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Theragāthā 14.1 Strophen der altehrwürdigen Mönche 14.1

Cuddasakanipāta Das Vierzehnerbuch

Paṭhamavagga 1. Das erste Kapitel

Khadiravaniyarevatattheragāthā Revata vom Akazienwald

“Yadā ahaṁ pabbajito, Seit ich aus dem Haus

agārasmānagāriyaṁ; ins hauslose Leben fortgezogen bin,

Nābhijānāmi saṅkappaṁ, war ich mir keines Gedankens bewusst,

anariyaṁ dosasaṁhitaṁ. der unedel und hasserfüllt wäre.

‘Ime haññantu vajjhantu, „Dass diese Wesen doch getötet würden!

dukkhaṁ pappontu pāṇino’; Dass sie geschlachtet würden! Dass sie doch leiden würden!“ –

Saṅkappaṁ nābhijānāmi, in all dieser langen Zeit

imasmiṁ dīghamantare. war ich mir keines solchen Gedankens bewusst.

Mettañca abhijānāmi, Der Liebe war ich mir bewusst,

appamāṇaṁ subhāvitaṁ; grenzenlos und gut entwickelt,

Anupubbaṁ paricitaṁ, schrittweise gefestigt,

yathā buddhena desitaṁ. wie vom Buddha gelehrt.

Sabbamitto sabbasakho, Freund und Gefährte aller bin ich,

sabbabhūtānukampako; anteilnehmend für alle Wesen!

Mettacittañca bhāvemi, Ich entwickle ein liebevolles Herz,

abyāpajjarato sadā. freue mich stets an Mildherzigkeit.

Asaṁhīraṁ asaṅkuppaṁ, Den nicht-wankenden, den unerschütterlichen:

cittaṁ āmodayāmahaṁ; Diesen Geist erfreue ich.

Brahmavihāraṁ bhāvemi, Ich entwickle eine göttliche Meditation,

akāpurisasevitaṁ. die Frevler nicht pflegen.

Avitakkaṁ samāpanno, Wenn er in einen Meditationszustand ohne Ausrichten des Geistes eingetreten ist,

sammāsambuddhasāvako; ist ein Schüler des Buddha

Ariyena tuṇhībhāvena, in diesem Augenblick

upeto hoti tāvade. mit edler Stille gesegnet.

Yathāpi pabbato selo, So wie ein Felsenberg

acalo suppatiṭṭhito; standhaft und fest gegründet ist,

Evaṁ mohakkhayā bhikkhu, so ist ein Mönch, wenn die Täuschung endet,

pabbatova na vedhati. wie ein Berg: Er zittert nicht.

Anaṅgaṇassa posassa, Für einen reinen Mann ohne Makel,

niccaṁ sucigavesino; der stets Reinheit sucht,

Vālaggamattaṁ pāpassa, erscheint selbst eine Haarspitze von Bösem

abbhamattaṁva khāyati. groß wie eine Wolke.

Nagaraṁ yathā paccantaṁ, So wie eine Festungsstadt

guttaṁ santarabāhiraṁ; innen und außen bewacht ist,

Evaṁ gopetha attānaṁ, so sollst du dich schützen –

khaṇo vo mā upaccagā. versäume nicht den Augenblick.

Nābhinandāmi maraṇaṁ, Ich sehne den Tod nicht herbei,

nābhinandāmi jīvitaṁ; noch sehne ich mich nach dem Leben;

Kālañca paṭikaṅkhāmi, ich warte meine Zeit ab,

nibbisaṁ bhatako yathā. wie ein Arbeiter, der auf seinen Lohn wartet.

Nābhinandāmi maraṇaṁ, Ich sehne den Tod nicht herbei,

… pe noch sehne ich mich nach dem Leben;

ich warte meine Zeit ab,

sampajāno patissato. der Situation bewusst und achtsam.

Pariciṇṇo mayā satthā, Dem Lehrer habe ich gedient

kataṁ buddhassa sāsanaṁ; und die Anleitung des Buddha erfüllt.

Ohito garuko bhāro, Die schwere Last ist abgelegt,

bhavanetti samūhatā. der Kanal zur Wiedergeburt ist ausgerottet.

Yassa catthāya pabbajito, Ich habe das Ziel erreicht,

agārasmānagāriyaṁ; für das ich aus dem Haus

So me attho anuppatto, fortzog ins hauslose Leben:

sabbasaṁyojanakkhayo. die Auflösung aller Fesseln.

Sampādethappamādena, Mache beflissen weiter:

esā me anusāsanī; Das ist meine Anleitung.

Handāhaṁ parinibbissaṁ, Komm, ich werde vollkommen erloschen sein –

vippamuttomhi sabbadhī”ti. ich bin in jeder Hinsicht befreit.

… Khadiravaniyarevato thero ….
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