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Majjhima Nikāya 43 Mittlere Lehrreden 43

Mahāvedallasutta Die große ausführliche Darstellung

Evaṁ me sutaṁ—So habe ich es gehört:

ekaṁ samayaṁ bhagavā sāvatthiyaṁ viharati jetavane anāthapiṇḍikassa ārāme. Einmal hielt sich der Buddha bei Sāvatthī in Jetas Wäldchen auf, dem Kloster des Anāthapiṇḍika.

Atha kho āyasmā mahākoṭṭhiko sāyanhasamayaṁ paṭisallānā vuṭṭhito yenāyasmā sāriputto tenupasaṅkami; upasaṅkamitvā āyasmatā sāriputtena saddhiṁ sammodi. Da kam der Ehrwürdige Mahākoṭṭhita am späten Nachmittag aus seiner Klausur, ging zum Ehrwürdigen Sāriputta und tauschte Willkommensgrüße mit ihm aus.

Sammodanīyaṁ kathaṁ sāraṇīyaṁ vītisāretvā ekamantaṁ nisīdi. Ekamantaṁ nisinno kho āyasmā mahākoṭṭhiko āyasmantaṁ sāriputtaṁ etadavoca: Nach der Begrüßung und dem Austausch von Höflichkeiten setzte Mahākoṭṭhita sich zur Seite hin und sagte zu Sāriputta:

“‘Duppañño duppañño’ti, āvuso, vuccati. „Geehrter, man spricht von einem ‚geistlosen Menschen‘.

Kittāvatā nu kho, āvuso, duppaññoti vuccatī”ti? Inwiefern gibt es einen geistlosen Menschen?“

“‘Nappajānāti nappajānātī’ti kho, āvuso, tasmā duppaññoti vuccati. „Geehrter, er versteht nicht; darum nennt man ihn geistlos.

Kiñca nappajānāti? Und was versteht er nicht?

‘Idaṁ dukkhan’ti nappajānāti, ‘ayaṁ dukkhasamudayo’ti nappajānāti, ‘ayaṁ dukkhanirodho’ti nappajānāti, ‘ayaṁ dukkhanirodhagāminī paṭipadā’ti nappajānāti. Er versteht nicht: ‚Das ist das Leiden‘, … ‚das ist der Ursprung des Leidens‘, … ‚das ist das Aufhören des Leidens‘, … ‚das ist die Übung, die zum Aufhören des Leidens führt‘.

‘Nappajānāti nappajānātī’ti kho, āvuso, tasmā duppaññoti vuccatī”ti. Er versteht nicht; darum nennt man ihn geistlos.“

“Sādhāvuso”ti kho āyasmā mahākoṭṭhiko āyasmato sāriputtassa bhāsitaṁ abhinanditvā anumoditvā āyasmantaṁ sāriputtaṁ uttariṁ pañhaṁ apucchi: Mit den Worten: „Gut, Geehrter“ begrüßte Mahākoṭṭhita die Worte Sāriputtas und stimmte ihm zu. Dann stellte er eine weitere Frage:

“‘Paññavā paññavā’ti, āvuso, vuccati. „Man spricht von einem ‚weisen Menschen‘.

Kittāvatā nu kho, āvuso, paññavāti vuccatī”ti? Inwiefern gibt es einen weisen Menschen?“

“‘Pajānāti pajānātī’ti kho, āvuso, tasmā paññavāti vuccati. „Er versteht; darum nennt man ihn weise.

Kiñca pajānāti? Und was versteht er?

‘Idaṁ dukkhan’ti pajānāti, ‘ayaṁ dukkhasamudayo’ti pajānāti, ‘ayaṁ dukkhanirodho’ti pajānāti, ‘ayaṁ dukkhanirodhagāminī paṭipadā’ti pajānāti. Er versteht: ‚Das ist das Leiden‘, … ‚das ist der Ursprung des Leidens‘, … ‚das ist das Aufhören des Leidens‘, … ‚das ist die Übung, die zum Aufhören des Leidens führt‘.

‘Pajānāti pajānātī’ti kho, āvuso, tasmā paññavāti vuccatī”ti. Er versteht; darum nennt ihn weise.“

“‘Viññāṇaṁ viññāṇan’ti, āvuso, vuccati. „Man spricht vom ‚Bewusstsein‘.

Kittāvatā nu kho, āvuso, viññāṇanti vuccatī”ti? Inwiefern gibt es Bewusstsein?“

“‘Vijānāti vijānātī’ti kho, āvuso, tasmā viññāṇanti vuccati. „Es weiß; darum nennt man es ‚Bewusstsein‘.

Kiñca vijānāti? Und was weiß es?

Sukhantipi vijānāti, dukkhantipi vijānāti, adukkhamasukhantipi vijānāti. Es weiß um ‚angenehm‘ und ‚schmerzhaft‘ und ‚neutral‘.

‘Vijānāti vijānātī’ti kho, āvuso, tasmā viññāṇanti vuccatī”ti. Es weiß; darum nennt man es ‚Bewusstsein‘.“

“Yā cāvuso, paññā yañca viññāṇaṁ—„Weisheit und Bewusstsein –

ime dhammā saṁsaṭṭhā udāhu visaṁsaṭṭhā? sind diese Dinge vermischt oder getrennt?

Labbhā ca panimesaṁ dhammānaṁ vinibbhujitvā vinibbhujitvā nānākaraṇaṁ paññāpetun”ti? Und kann man sie vollständig entflechten, sodass man den Unterschied zwischen ihnen feststellen kann?“

“Yā cāvuso, paññā yañca viññāṇaṁ—„Weisheit und Bewusstsein –

ime dhammā saṁsaṭṭhā, no visaṁsaṭṭhā. diese Dinge sind vermischt, nicht getrennt.

Na ca labbhā imesaṁ dhammānaṁ vinibbhujitvā vinibbhujitvā nānākaraṇaṁ paññāpetuṁ. Und man kann sie nie vollständig entflechten, sodass man den Unterschied zwischen ihnen feststellen kann.

Yaṁ hāvuso, pajānāti taṁ vijānāti, yaṁ vijānāti taṁ pajānāti. Denn man versteht, was man weiß, und man weiß, was man versteht.

Tasmā ime dhammā saṁsaṭṭhā, no visaṁsaṭṭhā. Darum sind diese Dinge vermischt, nicht getrennt.

Na ca labbhā imesaṁ dhammānaṁ vinibbhujitvā vinibbhujitvā nānākaraṇaṁ paññāpetun”ti. Und man kann sie nie vollständig entflechten, sodass man den Unterschied zwischen ihnen feststellen kann.“

“Yā cāvuso, paññā yañca viññāṇaṁ—„Weisheit und Bewusstsein –

imesaṁ dhammānaṁ saṁsaṭṭhānaṁ no visaṁsaṭṭhānaṁ kiṁ nānākaraṇan”ti? was ist der Unterschied zwischen diesen Dingen, die vermischt sind, nicht getrennt?“

“Yā cāvuso, paññā yañca viññāṇaṁ—

imesaṁ dhammānaṁ saṁsaṭṭhānaṁ no visaṁsaṭṭhānaṁ paññā bhāvetabbā, viññāṇaṁ pariññeyyaṁ. „Der Unterschied zwischen diesen Dingen besteht darin, dass Weisheit entwickelt werden muss, während Bewusstsein vollständig verstanden werden muss.“

Idaṁ nesaṁ nānākaraṇan”ti.

“‘Vedanā vedanā’ti, āvuso, vuccati. „Man spricht von dieser Sache, die ‚Gefühl‘ genannt wird.

Kittāvatā nu kho, āvuso, vedanāti vuccatī”ti? Inwiefern gibt es Gefühl?“

“‘Vedeti vedetī’ti kho, āvuso, tasmā vedanāti vuccati. „Es fühlt; darum nennt man es ‚Gefühl‘.

Kiñca vedeti? Und was fühlt es?

Sukhampi vedeti, dukkhampi vedeti, adukkhamasukhampi vedeti. Es fühlt Angenehmes, Schmerzhaftes und Neutrales.

‘Vedeti vedetī’ti kho, āvuso, tasmā vedanāti vuccatī”ti. Es fühlt; darum nennt man es ‚Gefühl‘.“

“‘Saññā saññā’ti, āvuso, vuccati. „Man spricht von dieser Sache, die ‚Wahrnehmung‘ genannt wird.

Kittāvatā nu kho, āvuso, saññāti vuccatī”ti? Inwiefern gibt es Wahrnehmung?“

“‘Sañjānāti sañjānātī’ti kho, āvuso, tasmā saññāti vuccati. „Es nimmt wahr; darum nennt man es ‚Wahrnehmung‘.

Kiñca sañjānāti? Und was nimmt es wahr?

Nīlakampi sañjānāti, pītakampi sañjānāti, lohitakampi sañjānāti, odātampi sañjānāti. Es nimmt Blau, Gelb, Rot und Weiß wahr.

‘Sañjānāti sañjānātī’ti kho, āvuso, tasmā saññāti vuccatī”ti. Es nimmt wahr; darum nennt man es ‚Wahrnehmung‘.“

“Yā cāvuso, vedanā yā ca saññā yañca viññāṇaṁ—„Gefühl, Wahrnehmung und Bewusstsein –

ime dhammā saṁsaṭṭhā udāhu visaṁsaṭṭhā? sind diese Dinge vermischt oder getrennt?

Labbhā ca panimesaṁ dhammānaṁ vinibbhujitvā vinibbhujitvā nānākaraṇaṁ paññāpetun”ti? Und kann man sie vollständig entflechten, sodass man den Unterschied zwischen ihnen feststellen kann?“

“Yā cāvuso, vedanā yā ca saññā yañca viññāṇaṁ—„Gefühl, Wahrnehmung und Bewusstsein –

ime dhammā saṁsaṭṭhā, no visaṁsaṭṭhā. diese Dinge sind vermischt, nicht getrennt.

Na ca labbhā imesaṁ dhammānaṁ vinibbhujitvā vinibbhujitvā nānākaraṇaṁ paññāpetuṁ. Und man kann sie nie vollständig entflechten, sodass man den Unterschied zwischen ihnen feststellen kann.

Yaṁ hāvuso, vedeti taṁ sañjānāti, yaṁ sañjānāti taṁ vijānāti. Denn man nimmt wahr, was man fühlt, und man weiß, was man wahrnimmt.

Tasmā ime dhammā saṁsaṭṭhā no visaṁsaṭṭhā. Darum sind diese Dinge vermischt, nicht getrennt.

Na ca labbhā imesaṁ dhammānaṁ vinibbhujitvā vinibbhujitvā nānākaraṇaṁ paññāpetun”ti. Und man kann sie nie vollständig entflechten, sodass man den Unterschied zwischen ihnen feststellen kann.“

“Nissaṭṭhena hāvuso, pañcahi indriyehi parisuddhena manoviññāṇena kiṁ neyyan”ti? „Was kann von einem geläuterten Geistbewusstsein, das von den fünf Sinnen frei ist, erkannt werden?“

“Nissaṭṭhena, āvuso, pañcahi indriyehi parisuddhena manoviññāṇena ‘ananto ākāso’ti ākāsānañcāyatanaṁ neyyaṁ, ‘anantaṁ viññāṇan’ti viññāṇañcāyatanaṁ neyyaṁ, ‘natthi kiñcī’ti ākiñcaññāyatanaṁ neyyan”ti. „Im Wissen: ‚Raum ist unendlich‘ kann es die Dimension des unendlichen Raumes erkennen. Im Wissen: ‚Bewusstsein ist unendlich‘ kann es die Dimension des unendlichen Bewusstseins erkennen. Im Wissen: ‚Da ist überhaupt nichts‘ kann es die Dimension des Nichts erkennen.“

“Neyyaṁ panāvuso, dhammaṁ kena pajānātī”ti? „Wie versteht man etwas, das erkannt werden kann?“

“Neyyaṁ kho, āvuso, dhammaṁ paññācakkhunā pajānātī”ti. „Man versteht etwas, das erkannt werden kann, mit dem Auge der Weisheit.“

“Paññā panāvuso, kimatthiyā”ti? „Was ist der Zweck der Weisheit?“

“Paññā kho, āvuso, abhiññatthā pariññatthā pahānatthā”ti. „Der Zweck der Weisheit ist unmittelbare Einsicht, vollständiges Verstehen und Aufgeben.“

“Kati panāvuso, paccayā sammādiṭṭhiyā uppādāyā”ti? „Wie viele Bedingungen gibt es für das Aufkommen rechter Ansicht?“

“Dve kho, āvuso, paccayā sammādiṭṭhiyā uppādāya—„Es gibt zwei Bedingungen für das Aufkommen rechter Ansicht:

parato ca ghoso, yoniso ca manasikāro. die Stimme eines anderen und gründlicher Gebrauch des Geistes.

Ime kho, āvuso, dve paccayā sammādiṭṭhiyā uppādāyā”ti. Das sind die beiden Bedingungen für das Aufkommen rechter Ansicht.“

“Katihi panāvuso, aṅgehi anuggahitā sammādiṭṭhi cetovimuttiphalā ca hoti cetovimuttiphalānisaṁsā ca, paññāvimuttiphalā ca hoti paññāvimuttiphalānisaṁsā cā”ti? „Von wie vielen Faktoren muss rechte Ansicht getragen sein, sodass sie Freiheit des Herzens und Freiheit durch Weisheit als Frucht und Vorteil hat?“

“Pañcahi kho, āvuso, aṅgehi anuggahitā sammādiṭṭhi cetovimuttiphalā ca hoti cetovimuttiphalānisaṁsā ca, paññāvimuttiphalā ca hoti paññāvimuttiphalānisaṁsā ca. „Wenn rechte Ansicht von fünf Faktoren getragen wird, hat sie Freiheit des Herzens und Freiheit durch Weisheit als Frucht und Vorteil.

Idhāvuso, sammādiṭṭhi sīlānuggahitā ca hoti, sutānuggahitā ca hoti, sākacchānuggahitā ca hoti, samathānuggahitā ca hoti, vipassanānuggahitā ca hoti. Da wird rechte Ansicht von sittlichem Verhalten, Gelehrsamkeit, Erörterung, Sammlung und Klarsicht getragen.

Imehi kho, āvuso, pañcahaṅgehi anuggahitā sammādiṭṭhi cetovimuttiphalā ca hoti cetovimuttiphalānisaṁsā ca, paññāvimuttiphalā ca hoti paññāvimuttiphalānisaṁsā cā”ti. Wenn rechte Ansicht von diesen fünf Faktoren getragen wird, hat sie Freiheit des Herzens und Freiheit durch Weisheit als Frucht und Vorteil.“

“Kati panāvuso, bhavā”ti? „Wie viele Daseinszustände gibt es?“

“Tayome, āvuso, bhavā—„Es gibt drei Daseinszustände:

kāmabhavo, rūpabhavo, arūpabhavo”ti. Dasein im Bereich der Sinne, im Bereich der leuchtenden Form und im formlosen Bereich.“

“Kathaṁ panāvuso, āyatiṁ punabbhavābhinibbatti hotī”ti? „Aber wie gibt es künftige Wiedergeburt in einen neuen Daseinszustand?“

“Avijjānīvaraṇānaṁ kho, āvuso, sattānaṁ taṇhāsaṁyojanānaṁ tatratatrābhinandanā—„Es geschieht, weil die Lebewesen, die von Unwissenheit eingehüllt und von Verlangen gefesselt sind, sich überall vergnügen, wo sie ankommen.

evaṁ āyatiṁ punabbhavābhinibbatti hotī”ti. So gibt es künftige Wiedergeburt in einen neuen Daseinszustand.“

“Kathaṁ panāvuso, āyatiṁ punabbhavābhinibbatti na hotī”ti? „Aber wie gibt es keine künftige Wiedergeburt in einen neuen Daseinszustand?“

“Avijjāvirāgā kho, āvuso, vijjuppādā taṇhānirodhā—„Es geschieht, wenn Unwissenheit schwindet, Wissen entsteht und Verlangen aufhört.

evaṁ āyatiṁ punabbhavābhinibbatti na hotī”ti. So gibt es keine künftige Wiedergeburt in einen neuen Daseinszustand.“

“Katamaṁ panāvuso, paṭhamaṁ jhānan”ti? „Aber was ist die erste Vertiefung?“

“Idhāvuso, bhikkhu vivicceva kāmehi vivicca akusalehi dhammehi savitakkaṁ savicāraṁ vivekajaṁ pītisukhaṁ paṭhamaṁ jhānaṁ upasampajja viharati—„Da tritt ein Mönch, ganz abgeschieden von den Sinnenfreuden, abgeschieden von untauglichen Eigenschaften, in die erste Vertiefung ein und verweilt darin; da gibt es aus Abgeschiedenheit geborene Ekstase und Seligkeit, während er den Geist ausrichtet und hält.

idaṁ vuccati, āvuso, paṭhamaṁ jhānan”ti. Das nennt man die erste Vertiefung.“

“Paṭhamaṁ panāvuso, jhānaṁ katiaṅgikan”ti? „Aber wie viele Faktoren hat die erste Vertiefung?“

“Paṭhamaṁ kho, āvuso, jhānaṁ pañcaṅgikaṁ. „Die erste Vertiefung hat fünf Faktoren.

Idhāvuso, paṭhamaṁ jhānaṁ samāpannassa bhikkhuno vitakko ca vattati, vicāro ca pīti ca sukhañca cittekaggatā ca. Wenn ein Mönch in die erste Vertiefung eingetreten ist, sind Ausrichten und Halten des Geistes, Ekstase, Seligkeit und Einheit des Geistes gegenwärtig.

Paṭhamaṁ kho, āvuso, jhānaṁ evaṁ pañcaṅgikan”ti. So hat die erste Vertiefung fünf Faktoren.“

“Paṭhamaṁ panāvuso, jhānaṁ kataṅgavippahīnaṁ kataṅgasamannāgatan”ti? „Aber wie viele Faktoren hat die erste Vertiefung aufgegeben und wie viele besitzt sie?“

“Paṭhamaṁ kho, āvuso, jhānaṁ pañcaṅgavippahīnaṁ, pañcaṅgasamannāgataṁ. „Die erste Vertiefung hat fünf Faktoren aufgegeben und besitzt fünf Faktoren.

Idhāvuso, paṭhamaṁ jhānaṁ samāpannassa bhikkhuno kāmacchando pahīno hoti, byāpādo pahīno hoti, thinamiddhaṁ pahīnaṁ hoti, uddhaccakukkuccaṁ pahīnaṁ hoti, vicikicchā pahīnā hoti; Wenn ein Mönch in die erste Vertiefung eingetreten ist, sind sinnliches Begehren, böser Wille, Dumpfheit und Benommenheit, Rastlosigkeit und Reue sowie Zweifel aufgegeben.

vitakko ca vattati, vicāro ca pīti ca sukhañca cittekaggatā ca. Ausrichten und Halten des Geistes, Ekstase, Seligkeit und Einheit des Geistes sind gegenwärtig.

Paṭhamaṁ kho, āvuso, jhānaṁ evaṁ pañcaṅgavippahīnaṁ pañcaṅgasamannāgatan”ti. So hat die erste Vertiefung fünf Faktoren aufgegeben und besitzt fünf Faktoren.“

“Pañcimāni, āvuso, indriyāni nānāvisayāni nānāgocarāni, na aññamaññassa gocaravisayaṁ paccanubhonti, seyyathidaṁ—„Fünf Fähigkeiten haben ihr je eigenes Hoheitsgebiet und Revier und erfahren nicht die Hoheitsgebiete und Reviere der andern, nämlich

cakkhundriyaṁ, sotindriyaṁ, ghānindriyaṁ, jivhindriyaṁ, kāyindriyaṁ. die Fähigkeit des Auges, des Ohrs, der Nase, der Zunge und des Körpers.

Imesaṁ kho, āvuso, pañcannaṁ indriyānaṁ nānāvisayānaṁ nānāgocarānaṁ, na aññamaññassa gocaravisayaṁ paccanubhontānaṁ, kiṁ paṭisaraṇaṁ, ko ca nesaṁ gocaravisayaṁ paccanubhotī”ti? Worauf greifen diese fünf Fähigkeiten mit ihrem je eigenen Hoheitsgebiet und Revier zurück? Was erfährt ihre Hoheitsgebiete und Reviere?“

“Pañcimāni, āvuso, indriyāni nānāvisayāni nānāgocarāni, na aññamaññassa gocaravisayaṁ paccanubhonti, seyyathidaṁ—

cakkhundriyaṁ, sotindriyaṁ, ghānindriyaṁ, jivhindriyaṁ, kāyindriyaṁ.

Imesaṁ kho, āvuso, pañcannaṁ indriyānaṁ nānāvisayānaṁ nānāgocarānaṁ, na aññamaññassa gocaravisayaṁ paccanubhontānaṁ, mano paṭisaraṇaṁ, mano ca nesaṁ gocaravisayaṁ paccanubhotī”ti. „Diese fünf Fähigkeiten mit ihrem je eigenen Hoheitsgebiet und Revier greifen auf den Geist zurück. Der Geist erfährt ihre Hoheitsgebiete und Reviere.“

“Pañcimāni, āvuso, indriyāni, seyyathidaṁ—

cakkhundriyaṁ, sotindriyaṁ, ghānindriyaṁ, jivhindriyaṁ, kāyindriyaṁ.

Imāni kho, āvuso, pañcindriyāni kiṁ paṭicca tiṭṭhantī”ti? „Wovon hängen diese fünf Fähigkeiten ab, um fortzubestehen?“

“Pañcimāni, āvuso, indriyāni, seyyathidaṁ—

cakkhundriyaṁ, sotindriyaṁ, ghānindriyaṁ, jivhindriyaṁ, kāyindriyaṁ.

Imāni kho, āvuso, pañcindriyāni āyuṁ paṭicca tiṭṭhantī”ti. „Diese fünf Fähigkeiten hängen von der Lebensenergie ab, um fortzubestehen.“

“Āyu panāvuso, kiṁ paṭicca tiṭṭhatī”ti? „Aber wovon hängt die Lebensenergie ab, um fortzubestehen?“

“Āyu usmaṁ paṭicca tiṭṭhatī”ti. „Die Lebensenergie hängt von der Wärme ab, um fortzubestehen.“

“Usmā panāvuso, kiṁ paṭicca tiṭṭhatī”ti? „Aber wovon hängt die Wärme ab, um fortzubestehen?“

“Usmā āyuṁ paṭicca tiṭṭhatī”ti. „Die Wärme hängt von der Lebensenergie ab, um fortzubestehen.“

“Idāneva kho mayaṁ, āvuso, āyasmato sāriputtassa bhāsitaṁ evaṁ ājānāma: „Gerade habe ich dich so verstanden:

‘āyu usmaṁ paṭicca tiṭṭhatī’ti. ‚Die Lebensenergie hängt von der Wärme ab, um fortzubestehen.‘

Idāneva pana mayaṁ, āvuso, āyasmato sāriputtassa bhāsitaṁ evaṁ ājānāma: Und jetzt habe ich dich auch so verstanden:

‘usmā āyuṁ paṭicca tiṭṭhatī’ti. ‚Die Wärme hängt von der Lebensenergie ab, um fortzubestehen.‘

Yathā kathaṁ panāvuso, imassa bhāsitassa attho daṭṭhabbo”ti? Wie ist da die Bedeutung dieser Aussage zu sehen?“

“Tena hāvuso, upamaṁ te karissāmi; „Nun, Geehrter, ich will dir ein Gleichnis geben.

upamāyapidhekacce viññū purisā bhāsitassa atthaṁ ājānanti. Denn mithilfe eines Gleichnisses verstehen manche vernünftigen Menschen die Bedeutung des Gesagten.

Seyyathāpi, āvuso, telappadīpassa jhāyato acciṁ paṭicca ābhā paññāyati, ābhaṁ paṭicca acci paññāyati; Wie wenn da eine Öllampe brennt. Das Licht erscheint in Abhängigkeit von der Flamme, und die Flamme erscheint in Abhängigkeit vom Licht.

evameva kho, āvuso, āyu usmaṁ paṭicca tiṭṭhati, usmā āyuṁ paṭicca tiṭṭhatī”ti. Ebenso hängt die Lebensenergie von der Wärme ab, um fortzubestehen, und die Wärme hängt von der Lebensenergie ab, um fortzubestehen.“

“Teva nu kho, āvuso, āyusaṅkhārā, te vedaniyā dhammā udāhu aññe āyusaṅkhārā aññe vedaniyā dhammā”ti? „Sind die Lebenskräfte die gleichen Dinge wie die Erscheinungen, die gefühlt werden? Oder sind beides verschiedene Dinge?“

“Na kho, āvuso, teva āyusaṅkhārā te vedaniyā dhammā. „Die Lebenskräfte sind nicht die gleichen Dinge wie die Erscheinungen, die gefühlt werden.

Te ca hāvuso, āyusaṅkhārā abhaviṁsu te vedaniyā dhammā, na yidaṁ saññāvedayitanirodhaṁ samāpannassa bhikkhuno vuṭṭhānaṁ paññāyetha. Denn wenn die Lebenskräfte und die Erscheinungen, die gefühlt werden, die gleichen Dinge wären, würde ein Mönch, der das Aufhören von Wahrnehmung und Gefühl erreicht hat, aus diesem Zustand nicht heraustreten.

Yasmā ca kho, āvuso, aññe āyusaṅkhārā aññe vedaniyā dhammā, tasmā saññāvedayitanirodhaṁ samāpannassa bhikkhuno vuṭṭhānaṁ paññāyatī”ti. Aber da die Lebenskräfte und die Erscheinungen, die gefühlt werden, nicht die gleichen Dinge sind, kann ein Mönch, der das Aufhören von Wahrnehmung und Gefühl erreicht hat, aus diesem Zustand heraustreten.“

“Yadā nu kho, āvuso, imaṁ kāyaṁ kati dhammā jahanti; athāyaṁ kāyo ujjhito avakkhitto seti, yathā kaṭṭhaṁ acetanan”ti? „Wie viele Dinge muss dieser Körper verlieren, bevor er verlassen daliegt, weggeworfen wie ein gefühlloses Stück Holz?“

“Yadā kho, āvuso, imaṁ kāyaṁ tayo dhammā jahanti—āyu usmā ca viññāṇaṁ; athāyaṁ kāyo ujjhito avakkhitto seti, yathā kaṭṭhaṁ acetanan”ti. „Dieser Körper muss drei Dinge verlieren, bevor er verlassen daliegt, weggeworfen wie ein gefühlloses Stück Holz: Lebensenergie, Wärme und Bewusstsein.“

“Yvāyaṁ, āvuso, mato kālaṅkato, yo cāyaṁ bhikkhu saññāvedayitanirodhaṁ samāpanno—imesaṁ kiṁ nānākaraṇan”ti? „Was ist der Unterschied zwischen jemandem, der gestorben ist, und einem Mönch, der das Aufhören von Wahrnehmung und Gefühl erreicht hat?“

“Yvāyaṁ, āvuso, mato kālaṅkato tassa kāyasaṅkhārā niruddhā paṭippassaddhā, vacīsaṅkhārā niruddhā paṭippassaddhā, cittasaṅkhārā niruddhā paṭippassaddhā, āyu parikkhīṇo, usmā vūpasantā, indriyāni paribhinnāni. „Wenn jemand stirbt, haben seine körperlichen, sprachlichen und geistigen Vorgänge aufgehört und sind gestillt, seine Lebensenergie ist aufgebraucht, seine Wärme ist abgekühlt und seine Sinne haben sich aufgelöst.

Yo cāyaṁ bhikkhu saññāvedayitanirodhaṁ samāpanno tassapi kāyasaṅkhārā niruddhā paṭippassaddhā, vacīsaṅkhārā niruddhā paṭippassaddhā, cittasaṅkhārā niruddhā paṭippassaddhā, āyu na parikkhīṇo, usmā avūpasantā, indriyāni vippasannāni. Wenn ein Mönch das Aufhören von Wahrnehmung und Gefühl erreicht hat, haben seine körperlichen, sprachlichen und geistigen Vorgänge aufgehört und sind gestillt. Aber seine Lebensenergie ist nicht aufgebraucht, seine Wärme ist nicht abgekühlt und seine Sinne sind sehr klar.

Yvāyaṁ, āvuso, mato kālaṅkato, yo cāyaṁ bhikkhu saññāvedayitanirodhaṁ samāpanno—idaṁ nesaṁ nānākaraṇan”ti. Das ist der Unterschied zwischen jemandem, der gestorben ist, und einem Mönch, der das Aufhören von Wahrnehmung und Gefühl erreicht hat.“

“Kati panāvuso, paccayā adukkhamasukhāya cetovimuttiyā samāpattiyā”ti? „Wie viele Bedingungen müssen erfüllt sein, um die neutrale Erlösung des Herzens zu erlangen?“

“Cattāro kho, āvuso, paccayā adukkhamasukhāya cetovimuttiyā samāpattiyā. „Vier Bedingungen müssen erfüllt sein, um die neutrale Erlösung des Herzens zu erlangen:

Idhāvuso, bhikkhu sukhassa ca pahānā dukkhassa ca pahānā pubbeva somanassadomanassānaṁ atthaṅgamā adukkhamasukhaṁ upekkhāsatipārisuddhiṁ catutthaṁ jhānaṁ upasampajja viharati. Indem man Glück und Schmerz aufgibt, und mit dem Enden früherer Fröhlichkeit und Traurigkeit, tritt man in die vierte Vertiefung ein und verweilt darin, ohne Glück oder Schmerz, mit reinem Gleichmut und reiner Achtsamkeit.

Ime kho, āvuso, cattāro paccayā adukkhamasukhāya cetovimuttiyā samāpattiyā”ti. Diese vier Bedingungen müssen erfüllt sein, um die neutrale Erlösung des Herzens zu erlangen.“

“Kati panāvuso, paccayā animittāya cetovimuttiyā samāpattiyā”ti? „Wie viele Bedingungen müssen erfüllt sein, um die merkmalslose Erlösung des Herzens zu erlangen?“

“Dve kho, āvuso, paccayā animittāya cetovimuttiyā samāpattiyā—„Zwei Bedingungen müssen erfüllt sein, um die merkmalslose Erlösung des Herzens zu erlangen:

sabbanimittānañca amanasikāro, animittāya ca dhātuyā manasikāro. den Geist von allen Merkmalen abwenden und ihn dem merkmalslosen Element zuwenden.

Ime kho, āvuso, dve paccayā animittāya cetovimuttiyā samāpattiyā”ti. Diese beiden Bedingungen müssen erfüllt sein, um die merkmalslose Erlösung des Herzens zu erlangen.“

“Kati panāvuso, paccayā animittāya cetovimuttiyā ṭhitiyā”ti? „Wie viele Bedingungen müssen erfüllt sein, um in der merkmalslosen Erlösung des Herzens zu verweilen?“

“Tayo kho, āvuso, paccayā animittāya cetovimuttiyā ṭhitiyā—„Drei Bedingungen müssen erfüllt sein, um in der merkmalslosen Erlösung des Herzens zu verweilen:

sabbanimittānañca amanasikāro, animittāya ca dhātuyā manasikāro, pubbe ca abhisaṅkhāro. den Geist von allen Merkmalen abwenden, ihn dem merkmalslosen Element zuwenden und ein vorheriger Entschluss.

Ime kho, āvuso, tayo paccayā animittāya cetovimuttiyā ṭhitiyā”ti. Diese drei Bedingungen müssen erfüllt sein, um in der merkmalslosen Erlösung des Herzens zu verweilen.“

“Kati panāvuso, paccayā animittāya cetovimuttiyā vuṭṭhānāyā”ti? „Wie viele Bedingungen müssen erfüllt sein, um aus der merkmalslosen Erlösung des Herzens herauszutreten?“

“Dve kho, āvuso, paccayā animittāya cetovimuttiyā vuṭṭhānāya—„Zwei Bedingungen müssen erfüllt sein, um aus der merkmalslosen Erlösung des Herzens herauszutreten:

sabbanimittānañca manasikāro, animittāya ca dhātuyā amanasikāro. den Geist allen Merkmalen zuwenden und ihn vom merkmalslosen Element abwenden.

Ime kho, āvuso, dve paccayā animittāya cetovimuttiyā vuṭṭhānāyā”ti. Diese beiden Bedingungen müssen erfüllt sein, um aus der merkmalslosen Erlösung des Herzens herauszutreten.“

“Yā cāyaṁ, āvuso, appamāṇā cetovimutti, yā ca ākiñcaññā cetovimutti, yā ca suññatā cetovimutti, yā ca animittā cetovimutti—ime dhammā nānātthā ceva nānābyañjanā ca udāhu ekatthā byañjanameva nānan”ti? „Die grenzenlose Erlösung des Herzens, die Erlösung des Herzens im Nichts, die Erlösung des Herzens in der Leerheit und die merkmalslose Erlösung des Herzens: Unterscheiden sie sich sowohl in der Bedeutung als auch im Ausdruck? Oder haben sie die gleiche Bedeutung und unterscheiden sich nur im Ausdruck?“

“Yā cāyaṁ, āvuso, appamāṇā cetovimutti, yā ca ākiñcaññā cetovimutti, yā ca suññatā cetovimutti, yā ca animittā cetovimutti—atthi kho, āvuso, pariyāyo yaṁ pariyāyaṁ āgamma ime dhammā nānātthā ceva nānābyañjanā ca; „Es gibt eine Methode, nach der diese Dinge sich sowohl in der Bedeutung als auch im Ausdruck unterscheiden.

atthi ca kho, āvuso, pariyāyo yaṁ pariyāyaṁ āgamma ime dhammā ekatthā, byañjanameva nānaṁ. Aber es gibt auch eine Methode, nach der sie die gleiche Bedeutung haben und sich nur im Ausdruck unterscheiden.

Katamo cāvuso, pariyāyo yaṁ pariyāyaṁ āgamma ime dhammā nānātthā ceva nānābyañjanā ca? Und was ist die Methode, nach der sie sich sowohl in der Bedeutung als auch im Ausdruck unterscheiden?

Idhāvuso, bhikkhu mettāsahagatena cetasā ekaṁ disaṁ pharitvā viharati, tathā dutiyaṁ, tathā tatiyaṁ, tathā catutthaṁ. Iti uddhamadho tiriyaṁ sabbadhi sabbattatāya sabbāvantaṁ lokaṁ mettāsahagatena cetasā vipulena mahaggatena appamāṇena averena abyābajjhena pharitvā viharati. Da meditiert ein Mönch, indem er eine Himmelsrichtung mit einem Herzen voller Liebe durchdringt, und die zweite und die dritte und die vierte. Ebenso nach oben, nach unten, dazwischen, überall und ringsumher; die ganze Welt durchdringt er mit einem Herzen voller Liebe – weit, ausgedehnt, grenzenlos, frei von Feindschaft und bösem Willen.

Karuṇāsahagatena cetasā …pe… Er meditiert, indem er eine Himmelsrichtung mit einem Herzen voller Mitgefühl durchdringt …

muditāsahagatena cetasā … Er meditiert, indem er eine Himmelsrichtung mit einem Herzen voller freudiger Anteilnahme durchdringt …

upekkhāsahagatena cetasā ekaṁ disaṁ pharitvā viharati, tathā dutiyaṁ, tathā tatiyaṁ, tathā catutthaṁ. Iti uddhamadho tiriyaṁ sabbadhi sabbattatāya sabbāvantaṁ lokaṁ upekkhāsahagatena cetasā vipulena mahaggatena appamāṇena averena abyābajjhena pharitvā viharati. Er meditiert, indem er eine Himmelsrichtung mit einem Herzen voller Gleichmut durchdringt, und die zweite und die dritte und die vierte. Ebenso nach oben, nach unten, dazwischen, überall und ringsumher; die ganze Welt durchdringt er mit einem Herzen voller Gleichmut – weit, ausgedehnt, grenzenlos, frei von Feindschaft und bösem Willen.

Ayaṁ vuccatāvuso, appamāṇā cetovimutti. Das nennt man die grenzenlose Erlösung des Herzens.

Katamā cāvuso, ākiñcaññā cetovimutti? Und was ist die Erlösung des Herzens im Nichts?

Idhāvuso, bhikkhu sabbaso viññāṇañcāyatanaṁ samatikkamma natthi kiñcīti ākiñcaññāyatanaṁ upasampajja viharati. Da übersteigt ein Mönch vollständig die Dimension des unendlichen Bewusstseins, tritt im Wissen: ‚Da ist überhaupt nichts‘ in die Dimension des Nichts ein und verweilt darin.

Ayaṁ vuccatāvuso, ākiñcaññā cetovimutti. Das nennt man die Erlösung des Herzens im Nichts.

Katamā cāvuso, suññatā cetovimutti? Und was ist die Erlösung des Herzens in der Leerheit?

Idhāvuso, bhikkhu araññagato vā rukkhamūlagato vā suññāgāragato vā iti paṭisañcikkhati: Da geht ein Mönch in die Wildnis, zum Fuß eines Baumes oder in eine leere Hütte und denkt nach:

‘suññamidaṁ attena vā attaniyena vā’ti. ‚Das ist leer von einem Selbst oder von etwas, das zu einem Selbst gehört.‘

Ayaṁ vuccatāvuso, suññatā cetovimutti. Das nennt man die Erlösung des Herzens in der Leerheit.

Katamā cāvuso, animittā cetovimutti? Und was ist die merkmalslose Erlösung des Herzens?

Idhāvuso, bhikkhu sabbanimittānaṁ amanasikārā animittaṁ cetosamādhiṁ upasampajja viharati. Da tritt ein Mönch, indem er den Geist von allen Merkmalen abwendet, in die merkmalslose Versenkung des Herzens ein und verweilt darin.

Ayaṁ vuccatāvuso, animittā cetovimutti. Das nennt man die merkmalslose Erlösung des Herzens.

Ayaṁ kho, āvuso, pariyāyo yaṁ pariyāyaṁ āgamma ime dhammā nānātthā ceva nānābyañjanā ca. Das ist die Methode, nach der diese Dinge sich sowohl in der Bedeutung als auch im Ausdruck unterscheiden.

Katamo cāvuso, pariyāyo yaṁ pariyāyaṁ āgamma ime dhammā ekatthā byañjanameva nānaṁ? Und was ist die Methode, nach der sie die gleiche Bedeutung haben und sich nur im Ausdruck unterscheiden?

Rāgo kho, āvuso, pamāṇakaraṇo, doso pamāṇakaraṇo, moho pamāṇakaraṇo. Gier zieht Grenzen, Hass zieht Grenzen, Täuschung zieht Grenzen.

Te khīṇāsavassa bhikkhuno pahīnā ucchinnamūlā tālāvatthukatā anabhāvaṅkatā āyatiṁ anuppādadhammā. Ein Mönch, der die Befleckungen aufgelöst hat, hat diese aufgegeben, sie an der Wurzel abgeschnitten, sodass sie wie der Stumpf einer Palme sind, dass sie ausgelöscht sind und sich in Zukunft nicht mehr erheben können.

Yāvatā kho, āvuso, appamāṇā cetovimuttiyo, akuppā tāsaṁ cetovimutti aggamakkhāyati. Die unerschütterliche Erlösung des Herzens gilt als die beste Art der grenzenlosen Erlösung des Herzens.

Sā kho panākuppā cetovimutti suññā rāgena, suññā dosena, suññā mohena. Diese unerschütterliche Erlösung des Herzens ist leer von Gier, Hass und Täuschung.

Rāgo kho, āvuso, kiñcano, doso kiñcano, moho kiñcano. Gier ist etwas, Hass ist etwas, Täuschung ist etwas.

Te khīṇāsavassa bhikkhuno pahīnā ucchinnamūlā tālāvatthukatā anabhāvaṅkatā āyatiṁ anuppādadhammā. Ein Mönch, der die Befleckungen aufgelöst hat, hat diese aufgegeben, sie an der Wurzel abgeschnitten, sodass sie wie der Stumpf einer Palme sind, dass sie ausgelöscht sind und sich in Zukunft nicht mehr erheben können.

Yāvatā kho, āvuso, ākiñcaññā cetovimuttiyo, akuppā tāsaṁ cetovimutti aggamakkhāyati. Die unerschütterliche Erlösung des Herzens gilt als die beste Art der Erlösung des Herzens im Nichts.

Sā kho panākuppā cetovimutti suññā rāgena, suññā dosena, suññā mohena. Diese unerschütterliche Erlösung des Herzens ist leer von Gier, Hass und Täuschung.

Rāgo kho, āvuso, nimittakaraṇo, doso nimittakaraṇo, moho nimittakaraṇo. Gier verleiht ein Merkmal, Hass verleiht ein Merkmal, Täuschung verleiht ein Merkmal.

Te khīṇāsavassa bhikkhuno pahīnā ucchinnamūlā tālāvatthukatā anabhāvaṅkatā āyatiṁ anuppādadhammā. Ein Mönch, der die Befleckungen aufgelöst hat, hat diese aufgegeben, sie an der Wurzel abgeschnitten, sodass sie wie der Stumpf einer Palme sind, dass sie ausgelöscht sind und sich in Zukunft nicht mehr erheben können.

Yāvatā kho, āvuso, animittā cetovimuttiyo, akuppā tāsaṁ cetovimutti aggamakkhāyati. Die unerschütterliche Erlösung des Herzens gilt als die beste Art der merkmalslosen Erlösung des Herzens.

Sā kho panākuppā cetovimutti suññā rāgena, suññā dosena, suññā mohena. Diese unerschütterliche Erlösung des Herzens ist leer von Gier, Hass und Täuschung.

Ayaṁ kho, āvuso, pariyāyo yaṁ pariyāyaṁ āgamma ime dhammā ekatthā byañjanameva nānan”ti. Das ist die Methode, nach der diese Dinge die gleiche Bedeutung haben und sich nur im Ausdruck unterscheiden.“

Idamavocāyasmā sāriputto. Das sagte der Ehrwürdige Sāriputta.

Attamano āyasmā mahākoṭṭhiko āyasmato sāriputtassa bhāsitaṁ abhinandīti. Zufrieden begrüßte der Ehrwürdige Mahākoṭṭhita die Worte des Ehrwürdigen Sāriputta.

Mahāvedallasuttaṁ niṭṭhitaṁ tatiyaṁ.
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