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Therīgāthā 13.4 Strophen der altehrwürdigen Nonnen 13.4
Vīsatinipāta Das Zwanzigerbuch
Sundarītherīgāthā Sundarī
“Petāni bhoti puttāni, „Früher, gute Dame, hast du dich,
khādamānā tuvaṁ pure; wenn du deinen verstorbenen Kindern zu essen gabst,
Tuvaṁ divā ca ratto ca, Tag und Nacht
atīva paritappasi. vor Kummer verzehrt.
Sājja sabbāni khāditvā, Heute, Brahmanin, gabst du
sataputtāni brāhmaṇī; allen sieben Kindern zu essen.
Vāseṭṭhi kena vaṇṇena, Vāseṭṭhī, was ist der Grund,
na bāḷhaṁ paritappasi”. dass du nicht so schrecklich verzweifelt bist?“
“Bahūni puttasatāni, „Viele Hunderte von Kindern,
ñātisaṅghasatāni ca; Hunderte von Familienkreisen,
Khāditāni atītaṁse, meine und deine, Brahmane,
mama tuyhañca brāhmaṇa. wurden in der Vergangenheit mit Essen versorgt.
Sāhaṁ nissaraṇaṁ ñatvā, Da ich das Entrinnen
jātiyā maraṇassa ca; von Wiedergeburt und Tod erkannt habe,
Na socāmi na rodāmi, bin ich nicht bekümmert und weine nicht,
na cāpi paritappayiṁ”. noch bin ich verzweifelt.“
“Abbhutaṁ vata vāseṭṭhi, „Himmel, Vaseṭṭhī, was du da sagst,
vācaṁ bhāsasi edisiṁ; ist wirklich erstaunlich!
Kassa tvaṁ dhammamaññāya, Wessen Lehre hast du verstanden,
giraṁ bhāsasi edisiṁ”. dass du diese Dinge sagst?“
“Esa brāhmaṇa sambuddho, „Der Erwachte, Brahmane,
nagaraṁ mithilaṁ pati; ist wieder in die Stadt Mithilā gekommen
Sabbadukkhappahānāya, und lehrt den Dhamma, sodass lebende Geschöpfe
dhammaṁ desesi pāṇinaṁ. alles Leiden aufgeben können.
Tassa brahme arahato, Als ich die Lehre des Vollendeten gehört hatte,
dhammaṁ sutvā nirūpadhiṁ; Brahmane, die von allen Bindungen frei ist,
Tattha viññātasaddhammā, als ich die wahre Lehre verstanden hatte,
puttasokaṁ byapānudiṁ”. habe ich den Kummer um Kinder weggefegt.“
“So ahampi gamissāmi, „Auch ich werde
nagaraṁ mithilaṁ pati; in die Stadt Mithilā gehen.
Appeva maṁ so bhagavā, Hoffentlich kann der Buddha
sabbadukkhā pamocaye”. mich von allem Leiden erlösen.“
Addasa brāhmaṇo buddhaṁ, Der Brahmane sah den Buddha,
vippamuttaṁ nirūpadhiṁ; befreit, von Bindungen frei.
Svassa dhammamadesesi, Der lehrte ihn den Dhamma,
muni dukkhassa pāragū. der Abgeklärte, der über das Leiden hinausgegangen war:
Dukkhaṁ dukkhasamuppādaṁ, das Leiden, des Leidens Entstehen,
dukkhassa ca atikkamaṁ; des Leidens Überwindung
Ariyaṁ caṭṭhaṅgikaṁ maggaṁ, und den edlen achtfachen Pfad,
dukkhūpasamagāminaṁ. der zum Stillen des Leidens führt.
Tattha viññātasaddhammo, Als er dort die wahre Lehre verstanden hatte,
pabbajjaṁ samarocayi; entschloss er sich, fortzuziehen.
Sujāto tīhi rattīhi, Nach drei Tagen
tisso vijjā aphassayi. verwirklichte Sujāta das dreifache Wissen.
“Ehi sārathi gacchāhi, „Bitte, Wagenlenker, geh,
rathaṁ niyyādayāhimaṁ; bring diesen Wagen zurück.
Ārogyaṁ brāhmaṇiṁ vajja, Wünsche meiner Brahmanin gute Gesundheit und sage:
‘pabbaji dāni brāhmaṇo; ‚Der Brahmane ist jetzt fortgezogen.
Sujāto tīhi rattīhi, Nach drei Tagen
tisso vijjā aphassayi’”. hat Sujāta das dreifache Wissen verwirklicht.‘“
Tato ca rathamādāya, Da nahm der Wagenlenker
sahassañcāpi sārathi; den Wagen und tausend Taler,
Ārogyaṁ brāhmaṇiṁvoca, wünschte der Brahmanin gute Gesundheit und sagte:
“pabbaji dāni brāhmaṇo; „Der Brahmane ist jetzt fortgezogen.
Sujāto tīhi rattīhi, Nach drei Tagen
tisso vijjā aphassayi”. hat Sujāta das dreifache Wissen verwirklicht.“
“Etañcāhaṁ assarathaṁ, „Dieses Pferd und diesen Wagen
sahassañcāpi sārathi; und die tausend Taler gebe ich dir, Wagenlenker,
Tevijjaṁ brāhmaṇaṁ sutvā, und auch eine gefüllte Schale als Geschenk,
puṇṇapattaṁ dadāmi te”. da ich gehört habe, dass der Brahmane das dreifache Wissen besitzt.“
“Tuyheva hotvassaratho, „Behalte das Pferd und den Wagen, meine Dame,
sahassañcāpi brāhmaṇi; und auch die tausend Taler.
Ahampi pabbajissāmi, Auch ich werde vor ihm fortziehen,
varapaññassa santike”. der diese vorzügliche Weisheit besitzt.“
“Hatthī gavassaṁ maṇikuṇḍalañca, „Elefanten, Rinder, juwelenbesetzte Ohrringe,
Phītañcimaṁ gahavibhavaṁ pahāya; solch üppigen häuslichen Reichtum:
Pitā pabbajito tuyhaṁ, Ihn hat dein Vater aufgegeben, um fortzuziehen;
Bhuñja bhogāni sundarī; genieße diese Reichtümer, Sundarī,
Tuvaṁ dāyādikā kule”. du bist die Familienerbin.“
“Hatthī gavassaṁ maṇikuṇḍalañca, „Elefanten, Rinder, juwelenbesetzte Ohrringe,
Rammaṁ cimaṁ gahavibhavaṁ pahāya; solch entzückenden häuslichen Reichtum:
Pitā pabbajito mayhaṁ, Ihn hat mein Vater aufgegeben, um fortzuziehen,
Puttasokena aṭṭito; gequält von Kummer um seinen Sohn.
Ahampi pabbajissāmi, Auch ich werde fortziehen,
Bhātusokena aṭṭitā”. gequält von Kummer um meinen Bruder.“
“So te ijjhatu saṅkappo, „Dass der Wunsch, der dir am Herzen liegt,
yaṁ tvaṁ patthesi sundarī; wahr werde, Sundarī.
Uttiṭṭhapiṇḍo uñcho ca, Reste zum Einsammeln,
paṁsukūlañca cīvaraṁ; weggeworfene Lumpen als Robe –
Etāni abhisambhontī, komm damit zurecht,
paraloke anāsavā”. frei von Befleckungen in Bezug auf das nächste Leben.“
“Sikkhamānāya me ayye, „Während ich noch eine Nonne in Schulung bin, meine Dame,
dibbacakkhu visodhitaṁ; ist meine Hellsichtigkeit geläutert;
Pubbenivāsaṁ jānāmi, Ich kenne meine früheren Leben,
yattha me vusitaṁ pure. die Orte, an denen ich gelebt hatte.
Tuvaṁ nissāya kalyāṇi, Indem ich mich auf eine vortreffliche Dame wie dich stützte,
theri saṅghassa sobhane; eine altehrwürdige Nonne, die den Saṅgha verschönert,
Tisso vijjā anuppattā, habe ich das dreifache Wissen verwirklicht
kataṁ buddhassa sāsanaṁ. und die Anleitung des Buddha erfüllt.
Anujānāhi me ayye, Meine Dame, gib mir die Erlaubnis:
icche sāvatthi gantave; Ich möchte nach Sāvatthī gehen,
Sīhanādaṁ nadissāmi, dort werde ich vor dem besten der Buddhas
buddhaseṭṭhassa santike”. mein Löwengebrüll brüllen.“
“Passa sundari satthāraṁ, „Sieh den Lehrer, Sundarī,
hemavaṇṇaṁ harittacaṁ; in der Tönung von Schneegold, mit sonnengoldener Haut,
Adantānaṁ dametāraṁ, Bändiger der Ungebändigten,
sambuddhamakutobhayaṁ”. den Erwachten, der allseits furchtlos ist!“
“Passa sundarimāyantiṁ, „Sieh, da kommt Sundarī,
vippamuttaṁ nirūpadhiṁ; befreit, von Bindungen frei,
Vītarāgaṁ visaṁyuttaṁ, wunschlos, abgelöst,
katakiccamanāsavaṁ. die die Aufgabe erfüllt hat und frei von Befleckungen ist.“
Bārāṇasito nikkhamma, „Von Varanasi bin ich aufgebrochen
tava santikamāgatā; und zu dir gekommen, großer Held;
Sāvikā te mahāvīra, deine Schülerin Sundarī
pāde vandati sundarī. verbeugt sich zu deinen Füßen.
Tuvaṁ buddho tuvaṁ satthā, Du bist der Buddha, du bist der Lehrer,
tuyhaṁ dhītāmhi brāhmaṇa; ich bin deine rechtmäßige Tochter, Brahmane,
Orasā mukhato jātā, aus deinem Mund geboren.
katakiccā anāsavā”. Ich habe die Aufgabe erfüllt und bin frei von Befleckungen.“
“Tassā te svāgataṁ bhadde, „Sei mir willkommen, gute Dame,
tato te adurāgataṁ; keineswegs bist du unwillkommen.
Evañhi dantā āyanti, Denn so kommen die Gezähmten
satthu pādāni vandikā; und verbeugen sich zu Füßen des Lehrers:
Vītarāgā visaṁyuttā, wunschlos, abgelöst,
katakiccā anāsavā”. die Aufgabe erfüllt und frei von Befleckungen.“
… Sundarī therī ….