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Therīgāthā 6.1 Strophen der altehrwürdigen Nonnen 6.1 Lieder der Therī 6.1

Chakkanipāta Das Sechserbuch Das Sechserbuch

Pañcasatamattātherīgāthā Paṭācārā, die eine Gefolgschaft von Fünfhundert hatte Das Lied der Therī Paṭācārā mit vielen Schülerinnen

“Yassa maggaṁ na jānāsi, „Ihn, dessen Pfad du nicht kennst – Obwohl du den Weg nicht kennst

āgatassa gatassa vā; woher er kam, wohin er ging –, von diesem wo auch immer Hergekommenen,

Taṁ kuto cāgataṁ sattaṁ, obwohl er von wer-weiß-wo kam, ob gekommen oder ob gegangen,

‘mama putto’ti rodasi. beklagst du dieses Wesen und weinst: ‚Oh mein Sohn!‘ du weinst dennoch: „Mein Sohn!“

Maggañca khossa jānāsi, Doch einen, dessen Pfad du kennst – Wenn du aber doch den Weg kennst

āgatassa gatassa vā; woher er kam, wohin er ging –, von ihm, der gekommen oder gegangen ist,

Na naṁ samanusocesi, diesen beklagst du nicht: solltest du ihn nicht beklagen,

evaṁdhammā hi pāṇino. So ist die Natur lebender Geschöpfe. so nämlich sind ja doch die Lebewesen.

Ayācito tatāgacchi, Er kam ungefragt Ungefragt kam er von dort,

nānuññāto ito gato; und ging ohne Abschied. unerlaubt ging er von hier.

Kutoci nūna āgantvā, Er muss von irgendwoher gekommen sein Vielleicht kam er von – wo?

vasitvā katipāhakaṁ; und blieb wer weiß wie viele Tage. verweilte kurz,

Itopi aññena gato, Auf einer Straße ging er von hier fort von hier aus ging er einen Weg

tatopaññena gacchati. und von dort wird er auf einer anderen weggehen. und geht dort einen anderen.

Peto manussarūpena, Mit einer menschlichen Form verscheidet er Dahingeschieden in menschlicher Gestalt,

saṁsaranto gamissati; und wird weiter umherwandern. ein im Saṁsāra immer Wandernder, so wird er gehen.

Yathāgato tathā gato, Wie er kam, so ging er: Wie er herbeigekommen ist, so ist er hingegangen –

kā tattha paridevanā”. Warum soll man darüber weinen?“ was soll da das Beklagen!

“Abbahī vata me sallaṁ, „Oh! Du hast mir den Pfeil herausgezogen, Den Stachel zog sie mir heraus,

duddasaṁ hadayassitaṁ; so schwer zu sehen, der im Herzen steckte. den schwer zu sehenden, im Herzen eingebetteten.

Yā me sokaparetāya, Du hast den Kummer um meinen Sohn fortgerissen, Mir, die ich von Kummer überwältigt war,

puttasokaṁ byapānudi. in den ich einst verstrickt war. nahm sie den Kummer um den Sohn.

Sājja abbūḷhasallāhaṁ, Heute habe ich den Pfeil herausgezogen, Heute, der Stachel ganz entfernt,

Nicchātā parinibbutā; ohne Hunger bin ich, vollkommen verloschen. bin ich begierdelos und abgekühlt.

Buddhaṁ dhammañca saṅghañca, Ich nehme Zuflucht zu diesem Abgeklärten, dem Buddha, Zu Buddha, Dhamma und dem Saṅgha,

Upemi saraṇaṁ muniṁ”. zur Lehre und zum Saṅgha.“ zur Weisheit nehm’ ich Zuflucht.

Itthaṁ sudaṁ pañcasatamattā therī bhikkhuniyo … pe…. So erklärte Paṭācārā, die eine Gefolgschaft von fünfhundert hatte, ihre Erleuchtung.
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