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Majjhima Nikāya 53 Mittlere Lehrreden 53
Sekhasutta Einer in Schulung
Evaṁ me sutaṁ—So habe ich es gehört:
ekaṁ samayaṁ bhagavā sakkesu viharati kapilavatthusmiṁ nigrodhārāme. Einmal hielt sich der Buddha im Land der Sakyer bei Kapilavatthu auf, im Banyanbaum-Kloster.
Tena kho pana samayena kāpilavatthavānaṁ sakyānaṁ navaṁ santhāgāraṁ acirakāritaṁ hoti anajjhāvuṭṭhaṁ samaṇena vā brāhmaṇena vā kenaci vā manussabhūtena. Nun war da gerade kürzlich für die Sakyer von Kapilavatthu eine neue Ratshalle erbaut worden. Bisher war sie noch von keinem Asketen oder Brahmanen oder von irgendeinem menschlichen Wesen benutzt worden.
Atha kho kāpilavatthavā sakyā yena bhagavā tenupasaṅkamiṁsu; upasaṅkamitvā bhagavantaṁ abhivādetvā ekamantaṁ nisīdiṁsu. Ekamantaṁ nisinnā kho kāpilavatthavā sakyā bhagavantaṁ etadavocuṁ: Da gingen die Sakyer von Kapilavatthu zum Buddha, verbeugten sich, setzten sich zur Seite hin und sagten zu ihm:
“idha, bhante, kāpilavatthavānaṁ sakyānaṁ navaṁ santhāgāraṁ acirakāritaṁ anajjhāvuṭṭhaṁ samaṇena vā brāhmaṇena vā kenaci vā manussabhūtena. „Herr, kürzlich wurde für die Sakyer von Kapilavatthu eine neue Ratshalle erbaut. Sie ist noch von keinem Asketen oder Brahmanen oder von irgendeinem menschlichen Wesen benutzt worden.
Taṁ, bhante, bhagavā paṭhamaṁ paribhuñjatu. Bhagavatā paṭhamaṁ paribhuttaṁ pacchā kāpilavatthavā sakyā paribhuñjissanti. Der Buddha möchte der Erste sein, der sie benutzt, und erst danach wollen die Sakyer von Kapilavatthu sie benutzen.
Tadassa kāpilavatthavānaṁ sakyānaṁ dīgharattaṁ hitāya sukhāyā”ti. Das wäre zum langanhaltenden Nutzen und Glück der Sakyer von Kapilavatthu.“
Adhivāsesi bhagavā tuṇhībhāvena. Der Buddha schwieg zum Zeichen der Zustimmung.
Atha kho kāpilavatthavā sakyā bhagavato adhivāsanaṁ viditvā uṭṭhāyāsanā bhagavantaṁ abhivādetvā padakkhiṇaṁ katvā yena navaṁ santhāgāraṁ tenupasaṅkamiṁsu; upasaṅkamitvā sabbasanthariṁ santhāgāraṁ santharitvā āsanāni paññapetvā udakamaṇikaṁ upaṭṭhapetvā telappadīpaṁ āropetvā yena bhagavā tenupasaṅkamiṁsu; Da erhoben sich, als sie die Zustimmung des Buddha erkannt hatten, die Sakyer von ihren Sitzen, verbeugten sich und umrundeten den Buddha respektvoll, die rechte Seite ihm zugewandt. Dann gingen sie zu ihrer neuen Ratshalle, breiteten überall Teppiche aus, richteten Sitze her, brachten einen Krug mit Wasser und stellten eine Öllampe auf. Dann gingen sie zum Buddha zurück,
upasaṅkamitvā bhagavantaṁ abhivādetvā ekamantaṁ aṭṭhaṁsu. verbeugten sich, stellten sich zur Seite hin
Ekamantaṁ ṭhitā kho kāpilavatthavā sakyā bhagavantaṁ etadavocuṁ: und berichteten von ihren Vorbereitungen. Sie sagten:
“sabbasanthariṁ santhataṁ, bhante, santhāgāraṁ, āsanāni paññattāni, udakamaṇiko upaṭṭhāpito, telappadīpo āropito.
Yassadāni, bhante, bhagavā kālaṁ maññatī”ti. „Bitte, Herr, komm nach deinem Belieben.“
Atha kho bhagavā nivāsetvā pattacīvaramādāya saddhiṁ bhikkhusaṅghena yena santhāgāraṁ tenupasaṅkami; upasaṅkamitvā pāde pakkhāletvā santhāgāraṁ pavisitvā majjhimaṁ thambhaṁ nissāya puratthābhimukho nisīdi. Da kleidete der Buddha sich an, nahm Schale und Robe und ging zusammen mit dem Saṅgha der Mönche und Nonnen zu der neuen Ratshalle. Er wusch seine Füße, betrat die Ratshalle und setzte sich gegen den Mittelpfeiler mit Blick nach Osten.
Bhikkhusaṅghopi kho pāde pakkhāletvā santhāgāraṁ pavisitvā pacchimaṁ bhittiṁ nissāya puratthābhimukho nisīdi, bhagavantaṁyeva purakkhatvā. Auch der Saṅgha der Mönche und Nonnen wusch seine Füße, betrat die Ratshalle und setzte sich gegen die westliche Wand mit Blick nach Osten, sodass der Buddha vor ihnen saß.
Kāpilavatthavāpi kho sakyā pāde pakkhāletvā santhāgāraṁ pavisitvā puratthimaṁ bhittiṁ nissāya pacchimābhimukhā nisīdiṁsu, bhagavantaṁyeva purakkhatvā. Auch die Sakyer von Kapilavatthu wuschen ihre Füße, betraten die Ratshalle und setzten sich gegen die östliche Wand mit Blick nach Westen, sodass der Buddha vor ihnen saß.
Atha kho bhagavā kāpilavatthave sakye bahudeva rattiṁ dhammiyā kathāya sandassetvā samādapetvā samuttejetvā sampahaṁsetvā āyasmantaṁ ānandaṁ āmantesi: Einen großen Teil der Nacht verbrachte der Buddha damit, die Sakyer mit einem Dhammavortrag anzuleiten, zu ermuntern, zu begeistern und anzuregen. Dann wandte er sich an den Ehrwürdigen Ānanda:
“paṭibhātu taṁ, ānanda, kāpilavatthavānaṁ sakyānaṁ sekho pāṭipado. „Ānanda, sprich zu den Sakyern von Kapilavatthu über den Übenden in Schulung, wie es dir einfällt.
Piṭṭhi me āgilāyati; Mein Rücken schmerzt,
tamahaṁ āyamissāmī”ti. ich will ihn ausstrecken.“
“Evaṁ, bhante”ti kho āyasmā ānando bhagavato paccassosi. „Ja, Herr“, antwortete Ānanda.
Atha kho bhagavā catugguṇaṁ saṅghāṭiṁ paññāpetvā dakkhiṇena passena sīhaseyyaṁ kappesi, pāde pādaṁ accādhāya, sato sampajāno, uṭṭhānasaññaṁ manasi karitvā. Da faltete der Buddha seine äußere Robe vierfach, breitete sie aus und legte sich in der Haltung des Löwen nieder – auf die rechte Seite, einen Fuß auf den anderen gelegt – achtsam und der Situation bewusst, den Geist auf die Zeit des Aufstehens gerichtet.
Atha kho āyasmā ānando mahānāmaṁ sakkaṁ āmantesi: Da wandte sich Ānanda an den Sakyer Mahānāma:
“idha, mahānāma, ariyasāvako sīlasampanno hoti, indriyesu guttadvāro hoti, bhojane mattaññū hoti, jāgariyaṁ anuyutto hoti, sattahi saddhammehi samannāgato hoti, catunnaṁ jhānānaṁ ābhicetasikānaṁ diṭṭhadhammasukhavihārānaṁ nikāmalābhī hoti akicchalābhī akasiralābhī. „Mahānāma, da hat ein edler Schüler das sittliche Verhalten vervollkommnet, bewacht die Tore der Sinne, hält Maß beim Essen und weiht sich dem Wachsein. Er besitzt sieben gute Eigenschaften und erlangt die vier Vertiefungen – Zustände seliger Meditation in diesem Leben, die zum höheren Geist gehören – wann immer er will, ohne Mühe und Not.
Kathañca, mahānāma, ariyasāvako sīlasampanno hoti? Und wie hat ein edler Schüler das sittliche Verhalten vervollkommnet?
Idha, mahānāma, ariyasāvako sīlavā hoti, pātimokkhasaṁvarasaṁvuto viharati ācāragocarasampanno aṇumattesu vajjesu bhayadassāvī, samādāya sikkhati sikkhāpadesu. Da ist ein edler Schüler sittlich, gezügelt in der Ordenssatzung, verhält sich angemessen und sucht an angemessenen Orten um Almosen nach. Er sieht die Gefahr im kleinsten Fehler und hält die Regeln ein, die er aufgenommen hat.
Evaṁ kho, mahānāma, ariyasāvako sīlasampanno hoti. So hat ein edler Schüler das sittliche Verhalten vervollkommnet.
Kathañca, mahānāma, ariyasāvako indriyesu guttadvāro hoti? Und wie bewacht ein edler Schüler die Tore der Sinne?
Idha, mahānāma, ariyasāvako cakkhunā rūpaṁ disvā na nimittaggāhī hoti nānubyañjanaggāhī. Wenn ein edler Schüler mit dem Auge ein Bild sieht, bleibt er nicht an den Merkmalen und Einzelheiten hängen.
Yatvādhikaraṇamenaṁ cakkhundriyaṁ asaṁvutaṁ viharantaṁ abhijjhādomanassā pāpakā akusalā dhammā anvāssaveyyuṁ tassa saṁvarāya paṭipajjati, rakkhati cakkhundriyaṁ, cakkhundriye saṁvaraṁ āpajjati. Wenn das Sehvermögen nicht gezügelt wäre, würden schlechte, untaugliche Eigenschaften von Begehrlichkeit und Verdrießlichkeit überhandnehmen. Aus diesem Grund übt er Zügelung, bewacht das Sehvermögen und hält es im Zaum.
Sotena saddaṁ sutvā …pe… Wenn er mit dem Ohr einen Ton hört …
ghānena gandhaṁ ghāyitvā …pe… Wenn er mit der Nase einen Geruch riecht …
jivhāya rasaṁ sāyitvā …pe… Wenn er mit der Zunge einen Geschmack schmeckt …
kāyena phoṭṭhabbaṁ phusitvā …pe… Wenn er mit dem Körper eine Berührung empfindet …
manasā dhammaṁ viññāya na nimittaggāhī hoti nānubyañjanaggāhī. Wenn er mit dem Geist eine Vorstellung erkennt, bleibt er nicht an den Merkmalen und Einzelheiten hängen.
Yatvādhikaraṇamenaṁ manindriyaṁ asaṁvutaṁ viharantaṁ abhijjhādomanassā pāpakā akusalā dhammā anvāssaveyyuṁ tassa saṁvarāya paṭipajjati, rakkhati manindriyaṁ, manindriye saṁvaraṁ āpajjati. Wenn das Vorstellungsvermögen nicht gezügelt wäre, würden schlechte, untaugliche Eigenschaften von Begehrlichkeit und Verdrießlichkeit überhandnehmen. Aus diesem Grund übt er Zügelung, bewacht das Vorstellungsvermögen und hält es im Zaum.
Evaṁ kho, mahānāma, ariyasāvako indriyesu guttadvāro hoti. So bewacht ein edler Schüler die Tore der Sinne.
Kathañca, mahānāma, ariyasāvako bhojane mattaññū hoti? Und wie hält ein edler Schüler Maß beim Essen?
Idha, mahānāma, ariyasāvako paṭisaṅkhā yoniso āhāraṁ āhāreti: Da denkt ein edler Schüler beim Essen über seine Nahrung gründlich nach:
‘neva davāya na madāya na maṇḍanāya na vibhūsanāya; yāvadeva imassa kāyassa ṭhitiyā yāpanāya vihiṁsūparatiyā brahmacariyānuggahāya. Iti purāṇañca vedanaṁ paṭihaṅkhāmi, navañca vedanaṁ na uppādessāmi, yātrā ca me bhavissati anavajjatā ca phāsuvihāro cā’ti. ‚Nicht zum Spaß, zum Schwelgen, zur Zier und zum Schmuck, sondern nur, um diesen Körper zu erhalten, um Schaden abzuwenden und das geistliche Leben zu fördern; so werde ich altes Unbehagen beenden und neues nicht entstehen lassen, und ich werde durchhalten und ohne Tadel und unbeschwert leben können.‘
Evaṁ kho, mahānāma, ariyasāvako bhojane mattaññū hoti. So hält ein edler Schüler Maß beim Essen.
Kathañca, mahānāma, ariyasāvako jāgariyaṁ anuyutto hoti? Und wie weiht sich ein edler Schüler dem Wachsein?
Idha, mahānāma, ariyasāvako divasaṁ caṅkamena nisajjāya āvaraṇīyehi dhammehi cittaṁ parisodheti, Da meditiert ein edler Schüler am Tag im Gehen und im Sitzen und läutert den Geist von Hemmnissen.
rattiyā paṭhamaṁ yāmaṁ caṅkamena nisajjāya āvaraṇīyehi dhammehi cittaṁ parisodheti, In der ersten Nachtwache meditiert er im Gehen und im Sitzen und läutert den Geist von Hemmnissen.
rattiyā majjhimaṁ yāmaṁ dakkhiṇena passena sīhaseyyaṁ kappeti, pāde pādaṁ accādhāya, sato sampajāno, uṭṭhānasaññaṁ manasi karitvā, In der mittleren Nachtwache legt er sich in der Haltung des Löwen nieder – auf die rechte Seite, einen Fuß auf den anderen gelegt – achtsam und der Situation bewusst, den Geist auf die Zeit des Aufstehens gerichtet.
rattiyā pacchimaṁ yāmaṁ paccuṭṭhāya caṅkamena nisajjāya āvaraṇīyehi dhammehi cittaṁ parisodheti. In der letzten Nachtwache steht er auf und meditiert im Gehen und im Sitzen und läutert den Geist von Hemmnissen.
Evaṁ kho, mahānāma, ariyasāvako jāgariyaṁ anuyutto hoti. So weiht sich ein edler Schüler dem Wachsein.
Kathañca, mahānāma, ariyasāvako sattahi saddhammehi samannāgato hoti? Und wie besitzt ein edler Schüler sieben gute Eigenschaften?
Idha, mahānāma, ariyasāvako saddho hoti, saddahati tathāgatassa bodhiṁ: Da hat ein edler Schüler Vertrauen zum Erwachen des Klargewordenen:
‘itipi so bhagavā arahaṁ sammāsambuddho vijjācaraṇasampanno sugato lokavidū anuttaro purisadammasārathi satthā devamanussānaṁ buddho bhagavā’ti. ‚Dieser Gesegnete ist vollendet, ein vollkommen erwachter Buddha, von vollendetem Wissen und Verhalten, heilig, Kenner der Welt, unübertrefflicher Anleiter für alle, die üben wollen, Lehrer von Göttern und Menschen, erwacht, gesegnet.‘
Hirimā hoti, hirīyati kāyaduccaritena vacīduccaritena manoduccaritena, hirīyati pāpakānaṁ akusalānaṁ dhammānaṁ samāpattiyā. Er hat ein Gewissen. Sein Gewissen regt sich bei Fehlverhalten mit dem Körper, der Sprache und dem Geist und beim Erwerb schlechter, untauglicher Eigenschaften.
Ottappī hoti, ottappati kāyaduccaritena vacīduccaritena manoduccaritena, ottappati pāpakānaṁ akusalānaṁ dhammānaṁ samāpattiyā. Er ist besonnen. Er ist besonnen, wenn es um Fehlverhalten mit dem Körper, der Sprache und dem Geist und um den Erwerb schlechter, untauglicher Eigenschaften geht.
Bahussuto hoti sutadharo sutasannicayo. Ye te dhammā ādikalyāṇā majjhekalyāṇā pariyosānakalyāṇā sātthā sabyañjanā kevalaparipuṇṇaṁ parisuddhaṁ brahmacariyaṁ abhivadanti tathārūpāssa dhammā bahussutā honti dhātā vacasā paricitā manasānupekkhitā diṭṭhiyā suppaṭividdhā. Er ist sehr gelehrt, erinnert und behält, was er gehört hat: diese Lehren, die am Anfang gut, in der Mitte gut und am Ende gut sind, bedeutsam und gut ausgedrückt; die ein geistliches Leben beschreiben, das ganz vollständig und rein ist. Er ist sehr gelehrt in diesen Lehren, erinnert sie, übt sie ein, prüft sie mit dem Geist und erfasst sie gedanklich.
Āraddhavīriyo viharati akusalānaṁ dhammānaṁ pahānāya, kusalānaṁ dhammānaṁ upasampadāya, thāmavā daḷhaparakkamo anikkhittadhuro kusalesu dhammesu. Er lebt so, dass er seine Energie aufrüttelt, um untaugliche Eigenschaften aufzugeben und sich taugliche Eigenschaften zu eigen zu machen. Er ist stark, beharrlich fest, und lässt nicht nach beim Entwickeln tauglicher Eigenschaften.
Satimā hoti, paramena satinepakkena samannāgato, cirakatampi cirabhāsitampi saritā anussaritā. Er ist achtsam. Er besitzt äußerste Achtsamkeit und Wachheit, und an Dinge, die vor langer Zeit getan oder gesagt wurden, kann er sich erinnern und sie sich ins Gedächtnis rufen.
Paññavā hoti, udayatthagāminiyā paññāya samannāgato, ariyāya nibbedhikāya sammā dukkhakkhayagāminiyā. Er ist weise. Er besitzt die Weisheit des Entstehens und Vergehens, die edel und durchdringend ist und zur völligen Auflösung des Leidens führt.
Evaṁ kho, mahānāma, ariyasāvako sattahi saddhammehi samannāgato hoti. So besitzt ein edler Schüler sieben gute Eigenschaften.
Kathañca, mahānāma, ariyasāvako catunnaṁ jhānānaṁ ābhicetasikānaṁ diṭṭhadhammasukhavihārānaṁ nikāmalābhī hoti akicchalābhī akasiralābhī? Und wie erlangt ein edler Schüler die vier Vertiefungen – Zustände seliger Meditation in diesem Leben, die zum höheren Geist gehören – wann immer er will, ohne Mühe und Not?
Idha, mahānāma, ariyasāvako vivicceva kāmehi …pe… paṭhamaṁ jhānaṁ upasampajja viharati; Da tritt ein edler Schüler, ganz abgeschieden von den Sinnenfreuden, abgeschieden von untauglichen Eigenschaften, in die erste Vertiefung ein und verweilt darin …
vitakkavicārānaṁ vūpasamā ajjhattaṁ sampasādanaṁ …pe… dutiyaṁ jhānaṁ upasampajja viharati; in die zweite Vertiefung …
pītiyā ca virāgā …pe… tatiyaṁ jhānaṁ upasampajja viharati; in die dritte Vertiefung …
sukhassa ca pahānā dukkhassa ca pahānā pubbeva somanassadomanassānaṁ atthaṅgamā …pe… catutthaṁ jhānaṁ upasampajja viharati. in die vierte Vertiefung.
Evaṁ kho, mahānāma, ariyasāvako catunnaṁ jhānānaṁ ābhicetasikānaṁ diṭṭhadhammasukhavihārānaṁ nikāmalābhī hoti akicchalābhī akasiralābhī. So erlangt ein edler Schüler die vier Vertiefungen – Zustände seliger Meditation in diesem Leben, die zum höheren Geist gehören – wann immer er will, ohne Mühe und Not.
Yato kho, mahānāma, ariyasāvako evaṁ sīlasampanno hoti, evaṁ indriyesu guttadvāro hoti, evaṁ bhojane mattaññū hoti, evaṁ jāgariyaṁ anuyutto hoti, evaṁ sattahi saddhammehi samannāgato hoti, evaṁ catunnaṁ jhānānaṁ ābhicetasikānaṁ diṭṭhadhammasukhavihārānaṁ nikāmalābhī hoti akicchalābhī akasiralābhī, ayaṁ vuccati, mahānāma, ariyasāvako sekho pāṭipado apuccaṇḍatāya samāpanno, bhabbo abhinibbhidāya, bhabbo sambodhāya, bhabbo anuttarassa yogakkhemassa adhigamāya. Wenn ein edler Schüler das sittliche Verhalten vervollkommnet hat, die Tore der Sinne bewacht, beim Essen Maß hält und sich dem Wachsein weiht; wenn er sieben gute Eigenschaften besitzt und die vier Vertiefungen – Zustände seliger Meditation in diesem Leben, die zum höheren Geist gehören – erlangt, wann immer er will, ohne Mühe und Not, dann nennt man ihn einen edlen Schüler, der ein Übender in Schulung ist. Seine Eier sind unbeschädigt und er ist in der Lage, durch die Schale herauszubrechen, zu erwachen und das unübertreffliche Refugium vor dem Joch zu erreichen.
Seyyathāpi, mahānāma, kukkuṭiyā aṇḍāni aṭṭha vā dasa vā dvādasa vā tānāssu kukkuṭiyā sammā adhisayitāni sammā pariseditāni sammā paribhāvitāni, kiñcāpi tassā kukkuṭiyā na evaṁ icchā uppajjeyya: Wie wenn eine Henne acht, zehn oder zwölf Eier hätte, und sie hätte richtig darauf gesessen, sie warm gehalten und bebrütet. Selbst wenn diese Henne nicht wünscht:
‘aho vatime kukkuṭapotakā pādanakhasikhāya vā mukhatuṇḍakena vā aṇḍakosaṁ padāletvā sotthinā abhinibbhijjeyyun’ti, ‚Dass doch meine Küken die Eierschale mit ihren Klauen und Schnäbeln durchbrechen und sicher schlüpfen könnten!‘,
atha kho bhabbāva te kukkuṭapotakā pādanakhasikhāya vā mukhatuṇḍakena vā aṇḍakosaṁ padāletvā sotthinā abhinibbhijjituṁ. sie könnten dennoch die Schale durchbrechen und sicher schlüpfen.
Evameva kho, mahānāma, yato ariyasāvako evaṁ sīlasampanno hoti, evaṁ indriyesu guttadvāro hoti, evaṁ bhojane mattaññū hoti, evaṁ jāgariyaṁ anuyutto hoti, evaṁ sattahi saddhammehi samannāgato hoti, evaṁ catunnaṁ jhānānaṁ ābhicetasikānaṁ diṭṭhadhammasukhavihārānaṁ nikāmalābhī hoti akicchalābhī akasiralābhī, ayaṁ vuccati, mahānāma, ariyasāvako sekho pāṭipado apuccaṇḍatāya samāpanno, bhabbo abhinibbhidāya, bhabbo sambodhāya, bhabbo anuttarassa yogakkhemassa adhigamāya. Ebenso nennt man einen edlen Schüler, wenn er das sittliche Verhalten vervollkommnet hat, die Tore der Sinne bewacht, beim Essen Maß hält und sich dem Wachsein weiht; wenn er sieben gute Eigenschaften besitzt und die vier Vertiefungen – Zustände seliger Meditation in diesem Leben, die zum höheren Geist gehören – erlangt, wann immer er will, ohne Mühe und Not, einen edlen Schüler, der ein Übender in Schulung ist. Seine Eier sind unbeschädigt und er ist in der Lage, durch die Schale herauszubrechen, zu erwachen und das unübertreffliche Refugium vor dem Joch zu erreichen.
Sa kho so, mahānāma, ariyasāvako imaṁyeva anuttaraṁ upekkhāsatipārisuddhiṁ āgamma anekavihitaṁ pubbenivāsaṁ anussarati, Indem er sich auf diese unübertreffliche Reinheit von Achtsamkeit und Gleichmut stützt, erinnert der edle Schüler sich an viele Arten früherer Leben,
seyyathidaṁ—ekampi jātiṁ dvepi jātiyo …pe… iti sākāraṁ sauddesaṁ anekavihitaṁ pubbenivāsaṁ anussarati, das heißt: eine Wiedergeburt, zwei Wiedergeburten, drei, vier, fünf, zehn, zwanzig, dreißig, vierzig, fünfzig, hundert, tausend, hunderttausend Wiedergeburten; viele Äonen des Zusammenziehens der Welt, viele Äonen des Ausdehnens der Welt, viele Äonen des Zusammenziehens und Ausdehnens der Welt. … Und so erinnert er sich an viele Arten früherer Leben mit den Merkmalen und Einzelheiten.
ayamassa paṭhamābhinibbhidā hoti kukkuṭacchāpakasseva aṇḍakosamhā. Das ist sein erster Durchbruch, wie ein Küken, das die Eierschale durchbricht.
Sa kho so, mahānāma, ariyasāvako imaṁyeva anuttaraṁ upekkhāsatipārisuddhiṁ āgamma dibbena cakkhunā visuddhena atikkantamānusakena satte passati cavamāne upapajjamāne hīne paṇīte suvaṇṇe dubbaṇṇe sugate duggate …pe… yathākammūpage satte pajānāti, Indem er sich auf diese unübertreffliche Reinheit von Achtsamkeit und Gleichmut stützt, sieht dieser edle Schüler mit geläuterter und übermenschlicher Hellsichtigkeit Lebewesen, wie sie hinscheiden und wieder geboren werden – gering oder hochstehend, schön oder hässlich, an einem guten oder einem schlechten Ort. … Er versteht, wie Lebewesen entsprechend ihrer Taten wiedergeboren werden.
ayamassa dutiyābhinibbhidā hoti kukkuṭacchāpakasseva aṇḍakosamhā. Das ist sein zweiter Durchbruch, wie ein Küken, das die Eierschale durchbricht.
Sa kho so, mahānāma, ariyasāvako imaṁyeva anuttaraṁ upekkhāsatipārisuddhiṁ āgamma āsavānaṁ khayā anāsavaṁ cetovimuttiṁ paññāvimuttiṁ diṭṭheva dhamme sayaṁ abhiññā sacchikatvā upasampajja viharati, Indem er sich auf diese unübertreffliche Reinheit von Achtsamkeit und Gleichmut stützt, erlangt dieser edle Schüler mit der Auflösung der Befleckungen in eben diesem Leben die fleckenlose Freiheit des Herzens, die fleckenlose Freiheit durch Weisheit, erkennt sie durch eigene Einsicht und lebt darin.
ayamassa tatiyābhinibbhidā hoti kukkuṭacchāpakasseva aṇḍakosamhā. Das ist sein dritter Durchbruch, wie ein Küken, das die Eierschale durchbricht.
Yampi, mahānāma, ariyasāvako sīlasampanno hoti, idampissa hoti caraṇasmiṁ; Dass ein edler Schüler das sittliche Verhalten vervollkommnet hat, das gehört zu seinem Verhalten.
yampi, mahānāma, ariyasāvako indriyesu guttadvāro hoti, idampissa hoti caraṇasmiṁ; Dass er die Tore der Sinne bewacht,
yampi, mahānāma, ariyasāvako bhojane mattaññū hoti, idampissa hoti caraṇasmiṁ; beim Essen Maß hält,
yampi, mahānāma, ariyasāvako jāgariyaṁ anuyutto hoti, idampissa hoti caraṇasmiṁ; sich dem Wachsein weiht,
yampi, mahānāma, ariyasāvako sattahi saddhammehi samannāgato hoti, idampissa hoti caraṇasmiṁ; sieben gute Eigenschaften besitzt
yampi, mahānāma, ariyasāvako catunnaṁ jhānānaṁ ābhicetasikānaṁ diṭṭhadhammasukhavihārānaṁ nikāmalābhī hoti akicchalābhī akasiralābhī, idampissa hoti caraṇasmiṁ. und die vier Vertiefungen erlangt, wann immer er will, ohne Mühe und Not, das gehört zu seinem Verhalten.
Yañca kho, mahānāma, ariyasāvako anekavihitaṁ pubbenivāsaṁ anussarati, seyyathidaṁ—ekampi jātiṁ dvepi jātiyo …pe… iti sākāraṁ sauddesaṁ anekavihitaṁ pubbenivāsaṁ anussarati, idampissa hoti vijjāya; Dass ein edler Schüler sich an frühere Leben erinnert, das gehört zu seinem Wissen.
yampi, mahānāma, ariyasāvako dibbena cakkhunā visuddhena atikkantamānusakena satte passati cavamāne upapajjamāne hīne paṇīte suvaṇṇe dubbaṇṇe sugate duggate …pe… yathākammūpage satte pajānāti, idampissa hoti vijjāya. Dass er mit geläuterter und übermenschlicher Hellsichtigkeit Lebewesen sieht, wie sie hinscheiden und wieder geboren werden,
Yampi, mahānāma, ariyasāvako āsavānaṁ khayā anāsavaṁ cetovimuttiṁ paññāvimuttiṁ diṭṭheva dhamme sayaṁ abhiññā sacchikatvā upasampajja viharati, idampissa hoti vijjāya. und dass er mit der Auflösung der Befleckungen in eben diesem Leben die fleckenlose Freiheit des Herzens erlangt, die fleckenlose Freiheit durch Weisheit, sie durch eigene Einsicht erkennt und darin lebt, das gehört zu seinem Wissen.
Ayaṁ vuccati, mahānāma, ariyasāvako vijjāsampanno itipi caraṇasampanno itipi vijjācaraṇasampanno itipi. Von diesem edlen Schüler heißt es, er sei ‚im Wissen vollendet‘ und auch ‚im Verhalten vollendet‘ und auch ‚im Wissen und Verhalten vollendet‘.
Brahmunāpesā, mahānāma, sanaṅkumārena gāthā bhāsitā: Auch der Brahmā Sanaṅkumāra sprach diese Strophe:
‘Khattiyo seṭṭho janetasmiṁ, ‚Der Adlige ist der Beste unter den Menschen,
ye gottapaṭisārino; die Stammeszugehörigkeit zum Maßstab nehmen.
Vijjācaraṇasampanno, Aber wer im Wissen und Verhalten vollendet ist,
so seṭṭho devamānuse’ti. ist Erster unter Göttern und Menschen.‘
Sā kho panesā, mahānāma, brahmunā sanaṅkumārena gāthā sugītā no duggītā, subhāsitā no dubbhāsitā, atthasaṁhitā no anatthasaṁhitā, anumatā bhagavatā”ti. Diese Strophe wurde vom Brahmā Sanaṅkumāra gut gesungen, nicht schlecht gesungen; gut gesprochen, nicht schlecht gesprochen. Sie ist nützlich, nicht nutzlos, und der Buddha stimmte ihr zu.“
Atha kho bhagavā uṭṭhahitvā āyasmantaṁ ānandaṁ āmantesi: Darauf erhob sich der Buddha und sagte zum Ehrwürdigen Ānanda:
“sādhu sādhu, ānanda, „Gut, gut, Ānanda!
sādhu kho tvaṁ, ānanda, kāpilavatthavānaṁ sakyānaṁ sekhaṁ pāṭipadaṁ abhāsī”ti. Es ist gut, dass du zu den Sakyern von Kapilavatthu über den Übenden in Schulung gesprochen hast.“
Idamavocāyasmā ānando. Das sagte der Ehrwürdige Ānanda,
Samanuñño satthā ahosi. und der Lehrer stimmte zu.
Attamanā kāpilavatthavā sakyā āyasmato ānandassa bhāsitaṁ abhinandunti. Zufrieden begrüßten die Sakyer von Kapilavatthu die Worte des Ehrwürdigen Ānanda.
Sekhasuttaṁ niṭṭhitaṁ tatiyaṁ.