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Majjhima Nikāya 35 Mittlere Lehrreden 35

Cūḷasaccakasutta Die kürzere Lehrrede mit Saccaka

Evaṁ me sutaṁ—So habe ich es gehört:

ekaṁ samayaṁ bhagavā vesāliyaṁ viharati mahāvane kūṭāgārasālāyaṁ. Einmal hielt sich der Buddha bei Vesālī am Großen Wald auf, in der Halle mit dem Giebeldach.

Tena kho pana samayena saccako nigaṇṭhaputto vesāliyaṁ paṭivasati bhassappavādako paṇḍitavādo sādhusammato bahujanassa. Zu dieser Zeit nun lebte Saccaka, Sohn von Jaina-Eltern, in Vesālī. Er war ein Debattierer und kluger Redner, der von vielen als heilig erachtet wurde.

So vesāliyaṁ parisati evaṁ vācaṁ bhāsati: Er sagte zu einer Menschenmenge in Vesālī:

“nāhaṁ taṁ passāmi samaṇaṁ vā brāhmaṇaṁ vā, saṅghiṁ gaṇiṁ gaṇācariyaṁ, api arahantaṁ sammāsambuddhaṁ paṭijānamānaṁ, yo mayā vādena vādaṁ samāraddho na saṅkampeyya na sampakampeyya na sampavedheyya, yassa na kacchehi sedā mucceyyuṁ. „Ich sehe keinen Asketen oder Brahmanen, keinen, der einen Orden und eine Gemeinschaft leitet oder eine Gemeinschaft unterweist, nicht einmal einen, der behauptet, ein Vollendeter zu sein, ein vollkommen erwachter Buddha, der nicht zittern und schwanken und beben würde, dem nicht der Schweiß aus den Achselhöhlen rinnen würde, wenn ich ihn zu einer Debatte herausforderte.

Thūṇaṁ cepāhaṁ acetanaṁ vādena vādaṁ samārabheyyaṁ, sāpi mayā vādena vādaṁ samāraddhā saṅkampeyya sampakampeyya sampavedheyya. Sogar ein gefühlloser Pfosten würde zittern und schwanken und beben, wenn ich ihn zu einer Debatte herausforderte.

Ko pana vādo manussabhūtassā”ti? Um wie viel mehr gilt das für einen Menschen!“

Atha kho āyasmā assaji pubbaṇhasamayaṁ nivāsetvā pattacīvaramādāya vesāliṁ piṇḍāya pāvisi. Da kleidete sich der ehrwürdige Assaji am Morgen an, nahm Schale und Robe und betrat Vesālī zum Almosengang.

Addasā kho saccako nigaṇṭhaputto vesāliyaṁ jaṅghāvihāraṁ anucaṅkamamāno anuvicaramāno āyasmantaṁ assajiṁ dūratova āgacchantaṁ. Da sah Saccaka auf einer Wanderung Assaji von Weitem kommen.

Disvāna yenāyasmā assaji tenupasaṅkami; upasaṅkamitvā āyasmatā assajinā saddhiṁ sammodi. Er begab sich zu ihm und tauschte Willkommensgrüße mit ihm aus.

Sammodanīyaṁ kathaṁ sāraṇīyaṁ vītisāretvā ekamantaṁ aṭṭhāsi. Ekamantaṁ ṭhito kho saccako nigaṇṭhaputto āyasmantaṁ assajiṁ etadavoca: Nach der Begrüßung und dem Austausch von Höflichkeiten stellte Saccaka sich zur Seite hin und sagte zu Assaji:

“kathaṁ pana, bho assaji, samaṇo gotamo sāvake vineti, kathaṁbhāgā ca pana samaṇassa gotamassa sāvakesu anusāsanī bahulā pavattatī”ti? „Werter Assaji, wie schult der Asket Gotama seine Schüler? Und über welche Themen geht die Unterweisung seiner Schüler im Allgemeinen vor?“

“Evaṁ kho, aggivessana, bhagavā sāvake vineti, evaṁbhāgā ca pana bhagavato sāvakesu anusāsanī bahulā pavattati: „Aggivessana, der Buddha schult seine Schüler so, und die Unterweisung seiner Schüler geht im Allgemeinen über diese Themen vor:

‘rūpaṁ, bhikkhave, aniccaṁ, vedanā aniccā, saññā aniccā, saṅkhārā aniccā, viññāṇaṁ aniccaṁ. ‚Form, Gefühl, Wahrnehmung, Willensbildungsprozesse und Bewusstsein sind unbeständig.

Rūpaṁ, bhikkhave, anattā, vedanā anattā, saññā anattā, saṅkhārā anattā, viññāṇaṁ anattā. Form, Gefühl, Wahrnehmung, Willensbildungsprozesse und Bewusstsein sind ohne Selbst.

Sabbe saṅkhārā aniccā, sabbe dhammā anattā’ti. Alle Bedingungen sind unbeständig. Alle Dinge sind ohne Selbst.‘

Evaṁ kho, aggivessana, bhagavā sāvake vineti, evaṁbhāgā ca pana bhagavato sāvakesu anusāsanī bahulā pavattatī”ti. So schult der Asket Gotama seine Schüler, und über diese Themen geht die Unterweisung seiner Schüler im Allgemeinen vor.“

“Dussutaṁ vata, bho assaji, assumha ye mayaṁ evaṁvādiṁ samaṇaṁ gotamaṁ assumha. „Es ist traurig, werter Assaji, zu hören, dass der Asket Gotama eine solche Doktrin hat.

Appeva nāma mayaṁ kadāci karahaci tena bhotā gotamena saddhiṁ samāgaccheyyāma, appeva nāma siyā kocideva kathāsallāpo, appeva nāma tasmā pāpakā diṭṭhigatā viveceyyāmā”ti. Hoffentlich werde ich irgendwann dem werten Gotama begegnen, und wir können ein Gespräch miteinander haben. Und hoffentlich kann ich ihn von diesem schädlichen Irrglauben abbringen.“

Tena kho pana samayena pañcamattāni licchavisatāni santhāgāre sannipatitāni honti kenacideva karaṇīyena. Nun saßen zu der Zeit etwa fünfhundert Licchaver in der Ratshalle beisammen.

Atha kho saccako nigaṇṭhaputto yena te licchavī tenupasaṅkami; upasaṅkamitvā te licchavī etadavoca: Da ging Saccaka zu ihnen und sagte:

“abhikkamantu bhonto licchavī, abhikkamantu bhonto licchavī, ajja me samaṇena gotamena saddhiṁ kathāsallāpo bhavissati. „Kommt her, ihr guten Licchaver, kommt her! Heute werde ich ein Gespräch mit dem Asketen Gotama haben.

Sace me samaṇo gotamo tathā patiṭṭhissati yathā ca me ñātaññatarena sāvakena assajinā nāma bhikkhunā patiṭṭhitaṁ, seyyathāpi nāma balavā puriso dīghalomikaṁ eḷakaṁ lomesu gahetvā ākaḍḍheyya parikaḍḍheyya samparikaḍḍheyya; Wenn er zu der Position steht, die einer seiner namhaften Schüler, ein Mönch mit Namen Assaji, mir gegenüber angegeben hat, werde ich ihn zu einer Debatte herausfordern, und ich werde ihn hin und her und rundherum ziehen, geradeso wie ein starker Mann ein langhaariges Schaf bei der Wolle packen und hin und her und rundherum ziehen würde!

evamevāhaṁ samaṇaṁ gotamaṁ vādena vādaṁ ākaḍḍhissāmi parikaḍḍhissāmi samparikaḍḍhissāmi.

Seyyathāpi nāma balavā soṇḍikākammakāro mahantaṁ soṇḍikākiḷañjaṁ gambhīre udakarahade pakkhipitvā kaṇṇe gahetvā ākaḍḍheyya parikaḍḍheyya samparikaḍḍheyya; Indem ich ihn zur Debatte herausfordere, werde ich ihn hin und her und rundherum ziehen, geradeso wie ein kräftiger Brauereiarbeiter ein großes Brauersieb in einen tiefen See werfen, es an den Ecken greifen und es hin und her und rundherum ziehen würde!

evamevāhaṁ samaṇaṁ gotamaṁ vādena vādaṁ ākaḍḍhissāmi parikaḍḍhissāmi samparikaḍḍhissāmi.

Seyyathāpi nāma balavā soṇḍikādhutto vālaṁ kaṇṇe gahetvā odhuneyya niddhuneyya nipphoṭeyya; Indem ich ihn zur Debatte herausfordere, werde ich ihn herabschütteln, herumschütteln und auf ihn einschlagen, geradeso wie ein kräftiger Maischemischer ein Filtertuch an den Ecken nehmen und es herabschütteln, herumschütteln und auf es einschlagen würde!

evamevāhaṁ samaṇaṁ gotamaṁ vādena vādaṁ odhunissāmi niddhunissāmi nipphoṭessāmi.

Seyyathāpi nāma kuñjaro saṭṭhihāyano gambhīraṁ pokkharaṇiṁ ogāhetvā sāṇadhovikaṁ nāma kīḷitajātaṁ kīḷati; Ich werde mit dem Asketen Gotama das Spiel des Ohrenwaschens spielen wie ein sechzig Jahre alter Elefant, der in einen tiefen Lotusteich eintaucht und das Spiel des Ohrenwaschens spielt!

evamevāhaṁ samaṇaṁ gotamaṁ sāṇadhovikaṁ maññe kīḷitajātaṁ kīḷissāmi.

Abhikkamantu bhonto licchavī, abhikkamantu bhonto licchavī, ajja me samaṇena gotamena saddhiṁ kathāsallāpo bhavissatī”ti. Kommt her, ihr guten Licchaver, kommt her! Heute werde ich ein Gespräch mit dem Asketen Gotama haben.“

Tatrekacce licchavī evamāhaṁsu: Daraufhin sagten manche Licchaver:

“kiṁ samaṇo gotamo saccakassa nigaṇṭhaputtassa vādaṁ āropessati, atha kho saccako nigaṇṭhaputto samaṇassa gotamassa vādaṁ āropessatī”ti? „Wie kann der Asket Gotama Saccakas Doktrin widerlegen, wo es doch Saccaka ist, der die Doktrin des Asketen Gotama widerlegen wird?“

Ekacce licchavī evamāhaṁsu: Doch manche andere Licchaver sagten:

“kiṁ so bhavamāno saccako nigaṇṭhaputto yo bhagavato vādaṁ āropessati, atha kho bhagavā saccakassa nigaṇṭhaputtassa vādaṁ āropessatī”ti? „Wer ist Saccaka, dass er die Doktrin des Buddha widerlegen könnte, wo es doch der Buddha ist, der Saccakas Doktrin widerlegen wird?“

Atha kho saccako nigaṇṭhaputto pañcamattehi licchavisatehi parivuto yena mahāvanaṁ kūṭāgārasālā tenupasaṅkami. Und Saccaka, begleitet von den fünfhundert Licchavern, ging zur Halle mit dem Giebeldach am Großen Wald.

Tena kho pana samayena sambahulā bhikkhū abbhokāse caṅkamanti. Zu der Zeit gingen gerade mehrere Mönche und Nonnen achtsam im Freien auf und ab.

Atha kho saccako nigaṇṭhaputto yena te bhikkhū tenupasaṅkami; upasaṅkamitvā te bhikkhū etadavoca: Da ging Saccaka zu ihnen und sagte:

“kahaṁ nu kho, bho, etarahi so bhavaṁ gotamo viharati? „Werte Herren, wo ist der werte Gotama jetzt?

Dassanakāmā hi mayaṁ taṁ bhavantaṁ gotaman”ti. Denn wir möchten ihn sehen.“

“Esa, aggivessana, bhagavā mahāvanaṁ ajjhogāhetvā aññatarasmiṁ rukkhamūle divāvihāraṁ nisinno”ti. „Aggivessana, der Buddha ist tief in den Großen Wald eingetaucht und sitzt für die Meditation des Tages am Fuß eines Baumes.“

Atha kho saccako nigaṇṭhaputto mahatiyā licchaviparisāya saddhiṁ mahāvanaṁ ajjhogāhetvā yena bhagavā tenupasaṅkami; upasaṅkamitvā bhagavatā saddhiṁ sammodi. Da tauchte Saccaka zusammen mit einer großen Gruppe von Licchavern in den Großen Wald ein, begab sich zum Buddha und tauschte Willkommensgrüße mit ihm aus.

Sammodanīyaṁ kathaṁ sāraṇīyaṁ vītisāretvā ekamantaṁ nisīdi. Nach der Begrüßung und dem Austausch von Höflichkeiten setzte er sich zur Seite hin.

Tepi kho licchavī appekacce bhagavantaṁ abhivādetvā ekamantaṁ nisīdiṁsu, appekacce bhagavatā saddhiṁ sammodiṁsu, sammodanīyaṁ kathaṁ sāraṇīyaṁ vītisāretvā ekamantaṁ nisīdiṁsu. Appekacce yena bhagavā tenañjaliṁ paṇāmetvā ekamantaṁ nisīdiṁsu, appekacce bhagavato santike nāmagottaṁ sāvetvā ekamantaṁ nisīdiṁsu, appekacce tuṇhībhūtā ekamantaṁ nisīdiṁsu. Einige der Licchaver verbeugten sich, andere begrüßten den Buddha und tauschten Höflichkeiten aus, wieder andere hielten ihm ihre zusammengelegten Hände entgegen, manche nannten ihren Namen und Stamm und manche schwiegen, bevor sie sich ebenfalls zur Seite hinsetzten.

Ekamantaṁ nisinno kho saccako nigaṇṭhaputto bhagavantaṁ etadavoca: Dann sagte Saccaka zum Buddha:

“puccheyyāhaṁ bhavantaṁ gotamaṁ kiñcideva desaṁ, sace me bhavaṁ gotamo okāsaṁ karoti pañhassa veyyākaraṇāyā”ti. „Ich würde den werten Gotama gerne zu einem bestimmten Punkt etwas fragen, wenn er die Zeit nehmen würde, mir zu antworten.“

“Puccha, aggivessana, yadākaṅkhasī”ti. „Frage, was du möchtest, Aggivessana.“

“Kathaṁ pana bhavaṁ gotamo sāvake vineti, kathaṁbhāgā ca pana bhoto gotamassa sāvakesu anusāsanī bahulā pavattatī”ti? „Wie schult der werte Gotama seine Schüler? Und über welche Themen geht die Unterweisung seiner Schüler im Allgemeinen vor?“

“Evaṁ kho ahaṁ, aggivessana, sāvake vinemi, evaṁbhāgā ca pana me sāvakesu anusāsanī bahulā pavattati: „Aggivessana, ich schule meine Schüler so, und die Unterweisung meiner Schüler geht im Allgemeinen über diese Themen vor:

‘rūpaṁ, bhikkhave, aniccaṁ, vedanā aniccā, saññā aniccā, saṅkhārā aniccā, viññāṇaṁ aniccaṁ. ‚Form, Gefühl, Wahrnehmung, Willensbildungsprozesse und Bewusstsein sind unbeständig.

Rūpaṁ, bhikkhave, anattā, vedanā anattā, saññā anattā, saṅkhārā anattā, viññāṇaṁ anattā. Form, Gefühl, Wahrnehmung, Willensbildungsprozesse und Bewusstsein sind ohne Selbst.

Sabbe saṅkhārā aniccā, sabbe dhammā anattā’ti. Alle Bedingungen sind unbeständig. Alle Dinge sind ohne Selbst.‘

Evaṁ kho ahaṁ, aggivessana, sāvake vinemi, evaṁbhāgā ca pana me sāvakesu anusāsanī bahulā pavattatī”ti. So schule ich meine Schüler, und über diese Themen geht die Unterweisung meiner Schüler im Allgemeinen vor.“

“Upamā maṁ, bho gotama, paṭibhātī”ti. „Mir fällt ein Gleichnis ein, werter Gotama.“

“Paṭibhātu taṁ, aggivessanā”ti bhagavā avoca. „So sag, was dir einfällt“, sagte der Buddha.

“Seyyathāpi, bho gotama, ye kecime bījagāmabhūtagāmā vuddhiṁ virūḷhiṁ vepullaṁ āpajjanti, sabbe te pathaviṁ nissāya pathaviyaṁ patiṭṭhāya. „Alle Pflanzen und Samen, die wachsen, größer werden und zur Reife kommen, tun das, indem sie von der Erde getragen und auf die Erde gestützt sind.

Evamete bījagāmabhūtagāmā vuddhiṁ virūḷhiṁ vepullaṁ āpajjanti.

Seyyathāpi vā pana, bho gotama, ye kecime balakaraṇīyā kammantā karīyanti, sabbe te pathaviṁ nissāya pathaviyaṁ patiṭṭhāya. Alle harte Arbeit, die verrichtet wird, ist von der Erde getragen und auf die Erde gestützt.

Evamete balakaraṇīyā kammantā karīyanti.

Evameva kho, bho gotama, rūpattāyaṁ purisapuggalo rūpe patiṭṭhāya puññaṁ vā apuññaṁ vā pasavati, vedanattāyaṁ purisapuggalo vedanāyaṁ patiṭṭhāya puññaṁ vā apuññaṁ vā pasavati, saññattāyaṁ purisapuggalo saññāyaṁ patiṭṭhāya puññaṁ vā apuññaṁ vā pasavati, saṅkhārattāyaṁ purisapuggalo saṅkhāresu patiṭṭhāya puññaṁ vā apuññaṁ vā pasavati, viññāṇattāyaṁ purisapuggalo viññāṇe patiṭṭhāya puññaṁ vā apuññaṁ vā pasavatī”ti. Ebenso ist das Selbst einer Person Form. Auf Form gestützt schafft sie Verdienst und Schlechtigkeit. Das Selbst einer Person ist Gefühl … Wahrnehmung … Willensbildungsprozesse … Bewusstsein. Auf Bewusstsein gestützt schafft sie Verdienst und Schlechtigkeit.“

“Nanu tvaṁ, aggivessana, evaṁ vadesi: „Aggivessana, hast du nicht tatsächlich gesagt:

‘rūpaṁ me attā, vedanā me attā, saññā me attā, saṅkhārā me attā, viññāṇaṁ me attā’”ti? ‚Form ist mein Selbst, Gefühl ist mein Selbst, Wahrnehmung ist mein Selbst, Willensbildungsprozesse sind mein Selbst, Bewusstsein ist mein Selbst‘?“

“Ahañhi, bho gotama, evaṁ vadāmi: „Jawohl, werter Gotama, das ist es, was ich sage.

‘rūpaṁ me attā, vedanā me attā, saññā me attā, saṅkhārā me attā, viññāṇaṁ me attā’ti, ayañca mahatī janatā”ti. Und diese große Menge stimmt mir zu!“

“Kiñhi te, aggivessana, mahatī janatā karissati? „Was hat diese große Menge mit dir zu tun?

Iṅgha tvaṁ, aggivessana, sakaññeva vādaṁ nibbeṭhehī”ti. Bitte erläutere nur deine eigene Aussage.“

“Ahañhi, bho gotama, evaṁ vadāmi: „Also, werter Gotama, was ich sage, ist Folgendes:

‘rūpaṁ me attā, vedanā me attā, saññā me attā, saṅkhārā me attā, viññāṇaṁ me attā’”ti. ‚Form ist mein Selbst, Gefühl ist mein Selbst, Wahrnehmung ist mein Selbst, Willensbildungsprozesse sind mein Selbst, Bewusstsein ist mein Selbst‘.“

“Tena hi, aggivessana, taññevettha paṭipucchissāmi, yathā te khameyya tathā naṁ byākareyyāsi. „Nun, Aggivessana, ich werde dir dazu Gegenfragen stellen, und du kannst antworten, wie du möchtest.

Taṁ kiṁ maññasi, aggivessana, Was denkst du, Aggivessana?

vatteyya rañño khattiyassa muddhāvasittassa sakasmiṁ vijite vaso—Hätte ein gesalbter adliger König wie Pasenadi von Kosala oder Ajātasattu von Magadha, Sohn der Prinzessin von Videha, in seinem eigenen Reich die Macht,

ghātetāyaṁ vā ghātetuṁ, jāpetāyaṁ vā jāpetuṁ, pabbājetāyaṁ vā pabbājetuṁ, seyyathāpi rañño pasenadissa kosalassa, seyyathāpi vā pana rañño māgadhassa ajātasattussa vedehiputtassā”ti? die hinzurichten, die sich Hinrichtung erwirkt haben, den Besitz derer einzuziehen, die sich Einziehung des Besitzes erwirkt haben, oder die zu verbannen, die sich Verbannung erwirkt haben?“

“Vatteyya, bho gotama, rañño khattiyassa muddhāvasittassa sakasmiṁ vijite vaso—„Ein gesalbter adliger König hätte diese Macht, werter Gotama.

ghātetāyaṁ vā ghātetuṁ, jāpetāyaṁ vā jāpetuṁ, pabbājetāyaṁ vā pabbājetuṁ, seyyathāpi rañño pasenadissa kosalassa, seyyathāpi vā pana rañño māgadhassa ajātasattussa vedehiputtassa.

Imesampi hi, bho gotama, saṅghānaṁ gaṇānaṁ—Selbst Zusammenschlüsse

Seyyathidaṁ—vajjīnaṁ mallānaṁ—wie die der Vajjier und der Maller

vattati sakasmiṁ vijite vaso—haben in ihrem eigenen Reich diese Macht.

ghātetāyaṁ vā ghātetuṁ, jāpetāyaṁ vā jāpetuṁ, pabbājetāyaṁ vā pabbājetuṁ.

Kiṁ pana rañño khattiyassa muddhāvasittassa, seyyathāpi rañño pasenadissa kosalassa, seyyathāpi vā pana rañño māgadhassa ajātasattussa vedehiputtassa? Warum also nicht ein gesalbter adliger König wie Pasenadi oder Ajātasattu?

Vatteyya, bho gotama, vattituñca marahatī”ti. Natürlich haben sie diese Macht, es ist ihr Recht.“

“Taṁ kiṁ maññasi, aggivessana, „Was denkst du, Aggivessana?

yaṁ tvaṁ evaṁ vadesi: Wenn du sagst:

‘rūpaṁ me attā’ti, vattati te tasmiṁ rūpe vaso—‚Form ist mein Selbst‘, hast du Macht über diese Form, sodass du sagen kannst:

evaṁ me rūpaṁ hotu, evaṁ me rūpaṁ mā ahosī”ti? ‚Meine Form sei so! Meine Form sei nicht so‘?“

Evaṁ vutte, saccako nigaṇṭhaputto tuṇhī ahosi. Auf diese Worte schwieg Saccaka.

Dutiyampi kho bhagavā saccakaṁ nigaṇṭhaputtaṁ etadavoca: Der Buddha fragte ihn ein zweites Mal,

“taṁ kiṁ maññasi, aggivessana, yaṁ tvaṁ evaṁ vadesi:

‘rūpaṁ me attā’ti, vattati te tasmiṁ rūpe vaso—

evaṁ me rūpaṁ hotu, evaṁ me rūpaṁ mā ahosī”ti?

Dutiyampi kho saccako nigaṇṭhaputto tuṇhī ahosi. und er schwieg ein zweites Mal.

Atha kho bhagavā saccakaṁ nigaṇṭhaputtaṁ etadavoca: Da sagte der Buddha zu Saccaka:

“byākarohi dāni, aggivessana, na dāni te tuṇhībhāvassa kālo. „Antworte nun, Aggivessana. Jetzt ist nicht die Zeit, zu schweigen.

Yo koci, aggivessana tathāgatena yāvatatiyaṁ sahadhammikaṁ pañhaṁ puṭṭho na byākaroti, etthevassa sattadhā muddhā phalatī”ti. Wenn jemand eine berechtigte Frage, die ihm vom Buddha dreimal gestellt wurde, nicht beantwortet, wird sein Kopf eben da in sieben Stücke zerspringen.“

Tena kho pana samayena vajirapāṇi yakkho āyasaṁ vajiraṁ ādāya ādittaṁ sampajjalitaṁ sajotibhūtaṁ saccakassa nigaṇṭhaputtassa uparivehāsaṁ ṭhito hoti: Nun stand zu dieser Zeit der Geist Vajirapāṇī über Saccaka in der Luft und hielt einen eisernen Donnerkeil, der brannte, loderte und glühte, und dachte:

“sacāyaṁ saccako nigaṇṭhaputto bhagavatā yāvatatiyaṁ sahadhammikaṁ pañhaṁ puṭṭho na byākarissati etthevassa sattadhā muddhaṁ phālessāmī”ti. „Wenn dieser Saccaka nicht antwortet, wenn er zum dritten Mal gefragt wird, werde ich seinen Kopf eben da in sieben Stücke zerspringen lassen!“

Taṁ kho pana vajirapāṇiṁ yakkhaṁ bhagavā ceva passati saccako ca nigaṇṭhaputto. Und sowohl der Buddha als auch Saccaka konnten Vajirapāṇī sehen.

Atha kho saccako nigaṇṭhaputto bhīto saṁviggo lomahaṭṭhajāto bhagavantaṁyeva tāṇaṁ gavesī bhagavantaṁyeva leṇaṁ gavesī bhagavantaṁyeva saraṇaṁ gavesī bhagavantaṁ etadavoca: Saccaka war panisch und erschüttert und seine Haare sträubten sich. Indem er beim Buddha Schutz, Unterschlupf und Zuflucht suchte, sagte er:

“pucchatu maṁ bhavaṁ gotamo, byākarissāmī”ti. „Frage mich, werter Gotama. Ich werde antworten.“

“Taṁ kiṁ maññasi, aggivessana, „Was denkst du, Aggivessana?

yaṁ tvaṁ evaṁ vadesi: Wenn du sagst:

‘rūpaṁ me attā’ti, vattati te tasmiṁ rūpe vaso—‚Form ist mein Selbst‘, hast du Macht über diese Form, sodass du sagen kannst:

evaṁ me rūpaṁ hotu, evaṁ me rūpaṁ mā ahosī”ti? ‚Meine Form sei so! Meine Form sei nicht so‘?“

“No hidaṁ, bho gotama”. „Nein, werter Gotama.“

“Manasi karohi, aggivessana; „Denk nach, Aggivessana!

manasi karitvā kho, aggivessana, byākarohi. Du sollst nachdenken, bevor du antwortest.

Na kho te sandhiyati purimena vā pacchimaṁ pacchimena vā purimaṁ. Deine erste Aussage passt nicht zu der letzten, und die letzte passt nicht zu der ersten.

Taṁ kiṁ maññasi, aggivessana, Was denkst du, Aggivessana?

yaṁ tvaṁ evaṁ vadesi: Wenn du sagst:

‘vedanā me attā’ti, vattati te tissaṁ vedanāyaṁ vaso—‚Gefühl ist mein Selbst‘, hast du Macht über dieses Gefühl, sodass du sagen kannst:

evaṁ me vedanā hotu, evaṁ me vedanā mā ahosī”ti? ‚Mein Gefühl sei so! Mein Gefühl sei nicht so‘?“

“No hidaṁ, bho gotama”. „Nein, werter Gotama.“

“Manasi karohi, aggivessana; „Denk nach, Aggivessana!

manasi karitvā kho, aggivessana, byākarohi. Du sollst nachdenken, bevor du antwortest.

Na kho te sandhiyati purimena vā pacchimaṁ, pacchimena vā purimaṁ. Deine erste Aussage passt nicht zu der letzten, und die letzte passt nicht zu der ersten.

Taṁ kiṁ maññasi, aggivessana, Was denkst du, Aggivessana?

yaṁ tvaṁ evaṁ vadesi: Wenn du sagst:

‘saññā me attā’ti, vattati te tissaṁ saññāyaṁ vaso—‚Wahrnehmung ist mein Selbst‘, hast du Macht über diese Wahrnehmung, sodass du sagen kannst:

evaṁ me saññā hotu, evaṁ me saññā mā ahosī”ti? ‚Meine Wahrnehmung sei so! Meine Wahrnehmung sei nicht so‘?“

“No hidaṁ, bho gotama”. „Nein, werter Gotama.“

“Manasi karohi, aggivessana; „Denk nach, Aggivessana!

manasi karitvā kho, aggivessana, byākarohi. Du sollst nachdenken, bevor du antwortest.

Na kho te sandhiyati purimena vā pacchimaṁ, pacchimena vā purimaṁ. Deine erste Aussage passt nicht zu der letzten, und die letzte passt nicht zu der ersten.

Taṁ kiṁ maññasi, aggivessana, Was denkst du, Aggivessana?

yaṁ tvaṁ evaṁ vadesi: Wenn du sagst:

‘saṅkhārā me attā’ti, vattati te tesu saṅkhāresu vaso—‚Willensbildungsprozesse sind mein Selbst‘, hast du Macht über diese Willensbildungsprozesse, sodass du sagen kannst:

evaṁ me saṅkhārā hontu, evaṁ me saṅkhārā mā ahesun”ti? ‚Meine Willensbildungsprozesse seien so! Meine Willensbildungsprozesse seien nicht so‘?“

“No hidaṁ, bho gotama”. „Nein, werter Gotama.“

“Manasi karohi, aggivessana; „Denk nach, Aggivessana!

manasi karitvā kho, aggivessana, byākarohi. Du sollst nachdenken, bevor du antwortest.

Na kho te sandhiyati purimena vā pacchimaṁ, pacchimena vā purimaṁ. Deine erste Aussage passt nicht zu der letzten, und die letzte passt nicht zu der ersten.

Taṁ kiṁ maññasi, aggivessana, Was denkst du, Aggivessana?

yaṁ tvaṁ evaṁ vadesi: Wenn du sagst:

‘viññāṇaṁ me attā’ti, vattati te tasmiṁ viññāṇe vaso—‚Bewusstsein ist mein Selbst‘, hast du Macht über dieses Bewusstsein, sodass du sagen kannst:

evaṁ me viññāṇaṁ hotu, evaṁ me viññāṇaṁ mā ahosī”ti? ‚Mein Bewusstsein sei so! Mein Bewusstsein sei nicht so‘?“

“No hidaṁ, bho gotama”. „Nein, werter Gotama.“

“Manasi karohi, aggivessana; „Denk nach, Aggivessana!

manasi karitvā kho, aggivessana, byākarohi. Du sollst nachdenken, bevor du antwortest.

Na kho te sandhiyati purimena vā pacchimaṁ, pacchimena vā purimaṁ. Deine erste Aussage passt nicht zu der letzten, und die letzte passt nicht zu der ersten.

Taṁ kiṁ maññasi, aggivessana, Was denkst du, Aggivessana?

rūpaṁ niccaṁ vā aniccaṁ vā”ti? Ist Form beständig oder unbeständig?“

“Aniccaṁ, bho gotama”. „Unbeständig, werter Gotama.“

“Yaṁ panāniccaṁ dukkhaṁ vā taṁ sukhaṁ vā”ti? „Aber wenn sie unbeständig ist, ist sie Leiden oder Glück?“

“Dukkhaṁ, bho gotama”. „Leiden, werter Gotama.“

“Yaṁ panāniccaṁ dukkhaṁ vipariṇāmadhammaṁ, kallaṁ nu taṁ samanupassituṁ: „Aber wenn sie unbeständig und Leiden ist und zugrunde gehen muss, kann man sie dann so ansehen:

‘etaṁ mama, esohamasmi, eso me attā’”ti? ‚Das ist mein, das bin ich, das ist mein Selbst‘?“

“No hidaṁ, bho gotama”. „Nein, werter Gotama.“

“Taṁ kiṁ maññasi, aggivessana, „Was denkst du, Aggivessana?

vedanā …pe… Ist Gefühl …

saññā …pe… Ist Wahrnehmung …

saṅkhārā …pe… Sind Willensbildungsprozesse …

taṁ kiṁ maññasi, aggivessana, viññāṇaṁ niccaṁ vā aniccaṁ vā”ti? Ist Bewusstsein beständig oder unbeständig?“

“Aniccaṁ, bho gotama”. „Unbeständig, werter Gotama.“

“Yaṁ panāniccaṁ dukkhaṁ vā taṁ sukhaṁ vā”ti? „Aber wenn es unbeständig ist, ist es Leiden oder Glück?“

“Dukkhaṁ, bho gotama”. „Leiden, werter Gotama.“

“Yaṁ panāniccaṁ dukkhaṁ vipariṇāmadhammaṁ, kallaṁ nu taṁ samanupassituṁ: „Aber wenn es unbeständig und Leiden ist und zugrunde gehen muss, kann man es dann so ansehen:

‘etaṁ mama, esohamasmi, eso me attā’”ti? ‚Das ist mein, das bin ich, das ist mein Selbst‘?“

“No hidaṁ, bho gotama”. „Nein, werter Gotama.“

“Taṁ kiṁ maññasi, aggivessana, „Was denkst du, Aggivessana?

yo nu kho dukkhaṁ allīno dukkhaṁ upagato dukkhaṁ ajjhosito, dukkhaṁ ‘etaṁ mama, esohamasmi, eso me attā’ti samanupassati, api nu kho so sāmaṁ vā dukkhaṁ parijāneyya, dukkhaṁ vā parikkhepetvā vihareyyā”ti? Wenn da jemand nach Leiden greift, sich ihm nähert und daran hängt und es so betrachtet: ‚Das ist mein, das bin ich, das ist mein Selbst‘, wäre dieser in der Lage, das Leiden selbst vollständig zu verstehen oder es auszulöschen und so zu leben?“

“Kiñhi siyā, bho gotama? „Wie könnte das sein, werter Gotama?

No hidaṁ, bho gotamā”ti. Nein, werter Gotama.“

“Taṁ kiṁ maññasi, aggivessana, „Was denkst du, Aggivessana?

nanu tvaṁ evaṁ sante dukkhaṁ allīno dukkhaṁ upagato dukkhaṁ ajjhosito, dukkhaṁ: Wenn das so ist, bist du da nicht jemand, der nach Leiden greift, sich ihm nähert und daran hängt und es so betrachtet:

‘etaṁ mama, esohamasmi, eso me attā’ti samanupassasī”ti? ‚Das ist mein, das bin ich, das ist mein Selbst‘?“

“Kiñhi no siyā, bho gotama? „Wie könnte das nicht sein, werter Gotama?

Evametaṁ, bho gotamā”ti. Ja, werter Gotama.“

“Seyyathāpi, aggivessana, puriso sāratthiko sāragavesī sārapariyesanaṁ caramāno tiṇhaṁ kuṭhāriṁ ādāya vanaṁ paviseyya. „Wie wenn ein Mensch Kernholz bräuchte und auf der Suche nach Kernholz umherwandern würde. Er ginge mit einer scharfen Axt in einen Wald

So tattha passeyya mahantaṁ kadalikkhandhaṁ ujuṁ navaṁ akukkukajātaṁ. und sähe einen großen Bananenbaum, gerade und jung und ohne Fehler gewachsen.

Tamenaṁ mūle chindeyya, mūle chetvā agge chindeyya, agge chetvā pattavaṭṭiṁ vinibbhujeyya. Er fällte ihn an der Wurzel, schnitte die Krone ab und wickelte die aufgerollten Blattscheiden ab.

So tattha pattavaṭṭiṁ vinibbhujanto pheggumpi nādhigaccheyya, kuto sāraṁ? Aber er fände nicht einmal Splintholz, geschweige denn Kernholz.

Evameva kho tvaṁ, aggivessana, mayā sakasmiṁ vāde samanuyuñjiyamāno samanugāhiyamāno samanubhāsiyamāno ritto tuccho aparaddho. Ebenso erweist du dich, wenn ich über deine eigene Doktrin auf dich eindringe, dir nachgehe und dich ins Kreuzverhör nehme, als gehaltlos, hohl und fehlgeleitet.

Bhāsitā kho pana te esā, aggivessana, vesāliyaṁ parisati vācā: Aber du warst es, der vor der Versammlung von Vesālī behauptete:

‘nāhaṁ taṁ passāmi samaṇaṁ vā brāhmaṇaṁ vā, saṅghiṁ gaṇiṁ gaṇācariyaṁ, api arahantaṁ sammāsambuddhaṁ paṭijānamānaṁ, yo mayā vādena vādaṁ samāraddho na saṅkampeyya na sampakampeyya na sampavedheyya, yassa na kacchehi sedā mucceyyuṁ. ‚Ich sehe keinen Asketen oder Brahmanen, keinen, der einen Orden und eine Gemeinschaft leitet oder eine Gemeinschaft unterweist, nicht einmal einen, der behauptet, ein Vollendeter zu sein, ein vollkommen erwachter Buddha, der nicht zittern und schwanken und beben würde, dem nicht der Schweiß aus den Achselhöhlen rinnen würde, wenn ich ihn zu einer Debatte herausforderte.

Thūṇaṁ cepāhaṁ acetanaṁ vādena vādaṁ samārabheyyaṁ sāpi mayā vādena vādaṁ samāraddhā saṅkampeyya sampakampeyya sampavedheyya. Sogar ein gefühlloser Pfosten würde zittern und schwanken und beben, wenn ich ihn zu einer Debatte herausforderte.

Ko pana vādo manussabhūtassā’ti? Um wie viel mehr gilt das für einen Menschen!‘

Tuyhaṁ kho pana, aggivessana, appekaccāni sedaphusitāni nalāṭā muttāni, uttarāsaṅgaṁ vinibhinditvā bhūmiyaṁ patiṭṭhitāni. Doch der Schweiß trieft von deiner Stirn; er hat deine Robe durchnässt und tropft auf den Boden.

Mayhaṁ kho pana, aggivessana, natthi etarahi kāyasmiṁ sedo”ti. Aber an meinem Körper ist kein Schweiß.“

Iti bhagavā tasmiṁ parisati suvaṇṇavaṇṇaṁ kāyaṁ vivari. Und der Buddha enthüllte vor der Versammlung seinen goldenen Körper.

Evaṁ vutte, saccako nigaṇṭhaputto tuṇhībhūto maṅkubhūto pattakkhandho adhomukho pajjhāyanto appaṭibhāno nisīdi. Daraufhin saß Saccaka schweigend und betroffen da, mit hängenden Schultern und gesenktem Kopf, niedergeschlagen, und konnte nichts sagen.

Atha kho dummukho licchaviputto saccakaṁ nigaṇṭhaputtaṁ tuṇhībhūtaṁ maṅkubhūtaṁ pattakkhandhaṁ adhomukhaṁ pajjhāyantaṁ appaṭibhānaṁ viditvā bhagavantaṁ etadavoca: Als der Licchaver Dummukha das erkannte, sagte er zum Buddha:

“upamā maṁ, bhagavā, paṭibhātī”ti. „Mir fällt ein Gleichnis ein, Gesegneter.“

“Paṭibhātu taṁ, dummukhā”ti bhagavā avoca. „So sag, was dir einfällt“, sagte der Buddha.

“Seyyathāpi, bhante, gāmassa vā nigamassa vā avidūre pokkharaṇī. „Herr, wie wenn da nicht weit von einer Stadt oder einem Dorf ein Lotusteich wäre,

Tatrāssa kakkaṭako. in dem eine Krabbe lebte.

Atha kho, bhante, sambahulā kumārakā vā kumārikā vā tamhā gāmā vā nigamā vā nikkhamitvā yena sā pokkharaṇī tenupasaṅkameyyuṁ; upasaṅkamitvā taṁ pokkharaṇiṁ ogāhetvā taṁ kakkaṭakaṁ udakā uddharitvā thale patiṭṭhāpeyyuṁ. Da gingen ein paar Jungen oder Mädchen aus der Stadt oder dem Dorf zu dem Teich, zögen die Krabbe heraus und setzten sie aufs Trockene.

Yaññadeva hi so, bhante, kakkaṭako aḷaṁ abhininnāmeyya taṁ tadeva te kumārakā vā kumārikā vā kaṭṭhena vā kathalena vā sañchindeyyuṁ sambhañjeyyuṁ sampalibhañjeyyuṁ. Immer, wenn die Krabbe eine Schere ausstreckte, würden diese Jungen oder Mädchen sie mit einem Stock oder einem Stein ausreißen, umknicken oder abbrechen.

Evañhi so, bhante, kakkaṭako sabbehi aḷehi sañchinnehi sambhaggehi sampalibhaggehi abhabbo taṁ pokkharaṇiṁ puna otarituṁ, seyyathāpi pubbe. Und wenn alle Scheren der Krabbe ausgerissen, umgeknickt oder abgebrochen wären, wäre sie nicht mehr imstande, in den Lotusteich zurückzugelangen.

Evameva kho, bhante, yāni saccakassa nigaṇṭhaputtassa visūkāyitāni visevitāni vipphanditāni tānipi sabbāni bhagavatā sañchinnāni sambhaggāni sampalibhaggāni; Ebenso, Herr, hat der Buddha alles Winden, Wegducken und Ausweichen Saccakas ausgerissen, umgeknickt oder abgebrochen.

abhabbo ca dāni, bhante, saccako nigaṇṭhaputto puna bhagavantaṁ upasaṅkamituṁ yadidaṁ vādādhippāyo”ti. Jetzt kann er sich nicht mehr zum Buddha begeben in der Hoffnung auf eine Debatte.“

Evaṁ vutte, saccako nigaṇṭhaputto dummukhaṁ licchaviputtaṁ etadavoca: Doch Saccaka sagte zu ihm:

“āgamehi tvaṁ, dummukha, āgamehi tvaṁ, dummukha, (…) na mayaṁ tayā saddhiṁ mantema, idha mayaṁ bhotā gotamena saddhiṁ mantema. „Halt ein, Dummukha, halt ein! Ich habe nicht mit dir gesprochen, ich habe mit dem werten Gotama gesprochen.

Tiṭṭhatesā, bho gotama, amhākañceva aññesañca puthusamaṇabrāhmaṇānaṁ vācā. Werter Gotama, lass diese Aussage, die ich und viele andere Asketen und Brahmanen gemacht haben, beiseite;

Vilāpaṁ vilapitaṁ maññe. sie war, so scheint es, nur so dahingesagt.

Kittāvatā ca nu kho bhoto gotamassa sāvako sāsanakaro hoti ovādapatikaro tiṇṇavicikiccho vigatakathaṅkatho vesārajjappatto aparappaccayo satthusāsane viharatī”ti? Inwiefern ist jemand ein Schüler des werten Gotama, der der Anleitung folgt und Unterweisung annimmt, der über den Zweifel hinausgegangen ist, sich von Unschlüssigkeit frei gemacht und Selbstvertrauen gewonnen hat, der in der Anleitung des Lehrers von anderen unabhängig ist?“

“Idha, aggivessana, mama sāvako yaṁ kiñci rūpaṁ atītānāgatapaccuppannaṁ ajjhattaṁ vā bahiddhā vā oḷārikaṁ vā sukhumaṁ vā hīnaṁ vā paṇītaṁ vā yaṁ dūre santike vā, sabbaṁ rūpaṁ ‘netaṁ mama, nesohamasmi, na meso attā’ti evametaṁ yathābhūtaṁ sammappaññāya passati; „Da sieht einer meiner Schüler jegliche Art von Form – vergangen, zukünftig oder gegenwärtig, innen oder außen, grob oder subtil, gering oder hochstehend, fern oder nah: jegliche Form – wahrhaftig mit rechter Weisheit: ‚Das ist nicht mein, das bin nicht ich, das ist nicht mein Selbst.‘

yā kāci vedanā …pe… Er sieht jegliche Art von Gefühl …

yā kāci saññā …pe… jegliche Art von Wahrnehmung …

ye keci saṅkhārā …pe… jegliche Art von Willensbildungsprozessen …

yaṁ kiñci viññāṇaṁ atītānāgatapaccuppannaṁ ajjhattaṁ vā bahiddhā vā oḷārikaṁ vā sukhumaṁ vā hīnaṁ vā paṇītaṁ vā, yaṁ dūre santike vā, sabbaṁ viññāṇaṁ ‘netaṁ mama, nesohamasmi, na meso attā’ti evametaṁ yathābhūtaṁ sammappaññāya passati. jegliche Art von Bewusstsein – vergangen, zukünftig oder gegenwärtig, innen oder außen, grob oder subtil, gering oder hochstehend, fern oder nah: jegliches Bewusstsein – wahrhaftig mit rechter Weisheit: ‚Das ist nicht mein, das bin nicht ich, das ist nicht mein Selbst.‘

Ettāvatā kho, aggivessana, mama sāvako sāsanakaro hoti ovādapatikaro tiṇṇavicikiccho vigatakathaṅkatho vesārajjappatto aparappaccayo satthusāsane viharatī”ti. Insofern ist jemand ein Schüler von mir, der der Anleitung folgt und Unterweisung annimmt, der über den Zweifel hinausgegangen ist, sich von Unschlüssigkeit frei gemacht und Selbstvertrauen gewonnen hat, der in der Anleitung des Lehrers von anderen unabhängig ist.“

“Kittāvatā pana, bho gotama, bhikkhu arahaṁ hoti khīṇāsavo vusitavā katakaraṇīyo ohitabhāro anuppattasadattho parikkhīṇabhavasaṁyojano sammadaññāvimutto”ti? „Aber inwiefern ist ein Mönch ein Vollendeter, dessen Befleckungen aufgelöst sind, der das geistliche Leben erfüllt hat, der getan hat, was zu tun war, die Last abgelegt, sein eigenes wahres Ziel erreicht, der die Fessel des fortgesetzten Daseins endgültig gelöst hat und durch Erleuchtung richtig befreit ist?“

“Idha, aggivessana, bhikkhu yaṁ kiñci rūpaṁ atītānāgatapaccuppannaṁ ajjhattaṁ vā bahiddhā vā oḷārikaṁ vā sukhumaṁ vā hīnaṁ vā paṇītaṁ vā yaṁ dūre santike vā sabbaṁ rūpaṁ ‘netaṁ mama, nesohamasmi, na meso attā’ti evametaṁ yathābhūtaṁ sammappaññāya disvā anupādā vimutto hoti; „Da sieht ein Mönch jegliche Art von Form – vergangen, zukünftig oder gegenwärtig, innen oder außen, grob oder subtil, gering oder hochstehend, fern oder nah: jegliche Form – wahrhaftig mit rechter Weisheit: ‚Das ist nicht mein, das bin nicht ich, das ist nicht mein Selbst.‘ Und wenn er das mit rechter Weisheit gesehen hat, ist er durch Nicht-Ergreifen befreit.

yā kāci vedanā …pe… Er sieht jegliche Art von Gefühl …

yā kāci saññā …pe… jegliche Art von Wahrnehmung …

ye keci saṅkhārā …pe… jegliche Art von Willensbildungsprozessen …

yaṁ kiñci viññāṇaṁ atītānāgatapaccuppannaṁ ajjhattaṁ vā bahiddhā vā oḷārikaṁ vā sukhumaṁ vā hīnaṁ vā paṇītaṁ vā yaṁ dūre santike vā sabbaṁ viññāṇaṁ ‘netaṁ mama, nesohamasmi, na meso attā’ti evametaṁ yathābhūtaṁ sammappaññāya disvā anupādā vimutto hoti. jegliche Art von Bewusstsein – vergangen, zukünftig oder gegenwärtig, innen oder außen, grob oder subtil, gering oder hochstehend, fern oder nah: jegliches Bewusstsein – wahrhaftig mit rechter Weisheit: ‚Das ist nicht mein, das bin nicht ich, das ist nicht mein Selbst‘. Und wenn er das mit rechter Weisheit gesehen hat, ist er durch Nicht-Ergreifen befreit.

Ettāvatā kho, aggivessana, bhikkhu arahaṁ hoti khīṇāsavo vusitavā katakaraṇīyo ohitabhāro anuppattasadattho parikkhīṇabhavasaṁyojano sammadaññāvimutto. Insofern ist ein Mönch ein Vollendeter, dessen Befleckungen aufgelöst sind, der das geistliche Leben erfüllt hat, der getan hat, was zu tun war, die Last abgelegt, sein eigenes wahres Ziel erreicht, der die Fessel des fortgesetzten Daseins endgültig gelöst hat und durch Erleuchtung richtig befreit ist.

Evaṁ vimuttacitto kho, aggivessana, bhikkhu tīhi anuttariyehi samannāgato hoti—Ein Mönch, dessen Geist so befreit ist, hat drei unübertreffliche Eigenschaften:

dassanānuttariyena, paṭipadānuttariyena, vimuttānuttariyena. unübertreffliches Sehen, unübertreffliches Üben und unübertreffliche Freiheit.

Evaṁ vimuttacitto kho, aggivessana, bhikkhu tathāgataññeva sakkaroti garuṁ karoti māneti pūjeti—Er ehrt, achtet, würdigt und verehrt nur den Klargewordenen:

buddho so bhagavā bodhāya dhammaṁ deseti, danto so bhagavā damathāya dhammaṁ deseti, santo so bhagavā samathāya dhammaṁ deseti, tiṇṇo so bhagavā taraṇāya dhammaṁ deseti, parinibbuto so bhagavā parinibbānāya dhammaṁ desetī”ti. ‚Der Klargewordene ist erwacht, gebändigt, gesammelt, hinübergelangt und vollkommen verloschen. Und er lehrt den Dhamma für das Erwachen, die Bändigung, die Sammlung, für das Hinübergelangen und vollkommene Erlöschen.‘“

Evaṁ vutte, saccako nigaṇṭhaputto bhagavantaṁ etadavoca: Als der Buddha geendet hatte, sagte Saccaka zu ihm:

“mayameva, bho gotama, dhaṁsī, mayaṁ pagabbā, ye mayaṁ bhavantaṁ gotamaṁ vādena vādaṁ āsādetabbaṁ amaññimha. „Werter Gotama, es war unanständig und unhöflich von mir, zu denken, ich könnte dich in einer Debatte angreifen.

Siyā hi, bho gotama, hatthiṁ pabhinnaṁ āsajja purisassa sotthibhāvo, na tveva bhavantaṁ gotamaṁ āsajja siyā purisassa sotthibhāvo. Denn ein Mensch kann Sicherheit finden, nachdem er einen brünstigen Elefanten angegriffen hat, aber nicht, nachdem er den werten Gotama angegriffen hat.

Siyā hi, bho gotama, pajjalitaṁ aggikkhandhaṁ āsajja purisassa sotthibhāvo, na tveva bhavantaṁ gotamaṁ āsajja siyā purisassa sotthibhāvo. Ein Mensch kann Sicherheit finden, nachdem er eine lodernde Feuersbrunst angegriffen hat, aber nicht, nachdem er den werten Gotama angegriffen hat.

Siyā hi, bho gotama, āsīvisaṁ ghoravisaṁ āsajja purisassa sotthibhāvo, na tveva bhavantaṁ gotamaṁ āsajja siyā purisassa sotthibhāvo. Ein Mensch kann Sicherheit finden, nachdem er eine Giftschlange mit schrecklichem Gift angegriffen hat, aber nicht, nachdem er den werten Gotama angegriffen hat.

Mayameva, bho gotama, dhaṁsī, mayaṁ pagabbā, ye mayaṁ bhavantaṁ gotamaṁ vādena vādaṁ āsādetabbaṁ amaññimha. Es war unanständig und unhöflich von mir, zu denken, ich könnte dich in einer Debatte angreifen.

Adhivāsetu me bhavaṁ gotamo svātanāya bhattaṁ saddhiṁ bhikkhusaṅghenā”ti. Würde der werte Gotama zusammen mit dem Saṅgha der Mönche und Nonnen bitte die morgige Mahlzeit von mir annehmen?“

Adhivāsesi bhagavā tuṇhībhāvena. Der Buddha schwieg zum Zeichen der Zustimmung.

Atha kho saccako nigaṇṭhaputto bhagavato adhivāsanaṁ viditvā te licchavī āmantesi: Und als Saccaka die Zustimmung des Buddha erkannt hatte, wandte er sich an diese Licchaver:

“suṇantu me bhonto licchavī, samaṇo me gotamo nimantito svātanāya saddhiṁ bhikkhusaṅghena. „Hört, ihr guten Licchaver, ich habe den Asketen Gotama zusammen mit dem Saṅgha der Mönche und Nonnen für die morgige Mahlzeit eingeladen.

Tena me abhihareyyātha yamassa patirūpaṁ maññeyyāthā”ti. Ihr könnt alle bringen, was ihr für angebracht haltet.“

Atha kho te licchavī tassā rattiyā accayena saccakassa nigaṇṭhaputtassa pañcamattāni thālipākasatāni bhattābhihāraṁ abhihariṁsu. Als dann die Nacht vorüber war, bedachten diese Licchaver Saccaka mit einer Spende von fünfhundert Gerichten.

Atha kho nigaṇṭhaputto sake ārāme paṇītaṁ khādanīyaṁ bhojanīyaṁ paṭiyādāpetvā bhagavato kālaṁ ārocāpesi: Und Saccaka ließ in seinem eigenen Park köstliche frische und gekochte Speisen zubereiten. Dann ließ er den Buddha über die Zeit benachrichtigen:

“kālo, bho gotama, niṭṭhitaṁ bhattan”ti. „Es ist Zeit, werter Gotama, das Essen ist fertig.“

Atha kho bhagavā pubbaṇhasamayaṁ nivāsetvā pattacīvaramādāya yena saccakassa nigaṇṭhaputtassa ārāmo tenupasaṅkami; upasaṅkamitvā paññatte āsane nisīdi saddhiṁ bhikkhusaṅghena. Da kleidete der Buddha sich am Morgen an, nahm Schale und Robe, ging zu Saccakas Park und setzte sich auf den ausgebreiteten Sitz, zusammen mit dem Saṅgha der Mönche und Nonnen.

Atha kho saccako nigaṇṭhaputto buddhappamukhaṁ bhikkhusaṅghaṁ paṇītena khādanīyena bhojanīyena sahatthā santappesi sampavāresi. Darauf bewirtete und bediente Saccaka den Saṅgha der Mönche und Nonnen mit dem Buddha an der Spitze eigenhändig mit köstlichen frischen und gekochten Speisen.

Atha kho saccako nigaṇṭhaputto bhagavantaṁ bhuttāviṁ onītapattapāṇiṁ aññataraṁ nīcaṁ āsanaṁ gahetvā ekamantaṁ nisīdi. Als der Buddha gegessen und Hand und Schale gewaschen hatte, nahm Saccaka einen niedrigen Sitz und setzte sich zur Seite hin.

Ekamantaṁ nisinno kho saccako nigaṇṭhaputto bhagavantaṁ etadavoca: Dann sagte Saccaka zum Buddha:

“yamidaṁ, bho gotama, dāne puññañca puññamahī ca taṁ dāyakānaṁ sukhāya hotū”ti. „Werter Gotama, das Verdienst und das Blühen des Verdienstes aus dieser Gabe sei für das Glück der Spender!“

“Yaṁ kho, aggivessana, tādisaṁ dakkhiṇeyyaṁ āgamma avītarāgaṁ avītadosaṁ avītamohaṁ, taṁ dāyakānaṁ bhavissati. „Aggivessana, alles, was aus der Spende an einen Empfänger einer religiösen Gabe wie du kommt, der nicht frei von Gier, Hass und Täuschung ist, wird den Spendern zufließen.

Yaṁ kho, aggivessana, mādisaṁ dakkhiṇeyyaṁ āgamma vītarāgaṁ vītadosaṁ vītamohaṁ, taṁ tuyhaṁ bhavissatī”ti. Alles, was aus einer Spende an einen Empfänger einer religiösen Gabe wie ich kommt, der frei von Gier, Hass und Täuschung ist, wird dir zufließen.“

Cūḷasaccakasuttaṁ niṭṭhitaṁ pañcamaṁ.
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