Other Translations: English , ру́сский язы́к

From:

PreviousNext

Majjhima Nikāya 42 Mittlere Lehrreden 42

Verañjakasutta Die Leute von Verañjā

Evaṁ me sutaṁ—So habe ich es gehört:

ekaṁ samayaṁ bhagavā sāvatthiyaṁ viharati jetavane anāthapiṇḍikassa ārāme. Einmal hielt sich der Buddha bei Sāvatthī in Jetas Wäldchen auf, dem Kloster des Anāthapiṇḍika.

Tena kho pana samayena verañjakā brāhmaṇagahapatikā sāvatthiyaṁ paṭivasanti kenacideva karaṇīyena. Damals befanden sich die Brahmanen und Hausbesitzer von Verañjā wegen einer Angelegenheit in Sāvatthī.

Assosuṁ kho verañjakā brāhmaṇagahapatikā: Die Brahmanen und Hausbesitzer von Verañjā hörten:

“samaṇo khalu, bho, gotamo sakyaputto sakyakulā pabbajito sāvatthiyaṁ viharati jetavane anāthapiṇḍikassa ārāme. „Es scheint, der Asket Gotama – ein Sakyer, der von einer Familie der Sakyer fortgezogen ist – hält sich bei Sāvatthī in Jetas Wäldchen auf, dem Kloster des Anāthapiṇḍika.

Taṁ kho pana bhavantaṁ gotamaṁ evaṁ kalyāṇo kittisaddo abbhuggato: Er hat diesen guten Ruf:

‘itipi so bhagavā arahaṁ sammāsambuddho vijjācaraṇasampanno sugato lokavidū anuttaro purisadammasārathi satthā devamanussānaṁ buddho bhagavā’. ‚Dieser Gesegnete ist vollendet, ein vollkommen erwachter Buddha, von vollendetem Wissen und Verhalten, heilig, Kenner der Welt, unübertrefflicher Anleiter für alle, die üben wollen, Lehrer von Göttern und Menschen, erwacht, gesegnet.‘

So imaṁ lokaṁ sadevakaṁ samārakaṁ sabrahmakaṁ sassamaṇabrāhmaṇiṁ pajaṁ sadevamanussaṁ sayaṁ abhiññā sacchikatvā pavedeti. Er hat diese Welt – mit ihren Göttern, Māras und Brahmās, mit dieser Bevölkerung mit ihren Asketen und Brahmanen, Göttern und Menschen – durch eigene Einsicht erkannt und erklärt sie anderen.

So dhammaṁ deseti ādikalyāṇaṁ majjhekalyāṇaṁ pariyosānakalyāṇaṁ sātthaṁ sabyañjanaṁ; kevalaparipuṇṇaṁ parisuddhaṁ brahmacariyaṁ pakāseti. Er lehrt den Dhamma, der am Anfang gut, in der Mitte gut und am Ende gut ist, bedeutsam und gut ausgedrückt. Und er legt ein geistliches Leben dar, das ganz vollständig und rein ist.

Sādhu kho pana tathārūpānaṁ arahataṁ dassanaṁ hotī”ti. Es ist gut, solche Vollendeten zu sehen.“

Atha kho verañjakā brāhmaṇagahapatikā yena bhagavā tenupasaṅkamiṁsu; upasaṅkamitvā appekacce bhagavantaṁ abhivādetvā ekamantaṁ nisīdiṁsu; appekacce bhagavatā saddhiṁ sammodiṁsu, sammodanīyaṁ kathaṁ sāraṇīyaṁ vītisāretvā ekamantaṁ nisīdiṁsu; appekacce yena bhagavā tenañjaliṁ paṇāmetvā ekamantaṁ nisīdiṁsu; appekacce bhagavato santike nāmagottaṁ sāvetvā ekamantaṁ nisīdiṁsu; appekacce tuṇhībhūtā ekamantaṁ nisīdiṁsu. Ekamantaṁ nisinnā kho verañjakā brāhmaṇagahapatikā bhagavantaṁ etadavocuṁ: Da gingen die Brahmanen und Hausbesitzer von Verañjā zum Buddha. Manche verbeugten sich, manche begrüßten ihn und tauschten Höflichkeiten aus, manche hielten ihm ihre zusammengelegten Hände entgegen, manche nannten ihren Namen und Stamm und manche schwiegen. Sie setzten sich zur Seite hin und sagten zum Buddha:

“ko nu kho, bho gotama, hetu, ko paccayo yena m’idhekacce sattā kāyassa bhedā paraṁ maraṇā apāyaṁ duggatiṁ vinipātaṁ nirayaṁ upapajjanti? „Was ist der Grund, werter Gotama, was ist die Ursache, dass manche Lebewesen, wenn ihr Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, an einem verlorenen Ort wiedergeboren werden, einem schlechten Ort, in der Unterwelt, der Hölle?

Ko pana, bho gotama, hetu, ko paccayo yena m’idhekacce sattā kāyassa bhedā paraṁ maraṇā sugatiṁ saggaṁ lokaṁ upapajjantī”ti? Und was ist der Grund, was ist die Ursache, dass manche Lebewesen, wenn ihr Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, an einem guten Ort wiedergeboren werden, in einer himmlischen Welt?“

“Adhammacariyāvisamacariyāhetu kho, gahapatayo, evam’idhekacce sattā kāyassa bhedā paraṁ maraṇā apāyaṁ duggatiṁ vinipātaṁ nirayaṁ upapajjanti. „Prinzipienloses und unmoralisches Verhalten ist der Grund, dass manche Lebewesen, wenn ihr Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, an einem verlorenen Ort wiedergeboren werden, einem schlechten Ort, in der Unterwelt, der Hölle.

Dhammacariyāsamacariyāhetu kho, gahapatayo, evam’idhekacce sattā kāyassa bhedā paraṁ maraṇā sugatiṁ saggaṁ lokaṁ upapajjantī”ti. Prinzipientreues und sittliches Verhalten ist der Grund, dass manche Lebewesen, wenn ihr Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, an einem guten Ort wiedergeboren werden, in einer himmlischen Welt.“

“Na kho mayaṁ imassa bhoto gotamassa saṅkhittena bhāsitassa, vitthārena atthaṁ avibhattassa, vitthārena atthaṁ ājānāma. „Wir verstehen die Bedeutung dessen nicht, was der werte Gotama kurz gesagt hat, ohne die ausführliche Bedeutung zu erklären.

Sādhu no bhavaṁ gotamo tathā dhammaṁ desetu yathā mayaṁ imassa bhoto gotamassa saṅkhittena bhāsitassa, vitthārena atthaṁ avibhattassa, vitthārena atthaṁ ājāneyyāmā”ti. Werter Gotama, bitte lehre uns diese Sache ausführlich, sodass wir die Bedeutung verstehen können.“

“Tena hi, gahapatayo, suṇātha sādhukaṁ manasi karotha, bhāsissāmī”ti. „Also dann, Hausbesitzer, hört zu und gebraucht den Geist gut, ich werde sprechen.“

“Evaṁ, bho”ti kho verañjakā brāhmaṇagahapatikā bhagavato paccassosuṁ. „Ja, werter Herr“, antworteten sie.

Bhagavā etadavoca: Der Buddha sagte:

“Tividhaṁ kho, gahapatayo, kāyena adhammacārī visamacārī hoti, catubbidhaṁ vācāya adhammacārī visamacārī hoti, tividhaṁ manasā adhammacārī visamacārī hoti. „Hausbesitzer, ein prinzipienloser und unmoralischer Mensch verhält sich dreifach in Bezug auf den Körper, vierfach in Bezug auf die Sprache und dreifach in Bezug auf den Geist.

Kathañca, gahapatayo, tividhaṁ kāyena adhammacārī visamacārī hoti? Und wie verhält sich ein prinzipienloser und unmoralischer Mensch dreifach in Bezug auf den Körper?

Idha, gahapatayo, ekacco pāṇātipātī hoti. Luddo lohitapāṇi hatappahate niviṭṭho adayāpanno pāṇabhūtesu. Da tötet jemand lebende Geschöpfe. Er ist unbarmherzig, hat Blut an den Händen, ein abgebrühter Mörder, mitleidlos gegenüber allen Lebewesen.

Adinnādāyī kho pana hoti. Yaṁ taṁ parassa paravittūpakaraṇaṁ … taṁ adinnaṁ theyyasaṅkhātaṁ ādātā hoti. Er stiehlt. In diebischer Absicht nimmt er Vermögen und Besitz anderer aus einem Dorf oder aus der Wildnis.

Kāmesumicchācārī kho pana hoti. Yā tā māturakkhitā … tathārūpāsu cārittaṁ āpajjitā hoti. Er begeht sexuelle Verfehlungen. Er hat Geschlechtsverkehr mit Frauen, die unter dem Schutz der Mutter, des Vaters, von Mutter und Vater, des Bruders, der Schwester, von Verwandten oder des Stammes stehen. Er hat Geschlechtsverkehr mit einer Frau, die unter dem Schutz des rechten Grundsatzes steht, die einen Ehemann hat oder bei der ein Übergriff gesetzlich strafbar ist, bis hin zu einer, die als Zeichen der Verlobung bekränzt wurde.

Evaṁ kho, gahapatayo, tividhaṁ kāyena adhammacārī visamacārī hoti. So verhält sich ein prinzipienloser und unmoralischer Mensch dreifach in Bezug auf den Körper.

Kathañca, gahapatayo, catubbidhaṁ vācāya adhammacārī visamacārī hoti? Und wie verhält sich ein prinzipienloser und unmoralischer Mensch vierfach in Bezug auf die Sprache?

Idha, gahapatayo, ekacco musāvādī hoti. Sabhāgato vā … sampajānamusā bhāsitā hoti. Da lügt jemand. Er wird vor eine Ratsversammlung geladen, vor eine Versammlung, einen Familienrat, eine Gilde oder an den königlichen Hof, und wird als Zeuge befragt: ‚Bitte, werter Mann, sag, was du weißt.‘ Ohne zu wissen, sagt er: ‚Ich weiß‘. Obwohl er weiß, sagt er: ‚Ich weiß nicht‘. Ohne zu sehen, sagt er: ‚Ich sehe‘. Obwohl er sieht, sagt er: ‚Ich sehe nicht‘. So lügt er wissentlich im eigenen Interesse, im Interesse anderer oder im Interesse einer banalen weltlichen Vergünstigung.

Pisuṇavāco kho pana hoti. Ito sutvā amutra akkhātā … vaggakaraṇiṁ vācaṁ bhāsitā hoti. Er redet so, dass er andere entzweit. Was er hier gehört hat, sagt er dort, und was er dort gehört hat, sagt er hier, um Menschen zu entzweien. So entzweit er die Einträchtigen, fördert Spaltung, freut sich an Spaltung, liebt die Spaltung und spricht Worte, die Spaltung fördern.

Pharusavāco kho pana hoti. Yā sā vācā aṇḍakā kakkasā … tathārūpiṁ vācaṁ bhāsitā hoti. Er redet hart. Er spricht Worte von der Art, die beißend, gehässig, verletzend, beleidigend ist, die an Zorn grenzt und nicht in die Versenkung führt.

Samphappalāpī kho pana hoti. Akālavādī … apariyantavatiṁ anatthasaṁhitaṁ. Er redet Unsinn. Seine Worte kommen zur falschen Zeit, sind unwahr, bedeutungslos, nicht im Einklang mit der Lehre und Schulung. Sie sind ohne Wert, kommen zur falschen Zeit, sind unbegründet, weitschweifig und nutzlos.

Evaṁ kho, gahapatayo, catubbidhaṁ vācāya adhammacārī visamacārī hoti. So verhält sich ein prinzipienloser und unmoralischer Mensch vierfach in Bezug auf die Sprache.

Kathañca, gahapatayo, tividhaṁ manasā adhammacārī visamacārī hoti? Und wie verhält sich ein prinzipienloser und unmoralischer Mensch dreifach in Bezug auf den Geist?

Idha, gahapatayo, ekacco abhijjhālu hoti …pe… taṁ mamassā’ti. Da ist jemand begehrlich. Er begehrt Vermögen und Besitz anderer: ‚Ach, wenn doch nur ihr Besitz mir gehörte!‘

Byāpannacitto kho pana hoti paduṭṭhamanasaṅkappo: ‘ime sattā haññantu vā … mā vā ahesun’ti. Er hegt bösen Willen und gehässige Absicht: ‚Dass doch diese Lebewesen getötet, abgeschlachtet, geschlagen, zerstört oder vernichtet würden!‘

Micchādiṭṭhiko kho pana hoti viparītadassano: Er hat falsche Ansicht, sein Blickwinkel ist verzerrt:

‘natthi dinnaṁ, natthi yiṭṭhaṁ … sacchikatvā pavedentī’ti. ‚Geben, Opfer oder Spenden haben keinen Sinn. Es gibt keine Frucht und kein Ergebnis von guten und schlechten Taten. Es gibt kein Leben nach dem Tod. So etwas wie Mutter und Vater oder Wesen, die durch unmittelbares Erscheinen wiedergeboren werden, gibt es nicht. Und es gibt keinen Asketen oder Brahmanen, der sich richtig benimmt, richtig übt, und der das Leben nach dem Tod erklärt, nachdem er es durch eigene Einsicht erkannt hat.‘

Evaṁ kho, gahapatayo, tividhaṁ manasā adhammacārī visamacārī hoti. So verhält sich ein prinzipienloser und unmoralischer Mensch dreifach in Bezug auf den Geist.

Evaṁ adhammacariyāvisamacariyāhetu kho, gahapatayo, evam’idhekacce sattā kāyassa bhedā paraṁ maraṇā apāyaṁ duggatiṁ vinipātaṁ nirayaṁ upapajjanti. So ist prinzipienloses und unmoralisches Verhalten der Grund, dass manche Lebewesen, wenn ihr Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, an einem verlorenen Ort wiedergeboren werden, einem schlechten Ort, in der Unterwelt, der Hölle.

Tividhaṁ kho, gahapatayo, kāyena dhammacārī samacārī hoti, catubbidhaṁ vācāya dhammacārī samacārī hoti, tividhaṁ manasā dhammacārī samacārī hoti. Ein prinzipientreuer und sittlicher Mensch verhält sich dreifach in Bezug auf den Körper, vierfach in Bezug auf die Sprache und dreifach in Bezug auf den Geist.

Kathañca, gahapatayo, tividhaṁ kāyena dhammacārī samacārī hoti? Und wie verhält sich ein prinzipientreuer und sittlicher Mensch dreifach in Bezug auf den Körper?

Idha, gahapatayo, ekacco pāṇātipātaṁ pahāya pāṇātipātā paṭivirato hoti, nihitadaṇḍo nihitasattho lajjī dayāpanno sabbapāṇabhūtahitānukampī viharati. Da gibt jemand das Töten lebender Geschöpfe auf und tötet nicht mehr. Er verzichtet auf Stock und Schwert. Er ist einfühlsam und gütig und lebt voller Anteilnahme für alle Lebewesen.

Adinnādānaṁ pahāya adinnādānā paṭivirato hoti, yaṁ taṁ parassa … taṁ nādinnaṁ theyyasaṅkhātaṁ ādātā hoti. Er gibt das Stehlen auf und stiehlt nicht mehr. Er nimmt nicht in diebischer Absicht Vermögen oder Besitz anderer aus einem Dorf oder aus der Wildnis.

Kāmesumicchācāraṁ pahāya … tathārūpāsu na cārittaṁ āpajjitā hoti. Er gibt das Begehen sexueller Verfehlungen auf und begeht keine sexuellen Verfehlungen mehr. Er hat keinen Geschlechtsverkehr mit Frauen, die unter dem Schutz der Mutter, des Vaters, von Mutter und Vater, des Bruders, der Schwester, von Verwandten oder des Stammes stehen. Er hat keinen Geschlechtsverkehr mit einer Frau, die unter dem Schutz des rechten Grundsatzes steht, die einen Ehemann hat oder bei der ein Übergriff gesetzlich strafbar ist, bis hin zu einer, die als Zeichen der Verlobung bekränzt wurde.

Evaṁ kho, gahapatayo, tividhaṁ kāyena dhammacārī samacārī hoti. So verhält sich ein prinzipientreuer und sittlicher Mensch dreifach in Bezug auf den Körper.

Kathañca, gahapatayo, catubbidhaṁ vācāya dhammacārī samacārī hoti? Und wie verhält sich ein prinzipientreuer und sittlicher Mensch vierfach in Bezug auf die Sprache?

Idha, gahapatayo, ekacco musāvādaṁ pahāya musāvādā paṭivirato hoti. Sabhāgato vā …pe… na sampajānamusā bhāsitā hoti. Da gibt jemand das Lügen auf und lügt nicht mehr. Er wird vor eine Ratsversammlung geladen, vor eine Versammlung, einen Familienrat, eine Gilde oder an den königlichen Hof, und wird als Zeuge befragt: ‚Bitte, werter Mann, sag, was du weißt.‘ Wenn er nicht weiß, sagt er: ‚Ich weiß nicht‘. Wenn er weiß, sagt er: ‚Ich weiß‘. Wenn er nicht sieht, sagt er: ‚Ich sehe nicht‘. Und wenn er sieht, sagt er: ‚Ich sehe‘. So lügt er nicht wissentlich, weder im eigenen Interesse noch im Interesse anderer noch im Interesse einer banalen weltlichen Vergünstigung.

Pisuṇaṁ vācaṁ pahāya … samaggakaraṇiṁ vācaṁ bhāsitā hoti. Er gibt entzweiende Rede auf und entzweit niemanden mehr. Was er hier gehört hat, sagt er nicht dort, und was er dort gehört hat, nicht hier, um Menschen zu entzweien. Stattdessen versöhnt er die Uneinigen, fördert Einigkeit, freut sich an Eintracht, liebt die Eintracht und spricht Worte, die Eintracht fördern.

Pharusaṁ vācaṁ pahāya … tathārūpaṁ vācaṁ bhāsitā hoti. Er gibt harte Rede auf und redet nicht mehr hart. Seine Worte sind mild, dem Ohr gefällig, lieblich, zu Herzen gehend, höflich, den Menschen lieb und angenehm.

Samphappalāpaṁ pahāya … kālena sāpadesaṁ pariyantavatiṁ atthasaṁhitaṁ. Er gibt das Unsinnreden auf und redet keinen Unsinn mehr. Seine Worte kommen zur rechten Zeit, sind wahr, bedeutsam, im Einklang mit der Lehre und Schulung. Sie sind wertvoll, kommen zur rechten Zeit, sind begründet, treffend und nützlich.

Evaṁ kho, gahapatayo, catubbidhaṁ vācāya dhammacārī samacārī hoti. So verhält sich ein prinzipientreuer und sittlicher Mensch vierfach in Bezug auf die Sprache.

Kathañca, gahapatayo, tividhaṁ manasā dhammacārī samacārī hoti? Und wie verhält sich ein prinzipientreuer und sittlicher Mensch dreifach in Bezug auf den Geist?

Idha, gahapatayo, ekacco anabhijjhālu hoti. Yaṁ taṁ parassa paravittūpakaraṇaṁ taṁ nābhijjhātā hoti: ‘aho vata yaṁ parassa, taṁ mamassā’ti. Da ist jemand zufrieden. Er begehrt nicht Vermögen oder Besitz anderer: ‚Ach, wenn doch nur ihr Besitz mir gehörte!‘

Abyāpannacitto kho pana hoti appaduṭṭhamanasaṅkappo: ‘ime sattā averā abyābajjhā anīghā sukhī attānaṁ pariharantū’ti. Er hat ein gütiges Herz und liebevolle Absicht: ‚Dass doch diese Lebewesen frei von Feindschaft und bösem Willen lebten, frei von Sorgen und glücklich!‘

Sammādiṭṭhiko kho pana hoti aviparītadassano: Er hat rechte Ansicht, sein Blickwinkel ist unverfälscht:

‘atthi dinnaṁ, atthi yiṭṭhaṁ … sayaṁ abhiññā sacchikatvā pavedentī’ti. ‚Geben, Opfer und Spenden sind sinnvoll. Es gibt eine Frucht und ein Ergebnis von guten und schlechten Taten. Es gibt ein Leben nach dem Tod. Es gibt so etwas wie Mutter und Vater oder Wesen, die durch unmittelbares Erscheinen wiedergeboren werden. Und es gibt Asketen und Brahmanen, die richtig verwirklicht sind, richtig geübt haben, die das Leben nach dem Tod erklären, nachdem sie es durch eigene Einsicht erkannt haben.‘

Evaṁ kho, gahapatayo, tividhaṁ manasā dhammacārī samacārī hoti. So verhält sich ein prinzipientreuer und sittlicher Mensch dreifach in Bezug auf den Geist.

Evaṁ dhammacariyāsamacariyāhetu kho, gahapatayo, evam’idhekacce sattā kāyassa bhedā paraṁ maraṇā sugatiṁ saggaṁ lokaṁ upapajjanti. So ist prinzipientreues und sittliches Verhalten der Grund, dass manche Lebewesen, wenn ihr Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, an einem guten Ort wiedergeboren werden, in einer himmlischen Welt.

Ākaṅkheyya ce, gahapatayo, dhammacārī samacārī: Wenn ein Mensch mit prinzipientreuem und sittlichem Verhalten wünscht:

‘aho vatāhaṁ kāyassa bhedā paraṁ maraṇā khattiyamahāsālānaṁ sahabyataṁ upapajjeyyan’ti; ‚Ach könnte ich doch, wenn mein Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, unter gutsituierten Adligen wiedergeboren werden!‘,

ṭhānaṁ kho panetaṁ vijjati, yaṁ so kāyassa bhedā paraṁ maraṇā khattiyamahāsālānaṁ sahabyataṁ upapajjeyya. so ist es möglich, dass das geschieht.

Taṁ kissa hetu? Warum ist das so?

Tathā hi so dhammacārī samacārī. Weil sein Verhalten prinzipientreu und sittlich ist.

Ākaṅkheyya ce, gahapatayo, dhammacārī samacārī: Wenn ein Mensch mit prinzipientreuem und sittlichem Verhalten wünscht:

‘aho vatāhaṁ kāyassa bhedā paraṁ maraṇā brāhmaṇamahāsālānaṁ …pe… ‚Ach könnte ich doch, wenn mein Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, unter gutsituierten Brahmanen …

gahapatimahāsālānaṁ sahabyataṁ upapajjeyyan’ti; oder unter gutsituierten Hausbesitzern wiedergeboren werden!‘,

ṭhānaṁ kho panetaṁ vijjati, yaṁ so kāyassa bhedā paraṁ maraṇā gahapatimahāsālānaṁ sahabyataṁ upapajjeyya. so ist es möglich, dass das geschieht.

Taṁ kissa hetu? Warum ist das so?

Tathā hi so dhammacārī samacārī. Weil sein Verhalten prinzipientreu und sittlich ist.

Ākaṅkheyya ce, gahapatayo, dhammacārī samacārī: Wenn ein Mensch mit prinzipientreuem und sittlichem Verhalten wünscht:

‘aho vatāhaṁ kāyassa bhedā paraṁ maraṇā cātumahārājikānaṁ devānaṁ sahabyataṁ upapajjeyyan’ti; ‚Ach könnte ich doch, wenn mein Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, unter den Göttern der vier großen Könige …

ṭhānaṁ kho panetaṁ vijjati, yaṁ so kāyassa bhedā paraṁ maraṇā cātumahārājikānaṁ devānaṁ sahabyataṁ upapajjeyya.

Taṁ kissa hetu?

Tathā hi so dhammacārī samacārī.

Ākaṅkheyya ce, gahapatayo, dhammacārī samacārī:

‘aho vatāhaṁ kāyassa bhedā paraṁ maraṇā tāvatiṁsānaṁ devānaṁ … unter den Göttern der Dreiunddreißig …

yāmānaṁ devānaṁ … unter den Yama-Göttern …

tusitānaṁ devānaṁ … unter den freudvollen Göttern …

nimmānaratīnaṁ devānaṁ … unter den Göttern, die das Ersinnen lieben …

paranimmitavasavattīnaṁ devānaṁ … unter den Göttern, die über das herrschen, was andere ersinnen …

brahmakāyikānaṁ devānaṁ sahabyataṁ upapajjeyyan’ti; unter den Göttern aus Brahmās Gefolge …

ṭhānaṁ kho panetaṁ vijjati, yaṁ so kāyassa bhedā paraṁ maraṇā brahmakāyikānaṁ devānaṁ sahabyataṁ upapajjeyya.

Taṁ kissa hetu?

Tathā hi so dhammacārī samacārī.

Ākaṅkheyya ce, gahapatayo, dhammacārī samacārī:

‘aho vatāhaṁ kāyassa bhedā paraṁ maraṇā ābhānaṁ devānaṁ sahabyataṁ upapajjeyyan’ti; unter den glanzvollen Göttern …

ṭhānaṁ kho panetaṁ vijjati, yaṁ so kāyassa bhedā paraṁ maraṇā ābhānaṁ devānaṁ sahabyataṁ upapajjeyya.

Taṁ kissa hetu?

Tathā hi so dhammacārī samacārī.

Ākaṅkheyya ce, gahapatayo, dhammacārī samacārī:

‘aho vatāhaṁ kāyassa bhedā paraṁ maraṇā parittābhānaṁ devānaṁ …pe… unter den Göttern von begrenztem Glanz …

appamāṇābhānaṁ devānaṁ … unter den Göttern von grenzenlosem Glanz …

ābhassarānaṁ devānaṁ … unter den Göttern von strahlendem Glanz …

parittasubhānaṁ devānaṁ … unter den Göttern von begrenzter Schönheit …

appamāṇasubhānaṁ devānaṁ … unter den Göttern von grenzenloser Schönheit …

subhakiṇhānaṁ devānaṁ … unter den Göttern von allumfassender Schönheit …

vehapphalānaṁ devānaṁ … unter den Göttern von überreicher Frucht …

avihānaṁ devānaṁ … unter den Aviha-Göttern …

atappānaṁ devānaṁ … unter den Atappa-Göttern …

sudassānaṁ devānaṁ … unter den Göttern von schönem Anblick …

sudassīnaṁ devānaṁ … unter den Göttern mit schönem Blick …

akaniṭṭhānaṁ devānaṁ … unter den Akaniṭṭha-Göttern …

ākāsānañcāyatanūpagānaṁ devānaṁ … unter den Göttern der Dimension des unendlichen Raumes …

viññāṇañcāyatanūpagānaṁ devānaṁ … unter den Göttern der Dimension des unendlichen Bewusstseins …

ākiñcaññāyatanūpagānaṁ devānaṁ … unter den Göttern der Dimension des Nichts …

nevasaññānāsaññāyatanūpagānaṁ devānaṁ sahabyataṁ upapajjeyyan’ti; oder unter den Göttern der Dimension, die weder Wahrnehmung noch keine Wahrnehmung hat, wiedergeboren werden!‘,

ṭhānaṁ kho panetaṁ vijjati, yaṁ so kāyassa bhedā paraṁ maraṇā nevasaññānāsaññāyatanūpagānaṁ devānaṁ sahabyataṁ upapajjeyya. so ist es möglich, dass das geschieht.

Taṁ kissa hetu? Warum ist das so?

Tathā hi so dhammacārī samacārī. Weil sein Verhalten prinzipientreu und sittlich ist.

Ākaṅkheyya ce, gahapatayo, dhammacārī samacārī: Wenn ein Mensch mit prinzipientreuem und sittlichem Verhalten wünscht:

‘aho vatāhaṁ āsavānaṁ khayā anāsavaṁ cetovimuttiṁ paññāvimuttiṁ diṭṭheva dhamme sayaṁ abhiññā sacchikatvā upasampajja vihareyyan’ti; ‚Dass ich doch mit der Auflösung der Befleckungen in eben diesem Leben die fleckenlose Freiheit des Herzens erlangen könnte, die fleckenlose Freiheit durch Weisheit, sie durch eigene Einsicht erkennen und darin leben könnte!‘,

ṭhānaṁ kho panetaṁ vijjati, ‘yaṁ so āsavānaṁ khayā anāsavaṁ cetovimuttiṁ paññāvimuttiṁ diṭṭheva dhamme sayaṁ abhiññā sacchikatvā upasampajja vihareyya. so ist es möglich, dass das geschieht.

Taṁ kissa hetu? Warum ist das so?

Tathā hi so dhammacārī samacārī’”ti. Weil sein Verhalten prinzipientreu und sittlich ist.“

Evaṁ vutte, verañjakā brāhmaṇagahapatikā bhagavantaṁ etadavocuṁ: Als der Buddha geendet hatte, sagten die Brahmanen und Hausbesitzer von Verañjā zu ihm:

“abhikkantaṁ, bho gotama, abhikkantaṁ, bho gotama. „Vortrefflich, werter Gotama! Vortrefflich!

Seyyathāpi, bho gotama, nikkujjitaṁ vā ukkujjeyya, paṭicchannaṁ vā vivareyya, mūḷhassa vā maggaṁ ācikkheyya, andhakāre vā telapajjotaṁ dhāreyya: ‘cakkhumanto rūpāni dakkhantī’ti; evamevaṁ bhotā gotamena anekapariyāyena dhammo pakāsito. Als würde er das Umgestürzte aufrichten oder das Verborgene enthüllen oder den Verirrten den Weg weisen oder im Dunkeln ein Licht anzünden, sodass Menschen mit klaren Augen sehen könnten, was da ist, so hat der werte Gotama die Lehre auf vielerlei Weise klargemacht.

Ete mayaṁ bhavantaṁ gotamaṁ saraṇaṁ gacchāma dhammañca bhikkhusaṅghañca. Wir nehmen Zuflucht zum werten Gotama, zur Lehre und zum Saṅgha der Mönche und Nonnen.

Upāsake no bhavaṁ gotamo dhāretu ajjatagge pāṇupete saraṇaṁ gate”ti. Von diesem Tag an soll der werte Gotama uns als Laienschüler in Erinnerung behalten, die für ihr ganzes Leben Zuflucht genommen haben.“

Verañjakasuttaṁ niṭṭhitaṁ dutiyaṁ.
PreviousNext