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Majjhima Nikāya 19 Mittlere Lehrreden 19

Dvedhāvitakkasutta Zwei Arten von Gedanken

Evaṁ me sutaṁ—So habe ich es gehört:

ekaṁ samayaṁ bhagavā sāvatthiyaṁ viharati jetavane anāthapiṇḍikassa ārāme. Einmal hielt sich der Buddha bei Sāvatthī in Jetas Wäldchen auf, dem Kloster des Anāthapiṇḍika.

Tatra kho bhagavā bhikkhū āmantesi: Da wandte sich der Buddha an die Mönche und Nonnen:

“bhikkhavo”ti. „Mönche und Nonnen!“

“Bhadante”ti te bhikkhū bhagavato paccassosuṁ. „Ehrwürdiger Herr“, antworteten sie.

Bhagavā etadavoca: Der Buddha sagte:

“Pubbeva me, bhikkhave, sambodhā anabhisambuddhassa bodhisattasseva sato etadahosi: „Mönche und Nonnen, vor meinem Erwachen, als ich noch nicht erwacht war, aber zum Erwachen entschlossen, dachte ich:

‘yannūnāhaṁ dvidhā katvā dvidhā katvā vitakke vihareyyan’ti. ‚Warum meditiere ich nicht, indem ich meine Gedanken fortlaufend in zwei Klassen einteile?‘

So kho ahaṁ, bhikkhave, yo cāyaṁ kāmavitakko yo ca byāpādavitakko yo ca vihiṁsāvitakko—Und ich wies sinnliche, böswillige und grausame Gedanken

imaṁ ekaṁ bhāgamakāsiṁ; einer Klasse zu

yo cāyaṁ nekkhammavitakko yo ca abyāpādavitakko yo ca avihiṁsāvitakko—und entsagende, wohlwollende und mildherzige Gedanken

imaṁ dutiyaṁ bhāgamakāsiṁ. der anderen Klasse.

Tassa mayhaṁ, bhikkhave, evaṁ appamattassa ātāpino pahitattassa viharato uppajjati kāmavitakko. Dann kam, als ich beflissen, eifrig und entschlossen meditierte, ein sinnlicher Gedanke auf.

So evaṁ pajānāmi: Ich verstand:

‘uppanno kho me ayaṁ kāmavitakko. ‚Dieser sinnliche Gedanke ist in mir aufgekommen.

So ca kho attabyābādhāyapi saṁvattati, parabyābādhāyapi saṁvattati, ubhayabyābādhāyapi saṁvattati, paññānirodhiko vighātapakkhiko anibbānasaṁvattaniko’. Er führt dazu, mich selbst zu verletzen, andere zu verletzen, sowohl mich als auch andere zu verletzen. Er blockiert die Weisheit, ist mit Qual verbunden und führt nicht zum Erlöschen.‘

‘Attabyābādhāya saṁvattatī’tipi me, bhikkhave, paṭisañcikkhato abbhatthaṁ gacchati; Wenn ich darüber nachdachte, dass er dazu führt, mich selbst zu verletzen, ging er weg.

‘parabyābādhāya saṁvattatī’tipi me, bhikkhave, paṭisañcikkhato abbhatthaṁ gacchati; Wenn ich darüber nachdachte, dass er dazu führt, andere zu verletzen, ging er weg.

‘ubhayabyābādhāya saṁvattatī’tipi me, bhikkhave, paṭisañcikkhato abbhatthaṁ gacchati; Wenn ich darüber nachdachte, dass er dazu führt, sowohl mich selbst als auch andere zu verletzen, ging er weg.

‘paññānirodhiko vighātapakkhiko anibbānasaṁvattaniko’tipi me, bhikkhave, paṭisañcikkhato abbhatthaṁ gacchati. Wenn ich darüber nachdachte, dass er die Weisheit blockiert, mit Qual verbunden ist und nicht zum Erlöschen führt, ging er weg.

So kho ahaṁ, bhikkhave, uppannuppannaṁ kāmavitakkaṁ pajahameva vinodameva byantameva naṁ akāsiṁ. So gab ich jeden sinnlichen Gedanken, der aufkam, auf, machte mich von ihm los und beseitigte ihn.

Tassa mayhaṁ, bhikkhave, evaṁ appamattassa ātāpino pahitattassa viharato uppajjati byāpādavitakko …pe… Dann kam, als ich beflissen, eifrig und entschlossen meditierte, ein böswilliger Gedanke auf …

uppajjati vihiṁsāvitakko. ein grausamer Gedanke auf.

So evaṁ pajānāmi: Ich verstand:

‘uppanno kho me ayaṁ vihiṁsāvitakko. ‚Dieser grausame Gedanke ist in mir aufgekommen.

So ca kho attabyābādhāyapi saṁvattati, parabyābādhāyapi saṁvattati, ubhayabyābādhāyapi saṁvattati, paññānirodhiko vighātapakkhiko anibbānasaṁvattaniko’. Er führt dazu, mich selbst zu verletzen, andere zu verletzen, sowohl mich als auch andere zu verletzen. Er blockiert die Weisheit, ist mit Qual verbunden und führt nicht zum Erlöschen.‘

‘Attabyābādhāya saṁvattatī’tipi me, bhikkhave, paṭisañcikkhato abbhatthaṁ gacchati; Wenn ich darüber nachdachte, dass er dazu führt, mich selbst zu verletzen …

‘parabyābādhāya saṁvattatī’tipi me, bhikkhave, paṭisañcikkhato abbhatthaṁ gacchati; andere zu verletzen …

‘ubhayabyābādhāya saṁvattatī’tipi me, bhikkhave, paṭisañcikkhato abbhatthaṁ gacchati; sowohl mich selbst als auch andere zu verletzen, ging er weg.

‘paññānirodhiko vighātapakkhiko anibbānasaṁvattaniko’tipi me, bhikkhave, paṭisañcikkhato abbhatthaṁ gacchati. Wenn ich darüber nachdachte, dass er die Weisheit blockiert, mit Qual verbunden ist und nicht zum Erlöschen führt, ging er weg.

So kho ahaṁ, bhikkhave, uppannuppannaṁ vihiṁsāvitakkaṁ pajahameva vinodameva byantameva naṁ akāsiṁ. So gab ich jeden grausamen Gedanken, der aufkam, auf, machte mich von ihm los und beseitigte ihn.

Yaññadeva, bhikkhave, bhikkhu bahulamanuvitakketi anuvicāreti, tathā tathā nati hoti cetaso. Worüber ein Mönch häufig nachdenkt, was er häufig erwägt, dahin neigt sich sein Herz.

Kāmavitakkañce, bhikkhave, bhikkhu bahulamanuvitakketi anuvicāreti, pahāsi nekkhammavitakkaṁ, kāmavitakkaṁ bahulamakāsi, tassa taṁ kāmavitakkāya cittaṁ namati. Wenn er häufig über sinnliche Gedanken nachdenkt und sie erwägt, hat er entsagende Gedanken aufgegeben, um sinnliche Gedanken zu mehren. Sein Geist neigt sich zu sinnlichen Gedanken.

Byāpādavitakkañce, bhikkhave …pe… Wenn er häufig über böswillige Gedanken nachdenkt und sie erwägt, hat er wohlwollende Gedanken aufgegeben, um böswillige Gedanken zu mehren. Sein Geist neigt sich zu böswilligen Gedanken.

vihiṁsāvitakkañce, bhikkhave, bhikkhu bahulamanuvitakketi anuvicāreti, pahāsi avihiṁsāvitakkaṁ, vihiṁsāvitakkaṁ bahulamakāsi, tassa taṁ vihiṁsāvitakkāya cittaṁ namati. Wenn er häufig über grausame Gedanken nachdenkt und sie erwägt, hat er mildherzige Gedanken aufgegeben, um grausame Gedanken zu mehren. Sein Geist neigt sich zu grausamen Gedanken.

Seyyathāpi, bhikkhave, vassānaṁ pacchime māse saradasamaye kiṭṭhasambādhe gopālako gāvo rakkheyya. Wie wenn im letzten Monat der Regenzeit, zur Herbstzeit, die Feldfrucht dicht wächst und ein Kuhhirte auf die Rinder aufpassen muss:

So tā gāvo tato tato daṇḍena ākoṭeyya paṭikoṭeyya sannirundheyya sannivāreyya. Er würde sie mit seinem Stab in diese oder jene Seite stoßen, um sie in Schach zu halten.

Taṁ kissa hetu? Warum ist das so?

Passati hi so, bhikkhave, gopālako tatonidānaṁ vadhaṁ vā bandhanaṁ vā jāniṁ vā garahaṁ vā. Weil er sieht, dass er, wenn sie in die Feldfrucht streiften, hingerichtet werden, ins Gefängnis kommen, sein Besitz eingezogen oder er entehrt werden könnte.

Evameva kho ahaṁ, bhikkhave, addasaṁ akusalānaṁ dhammānaṁ ādīnavaṁ okāraṁ saṅkilesaṁ, kusalānaṁ dhammānaṁ nekkhamme ānisaṁsaṁ vodānapakkhaṁ. Ebenso sah ich den Nachteil untauglicher Eigenschaften, die so schmutzig und unlauter sind, und den Vorteil tauglicher Eigenschaften, die läuternde Kraft der Entsagung.

Tassa mayhaṁ, bhikkhave, evaṁ appamattassa ātāpino pahitattassa viharato uppajjati nekkhammavitakko. Dann kam, als ich beflissen, eifrig und entschlossen meditierte, ein entsagender Gedanke auf.

So evaṁ pajānāmi: Ich verstand:

‘uppanno kho me ayaṁ nekkhammavitakko. ‚Dieser entsagende Gedanke ist in mir aufgekommen.

So ca kho nevattabyābādhāya saṁvattati, na parabyābādhāya saṁvattati, na ubhayabyābādhāya saṁvattati, paññāvuddhiko avighātapakkhiko nibbānasaṁvattaniko’. Er führt nicht dazu, mich selbst zu verletzen, andere zu verletzen, sowohl mich als auch andere zu verletzen. Er nährt die Weisheit, ist frei von Qual und führt zum Erlöschen.‘

Rattiñcepi naṁ, bhikkhave, anuvitakkeyyaṁ anuvicāreyyaṁ, neva tatonidānaṁ bhayaṁ samanupassāmi. Wenn ich darüber die ganze Nacht nachdenken und ihn erwägen würde …

Divasañcepi naṁ, bhikkhave, anuvitakkeyyaṁ anuvicāreyyaṁ, neva tatonidānaṁ bhayaṁ samanupassāmi. Wenn ich darüber den ganzen Tag nachdenken und ihn erwägen würde …

Rattindivañcepi naṁ, bhikkhave, anuvitakkeyyaṁ anuvicāreyyaṁ, neva tatonidānaṁ bhayaṁ samanupassāmi. Wenn ich darüber die ganze Nacht und den ganzen Tag nachdenken und ihn erwägen würde, so sehe ich keine Gefahr, die davon käme.

Api ca kho me aticiraṁ anuvitakkayato anuvicārayato kāyo kilameyya. Dennoch würde zu langes Nachdenken und Erwägen meinen Körper ermüden.

Kāye kilante cittaṁ ūhaññeyya. Wenn der Körper müde ist, ist der Geist erschöpft.

Ūhate citte ārā cittaṁ samādhimhāti. Und wenn der Geist erschöpft ist, ist er von Versenkung weit entfernt.

So kho ahaṁ, bhikkhave, ajjhattameva cittaṁ saṇṭhapemi sannisādemi ekodiṁ karomi samādahāmi. So stillte ich meinen Geist, ließ ihn sich setzen, eins werden und im Samādhi versinken.

Taṁ kissa hetu? Warum ist das so?

‘Mā me cittaṁ ūhaññī’ti. Damit mein Geist nicht erschöpft würde.

Tassa mayhaṁ, bhikkhave, evaṁ appamattassa ātāpino pahitattassa viharato uppajjati abyāpādavitakko …pe… Dann kam, als ich beflissen, eifrig und entschlossen meditierte, ein wohlwollender Gedanke auf …

uppajjati avihiṁsāvitakko. ein mildherziger Gedanke auf.

So evaṁ pajānāmi: Ich verstand:

‘uppanno kho me ayaṁ avihiṁsāvitakko. ‚Dieser mildherzige Gedanke ist in mir aufgekommen.

So ca kho nevattabyābādhāya saṁvattati, na parabyābādhāya saṁvattati, na ubhayabyābādhāya saṁvattati, paññāvuddhiko avighātapakkhiko nibbānasaṁvattaniko’. Er führt nicht dazu, mich selbst zu verletzen, andere zu verletzen, sowohl mich als auch andere zu verletzen. Er nährt die Weisheit, ist frei von Qual und führt zum Erlöschen.‘

Rattiñcepi naṁ, bhikkhave, anuvitakkeyyaṁ anuvicāreyyaṁ, neva tatonidānaṁ bhayaṁ samanupassāmi. Wenn ich darüber die ganze Nacht nachdenken und ihn erwägen würde …

Divasañcepi naṁ, bhikkhave, anuvitakkeyyaṁ anuvicāreyyaṁ, neva tatonidānaṁ bhayaṁ samanupassāmi. Wenn ich darüber den ganzen Tag nachdenken und ihn erwägen würde …

Rattindivañcepi naṁ, bhikkhave, anuvitakkeyyaṁ anuvicāreyyaṁ, neva tatonidānaṁ bhayaṁ samanupassāmi. Wenn ich darüber die ganze Nacht und den ganzen Tag nachdenken und ihn erwägen würde, so sehe ich keine Gefahr, die davon käme.

Api ca kho me aticiraṁ anuvitakkayato anuvicārayato kāyo kilameyya. Dennoch würde zu langes Nachdenken und Erwägen meinen Körper ermüden.

Kāye kilante cittaṁ ūhaññeyya. Wenn der Körper müde ist, ist der Geist erschöpft.

Ūhate citte ārā cittaṁ samādhimhāti. Und wenn der Geist erschöpft ist, ist er von Versenkung weit entfernt.

So kho ahaṁ, bhikkhave, ajjhattameva cittaṁ saṇṭhapemi, sannisādemi, ekodiṁ karomi samādahāmi. So stillte ich meinen Geist, ließ ihn sich setzen, eins werden und im Samādhi versinken.

Taṁ kissa hetu? Warum ist das so?

‘Mā me cittaṁ ūhaññī’ti. Damit mein Geist nicht erschöpft würde.

Yaññadeva, bhikkhave, bhikkhu bahulamanuvitakketi anuvicāreti, tathā tathā nati hoti cetaso. Worüber ein Mönch häufig nachdenkt, was er häufig erwägt, dahin neigt sich sein Herz.

Nekkhammavitakkañce, bhikkhave, bhikkhu bahulamanuvitakketi anuvicāreti, pahāsi kāmavitakkaṁ, nekkhammavitakkaṁ bahulamakāsi, tassaṁ taṁ nekkhammavitakkāya cittaṁ namati. Wenn er häufig über entsagende Gedanken nachdenkt und sie erwägt, hat er sinnliche Gedanken aufgegeben, um entsagende Gedanken zu mehren. Sein Geist neigt sich zu entsagenden Gedanken.

Abyāpādavitakkañce, bhikkhave …pe… Wenn er häufig über wohlwollende Gedanken nachdenkt und sie erwägt, hat er böswillige Gedanken aufgegeben, um wohlwollende Gedanken zu mehren. Sein Geist neigt sich zu wohlwollenden Gedanken.

avihiṁsāvitakkañce, bhikkhave, bhikkhu bahulamanuvitakketi anuvicāreti, pahāsi vihiṁsāvitakkaṁ, avihiṁsāvitakkaṁ bahulamakāsi, tassa taṁ avihiṁsāvitakkāya cittaṁ namati. Wenn er häufig über mildherzige Gedanken nachdenkt und sie erwägt, hat er grausame Gedanken aufgegeben, um mildherzige Gedanken zu mehren. Sein Geist neigt sich zu mildherzigen Gedanken.

Seyyathāpi, bhikkhave, gimhānaṁ pacchime māse sabbasassesu gāmantasambhatesu gopālako gāvo rakkheyya, tassa rukkhamūlagatassa vā abbhokāsagatassa vā satikaraṇīyameva hoti: Wie im letzten Sommermonat, wenn alle Feldfrucht im Dorf zusammengetragen ist und ein Kuhhirte auf die Rinder aufpassen muss. Er würde am Fuß eines Baumes oder im offenen Gelände sitzen und müsste nur achtsam sein,

‘etā gāvo’ti. dass die Rinder da sind.

Evamevaṁ kho, bhikkhave, satikaraṇīyameva ahosi: Ebenso musste ich nur achtsam sein,

‘ete dhammā’ti. dass diese Dinge da waren.

Āraddhaṁ kho pana me, bhikkhave, vīriyaṁ ahosi asallīnaṁ, upaṭṭhitā sati asammuṭṭhā, passaddho kāyo asāraddho, samāhitaṁ cittaṁ ekaggaṁ. Meine Energie war aufgerüttelt und unermüdlich, die Achtsamkeit fest verankert und klar, mein Körper war still und nicht erregt und mein Geist im Samādhi versunken.

So kho ahaṁ, bhikkhave, vivicceva kāmehi vivicca akusalehi dhammehi savitakkaṁ savicāraṁ vivekajaṁ pītisukhaṁ paṭhamaṁ jhānaṁ upasampajja vihāsiṁ. Ganz abgeschieden von den Sinnenfreuden, abgeschieden von untauglichen Eigenschaften, trat ich in die erste Vertiefung ein und verweilte darin; da gibt es aus Abgeschiedenheit geborene Ekstase und Seligkeit, während man den Geist ausrichtet und hält.

Vitakkavicārānaṁ vūpasamā ajjhattaṁ sampasādanaṁ cetaso ekodibhāvaṁ avitakkaṁ avicāraṁ samādhijaṁ pītisukhaṁ dutiyaṁ jhānaṁ upasampajja vihāsiṁ. Als das Ausrichten und Halten des Geistes sich beruhigte, trat ich in die zweite Vertiefung ein und verweilte darin; da gibt es aus Versenkung geborene Ekstase und Seligkeit, mit innerer Klarheit und geeintem Geist, ohne Ausrichten und Halten.

Pītiyā ca virāgā upekkhako ca vihāsiṁ sato ca sampajāno, sukhañca kāyena paṭisaṁvedesiṁ, yaṁ taṁ ariyā ācikkhanti ‘upekkhako satimā sukhavihārī’ti, tatiyaṁ jhānaṁ upasampajja vihāsiṁ. Und mit dem Schwinden der Ekstase trat ich in die dritte Vertiefung ein und verweilte darin; da meditierte ich mit Gleichmut, achtsam und bewusst, und erfuhr persönlich die Seligkeit, von der die Edlen erklären: ‚Gleichmütig und achtsam meditiert man in Seligkeit.‘

Sukhassa ca pahānā dukkhassa ca pahānā pubbeva somanassadomanassānaṁ atthaṅgamā adukkhamasukhaṁ upekkhāsatipārisuddhiṁ catutthaṁ jhānaṁ upasampajja vihāsiṁ. Indem ich Glück und Schmerz aufgab und frühere Fröhlichkeit und Traurigkeit beendete, trat ich in die vierte Vertiefung ein und verweilte darin, ohne Glück oder Schmerz, mit reinem Gleichmut und reiner Achtsamkeit.

So evaṁ samāhite citte parisuddhe pariyodāte anaṅgaṇe vigatūpakkilese mudubhūte kammaniye ṭhite āneñjappatte pubbenivāsānussatiñāṇāya cittaṁ abhininnāmesiṁ. Als mein Geist so im Samādhi versunken war – geläutert, hell, makellos, fleckenlos, geschmeidig, formbar, stetig und unbewegt –, da streckte ich ihn aus auf die Erinnerung an frühere Leben.

So anekavihitaṁ pubbenivāsaṁ anussarāmi. Seyyathidaṁ—ekampi jātiṁ …pe… iti sākāraṁ sauddesaṁ anekavihitaṁ pubbenivāsaṁ anussarāmi. Ich erinnerte mich an viele Arten früherer Leben mit den Merkmalen und Einzelheiten.

Ayaṁ kho me, bhikkhave, rattiyā paṭhame yāme paṭhamā vijjā adhigatā; Das war das erste Wissen, das ich in der ersten Nachtwache erlangte.

avijjā vihatā vijjā uppannā; tamo vihato āloko uppanno; yathā taṁ appamattassa ātāpino pahitattassa viharato. Unwissenheit wurde zerstört und Wissen ging auf; Dunkelheit wurde zerstört und Licht ging auf, wie es bei jemandem geschieht, der beflissen, eifrig und entschlossen meditiert.

So evaṁ samāhite citte parisuddhe pariyodāte anaṅgaṇe vigatūpakkilese mudubhūte kammaniye ṭhite āneñjappatte sattānaṁ cutūpapātañāṇāya cittaṁ abhininnāmesiṁ. Als mein Geist so im Samādhi versunken war – geläutert, hell, makellos, fleckenlos, geschmeidig, formbar, stetig und unbewegt –, da streckte ich ihn aus auf die Erkenntnis von Tod und Wiedergeburt der Lebewesen.

So dibbena cakkhunā visuddhena atikkantamānusakena satte passāmi cavamāne upapajjamāne …pe… ime vata bhonto sattā kāyaduccaritena samannāgatā …pe… iti dibbena cakkhunā visuddhena atikkantamānusakena satte passāmi cavamāne upapajjamāne hīne paṇīte suvaṇṇe dubbaṇṇe sugate duggate, yathākammūpage satte pajānāmi. Mit geläuterter und übermenschlicher Hellsichtigkeit sah ich Lebewesen, wie sie hinscheiden und wieder geboren werden – gering oder hochstehend, schön oder hässlich, an einem guten oder einem schlechten Ort. … Ich verstand, wie Lebewesen entsprechend ihrer Taten wiedergeboren werden.

Ayaṁ kho me, bhikkhave, rattiyā majjhime yāme dutiyā vijjā adhigatā; Das war das zweite Wissen, das ich in der mittleren Nachtwache erlangte.

avijjā vihatā vijjā uppannā; tamo vihato āloko uppanno; yathā taṁ appamattassa ātāpino pahitattassa viharato. Unwissenheit wurde zerstört und Wissen ging auf; Dunkelheit wurde zerstört und Licht ging auf, wie es bei jemandem geschieht, der beflissen, eifrig und entschlossen meditiert.

So evaṁ samāhite citte parisuddhe pariyodāte anaṅgaṇe vigatūpakkilese mudubhūte kammaniye ṭhite āneñjappatte āsavānaṁ khayañāṇāya cittaṁ abhininnāmesiṁ. Als mein Geist so im Samādhi versunken war – geläutert, hell, makellos, fleckenlos, geschmeidig, formbar, stetig und unbewegt –, da streckte ich ihn aus auf die Erkenntnis, dass die Befleckungen aufgelöst sind.

So ‘idaṁ dukkhan’ti yathābhūtaṁ abbhaññāsiṁ, ‘ayaṁ dukkhasamudayo’ti yathābhūtaṁ abbhaññāsiṁ, ‘ayaṁ dukkhanirodho’ti yathābhūtaṁ abbhaññāsiṁ, ‘ayaṁ dukkhanirodhagāminī paṭipadā’ti yathābhūtaṁ abbhaññāsiṁ. Ich verstand wahrhaftig: ‚Das ist das Leiden‘, … ‚das ist der Ursprung des Leidens‘, … ‚das ist das Aufhören des Leidens‘, … ‚das ist die Übung, die zum Aufhören des Leidens führt‘.

‘Ime āsavā’ti yathābhūtaṁ abbhaññāsiṁ, ‘ayaṁ āsavasamudayo’ti yathābhūtaṁ abbhaññāsiṁ, ‘ayaṁ āsavanirodho’ti yathābhūtaṁ abbhaññāsiṁ, ‘ayaṁ āsavanirodhagāminī paṭipadā’ti yathābhūtaṁ abbhaññāsiṁ. Ich verstand wahrhaftig: ‚Das sind die Befleckungen‘, … ‚das ist der Ursprung der Befleckungen‘, … ‚das ist das Aufhören der Befleckungen‘, … ‚das ist die Übung, die zum Aufhören der Befleckungen führt‘.

Tassa me evaṁ jānato evaṁ passato kāmāsavāpi cittaṁ vimuccittha, bhavāsavāpi cittaṁ vimuccittha, avijjāsavāpi cittaṁ vimuccittha, vimuttasmiṁ vimuttamiti ñāṇaṁ ahosi: Als ich das erkannte und sah, war mein Geist befreit von den Befleckungen der Sinnlichkeit, des Wunsches nach Wiedergeburt und der Unwissenheit.

‘khīṇā jāti, vusitaṁ brahmacariyaṁ, kataṁ karaṇīyaṁ, nāparaṁ itthattāyā’ti abbhaññāsiṁ. Ich verstand: ‚Wiedergeburt ist beendet; das geistliche Leben ist erfüllt; was zu tun war, ist getan; es gibt nichts weiter für diesen Ort.‘

Ayaṁ kho me, bhikkhave, rattiyā pacchime yāme tatiyā vijjā adhigatā; Das war das dritte Wissen, das ich in der letzten Nachtwache erlangte.

avijjā vihatā vijjā uppannā; tamo vihato āloko uppanno; yathā taṁ appamattassa ātāpino pahitattassa viharato. Unwissenheit wurde zerstört und Wissen ging auf; Dunkelheit wurde zerstört und Licht ging auf, wie es bei jemandem geschieht, der beflissen, eifrig und entschlossen meditiert.

Seyyathāpi, bhikkhave, araññe pavane mahantaṁ ninnaṁ pallalaṁ. Wie wenn in einer bewaldeten Wildnis eine ausgedehnte Sumpfniederung wäre,

Tamenaṁ mahāmigasaṅgho upanissāya vihareyya. und in der Nähe lebte eine große Rotwildherde.

Tassa kocideva puriso uppajjeyya anatthakāmo ahitakāmo ayogakkhemakāmo. Und es käme ein Mensch, der der Herde schaden, sie verletzen und in Gefahr bringen wollte.

So yvāssa maggo khemo sovatthiko pītigamanīyo taṁ maggaṁ pidaheyya, vivareyya kummaggaṁ, odaheyya okacaraṁ, ṭhapeyya okacārikaṁ. Er würde den geschützten und sicheren Pfad, der zu Glück führt, absperren und den falschen Pfad öffnen. Er würde zahme Hirsche und Hirschkühe als Lockmittel hinstellen,

Evañhi so, bhikkhave, mahāmigasaṅgho aparena samayena anayabyasanaṁ āpajjeyya. sodass diese Rotwildherde mit der Zeit in ihr Verderben und ihren Untergang ginge.

Tasseva kho pana, bhikkhave, mahato migasaṅghassa kocideva puriso uppajjeyya atthakāmo hitakāmo yogakkhemakāmo. Dann käme ein Mensch, der helfen und nützen und dieser Rotwildherde ein Refugium vor dem Joch verschaffen wollte.

So yvāssa maggo khemo sovatthiko pītigamanīyo taṁ maggaṁ vivareyya, pidaheyya kummaggaṁ, ūhaneyya okacaraṁ, nāseyya okacārikaṁ. Er würde den geschützten und sicheren Pfad, der zu Glück führt, öffnen und den falschen Pfad absperren. Er würde den Hirsch und die Hirschkuh als Lockmittel wegschaffen,

Evañhi so, bhikkhave, mahāmigasaṅgho aparena samayena vuddhiṁ virūḷhiṁ vepullaṁ āpajjeyya. sodass diese Rotwildherde mit der Zeit wachsen, größer werden und zur Reife kommen würde.

Upamā kho me ayaṁ, bhikkhave, katā atthassa viññāpanāya. Ich habe mir dieses Gleichnis ausgedacht, um etwas deutlich zu machen.

Ayaṁ cevettha attho—Und das ist die Bedeutung:

mahantaṁ ninnaṁ pallalanti kho, bhikkhave, kāmānametaṁ adhivacanaṁ. ‚Eine ausgedehnte Sumpfniederung‘ ist ein Ausdruck für Sinnenfreuden.

Mahāmigasaṅghoti kho, bhikkhave, sattānametaṁ adhivacanaṁ. ‚Eine große Rotwildherde‘ ist ein Ausdruck für die Lebewesen.

Puriso anatthakāmo ahitakāmo ayogakkhemakāmoti kho, bhikkhave, mārassetaṁ pāpimato adhivacanaṁ. ‚Ein Mensch, der der Herde schaden, sie verletzen und in Gefahr bringen will‘ ist ein Ausdruck für Māra den Bösen.

Kummaggoti kho, bhikkhave, aṭṭhaṅgikassetaṁ micchāmaggassa adhivacanaṁ, seyyathidaṁ—‚Der falsche Pfad‘ ist ein Ausdruck für den falschen achtfachen Pfad: nämlich

micchādiṭṭhiyā micchāsaṅkappassa micchāvācāya micchākammantassa micchāājīvassa micchāvāyāmassa micchāsatiyā micchāsamādhissa. falsche Ansicht, falsches Denken, falsche Rede, falsches Handeln, falschen Lebenserwerb, falschen Einsatz, falsche Achtsamkeit und falsche Versenkung.

Okacaroti kho, bhikkhave, nandīrāgassetaṁ adhivacanaṁ. ‚Ein zahmer Hirsch‘ ist ein Ausdruck für Genießen und Gier.

Okacārikāti kho, bhikkhave, avijjāyetaṁ adhivacanaṁ. ‚Eine zahme Hirschkuh‘ ist ein Ausdruck für Unwissenheit.

Puriso atthakāmo hitakāmo yogakkhemakāmoti kho, bhikkhave, tathāgatassetaṁ adhivacanaṁ arahato sammāsambuddhassa. ‚Ein Mensch, der helfen und nützen und dieser Rotwildherde ein Refugium vor dem Joch verschaffen will‘ ist ein Ausdruck für den Klargewordenen, den Vollendeten, den vollkommen erwachten Buddha.

Khemo maggo sovatthiko pītigamanīyoti kho, bhikkhave, ariyassetaṁ aṭṭhaṅgikassa maggassa adhivacanaṁ, seyyathidaṁ—‚Der geschützte und sichere Pfad, der zu Glück führt‘ ist ein Ausdruck für den edlen achtfachen Pfad: nämlich

sammādiṭṭhiyā sammāsaṅkappassa sammāvācāya sammākammantassa sammāājīvassa sammāvāyāmassa sammāsatiyā sammāsamādhissa. rechte Ansicht, rechtes Denken, rechte Rede, rechtes Handeln, rechten Lebenserwerb, rechten Einsatz, rechte Achtsamkeit und rechte Versenkung.

Iti kho, bhikkhave, vivaṭo mayā khemo maggo sovatthiko pītigamanīyo, pihito kummaggo, ūhato okacaro, nāsitā okacārikā. Nun, Mönche und Nonnen, ich habe den geschützten und sicheren Pfad, der zu Glück führt, geöffnet und den falschen Pfad abgesperrt. Ich habe den Hirsch und die Hirschkuh als Lockmittel weggeschafft.

Yaṁ, bhikkhave, satthārā karaṇīyaṁ sāvakānaṁ hitesinā anukampakena anukampaṁ upādāya, kataṁ vo taṁ mayā. Aus Anteilnahme habe ich getan, was ein Lehrer, der auf das Wohl seiner Schüler bedacht ist, tun sollte.

Etāni, bhikkhave, rukkhamūlāni, etāni suññāgārāni; jhāyatha, bhikkhave, mā pamādattha; mā pacchā vippaṭisārino ahuvattha. Ayaṁ vo amhākaṁ anusāsanī”ti. Hier sind Plätze am Fuß von Bäumen, und hier sind leere Hütten. Übt Vertiefung, Mönche und Nonnen! Seid nicht nachlässig! Nicht, dass ihr es später bereut! Das ist meine Anleitung für euch.“

Idamavoca bhagavā. Das sagte der Buddha.

Attamanā te bhikkhū bhagavato bhāsitaṁ abhinandunti. Zufrieden begrüßten die Mönche und Nonnen die Worte des Buddha.

Dvedhāvitakkasuttaṁ niṭṭhitaṁ navamaṁ.
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