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Majjhima Nikāya 79 Mittlere Lehrreden 79
Cūḷasakuludāyisutta Die kürzere Lehrrede mit Sakuludāyī
Evaṁ me sutaṁ—So habe ich es gehört:
ekaṁ samayaṁ bhagavā rājagahe viharati veḷuvane kalandakanivāpe. Einmal hielt sich der Buddha bei Rājagaha auf, im Bambuswäldchen, am Futterplatz der Eichhörnchen.
Tena kho pana samayena sakuludāyī paribbājako moranivāpe paribbājakārāme paṭivasati mahatiyā paribbājakaparisāya saddhiṁ. Zu dieser Zeit nun befand sich der Wanderer Sakuludāyī zusammen mit einer großen Versammlung von Wanderern im Wandererkloster am Futterplatz der Pfauen.
Atha kho bhagavā pubbaṇhasamayaṁ nivāsetvā pattacīvaramādāya rājagahaṁ piṇḍāya pāvisi. Da kleidete der Buddha sich am Morgen an, nahm Schale und Robe und betrat Rājagaha zum Almosengang.
Atha kho bhagavato etadahosi: Da kam ihm in den Sinn:
“atippago kho tāva rājagahe piṇḍāya carituṁ. „Es ist zu früh für den Almosengang in Rājagaha.
Yannūnāhaṁ yena moranivāpo paribbājakārāmo yena sakuludāyī paribbājako tenupasaṅkameyyan”ti. Warum besuche ich nicht den Wanderer Sakuludāyī im Wandererkloster am Futterplatz der Pfauen?“
Atha kho bhagavā yena moranivāpo paribbājakārāmo tenupasaṅkami. Und der Buddha ging zu dem Wandererkloster.
Tena kho pana samayena sakuludāyī paribbājako mahatiyā paribbājakaparisāya saddhiṁ nisinno hoti unnādiniyā uccāsaddamahāsaddāya anekavihitaṁ tiracchānakathaṁ kathentiyā, seyyathidaṁ—Zu dieser Zeit saß Sakuludāyī mit einer großen Versammlung von Wanderern beisammen, und sie machten einen Tumult, einen Höllenlärm. Sie führten unwürdige Gespräche aller Art
rājakathaṁ corakathaṁ mahāmattakathaṁ senākathaṁ bhayakathaṁ yuddhakathaṁ annakathaṁ pānakathaṁ vatthakathaṁ sayanakathaṁ mālākathaṁ gandhakathaṁ ñātikathaṁ yānakathaṁ gāmakathaṁ nigamakathaṁ nagarakathaṁ janapadakathaṁ itthikathaṁ sūrakathaṁ visikhākathaṁ kumbhaṭṭhānakathaṁ pubbapetakathaṁ nānattakathaṁ lokakkhāyikaṁ samuddakkhāyikaṁ itibhavābhavakathaṁ iti vā. wie Gespräche über Könige, Räuber und Oberminister, über Heere, Bedrohungen und Kriege, über Essen, Trinken, Kleider und Schlafstellen, über Kränze und Düfte, über die Familie, Fahrzeuge, Dörfer, Marktflecken, Städte und Länder, über Frauen und Helden, Straßen- und Brunnengespräch, Gespräch über Verstorbene, über allerlei Dinge, Geschichten vom Land und vom Meer und Gespräche über Wiedergeburt in diesem oder jenem Daseinszustand.
Addasā kho sakuludāyī paribbājako bhagavantaṁ dūratova āgacchantaṁ. Sakuludāyī sah den Buddha von Weitem kommen
Disvāna sakaṁ parisaṁ saṇṭhāpesi: und brachte seine Versammlung zum Schweigen:
“appasaddā bhonto hontu, mā bhonto saddamakattha. „Seid still, gute Herren, macht keinen Lärm.
Ayaṁ samaṇo gotamo āgacchati; Hier kommt der Asket Gotama.
appasaddakāmo kho pana so āyasmā appasaddassa vaṇṇavādī. Der Ehrwürdige liebt die Stille und preist die Stille.
Appeva nāma appasaddaṁ parisaṁ viditvā upasaṅkamitabbaṁ maññeyyā”ti. Wenn er sieht, dass unsere Versammlung still ist, wird er es hoffentlich für angebracht halten, näherzukommen.“
Atha kho te paribbājakā tuṇhī ahesuṁ. Und diese Wanderer verstummten.
Atha kho bhagavā yena sakuludāyī paribbājako tenupasaṅkami. Da ging der Buddha zum Wanderer Sakuludāyī,
Atha kho sakuludāyī paribbājako bhagavantaṁ etadavoca: und dieser sagte zu ihm:
“etu kho, bhante, bhagavā. „Der Gesegnete komme her, Herr!
Svāgataṁ, bhante, bhagavato. Willkommen dem Gesegneten, Herr!
Cirassaṁ kho, bhante, bhagavā imaṁ pariyāyamakāsi yadidaṁ idhāgamanāya. Es ist lange her, dass du die Gelegenheit genutzt hast, hierherzukommen.
Nisīdatu, bhante, bhagavā; Setz dich bitte, Herr,
idamāsanaṁ paññattan”ti. dieser Sitz ist bereit.“
Nisīdi bhagavā paññatte āsane. Der Buddha setzte sich auf den ausgebreiteten Sitz,
Sakuludāyīpi kho paribbājako aññataraṁ nīcaṁ āsanaṁ gahetvā ekamantaṁ nisīdi. während Sakuludāyī einen niedrigeren Sitz nahm und sich zur Seite hinsetzte.
Ekamantaṁ nisinnaṁ kho sakuludāyiṁ paribbājakaṁ bhagavā etadavoca: Der Buddha sagte zu ihm:
“kāya nuttha, udāyi, etarahi kathāya sannisinnā, kā ca pana vo antarākathā vippakatā”ti? „Udāyī, worüber habt ihr gerade gesprochen, als ihr hier beisammensaßt? Welches Gespräch wurde unterbrochen?“
“Tiṭṭhatesā, bhante, kathā yāya mayaṁ etarahi kathāya sannisinnā. „Herr, das, worüber wir gerade gesprochen haben, wollen wir beiseite lassen.
Nesā, bhante, kathā bhagavato dullabhā bhavissati pacchāpi savanāya. Es wird nicht schwer für dich sein, das später zu erfahren.
Yadāhaṁ, bhante, imaṁ parisaṁ anupasaṅkanto homi athāyaṁ parisā anekavihitaṁ tiracchānakathaṁ kathentī nisinnā hoti; Wenn ich nicht zu der Versammlung komme, sitzen sie beisammen und führen unwürdige Gespräche aller Art.
yadā ca kho ahaṁ, bhante, imaṁ parisaṁ upasaṅkanto homi athāyaṁ parisā mamaññeva mukhaṁ ullokentī nisinnā hoti: Aber wenn ich zu der Versammlung gekommen bin, sitzen sie da und blicken nur zu meinem Gesicht auf:
‘yaṁ no samaṇo udāyī dhammaṁ bhāsissati taṁ sossāmā’ti; ‚Was immer der Asket Udāyī lehrt, dem wollen wir lauschen!‘
yadā pana, bhante, bhagavā imaṁ parisaṁ upasaṅkanto hoti athāhañceva ayañca parisā bhagavato mukhaṁ ullokentā nisinnā homa: Aber wenn der Buddha zu der Versammlung gekommen ist, sitzen sowohl ich als auch die Versammlung da und blicken zu deinem Gesicht auf:
‘yaṁ no bhagavā dhammaṁ bhāsissati taṁ sossāmā’”ti. ‚Was immer der Buddha lehrt, dem wollen wir lauschen!‘“
“Tenahudāyi, taṁyevettha paṭibhātu yathā maṁ paṭibhāseyyā”ti. „Nun, Udāyī, schlage etwas vor, über das ich sprechen soll.“
“Purimāni, bhante, divasāni purimatarāni sabbaññū sabbadassāvī aparisesaṁ ñāṇadassanaṁ paṭijānamāno ‘carato ca me tiṭṭhato ca suttassa ca jāgarassa ca satataṁ samitaṁ ñāṇadassanaṁ paccupaṭṭhitan’ti. „Herr, vor ein paar Tagen behauptete jemand, allwissend und all-sehend zu sein und alles ohne Ausnahme zu erkennen und zu sehen, und zwar so: ‚Erkennen und Sehen sind mir ständig und fortwährend gegenwärtig, ob ich gehe, stehe, schlafe oder wache.‘
So mayā pubbantaṁ ārabbha pañhaṁ puṭṭho samāno aññenaññaṁ paṭicari, bahiddhā kathaṁ apanāmesi, kopañca dosañca appaccayañca pātvākāsi. Als ich ihm eine Frage über die Vergangenheit stellte, wich er dem Problem aus, lenkte das Gespräch auf Nebensächlichkeiten und zeigte Ärger, Hass und Unmut.
Tassa mayhaṁ, bhante, bhagavantaṁyeva ārabbha sati udapādi: Da musste ich an den Buddha denken:
‘aho nūna bhagavā, aho nūna sugato. Yo imesaṁ dhammānaṁ sukusalo’”ti. ‚Sicher muss das der Gesegnete sein, der Heilige, der in solchen Dingen so bewandert ist.‘“
“Ko pana so, udāyi, sabbaññū sabbadassāvī aparisesaṁ ñāṇadassanaṁ paṭijānamāno ‘carato ca me tiṭṭhato ca suttassa ca jāgarassa ca satataṁ samitaṁ ñāṇadassanaṁ paccupaṭṭhitan’ti, yo tayā pubbantaṁ ārabbha pañhaṁ puṭṭho samāno aññenaññaṁ paṭicari, bahiddhā kathaṁ apanāmesi kopañca dosañca appaccayañca pātvākāsī”ti? „Aber Udāyī, wer hat diese Behauptung aufgestellt und sich dann so verhalten?“
“Nigaṇṭho, bhante, nāṭaputto”ti. „Es war der Jaina-Asket aus dem Stamm Ñātika, Herr.“
“Yo kho, udāyi, anekavihitaṁ pubbenivāsaṁ anussareyya, seyyathidaṁ—ekampi jātiṁ dvepi jātiyo …pe… iti sākāraṁ sauddesaṁ anekavihitaṁ pubbenivāsaṁ anussareyya, so vā maṁ pubbantaṁ ārabbha pañhaṁ puccheyya, taṁ vāhaṁ pubbantaṁ ārabbha pañhaṁ puccheyyaṁ; „Udāyī, jemand, der sich an viele Arten früherer Leben erinnert … mit den Merkmalen und Einzelheiten, könnte mir eine Frage über die Vergangenheit stellen, oder ich könnte ihm eine Frage über die Vergangenheit stellen.
so vā me pubbantaṁ ārabbha pañhassa veyyākaraṇena cittaṁ ārādheyya, tassa vāhaṁ pubbantaṁ ārabbha pañhassa veyyākaraṇena cittaṁ ārādheyyaṁ. Und er könnte mich mit seiner Antwort zufriedenstellen, oder ich könnte ihn mit meiner Antwort zufriedenstellen.
Yo kho, udāyi, dibbena cakkhunā visuddhena atikkantamānusakena satte passeyya cavamāne upapajjamāne hīne paṇīte suvaṇṇe dubbaṇṇe sugate duggate yathākammūpage satte pajāneyya, so vā maṁ aparantaṁ ārabbha pañhaṁ puccheyya, taṁ vāhaṁ aparantaṁ ārabbha pañhaṁ puccheyyaṁ; Jemand, der mit geläuterter und übermenschlicher Hellsichtigkeit … versteht, wie Lebewesen entsprechend ihrer Taten wiedergeboren werden, könnte mir eine Frage über die Zukunft stellen, oder ich könnte ihm eine Frage über die Zukunft stellen.
so vā me aparantaṁ ārabbha pañhassa veyyākaraṇena cittaṁ ārādheyya, tassa vāhaṁ aparantaṁ ārabbha pañhassa veyyākaraṇena cittaṁ ārādheyyaṁ. Und er könnte mich mit seiner Antwort zufriedenstellen, oder ich könnte ihn mit meiner Antwort zufriedenstellen.
Api ca, udāyi, tiṭṭhatu pubbanto, tiṭṭhatu aparanto. Aber Udāyī, lass die Vergangenheit und die Zukunft beiseite.
Dhammaṁ te desessāmi—Ich will dich den Dhamma lehren:
imasmiṁ sati idaṁ hoti, imassuppādā idaṁ uppajjati; ‚Wenn dieses besteht, ist jenes; aufgrund des Entstehens von diesem entsteht jenes.
imasmiṁ asati idaṁ na hoti, imassa nirodhā idaṁ nirujjhatī”ti. Wenn dieses nicht besteht, ist jenes nicht; aufgrund des Aufhörens von diesem hört jenes auf.‘“
“Ahañhi, bhante, yāvatakampi me iminā attabhāvena paccanubhūtaṁ tampi nappahomi sākāraṁ sauddesaṁ anussarituṁ, „Nun, Herr, ich kann mich nicht einmal an das, was ich in dieser Inkarnation erlebt habe, mit den Merkmalen und Einzelheiten erinnern.
kuto panāhaṁ anekavihitaṁ pubbenivāsaṁ anussarissāmi, seyyathidaṁ—ekampi jātiṁ dvepi jātiyo …pe… iti sākāraṁ sauddesaṁ anekavihitaṁ pubbenivāsaṁ anussarissāmi, seyyathāpi bhagavā? Wie soll ich mich da an viele Arten früherer Leben mit den Merkmalen und Einzelheiten erinnern wie der Buddha?
Ahañhi, bhante, etarahi paṁsupisācakampi na passāmi, Ich kann ja jetzt nicht einmal einen Erdkobold sehen.
kuto panāhaṁ dibbena cakkhunā visuddhena atikkantamānusakena satte passissāmi cavamāne upapajjamāne hīne paṇīte suvaṇṇe dubbaṇṇe sugate duggate yathākammūpage satte pajānissāmi, seyyathāpi bhagavā? Wie soll ich da mit geläuterter und übermenschlicher Hellsichtigkeit verstehen, wie Lebewesen entsprechend ihrer Taten wiedergeboren werden wie der Buddha?
Yaṁ pana maṁ, bhante, bhagavā evamāha: Doch der Buddha hat zu mir gesagt:
‘api ca, udāyi, tiṭṭhatu pubbanto, tiṭṭhatu aparanto; ‚Aber Udāyī, lass die Vergangenheit und die Zukunft beiseite.
dhammaṁ te desessāmi—Ich will dich den Dhamma lehren:
imasmiṁ sati idaṁ hoti, imassuppādā idaṁ uppajjati; „Wenn dieses besteht, ist jenes; aufgrund des Entstehens von diesem entsteht jenes.
imasmiṁ asati idaṁ na hoti, imassa nirodhā idaṁ nirujjhatī’ti tañca pana me bhiyyoso mattāya na pakkhāyati. Wenn dieses nicht besteht, ist jenes nicht; aufgrund des Aufhörens von diesem hört jenes auf.“‘ Aber das ist mir noch weniger klar.
Appeva nāmāhaṁ, bhante, sake ācariyake bhagavato cittaṁ ārādheyyaṁ pañhassa veyyākaraṇenā”ti. Vielleicht kann ich den Buddha zufriedenstellen, indem ich eine Frage über meine eigene Tradition beantworte.“
“Kinti pana te, udāyi, sake ācariyake hotī”ti? „Aber Udāyī, was ist deine eigene Tradition?“
“Amhākaṁ, bhante, sake ācariyake evaṁ hoti: „Herr, sie ist dies:
‘ayaṁ paramo vaṇṇo, ayaṁ paramo vaṇṇo’”ti. ‚Das ist der höchste Glanz, das ist der höchste Glanz.‘“
“Yaṁ pana te etaṁ, udāyi, sake ācariyake evaṁ hoti: „Aber was ist dieser höchste Glanz?“
‘ayaṁ paramo vaṇṇo, ayaṁ paramo vaṇṇo’ti, katamo so paramo vaṇṇo”ti?
“Yasmā, bhante, vaṇṇā añño vaṇṇo uttaritaro vā paṇītataro vā natthi so paramo vaṇṇo”ti. „Herr, der höchste Glanz ist der Glanz, verglichen mit dem kein anderer Glanz höher oder erlesener ist.“
“Katamo pana so paramo vaṇṇo yasmā vaṇṇā añño vaṇṇo uttaritaro vā paṇītataro vā natthī”ti? „Aber was ist dieser höchste Glanz, verglichen mit dem kein anderer Glanz höher oder erlesener ist?“
“Yasmā, bhante, vaṇṇā añño vaṇṇo uttaritaro vā paṇītataro vā natthi so paramo vaṇṇo”ti. „Herr, der höchste Glanz ist der Glanz, verglichen mit dem kein anderer Glanz höher oder erlesener ist.“
“Dīghāpi kho te esā, udāyi, phareyya: „Udāyī, du könntest noch lange so fortfahren.
‘yasmā, bhante, vaṇṇā añño vaṇṇo uttaritaro vā paṇītataro vā natthi so paramo vaṇṇo’ti vadesi, tañca vaṇṇaṁ na paññapesi. Du sagst: ‚Der höchste Glanz ist der Glanz, verglichen mit dem kein anderer Glanz höher oder erlesener ist.‘ Aber du beschreibst diesen Glanz nicht.
Seyyathāpi, udāyi, puriso evaṁ vadeyya: Angenommen, ein Mann würde sagen:
‘ahaṁ yā imasmiṁ janapade janapadakalyāṇī taṁ icchāmi, taṁ kāmemī’ti. ‚Ganz gleich, wer die erlesenste Dame im Land ist, sie ist es, die ich will, die ich begehre!‘
Tamenaṁ evaṁ vadeyyuṁ: Man würde zu ihm sagen:
‘ambho purisa, yaṁ tvaṁ janapadakalyāṇiṁ icchasi kāmesi, jānāsi taṁ janapadakalyāṇiṁ—khattiyī vā brāhmaṇī vā vessī vā suddī vā’ti? ‚Werter Mann, diese erlesenste Dame im Land, die du begehrst – weißt du, ob sie eine Adlige, eine Brahmanin, eine Landarbeiterin oder eine Hilfsarbeiterin ist?‘
Iti puṭṭho ‘no’ti vadeyya. Wenn er so gefragt würde, würde er sagen: ‚Nein.‘
Tamenaṁ evaṁ vadeyyuṁ: Man würde zu ihm sagen:
‘ambho purisa, yaṁ tvaṁ janapadakalyāṇiṁ icchasi kāmesi, jānāsi taṁ janapadakalyāṇiṁ—evaṁnāmā evaṅgottāti vāti …pe… dīghā vā rassā vā majjhimā vā kāḷī vā sāmā vā maṅguracchavī vāti … amukasmiṁ gāme vā nigame vā nagare vā’ti? ‚Werter Mann, diese erlesenste Dame im Land, die du begehrst – kennst du ihren Namen oder ihren Stamm? Weißt du, ob sie groß, klein oder mittelgroß ist? Ob ihre Haut schwarz, braun oder lohfarben ist? Aus welchem Dorf, welchem Marktflecken oder welcher Stadt sie stammt?‘
Iti puṭṭho ‘no’ti vadeyya. Wenn er so gefragt würde, würde er sagen: ‚Nein.‘
Tamenaṁ evaṁ vadeyyuṁ: Man würde zu ihm sagen:
‘ambho purisa, yaṁ tvaṁ na jānāsi na passasi, taṁ tvaṁ icchasi kāmesī’ti? ‚Werter Mann, begehrst du eine, die du nie auch nur gekannt oder gesehen hast?‘
Iti puṭṭho ‘āmā’ti vadeyya. Wenn er so gefragt würde, würde er sagen: ‚Ja.‘
Taṁ kiṁ maññasi, udāyi—Was denkst du, Udāyī?
nanu evaṁ sante, tassa purisassa appāṭihīrakataṁ bhāsitaṁ sampajjatī”ti? Wenn das so ist, stellt sich da nicht heraus, dass die Aussage dieses Mannes keine beweisbare Grundlage hat?“
“Addhā kho, bhante, evaṁ sante tassa purisassa appāṭihīrakataṁ bhāsitaṁ sampajjatī”ti. „Sicherlich ist das so, Herr.“
“Evameva kho tvaṁ, udāyi, ‘yasmā, bhante, vaṇṇā añño vaṇṇo uttaritaro vā paṇītataro vā natthi so paramo vaṇṇo’ti vadesi, tañca vaṇṇaṁ na paññapesī”ti. „Ebenso sagst du: ‚Der höchste Glanz ist der Glanz, verglichen mit dem kein anderer Glanz höher oder erlesener ist.‘ Aber du beschreibst diesen Glanz nicht.“
“Seyyathāpi, bhante, maṇi veḷuriyo subho jātimā aṭṭhaṁso suparikammakato paṇḍukambale nikkhitto bhāsate ca tapate ca virocati ca, evaṁ vaṇṇo attā hoti arogo paraṁ maraṇā”ti. „Herr, wie ein Schmuckstück aus Beryll von natürlicher Schönheit, mit acht Facetten, gut gearbeitet, das auf ein cremefarbenes Tuch gelegt wurde: Es leuchtet und glüht und strahlt. So ist der Glanz des Selbst, das nach dem Tod frei von Krankheit ist.“
“Taṁ kiṁ maññasi, udāyi, „Was denkst du, Udāyī?
yo vā maṇi veḷuriyo subho jātimā aṭṭhaṁso suparikammakato paṇḍukambale nikkhitto bhāsate ca tapate ca virocati ca, yo vā rattandhakāratimisāya kimi khajjopanako—imesaṁ ubhinnaṁ vaṇṇānaṁ katamo vaṇṇo abhikkantataro ca paṇītataro cā”ti? Welches dieser beiden besitzt den vortrefflicheren und erleseneren Glanz: das Schmuckstück aus Beryll, das auf ein cremefarbenes Tuch gelegt wurde, oder ein Glühwürmchen im Dunkel der Nacht?“
“Yvāyaṁ, bhante, rattandhakāratimisāya kimi khajjopanako—ayaṁ imesaṁ ubhinnaṁ vaṇṇānaṁ abhikkantataro ca paṇītataro cā”ti. „Ein Glühwürmchen im Dunkel der Nacht, Herr.“
“Taṁ kiṁ maññasi, udāyi, „Was denkst du, Udāyī?
yo vā rattandhakāratimisāya kimi khajjopanako, yo vā rattandhakāratimisāya telappadīpo—imesaṁ ubhinnaṁ vaṇṇānaṁ katamo vaṇṇo abhikkantataro ca paṇītataro cā”ti? Welches dieser beiden besitzt den vortrefflicheren und erleseneren Glanz: ein Glühwürmchen im Dunkel der Nacht oder eine Öllampe im Dunkel der Nacht?“
“Yvāyaṁ, bhante, rattandhakāratimisāya telappadīpo—ayaṁ imesaṁ ubhinnaṁ vaṇṇānaṁ abhikkantataro ca paṇītataro cā”ti. „Eine Öllampe im Dunkel der Nacht, Herr.“
“Taṁ kiṁ maññasi, udāyi, „Was denkst du, Udāyī?
yo vā rattandhakāratimisāya telappadīpo, yo vā rattandhakāratimisāya mahāaggikkhandho—imesaṁ ubhinnaṁ vaṇṇānaṁ katamo vaṇṇo abhikkantataro ca paṇītataro cā”ti? Welches dieser beiden besitzt den vortrefflicheren und erleseneren Glanz: eine Öllampe im Dunkel der Nacht oder eine große Feuersbrunst im Dunkel der Nacht?“
“Yvāyaṁ, bhante, rattandhakāratimisāya mahāaggikkhandho—ayaṁ imesaṁ ubhinnaṁ vaṇṇānaṁ abhikkantataro ca paṇītataro cā”ti. „Eine große Feuersbrunst im Dunkel der Nacht, Herr.“
“Taṁ kiṁ maññasi, udāyi, „Was denkst du, Udāyī?
yo vā rattandhakāratimisāya mahāaggikkhandho, yā vā rattiyā paccūsasamayaṁ viddhe vigatavalāhake deve osadhitārakā—imesaṁ ubhinnaṁ vaṇṇānaṁ katamo vaṇṇo abhikkantataro ca paṇītataro cā”ti? Welches dieser beiden besitzt den vortrefflicheren und erleseneren Glanz: eine große Feuersbrunst im Dunkel der Nacht oder der Morgenstern am klaren und wolkenlosen Himmel beim ersten Morgengrauen?“
“Yvāyaṁ, bhante, rattiyā paccūsasamayaṁ viddhe vigatavalāhake deve osadhitārakā—ayaṁ imesaṁ ubhinnaṁ vaṇṇānaṁ abhikkantataro ca paṇītataro cā”ti. „Der Morgenstern am klaren und wolkenlosen Himmel beim ersten Morgengrauen, Herr.“
“Taṁ kiṁ maññasi, udāyi, „Was denkst du, Udāyī?
yā vā rattiyā paccūsasamayaṁ viddhe vigatavalāhake deve osadhitārakā, yo vā tadahuposathe pannarase viddhe vigatavalāhake deve abhido aḍḍharattasamayaṁ cando—imesaṁ ubhinnaṁ vaṇṇānaṁ katamo vaṇṇo abhikkantataro ca paṇītataro cā”ti? Welches dieser beiden besitzt den vortrefflicheren und erleseneren Glanz: der Morgenstern am klaren und wolkenlosen Himmel beim ersten Morgengrauen oder der Vollmond um Mitternacht am klaren und wolkenlosen Himmel am Besinnungstag, dem fünfzehnten Tag?“
“Yvāyaṁ, bhante, tadahuposathe pannarase viddhe vigatavalāhake deve abhido aḍḍharattasamayaṁ cando—ayaṁ imesaṁ ubhinnaṁ vaṇṇānaṁ abhikkantataro ca paṇītataro cā”ti. „Der Vollmond um Mitternacht am klaren und wolkenlosen Himmel am Besinnungstag, dem fünfzehnten Tag, Herr.“
“Taṁ kiṁ maññasi, udāyi, „Was denkst du, Udāyī?
yo vā tadahuposathe pannarase viddhe vigatavalāhake deve abhido aḍḍharattasamayaṁ cando, yo vā vassānaṁ pacchime māse saradasamaye viddhe vigatavalāhake deve abhido majjhanhikasamayaṁ sūriyo—imesaṁ ubhinnaṁ vaṇṇānaṁ katamo vaṇṇo abhikkantataro ca paṇītataro cā”ti? Welches dieser beiden besitzt den vortrefflicheren und erleseneren Glanz: der Vollmond um Mitternacht am klaren und wolkenlosen Himmel am Besinnungstag, dem fünfzehnten Tag, oder die Mittagssonne am klaren und wolkenlosen Himmel im letzten Monat der Regenzeit, zur Herbstzeit?“
“Yvāyaṁ, bhante, vassānaṁ pacchime māse saradasamaye viddhe vigatavalāhake deve abhido majjhanhikasamayaṁ sūriyo—ayaṁ imesaṁ ubhinnaṁ vaṇṇānaṁ abhikkantataro ca paṇītataro cā”ti. „Die Mittagssonne am klaren und wolkenlosen Himmel im letzten Monat der Regenzeit, zur Herbstzeit, Herr.“
“Ato kho te, udāyi, bahū hi bahutarā devā ye imesaṁ candimasūriyānaṁ ābhā nānubhonti, tyāhaṁ pajānāmi. „Darüber hinaus, Udāyī, kenne ich sehr viele Götter, auf die das Licht von Mond und Sonne keinen Eindruck macht.
Atha ca panāhaṁ na vadāmi: Dennoch sage ich nicht:
‘yasmā vaṇṇā añño vaṇṇo uttaritaro vā paṇītataro vā natthī’ti. ‚Der Glanz, verglichen mit dem kein anderer Glanz höher oder erlesener ist.‘
Atha ca pana tvaṁ, udāyi, ‘yvāyaṁ vaṇṇo kiminā khajjopanakena nihīnataro ca patikiṭṭhataro ca so paramo vaṇṇo’ti vadesi, tañca vaṇṇaṁ na paññapesī”ti. Aber zu einem Glanz, der geringer ist als der eines Glühwürmchens, sagst du: ‚Das ist der höchste Glanz.‘ Und du beschreibst diesen Glanz nicht.“
“Acchidaṁ bhagavā kathaṁ, acchidaṁ sugato kathan”ti. „Der Gesegnete hat das Gespräch abgeschnitten! Der Heilige hat das Gespräch abgeschnitten!“
“Kiṁ pana tvaṁ, udāyi, evaṁ vadesi: „Aber Udāyī, warum sagst du:
‘acchidaṁ bhagavā kathaṁ, acchidaṁ sugato kathan’”ti? ‚Der Gesegnete hat das Gespräch abgeschnitten! Der Heilige hat das Gespräch abgeschnitten!‘?“
“Amhākaṁ, bhante, sake ācariyake evaṁ hoti: „Herr, in unserer eigenen Tradition heißt es:
‘ayaṁ paramo vaṇṇo, ayaṁ paramo vaṇṇo’ti. ‚Das ist der höchste Glanz, das ist der höchste Glanz.‘
Te mayaṁ, bhante, bhagavatā sake ācariyake samanuyuñjīyamānā samanuggāhīyamānā samanubhāsīyamānā rittā tucchā aparaddhā”ti. Aber wenn der Buddha über unsere eigene Tradition auf uns eindringt, uns nachgeht und uns ins Kreuzverhör nimmt, erweist sie sich als gehaltlos, hohl und fehlgeleitet.“
“Kiṁ panudāyi, atthi ekantasukho loko, atthi ākāravatī paṭipadā ekantasukhassa lokassa sacchikiriyāyā”ti? „Aber Udāyī, gibt es eine ausschließlich glückliche Welt? Und gibt es eine begründete Übung, um eine ausschließlich glückliche Welt zu verwirklichen?“
“Amhākaṁ, bhante, sake ācariyake evaṁ hoti: „Herr, in unserer eigenen Tradition heißt es:
‘atthi ekantasukho loko, atthi ākāravatī paṭipadā ekantasukhassa lokassa sacchikiriyāyā’”ti. ‚Es gibt eine ausschließlich glückliche Welt, und es gibt eine begründete Übung, um eine ausschließlich glückliche Welt zu verwirklichen.‘“
“Katamā pana sā, udāyi, ākāravatī paṭipadā ekantasukhassa lokassa sacchikiriyāyā”ti? „Nun, was ist diese begründete Übung, um eine ausschließlich glückliche Welt zu verwirklichen?“
“Idha, bhante, ekacco pāṇātipātaṁ pahāya pāṇātipātā paṭivirato hoti, adinnādānaṁ pahāya adinnādānā paṭivirato hoti, kāmesumicchācāraṁ pahāya kāmesumicchācārā paṭivirato hoti, musāvādaṁ pahāya musāvādā paṭivirato hoti, aññataraṁ vā pana tapoguṇaṁ samādāya vattati. „Herr, da hat jemand das Töten lebender Geschöpfe, das Stehlen, das Begehen sexueller Verfehlungen und das Lügen aufgegeben und tut diese Dinge nicht mehr. Und er fährt fort, indem er eine Art inbrünstiger Bußübung aufnimmt.
Ayaṁ kho sā, bhante, ākāravatī paṭipadā ekantasukhassa lokassa sacchikiriyāyā”ti. Das ist die begründete Übung, um eine ausschließlich glückliche Welt zu verwirklichen.“
“Taṁ kiṁ maññasi, udāyi, „Was denkst du, Udāyī?
yasmiṁ samaye pāṇātipātaṁ pahāya pāṇātipātā paṭivirato hoti, ekantasukhī vā tasmiṁ samaye attā hoti sukhadukkhī vā”ti? Zu einer Zeit, zu der jemand das Töten aufgibt und nicht mehr tötet, ist zu dieser Zeit sein Selbst ausschließlich glücklich, oder erlebt es sowohl Glück als auch Schmerz?“
“Sukhadukkhī, bhante”. „Es erlebt sowohl Glück als auch Schmerz, Herr.“
“Taṁ kiṁ maññasi, udāyi, „Was denkst du, Udāyī?
yasmiṁ samaye adinnādānaṁ pahāya adinnādānā paṭivirato hoti, ekantasukhī vā tasmiṁ samaye attā hoti sukhadukkhī vā”ti? Zu einer Zeit, zu der jemand das Stehlen aufgibt und nicht mehr stiehlt …
“Sukhadukkhī, bhante”.
“Taṁ kiṁ maññasi, udāyi, yasmiṁ samaye kāmesumicchācāraṁ pahāya kāmesumicchācārā paṭivirato hoti, ekantasukhī vā tasmiṁ samaye attā hoti sukhadukkhī vā”ti? Zu einer Zeit, zu der jemand sexuelle Verfehlungen aufgibt und keine sexuellen Verfehlungen mehr begeht …
“Sukhadukkhī, bhante”.
“Taṁ kiṁ maññasi, udāyi, yasmiṁ samaye musāvādaṁ pahāya musāvādā paṭivirato hoti, ekantasukhī vā tasmiṁ samaye attā hoti sukhadukkhī vā”ti? Zu einer Zeit, zu der jemand das Lügen aufgibt und nicht mehr lügt, ist zu dieser Zeit sein Selbst ausschließlich glücklich, oder erlebt es sowohl Glück als auch Schmerz?“
“Sukhadukkhī, bhante”. „Es erlebt sowohl Glück als auch Schmerz, Herr.“
“Taṁ kiṁ maññasi, udāyi, „Was denkst du, Udāyī?
yasmiṁ samaye aññataraṁ tapoguṇaṁ samādāya vattati, ekantasukhī vā tasmiṁ samaye attā hoti sukhadukkhī vā”ti? Zu einer Zeit, zu der jemand eine Art inbrünstiger Bußübung aufnimmt und befolgt, ist zu dieser Zeit sein Selbst ausschließlich glücklich, oder erlebt es sowohl Glück als auch Schmerz?“
“Sukhadukkhī, bhante”. „Es erlebt sowohl Glück als auch Schmerz, Herr.“
“Taṁ kiṁ maññasi, udāyi, „Was denkst du, Udāyī?
api nu kho vokiṇṇasukhadukkhaṁ paṭipadaṁ āgamma ekantasukhassa lokassa sacchikiriyā hotī”ti? Wird eine ausschließlich glückliche Welt verwirklicht, indem man sich auf eine Übung mit einer Mischung aus Glück und Schmerz stützt?“
“Acchidaṁ bhagavā kathaṁ, acchidaṁ sugato kathan”ti. „Der Gesegnete hat das Gespräch abgeschnitten! Der Heilige hat das Gespräch abgeschnitten!“
“Kiṁ pana tvaṁ, udāyi, vadesi: „Aber Udāyī, warum sagst du:
‘acchidaṁ bhagavā kathaṁ, acchidaṁ sugato kathan’”ti? ‚Der Gesegnete hat das Gespräch abgeschnitten! Der Heilige hat das Gespräch abgeschnitten!‘?“
“Amhākaṁ, bhante, sake ācariyake evaṁ hoti: „Herr, in unserer eigenen Tradition heißt es:
‘atthi ekantasukho loko, atthi ākāravatī paṭipadā ekantasukhassa lokassa sacchikiriyāyā’ti. ‚Es gibt eine ausschließlich glückliche Welt, und es gibt eine begründete Übung, um eine ausschließlich glückliche Welt zu verwirklichen.‘
Te mayaṁ, bhante, bhagavatā sake ācariyake samanuyuñjiyamānā samanuggāhiyamānā samanubhāsiyamānā rittā tucchā aparaddhā”ti. Aber wenn der Buddha über unsere eigene Tradition auf uns eindringt, uns nachgeht und uns ins Kreuzverhör nimmt, erweist sie sich als gehaltlos, hohl und fehlgeleitet.
“Kiṁ pana, bhante, atthi ekantasukho loko, atthi ākāravatī paṭipadā ekantasukhassa lokassa sacchikiriyāyā”ti? Aber Herr, gibt es eine ausschließlich glückliche Welt? Und gibt es eine begründete Übung, um eine ausschließlich glückliche Welt zu verwirklichen?“
“Atthi kho, udāyi, ekantasukho loko, atthi ākāravatī paṭipadā ekantasukhassa lokassa sacchikiriyāyā”ti. „Es gibt eine ausschließlich glückliche Welt, und es gibt eine begründete Übung, um eine ausschließlich glückliche Welt zu verwirklichen.“
“Katamā pana sā, bhante, ākāravatī paṭipadā ekantasukhassa lokassa sacchikiriyāyā”ti? „Nun, Herr, was ist diese begründete Übung, um eine ausschließlich glückliche Welt zu verwirklichen?“
“Idhudāyi, bhikkhu vivicceva kāmehi …pe… paṭhamaṁ jhānaṁ upasampajja viharati; „Da tritt ein Mönch, ganz abgeschieden von den Sinnenfreuden, abgeschieden von untauglichen Eigenschaften, in die erste Vertiefung ein und verweilt darin …
vitakkavicārānaṁ vūpasamā …pe… dutiyaṁ jhānaṁ upasampajja viharati; Wenn das Ausrichten und Halten des Geistes sich beruhigt, tritt er in die zweite Vertiefung ein und verweilt darin …
pītiyā ca virāgā …pe… tatiyaṁ jhānaṁ upasampajja viharati—Mit dem Schwinden der Ekstase tritt er in die dritte Vertiefung ein und verweilt darin …
ayaṁ kho sā, udāyi, ākāravatī paṭipadā ekantasukhassa lokassa sacchikiriyāyā”ti. Das ist die begründete Übung, um eine ausschließlich glückliche Welt zu verwirklichen.“
“Na kho sā, bhante, ākāravatī paṭipadā ekantasukhassa lokassa sacchikiriyāya, sacchikato hissa, bhante, ettāvatā ekantasukho loko hotī”ti. „Herr, das ist nicht die begründete Übung, um eine ausschließlich glückliche Welt zu verwirklichen. An diesem Punkt wurde eine ausschließlich glückliche Welt bereits verwirklicht.“
“Na khvāssa, udāyi, ettāvatā ekantasukho loko sacchikato hoti; „Nein, Udāyī, an diesem Punkt wurde eine ausschließlich glückliche Welt noch nicht verwirklicht.
ākāravatī tveva sā paṭipadā ekantasukhassa lokassa sacchikiriyāyā”ti. Das ist die begründete Übung, um eine ausschließlich glückliche Welt zu verwirklichen.“
Evaṁ vutte, sakuludāyissa paribbājakassa parisā unnādinī uccāsaddamahāsaddā ahosi: Daraufhin machte Sakuludāyīs Versammlung einen Tumult, einen Höllenlärm:
“ettha mayaṁ anassāma sācariyakā, ettha mayaṁ anassāma sācariyakā. „In diesem Fall sind wir verloren, und unsere Tradition ebenfalls! In diesem Fall sind wir verloren, und unsere Tradition ebenfalls!
Na mayaṁ ito bhiyyo uttaritaraṁ pajānāmā”ti. Wir kennen nichts, das höher wäre als das!“
Atha kho sakuludāyī paribbājako te paribbājake appasadde katvā bhagavantaṁ etadavoca: Da beruhigte Sakuludāyī diese Wanderer und sagte zum Buddha:
“kittāvatā panāssa, bhante, ekantasukho loko sacchikato hotī”ti? „Nun, Herr, an welchem Punkt ist eine ausschließlich glückliche Welt verwirklicht?“
“Idhudāyi, bhikkhu sukhassa ca pahānā …pe… catutthaṁ jhānaṁ … upasampajja viharati. „Da gibt ein Mönch Glück und Schmerz auf und tritt mit dem Enden früherer Fröhlichkeit und Traurigkeit in die vierte Vertiefung ein und verweilt darin, ohne Glück oder Schmerz, mit reinem Gleichmut und reiner Achtsamkeit.
Yā tā devatā ekantasukhaṁ lokaṁ upapannā tāhi devatāhi saddhiṁ santiṭṭhati sallapati sākacchaṁ samāpajjati. Es gibt Gottheiten, die in einer ausschließlich glückliche Welt wiedergeboren wurden. Ihnen schließt er sich an, unterhält sich mit ihnen und lässt sich auf Diskussionen mit ihnen ein.
Ettāvatā khvāssa, udāyi, ekantasukho loko sacchikato hotī”ti. Das ist der Punkt, an dem eine ausschließlich glückliche Welt verwirklicht wurde.“
“Etassa nūna, bhante, ekantasukhassa lokassa sacchikiriyāhetu bhikkhū bhagavati brahmacariyaṁ carantī”ti? „Sicherlich führen die Mönche und Nonnen unter dem Buddha das geistliche Leben, um diese ausschließlich glückliche Welt zu verwirklichen?“
“Na kho, udāyi, ekantasukhassa lokassa sacchikiriyāhetu bhikkhū mayi brahmacariyaṁ caranti. „Nein, Udāyī, die Mönche und Nonnen führen unter mir nicht das geistliche Leben, um diese ausschließlich glückliche Welt zu verwirklichen.
Atthi kho, udāyi, aññeva dhammā uttaritarā ca paṇītatarā ca, yesaṁ sacchikiriyāhetu bhikkhū mayi brahmacariyaṁ carantī”ti. Es gibt andere, höhere und erlesenere Dinge, um derentwillen die Mönche und Nonnen unter mir das geistliche Leben führen.“
“Katame pana te, bhante, dhammā uttaritarā ca paṇītatarā ca yesaṁ sacchikiriyāhetu bhikkhū bhagavati brahmacariyaṁ carantī”ti? „Aber Herr, was sind diese höheren und erleseneren Dinge?“
“Idhudāyi, tathāgato loke uppajjati arahaṁ sammāsambuddho vijjācaraṇasampanno sugato lokavidū anuttaro purisadammasārathi satthā devamanussānaṁ buddho bhagavā …pe… „Da erscheint ein Klargewordener in der Welt, ein Vollendeter, ein vollkommen erwachter Buddha, von vollendetem Wissen und Verhalten, heilig, Kenner der Welt, unübertrefflicher Anleiter für alle, die üben wollen, Lehrer von Göttern und Menschen, erwacht, gesegnet. …
so ime pañca nīvaraṇe pahāya cetaso upakkilese paññāya dubbalīkaraṇe Er gibt diese fünf Hindernisse auf, die Verunreinigungen des Herzens, die die Weisheit schwächen.
vivicceva kāmehi …pe… paṭhamaṁ jhānaṁ upasampajja viharati. Dann tritt er, ganz abgeschieden von den Sinnenfreuden, abgeschieden von untauglichen Eigenschaften, in die erste Vertiefung ein und verweilt darin.
Ayampi kho, udāyi, dhammo uttaritaro ca paṇītataro ca yassa sacchikiriyāhetu bhikkhū mayi brahmacariyaṁ caranti. Das ist eines dieser höheren und erleseneren Dinge, um derentwillen die Mönche und Nonnen unter mir das geistliche Leben führen.
Puna caparaṁ, udāyi, bhikkhu vitakkavicārānaṁ vūpasamā … dutiyaṁ jhānaṁ … Dann beruhigt sich da bei einem Mönch das Ausrichten und Halten des Geistes, und er tritt in die zweite Vertiefung ein und verweilt darin …
tatiyaṁ jhānaṁ … in die dritte Vertiefung …
catutthaṁ jhānaṁ upasampajja viharati. in die vierte Vertiefung.
Ayampi kho, udāyi, dhammo uttaritaro ca paṇītataro ca yassa sacchikiriyāhetu bhikkhū mayi brahmacariyaṁ caranti. Auch das ist eines dieser höheren und erleseneren Dinge, um derentwillen die Mönche und Nonnen unter mir das geistliche Leben führen.
So evaṁ samāhite citte parisuddhe pariyodāte anaṅgaṇe vigatūpakkilese mudubhūte kammaniye ṭhite āneñjappatte pubbenivāsānussatiñāṇāya cittaṁ abhininnāmeti. Wenn der Geist so im Samādhi versunken ist – geläutert, hell, makellos, fleckenlos, geschmeidig, formbar, stetig und unbewegt –, dann streckt er ihn aus auf die Erinnerung an frühere Leben.
So anekavihitaṁ pubbenivāsaṁ anussarati, seyyathidaṁ—ekampi jātiṁ dvepi jātiyo …pe… iti sākāraṁ sauddesaṁ anekavihitaṁ pubbenivāsaṁ anussarati. Er erinnert sich an viele Arten früherer Leben, das heißt: eine Wiedergeburt, zwei Wiedergeburten, drei, vier, fünf, zehn, zwanzig, dreißig, vierzig, fünfzig, hundert, tausend, hunderttausend Wiedergeburten; viele Äonen des Zusammenziehens der Welt, viele Äonen des Ausdehnens der Welt, viele Äonen des Zusammenziehens und Ausdehnens der Welt … Und so erinnert er sich an viele Arten früherer Leben mit den Merkmalen und Einzelheiten.
Ayampi kho, udāyi, dhammo uttaritaro ca paṇītataro ca yassa sacchikiriyāhetu bhikkhū mayi brahmacariyaṁ caranti. Auch das ist eines dieser höheren und erleseneren Dinge, um derentwillen die Mönche und Nonnen unter mir das geistliche Leben führen.
So evaṁ samāhite citte parisuddhe pariyodāte anaṅgaṇe vigatūpakkilese mudubhūte kammaniye ṭhite āneñjappatte sattānaṁ cutūpapātañāṇāya cittaṁ abhininnāmeti. Wenn sein Geist so im Samādhi versunken ist – geläutert, hell, makellos, fleckenlos, geschmeidig, formbar, stetig und unbewegt –, dann streckt er ihn aus auf die Erkenntnis von Tod und Wiedergeburt der Lebewesen.
So dibbena cakkhunā visuddhena atikkantamānusakena satte passati cavamāne upapajjamāne hīne paṇīte suvaṇṇe dubbaṇṇe sugate duggate …pe… yathākammūpage satte pajānāti. Mit geläuterter und übermenschlicher Hellsichtigkeit sieht er Lebewesen, wie sie hinscheiden und wieder geboren werden – gering oder hochstehend, schön oder hässlich, an einem guten oder einem schlechten Ort. … Er versteht, wie Lebewesen entsprechend ihrer Taten wiedergeboren werden.
Ayampi kho, udāyi, dhammo uttaritaro ca paṇītataro ca yassa sacchikiriyāhetu bhikkhū mayi brahmacariyaṁ caranti. Auch das ist eines dieser höheren und erleseneren Dinge, um derentwillen die Mönche und Nonnen unter mir das geistliche Leben führen.
So evaṁ samāhite citte parisuddhe pariyodāte anaṅgaṇe vigatūpakkilese mudubhūte kammaniye ṭhite āneñjappatte āsavānaṁ khayañāṇāya cittaṁ abhininnāmeti. Wenn sein Geist so im Samādhi versunken ist – geläutert, hell, makellos, fleckenlos, geschmeidig, formbar, stetig und unbewegt – dann streckt er ihn aus auf die Erkenntnis, dass die Befleckungen aufgelöst sind.
So ‘idaṁ dukkhan’ti yathābhūtaṁ pajānāti, ‘ayaṁ dukkhasamudayo’ti …pe… ‘ayaṁ dukkhanirodho’ti … ‘ayaṁ dukkhanirodhagāminī paṭipadā’ti yathābhūtaṁ pajānāti, Er versteht wahrhaftig: ‚Das ist das Leiden‘, … ‚das ist der Ursprung des Leidens‘, … ‚das ist das Aufhören des Leidens‘, … ‚das ist die Übung, die zum Aufhören des Leidens führt‘.
‘ime āsavā’ti yathābhūtaṁ pajānāti, ‘ayaṁ āsavasamudayo’ti … ‘ayaṁ āsavanirodho’ti … ‘ayaṁ āsavanirodhagāminī paṭipadā’ti yathābhūtaṁ pajānāti. Er versteht wahrhaftig: ‚Das sind die Befleckungen‘, … ‚das ist der Ursprung der Befleckungen‘, … ‚das ist das Aufhören der Befleckungen‘, … ‚das ist die Übung, die zum Aufhören der Befleckungen führt‘.
Tassa evaṁ jānato evaṁ passato kāmāsavāpi cittaṁ vimuccati, bhavāsavāpi cittaṁ vimuccati, avijjāsavāpi cittaṁ vimuccati. Wenn er das erkennt und sieht, ist sein Geist befreit von den Befleckungen der Sinnlichkeit, des Wunsches nach Wiedergeburt und der Unwissenheit.
Vimuttasmiṁ vimuttamiti ñāṇaṁ hoti. Wenn er befreit ist, weiß er, er ist befreit.
‘Khīṇā jāti, vusitaṁ brahmacariyaṁ, kataṁ karaṇīyaṁ, nāparaṁ itthattāyā’ti pajānāti. Er versteht: ‚Wiedergeburt ist beendet; das geistliche Leben ist erfüllt; was zu tun war, ist getan; es gibt nichts weiter für diesen Ort.‘
Ayampi kho, udāyi, dhammo uttaritaro ca paṇītataro ca yassa sacchikiriyāhetu bhikkhū mayi brahmacariyaṁ caranti. Auch das ist eines dieser höheren und erleseneren Dinge, um derentwillen die Mönche und Nonnen unter mir das geistliche Leben führen.
Ime kho, udāyi, dhammā uttaritarā ca paṇītatarā ca yesaṁ sacchikiriyāhetu bhikkhū mayi brahmacariyaṁ carantī”ti. Das sind diese höheren und erleseneren Dinge, um derentwillen die Mönche und Nonnen unter mir das geistliche Leben führen.“
Evaṁ vutte, sakuludāyī paribbājako bhagavantaṁ etadavoca: Auf diese Worte sagte der Wanderer Sakuludāyī zum Buddha:
“abhikkantaṁ, bhante, abhikkantaṁ, bhante. „Vortrefflich, Herr! Vortrefflich!
Seyyathāpi, bhante, nikkujjitaṁ vā ukkujjeyya, paṭicchannaṁ vā vivareyya, mūḷhassa vā maggaṁ ācikkheyya, andhakāre vā telapajjotaṁ dhāreyya: ‘cakkhumanto rūpāni dakkhantī’ti; evamevaṁ bhagavatā anekapariyāyena dhammo pakāsito. Als würde er das Umgestürzte aufrichten oder das Verborgene enthüllen oder den Verirrten den Weg weisen oder im Dunkeln ein Licht anzünden, sodass Menschen mit klaren Augen sehen könnten, was da ist, so hat der Buddha die Lehre auf vielerlei Weise klargemacht.
Esāhaṁ, bhante, bhagavantaṁ saraṇaṁ gacchāmi dhammañca bhikkhusaṅghañca. Ich nehme Zuflucht zum Buddha, zur Lehre und zum Saṅgha der Mönche und Nonnen.
Labheyyāhaṁ, bhante, bhagavato santike pabbajjaṁ, labheyyaṁ upasampadan”ti. Herr, darf ich vor dem Buddha die Weihe des Fortziehens erhalten, die Ordination?“
Evaṁ vutte, sakuludāyissa paribbājakassa parisā sakuludāyiṁ paribbājakaṁ etadavocuṁ: Daraufhin sagte Sakuludāyīs Versammlung zu ihm:
“mā bhavaṁ, udāyi, samaṇe gotame brahmacariyaṁ cari; „Herr Udāyī, führe nicht das geistliche Leben unter dem Asketen Gotama.
mā bhavaṁ, udāyi, ācariyo hutvā antevāsīvāsaṁ vasi. Du warst ein Lehrmeister; lebe nicht als Zögling.
Seyyathāpi nāma udakamaṇiko hutvā udañcaniko assa, evaṁ sampadamidaṁ bhoto udāyissa bhavissati. Dir wird es ergehen wie einem Wasserkrug, der zu einer Wasser-Schöpfkelle wird.
Mā bhavaṁ, udāyi, samaṇe gotame brahmacariyaṁ cari; Herr Udāyī, führe nicht das geistliche Leben unter dem Asketen Gotama.
mā bhavaṁ, udāyi, ācariyo hutvā antevāsīvāsaṁ vasī”ti. Du warst ein Lehrmeister; lebe nicht als Zögling.“
Iti hidaṁ sakuludāyissa paribbājakassa parisā sakuludāyiṁ paribbājakaṁ antarāyamakāsi bhagavati brahmacariyeti. Und so wurde der Wanderer Sakuludāyī von seiner eigenen Versammlung davon abgehalten, unter dem Buddha das geistliche Leben zu führen.
Cūḷasakuludāyisuttaṁ niṭṭhitaṁ navamaṁ.