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Majjhima Nikāya 127 Mittlere Lehrreden 127
Anuruddhasutta Mit Anuruddha
Evaṁ me sutaṁ—So habe ich es gehört:
ekaṁ samayaṁ bhagavā sāvatthiyaṁ viharati jetavane anāthapiṇḍikassa ārāme. Einmal hielt sich der Buddha bei Sāvatthī in Jetas Wäldchen auf, dem Kloster des Anāthapiṇḍika.
Atha kho pañcakaṅgo thapati aññataraṁ purisaṁ āmantesi: Da wandte sich der Kammerherr Pañcakaṅga an einen Mann:
“ehi tvaṁ, ambho purisa, yenāyasmā anuruddho tenupasaṅkama; upasaṅkamitvā mama vacanena āyasmato anuruddhassa pāde sirasā vandāhi: „He, Mann, bitte geh zum Ehrwürdigen Anuruddha und beuge in meinem Namen deinen Kopf zu seinen Füßen. Sage zu ihm:
‘pañcakaṅgo, bhante, thapati āyasmato anuruddhassa pāde sirasā vandatī’ti; ‚Herr, der Kammerherr Pañcakaṅga beugt seinen Kopf zu deinen Füßen.‘
evañca vadehi: Und dann frage ihn,
‘adhivāsetu kira, bhante, āyasmā anuruddho pañcakaṅgassa thapatissa svātanāya attacatuttho bhattaṁ; ob er bitte zusammen mit dem Saṅgha der Mönche und Nonnen die morgige Mahlzeit von mir annehmen würde.
yena ca kira, bhante, āyasmā anuruddho pagevataraṁ āgaccheyya; Und bitte ihn, früher als üblich zu kommen,
pañcakaṅgo, bhante, thapati bahukicco bahukaraṇīyo rājakaraṇīyenā’”ti. denn Pañcakaṅga hat viele Pflichten und Verantwortlichkeiten für den König.“
“Evaṁ, bhante”ti kho so puriso pañcakaṅgassa thapatissa paṭissutvā yenāyasmā anuruddho tenupasaṅkami; upasaṅkamitvā āyasmantaṁ anuruddhaṁ abhivādetvā ekamantaṁ nisīdi. Ekamantaṁ nisinno kho so puriso āyasmantaṁ anuruddhaṁ etadavoca: „Ja, Herr“, antwortete der Mann. Er tat, worum Pañcakaṅga gebeten hatte,
“pañcakaṅgo, bhante, thapati āyasmato anuruddhassa pāde sirasā vandati, evañca vadeti:
‘adhivāsetu kira, bhante, āyasmā anuruddho pañcakaṅgassa thapatissa svātanāya attacatuttho bhattaṁ;
yena ca kira, bhante, āyasmā anuruddho pagevataraṁ āgaccheyya;
pañcakaṅgo, bhante, thapati bahukicco bahukaraṇīyo rājakaraṇīyenā’”ti.
Adhivāsesi kho āyasmā anuruddho tuṇhībhāvena. und der Ehrwürdige Anuruddha schwieg zum Zeichen der Zustimmung.
Atha kho āyasmā anuruddho tassā rattiyā accayena pubbaṇhasamayaṁ nivāsetvā pattacīvaramādāya yena pañcakaṅgassa thapatissa nivesanaṁ tenupasaṅkami; upasaṅkamitvā paññatte āsane nisīdi. Als dann die Nacht vorüber war, kleidete Anuruddha sich am Morgen an, nahm Schale und Robe, ging zu Pañcakaṅgas Haus und setzte sich dort auf den ausgebreiteten Sitz.
Atha kho pañcakaṅgo thapati āyasmantaṁ anuruddhaṁ paṇītena khādanīyena bhojanīyena sahatthā santappesi sampavāresi. Und Pañcakaṅga bewirtete und bediente Anuruddha eigenhändig mit köstlichen frischen und gekochten Speisen.
Atha kho pañcakaṅgo thapati āyasmantaṁ anuruddhaṁ bhuttāviṁ onītapattapāṇiṁ aññataraṁ nīcaṁ āsanaṁ gahetvā ekamantaṁ nisīdi. Als Anuruddha gegessen und Hand und Schale gewaschen hatte, nahm Pañcakaṅga einen niedrigen Sitz, setzte sich zur Seite hin
Ekamantaṁ nisinno kho pañcakaṅgo thapati āyasmantaṁ anuruddhaṁ etadavoca: und sagte zu Anuruddha:
“Idha maṁ, bhante, therā bhikkhū upasaṅkamitvā evamāhaṁsu: „Herr, einige altehrwürdige Mönche und Nonnen sind zu mir gekommen und haben gesagt:
‘appamāṇaṁ, gahapati, cetovimuttiṁ bhāvehī’ti. ‚Hausbesitzer, entwickle die grenzenlose Erlösung des Herzens.‘
Ekacce therā evamāhaṁsu: Andere haben gesagt:
‘mahaggataṁ, gahapati, cetovimuttiṁ bhāvehī’ti. ‚Hausbesitzer, entwickle die ausgedehnte Erlösung des Herzens.‘
Yā cāyaṁ, bhante, appamāṇā cetovimutti yā ca mahaggatā cetovimutti—Die grenzenlose Erlösung des Herzens und die ausgedehnte Erlösung des Herzens:
ime dhammā nānatthā ceva nānābyañjanā ca, udāhu ekatthā byañjanameva nānan”ti? Unterscheiden sie sich sowohl in der Bedeutung als auch in der Ausdrucksweise? Oder haben sie die gleiche Bedeutung und unterscheiden sich nur in der Ausdrucksweise?“
“Tena hi, gahapati, taṁyevettha paṭibhātu, apaṇṇakante ito bhavissatī”ti. „Nun, Hausbesitzer, sag mir, was du darüber denkst. Danach ist es eine sichere Wette, dass du es erfassen wirst.“
“Mayhaṁ kho, bhante, evaṁ hoti: „Herr, ich denke folgendermaßen:
‘yā cāyaṁ appamāṇā cetovimutti yā ca mahaggatā cetovimutti ime dhammā ekatthā byañjanameva nānan’”ti. Die grenzenlose Erlösung des Herzens und die ausgedehnte Erlösung des Herzens haben die gleiche Bedeutung und unterscheiden sich nur in der Ausdrucksweise.“
“Yā cāyaṁ, gahapati, appamāṇā cetovimutti yā ca mahaggatā cetovimutti ime dhammā nānatthā ceva nānābyañjanā ca. „Die grenzenlose Erlösung des Herzens und die ausgedehnte Erlösung des Herzens unterscheiden sich sowohl in der Bedeutung als auch in der Ausdrucksweise.
Tadamināpetaṁ, gahapati, pariyāyena veditabbaṁ yathā ime dhammā nānatthā ceva nānābyañjanā ca. Das ist eine Art, zu verstehen, wie sich diese Dinge sowohl in der Bedeutung als auch in der Ausdrucksweise unterscheiden:
Katamā ca, gahapati, appamāṇā cetovimutti? Und was ist die grenzenlose Erlösung des Herzens?
Idha, gahapati, bhikkhu mettāsahagatena cetasā ekaṁ disaṁ pharitvā viharati, tathā dutiyaṁ tathā tatiyaṁ tathā catutthaṁ; iti uddhamadho tiriyaṁ sabbadhi sabbattatāya sabbāvantaṁ lokaṁ mettāsahagatena cetasā vipulena mahaggatena appamāṇena averena abyābajjhena pharitvā viharati. Da meditiert ein Mönch, indem er eine Himmelsrichtung mit einem Herzen voller Liebe durchdringt, und die zweite und die dritte und die vierte. Ebenso nach oben, nach unten, dazwischen, überall und ringsumher; die ganze Welt durchdringt er mit einem Herzen voller Liebe – weit, ausgedehnt, grenzenlos, frei von Feindschaft und bösem Willen.
Karuṇāsahagatena cetasā … Er meditiert, indem er eine Himmelsrichtung mit einem Herzen voller Mitgefühl durchdringt …
muditāsahagatena cetasā … Er meditiert, indem er eine Himmelsrichtung mit einem Herzen voller freudiger Anteilnahme durchdringt …
upekkhāsahagatena cetasā ekaṁ disaṁ pharitvā viharati, tathā dutiyaṁ tathā tatiyaṁ tathā catutthaṁ; iti uddhamadho tiriyaṁ sabbadhi sabbattatāya sabbāvantaṁ lokaṁ upekkhāsahagatena cetasā vipulena mahaggatena appamāṇena averena abyābajjhena pharitvā viharati. Er meditiert, indem er eine Himmelsrichtung mit einem Herzen voller Gleichmut durchdringt, und die zweite und die dritte und die vierte. Ebenso nach oben, nach unten, dazwischen, überall und ringsumher; die ganze Welt durchdringt er mit einem Herzen voller Gleichmut – weit, ausgedehnt, grenzenlos, frei von Feindschaft und bösem Willen.
Ayaṁ vuccati, gahapati, appamāṇā cetovimutti. Das nennt man die grenzenlose Erlösung des Herzens.
Katamā ca, gahapati, mahaggatā cetovimutti? Und was ist die ausgedehnte Erlösung des Herzens?
Idha, gahapati, bhikkhu yāvatā ekaṁ rukkhamūlaṁ mahaggatanti pharitvā adhimuccitvā viharati. Da meditiert ein Mönch, indem er sich auf das Durchdringen des Umfangs einer einzelnen Baumwurzel als ausgedehnt ausrichtet.
Ayaṁ vuccati, gahapati, mahaggatā cetovimutti. Das nennt man die ausgedehnte Erlösung des Herzens.
Idha pana, gahapati, bhikkhu yāvatā dve vā tīṇi vā rukkhamūlāni mahaggatanti pharitvā adhimuccitvā viharati. Dann meditiert da ein Mönch, indem er sich auf das Durchdringen des Umfangs von zwei oder drei Baumwurzeln als ausgedehnt ausrichtet …
Ayampi vuccati, gahapati, mahaggatā cetovimutti.
Idha pana, gahapati, bhikkhu yāvatā ekaṁ gāmakkhettaṁ mahaggatanti pharitvā adhimuccitvā viharati. indem er sich auf das Durchdringen des Umfangs eines einzelnen Dorfbezirks als ausgedehnt ausrichtet …
Ayampi vuccati, gahapati, mahaggatā cetovimutti.
Idha pana, gahapati, bhikkhu yāvatā dve vā tīṇi vā gāmakkhettāni mahaggatanti pharitvā adhimuccitvā viharati. indem er sich auf das Durchdringen des Umfangs von zwei oder drei Dorfbezirken als ausgedehnt ausrichtet …
Ayampi vuccati, gahapati, mahaggatā cetovimutti.
Idha pana, gahapati, bhikkhu yāvatā ekaṁ mahārajjaṁ mahaggatanti pharitvā adhimuccitvā viharati. indem er sich auf das Durchdringen des Umfangs eines einzelnen Königreichs als ausgedehnt ausrichtet …
Ayampi vuccati, gahapati, mahaggatā cetovimutti.
Idha pana, gahapati, bhikkhu yāvatā dve vā tīṇi vā mahārajjāni mahaggatanti pharitvā adhimuccitvā viharati. indem er sich auf das Durchdringen des Umfangs von zwei oder drei Königreichen als ausgedehnt ausrichtet …
Ayampi vuccati, gahapati, mahaggatā cetovimutti.
Idha pana, gahapati, bhikkhu yāvatā samuddapariyantaṁ pathaviṁ mahaggatanti pharitvā adhimuccitvā viharati. indem er sich auf das Durchdringen des Umfangs dieses vom Meer umgebenen Landes als ausgedehnt ausrichtet.
Ayampi vuccati, gahapati, mahaggatā cetovimutti. Auch das nennt man die ausgedehnte Erlösung des Herzens.
Iminā kho etaṁ, gahapati, pariyāyena veditabbaṁ yathā ime dhammā nānatthā ceva nānābyañjanā ca. Das ist eine Art, zu verstehen, wie sich diese Dinge sowohl in der Bedeutung als auch in der Ausdrucksweise unterscheiden.
Catasso kho imā gahapati, bhavūpapattiyo. Hausbesitzer, es gibt diese vier Arten der Wiedergeburt in einem künftigen Leben.
Katamā catasso? Welche vier?
Idha, gahapati, ekacco ‘parittābhā’ti pharitvā adhimuccitvā viharati. Da meditiert jemand, indem er sich auf das Durchdringen ‚begrenzten Glanzes‘ ausrichtet.
So kāyassa bhedā paraṁ maraṇā parittābhānaṁ devānaṁ sahabyataṁ upapajjati. Wenn sein Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, wird er unter den Göttern von begrenztem Glanz wiedergeboren.
Idha pana, gahapati, ekacco ‘appamāṇābhā’ti pharitvā adhimuccitvā viharati. Dann meditiert da jemand, indem er sich auf das Durchdringen ‚grenzenlosen Glanzes‘ ausrichtet.
So kāyassa bhedā paraṁ maraṇā appamāṇābhānaṁ devānaṁ sahabyataṁ upapajjati. Wenn sein Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, wird er unter den Göttern von grenzenlosem Glanz wiedergeboren.
Idha pana, gahapati, ekacco ‘saṅkiliṭṭhābhā’ti pharitvā adhimuccitvā viharati. Dann meditiert da jemand, indem er sich auf das Durchdringen ‚befleckten Glanzes‘ ausrichtet.
So kāyassa bhedā paraṁ maraṇā saṅkiliṭṭhābhānaṁ devānaṁ sahabyataṁ upapajjati. Wenn sein Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, wird er unter den Göttern von beflecktem Glanz wiedergeboren.
Idha pana, gahapati, ekacco ‘parisuddhābhā’ti pharitvā adhimuccitvā viharati. Dann meditiert da jemand, indem er sich auf das Durchdringen ‚reinen Glanzes‘ ausrichtet.
So kāyassa bhedā paraṁ maraṇā parisuddhābhānaṁ devānaṁ sahabyataṁ upapajjati. Wenn sein Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, wird er unter den Göttern von reinem Glanz wiedergeboren.
Imā kho, gahapati, catasso bhavūpapattiyo. Das sind die vier Arten der Wiedergeburt in einem künftigen Leben.
Hoti kho so, gahapati, samayo, yā tā devatā ekajjhaṁ sannipatanti, tāsaṁ ekajjhaṁ sannipatitānaṁ vaṇṇanānattañhi kho paññāyati no ca ābhānānattaṁ. Es kommt eine Zeit, Hausbesitzer, da versammeln sich die Gottheiten an einem Ort. Dann ist ein Unterschied in ihrer Farbe ersichtlich, aber nicht in ihrem Glanz.
Seyyathāpi, gahapati, puriso sambahulāni telappadīpāni ekaṁ gharaṁ paveseyya. Wie wenn ein Mensch mehrere Öllampen in ein Haus brächte:
Tesaṁ ekaṁ gharaṁ pavesitānaṁ accinānattañhi kho paññāyetha, no ca ābhānānattaṁ; Es wäre ein Unterschied in ihren Flammen ersichtlich, aber nicht in ihrem Glanz.
evameva kho, gahapati, hoti kho so samayo, yā tā devatā ekajjhaṁ sannipatanti tāsaṁ ekajjhaṁ sannipatitānaṁ vaṇṇanānattañhi kho paññāyati, no ca ābhānānattaṁ. Ebenso ist, wenn sich die Gottheiten an einem Ort versammeln, ein Unterschied in ihrer Farbe ersichtlich, aber nicht in ihrem Glanz.
Hoti kho so, gahapati, samayo, yā tā devatā tato vipakkamanti, tāsaṁ tato vipakkamantīnaṁ vaṇṇanānattañceva paññāyati ābhānānattañca. Es kommt eine Zeit, Hausbesitzer, da gehen diese Gottheiten getrennte Wege. Dann ist sowohl ein Unterschied in ihrer Farbe als auch in ihrem Glanz ersichtlich.
Seyyathāpi, gahapati, puriso tāni sambahulāni telappadīpāni tamhā gharā nīhareyya. Wie wenn ein Mensch diese verschiedenen Öllampen aus dem Haus brächte:
Tesaṁ tato nīhatānaṁ accinānattañceva paññāyetha ābhānānattañca; Es wäre sowohl ein Unterschied in ihren Flammen als auch in ihrem Glanz ersichtlich.
evameva kho, gahapati, hoti kho so samayo, yā tā devatā tato vipakkamanti, tāsaṁ tato vipakkamantīnaṁ vaṇṇanānattañceva paññāyati ābhānānattañca. Ebenso ist, wenn diese Gottheiten getrennte Wege gehen, sowohl ein Unterschied in ihrer Farbe als auch in ihrem Glanz ersichtlich.
Na kho, gahapati, tāsaṁ devatānaṁ evaṁ hoti: Es ist nicht so, dass diese Gottheiten dächten:
‘idaṁ amhākaṁ niccanti vā dhuvanti vā sassatanti vā’, api ca yattha yattheva tā devatā abhinivisanti tattha tattheva tā devatā abhiramanti. ‚Was wir haben, ist beständig, immerwährend und ewig.‘ Vielmehr finden diese Gottheiten Vergnügen an allen, an dem sie haften.
Seyyathāpi, gahapati, makkhikānaṁ kājena vā piṭakena vā harīyamānānaṁ na evaṁ hoti: Wie wenn da Fliegen auf einer Tragestange oder einem Korb mitgenommen würden. Es ist nicht so, dass diese Fliegen dächten:
‘idaṁ amhākaṁ niccanti vā dhuvanti vā sassatanti vā’, api ca yattha yattheva tā makkhikā abhinivisanti tattha tattheva tā makkhikā abhiramanti; ‚Was wir haben, ist beständig, immerwährend und ewig.‘ Vielmehr finden diese Fliegen Vergnügen an allen, an dem sie haften.
evameva kho, gahapati, tāsaṁ devatānaṁ na evaṁ hoti: Ebenso ist es nicht so, dass diese Gottheiten dächten:
‘idaṁ amhākaṁ niccanti vā dhuvanti vā sassatanti vā’, api ca yattha yattheva tā devatā abhinivisanti tattha tattheva tā devatā abhiramantī”ti. ‚Was wir haben, ist beständig, immerwährend und ewig.‘ Vielmehr finden diese Gottheiten Vergnügen an allen, an dem sie haften.
Evaṁ vutte, āyasmā sabhiyo kaccāno āyasmantaṁ anuruddhaṁ etadavoca: Daraufhin sagte der Ehrwürdige Sabhiya Kaccāna zum Ehrwürdigen Anuruddha:
“sādhu, bhante anuruddha. „Gut, Ehrenwerter Anuruddha!
Atthi ca me ettha uttariṁ paṭipucchitabbaṁ. Ich habe dazu eine weitere Frage.
Yā tā, bhante, devatā ābhā sabbā tā parittābhā udāhu santettha ekaccā devatā appamāṇābhā”ti? Haben alle glanzvollen Gottheiten begrenzten Glanz, oder haben manche grenzenlosen Glanz?“
“Tadaṅgena kho, āvuso kaccāna, santettha ekaccā devatā parittābhā, santi panettha ekaccā devatā appamāṇābhā”ti. „In dieser Hinsicht, geehrter Kaccāna, haben manche Gottheiten begrenzten Glanz und manche haben grenzenlosen Glanz.“
“Ko nu kho, bhante anuruddha, hetu ko paccayo yena tāsaṁ devatānaṁ ekaṁ devanikāyaṁ upapannānaṁ santettha ekaccā devatā parittābhā, santi panettha ekaccā devatā appamāṇābhā”ti? „Was ist der Grund, Ehrenwerter Anuruddha, was ist die Ursache, dass, obwohl diese Gottheiten in der gleichen Klasse von Göttern wiedergeboren sind, manche von ihnen dort begrenzten Glanz haben und manche grenzenlosen Glanz?“
“Tena hāvuso kaccāna, taṁyevettha paṭipucchissāmi. Yathā te khameyya tathā naṁ byākareyyāsi. „Nun, geehrter Kaccāna, ich werde dir dazu Gegenfragen stellen, und du kannst antworten, wie du möchtest.
Taṁ kiṁ maññasi, āvuso kaccāna, „Was denkst du, geehrter Kaccāna?
yvāyaṁ bhikkhu yāvatā ekaṁ rukkhamūlaṁ ‘mahaggatan’ti pharitvā adhimuccitvā viharati, yo cāyaṁ bhikkhu yāvatā dve vā tīṇi vā rukkhamūlāni ‘mahaggatan’ti pharitvā adhimuccitvā viharati—Wenn ein Mönch meditiert, indem er sich auf das Durchdringen des Umfangs einer einzelnen Baumwurzel als ausgedehnt ausrichtet oder indem er sich auf das Durchdringen des Umfangs von zwei oder drei Baumwurzeln als ausgedehnt ausrichtet:
imāsaṁ ubhinnaṁ cittabhāvanānaṁ katamā cittabhāvanā mahaggatatarā”ti? In welchem dieser beiden Fälle ist die Entwicklung des Geistes ausgedehnter?“
“Yvāyaṁ, bhante, bhikkhu yāvatā dve vā tīṇi vā rukkhamūlāni ‘mahaggatan’ti pharitvā adhimuccitvā viharati—„Wenn ein Mönch meditiert, indem er sich auf das Durchdringen des Umfangs von zwei oder drei Baumwurzeln als ausgedehnt ausrichtet.“
ayaṁ imāsaṁ ubhinnaṁ cittabhāvanānaṁ mahaggatatarā”ti.
“Taṁ kiṁ maññasi, āvuso kaccāna, „Was denkst du, geehrter Kaccāna?
yvāyaṁ bhikkhu yāvatā dve vā tīṇi vā rukkhamūlāni ‘mahaggatan’ti pharitvā adhimuccitvā viharati, yo cāyaṁ bhikkhu yāvatā ekaṁ gāmakkhettaṁ ‘mahaggatan’ti pharitvā adhimuccitvā viharati—Wenn ein Mönch meditiert, indem er sich auf das Durchdringen des Umfangs von zwei oder drei Baumwurzeln als ausgedehnt ausrichtet oder indem er sich auf das Durchdringen des Umfangs eines einzelnen Dorfbezirks als ausgedehnt ausrichtet …
imāsaṁ ubhinnaṁ cittabhāvanānaṁ katamā cittabhāvanā mahaggatatarā”ti?
“Yvāyaṁ, bhante, bhikkhu yāvatā ekaṁ gāmakkhettaṁ ‘mahaggatan’ti pharitvā adhimuccitvā viharati—
ayaṁ imāsaṁ ubhinnaṁ cittabhāvanānaṁ mahaggatatarā”ti.
“Taṁ kiṁ maññasi, āvuso kaccāna, yvāyaṁ bhikkhu yāvatā ekaṁ gāmakkhettaṁ ‘mahaggatan’ti pharitvā adhimuccitvā viharati, yo cāyaṁ bhikkhu yāvatā dve vā tīṇi vā gāmakkhettāni ‘mahaggatan’ti pharitvā adhimuccitvā viharati—indem er sich auf das Durchdringen des Umfangs von zwei oder drei Dorfbezirken als ausgedehnt ausrichtet …
imāsaṁ ubhinnaṁ cittabhāvanānaṁ katamā cittabhāvanā mahaggatatarā”ti?
“Yvāyaṁ, bhante, bhikkhu yāvatā dve vā tīṇi vā gāmakkhettāni ‘mahaggatan’ti pharitvā adhimuccitvā viharati—
ayaṁ imāsaṁ ubhinnaṁ cittabhāvanānaṁ mahaggatatarā”ti.
“Taṁ kiṁ maññasi, āvuso kaccāna, yvāyaṁ bhikkhu yāvatā dve vā tīṇi vā gāmakkhettāni ‘mahaggatan’ti pharitvā adhimuccitvā viharati, yo cāyaṁ bhikkhu yāvatā ekaṁ mahārajjaṁ ‘mahaggatan’ti pharitvā adhimuccitvā viharati—indem er sich auf das Durchdringen des Umfangs eines einzelnen Königreichs als ausgedehnt ausrichtet …
imāsaṁ ubhinnaṁ cittabhāvanānaṁ katamā cittabhāvanā mahaggatatarā”ti?
“Yvāyaṁ, bhante, bhikkhu yāvatā ekaṁ mahārajjaṁ ‘mahaggatan’ti pharitvā adhimuccitvā viharati—
ayaṁ imāsaṁ ubhinnaṁ cittabhāvanānaṁ mahaggatatarā”ti.
“Taṁ kiṁ maññasi, āvuso kaccāna, yvāyaṁ bhikkhu yāvatā ekaṁ mahārajjaṁ ‘mahaggatan’ti pharitvā adhimuccitvā viharati, yo cāyaṁ bhikkhu yāvatā dve vā tīṇi vā mahārajjāni ‘mahaggatan’ti pharitvā adhimuccitvā viharati—indem er sich auf das Durchdringen des Umfangs von zwei oder drei Königreichen als ausgedehnt ausrichtet …
imāsaṁ ubhinnaṁ cittabhāvanānaṁ katamā cittabhāvanā mahaggatatarā”ti?
“Yvāyaṁ, bhante, bhikkhu yāvatā dve vā tīṇi vā mahārajjāni ‘mahaggatan’ti pharitvā adhimuccitvā viharati—
ayaṁ imāsaṁ ubhinnaṁ cittabhāvanānaṁ mahaggatatarā”ti.
“Taṁ kiṁ maññasi, āvuso kaccāna, yvāyaṁ bhikkhu yāvatā dve vā tīṇi vā mahārajjāni ‘mahaggatan’ti pharitvā adhimuccitvā viharati, yo cāyaṁ bhikkhu yāvatā samuddapariyantaṁ pathaviṁ ‘mahaggatan’ti pharitvā adhimuccitvā viharati—indem er sich auf das Durchdringen des Umfangs dieses vom Meer umgebenen Landes als ausgedehnt ausrichtet:
imāsaṁ ubhinnaṁ cittabhāvanānaṁ katamā cittabhāvanā mahaggatatarā”ti? In welchem dieser beiden Fälle ist die Entwicklung des Geistes ausgedehnter?“
“Yvāyaṁ, bhante, bhikkhu yāvatā samuddapariyantaṁ pathaviṁ ‘mahaggatan’ti pharitvā adhimuccitvā viharati—„Wenn ein Mönch meditiert, indem er sich auf das Durchdringen des Umfangs dieses vom Meer umgebenen Landes als ausgedehnt ausrichtet.“
ayaṁ imāsaṁ ubhinnaṁ cittabhāvanānaṁ mahaggatatarā”ti?
“Ayaṁ kho, āvuso kaccāna, hetu ayaṁ paccayo, yena tāsaṁ devatānaṁ ekaṁ devanikāyaṁ upapannānaṁ santettha ekaccā devatā parittābhā, santi panettha ekaccā devatā appamāṇābhā”ti. „Das ist der Grund, werter Kaccāna, das ist die Ursache, dass, obwohl diese Gottheiten in der gleichen Klasse von Göttern wiedergeboren sind, manche von ihnen dort begrenzten Glanz haben und manche grenzenlosen Glanz.“
“Sādhu, bhante anuruddha. „Gut, Ehrenwerter Anuruddha!
Atthi ca me ettha uttariṁ paṭipucchitabbaṁ. Ich habe dazu eine weitere Frage.
Yāvatā, bhante, devatā ābhā sabbā tā saṅkiliṭṭhābhā udāhu santettha ekaccā devatā parisuddhābhā”ti? Haben alle glanzvollen Gottheiten befleckten Glanz, oder haben manche reinen Glanz?“
“Tadaṅgena kho, āvuso kaccāna, santettha ekaccā devatā saṅkiliṭṭhābhā, santi panettha ekaccā devatā parisuddhābhā”ti. „In dieser Hinsicht, geehrter Kaccāna, haben manche Gottheiten befleckten Glanz und manche haben reinen Glanz.“
“Ko nu kho, bhante, anuruddha, hetu ko paccayo, yena tāsaṁ devatānaṁ ekaṁ devanikāyaṁ upapannānaṁ santettha ekaccā devatā saṅkiliṭṭhābhā, santi panettha ekaccā devatā parisuddhābhā”ti? „Was ist der Grund, Ehrenwerter Anuruddha, was ist die Ursache, dass, obwohl diese Gottheiten in der gleichen Klasse von Göttern wiedergeboren sind, manche von ihnen dort befleckten Glanz haben und manche reinen Glanz?“
“Tena hāvuso kaccāna, upamaṁ te karissāmi. „Nun, Geehrter, ich will dir ein Gleichnis geben.
Upamāyapidhekacce viññū purisā bhāsitassa atthaṁ ājānanti. Denn mithilfe eines Gleichnisses verstehen manche vernünftigen Menschen die Bedeutung des Gesagten.
Seyyathāpi, āvuso kaccāna, telappadīpassa jhāyato telampi aparisuddhaṁ vaṭṭipi aparisuddhā. Wie wenn da eine Öllampe mit unreinem Öl und einem unreinen Docht brennen würde.
So telassapi aparisuddhattā vaṭṭiyāpi aparisuddhattā andhandhaṁ viya jhāyati; Weil Öl und Docht unrein wären, würde sie matt brennen, sozusagen.
evameva kho, āvuso kaccāna, idhekacco bhikkhu ‘saṅkiliṭṭhābhā’ti pharitvā adhimuccitvā viharati, Ebenso ist es, wenn ein Mönch meditiert, indem er sich auf ‚befleckten Glanz‘ ausrichtet.
tassa kāyaduṭṭhullampi na suppaṭippassaddhaṁ hoti, thinamiddhampi na susamūhataṁ hoti, uddhaccakukkuccampi na suppaṭivinītaṁ hoti. Sein körperliches Unbehagen ist nicht vollständig beruhigt, seine Dumpfheit und Benommenheit sind nicht vollständig ausgerottet und seine Rastlosigkeit und Reue nicht vollständig beseitigt.
So kāyaduṭṭhullassapi na suppaṭippassaddhattā thinamiddhassapi na susamūhatattā uddhaccakukkuccassapi na suppaṭivinītattā andhandhaṁ viya jhāyati. Aus diesem Grund übt er Vertiefung matt, sozusagen.
So kāyassa bhedā paraṁ maraṇā saṅkiliṭṭhābhānaṁ devānaṁ sahabyataṁ upapajjati. Wenn sein Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, wird er unter den Göttern von beflecktem Glanz wiedergeboren.
Seyyathāpi, āvuso kaccāna, telappadīpassa jhāyato telampi parisuddhaṁ vaṭṭipi parisuddhā. Wie wenn da eine Öllampe mit reinem Öl und einem reinen Docht brennen würde.
So telassapi parisuddhattā vaṭṭiyāpi parisuddhattā na andhandhaṁ viya jhāyati; Weil Öl und Docht rein wären, würde sie nicht matt brennen, sozusagen.
evameva kho, āvuso kaccāna, idhekacco bhikkhu ‘parisuddhābhā’ti pharitvā adhimuccitvā viharati. Ebenso ist es, wenn ein Mönch meditiert, indem er sich auf ‚reinen Glanz‘ ausrichtet.
Tassa kāyaduṭṭhullampi suppaṭippassaddhaṁ hoti, thinamiddhampi susamūhataṁ hoti, uddhaccakukkuccampi suppaṭivinītaṁ hoti. Sein körperliches Unbehagen ist vollständig beruhigt, seine Dumpfheit und Benommenheit sind vollständig ausgerottet und seine Rastlosigkeit und Reue vollständig beseitigt.
So kāyaduṭṭhullassapi suppaṭippassaddhattā thinamiddhassapi susamūhatattā uddhaccakukkuccassapi suppaṭivinītattā na andhandhaṁ viya jhāyati. Aus diesem Grund übt er Vertiefung nicht matt, sozusagen.
So kāyassa bhedā paraṁ maraṇā parisuddhābhānaṁ devānaṁ sahabyataṁ upapajjati. Wenn sein Körper auseinanderbricht, nach dem Tod, wird er unter den Göttern von reinem Glanz wiedergeboren.
Ayaṁ kho, āvuso kaccāna, hetu ayaṁ paccayo yena tāsaṁ devatānaṁ ekaṁ devanikāyaṁ upapannānaṁ santettha ekaccā devatā saṅkiliṭṭhābhā, santi panettha ekaccā devatā parisuddhābhā”ti. Das ist der Grund, werter Kaccāna, das ist die Ursache, dass, obwohl diese Gottheiten in der gleichen Klasse von Göttern wiedergeboren sind, manche von ihnen dort befleckten Glanz haben und manche reinen Glanz.“
Evaṁ vutte, āyasmā sabhiyo kaccāno āyasmantaṁ anuruddhaṁ etadavoca: Daraufhin sagte der Ehrwürdige Sabhiya Kaccāna zum Ehrwürdigen Anuruddha:
“sādhu, bhante anuruddha. „Gut, Ehrenwerter Anuruddha!
Na, bhante, āyasmā anuruddho evamāha: Herr, du sagst nicht:
‘evaṁ me sutan’ti vā ‘evaṁ arahati bhavitun’ti vā; ‚So habe ich es gehört‘ oder: ‚So muss es gewesen sein‘.
atha ca pana, bhante, āyasmā anuruddho ‘evampi tā devatā, itipi tā devatā’tveva bhāsati. Vielmehr sagst du: ‚Diese Gottheiten sind so, jene Gottheiten sind so.‘
Tassa mayhaṁ, bhante, evaṁ hoti: Herr, da denke ich:
‘addhā āyasmatā anuruddhena tāhi devatāhi saddhiṁ sannivutthapubbañceva sallapitapubbañca sākacchā ca samāpajjitapubbā’”ti. ‚Sicher hat der Ehrwürdige Anuruddha früher mit diesen Gottheiten zusammengelebt, sich mit ihnen unterhalten und auf Diskussionen eingelassen.‘“
“Addhā kho ayaṁ, āvuso kaccāna, āsajja upanīya vācā bhāsitā, „Deine Worte sind offensichtlich dreist und zudringlich, werter Kaccāna.
api ca te ahaṁ byākarissāmi: Dennoch will ich dir antworten.
‘dīgharattaṁ kho me, āvuso kaccāna, tāhi devatāhi saddhiṁ sannivutthapubbañceva sallapitapubbañca sākacchā ca samāpajjitapubbā’”ti. Lange Zeit habe ich früher mit diesen Gottheiten zusammengelebt, mich mit ihnen unterhalten und auf Diskussionen eingelassen.“
Evaṁ vutte, āyasmā sabhiyo kaccāno pañcakaṅgaṁ thapatiṁ etadavoca: Daraufhin sagte der Ehrwürdige Sabhiya Kaccāna zu dem Kammerherrn Pañcakaṅga:
“lābhā te, gahapati, suladdhaṁ te, gahapati, „Du hast Glück, Hausbesitzer, so großes Glück,
yaṁ tvañceva taṁ kaṅkhādhammaṁ pahāsi, mayañcimaṁ dhammapariyāyaṁ alatthamhā savanāyā”ti. dass du deinen Zustand der Unsicherheit aufgegeben hast und die Gelegenheit hattest, diese Lehrdarlegung zu hören!“
Anuruddhasuttaṁ niṭṭhitaṁ sattamaṁ.