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Majjhima Nikāya 27 Mittlere Lehrreden 27
Cūḷahatthipadopamasutta Das kürzere Gleichnis von der Elefanten-Fußspur
Evaṁ me sutaṁ—So habe ich es gehört:
ekaṁ samayaṁ bhagavā sāvatthiyaṁ viharati jetavane anāthapiṇḍikassa ārāme. Einmal hielt sich der Buddha bei Sāvatthī in Jetas Wäldchen auf, dem Kloster des Anāthapiṇḍika.
Tena kho pana samayena jāṇussoṇi brāhmaṇo sabbasetena vaḷavābhirathena sāvatthiyā niyyāti divādivassa. Da fuhr zu dieser Zeit der Brahmane Jānussoṇi mitten am Tag in einer ganz weißen, von Stuten gezogenen Kutsche aus Sāvatthī hinaus.
Addasā kho jāṇussoṇi brāhmaṇo pilotikaṁ paribbājakaṁ dūratova āgacchantaṁ. Er sah den Wanderer Pilotika von Weitem kommen
Disvāna pilotikaṁ paribbājakaṁ etadavoca: und sagte zu ihm:
“Handa kuto nu bhavaṁ vacchāyano āgacchati divādivassā”ti? „Nun, werter Vacchāyana, woher kommst du mitten am Tag?“
“Ito hi kho ahaṁ, bho, āgacchāmi samaṇassa gotamassa santikā”ti. „Werter Herr, gerade eben komme ich vom Asketen Gotama.“
“Taṁ kiṁ maññati bhavaṁ vacchāyano samaṇassa gotamassa paññāveyyattiyaṁ paṇḍito maññe”ti. „Was denkst du, wie klar die Weisheit des Asketen Gotama ist? Denkst du, er ist klug?“
“Ko cāhaṁ, bho, ko ca samaṇassa gotamassa paññāveyyattiyaṁ jānissāmi. „Werter Herr, wer bin ich, dass ich beurteilen könnte, wie klar die Weisheit des Asketen Gotama ist?
Sopi nūnassa tādisova yo samaṇassa gotamassa paññāveyyattiyaṁ jāneyyā”ti. Man müsste wirklich mit ihm auf einer Stufe stehen, um zu beurteilen, wie klar seine Weisheit ist.“
“Uḷārāya khalu bhavaṁ vacchāyano samaṇaṁ gotamaṁ pasaṁsāya pasaṁsatī”ti. „Da lobt der werte Vacchāyana den Asketen Gotama aber mit einem großen Lob.“
“Ko cāhaṁ, bho, ko ca samaṇaṁ gotamaṁ pasaṁsissāmi, „Wer bin ich, dass ich den Asketen Gotama loben könnte?
pasatthapasatthova so bhavaṁ gotamo seṭṭho devamanussānan”ti. Er wird von denen gelobt, die als die Ersten unter den Göttern und Menschen gelobt werden.“
“Kaṁ pana bhavaṁ vacchāyano atthavasaṁ sampassamāno samaṇe gotame evaṁ abhippasanno”ti? „Aber aus welchem Grund bist du dem Asketen Gotama so ergeben?“
“Seyyathāpi, bho, kusalo nāgavaniko nāgavanaṁ paviseyya. „Wie wenn da ein geschickter Elefanten-Fährtenleser in einen Wald von Elefantenbullen ginge.
So passeyya nāgavane mahantaṁ hatthipadaṁ, dīghato ca āyataṁ, tiriyañca vitthataṁ. Dort sähe er eine große Elefanten-Fußspur, lang und breit.
So niṭṭhaṁ gaccheyya: Er käme zu dem Schluss:
‘mahā vata bho nāgo’ti. ‚Das muss ein großer Elefantenbulle sein.‘
Evameva kho ahaṁ, bho, yato addasaṁ samaṇe gotame cattāri padāni athāhaṁ niṭṭhamagamaṁ: Ebenso kam ich, als ich vier Fußspuren des Asketen Gotama sah, zu dem Schluss:
‘sammāsambuddho bhagavā, svākkhāto bhagavatā dhammo, suppaṭipanno bhagavato sāvakasaṅgho’ti. ‚Der Gesegnete ist ein vollkommen erwachter Buddha. Die Lehre ist gut erklärt. Der Saṅgha übt gut.‘
Katamāni cattāri? Welche vier?
Idhāhaṁ, bho, passāmi ekacce khattiyapaṇḍite nipuṇe kataparappavāde vālavedhirūpe, te bhindantā maññe caranti paññāgatena diṭṭhigatāni. Zunächst sehe ich da manche klugen Adligen, die scharfsinnig sind, in den Doktrinen anderer vervollkommnet, Haarspalter. Man könnte meinen, sie lebten, um mit ihrem Verstand Überzeugungen niederzureißen.
Te suṇanti: Sie hören:
‘samaṇo khalu, bho, gotamo amukaṁ nāma gāmaṁ vā nigamaṁ vā osarissatī’ti. ‚Da wird also, werte Herren, dieser Asket Gotama zu diesem Dorf oder Marktflecken herabkommen.‘
Te pañhaṁ abhisaṅkharonti: Sie konstruieren eine Frage im Gedanken:
‘imaṁ mayaṁ pañhaṁ samaṇaṁ gotamaṁ upasaṅkamitvā pucchissāma. ‚Wir werden uns zum Asketen Gotama begeben und ihm diese Frage stellen.
Evañce no puṭṭho evaṁ byākarissati, evamassa mayaṁ vādaṁ āropessāma. Wenn er auf diese Art antwortet, werden wir ihn auf jene Art widerlegen;
Evañcepi no puṭṭho evaṁ byākarissati, evampissa mayaṁ vādaṁ āropessāmā’ti. und wenn er auf jene Art antwortet, werden wir ihn auf diese Art widerlegen.‘
Te suṇanti: Wenn sie hören,
‘samaṇo khalu, bho, gotamo amukaṁ nāma gāmaṁ vā nigamaṁ vā osaṭo’ti. dass er herabgekommen ist,
Te yena samaṇo gotamo tenupasaṅkamanti. begeben sie sich zu ihm.
Te samaṇo gotamo dhammiyā kathāya sandasseti samādapeti samuttejeti sampahaṁseti. Der Asket Gotama leitet sie mit einem Dhammavortrag an, ermuntert sie, begeistert sie und regt sie an.
Te samaṇena gotamena dhammiyā kathāya sandassitā samādapitā samuttejitā sampahaṁsitā na ceva samaṇaṁ gotamaṁ pañhaṁ pucchanti, kutossa vādaṁ āropessanti? Sie kommen nicht einmal dazu, dem Asketen Gotama ihre Frage zu stellen, wie könnten sie da seine Antwort widerlegen?
Aññadatthu samaṇasseva gotamassa sāvakā sampajjanti. Sie werden ausnahmslos Schüler des Asketen Gotama.
Yadāhaṁ, bho, samaṇe gotame imaṁ paṭhamaṁ padaṁ addasaṁ athāhaṁ niṭṭhamagamaṁ: Als ich diese erste Fußspur des Asketen Gotama sah, kam ich zu dem Schluss:
‘sammāsambuddho bhagavā, svākkhāto bhagavatā dhammo, suppaṭipanno bhagavato sāvakasaṅgho’ti. ‚Der Gesegnete ist ein vollkommen erwachter Buddha. Die Lehre ist gut erklärt. Der Saṅgha übt gut.‘
Puna caparāhaṁ, bho, passāmi idhekacce brāhmaṇapaṇḍite …pe… Weiterhin sehe ich da manche klugen Brahmanen …
gahapatipaṇḍite … manche klugen Hausbesitzer …
pe… Sie werden ausnahmslos Schüler des Asketen Gotama.
samaṇapaṇḍite nipuṇe kataparappavāde vālavedhirūpe te bhindantā maññe caranti paññāgatena diṭṭhigatāni. Weiterhin sehe ich da manche klugen Asketen, die scharfsinnig sind, in den Doktrinen anderer vervollkommnet, Haarspalter. Man könnte meinen, sie lebten, um mit ihrem Verstand Überzeugungen niederzureißen.
Te suṇanti: Sie hören:
‘samaṇo khalu bho gotamo amukaṁ nāma gāmaṁ vā nigamaṁ vā osarissatī’ti. ‚Da wird also, werte Herren, dieser Asket Gotama zu diesem Dorf oder Marktflecken herabkommen.‘
Te pañhaṁ abhisaṅkharonti ‘imaṁ mayaṁ pañhaṁ samaṇaṁ gotamaṁ upasaṅkamitvā pucchissāma. Sie konstruieren eine Frage im Gedanken: ‚Wir werden uns zum Asketen Gotama begeben und ihm diese Frage stellen.
Evañce no puṭṭho evaṁ byākarissati, evamassa mayaṁ vādaṁ āropessāma. Wenn er auf diese Art antwortet, werden wir ihn auf jene Art widerlegen;
Evañcepi no puṭṭho evaṁ byākarissati, evampissa mayaṁ vādaṁ āropessāmā’ti. und wenn er auf jene Art antwortet, werden wir ihn auf diese Art widerlegen.‘
Te suṇanti ‘samaṇo khalu bho gotamo amukaṁ nāma gāmaṁ vā nigamaṁ vā osaṭo’ti. Wenn sie hören, dass er herabgekommen ist,
Te yena samaṇo gotamo tenupasaṅkamanti. begeben sie sich zu ihm.
Te samaṇo gotamo dhammiyā kathāya sandasseti samādapeti samuttejeti sampahaṁseti. Der Asket Gotama leitet sie mit einem Dhammavortrag an, ermuntert sie, begeistert sie und regt sie an.
Te samaṇena gotamena dhammiyā kathāya sandassitā samādapitā samuttejitā sampahaṁsitā na ceva samaṇaṁ gotamaṁ pañhaṁ pucchanti, kutossa vādaṁ āropessanti? Sie kommen nicht einmal dazu, dem Asketen Gotama ihre Frage zu stellen, wie könnten sie da seine Antwort widerlegen?
Aññadatthu samaṇaṁyeva gotamaṁ okāsaṁ yācanti agārasmā anagāriyaṁ pabbajjāya. Sie bitten ausnahmslos den Asketen Gotama um die Erlaubnis, fortzuziehen,
Te samaṇo gotamo pabbājeti. und er gibt ihnen die Weihe des Fortziehens.
Te tattha pabbajitā samānā vūpakaṭṭhā appamattā ātāpino pahitattā viharantā nacirasseva—yassatthāya kulaputtā sammadeva agārasmā anagāriyaṁ pabbajanti, tadanuttaraṁ—brahmacariyapariyosānaṁ diṭṭheva dhamme sayaṁ abhiññā sacchikatvā upasampajja viharanti. Kurz nachdem sie fortgezogen sind, gelangen sie, wenn sie zurückgezogen leben, beflissen, eifrig und entschlossen, bald in eben diesem Leben zum äußersten Höhepunkt des geistlichen Lebens. Sie leben an dem Ziel, das sie durch eigene Einsicht erkannt haben, für welches ehrbare Menschen zu Recht aus dem Haus fortziehen ins hauslose Leben.
Te evamāhaṁsu: Sie sagen:
‘manaṁ vata, bho, anassāma, manaṁ vata, bho, panassāma; ‚Wir waren fast verloren! Wir sind fast zugrunde gegangen!
mayañhi pubbe assamaṇāva samānā samaṇamhāti paṭijānimha, abrāhmaṇāva samānā brāhmaṇamhāti paṭijānimha, anarahantova samānā arahantamhāti paṭijānimha. Denn wir behaupteten, Asketen, Brahmanen und Vollendete zu sein, aber wir waren nichts davon.
Idāni khomha samaṇā, idāni khomha brāhmaṇā, idāni khomha arahanto’ti. Aber jetzt sind wir wirklich Asketen, Brahmanen und Vollendete!‘
Yadāhaṁ, bho, samaṇe gotame imaṁ catutthaṁ padaṁ addasaṁ athāhaṁ niṭṭhamagamaṁ: Als ich diese vierte Fußspur des Asketen Gotama sah, kam ich zu dem Schluss:
‘sammāsambuddho bhagavā, svākkhāto bhagavatā dhammo, suppaṭipanno bhagavato sāvakasaṅgho’ti. ‚Der Gesegnete ist ein vollkommen erwachter Buddha. Die Lehre ist gut erklärt. Der Saṅgha übt gut.‘
Yato kho ahaṁ, bho, samaṇe gotame imāni cattāri padāni addasaṁ athāhaṁ niṭṭhamagamaṁ: Als ich diese vier Fußspuren des Asketen Gotama sah, kam ich zu dem Schluss:
‘sammāsambuddho bhagavā, svākkhāto bhagavatā dhammo, suppaṭipanno bhagavato sāvakasaṅgho’”ti. ‚Der Gesegnete ist ein vollkommen erwachter Buddha. Die Lehre ist gut erklärt. Der Saṅgha übt gut.‘“
Evaṁ vutte, jāṇussoṇi brāhmaṇo sabbasetā vaḷavābhirathā orohitvā ekaṁsaṁ uttarāsaṅgaṁ karitvā yena bhagavā tenañjaliṁ paṇāmetvā tikkhattuṁ udānaṁ udānesi: Auf diese Worte stieg der Brahmane Jānussoṇi von seinem Wagen herab, ordnete seine Robe über einer Schulter, erhob seine zusammengelegten Hände in Richtung des Buddha und drückte dreimal dieses innige Gefühl aus:
“Namo tassa bhagavato arahato sammāsambuddhassa; „Ehre diesem Gesegneten, dem Vollendeten, dem vollkommen erwachten Buddha!
namo tassa bhagavato arahato sammāsambuddhassa; Ehre diesem Gesegneten, dem Vollendeten, dem vollkommen erwachten Buddha!
namo tassa bhagavato arahato sammāsambuddhassāti. Ehre diesem Gesegneten, dem Vollendeten, dem vollkommen erwachten Buddha!
Appeva nāma mayampi kadāci karahaci tena bhotā gotamena saddhiṁ samāgaccheyyāma, appeva nāma siyā kocideva kathāsallāpo”ti. Hoffentlich werde ich irgendwann dem werten Gotama begegnen, und wir können ein Gespräch miteinander haben.“
Atha kho jāṇussoṇi brāhmaṇo yena bhagavā tenupasaṅkami; upasaṅkamitvā bhagavatā saddhiṁ sammodi. Dann ging der Brahmane Jānussoṇi zum Buddha und tauschte Willkommensgrüße mit ihm aus.
Sammodanīyaṁ kathaṁ sāraṇīyaṁ vītisāretvā ekamantaṁ nisīdi. Nach der Begrüßung und dem Austausch von Höflichkeiten setzte er sich zur Seite hin
Ekamantaṁ nisinno kho jāṇussoṇi brāhmaṇo yāvatako ahosi pilotikena paribbājakena saddhiṁ kathāsallāpo taṁ sabbaṁ bhagavato ārocesi. und berichtete dem Buddha alles, was er mit dem Wanderer Pilotika gesprochen hatte.
Evaṁ vutte, bhagavā jāṇussoṇiṁ brāhmaṇaṁ etadavoca: Als er geendet hatte, sagte der Buddha zu ihm:
“na kho, brāhmaṇa, ettāvatā hatthipadopamo vitthārena paripūro hoti. „Brahmane, das Gleichnis von der Elefanten-Fußspur ist noch nicht im Einzelnen vollständig.
Api ca, brāhmaṇa, yathā hatthipadopamo vitthārena paripūro hoti Wie es im Einzelnen vollständig ist,
taṁ suṇāhi, sādhukaṁ manasi karohi, bhāsissāmī”ti. dafür hör zu und gebrauche den Geist gut, ich werde sprechen.“
“Evaṁ, bho”ti kho jāṇussoṇi brāhmaṇo bhagavato paccassosi. „Ja, werter Herr“, antwortete Jānussoṇi.
Bhagavā etadavoca: Der Buddha sagte:
“Seyyathāpi, brāhmaṇa, nāgavaniko nāgavanaṁ paviseyya. „Wie wenn da ein Elefanten-Fährtenleser in einen Wald von Elefantenbullen ginge.
So passeyya nāgavane mahantaṁ hatthipadaṁ, dīghato ca āyataṁ, tiriyañca vitthataṁ. Dort sähe er eine große Elefanten-Fußspur, lang und breit.
Yo hoti kusalo nāgavaniko neva tāva niṭṭhaṁ gacchati: Ein geschickter Elefanten-Fährtenleser kommt noch nicht zu dem Schluss:
‘mahā vata bho nāgo’ti. ‚Das muss ein großer Elefantenbulle sein.‘
Taṁ kissa hetu? Warum ist das so?
Santi hi, brāhmaṇa, nāgavane vāmanikā nāma hatthiniyo mahāpadā, tāsaṁ petaṁ padaṁ assāti. Weil es in einem Wald von Elefantenbullen Zwergelefantenkühe mit großen Fußspuren gibt, und diese Fußspur könnte von ihnen stammen.
So tamanugacchati.
Tamanugacchanto passati nāgavane mahantaṁ hatthipadaṁ, dīghato ca āyataṁ, tiriyañca vitthataṁ, uccā ca nisevitaṁ. Er folgt weiter der Fährte, bis er eine große Elefanten-Fußspur sieht, lang und breit, und Spuren hoch oben.
Yo hoti kusalo nāgavaniko neva tāva niṭṭhaṁ gacchati: Ein geschickter Elefanten-Fährtenleser kommt noch nicht zu dem Schluss:
‘mahā vata bho nāgo’ti. ‚Das muss ein großer Elefantenbulle sein.‘
Taṁ kissa hetu? Warum ist das so?
Santi hi, brāhmaṇa, nāgavane uccā kāḷārikā nāma hatthiniyo mahāpadā, tāsaṁ petaṁ padaṁ assāti. Weil es in einem Wald von Elefantenbullen große hochgewachsene Elefantenkühe mit großen Fußspuren gibt, und diese Fußspur könnte von ihnen stammen.
So tamanugacchati.
Tamanugacchanto passati nāgavane mahantaṁ hatthipadaṁ, dīghato ca āyataṁ, tiriyañca vitthataṁ, uccā ca nisevitaṁ, uccā ca dantehi ārañjitāni. Er folgt weiter der Fährte, bis er eine große Elefanten-Fußspur sieht, lang und breit, Spuren hoch oben und Stoßzahn-Furchen.
Yo hoti kusalo nāgavaniko neva tāva niṭṭhaṁ gacchati: Ein geschickter Elefanten-Fährtenleser kommt noch nicht zu dem Schluss:
‘mahā vata bho nāgo’ti. ‚Das muss ein großer Elefantenbulle sein.‘
Taṁ kissa hetu? Warum ist das so?
Santi hi, brāhmaṇa, nāgavane uccā kaṇerukā nāma hatthiniyo mahāpadā, tāsaṁ petaṁ padaṁ assāti. Weil es in einem Wald von Elefantenbullen große Elefantenkühe mit Stoßzähnen und großen Fußspuren gibt, und diese Fußspur könnte von ihnen stammen.
So tamanugacchati.
Tamanugacchanto passati nāgavane mahantaṁ hatthipadaṁ, dīghato ca āyataṁ, tiriyañca vitthataṁ, uccā ca nisevitaṁ, uccā ca dantehi ārañjitāni, uccā ca sākhābhaṅgaṁ. Er folgt weiter der Fährte, bis er eine große Elefanten-Fußspur sieht, lang und breit, Spuren hoch oben, Stoßzahn-Furchen und abgebrochene Äste hoch oben.
Tañca nāgaṁ passati rukkhamūlagataṁ vā abbhokāsagataṁ vā gacchantaṁ vā tiṭṭhantaṁ vā nisinnaṁ vā nipannaṁ vā. Und er sieht diesen Elefantenbullen am Fuß eines Baumes oder im offenen Gelände gehen, stehen, sitzen oder liegen.
So niṭṭhaṁ gacchati: Dann kommt er zu dem Schluss:
‘ayameva so mahānāgo’ti. ‚Das ist dieser große Elefantenbulle.‘
Evameva kho, brāhmaṇa, idha tathāgato loke uppajjati arahaṁ sammāsambuddho vijjācaraṇasampanno sugato lokavidū anuttaro purisadammasārathi satthā devamanussānaṁ buddho bhagavā. Ebenso, Brahmane, erscheint da ein Klargewordener in der Welt, ein Vollendeter, ein vollkommen erwachter Buddha, von vollendetem Wissen und Verhalten, heilig, Kenner der Welt, unübertrefflicher Anleiter für alle, die üben wollen, Lehrer von Göttern und Menschen, erwacht, gesegnet.
So imaṁ lokaṁ sadevakaṁ samārakaṁ sabrahmakaṁ sassamaṇabrāhmaṇiṁ pajaṁ sadevamanussaṁ sayaṁ abhiññā sacchikatvā pavedeti. Er hat diese Welt – mit ihren Göttern, Māras und Brahmās, mit dieser Bevölkerung mit ihren Asketen und Brahmanen, Göttern und Menschen – durch eigene Einsicht erkannt und erklärt sie anderen.
So dhammaṁ deseti ādikalyāṇaṁ majjhekalyāṇaṁ pariyosānakalyāṇaṁ sātthaṁ sabyañjanaṁ; kevalaparipuṇṇaṁ parisuddhaṁ brahmacariyaṁ pakāseti. Er verkündet eine Lehre, die am Anfang gut, in der Mitte gut und am Ende gut ist, bedeutsam und gut ausgedrückt. Und er legt ein geistliches Leben dar, das ganz vollständig und rein ist.
Taṁ dhammaṁ suṇāti gahapati vā gahapatiputto vā aññatarasmiṁ vā kule paccājāto. Ein Hausbesitzer hört diese Lehre, oder das Kind eines Hausbesitzers oder jemand, der in einer guten Familie wiedergeboren ist.
So taṁ dhammaṁ sutvā tathāgate saddhaṁ paṭilabhati. Er fasst Vertrauen zum Klargewordenen
So tena saddhāpaṭilābhena samannāgato iti paṭisañcikkhati: und überlegt:
‘sambādho gharāvāso rajopatho, abbhokāso pabbajjā. ‚Das Hausleben ist eng und schmutzig, aber wenn man fortgezogen ist, ist das Leben weit offen.
Nayidaṁ sukaraṁ agāraṁ ajjhāvasatā ekantaparipuṇṇaṁ ekantaparisuddhaṁ saṅkhalikhitaṁ brahmacariyaṁ carituṁ. Es ist nicht einfach, wenn man im Haus lebt, das geistliche Leben ganz vollständig und rein zu führen wie eine blank gescheuerte Muschel.
Yannūnāhaṁ kesamassuṁ ohāretvā kāsāyāni vatthāni acchādetvā agārasmā anagāriyaṁ pabbajeyyan’ti. Warum rasiere ich mir nicht Haar und Bart, lege ockerfarbene Roben an und ziehe aus dem Haus fort ins hauslose Leben?‘
So aparena samayena appaṁ vā bhogakkhandhaṁ pahāya mahantaṁ vā bhogakkhandhaṁ pahāya appaṁ vā ñātiparivaṭṭaṁ pahāya mahantaṁ vā ñātiparivaṭṭaṁ pahāya kesamassuṁ ohāretvā kāsāyāni vatthāni acchādetvā agārasmā anagāriyaṁ pabbajati. Nach einiger Zeit gibt er ein großes oder kleines Vermögen auf, verlässt einen großen oder kleinen Familienkreis. Er rasiert sich Haar und Bart, legt ockerfarbene Roben an und zieht aus dem Haus fort ins hauslose Leben.
So evaṁ pabbajito samāno bhikkhūnaṁ sikkhāsājīvasamāpanno pāṇātipātaṁ pahāya pāṇātipātā paṭivirato hoti, nihitadaṇḍo nihitasattho lajjī dayāpanno sabbapāṇabhūtahitānukampī viharati. Wenn er fortgezogen ist, nimmt er die Schulung und die Lebensweise der Mönche und Nonnen auf. Er gibt das Töten lebender Geschöpfe auf und tötet nicht mehr. Er verzichtet auf Stock und Schwert. Er ist einfühlsam und gütig und lebt voller Anteilnahme für alle Lebewesen.
Adinnādānaṁ pahāya adinnādānā paṭivirato hoti dinnādāyī dinnapāṭikaṅkhī. Athenena sucibhūtena attanā viharati. Er gibt das Stehlen auf und stiehlt nicht mehr. Er nimmt nur, was gegeben wird, erwartet nur, was gegeben wird. Er hält sich selbst rein, indem er nicht stiehlt.
Abrahmacariyaṁ pahāya brahmacārī hoti ārācārī virato methunā gāmadhammā. Er gibt unkeusches Verhalten auf und ist keusch. Er lebt abgesondert und vermeidet den vulgären Akt des Geschlechtsverkehrs.
Musāvādaṁ pahāya musāvādā paṭivirato hoti saccavādī saccasandho theto paccayiko avisaṁvādako lokassa. Er gibt das Lügen auf und lügt nicht mehr. Er sagt die Wahrheit und hält sich an die Wahrheit. Er ist ehrlich und verlässlich und legt die Welt nicht mit seinen Worten herein.
Pisuṇaṁ vācaṁ pahāya pisuṇāya vācāya paṭivirato hoti, ito sutvā na amutra akkhātā imesaṁ bhedāya, amutra vā sutvā na imesaṁ akkhātā amūsaṁ bhedāya. Iti bhinnānaṁ vā sandhātā sahitānaṁ vā anuppadātā, samaggārāmo samaggarato samagganandī samaggakaraṇiṁ vācaṁ bhāsitā hoti. Er gibt entzweiende Rede auf und entzweit niemanden mehr. Was er hier gehört hat, sagt er nicht dort, und was er dort gehört hat, nicht hier, um Menschen zu entzweien. Stattdessen versöhnt er die Uneinigen, fördert Einigkeit, freut sich an Eintracht, liebt die Eintracht und spricht Worte, die Eintracht fördern.
Pharusaṁ vācaṁ pahāya pharusāya vācāya paṭivirato hoti. Yā sā vācā nelā kaṇṇasukhā pemanīyā hadayaṅgamā porī bahujanakantā bahujanamanāpā tathārūpiṁ vācaṁ bhāsitā hoti. Er gibt harte Rede auf und redet nicht mehr hart. Seine Worte sind mild, dem Ohr gefällig, lieblich, zu Herzen gehend, höflich, vielen Menschen willkommen und angenehm.
Samphappalāpaṁ pahāya samphappalāpā paṭivirato hoti kālavādī bhūtavādī atthavādī dhammavādī vinayavādī, nidhānavatiṁ vācaṁ bhāsitā kālena sāpadesaṁ pariyantavatiṁ atthasaṁhitaṁ. Er gibt das Unsinnreden auf und redet keinen Unsinn mehr. Seine Worte kommen zur rechten Zeit, sind wahr, bedeutsam, im Einklang mit der Lehre und Schulung. Sie sind wertvoll, kommen zur rechten Zeit, sind begründet, treffend und nützlich.
So bījagāmabhūtagāmasamārambhā paṭivirato hoti, Er unterlässt es, Pflanzen und Samen zu beschädigen.
ekabhattiko hoti rattūparato, virato vikālabhojanā, Er isst zu einer Tageszeit und verzichtet auf das Essen bei Nacht und zur falschen Zeit.
naccagītavāditavisūkadassanā paṭivirato hoti, Er unterlässt den Besuch von Tanz-, Gesangs- und Musikvorführungen.
mālāgandhavilepanadhāraṇamaṇḍanavibhūsanaṭṭhānā paṭivirato hoti, Er unterlässt es, sich mit Kränzen, Düften und Make-up zu verschönern und zu schmücken.
uccāsayanamahāsayanā paṭivirato hoti, Er unterlässt die Benutzung hoher und üppiger Schlafstellen.
jātarūparajatapaṭiggahaṇā paṭivirato hoti, Er unterlässt es, Gold und Zahlungsmittel anzunehmen.
āmakadhaññapaṭiggahaṇā paṭivirato hoti, Er unterlässt es, rohes Getreide anzunehmen,
āmakamaṁsapaṭiggahaṇā paṭivirato hoti, rohes Fleisch,
itthikumārikapaṭiggahaṇā paṭivirato hoti, Frauen und Mädchen,
dāsidāsapaṭiggahaṇā paṭivirato hoti, abhängige Diener und Dienerinnen,
ajeḷakapaṭiggahaṇā paṭivirato hoti, Ziegen und Schafe,
kukkuṭasūkarapaṭiggahaṇā paṭivirato hoti, Hühner und Schweine,
hatthigavāssavaḷavapaṭiggahaṇā paṭivirato hoti, Elefanten, Rinder, Pferde und Stuten
khettavatthupaṭiggahaṇā paṭivirato hoti, sowie Felder und Grundstücke.
dūteyyapahiṇagamanānuyogā paṭivirato hoti, Er unterlässt es, Botengänge zu machen und Botschaften zu übermitteln,
kayavikkayā paṭivirato hoti, zu kaufen und zu verkaufen,
tulākūṭakaṁsakūṭamānakūṭā paṭivirato hoti, Maße, Metalle oder Gewichte zu fälschen,
ukkoṭanavañcananikatisāciyogā paṭivirato hoti, zu bestechen, zu betrügen, zu täuschen und ein doppeltes Spiel zu spielen,
chedanavadhabandhanaviparāmosaālopasahasākārā paṭivirato hoti. zu verstümmeln, zu morden, zu entführen, zu rauben, zu plündern und Gewalt anzuwenden.
So santuṭṭho hoti kāyaparihārikena cīvarena kucchiparihārikena piṇḍapātena. So yena yeneva pakkamati samādāyeva pakkamati. Er ist zufrieden mit Roben, die den Körper einhüllen, und Almosen, das den Bauch füllt. Wohin er auch geht, da nimmt er nur diese Dinge mit.
Seyyathāpi nāma pakkhī sakuṇo yena yeneva ḍeti sapattabhārova ḍeti; Wie ein Vogel: Wohin er auch fliegt, die Flügel sind seine einzige Last.
evameva bhikkhu santuṭṭho hoti kāyaparihārikena cīvarena kucchiparihārikena piṇḍapātena. So yena yeneva pakkamati samādāyeva pakkamati. Ebenso ist ein Mönch zufrieden mit Roben, die den Körper einhüllen, und Almosen, das den Bauch füllt. Wohin er auch geht, da nimmt er nur diese Dinge mit.
So iminā ariyena sīlakkhandhena samannāgato ajjhattaṁ anavajjasukhaṁ paṭisaṁvedeti. Wenn er diesen Umfang der edlen Sittlichkeit besitzt, erfährt er im Innern ein Glück, das ohne Tadel ist.
So cakkhunā rūpaṁ disvā na nimittaggāhī hoti nānubyañjanaggāhī. Wenn er mit dem Auge ein Bild sieht, bleibt er nicht an den Merkmalen und Einzelheiten hängen.
Yatvādhikaraṇamenaṁ cakkhundriyaṁ asaṁvutaṁ viharantaṁ abhijjhādomanassā pāpakā akusalā dhammā anvāssaveyyuṁ tassa saṁvarāya paṭipajjati, rakkhati cakkhundriyaṁ, cakkhundriye saṁvaraṁ āpajjati. Wenn das Sehvermögen nicht gezügelt wäre, würden schlechte, untaugliche Eigenschaften von Begehrlichkeit und Verdrießlichkeit überhandnehmen. Aus diesem Grund übt er Zügelung, bewacht das Sehvermögen und hält es im Zaum.
Sotena saddaṁ sutvā …pe… Wenn er mit dem Ohr einen Ton hört …
ghānena gandhaṁ ghāyitvā … Wenn er mit der Nase einen Geruch riecht …
jivhāya rasaṁ sāyitvā … Wenn er mit der Zunge einen Geschmack schmeckt …
kāyena phoṭṭhabbaṁ phusitvā … Wenn er mit dem Körper eine Berührung empfindet …
manasā dhammaṁ viññāya na nimittaggāhī hoti nānubyañjanaggāhī. Wenn er mit dem Geist eine Vorstellung erkennt, bleibt er nicht an den Merkmalen und Einzelheiten hängen.
Yatvādhikaraṇamenaṁ manindriyaṁ asaṁvutaṁ viharantaṁ abhijjhādomanassā pāpakā akusalā dhammā anvāssaveyyuṁ tassa saṁvarāya paṭipajjati, rakkhati manindriyaṁ, manindriye saṁvaraṁ āpajjati. Wenn das Vorstellungsvermögen nicht gezügelt wäre, würden schlechte, untaugliche Eigenschaften von Begehrlichkeit und Verdrießlichkeit überhandnehmen. Aus diesem Grund übt er Zügelung, bewacht das Vorstellungsvermögen und hält es im Zaum.
So iminā ariyena indriyasaṁvarena samannāgato ajjhattaṁ abyāsekasukhaṁ paṭisaṁvedeti. Wenn er diese edle Zügelung der Sinne besitzt, erfährt er im Innern eine fleckenlose Seligkeit.
So abhikkante paṭikkante sampajānakārī hoti, ālokite vilokite sampajānakārī hoti, samiñjite pasārite sampajānakārī hoti, saṅghāṭipattacīvaradhāraṇe sampajānakārī hoti, asite pīte khāyite sāyite sampajānakārī hoti, uccārapassāvakamme sampajānakārī hoti, gate ṭhite nisinne sutte jāgarite bhāsite tuṇhībhāve sampajānakārī hoti. Er handelt mit Situationsbewusstsein beim Ausgehen und Zurückkommen, beim Hin- und Wegschauen, beim Beugen und Strecken der Glieder, beim Tragen von äußerer Robe, Schale und Roben, beim Essen, Trinken, Kauen, Schmecken, beim Ausscheiden von Urin und Kot, beim Gehen, Stehen, Sitzen, Schlafen und Wachen, Reden und Schweigen.
So iminā ca ariyena sīlakkhandhena samannāgato, imāya ca ariyāya santuṭṭhiyā samannāgato iminā ca ariyena indriyasaṁvarena samannāgato, iminā ca ariyena satisampajaññena samannāgato Wenn er diesen Umfang der edlen Sittlichkeit, diese edle Zufriedenheit und diese edle Zügelung der Sinne sowie diese edle Achtsamkeit und das edle Situationsbewusstsein besitzt,
vivittaṁ senāsanaṁ bhajati araññaṁ rukkhamūlaṁ pabbataṁ kandaraṁ giriguhaṁ susānaṁ vanapatthaṁ abbhokāsaṁ palālapuñjaṁ. sucht er einen abgelegenen Platz auf: eine Wildnis, den Fuß eines Baumes, einen Hügel, eine Schlucht, eine Berghöhle, ein Leichenfeld, einen Wald, den freien Himmel, einen Strohhaufen.
So pacchābhattaṁ piṇḍapātapaṭikkanto nisīdati pallaṅkaṁ ābhujitvā, ujuṁ kāyaṁ paṇidhāya, parimukhaṁ satiṁ upaṭṭhapetvā. Nach dem Essen, wenn er vom Almosengang zurückkommt, setzt er sich mit gekreuzten Beinen hin, richtet den Körper gerade auf und verankert die Achtsamkeit bei sich.
So abhijjhaṁ loke pahāya vigatābhijjhena cetasā viharati, abhijjhāya cittaṁ parisodheti. Er gibt das Begehren nach der Welt auf, meditiert mit einem Herzen, das frei von Begehren ist, und läutert den Geist von Begehren.
Byāpādapadosaṁ pahāya abyāpannacitto viharati, sabbapāṇabhūtahitānukampī byāpādapadosā cittaṁ parisodheti. Er gibt bösen Willen und Gehässigkeit auf, meditiert mit einem Herzen, das frei von bösem Willen ist, voller Anteilnahme für alle Lebewesen, und läutert den Geist von bösem Willen.
Thinamiddhaṁ pahāya vigatathinamiddho viharati ālokasaññī sato sampajāno, thinamiddhā cittaṁ parisodheti. Er gibt Dumpfheit und Benommenheit auf, meditiert mit einem Herzen, das frei von Dumpfheit und Benommenheit ist, er nimmt Licht wahr, ist achtsam und der Situation bewusst und läutert den Geist von Dumpfheit und Benommenheit.
Uddhaccakukkuccaṁ pahāya anuddhato viharati, ajjhattaṁ vūpasantacitto uddhaccakukkuccā cittaṁ parisodheti. Er gibt Rastlosigkeit und Reue auf, meditiert ohne Rastlosigkeit, mit innerlich friedvollem Geist, und läutert den Geist von Rastlosigkeit und Reue.
Vicikicchaṁ pahāya tiṇṇavicikiccho viharati akathaṅkathī kusalesu dhammesu, vicikicchāya cittaṁ parisodheti. Er gibt den Zweifel auf, meditiert, indem er über den Zweifel hinausgegangen ist, nicht im Unklaren über taugliche Eigenschaften, und läutert den Geist von Zweifel.
So ime pañca nīvaraṇe pahāya cetaso upakkilese paññāya dubbalīkaraṇe, Er gibt diese fünf Hindernisse auf, die Verunreinigungen des Herzens, die die Weisheit schwächen.
vivicceva kāmehi vivicca akusalehi dhammehi savitakkaṁ savicāraṁ vivekajaṁ pītisukhaṁ paṭhamaṁ jhānaṁ upasampajja viharati. Ganz abgeschieden von den Sinnenfreuden, abgeschieden von untauglichen Eigenschaften, tritt er in die erste Vertiefung ein und verweilt darin; da gibt es aus Abgeschiedenheit geborene Ekstase und Seligkeit, während man den Geist ausrichtet und hält.
Idampi vuccati, brāhmaṇa, tathāgatapadaṁ itipi, tathāgatanisevitaṁ itipi, tathāgatārañjitaṁ itipi. Das, Brahmane, nennt man eine ‚Fußspur des Klargewordenen‘ und auch eine ‚Fährte des Klargewordenen‘ und auch ein ‚Kennzeichen des Klargewordenen‘.
Na tveva tāva ariyasāvako niṭṭhaṁ gacchati: Aber ein edler Schüler kommt noch nicht zu dem Schluss:
‘sammāsambuddho bhagavā, svākkhāto bhagavatā dhammo, suppaṭipanno bhagavato sāvakasaṅgho’ti. ‚Der Gesegnete ist ein vollkommen erwachter Buddha. Die Lehre ist gut erklärt. Der Saṅgha übt gut.‘
Puna caparaṁ, brāhmaṇa, bhikkhu vitakkavicārānaṁ vūpasamā ajjhattaṁ sampasādanaṁ cetaso ekodibhāvaṁ avitakkaṁ avicāraṁ samādhijaṁ pītisukhaṁ dutiyaṁ jhānaṁ upasampajja viharati. Wenn dann das Ausrichten und Halten des Geistes sich beruhigt, tritt ein Mönch in die zweite Vertiefung ein und verweilt darin; da gibt es aus Versenkung geborene Ekstase und Seligkeit, mit innerer Klarheit und geeintem Geist, ohne Ausrichten und Halten.
Idampi vuccati, brāhmaṇa …pe… Auch das nennt man eine ‚Fußspur des Klargewordenen‘ …
suppaṭipanno bhagavato sāvakasaṅgho’ti.
Puna caparaṁ, brāhmaṇa, bhikkhu pītiyā ca virāgā upekkhako ca viharati sato ca sampajāno, sukhañca kāyena paṭisaṁvedeti, yaṁ taṁ ariyā ācikkhanti ‘upekkhako satimā sukhavihārī’ti tatiyaṁ jhānaṁ upasampajja viharati. Mit dem Schwinden der Ekstase tritt ein Mönch dann in die dritte Vertiefung ein und verweilt darin; da meditiert er mit Gleichmut, achtsam und bewusst, und erfährt persönlich die Seligkeit, von der die Edlen erklären: ‚Gleichmütig und achtsam meditiert man in Seligkeit.‘
Idampi vuccati, brāhmaṇa …pe… Auch das nennt man eine ‚Fußspur des Klargewordenen‘ …
suppaṭipanno bhagavato sāvakasaṅgho’ti.
Puna caparaṁ, brāhmaṇa, bhikkhu sukhassa ca pahānā dukkhassa ca pahānā, pubbeva somanassadomanassānaṁ atthaṅgamā, adukkhamasukhaṁ upekkhāsatipārisuddhiṁ catutthaṁ jhānaṁ upasampajja viharati. Indem er Glück und Schmerz aufgibt und frühere Fröhlichkeit und Traurigkeit beendet, tritt ein Mönch dann in die vierte Vertiefung ein und verweilt darin, ohne Glück oder Schmerz, mit reinem Gleichmut und reiner Achtsamkeit.
Idampi vuccati, brāhmaṇa, tathāgatapadaṁ itipi, tathāgatanisevitaṁ itipi, tathāgatārañjitaṁ itipi. Auch das nennt man eine ‚Fußspur des Klargewordenen‘ …
Na tveva tāva ariyasāvako niṭṭhaṁ gacchati:
‘sammāsambuddho bhagavā, svākkhāto bhagavatā dhammo, suppaṭipanno bhagavato sāvakasaṅgho’ti.
So evaṁ samāhite citte parisuddhe pariyodāte anaṅgaṇe vigatūpakkilese mudubhūte kammaniye ṭhite āneñjappatte pubbenivāsānussatiñāṇāya cittaṁ abhininnāmeti. Wenn sein Geist so im Samādhi versunken ist – geläutert, hell, makellos, fleckenlos, geschmeidig, formbar, stetig und unbewegt –, dann streckt er ihn aus auf die Erinnerung an frühere Leben.
So anekavihitaṁ pubbenivāsaṁ anussarati, seyyathidaṁ—ekampi jātiṁ, dvepi jātiyo …pe… iti sākāraṁ sauddesaṁ anekavihitaṁ pubbenivāsaṁ anussarati. Er erinnert sich an viele Arten früherer Leben, das heißt: eine Wiedergeburt, zwei Wiedergeburten, drei, vier, fünf, zehn, zwanzig, dreißig, vierzig, fünfzig, hundert, tausend, hunderttausend Wiedergeburten; viele Äonen des Zusammenziehens der Welt, viele Äonen des Ausdehnens der Welt, viele Äonen des Zusammenziehens und Ausdehnens der Welt … Und so erinnert er sich an viele Arten früherer Leben mit den Merkmalen und Einzelheiten.
Idampi vuccati, brāhmaṇa, tathāgatapadaṁ itipi, tathāgatanisevitaṁ itipi, tathāgatārañjitaṁ itipi. Auch das nennt man eine ‚Fußspur des Klargewordenen‘ …
Na tveva tāva ariyasāvako niṭṭhaṁ gacchati:
‘sammāsambuddho bhagavā, svākkhāto bhagavatā dhammo, suppaṭipanno bhagavato sāvakasaṅgho’ti.
So evaṁ samāhite citte parisuddhe pariyodāte anaṅgaṇe vigatūpakkilese mudubhūte kammaniye ṭhite āneñjappatte sattānaṁ cutūpapātañāṇāya cittaṁ abhininnāmeti. Wenn sein Geist so im Samādhi versunken ist – geläutert, hell, makellos, fleckenlos, geschmeidig, formbar, stetig und unbewegt –, dann streckt er ihn aus auf die Erkenntnis von Tod und Wiedergeburt der Lebewesen.
So dibbena cakkhunā visuddhena atikkantamānusakena …pe… yathākammūpage satte pajānāti. Mit geläuterter und übermenschlicher Hellsichtigkeit versteht er, wie Lebewesen entsprechend ihrer Taten wiedergeboren werden.
Idampi vuccati, brāhmaṇa, tathāgatapadaṁ itipi, tathāgatanisevitaṁ itipi, tathāgatārañjitaṁ itipi. Auch das nennt man eine ‚Fußspur des Klargewordenen‘ …
Na tveva tāva ariyasāvako niṭṭhaṁ gacchati:
‘sammāsambuddho bhagavā, svākkhāto bhagavatā dhammo, suppaṭipanno bhagavato sāvakasaṅgho’ti.
So evaṁ samāhite citte parisuddhe pariyodāte anaṅgaṇe vigatūpakkilese mudubhūte kammaniye ṭhite āneñjappatte āsavānaṁ khayañāṇāya cittaṁ abhininnāmeti. Wenn sein Geist so im Samādhi versunken ist – geläutert, hell, makellos, fleckenlos, geschmeidig, formbar, stetig und unbewegt – dann streckt er ihn aus auf die Erkenntnis, dass die Befleckungen aufgelöst sind.
So ‘idaṁ dukkhan’ti yathābhūtaṁ pajānāti, ‘ayaṁ dukkhasamudayo’ti yathābhūtaṁ pajānāti, ‘ayaṁ dukkhanirodho’ti yathābhūtaṁ pajānāti, ‘ayaṁ dukkhanirodhagāminī paṭipadā’ti yathābhūtaṁ pajānāti. Er versteht wahrhaftig: ‚Das ist das Leiden‘, … ‚das ist der Ursprung des Leidens‘, … ‚das ist das Aufhören des Leidens‘, … ‚das ist die Übung, die zum Aufhören des Leidens führt‘.
‘Ime āsavā’ti yathābhūtaṁ pajānāti, ‘ayaṁ āsavasamudayo’ti yathābhūtaṁ pajānāti, ‘ayaṁ āsavanirodho’ti yathābhūtaṁ pajānāti, ‘ayaṁ āsavanirodhagāminī paṭipadā’ti yathābhūtaṁ pajānāti. Er versteht wahrhaftig: ‚Das sind die Befleckungen‘, … ‚das ist der Ursprung der Befleckungen‘, … ‚das ist das Aufhören der Befleckungen‘, … ‚das ist die Übung, die zum Aufhören der Befleckungen führt‘.
Idampi vuccati, brāhmaṇa, tathāgatapadaṁ itipi, tathāgatanisevitaṁ itipi, tathāgatārañjitaṁ itipi. Das, Brahmane, nennt man eine ‚Fußspur des Klargewordenen‘ und auch eine ‚Fährte des Klargewordenen‘ und auch ein ‚Kennzeichen des Klargewordenen‘.
Na tveva tāva ariyasāvako niṭṭhaṁ gato hoti, api ca kho niṭṭhaṁ gacchati: An diesem Punkt ist ein edler Schüler noch nicht zu einem Schluss gekommen, aber er ist dabei, zu dem Schluss zu kommen:
‘sammāsambuddho bhagavā, svākkhāto bhagavatā dhammo, suppaṭipanno bhagavato sāvakasaṅgho’ti. ‚Der Gesegnete ist ein vollkommen erwachter Buddha. Die Lehre ist gut erklärt. Der Saṅgha übt gut.‘
Tassa evaṁ jānato evaṁ passato kāmāsavāpi cittaṁ vimuccati, bhavāsavāpi cittaṁ vimuccati, avijjāsavāpi cittaṁ vimuccati. Wenn er das erkennt und sieht, ist sein Geist befreit von den Befleckungen der Sinnlichkeit, des Wunsches nach Wiedergeburt und der Unwissenheit.
Vimuttasmiṁ vimuttamiti ñāṇaṁ hoti. Wenn er befreit ist, weiß er, er ist befreit.
‘Khīṇā jāti, vusitaṁ brahmacariyaṁ, kataṁ karaṇīyaṁ, nāparaṁ itthattāyā’ti pajānāti. Er versteht: ‚Wiedergeburt ist beendet; das geistliche Leben ist erfüllt; was zu tun war, ist getan; es gibt nichts weiter für diesen Ort.‘
Idampi vuccati, brāhmaṇa, tathāgatapadaṁ itipi, tathāgatanisevitaṁ itipi, tathāgatārañjitaṁ itipi. Das, Brahmane, nennt man eine ‚Fußspur des Klargewordenen‘ und auch eine ‚Fährte des Klargewordenen‘ und auch ein ‚Kennzeichen des Klargewordenen‘.
Ettāvatā kho, brāhmaṇa, ariyasāvako niṭṭhaṁ gato hoti: Und an diesem Punkt ist ein edler Schüler zu dem Schluss gekommen:
‘sammāsambuddho bhagavā, svākkhāto bhagavatā dhammo, suppaṭipanno bhagavato sāvakasaṅgho’ti. ‚Der Gesegnete ist ein vollkommen erwachter Buddha. Die Lehre ist gut erklärt. Der Saṅgha übt gut.‘
Ettāvatā kho, brāhmaṇa, hatthipadopamo vitthārena paripūro hotī”ti. „Und an diesem Punkt ist das Gleichnis von der Elefanten-Fußspur im Einzelnen vollständig.“
Evaṁ vutte, jāṇussoṇi brāhmaṇo bhagavantaṁ etadavoca: Auf diese Worte sagte der Brahmane Jānussoṇi zum Buddha:
“abhikkantaṁ, bho gotama, abhikkantaṁ, bho gotama. „Vortrefflich, werter Gotama! Vortrefflich!
Seyyathāpi, bho gotama, nikkujjitaṁ vā ukkujjeyya, paṭicchannaṁ vā vivareyya, mūḷhassa vā maggaṁ ācikkheyya, andhakāre vā telapajjotaṁ dhāreyya: ‘cakkhumanto rūpāni dakkhantī’ti; evamevaṁ bhotā gotamena anekapariyāyena dhammo pakāsito. Als würde er das Umgestürzte aufrichten oder das Verborgene enthüllen oder den Verirrten den Weg weisen oder im Dunkeln ein Licht anzünden, sodass Menschen mit klaren Augen sehen könnten, was da ist, so hat der werte Gotama die Lehre auf vielerlei Weise klargemacht.
Esāhaṁ bhavantaṁ gotamaṁ saraṇaṁ gacchāmi, dhammañca, bhikkhusaṅghañca. Ich nehme Zuflucht zum werten Gotama, zur Lehre und zum Saṅgha der Mönche und Nonnen.
Upāsakaṁ maṁ bhavaṁ gotamo dhāretu ajjatagge pāṇupetaṁ saraṇaṁ gatan”ti. Von diesem Tag an soll der werte Gotama mich als Laienschüler in Erinnerung behalten, der für sein ganzes Leben Zuflucht genommen hat.“
Cūḷahatthipadopamasuttaṁ niṭṭhitaṁ sattamaṁ.