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Majjhima Nikāya 49 Mittlere Lehrreden 49

Brahmanimantanikasutta Über die Einladung Brahmās

Evaṁ me sutaṁ—So habe ich es gehört:

ekaṁ samayaṁ bhagavā sāvatthiyaṁ viharati jetavane anāthapiṇḍikassa ārāme. Einmal hielt sich der Buddha bei Sāvatthī in Jetas Wäldchen auf, dem Kloster des Anāthapiṇḍika.

Tatra kho bhagavā bhikkhū āmantesi: Da wandte sich der Buddha an die Mönche und Nonnen:

“bhikkhavo”ti. „Mönche und Nonnen!“

“Bhadante”ti te bhikkhū bhagavato paccassosuṁ. „Ehrwürdiger Herr“, antworteten sie.

Bhagavā etadavoca: Der Buddha sagte:

“Ekamidāhaṁ, bhikkhave, samayaṁ ukkaṭṭhāyaṁ viharāmi subhagavane sālarājamūle. „Dieses eine Mal, Mönche und Nonnen, hielt ich mich bei Ukkaṭṭhā im Subhaga-Wald am Fuß eines wunderbaren Salbaumes auf.

Tena kho pana, bhikkhave, samayena bakassa brahmuno evarūpaṁ pāpakaṁ diṭṭhigataṁ uppannaṁ hoti: Nun hatte der Brahmā Baka zu dieser Zeit den folgenden schädlichen Irrglauben:

‘idaṁ niccaṁ, idaṁ dhuvaṁ, idaṁ sassataṁ, idaṁ kevalaṁ, idaṁ acavanadhammaṁ, idañhi na jāyati na jīyati na mīyati na cavati na upapajjati, ito ca panaññaṁ uttari nissaraṇaṁ natthī’ti. ‚Dies ist beständig, dies ist immerwährend, dies ist ewig, dies ist vollständig, dies muss nicht vergehen. Denn hier gibt es kein Geborenwerden, kein Altern, kein Sterben, kein Verscheiden und kein Wiedergeborenwerden. Und es gibt kein anderes Entrinnen über dieses hinaus.‘

Atha khvāhaṁ, bhikkhave, bakassa brahmuno cetasā cetoparivitakkamaññāya—Da erkannte ich, was der Brahmā Baka dachte.

seyyathāpi nāma balavā puriso samiñjitaṁ vā bāhaṁ pasāreyya, pasāritaṁ vā bāhaṁ samiñjeyya; evameva—ukkaṭṭhāyaṁ subhagavane sālarājamūle antarahito tasmiṁ brahmaloke pāturahosiṁ. Und so leicht wie eine starke Person den Arm strecken oder beugen würde, verschwand ich aus dem Subhaga-Wald und erschien wieder in jener Brahmāwelt.

Addasā kho maṁ, bhikkhave, bako brahmā dūratova āgacchantaṁ; Der Brahmā Baka sah mich von Weitem kommen

disvāna maṁ etadavoca: und sagte:

‘ehi kho, mārisa, svāgataṁ, mārisa. „Komm, Kamerad! Willkommen, Kamerad!

Cirassaṁ kho, mārisa, imaṁ pariyāyamakāsi yadidaṁ idhāgamanāya. Es ist lange her, dass du die Gelegenheit genutzt hast, hierherzukommen.

Idañhi, mārisa, niccaṁ, idaṁ dhuvaṁ, idaṁ sassataṁ, idaṁ kevalaṁ, idaṁ acavanadhammaṁ, idañhi na jāyati na jīyati na mīyati na cavati na upapajjati. Ito ca panaññaṁ uttari nissaraṇaṁ natthī’ti. Denn dies ist beständig, dies ist immerwährend, dies ist ewig, dies ist vollständig, dies muss nicht vergehen. Denn hier gibt es kein Geborenwerden, kein Altern, kein Sterben, kein Verscheiden und kein Wiedergeborenwerden. Und es gibt kein anderes Entrinnen über dieses hinaus.‘

Evaṁ vutte, ahaṁ, bhikkhave, bakaṁ brahmānaṁ etadavocaṁ: Darauf sagte ich zu ihm:

‘avijjāgato vata bho bako brahmā, avijjāgato vata bho bako brahmā; ‚Ach, der Brahmā Baka ist in Unwissenheit verloren! Ach, der Brahmā Baka ist in Unwissenheit verloren!

yatra hi nāma aniccaṁyeva samānaṁ niccanti vakkhati, addhuvaṁyeva samānaṁ dhuvanti vakkhati, asassataṁyeva samānaṁ sassatanti vakkhati, akevalaṁyeva samānaṁ kevalanti vakkhati, cavanadhammaṁyeva samānaṁ acavanadhammanti vakkhati; Denn von dem, was tatsächlich unbeständig ist, nicht fortwährt, was zeitlich und unvollständig ist und vergehen muss, sagt er, es sei beständig, immerwährend, ewig, vollständig und müsse nicht vergehen.

yattha ca pana jāyati jīyati mīyati cavati upapajjati tañca vakkhati: Und da, wo es Geborenwerden, Altern, Sterben, Verscheiden und Wiedergeborenwerden gibt, sagt er,

“idañhi na jāyati na jīyati na mīyati na cavati na upapajjatī”ti; es gebe kein Geborenwerden, kein Altern, kein Sterben, kein Verscheiden und kein Wiedergeborenwerden.

santañca panaññaṁ uttari nissaraṇaṁ “natthaññaṁ uttari nissaraṇan”ti vakkhatī’ti. Und obwohl es ein anderes Entrinnen über dieses hinaus gibt, sagt er, es gebe kein anderes Entrinnen über dieses hinaus.‘

Atha kho, bhikkhave, māro pāpimā aññataraṁ brahmapārisajjaṁ anvāvisitvā maṁ etadavoca: Da ergriff Māra der Böse Besitz von einem Mitglied von Brahmās Gefolges und sagte zu mir:

‘bhikkhu bhikkhu, metamāsado metamāsado, eso hi, bhikkhu, brahmā mahābrahmā abhibhū anabhibhūto aññadatthudaso vasavattī issaro kattā nimmātā seṭṭho sajitā vasī pitā bhūtabhabyānaṁ. ‚Mönch, Mönch, greife diesen nicht an! Greife diesen nicht an! Denn das ist Brahmā, der Große Brahmā, der Bezwinger, der Unbezwungene, der allumfassende Seher, der, der die Macht hat, Gott der Allmächtige, der Macher, der Schöpfer, der Erste, der Erzeuger, der Lenker, der Vater derer, die geboren sind und noch geboren werden.

Ahesuṁ kho ye, bhikkhu, tayā pubbe samaṇabrāhmaṇā lokasmiṁ pathavīgarahakā pathavījigucchakā, āpagarahakā āpajigucchakā, tejagarahakā tejajigucchakā, vāyagarahakā vāyajigucchakā, bhūtagarahakā bhūtajigucchakā, devagarahakā devajigucchakā, pajāpatigarahakā pajāpatijigucchakā, brahmagarahakā brahmajigucchakā—Es gab vor dir Asketen und Brahmanen in der Welt, Mönch, die Erde, Wasser, Feuer, Wind, Geschöpfe, Götter, den Urvater und Brahmā tadelten und verabscheuten.

te kāyassa bhedā pāṇupacchedā hīne kāye patiṭṭhitā ahesuṁ. Als ihr Körper auseinanderbrach und ihr Atem abgeschnitten wurde, wurden sie in einem niederen Bereich wiedergeboren.

Ye pana, bhikkhu, tayā pubbe samaṇabrāhmaṇā lokasmiṁ pathavīpasaṁsakā pathavābhinandino, āpapasaṁsakā āpābhinandino, tejapasaṁsakā tejābhinandino, vāyapasaṁsakā vāyābhinandino, bhūtapasaṁsakā bhūtābhinandino, devapasaṁsakā devābhinandino, pajāpatipasaṁsakā pajāpatābhinandino, brahmapasaṁsakā brahmābhinandino—Es gab vor dir Asketen und Brahmanen in der Welt, Mönch, die Erde, Wasser, Feuer, Wind, Geschöpfe, Götter, den Urvater und Brahmā priesen und begrüßten.

te kāyassa bhedā pāṇupacchedā paṇīte kāye patiṭṭhitā. Als ihr Körper auseinanderbrach und ihr Atem abgeschnitten wurde, wurden sie in einem höheren Bereich wiedergeboren.

Taṁ tāhaṁ, bhikkhu, evaṁ vadāmi: Daher, Mönch, sage ich dir:

“iṅgha tvaṁ, mārisa, yadeva te brahmā āha tadeva tvaṁ karohi, mā tvaṁ brahmuno vacanaṁ upātivattittho”. Bitte, Kamerad, tue genau das, was Brahmā sagt. Gehe nicht über Brahmās Wort hinaus.

Sace kho tvaṁ, bhikkhu, brahmuno vacanaṁ upātivattissasi, seyyathāpi nāma puriso siriṁ āgacchantiṁ daṇḍena paṭippaṇāmeyya, seyyathāpi vā pana, bhikkhu, puriso narakappapāte papatanto hatthehi ca pādehi ca pathaviṁ virādheyya, evaṁ sampadamidaṁ, bhikkhu, tuyhaṁ bhavissati. Andernfalls wird es dir ergehen wie einem Menschen, der die Glücksgöttin, wenn sie zu ihm kommt, mit einem Stock abwehrt; oder wie einem, der, wenn er dabei ist, eine Klippe hinabzustürzen, mit Händen und Füßen am Boden den Halt verliert.

Iṅgha tvaṁ, mārisa, yadeva te brahmā āha tadeva tvaṁ karohi, mā tvaṁ brahmuno vacanaṁ upātivattittho. Bitte, Kamerad, tue genau das, was Brahmā sagt. Gehe nicht über Brahmās Wort hinaus.

Nanu tvaṁ, bhikkhu, passasi brahmaparisaṁ sannipatitan’ti? Siehst du Brahmās Versammlung, die hier versammelt ist?‘

Iti kho maṁ, bhikkhave, māro pāpimā brahmaparisaṁ upanesi. Und so stellte Māra der Böse mir Brahmās Versammlung vor.

Evaṁ vutte, ahaṁ, bhikkhave, māraṁ pāpimantaṁ etadavocaṁ: Auf seine Worte sagte ich zu Māra:

‘jānāmi kho tāhaṁ, pāpima; mā tvaṁ maññittho: ‚Ich erkenne dich, Böser. Denke nicht:

“na maṁ jānātī”ti. „Er erkennt mich nicht.“

Māro tvamasi, pāpima. Du bist Māra der Böse.

Yo ceva, pāpima, brahmā, yā ca brahmaparisā, ye ca brahmapārisajjā, sabbeva tava hatthagatā sabbeva tava vasaṅgatā. Und Brahmā, Brahmās Versammlung und Brahmās Gefolge sind dir alle in die Hände gefallen; sie sind in deinem Bann.

Tuyhañhi, pāpima, evaṁ hoti: Und du denkst:

“esopi me assa hatthagato, esopi me assa vasaṅgato”ti. „Vielleicht ist mir auch dieser in die Hände gefallen; vielleicht ist auch er in meinem Bann!“

Ahaṁ kho pana, pāpima, neva tava hatthagato neva tava vasaṅgato’ti. Aber ich bin dir nicht in die Hände gefallen; ich bin nicht in deinem Bann!‘

Evaṁ vutte, bhikkhave, bako brahmā maṁ etadavoca: Als ich geendet hatte, sagte der Brahmā Baka zu mir:

‘ahañhi, mārisa, niccaṁyeva samānaṁ “niccan”ti vadāmi, dhuvaṁyeva samānaṁ “dhuvan”ti vadāmi, sassataṁyeva samānaṁ “sassatan”ti vadāmi, kevalaṁyeva samānaṁ “kevalan”ti vadāmi, acavanadhammaṁyeva samānaṁ “acavanadhamman”ti vadāmi, yattha ca pana na jāyati na jīyati na mīyati na cavati na upapajjati tadevāhaṁ vadāmi: ‚Aber, Kamerad, das, von dem ich sage, es sei beständig, immerwährend, ewig, vollständig und müsse nicht vergehen, ist tatsächlich beständig, immerwährend, ewig, vollständig und muss nicht vergehen. Und da, wo ich sage, es gebe kein Geborenwerden, kein Altern, kein Sterben, kein Verscheiden und kein Wiedergeborenwerden,

“idañhi na jāyati na jīyati na mīyati na cavati na upapajjatī”ti. gibt es tatsächlich kein Geborenwerden, kein Altern, kein Sterben, kein Verscheiden und kein Wiedergeborenwerden.

Asantañca panaññaṁ uttari nissaraṇaṁ “natthaññaṁ uttari nissaraṇan”ti vadāmi. Und wenn ich sage, es gebe kein anderes Entrinnen über dieses hinaus, dann gibt es tatsächlich kein anderes Entrinnen über dieses hinaus.

Ahesuṁ kho, bhikkhu, tayā pubbe samaṇabrāhmaṇā lokasmiṁ yāvatakaṁ tuyhaṁ kasiṇaṁ āyu tāvatakaṁ tesaṁ tapokammameva ahosi. Es gab vor dir Asketen und Brahmanen in der Welt, Mönch, deren Taten inbrünstiger Bußübung so lange anhielten wie dein ganzes Leben.

Te kho evaṁ jāneyyuṁ santañca panaññaṁ uttari nissaraṇaṁ “atthaññaṁ uttari nissaraṇan”ti, asantaṁ vā aññaṁ uttari nissaraṇaṁ “natthaññaṁ uttari nissaraṇan”ti. Wenn es ein anderes Entrinnen über dieses hinaus gäbe, wüssten sie es, und wenn es kein anderes Entrinnen über dieses hinaus gäbe, wüssten sie es.

Taṁ tāhaṁ, bhikkhu, evaṁ vadāmi: Daher, Mönch, sage ich dir:

“na cevaññaṁ uttari nissaraṇaṁ dakkhissasi, yāvadeva ca pana kilamathassa vighātassa bhāgī bhavissasi. Du wirst nie ein anderes Entrinnen über dieses hinaus finden, und du wirst nur erschöpft und entmutigt werden.

Sace kho tvaṁ, bhikkhu, pathaviṁ ajjhosissasi, opasāyiko me bhavissasi vatthusāyiko, yathākāmakaraṇīyo bāhiteyyo. Wenn du an Erde festhältst, wirst du nahe bei mir liegen, in meinem Hoheitsgebiet, meinem Willen unterworfen, und wirst entbehrlich sein.

Sace āpaṁ … Wenn du an Wasser …

tejaṁ … an Feuer …

vāyaṁ … an Wind …

bhūte … an Geschöpfen …

deve … an Göttern …

pajāpatiṁ … am Urvater …

brahmaṁ ajjhosissasi, opasāyiko me bhavissasi vatthusāyiko, yathākāmakaraṇīyo bāhiteyyo”’ti. oder an Brahmā festhältst, wirst du nahe bei mir liegen, in meinem Hoheitsgebiet, meinem Willen unterworfen, und wirst entbehrlich sein.‘

‘Ahampi kho evaṁ, brahme, jānāmi: ‚Brahmā, auch ich weiß,

“sace pathaviṁ ajjhosissāmi, opasāyiko te bhavissāmi vatthusāyiko, yathākāmakaraṇīyo bāhiteyyo. dass ich, wenn ich an Erde festhalte, nahe bei dir liegen werde, in deinem Hoheitsgebiet, deinem Willen unterworfen, und entbehrlich sein werde.

Sace āpaṁ … Wenn ich an Wasser …

tejaṁ … an Feuer …

vāyaṁ … an Wind …

bhūte … an Geschöpfen …

deve … an Göttern …

pajāpatiṁ … am Urvater …

brahmaṁ ajjhosissāmi, opasāyiko te bhavissāmi vatthusāyiko, yathākāmakaraṇīyo bāhiteyyo”ti api ca te ahaṁ, brahme, gatiñca pajānāmi, jutiñca pajānāmi: oder an Brahmā festhalte, werde ich nahe bei dir liegen, in deinem Hoheitsgebiet, deinem Willen unterworfen, und werde entbehrlich sein. Und darüber hinaus, Brahmā, verstehe ich deine Reichweite und dein Licht:

“evaṁ mahiddhiko bako brahmā, evaṁ mahānubhāvo bako brahmā, evaṁ mahesakkho bako brahmā”ti. „So mächtig ist der Brahmā Baka, so gewaltig und von so hohem Rang.“‘

Yathākathaṁ pana me tvaṁ, mārisa, gatiñca pajānāsi, jutiñca pajānāsi: ‚Aber wie verstehst du meine Reichweite und mein Licht?‘

“evaṁ mahiddhiko bako brahmā, evaṁ mahānubhāvo bako brahmā, evaṁ mahesakkho bako brahmā”’ti?

‘Yāvatā candimasūriyā, ‚Eine Galaxie erstreckt sich tausendmal so weit

Pariharanti disā bhanti virocanā; wie die Bahnen von Mond und Sonne,

Tāva sahassadhā loko, und wie die Himmelslichter die Viertel erhellen.

Ettha te vattate vaso. Und da übst du deine Macht aus.

Paroparañca jānāsi, Du kennst hoch und nieder,

atho rāgavirāginaṁ; die Leidenschaft und das Schwinden der Leidenschaft

Itthabhāvaññathābhāvaṁ, und das Kommen und Gehen von Lebewesen

sattānaṁ āgatiṁ gatinti. von diesem Bereich zu einem anderen.

Evaṁ kho te ahaṁ, brahme, gatiñca pajānāmi jutiñca pajānāmi: So verstehe ich deine Reichweite und dein Licht.

“evaṁ mahiddhiko bako brahmā, evaṁ mahānubhāvo bako brahmā, evaṁ mahesakkho bako brahmā”ti.

Atthi kho, brahme, añño kāyo, taṁ tvaṁ na jānāsi na passasi; Aber es gibt drei andere Bereiche, die du nicht erkennst und siehst,

tamahaṁ jānāmi passāmi. die ich aber erkenne und sehe.

Atthi kho, brahme, ābhassarā nāma kāyo yato tvaṁ cuto idhūpapanno. Es gibt den Bereich, der nach den Göttern von strahlendem Glanz benannt ist. Von dort bist du abgeschieden und wurdest hier wiedergeboren.

Tassa te aticiranivāsena sā sati pamuṭṭhā, tena taṁ tvaṁ na jānāsi na passasi; Du bist hier so lange geblieben, dass du das vergessen hast, daher erkennst und siehst du es nicht.

tamahaṁ jānāmi passāmi. Aber ich erkenne und sehe es.

Evampi kho ahaṁ, brahme, neva te samasamo abhiññāya, kuto nīceyyaṁ? Daher, Brahmā, komme ich dir an Erkenntnis nicht gleich, und erst recht stehe ich nicht unter dir.

Atha kho ahameva tayā bhiyyo. Vielmehr stehe ich über dir.

Atthi kho, brahme, subhakiṇho nāma kāyo, vehapphalo nāma kāyo, abhibhū nāma kāyo, taṁ tvaṁ na jānāsi na passasi; Es gibt den Bereich, der nach den Göttern von allumfassender Schönheit benannt ist, den Bereich, der nach den Göttern von überreicher Frucht benannt ist, und den Bereich, der nach dem Bezwinger benannt ist, die du nicht erkennst und siehst.

tamahaṁ jānāmi passāmi. Aber ich erkenne und sehe sie.

Evampi kho ahaṁ, brahme, neva te samasamo abhiññāya, kuto nīceyyaṁ? Daher, Brahmā, komme ich dir an Erkenntnis nicht gleich, und erst recht stehe ich nicht unter dir.

Atha kho ahameva tayā bhiyyo. Vielmehr stehe ich über dir.

Pathaviṁ kho ahaṁ, brahme, pathavito abhiññāya yāvatā pathaviyā pathavattena ananubhūtaṁ tadabhiññāya pathaviṁ nāpahosiṁ, pathaviyā nāpahosiṁ, pathavito nāpahosiṁ, pathaviṁ meti nāpahosiṁ, pathaviṁ nābhivadiṁ. Da ich Erde unmittelbar als Erde erkenne und da ich das, was nicht in den Erfahrungsbereich fällt, der durch Erde gekennzeichnet ist, unmittelbar erkenne, bin ich nicht Erde geworden, bin ich nicht in Erde geworden, bin ich nicht als Erde geworden, bin ich keiner geworden, der denkt: : ‚Erde ist mein‘, habe ich Erde nicht bejaht.

Evampi kho ahaṁ, brahme, neva te samasamo abhiññāya, kuto nīceyyaṁ? Daher, Brahmā, komme ich dir an Erkenntnis nicht gleich, und erst recht stehe ich nicht unter dir.

Atha kho ahameva tayā bhiyyo. Vielmehr stehe ich über dir.

Āpaṁ kho ahaṁ, brahme …pe… Da ich Wasser unmittelbar als Wasser …

tejaṁ kho ahaṁ, brahme …pe… Feuer unmittelbar als Feuer …

vāyaṁ kho ahaṁ, brahme …pe… Wind unmittelbar als Wind …

bhūte kho ahaṁ, brahme …pe… Geschöpfe unmittelbar als Geschöpfe …

deve kho ahaṁ, brahme …pe… Götter unmittelbar als Götter …

pajāpatiṁ kho ahaṁ, brahme …pe… den Urvater unmittelbar als den Urvater …

brahmaṁ kho ahaṁ, brahme …pe… Brahmā unmittelbar als Brahmā …

ābhassare kho ahaṁ, brahme …pe… die Götter von strahlendem Glanz unmittelbar als die Götter von strahlendem Glanz …

subhakiṇhe kho ahaṁ, brahme …pe… die Götter von allumfassender Schönheit unmittelbar als die Götter von allumfassender Schönheit …

vehapphale kho ahaṁ, brahme …pe… die Götter von überreicher Frucht unmittelbar als die Götter von überreicher Frucht …

abhibhuṁ kho ahaṁ, brahme …pe… den Bezwinger unmittelbar als den Bezwinger …

sabbaṁ kho ahaṁ, brahme, sabbato abhiññāya yāvatā sabbassa sabbattena ananubhūtaṁ tadabhiññāya sabbaṁ nāpahosiṁ sabbasmiṁ nāpahosiṁ sabbato nāpahosiṁ sabbaṁ meti nāpahosiṁ, sabbaṁ nābhivadiṁ. und alles unmittelbar als alles erkenne und da ich das, was nicht in den Erfahrungsbereich fällt, der durch alles gekennzeichnet ist, unmittelbar erkenne, bin ich nicht alles geworden, bin ich nicht in allem geworden, bin ich nicht als alles geworden, bin ich keiner geworden, der denkt: ‚alles ist mein‘, habe ich alles nicht bejaht.

Evampi kho ahaṁ, brahme, neva te samasamo abhiññāya, kuto nīceyyaṁ? Daher, Brahmā, komme ich dir an Erkenntnis nicht gleich, und erst recht stehe ich nicht unter dir.

Atha kho ahameva tayā bhiyyo’ti. Vielmehr stehe ich über dir.‘

‘Sace kho, mārisa, sabbassa sabbattena ananubhūtaṁ, tadabhiññāya mā heva te rittakameva ahosi, tucchakameva ahosīti. ‚Nun, Kamerad, dass es für dich nicht gehaltlos und hohl sei, wenn du das, was nicht in den Erfahrungsbereich fällt, der durch alles gekennzeichnet ist, unmittelbar erkannt hast!

Viññāṇaṁ anidassanaṁ Bewusstsein, in dem nichts erscheint,

anantaṁ sabbato pabhaṁ. unendlich, rundum strahlend –

Taṁ pathaviyā pathavattena ananubhūtaṁ, āpassa āpattena ananubhūtaṁ, tejassa tejattena ananubhūtaṁ, vāyassa vāyattena ananubhūtaṁ, bhūtānaṁ bhūtattena ananubhūtaṁ, devānaṁ devattena ananubhūtaṁ, pajāpatissa pajāpatittena ananubhūtaṁ, brahmānaṁ brahmattena ananubhūtaṁ, ābhassarānaṁ ābhassarattena ananubhūtaṁ, subhakiṇhānaṁ subhakiṇhattena ananubhūtaṁ, vehapphalānaṁ vehapphalattena ananubhūtaṁ, abhibhussa abhibhuttena ananubhūtaṁ, sabbassa sabbattena ananubhūtaṁ. das ist es, was nicht in den Erfahrungsbereich fällt, der durch Erde, Wasser, Feuer, Wind, Geschöpfe, Götter, den Urvater, Brahmā, die Götter von strahlendem Glanz, die Götter von allumfassender Schönheit, die Götter von überreicher Frucht, den Bezwinger und alles gekennzeichnet ist.

Handa carahi te, mārisa, passa antaradhāyāmī’ti. Nun schau, Kamerad, ich werde von dir verschwinden!‘

‘Handa carahi me tvaṁ, brahme, antaradhāyassu, sace visahasī’ti. ‚Gut denn, Brahmā, verschwinde von mir – wenn du kannst.‘

Atha kho, bhikkhave, bako brahmā: Da sagte der Brahmā Baka:

‘antaradhāyissāmi samaṇassa gotamassa, antaradhāyissāmi samaṇassa gotamassā’ti nevassu me sakkoti antaradhāyituṁ. ‚Ich werde vom Asketen Gotama verschwinden! Ich werde vom Asketen Gotama verschwinden!‘ Aber er war nicht in der Lage, von mir zu verschwinden.

Evaṁ vutte, ahaṁ, bhikkhave, bakaṁ brahmānaṁ etadavocaṁ: Darauf sagte ich zu ihm:

‘handa carahi te brahme antaradhāyāmī’ti. ‚Nun, Brahmā, werde ich von dir verschwinden!‘

‘Handa carahi me tvaṁ, mārisa, antaradhāyassu sace visahasī’ti. ‚Gut denn, Kamerad, verschwinde von mir – wenn du kannst.‘

Atha kho ahaṁ, bhikkhave, tathārūpaṁ iddhābhisaṅkhāraṁ abhisaṅkhāsiṁ: Darauf setzte ich meine übersinnliche Kraft ein und veranlasste,

‘ettāvatā brahmā ca brahmaparisā ca brahmapārisajjā ca saddañca me sossanti, na ca maṁ dakkhantī’ti. dass meine Stimme so weit reichte, dass Brahmā, seine Versammlung und sein Gefolge mich hören konnten, mich aber nicht sahen.

Antarahito imaṁ gāthaṁ abhāsiṁ: Und während ich verschwunden war, sagte ich diese Strophe auf:

‘Bhavevāhaṁ bhayaṁ disvā, ‚Ich erkannte die Gefahr in fortgesetztem Dasein,

bhavañca vibhavesinaṁ; dass das Leben in jedem Dasein aufhören wird,

Bhavaṁ nābhivadiṁ kiñci, da bejahte ich keine Art von Dasein

nandiñca na upādiyin’ti. und ergriff das Genießen nicht.‘

Atha kho, bhikkhave, brahmā ca brahmaparisā ca brahmapārisajjā ca acchariyabbhutacittajātā ahesuṁ: Da dachten Brahmā, seine Versammlung und sein Gefolge voller Verwunderung und Erstaunen:

‘acchariyaṁ vata bho, abbhutaṁ vata bho. ‚Wie unglaublich! Wie erstaunlich!

Samaṇassa gotamassa mahiddhikatā mahānubhāvatā, na ca vata no ito pubbe diṭṭho vā, suto vā, añño samaṇo vā brāhmaṇo vā evaṁ mahiddhiko evaṁ mahānubhāvo yathāyaṁ samaṇo gotamo sakyaputto sakyakulā pabbajito. Der Asket Gotama besitzt solche übersinnliche Kraft und Macht! Nie zuvor haben wir einen anderen Asketen oder Brahmanen mit solch einer übersinnlichen Kraft und Macht gesehen oder davon gehört wie den Asketen Gotama, der aus dem Stamm der Sakyer fortgezogen ist.

Bhavarāmāya vata, bho, pajāya bhavaratāya bhavasammuditāya samūlaṁ bhavaṁ udabbahī’ti. Obwohl die Menschen fortgesetztes Dasein genießen, es so sehr lieben, hat er es mit Stumpf und Stiel ausgerissen.‘

Atha kho, bhikkhave, māro pāpimā aññataraṁ brahmapārisajjaṁ anvāvisitvā maṁ etadavoca: Da ergriff Māra der Böse Besitz von einem Mitglied von Brahmās Gefolge und sagte zu mir:

‘sace kho tvaṁ, mārisa, evaṁ pajānāsi, sace tvaṁ evaṁ anubuddho, mā sāvake upanesi, mā pabbajite; ‚Wenn du es so verstehst, Kamerad, stelle es nicht deinen Schülern vor oder denen, die fortgezogen sind!

mā sāvakānaṁ dhammaṁ desesi, mā pabbajitānaṁ; Lehre deine Schüler und die, die fortgezogen sind, nicht diesen Dhamma!

mā sāvakesu gedhimakāsi, mā pabbajitesu. Wünsche dies nicht für deine Schüler oder die, die fortgezogen sind!

Ahesuṁ kho, bhikkhu, tayā pubbe samaṇabrāhmaṇā lokasmiṁ arahanto sammāsambuddhā paṭijānamānā. Es gab vor dir Asketen und Brahmanen in der Welt, Mönch, die behaupteten, Vollendete zu sein, vollkommen erwachte Buddhas.

Te sāvake upanesuṁ pabbajite, sāvakānaṁ dhammaṁ desesuṁ pabbajitānaṁ, sāvakesu gedhimakaṁsu pabbajitesu, te sāvake upanetvā pabbajite, sāvakānaṁ dhammaṁ desetvā pabbajitānaṁ, sāvakesu gedhitacittā pabbajitesu, Sie stellten dies ihren Schülern vor und denen, die fortgezogen waren, lehrten sie es und wünschten es für sie.

kāyassa bhedā pāṇupacchedā hīne kāye patiṭṭhitā. Als ihr Körper auseinanderbrach und ihr Atem abgeschnitten wurde, wurden sie in einem niederen Bereich wiedergeboren.

Ahesuṁ ye pana, bhikkhu, tayā pubbe samaṇabrāhmaṇā lokasmiṁ arahanto sammāsambuddhā paṭijānamānā. Aber es gab vor dir auch Asketen und Brahmanen in der Welt, Mönch, die behaupteten, Vollendete zu sein, vollkommen erwachte Buddhas.

Te na sāvake upanesuṁ na pabbajite, na sāvakānaṁ dhammaṁ desesuṁ na pabbajitānaṁ, na sāvakesu gedhimakaṁsu na pabbajitesu, te na sāvake upanetvā na pabbajite, na sāvakānaṁ dhammaṁ desetvā na pabbajitānaṁ, na sāvakesu gedhitacittā na pabbajitesu, Sie stellten dies ihren Schülern und denen, die fortgezogen waren, nicht vor, lehrten sie es nicht und wünschten es nicht für sie.

kāyassa bhedā pāṇupacchedā paṇīte kāye patiṭṭhitā. Als ihr Körper auseinanderbrach und ihr Atem abgeschnitten wurde, wurden sie in einem höheren Bereich wiedergeboren.

Taṁ tāhaṁ, bhikkhu, evaṁ vadāmi—Daher, Mönch, sage ich dir:

iṅgha tvaṁ, mārisa, appossukko diṭṭhadhammasukhavihāramanuyutto viharassu, anakkhātaṁ kusalañhi, mārisa, mā paraṁ ovadāhī’ti. Kamerad, bleibe bitte untätig und verweile in seliger Meditation in diesem Leben, denn das bleibt besser ungesagt. Kamerad, leite nicht andere an.‘

Evaṁ vutte, ahaṁ, bhikkhave, māraṁ pāpimantaṁ etadavocaṁ: Auf seine Worte sagte ich zu Māra:

‘jānāmi kho tāhaṁ, pāpima, mā tvaṁ maññittho: ‚Ich erkenne dich, Böser. Denke nicht:

“na maṁ jānātī”ti. „Er erkennt mich nicht.“

Māro tvamasi, pāpima. Du bist Māra der Böse.

Na maṁ tvaṁ, pāpima, hitānukampī evaṁ vadesi; Du sprichst nicht aus Anteilnahme so zu mir,

ahitānukampī maṁ tvaṁ, pāpima, evaṁ vadesi. sondern ohne Anteilnahme.

Tuyhañhi, pāpima, evaṁ hoti: Denn du denkst:

“yesaṁ samaṇo gotamo dhammaṁ desessati, te me visayaṁ upātivattissantī”ti. „Die, die der Asket Gotama unterweist, werden über mein Revier hinausgehen.“

Asammāsambuddhāva pana te, pāpima, samānā sammāsambuddhāmhāti paṭijāniṁsu. Die, die früher behaupteten, vollkommen erwachte Buddhas zu sein, waren tatsächlich keine vollkommen erwachten Buddhas.

Ahaṁ kho pana, pāpima, sammāsambuddhova samāno sammāsambuddhomhīti paṭijānāmi. Doch ich behaupte, ein vollkommen erwachter Buddha zu sein, und bin tatsächlich ein vollkommen erwachter Buddha.

Desentopi hi, pāpima, tathāgato sāvakānaṁ dhammaṁ tādisova adesentopi hi, pāpima, tathāgato sāvakānaṁ dhammaṁ tādisova. Der Klargewordene bleibt, wie er ist, ob er Schüler unterweist oder nicht.

Upanentopi hi, pāpima, tathāgato sāvake tādisova, anupanentopi hi, pāpima, tathāgato sāvake tādisova. Der Klargewordene bleibt, wie er ist, ob er Schülern die Lehre vorstellt oder nicht.

Taṁ kissa hetu? Warum ist das so?

Tathāgatassa, pāpima, ye āsavā saṅkilesikā ponobbhavikā sadarā dukkhavipākā āyatiṁ jātijarāmaraṇiyā—Weil der Klargewordene die Befleckungen aufgegeben hat, die verunreinigen, zu künftigen Leben führen, die beschwerlich sind, zu Leiden führen, zu Wiedergeburt, Alter und Tod.

te pahīnā ucchinnamūlā tālāvatthukatā anabhāvaṅkatā āyatiṁ anuppādadhammā. Er hat sie an der Wurzel abgeschnitten, sodass sie wie der Stumpf einer Palme sind, dass sie ausgelöscht sind und sich in Zukunft nicht mehr erheben können.

Seyyathāpi, pāpima, tālo matthakacchinno abhabbo puna virūḷhiyā; Wie eine Palme, deren Krone abgeschnitten wurde: Sie kann nicht wieder wachsen.

evameva kho, pāpima, tathāgatassa ye āsavā saṅkilesikā ponobbhavikā sadarā dukkhavipākā āyatiṁ jātijarāmaraṇiyā—Ebenso hat der Klargewordene die Befleckungen aufgegeben, die verunreinigen, zu künftigen Leben führen, die beschwerlich sind, zu Leiden führen, zu Wiedergeburt, Alter und Tod.

te pahīnā ucchinnamūlā tālāvatthukatā anabhāvaṅkatā āyatiṁ anuppādadhammā’ti. Er hat sie an der Wurzel abgeschnitten, sodass sie wie der Stumpf einer Palme sind, dass sie ausgelöscht sind und sich in Zukunft nicht mehr erheben können.‘“

Iti hidaṁ mārassa ca anālapanatāya brahmuno ca abhinimantanatāya, tasmā imassa veyyākaraṇassa brahmanimantanikantveva adhivacanan”ti. Daher ist, weil Māra zum Schweigen gebracht wurde und wegen der Einladung Brahmās, der Name dieser Lehrrede „Über die Einladung Brahmās“.

Brahmanimantanikasuttaṁ niṭṭhitaṁ navamaṁ.
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