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Majjhima Nikāya 11 Mittlere Lehrreden 11

Cūḷasīhanādasutta Die kürzere Lehrrede über das Löwengebrüll

Evaṁ me sutaṁ—So habe ich es gehört:

ekaṁ samayaṁ bhagavā sāvatthiyaṁ viharati jetavane anāthapiṇḍikassa ārāme. Einmal hielt sich der Buddha bei Sāvatthī in Jetas Wäldchen auf, dem Kloster des Anāthapiṇḍika.

Tatra kho bhagavā bhikkhū āmantesi: Da wandte sich der Buddha an die Mönche und Nonnen:

“bhikkhavo”ti. „Mönche und Nonnen!“

“Bhadante”ti te bhikkhū bhagavato paccassosuṁ. „Ehrwürdiger Herr“, antworteten sie.

Bhagavā etadavoca: Der Buddha sagte:

“Idheva, bhikkhave, samaṇo, idha dutiyo samaṇo, idha tatiyo samaṇo, idha catuttho samaṇo; „‚Nur hier gibt es einen Asketen, nur hier einen zweiten Asketen, nur hier einen dritten Asketen und nur hier einen vierten Asketen.

suññā parappavādā samaṇebhi aññehīti. Andere Lehren sind leer von Asketen.‘

Evametaṁ, bhikkhave, sammā sīhanādaṁ nadatha. So, Mönche und Nonnen, sollt ihr zu Recht euer Löwengebrüll brüllen.

Ṭhānaṁ kho panetaṁ, bhikkhave, vijjati yaṁ aññatitthiyā paribbājakā evaṁ vadeyyuṁ: Es ist möglich, dass Wanderer anderer Konfessionen sagen:

‘ko panāyasmantānaṁ assāso, kiṁ balaṁ, yena tumhe āyasmanto evaṁ vadetha—‚Aber was ist die Quelle für die Gewissheit und den Nachdruck der Ehrwürdigen, dass sie das sagen?‘

idheva samaṇo, idha dutiyo samaṇo, idha tatiyo samaṇo, idha catuttho samaṇo;

suññā parappavādā samaṇebhi aññehī’ti?

Evaṁvādino, bhikkhave, aññatitthiyā paribbājakā evamassu vacanīyā: Dann sollt ihr ihnen entgegnen:

‘atthi kho no, āvuso, tena bhagavatā jānatā passatā arahatā sammāsambuddhena cattāro dhammā akkhātā ye mayaṁ attani sampassamānā evaṁ vadema—‚Es gibt vier Dinge, die vom Gesegneten erklärt wurden, der erkennt und sieht, dem Vollendeten, dem vollkommen erwachten Buddha. Da wir diese Dinge in uns selbst sehen, sagen wir:

idheva samaṇo, idha dutiyo samaṇo, idha tatiyo samaṇo, idha catuttho samaṇo; „Nur hier gibt es einen Asketen, nur hier einen zweiten Asketen, nur hier einen dritten Asketen und nur hier einen vierten Asketen.

suññā parappavādā samaṇebhi aññehīti. Andere Lehren sind leer von Asketen.“

Katame cattāro? Welche vier?

Atthi kho no, āvuso, satthari pasādo, atthi dhamme pasādo, atthi sīlesu paripūrakāritā; Wir haben Zuversicht zum Lehrer, wir haben Zuversicht zur Lehre und wir haben unser sittliches Verhalten erfüllt.

sahadhammikā kho pana piyā manāpā—Und die, die den Pfad mit uns gehen, sind uns lieb und teuer,

gahaṭṭhā ceva pabbajitā ca. ob Laien oder Hauslose.

Ime kho no, āvuso, tena bhagavatā jānatā passatā arahatā sammāsambuddhena cattāro dhammā akkhātā ye mayaṁ attani sampassamānā evaṁ vadema—Das sind die vier Dinge.‘

idheva samaṇo, idha dutiyo samaṇo, idha tatiyo samaṇo, idha catuttho samaṇo;

suññā parappavādā samaṇebhi aññehī’ti.

Ṭhānaṁ kho panetaṁ, bhikkhave, vijjati yaṁ aññatitthiyā paribbājakā evaṁ vadeyyuṁ: Es ist möglich, dass Wanderer anderer Konfessionen sagen:

‘amhākampi kho, āvuso, atthi satthari pasādo yo amhākaṁ satthā, amhākampi atthi dhamme pasādo yo amhākaṁ dhammo, mayampi sīlesu paripūrakārino yāni amhākaṁ sīlāni, ‚Auch wir haben Zuversicht zum Lehrer – unserem Lehrer; auch wir haben Zuversicht zur Lehre – unserer Lehre; und auch wir haben unser sittliches Verhalten erfüllt – unser sittliches Verhalten.

amhākampi sahadhammikā piyā manāpā—Und uns sind die, die den Pfad mit uns gehen, lieb und teuer,

gahaṭṭhā ceva pabbajitā ca. ob Laien oder Hauslose.

Idha no, āvuso, ko viseso ko adhippayāso kiṁ nānākaraṇaṁ yadidaṁ tumhākañceva amhākañcā’ti? Was ist nun der Unterschied zwischen euch und uns?‘

Evaṁvādino, bhikkhave, aññatitthiyā paribbājakā evamassu vacanīyā: Dann sollt ihr ihnen entgegnen:

‘kiṁ panāvuso, ekā niṭṭhā, udāhu puthu niṭṭhā’ti? ‚Nun, Geehrte, gibt es ein Ziel oder viele Ziele?‘

Sammā byākaramānā, bhikkhave, aññatitthiyā paribbājakā evaṁ byākareyyuṁ: Wenn sie richtig antworten würden, würden die Wanderer anderer Konfessionen sagen:

‘ekāvuso, niṭṭhā, na puthu niṭṭhā’ti. ‚Es gibt ein Ziel, nicht viele Ziele.‘

‘Sā panāvuso, niṭṭhā sarāgassa udāhu vītarāgassā’ti? ‚Aber ist dieses Ziel für einen Gierigen oder für einen, der frei von Gier ist?‘

Sammā byākaramānā, bhikkhave, aññatitthiyā paribbājakā evaṁ byākareyyuṁ: Wenn sie richtig antworten würden, würden die Wanderer anderer Konfessionen sagen:

‘vītarāgassāvuso, sā niṭṭhā, na sā niṭṭhā sarāgassā’ti. ‚Dieses Ziel ist für einen, der frei von Gier ist, nicht für einen Gierigen.‘

‘Sā panāvuso, niṭṭhā sadosassa udāhu vītadosassā’ti? ‚Ist es für einen Hasserfüllten oder für einen, der frei von Hass ist?‘

Sammā byākaramānā, bhikkhave, aññatitthiyā paribbājakā evaṁ byākareyyuṁ:

‘vītadosassāvuso, sā niṭṭhā, na sā niṭṭhā sadosassā’ti. ‚Es ist für einen, der frei von Hass ist.‘

‘Sā panāvuso, niṭṭhā samohassa udāhu vītamohassā’ti? ‚Ist es für einen, der sich täuscht, oder für einen, der frei von Täuschung ist?‘

Sammā byākaramānā, bhikkhave, aññatitthiyā paribbājakā evaṁ byākareyyuṁ:

‘vītamohassāvuso, sā niṭṭhā, na sā niṭṭhā samohassā’ti. ‚Es ist für einen, der frei von Täuschung ist.‘

‘Sā panāvuso, niṭṭhā sataṇhassa udāhu vītataṇhassā’ti? ‚Ist es für einen voller Verlangen oder für einen, der frei von Verlangen ist?‘

Sammā byākaramānā, bhikkhave, aññatitthiyā paribbājakā evaṁ byākareyyuṁ:

‘vītataṇhassāvuso, sā niṭṭhā, na sā niṭṭhā sataṇhassā’ti. ‚Es ist für einen, der frei von Verlangen ist.‘

‘Sā panāvuso, niṭṭhā saupādānassa udāhu anupādānassā’ti? ‚Ist es für einen, der ergreift, oder für einen, der frei von Ergreifen ist?‘

Sammā byākaramānā, bhikkhave, aññatitthiyā paribbājakā evaṁ byākareyyuṁ:

‘anupādānassāvuso, sā niṭṭhā, na sā niṭṭhā saupādānassā’ti. ‚Es ist für einen, der frei von Ergreifen ist.‘

‘Sā panāvuso, niṭṭhā viddasuno udāhu aviddasuno’ti? ‚Ist es für einen Wissenden oder für einen Unwissenden?‘

Sammā byākaramānā, bhikkhave, aññatitthiyā paribbājakā evaṁ byākareyyuṁ:

‘viddasuno, āvuso, sā niṭṭhā, na sā niṭṭhā aviddasuno’ti. ‚Es ist für einen Wissenden.‘

‘Sā panāvuso, niṭṭhā anuruddhappaṭiviruddhassa udāhu ananuruddhaappaṭiviruddhassā’ti? ‚Ist es für einen, der bevorzugt und zurückweist, oder für einen, der nicht bevorzugt und zurückweist?‘

Sammā byākaramānā, bhikkhave, aññatitthiyā paribbājakā evaṁ byākareyyuṁ:

‘ananuruddhaappaṭiviruddhassāvuso, sā niṭṭhā, na sā niṭṭhā anuruddhappaṭiviruddhassā’ti. ‚Es ist für einen, der nicht bevorzugt und zurückweist.‘

‘Sā panāvuso, niṭṭhā papañcārāmassa papañcaratino udāhu nippapañcārāmassa nippapañcaratino’ti? ‚Aber ist dieses Ziel für einen, der das Wuchern liebt, oder für einen, der das Nicht-Wuchern liebt?‘

Sammā byākaramānā, bhikkhave, aññatitthiyā paribbājakā evaṁ byākareyyuṁ: Wenn sie richtig antworten würden, würden die Wanderer anderer Konfessionen sagen:

‘nippapañcārāmassāvuso, sā niṭṭhā nippapañcaratino, na sā niṭṭhā papañcārāmassa papañcaratino’ti. ‚Es ist für einen, der das Nicht-Wuchern liebt, nicht für einen, der das Wuchern liebt.‘

Dvemā, bhikkhave, diṭṭhiyo—Es gibt, Mönche und Nonnen, diese beiden Ansichten:

bhavadiṭṭhi ca vibhavadiṭṭhi ca. Ansichten, die die Fortsetzung des Daseins bevorzugen, und Ansichten, die das Beenden des Daseins bevorzugen.

Ye hi keci, bhikkhave, samaṇā vā brāhmaṇā vā bhavadiṭṭhiṁ allīnā bhavadiṭṭhiṁ upagatā bhavadiṭṭhiṁ ajjhositā, vibhavadiṭṭhiyā te paṭiviruddhā. Jeder Asket oder Brahmane, der nach einer Ansicht greift, die die Fortsetzung des Daseins bevorzugt, sich ihr nähert und daran hängt, wird eine Ansicht zurückweisen, die das Beenden des Daseins bevorzugt.

Ye hi keci, bhikkhave, samaṇā vā brāhmaṇā vā vibhavadiṭṭhiṁ allīnā vibhavadiṭṭhiṁ upagatā vibhavadiṭṭhiṁ ajjhositā, bhavadiṭṭhiyā te paṭiviruddhā. Jeder Asket oder Brahmane, der nach einer Ansicht greift, die das Beenden des Daseins bevorzugt, sich ihr nähert und daran hängt, wird eine Ansicht zurückweisen, die die Fortsetzung des Daseins bevorzugt.

Ye hi keci, bhikkhave, samaṇā vā brāhmaṇā vā imāsaṁ dvinnaṁ diṭṭhīnaṁ samudayañca atthaṅgamañca assādañca ādīnavañca nissaraṇañca yathābhūtaṁ nappajānanti, ‘te sarāgā te sadosā te samohā te sataṇhā te saupādānā te aviddasuno te anuruddhappaṭiviruddhā te papañcārāmā papañcaratino; Es gibt Asketen und Brahmanen, die bei diesen beiden Ansichten den Ursprung, das Enden, die Befriedigung, den Nachteil und das Entrinnen nicht wahrhaftig verstehen. Sie sind gierig, hasserfüllt, täuschen sich, sind voller Verlangen und Ergreifen und unwissend. Sie bevorzugen und weisen zurück und lieben das Wuchern.

te na parimuccanti jātiyā jarāya maraṇena sokehi paridevehi dukkhehi domanassehi upāyāsehi; Sie sind nicht befreit von Wiedergeburt, von Alter und Tod, Kummer, Klage, Schmerz, Traurigkeit und Bedrängnis.

na parimuccanti dukkhasmā’ti vadāmi. Sie sind nicht befreit vom Leiden, sage ich.

Ye ca kho keci, bhikkhave, samaṇā vā brāhmaṇā vā imāsaṁ dvinnaṁ diṭṭhīnaṁ samudayañca atthaṅgamañca assādañca ādīnavañca nissaraṇañca yathābhūtaṁ pajānanti, ‘te vītarāgā te vītadosā te vītamohā te vītataṇhā te anupādānā te viddasuno te ananuruddhaappaṭiviruddhā te nippapañcārāmā nippapañcaratino; Es gibt Asketen und Brahmanen, die bei diesen beiden Ansichten den Ursprung, das Enden, die Befriedigung, den Nachteil und das Entrinnen wahrhaftig verstehen. Sie sind frei von Gier, Hass und Täuschung, von Verlangen, Ergreifen und Unwissenheit. Sie bevorzugen nicht und weisen nicht zurück und lieben das Nicht-Wuchern.

te parimuccanti jātiyā jarāya maraṇena sokehi paridevehi dukkhehi domanassehi upāyāsehi; Sie sind befreit von Wiedergeburt, von Alter und Tod, Kummer, Klage, Schmerz, Traurigkeit und Bedrängnis.

parimuccanti dukkhasmā’ti vadāmi. Sie sind befreit vom Leiden, sage ich.

Cattārimāni, bhikkhave, upādānāni. Es gibt diese vier Arten des Ergreifens.

Katamāni cattāri? Welche vier?

Kāmupādānaṁ, diṭṭhupādānaṁ, sīlabbatupādānaṁ, attavādupādānaṁ. Ergreifen von Sinnenfreuden, von Ansichten, von Regeln und Gelübden und von Selbsttheorien.

Santi, bhikkhave, eke samaṇabrāhmaṇā sabbupādānapariññāvādā paṭijānamānā. Es gibt manche Asketen und Brahmanen, die behaupten, das vollständige Verstehen aller Arten des Ergreifens zu lehren,

Te na sammā sabbupādānapariññaṁ paññapenti—aber sie beschreiben das vollständige Verstehen aller Arten des Ergreifens nicht richtig.

kāmupādānassa pariññaṁ paññapenti, na diṭṭhupādānassa pariññaṁ paññapenti, na sīlabbatupādānassa pariññaṁ paññapenti, na attavādupādānassa pariññaṁ paññapenti. Sie beschreiben das vollständige Verstehen des Ergreifens von Sinnenfreuden, aber nicht von Ansichten, Regeln und Gelübden und Selbsttheorien.

Taṁ kissa hetu? Warum ist das so?

Imāni hi te bhonto samaṇabrāhmaṇā tīṇi ṭhānāni yathābhūtaṁ nappajānanti. Weil diese ehrbaren Menschen diese drei Dinge nicht wahrhaftig verstehen.

Tasmā te bhonto samaṇabrāhmaṇā sabbupādānapariññāvādā paṭijānamānā; Darum behaupten sie, das vollständige Verstehen aller Arten des Ergreifens zu lehren,

te na sammā sabbupādānapariññaṁ paññapenti—aber tun es nicht wirklich.

kāmupādānassa pariññaṁ paññapenti, na diṭṭhupādānassa pariññaṁ paññapenti, na sīlabbatupādānassa pariññaṁ paññapenti, na attavādupādānassa pariññaṁ paññapenti.

Santi, bhikkhave, eke samaṇabrāhmaṇā sabbupādānapariññāvādā paṭijānamānā. Es gibt manche Asketen und Brahmanen, die behaupten, das vollständige Verstehen aller Arten des Ergreifens zu lehren,

Te na sammā sabbupādānapariññaṁ paññapenti—aber sie beschreiben das vollständige Verstehen aller Arten des Ergreifens nicht richtig.

kāmupādānassa pariññaṁ paññapenti, diṭṭhupādānassa pariññaṁ paññapenti, na sīlabbatupādānassa pariññaṁ paññapenti, na attavādupādānassa pariññaṁ paññapenti. Sie beschreiben das vollständige Verstehen des Ergreifens von Sinnenfreuden und Ansichten, aber nicht von Regeln und Gelübden und Selbsttheorien.

Taṁ kissa hetu? Warum ist das so?

Imāni hi te bhonto samaṇabrāhmaṇā dve ṭhānāni yathābhūtaṁ nappajānanti. Weil diese ehrbaren Menschen diese beiden Dinge nicht wahrhaftig verstehen.

Tasmā te bhonto samaṇabrāhmaṇā sabbupādānapariññāvādā paṭijānamānā; Darum behaupten sie, das vollständige Verstehen aller Arten des Ergreifens zu lehren,

te na sammā sabbupādānapariññaṁ paññapenti—aber tun es nicht wirklich.

kāmupādānassa pariññaṁ paññapenti, diṭṭhupādānassa pariññaṁ paññapenti, na sīlabbatupādānassa pariññaṁ paññapenti, na attavādupādānassa pariññaṁ paññapenti.

Santi, bhikkhave, eke samaṇabrāhmaṇā sabbupādānapariññāvādā paṭijānamānā. Es gibt manche Asketen und Brahmanen, die behaupten, das vollständige Verstehen aller Arten des Ergreifens zu lehren,

Te na sammā sabbupādānapariññaṁ paññapenti—aber sie beschreiben das vollständige Verstehen aller Arten des Ergreifens nicht richtig.

kāmupādānassa pariññaṁ paññapenti, diṭṭhupādānassa pariññaṁ paññapenti, sīlabbatupādānassa pariññaṁ paññapenti, na attavādupādānassa pariññaṁ paññapenti. Sie beschreiben das vollständige Verstehen des Ergreifens von Sinnenfreuden, Ansichten und Regeln und Gelübden, aber nicht von Selbsttheorien.

Taṁ kissa hetu? Warum ist das so?

Imañhi te bhonto samaṇabrāhmaṇā ekaṁ ṭhānaṁ yathābhūtaṁ nappajānanti. Weil diese ehrbaren Menschen dieses eine Ding nicht wahrhaftig verstehen.

Tasmā te bhonto samaṇabrāhmaṇā sabbupādānapariññāvādā paṭijānamānā; Darum behaupten sie, das vollständige Verstehen aller Arten des Ergreifens zu lehren,

te na sammā sabbupādānapariññaṁ paññapenti—aber tun es nicht wirklich.

kāmupādānassa pariññaṁ paññapenti, diṭṭhupādānassa pariññaṁ paññapenti, sīlabbatupādānassa pariññaṁ paññapenti, na attavādupādānassa pariññaṁ paññapenti.

Evarūpe kho, bhikkhave, dhammavinaye yo satthari pasādo so na sammaggato akkhāyati; In einer solchen Lehre und Schulung ist Zuversicht zum Lehrer nicht richtig eingesetzt, so heißt es,

yo dhamme pasādo so na sammaggato akkhāyati; und ebenso Zuversicht zur Lehre,

yā sīlesu paripūrakāritā sā na sammaggatā akkhāyati; Erfüllung des sittlichen Verhaltens

yā sahadhammikesu piyamanāpatā sā na sammaggatā akkhāyati. und Liebe und Zuneigung zu denen, die den Pfad mit einem gehen.

Taṁ kissa hetu? Warum ist das so?

Evañhetaṁ, bhikkhave, hoti yathā taṁ durakkhāte dhammavinaye duppavedite aniyyānike anupasamasaṁvattanike asammāsambuddhappavedite. Weil diese Lehre und Schulung schlecht erklärt und vorgelegt ist, weil sie nicht mündig macht, nicht zum Frieden führt, nicht von einem vollkommen erwachten Buddha verkündet ist.

Tathāgato ca kho, bhikkhave, arahaṁ sammāsambuddho sabbupādānapariññāvādo paṭijānamāno sammā sabbupādānapariññaṁ paññapeti—Der Klargewordene, der Vollendete, der vollkommen erwachte Buddha behauptet, das vollständige Verstehen aller Arten des Ergreifens zu lehren.

kāmupādānassa pariññaṁ paññapeti, diṭṭhupādānassa pariññaṁ paññapeti, sīlabbatupādānassa pariññaṁ paññapeti, attavādupādānassa pariññaṁ paññapeti. Er beschreibt das vollständige Verstehen des Ergreifens von Sinnenfreuden, Ansichten, Regeln und Gelübden und Selbsttheorien.

Evarūpe kho, bhikkhave, dhammavinaye yo satthari pasādo so sammaggato akkhāyati; In einer solchen Lehre und Schulung ist Zuversicht zum Lehrer richtig eingesetzt, so heißt es,

yo dhamme pasādo so sammaggato akkhāyati; und ebenso Zuversicht zur Lehre,

yā sīlesu paripūrakāritā sā sammaggatā akkhāyati; Erfüllung des sittlichen Verhaltens

yā sahadhammikesu piyamanāpatā sā sammaggatā akkhāyati. und Liebe und Zuneigung zu denen, die den Pfad mit einem gehen.

Taṁ kissa hetu? Warum ist das so?

Evañhetaṁ, bhikkhave, hoti yathā taṁ svākkhāte dhammavinaye suppavedite niyyānike upasamasaṁvattanike sammāsambuddhappavedite. Weil diese Lehre und Schulung gut erklärt und vorgelegt ist, weil sie mündig macht, zum Frieden führt, von einem vollkommen erwachten Buddha verkündet ist.

Ime ca, bhikkhave, cattāro upādānā. Kiṁnidānā kiṁsamudayā kiṁjātikā kiṁpabhavā? Was ist die Quelle, der Ursprung, die Wiege und die Herkunft dieser vier Arten des Ergreifens?

Ime cattāro upādānā taṇhānidānā taṇhāsamudayā taṇhājātikā taṇhāpabhavā. Verlangen.

Taṇhā cāyaṁ, bhikkhave, kiṁnidānā kiṁsamudayā kiṁjātikā kiṁpabhavā? Und was ist die Quelle, der Ursprung, die Wiege und die Herkunft des Verlangens?

Taṇhā vedanānidānā vedanāsamudayā vedanājātikā vedanāpabhavā. Gefühl.

Vedanā cāyaṁ, bhikkhave, kiṁnidānā kiṁsamudayā kiṁjātikā kiṁpabhavā? Und was ist die Quelle des Gefühls?

Vedanā phassanidānā phassasamudayā phassajātikā phassapabhavā. Kontakt.

Phasso cāyaṁ, bhikkhave, kiṁnidāno kiṁsamudayo kiṁjātiko kiṁpabhavo? Und was ist die Quelle des Kontakts?

Phasso saḷāyatananidāno saḷāyatanasamudayo saḷāyatanajātiko saḷāyatanapabhavo. Die sechs Sinnesfelder.

Saḷāyatanañcidaṁ, bhikkhave, kiṁnidānaṁ kiṁsamudayaṁ kiṁjātikaṁ kiṁpabhavaṁ? Und was ist die Quelle der sechs Sinnesfelder?

Saḷāyatanaṁ nāmarūpanidānaṁ nāmarūpasamudayaṁ nāmarūpajātikaṁ nāmarūpapabhavaṁ. Name und Form.

Nāmarūpañcidaṁ, bhikkhave, kiṁnidānaṁ kiṁsamudayaṁ kiṁjātikaṁ kiṁpabhavaṁ? Und was ist die Quelle von Name und Form?

Nāmarūpaṁ viññāṇanidānaṁ viññāṇasamudayaṁ viññāṇajātikaṁ viññāṇapabhavaṁ. Bewusstsein.

Viññāṇañcidaṁ, bhikkhave, kiṁnidānaṁ kiṁsamudayaṁ kiṁjātikaṁ kiṁpabhavaṁ? Und was ist die Quelle des Bewusstseins?

Viññāṇaṁ saṅkhāranidānaṁ saṅkhārasamudayaṁ saṅkhārajātikaṁ saṅkhārapabhavaṁ. Willensbildungsprozesse.

Saṅkhārā cime, bhikkhave, kiṁnidānā kiṁsamudayā kiṁjātikā kiṁpabhavā? Und was ist die Quelle von Willensbildungsprozessen?

Saṅkhārā avijjānidānā avijjāsamudayā avijjājātikā avijjāpabhavā. Unwissenheit.

Yato ca kho, bhikkhave, bhikkhuno avijjā pahīnā hoti vijjā uppannā, so avijjāvirāgā vijjuppādā neva kāmupādānaṁ upādiyati, na diṭṭhupādānaṁ upādiyati, na sīlabbatupādānaṁ upādiyati, na attavādupādānaṁ upādiyati. Wenn ein Mönch Unwissenheit aufgegeben und Erkenntnis hervorgebracht hat, ergreift er keine Sinnenfreuden, keine Ansichten, keine Regeln und Gelübde und keine Selbsttheorien.

Anupādiyaṁ na paritassati, aparitassaṁ paccattaññeva parinibbāyati. Wenn er nichts ergreift, ist ihm nicht bange, und wenn ihm nicht bange ist, erlischt er aus sich selbst heraus.

‘Khīṇā jāti, vusitaṁ brahmacariyaṁ, kataṁ karaṇīyaṁ, nāparaṁ itthattāyā’ti pajānātī”ti. Er versteht: ‚Wiedergeburt ist beendet; das geistliche Leben ist erfüllt; was zu tun war, ist getan; es gibt nichts weiter für diesen Ort.‘“

Idamavoca bhagavā. Das sagte der Buddha.

Attamanā te bhikkhū bhagavato bhāsitaṁ abhinandunti. Zufrieden begrüßten die Mönche und Nonnen die Worte des Buddha.

Cūḷasīhanādasuttaṁ niṭṭhitaṁ paṭhamaṁ.
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