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Majjhima Nikāya 66 Mittlere Lehrreden 66
Laṭukikopamasutta Das Gleichnis von der Wachtel
Evaṁ me sutaṁ—So habe ich es gehört:
ekaṁ samayaṁ bhagavā aṅguttarāpesu viharati āpaṇaṁ nāma aṅguttarāpānaṁ nigamo. Einmal hielt sich der Buddha im Land der Aṅguttarāper auf, bei ihrem Marktflecken mit Namen Āpaṇa.
Atha kho bhagavā pubbaṇhasamayaṁ nivāsetvā pattacīvaramādāya āpaṇaṁ piṇḍāya pāvisi. Da kleidete der Buddha sich am Morgen an, nahm Schale und Robe und betrat Āpaṇa zum Almosengang.
Āpaṇe piṇḍāya caritvā pacchābhattaṁ piṇḍapātapaṭikkanto yenaññataro vanasaṇḍo tenupasaṅkami divāvihārāya. Er zog um Almosen durch Āpaṇa. Nach dem Essen, als er vom Almosengang zurückkam, ging er für die Meditation des Tages in ein gewisses Waldstück.
Taṁ vanasaṇḍaṁ ajjhogāhetvā aññatarasmiṁ rukkhamūle divāvihāraṁ nisīdi. Er tauchte tief in den Wald ein und setzte sich an den Fuß eines Baumes, um zu meditieren.
Āyasmāpi kho udāyī pubbaṇhasamayaṁ nivāsetvā pattacīvaramādāya āpaṇaṁ piṇḍāya pāvisi. Auch der Ehrwürdige Udāyī kleidete sich am Morgen an, nahm Schale und Robe und betrat Āpaṇa zum Almosengang.
Āpaṇe piṇḍāya caritvā pacchābhattaṁ piṇḍapātapaṭikkanto yena so vanasaṇḍo tenupasaṅkami divāvihārāya. Er zog um Almosen durch Āpaṇa. Nach dem Essen, als er vom Almosengang zurückkam, ging er für die Meditation des Tages in eben dieses Waldstück.
Taṁ vanasaṇḍaṁ ajjhogāhetvā aññatarasmiṁ rukkhamūle divāvihāraṁ nisīdi. Er tauchte tief in den Wald ein und setzte sich an den Fuß eines Baumes, um zu meditieren.
Atha kho āyasmato udāyissa rahogatassa paṭisallīnassa evaṁ cetaso parivitakko udapādi: Da kam dem Ehrwürdigen Udāyī, als er für sich allein in Klausur war, dieser Gedanke in den Sinn:
“bahūnaṁ vata no bhagavā dukkhadhammānaṁ apahattā, bahūnaṁ vata no bhagavā sukhadhammānaṁ upahattā; „Der Buddha hat uns von so vielen Dingen befreit, die Leiden bringen, und uns mit so vielen Dingen bedacht, die Glück bringen!
bahūnaṁ vata no bhagavā akusalānaṁ dhammānaṁ apahattā, bahūnaṁ vata no bhagavā kusalānaṁ dhammānaṁ upahattā”ti. Er hat uns von so vielen untauglichen Dingen befreit und uns mit so vielen tauglichen Dingen bedacht!“
Atha kho āyasmā udāyī sāyanhasamayaṁ paṭisallānā vuṭṭhito yena bhagavā tenupasaṅkami; upasaṅkamitvā bhagavantaṁ abhivādetvā ekamantaṁ nisīdi. Ekamantaṁ nisinno kho āyasmā udāyī bhagavantaṁ etadavoca: Da kam Udāyī am späten Nachmittag aus seiner Klausur und ging zum Buddha. Er verbeugte sich, setzte sich zur Seite hin und sagte zu ihm:
“idha mayhaṁ, bhante, rahogatassa paṭisallīnassa evaṁ cetaso parivitakko udapādi: „Gerade kam mir, Herr, während ich für mich allein in Klausur war, dieser Gedanke in den Sinn:
‘bahūnaṁ vata no bhagavā dukkhadhammānaṁ apahattā, bahūnaṁ vata no bhagavā sukhadhammānaṁ upahattā; ‚Der Buddha hat uns von so vielen Dingen befreit, die Leiden bringen, und uns mit so vielen Dingen bedacht, die Glück bringen!
bahūnaṁ vata no bhagavā akusalānaṁ dhammānaṁ apahattā, bahūnaṁ vata no bhagavā kusalānaṁ dhammānaṁ upahattā’ti. Er hat uns von so vielen untauglichen Dingen befreit und uns mit so vielen tauglichen Dingen bedacht!‘
Mayañhi, bhante, pubbe sāyañceva bhuñjāma pāto ca divā ca vikāle. Denn früher aßen wir am Abend, am Morgen und zur falschen Zeit am Tag.
Ahu kho so, bhante, samayo yaṁ bhagavā bhikkhū āmantesi: Aber dann kam eine Zeit, da der Buddha sich an die Mönche und Nonnen wandte:
‘iṅgha tumhe, bhikkhave, etaṁ divāvikālabhojanaṁ pajahathā’ti. ‚Bitte, Mönche und Nonnen, gebt diese Mahlzeit zur falschen Zeit am Tag auf.‘
Tassa mayhaṁ, bhante, ahudeva aññathattaṁ, ahudeva domanassaṁ: Darauf, Herr, wurden wir traurig und aufgebracht:
‘yampi no saddhā gahapatikā divā vikāle paṇītaṁ khādanīyaṁ bhojanīyaṁ denti tassapi no bhagavā pahānamāha, tassapi no sugato paṭinissaggamāhā’ti. ‚Aber diese vertrauensvollen Hausbesitzer geben uns köstliche frische und gekochte Speisen zur falschen Zeit am Tag. Und der Gesegnete sagt, wir sollen das aufgeben! Der Heilige sagt, wir sollen es loslassen!‘
Te mayaṁ, bhante, bhagavati pemañca gāravañca hiriñca ottappañca sampassamānā evaṁ taṁ divāvikālabhojanaṁ pajahimhā. Aber als wir unsere Zuneigung zum Buddha und unsere Achtung vor ihm betrachteten sowie unseren Sinn für Gewissen und Besonnenheit, gaben wir die Mahlzeit zur falschen Zeit am Tag auf.
Te mayaṁ, bhante, sāyañceva bhuñjāma pāto ca. Dann aßen wir am Abend und am Morgen.
Ahu kho so, bhante, samayo yaṁ bhagavā bhikkhū āmantesi: Aber dann kam eine Zeit, da der Buddha sich an die Mönche und Nonnen wandte:
‘iṅgha tumhe, bhikkhave, etaṁ rattiṁvikālabhojanaṁ pajahathā’ti. ‚Bitte, Mönche und Nonnen, gebt diese Mahlzeit zur falschen Zeit bei Nacht auf.‘
Tassa mayhaṁ, bhante, ahudeva aññathattaṁ ahudeva domanassaṁ: Darauf, Herr, wurden wir traurig und aufgebracht:
‘yampi no imesaṁ dvinnaṁ bhattānaṁ paṇītasaṅkhātataraṁ tassapi no bhagavā pahānamāha, tassapi no sugato paṭinissaggamāhā’ti. ‚Aber das gilt als die köstlichere der beiden Mahlzeiten. Und der Gesegnete sagt, wir sollen das aufgeben! Der Heilige sagt, wir sollen es loslassen!‘
Bhūtapubbaṁ, bhante, aññataro puriso divā sūpeyyaṁ labhitvā evamāha: Einmal geschah es, dass ein gewisser Mensch am Tag etwas Suppe bekam. Er sagte:
‘handa ca imaṁ nikkhipatha, sāyaṁ sabbeva samaggā bhuñjissāmā’ti. ‚Kommt, wir wollen das zurückzustellen und es heute Abend zusammen genießen.‘
Yā kāci, bhante, saṅkhatiyo sabbā tā rattiṁ, appā divā. Fast alle Mahlzeiten werden nachts zubereitet, nur wenige am Tag.
Te mayaṁ, bhante, bhagavati pemañca gāravañca hiriñca ottappañca sampassamānā evaṁ taṁ rattiṁvikālabhojanaṁ pajahimhā. Aber als wir unsere Zuneigung zum Buddha und unsere Achtung vor ihm betrachteten sowie unseren Sinn für Gewissen und Besonnenheit, gaben wir die Mahlzeit zur falschen Zeit bei Nacht auf.
Bhūtapubbaṁ, bhante, bhikkhū rattandhakāratimisāyaṁ piṇḍāya carantā candanikampi pavisanti, oligallepi papatanti, kaṇṭakāvāṭampi ārohanti, suttampi gāviṁ ārohanti, māṇavehipi samāgacchanti katakammehipi akatakammehipi, mātugāmopi te asaddhammena nimanteti. Es war einmal eine Zeit, da die Mönche und Nonnen im Dunkel der Nacht um Almosen umherzogen. Sie liefen in einen Sumpf, fielen in eine Jauchegrube oder stießen an einen Dornbusch oder eine schlafende Kuh oder begegneten Jugendlichen, die nach einem Verbrechen auf der Flucht waren oder auf dem Weg, eins zu begehen, oder sie wurden von einer Frauensperson eingeladen, etwas Obszönes zu tun.
Bhūtapubbāhaṁ, bhante, rattandhakāratimisāyaṁ piṇḍāya carāmi. Einmal geschah es, dass ich im Dunkel der Nacht um Almosen umherzog.
Addasā kho maṁ, bhante, aññatarā itthī vijjantarikāya bhājanaṁ dhovantī. Eine Frau, die einen Krug wusch, sah mich beim Licht eines Blitzes.
Disvā maṁ bhītā vissaramakāsi: Erschrocken schrie sie auf:
‘abhumme pisāco vata man’ti. ‚Wehe mir! Es ist ein verdammter Kobold!‘
Evaṁ vutte, ahaṁ, bhante, taṁ itthiṁ etadavocaṁ: Darauf sagte ich zu ihr:
‘nāhaṁ, bhagini, pisāco; ‚Schwester, ich bin kein Kobold,
bhikkhu piṇḍāya ṭhito’ti. ich bin ein Mönch, der auf Almosen wartet.‘
‘Bhikkhussa ātumārī, bhikkhussa mātumārī. ‚Stirb, Vater des Mönchs! Stirb, Mutter des Mönchs!
Varaṁ te, bhikkhu, tiṇhena govikantanena kucchi parikanto, na tveva varaṁ yaṁ rattandhakāratimisāyaṁ kucchihetu piṇḍāya carasī’ti. Dir würde besser mit einem scharfen Fleischermesser der Bauch aufgeschlitzt, als dass du im Dunkel der Nacht um deines Bauches willen um Almosen unherziehst!‘
Tassa mayhaṁ, bhante, tadanussarato evaṁ hoti: Als ich mich darauf besann, dachte ich:
‘bahūnaṁ vata no bhagavā dukkhadhammānaṁ apahattā, bahūnaṁ vata no bhagavā sukhadhammānaṁ upahattā; ‚Der Buddha hat uns von so vielen Dingen befreit, die Leiden bringen, und uns mit so vielen Dingen bedacht, die Glück bringen!
bahūnaṁ vata no bhagavā akusalānaṁ dhammānaṁ apahattā, bahūnaṁ vata no bhagavā kusalānaṁ dhammānaṁ upahattā’”ti. Er hat uns von so vielen untauglichen Dingen befreit und uns mit so vielen tauglichen Dingen bedacht!‘“
“Evameva panudāyi, idhekacce moghapurisā ‘idaṁ pajahathā’ti mayā vuccamānā te evamāhaṁsu: „Das ist genau das, was geschieht, wenn ich zu manchen unnützen Menschen sage, sie sollen etwas aufgeben. Sie sagen:
‘kiṁ panimassa appamattakassa oramattakassa adhisallikhatevāyaṁ samaṇo’ti. ‚Was, solch ein belangloses, unbedeutendes Ding? Dieser Asket ist viel zu streng!‘
Te tañceva nappajahanti, mayi ca appaccayaṁ upaṭṭhāpenti. Sie geben es nicht auf und hegen Unmut gegen mich;
Ye ca bhikkhū sikkhākāmā tesaṁ taṁ, udāyi, hoti balavaṁ bandhanaṁ, daḷhaṁ bandhanaṁ, thiraṁ bandhanaṁ, apūtikaṁ bandhanaṁ, thūlo, kaliṅgaro—und für die Mönche und Nonnen, die sich schulen wollen, wird das eine starke, feste, kräftige Fessel sein, ein Knoten, der nicht verrottet ist, ein schweres Joch.
seyyathāpi, udāyi, laṭukikā sakuṇikā pūtilatāya bandhanena baddhā tattheva vadhaṁ vā bandhaṁ vā maraṇaṁ vā āgameti. Wie eine Wachtel, die mit einer Ranke festgebunden wäre und dort darauf warten würde, verletzt, gefangen oder getötet zu werden:
Yo nu kho, udāyi, evaṁ vadeyya: Wäre es richtig, zu sagen,
‘yena sā laṭukikā sakuṇikā pūtilatāya bandhanena baddhā tattheva vadhaṁ vā bandhaṁ vā maraṇaṁ vā āgameti, tañhi tassā abalaṁ bandhanaṁ, dubbalaṁ bandhanaṁ, pūtikaṁ bandhanaṁ, asārakaṁ bandhanan’ti; dass diese Ranke für diese Wachtel eine schwache Fessel wäre, schmächtig, verrottet und substanzlos?“
sammā nu kho so, udāyi, vadamāno vadeyyā”ti?
“No hetaṁ, bhante. „Nein, Herr.
Yena sā, bhante, laṭukikā sakuṇikā pūtilatāya bandhanena baddhā tattheva vadhaṁ vā bandhaṁ vā maraṇaṁ vā āgameti, tañhi tassā balavaṁ bandhanaṁ, daḷhaṁ bandhanaṁ, thiraṁ bandhanaṁ apūtikaṁ bandhanaṁ, thūlo, kaliṅgaro”ti. Für diese Wachtel ist diese Ranke eine starke, feste, kräftige Fessel, ein Knoten, der nicht verrottet ist, ein schweres Joch.“
“Evameva kho, udāyi, idhekacce moghapurisā ‘idaṁ pajahathā’ti mayā vuccamānā te evamāhaṁsu: „Ebenso sage ich zu manchen unnützen Menschen, sie sollen etwas aufgeben. Sie sagen:
‘kiṁ panimassa appamattakassa oramattakassa adhisallikhatevāyaṁ samaṇo’ti? ‚Was, solch ein belangloses, unbedeutendes Ding? Dieser Asket ist viel zu streng!‘
Te tañceva nappajahanti, mayi ca appaccayaṁ upaṭṭhāpenti. Sie geben es nicht auf und hegen Unmut gegen mich;
Ye ca bhikkhū sikkhākāmā tesaṁ taṁ, udāyi, hoti balavaṁ bandhanaṁ, daḷhaṁ bandhanaṁ, thiraṁ bandhanaṁ, apūtikaṁ bandhanaṁ, thūlo, kaliṅgaro. und für die Mönche und Nonnen, die sich schulen wollen, wird das eine starke, feste, kräftige Fessel sein, ein Knoten, der nicht verrottet ist, ein schweres Joch.
Idha panudāyi, ekacce kulaputtā ‘idaṁ pajahathā’ti mayā vuccamānā te evamāhaṁsu: Aber wenn ich zu manchen ehrbaren Menschen sage, sie sollen etwas aufgeben, sagen sie:
‘kiṁ panimassa appamattakassa oramattakassa pahātabbassa yassa no bhagavā pahānamāha, yassa no sugato paṭinissaggamāhā’ti? ‚Was, nur solch ein belangloses, unbedeutendes Ding sollen wir aufgeben, wenn der Gesegnete sagt, wir sollen es aufgeben; wenn der Heilige sagt, wir sollen es loslassen?‘
Te tañceva pajahanti, mayi ca na appaccayaṁ upaṭṭhāpenti. Sie geben es auf und hegen keinen Unmut gegen mich;
Ye ca bhikkhū sikkhākāmā te taṁ pahāya appossukkā pannalomā paradattavuttā migabhūtena cetasā viharanti. und wenn die Mönche und Nonnen, die sich schulen wollen, das aufgegeben haben, leben sie entspannt, kein Haar sträubt sich ihnen, sie leben von Wohltätigkeit und ihr Herz ist frei wie ein wilder Hirsch.
Tesaṁ taṁ, udāyi, hoti abalaṁ bandhanaṁ, dubbalaṁ bandhanaṁ, pūtikaṁ bandhanaṁ, asārakaṁ bandhanaṁ—Für sie ist das eine schwache Fessel, schmächtig, verrottet und substanzlos.
seyyathāpi, udāyi, rañño nāgo īsādanto urūḷhavā abhijāto saṅgāmāvacaro daḷhehi varattehi bandhanehi baddho īsakaṁyeva kāyaṁ sannāmetvā tāni bandhanāni saṁchinditvā sampadāletvā yena kāmaṁ pakkamati. Wie ein königlicher Elefantenbulle mit Stoßzähnen wie Deichseln, der eine schwere Last ziehen kann, reinrassig und schlachterprobt, der wäre mit festem Geschirr angekettet. Aber indem er nur den Körper ein wenig drehen würde, würde er seine Ketten entzweibrechen und gehen, wohin er wollte.
Yo nu kho, udāyi, evaṁ vadeyya: Wäre es richtig, zu sagen,
‘yehi so rañño nāgo īsādanto urūḷhavā abhijāto saṅgāmāvacaro daḷhehi varattehi bandhanehi baddho īsakaṁyeva kāyaṁ sannāmetvā tāni bandhanāni saṁchinditvā sampadāletvā yena kāmaṁ pakkamati, tañhi tassa balavaṁ bandhanaṁ, daḷhaṁ bandhanaṁ, thiraṁ bandhanaṁ, apūtikaṁ bandhanaṁ, thūlo, kaliṅgaro’ti; dass dieses feste Geschirr für diesen Elefantenbullen eine starke, feste, kräftige Fessel wäre, ein Knoten, der nicht verrottet ist, ein schweres Joch?“
sammā nu kho so, udāyi, vadamāno vadeyyā”ti?
“No hetaṁ, bhante. „Nein, Herr.
Yehi so, bhante, rañño nāgo īsādanto urūḷhavā abhijāto saṅgāmāvacaro daḷhehi varattehi bandhanehi baddho īsakaṁyeva kāyaṁ sannāmetvā tāni bandhanāni saṁchinditvā sampadāletvā yena kāmaṁ pakkamati, tañhi tassa abalaṁ bandhanaṁ …pe… asārakaṁ bandhanan”ti. Für diesen Elefantenbullen ist dieses feste Geschirr eine schwache Fessel, schmächtig, verrottet und substanzlos.“
“Evameva kho, udāyi, idhekacce kulaputtā ‘idaṁ pajahathā’ti mayā vuccamānā te evamāhaṁsu: „Ebenso sage ich zu manchen ehrbaren Menschen, sie sollen etwas aufgeben. Sie sagen:
‘kiṁ panimassa appamattakassa oramattakassa pahātabbassa yassa no bhagavā pahānamāha, yassa no sugato paṭinissaggamāhā’ti? ‚Was, nur solch ein belangloses, unbedeutendes Ding sollen wir aufgeben, wenn der Gesegnete sagt, wir sollen es aufgeben; wenn der Heilige sagt, wir sollen es loslassen?‘
Te tañceva pajahanti, mayi ca na appaccayaṁ upaṭṭhāpenti. Sie geben es auf und hegen keinen Unmut gegen mich;
Ye ca bhikkhū sikkhākāmā te taṁ pahāya appossukkā pannalomā paradattavuttā migabhūtena cetasā viharanti. und wenn die Mönche und Nonnen, die sich schulen wollen, das aufgegeben haben, leben sie entspannt, kein Haar sträubt sich ihnen, sie leben von Wohltätigkeit und ihr Herz ist frei wie ein wilder Hirsch.
Tesaṁ taṁ, udāyi, hoti abalaṁ bandhanaṁ, dubbalaṁ bandhanaṁ, pūtikaṁ bandhanaṁ, asārakaṁ bandhanaṁ. Für sie ist das eine schwache Fessel, schmächtig, verrottet und substanzlos.
Seyyathāpi, udāyi, puriso daliddo assako anāḷhiyo; Wie wenn da ein armer, mittelloser, bedürftiger Mann wäre,
tassassa ekaṁ agārakaṁ oluggaviluggaṁ kākātidāyiṁ naparamarūpaṁ, ekā khaṭopikā oluggaviluggā naparamarūpā, ekissā kumbhiyā dhaññasamavāpakaṁ naparamarūpaṁ, ekā jāyikā naparamarūpā. der hätte einen einzigen verfallenen Schuppen, der den Krähen offenstünde, nicht von der besten Sorte; eine einzige verfallene Liege, nicht von der besten Sorte; einen einzigen Vorratskrug für Getreide, nicht von der besten Sorte; und ein einziges Weiblein, nicht von der besten Sorte.
So ārāmagataṁ bhikkhuṁ passeyya sudhotahatthapādaṁ manuññaṁ bhojanaṁ bhuttāviṁ sītāya chāyāya nisinnaṁ adhicitte yuttaṁ. Er sähe in einem Kloster einen meditierenden Mönch im kühlen Schatten sitzen, mit sauber gewaschenen Händen und Füßen, nachdem er ein köstliches Mahl gegessen hätte.
Tassa evamassa: Er dächte:
‘sukhaṁ vata bho sāmaññaṁ, ārogyaṁ vata bho sāmaññaṁ. ‚Das Asketenleben ist so überaus angenehm! Das Asketenleben ist so überaus gesund!
So vatassaṁ yohaṁ kesamassuṁ ohāretvā kāsāyāni vatthāni acchādetvā agārasmā anagāriyaṁ pabbajeyyan’ti. Ach, könnte ich mir doch nur Haar und Bart rasieren, ockerfarbene Roben anlegen und aus dem Haus fortziehen ins hauslose Leben!‘
So na sakkuṇeyya ekaṁ agārakaṁ oluggaviluggaṁ kākātidāyiṁ naparamarūpaṁ pahāya, ekaṁ khaṭopikaṁ oluggaviluggaṁ naparamarūpaṁ pahāya, ekissā kumbhiyā dhaññasamavāpakaṁ naparamarūpaṁ pahāya, ekaṁ jāyikaṁ naparamarūpaṁ pahāya kesamassuṁ ohāretvā kāsāyāni vatthāni acchādetvā agārasmā anagāriyaṁ pabbajituṁ. Aber er wäre nicht in der Lage, seinen einzigen verfallenen Schuppen, seine einzige verfallene Liege, seinen einzigen Vorratskrug für Getreide oder sein einziges Weiblein – alle nicht von der besten Sorte – aufzugeben, um fortzuziehen.
Yo nu kho, udāyi, evaṁ vadeyya: Wäre es richtig, zu sagen,
‘yehi so puriso bandhanehi baddho na sakkoti ekaṁ agārakaṁ oluggaviluggaṁ kākātidāyiṁ naparamarūpaṁ pahāya, ekaṁ khaṭopikaṁ oluggaviluggaṁ naparamarūpaṁ pahāya, ekissā kumbhiyā dhaññasamavāpakaṁ naparamarūpaṁ pahāya, ekaṁ jāyikaṁ naparamarūpaṁ pahāya kesamassuṁ ohāretvā kāsāyāni vatthāni acchādetvā agārasmā anagāriyaṁ pabbajituṁ; dass diese Dinge
tañhi tassa abalaṁ bandhanaṁ, dubbalaṁ bandhanaṁ, pūtikaṁ bandhanaṁ, asārakaṁ bandhanan’ti; für diesen Mann eine schwache Fessel wären, schmächtig, verrottet und substanzlos?“
sammā nu kho so, udāyi, vadamāno vadeyyā”ti?
“No hetaṁ, bhante. „Nein, Herr.
Yehi so, bhante, puriso bandhanehi baddho, na sakkoti ekaṁ agārakaṁ oluggaviluggaṁ kākātidāyiṁ naparamarūpaṁ pahāya, ekaṁ khaṭopikaṁ oluggaviluggaṁ naparamarūpaṁ pahāya, ekissā kumbhiyā dhaññasamavāpakaṁ naparamarūpaṁ pahāya, ekaṁ jāyikaṁ naparamarūpaṁ pahāya kesamassuṁ ohāretvā kāsāyāni vatthāni acchādetvā agārasmā anagāriyaṁ pabbajituṁ; Für diesen Mann sind diese Dinge
tañhi tassa balavaṁ bandhanaṁ, daḷhaṁ bandhanaṁ, thiraṁ bandhanaṁ, apūtikaṁ bandhanaṁ, thūlo, kaliṅgaro”ti. eine starke, feste, kräftige Fessel, ein Knoten, der nicht verrottet ist, ein schweres Joch.“
“Evameva kho, udāyi, idhekacce moghapurisā ‘idaṁ pajahathā’ti mayā vuccamānā te evamāhaṁsu: „Ebenso sage ich zu manchen unnützen Menschen, sie sollen etwas aufgeben. Sie sagen:
‘kiṁ panimassa appamattakassa oramattakassa adhisallikhatevāyaṁ samaṇo’ti? ‚Was, solch ein belangloses, unbedeutendes Ding? Dieser Asket ist viel zu streng!‘
Te tañceva nappajahanti, mayi ca appaccayaṁ upaṭṭhāpenti. Sie geben es nicht auf und hegen Unmut gegen mich;
Ye ca bhikkhū sikkhākāmā tesaṁ taṁ, udāyi, hoti balavaṁ bandhanaṁ, daḷhaṁ bandhanaṁ, thiraṁ bandhanaṁ, apūtikaṁ bandhanaṁ, thūlo, kaliṅgaro. und für die Mönche und Nonnen, die sich schulen wollen, wird das eine starke, feste, kräftige Fessel sein, ein Knoten, der nicht verrottet ist, ein schweres Joch.
Seyyathāpi, udāyi, gahapati vā gahapatiputto vā aḍḍho mahaddhano mahābhogo, nekānaṁ nikkhagaṇānaṁ cayo, nekānaṁ dhaññagaṇānaṁ cayo, nekānaṁ khettagaṇānaṁ cayo, nekānaṁ vatthugaṇānaṁ cayo, nekānaṁ bhariyagaṇānaṁ cayo, nekānaṁ dāsagaṇānaṁ cayo, nekānaṁ dāsigaṇānaṁ cayo; Wie wenn da ein reicher, wohlhabender, vermögender Hausbesitzer oder Sohn eines Hausbesitzers wäre, der hätte eine große Menge an Goldbarren, Getreide, Feldern, Grundstücken, Frauen sowie abhängigen Dienern und Dienerinnen.
so ārāmagataṁ bhikkhuṁ passeyya sudhotahatthapādaṁ manuññaṁ bhojanaṁ bhuttāviṁ sītāya chāyāya nisinnaṁ adhicitte yuttaṁ. Er sähe in einem Kloster einen meditierenden Mönch im kühlen Schatten sitzen, mit sauber gewaschenen Händen und Füßen, nachdem er ein köstliches Mahl gegessen hätte.
Tassa evamassa: Er dächte:
‘sukhaṁ vata bho sāmaññaṁ, ārogyaṁ vata bho sāmaññaṁ. ‚Das Asketenleben ist so überaus angenehm! Das Asketenleben ist so überaus gesund!
So vatassaṁ yohaṁ kesamassuṁ ohāretvā kāsāyāni vatthāni acchādetvā agārasmā anagāriyaṁ pabbajeyyan’ti. Ach, könnte ich mir doch nur Haar und Bart rasieren, ockerfarbene Roben anlegen und aus dem Haus fortziehen ins hauslose Leben!‘
So sakkuṇeyya nekāni nikkhagaṇāni pahāya, nekāni dhaññagaṇāni pahāya, nekāni khettagaṇāni pahāya, nekāni vatthugaṇāni pahāya, nekāni bhariyagaṇāni pahāya, nekāni dāsagaṇāni pahāya, nekāni dāsigaṇāni pahāya kesamassuṁ ohāretvā kāsāyāni vatthāni acchādetvā agārasmā anagāriyaṁ pabbajituṁ. Und er wäre in der Lage, seine große Menge an Goldbarren, Getreide, Feldern, Grundstücken, Frauen sowie abhängigen Dienern und Dienerinnen aufzugeben, um fortzuziehen.
Yo nu kho, udāyi, evaṁ vadeyya: Wäre es richtig, zu sagen,
‘yehi so gahapati vā gahapatiputto vā bandhanehi baddho, sakkoti nekāni nikkhagaṇāni pahāya, nekāni dhaññagaṇāni pahāya, nekāni khettagaṇāni pahāya, nekāni vatthugaṇāni pahāya, nekāni bhariyagaṇāni pahāya, nekāni dāsagaṇāni pahāya, nekāni dāsigaṇāni pahāya kesamassuṁ ohāretvā kāsāyāni vatthāni acchādetvā agārasmā anagāriyaṁ pabbajituṁ, tañhi tassa balavaṁ bandhanaṁ, daḷhaṁ bandhanaṁ, thiraṁ bandhanaṁ, apūtikaṁ bandhanaṁ, thūlo, kaliṅgaro’ti; dass diese Dinge für diesen Hausbesitzer eine starke, feste, kräftige Fessel wären, ein Knoten, der nicht verrottet ist, ein schweres Joch?“
sammā nu kho so, udāyi, vadamāno vadeyyā”ti?
“No hetaṁ, bhante. „Nein, Herr.
Yehi so, bhante, gahapati vā gahapatiputto vā bandhanehi baddho, sakkoti nekāni nikkhagaṇāni pahāya, nekāni dhaññagaṇāni pahāya, nekāni khettagaṇāni pahāya, nekāni vatthugaṇāni pahāya, nekāni bhariyagaṇāni pahāya, nekāni dāsagaṇāni pahāya, nekāni dāsigaṇāni pahāya kesamassuṁ ohāretvā kāsāyāni vatthāni acchādetvā agārasmā anagāriyaṁ pabbajituṁ; Für diesen Hausbesitzer sind diese Dinge
tañhi tassa abalaṁ bandhanaṁ, dubbalaṁ bandhanaṁ, pūtikaṁ bandhanaṁ, asārakaṁ bandhanan”ti. eine schwache Fessel, schmächtig, verrottet und substanzlos.“
“Evameva kho, udāyi, idhekacce kulaputtā ‘idaṁ pajahathā’ti mayā vuccamānā te evamāhaṁsu: „Ebenso sage ich zu manchen ehrbaren Menschen, sie sollen etwas aufgeben. Sie sagen:
‘kiṁ panimassa appamattakassa oramattakassa pahātabbassa yassa no bhagavā pahānamāha, yassa no sugato paṭinissaggamāhā’ti? ‚Was, nur solch ein belangloses, unbedeutendes Ding sollen wir aufgeben, wenn der Gesegnete sagt, wir sollen es aufgeben; wenn der Heilige sagt, wir sollen es loslassen?‘
Te tañceva pajahanti, mayi ca na appaccayaṁ upaṭṭhāpenti. Sie geben es auf und hegen keinen Unmut gegen mich;
Ye ca bhikkhū sikkhākāmā te taṁ pahāya appossukkā pannalomā paradattavuttā migabhūtena cetasā viharanti. und wenn die Mönche und Nonnen, die sich schulen wollen, das aufgegeben haben, leben sie entspannt, kein Haar sträubt sich ihnen, sie leben von Wohltätigkeit und ihr Herz ist frei wie ein wilder Hirsch.
Tesaṁ taṁ, udāyi, hoti abalaṁ bandhanaṁ, dubbalaṁ bandhanaṁ, pūtikaṁ bandhanaṁ, asārakaṁ bandhanaṁ. Für sie ist das eine schwache Fessel, schmächtig, verrottet und substanzlos.
Cattārome, udāyi, puggalā santo saṁvijjamānā lokasmiṁ. Udāyī, vier Menschen findet man in der Welt.
Katame cattāro? Welche vier?
Idhudāyi, ekacco puggalo upadhipahānāya paṭipanno hoti upadhipaṭinissaggāya. Da übt ein gewisser Mensch, um Bindungen aufzugeben und loszulassen.
Tamenaṁ upadhipahānāya paṭipannaṁ upadhipaṭinissaggāya upadhipaṭisaṁyuttā sarasaṅkappā samudācaranti. Während er das tut, befallen ihn an Bindungen gebundene Erinnerungen und Gedanken.
So te adhivāseti, nappajahati, na vinodeti, na byantīkaroti, na anabhāvaṁ gameti. Er duldet sie, gibt sie nicht auf, macht sich nicht von ihnen los, beseitigt sie nicht und merzt sie nicht aus.
Imaṁ kho ahaṁ, udāyi, puggalaṁ ‘saṁyutto’ti vadāmi no ‘visaṁyutto’. Diesen Menschen nenne ich ‚gebunden‘, nicht ‚abgelöst‘.
Taṁ kissa hetu? Warum ist das so?
Indriyavemattatā hi me, udāyi, imasmiṁ puggale viditā. Weil ich die Vielfalt der Fähigkeiten verstehe, wie sie auf diesen Menschen zutrifft.
Idha panudāyi, ekacco puggalo upadhipahānāya paṭipanno hoti upadhipaṭinissaggāya. Da übt ein gewisser anderer Mensch, um Bindungen aufzugeben und loszulassen.
Tamenaṁ upadhipahānāya paṭipannaṁ upadhipaṭinissaggāya upadhipaṭisaṁyuttā sarasaṅkappā samudācaranti. Während er das tut, befallen ihn an Bindungen gebundene Erinnerungen und Gedanken.
So te nādhivāseti, pajahati, vinodeti, byantīkaroti, anabhāvaṁ gameti. Er duldet sie nicht, sondern gibt sie auf, macht sich von ihnen los, beseitigt sie und merzt sie aus.
Imampi kho ahaṁ, udāyi, puggalaṁ ‘saṁyutto’ti vadāmi no ‘visaṁyutto’. Auch diesen Menschen nenne ich ‚gebunden‘, nicht ‚abgelöst‘.
Taṁ kissa hetu? Warum ist das so?
Indriyavemattatā hi me, udāyi, imasmiṁ puggale viditā. Weil ich die Vielfalt der Fähigkeiten verstehe, wie sie auf diesen Menschen zutrifft.
Idha panudāyi, ekacco puggalo upadhipahānāya paṭipanno hoti upadhipaṭinissaggāya. Da übt ein gewisser anderer Mensch, um Bindungen aufzugeben und loszulassen.
Tamenaṁ upadhipahānāya paṭipannaṁ upadhipaṭinissaggāya kadāci karahaci satisammosā upadhipaṭisaṁyuttā sarasaṅkappā samudācaranti; Während er das tut, verliert er dann und wann die Achtsamkeit, und an Bindungen gebundene Erinnerungen und Gedanken befallen ihn.
dandho, udāyi, satuppādo. Seine Achtsamkeit kehrt langsam zurück,
Atha kho naṁ khippameva pajahati, vinodeti, byantīkaroti, anabhāvaṁ gameti. und er gibt diese Gedanken schnell auf, macht sich von ihnen los, beseitigt sie und merzt sie aus.
Seyyathāpi, udāyi, puriso divasaṁsantatte ayokaṭāhe dve vā tīṇi vā udakaphusitāni nipāteyya; Wie eine Eisenpfanne, die den ganzen Tag erhitzt wurde, und in die ein Mensch zwei oder drei Tropfen Wasser fallen ließe:
dandho, udāyi, udakaphusitānaṁ nipāto. Atha kho naṁ khippameva parikkhayaṁ pariyādānaṁ gaccheyya. Die Tropfen würden langsam fallen, aber schnell trocknen und verdunsten.
Evameva kho, udāyi, idhekacco puggalo upadhipahānāya paṭipanno hoti upadhipaṭinissaggāya. Ebenso übt da ein gewisser Mensch, um Bindungen aufzugeben und loszulassen.
Tamenaṁ upadhipahānāya paṭipannaṁ upadhipaṭinissaggāya kadāci karahaci satisammosā upadhipaṭisaṁyuttā sarasaṅkappā samudācaranti; Während er das tut, verliert er dann und wann die Achtsamkeit, und an Bindungen gebundene Erinnerungen und Gedanken befallen ihn.
dandho, udāyi, satuppādo. Seine Achtsamkeit kehrt langsam zurück,
Atha kho naṁ khippameva pajahati, vinodeti, byantīkaroti, anabhāvaṁ gameti. und er gibt diese Gedanken schnell auf, macht sich von ihnen los, beseitigt sie und merzt sie aus.
Imampi kho ahaṁ, udāyi, puggalaṁ ‘saṁyutto’ti vadāmi no ‘visaṁyutto’. Auch diesen Menschen nenne ich ‚gebunden‘, nicht ‚abgelöst‘.
Taṁ kissa hetu? Warum ist das so?
Indriyavemattatā hi me, udāyi, imasmiṁ puggale viditā. Weil ich die Vielfalt der Fähigkeiten verstehe, wie sie auf diesen Menschen zutrifft.
Idha panudāyi, ekacco puggalo ‘upadhi dukkhassa mūlan’ti—Da versteht ein gewisser anderer Mensch, dass Bindung die Wurzel des Leidens ist,
iti viditvā nirupadhi hoti, upadhisaṅkhaye vimutto. und ist durch das Auflösen der Bindungen befreit.
Imaṁ kho ahaṁ, udāyi, puggalaṁ ‘visaṁyutto’ti vadāmi no ‘saṁyutto’ti. Diesen Menschen nenne ich ‚abgelöst‘, nicht ‚gebunden‘.
Taṁ kissa hetu? Warum ist das so?
Indriyavemattatā hi me, udāyi, imasmiṁ puggale viditā. Weil ich die Vielfalt der Fähigkeiten verstehe, wie sie auf diesen Menschen zutrifft.
Ime kho, udāyi, cattāro puggalā santo saṁvijjamānā lokasmiṁ. Das sind die vier Menschen, die man in der Welt findet.
Pañca kho ime, udāyi, kāmaguṇā. Udāyī, es gibt diese fünf Arten sinnlicher Erregung.
Katame pañca? Welche fünf?
Cakkhuviññeyyā rūpā iṭṭhā kantā manāpā piyarūpā kāmūpasaṁhitā rajanīyā, Bilder, die das Auge erkennt, erwünscht, willkommen, angenehm, erfreulich, sinnlich und erregend.
sotaviññeyyā saddā …pe… Töne, die das Ohr erkennt …
ghānaviññeyyā gandhā … Gerüche, die die Nase erkennt …
jivhāviññeyyā rasā … Geschmäcke, die die Zunge erkennt …
kāyaviññeyyā phoṭṭhabbā iṭṭhā kantā manāpā piyarūpā kāmūpasaṁhitā rajanīyā. Berührungen, die der Körper erkennt, erwünscht, willkommen, angenehm, erfreulich, sinnlich und erregend.
Ime kho, udāyi, pañca kāmaguṇā. Das sind die fünf Arten sinnlicher Erregung.
Yaṁ kho, udāyi, ime pañca kāmaguṇe paṭicca uppajjati sukhaṁ somanassaṁ idaṁ vuccati kāmasukhaṁ miḷhasukhaṁ puthujjanasukhaṁ anariyasukhaṁ, na sevitabbaṁ, na bhāvetabbaṁ, na bahulīkātabbaṁ; ‘bhāyitabbaṁ etassa sukhassā’ti vadāmi. Das Glück und die Freude, die von diesen fünf Arten sinnlicher Erregung kommen, nennt man Sinnenfreuden – ein schmutziges, gewöhnliches, unedles Glück. Solches Glück soll man nicht pflegen, entwickeln oder mehren, sondern man soll es fürchten, sage ich.
Idhudāyi, bhikkhu vivicceva kāmehi …pe… paṭhamaṁ jhānaṁ upasampajja viharati Da tritt ein Mönch, ganz abgeschieden von den Sinnenfreuden, abgeschieden von untauglichen Eigenschaften, in die erste Vertiefung ein und verweilt darin. …
vitakkavicārānaṁ vūpasamā …pe… dutiyaṁ jhānaṁ upasampajja viharati, Er tritt in die zweite Vertiefung ein und verweilt darin …
pītiyā ca virāgā …pe… tatiyaṁ jhānaṁ upasampajja viharati, in die dritte Vertiefung …
sukhassa ca pahānā …pe… catutthaṁ jhānaṁ upasampajja viharati. in die vierte Vertiefung.
Idaṁ vuccati nekkhammasukhaṁ pavivekasukhaṁ upasamasukhaṁ sambodhasukhaṁ, āsevitabbaṁ, bhāvetabbaṁ, bahulīkātabbaṁ; ‘na bhāyitabbaṁ etassa sukhassā’ti vadāmi. Das nennt man das Glück der Entsagung, das Glück der Abgeschiedenheit, das Glück des Friedens, das Glück des Erwachens. Solches Glück soll man pflegen, entwickeln und mehren, und man soll es nicht fürchten, sage ich.
Idhudāyi, bhikkhu vivicceva kāmehi …pe… paṭhamaṁ jhānaṁ upasampajja viharati; Da tritt ein Mönch, ganz abgeschieden von den Sinnenfreuden, abgeschieden von untauglichen Eigenschaften, in die erste Vertiefung ein und verweilt darin; da gibt es aus Abgeschiedenheit geborene Ekstase und Seligkeit, während er den Geist ausrichtet und hält.
idaṁ kho ahaṁ, udāyi, iñjitasmiṁ vadāmi. Das gehört zum Bewegten, sage ich.
Kiñca tattha iñjitasmiṁ? Und was gehört hier zum Bewegten?
Yadeva tattha vitakkavicārā aniruddhā honti idaṁ tattha iñjitasmiṁ. Jedes Ausrichten und Halten des Geistes, das noch nicht aufgehört hat, gehört hier zum Bewegten.
Idhudāyi, bhikkhu vitakkavicārānaṁ vūpasamā …pe… dutiyaṁ jhānaṁ upasampajja viharati; Da tritt ein Mönch, wenn das Ausrichten und Halten des Geistes sich beruhigt, in die zweite Vertiefung ein und verweilt darin; da gibt es aus Versenkung geborene Ekstase und Seligkeit, mit innerer Klarheit und geeintem Geist, ohne Ausrichten und Halten.
idampi kho ahaṁ, udāyi, iñjitasmiṁ vadāmi. Das gehört zum Bewegten, sage ich.
Kiñca tattha iñjitasmiṁ? Und was gehört hier zum Bewegten?
Yadeva tattha pītisukhaṁ aniruddhaṁ hoti idaṁ tattha iñjitasmiṁ. Jede Ekstase und Seligkeit, die noch nicht aufgehört haben, gehören hier zum Bewegten.
Idhudāyi, bhikkhu pītiyā ca virāgā …pe… tatiyaṁ jhānaṁ upasampajja viharati; Da tritt ein Mönch mit dem Schwinden der Ekstase in die dritte Vertiefung ein und verweilt darin; da meditiert er mit Gleichmut, achtsam und bewusst, und erfährt persönlich die Seligkeit, von der die Edlen erklären: ‚Gleichmütig und achtsam meditiert man in Seligkeit.‘
idampi kho ahaṁ, udāyi, iñjitasmiṁ vadāmi. Das gehört zum Bewegten, sage ich.
Kiñca tattha iñjitasmiṁ? Und was gehört hier zum Bewegten?
Yadeva tattha upekkhāsukhaṁ aniruddhaṁ hoti idaṁ tattha iñjitasmiṁ. Jede gleichmütige Seligkeit, die noch nicht aufgehört hat, gehört hier zum Bewegten.
Idhudāyi, bhikkhu sukhassa ca pahānā …pe… catutthaṁ jhānaṁ upasampajja viharati; Da gibt ein Mönch Glück und Schmerz auf und tritt mit dem Enden früherer Fröhlichkeit und Traurigkeit in die vierte Vertiefung ein und verweilt darin, ohne Glück oder Schmerz, mit reinem Gleichmut und reiner Achtsamkeit.
idaṁ kho ahaṁ, udāyi, aniñjitasmiṁ vadāmi. Das gehört zum Unbewegten, sage ich.
Idhudāyi, bhikkhu vivicceva kāmehi …pe… paṭhamaṁ jhānaṁ upasampajja viharati; Da tritt ein Mönch, ganz abgeschieden von den Sinnenfreuden, abgeschieden von untauglichen Eigenschaften, in die erste Vertiefung ein und verweilt darin; da gibt es aus Abgeschiedenheit geborene Ekstase und Seligkeit, während er den Geist ausrichtet und hält.
idaṁ kho ahaṁ, udāyi, ‘analan’ti vadāmi, ‘pajahathā’ti vadāmi, ‘samatikkamathā’ti vadāmi. Aber das ist nicht genug; ich sage: ‚Gebt es auf, geht darüber hinaus!‘
Ko ca tassa samatikkamo? Und was geht darüber hinaus?
Idhudāyi, bhikkhu vitakkavicārānaṁ vūpasamā …pe… dutiyaṁ jhānaṁ upasampajja viharati, ayaṁ tassa samatikkamo; Da tritt ein Mönch, wenn das Ausrichten und Halten des Geistes sich beruhigt, in die zweite Vertiefung ein und verweilt darin; da gibt es aus Versenkung geborene Ekstase und Seligkeit, mit innerer Klarheit und geeintem Geist, ohne Ausrichten und Halten. Das geht darüber hinaus.
idampi kho ahaṁ, udāyi, ‘analan’ti vadāmi, ‘pajahathā’ti vadāmi, ‘samatikkamathā’ti vadāmi. Aber auch das ist nicht genug; ich sage: ‚Gebt es auf, geht darüber hinaus!‘
Ko ca tassa samatikkamo? Und was geht darüber hinaus?
Idhudāyi, bhikkhu pītiyā ca virāgā …pe… tatiyaṁ jhānaṁ upasampajja viharati, ayaṁ tassa samatikkamo; Da tritt ein Mönch mit dem Schwinden der Ekstase in die dritte Vertiefung ein und verweilt darin; da meditiert er mit Gleichmut, achtsam und bewusst, und erfährt persönlich die Seligkeit, von der die Edlen erklären: ‚Gleichmütig und achtsam meditiert man in Seligkeit.‘ Das geht darüber hinaus.
idampi kho ahaṁ, udāyi, ‘analan’ti vadāmi, ‘pajahathā’ti vadāmi, ‘samatikkamathā’ti vadāmi. Aber auch das ist nicht genug; ich sage: ‚Gebt es auf, geht darüber hinaus!‘
Ko ca tassa samatikkamo? Und was geht darüber hinaus?
Idhudāyi, bhikkhu sukhassa ca pahānā …pe… catutthaṁ jhānaṁ upasampajja viharati, ayaṁ tassa samatikkamo; Da gibt ein Mönch Glück und Schmerz auf und tritt mit dem Enden früherer Fröhlichkeit und Traurigkeit in die vierte Vertiefung ein und verweilt darin, ohne Glück oder Schmerz, mit reinem Gleichmut und reiner Achtsamkeit. Das geht darüber hinaus.
idampi kho ahaṁ, udāyi, ‘analan’ti vadāmi, ‘pajahathā’ti vadāmi, ‘samatikkamathā’ti vadāmi. Aber auch das ist nicht genug; ich sage: ‚Gebt es auf, geht darüber hinaus!‘
Ko ca tassa samatikkamo? Und was geht darüber hinaus?
Idhudāyi, bhikkhu sabbaso rūpasaññānaṁ samatikkamā paṭighasaññānaṁ atthaṅgamā nānattasaññānaṁ amanasikārā ‘ananto ākāso’ti ākāsānañcāyatanaṁ upasampajja viharati, ayaṁ tassa samatikkamo; Da übersteigt ein Mönch jegliche Formwahrnehmung, beendet die Wahrnehmung von Eindrücken, richtet den Geist nicht auf die Wahrnehmung von Vielfalt und tritt im Wissen: ‚Raum ist unendlich‘ in die Dimension des unendlichen Raumes ein und verweilt darin. Das geht darüber hinaus.
idampi kho ahaṁ, udāyi, ‘analan’ti vadāmi, ‘pajahathā’ti vadāmi, ‘samatikkamathā’ti vadāmi. Aber auch das ist nicht genug; ich sage: ‚Gebt es auf, geht darüber hinaus!‘
Ko ca tassa samatikkamo? Und was geht darüber hinaus?
Idhudāyi, bhikkhu sabbaso ākāsānañcāyatanaṁ samatikkamma ‘anantaṁ viññāṇan’ti viññāṇañcāyatanaṁ upasampajja viharati, ayaṁ tassa samatikkamo; Da übersteigt da ein Mönch vollständig die Dimension des unendlichen Raumes, tritt im Wissen: ‚Bewusstsein ist unendlich‘ in die Dimension des unendlichen Bewusstseins ein und verweilt darin. Das geht darüber hinaus.
idampi kho ahaṁ, udāyi, ‘analan’ti vadāmi, ‘pajahathā’ti vadāmi, ‘samatikkamathā’ti vadāmi. Aber auch das ist nicht genug; ich sage: ‚Gebt es auf, geht darüber hinaus!‘
Ko ca tassa samatikkamo? Und was geht darüber hinaus?
Idhudāyi, bhikkhu sabbaso viññāṇañcāyatanaṁ samatikkamma ‘natthi kiñcī’ti ākiñcaññāyatanaṁ upasampajja viharati, ayaṁ tassa samatikkamo; Da übersteigt da ein Mönch vollständig die Dimension des unendlichen Bewusstseins, tritt im Wissen: ‚Da ist überhaupt nichts‘ in die Dimension des Nichts ein und verweilt darin. Das geht darüber hinaus.
idampi kho ahaṁ, udāyi, ‘analan’ti vadāmi, ‘pajahathā’ti vadāmi, ‘samatikkamathā’ti vadāmi. Aber auch das ist nicht genug; ich sage: ‚Gebt es auf, geht darüber hinaus!‘
Ko ca tassa samatikkamo? Und was geht darüber hinaus?
Idhudāyi, bhikkhu sabbaso ākiñcaññāyatanaṁ samatikkamma nevasaññānāsaññāyatanaṁ upasampajja viharati, ayaṁ tassa samatikkamo; Da übersteigt da ein Mönch vollständig die Dimension des Nichts, tritt in die Dimension ein, die weder Wahrnehmung noch keine Wahrnehmung hat, und verweilt darin. Das geht darüber hinaus.
idampi kho ahaṁ, udāyi, ‘analan’ti vadāmi, ‘pajahathā’ti vadāmi, ‘samatikkamathā’ti vadāmi. Aber auch das ist nicht genug; ich sage: ‚Gebt es auf, geht darüber hinaus!‘
Ko ca tassa samatikkamo? Und was geht darüber hinaus?
Idhudāyi, bhikkhu sabbaso nevasaññānāsaññāyatanaṁ samatikkamma saññāvedayitanirodhaṁ upasampajja viharati, ayaṁ tassa samatikkamo; Da übersteigt ein Mönch vollständig die Dimension, die weder Wahrnehmung noch keine Wahrnehmung hat, tritt in das Aufhören von Wahrnehmung und Gefühl ein und verweilt darin. Das geht darüber hinaus.
iti kho ahaṁ, udāyi, nevasaññānāsaññāyatanassapi pahānaṁ vadāmi. Daher, Udāyī, sage ich sogar, die Dimension, die weder Wahrnehmung noch keine Wahrnehmung hat, muss aufgegeben werden.
Passasi no tvaṁ, udāyi, taṁ saṁyojanaṁ aṇuṁ vā thūlaṁ vā yassāhaṁ no pahānaṁ vadāmī”ti? Siehst du irgendeine große oder kleine Fessel, von der ich nicht sage, sie müsse aufgegeben werden?“
“No hetaṁ, bhante”ti. „Nein, Herr.“
Idamavoca bhagavā. Das sagte der Buddha.
Attamano āyasmā udāyī bhagavato bhāsitaṁ abhinandīti. Zufrieden begrüßte der Ehrwürdige Udāyī die Worte des Buddha.
Laṭukikopamasuttaṁ niṭṭhitaṁ chaṭṭhaṁ.