im Zaum.

Idaṁ vuccatāvuso, saṁvarapadhānaṁ. Das nennt man das Bemühen, zu zügeln.

Katamañcāvuso, pahānapadhānaṁ? Und was ist das Bemühen, aufzugeben?

Idha, bhikkhave, bhikkhu uppannaṁ kāmavitakkaṁ nādhivāseti pajahati vinodeti byantiṁ karoti anabhāvaṁ gameti; Da duldet ein Mönch einen sinnlichen,

uppannaṁ byāpādavitakkaṁ …pe… böswilligen

uppannaṁ vihiṁsāvitakkaṁ …pe… oder grausamen Gedanken, der aufgekommen ist, nicht.

uppannuppanne pāpake akusale dhamme nādhivāseti pajahati vinodeti byantiṁ karoti anabhāvaṁ gameti. Er duldet keine schlechten, untauglichen Eigenschaften, die aufgekommen sind. Er gibt sie auf, macht sich von ihnen los, beseitigt sie und merzt sie aus.

Idaṁ vuccatāvuso, pahānapadhānaṁ. Das nennt man das Bemühen, aufzugeben.

Katamañcāvuso, bhāvanāpadhānaṁ? Und was ist das Bemühen, zu entwickeln?

Idha, bhikkhave, bhikkhu satisambojjhaṅgaṁ bhāveti vivekanissitaṁ virāganissitaṁ nirodhanissitaṁ vossaggapariṇāmiṁ, Da entwickelt ein Mönch die Faktoren des Erwachens Achtsamkeit,

dhammavicayasambojjhaṅgaṁ bhāveti … Erforschung der Gesetzmäßigkeiten,

vīriyasambojjhaṅgaṁ bhāveti … Energie,

pītisambojjhaṅgaṁ bhāveti … Ekstase,

passaddhisambojjhaṅgaṁ bhāveti … Stille,

samādhisambojjhaṅgaṁ bhāveti … Versenkung

upekkhāsambojjhaṅgaṁ bhāveti vivekanissitaṁ virāganissitaṁ nirodhanissitaṁ vossaggapariṇāmiṁ. und Gleichmut, die sich auf Abgeschiedenheit, Schwinden und Aufhören stützen und zum Loslassen heranreifen.

Idaṁ vuccatāvuso, bhāvanāpadhānaṁ. Das nennt man das Bemühen, zu entwickeln.

Katamañcāvuso, anurakkhaṇāpadhānaṁ? Und was ist das Bemühen, zu bewahren?

Idhāvuso, bhikkhu uppannaṁ bhadrakaṁ samādhinimittaṁ anurakkhati—aṭṭhikasaññaṁ, puḷuvakasaññaṁ, vinīlakasaññaṁ, vicchiddakasaññaṁ, uddhumātakasaññaṁ. Da bewahrt ein Mönch ein Meditationsthema, das eine erlesene Basis für die Versenkung ist: die Wahrnehmung eines Skeletts, einer von Maden durchsetzten Leiche, einer bläulich verfärbten Leiche, einer aufgebrochenen Leiche oder einer aufgedunsenen Leiche.

Idaṁ vuccatāvuso, anurakkhaṇāpadhānaṁ. Das nennt man das Bemühen, zu bewahren.

Cattāri ñāṇāni—Vier Erkenntnisse:

dhamme ñāṇaṁ, anvaye ñāṇaṁ, pariye ñāṇaṁ, sammutiyā ñāṇaṁ. Erkenntnis des Gegenwärtigen, Erkenntnis durch Schlussfolgerung, Erkenntnis des Geistes anderer und herkömmliche Erkenntnis.

Aparānipi cattāri ñāṇāni—Weitere vier Erkenntnisse:

dukkhe ñāṇaṁ, dukkhasamudaye ñāṇaṁ, dukkhanirodhe ñāṇaṁ, dukkhanirodhagāminiyā paṭipadāya ñāṇaṁ. Man erkennt das Leiden, den Ursprung des Leidens, das Aufhören des Leidens und die Übung, die zum Aufhören des Leidens führt.

Cattāri sotāpattiyaṅgāni—Vier Faktoren des Stromeintritts:

sappurisasaṁsevo, saddhammassavanaṁ, yonisomanasikāro, dhammānudhammappaṭipatti. Umgang mit wahren Menschen, der wahren Lehre zuhören, gründlicher Gebrauch des Geistes und im Einklang mit der Lehre üben.

Cattāri sotāpannassa aṅgāni. Vier Faktoren eines Menschen, der in den Strom eingetreten ist:

Idhāvuso, ariyasāvako buddhe aveccappasādena samannāgato hoti: Ein edler Schüler hat auf Erfahrung gegründete Zuversicht zum Buddha:

‘itipi so bhagavā arahaṁ sammāsambuddho vijjācaraṇasampanno sugato lokavidū anuttaro purisadammasārathi satthā devamanussānaṁ buddho, bhagavā’ti. ‚Dieser Gesegnete ist vollendet, ein vollkommen erwachter Buddha, von vollendetem Wissen und Verhalten, heilig, Kenner der Welt, unübertrefflicher Anleiter für alle, die üben wollen, Lehrer von Göttern und Menschen, erwacht, gesegnet.‘

Dhamme aveccappasādena samannāgato hoti: Er hat auf Erfahrung gegründete Zuversicht zur Lehre:

‘svākkhāto bhagavatā dhammo sandiṭṭhiko akāliko ehipassiko opaneyyiko paccattaṁ veditabbo viññūhī’ti. ‚Die Lehre ist vom Buddha gut erklärt – im jetzigen Leben ersichtlich, unmittelbar wirksam, sie lädt zum Überprüfen ein, ist zielführend, sodass vernünftige Menschen sie selbst erkennen können.‘

Saṅghe aveccappasādena samannāgato hoti: Er hat auf Erfahrung gegründete Zuversicht zum Saṅgha:

‘suppaṭipanno bhagavato sāvakasaṅgho ujuppaṭipanno bhagavato sāvakasaṅgho ñāyappaṭipanno bhagavato sāvakasaṅgho sāmīcippaṭipanno bhagavato sāvakasaṅgho yadidaṁ cattāri purisayugāni aṭṭha purisapuggalā, esa bhagavato sāvakasaṅgho āhuneyyo pāhuneyyo dakkhiṇeyyo añjalikaraṇīyo anuttaraṁ puññakkhettaṁ lokassā’ti. ‚Der Saṅgha der Schüler des Buddha übt nach dem guten Weg, dem aufrichtigen Weg, dem systematischen Weg, dem Weg des richtigen Vorgehens. Er besteht aus den vier Paaren, den acht Personen. Das ist der Saṅgha der Schüler des Buddha, und er ist einer den Göttern gewidmeten Gabe würdig, der Gastfreundschaft würdig, einer religiösen Gabe würdig, des Grußes mit zusammengelegten Händen würdig und ist das unübertreffliche Feld für Verdienst für die Welt.‘

Ariyakantehi sīlehi samannāgato hoti akhaṇḍehi acchiddehi asabalehi akammāsehi bhujissehi viññuppasatthehi aparāmaṭṭhehi samādhisaṁvattanikehi. Und das sittliche Verhalten eines edlen Schülers wird von den Edlen geliebt, ist unversehrt, makellos, ohne Flecken und unbeschädigt. Es ist befreiend und wird von vernünftigen Menschen gepriesen, ist richtig verstanden und führt in die Versenkung.

Cattāri sāmaññaphalāni—Vier Früchte des Asketenlebens:

sotāpattiphalaṁ, sakadāgāmiphalaṁ, anāgāmiphalaṁ, arahattaphalaṁ. die Frucht des Stromeintritts, die Frucht der Einmalwiederkehr, die Frucht der Nichtwiederkehr und die Frucht der Vollendung.

Catasso dhātuyo—Vier Elemente:

pathavīdhātu, āpodhātu, tejodhātu, vāyodhātu. die Elemente Erde, Wasser, Feuer und Wind.

Cattāro āhārā—Vier Arten von Nahrung:

kabaḷīkāro āhāro oḷāriko vā sukhumo vā, phasso dutiyo, manosañcetanā tatiyā, viññāṇaṁ catutthaṁ. Feste Nahrung, grob oder subtil; Kontakt ist die zweite, eine Absicht im Geist die dritte und Bewusstsein die vierte.

Catasso viññāṇaṭṭhitiyo. Vier Grundlagen, auf denen Bewusstsein besteht:

Rūpūpāyaṁ vā, āvuso, viññāṇaṁ tiṭṭhamānaṁ tiṭṭhati rūpārammaṇaṁ rūpappatiṭṭhaṁ nandūpasecanaṁ vuddhiṁ virūḷhiṁ vepullaṁ āpajjati; Solange Bewusstsein besteht, besteht es eingebunden in Form, getragen von Form, gegründet auf Form. Und wenn es von Genießen befeuchtet wird, wächst es, wird größer und kommt zur Reife.

vedanūpāyaṁ vā āvuso … Oder Bewusstsein besteht, solange es besteht, eingebunden in Gefühl …

saññūpāyaṁ vā, āvuso …pe… Oder Bewusstsein besteht, solange es besteht, eingebunden in Wahrnehmung …

saṅkhārūpāyaṁ vā, āvuso, viññāṇaṁ tiṭṭhamānaṁ tiṭṭhati saṅkhārārammaṇaṁ saṅkhārappatiṭṭhaṁ nandūpasecanaṁ vuddhiṁ virūḷhiṁ vepullaṁ āpajjati. Oder Bewusstsein besteht, solange es besteht, eingebunden in Willensbildungsprozesse, getragen von Willensbildungsprozessen, gegründet auf Willensbildungsprozesse. Und wenn es von Genießen befeuchtet wird, wächst es, wird größer und kommt zur Reife.

Cattāri agatigamanāni—Vier Arten, voreingenommen zu handeln:

chandāgatiṁ gacchati, dosāgatiṁ gacchati, mohāgatiṁ gacchati, bhayāgatiṁ gacchati. Man ist in seinem Handeln voreingenommen durch Begünstigung, Feindseligkeit, Dummheit oder Feigheit.

Cattāro taṇhuppādā—Vier Dinge, aus denen Verlangen entspringt:

cīvarahetu vā, āvuso, bhikkhuno taṇhā uppajjamānā uppajjati; Verlangen entsteht in einem Mönch um einer Robe willen,

piṇḍapātahetu vā, āvuso, bhikkhuno taṇhā uppajjamānā uppajjati; um des Almosens willen,

senāsanahetu vā, āvuso, bhikkhuno taṇhā uppajjamānā uppajjati; um einer Unterkunft willen,

itibhavābhavahetu vā, āvuso, bhikkhuno taṇhā uppajjamānā uppajjati. um der Wiedergeburt in diesem oder jenem Zustand willen.

Catasso paṭipadā—Vier Übungswege:

dukkhā paṭipadā dandhābhiññā, dukkhā paṭipadā khippābhiññā, sukhā paṭipadā dandhābhiññā, sukhā paṭipadā khippābhiññā. schmerzhafte Übung mit langsamer Einsicht, schmerzhafte Übung mit rascher Einsicht, angenehme Übung mit langsamer Einsicht und angenehme Übung mit rascher Einsicht.

Aparāpi catasso paṭipadā—Weitere vier Übungswege:

akkhamā paṭipadā, khamā paṭipadā, damā paṭipadā, samā paṭipadā. ungeduldige Übung, geduldige Übung, Übung, die bändigt, und Übung, die beruhigt.

Cattāri dhammapadāni—Vier Dhamma-Fußspuren:

anabhijjhā dhammapadaṁ, abyāpādo dhammapadaṁ, sammāsati dhammapadaṁ, sammāsamādhi dhammapadaṁ. Zufriedenheit, Wohlwollen, rechte Achtsamkeit und rechte Versenkung.

Cattāri dhammasamādānāni—Vier Arten, Übungen aufzunehmen:

atthāvuso, dhammasamādānaṁ paccuppannadukkhañceva āyatiñca dukkhavipākaṁ. Es gibt eine Art, Übungen aufzunehmen, die jetzt schmerzhaft ist und zu künftigem Schmerz führt.

Atthāvuso, dhammasamādānaṁ paccuppannadukkhaṁ āyatiṁ sukhavipākaṁ. Es gibt eine Art, Übungen aufzunehmen, die jetzt schmerzhaft ist und zu künftigem Glück führt.

Atthāvuso, dhammasamādānaṁ paccuppannasukhaṁ āyatiṁ dukkhavipākaṁ. Es gibt eine Art, Übungen aufzunehmen, die jetzt angenehm ist und zu künftigem Schmerz führt.

Atthāvuso, dhammasamādānaṁ paccuppannasukhañceva āyatiñca sukhavipākaṁ. Es gibt eine Art, Übungen aufzunehmen, die jetzt angenehm ist und zu künftigem Glück führt.

Cattāro dhammakkhandhā—Vierfacher Umfang der Lehre:

sīlakkhandho, samādhikkhandho, paññākkhandho, vimuttikkhandho. der Umfang des sittlichen Verhaltens, der Umfang der Versenkung, der Umfang der Weisheit und der Umfang der Freiheit.

Cattāri balāni—Vier Kräfte:

vīriyabalaṁ, satibalaṁ, samādhibalaṁ, paññābalaṁ. Energie, Achtsamkeit, Versenkung und Weisheit.

Cattāri adhiṭṭhānāni—Vier Grundlagen:

paññādhiṭṭhānaṁ, saccādhiṭṭhānaṁ, cāgādhiṭṭhānaṁ, upasamādhiṭṭhānaṁ. die Grundlage Weisheit, die Grundlage Wahrheit, die Grundlage Großzügigkeit und die Grundlage Frieden.

Cattāri pañhabyākaraṇāni—Vier Arten, Fragen zu beantworten:

ekaṁsabyākaraṇīyo pañho, paṭipucchābyākaraṇīyo pañho, vibhajjabyākaraṇīyo pañho, ṭhapanīyo pañho. Es gibt eine Frage, die kategorisch zu beantworten ist. Es gibt eine Frage, die mit einer Gegenfrage zu beantworten ist. Es gibt eine Frage, die durch Aufgliederung zu beantworten ist. Es gibt eine Frage, die auszulassen ist.

Cattāri kammāni—Vier Taten:

atthāvuso, kammaṁ kaṇhaṁ kaṇhavipākaṁ. Es gibt dunkle Taten mit dunklem Ergebnis,

Atthāvuso, kammaṁ sukkaṁ sukkavipākaṁ. helle Taten mit hellem Ergebnis,

Atthāvuso, kammaṁ kaṇhasukkaṁ kaṇhasukkavipākaṁ. dunkle und helle Taten mit dunklem und hellem Ergebnis

Atthāvuso, kammaṁ akaṇhaasukkaṁ akaṇhaasukkavipākaṁ kammakkhayāya saṁvattati. und weder dunkle noch helle Taten mit weder dunklem noch hellem Ergebnis, die zur Auflösung der Taten führen.

Cattāro sacchikaraṇīyā dhammā—Vier Dinge, die verwirklicht werden müssen:

pubbenivāso satiyā sacchikaraṇīyo; Frühere Leben müssen durch Erinnerung verwirklicht werden.

sattānaṁ cutūpapāto cakkhunā sacchikaraṇīyo; Tod und Wiedergeburt der Lebewesen müssen durch Sehen verwirklicht werden.

aṭṭha vimokkhā kāyena sacchikaraṇīyā; Die acht Befreiungen müssen durch unmittelbare Erfahrung in der Meditation verwirklicht werden.

āsavānaṁ khayo paññāya sacchikaraṇīyo. Die Auflösung der Befleckungen muss durch Weisheit verwirklicht werden.

Cattāro oghā—Vier Fluten:

kāmogho, bhavogho, diṭṭhogho, avijjogho. Die Flut der Sinnlichkeit, die Flut der Fortsetzung des Daseins, die Flut der Ansichten und die Flut der Unwissenheit.

Cattāro yogā—Vier Joche:

kāmayogo, bhavayogo, diṭṭhiyogo, avijjāyogo. das Joch der Sinnlichkeit, das Joch künftiger Leben, das Joch der Ansichten und das Joch der Unwissenheit.

Cattāro visaññogā—Vierfache Lösung vom Joch:

kāmayogavisaññogo, bhavayogavisaññogo, diṭṭhiyogavisaññogo, avijjāyogavisaññogo. die Lösung vom Joch der Sinnlichkeit, vom Joch künftiger Leben, vom Joch der Ansichten und vom Joch der Unwissenheit.

Cattāro ganthā—Vier Knoten:

abhijjhā kāyagantho, byāpādo kāyagantho, sīlabbataparāmāso kāyagantho, idaṁsaccābhiniveso kāyagantho. was einen persönlich an Begehrlichkeit knotet, an bösen Willen, an ein falsches Verständnis von Regeln und Gelübden und an das Bestehen auf: ‚Das allein ist die Wahrheit‘.

Cattāri upādānāni—Vier Arten des Ergreifens:

kāmupādānaṁ, diṭṭhupādānaṁ, sīlabbatupādānaṁ, attavādupādānaṁ. Ergreifen von Sinnenfreuden, von Ansichten, von Regeln und Gelübden und von Selbsttheorien.

Catasso yoniyo—Vier Arten der Fortpflanzung:

aṇḍajayoni, jalābujayoni, saṁsedajayoni, opapātikayoni. Fortpflanzung durch Geburt aus einem Ei, aus einer Gebärmutter, aus Feuchtigkeit oder durch unmittelbares Erscheinen.

Catasso gabbhāvakkantiyo. Vier Arten der Empfängnis:

Idhāvuso, ekacco asampajāno mātukucchiṁ okkamati, asampajāno mātukucchismiṁ ṭhāti, asampajāno mātukucchimhā nikkhamati, ayaṁ paṭhamā gabbhāvakkanti. Man ist nicht gewahr, wenn man im Mutterleib empfangen wird, während man dort ist und wenn man hervorkommt. Das ist die erste Art der Empfängnis.

Puna caparaṁ, āvuso, idhekacco sampajāno mātukucchiṁ okkamati, asampajāno mātukucchismiṁ ṭhāti, asampajāno mātukucchimhā nikkhamati, ayaṁ dutiyā gabbhāvakkanti. Weiterhin ist man gewahr, wenn man im Mutterleib empfangen wird, aber nicht, während man dort ist und wenn man hervorkommt. Das ist die zweite Art der Empfängnis.

Puna caparaṁ, āvuso, idhekacco sampajāno mātukucchiṁ okkamati, sampajāno mātukucchismiṁ ṭhāti, asampajāno mātukucchimhā nikkhamati, ayaṁ tatiyā gabbhāvakkanti. Weiterhin ist man gewahr, wenn man im Mutterleib empfangen wird und während man dort ist, aber nicht, wenn man hervorkommt. Das ist die dritte Art der Empfängnis.

Puna caparaṁ, āvuso, idhekacco sampajāno mātukucchiṁ okkamati, sampajāno mātukucchismiṁ ṭhāti, sampajāno mātukucchimhā nikkhamati, ayaṁ catutthā gabbhāvakkanti. Weiterhin ist man gewahr, wenn man im Mutterleib empfangen wird, während man dort ist und wenn man hervorkommt. Das ist die vierte Art der Empfängnis.

Cattāro attabhāvapaṭilābhā. Vier Arten der Reinkarnation in einer Lebensform:

Atthāvuso, attabhāvapaṭilābho, yasmiṁ attabhāvapaṭilābhe attasañcetanāyeva kamati, no parasañcetanā. Es gibt eine Reinkarnation in einer Lebensform, bei der sich die eigene Absicht auswirkt, nicht die Absicht anderer.

Atthāvuso, attabhāvapaṭilābho, yasmiṁ attabhāvapaṭilābhe parasañcetanāyeva kamati, no attasañcetanā. Es gibt eine Reinkarnation in einer Lebensform, bei der sich die Absicht anderer auswirkt, nicht die eigene Absicht.

Atthāvuso, attabhāvapaṭilābho, yasmiṁ attabhāvapaṭilābhe attasañcetanā ceva kamati parasañcetanā ca. Es gibt eine Reinkarnation in einer Lebensform, bei der sich sowohl die eigene Absicht als auch die Absicht anderer auswirkt.

Atthāvuso, attabhāvapaṭilābho, yasmiṁ attabhāvapaṭilābhe neva attasañcetanā kamati, no parasañcetanā. Es gibt eine Reinkarnation in einer Lebensform, bei der sich weder die eigene Absicht noch die Absicht anderer auswirkt.

Catasso dakkhiṇāvisuddhiyo. Vier Arten, wie eine religiöse Gabe geläutert wird:

Atthāvuso, dakkhiṇā dāyakato visujjhati no paṭiggāhakato. Eine religiöse Gabe wird durch den Spender geläutert, nicht durch den Empfänger.

Atthāvuso, dakkhiṇā paṭiggāhakato visujjhati no dāyakato. Eine religiöse Gabe wird durch den Empfänger geläutert, nicht durch den Spender.

Atthāvuso, dakkhiṇā neva dāyakato visujjhati no paṭiggāhakato. Eine religiöse Gabe wird weder durch den Spender noch durch den Empfänger geläutert.

Atthāvuso, dakkhiṇā dāyakato ceva visujjhati paṭiggāhakato ca. Eine religiöse Gabe wird sowohl durch den Spender als auch durch den Empfänger geläutert.

Cattāri saṅgahavatthūni—Vier Arten der Gemeinschaftsbildung:

dānaṁ, peyyavajjaṁ, atthacariyā, samānattatā. Geben, freundliche Worte, Fürsorglichkeit und Gleichbehandlung.

Cattāro anariyavohārā—Vier unedle Redeweisen:

musāvādo, pisuṇāvācā, pharusāvācā, samphappalāpo. falsche, entzweiende, harte oder unsinnige Rede.

Cattāro ariyavohārā—Vier edle Redeweisen:

musāvādā veramaṇī, pisuṇāya vācāya veramaṇī, pharusāya vācāya veramaṇī, samphappalāpā veramaṇī. das Unterlassen von falscher, entzweiender, harter oder unsinnige Rede.

Aparepi cattāro anariyavohārā—Weitere vier unedle Redeweisen:

adiṭṭhe diṭṭhavāditā, assute sutavāditā, amute mutavāditā, aviññāte viññātavāditā. sagen, man habe gesehen, gehört, gedacht oder erkannt, was man nicht gesehen, nicht gehört, nicht gedacht und nicht erkannt hat.

Aparepi cattāro ariyavohārā—Weitere vier edle Redeweisen:

adiṭṭhe adiṭṭhavāditā, assute assutavāditā, amute amutavāditā, aviññāte aviññātavāditā. sagen, dass man nicht gesehen, nicht gehört, nicht gedacht und nicht erkannt hat, was man nicht gesehen, nicht gehört, nicht gedacht und nicht erkannt hat.

Aparepi cattāro anariyavohārā—Weitere vier unedle Redeweisen:

diṭṭhe adiṭṭhavāditā, sute assutavāditā, mute amutavāditā, viññāte aviññātavāditā. sagen, man habe nicht gesehen, nicht gehört, nicht gedacht und nicht erkannt, was man gesehen, gehört, gedacht oder erkannt hat.

Aparepi cattāro ariyavohārā—Weitere vier edle Redeweisen:

diṭṭhe diṭṭhavāditā, sute sutavāditā, mute mutavāditā, viññāte viññātavāditā. sagen, dass man gesehen, gehört, gedacht oder erkannt hat, was man gesehen, gehört, gedacht oder erkannt hat.

Cattāro puggalā. Vier Menschen:

Idhāvuso, ekacco puggalo attantapo hoti attaparitāpanānuyogamanuyutto. Ein gewisser Mensch kasteit sich selbst, verschreibt sich der Übung der Selbstkasteiung.

Idhāvuso, ekacco puggalo parantapo hoti paraparitāpanānuyogamanuyutto. Ein gewisser Mensch kasteit andere, verschreibt sich der Übung, andere zu kasteien.

Idhāvuso, ekacco puggalo attantapo ca hoti attaparitāpanānuyogamanuyutto, parantapo ca paraparitāpanānuyogamanuyutto. Ein gewisser Mensch kasteit sich selbst und andere, verschreibt sich der Übung, sich und andere zu kasteien.

Idhāvuso, ekacco puggalo neva attantapo hoti na attaparitāpanānuyogamanuyutto na parantapo na paraparitāpanānuyogamanuyutto. Ein gewisser Mensch kasteit weder sich selbst noch andere, verschreibt sich der Übung, weder sich noch andere zu kasteien.

So anattantapo aparantapo diṭṭheva dhamme nicchāto nibbuto sītībhūto sukhappaṭisaṁvedī brahmabhūtena attanā viharati. und lebt in eben diesem Leben ohne Wünsche, verloschen, kühl geworden, voller Seligkeit, mit göttlich gewordenem Selbst.

Aparepi cattāro puggalā. Weitere vier Menschen:

Idhāvuso, ekacco puggalo attahitāya paṭipanno hoti no parahitāya. Ein gewisser Mensch übt zum eigenen Nutzen, aber nicht zum Nutzen anderer.

Idhāvuso, ekacco puggalo parahitāya paṭipanno hoti no attahitāya. Ein gewisser Mensch übt zum Nutzen anderer, aber nicht zum eigenen Nutzen.

Idhāvuso, ekacco puggalo neva attahitāya paṭipanno hoti no parahitāya. Ein gewisser Mensch übt weder zum eigenen Nutzen noch zum Nutzen anderer.

Idhāvuso, ekacco puggalo attahitāya ceva paṭipanno hoti parahitāya ca. Ein gewisser Mensch übt sowohl zum eigenen Nutzen als auch zum Nutzen anderer.

Aparepi cattāro puggalā—Weitere vier Menschen:

tamo tamaparāyano, tamo jotiparāyano, joti tamaparāyano, joti jotiparāyano. die Dunklen, die für das Dunkle bestimmt sind, die Dunklen, die für das Helle bestimmt sind, die Hellen, die für das Dunkle bestimmt sind, die Hellen, die für das Helle bestimmt sind.

Aparepi cattāro puggalā—Weitere vier Menschen:

samaṇamacalo, samaṇapadumo, samaṇapuṇḍarīko, samaṇesu samaṇasukhumālo. der unbeirrbare Asket, der Asket des rosafarbenen Lotus, der Asket des weißen Lotus und der vorzügliche Asket unter den Asketen.

Ime kho, āvuso, tena bhagavatā jānatā passatā arahatā sammāsambuddhena cattāro dhammā sammadakkhātā; Das sind die Lehren, die zu Vierergruppen zusammengestellt sind, die vom Buddha richtig erklärt wurden.

tattha sabbeheva saṅgāyitabbaṁ …pe… atthāya hitāya sukhāya devamanussānaṁ. Ihr sollt sie alle im Chor aufsagen.

Paṭhamabhāṇavāro niṭṭhito. Der erste Abschnitt zum Aufsagen ist zu Ende.

5. Pañcaka 5. Fünfer

Atthi kho, āvuso, tena bhagavatā jānatā passatā arahatā sammāsambuddhena pañca dhammā sammadakkhātā. Da sind zu Fünfergruppen zusammengestellte Lehren, die vom Buddha richtig erklärt wurden.

Tattha sabbeheva saṅgāyitabbaṁ …pe… atthāya hitāya sukhāya devamanussānaṁ. Ihr sollt sie alle im Chor aufsagen.

Katame pañca? Welches sind die Lehren, die zu Fünfergruppen zusammengestellt sind?

Pañcakkhandhā. Fünf Aggregate:

Rūpakkhandho vedanākkhandho saññākkhandho saṅkhārakkhandho viññāṇakkhandho. Form, Gefühl, Wahrnehmung, Willensbildungsprozesse und Bewusstsein.

Pañcupādānakkhandhā. Fünf mit Ergreifen verbundene Aggregate:

Rūpupādānakkhandho vedanupādānakkhandho saññupādānakkhandho saṅkhārupādānakkhandho viññāṇupādānakkhandho. Form, Gefühl, Wahrnehmung, Willensbildungsprozesse und Bewusstsein.

Pañca kāmaguṇā. Fünf Arten sinnlicher Erregung:

Cakkhuviññeyyā rūpā iṭṭhā kantā manāpā piyarūpā kāmūpasañhitā rajanīyā, Bilder, die das Auge erkennt, erwünscht, willkommen, angenehm, erfreulich, sinnlich und erregend.

sotaviññeyyā saddā … Töne, die das Ohr erkennt …

ghānaviññeyyā gandhā … Gerüche, die die Nase erkennt …

jivhāviññeyyā rasā … Geschmäcke, die die Zunge erkennt …

kāyaviññeyyā phoṭṭhabbā iṭṭhā kantā manāpā piyarūpā kāmūpasañhitā rajanīyā. Berührungen, die der Körper erkennt, erwünscht, willkommen, angenehm, erfreulich, sinnlich und erregend.

Pañca gatiyo—Fünf Bestimmungsorte:

nirayo, tiracchānayoni, pettivisayo, manussā, devā. die Hölle, das Tierreich, das Gespensterreich, die Menschen und die Götter.

Pañca macchariyāni—Fünf Arten von Geiz:

āvāsamacchariyaṁ, kulamacchariyaṁ, lābhamacchariyaṁ, vaṇṇamacchariyaṁ, dhammamacchariyaṁ. Geiz in Bezug auf Wohnraum, Familien, materiellen Besitz, Lob und die Lehre.

Pañca nīvaraṇāni—Fünf Hindernisse:

kāmacchandanīvaraṇaṁ, byāpādanīvaraṇaṁ, thinamiddhanīvaraṇaṁ, uddhaccakukkuccanīvaraṇaṁ, vicikicchānīvaraṇaṁ. sinnliches Begehren, böser Wille, Dumpfheit und Benommenheit, Rastlosigkeit und Reue sowie Zweifel.

Pañca orambhāgiyāni saṁyojanāni—Fünf niedere Fesseln:

sakkāyadiṭṭhi, vicikicchā, sīlabbataparāmāso, kāmacchando, byāpādo. Substanzialistische Ansicht, Zweifel, falsches Verständnis von Regeln und Gelübden, sinnliches Begehren und böser Wille.

Pañca uddhambhāgiyāni saṁyojanāni—Fünf höhere Fesseln:

rūparāgo, arūparāgo, māno, uddhaccaṁ, avijjā. Verlangen nach Wiedergeburt im Bereich der leuchtenden Form, Verlangen nach Wiedergeburt im formlosen Bereich, Einbildung, Rastlosigkeit und Unwissenheit.

Pañca sikkhāpadāni—Fünf Regeln:

pāṇātipātā veramaṇī, adinnādānā veramaṇī, kāmesumicchācārā veramaṇī, musāvādā veramaṇī, surāmerayamajjappamādaṭṭhānā veramaṇī. Man unterlässt es, lebende Geschöpfe zu töten, zu stehlen, sexuelle Verfehlungen zu begehen, zu lügen und Rauschmittel wie Bier, Wein und Branntwein zu trinken.

Pañca abhabbaṭṭhānāni. Fünf Dinge, die nicht geschehen können:

Abhabbo, āvuso, khīṇāsavo bhikkhu sañcicca pāṇaṁ jīvitā voropetuṁ. Abhabbo khīṇāsavo bhikkhu adinnaṁ theyyasaṅkhātaṁ ādiyituṁ. Abhabbo khīṇāsavo bhikkhu methunaṁ dhammaṁ paṭisevituṁ. Abhabbo khīṇāsavo bhikkhu sampajānamusā bhāsituṁ. Abhabbo khīṇāsavo bhikkhu sannidhikārakaṁ kāme paribhuñjituṁ, seyyathāpi pubbe āgārikabhūto. Ein Mönch, dessen Befleckungen aufgelöst sind, kann nicht absichtlich einem lebenden Geschöpf das Leben nehmen, etwas wegnehmen in der Absicht, zu stehlen, Geschlechtsverkehr haben, eine bewusste Lüge sprechen oder zum eigenen Vergnügen Vorräte anlegen, wie er es früher als Laien tat.

Pañca byasanāni—Fünf Verluste:

ñātibyasanaṁ, bhogabyasanaṁ, rogabyasanaṁ, sīlabyasanaṁ, diṭṭhibyasanaṁ. Verlust von Angehörigen, Vermögen, Gesundheit, Sittlichkeit und Ansicht.

Nāvuso, sattā ñātibyasanahetu vā bhogabyasanahetu vā rogabyasanahetu vā kāyassa bhedā paraṁ maraṇā apāyaṁ duggatiṁ vinipātaṁ nirayaṁ upapajjanti. Nicht weil sie Angehörige, Vermögen oder Gesundheit verlieren, werden Lebewesen, wenn ihr Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, an einem verlorenen Ort wiedergeboren, einem schlechten Ort, in der Unterwelt, der Hölle.

Sīlabyasanahetu vā, āvuso, sattā diṭṭhibyasanahetu vā kāyassa bhedā paraṁ maraṇā apāyaṁ duggatiṁ vinipātaṁ nirayaṁ upapajjanti. Sondern weil sie ihre Sittlichkeit oder ihre Ansicht verlieren, werden Lebewesen, wenn ihr Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, an einem verlorenen Ort wiedergeboren, einem schlechten Ort, in der Unterwelt, der Hölle.

Pañca sampadā—Fünffache Ausstattung:

ñātisampadā, bhogasampadā, ārogyasampadā, sīlasampadā, diṭṭhisampadā. Man ist mit Angehörigen, Vermögen, Gesundheit, Sittlichkeit und Ansicht ausgestattet.

Nāvuso, sattā ñātisampadāhetu vā bhogasampadāhetu vā ārogyasampadāhetu vā kāyassa bhedā paraṁ maraṇā sugatiṁ saggaṁ lokaṁ upapajjanti. Nicht weil sie mit Angehörigen, Vermögen oder Gesundheit ausgestattet sind, werden Lebewesen, wenn ihr Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, an einem guten Ort wiedergeboren, in einer himmlischen Welt.

Sīlasampadāhetu vā, āvuso, sattā diṭṭhisampadāhetu vā kāyassa bhedā paraṁ maraṇā sugatiṁ saggaṁ lokaṁ upapajjanti. Sondern weil sie mit Sittlichkeit und Ansicht ausgestattet sind, werden Lebewesen, wenn ihr Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, an einem guten Ort wiedergeboren, in einer himmlischen Welt.

Pañca ādīnavā dussīlassa sīlavipattiyā. Fünf Nachteile, die seine Fehltritte im sittlichen Verhalten für einen unmoralischen Menschen haben:

Idhāvuso, dussīlo sīlavipanno pamādādhikaraṇaṁ mahatiṁ bhogajāniṁ nigacchati, Zunächst verliert da ein unmoralischer Mensch durch seine Nachlässigkeit viel Vermögen.

ayaṁ paṭhamo ādīnavo dussīlassa sīlavipattiyā. Das ist der erste Nachteil.

Puna caparaṁ, āvuso, dussīlassa sīlavipannassa pāpako kittisaddo abbhuggacchati, Dann hat da ein unmoralischer Mensch einen schlechten Ruf.

ayaṁ dutiyo ādīnavo dussīlassa sīlavipattiyā. Das ist der zweite Nachteil.

Puna caparaṁ, āvuso, dussīlo sīlavipanno yaññadeva parisaṁ upasaṅkamati yadi khattiyaparisaṁ yadi brāhmaṇaparisaṁ yadi gahapatiparisaṁ yadi samaṇaparisaṁ, avisārado upasaṅkamati maṅkubhūto, Dann ist da ein unmoralischer Mensch furchtsam und befangen, wenn er sich zu irgendeiner Versammlung begibt, sei es eine Versammlung von Adligen, Brahmanen, Hausbesitzern oder Asketen.

ayaṁ tatiyo ādīnavo dussīlassa sīlavipattiyā. Das ist der dritte Nachteil.

Puna caparaṁ, āvuso, dussīlo sīlavipanno sammūḷho kālaṁ karoti, Dann fühlt sich da ein unmoralischer Mensch verloren, wenn er stirbt.

ayaṁ catuttho ādīnavo dussīlassa sīlavipattiyā. Das ist der vierte Nachteil.

Puna caparaṁ, āvuso, dussīlo sīlavipanno kāyassa bhedā paraṁ maraṇā apāyaṁ duggatiṁ vinipātaṁ nirayaṁ upapajjati, Dann wird da ein unmoralischer Mensch, wenn der Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, an einem verlorenen Ort wiedergeboren, einem schlechten Ort, in der Unterwelt, der Hölle.

ayaṁ pañcamo ādīnavo dussīlassa sīlavipattiyā. Das ist der fünfte Nachteil.

Pañca ānisaṁsā sīlavato sīlasampadāya. Fünf Vorteile, die die Vervollkommnung des sittlichen Verhaltens für einen sittlichen Menschen haben:

Idhāvuso, sīlavā sīlasampanno appamādādhikaraṇaṁ mahantaṁ bhogakkhandhaṁ adhigacchati, Zunächst gewinnt da ein sittlicher Mensch durch seine Beflissenheit viel Vermögen.

ayaṁ paṭhamo ānisaṁso sīlavato sīlasampadāya. Das ist der erste Vorteil.

Puna caparaṁ, āvuso, sīlavato sīlasampannassa kalyāṇo kittisaddo abbhuggacchati, Dann hat da ein sittlicher Mensch einen guten Ruf.

ayaṁ dutiyo ānisaṁso sīlavato sīlasampadāya. Das ist der zweite Vorteil.

Puna caparaṁ, āvuso, sīlavā sīlasampanno yaññadeva parisaṁ upasaṅkamati yadi khattiyaparisaṁ yadi brāhmaṇaparisaṁ yadi gahapatiparisaṁ yadi samaṇaparisaṁ, visārado upasaṅkamati amaṅkubhūto, Dann ist da ein sittlicher Mensch sicher und selbstbewusst, wenn er sich zu irgendeiner Versammlung begibt, sei es eine Versammlung von Adligen, Brahmanen, Hausbesitzern oder Asketen.

ayaṁ tatiyo ānisaṁso sīlavato sīlasampadāya. Das ist der dritte Vorteil.

Puna caparaṁ, āvuso, sīlavā sīlasampanno asammūḷho kālaṁ karoti, Dann fühlt sich da ein sittlicher Mensch nicht verloren, wenn er stirbt.

ayaṁ catuttho ānisaṁso sīlavato sīlasampadāya. Das ist der vierte Vorteil.

Puna caparaṁ, āvuso, sīlavā sīlasampanno kāyassa bhedā paraṁ maraṇā sugatiṁ saggaṁ lokaṁ upapajjati, Dann wird da ein sittlicher Mensch, wenn der Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, an einem guten Ort wiedergeboren, in einer himmlischen Welt.

ayaṁ pañcamo ānisaṁso sīlavato sīlasampadāya. Das ist der fünfte Vorteil.

Codakena, āvuso, bhikkhunā paraṁ codetukāmena pañca dhamme ajjhattaṁ upaṭṭhapetvā paro codetabbo. Ein Mönch, der einen anderen anklagen will, soll zuerst fünf Dinge bei sich selbst sicherstellen:

Kālena vakkhāmi no akālena, Ich werde zur rechten Zeit sprechen, nicht zur falschen Zeit.

bhūtena vakkhāmi no abhūtena, Ich werde die Wahrheit sprechen, nicht die Unwahrheit.

saṇhena vakkhāmi no pharusena, Ich werde sanft sprechen, nicht hart.

atthasaṁhitena vakkhāmi no anatthasaṁhitena, Ich werde zum Nutzen sprechen, nicht zum Schaden.

mettacittena vakkhāmi no dosantarenāti. Ich werde mit liebevollem Herzen sprechen, nicht mit verstecktem Hass.

Codakena, āvuso, bhikkhunā paraṁ codetukāmena ime pañca dhamme ajjhattaṁ upaṭṭhapetvā paro codetabbo. Ein Mönch, der einen anderen anklagen will, soll zuerst diese fünf Dinge bei sich selbst sicherstellen.

Pañca padhāniyaṅgāni. Fünf Faktoren, die die Meditation unterstützen:

Idhāvuso, bhikkhu saddho hoti, saddahati tathāgatassa bodhiṁ: Da hat ein Mönch Vertrauen zum Erwachen des Klargewordenen:

‘itipi so bhagavā arahaṁ sammāsambuddho vijjācaraṇasampanno sugato, lokavidū anuttaro purisadammasārathi satthā devamanussānaṁ buddho bhagavā’ti. ‚Dieser Gesegnete ist vollendet, ein vollkommen erwachter Buddha, von vollendetem Wissen und Verhalten, heilig, Kenner der Welt, unübertrefflicher Anleiter für alle, die üben wollen, Lehrer von Göttern und Menschen, erwacht, gesegnet.‘

Appābādho hoti appātaṅko, samavepākiniyā gahaṇiyā samannāgato nātisītāya nāccuṇhāya majjhimāya padhānakkhamāya. Er ist selten krank oder unwohl. Sein Magen verdaut gut, ist weder zu heiß noch zu kalt, sondern genau richtig und passend für die Meditation.

Asaṭho hoti amāyāvī, yathābhūtaṁ attānaṁ āvikattā satthari vā viññūsu vā sabrahmacārīsu. Er ist nicht verschlagen oder hinterhältig. Er vertraut sich ehrlich dem Lehrer oder vernünftigen geistlichen Gefährten an.

Āraddhavīriyo viharati akusalānaṁ dhammānaṁ pahānāya kusalānaṁ dhammānaṁ upasampadāya thāmavā daḷhaparakkamo anikkhittadhuro kusalesu dhammesu. Er lebt so, dass er seine Energie aufrüttelt, um untaugliche Eigenschaften aufzugeben und sich taugliche Eigenschaften zu eigen zu machen. Er ist stark, beharrlich fest, und lässt nicht nach beim Entwickeln tauglicher Eigenschaften.

Paññavā hoti udayatthagāminiyā paññāya samannāgato ariyāya nibbedhikāya sammādukkhakkhayagāminiyā. Er ist weise. Er besitzt die Weisheit des Entstehens und Vergehens, die edel und durchdringend ist und zur völligen Auflösung des Leidens führt.

Pañca suddhāvāsā—Fünf reine Aufenthalte:

avihā, atappā, sudassā, sudassī, akaniṭṭhā. Aviha, Atappa, die Götter von schönem Anblick, die Götter mit schönem Blick und Akaniṭṭha.

Pañca anāgāmino—Fünf Nichtwiederkehrer:

antarāparinibbāyī, upahaccaparinibbāyī, asaṅkhāraparinibbāyī, sasaṅkhāraparinibbāyī, uddhaṁsotoakaniṭṭhagāmī. einer, der zwischen zwei Leben erlischt; einer, der beim Auftreffen erlischt; einer, der ohne zusätzliche Anstrengung erlischt; einer, der mit zusätzlicher Anstrengung erlischt; und einer, der stromaufwärts geht zum Akaniṭṭha-Bereich.

Pañca cetokhilā. Fünf Arten seelischer Öde:

Idhāvuso, bhikkhu satthari kaṅkhati vicikicchati nādhimuccati na sampasīdati. Zunächst hat da ein Mönch Zweifel am Lehrer. Er ist unsicher, unentschlossen und mutlos.

Yo so, āvuso, bhikkhu satthari kaṅkhati vicikicchati nādhimuccati na sampasīdati, tassa cittaṁ na namati ātappāya anuyogāya sātaccāya padhānāya, yassa cittaṁ na namati ātappāya anuyogāya sātaccāya padhānāya, ayaṁ paṭhamo cetokhilo. Wenn das so ist, neigt sein Geist nicht zu Ehrgeiz, Hingabe, Ausdauer und Mühe. Das ist die erste Art seelischer Öde.

Puna caparaṁ, āvuso, bhikkhu dhamme kaṅkhati vicikicchati …pe… Dann hat da ein Mönch Zweifel an der Lehre …

saṅghe kaṅkhati vicikicchati … am Saṅgha …

sikkhāya kaṅkhati vicikicchati … und an der Schulung …

sabrahmacārīsu kupito hoti anattamano āhatacitto khilajāto. Ein Mönch ist zornig und aufgebracht über seine geistlichen Gefährten, verbittert und verschlossen.

Yo so, āvuso, bhikkhu sabrahmacārīsu kupito hoti anattamano āhatacitto khilajāto, tassa cittaṁ na namati ātappāya anuyogāya sātaccāya padhānāya, yassa cittaṁ na namati ātappāya anuyogāya sātaccāya padhānāya, ayaṁ pañcamo cetokhilo. Wenn das so ist, neigt sein Geist nicht zu Ehrgeiz, Hingabe, Ausdauer und Mühe. Das ist die fünfte Art seelischer Öde.

Pañca cetasovinibandhā. Fünf seelische Ketten:

Idhāvuso, bhikkhu kāmesu avītarāgo hoti avigatacchando avigatapemo avigatapipāso avigatapariḷāho avigatataṇho. Zunächst ist da ein Mönch nicht frei von Begehren, Sehnen, Zuneigung, Durst, Leidenschaft und Verlangen nach Sinnenfreuden.

Yo so, āvuso, bhikkhu kāmesu avītarāgo hoti avigatacchando avigatapemo avigatapipāso avigatapariḷāho avigatataṇho, tassa cittaṁ na namati ātappāya anuyogāya sātaccāya padhānāya.

Yassa cittaṁ na namati ātappāya anuyogāya sātaccāya padhānāya. Wenn das so ist, neigt sein Geist nicht zu Ehrgeiz, Hingabe, Ausdauer und Mühe.

Ayaṁ paṭhamo cetaso vinibandho. Das ist die erste seelische Kette.

Puna caparaṁ, āvuso, bhikkhu kāye avītarāgo hoti …pe… Dann ist da ein Mönch nicht frei von Begehren nach dem Körper …

rūpe avītarāgo hoti …pe… Er ist nicht frei von Begehren nach Form …

puna caparaṁ, āvuso, bhikkhu yāvadatthaṁ udarāvadehakaṁ bhuñjitvā seyyasukhaṁ passasukhaṁ middhasukhaṁ anuyutto viharati …pe… Er isst sich ordentlich satt, bis sein Bauch voll ist, und schwelgt dann in den Freuden des Schlafens, Liegens und Dösens …

puna caparaṁ, āvuso, bhikkhu aññataraṁ devanikāyaṁ paṇidhāya brahmacariyaṁ carati: ‘imināhaṁ sīlena vā vatena vā tapena vā brahmacariyena vā devo vā bhavissāmi devaññataro vā’ti. Er führt das geistliche Leben in der Hoffnung, in einer Klasse von Göttern wiedergeboren zu werden: ‚Dass ich doch durch diese Regel, dieses Gelübde, diese inbrünstige Bußübung oder dieses geistliche Leben einer der Götter werde!‘

Yo so, āvuso, bhikkhu aññataraṁ devanikāyaṁ paṇidhāya brahmacariyaṁ carati: ‘imināhaṁ sīlena vā vatena vā tapena vā brahmacariyena vā devo vā bhavissāmi devaññataro vā’ti, tassa cittaṁ na namati ātappāya anuyogāya sātaccāya padhānāya. Yassa cittaṁ na namati ātappāya anuyogāya sātaccāya padhānāya. Wenn das so ist, neigt sein Geist nicht zu Ehrgeiz, Hingabe, Ausdauer und Mühe.

Ayaṁ pañcamo cetaso vinibandho. Das ist die fünfte seelische Kette.

Pañcindriyāni—Fünf Fähigkeiten:

cakkhundriyaṁ, sotindriyaṁ, ghānindriyaṁ, jivhindriyaṁ, kāyindriyaṁ. die Fähigkeit des Auges, des Ohrs, der Nase, der Zunge und des Körpers.

Aparānipi pañcindriyāni—Weitere fünf Fähigkeiten:

sukhindriyaṁ, dukkhindriyaṁ, somanassindriyaṁ, domanassindriyaṁ, upekkhindriyaṁ. Die Fähigkeit des Wohlseins, des Schmerzes, der Fröhlichkeit, der Traurigkeit und des Gleichmuts.

Aparānipi pañcindriyāni—Weitere fünf Fähigkeiten:

saddhindriyaṁ, vīriyindriyaṁ, satindriyaṁ, samādhindriyaṁ, paññindriyaṁ. Die Fähigkeit des Vertrauens, der Energie, der Achtsamkeit, der Versenkung und der Weisheit.

Pañca nissaraṇiyā dhātuyo. Fünf Elemente des Entrinnens:

Idhāvuso, bhikkhuno kāme manasikaroto kāmesu cittaṁ na pakkhandati na pasīdati na santiṭṭhati na vimuccati. Da richtet Mönch den Geist auf Sinnenfreuden, aber sein Geist springt dabei nicht vorwärts, wird nicht zuversichtlich, setzt sich nicht und wird nicht entschlossen.

Nekkhammaṁ kho panassa manasikaroto nekkhamme cittaṁ pakkhandati pasīdati santiṭṭhati vimuccati. Aber wenn er den Geist auf Entsagung richtet, springt sein Geist vorwärts, wird zuversichtlich, setzt sich und wird entschlossen.

Tassa taṁ cittaṁ sugataṁ subhāvitaṁ suvuṭṭhitaṁ suvimuttaṁ visaṁyuttaṁ kāmehi. Sein Geist ist in gutem Zustand, gut entwickelt, gut entfaltet, gut befreit und von Sinnenfreuden abgelöst.

Ye ca kāmapaccayā uppajjanti āsavā vighātā pariḷāhā, mutto so tehi, na so taṁ vedanaṁ vedeti. Er ist frei von den bedrängenden, fiebrigen Befleckungen, die aufgrund von Sinnenfreuden entstehen, sodass er diese Gefühle nicht fühlt.

Idamakkhātaṁ kāmānaṁ nissaraṇaṁ. So wird das Entrinnen von Sinnenfreuden erklärt.

Puna caparaṁ, āvuso, bhikkhuno byāpādaṁ manasikaroto byāpāde cittaṁ na pakkhandati na pasīdati na santiṭṭhati na vimuccati. Dann richtet da ein Mönch den Geist auf bösen Willen, aber sein Geist springt dabei nicht vorwärts …

Abyāpādaṁ kho panassa manasikaroto abyāpāde cittaṁ pakkhandati pasīdati santiṭṭhati vimuccati. Aber wenn er den Geist auf Wohlwollen richtet, springt sein Geist vorwärts …

Tassa taṁ cittaṁ sugataṁ subhāvitaṁ suvuṭṭhitaṁ suvimuttaṁ visaṁyuttaṁ byāpādena. Sein Geist ist in gutem Zustand … und von bösem Willen abgelöst.

Ye ca byāpādapaccayā uppajjanti āsavā vighātā pariḷāhā, mutto so tehi, na so taṁ vedanaṁ vedeti. Er ist frei von den bedrängenden, fiebrigen Befleckungen, die aufgrund von bösem Willen entstehen, sodass er diese Gefühle nicht fühlt.

Idamakkhātaṁ byāpādassa nissaraṇaṁ. So wird das Entrinnen von bösem Willen erklärt.

Puna caparaṁ, āvuso, bhikkhuno vihesaṁ manasikaroto vihesāya cittaṁ na pakkhandati na pasīdati na santiṭṭhati na vimuccati. Dann richtet da ein Mönch den Geist auf Grausamkeit, aber sein Geist springt dabei nicht vorwärts …

Avihesaṁ kho panassa manasikaroto avihesāya cittaṁ pakkhandati pasīdati santiṭṭhati vimuccati. Aber wenn er den Geist auf Mildherzigkeit richtet, springt sein Geist vorwärts …

Tassa taṁ cittaṁ sugataṁ subhāvitaṁ suvuṭṭhitaṁ suvimuttaṁ visaṁyuttaṁ vihesāya. Sein Geist ist in gutem Zustand … und von Grausamkeit abgelöst.

Ye ca vihesāpaccayā uppajjanti āsavā vighātā pariḷāhā, mutto so tehi, na so taṁ vedanaṁ vedeti. Er ist frei von den bedrängenden, fiebrigen Befleckungen, die aufgrund von Grausamkeit entstehen, sodass er diese Gefühle nicht fühlt.

Idamakkhātaṁ vihesāya nissaraṇaṁ. So wird das Entrinnen von der Grausamkeit erklärt.

Puna caparaṁ, āvuso, bhikkhuno rūpe manasikaroto rūpesu cittaṁ na pakkhandati na pasīdati na santiṭṭhati na vimuccati. Dann richtet da ein Mönch den Geist auf Form, aber sein Geist springt dabei nicht vorwärts …

Arūpaṁ kho panassa manasikaroto arūpe cittaṁ pakkhandati pasīdati santiṭṭhati vimuccati. Aber wenn er den Geist auf Formlosigkeit richtet, springt sein Geist vorwärts …

Tassa taṁ cittaṁ sugataṁ subhāvitaṁ suvuṭṭhitaṁ suvimuttaṁ visaṁyuttaṁ rūpehi. Sein Geist ist in gutem Zustand … und von Formen abgelöst.

Ye ca rūpapaccayā uppajjanti āsavā vighātā pariḷāhā, mutto so tehi, na so taṁ vedanaṁ vedeti. Er ist frei von den bedrängenden, fiebrigen Befleckungen, die aufgrund von Formen entstehen, sodass er diese Gefühle nicht fühlt.

Idamakkhātaṁ rūpānaṁ nissaraṇaṁ. So wird das Entrinnen von Formen erklärt.

Puna caparaṁ, āvuso, bhikkhuno sakkāyaṁ manasikaroto sakkāye cittaṁ na pakkhandati na pasīdati na santiṭṭhati na vimuccati. Dann richtet da ein Mönch den Geist auf substanzielle Wirklichkeit, aber sein Geist springt dabei nicht vorwärts, wird nicht zuversichtlich, setzt sich nicht und wird nicht entschlossen.

Sakkāyanirodhaṁ kho panassa manasikaroto sakkāyanirodhe cittaṁ pakkhandati pasīdati santiṭṭhati vimuccati. Aber wenn er den Geist auf das Aufhören substanzieller Wirklichkeit richtet, springt sein Geist vorwärts, wird zuversichtlich, setzt sich und wird entschlossen.

Tassa taṁ cittaṁ sugataṁ subhāvitaṁ suvuṭṭhitaṁ suvimuttaṁ visaṁyuttaṁ sakkāyena. Sein Geist ist in gutem Zustand, gut entwickelt, gut entfaltet, gut befreit und von substanzieller Wirklichkeit abgelöst.

Ye ca sakkāyapaccayā uppajjanti āsavā vighātā pariḷāhā, mutto so tehi, na so taṁ vedanaṁ vedeti. Er ist frei von den bedrängenden, fiebrigen Befleckungen, die aufgrund von substanzieller Wirklichkeit entstehen, sodass er diese Gefühle nicht fühlt.

Idamakkhātaṁ sakkāyassa nissaraṇaṁ. So wird das Entrinnen von substanzieller Wirklichkeit erklärt.

Pañca vimuttāyatanāni. Fünf günstige Gelegenheiten für Freiheit:

Idhāvuso, bhikkhuno satthā dhammaṁ deseti aññataro vā garuṭṭhāniyo sabrahmacārī. Da lehrt der Lehrer oder ein angesehener geistlicher Gefährte einen Mönch den Dhamma.

Yathā yathā, āvuso, bhikkhuno satthā dhammaṁ deseti aññataro vā garuṭṭhāniyo sabrahmacārī tathā tathā so tasmiṁ dhamme atthapaṭisaṁvedī ca hoti dhammapaṭisaṁvedī ca. Dieser Mönch ist ergriffen von der Bedeutung und der Lehre in diesem Dhamma, ganz gleich, wie der Lehrer oder der angesehene geistliche Gefährte ihn lehrt.

Tassa atthapaṭisaṁvedino dhammapaṭisaṁvedino pāmojjaṁ jāyati, pamuditassa pīti jāyati, pītimanassa kāyo passambhati, passaddhakāyo sukhaṁ vedeti, sukhino cittaṁ samādhiyati. Wenn er ergriffen ist, lodert Freude auf. Wenn er voller Freude ist, lodert Ekstase auf. Wenn der Geist in Ekstase ist, wird der Körper still. Wenn der Körper still ist, empfindet er Seligkeit. Und wenn er voller Seligkeit ist, versenkt sich der Geist im Samādhi.

Idaṁ paṭhamaṁ vimuttāyatanaṁ. Das ist die erste günstige Gelegenheit für Freiheit.

Puna caparaṁ, āvuso, bhikkhuno na heva kho satthā dhammaṁ deseti aññataro vā garuṭṭhāniyo sabrahmacārī, api ca kho yathāsutaṁ yathāpariyattaṁ dhammaṁ vitthārena paresaṁ deseti …pe… Weiterhin kann es sein, dass weder der Lehrer noch ein angesehener geistlicher Gefährte einen Mönch den Dhamma lehrt. Aber der Mönch lehrt andere ausführlich den Dhamma, wie er ihn gehört und sich eingeprägt hat. …

api ca kho yathāsutaṁ yathāpariyattaṁ dhammaṁ vitthārena sajjhāyaṁ karoti …pe… Oder der Mönch sagt die Lehre ausführlich auf, so wie er sie gehört und sich eingeprägt hat. …

api ca kho yathāsutaṁ yathāpariyattaṁ dhammaṁ cetasā anuvitakketi anuvicāreti manasānupekkhati …pe… Oder der Mönch denkt im Herzen über die Lehre nach und erwägt sie, untersucht sie mit dem Geist, wie er sie gehört und sich eingeprägt hat. …

api ca khvassa aññataraṁ samādhinimittaṁ suggahitaṁ hoti sumanasikataṁ sūpadhāritaṁ suppaṭividdhaṁ paññāya. Oder ein Meditationsthema als Basis für die Versenkung ergreift er richtig, richtet den Geist richtig darauf, behält es richtig im Sinn und erfasst es richtig mit Weisheit.

Yathā yathā, āvuso, bhikkhuno aññataraṁ samādhinimittaṁ suggahitaṁ hoti sumanasikataṁ sūpadhāritaṁ suppaṭividdhaṁ paññāya tathā tathā so tasmiṁ dhamme atthapaṭisaṁvedī ca hoti dhammapaṭisaṁvedī ca. Dieser Mönch ist ergriffen von der Bedeutung und der Lehre in diesem Dhamma, ganz gleich, wie er ein Meditationsthema als Basis für die Versenkung richtig ergreift, den Geist richtig darauf richtet, es richtig im Sinn behält und es richtig mit Weisheit erfasst.

Tassa atthapaṭisaṁvedino dhammapaṭisaṁvedino pāmojjaṁ jāyati, pamuditassa pīti jāyati, pītimanassa kāyo passambhati, passaddhakāyo sukhaṁ vedeti, sukhino cittaṁ samādhiyati. Wenn er ergriffen ist, lodert Freude auf. Wenn er voller Freude ist, lodert Ekstase auf. Wenn der Geist in Ekstase ist, wird der Körper still. Wenn der Körper still ist, empfindet er Seligkeit. Und wenn er voller Seligkeit ist, versenkt sich der Geist im Samādhi.

Idaṁ pañcamaṁ vimuttāyatanaṁ. Das ist die fünfte günstige Gelegenheit für Freiheit.

Pañca vimuttiparipācanīyā saññā—Fünf Wahrnehmungen, die zu Freiheit heranreifen:

aniccasaññā, anicce dukkhasaññā, dukkhe anattasaññā, pahānasaññā, virāgasaññā. die Wahrnehmung der Unbeständigkeit, die Wahrnehmung des Leidens in der Unbeständigkeit, die Wahrnehmung des Fehlens eines Selbst im Leiden, die Wahrnehmung des Aufgebens und die Wahrnehmung des Schwindens.

Ime kho, āvuso, tena bhagavatā jānatā passatā arahatā sammāsambuddhena pañca dhammā sammadakkhātā; Das sind die Lehren, die zu Fünfergruppen zusammengestellt sind, die vom Buddha richtig erklärt wurden.

tattha sabbeheva saṅgāyitabbaṁ …pe… atthāya hitāya sukhāya devamanussānaṁ. Ihr sollt sie alle im Chor aufsagen.

6. Chakka 6. Sechser

Atthi kho, āvuso, tena bhagavatā jānatā passatā arahatā sammāsambuddhena cha dhammā sammadakkhātā; Da sind zu Sechsergruppen zusammengestellte Lehren, die vom Buddha richtig erklärt wurden.

tattha sabbeheva saṅgāyitabbaṁ …pe… atthāya hitāya sukhāya devamanussānaṁ. Ihr sollt sie alle im Chor aufsagen.

Katame cha? Welches sind die Lehren, die zu Sechsergruppen zusammengestellt sind?

Cha ajjhattikāni āyatanāni—Sechs innere Sinnesfelder:

cakkhāyatanaṁ, sotāyatanaṁ, ghānāyatanaṁ, jivhāyatanaṁ, kāyāyatanaṁ, manāyatanaṁ. Auge, Ohr, Nase, Zunge, Körper und Geist.

Cha bāhirāni āyatanāni—Sechs äußere Sinnesfelder:

rūpāyatanaṁ, saddāyatanaṁ, gandhāyatanaṁ, rasāyatanaṁ, phoṭṭhabbāyatanaṁ, dhammāyatanaṁ. Bilder, Töne, Gerüche, Geschmäcke, Berührungen und Vorstellungen.

Cha viññāṇakāyā—Sechs Klassen von Bewusstsein:

cakkhuviññāṇaṁ, sotaviññāṇaṁ, ghānaviññāṇaṁ, jivhāviññāṇaṁ, kāyaviññāṇaṁ, manoviññāṇaṁ. Augenbewusstsein, Ohrbewusstsein, Nasenbewusstsein, Zungenbewusstsein, Körperbewusstsein und Geistbewusstsein.

Cha phassakāyā—Sechs Klassen von Kontakt:

cakkhusamphasso, sotasamphasso, ghānasamphasso, jivhāsamphasso, kāyasamphasso, manosamphasso. Kontakt mit dem Auge, dem Ohr, der Nase, der Zunge, dem Körper und dem Geist.

Cha vedanākāyā—Sechs Klassen von Gefühl:

cakkhusamphassajā vedanā, sotasamphassajā vedanā, ghānasamphassajā vedanā, jivhāsamphassajā vedanā, kāyasamphassajā vedanā, manosamphassajā vedanā. Gefühl entsprungen aus Kontakt mit dem Auge, dem Ohr, der Nase, der Zunge, dem Körper und dem Geist.

Cha saññākāyā—Sechs Klassen der Wahrnehmung:

rūpasaññā, saddasaññā, gandhasaññā, rasasaññā, phoṭṭhabbasaññā, dhammasaññā. Wahrnehmung von Bildern, Tönen, Gerüchen, Geschmäcken, Berührungen und Vorstellungen.

Cha sañcetanākāyā—Sechs Klassen von Absicht:

rūpasañcetanā, saddasañcetanā, gandhasañcetanā, rasasañcetanā, phoṭṭhabbasañcetanā, dhammasañcetanā. Absicht in Bezug auf Bilder, Töne, Gerüche, Geschmäcke, Berührungen und Vorstellungen.

Cha taṇhākāyā—Sechs Klassen von Verlangen:

rūpataṇhā, saddataṇhā, gandhataṇhā, rasataṇhā, phoṭṭhabbataṇhā, dhammataṇhā. Verlangen nach Bildern, Tönen, Gerüchen, Geschmäcken, Berührungen und Vorstellungen.

Cha agāravā. Sechs Arten von fehlender Achtung:

Idhāvuso, bhikkhu satthari agāravo viharati appatisso; dhamme agāravo viharati appatisso; saṅghe agāravo viharati appatisso; sikkhāya agāravo viharati appatisso; appamāde agāravo viharati appatisso; paṭisanthāre agāravo viharati appatisso. Da hat ein Mönch keine Achtung und keine Ehrfurcht vor dem Lehrer, vor der Lehre und vor dem Saṅgha, vor der Schulung, vor Beflissenheit und vor Gastfreundschaft.

Cha gāravā. Sechs Arten von Achtung:

Idhāvuso, bhikkhu satthari sagāravo viharati sappatisso; dhamme sagāravo viharati sappatisso; saṅghe sagāravo viharati sappatisso; sikkhāya sagāravo viharati sappatisso; appamāde sagāravo viharati sappatisso; paṭisanthāre sagāravo viharati sappatisso. Da hat ein Mönch Achtung und Ehrfurcht vor dem Lehrer, vor der Lehre und vor dem Saṅgha, vor der Schulung, vor Beflissenheit und vor Gastfreundschaft.

Cha somanassūpavicārā. Sechs Arten, wie die Gedanken um Fröhlichkeit kreisen:

Cakkhunā rūpaṁ disvā somanassaṭṭhāniyaṁ rūpaṁ upavicarati; Wenn man mit dem Auge ein Bild sieht, kreisen die Gedanken um ein Bild, das eine Grundlage für Fröhlichkeit darstellt.

sotena saddaṁ sutvā … Wenn man mit dem Ohr einen Ton hört …

ghānena gandhaṁ ghāyitvā … Wenn man mit der Nase einen Geruch riecht …

jivhāya rasaṁ sāyitvā … Wenn man mit der Zunge einen Geschmack schmeckt …

kāyena phoṭṭhabbaṁ phusitvā. Wenn man mit dem Körper eine Berührung empfindet …

Manasā dhammaṁ viññāya somanassaṭṭhāniyaṁ dhammaṁ upavicarati. Wenn man mit dem Geist eine Vorstellung erkennt, kreisen die Gedanken um eine Vorstellung, die eine Grundlage für Fröhlichkeit darstellt.

Cha domanassūpavicārā. Sechs Arten, wie die Gedanken um Traurigkeit kreisen:

Cakkhunā rūpaṁ disvā domanassaṭṭhāniyaṁ rūpaṁ upavicarati …pe… Wenn man mit dem Auge ein Bild sieht, kreisen die Gedanken um ein Bild, das eine Grundlage für Traurigkeit darstellt. …

manasā dhammaṁ viññāya domanassaṭṭhāniyaṁ dhammaṁ upavicarati. Wenn man mit dem Geist eine Vorstellung erkennt, kreisen die Gedanken um eine Vorstellung, die eine Grundlage für Traurigkeit darstellt.

Cha upekkhūpavicārā. Sechs Arten, wie die Gedanken um Gleichmut kreisen:

Cakkhunā rūpaṁ disvā upekkhāṭṭhāniyaṁ rūpaṁ upavicarati …pe… Wenn man mit dem Auge ein Bild sieht, kreisen die Gedanken um ein Bild, das eine Grundlage für Gleichmut darstellt. …

manasā dhammaṁ viññāya upekkhāṭṭhāniyaṁ dhammaṁ upavicarati. Wenn man mit dem Geist eine Vorstellung erkennt, kreisen die Gedanken um eine Vorstellung, die eine Grundlage für Gleichmut darstellt.

Cha sāraṇīyā dhammā. Sechs warmherzige Eigenschaften:

Idhāvuso, bhikkhuno mettaṁ kāyakammaṁ paccupaṭṭhitaṁ hoti sabrahmacārīsu āvi ceva raho ca. Da behandelt ein Mönch seine geistlichen Gefährten stets liebevoll mit dem Körper, sowohl öffentlich als insgeheim.

Ayampi dhammo sāraṇīyo piyakaraṇo garukaraṇo saṅgahāya avivādāya sāmaggiyā ekībhāvāya saṁvattati. Diese warmherzige Eigenschaft sorgt für Zuneigung und Achtung, führt zu Gemeinschaftsbildung, Nicht-Streiten, Eintracht und Einigkeit.

Puna caparaṁ, āvuso, bhikkhuno mettaṁ vacīkammaṁ paccupaṭṭhitaṁ hoti sabrahmacārīsu āvi ceva raho ca. Dann behandelt da ein Mönch seine geistlichen Gefährten stets liebevoll mit der Sprache, sowohl öffentlich als insgeheim.

Ayampi dhammo sāraṇīyo …pe… ekībhāvāya saṁvattati. Auch diese warmherzige Eigenschaft … führt zu Eintracht und Einigkeit.

Puna caparaṁ, āvuso, bhikkhuno mettaṁ manokammaṁ paccupaṭṭhitaṁ hoti sabrahmacārīsu āvi ceva raho ca. Dann behandelt da ein Mönch seine geistlichen Gefährten stets liebevoll mit dem Geist, sowohl öffentlich als insgeheim.

Ayampi dhammo sāraṇīyo …pe… ekībhāvāya saṁvattati. Auch diese warmherzige Eigenschaft … führt zu Eintracht und Einigkeit.

Puna caparaṁ, āvuso, bhikkhu ye te lābhā dhammikā dhammaladdhā antamaso pattapariyāpannamattampi, tathārūpehi lābhehi appaṭivibhattabhogī hoti sīlavantehi sabrahmacārīhi sādhāraṇabhogī. Dann teilt da ein Mönch vorbehaltlos, was er an materiellem Besitz auf rechtmäßige Weise erhalten hat, selbst das Essen in seiner Almosenschale, und benutzt es gemeinsam mit seinen sittlichen geistlichen Gefährten.

Ayampi dhammo sāraṇīyo …pe… ekībhāvāya saṁvattati. Auch diese warmherzige Eigenschaft … führt zu Eintracht und Einigkeit.

Puna caparaṁ, āvuso, bhikkhu yāni tāni sīlāni akhaṇḍāni acchiddāni asabalāni akammāsāni bhujissāni viññuppasatthāni aparāmaṭṭhāni samādhisaṁvattanikāni, tathārūpesu sīlesu sīlasāmaññagato viharati sabrahmacārīhi āvi ceva raho ca. Dann lebt da ein Mönch gemäß den Regeln, die er mit seinen geistlichen Gefährten teilt, sowohl öffentlich als insgeheim. Die Regeln sind unversehrt, tadellos, makellos und unbeschädigt; sie sind befreiend, werden von vernünftigen Menschen gepriesen, sind richtig aufgefasst und führen in die Versenkung.

Ayampi dhammo sāraṇīyo …pe… ekībhāvāya saṁvattati. Auch diese warmherzige Eigenschaft … führt zu Eintracht und Einigkeit.

Puna caparaṁ, āvuso, bhikkhu yāyaṁ diṭṭhi ariyā niyyānikā niyyāti takkarassa sammā dukkhakkhayāya, tathārūpāya diṭṭhiyā diṭṭhisāmaññagato viharati sabrahmacārīhi āvi ceva raho ca. Dann lebt da ein Mönch gemäß der Ansicht, die er mit seinen geistlichen Gefährten teilt, sowohl öffentlich als insgeheim. Diese Ansicht ist edel, macht mündig und führt den, der sie übt, zur völligen Auflösung des Leidens.

Ayampi dhammo sāraṇīyo piyakaraṇo garukaraṇo saṅgahāya avivādāya sāmaggiyā ekībhāvāya saṁvattati. Auch diese warmherzige Eigenschaft sorgt für Zuneigung und Achtung, führt zu Gemeinschaftsbildung, Nicht-Streiten, Eintracht und Einigkeit.

Cha vivādamūlāni. Sechs Wurzeln des Streits:

Idhāvuso, bhikkhu kodhano hoti upanāhī. Da ist ein Mönch reizbar und verbittert.

Yo so, āvuso, bhikkhu kodhano hoti upanāhī, so sattharipi agāravo viharati appatisso, dhammepi agāravo viharati appatisso, saṅghepi agāravo viharati appatisso, sikkhāyapi na paripūrakārī hoti. Ein solcher Mönch hat keine Achtung und keine Ehrfurcht vor dem Lehrer, vor der Lehre und vor dem Saṅgha, und er erfüllt die Schulung nicht.

Yo so, āvuso, bhikkhu satthari agāravo viharati appatisso, dhamme agāravo viharati appatisso, saṅghe agāravo viharati appatisso, sikkhāya na paripūrakārī, so saṅghe vivādaṁ janeti. Yo hoti vivādo bahujanāhitāya bahujanāsukhāya anatthāya ahitāya dukkhāya devamanussānaṁ. Er stiftet Streit im Saṅgha; das ist zum Schaden und Unglück vieler Menschen, zum Unheil, Schaden und Leiden von Göttern und Menschen.

Evarūpañce tumhe, āvuso, vivādamūlaṁ ajjhattaṁ vā bahiddhā vā samanupasseyyātha. Tatra tumhe, āvuso, tasseva pāpakassa vivādamūlassa pahānāya vāyameyyātha. Wenn ihr eine solche Wurzel des Streits in euch oder anderen seht, dann versucht, dieses schlechte Ding aufzugeben.

Evarūpañce tumhe, āvuso, vivādamūlaṁ ajjhattaṁ vā bahiddhā vā na samanupasseyyātha. Tatra tumhe, āvuso, tasseva pāpakassa vivādamūlassa āyatiṁ anavassavāya paṭipajjeyyātha. Wenn ihr sie nicht seht, dann übt so, dass sie in Zukunft nicht entsteht.

Evametassa pāpakassa vivādamūlassa pahānaṁ hoti. Evametassa pāpakassa vivādamūlassa āyatiṁ anavassavo hoti. So gebt ihr diese schlechte Wurzel des Streits auf, sodass sie in Zukunft nicht entsteht.

Puna caparaṁ, āvuso, bhikkhu makkhī hoti paḷāsī …pe… Dann ist da ein Mönch beleidigend und verächtlich …

issukī hoti maccharī …pe… Er ist eifersüchtig und geizig …

saṭho hoti māyāvī … Er ist verschlagen und hinterhältig …

pāpiccho hoti micchādiṭṭhī … Er hat unlautere Wünsche und falsche Ansicht …

sandiṭṭhiparāmāsī hoti ādhānaggāhī duppaṭinissaggī …pe… Er hängt an seinen Ansichten, hält sie fest und weigert sich, sie loszulassen.

yo so, āvuso, bhikkhu sandiṭṭhiparāmāsī hoti ādhānaggāhī duppaṭinissaggī, so sattharipi agāravo viharati appatisso, dhammepi agāravo viharati appatisso, saṅghepi agāravo viharati appatisso, sikkhāyapi na paripūrakārī hoti.

Yo so, āvuso, bhikkhu satthari agāravo viharati appatisso, dhamme agāravo viharati appatisso, saṅghe agāravo viharati appatisso, sikkhāya na paripūrakārī, so saṅghe vivādaṁ janeti. Yo hoti vivādo bahujanāhitāya bahujanāsukhāya anatthāya ahitāya dukkhāya devamanussānaṁ.

Evarūpañce tumhe, āvuso, vivādamūlaṁ ajjhattaṁ vā bahiddhā vā samanupasseyyātha. Tatra tumhe, āvuso, tasseva pāpakassa vivādamūlassa pahānāya vāyameyyātha. Wenn ihr eine solche Wurzel des Streits in euch oder anderen seht, dann versucht, dieses schlechte Ding aufzugeben.

Evarūpañce tumhe, āvuso, vivādamūlaṁ ajjhattaṁ vā bahiddhā vā na samanupasseyyātha. Tatra tumhe, āvuso, tasseva pāpakassa vivādamūlassa āyatiṁ anavassavāya paṭipajjeyyātha. Wenn ihr sie nicht seht, dann übt so, dass sie in Zukunft nicht entsteht.

Evametassa pāpakassa vivādamūlassa pahānaṁ hoti. Evametassa pāpakassa vivādamūlassa āyatiṁ anavassavo hoti. So gebt ihr diese schlechte Wurzel des Streits auf, sodass sie in Zukunft nicht entsteht.

Cha dhātuyo—Sechs Elemente:

pathavīdhātu, āpodhātu, tejodhātu, vāyodhātu, ākāsadhātu, viññāṇadhātu. die Elemente Erde, Wasser, Feuer, Wind, Raum und Bewusstsein.

Cha nissaraṇiyā dhātuyo. Sechs Elemente des Entrinnens:

Idhāvuso, bhikkhu evaṁ vadeyya: Da sagt ein Mönch:

‘mettā hi kho me cetovimutti bhāvitā bahulīkatā yānīkatā vatthukatā anuṭṭhitā paricitā susamāraddhā, ‚Ich habe die Erlösung des Herzens durch Liebe entwickelt und gemehrt, habe sie zu meinem Fahrzeug und meiner Grundlage gemacht, habe sie hochgehalten, gefestigt und richtig umgesetzt.

atha ca pana me byāpādo cittaṁ pariyādāya tiṭṭhatī’ti. Und doch hält böser Wille meinen Geist immer noch gefangen.‘

So ‘mā hevan’tissa vacanīyo, ‘māyasmā evaṁ avaca, mā bhagavantaṁ abbhācikkhi, na hi sādhu bhagavato abbhakkhānaṁ, na hi bhagavā evaṁ vadeyya. Man soll ihm sagen: ‚So nicht, Ehrwürdiger! Sag das nicht. Stell den Buddha nicht falsch dar, denn es ist nicht gut, den Buddha falsch darzustellen. Und der Buddha würde das nicht sagen.

Aṭṭhānametaṁ, āvuso, anavakāso, yaṁ mettāya cetovimuttiyā bhāvitāya bahulīkatāya yānīkatāya vatthukatāya anuṭṭhitāya paricitāya susamāraddhāya. Es ist ganz unmöglich, Geehrter, es kann nicht sein, dass die Erlösung des Herzens durch Liebe entwickelt und gemehrt und richtig umgesetzt wurde,

Atha ca panassa byāpādo cittaṁ pariyādāya ṭhassati, netaṁ ṭhānaṁ vijjati. und dass doch böser Wille immer noch den Geist gefangen hält.

Nissaraṇaṁ hetaṁ, āvuso, byāpādassa, yadidaṁ mettā cetovimuttī’ti. Denn durch die Erlösung des Herzens durch Liebe entrinnt man bösem Willen.‘

Idha panāvuso, bhikkhu evaṁ vadeyya: Dann sagt da ein anderer Mönch:

‘karuṇā hi kho me cetovimutti bhāvitā bahulīkatā yānīkatā vatthukatā anuṭṭhitā paricitā susamāraddhā. ‚Ich habe die Erlösung des Herzens durch Mitgefühl entwickelt und gemehrt, habe sie zu meinem Fahrzeug und meiner Grundlage gemacht, habe sie hochgehalten, gefestigt und richtig umgesetzt.

Atha ca pana me vihesā cittaṁ pariyādāya tiṭṭhatī’ti, Und doch hält der Gedanke an Grausamkeit meinen Geist immer noch gefangen.‘

so ‘mā hevan’tissa vacanīyo ‘māyasmā evaṁ avaca, mā bhagavantaṁ abbhācikkhi, na hi sādhu bhagavato abbhakkhānaṁ, na hi bhagavā evaṁ vadeyya. Man soll ihm sagen: ‚So nicht, Ehrwürdiger! …

Aṭṭhānametaṁ, āvuso, anavakāso, yaṁ karuṇāya cetovimuttiyā bhāvitāya bahulīkatāya yānīkatāya vatthukatāya anuṭṭhitāya paricitāya susamāraddhāya,

atha ca panassa vihesā cittaṁ pariyādāya ṭhassati, netaṁ ṭhānaṁ vijjati.

Nissaraṇaṁ hetaṁ, āvuso, vihesāya, yadidaṁ karuṇā cetovimuttī’ti. Denn durch die Erlösung des Herzens durch Mitgefühl entrinnt man Gedanken an Grausamkeit.‘

Idha panāvuso, bhikkhu evaṁ vadeyya: Dann sagt da ein anderer Mönch:

‘muditā hi kho me cetovimutti bhāvitā bahulīkatā yānīkatā vatthukatā anuṭṭhitā paricitā susamāraddhā. ‚Ich habe die Erlösung des Herzens durch freudige Anteilnahme entwickelt und gemehrt, habe sie zu meinem Fahrzeug und meiner Grundlage gemacht, habe sie hochgehalten, gefestigt und richtig umgesetzt.

Atha ca pana me arati cittaṁ pariyādāya tiṭṭhatī’ti, Und doch hält Widerwille meinen Geist immer noch gefangen.‘

so ‘mā hevan’tissa vacanīyo ‘māyasmā evaṁ avaca, mā bhagavantaṁ abbhācikkhi, na hi sādhu bhagavato abbhakkhānaṁ, na hi bhagavā evaṁ vadeyya. Man soll ihm sagen: ‚So nicht, Ehrwürdiger! …

Aṭṭhānametaṁ, āvuso, anavakāso, yaṁ muditāya cetovimuttiyā bhāvitāya bahulīkatāya yānīkatāya vatthukatāya anuṭṭhitāya paricitāya susamāraddhāya,

atha ca panassa arati cittaṁ pariyādāya ṭhassati, netaṁ ṭhānaṁ vijjati.

Nissaraṇaṁ hetaṁ, āvuso, aratiyā, yadidaṁ muditā cetovimuttī’ti. Denn durch die Erlösung des Herzens durch freudige Anteilnahme entrinnt man dem Widerwillen.‘

Idha panāvuso, bhikkhu evaṁ vadeyya: Dann sagt da ein anderer Mönch:

‘upekkhā hi kho me cetovimutti bhāvitā bahulīkatā yānīkatā vatthukatā anuṭṭhitā paricitā susamāraddhā. ‚Ich habe die Erlösung des Herzens durch Gleichmut entwickelt und gemehrt, habe sie zu meinem Fahrzeug und meiner Grundlage gemacht, habe sie hochgehalten, gefestigt und richtig umgesetzt.

Atha ca pana me rāgo cittaṁ pariyādāya tiṭṭhatī’ti. Und doch hält Begehren meinen Geist immer noch gefangen.‘

So ‘mā hevan’tissa vacanīyo ‘māyasmā evaṁ avaca, mā bhagavantaṁ abbhācikkhi, na hi sādhu bhagavato abbhakkhānaṁ, na hi bhagavā evaṁ vadeyya. Man soll ihm sagen: ‚So nicht, Ehrwürdiger! …

Aṭṭhānametaṁ, āvuso, anavakāso, yaṁ upekkhāya cetovimuttiyā bhāvitāya bahulīkatāya yānīkatāya vatthukatāya anuṭṭhitāya paricitāya susamāraddhāya,

atha ca panassa rāgo cittaṁ pariyādāya ṭhassati netaṁ ṭhānaṁ vijjati.

Nissaraṇaṁ hetaṁ, āvuso, rāgassa, yadidaṁ upekkhā cetovimuttī’ti. Denn durch die Erlösung des Herzens durch Gleichmut entrinnt man dem Begehren.‘

Idha panāvuso, bhikkhu evaṁ vadeyya: Dann sagt da ein anderer Mönch:

‘animittā hi kho me cetovimutti bhāvitā bahulīkatā yānīkatā vatthukatā anuṭṭhitā paricitā susamāraddhā. ‚Ich habe die merkmalslose Erlösung des Herzens entwickelt und gemehrt, habe sie zu meinem Fahrzeug und meiner Grundlage gemacht, habe sie hochgehalten, gefestigt und richtig umgesetzt.

Atha ca pana me nimittānusāri viññāṇaṁ hotī’ti. Und doch folgt mein Bewusstsein immer noch Merkmalen nach.‘

So ‘mā hevan’tissa vacanīyo ‘māyasmā evaṁ avaca, mā bhagavantaṁ abbhācikkhi, na hi sādhu bhagavato abbhakkhānaṁ, na hi bhagavā evaṁ vadeyya. Man soll ihm sagen: ‚So nicht, Ehrwürdiger! …

Aṭṭhānametaṁ, āvuso, anavakāso, yaṁ animittāya cetovimuttiyā bhāvitāya bahulīkatāya yānīkatāya vatthukatāya anuṭṭhitāya paricitāya susamāraddhāya,

atha ca panassa nimittānusāri viññāṇaṁ bhavissati, netaṁ ṭhānaṁ vijjati.

Nissaraṇaṁ hetaṁ, āvuso, sabbanimittānaṁ, yadidaṁ animittā cetovimuttī’ti. Denn durch die merkmalslose Erlösung des Herzens entrinnt man allen Merkmalen.‘

Idha panāvuso, bhikkhu evaṁ vadeyya: Dann sagt da ein anderer Mönch:

‘asmīti kho me vigataṁ, ayamahamasmīti na samanupassāmi, ‚Ich habe die Einbildung „ich bin“ ausgeräumt. Und ich betrachte nichts mehr als „das bin ich“.

atha ca pana me vicikicchākathaṅkathāsallaṁ cittaṁ pariyādāya tiṭṭhatī’ti. Und doch hält der Pfeil des Zweifels und der Unschlüssigkeit meinen Geist immer noch gefangen.‘

So ‘mā hevan’tissa vacanīyo ‘māyasmā evaṁ avaca, mā bhagavantaṁ abbhācikkhi, na hi sādhu bhagavato abbhakkhānaṁ, na hi bhagavā evaṁ vadeyya. Man soll ihm sagen: ‚So nicht, Ehrwürdiger! Sag das nicht. Stell den Buddha nicht falsch dar, denn es ist nicht gut, den Buddha falsch darzustellen. Und der Buddha würde das nicht sagen.

Aṭṭhānametaṁ, āvuso, anavakāso, yaṁ asmīti vigate ayamahamasmīti asamanupassato, Es ist ganz unmöglich, Geehrter, es kann nicht sein, dass die Einbildung „ich bin“ ausgeräumt wurde und man nichts mehr als „das bin ich“ betrachtet,

atha ca panassa vicikicchākathaṅkathāsallaṁ cittaṁ pariyādāya ṭhassati, netaṁ ṭhānaṁ vijjati. und dass doch der Pfeil des Zweifels und der Unschlüssigkeit immer noch den Geist gefangen hält.

Nissaraṇaṁ hetaṁ, āvuso, vicikicchākathaṅkathāsallassa, yadidaṁ asmimānasamugghāto’ti. Denn indem man die Einbildung „ich bin“ ausrottet, entrinnt man dem Pfeil des Zweifels und der Unschlüssigkeit.‘

Cha anuttariyāni—Sechs unübertreffliche Dinge:

dassanānuttariyaṁ, savanānuttariyaṁ, lābhānuttariyaṁ, sikkhānuttariyaṁ, pāricariyānuttariyaṁ, anussatānuttariyaṁ. unübertreffliches Sehen, unübertreffliches Hören, unübertrefflicher Gewinn, unübertreffliche Schulung, unübertrefflicher Dienst und unübertreffliche Besinnung.

Cha anussatiṭṭhānāni—Sechs Gegenstände zur Besinnung:

buddhānussati, dhammānussati, saṅghānussati, sīlānussati, cāgānussati, devatānussati. die Besinnung auf den Buddha, auf die Lehre, auf den Saṅgha, auf sittliches Verhalten, auf Großzügigkeit und auf die Gottheiten.

Cha satatavihārā. Sechs gleichbleibende Reaktionen:

Idhāvuso, bhikkhu cakkhunā rūpaṁ disvā neva sumano hoti na dummano, upekkhako viharati sato sampajāno. Wenn ein Mönch mit dem Auge ein Bild sieht, ist er weder froh noch traurig. Er bleibt gleichmütig, achtsam und der Situation bewusst.

Sotena saddaṁ sutvā …pe… Wenn er mit dem Ohr einen Ton hört … Wenn er mit der Nase einen Geruch riecht … Wenn er mit der Zunge einen Geschmack schmeckt … Wenn er mit dem Körper eine Berührung empfindet …

manasā dhammaṁ viññāya neva sumano hoti na dummano, upekkhako viharati sato sampajāno. Wenn er mit dem Geist eine Vorstellung erkennt, ist er weder froh noch traurig. Er bleibt gleichmütig, achtsam und der Situation bewusst.

Chaḷābhijātiyo. Sechs Wiedergeburtsklassen:

Idhāvuso, ekacco kaṇhābhijātiko samāno kaṇhaṁ dhammaṁ abhijāyati. Jemand, der in eine dunkle Klasse hineingeboren wurde, bewirkt ein dunkles Ergebnis.

Idha panāvuso, ekacco kaṇhābhijātiko samāno sukkaṁ dhammaṁ abhijāyati. Jemand, der in eine dunkle Klasse hineingeboren wurde, bewirkt ein helles Ergebnis.

Idha panāvuso, ekacco kaṇhābhijātiko samāno akaṇhaṁ asukkaṁ nibbānaṁ abhijāyati. Jemand, der in eine dunkle Klasse hineingeboren wurde, bewirkt das Erlöschen, das weder dunkel noch hell ist.

Idha panāvuso, ekacco sukkābhijātiko samāno sukkaṁ dhammaṁ abhijāyati. Jemand, der in eine helle Klasse hineingeboren wurde, bewirkt ein helles Ergebnis.

Idha panāvuso, ekacco sukkābhijātiko samāno kaṇhaṁ dhammaṁ abhijāyati. Jemand, der in eine helle Klasse hineingeboren wurde, bewirkt ein dunkles Ergebnis.

Idha panāvuso, ekacco sukkābhijātiko samāno akaṇhaṁ asukkaṁ nibbānaṁ abhijāyati. Jemand, der in eine helle Klasse hineingeboren wurde, bewirkt das Erlöschen, das weder dunkel noch hell ist.

Cha nibbedhabhāgiyā saññā—Sechs Wahrnehmungen, die zum Durchbruch verhelfen:

aniccasaññā, anicce dukkhasaññā, dukkhe anattasaññā, pahānasaññā, virāgasaññā, nirodhasaññā. die Wahrnehmung der Unbeständigkeit, die Wahrnehmung des Leidens in der Unbeständigkeit, die Wahrnehmung des Fehlens eines Selbst im Leiden, die Wahrnehmung des Aufgebens, die Wahrnehmung des Schwindens und die Wahrnehmung des Aufhörens.

Ime kho, āvuso, tena bhagavatā jānatā passatā arahatā sammāsambuddhena cha dhammā sammadakkhātā; Das sind die Lehren, die zu Sechsergruppen zusammengestellt sind, die vom Buddha richtig erklärt wurden.

tattha sabbeheva saṅgāyitabbaṁ …pe… atthāya hitāya sukhāya devamanussānaṁ. Ihr sollt sie alle im Chor aufsagen.

7. Sattaka 7. Siebener

Atthi kho, āvuso, tena bhagavatā jānatā passatā arahatā sammāsambuddhena satta dhammā sammadakkhātā; Da sind zu Siebenergruppen zusammengestellte Lehren, die vom Buddha richtig erklärt wurden.

tattha sabbeheva saṅgāyitabbaṁ …pe… atthāya hitāya sukhāya devamanussānaṁ. Ihr sollt sie alle im Chor aufsagen.

Katame satta? Welches sind die Lehren, die zu Siebenergruppen zusammengestellt sind?

Satta ariyadhanāni—Sieben Reichtümer der Edlen:

saddhādhanaṁ, sīladhanaṁ, hiridhanaṁ, ottappadhanaṁ, sutadhanaṁ, cāgadhanaṁ, paññādhanaṁ. Reichtum an Vertrauen, sittlichem Verhalten, Gewissen, Besonnenheit, Gelehrsamkeit, Großzügigkeit und Weisheit.

Satta bojjhaṅgā—Sieben Faktoren des Erwachens:

satisambojjhaṅgo, dhammavicayasambojjhaṅgo, vīriyasambojjhaṅgo, pītisambojjhaṅgo, passaddhisambojjhaṅgo, samādhisambojjhaṅgo, upekkhāsambojjhaṅgo. Achtsamkeit, Erforschung der Gesetzmäßigkeiten, Energie, Ekstase, Stille, Versenkung und Gleichmut.

Satta samādhiparikkhārā—Sieben Voraussetzungen für die Versenkung:

sammādiṭṭhi, sammāsaṅkappo, sammāvācā, sammākammanto, sammāājīvo, sammāvāyāmo, sammāsati. rechte Ansicht, rechtes Denken, rechte Rede, rechtes Handeln, rechter Lebenserwerb, rechter Einsatz und rechte Achtsamkeit.

Satta asaddhammā—Sieben schlechte Eigenschaften:

idhāvuso, bhikkhu assaddho hoti, ahiriko hoti, anottappī hoti, appassuto hoti, kusīto hoti, muṭṭhassati hoti, duppañño hoti. Da ist ein Mönch ohne Vertrauen, gewissenlos, unbesonnen, ungebildet, träge, unachtsam und geistlos.

Satta saddhammā—Sieben gute Eigenschaften:

idhāvuso, bhikkhu saddho hoti, hirimā hoti, ottappī hoti, bahussuto hoti, āraddhavīriyo hoti, upaṭṭhitassati hoti, paññavā hoti. Da ist ein Mönch vertrauensvoll, hat ein Gewissen, ist besonnen, gebildet, energisch, achtsam und weise.

Satta sappurisadhammā—Sieben Aspekte der Lehren der wahren Menschen:

idhāvuso, bhikkhu dhammaññū ca hoti atthaññū ca attaññū ca mattaññū ca kālaññū ca parisaññū ca puggalaññū ca. Da kennt ein Mönch die Lehren, kennt die Bedeutung, kennt sich selbst, kennt das rechte Maß, kennt die rechte Zeit, kennt Versammlungen und kennt Menschen.

Satta niddasavatthūni. Sieben Grundlagen für einen Abschluss:

Idhāvuso, bhikkhu sikkhāsamādāne tibbacchando hoti, āyatiñca sikkhāsamādāne avigatapemo. Da hat ein Mönch glühenden Enthusiasmus dafür, die Schulung aufzunehmen …

Dhammanisantiyā tibbacchando hoti, āyatiñca dhammanisantiyā avigatapemo. die Lehren zu untersuchen …

Icchāvinaye tibbacchando hoti, āyatiñca icchāvinaye avigatapemo. sich von Wünschen loszumachen …

Paṭisallāne tibbacchando hoti, āyatiñca paṭisallāne avigatapemo. sich zurückzuziehen …

Vīriyārambhe tibbacchando hoti, āyatiñca vīriyārambhe avigatapemo. Energie aufzurütteln …

Satinepakke tibbacchando hoti, āyatiñca satinepakke avigatapemo. achtsam und wach zu sein …

Diṭṭhipaṭivedhe tibbacchando hoti, āyatiñca diṭṭhipaṭivedhe avigatapemo. zur Ansicht durchzubrechen. Und dieser Wunsch lässt auch später nicht nach.

Satta saññā—Sieben Wahrnehmungen:

aniccasaññā, anattasaññā, asubhasaññā, ādīnavasaññā, pahānasaññā, virāgasaññā, nirodhasaññā. die Wahrnehmung der Unbeständigkeit, die Wahrnehmung des Fehlens eines Selbst, die Wahrnehmung des Abstoßenden, die Wahrnehmung der Nachteile, die Wahrnehmung des Aufgebens, die Wahrnehmung des Schwindens und die Wahrnehmung des Aufhörens.

Satta balāni—Sieben Kräfte:

saddhābalaṁ, vīriyabalaṁ, hiribalaṁ, ottappabalaṁ, satibalaṁ, samādhibalaṁ, paññābalaṁ. Vertrauen, Energie, Gewissen, Besonnenheit, Achtsamkeit, Versenkung und Weisheit.

Satta viññāṇaṭṭhitiyo. Sieben Bewusstseinsebenen:

Santāvuso, sattā nānattakāyā nānattasaññino, seyyathāpi manussā ekacce ca devā ekacce ca vinipātikā. Es gibt Lebewesen, deren Körper und Wahrnehmung vielfältig sind – wie Menschen, manche Götter und manche Wesen in der Unterwelt.

Ayaṁ paṭhamā viññāṇaṭṭhiti. Das ist die erste Bewusstseinsebene.

Santāvuso, sattā nānattakāyā ekattasaññino seyyathāpi devā brahmakāyikā paṭhamābhinibbattā. Es gibt Lebewesen, deren Körper vielfältig sind und deren Wahrnehmung einheitlich ist – wie die Götter, die durch die erste Vertiefung in Brahmās Gefolge wiedergeboren wurden.

Ayaṁ dutiyā viññāṇaṭṭhiti. Das ist die zweite Bewusstseinsebene.

Santāvuso, sattā ekattakāyā nānattasaññino seyyathāpi devā ābhassarā. Es gibt Lebewesen, deren Körper einheitlich sind und deren Wahrnehmung vielfältig ist – wie die Götter von strahlendem Glanz.

Ayaṁ tatiyā viññāṇaṭṭhiti. Das ist die dritte Bewusstseinsebene.

Santāvuso, sattā ekattakāyā ekattasaññino seyyathāpi devā subhakiṇhā. Es gibt Lebewesen, deren Körper und Wahrnehmung einheitlich sind – wie die Götter von allumfassender Schönheit.

Ayaṁ catutthī viññāṇaṭṭhiti. Das ist die vierte Bewusstseinsebene.

Santāvuso, sattā sabbaso rūpasaññānaṁ samatikkamā paṭighasaññānaṁ atthaṅgamā nānattasaññānaṁ amanasikārā ‘ananto ākāso’ti ākāsānañcāyatanūpagā. Es gibt Lebewesen, die jegliche Formwahrnehmung überstiegen haben. Mit dem Beenden der Wahrnehmung von Eindrücken, und indem sie den Geist nicht auf die Wahrnehmung von Vielfalt richteten, wurden sie im Wissen: ‚Raum ist unendlich‘ in der Dimension des unendlichen Raumes wiedergeboren.

Ayaṁ pañcamī viññāṇaṭṭhiti. Das ist die fünfte Bewusstseinsebene.

Santāvuso, sattā sabbaso ākāsānañcāyatanaṁ samatikkamma ‘anantaṁ viññāṇan’ti viññāṇañcāyatanūpagā. Es gibt Lebewesen, die die Dimension des unendlichen Raumes vollständig überstiegen haben. Im Wissen: ‚Bewusstsein ist unendlich‘ wurden sie in der Dimension des unendlichen Bewusstseins wiedergeboren.

Ayaṁ chaṭṭhī viññāṇaṭṭhiti. Das ist die sechste Bewusstseinsebene.

Santāvuso, sattā sabbaso viññāṇañcāyatanaṁ samatikkamma ‘natthi kiñcī’ti ākiñcaññāyatanūpagā. Es gibt Lebewesen, die die Dimension des unendlichen Bewusstseins vollständig überstiegen haben. Im Wissen: ‚Da ist überhaupt nichts‘ wurden sie in der Dimension des Nichts wiedergeboren.

Ayaṁ sattamī viññāṇaṭṭhiti. Das ist die siebte Bewusstseinsebene.

Satta puggalā dakkhiṇeyyā—Sieben Menschen, die einer religiösen Gabe würdig sind:

ubhatobhāgavimutto, paññāvimutto, kāyasakkhi, diṭṭhippatto, saddhāvimutto, dhammānusārī, saddhānusārī. einer, der auf beide Arten befreit ist, einer, der durch Weisheit befreit ist, ein unmittelbarer Zeuge, einer, der zur Ansicht gelangt ist, einer, der durch Vertrauen befreit ist, ein Nachfolger der Lehren und ein Nachfolger durch Vertrauen.

Satta anusayā—Sieben zugrunde liegende Neigungen:

kāmarāgānusayo, paṭighānusayo, diṭṭhānusayo, vicikicchānusayo, mānānusayo, bhavarāgānusayo, avijjānusayo. Die zugrunde liegende Neigung zu sinnlicher Begierde, Abwehr, Ansichten, Zweifel, Einbildung, dem Wunsch nach Wiedergeburt und Unwissenheit.

Satta saṁyojanāni—Sieben Fesseln:

anunayasaṁyojanaṁ, paṭighasaṁyojanaṁ, diṭṭhisaṁyojanaṁ, vicikicchāsaṁyojanaṁ, mānasaṁyojanaṁ, bhavarāgasaṁyojanaṁ, avijjāsaṁyojanaṁ. Anziehung, Abwehr, Ansichten, Zweifel, Einbildung, der Wunsch nach Wiedergeburt und Unwissenheit.

Satta adhikaraṇasamathā uppannuppannānaṁ adhikaraṇānaṁ samathāya vūpasamāya—Sieben Richtlinien, um jede disziplinarische Angelegenheit beizulegen, die aufkommen könnte:

sammukhāvinayo dātabbo, sativinayo dātabbo, amūḷhavinayo dātabbo, paṭiññāya kāretabbaṁ, yebhuyyasikā, tassapāpiyasikā, tiṇavatthārako. Beschluss in Anwesenheit ist zu gewähren. Beschluss durch Erinnern ist zu gewähren. Beschluss wegen zurückliegender Geisteskrankheit ist zu gewähren. Handeln nach dem, was zugegeben wurde. Mehrheitsentscheidung. Weitere Bestrafung. Bedecken wie mit Gras.

Ime kho, āvuso, tena bhagavatā jānatā passatā arahatā sammāsambuddhena satta dhammā sammadakkhātā; Das sind die Lehren, die zu Siebenergruppen zusammengestellt sind, die vom Buddha richtig erklärt wurden.

tattha sabbeheva saṅgāyitabbaṁ …pe… atthāya hitāya sukhāya devamanussānaṁ. Ihr sollt sie alle im Chor aufsagen.

Dutiyabhāṇavāro niṭṭhito. Der zweite Abschnitt zum Aufsagen ist zu Ende.

8. Aṭṭhaka 8. Achter

Atthi kho, āvuso, tena bhagavatā jānatā passatā arahatā sammāsambuddhena aṭṭha dhammā sammadakkhātā; Da sind zu Achtergruppen zusammengestellte Lehren, die vom Buddha richtig erklärt wurden.

tattha sabbeheva saṅgāyitabbaṁ …pe… atthāya hitāya sukhāya devamanussānaṁ. Ihr sollt sie alle im Chor aufsagen.

Katame aṭṭha? Welches sind die Lehren, die zu Achtergruppen zusammengestellt sind?

Aṭṭha micchattā—Acht falsche Wege:

micchādiṭṭhi, micchāsaṅkappo, micchāvācā, micchākammanto, micchāājīvo, micchāvāyāmo micchāsati, micchāsamādhi. falsche Ansicht, falsches Denken, falsche Rede, falsches Handeln, falscher Lebenserwerb, falscher Einsatz, falsche Achtsamkeit und falsche Versenkung.

Aṭṭha sammattā—Acht richtige Wege:

sammādiṭṭhi, sammāsaṅkappo, sammāvācā, sammākammanto, sammāājīvo, sammāvāyāmo, sammāsati, sammāsamādhi. rechte Ansicht, rechtes Denken, rechte Rede, rechtes Handeln, rechter Lebenserwerb, rechter Einsatz, rechte Achtsamkeit und rechte Versenkung.

Aṭṭha puggalā dakkhiṇeyyā—Acht Menschen, die einer religiösen Gabe würdig sind:

sotāpanno, sotāpattiphalasacchikiriyāya paṭipanno; sakadāgāmī, sakadāgāmiphalasacchikiriyāya paṭipanno; anāgāmī, anāgāmiphalasacchikiriyāya paṭipanno; arahā, arahattaphalasacchikiriyāya paṭipanno. Der in den Strom Eingetretene und der, der übt, um die Frucht des Stromeintritts zu verwirklichen; der Einmalwiederkehrer und der, der übt, um die Frucht der Einmalwiederkehr zu verwirklichen; der Nichtwiederkehrer und der, der übt, um die Frucht der Nichtwiederkehr zu verwirklichen; der Vollendete und der, der für die Vollendung übt.

Aṭṭha kusītavatthūni. Acht Grundlagen der Trägheit:

Idhāvuso, bhikkhunā kammaṁ kātabbaṁ hoti. Da hat ein Mönch etwas zu arbeiten.

Tassa evaṁ hoti: Er denkt:

‘kammaṁ kho me kātabbaṁ bhavissati, kammaṁ kho pana me karontassa kāyo kilamissati, handāhaṁ nipajjāmī’ti. ‚Ich habe etwas zu arbeiten. Aber bei dieser Arbeit wird mein Körper müde werden. Ich lege mich lieber ein bisschen hin.‘

So nipajjati na vīriyaṁ ārabhati appattassa pattiyā anadhigatassa adhigamāya asacchikatassa sacchikiriyāya. Er legt sich hin und rüttelt seine Energie nicht auf, um zu erreichen, was noch nicht erreicht ist, zu erringen, was noch nicht errungen ist, und zu erkennen, was noch nicht erkannt ist.

Idaṁ paṭhamaṁ kusītavatthu. Das ist die erste Grundlage der Trägheit.

Puna caparaṁ, āvuso, bhikkhunā kammaṁ kataṁ hoti. Dann hat da ein Mönch etwas gearbeitet.

Tassa evaṁ hoti: Er denkt:

‘ahaṁ kho kammaṁ akāsiṁ, kammaṁ kho pana me karontassa kāyo kilanto, handāhaṁ nipajjāmī’ti. ‚Ich habe etwas gearbeitet. Aber während der Arbeit wurde mein Körper müde. Ich lege mich lieber ein bisschen hin.‘

So nipajjati na vīriyaṁ ārabhati …pe… Er legt sich hin und rüttelt seine Energie nicht auf …

idaṁ dutiyaṁ kusītavatthu. Das ist die zweite Grundlage der Trägheit.

Puna caparaṁ, āvuso, bhikkhunā maggo gantabbo hoti. Dann muss da ein Mönch eine Reise unternehmen.

Tassa evaṁ hoti: Er denkt:

‘maggo kho me gantabbo bhavissati, maggaṁ kho pana me gacchantassa kāyo kilamissati, handāhaṁ nipajjāmī’ti. ‚Ich muss eine Reise unternehmen. Aber beim Gehen wird mein Körper müde werden. Ich lege mich lieber ein bisschen hin.‘

So nipajjati na vīriyaṁ ārabhati … Er legt sich hin und rüttelt seine Energie nicht auf …

idaṁ tatiyaṁ kusītavatthu. Das ist die dritte Grundlage der Trägheit.

Puna caparaṁ, āvuso, bhikkhunā maggo gato hoti. Dann hat da ein Mönch eine Reise unternommen.

Tassa evaṁ hoti: Er denkt:

‘ahaṁ kho maggaṁ agamāsiṁ, maggaṁ kho pana me gacchantassa kāyo kilanto, handāhaṁ nipajjāmī’ti. ‚Ich habe eine Reise unternommen. Aber beim Gehen wurde mein Körper müde. Ich lege mich lieber ein bisschen hin.‘

So nipajjati na vīriyaṁ ārabhati … Er legt sich hin und rüttelt seine Energie nicht auf …

idaṁ catutthaṁ kusītavatthu. Das ist die vierte Grundlage der Trägheit.

Puna caparaṁ, āvuso, bhikkhu gāmaṁ vā nigamaṁ vā piṇḍāya caranto na labhati lūkhassa vā paṇītassa vā bhojanassa yāvadatthaṁ pāripūriṁ. Dann ist da ein Mönch um Almosen umhergezogen, aber er hat nicht genug grobe oder erlesene Speise erhalten, um sich ordentlich satt zu essen.

Tassa evaṁ hoti: Er denkt:

‘ahaṁ kho gāmaṁ vā nigamaṁ vā piṇḍāya caranto nālatthaṁ lūkhassa vā paṇītassa vā bhojanassa yāvadatthaṁ pāripūriṁ, tassa me kāyo kilanto akammañño, handāhaṁ nipajjāmī’ti. ‚Ich bin um Almosen umhergezogen, aber ich habe nicht genug grobe oder erlesene Speise erhalten, um mich ordentlich satt zu essen. Mein Körper ist müde und taugt nicht zur Arbeit. Ich lege mich lieber ein bisschen hin.‘

So nipajjati na vīriyaṁ ārabhati … Er legt sich hin und rüttelt seine Energie nicht auf …

idaṁ pañcamaṁ kusītavatthu. Das ist die fünfte Grundlage der Trägheit.

Puna caparaṁ, āvuso, bhikkhu gāmaṁ vā nigamaṁ vā piṇḍāya caranto labhati lūkhassa vā paṇītassa vā bhojanassa yāvadatthaṁ pāripūriṁ. Dann ist da ein Mönch um Almosen umhergezogen, und er hat genug grobe oder erlesene Speise erhalten, um sich ordentlich satt zu essen.

Tassa evaṁ hoti: Er denkt:

‘ahaṁ kho gāmaṁ vā nigamaṁ vā piṇḍāya caranto alatthaṁ lūkhassa vā paṇītassa vā bhojanassa yāvadatthaṁ pāripūriṁ, tassa me kāyo garuko akammañño, māsācitaṁ maññe, handāhaṁ nipajjāmī’ti. ‚Ich bin um Almosen umhergezogen, und ich habe genug grobe oder erlesene Speise erhalten, um mich ordentlich satt zu essen. Mein Körper ist schwer, als hätte ich gerade eine große Portion Bohnen gegessen, und taugt nicht zur Arbeit. Ich lege mich lieber ein bisschen hin.‘

So nipajjati na vīriyaṁ ārabhati … Er legt sich hin und rüttelt seine Energie nicht auf …

idaṁ chaṭṭhaṁ kusītavatthu. Das ist die sechste Grundlage der Trägheit.

Puna caparaṁ, āvuso, bhikkhuno uppanno hoti appamattako ābādho. Dann fühlt sich da ein Mönch ein wenig krank.

Tassa evaṁ hoti: Er denkt:

‘uppanno kho me ayaṁ appamattako ābādho; ‚Ich fühle mich ein wenig krank. Hinlegen wäre gut für mich. Ich lege mich lieber ein bisschen hin.‘

atthi kappo nipajjituṁ, handāhaṁ nipajjāmī’ti.

So nipajjati na vīriyaṁ ārabhati … Er legt sich hin und rüttelt seine Energie nicht auf …

idaṁ sattamaṁ kusītavatthu. Das ist die siebte Grundlage der Trägheit.

Puna caparaṁ, āvuso, bhikkhu gilānā vuṭṭhito hoti aciravuṭṭhito gelaññā. Dann ist da ein Mönch kürzlich von einer Krankheit genesen.

Tassa evaṁ hoti: Er denkt:

‘ahaṁ kho gilānā vuṭṭhito aciravuṭṭhito gelaññā, tassa me kāyo dubbalo akammañño, handāhaṁ nipajjāmī’ti. ‚Ich bin kürzlich von einer Krankheit genesen. Mein Körper ist schwach und taugt nicht zur Arbeit. Ich lege mich lieber ein bisschen hin.‘

So nipajjati na vīriyaṁ ārabhati appattassa pattiyā anadhigatassa adhigamāya asacchikatassa sacchikiriyāya. Er legt sich hin und rüttelt seine Energie nicht auf, um zu erreichen, was noch nicht erreicht ist, zu erringen, was noch nicht errungen ist, und zu erkennen, was noch nicht erkannt ist.

Idaṁ aṭṭhamaṁ kusītavatthu. Das ist die achte Grundlage der Trägheit.

Aṭṭha ārambhavatthūni. Acht Grundlagen, um die Energie aufzurütteln:

Idhāvuso, bhikkhunā kammaṁ kātabbaṁ hoti. Da hat ein Mönch etwas zu arbeiten.

Tassa evaṁ hoti: Er denkt:

‘kammaṁ kho me kātabbaṁ bhavissati, kammaṁ kho pana me karontena na sukaraṁ buddhānaṁ sāsanaṁ manasi kātuṁ, handāhaṁ vīriyaṁ ārabhāmi appattassa pattiyā anadhigatassa adhigamāya, asacchikatassa sacchikiriyāyā’ti. ‚Ich habe etwas zu arbeiten. Während der Arbeit ist es nicht leicht, den Geist auf die Anleitung der Buddhas zu richten. Ich will lieber vorsorglich meine Energie aufrütteln, um zu erreichen, was noch nicht erreicht ist, zu erringen, was noch nicht errungen ist, und zu erkennen, was noch nicht erkannt ist.‘

So vīriyaṁ ārabhati appattassa pattiyā, anadhigatassa adhigamāya asacchikatassa sacchikiriyāya. Er rüttelt seine Energie auf, um zu erreichen, was noch nicht erreicht ist, zu erringen, was noch nicht errungen ist, und zu erkennen, was noch nicht erkannt ist.

Idaṁ paṭhamaṁ ārambhavatthu. Das ist die erste Grundlage, um die Energie aufzurütteln.

Puna caparaṁ, āvuso, bhikkhunā kammaṁ kataṁ hoti. Dann hat da ein Mönch etwas gearbeitet.

Tassa evaṁ hoti: Er denkt:

‘ahaṁ kho kammaṁ akāsiṁ, kammaṁ kho panāhaṁ karonto nāsakkhiṁ buddhānaṁ sāsanaṁ manasi kātuṁ, handāhaṁ vīriyaṁ ārabhāmi …pe… ‚Ich habe etwas gearbeitet. Während der Arbeit konnte ich den Geist nicht auf die Anleitung der Buddhas richten. Ich will lieber vorsorglich meine Energie aufrütteln.‘

so vīriyaṁ ārabhati … Er rüttelt seine Energie auf …

idaṁ dutiyaṁ ārambhavatthu. Das ist die zweite Grundlage, um die Energie aufzurütteln.

Puna caparaṁ, āvuso, bhikkhunā maggo gantabbo hoti. Dann muss da ein Mönch eine Reise unternehmen.

Tassa evaṁ hoti: Er denkt:

‘maggo kho me gantabbo bhavissati, maggaṁ kho pana me gacchantena na sukaraṁ buddhānaṁ sāsanaṁ manasi kātuṁ. ‚Ich muss eine Reise unternehmen. Beim Gehen ist es nicht leicht, den Geist auf die Anleitung der Buddhas zu richten. Ich will lieber vorsorglich meine Energie aufrütteln.‘

Handāhaṁ vīriyaṁ ārabhāmi …pe…

so vīriyaṁ ārabhati … Er rüttelt seine Energie auf …

idaṁ tatiyaṁ ārambhavatthu. Das ist die dritte Grundlage, um die Energie aufzurütteln.

Puna caparaṁ, āvuso, bhikkhunā maggo gato hoti. Dann hat da ein Mönch eine Reise unternommen.

Tassa evaṁ hoti: Er denkt:

‘ahaṁ kho maggaṁ agamāsiṁ, maggaṁ kho panāhaṁ gacchanto nāsakkhiṁ buddhānaṁ sāsanaṁ manasi kātuṁ, handāhaṁ vīriyaṁ ārabhāmi …pe… ‚Ich habe eine Reise unternommen. Beim Gehen konnte ich den Geist nicht auf die Anleitung der Buddhas richten. Ich will lieber vorsorglich meine Energie aufrütteln.‘

so vīriyaṁ ārabhati … Er rüttelt seine Energie auf …

idaṁ catutthaṁ ārambhavatthu. Das ist die vierte Grundlage, um die Energie aufzurütteln.

Puna caparaṁ, āvuso, bhikkhu gāmaṁ vā nigamaṁ vā piṇḍāya caranto na labhati lūkhassa vā paṇītassa vā bhojanassa yāvadatthaṁ pāripūriṁ. Dann ist da ein Mönch um Almosen umhergezogen, aber er hat nicht genug grobe oder erlesene Speise erhalten, um sich ordentlich satt zu essen.

Tassa evaṁ hoti: Er denkt:

‘ahaṁ kho gāmaṁ vā nigamaṁ vā piṇḍāya caranto nālatthaṁ lūkhassa vā paṇītassa vā bhojanassa yāvadatthaṁ pāripūriṁ, tassa me kāyo lahuko kammañño, handāhaṁ vīriyaṁ ārabhāmi …pe… ‚Ich bin um Almosen umhergezogen, aber ich habe nicht genug grobe oder erlesene Speise erhalten, um mich ordentlich satt zu essen. Mein Körper ist leicht und taugt zur Arbeit. Ich will lieber vorsorglich meine Energie aufrütteln.‘

so vīriyaṁ ārabhati … Er rüttelt seine Energie auf …

idaṁ pañcamaṁ ārambhavatthu. Das ist die fünfte Grundlage, um die Energie aufzurütteln.

Puna caparaṁ, āvuso, bhikkhu gāmaṁ vā nigamaṁ vā piṇḍāya caranto labhati lūkhassa vā paṇītassa vā bhojanassa yāvadatthaṁ pāripūriṁ. Dann ist da ein Mönch um Almosen umhergezogen, und er hat genug grobe oder erlesene Speise erhalten, um sich ordentlich satt zu essen.

Tassa evaṁ hoti: Er denkt:

‘ahaṁ kho gāmaṁ vā nigamaṁ vā piṇḍāya caranto alatthaṁ lūkhassa vā paṇītassa vā bhojanassa yāvadatthaṁ pāripūriṁ, tassa me kāyo balavā kammañño, handāhaṁ vīriyaṁ ārabhāmi …pe… ‚Ich bin um Almosen umhergezogen, und ich habe genug grobe oder erlesene Speise erhalten, um mich ordentlich satt zu essen. Mein Körper ist kräftig und taugt zur Arbeit. Ich will lieber vorsorglich meine Energie aufrütteln.‘

so vīriyaṁ ārabhati … Er rüttelt seine Energie auf …

idaṁ chaṭṭhaṁ ārambhavatthu. Das ist die sechste Grundlage, um die Energie aufzurütteln.

Puna caparaṁ, āvuso, bhikkhuno uppanno hoti appamattako ābādho. Dann fühlt sich da ein Mönch ein wenig krank.

Tassa evaṁ hoti: Er denkt:

‘uppanno kho me ayaṁ appamattako ābādho, ṭhānaṁ kho panetaṁ vijjati yaṁ me ābādho pavaḍḍheyya, handāhaṁ vīriyaṁ ārabhāmi …pe… ‚Ich fühle mich ein wenig krank. Es ist möglich, dass diese Krankheit schlimmer wird. Ich will lieber vorsorglich meine Energie aufrütteln.‘

so vīriyaṁ ārabhati … Er rüttelt seine Energie auf …

idaṁ sattamaṁ ārambhavatthu. Das ist die siebte Grundlage, um die Energie aufzurütteln.

Puna caparaṁ, āvuso, bhikkhu gilānā vuṭṭhito hoti aciravuṭṭhito gelaññā. Dann ist da ein Mönch kürzlich von einer Krankheit genesen.

Tassa evaṁ hoti: Er denkt:

‘ahaṁ kho gilānā vuṭṭhito aciravuṭṭhito gelaññā, ṭhānaṁ kho panetaṁ vijjati yaṁ me ābādho paccudāvatteyya, handāhaṁ vīriyaṁ ārabhāmi appattassa pattiyā anadhigatassa adhigamāya asacchikatassa sacchikiriyāyā’ti. ‚Ich bin kürzlich von einer Krankheit genesen. Es ist möglich, dass die Krankheit wiederkommt. Ich will lieber vorsorglich meine Energie aufrütteln, um zu erreichen, was noch nicht erreicht ist, zu erringen, was noch nicht errungen ist, und zu erkennen, was noch nicht erkannt ist.‘

So vīriyaṁ ārabhati appattassa pattiyā anadhigatassa adhigamāya asacchikatassa sacchikiriyāya. Er rüttelt seine Energie auf, um zu erreichen, was noch nicht erreicht ist, zu erringen, was noch nicht errungen ist, und zu erkennen, was noch nicht erkannt ist.

Idaṁ aṭṭhamaṁ ārambhavatthu. Das ist die achte Grundlage, um die Energie aufzurütteln.

Aṭṭha dānavatthūni. Acht Beweggründe für das Geben:

Āsajja dānaṁ deti, bhayā dānaṁ deti, ‘adāsi me’ti dānaṁ deti, ‘dassati me’ti dānaṁ deti, ‘sāhu dānan’ti dānaṁ deti, ‘ahaṁ pacāmi, ime na pacanti, nārahāmi pacanto apacantānaṁ dānaṁ na dātun’ti dānaṁ deti, ‘idaṁ me dānaṁ dadato kalyāṇo kittisaddo abbhuggacchatī’ti dānaṁ deti. Jemand beleidigt jemanden und gibt dann eine Spende. Jemand gibt aus Furcht. Jemand gibt in dem Gedanken: ‚Er hat mir gegeben.‘ Jemand gibt in dem Gedanken: ‚Er wird mir geben.‘ Jemand gibt in dem Gedanken: ‚Geben ist gut.‘ Jemand gibt in dem Gedanken: ‚Ich koche, sie kochen nicht. Es wäre nicht recht von mir, ihnen nichts zu geben.‘ Jemand gibt in dem Gedanken: ‚Wenn ich diese Spende gebe, werde ich einen guten Ruf haben.‘ Jemand gibt in dem Gedanken: ‚Diese Spende veredelt und nährt den Geist.‘

Cittālaṅkāracittaparikkhāratthaṁ dānaṁ deti.

Aṭṭha dānūpapattiyo. Acht Wiedergeburten durch Geben:

Idhāvuso, ekacco dānaṁ deti samaṇassa vā brāhmaṇassa vā annaṁ pānaṁ vatthaṁ yānaṁ mālāgandhavilepanaṁ seyyāvasathapadīpeyyaṁ. Da gibt jemand als Erstes Asketen oder Brahmanen Spenden wie Essen, Trinken, Kleidung und Transportmittel, Kränze, Düfte und Make-up, ein Bett, ein Haus und Licht.

So yaṁ deti taṁ paccāsīsati. Was er auch gibt, das erwartet er zurück.

So passati khattiyamahāsālaṁ vā brāhmaṇamahāsālaṁ vā gahapatimahāsālaṁ vā pañcahi kāmaguṇehi samappitaṁ samaṅgībhūtaṁ paricārayamānaṁ. Er sieht einen vermögenden Adligen, Brahmanen oder Hausbesitzer, der mit den fünf Arten sinnlicher Erregung versorgt und ausgestattet ist und sich damit vergnügt.

Tassa evaṁ hoti: Er denkt:

‘aho vatāhaṁ kāyassa bhedā paraṁ maraṇā khattiyamahāsālānaṁ vā brāhmaṇamahāsālānaṁ vā gahapatimahāsālānaṁ vā sahabyataṁ upapajjeyyan’ti. ‚Ach könnte ich doch, wenn mein Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, unter gutsituierten Adligen, Brahmanen oder Hausbesitzern wiedergeboren werden!‘

So taṁ cittaṁ dahati, taṁ cittaṁ adhiṭṭhāti, taṁ cittaṁ bhāveti, tassa taṁ cittaṁ hīne vimuttaṁ uttari abhāvitaṁ tatrūpapattiyā saṁvattati. Er lässt sich bei diesem Gedanken nieder, festigt ihn und entwickelt ihn. Da er sich bei Geringerem niederlässt und es nicht weiterentwickelt, führt sein Gedanke dazu, dass er dort wiedergeboren wird.

Tañca kho sīlavato vadāmi no dussīlassa. Aber ich sage, das gilt nur für jemanden mit sittlichem Verhalten, nicht für jemand Unmoralischen.

Ijjhatāvuso, sīlavato cetopaṇidhi visuddhattā. Der Herzenswunsch eines sittlichen Menschen wird aufgrund seiner Reinheit erfüllt.

Puna caparaṁ, āvuso, idhekacco dānaṁ deti samaṇassa vā brāhmaṇassa vā annaṁ pānaṁ …pe… seyyāvasathapadīpeyyaṁ. Dann gibt da jemand Asketen oder Brahmanen Spenden.

So yaṁ deti taṁ paccāsīsati. Was er auch gibt, das erwartet er zurück.

Tassa sutaṁ hoti: Und er hat gehört:

‘cātumahārājikā devā dīghāyukā vaṇṇavanto sukhabahulā’ti. ‚Die Götter der vier großen Könige haben ein langes Leben, sind schön und sehr glücklich.‘

Tassa evaṁ hoti: Er denkt:

‘aho vatāhaṁ kāyassa bhedā paraṁ maraṇā cātumahārājikānaṁ devānaṁ sahabyataṁ upapajjeyyan’ti. ‚Ach könnte ich doch, wenn mein Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, unter den Göttern der vier großen Könige wiedergeboren werden!‘

So taṁ cittaṁ dahati, taṁ cittaṁ adhiṭṭhāti, taṁ cittaṁ bhāveti, tassa taṁ cittaṁ hīne vimuttaṁ uttari abhāvitaṁ tatrūpapattiyā saṁvattati. Er lässt sich bei diesem Gedanken nieder, festigt ihn und entwickelt ihn. Da er sich bei Geringerem niederlässt und es nicht weiterentwickelt, führt sein Gedanke dazu, dass er dort wiedergeboren wird.

Tañca kho sīlavato vadāmi no dussīlassa. Aber ich sage, das gilt nur für jemanden mit sittlichem Verhalten, nicht für jemand Unmoralischen.

Ijjhatāvuso, sīlavato cetopaṇidhi visuddhattā. Der Herzenswunsch eines sittlichen Menschen wird aufgrund seiner Reinheit erfüllt.

Puna caparaṁ, āvuso, idhekacco dānaṁ deti samaṇassa vā brāhmaṇassa vā annaṁ pānaṁ …pe… seyyāvasathapadīpeyyaṁ. Dann gibt da jemand Asketen oder Brahmanen Spenden.

So yaṁ deti taṁ paccāsīsati. Was er auch gibt, das erwartet er zurück.

Tassa sutaṁ hoti: Und er hat gehört:

‘tāvatiṁsā devā …pe… ‚Die Götter der Dreiunddreißig …‘

yāmā devā …pe… ‚Die Yama-Götter …‘

tusitā devā …pe… ‚Die freudvollen Götter …‘

nimmānaratī devā …pe… ‚Die Götter, die das Ersinnen lieben …‘

paranimmitavasavattī devā dīghāyukā vaṇṇavanto sukhabahulā’ti. ‚Die Götter, die über das herrschen, was andere ersinnen, haben ein langes Leben, sind schön und sehr glücklich.‘

Tassa evaṁ hoti: Er denkt:

‘aho vatāhaṁ kāyassa bhedā paraṁ maraṇā paranimmitavasavattīnaṁ devānaṁ sahabyataṁ upapajjeyyan’ti. ‚Ach könnte ich doch, wenn mein Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, unter den Göttern wiedergeboren werden, die über das herrschen, was andere ersinnen!‘

So taṁ cittaṁ dahati, taṁ cittaṁ adhiṭṭhāti, taṁ cittaṁ bhāveti, tassa taṁ cittaṁ hīne vimuttaṁ uttari abhāvitaṁ tatrūpapattiyā saṁvattati. Er lässt sich bei diesem Gedanken nieder, festigt ihn und entwickelt ihn. Da er sich bei Geringerem niederlässt und es nicht weiterentwickelt, führt sein Gedanke dazu, dass er dort wiedergeboren wird.

Tañca kho sīlavato vadāmi no dussīlassa. Aber ich sage, das gilt nur für jemanden mit sittlichem Verhalten, nicht für jemand Unmoralischen.

Ijjhatāvuso, sīlavato cetopaṇidhi visuddhattā. Der Herzenswunsch eines sittlichen Menschen wird aufgrund seiner Reinheit erfüllt.

Puna caparaṁ, āvuso, idhekacco dānaṁ deti samaṇassa vā brāhmaṇassa vā annaṁ pānaṁ vatthaṁ yānaṁ mālāgandhavilepanaṁ seyyāvasathapadīpeyyaṁ. Dann gibt da jemand Asketen oder Brahmanen Spenden wie Essen, Trinken, Kleidung und Transportmittel, Kränze, Düfte und Make-up, ein Bett, ein Haus und Licht.

So yaṁ deti taṁ paccāsīsati. Was er auch gibt, das erwartet er zurück.

Tassa sutaṁ hoti: Und er hat gehört:

‘brahmakāyikā devā dīghāyukā vaṇṇavanto sukhabahulā’ti. ‚Die Götter aus Brahmās Gefolge haben ein langes Leben, sind schön und sehr glücklich.‘

Tassa evaṁ hoti: Er denkt:

‘aho vatāhaṁ kāyassa bhedā paraṁ maraṇā brahmakāyikānaṁ devānaṁ sahabyataṁ upapajjeyyan’ti. ‚Ach könnte ich doch, wenn mein Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, unter den Göttern aus Brahmās Gefolge wiedergeboren werden!‘

So taṁ cittaṁ dahati, taṁ cittaṁ adhiṭṭhāti, taṁ cittaṁ bhāveti, tassa taṁ cittaṁ hīne vimuttaṁ uttari abhāvitaṁ tatrūpapattiyā saṁvattati. Er lässt sich bei diesem Gedanken nieder, festigt ihn und entwickelt ihn. Da er sich bei Geringerem niederlässt und es nicht weiterentwickelt, führt sein Gedanke dazu, dass er dort wiedergeboren wird.

Tañca kho sīlavato vadāmi no dussīlassa; Aber ich sage, das gilt nur für jemanden mit sittlichem Verhalten, nicht für jemand Unmoralischen.

vītarāgassa no sarāgassa. Und für einen, der frei von Gier ist, nicht für einen Gierigen.

Ijjhatāvuso, sīlavato cetopaṇidhi vītarāgattā. Der Herzenswunsch eines sittlichen Menschen wird erfüllt, weil er frei von Gier ist.

Aṭṭha parisā—Acht Versammlungen:

khattiyaparisā, brāhmaṇaparisā, gahapatiparisā, samaṇaparisā, cātumahārājikaparisā, tāvatiṁsaparisā, māraparisā, brahmaparisā. eine Versammlung von Adligen, von Brahmanen, von Hausbesitzern, von Asketen; eine Versammlung der Götter unter den vier großen Königen; eine Versammlung der Götter unter den Dreiunddreißig; eine Versammlung von Māras; eine Versammlung von Brahmās.

Aṭṭha lokadhammā—Acht weltliche Gegebenheiten:

lābho ca, alābho ca, yaso ca, ayaso ca, nindā ca, pasaṁsā ca, sukhañca, dukkhañca. Gewinn und Verlust, Ruhm und Schande, Tadel und Lob, Glück und Schmerz.

Aṭṭha abhibhāyatanāni. Acht Dimensionen der Meisterschaft:

Ajjhattaṁ rūpasaññī eko bahiddhā rūpāni passati parittāni suvaṇṇadubbaṇṇāni, ‘tāni abhibhuyya jānāmi passāmī’ti evaṁsaññī hoti. Während jemand Form innerlich wahrnimmt, sieht er Formen äußerlich, unbegrenzt, sowohl schön als auch hässlich. Wenn er sie meistert, nimmt er wahr: ‚Ich erkenne und sehe.‘

Idaṁ paṭhamaṁ abhibhāyatanaṁ. Das ist die erste Dimension der Meisterschaft.

Ajjhattaṁ rūpasaññī eko bahiddhā rūpāni passati appamāṇāni suvaṇṇadubbaṇṇāni, ‘tāni abhibhuyya jānāmi passāmī’ti—Während jemand Form innerlich wahrnimmt, sieht er Formen äußerlich, unbegrenzt, sowohl schön als auch hässlich. Wenn er sie meistert, nimmt er wahr: ‚Ich erkenne und sehe.‘

evaṁsaññī hoti.

Idaṁ dutiyaṁ abhibhāyatanaṁ. Das ist die zweite Dimension der Meisterschaft.

Ajjhattaṁ arūpasaññī eko bahiddhā rūpāni passati parittāni suvaṇṇadubbaṇṇāni, ‘tāni abhibhuyya jānāmi passāmī’ti evaṁsaññī hoti. Während jemand keine Form innerlich wahrnimmt, sieht er Formen äußerlich, begrenzt, sowohl schön als auch hässlich. Wenn er sie meistert, nimmt er wahr: ‚Ich erkenne und sehe.‘

Idaṁ tatiyaṁ abhibhāyatanaṁ. Das ist die dritte Dimension der Meisterschaft.

Ajjhattaṁ arūpasaññī eko bahiddhā rūpāni passati appamāṇāni suvaṇṇadubbaṇṇāni, ‘tāni abhibhuyya jānāmi passāmī’ti evaṁsaññī hoti. Während jemand keine Form innerlich wahrnimmt, sieht er Formen äußerlich, unbegrenzt, sowohl schön als auch hässlich. Wenn er sie meistert, nimmt er wahr: ‚Ich erkenne und sehe.‘

Idaṁ catutthaṁ abhibhāyatanaṁ. Das ist die vierte Dimension der Meisterschaft.

Ajjhattaṁ arūpasaññī eko bahiddhā rūpāni passati nīlāni nīlavaṇṇāni nīlanidassanāni nīlanibhāsāni. Während jemand keine Form innerlich wahrnimmt, sieht er Formen äußerlich, blau, von blauer Farbe, blauer Erscheinung, blauem Glanz.

Seyyathāpi nāma umāpupphaṁ nīlaṁ nīlavaṇṇaṁ nīlanidassanaṁ nīlanibhāsaṁ, seyyathā vā pana taṁ vatthaṁ bārāṇaseyyakaṁ ubhatobhāgavimaṭṭhaṁ nīlaṁ nīlavaṇṇaṁ nīlanidassanaṁ nīlanibhāsaṁ; Wie eine Flachsblüte, blau, von blauer Farbe, blauer Erscheinung, blauem Glanz. Oder wie Stoff aus Varanasi, auf beiden Seiten satiniert, blau, von blauer Farbe, blauer Erscheinung, blauem Glanz.

evameva ajjhattaṁ arūpasaññī eko bahiddhā rūpāni passati nīlāni nīlavaṇṇāni nīlanidassanāni nīlanibhāsāni, ‘tāni abhibhuyya jānāmi passāmī’ti evaṁsaññī hoti. Ebenso sieht jemand, während er keine Form innerlich wahrnimmt, Formen äußerlich, blau, von blauer Farbe, blauer Erscheinung, blauem Glanz. Wenn er sie meistert, nimmt er wahr: ‚Ich erkenne und sehe.‘

Idaṁ pañcamaṁ abhibhāyatanaṁ. Das ist die fünfte Dimension der Meisterschaft.

Ajjhattaṁ arūpasaññī eko bahiddhā rūpāni passati pītāni pītavaṇṇāni pītanidassanāni pītanibhāsāni. Während jemand keine Form innerlich wahrnimmt, sieht er Formen äußerlich, gelb, von gelber Farbe, gelber Erscheinung, gelbem Glanz.

Seyyathāpi nāma kaṇikārapupphaṁ pītaṁ pītavaṇṇaṁ pītanidassanaṁ pītanibhāsaṁ, seyyathā vā pana taṁ vatthaṁ bārāṇaseyyakaṁ ubhatobhāgavimaṭṭhaṁ pītaṁ pītavaṇṇaṁ pītanidassanaṁ pītanibhāsaṁ; Wie eine Kaṇikārablüte, gelb, von gelber Farbe, gelber Erscheinung, gelbem Glanz. Oder wie Stoff aus Varanasi, auf beiden Seiten satiniert, gelb, von gelber Farbe, gelber Erscheinung, gelbem Glanz.

evameva ajjhattaṁ arūpasaññī eko bahiddhā rūpāni passati pītāni pītavaṇṇāni pītanidassanāni pītanibhāsāni, ‘tāni abhibhuyya jānāmi passāmī’ti evaṁsaññī hoti. Ebenso sieht jemand, während er keine Form innerlich wahrnimmt, Formen äußerlich, gelb, von gelber Farbe, gelber Erscheinung, gelbem Glanz. Wenn er sie meistert, nimmt er wahr: ‚Ich erkenne und sehe.‘

Idaṁ chaṭṭhaṁ abhibhāyatanaṁ. Das ist die sechste Dimension der Meisterschaft.

Ajjhattaṁ arūpasaññī eko bahiddhā rūpāni passati lohitakāni lohitakavaṇṇāni lohitakanidassanāni lohitakanibhāsāni. Während jemand keine Form innerlich wahrnimmt, sieht er Formen äußerlich, rot, von roter Farbe, roter Erscheinung, rotem Glanz.

Seyyathāpi nāma bandhujīvakapupphaṁ lohitakaṁ lohitakavaṇṇaṁ lohitakanidassanaṁ lohitakanibhāsaṁ, seyyathā vā pana taṁ vatthaṁ bārāṇaseyyakaṁ ubhatobhāgavimaṭṭhaṁ lohitakaṁ lohitakavaṇṇaṁ lohitakanidassanaṁ lohitakanibhāsaṁ; Wie eine scharlachrote Malvenblüte, rot, von roter Farbe, roter Erscheinung, rotem Glanz. Oder wie Stoff aus Varanasi, auf beiden Seiten satiniert, rot, von roter Farbe, roter Erscheinung, rotem Glanz.

evameva ajjhattaṁ arūpasaññī eko bahiddhā rūpāni passati lohitakāni lohitakavaṇṇāni lohitakanidassanāni lohitakanibhāsāni, ‘tāni abhibhuyya jānāmi passāmī’ti evaṁsaññī hoti. Ebenso sieht jemand, während er keine Form innerlich wahrnimmt, Formen äußerlich, rot, von roter Farbe, roter Erscheinung, rotem Glanz. Wenn er sie meistert, nimmt er wahr: ‚Ich erkenne und sehe.‘

Idaṁ sattamaṁ abhibhāyatanaṁ. Das ist die siebte Dimension der Meisterschaft.

Ajjhattaṁ arūpasaññī eko bahiddhā rūpāni passati odātāni odātavaṇṇāni odātanidassanāni odātanibhāsāni. Während jemand keine Form innerlich wahrnimmt, sieht er Formen äußerlich, weiß, von weißer Farbe, weißer Erscheinung, weißem Glanz.

Seyyathāpi nāma osadhitārakā odātā odātavaṇṇā odātanidassanā odātanibhāsā, seyyathā vā pana taṁ vatthaṁ bārāṇaseyyakaṁ ubhatobhāgavimaṭṭhaṁ odātaṁ odātavaṇṇaṁ odātanidassanaṁ odātanibhāsaṁ; Wie der Morgenstern, weiß, von weißer Farbe, weißer Erscheinung, weißem Glanz. Oder wie Stoff aus Varanasi, auf beiden Seiten satiniert, weiß, von weißer Farbe, weißer Erscheinung, weißem Glanz.

evameva ajjhattaṁ arūpasaññī eko bahiddhā rūpāni passati odātāni odātavaṇṇāni odātanidassanāni odātanibhāsāni, ‘tāni abhibhuyya jānāmi passāmī’ti evaṁsaññī hoti. Ebenso sieht jemand, während er keine Form innerlich wahrnimmt, Formen äußerlich, weiß, von weißer Farbe, weißer Erscheinung, weißem Glanz. Wenn er sie meistert, nimmt er wahr: ‚Ich erkenne und sehe.‘

Idaṁ aṭṭhamaṁ abhibhāyatanaṁ. Das ist die achte Dimension der Meisterschaft.

Aṭṭha vimokkhā. Acht Befreiungen:

Rūpī rūpāni passati. Man besitzt körperliche Form und sieht Formen.

Ayaṁ paṭhamo vimokkho. Das ist die erste Befreiung.

Ajjhattaṁ arūpasaññī bahiddhā rūpāni passati. Während man keine Form innerlich wahrnimmt, sieht man Formen äußerlich.

Ayaṁ dutiyo vimokkho. Das ist die zweite Befreiung.

Subhanteva adhimutto hoti. Man ist einzig auf Schönheit ausgerichtet.

Ayaṁ tatiyo vimokkho. Das ist die dritte Befreiung.

Sabbaso rūpasaññānaṁ samatikkamā paṭighasaññānaṁ atthaṅgamā nānattasaññānaṁ amanasikārā ‘ananto ākāso’ti ākāsānañcāyatanaṁ upasampajja viharati. Man übersteigt jegliche Formwahrnehmung, und mit dem Beenden der Wahrnehmung von Eindrücken, und indem man den Geist nicht auf die Wahrnehmung von Vielfalt richtet, tritt man im Wissen: ‚Raum ist unendlich‘ in die Dimension des unendlichen Raumes ein und verweilt darin.

Ayaṁ catuttho vimokkho. Das ist die vierte Befreiung.

Sabbaso ākāsānañcāyatanaṁ samatikkamma ‘anantaṁ viññāṇan’ti viññāṇañcāyatanaṁ upasampajja viharati. Man übersteigt vollständig die Dimension des unendlichen Raumes, tritt im Wissen: ‚Bewusstsein ist unendlich‘ in die Dimension des unendlichen Bewusstseins ein und verweilt darin.

Ayaṁ pañcamo vimokkho. Das ist die fünfte Befreiung.

Sabbaso viññāṇañcāyatanaṁ samatikkamma ‘natthi kiñcī’ti ākiñcaññāyatanaṁ upasampajja viharati. Man übersteigt vollständig die Dimension des unendlichen Bewusstseins, tritt im Wissen: ‚Da ist überhaupt nichts‘ in die Dimension des Nichts ein und verweilt darin.

Ayaṁ chaṭṭho vimokkho. Das ist die sechste Befreiung.

Sabbaso ākiñcaññāyatanaṁ samatikkamma nevasaññānāsaññāyatanaṁ upasampajja viharati. Man übersteigt vollständig die Dimension des Nichts, tritt in die Dimension ein, die weder Wahrnehmung noch keine Wahrnehmung hat, und verweilt darin.

Ayaṁ sattamo vimokkho. Das ist die siebte Befreiung.

Sabbaso nevasaññānāsaññāyatanaṁ samatikkamma saññāvedayitanirodhaṁ upasampajja viharati. Man übersteigt vollständig die Dimension, die weder Wahrnehmung noch keine Wahrnehmung hat, tritt in das Aufhören von Wahrnehmung und Gefühl ein und verweilt darin.

Ayaṁ aṭṭhamo vimokkho. Das ist die achte Befreiung.

Ime kho, āvuso, tena bhagavatā jānatā passatā arahatā sammāsambuddhena aṭṭha dhammā sammadakkhātā; Das sind die Lehren, die zu Achtergruppen zusammengestellt sind, die vom Buddha richtig erklärt wurden.

tattha sabbeheva saṅgāyitabbaṁ …pe… atthāya hitāya sukhāya devamanussānaṁ. Ihr sollt sie alle im Chor aufsagen.

9. Navaka 9. Neuner

Atthi kho, āvuso, tena bhagavatā jānatā passatā arahatā sammāsambuddhena nava dhammā sammadakkhātā; Da sind zu Neunergruppen zusammengestellte Lehren, die vom Buddha richtig erklärt wurden.

tattha sabbeheva saṅgāyitabbaṁ …pe… atthāya hitāya sukhāya devamanussānaṁ. Ihr sollt sie alle im Chor aufsagen.

Katame nava? Welches sind die Lehren, die zu Neunergruppen zusammengestellt sind?

Nava āghātavatthūni. Neun Grundlagen für Groll:

‘Anatthaṁ me acarī’ti āghātaṁ bandhati; Beim Gedanken: ‚Dieser Mensch hat mir Unrecht getan‘ hegt man Groll.

‘anatthaṁ me caratī’ti āghātaṁ bandhati; Beim Gedanken: ‚Er tut mir Unrecht‘ …

‘anatthaṁ me carissatī’ti āghātaṁ bandhati; ‚Er wird mir Unrecht tun‘ …

‘piyassa me manāpassa anatthaṁ acarī’ti āghātaṁ bandhati …pe… ‚Er hat jemandem Unrecht getan, der mir lieb und teuer ist‘ …

anatthaṁ caratīti āghātaṁ bandhati …pe… ‚Er tut jemandem Unrecht, der mir lieb und teuer ist‘ …

anatthaṁ carissatīti āghātaṁ bandhati; ‚Er wird jemandem Unrecht tun, der mir lieb und teuer ist‘ …

‘appiyassa me amanāpassa atthaṁ acarī’ti āghātaṁ bandhati …pe… ‚Er hat jemandem geholfen, der mir unlieb und verhasst ist‘ …

atthaṁ caratīti āghātaṁ bandhati …pe… ‚Er hilft jemandem, der mir unlieb und verhasst ist‘ …

atthaṁ carissatīti āghātaṁ bandhati. Beim Gedanken: ‚Dieser Mensch wird jemandem helfen, der mir unlieb und verhasst ist‘ hegt man Groll.

Nava āghātapaṭivinayā. Neun Methoden, um sich von Groll loszumachen:

‘Anatthaṁ me acari, taṁ kutettha labbhā’ti āghātaṁ paṭivineti; Beim Gedanken: ‚Dieser Mensch hat mir Unrecht getan, doch was kann ich da machen?‘ macht man sich von Groll los.

‘anatthaṁ me carati, taṁ kutettha labbhā’ti āghātaṁ paṭivineti; Beim Gedanken: ‚Er tut mir Unrecht …‘ …

‘anatthaṁ me carissati, taṁ kutettha labbhā’ti āghātaṁ paṭivineti; ‚Er wird mir Unrecht tun …‘ …

‘piyassa me manāpassa anatthaṁ acari …pe… ‚Er hat jemandem Unrecht getan, der mir lieb und teuer ist …‘ …

anatthaṁ carati …pe… ‚Er tut jemandem Unrecht, der mir lieb und teuer ist …‘ …

anatthaṁ carissati, taṁ kutettha labbhā’ti āghātaṁ paṭivineti; ‚Er wird jemandem Unrecht tun, der mir lieb und teuer ist …‘ …

‘appiyassa me amanāpassa atthaṁ acari …pe… ‚Er hat jemandem geholfen, der mir unlieb und verhasst ist …‘ …

atthaṁ carati …pe… ‚Er hilft jemandem, der mir unlieb und verhasst ist …‘ …

atthaṁ carissati, taṁ kutettha labbhā’ti āghātaṁ paṭivineti. Beim Gedanken: ‚Dieser Mensch wird jemandem helfen, der mir unlieb und verhasst ist, doch was kann ich da machen?‘ macht man sich von Groll los.

Nava sattāvāsā. Neun Aufenthalte der Lebewesen:

Santāvuso, sattā nānattakāyā nānattasaññino, seyyathāpi manussā ekacce ca devā ekacce ca vinipātikā. Es gibt Lebewesen, deren Körper und Wahrnehmung vielfältig sind – wie Menschen, manche Götter und manche Wesen in der Unterwelt.

Ayaṁ paṭhamo sattāvāso. Das ist der erste Aufenthalt der Lebewesen.

Santāvuso, sattā nānattakāyā ekattasaññino, seyyathāpi devā brahmakāyikā paṭhamābhinibbattā. Es gibt Lebewesen, deren Körper vielfältig sind und deren Wahrnehmung einheitlich ist – wie die Götter, die durch die erste Vertiefung in Brahmās Gefolge wiedergeboren wurden.

Ayaṁ dutiyo sattāvāso. Das ist der zweite Aufenthalt der Lebewesen.

Santāvuso, sattā ekattakāyā nānattasaññino, seyyathāpi devā ābhassarā. Es gibt Lebewesen, deren Körper einheitlich sind und deren Wahrnehmung vielfältig ist – wie die Götter von strahlendem Glanz.

Ayaṁ tatiyo sattāvāso. Das ist der dritte Aufenthalt der Lebewesen.

Santāvuso, sattā ekattakāyā ekattasaññino, seyyathāpi devā subhakiṇhā. Es gibt Lebewesen, deren Körper und Wahrnehmung einheitlich sind – wie die Götter von allumfassender Schönheit.

Ayaṁ catuttho sattāvāso. Das ist der vierte Aufenthalt der Lebewesen.

Santāvuso, sattā asaññino appaṭisaṁvedino, seyyathāpi devā asaññasattā. Es gibt Lebewesen, die sind ohne Wahrnehmung und erleben nichts – wie die Götterwesen ohne Wahrnehmung.

Ayaṁ pañcamo sattāvāso. Das ist der fünfte Aufenthalt der Lebewesen.

Santāvuso, sattā sabbaso rūpasaññānaṁ samatikkamā paṭighasaññānaṁ atthaṅgamā nānattasaññānaṁ amanasikārā ‘ananto ākāso’ti ākāsānañcāyatanūpagā. Es gibt Lebewesen, die jegliche Formwahrnehmung überstiegen haben. Mit dem Beenden der Wahrnehmung von Eindrücken, und indem sie den Geist nicht auf die Wahrnehmung von Vielfalt richteten, wurden sie im Wissen: ‚Raum ist unendlich‘ in der Dimension des unendlichen Raumes wiedergeboren.

Ayaṁ chaṭṭho sattāvāso. Das ist der sechste Aufenthalt der Lebewesen.

Santāvuso, sattā sabbaso ākāsānañcāyatanaṁ samatikkamma ‘anantaṁ viññāṇan’ti viññāṇañcāyatanūpagā. Es gibt Lebewesen, die die Dimension des unendlichen Raumes vollständig überstiegen haben. Im Wissen: ‚Bewusstsein ist unendlich‘ wurden sie in der Dimension des unendlichen Bewusstseins wiedergeboren.

Ayaṁ sattamo sattāvāso. Das ist der siebte Aufenthalt der Lebewesen.

Santāvuso, sattā sabbaso viññāṇañcāyatanaṁ samatikkamma ‘natthi kiñcī’ti ākiñcaññāyatanūpagā. Es gibt Lebewesen, die die Dimension des unendlichen Bewusstseins vollständig überstiegen haben. Im Wissen: ‚Da ist überhaupt nichts‘ wurden sie in der Dimension des Nichts wiedergeboren.

Ayaṁ aṭṭhamo sattāvāso. Das ist der achte Aufenthalt der Lebewesen.

Santāvuso, sattā sabbaso ākiñcaññāyatanaṁ samatikkamma nevasaññānāsaññāyatanūpagā. Es gibt Lebewesen, die die Dimension des Nichts vollständig überstiegen haben. Sie wurden in der Dimension wiedergeboren, die weder Wahrnehmung noch keine Wahrnehmung hat.

Ayaṁ navamo sattāvāso. Das ist der neunte Aufenthalt der Lebewesen.

Nava akkhaṇā asamayā brahmacariyavāsāya. Neun verpasste Gelegenheiten für das geistliche Leben:

Idhāvuso, tathāgato ca loke uppanno hoti arahaṁ sammāsambuddho, dhammo ca desiyati opasamiko parinibbāniko sambodhagāmī sugatappavedito. Zunächst ist da ein Klargewordener in der Welt erschienen. Er lehrt den Dhamma, der zum Frieden, zum Erlöschen, zum Erwachen führt, wie er vom Heiligen verkündet wurde.

Ayañca puggalo nirayaṁ upapanno hoti. Aber ein Mensch wurde in der Hölle wiedergeboren.

Ayaṁ paṭhamo akkhaṇo asamayo brahmacariyavāsāya. Das ist die erste verpasste Gelegenheit für das geistliche Leben.

Puna caparaṁ, āvuso, tathāgato ca loke uppanno hoti arahaṁ sammāsambuddho, dhammo ca desiyati opasamiko parinibbāniko sambodhagāmī sugatappavedito. Dann ist da ein Klargewordener in der Welt erschienen.

Ayañca puggalo tiracchānayoniṁ upapanno hoti. Aber ein Mensch wurde im Tierreich wiedergeboren.

Ayaṁ dutiyo akkhaṇo asamayo brahmacariyavāsāya. Das ist die zweite verpasste Gelegenheit für das geistliche Leben.

Puna caparaṁ …pe… Dann ist da ein Klargewordener in der Welt erschienen.

pettivisayaṁ upapanno hoti. Aber ein Mensch wurde im Gespensterreich wiedergeboren.

Ayaṁ tatiyo akkhaṇo asamayo brahmacariyavāsāya. Das ist die dritte verpasste Gelegenheit für das geistliche Leben.

Puna caparaṁ …pe… Dann ist da ein Klargewordener in der Welt erschienen.

asurakāyaṁ upapanno hoti. Aber ein Mensch wurde unter den Titanen wiedergeboren.

Ayaṁ catuttho akkhaṇo asamayo brahmacariyavāsāya. Das ist die vierte verpasste Gelegenheit für das geistliche Leben.

Puna caparaṁ …pe… Dann ist da ein Klargewordener in der Welt erschienen.

aññataraṁ dīghāyukaṁ devanikāyaṁ upapanno hoti. Aber ein Mensch wurde in einer der Klassen langlebiger Götter wiedergeboren.

Ayaṁ pañcamo akkhaṇo asamayo brahmacariyavāsāya. Das ist die fünfte verpasste Gelegenheit für das geistliche Leben.

Puna caparaṁ …pe… Dann ist da ein Klargewordener in der Welt erschienen.

paccantimesu janapadesu paccājāto hoti milakkhesu aviññātāresu, yattha natthi gati bhikkhūnaṁ bhikkhunīnaṁ upāsakānaṁ upāsikānaṁ. Aber ein Mensch wurde in den Grenzgebieten unter ungebildeten Fremden wiedergeboren, da, wo Mönche, Nonnen, Laienmänner und Laienfrauen nicht hingehen.

Ayaṁ chaṭṭho akkhaṇo asamayo brahmacariyavāsāya. Das ist die sechste verpasste Gelegenheit für das geistliche Leben.

Puna caparaṁ …pe… Dann ist da ein Klargewordener in der Welt erschienen.

majjhimesu janapadesu paccājāto hoti. So ca hoti micchādiṭṭhiko viparītadassano: Und ein Mensch wurde in einem zentralen Land wiedergeboren. Aber er hat eine falsche Ansicht und einen verzerrten Blickwinkel:

‘natthi dinnaṁ, natthi yiṭṭhaṁ, natthi hutaṁ, natthi sukatadukkaṭānaṁ kammānaṁ phalaṁ vipāko, natthi ayaṁ loko, natthi paro loko, natthi mātā, natthi pitā, natthi sattā opapātikā, natthi loke samaṇabrāhmaṇā sammaggatā sammāpaṭipannā ye imañca lokaṁ parañca lokaṁ sayaṁ abhiññā sacchikatvā pavedentī’ti. ‚Geben, Opfer oder Spenden haben keinen Sinn. Es gibt keine Frucht und kein Ergebnis von guten und schlechten Taten. Es gibt kein Leben nach dem Tod. So etwas wie Mutter und Vater oder Wesen, die durch unmittelbares Erscheinen wiedergeboren werden, gibt es nicht. Und es gibt keinen Asketen oder Brahmanen, der sich richtig benimmt, richtig übt, und der das Leben nach dem Tod erklärt, nachdem er es durch eigene Einsicht erkannt hat.‘

Ayaṁ sattamo akkhaṇo asamayo brahmacariyavāsāya. Das ist die siebte verpasste Gelegenheit für das geistliche Leben.

Puna caparaṁ …pe… Dann ist da ein Klargewordener in der Welt erschienen.

majjhimesu janapadesu paccājāto hoti. So ca hoti duppañño jaḷo eḷamūgo, nappaṭibalo subhāsitadubbhāsitānamatthamaññātuṁ. Und ein Mensch wurde in einem zentralen Land wiedergeboren. Aber er ist ein geistloser, stumpfer Trottel, nicht in der Lage, zu unterscheiden, was gut gesagt und was schlecht gesagt ist.

Ayaṁ aṭṭhamo akkhaṇo asamayo brahmacariyavāsāya. Das ist die achte verpasste Gelegenheit für das geistliche Leben.

Puna caparaṁ, āvuso, tathāgato ca loke na uppanno hoti arahaṁ sammāsambuddho, Dann ist da kein Klargewordener in der Welt erschienen,

dhammo ca na desiyati opasamiko parinibbāniko sambodhagāmī sugatappavedito. Ayañca puggalo majjhimesu janapadesu paccājāto hoti, so ca hoti paññavā ajaḷo aneḷamūgo, paṭibalo subhāsitadubbhāsitānamatthamaññātuṁ. und der Dhamma, der zum Frieden, zum Erlöschen, zum Erwachen führt, wie er vom Heiligen verkündet wurde, wird nicht gelehrt. Und ein Mensch wurde in einem zentralen Land wiedergeboren. Und er ist weise, gewitzt, gescheit und in der Lage, zu unterscheiden, was gut gesagt und was schlecht gesagt ist.

Ayaṁ navamo akkhaṇo asamayo brahmacariyavāsāya. Das ist die neunte verpasste Gelegenheit für das geistliche Leben.

Nava anupubbavihārā. Neun fortschreitende Meditationen:

Idhāvuso, bhikkhu vivicceva kāmehi vivicca akusalehi dhammehi savitakkaṁ savicāraṁ vivekajaṁ pītisukhaṁ paṭhamaṁ jhānaṁ upasampajja viharati. Da tritt ein Mönch, ganz abgeschieden von den Sinnenfreuden, abgeschieden von untauglichen Eigenschaften, in die erste Vertiefung ein und verweilt darin; da gibt es aus Abgeschiedenheit geborene Ekstase und Seligkeit, während er den Geist ausrichtet und hält.

Vitakkavicārānaṁ vūpasamā …pe… dutiyaṁ jhānaṁ upasampajja viharati. Wenn das Ausrichten und Halten des Geistes sich beruhigt, tritt er in die zweite Vertiefung ein und verweilt darin; da gibt es aus Versenkung geborene Ekstase und Seligkeit, mit innerer Klarheit und geeintem Geist, ohne Ausrichten und Halten.

Pītiyā ca virāgā …pe… tatiyaṁ jhānaṁ upasampajja viharati. Und mit dem Schwinden der Ekstase tritt er in die dritte Vertiefung ein und verweilt darin; da meditiert er mit Gleichmut, achtsam und bewusst, und erfährt persönlich die Seligkeit, von der die Edlen erklären: ‚Gleichmütig und achtsam meditiert man in Seligkeit.‘

Sukhassa ca pahānā …pe… catutthaṁ jhānaṁ upasampajja viharati. Indem er Glück und Schmerz aufgibt, und mit dem Enden früherer Fröhlichkeit und Traurigkeit, tritt er in die vierte Vertiefung ein und verweilt darin, ohne Glück oder Schmerz, mit reinem Gleichmut und reiner Achtsamkeit.

Sabbaso rūpasaññānaṁ samatikkamā …pe… ākāsānañcāyatanaṁ upasampajja viharati. Er übersteigt jegliche Formwahrnehmung, und mit dem Beenden der Wahrnehmung von Eindrücken, indem er den Geist nicht auf die Wahrnehmung von Vielfalt richtet, tritt er im Wissen: ‚Raum ist unendlich‘ in die Dimension des unendlichen Raumes ein und verweilt darin.

Sabbaso ākāsānañcāyatanaṁ samatikkamma ‘anantaṁ viññāṇan’ti viññāṇañcāyatanaṁ upasampajja viharati. Er übersteigt vollständig die Dimension des unendlichen Raumes, tritt im Wissen: ‚Bewusstsein ist unendlich‘ in die Dimension des unendlichen Bewusstseins ein und verweilt darin.

Sabbaso viññāṇañcāyatanaṁ samatikkamma ‘natthi kiñcī’ti ākiñcaññāyatanaṁ upasampajja viharati. Er übersteigt vollständig die Dimension des unendlichen Bewusstseins, tritt im Wissen: ‚Da ist überhaupt nichts‘ in die Dimension des Nichts ein und verweilt darin.

Sabbaso ākiñcaññāyatanaṁ samatikkamma nevasaññānāsaññāyatanaṁ upasampajja viharati. Er übersteigt vollständig die Dimension des Nichts, tritt in die Dimension ein, die weder Wahrnehmung noch keine Wahrnehmung hat, und verweilt darin.

Sabbaso nevasaññānāsaññāyatanaṁ samatikkamma saññāvedayitanirodhaṁ upasampajja viharati. Er übersteigt vollständig die Dimension, die weder Wahrnehmung noch keine Wahrnehmung hat, tritt in das Aufhören von Wahrnehmung und Gefühl ein und verweilt darin.

Nava anupubbanirodhā. Neun fortschreitende Stufen des Aufhörens:

Paṭhamaṁ jhānaṁ samāpannassa kāmasaññā niruddhā hoti. Wenn man die erste Vertiefung erreicht hat, hat sinnliche Wahrnehmung aufgehört.

Dutiyaṁ jhānaṁ samāpannassa vitakkavicārā niruddhā honti. Wenn man die zweite Vertiefung erreicht hat, hat das Ausrichten und Halten des Geistes aufgehört.

Tatiyaṁ jhānaṁ samāpannassa pīti niruddhā hoti. Wenn man die dritte Vertiefung erreicht hat, hat Ekstase aufgehört.

Catutthaṁ jhānaṁ samāpannassa assāsapassāssā niruddhā honti. Wenn man die vierte Vertiefung erreicht hat, hat das Atmen aufgehört.

Ākāsānañcāyatanaṁ samāpannassa rūpasaññā niruddhā hoti. Wenn man die Dimension des unendlichen Raumes erreicht hat, hat die Formwahrnehmung aufgehört.

Viññāṇañcāyatanaṁ samāpannassa ākāsānañcāyatanasaññā niruddhā hoti. Wenn man die Dimension des unendlichen Bewusstseins erreicht hat, hat die Wahrnehmung der Dimension des unendlichen Raumes aufgehört.

Ākiñcaññāyatanaṁ samāpannassa viññāṇañcāyatanasaññā niruddhā hoti. Wenn man die Dimension des Nichts erreicht hat, hat die Wahrnehmung der Dimension des unendlichen Bewusstseins aufgehört.

Nevasaññānāsaññāyatanaṁ samāpannassa ākiñcaññāyatanasaññā niruddhā hoti. Wenn man die Dimension erreicht hat, die weder Wahrnehmung noch keine Wahrnehmung hat, hat die Wahrnehmung der Dimension des Nichts aufgehört.

Saññāvedayitanirodhaṁ samāpannassa saññā ca vedanā ca niruddhā honti. Wenn man das Aufhören von Wahrnehmung und Gefühl erreicht hat, haben Wahrnehmung und Gefühl aufgehört.

Ime kho, āvuso, tena bhagavatā jānatā passatā arahatā sammāsambuddhena nava dhammā sammadakkhātā. Das sind die Lehren, die zu Neunergruppen zusammengestellt sind, die vom Buddha richtig erklärt wurden.

Tattha sabbeheva saṅgāyitabbaṁ …pe… atthāya hitāya sukhāya devamanussānaṁ. Ihr sollt sie alle im Chor aufsagen.

10. Dasaka 10. Zehner

Atthi kho, āvuso, tena bhagavatā jānatā passatā arahatā sammāsambuddhena dasa dhammā sammadakkhātā. Da sind zu Zehnergruppen zusammengestellte Lehren, die vom Buddha richtig erklärt wurden.

Tattha sabbeheva saṅgāyitabbaṁ …pe… atthāya hitāya sukhāya devamanussānaṁ. Ihr sollt sie alle im Chor aufsagen.

Katame dasa? Welches sind die Lehren, die zu Zehnergruppen zusammengestellt sind?

Dasa nāthakaraṇā dhammā. Zehn Eigenschaften, die als Beschützer dienen:

Idhāvuso, bhikkhu sīlavā hoti. Pātimokkhasaṁvarasaṁvuto viharati ācāragocarasampanno, aṇumattesu vajjesu bhayadassāvī samādāya sikkhati sikkhāpadesu. Da ist ein Mönch sittlich, gezügelt in der Ordenssatzung, verhält sich angemessen und sucht an angemessenen Orten um Almosen nach. Er sieht die Gefahr im kleinsten Fehler und hält die Regeln ein, die er aufgenommen hat.

Yaṁpāvuso, bhikkhu sīlavā hoti, pātimokkhasaṁvarasaṁvuto viharati, ācāragocarasampanno, aṇumattesu vajjesu bhayadassāvī samādāya sikkhati sikkhāpadesu.

Ayampi dhammo nāthakaraṇo. Das ist eine Eigenschaft, die als Beschützer dient.

Puna caparaṁ, āvuso, bhikkhu bahussuto hoti sutadharo sutasannicayo. Ye te dhammā ādikalyāṇā majjhekalyāṇā pariyosānakalyāṇā sātthā sabyañjanā kevalaparipuṇṇaṁ parisuddhaṁ brahmacariyaṁ abhivadanti, tathārūpāssa dhammā bahussutā honti dhātā vacasā paricitā manasānupekkhitā diṭṭhiyā suppaṭividdhā. Dann ist da ein Mönch sehr gelehrt, erinnert und behält, was er gehört hat: diese Lehren, die am Anfang gut, in der Mitte gut und am Ende gut sind, bedeutsam und gut ausgedrückt; die ein geistliches Leben beschreiben, das ganz vollständig und rein ist. Er ist sehr gelehrt in diesen Lehren, erinnert sie, übt sie ein, prüft sie mit dem Geist und erfasst sie gedanklich.

Yaṁpāvuso, bhikkhu bahussuto hoti …pe… diṭṭhiyā suppaṭividdhā.

Ayampi dhammo nāthakaraṇo. Auch das ist eine Eigenschaft, die als Beschützer dient.

Puna caparaṁ, āvuso, bhikkhu kalyāṇamitto hoti kalyāṇasahāyo kalyāṇasampavaṅko. Dann hat da ein Mönch gute Freunde, Genossen und Gefährten.

Yaṁpāvuso, bhikkhu kalyāṇamitto hoti kalyāṇasahāyo kalyāṇasampavaṅko.

Ayampi dhammo nāthakaraṇo. Auch das ist eine Eigenschaft, die als Beschützer dient.

Puna caparaṁ, āvuso, bhikkhu suvaco hoti sovacassakaraṇehi dhammehi samannāgato khamo padakkhiṇaggāhī anusāsaniṁ. Dann ist da ein Mönch leicht zu ermahnen, er hat Eigenschaften, durch die er leicht zu ermahnen ist. Er ist geduldig und nimmt die Anleitung respektvoll an.

Yaṁpāvuso, bhikkhu suvaco hoti …pe… padakkhiṇaggāhī anusāsaniṁ.

Ayampi dhammo nāthakaraṇo. Auch das ist eine Eigenschaft, die als Beschützer dient.

Puna caparaṁ, āvuso, bhikkhu yāni tāni sabrahmacārīnaṁ uccāvacāni kiṅkaraṇīyāni, tattha dakkho hoti analaso tatrupāyāya vīmaṁsāya samannāgato, alaṁ kātuṁ alaṁ saṁvidhātuṁ. Dann ist da ein Mönch geschickt und unermüdlich bei vielen verschiedenen Pflichten für seine geistlichen Gefährten. Er versteht, wie die Dinge anzupacken sind, um die Arbeit zu erledigen oder zu veranlassen.

Yaṁpāvuso, bhikkhu yāni tāni sabrahmacārīnaṁ …pe… alaṁ saṁvidhātuṁ.

Ayampi dhammo nāthakaraṇo. Auch das ist eine Eigenschaft, die als Beschützer dient.

Puna caparaṁ, āvuso, bhikkhu dhammakāmo hoti piyasamudāhāro, abhidhamme abhivinaye uḷārapāmojjo. Dann liebt da ein Mönch die Lehren, es ist eine Lust, sich mit ihm zu unterhalten, er ist voller Freude über die Lehre und Schulung.

Yaṁpāvuso, bhikkhu dhammakāmo hoti …pe… uḷārapāmojjo.

Ayampi dhammo nāthakaraṇo. Auch das ist eine Eigenschaft, die als Beschützer dient.

Puna caparaṁ, āvuso, bhikkhu santuṭṭho hoti itarītarehi cīvarapiṇḍapātasenāsanagilānappaccayabhesajjaparikkhārehi. Dann ist da ein Mönch mit jeder Art von Roben, Almosen, Unterkunft sowie Arznei und Krankenversorgung zufrieden.

Yaṁpāvuso, bhikkhu santuṭṭho hoti …pe… parikkhārehi.

Ayampi dhammo nāthakaraṇo. Auch das ist eine Eigenschaft, die als Beschützer dient.

Puna caparaṁ, āvuso, bhikkhu āraddhavīriyo viharati akusalānaṁ dhammānaṁ pahānāya kusalānaṁ dhammānaṁ upasampadāya, thāmavā daḷhaparakkamo anikkhittadhuro kusalesu dhammesu. Dann lebt da ein Mönch so, dass er seine Energie aufrüttelt, um untaugliche Eigenschaften aufzugeben und sich taugliche Eigenschaften zu eigen zu machen. Er ist stark, beharrlich fest, und lässt nicht nach beim Entwickeln tauglicher Eigenschaften.

Yaṁpāvuso, bhikkhu āraddhavīriyo viharati …pe… anikkhittadhuro kusalesu dhammesu.

Ayampi dhammo nāthakaraṇo. Auch das ist eine Eigenschaft, die als Beschützer dient.

Puna caparaṁ, āvuso, bhikkhu satimā hoti paramena satinepakkena samannāgato cirakatampi cirabhāsitampi saritā anussaritā. Dann ist da ein Mönch achtsam. Er besitzt äußerste Achtsamkeit und Wachheit, und an Dinge, die vor langer Zeit getan oder gesagt wurden, kann er sich erinnern und sie sich ins Gedächtnis rufen.

Yaṁpāvuso, bhikkhu satimā hoti …pe… saritā anussaritā.

Ayampi dhammo nāthakaraṇo. Auch das ist eine Eigenschaft, die als Beschützer dient.

Puna caparaṁ, āvuso, bhikkhu paññavā hoti, udayatthagāminiyā paññāya samannāgato ariyāya nibbedhikāya sammādukkhakkhayagāminiyā. Dann ist da ein Mönch weise. Er besitzt die Weisheit des Entstehens und Vergehens, die edel und durchdringend ist und zur völligen Auflösung des Leidens führt.

Yaṁpāvuso, bhikkhu paññavā hoti …pe… sammādukkhakkhayagāminiyā.

Ayampi dhammo nāthakaraṇo. Auch das ist eine Eigenschaft, die als Beschützer dient.

Dasa kasiṇāyatanāni. Zehn allumfassende Dimensionen der Meditation:

Pathavīkasiṇameko sañjānāti, uddhaṁ adho tiriyaṁ advayaṁ appamāṇaṁ. Jemand nimmt die Meditation über allumfassende Erde wahr, nach oben, nach unten, dazwischen, ungeteilt und grenzenlos.

Āpokasiṇameko sañjānāti …pe… Jemand nimmt die Meditation über allumfassendes Wasser wahr …

tejokasiṇameko sañjānāti … die Meditation über allumfassendes Feuer …

vāyokasiṇameko sañjānāti … die Meditation über allumfassenden Wind …

nīlakasiṇameko sañjānāti … die Meditation über allumfassendes Blau …

pītakasiṇameko sañjānāti … die Meditation über allumfassendes Gelb …

lohitakasiṇameko sañjānāti … die Meditation über allumfassendes Rot …

odātakasiṇameko sañjānāti … die Meditation über allumfassendes Weiß …

ākāsakasiṇameko sañjānāti … die Meditation über allumfassenden Raum …

viññāṇakasiṇameko sañjānāti, uddhaṁ adho tiriyaṁ advayaṁ appamāṇaṁ. Jemand nimmt die Meditation über allumfassendes Bewusstsein wahr, nach oben, nach unten, dazwischen, ungeteilt und grenzenlos.

Dasa akusalakammapathā—Zehn Arten, untaugliche Dinge zu tun:

pāṇātipāto, adinnādānaṁ, kāmesumicchācāro, musāvādo, pisuṇā vācā, pharusā vācā, samphappalāpo, abhijjhā, byāpādo, micchādiṭṭhi. lebende Geschöpfe töten, stehlen, sexuelle Verfehlungen begehen; falsche, entzweiende, harte oder unsinnige Rede gebrauchen; Begehrlichkeit, bösen Willen und falsche Ansicht hegen.

Dasa kusalakammapathā—Zehn Arten, taugliche Dinge zu tun:

pāṇātipātā veramaṇī, adinnādānā veramaṇī, kāmesumicchācārā veramaṇī, musāvādā veramaṇī, pisuṇāya vācāya veramaṇī, pharusāya vācāya veramaṇī, samphappalāpā veramaṇī, anabhijjhā, abyāpādo, sammādiṭṭhi. Man unterlässt es, lebende Geschöpfe zu töten, zu stehlen und sexuelle Verfehlungen zu begehen; man unterlässt den Gebrauch falscher, entzweiender, harter oder unsinniger Rede; Zufriedenheit, Wohlwollen und rechte Ansicht.

Dasa ariyavāsā. Zehn Aufenthalte der Edlen:

Idhāvuso, bhikkhu pañcaṅgavippahīno hoti, chaḷaṅgasamannāgato, ekārakkho, caturāpasseno, paṇunnapaccekasacco, samavayasaṭṭhesano, anāvilasaṅkappo, passaddhakāyasaṅkhāro, suvimuttacitto, suvimuttapañño. Da hat ein Mönch fünf Faktoren aufgegeben, besitzt sechs Faktoren, hat einen einzigen Wächter, hat vier Arten von Rückhalt, hat eigenwillige Deutung der Wahrheit beseitigt, hat das Suchen vollständig hinter sich gelassen, hat reine Absichten, hat den körperlichen Ablauf gestillt und ist im Herzen gut befreit und durch Weisheit gut befreit.

Kathañcāvuso, bhikkhu pañcaṅgavippahīno hoti? Und wie hat ein Mönch fünf Faktoren aufgegeben?

Idhāvuso, bhikkhuno kāmacchando pahīno hoti, byāpādo pahīno hoti, thinamiddhaṁ pahīnaṁ hoti, uddhaccakukkuccaṁ pahīnaṁ hoti, vicikicchā pahīnā hoti. Da hat ein Mönch sinnliches Begehren, bösen Willen, Dumpfheit und Benommenheit, Rastlosigkeit und Reue sowie Zweifel aufgegeben.

Evaṁ kho, āvuso, bhikkhu pañcaṅgavippahīno hoti. So hat ein Mönch fünf Faktoren aufgegeben.

Kathañcāvuso, bhikkhu chaḷaṅgasamannāgato hoti? Und wie besitzt ein Mönch sechs Faktoren?

Idhāvuso, bhikkhu cakkhunā rūpaṁ disvā neva sumano hoti na dummano, upekkhako viharati sato sampajāno. Wenn ein Mönch mit dem Auge ein Bild sieht, ist er weder froh noch traurig. Er bleibt gleichmütig, achtsam und der Situation bewusst.

Sotena saddaṁ sutvā …pe… Wenn er mit dem Ohr einen Ton hört … Wenn er mit der Nase einen Geruch riecht … Wenn er mit der Zunge einen Geschmack schmeckt … Wenn er mit dem Körper eine Berührung empfindet …

manasā dhammaṁ viññāya neva sumano hoti na dummano, upekkhako viharati sato sampajāno. Wenn er mit dem Geist eine Vorstellung erkennt, ist er weder froh noch traurig. Er bleibt gleichmütig, achtsam und der Situation bewusst.

Evaṁ kho, āvuso, bhikkhu chaḷaṅgasamannāgato hoti. So besitzt ein Mönch sechs Faktoren.

Kathañcāvuso, bhikkhu ekārakkho hoti? Und wie hat ein Mönch einen einzigen Wächter?

Idhāvuso, bhikkhu satārakkhena cetasā samannāgato hoti. Da wird das Herz eines Mönchs von Achtsamkeit bewacht.

Evaṁ kho, āvuso, bhikkhu ekārakkho hoti. So hat ein Mönch einen einzigen Wächter.

Kathañcāvuso, bhikkhu caturāpasseno hoti? Und wie hat ein Mönch vier Arten von Rückhalt?

Idhāvuso, bhikkhu saṅkhāyekaṁ paṭisevati, saṅkhāyekaṁ adhivāseti, saṅkhāyekaṁ parivajjeti, saṅkhāyekaṁ vinodeti. Da gebraucht ein Mönch nach Abschätzung manche Dinge, nach Abschätzung erträgt er manche Dinge, nach Abschätzung geht er manchen Dingen aus dem Weg und nach Abschätzung beseitigt er manche Dinge.

Evaṁ kho, āvuso, bhikkhu caturāpasseno hoti. So hat ein Mönch vier Arten von Rückhalt.

Kathañcāvuso, bhikkhu paṇunnapaccekasacco hoti? Und wie hat ein Mönch eigenwillige Deutung der Wahrheit beseitigt?

Idhāvuso, bhikkhuno yāni tāni puthusamaṇabrāhmaṇānaṁ puthupaccekasaccāni, sabbāni tāni nunnāni honti paṇunnāni cattāni vantāni muttāni pahīnāni paṭinissaṭṭhāni. Verschiedene Asketen und Brahmanen deuten die Wahrheit unterschiedlich auf eigenwillige Weise. Ein Mönch hat all diese zerstreut, beseitigt, verworfen, ausgeräumt, freigemacht, aufgegeben und davon abgelassen.

Evaṁ kho, āvuso, bhikkhu paṇunnapaccekasacco hoti. So hat ein Mönch eigenwillige Deutung der Wahrheit beseitigt.

Kathañcāvuso, bhikkhu samavayasaṭṭhesano hoti? Und wie hat ein Mönch das Suchen vollständig hinter sich gelassen?

Idhāvuso, bhikkhuno kāmesanā pahīnā hoti, bhavesanā pahīnā hoti, brahmacariyesanā paṭippassaddhā. Da sucht ein Mönch nicht mehr nach Sinnenfreuden, nach fortgesetztem Dasein oder nach einem geistlichen Pfad.

Evaṁ kho, āvuso, bhikkhu samavayasaṭṭhesano hoti. So hat ein Mönch das Suchen vollständig hinter sich gelassen.

Kathañcāvuso, bhikkhu anāvilasaṅkappo hoti? Und wie hat ein Mönch reine Absichten?

Idhāvuso, bhikkhuno kāmasaṅkappo pahīno hoti, byāpādasaṅkappo pahīno hoti, vihiṁsāsaṅkappo pahīno hoti. Da hat ein Mönch sinnliche, böswillige und grausame Absichten aufgegeben.

Evaṁ kho, āvuso, bhikkhu anāvilasaṅkappo hoti. So hat ein Mönch reine Absichten.

Kathañcāvuso, bhikkhu passaddhakāyasaṅkhāro hoti? Und wie hat ein Mönch den körperlichen Ablauf gestillt?

Idhāvuso, bhikkhu sukhassa ca pahānā dukkhassa ca pahānā pubbeva somanassadomanassānaṁ atthaṅgamā adukkhamasukhaṁ upekkhāsatipārisuddhiṁ catutthaṁ jhānaṁ upasampajja viharati. Da gibt ein Mönch Glück und Schmerz auf, und mit dem Enden früherer Fröhlichkeit und Traurigkeit tritt er in die vierte Vertiefung ein und verweilt darin, ohne Glück oder Schmerz, mit reinem Gleichmut und reiner Achtsamkeit.

Evaṁ kho, āvuso, bhikkhu passaddhakāyasaṅkhāro hoti. So hat ein Mönch den körperlichen Ablauf gestillt.

Kathañcāvuso, bhikkhu suvimuttacitto hoti? Und wie ist ein Mönch im Herzen gut befreit?

Idhāvuso, bhikkhuno rāgā cittaṁ vimuttaṁ hoti, dosā cittaṁ vimuttaṁ hoti, mohā cittaṁ vimuttaṁ hoti. Da ist der Geist eines Mönchs von Gier, Hass und Täuschung befreit.

Evaṁ kho, āvuso, bhikkhu suvimuttacitto hoti. So ist ein Mönch im Herzen gut befreit.

Kathañcāvuso, bhikkhu suvimuttapañño hoti? Und wie ist ein Mönch durch Weisheit gut befreit?

Idhāvuso, bhikkhu ‘rāgo me pahīno ucchinnamūlo tālāvatthukato anabhāvaṅkato āyatiṁ anuppādadhammo’ti pajānāti. Da versteht ein Mönch: ‚Ich habe Gier, Hass und Täuschung aufgegeben, habe sie an der Wurzel abgeschnitten, sodass sie wie der Stumpf einer Palme sind, dass sie ausgelöscht sind und sich in Zukunft nicht mehr erheben können.‘

‘Doso me pahīno ucchinnamūlo tālāvatthukato anabhāvaṅkato āyatiṁ anuppādadhammo’ti pajānāti.

‘Moho me pahīno ucchinnamūlo tālāvatthukato anabhāvaṅkato āyatiṁ anuppādadhammo’ti pajānāti.

Evaṁ kho, āvuso, bhikkhu suvimuttapañño hoti. So ist ein Mönch durch Weisheit gut befreit.

Dasa asekkhā dhammā—Zehn Eigenschaften eines der Schulung Entwachsenen:

asekkhā sammādiṭṭhi, asekkho sammāsaṅkappo, asekkhā sammāvācā, asekkho sammākammanto, asekkho sammāājīvo, asekkho sammāvāyāmo, asekkhā sammāsati, asekkho sammāsamādhi, asekkhaṁ sammāñāṇaṁ, asekkhā sammāvimutti. rechte Ansicht, rechtes Denken, rechte Rede, rechtes Handeln, rechter Lebenserwerb, rechter Einsatz, rechte Achtsamkeit, rechte Versenkung, rechte Erkenntnis und rechte Freiheit eines der Schulung Entwachsenen.

Ime kho, āvuso, tena bhagavatā jānatā passatā arahatā sammāsambuddhena dasa dhammā sammadakkhātā. Geehrte, das sind die Lehren, die zu Zehnergruppen zusammengestellt sind, die vom Buddha richtig erklärt wurden.

Tattha sabbeheva saṅgāyitabbaṁ na vivaditabbaṁ, yathayidaṁ brahmacariyaṁ addhaniyaṁ assa ciraṭṭhitikaṁ, tadassa bahujanahitāya bahujanasukhāya lokānukampāya atthāya hitāya sukhāya devamanussānan”ti. Ihr sollt sie alle im Chor aufsagen, ohne zu streiten, sodass dieser geistliche Pfad lange Zeit bestehen bleibt – zum Nutzen und Glück vieler Menschen, aus Anteilnahme für die Welt, zum Segen, Nutzen und Glück von Göttern und Menschen.“

Atha kho bhagavā uṭṭhahitvā āyasmantaṁ sāriputtaṁ āmantesi: Da erhob sich der Buddha und sagte zum Ehrwürdigen Sāriputta:

“sādhu sādhu, sāriputta, „Gut, gut, Sāriputta!

sādhu kho tvaṁ, sāriputta, bhikkhūnaṁ saṅgītipariyāyaṁ abhāsī”ti. Es ist gut, dass du diese Lehrdarlegung über das Aufsagen im Chor gegeben hast.“

Idamavocāyasmā sāriputto, samanuñño satthā ahosi. Das sagte der Ehrwürdige Sāriputta, und der Lehrer begrüßte es.

Attamanā te bhikkhū āyasmato sāriputtassa bhāsitaṁ abhinandunti. Zufrieden begrüßten die Mönche und Nonnen die Worte des Ehrwürdigen Sāriputta.

Saṅgītisuttaṁ niṭṭhitaṁ dasamaṁ.
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