Other Translations: English , ру́сский язы́к
From:
Majjhima Nikāya 48 Mittlere Lehrreden 48
Kosambiyasutta Die Mönche von Kosambī
Evaṁ me sutaṁ—So habe ich es gehört:
ekaṁ samayaṁ bhagavā kosambiyaṁ viharati ghositārāme. Einmal hielt sich der Buddha bei Kosambī auf, in Ghositas Kloster.
Tena kho pana samayena kosambiyaṁ bhikkhū bhaṇḍanajātā kalahajātā vivādāpannā aññamaññaṁ mukhasattīhi vitudantā viharanti. Nun waren zu dieser Zeit die Mönche und Nonnen von Kosambī am Zanken und Streiten, sie gerieten aneinander und verletzten einander fortwährend mit scharfen Worten.
Te na ceva aññamaññaṁ saññāpenti na ca saññattiṁ upenti, na ca aññamaññaṁ nijjhāpenti, na ca nijjhattiṁ upenti. Sie überzeugten einander nicht und ließen sich nicht überzeugen, noch bewegten sie einander zu etwas oder ließen sich zu etwas bewegen.
Atha kho aññataro bhikkhu yena bhagavā tenupasaṅkami; upasaṅkamitvā bhagavantaṁ abhivādetvā ekamantaṁ nisīdi. Ekamantaṁ nisinno kho so bhikkhu bhagavantaṁ etadavoca: Da ging ein Mönch zum Buddha, verbeugte sich, setzte sich zur Seite hin und berichtete ihm darüber.
“idha, bhante, kosambiyaṁ bhikkhū bhaṇḍanajātā kalahajātā vivādāpannā aññamaññaṁ mukhasattīhi vitudantā viharanti, te na ceva aññamaññaṁ saññāpenti, na ca saññattiṁ upenti, na ca aññamaññaṁ nijjhāpenti, na ca nijjhattiṁ upentī”ti.
Atha kho bhagavā aññataraṁ bhikkhuṁ āmantesi: Da wandte sich der Buddha an einen Mönch:
“ehi tvaṁ, bhikkhu, mama vacanena te bhikkhū āmantehi: „Bitte, Mönch, sag diesen Mönchen in meinem Namen,
‘satthā vo āyasmante āmantetī’”ti. dass der Lehrer sie rufen lässt.“
“Evaṁ, bhante”ti kho so bhikkhu bhagavato paṭissutvā yena te bhikkhū tenupasaṅkami; upasaṅkamitvā te bhikkhū etadavoca: „Ja, Herr“, antwortete dieser Mönch. Er ging zu diesen Mönchen und sagte:
“satthā āyasmante āmantetī”ti. „Ehrwürdige, der Lehrer lässt euch rufen.“
“Evamāvuso”ti kho te bhikkhū tassa bhikkhuno paṭissutvā yena bhagavā tenupasaṅkamiṁsu; upasaṅkamitvā bhagavantaṁ abhivādetvā ekamantaṁ nisīdiṁsu. Ekamantaṁ nisinne kho te bhikkhū bhagavā etadavoca: „Ja, Geehrter“, antworteten diese Mönche. Sie gingen zum Buddha, verbeugten sich und setzten sich zur Seite hin. Der Buddha sagte zu ihnen:
“saccaṁ kira tumhe, bhikkhave, bhaṇḍanajātā kalahajātā vivādāpannā aññamaññaṁ mukhasattīhi vitudantā viharatha, „Ist es wirklich wahr, Mönche, dass ihr zankt und streitet, dass ihr aneinandergeratet und einander fortwährend mit scharfen Worten verletzt?
te na ceva aññamaññaṁ saññāpetha, na ca saññattiṁ upetha, na ca aññamaññaṁ nijjhāpetha, na ca nijjhattiṁ upethā”ti? Und dass ihr einander nicht überzeugt und euch nicht überzeugen lasst, noch einander zu etwas bewegt oder euch zu etwas bewegen lasst?“
“Evaṁ, bhante”. „Ja, Herr.“
“Taṁ kiṁ maññatha, bhikkhave, „Was denkt ihr, Mönche und Nonnen?
yasmiṁ tumhe samaye bhaṇḍanajātā kalahajātā vivādāpannā aññamaññaṁ mukhasattīhi vitudantā viharatha, api nu tumhākaṁ tasmiṁ samaye mettaṁ kāyakammaṁ paccupaṭṭhitaṁ hoti sabrahmacārīsu āvi ceva raho ca, mettaṁ vacīkammaṁ …pe… mettaṁ manokammaṁ paccupaṭṭhitaṁ hoti sabrahmacārīsu āvi ceva raho cā”ti? Wenn ihr zankt und streitet, wenn ihr aneinandergeratet und einander fortwährend mit scharfen Worten verletzt, behandelt ihr da eure geistlichen Gefährten liebevoll mit dem Körper, der Sprache und dem Geist, sowohl öffentlich als insgeheim?“
“No hetaṁ, bhante”. „Nein, Herr.“
“Iti kira, bhikkhave, yasmiṁ tumhe samaye bhaṇḍanajātā kalahajātā vivādāpannā aññamaññaṁ mukhasattīhi vitudantā viharatha, neva tumhākaṁ tasmiṁ samaye mettaṁ kāyakammaṁ paccupaṭṭhitaṁ hoti sabrahmacārīsu āvi ceva raho ca, na mettaṁ vacīkammaṁ …pe… na mettaṁ manokammaṁ paccupaṭṭhitaṁ hoti sabrahmacārīsu āvi ceva raho ca. „So scheint es, dass ihr, wenn ihr streitet, einander nicht liebevoll behandelt.
Atha kiñcarahi tumhe, moghapurisā, kiṁ jānantā kiṁ passantā bhaṇḍanajātā kalahajātā vivādāpannā aññamaññaṁ mukhasattīhi vitudantā viharatha, te na ceva aññamaññaṁ saññāpetha, na ca saññattiṁ upetha, na ca aññamaññaṁ nijjhāpetha, na ca nijjhattiṁ upetha? Was genau erkennt und seht ihr da, ihr unnützen Männer, dass ihr euch so benehmt?
Tañhi tumhākaṁ, moghapurisā, bhavissati dīgharattaṁ ahitāya dukkhāyā”ti. Das wird zu eurem langanhaltenden Schaden und Leiden sein.“
Atha kho bhagavā bhikkhū āmantesi: Dann wandte sich der Buddha an die Mönche und Nonnen:
“chayime, bhikkhave, dhammā sāraṇīyā piyakaraṇā garukaraṇā saṅgahāya avivādāya sāmaggiyā ekībhāvāya saṁvattanti. „Mönche und Nonnen, sechs warmherzige Eigenschaften sorgen für Zuneigung und Achtung, führen zu Gemeinschaftsbildung, Nicht-Streiten, Eintracht und Einigkeit.
Katame cha? Welche sechs?
Idha, bhikkhave, bhikkhuno mettaṁ kāyakammaṁ paccupaṭṭhitaṁ hoti sabrahmacārīsu āvi ceva raho ca. Da behandelt ein Mönch seine geistlichen Gefährten stets liebevoll mit dem Körper, sowohl öffentlich als insgeheim.
Ayampi dhammo sāraṇīyo piyakaraṇo garukaraṇo saṅgahāya avivādāya sāmaggiyā ekībhāvāya saṁvattati. Diese warmherzige Eigenschaft sorgt für Zuneigung und Achtung, führt zu Gemeinschaftsbildung, Nicht-Streiten, Eintracht und Einigkeit.
Puna caparaṁ, bhikkhave, bhikkhuno mettaṁ vacīkammaṁ paccupaṭṭhitaṁ hoti sabrahmacārīsu āvi ceva raho ca. Dann behandelt da ein Mönch seine geistlichen Gefährten stets liebevoll mit der Sprache, sowohl öffentlich als insgeheim.
Ayampi dhammo sāraṇīyo piyakaraṇo garukaraṇo saṅgahāya avivādāya sāmaggiyā ekībhāvāya saṁvattati. Diese warmherzige Eigenschaft sorgt für Zuneigung und Achtung, führt zu Gemeinschaftsbildung, Nicht-Streiten, Eintracht und Einigkeit.
Puna caparaṁ, bhikkhave, bhikkhuno mettaṁ manokammaṁ paccupaṭṭhitaṁ hoti sabrahmacārīsu āvi ceva raho ca. Dann behandelt da ein Mönch seine geistlichen Gefährten stets liebevoll mit dem Geist, sowohl öffentlich als insgeheim.
Ayampi dhammo sāraṇīyo piyakaraṇo garukaraṇo saṅgahāya avivādāya sāmaggiyā ekībhāvāya saṁvattati. Diese warmherzige Eigenschaft sorgt für Zuneigung und Achtung, führt zu Gemeinschaftsbildung, Nicht-Streiten, Eintracht und Einigkeit.
Puna caparaṁ, bhikkhave, bhikkhu ye te lābhā dhammikā dhammaladdhā antamaso pattapariyāpannamattampi, tathārūpehi lābhehi appaṭivibhattabhogī hoti sīlavantehi sabrahmacārīhi sādhāraṇabhogī. Dann teilt da ein Mönch vorbehaltlos, was er an materiellem Besitz auf rechtmäßige Weise erhalten hat, selbst das Essen in seiner Almosenschale, und benutzt es gemeinsam mit seinen sittlichen geistlichen Gefährten.
Ayampi dhammo sāraṇīyo piyakaraṇo garukaraṇo saṅgahāya avivādāya sāmaggiyā ekībhāvāya saṁvattati. Diese warmherzige Eigenschaft sorgt für Zuneigung und Achtung, führt zu Gemeinschaftsbildung, Nicht-Streiten, Eintracht und Einigkeit.
Puna caparaṁ, bhikkhave, bhikkhu yāni tāni sīlāni akhaṇḍāni acchiddāni asabalāni akammāsāni bhujissāni viññuppasatthāni aparāmaṭṭhāni samādhisaṁvattanikāni tathārūpesu sīlesu sīlasāmaññagato viharati sabrahmacārīhi āvi ceva raho ca. Dann lebt da ein Mönch gemäß den Regeln, die er mit seinen geistlichen Gefährten teilt, sowohl öffentlich als insgeheim. Die Regeln sind unversehrt, tadellos, makellos und unbeschädigt; sie sind befreiend, werden von vernünftigen Menschen gepriesen, sind richtig aufgefasst und führen in die Versenkung.
Ayampi dhammo sāraṇīyo piyakaraṇo garukaraṇo saṅgahāya avivādāya sāmaggiyā ekībhāvāya saṁvattati. Diese warmherzige Eigenschaft sorgt für Zuneigung und Achtung, führt zu Gemeinschaftsbildung, Nicht-Streiten, Eintracht und Einigkeit.
Puna caparaṁ, bhikkhave, bhikkhu yāyaṁ diṭṭhi ariyā niyyānikā niyyāti takkarassa sammā dukkhakkhayāya tathārūpāya diṭṭhiyā diṭṭhisāmaññagato viharati sabrahmacārīhi āvi ceva raho ca. Dann lebt da ein Mönch entsprechend der Ansicht, die er mit seinen geistlichen Gefährten teilt, sowohl öffentlich als insgeheim. Diese Ansicht ist edel, macht mündig und führt den, der sie übt, zur völligen Auflösung des Leidens.
Ayampi dhammo sāraṇīyo piyakaraṇo garukaraṇo saṅgahāya avivādāya sāmaggiyā ekībhāvāya saṁvattati. Diese warmherzige Eigenschaft sorgt für Zuneigung und Achtung, führt zu Gemeinschaftsbildung, Nicht-Streiten, Eintracht und Einigkeit.
Ime kho, bhikkhave, cha sāraṇīyā dhammā piyakaraṇā garukaraṇā saṅgahāya avivādāya sāmaggiyā ekībhāvāya saṁvattanti. Diese sechs warmherzigen Eigenschaften sorgen für Zuneigung und Achtung, führen zu Gemeinschaftsbildung, Nicht-Streiten, Eintracht und Einigkeit.
Imesaṁ kho, bhikkhave, channaṁ sāraṇīyānaṁ dhammānaṁ etaṁ aggaṁ etaṁ saṅgāhikaṁ etaṁ saṅghāṭanikaṁ—yadidaṁ yāyaṁ diṭṭhi ariyā niyyānikā niyyāti takkarassa sammā dukkhakkhayāya. Die vorderste unter diesen sechs warmherzigen Eigenschaften, die alles zusammenhält und zusammenbindet, ist die Ansicht, die edel ist, mündig macht und den, der sie übt, zur völligen Auflösung des Leidens führt.
Seyyathāpi, bhikkhave, kūṭāgārassa etaṁ aggaṁ etaṁ saṅgāhikaṁ etaṁ saṅghāṭanikaṁ yadidaṁ kūṭaṁ; Wie ein Giebelhaus: Der Dachfirst ist der oberste Punkt, der alles zusammenhält und zusammenbindet.
evameva kho, bhikkhave, imesaṁ channaṁ sāraṇīyānaṁ dhammānaṁ etaṁ aggaṁ etaṁ saṅgāhikaṁ etaṁ saṅghāṭanikaṁ yadidaṁ yāyaṁ diṭṭhi ariyā niyyānikā niyyāti takkarassa sammā dukkhakkhayāya. Ebenso ist die vorderste unter diesen sechs warmherzigen Eigenschaften, die alles zusammenhält und zusammenbindet, die Ansicht, die edel ist, mündig macht und den, der sie übt, zur völligen Auflösung des Leidens führt.
Kathañca, bhikkhave, yāyaṁ diṭṭhi ariyā niyyānikā niyyāti takkarassa sammā dukkhakkhayāya? Und wie führt diese Ansicht, die edel ist und mündig macht, den, der sie übt, zur völligen Auflösung des Leidens?
Idha, bhikkhave, bhikkhu araññagato vā rukkhamūlagato vā suññāgāragato vā iti paṭisañcikkhati: Da geht ein Mönch in die Wildnis, zum Fuß eines Baumes oder in eine leere Hütte, und denkt nach:
‘atthi nu kho me taṁ pariyuṭṭhānaṁ ajjhattaṁ appahīnaṁ, yenāhaṁ pariyuṭṭhānena pariyuṭṭhitacitto yathābhūtaṁ nappajāneyyaṁ na passeyyan’ti? ‚Gibt es irgendetwas, von dem ich innerlich überwältigt bin und das ich nicht aufgegeben habe, wegen dem ich vielleicht nicht wahrhaftig erkenne und sehe?‘
Sace, bhikkhave, bhikkhu kāmarāgapariyuṭṭhito hoti, pariyuṭṭhitacittova hoti. Wenn ein Mönch von sinnlichem Verlangen überwältigt ist, ist es der Geist, der überwältigt ist.
Sace, bhikkhave, bhikkhu byāpādapariyuṭṭhito hoti, pariyuṭṭhitacittova hoti. Wenn ein Mönch von bösem Willen,
Sace, bhikkhave, bhikkhu thinamiddhapariyuṭṭhito hoti, pariyuṭṭhitacittova hoti. Dumpfheit und Benommenheit,
Sace, bhikkhave, bhikkhu uddhaccakukkuccapariyuṭṭhito hoti, pariyuṭṭhitacittova hoti. Rastlosigkeit und Reue,
Sace, bhikkhave, bhikkhu vicikicchāpariyuṭṭhito hoti, pariyuṭṭhitacittova hoti. Zweifel,
Sace, bhikkhave, bhikkhu idhalokacintāya pasuto hoti, pariyuṭṭhitacittova hoti. dem Anstellen von Spekulationen über diese Welt,
Sace, bhikkhave, bhikkhu paralokacintāya pasuto hoti, pariyuṭṭhitacittova hoti. dem Anstellen von Spekulationen über jene Welt
Sace, bhikkhave, bhikkhu bhaṇḍanajāto kalahajāto vivādāpanno aññamaññaṁ mukhasattīhi vitudanto viharati, pariyuṭṭhitacittova hoti. oder von Zanken, Streiten, Aneinandergeraten und fortwährendem Verletzen anderer mit scharfen Worten überwältigt ist, ist es der Geist, der überwältigt ist.
So evaṁ pajānāti: Er versteht:
‘natthi kho me taṁ pariyuṭṭhānaṁ ajjhattaṁ appahīnaṁ, yenāhaṁ pariyuṭṭhānena pariyuṭṭhitacitto yathābhūtaṁ nappajāneyyaṁ na passeyyaṁ. ‚Es gibt nichts, von dem ich innerlich überwältigt wäre und das ich nicht aufgegeben hätte, wegen dem ich vielleicht nicht wahrhaftig erkennen und sehen würde.
Suppaṇihitaṁ me mānasaṁ saccānaṁ bodhāyā’ti. Mein Geist ist richtig bereit für das Erwachen zu den Wahrheiten.‘
Idamassa paṭhamaṁ ñāṇaṁ adhigataṁ hoti ariyaṁ lokuttaraṁ asādhāraṇaṁ puthujjanehi. Das ist die erste Erkenntnis, die er erlangt hat, die überweltlich ist und an der gewöhnliche Menschen nicht teilhaben.
Puna caparaṁ, bhikkhave, ariyasāvako iti paṭisañcikkhati: Dann denkt da ein edler Schüler weiter nach:
‘imaṁ nu kho ahaṁ diṭṭhiṁ āsevanto bhāvento bahulīkaronto labhāmi paccattaṁ samathaṁ, labhāmi paccattaṁ nibbutin’ti? ‚Gewinne ich, wenn ich diese Ansicht pflege, entwickle und mehre, für mich selbst Sammlung und Verlöschen?‘
So evaṁ pajānāti: Er versteht:
‘imaṁ kho ahaṁ diṭṭhiṁ āsevanto bhāvento bahulīkaronto labhāmi paccattaṁ samathaṁ, labhāmi paccattaṁ nibbutin’ti. ‚Wenn ich diese Ansicht pflege, entwickle und mehre, gewinne ich für mich selbst Sammlung und Verlöschen.‘
Idamassa dutiyaṁ ñāṇaṁ adhigataṁ hoti ariyaṁ lokuttaraṁ asādhāraṇaṁ puthujjanehi. Das ist die zweite Erkenntnis, die er erlangt hat, die überweltlich ist und an der gewöhnliche Menschen nicht teilhaben.
Puna caparaṁ, bhikkhave, ariyasāvako iti paṭisañcikkhati: Dann denkt da ein edler Schüler weiter nach:
‘yathārūpāyāhaṁ diṭṭhiyā samannāgato, atthi nu kho ito bahiddhā añño samaṇo vā brāhmaṇo vā tathārūpāya diṭṭhiyā samannāgato’ti? ‚Gibt es außerhalb dieser Lehre einen anderen Asketen oder Brahmanen, der eine Ansicht von der Art hat, wie ich sie habe?‘
So evaṁ pajānāti: Er versteht:
‘yathārūpāyāhaṁ diṭṭhiyā samannāgato, natthi ito bahiddhā añño samaṇo vā brāhmaṇo vā tathārūpāya diṭṭhiyā samannāgato’ti. ‚Außerhalb dieser Lehre gibt es keinen anderen Asketen oder Brahmanen, der eine Ansicht von der Art hat, wie ich sie habe.‘
Idamassa tatiyaṁ ñāṇaṁ adhigataṁ hoti ariyaṁ lokuttaraṁ asādhāraṇaṁ puthujjanehi. Das ist die dritte Erkenntnis, die er erlangt hat, die überweltlich ist und an der gewöhnliche Menschen nicht teilhaben.
Puna caparaṁ, bhikkhave, ariyasāvako iti paṭisañcikkhati: Dann denkt da ein edler Schüler weiter nach:
‘yathārūpāya dhammatāya diṭṭhisampanno puggalo samannāgato, ahampi tathārūpāya dhammatāya samannāgato’ti. ‚Habe ich eine Natur von der Art, wie ein Mensch sie hat, der die Ansicht vervollkommnet hat?‘
Kathaṁrūpāya ca, bhikkhave, dhammatāya diṭṭhisampanno puggalo samannāgato? Und was, Mönche und Nonnen, ist die Natur eines Menschen, der die Ansicht vervollkommnet hat?
Dhammatā esā, bhikkhave, diṭṭhisampannassa puggalassa: Die Natur eines Menschen, der die Ansicht vervollkommnet hat, ist so:
kiñcāpi tathārūpiṁ āpattiṁ āpajjati, yathārūpāya āpattiyā vuṭṭhānaṁ paññāyati, atha kho naṁ khippameva satthari vā viññūsu vā sabrahmacārīsu deseti vivarati uttānīkaroti; Obwohl er einen Verstoß von der Art begehen kann, für die eine Beilegung möglich ist, legt er ihn schnell offen, klärt und gesteht ihn gegenüber dem Lehrer oder einem vernünftigen geistlichen Gefährten.
desetvā vivaritvā uttānīkatvā āyatiṁ saṁvaraṁ āpajjati. Und wenn er ihn gestanden hat, zügelt er sich in der Zukunft.
Seyyathāpi, bhikkhave, daharo kumāro mando uttānaseyyako hatthena vā pādena vā aṅgāraṁ akkamitvā khippameva paṭisaṁharati; Wie ein kleiner stumpfer, hilfloser Säugling: Wenn er mit einer Hand oder einem Fuß eine glühende Kohle berührt, zieht er das Glied rasch zurück.
evameva kho, bhikkhave, dhammatā esā diṭṭhisampannassa puggalassa: Ebenso ist die Natur eines Menschen, der die Ansicht vervollkommnet hat, so:
kiñcāpi tathārūpiṁ āpattiṁ āpajjati yathārūpāya āpattiyā vuṭṭhānaṁ paññāyati, atha kho naṁ khippameva satthari vā viññūsu vā sabrahmacārīsu deseti vivarati uttānīkaroti; Obwohl er einen Verstoß von der Art begehen kann, für die eine Beilegung möglich ist, legt er ihn schnell offen, klärt und gesteht ihn gegenüber dem Lehrer oder einem vernünftigen geistlichen Gefährten.
desetvā vivaritvā uttānīkatvā āyatiṁ saṁvaraṁ āpajjati. Und wenn er ihn gestanden hat, zügelt er sich in der Zukunft.
So evaṁ pajānāti: Er versteht:
‘yathārūpāya dhammatāya diṭṭhisampanno puggalo samannāgato, ahampi tathārūpāya dhammatāya samannāgato’ti. ‚Ich habe eine Natur von der Art, wie ein Mensch sie hat, der die Ansicht vervollkommnet hat.‘
Idamassa catutthaṁ ñāṇaṁ adhigataṁ hoti ariyaṁ lokuttaraṁ asādhāraṇaṁ puthujjanehi. Das ist die vierte Erkenntnis, die er erlangt hat, die überweltlich ist und an der gewöhnliche Menschen nicht teilhaben.
Puna caparaṁ, bhikkhave, ariyasāvako iti paṭisañcikkhati: Dann denkt da ein edler Schüler weiter nach:
‘yathārūpāya dhammatāya diṭṭhisampanno puggalo samannāgato, ahampi tathārūpāya dhammatāya samannāgato’ti. ‚Habe ich eine Natur von der Art, wie ein Mensch sie hat, der die Ansicht vervollkommnet hat?‘
Kathaṁrūpāya ca, bhikkhave, dhammatāya diṭṭhisampanno puggalo samannāgato? Und was, Mönche und Nonnen, ist die Natur eines Menschen, der die Ansicht vervollkommnet hat?
Dhammatā esā, bhikkhave, diṭṭhisampannassa puggalassa: Die Natur eines Menschen, der die Ansicht vervollkommnet hat, ist so:
kiñcāpi yāni tāni sabrahmacārīnaṁ uccāvacāni kiṅkaraṇīyāni tattha ussukkaṁ āpanno hoti, atha khvāssa tibbāpekkhā hoti adhisīlasikkhāya adhicittasikkhāya adhipaññāsikkhāya. Obwohl er viele verschiedene Pflichten für seine geistlichen Gefährten erledigt, hat er doch ein begieriges Interesse für die Schulung in höherer Sittlichkeit, höherem Geist und höherer Weisheit.
Seyyathāpi, bhikkhave, gāvī taruṇavacchā thambañca ālumpati vacchakañca apacinati; Wie eine Kuh mit einem Kälbchen: Sie behält es beim Grasen stets im Auge.
evameva kho, bhikkhave, dhammatā esā diṭṭhisampannassa puggalassa: Ebenso ist die Natur eines Menschen, der die Ansicht vervollkommnet hat, so:
kiñcāpi yāni tāni sabrahmacārīnaṁ uccāvacāni kiṅkaraṇīyāni tattha ussukkaṁ āpanno hoti, atha khvāssa tibbāpekkhā hoti adhisīlasikkhāya adhicittasikkhāya adhipaññāsikkhāya. Obwohl er viele verschiedene Pflichten für seine geistlichen Gefährten erledigt, hat er doch ein begieriges Interesse für die Schulung in höherer Sittlichkeit, höherem Geist und höherer Weisheit.
So evaṁ pajānāti: Er versteht:
‘yathārūpāya dhammatāya diṭṭhisampanno puggalo samannāgato, ahampi tathārūpāya dhammatāya samannāgato’ti. ‚Ich habe eine Natur von der Art, wie ein Mensch sie hat, der die Ansicht vervollkommnet hat.‘
Idamassa pañcamaṁ ñāṇaṁ adhigataṁ hoti ariyaṁ lokuttaraṁ asādhāraṇaṁ puthujjanehi. Das ist die fünfte Erkenntnis, die er erlangt hat, die überweltlich ist und an der gewöhnliche Menschen nicht teilhaben.
Puna caparaṁ, bhikkhave, ariyasāvako iti paṭisañcikkhati: Dann denkt da ein edler Schüler weiter nach:
‘yathārūpāya balatāya diṭṭhisampanno puggalo samannāgato, ahampi tathārūpāya balatāya samannāgato’ti. ‚Habe ich die Stärke von der Art, wie ein Mensch sie hat, der die Ansicht vervollkommnet hat?‘
Kathaṁrūpāya ca, bhikkhave, balatāya diṭṭhisampanno puggalo samannāgato? Und was, Mönche und Nonnen, ist die Stärke eines Menschen, der die Ansicht vervollkommnet hat?
Balatā esā, bhikkhave, diṭṭhisampannassa puggalassa yaṁ tathāgatappavedite dhammavinaye desiyamāne aṭṭhiṁ katvā manasikatvā sabbacetasā samannāharitvā ohitasoto dhammaṁ suṇāti. Die Stärke eines Menschen, der die Ansicht vervollkommnet hat, besteht darin, dass er achtgibt, den Geist gebraucht, mit ganzem Herzen dabei ist und die Ohren spitzt, wenn die Lehre und Schulung, die von einem Klargewordenen verkündet wurde, gelehrt wird.
So evaṁ pajānāti: Er versteht:
‘yathārūpāya balatāya diṭṭhisampanno puggalo samannāgato, ahampi tathārūpāya balatāya samannāgato’ti. ‚Ich habe die Stärke von der Art, wie ein Mensch sie hat, der die Ansicht vervollkommnet hat.‘
Idamassa chaṭṭhaṁ ñāṇaṁ adhigataṁ hoti ariyaṁ lokuttaraṁ asādhāraṇaṁ puthujjanehi. Das ist die sechste Erkenntnis, die er erlangt hat, die überweltlich ist und an der gewöhnliche Menschen nicht teilhaben.
Puna caparaṁ, bhikkhave, ariyasāvako iti paṭisañcikkhati: Dann denkt da ein edler Schüler weiter nach:
‘yathārūpāya balatāya diṭṭhisampanno puggalo samannāgato, ahampi tathārūpāya balatāya samannāgato’ti. ‚Habe ich die Stärke von der Art, wie ein Mensch sie hat, der die Ansicht vervollkommnet hat?‘
Kathaṁrūpāya ca, bhikkhave, balatāya diṭṭhisampanno puggalo samannāgato? Und was, Mönche und Nonnen, ist die Stärke eines Menschen, der die Ansicht vervollkommnet hat?
Balatā esā, bhikkhave, diṭṭhisampannassa puggalassa yaṁ tathāgatappavedite dhammavinaye desiyamāne labhati atthavedaṁ, labhati dhammavedaṁ, labhati dhammūpasaṁhitaṁ pāmojjaṁ. Die Stärke eines Menschen, der die Ansicht vervollkommnet hat, besteht darin, dass er ergriffen ist von der Bedeutung und der Lehre und Freude findet im Zusammenhang mit der Lehre, wenn die Lehre und Schulung, die von einem Klargewordenen verkündet wurde, gelehrt wird.
So evaṁ pajānāti: Er versteht:
‘yathārūpāya balatāya diṭṭhisampanno puggalo samannāgato, ahampi tathārūpāya balatāya samannāgato’ti. ‚Ich habe die Stärke von der Art, wie ein Mensch sie hat, der die Ansicht vervollkommnet hat.‘
Idamassa sattamaṁ ñāṇaṁ adhigataṁ hoti ariyaṁ lokuttaraṁ asādhāraṇaṁ puthujjanehi. Das ist die siebte Erkenntnis, die er erlangt hat, die überweltlich ist und an der gewöhnliche Menschen nicht teilhaben.
Evaṁ sattaṅgasamannāgatassa kho, bhikkhave, ariyasāvakassa dhammatā susamanniṭṭhā hoti sotāpattiphalasacchikiriyāya. Wenn ein edler Schüler diese sieben Faktoren besitzt, hat er seine Natur richtig erforscht durch die Verwirklichung der Frucht des Stromeintritts.
Evaṁ sattaṅgasamannāgato kho, bhikkhave, ariyasāvako sotāpattiphalasamannāgato hotī”ti. Ein edler Schüler mit diesen sieben Faktoren besitzt die Frucht des Stromeintritts.“
Idamavoca bhagavā. Das sagte der Buddha.
Attamanā te bhikkhū bhagavato bhāsitaṁ abhinandunti. Zufrieden begrüßten die Mönche und Nonnen die Worte des Buddha.
Kosambiyasuttaṁ niṭṭhitaṁ aṭṭhamaṁ.