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Therīgāthā 13.5 Strophen der altehrwürdigen Nonnen 13.5 Strophen der Therī 13.5

Vīsatinipāta Das Zwanzigerbuch Das Zwanzigerbuch

Subhākammāradhītutherīgāthā Subhā, die Tochter des Schmieds Die Strophen der Therī Subhākammāradhītu

“Daharāhaṁ suddhavasanā, „Ich war so jung, meine Kleider rein, Ein junges Mädchen war ich, weiß gekleidet,

yaṁ pure dhammamassuṇiṁ; da hörte ich die Lehre. als ich den Dhamma hörte.

Tassā me appamattāya, Da ich beflissen war, Mir, die ich achtsam war,

saccābhisamayo ahu. verstand ich die Wahrheit kam das volle Verständnis der Wahrheit.

Tatohaṁ sabbakāmesu, und entwickelte Widerwillen Darauf empfand ich starken Widerwillen

bhusaṁ aratimajjhagaṁ; gegen alle Sinnenfreuden. gegen alle sinnlichen Begierden.

Sakkāyasmiṁ bhayaṁ disvā, Ich erkannte die Gefahr in substanzieller Wirklichkeit In meiner Verkörperung sah ich Gefahr,

nekkhammameva pīhaye. und sehnte mich nach Entsagung. sehnte mich nach Verzicht auf weltliches Leben.

Hitvānahaṁ ñātigaṇaṁ, Meinen Familienkreis gab ich auf, Ich verließ die Familie,

dāsakammakarāni ca; Schuldknechte und Arbeiter Sklaven und Arbeiter,

Gāmakhettāni phītāni, und die blühenden Dorffelder, das Dorf und die reichen Felder,

ramaṇīye pamodite. so entzückend und schön, die Freuden, die Annehmlichkeiten.

Pahāyahaṁ pabbajitā, und zog fort; Nicht wenig Reichtum verwerfend,

sāpateyyamanappakaṁ; kein geringes Vermögen war das. zog ich in die Hauslosigkeit,

Evaṁ saddhāya nikkhamma, Da ich so fortgezogen bin ging so vertrauend

saddhamme suppavedite. voll Vertrauen zur wahren Lehre, die so gut verkündet ist, zum wohlverkündeten, wahren Dhamma.

Netaṁ assa patirūpaṁ, da ich nichts zu besitzen wünsche, Es würde sich nicht für eine gebühren,

Ākiñcaññañhi patthaye; wäre es nicht angebracht, die ernsthaft die Besitzlosigkeit erstrebt,

Yo jātarūpaṁ rajataṁ, wieder Gold und Zahlungsmittel zu nehmen, und die Gold und Silber verworfen hat,

Chaḍḍetvā punarāgame. nachdem ich es bereits losgeworden bin. wieder rückfällig zu werden.

Rajataṁ jātarūpaṁ vā, Zahlungsmittel oder Gold Silber oder Gold

na bodhāya na santiyā; führen nicht zum Frieden und Erwachen. führen nicht zur Erkenntnis oder Frieden,

Netaṁ samaṇasāruppaṁ, Sie ziemen sich für eine Asketin nicht, eignen sich nicht für eine Asketin,

na etaṁ ariyaddhanaṁ. sie sind nicht der Schatz der Edlen; sind den Edlen kein Reichtum.

Lobhanaṁ madanañcetaṁ, nur Gier und Rausch stellen sie dar, Diese Gier und Trunkenheit,

mohanaṁ rajavaḍḍhanaṁ; Verwirrung und zunehmenden Verfall, Verblendung und zunehmende Beschmutzung,

Sāsaṅkaṁ bahuāyāsaṁ, sie sind fragwürdig und sehr beschwerlich – zweifelhaft, höchst problematisch,

natthi cettha dhuvaṁ ṭhiti. es gibt dabei nichts Dauerhaftes. ist nicht von dauerhaften Bestand.

Ettha rattā pamattā ca, Verkommen und nachlässig, Hier sind die Menschen mit verunreinigtem Geist

saṅkiliṭṭhamanā narā; unlauter im Herzen, lüstern und trunken.

Aññamaññena byāruddhā, kämpfen nicht erleuchtete Leute gegeneinander Einander feindlich gesonnen,

puthu kubbanti medhagaṁ. und schaffen Spannungen. erzeugen sie auf viele Arten Streit.

Vadho bandho parikleso, Gefangennehmen, Töten, Elend, Da gibt es Töten, Gefangenschaft, Not,

jāni sokapariddavo; Verlust, Kummer und Klage: Verlust, Kummer und Wehklagen.

Kāmesu adhipannānaṁ, Die in Sinnenfreuden versunken sind, Denen, die in sinnlicher Lust fehlgegangen sind,

dissate byasanaṁ bahuṁ. sehen viele verhängnisvolle Dinge. wird viel Leid offenbart.

Taṁ maṁ ñātī amittāva, Meine Familie, warum drängt ihr mich Daher seid ihr für mich, Verwandte, wie Feinde,

kiṁ vo kāmesu yuñjatha; zu Sinnenfreuden, als wärt ihr meine Feinde? in Sinnlichkeit verstrickt.

Jānātha maṁ pabbajitaṁ, Ihr wisst, dass ich fortgezogen bin, Ihr wisst doch, ich bin eine Hinausgezogene,

kāmesu bhayadassiniṁ. da ich in Sinnenfreuden Gefahr sehe. die in Sinnlichkeit Unheil sieht.

Na hiraññasuvaṇṇena, Weder durch Goldmünzen noch durch ungemünztes Gold Weder durch Gold noch durch Goldmünzen

parikkhīyanti āsavā; werden die Befleckungen aufgelöst. werden geistige Verunreinigungen getilgt.

Amittā vadhakā kāmā, Sinnenfreuden sind Feinde und Mörder, Sinnliche Begierden sind Feinde, Henker,

sapattā sallabandhanā. feindliche Kräfte, die uns an Dornen binden. Gegner, Widerhaken und Knechtschaft.

Taṁ maṁ ñātī amittāva, Meine Familie, warum drängt ihr mich Daher seid ihr mir, ihr Verwandten, wie Feinde,

kiṁ vo kāmesu yuñjatha; zu Sinnenfreuden, als wärt ihr meine Feinde? in Sinnlichkeit verstrickt.

Jānātha maṁ pabbajitaṁ, Ihr wisst, dass ich fortgezogen bin, Ihr wisst doch, ich bin eine Hinausgezogene,

muṇḍaṁ saṅghāṭipārutaṁ. geschoren, in die äußere Robe gehüllt. kahlgeschoren, in eine Robe gehüllt.

Uttiṭṭhapiṇḍo uñcho ca, Reste zum Einsammeln, Speisebröckchen, ersammelte Reste,

paṁsukūlañca cīvaraṁ; weggeworfene Lumpen als Robe – und im Schmutz aufgelesene Lumpen als Robe:

Etaṁ kho mama sāruppaṁ, das steht mir an, Dies ist wahrlich geeignet für mich

anagārūpanissayo. das sind die wesentlichen Dinge des hauslosen Lebens. als Grundlage eines hauslosen Lebens.

Vantā mahesīhi kāmā, Große Seher stoßen Sinnenfreuden aus, Die großen Weisen haben die Sinnesfreuden aufgegeben,

ye dibbā ye ca mānusā; himmlische und auch menschliche. die himmlischen und auch die irdischen.

Khemaṭṭhāne vimuttā te, Sicher in ihrem Refugium stehen sie fest, sind befreit Sie sind auf sicherem Grund, sind erlöst,

pattā te acalaṁ sukhaṁ. und haben unerschütterliches Glück gefunden. haben unerschütterliches Wohlbefinden erlangt.

Māhaṁ kāmehi saṅgacchiṁ, Dass mir keine Sinnenfreuden begegnen, Möge ich nicht Sinnesbegierden begegnen,

yesu tāṇaṁ na vijjati; denn in ihnen findet man keinen Schutz. in diesen findet man keine Zuflucht!

Amittā vadhakā kāmā, Sinnenfreuden sind Feinde und Mörder, Sinnesbegierden sind Feinde, sind Henker,

aggikkhandhūpamā dukhā. sie sind schmerzhaft wie ein Leuchtfeuer. sind quälend wie ein Flammenmeer.

Paripantho esa bhayo, Das ist eine Sperre, eine Gefahr, Ein gefährliches Hindernis gibt es,

savighāto sakaṇṭako; voller Qual und Dornen, das ist übel und dornig.

Gedho suvisamo ceso, ein toter Winkel, uneben, Das ist die Gier, unheilvoll,

mahanto mohanāmukho. ein großes Einfallstor für die Verwirrung. das große Tor in die Verwirrung,

Upasaggo bhīmarūpo, Sinnenfreuden sind ein Risiko, sind schrecklich, Unheil in furchterregender Erscheinung,

kāmā sappasirūpamā; sie sind wie ein Kobrakopf; wie Schlangenköpfe sind die Sinnesbegierden.

Ye bālā abhinandanti, Toren genießen sie, Die Unbelehrten, die geistig blinden Weltlinge,

andhabhūtā puthujjanā. die blinden gewöhnlichen Leute. freuen sich daran.

Kāmapaṅkena sattā hi, Es gibt so viele Unwissende in der Welt, Im Sumpf der Sinnesfreuden gibt es wahrlich

bahū loke aviddasū; die im Morast der Sinnlichkeit feststecken. viel ignorante Wesen in der Welt.

Pariyantaṁ na jānanti, Sie kennen nicht das Ende [Davon] umgeben wissen sie nicht

jātiyā maraṇassa ca. von Wiedergeburt und Tod. von Wiedergeburt und Tod.

Duggatigamanaṁ maggaṁ, Wegen der Sinnenfreuden Die Menschen gehen aufgrund der sinnlichen Begierden

manussā kāmahetukaṁ; stürzen sich die Menschen direkt auf den Weg, der zu einem schlechten Ort führt. den Weg, der ins Verderben führt.

Bahuṁ ve paṭipajjanti, Viele folgen diesem Weg, Es gehen wahrlich viele mit,

attano rogamāvahaṁ. der ihnen Krankheit bringt. sich selbst fügen sie viel Schaden zu.

Evaṁ amittajananā, So schaffen Sinnenfreuden Feinde, So entsteht Feindschaft,

tāpanā saṅkilesikā; so foltern und verunreinigen sie. verbrennend, beschmutzend.

Lokāmisā bandhanīyā, Mit weltlichen fleischlichen Genüssen fangen sie die Wesen ein, Mit weltlichen Fallen verlockend

kāmā maraṇabandhanā. sie sind nichts anderes als die Fesseln des Todes. sind Sinnesbegierden Todesfesseln.

Ummādanā ullapanā, Sie machen verrückt und verführen, Sinnliche Begierden berauschen

kāmā cittappamaddino; Sinnenfreuden verdrehen einem den Kopf. sind einschmeichelnd, die Vernunft überwältigend.

Sattānaṁ saṅkilesāya, Sie sind eine Schlinge, die Māra ausgelegt hat, Sie sind ein Netz, ausgelegt von Māra,

khippaṁ mārena oḍḍitaṁ. um die Wesen zu verunreinigen. zum Verderb der lebenden Wesen.

Anantādīnavā kāmā, Sinnenfreuden haben unendliche Nachteile, Unendlich gefährlich sind sinnliche Begierden,

bahudukkhā mahāvisā; sie sind voller Leiden, ein schreckliches Gift. sind voller Dukkha, [enthalten] tödliche Gifte.

Appassādā raṇakarā, Sie bieten wenig Erfüllung und stiften Unfrieden, Sie sind wenig erfreulich, zu Streit führend,

sukkapakkhavisosanā. helle Eigenschaften dörren sie aus. die guten Aspekte lassen sie verdorren.

Sāhaṁ etādisaṁ katvā, Da ich mit Sinnenfreuden Ich, die ich durch sinnliche Begierden

byasanaṁ kāmahetukaṁ; so viel Zerstörung verursacht habe, solcherart Elend verursacht habe,

Na taṁ paccāgamissāmi, will ich nicht wieder auf sie zurückfallen, werde bestimmt nicht umkehren,

nibbānābhiratā sadā. sondern mich stets am Erlöschen freuen. sondern mich für immer des Nibbāna erfreuen.

Raṇaṁ karitvā kāmānaṁ, Einst hatte ich Unfrieden um der Sinnenfreuden willen, Ich, die ich aufgrund sinnlicher Begierden Unfrieden verursacht habe,

sītibhāvābhikaṅkhinī; jetzt sehne ich mich nach dem kühlen Zustand. bin jetzt eine, die sich nach Abkühlung [der sinnlichen Begierden] sehnt.

Appamattā vihassāmi, Ich werde beflissen meditieren, Unermüdlich will ich verweilen

sabbasaṁyojanakkhaye. um alle Fesseln aufzulösen. in der Vernichtung aller Fesseln.

Asokaṁ virajaṁ khemaṁ, Ohne Kummer, unbefleckt, sicher: Den kummerfreien, unbefleckten, friedlichen,

ariyaṭṭhaṅgikaṁ ujuṁ; Diesem Pfad folge ich, aufrechten, den edlen achtfachen Pfad:

Taṁ maggaṁ anugacchāmi, dem geraden edlen achtfachen Pfad, Diesen Pfad werde ich gehen,

yena tiṇṇā mahesino”. auf dem die Seher hinübergelangt sind.“ der von den großen Weisen überquert wurde!

“Imaṁ passatha dhammaṭṭhaṁ, „Seht euch das an: Subhā, die Tochter des Schmieds, Seht doch diese Subhā, die Tochter eines Goldschmieds,

subhaṁ kammāradhītaraṁ; steht fest in der Lehre. wahrlich gefestigt im Dhamma!

Anejaṁ upasampajja, Sie hat den unbewegten Zustand erreicht, Sie hat den unerschütterlichen Zustand erreicht.

rukkhamūlamhi jhāyati. als sie an der Wurzel eines Baumes meditierte. [Jetzt] meditiert sie am Fuße eines Baumes.

Ajjaṭṭhamī pabbajitā, Gerade acht Tage ist es her, dass sie fortgezogen ist, Heute ist der achte Tag, da sie hinausgezogen ist,

saddhā saddhammasobhanā; voller Vertrauen zu der schönen Lehre. vertrauend, verschönt durch das wahre Dhamma.

Vinītuppalavaṇṇāya, Von Uppalavaṇṇā geschult Angeleitet von Uppalavaṇṇā,

tevijjā maccuhāyinī. ist sie Meisterin des dreifachen Wissens, Überwinderin des Todes. hat sie alle drei Wissen und ist Māra entgangen.

Sāyaṁ bhujissā anaṇā, Diese ist von Sklaverei und Schulden befreit, Unversklavt, ohne Bürden ist sie,

bhikkhunī bhāvitindriyā; eine Nonne, deren Fähigkeiten entwickelt sind. eine Bhikkhunī, deren Fähigkeiten entwickelt sind.

Sabbayogavisaṁyuttā, Von allen Jochen gelöst Losgelöst von allen Fesseln hat sie getan,

katakiccā anāsavā”. hat sie die Aufgabe erfüllt und ist frei von Befleckungen.“ was getan werden muss, ist frei von Befleckungen.

Taṁ sakko devasaṅghena, So ehrte Sakka, Herr über alle Geschöpfe, Da erschien Sakka durch übernatürliche Fähigkeit

upasaṅkamma iddhiyā; mit übersinnlichen Kräften gekommen, inmitten seiner Gefolgschaft von Devas.

Namassati bhūtapati, zusammen mit seiner Götterschar Der Herr der Dämonen huldigte

subhaṁ kammāradhītaranti. Subhā, die Tochter des Schmieds. Subhā, der Tochter eines Goldschmieds.

… Subhā kammāradhītā therī ….

Vīsatinipāto niṭṭhito.
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